Okapi-Schreibwettbewerb

 Posted by at 18:30  Literatur
Mai 282011
 

Folgendes Schreiben ging bei uns ein und sei hiermit veröffentlicht:

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Förderung junger Autoren und angehender Schreiberlinge, haben wir einen Wettbewerb ins Leben gerufen.
Zum Thema »Unterwegs« können Geschichten eingereicht werden, die keinem Genre unterliegen müssen.
Die Teilnehmer können sich also in jeder Hinsicht kreativ austoben. Die zehn besten Geschichten werden in einer Anthologie zusammengefasst und erhalten tolle Sachpreise und die Möglichkeit einen Auszug ihrer Geschichte vorzustellen. Die Siegerlesung findet im schönen Perzina-Saal der Stadtbibliothek Schwerin statt.

Einsendeschluss ist der 31.08.2011

Wir wären sehr erfreut, wenn es Ihnen möglich ist, Ihre Forenmitglieder von diesem Wettbewerb in Kenntnis zu setzen.
Alle nötigen Informationen finden Sie unter nachfolgendem Link.
Wir freuen uns über jede Teilnahme und vielleicht ist ja auch einer Ihrer Forenmitglieder bei der Siegerehrung dabei.
Hier der Link mit weiteren Informationen zur Einsendung, Sponsoren, Schreibtipps, Downloads etc.

http://okapi-grafik.com/schreibwettbewerb/

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Okapi-Grafik Team

FF.de ist zwar kein Forum, sondern ein Archiv, aber über derartige kleinere Ungenauigkeiten kann man ja ausnahmsweise mal hinwegsehen.

  43 Responses to “Okapi-Schreibwettbewerb”

  1. Hm,

    Anfürsich eine nette Idee. Was mir etwas aufstößt ist folgendes: Es gibt „nichts“ zu gewinnen, die Gutscheine sind nur beim Dienstleister selber „eintauschbar“ und zwar für „eigene Buchprojekte.“ So wie ich das verstehe, verteilt man hier für 10 Seiten Geschichten praktisch „Gutscheine“ die nur eingelöst werden können, indem man bei diesem Anbieter sein Manuskript für weiteres Geld verlegen lässt.

    Das man da weder mit den 50 Euro für die Plätze 4-10 noch mit den 200 Euro weit kommen dürfte, nehme ich mal an… Im Fazit also ein werbetechnisch schlauer, aber für ernsthafte Autoren eigentlich kaum ernstzunehmender Versuch, denn bezahlen muss man am Ende aus eigener Tasche…

    • So einen Nepp habe ich einmal mitgemacht – das dient nur dazu, dass sich andere die Taschen mit Geld füllen. Meine Ideen bekommt keiner mehr, ohne dafür mein Kunsthandwerk als Autor zu entlohnen und das in Form von Geld, denn mit Ruhm kann ich nicht für meine Familie einkaufen gehen.

  2. „Pro AutorIn darf nur ein Beitrag eingereicht werden mit maximal 15.000 Zeichen (das sind ca. 10 DIN A4 Seiten).“
    15.000 Zeichen sind definitiv KEINE 10 DIN A4 Seiten. Okay, wenn man das circa beachtet kommt es in etwa hin… Dafür muss man aber auch 6 Seiten abziehen. Eine Geschichte auf vier Seiten ist eine Herausforderung.

    • Sowas wird *immer* in Normseiten berechnet und verschickt. 15.000 Zeichen (immer inkl. Leerzeichen) sind sogar ziemlich genau 10-12 Normseiten.

  3. Auf die Gefahr hin, nun wie der letzte Idiot dazustehen… Doch was exakt wird unter den Punkten ‚Autorenbild‘ und ‚Kurzvita‘ im Teilnahmeformular verstanden…?

    Nicht, dass ich in gar keine Ahnung hätte, doch ich schätze, es wäre günstig, diese Fragen lieber noch einmal zu klären, bevor man sich vollends blamiert 😉

    • Ich vermute einfach mal, dass man unter Autorenbild ein Bild von dir versteht. Und die Kurzvita dürfte ein kurzer Lebenslauf in Textform sein. Ich schätze, dass wird für die Aufmacherseite, in der der Autor der geschichte kurz vorgestellt wird, benötigt wird.

