Aug 162016
 

Wir wurden gebeten auf einen Literaturwettbewerb aufmerksam zu machen:

Texte. Preis für junge Literatur“ ist ein internationaler Schreibwettbewerb für junge Autorinnen und Autoren im Alter von 14 bis 19 Jahren. Bewerbungstexte zum Thema „Genug“ im Umfang vom maximal 3000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) dürfen vom 5. September bis zum 6. Oktober auf unsere Website www.texte.wien hochgeladen werden.

30 fürs Finale Qualifizierte können an Workshops mit namhaften Autorinnen und Autoren teilnehmen, ihre Texte werden im Rahmen einer Galafinalveranstaltung von berühmten Schauspielerinnen und Schauspielern des Wiener Burgtheaters öffentlich präsentiert. Selbstverständlich sind auch schöne Preise zu gewinnen. Alle Infos auf www.texte.wien.

Zum Thema: Genug ist genug und genug ist nicht genug, ist genug für alle da oder hab ich genug von dir, von einer Idee, von der Welt – genug, rufe ich und bin mir selbst genug. Setze Ausrufe- oder Fragezeichen zu unserem Thema oder punktiere es aus, lass Assoziationen in alle Richtungen zu. Gefragt sind Texte jeglicher literarischen Form und Ausrichtung: Kurzgeschichten, Erzählungen, Gedichte, Essays, Monologe, Dialoge … Was nicht fehlen soll, ist ein eigener Titel für deinen Einreichungstext.

Nov 232015
 

Der iFuB-Verlag hat uns gebeten, auf die folgende Veröffentlichung hinzuweisen:

Fanfiction-Sachbuch im iFuB-Verlag erschienen – mit fanfiktion.de-Userbeteiligung

Vor ein paar Monaten hat der iFuB-Verlag einen Aufruf zur Einsendung von Meinungen über Fanfiction auf fanfiktion.de gestartet. Das dazu gehörige Sachbuch ist nunmehr im Handel erhältlich.

Nicht nur kommen im Buch hunderte Fanfiktion.de-User, ein Fanfiktion.de-Admin und ein Operator zu Wort, auch gibt es zahlreiche exklusive Meinungen aus der Prominenz zum Thema, z.B. von der Band The BossHoss, einem Game of Thrones-Schauspieler, Tommy Krappweis (Bernd das Brot) und anderen Bestseller-Autoren. Dazu gibt es umfassende Informationen zur Geschichte der Fanfiction, ihrer Bedeutung in der Kultur und in den Medien, zu den einzelnen Genres und Begriffen, ein seitenlanges Glossar etc..

Die beiden Autorinnen, die selbst seit ihrer Kindheit Fanfiction schreiben, haben keine Mühen gescheut, um dieses Buch sowohl für Fanfiction-Leser und -Autoren als auch für Außenstehende zu einem unterhaltsamen und informativen Nachschlagewerk zu machen. Sie würden sich freuen, wenn es unter dem einen oder anderen Weihnachtsbaum landet und in Zukunft dazu beiträgt, dem Phänomen Fanfiction im deutschen Raum einen besseren Ruf zu verleihen.

Inhaltsangabe des Sachbuchs:

Es gibt eine Welt, da lebt Professor Snape glücklich verheiratet mit Lily Potter, Thorin Eichenschild ist nie gestorben, und Anakin Skywalker hat sich nie auf die böse Seite der Macht geschlagen. Eine Welt, wo Sherlock Holmes zusammen mit einem geheimnisvollen Timelord merkwürdige Fälle untersucht, Dean Winchester mit der Crew der Serenity fliegt und Loki und Thor mehr als nur Brüder sind.

Fanfiction, argumentieren manche, gab es schon immer. Schließlich bedienten sich nicht wenige große Autoren an populären Stoffen und verpassten ihnen ein neues Gewand. Andere hingegen sehen Fanfiction kritisch und werfen den Autoren vor, die Ideen anderer zu verfremden.

Und es soll vorkommen, dass das Schreiben von Fanfiction zum Durchbruch verhilft, wie u.a. Shades of Grey zuletzt bewies.

Aber was ist Fanfiction wirklich? Aus welchem Bedürfnis entsteht sie, und wie weit zurück geht das Phänomen? Welche Genres gibt es, und was sollte man als Fanfiction-Neuling auf jeden Fall wissen, bevor man sich in die zahllosen Archive stürzt?

Bettina Petrik und Stefanie Zurek nehmen Sie mit auf eine turbulente, augenöffnende, manchmal aufwühlende, aber immer emotionale Reise durch die großartige Welt der Fanfiction.

Sie werden Ihren Augen nicht trauen.

withlovemarysuecoverISBN E-Book : 978-3-941864-24-5
ISBN Taschenbuch: 978-3-941864-23-8

Weitere Informationen findet ihr auf der Homepage des iFuB-Verlags.

Aug 072015
 

Vorbemerkung: Dies ist ein Gastbeitrag von Miu Jones. Gastbeiträge werden in Zukunft mit dem Kürzel *GAST* gekennzeichnet.


Einmal abgesehen davon, dass es einfach interessant ist, sich mit den eigenen Vorlieben und den Vorlieben Anderer zu beschäftigen, diese zu vergleichen und so tiefschürfende Erkenntnisse über sich selbst, Andere, unterschiedliche Betrachtungsweisen und die Welt an sich zu erlangen, hat das Thema „Jungenbücher / Mädchenbücher “ auch eine praktische Bewandtnis. Die Lesekompetenz, die direkt mit dem eigenen Leseverhalten zusammenhängt, gehört nämlich nicht grade zu den unwichtigsten Dingen auf der Welt und das Wissen um geschlechtsspezifische Vorlieben kann für die geschlechtsspezifische Förderung benutzt werden.

Warum das Ganze?

Die Lesekompetenz wird von der PISA-Studie definiert als die Fähigkeit, Texte zu verstehen, zu vergleichen und die Informationen zu bewerten und anzuwenden. Bei der Studie PISA 2009 schnitten die Mädchen auf der Gesamtskala Lesekompetenz in allen Teilnehmerländern besser ab als die Jungen. Der Unterschied lag dabei im OECD-Durchschnitt bei 39 Punkten, was einem Schuljahr entspricht. Sagt uns die Bundeszentrale für politische Bildung.

Die Lesekompetenz ist der einzige der drei in der PISA-Studie untersuchten Bereiche, in dem ein Geschlecht in ALLEN untersuchten Ländern gravierend besser abschneidet als das andere. Der geschlechtsspezifische Unterschied im Bereich der Lesekompetenz ist übrigens wesentlich gravierender als der Unterschied im mathematischen Bereich, wo Jungs tendenziell besser dastehen (durchschnittlich 11 Punkte).

Die Macher der Studie gehen davon aus, dass die wesentlich schlechtere Lesekompetenz der männlichen Teilnehmer auf geschlechtsspezifische Verhaltensweisen und Lerneinstellungen zurückzuführen sind. (As shown in PISA 2009 (OECD, 2010b), these differences are associated with differences in student attitudes and behaviours that are related to gender. OECD (2014), PISA 2012 Results: What Students Know and Can Do – Student Performance in Mathematics, Reading and Science (Volume I, Revised edition, February 2014), PISA, OECD Publishing, Seite 201). Wer sich die ganze Studie mal anschauen möchte findet sie hier.

