Mrz 272012
 

Wir wurden von einer Userin darauf hingewiesen, daß es momentan defacto notwendig ist, seinen Account zu löschen, um sämtliche Rechte an seiner Geschichte zurückzuerhalten. Dies ist vor allen Dingen dann relevant,wenn ein Autor eine ursprünglich hier gepostete Geschichte erfolgreich einem Verlag anbietet. In diesem Fall ist es von seiten des Verlages natürlich nicht erwünscht, wenn FF.de theoretisch die Geschichte hier weiterhin veröffentlichen könnte.

Um dies für die Autoren einfacher zu gestalten, werden wir in 4 Wochen die Nutzungsbedingungen im Punkt 7.1 wie folgt abändern:

 

7. Rechte an Inhalten, Änderungen von Inhalten

7.1 Mit dem Einstellen von Inhalten auf der Internetseite räumt der Nutzer IdeaFactory das unentgeltliche und zeitlich gemäß diesen Nutzungsbedingungen begrenzte, im Übrigen zeitlich unbegrenzte Recht ein, diese Inhalte auf der Internetseite zu veröffentlichen, insbesondere

  1. diese Inhalte auf einem Server von IdeaFactory oder im Auftrag von IdeaFactory bei einem Dritten zu speichern.

  2. die Inhalte im Internet zu veröffentlichen.

  3. die Inhalte zu bearbeiten und zu vervielfältigen, soweit dies für den Betrieb der Internetseite erforderlich ist.

Bei auf der Internetseite eingestellten Geschichten erlischt das Nutzungsrecht 30 Tage nachdem der Nutzer die Geschichte vollständig von der Internetseite entfernt hat sowie 30 Tage nach Beendigung der Nutzungsvereinbarung. Entfernt der Nutzer nur Teile einer Geschichte, erlischt das Nutzungsrecht gemäß dem vorangegangenen Satz in Bezug auf den entfernten Teil der Geschichte. Bei einer Beendigung der Nutzungsvereinbarung ist IdeaFactory ist verpflichtet, die Geschichten des Nutzers innerhalb von 30 Tagen von der Internetseite zu entfernen. Bei sonstigen Inhalten ist die Rechtseinräumung zeitlich unbegrenzt und unwiderruflich. IdeaFactory weist den Nutzer ausdrücklich darauf hin, dass IdeaFactory mit zumutbarem technischen Aufwand nicht in der Lage ist, sonstige Inhalte eines Nutzers vollständig von der Internetseite zu entfernen.

  31 Responses to “*NEWS* Ankündigung einer Änderung der Nutzungsbedingungen”

  1. Guten Morgen,

    eigentlich gibt es ja nicht viel dazu zu sagen und ich denke, die Änderung ist in Ordnung und nachvollziehbar.

    Allerdings…es klingt jetzt sicherlich sehr naiv und ist mir schon fast ein wenig unangenehm, aber verstehe ich das richtig:

    Rein hypothetisch: Ich gehe in einen Buchladen und finde einen Roman, in dem eindeutig Teile einer FF dieser Seite abgekupfert wurden, wäre das legitim?
    Entschuldigt bitte, falls das blöd klingt oder ich mich wohl einfach noch nicht richtig informiert habe, aber der Gedanke macht mich irgendwie nervös, auch,
    wenn diese Annahme wohl sehr weit hergeholt klingt. Doch niemand möchte seine Ideen geklaut wissen und deshalb bitte ich einfach um eine kurze Erleuchtung für mich.

    Lieben Dank, auch an euch und all die Arbeit, die ihr hier reinsteckt!

    • Huhu, Mary,

      „abkupfern“ ist immer ein Verstoß gegen des Urheberrecht. Nur, weil die Texte online angeboten wurde, heißt das nicht, dass ein anderer hingehen und sie verwenden darf. In dem Fall: Anwalt einschalten, beweisen, dass man der wahre Rechteinhaber ist und richtig Ärger machen. So etwas geht nämlich gar nicht.
      Allerdings muss man dazu sagen, dass ein Plagiat, um das es hier am Ende geht, nicht besteht, wenn Teile der Idee ausgeliehen zu sein scheinen. Es braucht schon stichhaltigere Beweise wie kopierte Textpassagen.
      Dagegen, dass Leute sich „inspirieren“ lassen, kann man leider nichts tun. Sonst wäre zur Zeit das halbe Vampirangebot in den Regalen der Buchhandlungen ein gefundenes Fressen für die Anwälte. 😉

      Mir macht der Gedanke übrigens auch Angst. Dass sich jemand bei mir bedient und ich nicht beweisen kann, dass ich die älteren Rechte habe. Abgesehen von dem eigentlichen Schaden hat das immer so etwas von Netzbeschmutzung. *schauder*

      Liebe Grüße!

