Sep 272015
 

Mir sind vor einigen Tagen im Netz (aber auch auf FF.de) Meinungen begegnet, die mit völlig absurde Dinge unterstellt haben. Beispielsweise würde ich behaupten, dass Männer den Frauen biologisch überlegen seien und das sie von schrecklichen Feministen unterdrückt würden. Zudem sei ich frauenfeindlich. Da fühle ich mich irgendwie wie in der Twilight-Zone.

Ich habe niemals einen derartigen Unsinn behauptet. Als ich nachfragte, konnte auch kein einziges Zitat von mir gebracht werden, das diese Aussagen stützt. Es wurde nur festgestellt, dass man halt irgendwie emfpand, ich würde dies glauben. Und dann hat man es halt behauptet.

Woran glaube ich wirklich?

Dazu muss ich ein wenig von mir erzählen. Ich bin in Ostdeutschland als Sohn zweier Akademiker aufgewachsen. Soweit ich das beurteilen konnte, hatte meine Mutter zuhause immer das Heft in der Hand. Nicht weil sie meinen Vater unterdrücken würde, sondern eher weil er den meisten Entscheidungen gegenüber etwas indifferenter ist. Ich bin es also von meiner Sozialisation her gewohnt, dass Frauen in der Familie eher das Sagen haben und ich hatte auch den Eindruck, dass diese Situation in Mecklenburg beileibe nicht die Ausnahme darstellte.

Aus Gesprächen mit meinen Vater weiß ich, dass dies eine Generation zuvor noch deutlich anders aussah. Auch da konnte man sicher nicht mehr von „patriarchaler Herrschaft“ sprechen, aber bei meinen Großeltern mütterlicherseits hatte Opa eher das Sagen. Für mich war das allerdings irrelevant, da ich davon als Kind kaum etwas mitbekam.

Ich glaube daher, dass Mann und Frau gleichberechtigt sind. Schlicht und einfach, weil ich es mein ganzes Leben lang so erlebt habe. Es erscheint mir absurd, wenn jemand behauptet, dass Frauen oder Männer besser seien.

In der DDR gab es eine Menge von staatlich geleiteten Massnahmen zur Begabtenförderung. Noch eine Generation zuvor hing der Zugang dazu stark von der Herkunft der Eltern ab. Als Arbeiterkind war es einfacher, war man das Kind von Dissidenten oder kam aus einer religiösen Familie, dann hatte man Nachteile. Auch davon habe ich aber in meiner Kindheit und Jugend nichts bemerkt, wobei ich allerdings vermute, dass diese Beschränkungen nicht komplett verschwunden waren.

Ich selbst war in der Matheförderung im Pionierhaus. Das war für unsere Klassenstufe eine kleine Gruppe, die aus 2 Jungen und einem Mädchen bestand. Mit denen fuhr man dann auch immer zu den einzelnen Kreis- und Bezirksolympiaden.

Ich machte die Auswahlverfahren für die Matheschule in Rostock mit. Der andere Junge und das Mädchen auch. Dann kam die Wende, die Matheschule wurde vom Christophoruswerk übernommen, wir sind trotzdem hin. D.h. das Mädchen nicht, weil es sich dazu entschloß, lieber in Wismar zu bleiben als im Internat zu leben.

An der Matheschule gab es in meiner Klasse 24 Schüler. 20 davon waren Jungs und 4 waren Mädchen. Es gab also einen klaren Jungenüberschuss. Was es nicht gab, war irgendein Gefühl von maskuliner Überlegenheit. Zum einen waren diese Mädchen keineswegs unbegabter, beispielsweise lag meine Banknachbarin noch einmal fast 20 IQ-Punkte über meinem, und zum anderen waren wir Jungs auch teilweise sehr damit beschäftigt, die Mädchen irgendwie zu beeindrucken. Das wiederum mag jetzt nicht unbedingt so abgelaufen sein, wie man es von anderen Klassen her gewohnt ist, weil ein Durchschnitts-IQ von 130 tatsächlich einige der riskanteren Balzideen, auf die junge Kerle sonst kommen mögen, aussortiert.

Abgesehen davon war es ein völlig kameradschaftliches Miteinander, wobei man natürlich postulieren darf, dass ich unschönere Begebenheiten, so es diese denn gab, vergessen haben mag. Worauf ich hinauswill ist, dass ich nie den Eindruck hatte, daß Mädchen den Jungen nicht das Wasser reichen können. Ich glaube daher, daß alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht gleichviel wert sind.

Nun weiß ich natürlich, dass jeder Mensch andere Erfahrungen gemacht hat. Man wird eher bereit sein, ein Patriarchat zu akzeptieren, wenn man selbst erlebt hat, dass der eigene Vater oder die Familienväter im Umfeld patriarchal agierten. Und wenn Verwandte oder Bekannte Unfug von sich geben, wie dass Jungen per se begabter seien oder Mädchen generell besser lernen oder Frauen nie und nimmer Ingenieur werden können, dann wird man eher bereit sein, das Konzept gesellschaftlicher Benachteiligung unkritischer zu sehen.

Zuerst einmal ist ein Idiot mit Vorurteilen nur ein Idiot mit Vorurteilen und noch lange kein Syndikat. Daraus folgt nun nicht, dass es nicht strukturelle Benachteiligungen geben kann, aber nicht jede Ungleichheit ist automatisch das Ergebnis von Diskriminierung.

Ausgehend von meinen Überzeugungen bin ich ein Egalitärer Liberaler, die damit verbundenen Ansichten, kann man in A Theory of Justice nachlesen. Zur Erläuterung darf der kurze Text aus der Wikipedia dienen:

Es scheint unmöglich, einen Konsens aller Gesellschaftsmitglieder in der Definition des Begriffs Gerechtigkeit zu finden, da alle Menschen sich in unterschiedlichen Lebenssituationen, Familien und Einkommensgruppen befinden.

Der egalitäre Liberalismus empfiehlt daher, allgemeine Grundwerte für jeden zu garantieren und die Gleichheit zumindest in Hinblick auf Chancen herzustellen und Ungleichheiten, die auf natürlichen oder gesellschaftlichen Bedingungen beruhen können, durch Umverteilung zu kompensieren. Ungleichheiten sind nach Rawls nur dann gerechtfertigt, wenn sie auch zum Nutzen der am schlechtesten Gestellten in der Gesellschaft dienen.

Für mich sind also Chancengleichheit  wie auch Freiheit Mittel zur Erzielung von Gerechtigkeit. Ich würde mir auch nie anmaßen, anderen zu sagen, was für sie erstrebenswert zu sein hat. Das ist nämlich immer eine persönliche Entscheidung, die der Rest der Gesellschaft zu akzeptieren hat.

Auch Hautfarben, Ethnien, unterschiedliche Religionen oder sexuelle Orientierung machen für mich, was Menschsein, Gleichberechtigung oder das Ziel der Chancengleichheit angeht, keinerlei Unterschied. Tatsächlich erscheint mir Rassismus als Konzept schon absurd, es ist eine der großen Irrationalitäten, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann.

Warum sollte man etwas gegen Homosexuelle haben? Das ist eh nur eine der vielen Lotterien des Lebens. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:24 wird die entsprechende Veranlagung bei den ersten Zellteilungen während der Embryogenese ausgebildet. Es ist reiner Zufall.

Mit Transsexualität sieht es ähnlich aus. 1:10.000 ist die Chance, dass ein Embryo mit XY-Chromosomensatz zur Transfrau wird. 1:30.000 die Chance, dass ein Embryo mit XX-Chromosomensatz zum Transmann wird. Auch hier – reiner Zufall. Weder Transfrauen noch Transmänner verdienen Diskriminierung. Viele bornierte Zeitgenossen tun dies trotzdem. Absurd ist das allemal. Wie jede Diskriminierung.

Für mich ist ein Transmann ein Mann und eine Transfrau eine Frau. Wenn der Zufall dafür sorgte, dass ein weibliches Gehirn in einem männlichen Körper oder umgekehrt entstand, dann ist das schlicht und einfach so. Da gibt es nichts zu bewerten, nichts zu deuteln. Der einzige der es sicher wissen kann, ist die betroffene Person.

Weiterhin denke ich, dass man in der Gesellschaft schon sehr genau hinschauen sollte. Wenn tatsächlich diskriminiert wird, dann sollte man auch einschreiten, aber vorher ist es nötig, diese vermeintliche Diskriminierung auch kritisch zu hinterfragen. Beispiel gefällig?

Fakt ist, dass trotz der theoretischen Möglichkeit, Frauen in höherqualifizierten Jobs zu beschäftigen, praktisch immer noch eine überwältigende Mehrzahl von Männern die entsprechenden Positionen innehat. Je höher die Position, desto niedriger der Frauenanteil. Die Quote soll nun Unternehmen dazu zwingen, nicht immer im selben Wasser (der Kumpels von Kumpels von Kumpels) zu fischen, wenn eine Stelle besetzt wird, sondern auch mal Frauen in Betracht ziehen. Frauen mit den notwendigen Qualifikationen und Fähigkeiten, versteht sich.

Hier wird ausgehend von der richtigen Beobachtung, dass Frauen in Führungspositionen (ich vermute mal, dass dies mit „höherqualifizierten Jobs“ gemeint ist.) bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil unterrepräsentiert sind, impliziert, dass eine Diskriminierung vorläge, weil Männer freigewordene Stellen mit den „Kumpels von Kumpels von Kumpels“ besetzen würden. Das wird als Interpretation einfach so vorgelegt, nach alternativen Erklärungsmöglichkeiten wird gar nicht erst gesucht.

Aber stimmt es auch? Zuerst einmal wird hier übersehen, das die Personalabteilungen, die darüber entscheiden, wer überhaupt zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, fest in weiblicher Hand sind. 85% beträgt der Frauenanteil im Durchschnitt bei firmeneigenen Abteilungen, satte 96% bei externen Personalagenturen. (Die Daten wurden hier für Israel genannt, falls jemand aktuelle Zahlen für Deutschland hat, immer her damit.) Interessant ist auch, wie sich dies auf die Chancen schöner Frauen, ein Vorstellungsgespräch zu erhalten, auswirkt.

Damit hier also der Kumpel des Kumpels anstelle einer gleich oder besser qualifizierten Frau eingestellt wird, muß irgendein hohes Tier im Unternehmen die eigene (oder externe) Personalabteilung übergehen. Damit wir von struktureller Benachteiligung sprechen können, dürfen dies allerdings keine Einzelfälle sein, sondern es muss sehr häufig passieren. Daß dem möglicherweise so sein könnte, läßt sich natürlich erst einmal nicht widerlegen.

Ein zweiter Punkt, der hier übersehen wurde, besteht darin, dass das Geschlechterverhältnis nicht im Bezug auf die Bevölkerung, sondern in Bezug zum Geschlechterverhältnis im Auswahlpool betrachtet werden muss. In MINT-Studienfächern liegt die Frauenquote nach wie vor bei knapp über 20%. Bei sonst gleicher Verteilung von Qualifikation, Eignung und Bereitschaft sollten in diesen Berufen dann auch nur 20% der Führungspositionen weiblich besetzt sein.

Ein dritter Punkt, der übersehen wurde, besteht in unterschiedlichen Präferenzen. Führungspositionen und ganz besonders die auf den höheren Hierarchieebenen lassen sich nicht mehr mit einer 40-Stunden-Woche in Einklag bringen. Wir sprechen hier über 50 bis 60, bei hohen Posten im Management teilweise von mehr als 70 Wochenstunden. Wer dazu bereit ist, der erlangt zwar mehr Verantwortung in der Firma und auch ein entsprechend höheres Gehalt, er verzichtet aber gleichzeitig auf große Teile seiner Freizeit und seines Privatlebens und erhält im Gegenzug eine ganz gehörige Portion Extrastress. Dieser Trade-off mag für Frauen weniger erstrebenswert als für Männer sein, insbesondere dann wenn sie planen, eine Familie zu haben. Hier darf man ja nicht vergessen, dass ein Mann, der einen Job mit 60 bis 70 Wochenstunden leistet, durchaus noch eine Chance auf eine Familie und Kinder hat, auch wenn er von beiden entsprechend weniger erlebt, eine Frau mit 60+ Wochenstunden kann eine Schwangerschaft jedoch kaum an ihren Partner delegieren und tendenziell werden vermutlich nur sehr wenige Frauen bereit sein, auf die Betreuung der eigenen Kinder nahezu komplett zu verzichten. Man schaue sich zur Verdeutlichung den Fall von Petra Hesser, der Chefin von IKEA Deutschland, an.

Diese unterschiedlichen Präferenzen finden sich nebenbei in vielen Bereichen und bevor man sicher von einer Diskriminierung zugunsten eines Geschlechts sprechen kann, muss sicher sein, dass nicht vielmehr sie der Grund für ein ungleiches Geschlechterverhältnis sind. Die sogenannten Humanberufe beispielsweise weisen i.d.R. einen deutlichen Frauenüberschuss auf, bei vielen technischen Berufen ist es umgekehrt. Gibt es nun primär deshalb so wenig Frauen bei der Müllabfuhr, im Bergbau, unter Bauarbeitern oder auf Bohrinseln, weil diese aktiv diskriminiert werden, oder doch eher, weil sich weniger Frauen für solche Berufe entscheiden?

Aus diesen Erwägungen folgt nebenbei nicht, dass nicht vielleicht doch zuungunsten von Frauen diskriminiert wird, es ist jedoch weder die einzig mögliche Erkärung und auch nicht die naheliegendste.

Ich persönlich glaube, dass es definitiv Fälle von Diskriminierung bei der Besetzung von Managerposten gibt, ich denke jedoch nicht, dass dies ein strukturelles Problem ist, das dadurch entsteht, dass die Personalentscheider Frauen durchweg für weniger wert halten würden.

Wenn es jedoch keine strukturelle Diskriminierung gibt, bei der gleich- oder besser qualifizierte Frauen, die bereit sind, ihr Privatleben dem Job zu opfern, von Führungspositionen ferngehalten werden, dann wird eine Quote diese schaffen. Nur dass nun eben nicht Frauen, sondern Männer diskriminiert werden.

Man muss hier sehr aufpassen. Ungleichheit ist keineswegs gleichzusetzen mit Ungerechtigkeit. Ich bin ja schon einmal kurz auf den Egalitären Liberalismus eingegangen. Ungleichheit kann ein Zeichen für Ungerechtigkeit sein, aber sie entsteht auch durch unterschiedliche Wahlentscheidungen der Bürger. Nicht jeder Büger möchte das gleiche. Nicht jede Frau will Kinder. Nicht jeder Mann wünscht sich eine Familie. Viele Frauen arbeiten lieber mit Menschen, aber gar nicht so wenige fühlen sich zu technischen Berufen hingezogen.

Ungleichheit wäre nur dann ein sicheres Zeichen für Ungerechtigkeit, wenn alle Menschen gleich wären.

Hier haben wir nebenbei einen der Gründe, warum man in den Gender Studies so angestrengt versucht, nachzuweisen, dass Geschlecht ausschließlich sozial konstruiert ist. Wäre dem nämlich tatsächlich so, dann wären statistische Abweichungen zwischen den Geschlechtern nur noch durch soziale („Die Gesellschaft suggeriert den Mädchen, sie mögen keine Technik.„) und aktive Diskriminierung („Die Männer netzwerken und lassen die Frauen nicht hochkommen.„) zu erklären. Dabei werden biologische Tatsachen wie beispielsweise der Einfluß der Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen auf den Aufbau und die Funktionsweise des Gehirns schlicht ignoriert. Es wird gesagt, dass Männer und Frauen im Prinzip völlig identisch sind und alle beobachtbaren Unterschiede auf Sozialisation beruhen. Der Fehler hier liegt in der Ausschließlichkeit. Ja, die Sozialisation ist extrem wichtig, aber sie ist beileibe nicht der einzige Einflußfaktor.

Nebenbei führt maximale Gleichheit nicht zu Gerechtigkeit. Stellt euch vor, man würde alle Frauen zwingen, exakt 2 Kinder zu bekommen. Oder alle müßten Germanistik studieren. Oder in Reihenhäusern in Großstädten leben. Man wird immer einen Anteil haben, der mit dieser Sollsituation durchaus zufrieden ist, aber andere werden damit totunglücklich sein. Wenn Feministen beispielsweise den Frauen sagen, dass sie auf Familie und Beziehungen verzichten und anstelle dessen Karriere machen sollen, weil sie sonst den Feminismus verraten würden, dann sagt das etwas über diese Feministen aus.

Der egalitäre Liberalismus sagt dagegen, dass wir sicherstellen sollten, dass alle Menschen ungeachtet ihrer Herkunft die gleichen Möglichkeiten und Chancen verdienen, ihr Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Hierzu ist es durchaus zulässig und auch erwünscht, wenn die Chancen von Benachteiligten verbessert werden, da das Gesamtsystem so gerechter wird.


So. Und nun Butter bei die Fische. Bin ich ein Frauenfeind, weil mein Verständnis von Gerechtigkeit mich dazu bringt,  feministische Positionen wie die oben genannte, kritisch zu hinterfragen?

Grundsätzlich: Wer wirklich wissen will, wie ich über eine bestimmte Sache denke, der kann mich einfach fragen und sich dann anhand meiner Antwort eine Meinung über mich bilden.


Ich habe in Anbetracht dieser Geschichte auch darüber nachgedacht, ob ich meine persönlichen Beiträge komplett aus dem Blog hier entferne. Im Endeffekt macht man sich mit liberalen Ansichten nie wirklich beliebt. Die Linken hassen einen, weil man die Bürgerrechte der Rechten verteidigt. Die Rechten hassen einen, weil man die Bürgerrechte der Linken verteidigt. Radikale Feministen hassen einen, weil man patriarchale Unterdrückung als Grundkonzept der Gesellschaft nicht kritiklos zu akzeptieren bereit ist. Radikale Männerrechtler hassen einen, weil man darauf besteht, auch in den radikalen Feministen Menschen zu sehen. Transatlantiker hassen einen, weil man in Russland nicht die kommunistische Saat des Teufels sieht. Kommunisten hassen einen, weil man auch bei den Vereinigten Staaten zu differenzieren versucht. Und so weiter und so fort. Die rationale Mitte ist scheinbar immer der Ort, wo man von den Flügeln aus gut auf die Mütze bekommen kann. 😉

  292 Responses to “*IMHO* Woran ich glaube”

  1. Mok wat de wüllst, de Lüüd snackt doch.

    • Ich fände es schade wenn du die Einträge löscht. Wie du in deinem letzten Satz schreibst fühle ich mich auch oft und bein froh wenn durch deine unzensierte Meinung heraus kommt dass ich nicht allein bin sondern hier auf FF.de eine mitdenkende Gemeinschaft ist, die nicht mit dem Massenstrom schwimmt sindern auch ihre eigenen Meinungen hat.
      Ich weiß selbst das ich oft zwischen den Zeilen lese und das ich da noch lernen mss nur das zu sehen was der andere auch wirklich gesagt/geschrieben hat. Aber dazu muss man es merken und bereit sein es zu ändern.
      Natürlich gibt es immer welche die laut schreien dass das was du tust dumm oder sonst was diskriminierend ist. Dabei denken sie aber nicht daran das vllt ihr eigenes Verhalten so ist. Unrefektierte Komentare sollte es auc eigentlich nicht geben, aber wie es so ist gibt es sie eben.
      Lass dich nicht entmutigen, es gibt viele denen dein Block am Herzen liegt.

      Ich hoffe ich konnte mich verständlich machen und dich einwenig motivieren, Gruß Rebellin

      • Ich empfinde die „Masse“ hier schon als eine, die im Massenstrom mitschwimmt. Fakt ist halt einfach, dass der Blog die Reichweite der angeschlossenen Seite (von der er angeblich unabhängig ist) nutzt und darauf ein Meinungsbild verbreitet. So erreicht er mit seiner Meinung mehrere tausend Leser, die mit dem Thema ansich nicht vertraut sind.
        Ich würde es begrüßen, wenn das dazu führen würde, dass die Leser sich Gedanken über das Geaagte machen würden und auch Gegenpositionen dieselbe Aufmerksamkeit schenken würden.

        Was ich allerdings hier in den Kommentaren sehe, sind Leute, die Helges Meinung einfach unhinterfragt übernehmen.
        Dies wäre bei einem politischen Blog kein Problem, aber die Reichweite einer Seite dazu zu nutzen, eine einzelne Meinung an möglichst viele Leser zu bekommen, halte ich für bedenklich.

        • Der Blog hat nur etwa 1.000 Besucher. (Was in Anbetracht der Gesamtreichweite von 250.000 Besuchern pro Tag wohl kaum ins Gewicht fallen dürfte.) Und ich bezweifle, dass auch nur ein einziger davon meine Meinung unhinterfragt übernimmt. Aber überprüfe doch einfach deine Theorie und frage die entsprechenden Kommentatoren selbst. Mach dich aber darauf gefaßt, dass einige diese Unterstellung als beleidigend empfinden werden.

          • Das Problem sind nicht die 20 Kommentatoren, denn deren Befragung würde wohl ein Bild von 15% Zustimmung, 15% halb-halb und 70% Ablehnung ergeben. Das wäre allerdings nicht repräsentativ, da ich ja 980 Menschen minimum nicht befragen kann.

            Edit Helge: Du hast den Eindruck, dass 70% der Kommentatoren meine Position ablehnen? 😉 Aber alle, die nicht kommentieren, übernehmen sie ohne Nachzudenken?

            Insofern ist diese Argumentation hinfällig

          • »[…] da ich ja 980 Menschen minimum nicht befragen kann […]«

                  wer will Dich daran hindern? unter FFde wird doch auch ein Forum betrieben, geht dort keine Umfrage? Wenn doch, ist deine Argumentation hinfällig 😀

        • Ich stimme K absolut zu. Ich habe hier schon viele Kommentare von Menschen gelesen, die alles hassen, was mit Frauen zu tun hat. Diese Personen nutzen die Kommentare dazu ihren Hass und ihre Hetze gegen Frauen oder auch andere Meinungen zu verbreiten und das finde ich sehr bedenklich.

          Egal, ob das Helge mit seinen Artikeln bezwecken wollte oder nicht. Egal, ob Helge über bestimmte Sachen aufklären wollte oder nicht. Helge sagt, er sei liberal und habe seine Artikel nicht als Aufforderung zum weiteren Frauenhass geschrieben, aber warum wohl haben User, die Frauen hassen, den Eindruck, dass seine Texte frauenfeinlich wahrgenommen werden können?