Nachfolgend möchte ich auf die Unterschiede zwischen typischen Mädchen- und Jungenbüchern und auf geschlechtsspezifisches Leseverhalten eingehen. Ich werde mich nicht mit der Frage beschäftigen, aus welchen Gründen Jungen generell weniger lesen als Mädchen. Wer sich dafür interessiert (und der englischen Sprache mächtig ist), dem sei das entsprechende Kapitel des Boys‘ Reading Commission Reports von 2012 empfohlen.

drei ??? und drei !!!

Die vorhandenen Unterschiede zwischen „Jungenbüchern“ und „Mädchenbüchern“ sagen erst mal nur aus, was erwachsene Autoren/Lektoren/etc. denken, was Jungen/Mädchen gerne lesen würden, wobei Feedback (z.B. im Form von Verkaufszahlen, Buchempfehlungen) durchaus vorhanden ist. Da Beispiele aber netter sind als trockene Statistik werde ich mir exemplarisch mal ein Jungen- und ein Mädchenbuch anschauen. (Wer sich dadurch gelangweilt fühlt, kann gleich zum Abschnitt Fazit und Vergleich mit der Literatur springen.) Dazu greife ich mir blind einen Band der ‚drei ???‘ und ‚drei !!!‘ aus dem Regal unserer Stadtbücherei.

Die drei ??? dürften den meisten ganz unabhängig von ihrem Geschlecht ein Begriff sein. Die Reihe existiert seit den Sechzigerjahren, wurde zunächst aus dem Englischen übersetzt und – nachdem die Reihe in den USA eingestellt wurde – von deutschen Autoren fortgesetzt. Die Protagonisten sind die drei Freunde Justus, Peter und Bob, die sich unter dem Namen ‚Die drei ???‘ und dem Motto ‚Wir übernehmen jeden Fall‘ zusammengetan haben. Weitere wiederkehrende Personen sind Justus‘ Tante und Onkel, denen ein Schrottplatz gehört, auf dem sich auch das Hauptquartier der Detektive befindet, Inspektor Cotta für die polizeiliche Unterstützung, außerdem Peters Freundin Kelly.

Die Serie ‚Die drei !!!‘ wird seit 2007 vom gleichen Verlag herausgegeben, gewissermaßen als ‚Antwort‘ auf die Die drei ???: „Die Detektiv-Reihe für Mädchen: clever und frech!“. Protagonistinnen sind die drei !!! Kim, Franziska und Marie (‚Wir lösen jeden Fall!‘), das prinzipielle Konzept der Reihe ist ähnlich. Analog zu den drei ???, gibt es die (Stief-) Eltern der Mädchen, einen hilfreichen Kommissar und Kims Freund Michi, der gelegentlich bei der Fallaufklärung mithelfen darf. Im Gegensatz zu den drei ??? spielen die Freunde/Exfreunde/potentiellen Freunde der Mädchen eine größere Rolle in der Handlung.

Der erste Eindruck

Die glücklichen Gewinner meiner Blindauswahl sind:

Die drei ???: Der namenlose Gegner und Die drei !!!: Total verknallt

Ein Blick auf die weiteren Bände der Reihen zeigt, dass die ausgewählten Bücher von der Aufmachung her für die drei??? repräsentativ sind. Bei den drei!!! hätte man vielleicht einen etwas ’neutraleren‘ Band erwischen können.

Schon beim Blick auf Titel, Cover und Klappentext erkennt man gravierende Unterschiede. Der Einband der drei ??? ist in schwarz gehalten, das Cover zeigt ein nächtliches Fabrikgelände, am Fenster der schattenhafte Umriss einer Gestalt. Der Einband der drei !!! ist in knalligen Pastellfarben (im aktuellen Fall brombeer-pink) gefärbt, das Bild zeigt Marie die von zwei Jungen auf die Wange geküsst wird. Das grüne Herz ist ein Wackelbild sodass man von ‚Anschauen‚ und ‚Kuss auf die Wange‘ hin und herwackeln kann. Das Cover der Taschenbuchausgabe ist da etwas dezenter.

Insgesamt ist der erste Eindruck bei den drei ??? eher eine Einstimmung auf Spannung, Bedrohung und Abenteuer, während die drei !!! die Leserin auf Liebe, Freundschaft und Beziehungschaos vorbereiten.

Die Handlung

Dieser Eindruck wird beim Lesen bestätigt. Der Hauptunterschied zwischen beiden Serien ist, dass bei den drei ??? der Fall im Vordergrund steht, während ihm bei den drei !!! wesentlich weniger Bedeutung zukommt. Das betrifft sowohl den Anteil, den er an der Gesamthandlung hat, als auch die Komplexität des Falles und die Ermittlungsleistung, die von den Protagonisten zur Lösung erbracht wurde. Im Fall der drei ??? stehen die (Sach)Schäden im Vordergrund, Ziel ist es den Täter zu finden und zu stoppen. Insgesamt beschäftigen sich etwa 69 von 127 Seiten mit dem Kriminalfall. Der Rest sind actionreiche Handlungsstränge, die indirekt mit dem Fall zusammenhängen, die Beziehung der drei ??? zu ihrem Erzfeind Skinny Norris und Bobs Streit mit seinen Eltern.

Bei den drei !!! ist der Fall… vorhanden. Insgesamt beschäftigen sich etwa 23 von 139 Seiten mit dem Kriminalfall. Der Rest beschäftigt sich mit Maries Beziehungsproblemen mit Holger und ihren aufkeimenden Gefühle für Adrien, weiteren romantischen Verwirrungen und dem alltäglichen Leben der Mädchen. Zur Verteidigung der drei !!!: Es gibt auch Bände, in denen die drei !!! richtige Fälle lösen und sich entsprechend mehr mit dem Fall auseinandersetzten.

Schaut man sich die Nicht-Fall-Handlung an, fällt auf, dass in den drei ??? die beiden größten nicht-Fall-Handlungsstränge in den Themenbereich ‚Spannung‘ fallen. Die beiden anderen Handlungsstränge, die sich mit der Beziehung der Personen untereinander beschäftigen, sind nicht romantischer Natur. Bei den drei !!! fallen alle nicht-Krimi-Handlungsstränge bis auf einen in die Kategorie ‚Liebe/Beziehungen‘.

Obwohl beide Reihen zum gleichen Genre gehören, werden inhaltliche Schwerpunkte unterschiedlich gesetzt. In den drei ??? wird mehr Wert auf Action und Spannung gelegt, in den drei !!! auf Romantik und Privatleben der Protagonistinnen.

Darstellung von Gefühlen

Um mir die Beschreibungen von Gefühlen an sich etwas genauer anzuschauen, habe ich eine ähnliche Situation aus beiden Büchern ausgewählt und zwar: Er hat sie versetzt.