      • Hey Dev,

        vielen lieben Dank für deine Antwort und die Erleuchtung! ^^

        Hm…nun müsste man also wissen, ab wann Teile einer Idee ausgeliehen sind oder nicht. Aber gut, wenn zB ganze Völker und auch Namen übernommen werden, ist dies
        ja sicherlich schon mehr als ausgeliehen.
        Ja…man kommt sich zwar blöd vor, aber letztlich ist man von seiner Idee ja auch irgendwie überzeugt und auch, wenn ich nicht glaube, dass nun ausgerechnet mir das
        passieren sollte…vorgekommen ist es mit Sicherheit schon.

        Hoffen wir also, dass unser geistiges Eigentum auch das Unsere bleibt! (:

        Danke noch mal und nen schönen Abend!

        die Mary

        • Bei ganzen kopierten (und evtl nur leicht abgeänderten) Textpasagen, mehreren gleichen (Fantasy-)Namen usw. würde ich klagen, aber wenn nur die Grundidee übereinstimmt, muss das nichts heißen (Wie Dev schon sagte). Als ich Patrick Rothfuss‘ „Der Name des Windes“ gelesen habe, bin ich schier verzweifelt, weil vieles von der Idee mit einem Veröffentlichungsprojekt von mir übereinstimmte. Geklaut hat er es natürlich nicht, wie denn auch. Aber es war äußerst ärgerlich für mich.
          Was ich damit sagen will: Viele Menschen, ähnliche Ideen. Man muss eben schauen, dass man der Erste ist, der veröffentlicht. ;-P Ich habe schon von Erstautoren gehört, die eine Zusage für ihre erste Veröffentlichung hatten, als ein ähnliches Buch erschien. Fazit: Verlagsvertrag in letzter Sekunde nicht unterschrieben/aufgelöst, der überglückliche Autor mit leeren Händen auf der Straße. DAS ist mies … Aber ich schweife ab.

          • Die Ähnlichkeit mancher Geschichten oder besonders anfänglich auch vom Schreibstil, hängt oft auch mit dem zusammen was der jeweilige Autor selbst liest bzw. in seinem Leben gelesen hat.

            Bestimmte Stereotypen sind überall zu finden, da brauch man im Buchhandel nicht wirklich zu suchen.
            Nur da in einer Geschichte die „gleichen“ Typen von Personen zu sehen sind, ist es ja kein Plagiat.
            Sei es nun das Thema „Gut & Böse“, „Liebespaar alla Romeo & Julia“, „Held trifft (Lebens-)Gefährten“ etc. irgendwo wird man alles schon mal gelesen oder im Zeitalter des Fernsehens auch gesehen habe [wobei die Drehbücher auch geschrieben wurden].

            Zufälle wie:
            * 70% der Charaktere/Wesen etc. im Buch X entsprechen den Charakteren aus der Geschichte/dem Buch Y [mit Charaktereigenschaften, Namen, Hintergrund des jeweiliges Charakters (damit ist nicht die Ähnlichkeit von Vampiren u.a. bekannten Fabelwesen in Büchern gemeint, die sich gewöhnlich stark ähneln)]
            * mehrere Absätze aus Buch X ähneln zu 80% dennen aus Buch Y [80% betrifft auch leichte „Umschreibungen“]
            und ähnliches kann es nicht ohne weiteres von unterschiedlichen Autoren geben [inbegriffen Pseudonyme/Künstlernamen von diesen Autoren] ohne, dass es sich um ein mögliches Plagiat handelt.

  2. Hallo FF-Team,

    danke für diese Präzisierung, das ist sicherlich hilfreich für alle, die hier eine Geschichte gepostet hatten, die dann veröffentlicht wird.

    Viele Grüße,
    Dewi

  3. Das wirklich schöne daran ist..
    Das man Änderungen angekündigt kriegt.
    Gut sichtbar, für jeden einsehbar.
    Nicht wie bei Facebook und Co.

    Die Änderung selbst finde ich gut und nötig.
    Gut zu wissen, dass immer mal wieder sinnvolle Anpassungen vorgenommen werden.

  4. Das finde ich eine sehr gute Änderung. Gerade Autoren der Freien Arbeiten werden sich sicher darüber freuen, sollten sie mal veröffentlichen wollen.