      • Also, jetzt muss ich auch noch mal nachharken ^-^
        In welcher Person schreibt man das? Ich hab ein bisschen gegoogelt, weil ich wirklich keine Ahnung davon habe und da stand, man soll es in der dritten Person über sich schreiben ^^ Und soll man sowas reinschreiben, wie, wo man geboren ist und was man beruflich macht / bzw. noch schülerin ist?
        Eine völlige Blamage muss ich auch nicht unbedingt haben ^^

        • Ja, so würde ich das machen. Habe allerdings auch keine große Ahnung davon, da ich sowas noch nie geschrieben habe (und ich glaube, Bewerbung zählt da nicht richtig).
          Schau dir doch vielleicht doch mal die Autorenvorstellungen in verschiedenen Romanen an, die du so rumliegen hast. Da kannst du dir nen Eindruck von machen.

          Warum eigentlich völlige Blamage? Was genau siehst du als Blamage an, wenn ein ‚Verpatzen‘ der Vita die ‚völlige Blamage‘ wäre? Würde mich mal interessieren. 🙂

          • Okay… Das werd ich schon irgendwie hinbekommen… Danke =)
            Gute Idee… Ich durchsuch mein Bücherregal mal 😉
            Okay… ja, du hast recht 😀 Als völlige Blamage kann man das wohl nicht bezeichnen… Nur ist mein Aushalte – Faktor was sowas angeht, nicht besonders hoch… Soll heißen, mir ist schnell was peinlich ^^

  4. Okay, diese Okapis sind ein Zuschussverlag – immerhin ein ehrlicher, aber nichtsdestotrotz ein Zuschussverlag, der sich erhofft, mit seinen Schreibwettbewerben neue Kunden unter Hobbyautoren zu finden. Legitim als Kundenwerbung, ändert aber IMO nichts daran, dass Zuschussverlage für Autoren kaum Mehrwert besitzen:

    – Sie bewerben ihre Druckerzeugnisse, wenn überhaupt, nur in ihren eigenen Webshops und Präsenzen
    – Sie kümmern sich nicht um die Vermarktung im Buchhandel
    – Mit einer Veröffentlichung im Zuschussverlag kann man als junger Autor keinen Blumentopf gewinnen

    Wem Schreiben Spaß macht, kann gerne beim Wettbewerb mitmachen. Der Preis allerdings… na ja, wenn man nen größeren Satz guter Visitenkarten braucht, kann man ihn vielleicht sinnvoll bei den Okapis einlösen.

    • Hallo Leute,

      da ich ein bisschen mehr weiß, kann ich euch sagen, dass die Gewinner nach der Siegerlesung die Möglichkeit haben in einer Signierstunde im Buchhandel Thalia ihre Unterschrift in die Bücher zu setzen, während die Presse das Ereignis dokumentiert. Der Okapi-Grafikdienstleister arbeitet mit einem Verlag zusammen, der es möglich macht auch Bücher in die Shops zu bringen. Da sie eine Isbn bekommen, lassen sie sich zumindest bestellen, denn wie Ihr wisst, sind die Buchhandel sehr sperrig wenn es um Autoren geht, die keine Bestseller sind. Zudem Vertrieb in E-Book shops. Das Buch „Unterwegs“ wird in Thalia ausgestellt. Von Zuschussverlag steht aber nichts auf deren Internetseite, sondern dass sie ein Dienstleister sind, um es Autoren zu ermöglichen „aus Ihrem Manuskript ein hochwertiges Buch“ zu erstellen.
      hoffe ich konnte ein bisschen helfen.

      • Na ja – ist ja nett, dass sich Okapi als Dienstleister bezeichnet, im Gegensatz zu anderen DKZVs. Am Ende bleibt aber der Weg „das eigene Buch gegen viel Geld“ – und das ist das Prinzip von DKZVs, egal wie sie sich nennen.
        Auch Bücher aus Kleinverlagen lassen sich übrigens bestellen, selbst wenn die ebenfalls keine Bestseller sind. Wer sich mit Ausschreibungen zu Wettbewerben o.Ä. befasst, stolpert wieder und wieder über die Aussage, dass eine Veröffentlichung als BoD oder in einem DKZV nicht als Veröffentlichung gilt. Ich bin mir nicht sicher ob eine Veröffentlichung in einer Anthologie eines DKZVs dann als solche gilt.
        Wie gesagt: nichts gegen Okapis, die sind ja wenigstens ehrlich und machen keinen Hehl draus, dass sie für sich selbst werben. Und sympathisch ist ja, dass sie sich nicht als Verlag bezeichnen sondern als Dienstleister. Aber das Prinzip ist eben dasselbe.