          Meiner Meinung können diese Artikel schon den Eindruck der Frauenfeinlichkeit erwecken, wenn das nicht so wäre, würden nicht frauenhassende User dir zustimmen und deine Artikel toll finden. Ich bin mir sicher diese User mit dem Feindbild „Böse Frau“ würden nie einen Artikel gut finden, der neutral oder positiv über Frauen spricht oder auch nur den Eindruck erweckt. Ich denke, diese User wird Helge nicht „zum Nachdenken“ gebracht haben, sondern nur noch in ihrem Feindbild Frau bestätigt haben.

          • aber … Frauenhasser*_.I.nnen (und im übrigen auch Männerhasser˜) stimmen Helge in der Regel nicht zu – oder hast Du dafür einen Beleg?

          • Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich keine misogynen Kommentare unkommentiert stehen ließ. Bzw. dass irgendwelche Frauenhasser mir zugestimmt hätten. Hast du einen Beleg für deine Behauptung? Dann bringe bitte in paar Links und erkläre, woran du die misogyne Gesinnung erkannt hast. Danke sehr.

          • an Helge,

            ich erinnere nur als Beispiel an klassenerster oder sonstige.

            Edit Helge: Klassenerster/Moravia stimmt meinen Positionen in den meisten Fäller eher nicht zu. Es ist allerdings auch kein Frauenfeind. Was man ihm bescheinigen kann, ist es sehr reaktionäres Frauenbild. Das ist allerdings nicht ganz dasselbe.

            Aber weißt Du was? Ich werde mir keine weitere Arbeit machen und noch weitere Belege für meine Behauptungen sammeln, weil es sinnlos ist. Andere User haben das schon ausführlich getan und es war auch zwecklos, Du willst nur User, die Dir zustimmen.

            Edit Helge: Ich fürchte, du hast keinerlei Plan, was ich will.

            Ich bedauere, dass so schöne und gute Seite wie Fanfiktion.de sich mittlerweile zu einem politischen, persönlichen Blog geändert hat und Dein Hauptinteresse nicht mehr Fanfiktion sondern der Politik gilt. Es ist sinnlos sich hier weiter aufzuhalten. Ich und andere User, die nur wegen Fanfiktion herkommen, sind nicht mehr Deine Zielgruppe, sondern nur politisch Interesse, wozu ich nicht gehöre.

            Edit Helge: Du bist keineswegs in der Lage, mein Hauptinteresse objektiv zu beurteilen. Du magst denken, dass es mir um politische Beeinflussung geht, stimmen tut diese Einschätzung jedoch nicht.

          • Lieber Leser,

            du musst einfach nur den Knopf bzw. den Link zum Blog ignorieren und dich auf links konzentrieren, und schon ist deine schöne, heile Welt der Fanfiktion wieder perfekt. Von daher … wo ist dein Problem???

          • Edit Helge: Klassenerster/Moravia stimmt meinen Positionen in den meisten Fäller eher nicht zu. Es ist allerdings auch kein Frauenfeind. Was man ihm bescheinigen kann, ist es sehr reaktionäres Frauenbild. Das ist allerdings nicht ganz dasselbe.

            Aber weißt Du was? Ich werde mir keine weitere Arbeit machen und noch weitere Belege für meine Behauptungen sammeln, weil es sinnlos ist. Andere User haben das schon ausführlich getan und es war auch zwecklos, Du willst nur User, die Dir zustimmen.

            Zitat:

            „Edit Helge: Ich fürchte, du hast keinerlei Plan, was ich will.“

            Da haben wir es wieder. Deine übliche Einstellung zu jedem der Kritik äußert. Du meinst ich habe keinen Plan? Irrtum. Ich durchaus einen auch wenn Du mir das nicht zugestehen willst.

            Edit Helge: Wie kannst du besser wissen als ich selbst, was ich will? Klingt das für dich auch nur ansatzweise logisch? Es ging nicht darum, ob du überhaupt einen Plan hast, es ging darum, ob du wissen kannst, was ich will oder ob du nur glaubst, das zu wissen.

            Ich bedauere, dass so schöne und gute Seite wie Fanfiktion.de sich mittlerweile zu einem politischen, persönlichen Blog geändert hat und Dein Hauptinteresse nicht mehr Fanfiktion sondern der Politik gilt. Es ist sinnlos sich hier weiter aufzuhalten. Ich und andere User, die nur wegen Fanfiktion herkommen, sind nicht mehr Deine Zielgruppe, sondern nur politisch Interesse, wozu ich nicht gehöre.

            Edit Helge: Du bist keineswegs in der Lage, mein Hauptinteresse objektiv zu beurteilen. Du magst denken, dass es mir um politische Beeinflussung geht, stimmen tut diese Einschätzung jedoch nicht.

            Schon wieder. Jede Kritik empfindest Du als einen Angriff auf Dich. Ich bin nicht zu dumm, um Deine Kommentare zu verstehen. Was ist denn „objektiv“ das Ziel Deines Blogs. Du schreibst doch nur über politische und gesellschaftliche Themen. Das ist doch die Hauptbeschäftigung Deines Blogs. Und ich bitte Dich Unterstellungen sein zu lassen, ich hätte Sachen geschrieben, die ich nicht geschrieben habe. Bitte sehr.

            Edit Helge: Und weil ich über gesellschaftliche Themen schreibe, will ich politisch beeinflussen? Dem ist keineswegs so. Ich möchte, dass die Leute nachdenken und dann eigene Entscheidungen treffen. Nebenbei empfand ich deine Fehldarstellung nicht als Angriff, nur eben als falsch.

          • Zitat
            „Edit Helge: Und weil ich über gesellschaftliche Themen schreibe, will ich politisch beeinflussen? Dem ist keineswegs so. Ich möchte, dass die Leute nachdenken und dann eigene Entscheidungen treffen. Nebenbei empfand ich deine Fehldarstellung nicht als Angriff, nur eben als falsch.“

            Ich habe nie geschrieben, dass ich denke, dass Du nur politisch beeinflussen willst, sondern nur völlig wertfrei, das meiner Meinung nach Dein Hauptinteresse der Politik gilt und nicht hauptsächlich der Fanfiktion. Ebenfalls völlig wertfrei. Aber auch von sachlicher Kritik fühlst Du Dich sofort persönlich angegriffen.

            Edit Helge: Mir schien es eher so, dass du mir Indoktrinationswilligkeit unterstellen wolltest. Da ich nicht in deinem Kopf lebe, akzeptiere ich deine Klarstellung. Bitte akzeptiere auch meine, dass ich mich von deinen Einwurf nicht angegriffen fühle. Ich gestehe aber, dass Ich Probleme damit habe, die Relevanz zu erkennen. Meinst du, ich sollte mehr über Fanfiktion schreiben?

          • hm, Helge, aber ist es nicht auch schon eine Beeinflussung, eine Einflußnahme, Fakten und Denkanstöße zu liefern, jemand zum Nachdenken zu bringen? aber genau das ist nötig!
            Und wenn er schlußfolgert und seine Richtung ändert, ist dies doch seine Entscheidung!
            Was Du nicht willst, ist Indoktrinierung, und genau das tust Du ja auch nicht;

            auch wenn ich nicht immer Deinen Gedankengängen zu folgen vermag – teils mangels Fakten, teils mangels Englischkenntnissen für Deine Verweise –, so bin ich doch der Meinung, daß Du auf Deiner (und Marcs) Seite Deine Meinung darreichen darfst!

            Weiterso, sagt
            Sevvie

          • Ich fürchte, dass Leser mit seiner „Beeinflussung“ tatsächlich Indoktrination meinte und nicht das, worum es mir geht. Kann natürlich sein, dass er es als zutiefst verwerfliche Beeinflussung betrachtet, wenn man Leute zum Nachdenken bringen möchte. Ausschließen kann ich das nicht. Ich lebe ja nicht in seinem Kopf, so wie er meint, in meinem zu residieren.

          • Zitat von Helge:

            „Ich fürchte, dass Leser mit seiner „Beeinflussung“ tatsächlich Indoktrination meinte und nicht das, worum es mir geht. Kann natürlich sein, dass er es als zutiefst verwerfliche Beeinflussung betrachtet, wenn man Leute zum Nachdenken bringen möchte. Ausschließen kann ich das nicht. Ich lebe ja nicht in seinem Kopf, so wie er meint, in meinem zu residieren.“

            Schon wieder eine Beleidigung von Dir über mich. Schon wieder unterstellst Du mir sagen, die ich nie gesagt habe, anstatt mal sachlich auf meine Kritik zu reagieren. Kannst Du auch mal sachlich mit Kritik umgehen? Wahrscheinlich kommt doch nur wieder eine Beleidigung. Wetten?

            Edit Helge: Ich habe dir gar nichts unterstellt. Allerdings hast du weiter oben behauptet, besser als ich selbst zu wissen, was ich will. Wie kannst du das, ohne meine Gedanken zu lesen? 🙂 Kritik von dir habe ich bisher allerdings wirklich nicht wahrgenommen. Du behauptest eigentlich nur, dass ich dich ständig beleidigen würde. Ich halte es durchaus für möglich, dass du dich beleidigt fühlst. Es ist jedoch nicht ganz dasselbe, wie auch beleidigt zu werden.

          • Ich fasse mal das für mich am symptomatischsten herüberkommende zusammen:

            „Du willst nur User, die Dir zustimmen.“

            „„Edit Helge: Ich fürchte, du hast keinerlei Plan, was ich will.““

            „Schon wieder eine Beleidigung von Dir über mich.“

            Ein Teufelskreis! Klassisch nach TV-Kaiser:
            https://www.youtube.com/watch?v=L9mGLysWA5o

            Im Ernst, irgendetwas muß Helge ja wohl offensichtlich richtig machen, sonst wäre ihm der Vorwurf des Frauenhasses durch Männerhasser nicht so sicher 😉

            Nebenbei bemerkt, finde ich die von ihm nicht aufgestellte Behauptung, daß Männer von schrecklichen Feministen unterdrückt werden, durchaus berechtigt. Ein Blick auf verschiedene Dokumente dazu reicht als Beleg m.E. aus. Angefangen vom Männermanifest und Frauenstatut bei Grünbrauns, über SPD-Programme, bis hin zur geltenden GleibWV und der Boss.I.nnen-Quote wirkt da einfaches Nachlesen oft erleuchtend.

            Daraus einen geschlechtsspezifischen Hass des Lesers abzuleiten, sagt allerdings eher etwas über den den Ableitenden aus ( der sich jetzt wahrscheinlich wieder „irgendwie strukturell, hegemonial, patriarchal“ oder sonstwie beleidigt fühlt, oder schlimmer noch, er fühlt sich stellvertretend für andere beleidigt ).
            Aber das sind Kritiker totalitärer Dogmatiken ja gewohnt.

            Und um das Maß an Provokation jetzt voll zu machen ( ja, ich hau ja gleich wieder ab ), verlinke ich hier mal zu Man Tau, dem Blog eines Lehrers, der auch gern mit Frauenfeinden in Verbindung gebracht wird und gelegentlich erklärt, warum er das lächerlich findet:
            http://man-tau.com/2015/07/31/vorstellung/

            Gruß…..Fiete

        • @K:
          wenn die Masse hier die Ansichten unhinterfragt übernähme, gäbe es keine Dispute um Inhalte und Wortbedeutungen, sondern leeres-Stroh-Dreschen unter gleichgeschaltet nickenden Hohlköpfen.
          insofern: Treffer und … versenkt 😀
          btw.: sind Sie diesez K?

          • Naja, diese Masse kommentiert hier meistens nicht. Diejenigen, die kommentieren, sind die, die das zu verhindern versuchen und eine Gegenposition in Erinnerung zu rufen.
            Oder diejenigen, die diese auslachen, wofür Sie ja wohl das beste Beispiel sind

            Und nein, das K bin ich nicht, mir wird da eine Fehlermeldung angezeigt. K ist lediglich eine Abkürzung meines Namens, den ich hier nicht nennen möchte, da auf dieser Seite aufgrund solcher Banalitäten gerne mal Accounts gelöscht werden, ziehe ich die Anonymität vor.

            Eit Helge: Auf dieser Seite wurde noch kein einziger Account gelöscht, weil der Inhaber desselben eine Meinungsverschiedenheit mit mir gehabt hätte. Hierbei handelt es sich um eine bösartige Verleumdung.

            Btw. die E-Mail wird in der Regel eine Zeile weiter unten angegeben, bei Name gehört lediglich der Name rein.

          • natürlich sind Sie nicht dieses K, das war eigentlich ein Wink mit dem Zaunspfahl, daß hier zu viele verbale Heckenschützen aus der Feigheit ihrer anonymen Straßengräben um Trollfutter betteln;

            daß wegen des Äußerns einer ehrlichen, sachlichen Meinung ein Profil gesperrt würde, wäre mir neu – aber … eine Anonymität in der Anonymität, ist das nicht schon kurz vor der Paranoia?

            daß das Netzpostfach i.d.R. unsichtbar ist, wissen Sie aber schon?, und daß meine Angabe dessen in direkter Verbindung zum Nick eine Einladung ist für Leute, die außerhalb des Themas einen Austausch wünschen, ist doch aber recht offensichtlich, nicht?

          • Nein, das ist nicht Paranoia, da ich neben meiner realen Identität auch noch eine Internetidentität habe, die sich über mehrere Accounts (unter anderem YouTube, Googlemail, diverse Foren, Facebook, Twitter, ein Blog und einige andere Seiten) verteilt. Auch an einem fiktiven Namen kann man Rufmord begehen und mir schaden.
            Und da ich die Communities dort sehr schätze, möchte ich auch dort bleiben. Deshalb bevorzuge ich es, anonym zu bleiben.

            Im Übrigen habe ich auch schon bei anderen Blogposts mit meinem echten Profilnamen kommentiert.
            Da ging es dann aber eher um neue Kategorien, neue Features und dergleichen.
            Mit meinem eigenen Vornamen habe ich auch schon kommentiert.

        • Da fällt mir nur das ein …

          Denke nicht gedacht zu haben, denn das Denken von Gedanken ist gedankenloses Denken.

        • Ich glaube, du unterschätzt deine Mitmenschen ein wenig: Hältst du sie wirklich für so unmündig?

          – Und was ist mit der Presse? Dort dürfen einzelne Menschen ihre (persönliche) Meinung noch vieeeeeel weiter verbreiten. Und das ungehindert und ohne große Anstrengung – Ist das dann auch bedenklich oder nicht zulässig?

          Wir haben doch Meinungs- und Pressefreiheit, und so. Ist das nicht genau dafür da, dass jeder jedem, der sie hören will, seine Meinung erzählen darf? (warum auch immer)

          • Es geht um den Zusammenhang. Wer eine Nachrichtensendung schaut, erwartet so etwas. Wer Fanfictions lesen möchte, nicht.

            Und FF.de ist nunmal eine unpolitische Seite und sollte es auch bleiben.

            Im Übrigen finde ich politische Inhalte auch bei YouTube-Stars höchst bedenklich, das ist für mich dieselbe Sache.
            Und auch Lehrer in Schulen tendieren manchmal dazu, den jungen Schülern nur ihre Sicht der Dinge beibringen.

  2. Okay. Man kann den Leuten im Internet immer viel erzählen. Manche Eindrücke lassen sich nicht plump mit Zitaten belegen, sondern entstehen zwischen den Zeilen. Über reinen Text weiß man selten, wie er bei den Leuten ankommt, was auch damit zu tun hat, dass manche Leute eben Erfahrungen gemacht haben, die sie sensibel reagieren lassen. So lang man sich nicht kennt und das tatsächliche Verhalten einschätzen kann, kann man Texten wie diesem hier eben glauben oder nicht.
    Es folgt: was ich zu einem Textabschnitt loswerden möchte.
    „Kumpels von Kumpels von Kumpels“? Folgendes Beispiel: Die Behördenbibliothek, in der ich seit Anfang September meine Ausblildung mache, hat im Juli eine neue Chefin bekommen, weil die alte in Pension gegangen ist. Alle waren dafür, dass eine Kollegin, die schon seit Jahrhunderten da arbeitet, die Stelle bekommt. Außer die oberste Verwaltungschefin, die wollte eine aus einer anderen Behördenbibliothek. [Ab hier folgt der optionale Teil.] Denn warum sollte man die Leitung einer Person übertragen, die sich gut im Bestand auskennt und weiß, wie was läuft? Wie gut die Direktorin und die Bibliothekschefin sich nun kennen, weiß ich nicht, aber die Direktorin sagte zu mir, ich solle mich an sie halten, weil sie engagiert sei. Nun kommt es mir aber vor, als sei sie hauptsächlich außerhalb des Hauses engagiert (in all den lustigen Bibliotheksverbänden, die es halt so gibt) und man fragt sich, was sie bei uns den ganzen Tag macht, außer Arbeiten an die Mitarbeiterinnen zu deligieren. Der Personalratschef meinte derweil zu mir, ich solle mich an die anderen Kolleginnen halten.
    Oder: Ich hatte mich um die Ausbildung in einer Spedition beworben und bekam von der Personaltante zu hören, dass der Chef lieber einen männlichen Azubi hätte, weil sonst fast nur Frauen im Büro arbeiten. Stimmte auch. Männer sind mir nur in den Führungspositionen begegnet. Und unter den Kraftfahrern, da waren nur zwei Frauen dabei.
    TL;DR: Einzelfälle, aber in andere Betriebe hab ich ja auch keinen großen Einblick.

    • Genau das finde ich auch. Natürlich könnte man jetzt anfangen mit irgendwelchen Stilmitteln und Betonungen wie im Deutschaufsatz zu arbeiten und da schön analysieren, was genau denn dieses Gefühl hervorruft, dass der Veröffentlicher nicht unbedingt so eingestellt ist, wie er behauptet. Ich möchte hier niemandem etwas unterstellen, denn vielleicht ist das tatsächlich einfach nur falsch rüber gekommen, was dann aber doch durch einige Dinge katastrophal gelaufen sein muss (Erinnerung: Obdachlose Frauen könnten sich ja mit Moos für ihre Periode versorgen, denn das hat man früher ja auch schon so gemacht. Und so weiter.)

      Edit Helge: Das habe ich so allerdings nie gesagt. Suede hatte gesagt, dass der Staat in Ländern wo es keine weiblichen Hygieneartikel gäbe, diese bereitstellen sollte. Ich wies darauf hin, dass es dort auch jetzt und früher schon Alternativen gegeben haben müsse. Was die weiblichen Obdachlosen hierzulande anging, so sagte ich, dass m.E. eine Geldzahlung an alle Obdachlosen die bessere Option wäre, weil sie a) nicht nach Geschlechtern diskriminiert und b) auch denen hilft, die nicht menstruieren. Noch besser ist es aber, wenn die Obdachlosen wieder Wohnungen erhalten.

      Führung
      Ich habe auch schon mal eine Studie gelesen (kann mich aber leider nicht mehr an den Namen erinnern), die besagt, dass Frauen eher ungern für Führungspositionen genommen werden, weil sie als emotionaler und „anfälliger für Krankheiten“ aka ihre Periode gesehen werden. Auch ist es wahrscheinlicher, dass die Frau in Mutterschutz geht, als dass der Mann sich Elternzeit nimmt. Es mag zwar eine Menge Gründe geben, aber das ist natürlich trotzdem nicht richtig, jemandem keine „höheren Jobs“ zu geben wegen seinem Geschlecht.

  3. Du sagst es, MrsAnthony

    Danke für diesen tollen Beitrag, Helge.
    Allgemein les ich deine Blog Beiträge sehr gerne und verfolge oft kopfschüttelnd die teilweise hanebüchernen Diskussionen, die sich in den Kommentaren entwickeln und sich gerne an einer einzigen Formulierung oder einer Aussage aufhängen.

    Es ist dein Blog, du kannst hier schreiben, was du möchtest. Und ich denke, viele deiner Leser gehen überwiegend konform mit deinen Meinungen und Aussagen. Nur antworten die eben seltener als die, die anders denken.Als du, wohl, weil es ja keinen Grund zu Diskussion gibt, wenn man die gleiche Meinung vertritt.

    Also bitte mach weiter, ich freu mich immer sehr auf neue Blog Einträge von dir.

    LG
    Gonnafeelalive

  4. Der Beitrag ist toll. Und ehrlich gesagt hast Du Recht, denn Du hast nie so etwas behauptet. Ich halte mich bei der Diskussion mittlerweile etwas heraus und zwar nicht, weil ich sowieso nichts tun könnte, sondern weil ich denke, dass Feminismus und Humanismus durchaus ihre Berechtigung haben (Humanismus stufst Du ja auch als berechtigt ein), aber momentan wird einfach zu häufig an der falschen Stelle feminisiert. Man sehe sich Malala aus Pakistan an: sie protestiert für Rechte, die Mädchen nicht aber Jungen schon haben (= „Frauenrechte“, auch wenn der Begriff etwas irreführend ist, aber eine andere Bezeichnung gibt es dafür nicht) und wurde dafür niederschossen. Sowas finde ich bewundernswert – und aus diesem Grund brauchen wir den Feminismus nach wie vor schon irgendwie. Wobei Malala sich wirklich speziell für Kinderrechte einsetzt, aber eben hauptsächlich für die der Mädchen. In ihrer Heimat sind diese schließlich durch die Scharia ziemlich mies dran.

    Ich kommentiere nochmal, sobald ich mehr Zeit habe und dann ausführlich.

  5. „Beispielsweise würde ich behaupten, dass Männer den Frauen biologisch überlegen seien und das sie von schrecklichen Feministen unterdrückt würden. Zudem sei ich frauenfeindlich.“

    Bwhaha, perfektes Beispiel für eine Projektion:

    „Der Begriff Projektion umfasst das Übertragen und Verlagern eines innerpsychischen Konfliktes durch die Abbildung eigener Emotionen, Affekte, Wünsche und Impulse, die im Widerspruch zu eigenen und/oder gesellschaftlichen Normen stehen können. Eine solche Projektion richtet sich auf andere Personen, Menschengruppen, Lebewesen oder Objekte der Außenwelt.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Projektion_(Psychoanalyse)

    biologisch überlegen – Tja, das glauben einige Politikerinen heute auch von Frauen. Die Links hatte ich hier schon gepostet.

    schrecklichen Feministen unterdrückt würden – und selbst wenn, ist die Patriarchats-These ist besser?

    frauenfeindlich – dem Vorwurf sieht sich wohl jeder Feminismuskritiker irgendwann ausgesetzt. Es ist erstmal ein Unterschied ob man Frauen oder Feminismus kritisiert und Kritik bedeutet nicht das man das kritisierte hasst. Das ist zu jeder Tageszeit einfach Bullshit, wird aber immer wieder benutzt um die Kritiker zu diffamieren. Am besten hauen sie einem auch noch gleich eines mit der Nazi-Keule über die Rübe, so wie die Gender-Wissenschafter der Humboldt Universität Berlin mit den Kritikern der Gender-Studies machen, weil ihnen schon seit JAhren die Fakten fehlen, die ihre Thesen bestätigen.