    • Es dürfte nur die Freien Arbeiten betreffen, da es verboten ist eine Geschichte aus einem Fandom entsprechend zu veröffentlichen.
      In diesem Falle würde der jeweilige Autor der Fangeschichte ein Plagiat begehen, da die Rechte (Urheber) Charaktere und Hintergründ der Original-Geschichte immer noch beim Autor eben dieser liegen. Und dieses gilt bis 70 Jahre nach dem Tod des Autors.

      Auch wenn es in manchen Fandoms Geschichten gibt, die zwar die Charaktere übernehmen. Jedoch so wenig – bis auf die Namen der Charaktere (mit ggf. dem Stereotyp typischen Eigenschften) – mit dem Original zu tun haben, dass sie mit Namensänderungen, gut auch eine eigene Geschichte darstellen könnten. Da sie in diesem Falle nicht die „besonderen“ Eigenschaften der Original Geschichte / Buches aufgreifen.

      • Hi MichiruKaio,

        Du hast dir ja bereist selbst widersprochen. Denn die Begründung, warem es nicht auschließlich nur die freien Arbeiten betrifft, hast du ja bereist selbst im zweiten Abschnitt geliefert.

        Und um dies nochmals zu bestätigen: Im BissFandom ist ja bekanntlich genau Letzteres schon mehrfach passiert.
        Es gibt so viele Twilight-fanfictions, die außer dem Aussehen und Grundcharaktereigenschaften nichts mehr mit Twilight zu tun haben. ich, als absoluter Fan erkenne immer noch die Überschneidung, und liebe viele dieser Stories.
        Nun, aus dem Handgelenk geschüttelt kann ich dir 2 enlische Stories nennen, die jetzt verkauft werden. Zum einen ehemals Emanzipation Proklamation, jetzt Sempre. Hier wurden die namen geändert und die Story auch nochmals überarbeitet.
        Und zum anderen das inzwischen auf den Bestsellerlisten auftauchende Fifty shades of gray und die zwei Folgebücher, ursprünglich bekannt als Master of the Universe. An diesem Buch hat sich Universal sogar die Filmrechte gesichert.

        Auch wenn ich dem allen gegebüber sehr kritisch, eher negativ gegenüberstehe, zeigt es dass es durchaus auch für Autoren in Fandoms wichtig ist, die eigenen Storys entfernen zu können.

  5. Hi
    Darf ich das so verstehen
    wen ich eine von mir geschriebene geschichte auf FF.de
    von einem verlag veröffentlich wird oder soll
    mus ich die story auf dieser seite löschen

    • Nein, löschen musst du sie von uns aus nicht, aber im Regelfall werden Verlage (nachvollziehbarerweise) darauf bestehen das solche Geschichten nirgendwo sonst veröffentlicht werden.

  6. Ich habe hier schon einmal eine Geschichte reingestellt, sie aber dann gelöscht.
    Diese Geschichte beabsichtige ich einem Verlag anzubieten.
    Und noch etwas. Der Hauptcharackter meiner Geschichte trägt denselben Namen wie der einer MMF.
    Dazu muss ich sagen, dass es mein Charackter ist, der in dieser MMF vorkommt.
    Allerdings weiß ich nicht, was der Verlag dazu sagen würde.
    Und löschen kann der Autor seine Geschichte ja schlecht, nicht?

    • Wenn es nur der Name ist, sehe ich da kein Problem. Jeder Name kam schonmal irgendwo vor. Und es steht dir ja schließlich frei, auf altes Material von dir selbst zurückzugreifen…
      Was anderes wäre es, wenn Teile dieser MMF in deinem Roman vorkommen (damit meine ich 1:1 oder nahe dran). Dann wird der Verlag mit Sicherheit darauf bestehen, daß du diese Teile der Geschichte aus dem Netz nimmst – das mußt du dann aber mit dem Autor der MMF klären und hat mit der Frage der Nutzungsbedingungen nichts zu tun.

  7. Hi,
    also nur nochmal im Klartext: Wenn ich eine FF hier reinstelle und der Verlag möchte diese veröffentlichen, kann Idea Factory also nicht gezwungen werden, die FF zu löschen? 🙂

    LG Chris.

    • Nö. Dafür ist der Autor selbst verantwortlich. Wenn du deine Geschichte aber selbst löscht, erlischt das Nutzungsrecht von ff.de an deiner Geschichte nach 30 Tagen nach der Löschung.

    • Warum sollte Idea Factory dazu gezwungen werden.

      Als Autor bis du selbst dazu in der Lage deine Geschichte hier zu löschen.
      Wobei Idea Factory im Zuge dieser Löschung innerhalb von diesem 30 Tagen dafür sorgen muss, dass sie nicht mehr öffentlich zugänglich ist.