        • Was Phönix schrieb.

          • Ach schade, daß Initiative so wenig Anerkennung findet!.Da sind die Preise zu klein, es ist ein DKZV oder auch nicht, die Gutscheine können nur bei dem Dienstleister selbst eingelöst werden u.s.w.
            Warum freuen wir uns nicht einfach darüber, daß da ein paar Leute ein Risiko eingehen und einen Wettbewerb für Autoren auflegen. Geld verdienen sie erstmal damit bestimmt nicht!
            Ist es kein Ansporn heute mehr seine Geschichte in einer Anthologie zu lesen, welche von einem Verlag gelistet (so wird es ja geschrieben!) ,auch als E-Book und in Zusammenarbeit mit Thalia vertrieben wird?
            Wie sind denn unsere Chancen bei den Verlagen ein Buch zu plazieren?! Wenn es stimmt, wie es auf der Okapi-Grafik Seite steht, dann scheinen sie ja den Autor, wenn man denn ein Buch von ihnen be- bzw. erarbeitet lassen möchte, auch nach der Erstellung weiter zu begleiten, auch wenn sie kein Verlag sind.
            Das finde ich o.k.! Nur ein Versprechen bzw.eine Garantie auf einen Bestseller, dieses würde mich abschrecken, aber solche Aussagen habe ich von der Okapiseite nicht gehört oder gelesen.
            Ich jedenfalls werde den Okapis und gleichzeitig mir eine Chance geben, denn hier geht es erstmal um einen Schreibwettbewerb und ich werde auf meine alten Tage eine Geschicht einschicken. Und mal sehen, vielleicht gewinne ich ja einen höheren Gutschein und dann….dann werde ich die Okapis mal mit einem Manuskript testen, auf „Preise und Nieren“!

  5. halllo
    ich habe in der Ausschreibung nichts von einer maximalzahl der Wörter bzw. Zeichen lesen können
    werde aber auf jeden fall teilnehmen – mal sehen mit welcher Geschichte

    • da stand was von „maximal 15.000 Zeichen (das sind ca. 10 DIN A4 Seiten)“

  6. Ich bins wieder ! =D
    Und ich verzweifel… Wie groß genau soll das Autorenbild denn sein? Ich hab nämlich nur sehr große von mir,
    könnte die aber notfalls verkleinern…
    Bitte bitte helft mir *lach*

  7. Mal schauen, vielleicht mache ich beim Wettbewerb mit. Aber um etwas zu veröffentlichen, würde ich nie über so einen Zuschussverlag gehen. Ich lese gern und viel und kaufe regelmäßig neue Bücher, trotzdem habe ich von diesem Okapi-Verlag noch nie gehört, geschweige denn dass ich schon mal eines ihrer Bücher in der Hand gehabt hätte. Da kann ich mir ungefähr ausrechnen, wie viele Leser man auf die Art erreicht.

    • Ich überlege auch mitzumachen…aber mehr aus Spaß an der Freude.
      Aber wenn du sagst, dass du „um etwas zu veröffentlichen nie über so einen Zuschussverlag“gehen würdest, würd ich gern wissen: machen denn auch die „großen“ Verlage solche Ausschreibungen?
      Und wenn ja: Könnte man das dann nicht auch irgendwie hier erfahren?
      Weil ich meine…wenn es sowas gibt und solche Verlage bei Ausschreibungen wenig bringen, würde es denn den hoffnungsvollen Jungautoren nicht mehr helfen, wenn man über Ausschreibungen bei „großen“ Verlagen informiert?
      Nur so ne Überlegung…