Erlhoff, Kari: Die drei ???. Der namenlose Gegner. 1 Auflage. Stuttgard: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co.KG, 2009, Seite 39f

„Die Wunde muss gereinigt werden. Außerdem verdienst du es nicht besser!“-„Ich hab doch gar nichts getan!“, verteidigte sich Peter. „Ach nein? Du versetzt mich am Dienstag um mit Jeffrey surfen zu gehen. Dann hast du heute keine Zeit für den Filmabend. Und schließlich kommst du hier mitten in der Nacht klitschnass und noch dazu mit Justus an und klingelst mich aus dem Bett!“- „Ich bin schwer verletzt!“, klagte der Zweite Detektiv. „Dein Haus war meine letzte Rettung!“ – „Typisch Mann! Wenn ihr mal einen Kratzer habt, denkt ihr gleich, ihr müsstet sterben!“ Kelly schnitt ein Pflaster zurecht. „Du hast Glück, dass meine Eltern solche Aktionen mittlerweile gewohnt sind!“

Vogel, Maja: Die drei !!!. Total verknallt!. 1 Auflage. Stuttgard: Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co.KG, 2009, Seite 18

[Telefonat]“Also… die Sache ist die…“ Holger zögerte kurz, dann gab er sich einen Ruck „Ich kann leider nicht kommen.“ – „Was?“ Marie setzte sich kerzengrade hin. „Und warum nicht, wenn ich fragen darf?“ – „Ich muss lernen. Wir schreiben am Montag eine wichtige Matheklausur, und ich hänge total hinterher.“ – „Hättest du nicht früher anfangen können zu lernen?“ fragte Marie schnippisch. „Die Klausur ist doch bestimmt nicht erst gestern angesetzt worden.“ – „Ich hab den Stoff total unterschätzt.“ Holger klang zerknirscht. Oder tat er nur so? „Tut mir echt leid, dass ich unser Date abblasen muss. Bist du sauer?“ Marie atmete tief durch. Sie wollte nicht, dass ihre Stimme zitterte. „Quatsch. Ist nicht so schlimm, dann mache ich mir ebene alleine einen schönen Sonntag.“ Holger seufzte. „Du bist doch sauer, stimmt’s?“

Beide Zitate bestehen größtenteils aus Dialog. Der Anteil an Redebegleitsätzen und beschreibenden Sätzen ist bei den drei !!! erstens höher und macht zweitens stärker deutlich, was die beteiligten Charaktere fühlen. Bei den Drei ??? gibt es nur drei Nicht-Dialog-Sätze von denen einer rein gar nichts über die Gefühle des Charakters preisgibt. Auch innerhalb des Dialogs werden Gefühle nicht (oder nur die vielen Ausrufezeichen) thematisiert. Bei den drei !!! werden die Gefühle von Marie und Holger sowohl durch direkte (schnippisch, zerknirscht), als auch indirekte Beschreibungen (Marie setzte sich kerzengrade hin) erkennbar und werden auch im Gespräch thematisiert.

Diese Beobachtung ist für beide Bücher repräsentativ. In den drei ??? wird nur selten auf die Gefühle der handelnden Personen eingegangen und sie werden dann eher indirekt beschrieben. Natürlich hängt die Beobachtung von den allgemeinenen Schreibstilen der beiden Autorinnen ab, allerdings möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Bücher vom gleichen Verlag und für eine geschlechtsspezifische Zielgruppe herausgegeben werden.

Die intensivsten Gefühlsbeschreibungen in den drei ??? (Angst, Verwirrung, Wut), kommen während eines Kampfes in den Justus und Peter mit Bob geraten, der sein Gedächtnis verloren hat und die beiden deshalb für gefährlich hält. Damit ist es aber vorbei, sobald sich die Situation aufgelöst hat. („Wenn wir Mädels wären, würden wir jetzt wahrscheinlich rumheulen und uns in die Arme fallen.“ – „Ja zum Glück sind wir echte Kerle, was?“ – „Jep.“ Erlhoff, Kari: Die drei ???. Der namenlose Gegner. S.107). Romantische Gefühle (und Handlungen) werden gar nicht thematisiert.

In den drei !!! wird fast durchgehend auf die Stimmung der Charaktere eingegangen, viel (mit den Freundinnen) über die eigenen Gefühle gesprochen und häufiger innegehalten, um über die eigenen Gefühle zu sinnieren. Die Palette der Gefühle ist relativ breit, die intensivsten Gefühlsbeschreibungen kommen im Kontext einer romantischen Beziehung sowohl in der Schmetterlinge-im-Bauch-Variante, als auch in epischem Hadern, wenn es gerade nicht läuft.

In den drei ??? werden Gefühle nur in ausgewählten Situationen beschrieben, während der Leser der drei !!! permanent über die Gefühle der handelnden Charaktere informiert wird. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf den mit einer romantischen Beziehung assoziierten Gefühlen. Diese werden in den drei ??? gar nicht thematisiert. (Allerdings sind wir hier in der Altersgruppe der 10-13 Jährigen in Büchern für ältere Jungen könnte das durchaus anders aussehen.)

Stereotypen

Weil ich es schwer finde, geschlechtsspezifische stereotype Verhaltensweisen zu definieren, gehe ich auf Klischees nur soweit ein, wie sie mir aufgefallen sind, ohne darauf zu achten, ob es sich um ‚berechtigte‘ Klischees handelt oder Vorurteile. In beiden Büchern beziehen sich die Klischees stärker auf das Geschlecht der angesprochenen Zielgruppe und klischeehafte Äußerungen gegen das andere Geschlecht werden innerhalb der Handlung relativiert.

Das nicht-Zeigen von (vorhandenen) Gefühlen oder Schwäche nach extremen Situationen wird in den drei ??? positiv dargestellt. Außerdem wird sich in den Randbemerkungen diverser Personen immer wieder latent vom weiblichen Geschlecht distanziert. Als sich herausstellt, dass der Unbekannte, den Peter an der Flucht hindern will, eine sie ist, versucht er zunächst etwas sanfter zu sein (ein großer Fehler wie sich herausstellt). Bei den vorkommenden weiblichen Charakteren, findet sich alles, von der braven Hausfrau, die ihrem Mann nach dem Mund redet, bis zur kratzbürstigen Einbrecherin. Der Umgangston der Jungen ist etwas schroffer (oder weniger ‚extrem rücksichtsvoll‘) und direkter, als der der drei !!!, was den Rückhalt der Freunde bei Problemen betrifft, ist das Verhalten gleich.

In den drei !!! verhalten sich die Mädchen häufiger impulsiv und irrational und Emotionen legen mehrfach das logische Denken völlig lahm. Offensichtliche Widersprüche im eigenen Denken/Verhalten (wie ‚Ich werfe ihm vor unverschämterweise zweigleisig zu fahren, während ich selbst ohne sonderliche Bedenken zweigleisig fahre‘) werden nicht als solche thematisiert. Perfektes Aussehen spielt nur bei Marie eine gravierende Rolle, was aber in ihrer Figur so angelegt ist. Männliche Charaktere haben größeren Anteil an der Handlung, die ‚Love interests‘ fallen entweder in die Kategorie ‚romantisch und verständnisvoll‘ oder ‚auf den ersten Blick hassenswert, auf den zweiten süß und witzig‘. Wobei ‚romantisch und verständnisvoll‘ interessanterweise kein Widerspruch zu unsensibel ist, wie man an dem armen Holger sieht.

Im Hinblick auf die Zeile Wenn wir Mädels wären, würden wir jetzt wahrscheinlich rumheulen und uns in die Arme fallen., möchte ich auf diesen Aspekt etwas genauer eingehen, denn in den drei ??? wird wesentlich weniger und wenn, dann aus triftigeren Gründen geweint, als in den drei !!!. In den drei ??? weinen zwei (weibliche) Personen, die eine nachdem der Sheriff sie tätlich angreift und droht sie mit dem Schlagstock zu verprügeln, die andere weil ihr Vater und ihr Exfreund sich (vermeintlich) vor ihren Augen gegenseitig töten.