      Was einerseits sicherlich auch vom Verlag gewünscht wird und ggf. sogar von dir, schließlich kaufen die Leute nicht unbedingt ein Buch, was sie auch kostenfrei & legal im Internet lesen können.

  8. Schöne Änderung!

    Aber angenommen, eine Geschichte wird verlegt und man löscht die Geschichte, lässt jedoch fünf Kapitel als Leseprobe online. Dann greift diese Neuregelung nicht, oder?
    Diese 30 Tage gelten erst, wenn die Geschichte komplett gelöscht wird?
    Also müsste man die Kapitel, die als Leseprobe dienen sollen, in einer neuen Geschichte hochladen?

    LG Cers

    • Nein. Es steht doch ausdrücklich da: Wenn du Teile der Geschichte entfernst, dann erlischt das Nutzungsrecht dementsprechend nur für die gelöschten Teile (nach 30 Tagen).
      Solltest du allerdings von einem Verlag angenommen werden, wirst du auch die Leseprobe löschen müssen.

      • Nicht unbedingt. Das kommt auf den Verlag an. Fragen lohnt sich in einem solchen Fall, und nach dieser Änderung sehe ich kein Problem mehr dari. Ich meine, Verlage schmeißen doch selbst nach Möglichkeit mit Leseproben um sich und hier auf FF.de sind sie die ideale Möglichkeit, noch mehr Leser anzusprechen …

      • Ich glaube nicht, dass die Verlage sich über Leseproben stören dürften.
        Wobei es natürlich von der Länge eben dieser abhängt. Da kann es gut sein, dass man statt 5 Kapitel ggf. nur den Prolog und ggf. das erste Kapitel zu lesen bekommt. Mehr ist mir da jedenfalls noch nicht untergekommen und wäre eigentlich taktisch auch etwas unklug, da man mit diesen ja nur Interesse wecken will.

        • Ich weiß nicht, wie es bei großen Verlagen ist, aber bei den kleinen (Fantasy-)Verlagen bekommt man teilweise eine ganz schön lange Leseprobe auf der Homepage des Verlages nachgeschmissen.
          Nicht, dass ich mich gut damit auskenne. Ich lese selten Leseproben. Aber die ca. 5, die ich mir bisher angesehen habe, hatten um die 50 (!!) Seiten. Einmal waren es 150. Alles bei seriösen Verlagen, versteht sich. Das hat mich doch ein wenig gewundert, aber gut. Wenn sie meinen.

  9. Äh… ja… tun wir so, als hätte ich diese Frage nie gestellt, okay? *g*

    LG Cers

  10. Eine sinnvolle Änderung, an der sich meiner Meinung nach niemand stören dürfte.

    So können Autoren freier Arbeiten auch ohne Sorgen ihre Geschichten komplett veröffentlichen, ohne ihren Account mehr oder weniger erzwungen zu lösen.
    Zumal der jeweilige Account ja auch eine Art „Werbung“ für den Autor sein kann.

  11. Hey…
    ich finde die änderungen sinnvoll…
    ich hatte mal ne Freundin die ist aus diesem Grund hier ausgetreten,
    Sie wollte Autorin werden und hatte dann einfach Angst das ihre ideen geklaut werden oder der Verlag damit Probleme hat.
    Was aus ihr geworden ist weiß ich nicht. Wir haben keinen Kontakt mehr.
    Ich finde die Änderungen Nuterfreundlich 😉
    Dankeschön

  12. Hm, das ist ja eine ganz tolle Regelung, aber ganz ehrlich, ich frage mich ob die wirklich nötig ist. Ich meine, besonders bei Fanfiktions aus dem Bereich Sport/ Film/ Musik kommen ja real existierende Personen vor und man muss doch auch eigentlich einen Disclaimer schreiben, dass man eben kein Geld mit den Geschichten verdient. Das wäre aber doch wohl nicht mehr der Fall, wenn die Sachen bei einem Verlag erscheinen.

    Damit würde die Sache doch kommerziell werden, was sie ja nicht sein darf (der Rechte wegen). Oder sehe ich das falsch?

    • Du mussts keinen Disclaimer machen, weil das alles eh eine rechtliche Grauzone ist. In irgendeinem Blog-Eintrag wurde das auch schon mal thematisiert, wenns Dich interessiert, dann suchs einfach raus.
      Und mit dem Veröffentlichen, da gibts mehrere Möglichkeiten. Erstmal gibts hier auch den großen Bereich der eigenen Werke, die alle theoretisch an einen Verlag gehen könnten.
      Und Du könntest eine Fanfic in vielen Fällen so umschreiben, dass man die handelnden Charaktere aus Buch/Film/realem Leben nicht mehr erkennt.

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