  6. Sehr sympathischer Glauben den du da hast 😉

    Silke Burmeister schrieb gestern:
    „Es gibt kaum ein Thema, das Männer so aufregt wie eingeforderte Gleichberechtigung.“
    Ich kenne niemanden, der sich über die Forderung nach gleichen Rechten empört. Aber es gibt sehr viele unterschiedliche Definitionen, was denn gleiche Rechte sind, beziehungsweise was denn überhaupt ein Recht ist. Es gibt zum Beispiel in meiner Welt kein Recht darauf, Aufsichtsrat zu werden. Oder Germanist. Oder Lehrer. Es gibt ein Recht darauf, bei einer Bewerbung nicht diskriminiert zu werden.
    Die 20% der weiblichen Mint Studenten, auch daraus lässt sich imho keine 20% Quote ableiten. Noch ist es so, dass ein Recht großer Teil der Frauen Kinder nicht nur gebären sondern auch erziehen möchte. Da fallen da noch einige raus. Man kann das Versorger-Erzieherin Modell scheisse finden, aber es ist weit verbreitet und immernoch auch beliebt.
    Die Unterstellung, dass du ein Frauenhasser bist. Hm. Mache ich auch schon eine Weile mit rum. Besonders damit, dass so gut wie keine Frau in meinem Umfeld auch nur ansatzweise irgendwas mit der feministischen Theorie oder ganz konkret mit Quoten zu tun haben will.
    Ein feminitischer Freund von mir hatte hier mal eine Analogie, die zumindest ein bisschen nachvollziehbar ist: Den Feminismus zu kritisieren ist, wie die Gewerkshaften zu kritisieren. Die Gewerkschaften kämpfen für die Arbeitnehmer, egal ob diese selbst Mitglied sind oder nicht. Gegen die Gewerkschaften zu schreiben ist gegen Arbeitnehmerrechte zu schreiben. Gegen den Feminismus zu schreiben ist gegen Frauenrechte schreiben, also bist du ein Frauenhasser. Und natürlich gegen gleiche Rechte.

    • Das erinnert mich daran, daß ich ja auch noch die Austrittserklärung für die Gewerkschaft fertig machen muß… diese “ Und willst du nicht mein Bruder/meine Schwester sein, dann schlag ich die den Schädel ein“- Stimmung, die sich allerorten breit macht, ermüdet mich.

      • Das erinnert mich daran, daß ich ja auch noch die Austrittserklärung für die Gewerkschaft fertig machen muß… diese “ Und willst du nicht mein Bruder/meine Schwester sein, dann schlag ich die den Schädel ein“- Stimmung, die sich allerorten breit macht, ermüdet mich.
        Dann wirst du sicher auch so konsequent sein, und jede Lohnerhöhung, die eine Gewerkschaft ausgehandelt hat, für dich ablehnen. Dein Arbeitgeber wird sich freuen.

        • Arbeitgeber ist, wer die Arbeitsleistung gibt, Arbeitnehmer ist, wer dafür den Arbeitsplatz zur Verfügung stellt und Lohn zahlt – Versicherungsnehmer ist ja auch der, welcher die Leistung in Anspruch nimmt und dafür Beiträge zahlt, nicht wahr?

          • Arbeitgeber ist, wer die Arbeitsleistung gibt, Arbeitnehmer ist, wer dafür den Arbeitsplatz zur Verfügung stellt und Lohn zahlt – Versicherungsnehmer ist ja auch der, welcher die Leistung in Anspruch nimmt und dafür Beiträge zahlt, nicht wahr?

            Ist das sarkastisch gemeint? Machst du dich lustig über mich, oder weißt du wirklich nicht, was die Begriffe bedeuten? Ich kenne dich nicht und kann deshalb nicht ermessen, wie ich diese Antwort von dir auslegen soll.

            Falls du dich nicht lustig über mich machst: Arbeitgeber ist der, der den Arbeitsplatz zur Verfügung stellt (die Arbeit) und Arbeitnehmer ist derjenige, der die Arbeit macht, also den Abeitsplatz abbekommen hat.

            Insofern freut sich der Arbeitgeber, wenn der Arbeitnehmer nicht in einer Gewerkschaft organisiert ist und dadurch die Arbeitnehmerseite schwächt.

          • mir ist schon klar, daß der Arbeitnehmer der ist, der die Arbeit gibt, und der Arbeitgeber der, welcher für die Arbeit zahlt;
            ich mache mich nicht über Dich lustig, sondern über die unreflektiert nachplappernde Herde, die nicht versteht, daß ihr mit der Wortwahl suggeriert wird, daß sie nur nimmt – Leistungsempfänger, Versicherungsnehmer, Arbeitnehmer sei – und somit auf die Gnade der Geber angewiesen sei, und darum – außer zum ‹Dankescheeen‹-sagen – fein das Maul zu halten habe…

          • Auch, wenn das Argument “ der Arbeitgeber ist der, der seine Arbeit gibt“, meines wissens aus der Sendung „der schwarze Kanal“ von Karl Eduard von Schnitzler stammt… mir leuchtet es ein.
            Dennoch fühle ich mich von „Verdi“ verraten, Punktum.
            Und aus der SPD bin ich auch schon ausgetreten.

    • Ein feminitischer Freund von mir hatte hier mal eine Analogie, die zumindest ein bisschen nachvollziehbar ist: Den Feminismus zu kritisieren ist, wie die Gewerkshaften zu kritisieren. Die Gewerkschaften kämpfen für die Arbeitnehmer, egal ob diese selbst Mitglied sind oder nicht. Gegen die Gewerkschaften zu schreiben ist gegen Arbeitnehmerrechte zu schreiben. Gegen den Feminismus zu schreiben ist gegen Frauenrechte schreiben, also bist du ein Frauenhasser. Und natürlich gegen gleiche Rechte.

      Auf eine derart abstruse Gedankenkette muss man allerdings erst einmal kommen. Zumal die ja an allen Ecken und Enden knackt. Bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern gibt es ja wenigstens einige Interessensgegensätze, auch wenn diese, eine entsprechend langfristige Perspektive beider Seiten vorausgesetzt, gegenüber den gemeinsamen Interessen in den Hintergrund treten (sollten). Je langfristiger einer Beziehung angelegt ist, desto wichtiger werden kooperative Lösungen gegenüber solchen, die kurzfirstig eine Seite bevorteilen. Das alles hat allerdings Gewerkschaften in der Vergangenheit auch nicht daran gehindert, gegen die Interessen ihrer Mitglieder zu agieren.
      Bei der Analogie zum Feminismus wird es dann allerdings seltsam. Damit sie Sinn ergibt, muss man Männer und Frauen als Gegensätze begreifen, nicht als Partner mit gemeinsamen Zielen. So funktioniert unsere Gesellschaft aber nicht, wer beispielsweise heute die Bildungschancen von Jungen beschädigt, der zieht auch deren potentielle Partnerinnen und Familien in Mitleidenschaft. Wer Ungerechtigkeit zur Handlungsmaxime erhebt, der schafft Mißtrauen. Wer wirkliche Gerechtigkeit will, muss immer das Gesamtsystem betrachten, er darf nicht einfach die Hälfte (bzw. teilweise auch die Gesamtheit) der Bevölkerung aus seiner Kalkulation ausblenden.

      • »[…] Bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern gibt es ja wenigstens einige Interessensgegensätze […]«

        aber diese Gegensätze gibt es auch zwischen Menschenrechtlern und Feministas: die einen sind für gleiche Rechte und die anderen für Vorrechte;
        der Widerstreit findet also nicht zwischen Männern und Frauen statt, sondern zwischen Femi- & Humanisten;
        Aus diesem Grunde bezeichne auch ich den Feminismus insgesamt als rassistisch

        • gerade las ich nochmal drüber, und mir fiel etwas faszinierendes auf:
          Menschenrechtler vs. Frauenrechtler;
          aha. und jetzt kürzen wir das kgv raus,
          Menschenrechtler vs. Frauenrechtler;
          und übrig bleibt:
          Menschen vs. Frauen;

          so betrachtet, sieht das für mich aus, als ob der Teil der Bevölkerung, der sich die Vorrechte auf die Fahne schrieb, sich ausdrücklich aus der Menschheit herausnimmt.
          Die FEmanz∗_.I.nnen, sie sind ja intelligent – ziemlich verdreht zwar, aber nicht dumm –, sehen das selber, und sie hassen sich dafür, projizieren aber ihren Selbsthaß auf den Rest der Menschheit, und das sind nun mal (zumindest in ihren eigenen Augen und angesichts des geradezu katholischen Alleinvertretungsanspruchs) die Männer…

    • „Silke Burmeister schrieb gestern:
      „Es gibt kaum ein Thema, das Männer so aufregt wie eingeforderte Gleichberechtigung.““
      Ein perfektes Beispiel für die Verlogenheit feministischer Agit-Prop-Kräfte.
      Tatsächlich sind es derzeit ja hauptsächlich die Feminismuskritiker ( Frauen wie Männer ), die Gleichberechtigung fordern und Feministen, die dieselbe verweigern, mit dem Argument, daß es „positiv“ wäre, Männer zu diskriminieren:
      http://sciencefiles.org/2014/10/05/es-gibt-keine-positive-diskriminierung/

      Offenbar gibt es im feministischen Glaubensgebilde tatsächlich einen Grundsatz, der eine statische o. statistische Gerechtigkeit ( Gleichstellung ) voraussetzt.
      Daß derartiges nur Humbug sein kann, da ein Ideal ( und nichts anders ist Gerechtigkeit ), so erstebenswert sie ist, stets unerreichbar bleibt ( und bleiben muß ), scheint komplett ausgeblendet zu werden.
      Man kann ja auch nicht den Horizont erreichen 😉
      Nur so ist es zu erklären, daß viele seiner Glaubensanhänger, bei mangelnden Argumenten mit der dicken Keule kommen ( sinngemäß ):
      „Jahrtausende lang wart Ihr die herrschenden Unterdrücker, jetzt ist es halt mal umgekehrt, das ist gerecht, also regt Euch nicht darüber auf“.

      Überflüssig zu erwähnen, daß dieses Totschlagsargument ganze Serien logischer Fehler enthält und im Folgeschluss nach sich zieht.
      Von den vollkommen unbelegten Grundbedingungen ganz zu schweigen.

      So erklärt es sich dann auch, daß gerade die auf das Patriarcht schimpfenden Feministen stets am lautesten nach Papa Staat rufen, wenn sie ein Privileg nicht unhinterfragt geschenkt bekommen. Man könnte sagen: Feminismus ist eine zutiefst patriarchale Ideologie.
      Beispiel wäre gerade eine Petition div. feministischer Verbände, die ein Gesetz fordert, das eine Verurteilungsquote bei Vorwürfen sexuellen Mißbrauchs realisiert:
      https://www.change.org/p/heikomaas-schaffen-sie-ein-modernes-sexualstrafrecht-neinheisstnein?source_location=trending_petitions_home_page&algorithm=curated_trending

      Mein Kommentar auf G+ dazu:
      https://plus.google.com/+MaennerparteiAt/posts/Z1q8QX9LqFf

      ( wer jetzt meint, aufgrund dieses Kommentars einen „ewiggestrigen, rückwärtsgewandten, klassischen, wenn nicht sogar traditionellen, patriarchalen, gewaltverherrlichenden, maskulistischen etc.pp. Frauenhasser“ identifizieren zu müssen, bitte, nur zu. Er mag es ja mal mit Substanz zu unterfüttern versuchen )

      Gruß …. Fiete

  7. Was soll ich zu deinem Beitrag sagen, ausser dass ich deinen Blog sehr gerne lese und der Meinung bin, dass ich oft einer Meinung mit dir bin.
    Wenn ich dann doch mal anderer Meinung bin, dann muss ich dich doch nicht gleich in der Luft zerreissen, Meinungen gibt es nämlich so viele wie es Menschen gibt.
    Bei der Firma wo ich arbeite gibt es Moslems, gläubige Christen, Atheisten, Buddhisten usw… . Die Belgeschaft besteht aus einem Mix aus vermutlich der ganzen Welt, der oberste Chef ist Amerkaner, die anderen Chefs kommen aus der Schweiz, Deutschland und aus anderen Staaten vom europäischen Kontinent. Männer und Frauen sind auch in der Chefetage vertreten und nicht nur in den unteren Postionen gut durchmischt.
    Es gibt also viiiiele Möglichkeiten für Konflikte und doch arbeiten wir friedlich zusammen, denn wir respektieren einander und diskutieren miteinander, wenn es unterschiedliche Meinungen gibt.
    Wer mit jemandem nicht klarkommt, dem wird geraten freundlich mit dem anderen umzugehen und sich sonst zu tolerieren.

    Was ich nun damit sagen will ist, verschiedene Meinungen sind nicht nur wichtig, sondern bereichern auch und führen zu Fortschritten und Veränderungen.

    Mach weiter so Helge, denn ich freue mich jedesmal auf deinen Blog.

  8. Findest du, dass der Wert eines Menschen von seinem IQ abhängt? Es klingt hier ein bisschen so. Du schreibst im Bezug auf den IQ:
    “ Worauf ich hinauswill ist, dass ich nie den Eindruck hatte, daß Mädchen den Jungen nicht das Wasser reichen können. Ich glaube daher, daß alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht gleichviel wert sind.“
    Ist das unsauber formuliert, lese ich es falsch? Sry für die Erbsenzählerei.
    Ansonsten ein sehr schöner Blogbeitrag!

    • Nein, der Wert eines Menschen hängt nicht vom IQ ab. Alle Menschen sind gleichviel wert. Für mich persönlich ist die Fähigkeit, Argumente rational und logisch zu evaluieren, allerdings sehr wichtig. Ein Musiker würde sicher musikalisches Talent schätzen, ein Maler Zeichentalent, ein Schriftsteller Wortgewandtheit und Kreativität. Da gibt es also durchaus subjektive Präferenzen. Das habe ich da etwas unsauber vermengt. Mir ging es wohl unbewußt darum, dass Frauen auch in den Bereichen, die mir persönlich sehr wichtig sind, problemlos mithalten können.

  9. Mhm. Dann oute ich mich mal als jemand, der kein Fan der Blogeinträge in dieser Veröffentlichungs-Form ist. Im Grunde genommen geht es mir hier nicht mal um deine Meinungen, Helge. Ich bin alt genug zu wissen, dass man selten in allen Punkten übereinstimmen wird und tatsächlich sehen wir viele Dinge ziemlich ähnlich. Aber ich habe in letzter Zeit vermehrt das Gefühl, dass die Popularität der Seite intrumentalisiert wird und damit habe ich schon ein Problem. Das ist allerdings mein Problem und ich muss zusehen, welche Konsequenzen ich daraus ziehe. FF.de -ist- nun mal deine Seite, letzen Endes kannst du damit machen was du möchtest und viele scheinen die Einträge in der Form ja zu schätzen.

    • Dem möchte ich mich zu 100% anschließen. Man stelle sich mal vor, Mark Zuckerberg würde auf der Startseite von Facebook seine persönlichen Ansichten ausbreiten. Sicher, er könnte das tun, es ist ja seine Seite. Aber er tut es halt vernünftiger Weise nicht. 😉

      • aber … Helge breitet seine Ansichten nicht auf der Startseite von FFde aus, sondern verweist dort nur auf seinen Blog, in dem er aktuelle Themen und Befindlichkeiten ausbreitet, und er drängt niemandem seine Ansichten auf, deswegen geht diesen ein *IMHO* voraus … Du darfst diese getrost ignorieren 😉 richte doch Deinen Browser auf Autologin ein…
        und selbst bei Facebook entgehe ich der Startseite, weil mein Firefox so konfiguriert ist, daß beim Seitenaufruf automatisch der Login erfolgt – insofern ist es völlig conchita, ob der Euro Süßstoffhaufen dort seine Ernährungs-, Ausscheidungs- oder Meinungsbildungsgewohnheiten ausbreitet und kommentiert…

        • Es geht nicht darum, das man das durchaus ignorieren kann (oder auch nicht). Ich finde es einfach nur unpassend, das es nichts mit Fanfiction zu tun hat. Für so etwas gibt es private Blogs. Ganz oben rechts kommen erstmal Helge’s mentale Ergüsse, DANACH kommen Blogs der Operatoren zu Themen, die wirklich etwas mit der Website zu tun haben.
          Ich finde das halt einen ganz schlechten Stil. Nicht mehr und nicht weniger.

          • Es ist erhellend, dass du „mentale Ergüsse“ anstelle von „Blogposts“ schreibst.

          • Nenn es wie du willst, mir geht es hier nicht um die Bewertung des Inhalts deines Blogs. Was dir aufgefallen wäre, wenn du meinen Beitrag objektiv gelesen hättest anstatt bei allen erstmal zu vermuten, das sie deine Ansichten nicht teilen (oh Gott, wie können sie nur) und deswegen dein Blog nicht mögen. Von mir aus könntest du in hunderten von Blogposts über die Unannehmlichkeiten von Nasenbehaarung bei TV-Moderatoren philosophieren, ich hätte oben dennoch exakt das Gleiche geschrieben.

      • Wenn Zuckerberg überlegen würde ( oder vlt. sogar müßte ) Fakebuch einzustellen, aufgrund rein persönlich-emotionaler Anwürfe, so würde ich es begrüßen, wenn er das auch aus seiner persönlichen Sicht vorab darstellt.

        Helge’s Blogpost nach zu urteilen, habe ich den Eindruck, daß man ihn schon ziemlich angegriffen hat.

        So what?

    • Das unterschreibe ich ebenfalls. Für mich als Userin ist die Instrumentalisierung dieser Seite zur Verbreitung der persönlichen Meinung des Administrators nicht tragbar. Welche Konsequenzen ich daraus ziehe, wurde ja bereits geklärt.

      • Das ist eine Einstellung, die ich nicht verstehen kann.

        Wenn ein Herr Zuckerberg auf der Hauptseite von Facebook seine politischen und gesellschaftlichen Ansichten verbreiten würde, wäre mir das vollkommen egal. Auswirkungen auf mein Nutzerverhalten hätte das erst dann, wenn diese Ansichten in irgendeiner Form menschenverachtend wären. Solange das nicht der Fall wäre, würde ich mir seine Texte durchlesen, wenn sie mich interessieren würden, oder ignorieren, wenn das nicht so wäre. Tatsächlich begrüße ich es und finde es toll, wenn die Menschen, die die Möglichkeit haben, viele andere Menschen zu erreichen, diese auch dafür nutzen, auf wichtige Themen aufmerksam zu machen. Wenn man allerdings jede Meinung, die der eigenen widerspricht als unwichtig und wertlos abkanzelt, dann hat man natürlich einen Grund, sich zu echauffieren (Auch wenn der oft an den Haaren herbeigezogen wird).

        Und um den von Helge erwähnten Fall noch anzusprechen:

        „Du schreibst zwar nirgenwo, dass du der Meinung bist, Männer seien Frauen überlegen, aber mein Bauch sagt mir, dass das so ist“, ist kein Argument. Das mag im 3rd Wave-Netzfeminismus vielleicht untereinender total in sein und funktionieren, aber in der richtigen Welt sieht das dann doch anders aus. Ich fände es wirklich, wirklich ganz toll, wenn jetzt endlich mal jemand diese ach so frauenverachtenden Textstellen aus Helges letzten Blogeinträgen raussuchen würde.

        • »[…] wenn diese Ansichten in irgendeiner Form menschenverachtend wären […]«

          wäre es mir dennoch conchita, solange es nicht direkt rassistisch ist, und selbst das kann ich unkommentiert zerpflücken und meine Rhetorik daran schulen 😀
          nein, mit menschenverachtenden Sprüchen lebe ich schon so lange, daß mich nur weniges wirklich aus der Bahn zu werfen vermag – auch wenn ich meiner Empörung oft direkt Ausdruck verleihe…

          • Ich wollte damit nur sagen, dass ich die Überlegung „Jemand vertritt menschenverachtende Ansichten, deswegen möchte ich ihn nicht unterstützen“ verstehen kann. Nur ist das hier nicht der Fall. Helge hat zu keiner Zeit menschenverachtende Ansichten geäußert.

          • ich verstand den Bezug auf ein beliebiges »es könnte auch Zuckberg heißen«-Onlinesubjekt, und natürlich ist dies hier nicht der Fall 😀 aber die mimikfreie Onlinekommunikation erfordert gelegentliche Klarstellungen 😉

      • Könnte es sein das diese sogenannte Instrumentalisierung nur dadurch eine wird, weil das Wort als Schlagwort eingesetzt wird?
        Instrumentalisierung… Mittel zum Zweck. Als ob Helge die Webseite erfunden hätte um einen hochfrequentierten Hintergrund für seinen Blog zu haben. Und nur wegen dem Blog, aufgrund seines Daseins, meinen zu wollen, das man sich mit der Webseite nicht mehr in der gleichen Form identifizieren kann, wie man das in früheren Jahren machte, obwohl selbiger Blog auch damals schon bestand – ist das nun Ausdruck neuem freiheitlichem Empfindens?

    • Um das ein wenig zu differenzieren: Die Beiträge sind nur auf der Hauptseite verlinkt, nicht direkt auf dieser einsehbar. Man könnte es damit vergleichen, wenn in einer beliebigen Zeitung irgendwo eine Kolumne (beispielsweise die des Chefredakteurs auf Seite 2) zu finden ist. Tatsächlich dürfte diese deutlich schwerer zu ignorieren sein.
      Es ist auch niemand gezwungen, hier vorbeizuschauen. Und tatsächlich finden weniger als ein halbes Prozent der Besucher ihren Weg hierhin. (Knapp 1.000 Zugriffe bei 250.000 Besuchern.) Das war auch früher schon nicht anders. Weiterhin existiert der Blog bereits seit 2008. Und ich hatte auch früher immer mal wieder zu allen möglichen etwas geschrieben. Was hat sich in deinen Augen geändert?