In den drei !!! habe ich leider den Fehler gemacht, nicht mitzuzählen, wie oft weibliche Personen in Tränen ausbrechen, ich denke acht bis zehn wäre ein guter Schätzwert, je nachdem, ob Mitweinen extra zählt. Alle Mädchen heulen mehrfach oder haben zumindest Tränen in den Augen stehen. Der häufigste Grund sind Beziehungsprobleme, aber auch die Angst, die Eltern würden sich scheiden lassen. Auch die Freundin der Mutter weint aufgrund ihrer bevorstehenden Scheidung. Die Protagonistinnen in der Mädchenreihe erfüllen also viel eher das Klischee des ‚Herumheulens‘ als die weiblichen Figuren bei den drei ???. Im Hinblick auf Diskussionen, ob das Verbreiten von Sterotypen schädlich ist und unterbunden werden sollte, finde ich diese Diskrepanz interessant.

Fazit und Vergleich mit der Literatur

Ein Vergleich, von zwei wahllos aus dem Regal gezogenen Büchern ist keine Wissenschaft und kann (zusammen mit anderen Erfahrungen) höchsten einen Hinweis auf die grobe Richtung geben. Außerdem sagt der Inhalt von typischen Mädchen/Jungenbüchern nur etwas über die zielgruppenspezifische Literatur aus, nicht zwangsläufig über das gesamte Leseverhalten. Trotzdem passt das Ergebnis der Frei-Hand-Analyse ganz gut ins Bild empirischer Daten, was auch der Grund ist, weshalb ich euch damit gelangweilt habe.

Für den Überblick über die Unterschiede im geschlechtsspezifischen Leseverhalten, beziehe ich mich auf einige Hausarbeiten*. (Diese beziehen sich wiederum auf Quellen, die leider größtenteils nicht einsehbar sind. Da die Noten alle ganz gut waren, gehe ich mal davon aus, dass das so seine Richtigkeit hat.) Einigkeit besteht in folgenden Punkten:

– Geschlechtsspezifische Unterschiede im Leseverhalten treten erst im Grundschulalter auf und werden mit zunehmendem Alter größer. Im Vorschulalter bzw. bei Leseanfängern sind sie noch nicht vorhanden.

– Jungen interessieren sich mehr für Sachbücher als Mädchen, wobei auch da andere Themen präferiert werden.

– Bei Romanen präferieren Jungen spannende und actionreiche Geschichten und damit Genre wie Abenteuer, Krimis, Fantasy/Science-Fiction oder Horror. Romantische Handlungsschwerpunkte werden von Jungen häufiger und bis in die Altersgruppe ab 14 hinein abgelehnt. Mädchen haben generell breiter gefächerte Interessen und mögen besonders Romanzen, Alltagsgeschichten und ‚realitätsbezogene Problemgeschichten‘. Beide Geschlechter mögen lustige Bücher.

Den bevorzugten Genres entsprechend lesen Mädchen/Frauen empathisch und emotional involviert, während Männer eher sachbezogen und distanziert lesen oder in fremde, fantastische und exotische Welten abtauchen wollen. (Garbe 2003) Nachzitiert aus  „Das Leseverhalten von Jungen und Mädchen – Forschungsergebnisse, Erklärungsansätze und Konsequenzen des geschlechtsspezifischen Leseverhaltens, Hausarbeit, 2010

– Zu geschlechtsrollentypischem Verhalten gibt es leicht variierende Aussagen. Insgesamt scheinen Jungen einen größeren Wert auf geschlechtsrollentypisches Verhalten zu legen als Mädchen, wobei auch bei Mädchen Bücher mit geschlechtsrollentypischem Verhalten vom ökonomischen Standpunkt her rentabler seien. Allerdings bezogen sich alle Aussagen die ich gefunden habe, auf die Darstellung des Geschlechts der angesprochenen Zielgruppe und zumindest bei der Aussage zu den Mädchen war offen, ob es bei den ‚Geschlechtsrollen‘ um Verhaltensweisen oder die Rolle innerhalb der Gesellschaft geht.

Aus meinen persönlichen Leseerfahrungen würde ich sagen, dass ein Mädchenbuch mit stereotyp dargestellten Protagonistinnen viel häufiger auf eine ebenso stereotype Darstellung der Protagonisten angewiesen ist (Romanzen funktionieren so schlecht allein), während in Jungenbüchern alternativ auch keine oder vom Verhalten her ‚männliche‘ Protagonistinnen vorkommen können. Falls jemand zu diesem Thema Informationen hat, immer her damit.

Beim beispielhaften Vergleich der drei ??? und drei !!! ließen sich ebenfalls die drei Aspekte unterschiedliche Themenschwerpunkte, emphatisch-emotionale versus sachlich-distanzierte Betrachtungsweise und Verwendung von geschlechtsspezifischen Klischees finden.

*Als exemplarische Quellen möchte ich angeben:

Schwache Helden für starke Jungs – Mangelnde Identifikationsangebote der Kinder- und Jugendliteratur als Ursache der männlichen Leseabstinenz?; Examensarbeit, 2007

Das Mädchen- und Frauenbild in der Mädchenliteratur der letzten 150 Jahre; Examensarbeit, 2005

Das Leseverhalten von Jungen und Mädchen – Forschungsergebnisse, Erklärungsansätze und Konsequenzen des geschlechtsspezifischen Leseverhaltens, Hausarbeit, 2010

Lesekompetenz und Geschlecht, Hausarbeit, 2003

Lange Rede, kurzer Sinn: Was hat das ganze jetzt gebracht?

Zunächst ist das Ganze ein interessanter Diskussionsinput zur Frage welche geschlechtsspezifischen Lesepräferenzen es gibt und wie sich diese Vorlieben auswirken. Ganz unabhängig davon, was man von Genderstereotypen hält oder ob man der Meinung ist, dass sie aufgrund unserer Erziehung oder einer intrinsischen Veranlagung existieren, hilft uns vielleicht die Tatsache, dass sie beide Geschlechter gleichermaßen betreffen die Dinge etwas entspannter zu sehen. (Und sich, wenn man als Frau ein Problem mit Stereotypen hat, erst mal an den Tonnen von rosa Glitzerliteratur abzuarbeiten, bevor es an männliche „Heldenbilder“ geht.)

Abgesehen davon hat das Untersuchen von Lesepräferenzen auch einen praktischen Nutzen, nämlich eine effizientere Leseförderung von Jungen.

Wie bereits oben erwähnt ist die Lesekompetenz bei Jungen durchschnittlich schlechter als bei Mädchen, was höchstwahrscheinlich damit zusammenhängt, dass Jungen durchschnittlich wesentlich weniger lesen. Ganz unabhängig von der Frage, ob das daran liegt, dass Jungen sich generell weniger für Bücher interessieren, oder es an einem Mangel an Lesestoff liegt, ist es aus bildungstechnischer Sicht sinnvoll, das vorhandene Interesse am Lesen soweit möglich anzufachen und denjenigen, die Lesestoff suchen, den Zugang zu erleichtern.

Die Wichtigkeit der gezielten Jungenleseförderung ist Bibliotheksverbänden und anderen (staatlichen und privaten) Organisationen, die sich mit Lesen oder Bildung beschäftigen, bewusst. Es werden Informationsmaterialien herausgegeben (z.b. dieser Flyer für Lehrer) und Projekte zur Leseförderung (z.B. zur Etablierung männlicher Vorleser als Rollenvorbilder) umgesetzt. In diesem Bereich bleibt aber noch deutlich Luft nach oben, sodass sich auch in kleinen Dingen ohne viel Aufwand und ohne gravierende Nachteile für irgendwen deutliche Verbesserungen bewirken lassen. Zum Beispiel indem man versucht, andere für die Problematik zu sensibilisieren, was einer der Gründe für mich war, diesen Blogartikel zu schreiben.