      • http://www.neobooks.com – das ist ein „richtiger“ Verlag (Droemer Knaur), hat öfter Wettbewerbe, auch wenn ich neobooks persönlich nicht so mag, ist es für Jungautoren nicht unpraktisch. Ansonsten einfach die Augen offen halten – auch hilfreich: http://www.romansuche.de/literaturtermine.htm

        Nachteil eines Druckkostenzuschussverlags ist einfach, dass du das nie rwähnen darfst, wenn du dich jemals bei einem „richtigen“ Verlagen bewirbst – dann bist du sofort unten durch. Wer Geld zahlen muss, um veröffentlicht zu werden usw. Ich finde das zwar ziemlich unfair, weil die Chancen bei einem „richtigen“ Verlag verlegt zu werden einfach minimal sind, aber ein Druckkostenzuschussverlag ist (noch) keine Lösung. Nicht nur, dass du „keinen Blumentopf gewinnst“, es zählt nicht als Veröffentlichung – viel Arbeit umsonst.

      • Google mal nach Uschtrin und Newsletter. 🙂

      • Im Forum „Schreiben Allgemein“ wird oft auf Ausschreibungen hingewiesen. Interessanter (und dankenswerter) Weise wird dort übrigens seitens der Moderationen darauf geachtet, dass es sich dabei um seriöse Verlage handelt, die den Namen auch verdient haben, da sie verlegen = (Kosten) vor-legen & den Autor für seine Arbeit bezahlen.
        Große Verlage müssen das nicht sein, diese machen generell eher weniger Anthologien (und mit unbekannten Autoren schon mal gar nicht). Die aktuellen Ausschreibungen im Klein- und Kleinstverlag finden sich dort aber meist.

        • Sag mal, Zuo, hattest du nicht deinen unwiederbringlichen Abschied von FF.de bekannt gegeben, um dich komplett und ausschließlich den Büchereulen widmen zu können? Bitte bleib dabei!

          Ansonsten wage ich es doch zu bezweifeln, daß es hier um unseriöse Abzocke geht, da das Kulturbüro Schwerin damit einen deutlichen Imageschaden hinnehmen müßte. Aber es verwundert mich nicht, daß du es selbverständlich besser weißt.

          • Der Wettbewerb, der hier beworben wird, ganz gleich, ob das Kulturbüro Schwerin als Sponsor gewonnen werden konnte, wird Federführend von einem Dienstleister im Verlagswesen [auch] zu Werbezwecken für seine Dienstleistungen genutzt. Diese Branche hat zum Teil aus verschiedenen Gründen einen zweifelhaften Ruf.

            Mehr zu den Gründen:
            Aktionsbündnis Faire Verlage
            http://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com/web/

            Rico Beutlich – Eine Aktion der 42er Autoren
            http://www.autorenkalender.de/html/schlecht.html
            http://www.autorenkalender.de/html/news.html

            Ein Großteil der Leute, die diesen Blog lesen, sind Hobby-Autoren, die vllt. auch mit dem Gedanken spielen, „mal was zu veröffentlichen“ und die reichlich wenig Ahnung davon haben, wie es im Verlagswesen zu geht. Ich halte es deshalb für ausgesprochen wichtig, dass – unabhängig von der Güte des hier beworbenen Wettbewerbs- immer wieder KRITISCH darauf hingewiesen wird, dass es einen Unterschied zwischen Verlagen (Commercial Publisher) und Dienstleistern im Verlagswesen (Vanity Publisher) gibt, worin diese Unterschiede bestehen und gerade die unbedarfte Zielgruppe von Dienstleistern im Verlagswesen dafür zu sensibilisieren, dass es eben nicht üblich ist, dafür zu bezahlen, dass man veröffentlicht wird, und dass es neben offensichtlichen Vanity Publishern, die ganz offen und damit seriös ihre Leistungen anbieten, auch solche gibt, die mit versteckten Tricks arbeiten, um dem Autoren Geld für eine Veröffentlichung aus der Tasche zu ziehen, wie zB über Mindestabnahme von XY Exemplaren durch den Autor oder ähnliches.

            Auch wenn ich mich wiederhole: Man kann als Autor nicht vorsichtig genug sein.
            Und ich finde es gut, wenn sich jemand, der die Unterschiede kennt, die Mühe macht und andere daraufhinweist. Das Thema „Vanity Publisher“ versus Verlag ansich wäre imo allein schon einen Blog-Eintrag wert.