      • Ah, ich nehme mal an, dass die Frage mir galt? Wenn nicht sorry, für’s reinhängen. Kurze Antwort – ich denke hauptsächlich die Frequenz und das Ziel? Früher kam mal jeden Monat ein privater Post, fand ich schon damals nicht so prickelnd, aber es war einfacher zu ignorieren. Heute kommt alle ein bis zwei Wochen was Neues. Und anders als früher habe schon das Gefühl, dass du mit einem ‚Bildungsauftrag‘ unterwegs bist. Ja, mag sein, dass du nur einen Link setzt, aber du fängst die Leute, die eigentlich für ganz anderen content (manchmal sogar meinen) kommen, quasi mit einem Vorschlag direkt am ‚Tor‘ ab. Wie bewusst das so gewählt ist weiß ich nicht, aber die Positionierung verschafft deinem Privat-Blog einen hervorgehobenen Platz auf einer Seite die thematisch nichts mit den Problematiken zu tun hat, die du besprichst und für die du Interesse wecken möchtest. In diesem Zusammenhang würde mich mehr interessieren, wie viele Leute lesen würden, wenn die entsprechenden Beiträge nicht auf der Hauptseite verlinkt wären. Auf der anderen Seite scheinen die meisten die hier schreiben die Platzierung gut zu finden. Also was solls.

        • Und anders als früher habe schon das Gefühl, dass du mit einem ‚Bildungsauftrag‘ unterwegs bist.

          Das stimmt vielleicht sogar. Früher hab ich an die mittlere bei ferne Zukunft kaum Gedanken verschwendet. Damit habe ich erst angefangen, seitdem Tim (mein 12-jähriger Ziehsohn) bei uns lebt und eigene Kinder für die Zukunft geplant sind. Das bringt einen dazu, sich Gedanken zu machen. Welche Welt sollen unsere Söhne und Töchter erleben? Wie verschaffen wir ihnen allen faire Chancen, ihr Leben nach ihren Wünschen zu gestalten. Heute geht es mir mehr darum, die Leute zum Nachdenken zu bringen, früher habe ich in den Blogbeiträgen manchmal auch nur zum Spaß etwas polemisiert.

  10. Ich glaube es wäre kein großer Verlust, wenn du die persönlichen Einträge löschen würdest.

    Auch wenn ich politisch bei den meisten Themen bei dir bin, gehört sowas nicht auf eine
    Seite für fanfiction.

  11. Ich fänd’s schade, wenn du die Beiträge löschen würdest, weil ich sie eigentlich immer gern gelesen hab. Grad bei den Gender-Themen passiert es schnell, dass beide Seiten ins Extrem abdriften und die Diskussionen am Ende nur aus gegenseitigen Unterstellungen und Beleidigungen bestehen. Dagegen fand ich deine Blogeinträge immer angenehm ruhig und sachlich.

    Ich kann aber verstehen, dass es frustrierend ist, ständig missverstanden und falsch dargestellt zu werden. FF.de ist ja nicht gerade eine wenig besuchte Seite, da wird’s wahrscheinlich immer Menschen geben, denen das, was du schreibst, nicht in den Kram passt und die entsprechend Dampf ablassen müssen. Letztendlich ist das hier dein Blog, also mach, was du für richtig hältst.

  12. Auch wenn ich viele deiner Ansichten teile, würde ich es begrüßen, wenn mir nicht jedes Mal auf der Startseite die „Schlagzeilen“ deiner persönlichen Blogbeiträge ins Auge springen würden (Ich schaue immer nach ob es in den Blogs News zu ff.de gibt). Ein allgemeiner, gut Sichtbarer Link zu deinem (wie ich finde durchaus lesenswerten) Blog, (wenn man sich für die entsprechenden Themen interessiert), wäre mmn ausreichend. Schließlich geht es auf der Seite doch um fanfiktion – so sehr ich auch den Drang verstehe, den eher desinteressiertn Teil der User in punkto Politik und Gesellschaft zum Nachdenken zu bringen. Aber wie schon gesagt wurde, letztendlich ist es deine Seite =)

  13. „Mir sind vor einigen Tagen im Netz (aber auch auf FF.de) Meinungen begegnet, die mit völlig absurde Dinge unterstellt haben. Beispielsweise würde ich behaupten, dass Männer den Frauen biologisch überlegen seien und das sie von schrecklichen Feministen unterdrückt würden. Zudem sei ich frauenfeindlich.“

    Nun, solche Eindrücke entstehen schnell, wenn man sich für eine Sache einsetzt.

    Du schreibst, es konnte niemand ein Zitat nennen. Ich denke, dass dein Einsatz allgemein vielleicht dieses Bild vermittelt.
    Ich erinnere mich da an deinen Eintrag „An Studentinnen“.
    Allein dass du ihn an „StudentINNEN“ und nicht die Allgemeinheit gerichtet hast könnte bei dem ein oder anderen den Eindruck einer Schuldzuweisung erweckt haben.

    Andererseits finde ich persönlich diesen einen Eintrag etwas erbsenzählerisch.
    Weißt du wie viele „HERREN-Fußballteams“ es bei Sportvereinen gibt, ohne einen Ausgleich für die weibliche Seite?
    Und warum? Wegen mangelnder Nachfrage.
    Dass es bei solchen Förderprogrammen ebenfalls an mangelnder Nachfrage männlicherseits liegen könnte oder daran, dass es auch in Deutschland noch vielerorts zur schulischen Benachteiligung von Mädchen kommt, hast du in einem Kommentar-Thread ziemlich abgetan bzw. u.a. mit Sarkasmus beantwortet, soweit ich das empfunden habe.
    Alleine, dass wir aber weibliche Migranten in Deutschland haben, die in ihren Heimatländer (und vermutlich teils auch noch in ihren in D. ansässigen Familien) sehr wohl benachteiligt werden spräche für die berechtigete Existenz eines solchen Förderprogrammes.

    Meiner Meinung nach solltest du vielleicht etwas mehr auch andere Meinungen zulassen, ernstnehmen und durchdenken und generell erst mal konsequent hinterfragen, ob die Dinge, die du kritisierst nicht DOCH einen einleuchtenden Grund als Existenzberechtigung vorweisen können.

    Du hast in deinem Weltbild vermutlich ziemlich verankert, dass Deutschland ein freies Land, in dem jeder gleich berechtigt wird, ist und das allerorts, weil du das so handhabst.
    Du solltest aber auch bedenken, dass du nicht ganz Deutschland kennst, nicht jeder denkt und handelt wie du und nicht jedes Umfeld so aufgebaut ist und reagiert wie deines.
    Dadurch entstehen ja die Themen über die du schreibst (wie Feminismus) erst.

    Wer aber Feminismus kritisiert, sollte auch eingestehen, dass es auch tatsächlich Unterdrückung von Frauen durch die Gesellschaft (beinhaltet auch andere Frauen) gibt.
    Indem du z.b. schreibst, dass so eine Fördergruppe für weibliche Studenten in männlichen Fächern keine Berechtigung hast, dementierst du diesen Fakt subtil.
    Indem sarkastisch oder mit einer nicht-möglich Einstellung antwortest, wenn man dich auf solche Hintergründe hinweist, klingt das ganze erst recht einseitig.

    Und damit entsteht dann der EINDRUCK von Frauenfeindlichkeit, auch wenn du das wohl gar nicht beabsichtigst.
    Soweit meine These dazu.

    Ich finde, dass du trotzdem (jetzt erst Recht) hinter deiner Meinung stehen solltest, weil sie nichts geringeres als das ist:
    DEINE MEINUNG
    Und du darfst sie aussprechen.

    Du musst aber auch mit Reaktionen rechnen.

    Deswegen nochmals meine Bitte:
    • Durchdenke erst konkret, was du kritisierst und hinterfrage gründlich, ob es nicht vielleicht doch einen legitimen Grund für die Existenz solcher Dinge (welcher Art auch immer) gibt.
    • Lasse auch andere Meinungen zu und nehme sie ernst. Denk über das nach, was andere dir sagen und informiere dich. Erwäge auch, im Unrecht sein zu können.
    •Reagiere gelassen und unvoreingenommen. BESONDERS dann, wenn du bemerkst, dass dein Gegenüber aufgebracht, rechthaberisch und hitzköpfig ist.

    Das wären mal meine Meinung und Tipps dazu.
    Bitte beachte, dass ich im Bezug auf die Studentinnen Sache nicht versuche dir etwas zu unterstellen, sondern die EVENTUELLE Wahrnehmung anderer wiederzugeben und sich diese (ebenfalls eventuell) nicht nur auf diesen einen Fall bezieht sondern auch auf andere deiner Einträge und Themen übertragen lassen könnte.

    Versuch meinen Kommentar nicht als Kritik, sondern Erklärungs- und Hilfsversuch aufzufassen. 😉

    Lg.

    • Nur um das kurz klarzustellen, ich habe keineswegs etwas gegen Förderung, dort wo Benachteiligung existiert. Die Errichtung von Schutzzonen ist aber keine Förderung. Und darum ging es auch bei dem von dir angesprochenen Programm nicht. Es richtete sich explizit an Frauen, die Berührungsängste gegenüber ihren männliche Mitstudenten hatte. Die baut man aber nicht ab, indem man eine neue Form von Apartheid schafft, sondern indem man alle ins Boot nimmt und Gemeinsamkeit und Gruppengefühl schafft. Auch Tutoring und wo es notwendig wird psychologische Betreuung ergeben hier Sinn, aber doch nicht die Schaffung diskriminierender Schutzzonen. Die sagen etwas ganz anderes aus und verstärken das, was man eigentlich abbauen wollte.

      • Wie gesagt, das war jetzt nur ein Beispiel, anhand dessen ich aufzeigen wollte, wie so ein Eindruck eventuell entsteht und was du dagegen tun könntest (bzw. auch ein bisschen was mir persönlich schon öfter aufgefallen und mich aufgeregt hat, zugegeben).

        Damit will ich jetzt nicht diese Studenten-Diskussion wieder lostreten und du brauchst dich deswegen auch nicht zu einer Rechtfertigung im Bezug auf dieses Thema genötigt fühlen – wie gesagt, ist sowas auf verschiedene Themen und Situation übertragbar und mir auch schon öfter aufgefallen.

        Das, was du jetzt geantwortet hast, wäre bei dem genannten Beispiel vermutlich auch eine gute Erklärung deines Standpunktes gewesen.
        Naja, in der Hitze des Gefechts sah das wohl etwas anders aus.

        Ich kann es gern zitieren, wenn du willst, aber ich lass es mal, weil du sicher selbst weißt, über welchen Kommentar ich da geredet habe und wie damals dort die Argumentation verlaufen ist und nicht wirklich so optimal klang wie eben.

        Wie gesagt, siehe oben meine Vorschläge.
        Wobei ich natürlich selbst alles andere als perfekt im Umgang mit meinen Mitmenschen bin und während Meinungsverschiedenheiten oftmals selbst Schwierigkeiten habe genau das umzusetzen.
        Aber umso mehr kenn ich die Problematik, die so entsteht.

        Falls du selbst auch manchmal das Gefühl hast, vorschnell und unüberlegt zu reagieren, kann es vielleicht helfen, sich auf diese Punkte zu konzentrieren.

        Die zurückkommenden Antworten und Meinungen fallen dann normal auch entsprechend ruhiger aus und wenn nicht ist es einfacher über „überhitzten“ Kommentaren zu stehen.
        Vielleicht hilft dir das ja doch ein wenig weiter.

        Besonders in Führungspositionen ist es ja wichtig, einen kühlen Kopf bewahren zu können und auch seine aufgebrachten Untertanen ernst zu nehmen.
        Und du bist hier nun mal der Chef – der Typ, bei dem letztendlich alle Beschwerden (und Beschuldigungen) landen, ebenso wie Forderungen und und und.
        Und du bist auch sozusagen „das Gesicht“ dieser Gemeinschaft.
        Nach außen hin wir deine Meinung immer als „die Meinung von Fanfiktion.de“ gewertet werden.
        Entsprechend versuchen natürlich auch alle dich dazu zu bewegen eine (ihrer Meinung nach) möglichst gute Meinung zu haben.

        Und das ist das Chaos, das du hier im Blog dann des Öfteren zu bewältigen hast.
        Um es mal aus gesellschaftlich-analytischer Sicht zu sagen.

        Und um das heil zu überstehen und möglichst vielen Anforderungen gerecht zu werden, ist es grundsätzlich immer wichtig Ruhe zu bewahren, da sich der Tumult sonst nur weiter aufschaukelt, mehr Unzufriedenheit entsteht etc.

        Wie bei den Siedlern. Nur dass wir hier uns auch aufregen und so weiter können. 😉

        Naja, im Grunde: Versuch einfach es locker(er) zu nehmen. 🙂

        LG

  14. Danke, Helge, auch für diesen Beitrag – ich könnte dies nie so klar und folgerichtig beschreiben, aber ich empfinde ebenso.
    Danke auch, daß Du allzu extreme Äußerungen direkt innerhalb derer gefettet kommentierst und unsachliche/beleidigende Ergüsse unserem Auge vorenthältst, auch wenn dadurch mancher Kommentarschwanz zusammenhanglos scheint – besser wäre vielleicht, diese Ergüsse in [60%grau] oder [Schriftgröße 50%] darzustellen…

    Eines stört mich dennoch:
    indem Du die Begriffe in der manipulierten Bedeutung verwendest, ohne sie von dem Inhalt zu trennen, mit dem sie von den Rassisten aufgeladen wurden, überläßt Du den Feminizensiert und Genderzensiert die Deutungshoheit der Sprache – dies ist ein Prozeß, der in Sprachlosigkeit mündet, weil irgendwann die Begriffe entleert und falsch beladen wurden oder gänzlich fehlen – die Folge ist dann Neusprech… Beispiel gefällig?
    Diskriminieren heißt doch, Unterschiede festzustellen; einerseits ist dies zweifellos die Voraussetzung für eine folgende Ungleichbehandlung, andererseits aber auch die Grundlage für das Betonen von Gemeinsamkeiten;
    Relativieren heißt, etwas ins Verhältnis zu etwas anderem zu setzen – wenn ich etwas nicht im Verhältnis zu etwas anderem betrachten darf, haben wohl die Prediger des Hlg. $t. Nichtrelativierbaren Angst; aber wovor? daß ihnen die Fakten fehlen könnten?

    in dem Augenblick, in dem einer tönt, man könne doch nicht…, man dürfe doch nicht…, das könne man doch nicht…, jenes dürfe man doch nicht…, klingeln bei mir alle Tinkerbells, und ich betrachte die verwendeten Begriffe, klopfe sie auf Mehrfachbedeutungen und Mißverständlichkeiten ab, setze sie ins Verhältnis zu anderen mit ähnlicher Bedeutung, und stelle meist fest, daß da irgendwelche Manipulatoren und Demagogen versuchen, ihr Falschgeld unter die Leute zu bringen, wie ich es schon hier darlegte…

  15. Sollte man nicht doch lieber die sprichwörtliche Kirche im Dorfe lassen?

    Woraus läßt sich schlußfolgern das FF.de durch den implementierten Blog von Helge (zu Fragen unserer Zeit) instrumentalisiert ist. Oder wurde. Ihn aufzufordern seinen Blog, oder nur seine eigenen Beiträge daraus zu entfernen würde Sprechverbot bedeuten. Alles nur, weil manch einem seine Sicht der Dinge nicht in den Kram paßt. Oder auch, wie oft genug geschehen, nicht korrekt und vor allem nicht im Zusammenhang gelesen wurden. Das einzige was ich Helge vorzuwerfen hätte, aber bei dem Streß den er hat kann auch sowas schonmal untergehen, wenn eine, in dem Fall junge Userin, nachfragt. Ob es möglich wäre sich nicht mit Fachbegriffen auszudrücken die erst einmal gegoogelt werden müssen. Andersherum, wenn es auf so Nebentöne keine Reaktion gibt.
    Mache ich etwas falsch wenn ich diesen Blog hier eher wie eine Art familiäres miteinander sprechen ansehe? Wo, im Unterschied zum Chat, in der Regel ganze Sätze gebildet werden und ja doch oft genug auch durchdacht sind. Man mag mit dem Inhalt manches Post, oder mit Details derselben, nicht einverstanden sein. Wichtig bleibt das miteinander geredet wird. Vorzugsweise natürlich, ohne den verbalen Totschläger herauszuholen. Sehr unwitzig ist im Totschlägerzusammenhang, wenn man von sich meint einen halben Punkt mehr vom sogenannten IQ zu besitzen, sich als Mittelpunkt des Universums darstellt, annimmt das letzteres Helge´s Absicht wäre.
    Und wenn man sich öffentlich letztlich dahingehend äußert, das man sich im Zweifelsfall halt leider von FF.de verabschieden muß, ist das nun Hochmut oder was Schlimmeres? Moravia hatte wenigstens soviel Mumm das er akzeptierte, als er als Klassenerster geoutet war. Und poltert ja weiter, wie das angemerkt wurde.
    Ich denke das Helge überaus deutlich gemacht hat, von welchem Standpunkt aus er die Dinge betrachtet. Und nun ausgerechnet ihm den Mund verbieten zu wollen, na echt. Ein Vergleich zu einem gewissen zuckrigen Berg verbietet sich eigentlich von allein. Oder verdient Helge irgendwie Geld mit FF.de?

    • »Und wenn man sich öffentlich letztlich dahingehend äußert, das man sich im Zweifelsfall halt leider von FF.de verabschieden muß, ist das nun Hochmut oder was Schlimmeres?«

      eingeschnapptes Eingeständnis, keine Argumente zu haben und verbal unterlegen zu sein? Viel ärmlicher finde ich, bei fehlenden Argumenten plump auszuweichen oder einfach einzukneifen und nicht mehr zu antworten – so lange, bis die Kommentarfunktion geschlossen wurde, wie es Frau Suede und Frl. Theowa so gern tun…

      »Moravia hatte wenigstens soviel Mumm das er akzeptierte, als er als Klassenerster geoutet war. Und poltert ja weiter, wie das angemerkt wurde.«

      was ja nicht schlimm ist – ich jedenfalls komme mit seinem Gepolter gut zurande 😀

      • Manchmal kommen aber auch so viele und so idiotische Kommentare zurück, dass man sich einfach denkt, die sollen sich allein weiterstreiten, mit denen kommt man sowieso auf keinen grünen Zweig.

        Ich weiß nicht, wie es mit den beiden genannten Kommentatoren aussieht, aber mir geht das offen gesagt hier schon häufig so.

        Im Übrigen glaub ich, ist es nicht so gut, einen Vorwurf neben 2 konkrete Namen zu stellen. :-/ Das könnte problematisch werden, wenn die beiden das lesen und ungerechtfertigt finden.

      • Geht es um verbale Überlegenheit? Ich will hoffen, nein. Mit als idiotisch ansehbaren Kommentaren, aus jeweils der eigenen Sicht, muß man leben, überall. Einfach ausweichen oder gar nicht antworten ist mir merkwürdigerweise ehrlicher als zum Ausdruck zu bringen, das hier muß aber mal weg, das gehört hier nicht dazu. Obwohl es im diskutierten Fall schon ewig Bestandteil ist.

        Zum Thema Hochmut zitiert (man möge mir verzeihen) aus Wikipedia:

        Weitere Synonyme sind Anmaßung, Überheblichkeit, Arroganz, Einbildung, Blasiertheit, Prätention, veraltet Hoffart oder Dünkel. Der Gegensatz zum Hochmut ist die Demut.

        Meint man mit Selbstüberschätzung eine Überbewertung eigenen Könnens, so zielen Hochmut und Arroganz auf soziale Distanz. In Haltung und Umgangsform werden sie durch Anstand und Höflichkeit gezügelt. Begünstigt wird der Hochmut von der Eitelkeit und dem Narzissmus.

      • Oh, fast vergessen zu erwähnen. Es ist nicht das Gepoltere was irgendwie deplaziert erscheint, sondern die darin steckende Mißachtung. Das Gepoltere kann ich ab, wenn ich ans erreichte Lebensalter denke, ansonsten, wo blieb die Weisheit …

        • Nein, mit „idiotisch“ meinte ich nun eher, wenn die eigenen Argumente beständig schlichtweg ignoriert oder generell als nichtig abgetan werden und die des Partners(?)/Gegners(?) sich immer wieder in anderer Formulierung wiederholen, obwohl man sie bereits mehrmals widerlegt hat.

          Kurz: Wenn das was ich sage nicht ernstgenommen wird oder mein Gesprächspartner seine Argumente für alleingültig und unwiderlegbar hält,
          Hab ich irgendwann einfach keinen Bock mehr und klinke mich aus, weil ich weiteres Gerede als sinnlos erachte.

          Wie das nun natürlich andere handhaben weiß ich nicht, darüber will ich mir aber auch lieber kein Urteil erlauben.
          (Nicht, dass mir noch wer verbal die Birne eintritt. XD)

          LG 😉

          • Laß den Gedanken von wegen ‚Gegner‘ weg und es paßt viel besser.
            Meinem Bauchgefühl nach 😉 wird hier auch sehr viel aneinander vorbei geredet. Allerdings darf man in so einer zuweilen ziemlich hochgestochen geführten Diskussion nie davon ausgehen irgendwelche Dinge widerlegt zu haben. Wenn man schnell zu lesen (Worte aufzufassen) in der Lage ist heißt das noch lange nicht das man sie genau so verstanden hat wie der jeweilige Autor das gemeint hat. Und zuweilen ist das lesende Gehirn, je nach Tagesform, nicht unbedingt in der Lage die feinen Details zu erfassen. Ich mein, gerade hier auf FF.de, ist es doch eher Sitte, das die Leute entspannter miteinander umgehen als anderswo im weltweiten Netz. Man gibt seine Meinung kund, aber doch nicht um sie generell abgeschmettert zu bekommen, das gilt für beide/vielfache Seiten.
            Und oft genug könnte man tatsächlich am Grundtenor der Argumente herauslesen, ‚Jungs, Mädels, entspannt euch. Ihr meint eigentlich dasselbe!‘ …
            Andererseits kann man auch den Eindruck bekommen das manch einer sich an einer halben Formulierung geradezu verbeißt, sie im falschen Kontext aufnahm und sich dann nicht in der Lage fühlt tief Luft zu holen. Erstmal mit dem Blutdruck runter, was anderes anschauen. Nochmal, entspannt, lesen. Sprache ist einfach und Sprache ist kompliziert, bezogen auf das korrekte wahrnehmen dessen was ausgedrückt werden soll. Da latscht man oft genug in irgendwelche Fettnäpfe und hat es definitiv nicht so gemeint wie der Gegenüber das wahrgenommen hat. Und zuweilen frag ich mich ob es an der vorherrschenden Lehrmeinung des ‚Ich‘-Prinzips liegen mag, das so ziemlich jedes Ding zuallererst durch die negative Brille betrachtet wird. (die positive ist/scheint meist verschollen, selbst auf Nachfrage)

            lg, LG 😉

    • Irgendjemand wird einem immer den Mund verbieten wollen und einen verbalen Trotzanfall kriegen, wenn man ihm nicht die erwünschte Ehrerbietung zuteil werden lässt. So sind sie halt, die Menschen. Aber ist das ein Grund, die Klappe zu halten? Und wenn der Süßstoffhaufen sich äußern möchte, bitteschön. Solange er es einem nicht offensiv vor die Nase pflanzt (was mich persönlich mangels Facebookaccount nicht stören würde, aber wir sprechen vom Prinzip), was man Helge ja mit einem recht dezent gehaltenen Randverweis auf den Blog und vorheriger Markierung (!) als eigene Meinung durchaus nicht vorwerfen kann. Wer sich durch einen nüchtern argumentierten Blogeintrag angegriffen fühlt, ist – pardon – selber schuld.