Eine andere einfache Möglichkeit ist der Austausch von Leseempfehlungen.

In unserer Bücherei gibt es beispielsweise seit kurzem neben der Genre-Kennzeichnung den Interessenkreis „für Jungen“, sodass Interessierte die Leseempfehlung direkt sehen und gezielt danach suchen können. Die Empfehlung wird neben Rezensionen, Genre-Einordung etc. von der Einkaufszentrale für öffentliche Bibliotheken herausgegeben und ist leider für Privatleute nicht einsehbar. Wahrscheinlich werden aber viele größere Bibliotheken Mitglied bei der Einkaufszentrale oder bei anderen vergleichbaren Organisationen. Und sicher sind unter denjenigen, die diesen Blogbeitrag lesen, einige dabei, für die die örtliche Bücherei oder Buchhandlung ein zweites Zuhause ist. Und vielleicht fühlt sich ja der/die eine oder andere motiviert, mal nach einer entsprechenden Kennzeichnung Ausschau zu halten und – falls es sie nicht gibt, anzuregen, dass sie eingeführt wird. Das schadet niemandem (außer vielleicht der Person, die die ganzen Aufkleber anbringen muss ^^) und ist zielgruppenspezifische Werbung, die vielleicht zu mehr Lesern führt. Was Buchhandlungen betrifft bin ich überfragt, ob und welche Informationen sie zu ihren Büchern bekommen, aber auch sie würden sicher von einer „Jungenecke“ oder spezifischen Empfehlungen profitieren. Fragen kostet nichts und vielleicht trifft die Idee ja auf offene Ohren.

Ganz umsonst und für alle zugänglich ist die Jungenleseliste von MANNdat e.V. Zum einen ist sie ein guter Tipp für Leute, die selbst Leseempfehlungen suchen, zum anderen besteht die Möglichkeit (unabhängig vom eigenen Geschlecht) Buchtipps beisteuern. Das geht ganz einfach über eine Mail an info@jungenleseliste.de oder über das Kontaktformular der Webseite. Für eine Empfehlung sind Autor, Titel und ein paar Stichpunkte zur Begründung der Auswahl ausreichend, obwohl sich der Verein über ausführlichere Rezensionen freut. Gerade in der Altersgruppe ab 13 Jahren ist die Bücherliste relativ kurz, sodass sich Empfehlungen auf jeden Fall lohnen.

Alles was für Bücher gilt, gilt natürlich auch für Fanfiktion. Wir sind uns sicher alle einig, dass ‚Fanfiktion‘ ein tolles Hobby ist und den meisten, die länger dabei sind, dürfte aufgefallen sein dass wir einen Frauenanteil von gefühlten 90% (mindestens) haben. Im Gegensatz zur wirklichen Welt mit ihren Gerechtigkeitsdiskussionen und Verteilungsquerelen haben wir also hier einen Bereich in dem das weibliche Geschlecht in der Übermacht ist und die ungeschriebenen Regeln diktiert. Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, dass die meisten Fanfiktion nicht gerade auf Jungen zugeschnitten sind. Ehrlich gesagt, fällt mir spontan keine ein.

Ich bin jetzt mal so dreist und behaupte einfach, es gibt keine guten Fanfiktions für Jungs, in der Hoffnung heftigen Widerspruch zu bekommen, am besten direkt mit entsprechenden Gegenbeispielen. Wenn genug zusammenkommen damit sich ein (oder mehrere) Empfehlungsthreads für Jungen im Forum lohnen, wäre das doch schön.

Falls irgendjemand mit der Benennung ein Problem hat, von wegen Zementierung von Stereotypen oder so, findet sich sicher auch ein anderer Name. So wie die Geschlechterverteilung ist, ist der Anteil an Mädchen/Frauen, der von der spezifischen Kennzeichnung profitiert, vielleicht sogar höher als der Anteil, der männlichen Leser. Falls noch jemand Ideen hat, wie man ohne großen Aufwand, das Interesse von Jungen/Männern am Hobby Fanfiktion wecken kann, immer her damit. Wenn man davon ausgeht, dass die Zielgruppe generell relativ klein sein dürfte, wird eine Empfehlung den Autoren der entsprechenden Geschichten nur nutzen.

Jul 192015
 

Da es langsam mal an der Zeit ist, dass wir uns anschauen, welche Unterschiede zwischen Männern und Frauen wirklich existieren, möchte ich im heutigen Blogbeitrag damit anfangen. Da es sich um ein recht komplexes Thema handelt, werde ich es auf mehrere Posts aufteilen.

Schenken wir uns den ganzen evolutionsbiologischen Schmogus, der erklärt, warum sich unsere Spezies so entwickelt hat, wie sie das nun mal tat. Es ist zwar durchaus hochinteressant, aber für die Beurteilung des Istzustandes doch weitgehend irrelevant, es sei denn man möchte sich mit evolutionsbiologischen und evolutionspsychologischen Theorien auseinandersetzen, die sich empirisch kaum überprüfen lassen.

Bleiben wir also lieber bei den Fakten. Aus der Schule wissen wir, dass unser Genom aus 22 Chromosomenpaaren und 2 Geschlechtschromosomen besteht. Bei Frauen bilden die Geschlechtschromosomen ebenfalls ein Paar, bei Männern liegt das X-Chromosom nur einfach vor, dafür verfügen sie über ein zusätzliches Y-Chromosom.  Auf diesen wiederum befindet sich der Bauplan für die Herausbildung der Hoden und noch einige sogenannte Haushaltsgene, die in vielen Köpergeweben eingeschaltet werden und grundlegende Funktionen des Zellstoffwechsels regulieren. Die Gene, welche für die Herausbildung körperlicher Merkmale, die Gehirnstrukturen und die Vernetzung der Nervenzellen verantwortlich sind, liegen auf den anderen 45 Chromosomen.

Man darf also festhalten, dass Männer ein Y-Chromosom mehr, dafür aber auch ein X-Chromosom  weniger haben, was wiederum erklärt, warum männliche Föten etwas anfälliger als weibliche sind. Liegt nämlich auf ihren einzelnen X-Chromosom irgendwo ein Gendefekt vor, so gibt es kein zweites X-Chromosom, das diesen kompensieren könnte. Abgesehen davon gibt es keine weiteren genetische Unterschiede.

Heißt das aber auch, das es keine biologischen Unterschiede gibt?

Offensichtlich nicht. Die Hoden verändern eine ganze Menge. Sie produzieren das Sexualhormon Testosteron, das wiederum eine ganze Reihe von Genaktivierungen steuert. Tatsächlich verändert die bei männlichen Embryos weitaus höhere Testosterondosis auch die neuronale Vernetzung. (Bereits neugeborene männliche Babies haben ein etwas anderes Gehirn als weibliche Babies. Dazu kommen wir jedoch erst im zweiten Blogpost zu den Geschlechtsunterschieden.) Eierstöcke und Gebärmutter werden nicht gebildet, dafür entsteht ein Penis.

Im Verlauf von Kindheit und Reife werden die Unterschiede noch etwas offensichtlicher.

Körperliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen:

  • Männer wiegen etwa 15% mehr als Frauen
  • Männer sind im Schnitt 15 cm größer als Frauen
  • das Hüfte-Taile Verhältnis ist anders, Männer haben schmalere Hüften
  • Das Brust-Tailen Verhältnis ist anders: Männer haben normalerweise einen größeren Brustumfang
  • Der Oberkörper von Männern ist im Schnitt 40-50% stärker
  • der Unterkörper von Männern ist im Schnitt 30% stärker
  • Männer haben relativ zu ihrer Körpergröße mehr Lungenvolumen (ca. 30%)
  • Ellenbogen und Knie sind beim Mann 42-60% stärker
  • die Haut von Männern ist dicker und fettiger
  • Männer haben mehr Körperbehaarung als Frauen
  • Frauen haben einen höheren Körperfettanteil
  • Frauen haben einen niedrigeren Blutdruck, Frauenherzen schlagen dafür etwas schneller
  • Männer haben mehr androgene Hormone, Frauen mehr Estrogene
  • Männer haben im Schnitt 5,2 Millionen rote Blutkörperchen pro Kubikmililiter, Frauen 4,6 Millionen
  • Männer haben mehr Hämoglobin als Frauen und können daher mehr Sauerstoff speichern
  • Männer haben im Verhältnis zu ihrem Körper ein um 10% größeres Herz
  • Der Grundumsatz von Männern ist etwa 10% höher als der von Frauen
  • Männer haben stärkere Knochen
  • Frauen wandeln mehr ihrer Nahrung in Fett um, Männern mehr in Muskeln
  • Männer können mehr Hitze abgeben, weil sie mehr Schweißdrüsen haben
  • Frauen haben mehr weiße Blutkörperchen (bessere Immunabwehr)
  • Männer haben mehr Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren im Blut (schnellere Wundheilung)

Die Herausbildung dieser Unterschiede ist nachweislich rein hormonell gesteuert.

Bevor wir nun Teil 1 der Geschlechtsunterschiede abschließen, möchte ich kurz noch auf einen empirisch nachgewiesenen Fakt eingehen, der später noch bedeutsam werden wird: Männer sind extremer.

Zum Verständnis: Jedes einzelne Merkmal liegt über die Gesamtbevölkerung verteilt in einer sogenannten Normalverteilung vor. Bei Männern ist die Standardabweichung \sigma, welche quasi die Breite der Verteilung beschreibt, allerdings deutlich größer. Als Ergebnis ist ihre Verteilungskurve flacher. Es liegen also deutlich mehr Einzelwerte in den Extrembereichen. In Relation dazu ist die Kurve der Frauen deutlich steiler, es liegen mehr Werte im Durchschnittsbereich.

Da das alles vielleicht ein wenig abstrakt ist, zeige ich euch mal eine Grafik zur Verteilung des Intelligenzquotionen über die Geschlechter.

IQ-VerteilungDer Mittelwert liegt hier bei beiden Kurven beim IQ-Wert 100. Die Frauen befinden sich jedoch deutlich stärker im Zentrum. Es gibt also mehr durchschnittlich intelligente Frauen als durchschnittlich intelligente Männer. In den Extrembereichen überwiegen jedoch die Männer. Auf den IQ bezogen bedeutet dies, dass sie sowohl unter den Debilen IQ<70 als auch unter den Hochintelligenten IQ>130 entsprechend zahlreicher vertreten sind als Frauen.

Diese höhere Varianz finden wir auch bei nahezu allen anderen Merkmalsausprägungen, der IQ ist allerdings insoweit ein sehr schönes Beispiel, weil hier der Mittelwert der Verteilung bei beiden Geschlechtern gleich ist, was bei Merkmalen wie Körpergröße, Gewicht oder Behaarung natürlich nicht der Fall ist. 🙂

Wochenrückblick – Gregory Allan Elliott & Stephanie Guthrie

Im Wochenrückblick möchte ich auf eine Geschichte aus Kanada eingehen, die weitweit einigen Menschen die Augen geöffnet haben dürfte.

Es geht um eine Klage wegen der kriminellen Belästigung zweier Torontoer Frauenrechtsaktivistinnen aus dem Jahr 2012 durch den Angeklagten Gregory Allan Elliott. Vorwürfe einer dritten Frau wurden bereits fallengelassen.

Ich übersetze hier einfach mal die Zusammenfassung der Journalistin Christie Blatchford, die den Fall bereits seit längeren medial betreut.

Der Grafiker und Vater von 4 Kindern verlor kurz nach seiner Verhaftung, welche im Internet weit verbreitet wurde, seinen Job. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm 6 Monate Gefängnis.

Dies sind bemerkenswerte Auswirkungen, insbesondere wenn man zudem in Betracht zieht, dass nach Aussage des zuständigen Ermittlers Detective Jeff Banghild keinerlei Hinweise darauf existieren, dass er seine beiden Anklägerinnen oder andere Frauen jemals bedroht oder sexuell belästigt habe.

Tatsächlich sieht es so aus, als bestünde das Vergehen Elliotts primär darin, dass er es wagte, den beiden jungen Feministinnen und politischen Aktivistinnen widersprochen zu haben.

Der ursprüngliche Konfliktstoff ergab sich, als Elliott sich gegen einen Plan Guthries aussprach, einen Internet-Shitstorm gegen einen jungen Mann im nördlichen Ontario zu entfachen, der ein brutales Videospiel veröffentlicht hatte, wo die Spieler der feministischen Video-Bloggerin Anita Sarkeesian solange ins Gesicht boxen konnten, bis der Bildschirm rot wurde.

Guthrie sagte damals auf Twitter, dass der Programmierer „den Hass des Internets in seinem reale Leben spüren solle.“ Dazu warnte sie potentielle Arbeitgeber über Twitter und sandte der Lokalzeitung in seiner Heimatstadt einen Link zu einem Bericht über das Spiel.

Elliott widersprach dieser Taktik und tweetete, dass dieses Shaming „genauso bösartig sei wie das face-punch-Spiel„.

Bis dahin hatten Elliott und Guthrie einen kollegialen Umgangston gepflegt. Elliott hatte unter anderem angeboten, ein kostenloses Poster für Guthries witopoli (Women in Toronto Politics) Gruppe zu erstellen.

Weitere Details der Kampagne kann man problemlos den weiter unten chronologisch angeordneten Links entnehmen. Ich habe einfach mal alle gepostet, weil sie einen sehr interessanten Effekt zeigen. Zu Beginn der Verhandlung stand Christie Blatchford der Person und der Sache von Elliott keineswegs positiv gegenüber. Dies änderte sich bei der Beobachtung des Verfahrens, in dem bemerkenswerte Aussagen wie die folgende zu Tage traten.

Die Mehrheit aller Männer für Vergewaltigung verantwortlich zu machen … ist falsch„. Dies schrieb Mister Elliott im September 2012. „Vergewaltiger sind keine normalen Männer. Sie sind verrückt? Warum sollte man also nicht die Verrückten verantwortlich machen?

Dies klang in meinen Ohren keineswegs wie das Gezeter eines perversen Frauenhassers, dem Verteidiger Mister Murphy ging es offenbar genauso, denn nachdem er dies Richter Brent Knazan vorgelesen hatte, fragte er in einem neutralen Tonfall: „Das klingt wie ein vernünftiger Standpunkt?

Miss Guthrie, die sich im Zeugenstand befand, schnaubte kurz und rief: „Wollen sie mich verarschen?“ Dann schlug sie mit der Faust auf das Holz und erklärte: „Ich kenne massenhaft normale Männer, die vergewaltigt haben. Ich wurde von normalen Männern vergewaltigt.