      • Bei Uschtrin findest du auch Wettbewerbe, toll geordnet, unter uschtrin.de/preise.html
        Außerdem: im Geschichtenweberforum gibt es ein eigenes Unterforum für Anthologie (etc.)-Ausschreibungen!

  8. Ich bin versucht, ein Haiku einzureichen.

    Oder vielleicht doch ein wortgewaltiges Drabble.

    Müsste ja erlaubt sein, da keine Mindestzeichenzahl angegeben wurde.

    Ich finde den Wettbewerb generell okay, nur kann ich nicht verstehen, dass nur ein Beitrag proTeilnehmer möglich ist.

  9. Hi,
    ich finde die Idee an sich wirklich gut und würde auch gern mitmachen, aber ich hab da noch eine Frage dazu 🙂

    Ich bin leider erst 15, würde aber trotzdem gerne mitmachen.
    Da steht zwar, es können Ausnahmen gemacht werden, aber wie genau funktioniert das dann?
    Muss ich das irgendwie kennzeichnen, dass ich erst 15 bin ?
    Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen.
    LG Corina

    • Hey Corinna,
      also ich bin auch erst 14 und werde aber trotzdem mitmachen!
      Da du ja sowieso eine Kurzvita von dir einreichen musst, würde ich das da einfach mit einbringen.
      Ich habe um auf Nummer sicher zu gehen auch eine Mail an Okapi geschrieben und die haben mir geantwortet, dass ich, wenn ich meine gut schreiben zu können natürlich auch teilnehmen darf!
      Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen!

  10. Ich möchte mal darauf hinweisen, dass es sich hier um keinen Verlag handelt, sondern um einen Dienstleister, der mit der Anthologie vermutlich Werbung für seine Angebote machen und potentielle Kunden an Land ziehen möchte (die dann nach guten Erfahrungen in der Anthologie möglichst ihren Roman für teuer Geld drucken lassen sollen.)
    Seid daher bitte ganz besonders vorsichtig. Mal davon ab, dass es sich bei manchen Agenturen, Verlagen oder Autorenvereinigungen sogar nachteilig auswirken kann, wenn man eine Veröffentlichung in einem sogenannten Pseudo-Verlag in der Vita stehen hat, drohen bei diesen *manchmal* versteckte Kosten. Sei es durch eine Mindestabnahme, die der Autor kaufen muss oder durch ein Lektorat, das dann doch noch bezahlt werden muss.
    Es wäre nicht das erste Mal, dass vermeintliche Gewinner solcher Aktionen hinterher sehr dumm dastehen und zur Kasse gebeten werden. Lest bitte alles sehr sorgfältig, fragt bei dem Unternehmen nach möglichen Kosten (für Lektorat und Korrektorat) und lest den Vertrag sehr sorgfältig, wenn ihr unter die Veröffentlichten kommt.

    LG Zuo

    • Hi,
      wenn es um reine Abzocke ginge, würde das Projekt nicht von der Stadt unterstützt werden, die achten schon sehr genau darauf. Und bei öffentlichen Wettbewerben verlangen Mitwirkende (zb Lektoren) und Sponsoren kein Geld sondern im Gegenteil, sie leisten einen Beitrag.

      LG

      • Wo lebst du?
        In Pony-Regenbogenstadt?

        Die „Stadt“ ist nicht automatisch über gängige Verlags- und Nichtverlags-Praktiken informiert und Lektoren arbeiten auch bei öffentlichen Wettbewerben (gibt es auch geschlossene Wettbewerbe?) nicht umsonst; nicht mal bei Wohltätigkeitsprojekten ist das üblich. Sie werden idR vom Verlag bezahlt. Einen Verlag gibt es hier aber nicht, sondern nur einen Druckdienstleister. Also Vorsicht.
        Ein Maurer arbeitet auch nicht umsonst, wenn er an einem Gebäude für gemeinnützige Zwecke arbeitet.

        Ich rede ja gar nicht von „Abzoge“ – nur, dass man vorsichtig sein sollte, damit es nicht soweit kommt. Das wäre nämlich nicht das erste Mal.