      • Hübsch gesagt finde ich. Mit verbalen Trotzanfällen, wie du so hübsch umschreibst, umgehen zu lernen, kann, vor allem bei Dauerbeschuß, oder bei Grundsatzannahme von wegen dein Gegenüber ist ein Feind, kompliziert werden. Wo dann die Segnung des Internets und der damit verbundenen Jadochanonymität wenigstens dafür sorgt das es nicht in echt kracht. Bedenklich bleibt es dennoch. Auch wenn es halt tatsächlich dem Menschen eigen zu sein scheint.
        Und nein, Klappe halten ist wirklich nicht. U.a. gab es auch mal einen Giordano Bruno der mehr oder minder freiwillig lieber auf den Scheiterhaufen stieg …
        (alles andere jetzt, wäre ketzerisch, mein Scheiterhaufen darf warten – der ja eh von Menschen errichtet werden würde und nicht von …)

  16. Ich würde mich freuen, wenn diese IMHO-Einträge bestehen bleiben. Natürlich gibt es immer solche, die einen (ob bewusst oder nicht, sei dahingestellt) missverstehen, manchmal auch persönlich werden (ich denke, du weißt, auf wen ich anspiele), aber letzenendes sehe ich das so: Jetzt erst recht. Es passt nicht zu mir, Idiotien schweigend hinzunehmen und ich glaube, dir geht das ähnlich. Ich habe es immer bewundert, dass du dich trotz aller Kritik immer wieder geäußert hast, und fände es schade, wenn du jetzt doch einen Rückzieher machen würdest.
    Für mich persönlich ist der Blog eine Bereicherung – so war ich zum Beispiel ebenfalls der Ansicht, Feminismus beabsichtige die Erzielung von Gleichberechtigung der Geschlechter. Dass Feminismus nicht gleich Feminismus, sondern unselten auch Radikalfeminismus ist, hast du ja deutlich aufgezeigt – mir war das vorher nicht bewusst, umso froher bin ich, korrigiert worden zu sein.
    Eine kleine Stützung deiner These, es komme auf die Neigungen eines Menschen an: Meine Schwester und ich sind genau gleich aufgewachsen. Wir hatten die gleiche Erziehung, das gleiche Taschengeld, sind auf die gleichen Schulen gegangen und waren in einem ähnlichen Umfeld unterwegs (einziger Unterschied: zwei Jahre im Alter.) Meine Eltern haben immer darauf geachtet, dass wir die gleichen Möglichkeiten bekommen. Wir haben zwar unterschiedliche Möglichkeiten genutzt, aber die Voraussetzungen waren da. Wie erklärt mir bitte jemand, der alle Unterschiede auf rein soziale Gefüge schiebt, dass meine Schwester im Abitur die Jahrgangsauszeichnung für Physik bekommen hat, ich jedoch in der 10. Klasse Physik unter Jubelrufen abgewählt habe? Vorschläge? (Kleiner Tipp: es lag nicht am Lehrer in der Mittelstufe, wir hatten genau den selben.) Mir kann doch niemand erzählen, dass da keine persönlichen Neigungen im Spiel waren. (Ich warte jetzt förmlich nur darauf, dass es doch jemand versucht… Auf die Argumentation freu ich mich schon.)

    • b.) Du bist ein einzigartiger, einmaliger Mensch, dessen Entscheidungen nicht in pädagogisch wertvoller Weise manipuliert wurden; oder:
      c.) Du bist eine <Ironie, Sarkasmus, Zynismus, schamlose Übertreibung>erbärmliche Rassistin und versuchst, mit Deinem Scheitern den Genderkritikern ein Argument zu liefern</Ironie, Sarkasmus, Zynismus, schamlose Übertreibung>

    • „Für mich persönlich ist der Blog eine Bereicherung – so war ich zum Beispiel ebenfalls der Ansicht, Feminismus beabsichtige die Erzielung von Gleichberechtigung der Geschlechter.“

      Das tut er ja auch. Das ist immer und vor allen anderen Dingen sein größtes Ziel. Wenn dich dieser Blog dazu gebracht hat, anders zu denken, dann bist du der beste Beweis dafür, was eigentlich das Problem mit dieser Blogreihe ist und wieso sie auf einer Seite, die in erster Linie Fanfiktion gewidmet ist bzw. sein sollte, nichts verloren hat.

      • Wenn dich dieser Blog dazu gebracht hat, anders zu denken

        Ja, wenn jemand dazu gebracht wird, zu denken, dann ist das ein Problem. :/ Bitte lies dir mal den folgenden Artikel durch und sage dann, ob du darin wirklich kein Körnchen Wahrheit finden kannst: https://dasneuerheingold.wordpress.com/2015/05/16/die-heilige-kirche-des-netzfeminismus/

      • Also ich glaube nicht das irgendwer – anders – zu denken gelernt hat. Entweder man denkt, oder man denkt … nun ja.
        Vielleicht ist es eher eine Horizonterweiterung.
        Man lernt unweigerlich dazu. Ob nun beim lesen von Fanfiktions. Oder von Arbeiten aus dem freien Bereich.
        Oder/und beim verfolgen der Diskussionen in Helge´s Blog.
        Herr/Frau Anonymous könnte man jetzt unterstellen das er/sie Angst davor hat, das Menschen dazulernen. Und an einer Stelle gebe ich ihm/ihr Recht. Dazu lernen, den Horizont erweitern, auf Pfaden die abseits von Schule und aktuell anerkannten … sind, das ist eine ganz gefährliche Angelegenheit.

      • Herr Hypothetisch liest irgendetwas, hinterfragt es nicht und macht es zu seiner Meinung. Jahre später liest Herr Hypothethisch was anderes, hinterfragt es nicht und macht es kurzerhand zu seiner neuen Meinung.

        Ich finde Du, Anonymus, hast völlig recht. Dafür sollte nicht Herrn Hypothethischs Leichtfertigkeit alles blind hinzunehmen kritisiert werden, sondern die Verfasser jener Texte, von denen Herr Hypothethisch – der Einfachheit halber – seine Meinung bilden ließ. Am Besten verbieten wir allgemein das Schreiben, Reden und Handeln, damit Herr Hypothethisch nie mehr in Versuchung geführt wird. Übrigens sind überzogene Beispiele meine Spezialität.

        Es gibt genau einen Grund für mich, weshalb ich Helges Blogeinträge mittlerweile links liegen lasse: ich beschleunige von 0 auf 180 in unter einer Sekunde, wenn ich die Kommentare darin lese. Wenn ich Auffahrunfälle sehe, die ich schrecklich finde und bei denen ich nicht helfen kann, kann ich sehr wohl weg schauen und es nicht an mich heranlassen. Leider gelingt mir das noch nicht bei dem, was so manche Menschen von sich geben.

        Also, in aller Höflichkeit, die ich aufbringen kann:

        • Und woraus schlußfolgerst Du, MG., das nicht hinterfragt wird/wurde? Das erscheint genauso unzulässige Annahme zu sein wie es Moravia beim Poltern gelegentlich macht.
          Den Vergleich zu Auffahrunfällen seh ich zwiespältig. Weil ich mir in erster Linie Gedanken darum mache, das sehr viele davon vermeidbar wären. Warum … ?
          (weil manch fahrender Mensch sich selbst noch viel weniger hinterfragt, bevor er handelt, wie es scheint)
          Beispiel der unzulässigen Art zu dem in Klammern:
          Ein Linienbus hält an seiner Haltestelle. Diese ist gut gekennzeichnet, auch für die Radfahrer, deren Radweg direkt an den sich öffnenden Türen vorbeiführt …
          (manchmal überleg ich, ob es für die Erhaltung meiner Gesundheit beim Aussteigen besser ist, meinen Regenschirm, zum Beispiel, aus der offenen Tür herauszuhalten … ! Sarkasmus !)

      • @Anonymaus (am 27.09.2015 um 16:21)
        wenn der Feminismus die Gleichberechtigung der Geschlechter beabsichtigte, hieße er »Humanismus«, und wenn er nicht eine einseitige Bevorzugung eines Geschlechts betriebe, wäre er kein Rassismus; qed

        • Severus, das hat nichts mit Narretei zu tun. In dem Fall gilt die StVO genauso wie bei in Straßenmitte fahrenden und HS bedienenden Straßenbahnen … 😉
          (ein Bus hält nunmal an der Bürgersteigkante und nicht immer wird der Radweg, an den sich manch einer eh nicht hält, dann hinter dem ev. vorhandenen Haltestellenhäuschen entlanggeführt. Allerdings, wenn der erste Paragraph für Radfahrer ebenso nicht in Anwendung kommen muß, nun ja … freie Fahrt für freie Bürger)
          … oder wie war das von wegen eigene Handlungen hinterfragen?

          • nun, das Behindern nur der Radfahrer ist doch aber genauso rassistisch, wie »Quote für Frauen«, oder verstehe ich da was falsch?
            aber die Radwegpflicht ist ja ohnehin rassistisch – und sie ist ein original nationalsozialistischer Zopf, der schon seit 1936 abgeschnitten gehört!

            (und Du hättest in Deinen eigenen Kommentar kommentieren müssen, damit Deine Antwort unter meine kommt 😀 )

          • Sorry, hab mich mal wieder nicht getraut, ‚mich selbst‘ zu kommentieren … 😉

            Dein Sarkasmus in allen Ehren … was für ein Vergleich … (?) Sowohl die Sache mit dem Radfahrerrassismus als auch im Dreiecksverhältnis zur Frauenquote. Witzig auch wie aus der Radwegpflicht ein Politikum gemacht wird. Hübsch.
            Aber du verstehst nichts falsch. Du hast, vielleicht, nur den Hinweis auf den ersten Paragraphen nicht wahrgenommen. Aussteigende, oder sonstwie zufällig auf dem Radweg befindliche Menschen haben das Recht auf Rücksichtnahme. Vor allem dann wenn sie gar keine Chance haben als den geheiligten Streifen eines Radfahrers zu betreten. Ansonsten wäre es fast wie Hand abschlagen für einen Dieb auf dem Wochenmarkt. Der vor lauter Hunger keinen klaren Gedanken mehr zu fassen in der Lage ist, als sich irgendwas Eßbares zu klauen. Oh verdammt, aus dem Radfahrergleichnis könnte man ne hübsche kleine Story machen … 😉

          • im übriggen ist die Radwegbenutzungspflicht ein Politikum – unser aller geliebter FÖÖÖhrrreRRR und RRReichskanz'rrr hat diesen Unfug pärrrsööönlich ausgebrütet, um der Welt anläßlich der Oplympiade 1936 einen modernen Straßenverkehr mit Entmischtem Verkehr und Freier Fahrt für Freie Bürger zu präsentieren;
            daß diese Entmischung zu einer latenten Nichtwahrnehmung der langsameren Radfahrer führen würde und zu ständigen Konflikten zwischen abbiegenden Kraft- & gradausfahrenden Radfahrern mit Verletzten und Toten nahezu ausschließlich auf Seiten der Gradausfahrer, hatte er gewiß nicht geahnt – aber nicht von ungefähr ist seit Ende der Dreißiger neben »Mann und Maus« sowie »Kind und Kegel« auch »Juden und Radfahrer« eine stehende Verbindung in der Umgangssprache geworden…

      • Bitte freundlichst darum, meinen Satz fertig zu lesen. Da findet sich nämlich die Präzisierung, dass Feminismus leider oft in Radikalfeminismus umschlägt. Das heißt nicht, dass ich Feminismus per se schlecht finde – nur, dass mir nicht bekannt war, wie schockierend radikal und menschenverachtend viele der sogenannten „Speakerinnen“ sein können. Insofern wurde mein Bild nicht durch den Blog ersetzt, sondern um einen wichtigen Aspekt erweitert und so auch verändert.

    • Zitat Helge: „Hier haben wir nebenbei einen der Gründe, warum man in den Gender Studies so angestrengt versucht, nachzuweisen, dass Geschlecht ausschließlich sozial konstruiert ist.“

      Helge, du sprichst dich in deinem Blog immer wieder gegen Verallgemeinerungen aus. Da ich tatsächlich einen Studienschwerpunkt auf Gender Studies (im Folgenden als GS abgekürzt) hatte, meine Abschlussarbeit zu einem Thema aus dem Bereich der GS geschrieben, anschließend an einer Universität für den dortigen Studien- und Forschungsschwerpunkt GS gearbeitet und auch jetzt noch einen meiner Tätigkeitsschwerpunkte in der Frauen- und, allgemeiner, Geschlechtergeschichte habe, kann ich dir sagen: „Die“ Gender Studies gibt es nicht.

      GS sind ein Sammelbegriff, unter dem sich von Feministischer Linguistik bis hin zur Geschichte der Homosexualitäten alles verbergen kann. Gender Studies sind auch nicht das Gleiche wie Gender Mainstreaming, und auch „der“ Feminismus existiert als solcher nicht, da er sich, wie fast jede gesellschaftliche Bewegung, in viele verschiedene und teils nicht miteinander vereinbare Strömungen aufteilt.

      In den GS spricht man (und frau) von Weiblichkeiten und Männlichkeiten, und auch von Homosexualitäten, um zu verdeutlichen, dass es „die“ männliche oder „die“ weibliche, schwule, lesbische … Identität eben *nicht* gibt. Dabei wird in aller Regel fächerübergreifend geforscht und gelehrt, und es geht dabei thematisch bei Weitem nicht nur um die Frage, wer wann wie wodurch diskriminiert wird.

      Die GS befassen sich z. B. auch mit Männlichkeitsmodellen unterschiedlicher Zeiten, Kulturen und Gesellschaftsschichten. Es gibt dort nicht nur Frauenforscher und -innen, sondern auch Männerforscher-innen. Die Bandbreite der beteiligten Fächer erstreckt sich von der Literaturwissenschaft über die Soziologie bis zur Biologie. Dabei sind sich keineswegs alle Beteiligten darüber einig, dass Geschlecht komplett durch Sozialisation „gemacht“ wird. Natürlich gibt es auch extreme konstruktivistische oder dekonstruktivistische Theorien wie die von Judith Butler, aber längst nicht alle GS-Forscher-innen sind Konstruktivist-innen. Das Fach, oder eher der fächerübergreifende Forschungsschwerpunkt, ist so vielfältig wie jedes andere, und es existieren auch in den GS gegensätzliche Meinungen, auch zu grundlegenden Themen. Wissenschaftliche Kontroversen gehören zu jedem Fach dazu.

      Du greifst ja immer gerne „Beispiele aus dem Leben“ heraus, zu denen du dann auch Zahlen bringst und Statistiken anführst. Dazu ist zu sagen, dass jede-r Studierende der Sozialwissnschaften schnell lernt, dass es keine neutralen Statistiken gibt, und das mit Statistiken fast alles be- und widerlegt werden kann. Das Ergebnis wird durch die Art der Fragestellung und durch die Auswahl der Daten bestimmt. Zwei verschiedene Forschungsteams können aus dem gleichen Datenpool diametral entgegengesetzte Schlüsse ziehen. Es empfiehlt sich tatsächlich, den Satz: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“ immer im Hinterkopf zu behalten. Auch Zahlen sind nicht nackt und neutral. Der Standpunkt des-derjenigen, der die Daten erhebt, und auch das Interesse des Auftraggebers, der Auftraggeberin einer Untersuchung sollten immer mit berücksichtigt werden.

      Was mich an dem Blog stört, ist, dass er deiner persönlichen Meinung eine derart breite Plattform gibt, und zwar direkt auf der Startseite einer Webseite, die sich eigentlich um Lesen und Schreiben von Geschichten dreht. Natürlich muss niemand den Blog lesen, aber allein durch die Art und Weise seiner Platzierung wirkt er als gleichwertiges Element mit z. B. der Fanfiction-Kategorienübersicht. Er wird so meines Erachtens fast automatisch als integraler Bestandteil der Seite wahrgenommen, auch wenn du schreibst, dass du ja nur auf den Blog verlinkst.

      Die Auswahl deiner Themen geht in letzter Zeit zunehmend in eine Richtung, bei der ich persönlich mich unwohl fühle. Mein Eindruck geht dahin, dass du gerne Extrembeispiele auswählst und diese dann als repräsentativ für z. B. „den“ Feminismus setzt. Diese Extrembeispiele repräsentieren aber meines Erachtens keineswegs, wofür Feminismus steht. Sie sind im Gegenteil eine Übersteigerung eines wichtigen gesellschaftskritischen Ansatzes. Dadurch, dass du die Übersteigerung als die angebliche Norm setzt, entwertest du gleichzeitig die wichtigen gesellschaftskritischen Ideen mit. Da sich vermutlich die Wenigsten deiner Leser-innen jemeils intensiv mit feministischer Theorienbildung und verschiedenen Phasen und Strömungen des Feminismus auseinandergesetzt haben werden, bleibt bei dem und der durchschnittlichen Leser-in vor allem eines hängen: Feminismus ist scheiße. Und damit wird entwertet, was Generationen von Frauen sich mühsam erarbeitet haben. Noch vor hundert Jahren war es keineswegs selbstverständlich, dass Mädchen Abitur machen und studieren durften. Das Frauenwahlrecht wurde erst in der Weimarer Republik eingeführt. Bis in die siebziger Jahre hinein konnte eine Frau ohne schriftliche Zustimmung von Vater, Vormund oder Ehemann keine Arbeit aufnehmen. Historisch betrachtet sind diese Rechte für Frauen noch jung. Was jung ist, ist meist nicht besonders stabil im kollektiven Bewusstsein verankert und kann entsprechend auch schnell wieder aus der Rechtspraxis verschwinden. Daher halte ich eine hohe Sensibilität im Umgang mit dem Thema Feminismus und Frauenrechte für angebracht. Wir nehmen viel zu viel als selbstverständlich hin – bis es dann plötzlich nicht mehr da ist. Diese Sensibilität fehlt mir in deinem Blog, genauso wie ein respektvoller Umgang mit Vertreter-innen anderer Meinungen als der deinen.

      Ich habe für mich die Konsequenz aus meinem zunehmendem Unbehagen gezogen und bereits den Großteil meiner Geschichten und Gedichte von fanfiktion.de gelöscht.

      • „Die“ Gender Studies gibt es nicht.

        I stand corrected. Mein sehr negativer Eindruck der Disziplin ist stark von der Lage an der HU Berlin beeinflußt, wo Lann Hornscheidt sein/ihr Unwesen treibt. Ich gebe zu, dass ich nicht tiefer in die Materie ging, um zu prüfen, ob es innerhalb des Gebietes auch Dissens gibt. Frage: Sind die Gender Studies Lehrstühle bekannt, die das Gendern von Texten als unnötig ablehnen? Falls ja, welche sind dies?

        Es empfiehlt sich tatsächlich, den Satz: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“

        Tue ich. Und ich denke auch daran, dass soziologische Studien zu den unsichersten überhaupt gehören, weil nur knapp 1/3 der Ergebnisse reproduzierbar sind. 😉 Das ändert aber nichts daran, dass ein Standpunkt, der die Biologie komplett negiert, keinerlei Sinn ergeben kann.

        Mein Eindruck geht dahin, dass du gerne Extrembeispiele auswählst und diese dann als repräsentativ für z. B. „den“ Feminismus setzt.

        Das tue ich definitiv nicht. Wenn ich Extrembeispiele bringen wollte, was ich könnte, dann gäbe es hier Dworkin oder die aktuelle Julie Bindel. Davon halte ich aber nichts. Und genau deswegen vermeide ich Einzelaussagen. Tendenzen habe ich jedoch angeführt und belegt. Ich überlasse es aber jeden selbst, sich daraus eine Meinung zu bilden. Wenn du mir Irreführung unterstellen möchtest, dann belege diese bitte.

        Da sich vermutlich die Wenigsten deiner Leser-innen jemeils intensiv mit feministischer Theorienbildung und verschiedenen Phasen und Strömungen des Feminismus auseinandergesetzt haben werden, bleibt bei dem und der durchschnittlichen Leser-in vor allem eines hängen: Feminismus ist scheiße.

        Ist es nicht etwas anmaßend von dir, zu definieren, was andere Leser wohl wie für sich selbst interpretieren mögen? Und kann man Feminismus wirklich nur noch verstehen, wenn man seine Theorien studiert hat?! Einfacher gefragt: Muss man Dworkin und Bindel gut finden, nur weil sie Feministen sind?

        Diese Sensibilität fehlt mir in deinem Blog, genauso wie ein respektvoller Umgang mit Vertreter-innen anderer Meinungen als der deinen.

        Jeder Mensch hat eine andere Meinung als die meine. Das ist völlig normal. Wenn ich dir nicht respektvoll genug erscheine, so bedaure ich dies, weise aber darauf hin, dass hier auch deine persönliche Interpretation eine ganz integrale Rolle spielt.

        • Was verstehtst du unter „gendern“? Texte unter Berücksichtigung der Kategorie Geschlecht zu durchleuchten? Oder Texte so zu verfassen, dass immer beide Geschlechter genannt werden? Ich finde weder das eine noch das andere verwerflich.

          An der Universität, wo ich gelernt und gearbeitet habe, gab es etwa zwanzig Lehrende, die regelmäßig Veranstaltungen zu Themen aus den Gender Studies angeboten haben. Davon hatte genau eine einen Lehrstuhl, also eine Professur, für Gender Studies, eine weitere einen Lehrstuhl, der neben anderen Gebieten *auch* Frauen- und Geschlechterforschung umfasst hat. Viele Lehrende, gleich welchen Geschlechts, sind heute nur mit befristeten Verträgen beschäftigt und haben praktisch keine Chance, sich jemals zu habilitieren. Wenn es also vielleicht ein halbes hundert Professuren mit Gender-Bezug in Deutschland gibt, dann geben die Personen auf diesen Lehrstühlen nicht unbedingt ein repräsentatives Bild all derer ab, die in den GS forschen und lehren.