Oder auch:

Als der Verteidiger Mister Murphy Miss Guthrie aufforderte, auch nur einen Tweet zu benennen, der ihr tatsächlich Angst eingeflößt habe, stieß sie hervor: „So funktionieren Gefühle nicht, Mister Murphy. Sie entwickeln sich mit der Zeit.“ Als der Verteidiger darlegte, dass sie keineswegs ängstlich wirkte, und dass sie sich über Mister Elliott amüsiert und ihn verspottet habe, seufzte sie theatralisch und sagte: „Da ist kein perfektes Opfer, Mister Murphy, und kein perfekter Weg, um auf Stalking zu reagieren. Manchmal muss man ein wenig zurückschlagen … Tut mir leid, falls ich kein perfektes Opfer war.

Mister Murphy legte daraufhin dar, dass Mister Elliott sich und seine Ansichten auf Twitter gegen Angriffe seitens Frau Guthrie und ihrer beiden Mitklägerinnen verteidigt habe. Und sei dies nicht sein gutes Recht?

Er hat das Recht sich gegen die Welt zu verteidigen, er hat nicht das Rechts, sich gegen mich zu verteidigen.

Völlig unabhängig davon, was Sie über oder zu ihm sagen„, fragte der Verteidiger nach.

Nicht gegen mich!

Noch kurz zur Erläuterung. Der Irsinn der Klagemöglichkeit wegen „kriminellen Belästigung“ in Kanada besteht darin, dass es völlig ausreicht, dass sich irgendjemand bedroht fühlt. Es geht also um rein subjektives, unüberprüfbares Empfinden, nicht um ein objektiv bestehendes Bedrohungsszenario. Ganz ehrlich, kann man sich ein besseres Instrument vorstellen, um unliebsame Kritiker mundtot zu machen?

Chronologische Liste aller Berichte in der National Post zum Vorgang:

22.10.201208.01.201309.01.201410.01.201423.07.201420.03.201507.05.201514.07.2015

Wochenrückblick – Dean Esmay „An meine Freunde, die nette Feministen sind“

Ich bin diese Woche über einen Artikel von Dean Esmay gestolpert, der sich an seine feministischen Freunde richtet.  Ich möchte kurz darauf eingehen, weil im Artikel erklärt wird, wie aus dem früheren Feministen Dean Esmay, der nebenbei nach wie vor ein positives Frauenbild besitzt, der Feminismus-Gegner Dean Esmay wurde. Man kann hier natürlich anführen, dass es etwas ungerecht ist, den Feminismus, der ja durchaus über eine Vielzahl unterschiedlicher Strömungen verfügt, auf die Hassvariante mit Vergewaltigungskultur und Patriarchat zu reduzieren. Man sollte dann aber nicht vergessen, dass es gerade diese radikale Strömung zu sein scheint, die sich durchgesetzt hat und derzeit die Musik bestimmt. Wie dem auch sei, vielleicht einfach mal ganz unvoreingenommen lesen und darüber nachdenken, was wohl bei dem eigentlich sehr menschenfreundlichen Dean Esmay diesen Wandel in seinen Ansichten auslösen konnte. Eine deutsche Übersetzung seines Briefes findet ihr hier.

Vielleicht eins noch, ich habe mir, neugierig wie ich nun mal bin, sein Buch Methuselah’s Daughter über Amazon besorgt, primär weil ich so einen besseren Blick auf das Frauenbild eines Mannes erhaschen wollte, der den Feminismus (oder was er eben mittlerweile darunter versteht) so kategorisch ablehnt. Es ist ein echter Geheimtipp mit einer megastarken weiblichen Protagonistin.

Wochenrückblick – Lucie Höhler – Heldin der Rationalität oder Shitstorm-Initiatorin?

Hannah Beitzer hat in ihrer aktuellen Kritik an Dieter Nuhr ausgerechnet Lucie Höhler von kleiner drei als Stimme der Rationalität aufgebaut. Man sollte hier vielleicht daran erinnern, dass es diese Dame war, die im Dezember 2014 zusammen mit weiteren Aktivistinnen aus dem Dunstkreis von Anne Wizorek einen Shitstorm gegen einen Redakteur der deutschen Welle anzettelte, als dieser daran erinnerte, dass die feministische Heldin Shanley Kane ausgerechnet mit dem Nazi, Frauenhasser und Rassisten Denn Weev Tisch, Bett und Ideologie teilte. So inkompatibel sind Nazis und Radikalfeministen offenbar gar nicht.

Wochenrückblick – Abschluß

Hier noch ein etwas versöhnlicherer Blick auf den Feminismus von Anna. Ob die dort getroffenen Aussagen über Männer und Frauen stimmen? Dazu komme ich dann in meinem nächsten Beitrag über Geschlechtsunterschiede. Hoffentlich. Und dann hätte ich hier noch auf Englisch die Gedanken einer Mitzwanzigerin aus Chicago, die befürchtet, dass ihre zukünftigen Söhne, Vergewaltiger werden – allerdings nicht, weil sie jemanden vergewaltigen. Lesenswert!

Und was darf keineswegs fehlen?

Naja, eigentlich dürfte es schon fehlen. Aber es soll auch ein paar Leser geben, die meine widerlichen Selbstdarstellungen mögen. Die restlichen 98% bitte ich einfach darum, sie zu ignorieren. 😉


Phraselnddrescherei
gewidmet Phraselnd, dem Perfekten – Sinn ist bestenfalls marginal enthalten

An schiefen Tagen phraselts in den Rauken
und Bakelit mieft nun nach Käsemauken
weil Phraselnds Klauen bis ins Erdreich rhomben
bricht ab ein Ast und knarzt in Katakomben
Die Droste sah ihn auch, sie kotzt
auf Phraselnd, dem die Schnute rotzt

Siebentausend Knarze früher
war der Tod ein Balkenblüher
Herbstlich Purpur prangt im Barte
Phraselnd klatscht sich auf die Schwarte
seiner Druse, die verstopft
unbemerkt am Psalter klopft
Roh rafft sich der Bovist auf
vergewaltigt einen Knauf
dem der Schwefel vollverstrudelt
auf die Federflanken sudelt
Elend ist des Tangens Lohn
Phraselnd erntet höchstens Hohn

Doch er flözt sich auf die Wampe
Zischend zischt dann eine Lampe
Greinend greint Lysander sich
Ach – war dies nicht fürchterlich?

Ich schreibe solche Gedichte primär deswegen fast nie, weil sie keinerlei Mühe machen. Das hier war eine 3-minütige Fingerübung. Bei einem „echten“ Gedicht wie dem von letzter Woche für Tiia dauert es wesentlich länger, bis Strophen, Rhytmus und Aussage so sind, wie ich sie haben möchte. Andererseits entspricht mein Lyrikverständnis ja laut Phraselnd einem „albtraum aus der sprache der verwalteten welt“. 😉


In der Kürze der Zeit hat leider nur Gwenny als Betaleserin fungieren können. Ich muss hier offenbar echt an meiner Zeiteinteilung arbeiten, die ist reichlich suboptimal. Vielen Dank an Gwenny, die Liebe meines Lebens, und natürlich auch an alle Leser, die mir ihre Aufmerksamkeit schenkten. Ein doppelter Kotau geht an alle, die es schafften, meine Ausführungen offen zu reflektieren, ohne mich gleich als Frauenhasser abzuwatschen, weil ich es wage, Kritik an Ausprägungen des Feminismus und einigen seiner prominenten Vertreter zu äußern.