  11. Ich muss gestehen, ich bin auch am Überlegen, ob ich mitmache, bin jetzt aber durch die ganzen Beiträge hier etwas verunsichert. Deshalb gleich mal ein paar Fragen:

    1. Wenn ich jetzt nur an der Anthologie/am Wettbewerb teilnehmen möchte, kann das doch eigentlich nicht so schlimm sein, oder? Selbst wenn ich einen Gutschein gewinne, habe ich nicht vor, diesen für ein etwaiges Manuskript einzulösen. Ich wollte einfach nur so teilnehmen und da in der Broschüre nichts wegen Kosten etc. stand, dürfte es doch auch nichts dementsprechendes für den Wettbewerb geben, oder?

    2. MUSS man eigentlich ein echtes Bild angeben? Geht auch eine Art Karikatur? Oder kann man das Bild ganz weglassen?

    3. Weil in der Broschüre „Das Buch wird in verschiedenen Online-Shops vertrieben bei über 700 E-Book Verkäufern.“ steht, bin ich etwas ins Grübeln gekommen. Ist das nun ein richtiges Buch aus Papier oder ein Buch zum Download oder beides?

    MfG

    • Liebe Bimbe,

      ausgehend von dem, was ich gelesen habe, kann dir erstmal niemand was, wenn du da unbedarft mitmachst.
      Du musst den Gutschein, den du möglicherweise gewinnst, ja nicht einlösen. Das solltest du auch nicht – ein Autor sollte nicht für seine Arbeit bezahlen. Wenn man sein Buch für sich selbst, Omma und die Mutti drucken lassen will, kann man das bei BoD – für 200€ kann man da gleich 4 verschiedene Bücher drucken lassen.
      Mehr als die Exemplare für Omma und Mutti bekommt man über einen solchen Dienstleister ohnehin nicht verkauft, da muss man sich nix vormachen.

      Im Fall, dass deine Geschichte für die Anthologie ausgewählt wird, bekommst du allerdings einen Autorenvertrag und diesen solltest du in jedem Fall sehr, sehr genau prüfen und nach versteckten Kosten durchleuchten; z.B. ob du zur Abnahme einer Mindestmenge verpflichtet wirst oder ob ein externes Lektorat oder Korrektorat durchgeführt wird, für das der Verlag nicht die Kosten übernimmt. Falls du dir unsicher bist (denn sowas kann man, wenn man will, wahnsinnig subtil im Vertrag unterbringen): Lass es von jemandem prüfen, der sich mit Verträgen auskennt.

      Bilder muss man grundsätzlich nie freigeben, dann aber auch keinen Quatsch wie eine Zeichung oder ein Bild von der Katze oder sowas.

      So wie ich es verstanden habe, soll es Buch & eBook geben (so ist es meist) aber bei manchen neuen Verlagen kam es auch schon vor, dass mangels Interesse und Vororder nie ein Buch gedruckt wurde, sondern bloß eBooks gemacht wurden. Das sind jene Verlage, die schnell wieder dicht machen 😉

      • Hi Zuo!

        Danke erst einmal für deine ausführliche Antwort! =)

        Da ich ein sehr einfach gestrickter Mensch bin, der mit Fremdwörtern und hochtrabenden Umschreibungen gar nichts anfangen kann, kann das wirklich dumm ausgehen. ^^°

        Das mit dem Vertrag hab ich ja nun wieder gar nicht gelesen… bzw. wohl überlesen. Wenn man also in dieser Anthologie unterkommt MUSS man den Vertrag annehmen? Oder ist das auch eine „kann“-Sache?
        Bzw. ist die Teilnahme an dem Projekt schon das Zugeständnis, dass man den Vertrag annimmt, wenn man in der Anthologie unterkommt?