          Mit Lann Hornscheidt habe ich mich nie auseinandergesetzt und weiß auch nicht, was für Ansätze in Berlin gelehrt werden. Wir haben uns damals z. B. mit den Theorien Connells zur hegemonialen Männlichkeit auseinandergesetzt – dabei geht es vor allem darum, wie ein dominantes gesellschaftliches Konzept von Männlichkeit andere Männlichkeitskonzepte an den Rand drängt, weniger um die Herrschaft von Männern über Frauen -, mit radikalen dekonstruktivistischen Ansätzen wie dem von Judith Butler, die Geschlecht als Performanz ansieht, also als etwas, das im Umgang miteinander immer wieder neu inszeniert und so bestätigt wird, mit experimentellen Filmen wie „Gendernauts“, die erforschen, was geschlechtliche und sexuelle Identität überhaupt sind oder sein könnten, etc.

          Ich glaube allerdings, nicht einmal Butler negiert die Bedeutung der Biologie komplett. Es geht eher darum, was mensch mit bzw. aus der Biologie macht, denn auch naturwissenschaftliche Fakten werden unterschiedlich interpretiert – selbst von Naturwissenschaftlern. Der Mensch verleiht dem Faktum eine Bedeutung, die ohne diese Deutung nicht zwangsläufig existiert.

          Tatsächlich sind die Gender Studies an den Universitäten was Mittelverteilung etc. angeht seit Jahren im Rückzug begriffen, während sich gleichzeitig Phänomene wie Gender Mainstreaming in der Gesellschaft verbreitet haben. Gender Mainstreaming bedeutet, dass bei allen Entscheidungen die Katgeorie Geschlecht mit einbezogen werden soll, um Benach- und auch Bevorteilungen zu vermeiden. Das Ziel ist ausdrücklich die Gleichberechtigung von Männern und Frauen.

          Wer aktuell an welchen Universitäten zu welchen Gender-Themen lehrt und dabei was genau vertritt, kann ich dir nicht sagen, da ich aus dem universitären Betrieb seit einem halben Jahrzehnt raus bin. Ich sehe allerdings auch nichts Negatives daran, Texte, Filme und andere kulturelle Erzeugnisse *auch* unter geschlechterspezifischen Fragestellungen zu durchleuchten.

          Der ursprüngliche Ansatz der Gender Studies – wie auch des Feminismus – ist herrschaftskritisch. Dabei geht es nicht nur um das Geschlecht der handelnden Personen, sondern auch um Kategorien wie „race“ – im Deutschen meist mit Ethnizität übersetzt – oder „class“ – Gesellschaftsklasse, z. B. Arbeiterklasse oder Bürgertum, soweit diese Kategorien heute noch verwendbar sind. Es geht darum, Standpunkte zu hinterfragen – auch die eigenen.

          Ich habe die Atmosphäre in den Gender Studies an meiner Universiät immer als sehr offen, diskussionsfreudig und (selbst)kritikfähig empfunden. Jede Form von Diskriminierung auf Grund von Geschlecht, Ethnizität, sexueller Orientierung oder Behinderung war verpönt, der Umgang miteinander respektvoll, auch bei einander widerstreitenden Meinungen.

          Die GS haben so viele interessante Denkansätze hervorgebracht, die einen dazu bringen, sich selbst und die Gesellschaft zu hinterfragen, scheinbar Alltägliches mit anderen Augen zu sehen, mutiger und offener zu werden. Ich verstehe nicht, wieso deine Wahrnehmung des Faches so gänzlich negativ ist. Vielleicht muss ich mich mal mit Hornscheidt befassen, um das eventuell nachvollziehen zu können.

          Ich unterstelle dir keine absichtliche Irreführung. Es ist aber schlicht unmöglich, „Fakten“ „objektiv“ auszuwählen. Jede_r filtert entsprechend von Vorerfahrungen und Erkenntnisinteressen. Darum ist es ja auch so wichtig, in wissenschaftlichen Arbeiten den eigenen Standpunkt deutlich zu machen. Wo man herkommt, geographisch, sozial, welches Geschlecht, welche sexuelle Orientierung man hat, selbst welche Filme man sieht und Bücher man liest hat Einfluss auf die eigene Wahrnehmung. Man kann sich nicht davon „leer“ oder „frei“ machen. Fakten, die der eigenen Überzeugung widersprechen, werden oft nicht einmal richtig wahr genommen, vom Gehirn unbewusst sofort als nebensächlich wegsortiert.

          Ich habe geschrieben, dass sich die meisten deiner Blog-Leser_innen *vermutlich* nicht näher mit den Hintergründen von Femismus und Gender Studies beschäftigt haben. Diese Vermutung drängt sich mir auf, wenn ich die Beiträge lese. Ich *vermute*, dass hier hauptsächlich reflektiert wird, was im Internet unter Feminismus firmiert und weniger, was es an wissenschaftstheoretischen Texten dazu gibt. Ich mag mich irren, denke aber, dass eher nicht. Und dass bei vielen am Ende der Schluss „Feminismus ist scheiße“ steht, lässt sich in diversen Antworten zu deinen Blogbeiträgen nachlesen.

          Selbstredend spielt bei all dem meine persönliche Interpretation eine entscheidende Rolle – deshalb steht hier auch ständig „ich denke“, „meines Erachtens“ usw. Auch deine Blogposts geben schließlich deine persönliche Interpretation der Dinge wieder – IMHO, oder?

          • Was verstehtst du unter „gendern“? Texte unter Berücksichtigung der Kategorie Geschlecht zu durchleuchten? Oder Texte so zu verfassen, dass immer beide Geschlechter genannt werden? Ich finde weder das eine noch das andere verwerflich.

            Zweiteres. Ich empfinde es aus Gründen der Sprachökonomie als unnötig bis störend. Ich schaffe es problemlos mir beim generischen Maskulinum vor Augen zu halten, dass beide Geschlechter inkludiert sind. Es erscheint mir anmaßend, davon auszugehen, dass andere Menschen dies nicht könnten.

            An der Universität, wo ich gelernt und gearbeitet habe, gab es etwa zwanzig Lehrende, die regelmäßig Veranstaltungen zu Themen aus den Gender Studies angeboten haben. Davon hatte genau eine einen Lehrstuhl, also eine Professur, für Gender Studies, eine weitere einen Lehrstuhl, der neben anderen Gebieten *auch* Frauen- und Geschlechterforschung umfasst hat. Viele Lehrende, gleich welchen Geschlechts, sind heute nur mit befristeten Verträgen beschäftigt und haben praktisch keine Chance, sich jemals zu habilitieren. Wenn es also vielleicht ein halbes hundert Professuren mit Gender-Bezug in Deutschland gibt, dann geben die Personen auf diesen Lehrstühlen nicht unbedingt ein repräsentatives Bild all derer ab, die in den GS forschen und lehren.

            Die Lage der Dozenten ist mir bekannt. Tatsächlich verhindert sie seriöse Forschungsarbeit. Es ist ja nun nicht so, als ob Gender Studies, so man sie ideologiefrei betreiben würde, nicht einen positiven gesellschaftlichen Nutzen haben könnten. Aber genau das geschieht ja offenkundig nicht. Ich gebe zu, dass ich nur einige Studien kenne, aber irgendwie lief es immer darauf hinaus, dass Frauen durch das Patriarchat benachteiligt werden, weswegen Quoten etc. her müssen. Die Antwort war immer vorgegegeben. Wenn du möchtest, suche ich dir ein paar davon raus, aber ich wette, solche Arbeiten, die im wesentlichen auf Literaturanalysen beruhen, sind dir selbst schon begegnet. Nebenbei klingt auch bei dir ein deutlich feministischer Standpunkt durch, obwohl es doch eigentlich ein humanistischer sein müßte. Oder täuscht mich da mein Eindruck?

            Mit Lann Hornscheidt habe ich mich nie auseinandergesetzt und weiß auch nicht, was für Ansätze in Berlin gelehrt werden. Wir haben uns damals z. B. mit den Theorien Connells zur hegemonialen Männlichkeit auseinandergesetzt – dabei geht es vor allem darum, wie ein dominantes gesellschaftliches Konzept von Männlichkeit andere Männlichkeitskonzepte an den Rand drängt, weniger um die Herrschaft von Männern über Frauen -, mit radikalen dekonstruktivistischen Ansätzen wie dem von Judith Butler, die Geschlecht als Performanz ansieht, also als etwas, das im Umgang miteinander immer wieder neu inszeniert und so bestätigt wird, mit experimentellen Filmen wie „Gendernauts“, die erforschen, was geschlechtliche und sexuelle Identität überhaupt sind oder sein könnten, etc.

            Connell ist m.E. durchaus radikal genug. Ich empfand, dass sie den Hass auf ihre eigene, wahrgenommene Männlichkeit projizierte und deswegen Männlichkeit als hegemonial einstufte. Und auch dort geht es um soziale Oktroyierung. Was mir sinnvoller erscheint, ist, wenn man den Jungen verschiedene Rollen anbietet. Geschlechterrollen per se sind erst einmal noch nichts schlechtes, aber sie sollten nicht zu starr sein. Connell ist auch ein Superbeispiel dafür, dass Biologie sich gegen Sozialisation durchsetzt. Sie hat nämlich biologisch betrachtet als Transfrau ein weibliches Gehirn wurde aber männlich sozialisiert. Es kann nicht wirklich verwundern, dass sie dies als Belastung und Zwang empfand und entsprechend projizierte.

            Ich glaube allerdings, nicht einmal Butler negiert die Bedeutung der Biologie komplett. Es geht eher darum, was mensch mit bzw. aus der Biologie macht, denn auch naturwissenschaftliche Fakten werden unterschiedlich interpretiert – selbst von Naturwissenschaftlern. Der Mensch verleiht dem Faktum eine Bedeutung, die ohne diese Deutung nicht zwangsläufig existiert.

            Bei Butler findet sich eine interessante Entwicklung. Ich habe allerdings nur einige wenige Texte von ihr gelesen, sie war aber m.E. früher deutlich rigoroser und kam erst später mit der Thematisierung der Transsexualität darauf, dass es wohl mit der kompletten sozialen Determiniertheit nicht ganz stimmen könne.

            Tatsächlich sind die Gender Studies an den Universitäten was Mittelverteilung etc. angeht seit Jahren im Rückzug begriffen, während sich gleichzeitig Phänomene wie Gender Mainstreaming in der Gesellschaft verbreitet haben. Gender Mainstreaming bedeutet, dass bei allen Entscheidungen die Katgeorie Geschlecht mit einbezogen werden soll, um Benach- und auch Bevorteilungen zu vermeiden. Das Ziel ist ausdrücklich die Gleichberechtigung von Männern und Frauen.

            Beides wird häufig durcheinandergeschmissen, das stimmt. Mir war der Unterschied allerdings bewußt. Wie auch die Widersprüche zwischen beiden Konzepten.

            Wer aktuell an welchen Universitäten zu welchen Gender-Themen lehrt und dabei was genau vertritt, kann ich dir nicht sagen, da ich aus dem universitären Betrieb seit einem halben Jahrzehnt raus bin. Ich sehe allerdings auch nichts Negatives daran, Texte, Filme und andere kulturelle Erzeugnisse *auch* unter geschlechterspezifischen Fragestellungen zu durchleuchten.

            Leider erfolgt diese Durchleuchtung oft mit den Ziel einer Benachteiligung entdecken zu wollen. Da ist dann die Antwort, die gefunden wird, schon vorgegeben. Das ist dann kein wissenschaftlicher Anspruch mehr, sondern reine Ideologie.

            Der ursprüngliche Ansatz der Gender Studies – wie auch des Feminismus – ist herrschaftskritisch. Dabei geht es nicht nur um das Geschlecht der handelnden Personen, sondern auch um Kategorien wie „race“ – im Deutschen meist mit Ethnizität übersetzt – oder „class“ – Gesellschaftsklasse, z. B. Arbeiterklasse oder Bürgertum, soweit diese Kategorien heute noch verwendbar sind. Es geht darum, Standpunkte zu hinterfragen – auch die eigenen.

            Wurde dir denn noch nicht erklärt, dass weiße Menschen überhaupt nicht in der Lage seien, Rassismus zu erkennen? 😉 Mir schon. Genauso wie mir erklärt wurde, dass man weiße cis-Männer unmöglich diskriminieren könne. Das kam nebenbei ebenfalls von Absolventen der Gender Studies, die sich in feministischer Theorie bestens auskennen und Voträge halten. Das einzige, was ich bei diesen Menschen nicht feststellen konnte, war die Bereitschaft, ihre Ideologie zu hinterfragen.

            Ich habe die Atmosphäre in den Gender Studies an meiner Universiät immer als sehr offen, diskussionsfreudig und (selbst)kritikfähig empfunden. Jede Form von Diskriminierung auf Grund von Geschlecht, Ethnizität, sexueller Orientierung oder Behinderung war verpönt, der Umgang miteinander respektvoll, auch bei einander widerstreitenden Meinungen.

            Teilweise sind dort schon die Mikroagressionen etabliert. Politische Korrektheit ist viel wichtiger als der Inhalt geworden. Nur ja keinen unabsichtlich diskriminieren. Immer schön das white privilege hinterfragen oder das male privilege oder welches auch immer. Ich habe hier mal ein Statement vom Gender Fachschaftsrat der HU. Lies es mal bitte und sag mir dann deine Meinung dazu: https://genderini.wordpress.com/2015/09/13/statement-zum-ausschluss-von-r/ Ist das Zeichen einer offenen, kritikfähigen Wissenschaftskultur?

            Die GS haben so viele interessante Denkansätze hervorgebracht, die einen dazu bringen, sich selbst und die Gesellschaft zu hinterfragen, scheinbar Alltägliches mit anderen Augen zu sehen, mutiger und offener zu werden. Ich verstehe nicht, wieso deine Wahrnehmung des Faches so gänzlich negativ ist. Vielleicht muss ich mich mal mit Hornscheidt befassen, um das eventuell nachvollziehen zu können.

            Wie gesagt, ich kann mir vorstellen, das Gender Studies zu einer Steigerung der Gerechtigkeit beitragen können. Ich sehe es nur nicht, weil die Texte, die mir unterkommen entweder vor Ideologie strotzen oder aber so weltfremd abgefaßt sind, dass sie nur noch unter größter Mühe entziffert werden können.

            Ich unterstelle dir keine absichtliche Irreführung. Es ist aber schlicht unmöglich, „Fakten“ „objektiv“ auszuwählen. Jede_r filtert entsprechend von Vorerfahrungen und Erkenntnisinteressen. Darum ist es ja auch so wichtig, in wissenschaftlichen Arbeiten den eigenen Standpunkt deutlich zu machen. Wo man herkommt, geographisch, sozial, welches Geschlecht, welche sexuelle Orientierung man hat, selbst welche Filme man sieht und Bücher man liest hat Einfluss auf die eigene Wahrnehmung. Man kann sich nicht davon „leer“ oder „frei“ machen. Fakten, die der eigenen Überzeugung widersprechen, werden oft nicht einmal richtig wahr genommen, vom Gehirn unbewusst sofort als nebensächlich wegsortiert.

            Ich habe geschrieben, dass sich die meisten deiner Blog-Leser_innen *vermutlich* nicht näher mit den Hintergründen von Femismus und Gender Studies beschäftigt haben. Diese Vermutung drängt sich mir auf, wenn ich die Beiträge lese. Ich *vermute*, dass hier hauptsächlich reflektiert wird, was im Internet unter Feminismus firmiert und weniger, was es an wissenschaftstheoretischen Texten dazu gibt. Ich mag mich irren, denke aber, dass eher nicht. Und dass bei vielen am Ende der Schluss „Feminismus ist scheiße“ steht, lässt sich in diversen Antworten zu deinen Blogbeiträgen nachlesen.

            Es ist schön, dass es feministische Ideale gibt. Bevor ich mich mehr mit dem Thema beschäftigte, habe ich den Feminismus auch sehr unkritisch als durchweg positiv wahrgenommen. Dann lernte ich den Netzfeminismus und diverse feministische Lobbygruppen kennen. Wer sich dort profilieren will, der muss extrem sein. Und genau das ist es, was die Bewegung zerstört. Es geht nicht mehr um das von dir beschriebene Ideal der Geschlechtergerechtigkeit, es geht um Profilierung. Und wer sich profilieren will, der muss richtig auf die K**cke hauen, da wo es dem minderwertigen weißen cis-Mann so richtig weh tut. Oder dem minderwertigen weißen cis-Jungen. Und Frauen, die nicht „Feminismus“ studiert haben, die haben sowieso die Klappe zu halten. Du hast ein anderes Bild. Das ist absolut legitim, aber es gibt Gründe, warum die Bevölkerung immer weniger mit Feminismus anfangen kann. Die haben nichts mit den ursprünglichen Werten zu tun. Die waren gut und würden auch jetzt von allen Bürgern und Bürgerinnen unterschrieben werden. Nein, da geht es um die Aktivisten, die das Schiff jetzt vorantreiben und um die praktische Lehre, die sie propagieren.

            Selbstredend spielt bei all dem meine persönliche Interpretation eine entscheidende Rolle – deshalb steht hier auch ständig „ich denke“, „meines Erachtens“ usw. Auch deine Blogposts geben schließlich deine persönliche Interpretation der Dinge wieder – IMHO, oder?

            Selbstverständlich. Und es war mir immer sehr wichtig, dies deutlich zu machen. Mein Ziel besteht darin, zum Nachdenken anzuregen, und nicht darin, zu überzeugen. Schlüsse soll jeder selbst treffen.

            Was macht man eigentlich, mit einem Diplom in Gender Studies, wenn man nicht in die Forschung gegangen ist?

          • Und hier wird sehr schön eine grundsätzliche Schwierigkeiten bei solchen Diskussionen deutlich: Keiner weiß, was der andere vorher schon gelesen, womit sie sich auseinandergesetzt hat oder nicht. (Für den Unterhaltungsfaktor: abwechselnde Verwendung weiblicher und männlicher Formen.) Beispiel: Gender Studies ungleich Gender Mainstreaming. Aber es ist vielleicht ganz gut, solche Begriffe nochmal zu klären, denn hier lesen ja viele Leute mit unterschiedlichem Hintergrundwissen mit.

            Lustig, dass ich jetzt plötzlich als „die komische, feministische Gender-Tante“ argumentieren darf oder soll, obwohl ich seit sechs Jahren nicht mehr im Fach drin bin. Na gut, wie dem auch sei …

            Ich fand die Texte von Connell interessant, auch und gerade in Zusammenhang mit ihrem Trans-Sein und ihrer Sozialisation als Mann. Sie auf ein Leiden am „falschen“ eigenen Geschlecht zu greifen, ist meines Erachtens zu kurz gegriffen. Die Wenigsten von uns haben ja die Chance, wirklich beide Perspektiven kennen zu lernen. Es gibt übrigens auch Menschen, die sich bewusst nicht für ein Geschlecht entscheiden und zwischen den Geschlechtern pendeln, egal, ob sie auch biologisch „dazwischen“ stehen oder nicht.

            Definiere bitte „weibliches Gehirn“ … Meines Wissens gibt es da eine ziemliche Bandbreite, egal, welchem Geschlecht jemand biologisch angehört, ähnlich wie z. B. auch bei Hormonen, also der individuell innerhalb der Geschlechter doch recht unterschiedlichen Pegelhöhe von Östrogen und Testosteron.

            So ein Text wie der von dir verlinkte (Statement zum Auschluss …) nervt mich auch. Begriffe wie cis-Mann und cis-Frau und diese ganzen penetrant verwendeten Abkürzungen waren zu meiner Studienzeit im Fach noch nicht in Verwendung, oder wenn, dann nur als Randerscheinung, und die wenigsten Texte lasen sich so verschwurbelt und verklausuliert. Zum Glück. Der Vorgang, um den es da geht, ist alleine durch die verwendete Sprache kaum noch nachvollziehbar, und wenn man sich dann durchgewurschtelt hat, erscheint das Ganze einfach nur abstrus. Erinnert ein bisschen an die extrem theoretischen politischen Texte der 68er.

            Ich selbst habe weniger die super-theoretischen Lehrveranstaltungen aus den sozialwissenschaftlichen Fächern, sondern eher geisteswissenschaftliche Seminare mit Gender-Bezug besucht – denn, wie ich schon schrieb, Gender Studies waren bei uns ein Studien- und Forschungsschwerpunkt, den man innerhalb anderer Fächer setzen konnte, kein eigenes Fach. Dementsprechend habe ich auch kein Diplom, sondern eine Zusatzqualifikation in Gender Studies, und arbeite heute im geisteswissenschaftlichen Bereich.

            Natürlich kann frau sich bei Verwendung nur männlicher Formen in einem Text das andere Geschlecht mitdenken. Und man auch. Aber es ging bei der Sache ja ursprünglich darum, erstarrte sprachliche Formen aufzubrechen. Die Entdeckung von Sprache als Instrument der Unterdrückung und Befreiung ist aber älter als der Feminismus und wahrscheinlich so alt wie Sprache, oder zumindest das geschriebene Wort, selbst. Das kleine „frau“ statt „man“ im Text irritierte eben und zwang zum Nachdenken. Ob wir dieses Irritierende wirklich nicht mehr nötig haben? Ich bin mir nicht sicher.

            Mein Bild von Feminismus und Gender Studies ist überwiegend im Austausch mit real existierenden Menschen von Angesicht zu Angesicht, nicht vermittelt über das Internet, entstanden. Dazu kommt noch der universitäre Rahmen, wo doch gewisse Mindestanforderungen an die Umgangsformen herrschen – also nicht irgendwelche Papers, die nach außen gegeben werden, sondern das direkte Gespräch mit Leuten, mit denen man auch morgen noch klar kommen muss. Da werden auch gegensätzliche Positionen im Allgmeinen höflicher vorgebracht als in Online-Foren. Und alles, was medial vermittelt werden soll, unterliegt ja heute fast zwangsläufig der Forderung, laut und schockierend zu sein, um wahrgenommen zu werden.

            Im direkten Umgang miteinander sind alle zuerst einmal Menschen, und die sind sich in ihren Grundzügen und -bedürfnissen doch recht ähnlich … Alles andere kommt dann an zweiter und dritter Stelle. Zumindest für mich.

            Scheitert nicht wiederum jedes Ideal genau daran – das wir alle Menschen sind? Und als solche imperfekt und fehlbar?