Ausblick

Ich trage mich momentan mit dem Gedanken, den Blog diverser zu gestalten. Es ist ja irgendwie doch ein wenig langweilig, immer nur über die nervigen Ansichten des doofen Admins lesen zu können, nicht wahr? Der einfachste Weg bestände in der Veröffentlichung von Gastbeiträgen. Wenn ihr also ein interessantes Thema samt lesbaren Artikel dazu habt, darin einigermaßen rational argumentiert, ein positives Frauen- und Männerbild propagiert und keinen Hass verbreitet, dann könnt ihr eure Artikel an support@fanfiktion.de Betreff: Helges Blog schicken, ich schaue dann drüber und werde gute, lesenswerte Artikel veröffentlichen. Grundsätzlich ist es entgegen anderslautenden Gerüchten keineswegs nötig, meiner Meinung zu sein.

Es ist sogar denkbar, dass wir hier in Zukunft andere reguläre Autoren neben mir sehen. Dann würde wohl auch eine Umbenennung anstehen. Na, schaun wir mal. 🙂

Mai 282015
 

Wir wurden vom Verlag in Farbe und Bunt darum gebeten, euch folgendermaßen zu informieren:

Liebe Leser und Schreiberlinge, wir brauchen euch!

Wir alle lieben Fanfiction, und zu dieser Leidenschaft wird es nun bald ein ganzes Sachbuch geben. Im Verlag in Farbe und Bunt erscheint am Jahresende 2015 das Werk „With Love, Mary-Sue – Das Phänomen Fanfiction“. Die beiden Autorinnen sind selbst seit vielen Jahren Fanfiction-Schreiber und werden sich diesem Thema mit humorvoller, tiefgehender, teilweise kritischer und vor allem enthusiastischer Betrachtungsweise widmen, um sowohl erfahrenen Autoren und Lesern als auch Neulingen unser liebstes Hobby näher zu bringen.

Und ihr als Fans habt die Möglichkeit, bei diesem Buch mitzuschreiben! Egal ob Leser, Autor oder beides: Teilt uns doch bitte in einem Satz mit, was Fanfiction für euch bedeutet. Diese Zitate werden im Buch Verwendung finden und als Fußnote auf so vielen Seiten wie möglich eingebaut werden. Bitte teilt uns dazu auch euren Namen oder Usernamen und euer Herkunftsland mit. Übermittelt uns eure Einsendungen bitte an fanfiktionbuch@ifub-verlag.de.

Wir freuen uns auf eure Nachricht!

Tina

iFuB-Verlag

Jul 292012
 

Der Tester und mittlerweile dienstälteste Operator der ersten Stunde Talewaever hat uns gebeten, auf seine Erstveröffentlichung hinzuweisen, was wir hiermit gerne erledigen.

Die Tugend von Tokyo kann man als eBook für 3,99 bei epubli oder über Amazon erwerben.

Toritaka Shingo, Inspektor der Metropolitan Police in Tokyo, verbringt seine Tage üblicherweise mit dem Kampf gegen Alltags- und Kleinkriminalität wie U-Bahn-Grabscherei oder Störungen der öffentlichen Ordnung. Als er eines Nachts bei einem Einsatz einen Selbstmord entdeckt, scheint zu Beginn nichts auf ein Verbrechen hinzudeuten. Doch dann entdeckt Toritaka einige Ungereimtheiten, und plötzlich steckt er bis zum Hals in einer Ermittlung, die auf eine Verschwörung ungeahnten Ausmaßes hindeutet. Doch was steckt hinter dem Fall? Ein Machtkampf unter verfeindeten Banden der Yakuza, der japanischen Mafia? Ein Psychopath, der untugendhaftes Verhalten mit dem Tode bestraft? Wer ist die Person, die Toritaka verschlüsselte Hinweise schickt, und auf welche Spur soll der Inspektor damit gebracht werden?

„Die Tugend von Tokyo“ ist ein klassischer Kriminalthriller, der mit den Abgründen spielt, die sich aus Japans ständigen Spagat zwischen Tradition und Moderne ergeben. Wo jahrhundertealte shintoistische Tempel neben fünfzigstöckigen Hochhäusern stehen, wo leise Teegärten benachbart zu lärmenden Spielhallen liegen, wo von Oberschülern tagsüber das Tragen von Schuluniformen und gesellschaftliche Konformität verlangt wird, sie sich aber abends ohne besondere Beachtung in „Liebeshotels“ treffen können, da gedeihen im Kontrast gefährliche Ideen. „Die Tugend von Tokyo“ denkt diese Ideen zu Ende – und noch weiter.

Link zur Leseprobe auf FF.de.

Apr 112012
 

Die Userin Darth Pevra hat uns gebeten auf ihre e-Book-Veröffentlichung Vagabunden des Alls hinzuweisen, welche man für 5,99 auf Amazon käuflich erwerben kann. Die Printausgabe beim fallen star Verlag ist momentan noch in Vorbereitung.

Laut der Autorin handelt es sich um eine Abenteuergeschichte, die in einer bunten Galaxis voller Aliens spielt. Vergleichen könnte man es daher vielleicht mit den Serien Firefly oder Farscape. Sowohl Action, Humor, als auch Charakterdrama spielen eine Rolle.

3013 bekriegen sich zwei interstellare Großmächte, das Stawen- und das Galakatareich. Es ist eine Periode großer Umbrüche, da sich die einst unterdrückten Spezies, die Synthetiker, gegen ihre früheren Herren auflehnen.
In dieser Zeit sitzen vier Abenteurer in einem Militärgefängnis ein. Doch als eine der Großmächte das Gefängnis attackiert, schaffen sie es zu fliehen. Die Freude über die wiedergewonnene Freiheit währt jedoch nur kurz, da sie mittellos sind, und ohne Ort, an den sie sich zurückziehen können. Zum Glück kennt einer von ihnen, ein intelligenter Roboter, die Lage eines wertvollen Wracks. Sie beschließen, es gemeinsam zu bergen, da dies ihre finanziellen Probleme lösen würde. Doch sie wissen nicht, dass auch eine andere Partei an dem Wrack interessiert ist, und alles dafür tun würde, um es in seine Finger zu bekommen.

Eine Leseprobe kann hier konsumiert werden.

Apr 112012
 

Ich wurde von der FF.de-Userin DeborahCWinter darum gebeten, auf ihre Romanveröffentlichung Cold Belt hinzuweisen. Was ich hiermit tue. Das Buch gibt es samt Leseprobe für 2,99 auf Amazon.

Ich habe auch ein Rezensionsexemplar als PDF erhalten, aber da die Vampirthematik doch etwas weit von meinen eigenen Leseinteressen entfernt ist, habe ich auf die Lektüre lieber verzichtet. Wenn man sich zwingen muss, einen Text zu lesen, so wäre eine objektive Rezension wohl kaum machbar. 😉

Wie dem auch sei, wer an Vampirgeschichten interessiert ist, der sollte es ruhig mit der auf Amazon und FF.de befindlichen Leseprobe probieren und dann selbst entscheiden, ob er den Artikel käuflich erwerben möchte. Er oder sie würde damit eine noch sehr junge Autorin unterstützen, die sich auf diesem Wege den Traum vom ersten Buch erfüllt hat.