        Heyheyhey, mach das nicht so nieder. 😉
        Ich habe nur deswegen gefragt, weil in Mangas ja auch oft der Autor sich als Karikatur malt, etc. (von anderen Bildern, die nichts mit dem Autor an sich zu tun haben war auch gar keine Rede). Da das aber halt Mangas sind und somit freilich ein großer Unterschied zu normalen Lesebüchern besteht, wollte ich das halt nur wissen. 😉

        MfG

        • Hallo Bimbe,

          wenn dein Text irgendwo abgedruckt und veröffentlicht wird, geht das eigentlich nicht ohne einen Vertrag. Es muss ja geregelt sein, wie lange der Verlag oder Dienstleister das Buch anbietet, wie lange er die Rechte am Text behält, wie viele Belegexemplare dir zustehen, welcher Autorenrabatt, in welcher Höhe sich deine Tantiemen bewegen, und vieles andere mehr.
          Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach, wenn man es einmal in Ruhe durchliest. Man kann auch Normverträge googeln und vergleichen, wenn man unsicher ist.
          Ohne Vertrag keine Veröffentlichung. Natürlich kannst du den Wettbewerb gewinnen und dann sagen: Nö, das unterschreib ich nicht. Das kommt manchmal vor, wenn der Autor das Werk zwischenzeitlich wo anders veröffentlicht hat. In dem Fall gibt es dann aber auch keine Platzierung und keine Veröffentlichung in der Anthologie.

          Nun kam es durchaus schon vor, dass sich in solchen Verträgen Aussagen fanden wie: „Verlag behält sich vor, Texte auf Kosten des Autors lektorieren und/ oder redigieren zu lassen.“
          Oder:
          „Der Autor verpflichtet sich zu einer Mindestabnahmemenge von … Stück.“
          Oder:
          „Übersteigt der Text eine Zeichenstärke von xx.xxx Zeichen, entstehen Mehrkosten von x€/ Seite.“
          In dem Fall: Finger weg, hier werden Kosten versteckt auf den Autor umgewalzt. Das ist unseriös. Das Problem ist, dass vielen Autoren dann das Ego im Weg steht. „Jetzt hab ich schon gewonnen, soll es etwa an den100€ scheitern?“ JA! Un-be-dingt!

          Nochmal: Ich sage *nicht* dass das hier der Fall sein muss. Vermutlich findet hier bloß harmloses Kundenwerben statt, worauf man ja nicht eingehen muss. Aber genau das Genannte kam bei vergleichbaren Ausschreibungen durchaus schon vor – mehrfach -, man sollte daher die Augen offen halten.

          Und mal ganz davon ab:
          Es werden doch etliche Anthologien und KG-Wettbewerbe ausgeschrieben bei denen man Preise gewinnen kann, die man in seiner Vita mit Stolz vermerken kann und die zumindest symbolisch bezahlt werden (mit Anthologien verdient man ohne Namen kein Geld, aber hier scheinen die Autoren nicht mal ein paar Prozent Anstands-Honorar zu erhalten!?)
          Ist dieser Wettbewerb denn so verlockend?

          LG Zuo

          • Hi nochmal. ^^

            Verlockend? Also eigentlich… nicht wirklich… *lach*
            Da noch nicht einmal ein Genre angegeben ist und das mit den Gutscheinen sowieso eine abgekartete Sache ist, wurde mein Interesse auch immer kleiner daran.
            Aber da so was ja auch bei anderen Ausschreibungen vorkommen kann, und ich gerne dazulerne, wollte ich es mal wissen. – Und vielleicht interessiert es ja auch den ein oder anderen hier, der daran teilnehmen will? 😉 (Oder bin nur ich so neugierig? ^^°)

            Auf jeden Fall noch einmal: Vielen lieben Dank, für deine Infos! =3

            MfG

  12. @ Zuo, hast du da vielleicht etwas durcheinander gebracht?
    Ich glaube nicht das man bei BoD ein Buch drucken, gestalten und lektorieren lassen kann für 200€! lol
    BoD macht da so einiges, aber keine gute Gestaltung! Das kannst du dann aber echt nur deiner Oma geben und sonst niemanden.
    Außerdem wird es da pro klick teurer und es gibt eine Menge versteckter Kosten.
    MfG