            Zitat Helge: „Nebenbei klingt auch bei dir ein deutlich feministischer Standpunkt durch, obwohl es doch eigentlich ein humanistischer sein müßte.“

            Und das Sein und Müssen entscheidet wer – du? 😉

          • Lustig, dass ich jetzt plötzlich als „die komische, feministische Gender-Tante“ argumentieren darf oder soll, obwohl ich seit sechs Jahren nicht mehr im Fach drin bin. Na gut, wie dem auch sei …

            Ich vermeide es grundsätzlich, mir derart vorschnell eine Meinung über andere Menschen zu bilden. Du machst allerdings grundsätzlich einen rationalen und überlegten Eindruck. Die „komische, feministsche Gender-Tante“ ist zudem ein absurdes Stereotyp. Nun gibt es sicherlich Frauen, die dieses auf den ersten Blick erfüllen mögen, aber auch dort wird man, wenn man hinter die Fassade schaut, mehr als eben nur diese finden. Was man allerdings höchstwahrscheinlich nicht finden wird, ist eine glückliche Frau, die mit sich und der Gesellschaft im Reinen ist.

            Ich fand die Texte von Connell interessant, auch und gerade in Zusammenhang mit ihrem Trans-Sein und ihrer Sozialisation als Mann. Sie auf ein Leiden am „falschen“ eigenen Geschlecht zu greifen, ist meines Erachtens zu kurz gegriffen. Die Wenigsten von uns haben ja die Chance, wirklich beide Perspektiven kennen zu lernen. Es gibt übrigens auch Menschen, die sich bewusst nicht für ein Geschlecht entscheiden und zwischen den Geschlechtern pendeln, egal, ob sie auch biologisch „dazwischen“ stehen oder nicht.

            Nur hat sie ja nicht beide Perspektiven kennengelernt. Sie hat die Perspektive einer Frau, die man in einen männlichen Körper sperrte und der man sagte, dass sie ein Mann sei. Und später dann die der Frau, die erkannte dass sie eine Frau ist. Und jetzt überlegen wir mal, wie das wohl ihre Perspektive auf Männlichkeit verfälscht haben könnte. Hegemonic masculinity ist wahrlich dicht genug dran am Konzept der Toxic masculinity.

            Asexuell zu sein bedeutet nebenbei nicht, beide Geschlechter zu haben. Es bedeutet nur, dass keinerlei Sexdrive existiert. Ich kann zwar nachvollziehen, dass man sich in solch einer Situation keinem Geschlecht zugehörig fühlt, aber deswegen ist man nicht einmal männlich und einmal weiblich. Insofern man sein biologisches Geschlecht nicht aus irgendeinen Grunde ablehnt, sollte man schlicht damit leben.

            Definiere bitte „weibliches Gehirn“ … Meines Wissens gibt es da eine ziemliche Bandbreite, egal, welchem Geschlecht jemand biologisch angehört, ähnlich wie z. B. auch bei Hormonen, also der individuell innerhalb der Geschlechter doch recht unterschiedlichen Pegelhöhe von Östrogen und Testosteron.

            Selbstverständlich. Deswegen mache ich es mir auch sehr einfach und definiere es einfach als ein Gehirn, dessen selbsteruierte Geschlechtsidentität weiblich ist. XD Ich hatte erst überlegt, „selbstdefiniert“ zu schreiben, aber so funktioniert es ja genau nicht. Die Geschlechtsidentität ist im Gehirn festgelegt. Und solange sie mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmt, ist da auch kein Konfliktpotential. Erst wenn sie vom biologischen Geschlecht abweicht haben wir eine transsexuelle Identität.
            Das mit der Bandbreite stimmt natürlich. Ich selbst spreche lieber von einem Verteilungsraum, aber das kommt vermutlich von meinen mathematisch-statistischen Background. An Oberflächlichkeiten wie der Verteilung von grauer zu weißer Masse wird man es auch nicht festmachen können. Bei Transmännern beispielsweise entspricht die diesbezügliche Gehirnkonfiguration eher einem typisch weiblichen Gehirn, das ändert sich allerdings, wenn mit der Hormombehandlung begonnen wird. Beispielweise wird das Sprachzentrum dann umgebaut, graue Masse wird zu weißer Masse umgewandelt. Gab dazu eine aktuelle Studie, wo man genau dies untersucht hat. (Siehe http://www.eurekalert.org/pub_releases/2015-08/econ-rst082815.php)

            So ein Text wie der von dir verlinkte (Statement zum Auschluss …) nervt mich auch. Begriffe wie cis-Mann und cis-Frau und diese ganzen penetrant verwendeten Abkürzungen waren zu meiner Studienzeit im Fach noch nicht in Verwendung, oder wenn, dann nur als Randerscheinung, und die wenigsten Texte lasen sich so verschwurbelt und verklausuliert. Zum Glück. Der Vorgang, um den es da geht, ist alleine durch die verwendete Sprache kaum noch nachvollziehbar, und wenn man sich dann durchgewurschtelt hat, erscheint das Ganze einfach nur abstrus. Erinnert ein bisschen an die extrem theoretischen politischen Texte der 68er.

            Mir macht es ein wenig Sorge, dass ich solche Texte mittlerweile relativ problemlos verstehen kann. Wie Nietzsche sagte: „Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“

            Natürlich kann frau sich bei Verwendung nur männlicher Formen in einem Text das andere Geschlecht mitdenken. Und man auch. Aber es ging bei der Sache ja ursprünglich darum, erstarrte sprachliche Formen aufzubrechen. Die Entdeckung von Sprache als Instrument der Unterdrückung und Befreiung ist aber älter als der Feminismus und wahrscheinlich so alt wie Sprache, oder zumindest das geschriebene Wort, selbst. Das kleine „frau“ statt „man“ im Text irritierte eben und zwang zum Nachdenken. Ob wir dieses Irritierende wirklich nicht mehr nötig haben? Ich bin mir nicht sicher.

            Nötig? Nun es ist sicher nicht falsch, gelegentlich über die Bedeutung von Sprache nachzudenken. So wie es nie falsch ist, nachzudenken. Es wird dann zum Problem, wenn derjenige, der nicht gendert dafür sanktioniert wird. Das ist in Berlin passiert, wo es für ungegenderte Arbeiten Punktabzug gab. Und auch nicht nur dort. Das ging so weiter bis sich ein Student Anfang des Jahres gewehrt hat und den Rechtsweg einschlug. Dann stellte sich plötzlich heraus, dass diese Anforderungen illegal waren und keiner wollte es mehr gewesen sein. Kurios, oder? (Hab auf die Schnelle nur diesen Link zu dem Vorgang gefunden: http://www.news4teachers.de/2015/07/an-den-hochschulen-herrscht-anpassungsdruck-wer-nicht-gendert-bekommt-punktabzug/ )

            Mein Bild von Feminismus und Gender Studies ist überwiegend im Austausch mit real existierenden Menschen von Angesicht zu Angesicht, nicht vermittelt über das Internet, entstanden. Dazu kommt noch der universitäre Rahmen, wo doch gewisse Mindestanforderungen an die Umgangsformen herrschen – also nicht irgendwelche Papers, die nach außen gegeben werden, sondern das direkte Gespräch mit Leuten, mit denen man auch morgen noch klar kommen muss. Da werden auch gegensätzliche Positionen im Allgmeinen höflicher vorgebracht als in Online-Foren. Und alles, was medial vermittelt werden soll, unterliegt ja heute fast zwangsläufig der Forderung, laut und schockierend zu sein, um wahrgenommen zu werden.

            Der gegenderte Text vom Fachschaftsrat Gender Studies der HU Berlin wurde auch von realen Menschen geschrieben. Ob die noch direkt miteinander sprechen? Keine Ahnung. Aber Menschen sind direkt natürlich meist menschlicher, als wenn man ihnen nur als Identität im Internet begegnet. Vielleicht sind sie aber auch rücksichtsloser und offener. Vielleicht ist jemand wie Jasna Strick im RL eine nette Person und die Verachtung, die sie anderen Menschen medial entgegenbringt nur gespielt. Vielleicht sind die Tweets, wo sie beschreibt, wie sie mit Freundinnen laut über „2 junge Heten“ abgelacht hat, die auf einer Parkbank rumgeknutscht haben, gar nicht wahr. Mag sein. Aber ich kann dir sagen, was passiert, wenn du sie darauf hinweist, dass dies kein nettes Verhalten ist. Du fängst dir eine Beleidigung ein und wirst geblockt.
            Das Verhalten von #Tugendfurie Jasna Strick ist nebenbei keineswegs ein Einzelfall. Man könnte sie problemlos als netzfeministischen Regelfall porträtieren und wäre nicht weit weg von der Norm. Und klar gibt es dann auch Menschen wie #Junaimnetz, #TiiaAurora oder auch dich, die völlig anders sind und ein anderes, positiveres und sympathischers Bild vom Feminismus vermitteln. Aber ihr seid mittlerweile eine krasse Minderheit. Zumindest was die Wahrnehmung angeht. Wahrgenommen werden Anke Wizorek, #thisistq oder die nette Dame von Hart aber fair II. Wahrgenommen wird Julie Bindel und die Verherrlichung von Andre Dworkin.
            Das Problem sind nicht doofe weiße cis-Typen wie ich, die auf den Irrsinn hinweisen. Das Problem besteht darin, dass der Feminismus, den man sieht, immer radikaler wird und dadurch seinen Rückhalt in der Bevölkerung verliert. Denn es ist völlig egal, worauf die männerhassende Fraktion noch kommen mag, die meisten Frauen mögen Männer genauso wie die allermeisten Männer Frauen mögen. Und Mütter lieben auch ihre Söhne und Schwestern ihre Brüder.

            Im direkten Umgang miteinander sind alle zuerst einmal Menschen, und die sind sich in ihren Grundzügen und -bedürfnissen doch recht ähnlich … Alles andere kommt dann an zweiter und dritter Stelle. Zumindest für mich.

            Hoffentlich überrascht es dich jetzt nicht zu sehr, wenn ich dir sage, dass ich das genauso handhabe. 🙂

            Scheitert nicht wiederum jedes Ideal genau daran – das wir alle Menschen sind? Und als solche imperfekt und fehlbar?

            Solange wir bereits sind, aus unseren Fehlern zu lernen, können wir zum Ideal streben. Mehr als das kann niemand tun.

            Zitat Helge: „Nebenbei klingt auch bei dir ein deutlich feministischer Standpunkt durch, obwohl es doch eigentlich ein humanistischer sein müßte.“
            Und das Sein und Müssen entscheidet wer – du? ?

            Wie Severus hier schon sagte, das sollte dein eigener Anspruch sein. Ein Feminist, der seinen eigenen Anspruch von Geschlechtergerechtigkeit ernst nimmt, tja, der muss sich auch wirklich für Gerechtigkeit einsetzen. Gerechtigkeit aber ist niemals parteiisch. 😉

          • »[…] das Sein und Müssen entscheidet wer – du?«

            nein, Du.
            Aufgrund Deines Gewissens.
            Anhand Deines Wissens.
            siehe hier

          • Ich möchte sicherheitshalber zu Beginn meines Posts noch einmal betonen, dass ich weder für „den“ Feminismus, noch für „die“ Gender Studies, „die“ Frauen oder „die“ mit Helges Blog unzufriedenen Nutzer_innen, die in Erwägung ziehen, die Seite zu verlassen, spreche. Mit der Mehrzahl Letzterer hatte ich übrigens nie Kontakt.

            Zitat Helge: „Was man allerdings höchstwahrscheinlich nicht finden wird, ist eine glückliche Frau, die mit sich und der Gesellschaft im Reinen ist.“

            Ich wage zu behaupten, dass es zumindest schwierig werden wird, einen glücklichen *Menschen* zu finden, der oder die mit sich und der Gesellschaft im Reinen ist, und zwar nicht nur in Deutschland. Meiner Ansicht nach kann Glück sowieso kein Dauerzustand sein – höchstens Zufriedenheit. Und an sich selbst und auch an der Gesellschaft gibt es m. E. immer was zu verbessern.

            Zitat Helge: „Nur hat sie ja nicht beide Perspektiven kennengelernt. Sie hat die Perspektive einer Frau, die man in einen männlichen Körper sperrte und der man sagte, dass sie ein Mann sei. Und später dann die der Frau, die erkannte dass sie eine Frau ist.“

            Connell hat zumindest aus der Innenperspektive erlebt, wie es ist, als Junge und Mann sozialisiert zu werden, welche Erwartungen an Jungen und Männer gestellt werden, etc.

            Zitat Helge: „Und später dann die der Frau, die erkannte dass sie eine Frau ist. Und jetzt überlegen wir mal, wie das wohl ihre Perspektive auf Männlichkeit verfälscht haben könnte. Hegemonic masculinity ist wahrlich dicht genug dran am Konzept der Toxic masculinity.“

            Können deiner Ansicht nur biologisch eindeutig als solche geborene und sich selbst als solche identifizierende Männer eine unverfälschte Perspektive auf Männlichkeit haben? Und was ist, wenn ihre Perspektiven voneinander abweichen? Was ist z. B. mit homosexuellen Männern? Deren Perspektive auf Männlichkeit wird sich unter Umständen deutlich von der heterosexueller Männer unterscheiden. Mit Männern, die in anderen Kulturen sozialisiert wurden? Und so weiter. Und in jeder „Kategorie Mann“ existieren auch wieder unterschiedliche Ansichten zum Thema Männlichkeit …

            Zitat Helge: „Asexuell zu sein bedeutet nebenbei nicht, beide Geschlechter zu haben. Es bedeutet nur, dass keinerlei Sexdrive existiert. Ich kann zwar nachvollziehen, dass man sich in solch einer Situation keinem Geschlecht zugehörig fühlt, aber deswegen ist man nicht einmal männlich und einmal weiblich.“

            Ich sprach nicht von Asexuellen – meine Aussage bezog sich nicht nur auf Connell –, sondern von Menschen, die entweder biologisch zwischen den Geschlechtern geboren worden sind und sich entschieden haben, sich nicht für Mann oder Frau zu entscheiden, oder die zwar biologisch eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen sind, sich aber nicht als Mann oder Frau identifizieren möchten. Das gibt es tatsächlich, nicht nur bei Lann Hornscheidt, und es handelt sich dabei auch nicht nur um politische Aktivist_innen, sondern auch um Menschen, die sonst ein ganz durchschnittliches, unpolitisches Leben leben. Der Anpassungsdruck macht es ihnen allerdings sehr schwer, und deshalb muss ich dieser Aussage

            Zitat Helge: „Insofern man sein biologisches Geschlecht nicht aus irgendeinen Grunde ablehnt, sollte man schlicht damit leben.“

            widersprechen. Jeder Mensch hat das Recht, das für sich selbst zu entscheiden.

            Definiere bitte „weibliches Gehirn“ …
            Zitat Helge: „Selbstverständlich. Deswegen mache ich es mir auch sehr einfach und definiere es einfach als ein Gehirn, dessen selbsteruierte Geschlechtsidentität weiblich ist. XD Ich hatte erst überlegt, „selbstdefiniert“ zu schreiben, aber so funktioniert es ja genau nicht. Die Geschlechtsidentität ist im Gehirn festgelegt. Und solange sie mit dem biologischen Geschlecht übereinstimmt, ist da auch kein Konfliktpotential. Erst wenn sie vom biologischen Geschlecht abweicht haben wir eine transsexuelle Identität.
            Das mit der Bandbreite stimmt natürlich. Ich selbst spreche lieber von einem Verteilungsraum, aber das kommt vermutlich von meinen mathematisch-statistischen Background.“

            Danke.

            Zitat Helge: „Es wird dann zum Problem, wenn derjenige, der nicht gendert dafür sanktioniert wird. Das ist in Berlin passiert, wo es für ungegenderte Arbeiten Punktabzug gab. Und auch nicht nur dort. Das ging so weiter bis sich ein Student Anfang des Jahres gewehrt hat und den Rechtsweg einschlug. Dann stellte sich plötzlich heraus, dass diese Anforderungen illegal waren und keiner wollte es mehr gewesen sein. Kurios, oder?“

            Das ist auch aus meiner Sicht kurios und ist mir zu meiner Zeit bei den Gender Studies auch nicht untergekommen. Selbst die Dozierenden haben nicht zwangsläufig all ihre Texte „gegendert“, und Studierende, selbst im Schwerpunkt GS, die es nicht getan haben, haben deshalb ganz sicher keine Punkte abgezogen bekommen – aber eventuell einen Hinweis, es in Zukunft bitte anders zu machen. Denn bei der Sache geht es ja um ein verändertes Bewusstsein, dass sich auf die Sprache auswirken soll – ähnlich wie rassistisch konnotierte Wörter wie „Neger“ schon lange aus dem offiziellen Wortschatz gestrichen wurden. Nur wäre der Versuch, sämtliche sprachlichen Äußerungen von jeder Form von implizierter Diskriminierung, mag sie sexistisch, rassistisch oder wie auch immer begründet oder oft sogar gar nicht beabsichtigt sein, ein Projekt von ungeheuren Ausmaßen. Besonders von oben verordnet letztlich undurchführbar – die Sprachveränderung ebenso wie das veränderte Bewusstsein.

            Zitat Helge: „Das Verhalten von #Tugendfurie Jasna Strick ist nebenbei keineswegs ein Einzelfall. Man könnte sie problemlos als netzfeministischen Regelfall porträtieren und wäre nicht weit weg von der Norm. Und klar gibt es dann auch Menschen wie #Junaimnetz, #TiiaAurora oder auch dich, die völlig anders sind und ein anderes, positiveres und sympathischers Bild vom Feminismus vermitteln. Aber ihr seid mittlerweile eine krasse Minderheit. Zumindest was die Wahrnehmung angeht.“

            Netzfeminismus ist aber nicht das Gleiche wie Feminismus. Innerhalb des Feminismus und auch innerhalb der Gender Studies wirst du zu jeder Position mindestens eine Gegenposition und meist eine lebhafte Debatte finden. Ein Beispiel wären die Reaktionen auf Judith Butlers dekonstruktivistische Theorie zum Thema Geschlecht – veröffentlicht u. a. in „Gender Trouble“ bzw. „Das Unbehagen der Geschlechter“. Barbara Duden z. B. hat daraufhin ein ganzes Buch geschrieben, in dem sie Butlers Theorie heftig kritisiert, mit dem Titel „Die Frau ohne Unterleib“, und damit eine neue Kategorie der Geschichtsforschung, die Körpergeschichte, begründet. Sowohl Duden als auch Butler sind zentrale Protagonistinnen der Gender Studies, aber ihre Ansichten könnten nicht entgegengesetzter sein. Ich bin in den aktuellen Diskussionen der wissenschaftlichen Community nicht mehr drin, aber ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass dort auch die Protagonist_innen des Feminismus, die dich so ärgern, kontrovers diskutiert werden.

            Zitat Helge: „Das Problem sind nicht doofe weiße cis-Typen wie ich, die auf den Irrsinn hinweisen. Das Problem besteht darin, dass der Feminismus, den man sieht, immer radikaler wird und dadurch seinen Rückhalt in der Bevölkerung verliert.“

            Das Problem, oder genauer, mein Problem ist zum Einen die Stelle, an der du meinst, auf das von dir empfundene Problem hinweisen zu müssen. Warum die Art der Präsentation deines Blogs für mich ein Problem darstellt, habe ich weiter oben ausgeführt. Zum Anderen erzeugst oder verstärkst du, ersichtlich aus zahlreichen Kommentaren deiner Leser_innen, bei vielen Menschen die Ansicht, dass Feminismus „scheiße“ ist. Und genau das ist er meiner Überzeugung nach eben nicht. Da du aber das pars pro toto, das Teil für das Ganze setzt, kann hier eben nur eine sehr verkürzte Diskussion zum Feminismus stattfinden. Und das, finde ich, wird der Bedeutung des Themas nicht gerecht. Die feministischen Theorien und Lebensentwürfe gerade der siebziger und achtziger Jahre waren für viele Frauen in einem Ausmaß augenöffnend und lebensverändernd, das jüngere, in einer offeneren Gesellschaft aufgewachsene Generationen kaum noch nachvollziehen können. Diese und andere Verdienste des Feminismus werden, bewusst oder unbewusst, von dir und einigen deiner Kommentatoren entwertet, und die Frauen – und auch Männer –, die sie geleistet haben, gleich mit.

            Grundlegende Texte zum Feminismus wären z. B., mit Schwerpunkt auf dem deutschen Sprachraum, von Karin Hausen, Barbara Duden, Regina Becker-Schmidt, Ute Gerhard, Axeli Knapp, Carol Hagemann-White, Regine Gildemeister … Judith Butler gehört bereits zu den Queer Studies. Zu den Men’s Studies, der Männerforschung, z. B. Pierre Bordieu, Raewyn Connell, Rolf Pohl, Klaus Theweleit. All dies ließe sich unter Gender Studies verorten. Ich behaupte nicht, dass man sich mit all diesen Leuten und ihren Theorien auseinandergesetzt haben muss, bevor man sich zum Thema äußern „darf“; ich möchte nur die Bandbreite deutlich machen. Schon ein kurzer Blick in die Wikipedia-Artikel zu einer Hand voll der Genannten müsste deutlich machen, dass deren Positionen sehr voneinander verschieden und teilweise miteinander unvereinbar sind.

            Zitat Helge: „Denn es ist völlig egal, worauf die männerhassende Fraktion noch kommen mag, die meisten Frauen mögen Männer genauso wie die allermeisten Männer Frauen mögen. Und Mütter lieben auch ihre Söhne und Schwestern ihre Brüder.“

            Wenn du das selbst so feststellst, dann würde das doch heißen, dass diese „männerhassende Fraktion“ ohnehin keinen Einfluss auf die Lebensrealität der allermeisten Menschen hat. Das könnte für dich doch ein beruhigender Gedanke sein? Und vielleicht ein Grund, es bei dem Thema etwas ruhiger angehen zu lassen?

            Zitat Helge: „Ein Feminist, der seinen eigenen Anspruch von Geschlechtergerechtigkeit ernst nimmt, tja, der muss sich auch wirklich für Gerechtigkeit einsetzen. Gerechtigkeit aber ist niemals parteiisch.“

            Feminismus ist eine soziale Bewegung neben anderen. Es gibt viele wichtige soziale Bewegungen und Denkansätze. Natürlich sollte Gerechtigkeit das Ziel aller sozialen Bewegungen sein. Per Definition ist Geschlechtergerechtigkeit eines der Ziele des Feminismus. Wirkliche soziale Gerechtigkeit ist aber nur zu erreichen, wenn auch andere Faktoren als das Geschlecht in Betracht gezogen werden.