    • Nein, du hast recht. Für 50€ bekommt man bei BoD lediglich das Grundpaket: Dein (nicht zu dickes) Buch wird gedruckt. Fertig. Für Text, Satz, Cover, etc. bist du ganz allein verantwortlich. Das kann, wenn man sich nicht auskennt oder jemanden mit ins Boot holt, böse in die Hose gehen. (Bei 9 von 10 Büchern geht es in die Hose.)
      Es bleibt neben dem klassischen Copyshop dennoch die in meinen Augen einzig tolerable Möglichkeit, ein Buch, das keinen Verlag finden wird, drucken zu lassen, wenn man darauf besteht, es bei sich selbst und Oma im Regal stehen zu haben.
      Beim Druckdienstleister kostet dasselbe Grundprogramm (Buchdruck, ISBN und Listung) nicht selten mehrere tausend Euro; je nachdem welchen Service man dazu haben will, kann es bis in die 30.000er gehen.
      Die Preise des Unternehmens, das hier ausschreibt, kenne ich natürlich nicht. Aber da man jedem Teilnehmer mal eben einen Gutschein über 50€ Preisnachlass spendieren kann, gehe ich mal nicht von einem Schnäppchen aus.
      Und selbst wenn: Wenn ein Autor für seine Werke keinen Verlag findet, dann hat das einen Grund. Den gilt es zu finden, statt für seine harte Arbeit Geld hinzulegen, um seinen Kram in ein Buch gedruckt zu bekommen.

      Der Unterschied ist, dass ein Druckdienstleister ganz allein mit der Enttäuschung und den überzogenen Erwartungen der Autoren spielt und oft auch vollkommen falsche Angaben macht, um sich Kunden an Land zu ziehen. Z.B. dass unbekannte deutsche Autoren heute ja keine Chance hätten, einen Verlag zu finden.
      Bei BoD ist das Geschäft mit den Nachwuchsautoren lediglich ein kleines Zubrot; ihr Geld verdient BoD mit Verlagen.
      Auch das Image ist ein anderes. Während es immer wieder vorkommt, dass ein BoD-Titel den Sprung ins Verlagsgeschäft schafft, wird das bei einem Druckdienstleister wohl nie der Fall sein, denn die Druckdienstleister schaden offensiv dem Ruf der Verlage und werden dadurch von diesen gemieden.

  13. Es ist schon so viel Negatives gesagt worden … Ich habe aber ehrlich gesagt auch ein schlechtes Gefühl bei der Sache. Das Prinzip erinnert mich ein bisschen an die Deutsche Literaturgesellschaft, ebenfalls ein Zuschussverlag, der regelmäßig Wettbewerbe veranstaltet, mit dem Ergebnis, dass jeder, der was eingeschickt hat, schon bald eine Mail bekommen wird, mit Belobigungen, wie toll doch der Beitrag gewesen wäre, es zwar leider nicht zum Gewinn gereicht hat, man aber von Seiten des Verlags bereit wäre, ein ganz besonderes Angebot zu unterbreiten ….
    Kundenfang, nichts anderes.

    Für „gefährlich“ halte ich eine Teilnahme nicht. Man kanns natürlich probieren, und wer weiß, vllt landet man in der Anthologie. Nur sollte man sich dann nicht von irgendwelchen Angeboten um den Finger wickeln lassen.

    Wer keinen Verlag findet – was bei der Marktlage leider auf 99% der Autoren zutrifft – und sein Glück selbst in die Hand nehmen will, der sollte meiner Meinung nach auf einen Selbstverlag zurückgreifen. Ist natürlich mit viel Arbeit und viel Aneignung von Grundwissen verbunden, aber man ist sein eigener Herr, kommt von allen Angeboten am Billigsten weg und wird nicht übers Ohr gehauen 😉
    Sollten sich in ein paar Jahren E-Books richtig durchgesetzt haben, wird der Markt von Eigenverlagen überschwemmt und die Verlage können sich Schwimmwesten anziehen. Amerika machts vor 😉

  14. Das klingt doch mal interessant. 🙂 Noch eine Möglichkeit mehr, sich einen Namen zu „erschreiben“. Und sollte die Anthologie sic hgut verkaufen, wird sicher der eine oder andere Verlag auf einen aufmerksam.

  15. Ich bin auch der Meinung von „Andre Aengels“. Vor allem: man geht bei diesem Wettbewerb ja kein Risiko ein. Es zu versuchen ist also in jedem Fall eine gute Sache. 🙂
    Es kann einem ja nur etwas bringen oder nicht?

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