            Ich möchte in diesem Zusammenhang an ein Zitat von Warren Buffet erinnern:
            „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“

            Für mich ist das momentan das zentrale Thema, das *alle* angeht, und mit dem wir uns *alle* auseinandersetzen sollten – siehe TTIPP und Co. Sonst können wir nämlich demnächst jeden Gedanken an Freiheit und Gerechtigkeit das Klo runterspülen, egal, welchem Geschlecht wir angehören und welche politischen Überzeugungen wir vertreten.

          • Ich wage zu behaupten, dass es zumindest schwierig werden wird, einen glücklichen *Menschen* zu finden, der oder die mit sich und der Gesellschaft im Reinen ist, und zwar nicht nur in Deutschland. Meiner Ansicht nach kann Glück sowieso kein Dauerzustand sein – höchstens Zufriedenheit. Und an sich selbst und auch an der Gesellschaft gibt es m. E. immer was zu verbessern.

            Zufrieden wirken diese Frauen allerdings auch nicht.

            Connell hat zumindest aus der Innenperspektive erlebt, wie es ist, als Junge und Mann sozialisiert zu werden, welche Erwartungen an Jungen und Männer gestellt werden, etc.

            Aber sie hat sie nur als Zerrbild wahrgenommen und auch entsprechend verarbeitet. Nebenbei wurde ich auch als Mann sozialisiert und meine eigenen Erfahrungen sind nicht so negativ gefärbt wie ihre. Mag das damit zusammenhängen, dass ich sie nicht so negativ und als Zwang wahrgenommen habe? 😉

            Können deiner Ansicht nur biologisch eindeutig als solche geborene und sich selbst als solche identifizierende Männer eine unverfälschte Perspektive auf Männlichkeit haben? Und was ist, wenn ihre Perspektiven voneinander abweichen? Was ist z. B. mit homosexuellen Männern? Deren Perspektive auf Männlichkeit wird sich unter Umständen deutlich von der heterosexueller Männer unterscheiden. Mit Männern, die in anderen Kulturen sozialisiert wurden? Und so weiter. Und in jeder „Kategorie Mann“ existieren auch wieder unterschiedliche Ansichten zum Thema Männlichkeit …

            Jede Perspektive weicht von den anderen ab. Das liegt in der Natur der Sache. Es ist aber leichter, ein bestimmtes Objekt ansatzweise objektiv zu evaluieren, wenn man es nicht haßt bzw. eigene negative Empfindungen und Erfahrungen darauf projiziert. Und genau das hat Connell nunmal getan.

            Ich sprach nicht von Asexuellen – meine Aussage bezog sich nicht nur auf Connell –, sondern von Menschen, die entweder biologisch zwischen den Geschlechtern geboren worden sind und sich entschieden haben, sich nicht für Mann oder Frau zu entscheiden, oder die zwar biologisch eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen sind, sich aber nicht als Mann oder Frau identifizieren möchten. Das gibt es tatsächlich, nicht nur bei Lann Hornscheidt, und es handelt sich dabei auch nicht nur um politische Aktivist_innen, sondern auch um Menschen, die sonst ein ganz durchschnittliches, unpolitisches Leben leben. Der Anpassungsdruck macht es ihnen allerdings sehr schwer, und deshalb muss ich dieser Aussage

            Zitat Helge: „Insofern man sein biologisches Geschlecht nicht aus irgendeinen Grunde ablehnt, sollte man schlicht damit leben.“

            widersprechen. Jeder Mensch hat das Recht, das für sich selbst zu entscheiden.

            Vielleicht solltest du sie vorher noch einmal lesen. Ich schrieb „Insofern man sein biologisches Geschlecht nicht aus irgendeinen Grunde ablehnt„. Klar kann das jeder für sich entscheiden. Dem habe ich nicht wiedersprochen. Aber rein praktisch betrachtet, ist es deutlich einfacher, sein biologisches Geschlecht auch nach außen hin zu sein. Mehr habe ich nicht gesagt.

            Das ist auch aus meiner Sicht kurios und ist mir zu meiner Zeit bei den Gender Studies auch nicht untergekommen. Selbst die Dozierenden haben nicht zwangsläufig all ihre Texte „gegendert“, und Studierende, selbst im Schwerpunkt GS, die es nicht getan haben, haben deshalb ganz sicher keine Punkte abgezogen bekommen – aber eventuell einen Hinweis, es in Zukunft bitte anders zu machen. Denn bei der Sache geht es ja um ein verändertes Bewusstsein, dass sich auf die Sprache auswirken soll – ähnlich wie rassistisch konnotierte Wörter wie „Neger“ schon lange aus dem offiziellen Wortschatz gestrichen wurden. Nur wäre der Versuch, sämtliche sprachlichen Äußerungen von jeder Form von implizierter Diskriminierung, mag sie sexistisch, rassistisch oder wie auch immer begründet oder oft sogar gar nicht beabsichtigt sein, ein Projekt von ungeheuren Ausmaßen. Besonders von oben verordnet letztlich undurchführbar – die Sprachveränderung ebenso wie das veränderte Bewusstsein.

            Da kannst du mal sehen, wie aus guten Ansätzen Zwang wird. Ich habe hier mal einen interessanten Artikel für dich, der sich um den derzeitigen Kulturwechsel dreht. http://righteousmind.com/where-microaggressions-really-come-from/ Schau bitte mal, ob du damit etwas anfangen kannst.

            Netzfeminismus ist aber nicht das Gleiche wie Feminismus. Innerhalb des Feminismus und auch innerhalb der Gender Studies wirst du zu jeder Position mindestens eine Gegenposition und meist eine lebhafte Debatte finden. Ein Beispiel wären die Reaktionen auf Judith Butlers dekonstruktivistische Theorie zum Thema Geschlecht – veröffentlicht u. a. in „Gender Trouble“ bzw. „Das Unbehagen der Geschlechter“. Barbara Duden z. B. hat daraufhin ein ganzes Buch geschrieben, in dem sie Butlers Theorie heftig kritisiert, mit dem Titel „Die Frau ohne Unterleib“, und damit eine neue Kategorie der Geschichtsforschung, die Körpergeschichte, begründet. Sowohl Duden als auch Butler sind zentrale Protagonistinnen der Gender Studies, aber ihre Ansichten könnten nicht entgegengesetzter sein. Ich bin in den aktuellen Diskussionen der wissenschaftlichen Community nicht mehr drin, aber ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass dort auch die Protagonist_innen des Feminismus, die dich so ärgern, kontrovers diskutiert werden.

            Klar. Sicher werden sie das. Aber die kontrovers Diskutierenden sind es nicht, die die Musik bestimmen. Es ist auch nicht deine wissenschaftliche Community, sondern es sind die radikalen Aktivistinnen. Die bleiben im Gedächtnis und sie sorgen dafür, dass die Bewegung Rückhalt verliert. Du kannst mich gerne als miesen Bösewicht hinstellen, der die Bewegung und ihre historischen Leistungen diskreditiert, aber du übersiehst dabei, dass dies für die heutige und morgige Zeit völlig irrelevant ist. Der heutige 3rd-Wave-Feminismus wird nicht gut und fair nur weil die erste und zweite Welle die Gesellschaft gerechter gemacht haben. Hier hast du die Antwort einer Frau darauf, warum sie den heutigen Feminismus ablehnt: http://icanhazkhilafah.com/2015/09/12/why-i-oppose-feminism-the-simple-answer/ Klar kannst du sie als üble Nestbeschmutzerin abtun. Dein wissenschaftlicher Feminismus ist anders. Er will per Definition Geschlechtergerechtigkeit, ist respektvoll, strebt nach einer idealen Welt. Es wirkt ein wenig wie der klassische Elfenbeinturm. Aber genau davor findest du die megaphonverstärkten Kanzeln von Sibylle Berg, von Anne Wizorek, Yasmina Banaszczuk und Juliane Leopold.

            Wenn du das selbst so feststellst, dann würde das doch heißen, dass diese „männerhassende Fraktion“ ohnehin keinen Einfluss auf die Lebensrealität der allermeisten Menschen hat. Das könnte für dich doch ein beruhigender Gedanke sein? Und vielleicht ein Grund, es bei dem Thema etwas ruhiger angehen zu lassen?

            Nein, genau das heißt es leider nicht. Lobbygruppen und Aktivisten funktionieren etwas anders. Sie können auch dann Schaden anrichten, wenn sie sich gegen die Interessen der Bevölkerungsmehrheit stellen, sie müssen ja schließlich nicht die Bevölkerung überzeugen, sondern nur einige Entscheidungsträger.

            Feminismus ist eine soziale Bewegung neben anderen. Es gibt viele wichtige soziale Bewegungen und Denkansätze. Natürlich sollte Gerechtigkeit das Ziel aller sozialen Bewegungen sein. Per Definition ist Geschlechtergerechtigkeit eines der Ziele des Feminismus. Wirkliche soziale Gerechtigkeit ist aber nur zu erreichen, wenn auch andere Faktoren als das Geschlecht in Betracht gezogen werden.

            Es ging hier ursprünglich darum, dass Feministen, so sie ihren Anspruch ernst nehmen, auch Humanisten sein müßten. Hier bist du scheinbar taktisch ausgewichen. Weil Feminismus ist ja nur eine soziale Bewegung unter vielen und Intersektionalität und sowieso. Noch einmal: Wer Gerechtigkeit will, der muss Gerechtigkeit für alle wollen. Nicht nur für ein beliebiges Segment. Man muss natürlich die Unterschiede zwischen den Segmenten im Auge behalten, insbesondere wenn man danach strebt, Nachteile zu kompensieren. Aber das ist es dann auch. Hier darf es nur um die Kompensation von Nachteilen gehen, nicht um aktive Bevorzugung.

          • Auch der Begriff Humanismus wird für verschiedene, teils miteinander unvereinbare philosophische Denkgebäude verwendet. Er ist so uneinheitlich wie der Feminismus. Bevor ich nicht weiß, was du persönlich unter Humanismus verstehst, kann ich also auch nicht sagen, ob Feministen – was immer du darunter verstehst – gleichzeitig auch Humanisten – was immer du darunter verstehst – sein „müssten“.

            Ich kann und möchte mich auch nicht zu Sachverhalten äußern, mit denen ich mich nicht hinreichend auseinandergesetzt habe, wie z. B. dem Phänomen des Netzfeminismus, und habe deshalb ausdrücklich nur über meine persönlichen Erfahrungen mit Feminismus und Gender Studies geschrieben.

            Ich denke, ich habe mich in meinen Posts ausführlich genug geäußert, und möchte diese Diskussion nicht bis in die letzte mögliche Verästelung hinein fortführen. Es ging mir ursprünglich darum, zu begründen, warum *ich persönlich* mich auf ff.de nicht mehr wohl fühle, und was das mit deinem, Helges, Blog zu tun hat. Das habe ich für mein Empfinden hinreichend getan. Jetzt sind mal wieder andere dran.

          • Black Zora zu Gender

            „Das Ziel ist ausdrücklich die Gleichberechtigung von Männern und Frauen.“

            Dazu braucht es keine,ich wiederhole, KEINE „Forschung“ sondern nur das lesen des Grundgesetzes.

            GG
            Art 3

            (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

            (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

        • „dann gäbe es hier Dworkin oder die aktuelle Julie Bindel. Davon halte ich aber nichts. “

          Wo ist er, der Aufschrei? Der Aufschrei der gleichberechtigungsinteressierten Netzfeministinnen, die sich distanzieren?

          Als aus der Männerrechtlerecke kommend muß ich mich auch nicht von Sarrazin oder Pirincic distanzieren –und finde diese Aufforderung auch recht unangemessen– aber wenn es zum Thema gehört, mach ich das gerne.

          Das Schweigen unserer Feministinnen zB zum Thema Bindel ist jedoch geradezu dröhnend.

          • @Helge: Ich kann auf deinen letzten Beitrag aus irgendeinem Grund nicht direkt antworten. Und jetzt muss ich sowieso erstmal ins Bett … Ich lese mir das morgen in Ruhe durch und versuche dann auch mal, im Netz ein paar Texte zusammenzusuchen, die meinem Verständnis von Feminismus entsprechen.

            Gute Nacht.

          • Das hängt damit zusammen, dass die Threadtiefe begrenzt ist. Wenn du aber auf den nächsthöheren Beitrag im selben Thread antwortest, so erscheint deine Antwort im korrekten Thread unterhalb der meinen.
            Ich wünsche dir eine gute Nacht.

        • „Da sich vermutlich die Wenigsten deiner Leser-innen jemeils intensiv mit feministischer Theorienbildung und verschiedenen Phasen und Strömungen des Feminismus auseinandergesetzt haben werden, bleibt bei dem und der durchschnittlichen Leser-in vor allem eines hängen: Feminismus ist scheiße.“

          Wieso braucht man dafür intensive Befassung mit der feministischen Theorienbildung? Sie hilft natürlich zur Vertiefung, aber daß Feminismus Scheiße ( um mal bei dieser Formulierung zu bleiben ) ist, kann man doch nahezu täglich in der deutschen Medienlandschaft bewundern.
          Nur zwei willkürlich herausgegriffene Beispiele:

          Twitter: “Männertränen sind mein Gummibärensaft”, …, “Not all men must be killed” – Jasna Strick, aka @tugendfurie

          Über div. Medien verbreitet:
          https://www.change.org/p/heikomaas-schaffen-sie-ein-modernes-sexualstrafrecht-neinheisstnein?source_location=trending_petitions_home_page&algorithm=curated_trending

          Oder ( das reicht dann aber, denke ich ) das „Argument“ der „Bundesgleichstellungssachverständigen“ Göre ( dazwischenplapper ) Wizorek zur „Notwendigkeit von zusätzlichen Unisexklos“: „…weil auf Männerklos kein Wickeltisch ist“.

          Für die Scheiße muß man nicht wissen, daß Daly und Miller-Gearhart auch heute noch als „wichtige Feministinnen“ weltweit verehrt werden, nicht zuletzt weil sie eine Ausrottung der Männer bis auf max. 10% vertreten haben.

          Wo ist also die heutige, relevante Strömung, die sich wohlmöglich für Gleichberechtigung aufgrund gleicher Wertschätzung und somit gegen quotierte Privilegien einsetzen würde? Wie heißt sie, wo sind ihre Grundsatzpapiere und ihre konkreten Aktivitäten zu finden? Und wie nennen die sich?

          Gerade kamen derartige „Argumente ( „es gibt nicht „den Feminismus“ und „der richtige Feminismus sagt etwas ganz anderes“ ) auch bei Erzählmirnix und Evochris auf.
          Aber auch da kam danach, trotz Nachfragen, nix mehr. Und das scheint gewohnheitsmäßig so zu laufen. Ich gehe von einer üblichen Taktik aus.

          Übrigens verstehe ich überhaupt nicht, warum ein Websitebetreiber nicht seinen eigenen Blog als Unterseite dazu nutzen sollte, seine Meinung plus ein paar Hintergründe darzustellen.
          Viele machen das, manche sehen es sogar geradezu als Verpflichtung an. Und ich lese zum ersten mal, daß das von einigen grundsätzlich als irgendwie falsch betrachtet wird.
          Jedenfalls ist es doch üblicherweise eher als wertvolle Information zu betrachten, oder nicht?

          Nun, für mich ist das alles sowieso etwas skurril, was sicherlich daran liegt, daß ich über einen direkten Link in Helge’s Blog gefunden habe und erst durch diese Diskussion hier davon erfuhr, daß es eine Unterseite ist. Und ich muß gestehen, daß ich noch nie die Homepage FF überhaupt näher betrachtet habe.
          V.dh. war ich bass erstaunt, als ich lesen mußte, daß es ja wohl gar nicht ginge, daß Helge eine Meinung hat und die hie und da auch noch verlinkt ist.

          Mich reizte einfach seine recht unaufgeregte Darstellungsweise zu verschiedenen Aspekten verbreiteter Tagesthemen im Netz.
          Muß man Fan der beherbergenden Plattform sein, um in einem Blog mitlesen, oder gar ( wie unerhört ist das denn? ) -kommentieren zu dürfen?
          Ist es nicht eher so, daß manche meinen, sie könnten bestimmte Tatsachen und Meinungen dazu qualitativ wie quantitativ beschränken?
          Nach der Methode: Feminismuskritk = doppelplusungut und v.dh. zu löschen?

          • *unterschreib*

            »Wo ist also die heutige, relevante Strömung, die sich wohlmöglich für Gleichberechtigung aufgrund gleicher Wertschätzung und somit gegen quotierte Privilegien einsetzen würde? Wie heißt sie, wo sind ihre Grundsatzpapiere und ihre konkreten Aktivitäten zu finden? Und wie nennen die sich?«

                  ich glaube, daß Helge dies als eigenen Artikelaufhänger machen könnte:
            das hohle Tönen der Femastasen aus den Kavernen der Selbstüberschätzung und das Echo aus der Nachbarkaverne als behauptete Bestätigung;
            eine Gegenüberstellung feministischer und weiterer rassistischer, katholischer, islamischer, antifantischer, nationalistischer und anderer quasireligiöser Dogmata;
            die Gemeinsamkeiten sollten offensichtlich sein, Unterschiede herauszuarbeiten sollte überflüssig sein, da diese nur graduell sind.

            »Übrigens verstehe ich überhaupt nicht, warum ein Websitebetreiber nicht seinen eigenen Blog als Unterseite dazu nutzen sollte, seine Meinung plus ein paar Hintergründe darzustellen.
            Viele machen das, manche sehen es sogar geradezu als Verpflichtung an. Und ich lese zum ersten mal, daß das von einigen grundsätzlich als irgendwie falsch betrachtet wird.
            Jedenfalls ist es doch üblicherweise eher als wertvolle Information zu betrachten, oder nicht?«

                  ich stelle mir gerade vor, wie einer, der auf seiner Rezepteseite einen Küchenblog betreibt, von seinen Gästen gedissst wird, weil er seine Wandlung vom Stopfleber-Gourmand zum veganesisch-Gourmet und zurück zum Vegeto-Rohköstler beschreibt, und diese mittels ökologischer, ökonomischer und gesundheitlicher Erklärungen und Begründungen flankiert und untermauert.

            eigentlich lese ich hier seit Tagen (vorsicht, stark verkürzt):
            Helge böse weil Meinung
            Helge gaaanz böse weil eigene Meinung auch noch sagt

            solche Kindergarten-Zankereien Buddelkasten-Niveau hätte ich höchstens bei den Otakus im Annimexxiversum (das sin die wo auch »Niewoh« schreibm) erwartet – aber selbst da geht es mittlerweile gesitteter zu…

      • Ich finde Deinen Text unfassbar schwer zu lesen. Dieses… auf Biegen und Brechen alle Geschlechter benennen ist echt… anstrengend. Zumal Du hierbei die Neutren außer Acht gelassen hast. Das ist sehr verwerflich. Die/Der armen, armen Neutren-innen-er.

        Und dann finde ich es voll cool, daß Du mir unterstellst, daß ich mit größter Wahrscheinlichkeit zu der Masse gehöre, die sich keine eigene Meinung bildet und alles blind schluckt. Ich finde Feminismus übrigens wirklich scheiße. Das hat aber nicht Helge zu verantworten, das haben unter anderem Menschen wie Alice Schwarzer zu verantworten. Das hat jeder Feminist zu verantworten, der mich jemals dafür auslachte oder beschimpfte, daß es mein Traumberuf war Hausfrau werden zu wollen. Ich gehöre nicht zu den Frauen, die Feminismus brauchen. Ich gehöre noch zum alten Schlag: ich brauche die Freiheit meine eigenen Entscheidungen treffen zu dürfen. Solange das irgendwelche Menschen nicht in ihren Schädel kriegen und mich dafür verurteilen, daß ich nicht nach ihrer Pfeife tanze, werde ich Feminismus immer scheiße finden und belächeln, während ich jene Menschen der Vergangenheit wertschätze, die für meine Freiheit gekämpft haben.
        Deiner Ansicht nach könnte es morgen also nicht nur dazu kommen, daß Frauen plötzlich nicht mehr wählen dürfen und Röcke tragen müßen, sondern daß die KZs auch wiedereröffnet werden und Sklavenhaltung wieder voll supi ist? Weil, das ist ja auch alles noch nicht lange her (mancherorts noch nicht mal Vergangenheit) und wenn wir da nicht Ultrasensibel rangehen und den Menschen für immer vor Augen führen, daß sie anders sind, dann kann es jederzeit wieder dazu führen, daß ihre Andersartigkeit ihnen das Leben und überleben wieder schwer macht. Echt jetzt? kk thx bye.

        Was soll außerdem die Scheiße mit „Ich habe meine Konsequenzen aus diesem und jenem gezogen“, muß das angekündigt werden? Das klingt nämlich ganz übel nach „Hier Helge! Jetzt siehst Du mal, wozu DU mich gebracht hast! Und wenn das nicht aufhört, werde ich auch den Rest löschen!“ Soetwas empfand ich schon immer als sehr, sehr albern. Wenn ich Konsequenzen für mich ziehe, dann tue ich es FÜR MICH. Dann handle ich, gehe damit aber nicht hausieren. Aber nein, man muß es ja anbringen, um seinen Unmut ein wenig deutlicher zu äußern und dadurch alles zuvor geschriebene zu entwerten. Das war der Moment, in dem sich mein Denken zu Deinem Beitrag von „wenigstens ma halbwegs kompetent, wenn auch leicht nervig-innen geschrieben“ zu „Nicht ernst zu nehmen“ wandelte. So. Nun, wo ich das öffentlich geschrieben habe, kann ich meine Konsequenzen daraus ziehen, richtig? Lächerlich.

        Huch. Ich glaube ich bin ein wenig ausgerastet. Verzeihung. Ich gönne mir erstmal ein Literchen Tee.

        • @ MG:

          Ich habe nicht auf deinen Beitrag geantwortet, sondern auf den Eingangspost von Helge. Insofern unterstelle ich dir persönlich gar nichts.

          Ich schreibe nicht immer so, mit Nennung männlicher und weiblicher Pronomina etc., aber angesichts des verhandelten Themas fand ich es angemessen. Außerdem finde ich für mich *persönlich*, dass man sich da genauso dran gewöhnen kann wie an die standardmäßige Verwendung nur eines Geschlechts – wenn man es denn öfter in Texten sehen würde. Dann würde es nämlich zur Norm und das andere sähe komisch aus.

          Ein ganz zentrales Thema der so genannten zweiten Frauenbewegung der sechziger und siebziger Jahre war die Aufwertung von Haus- und Erziehungsarbeit als „richtiger Arbeit“. Das ist doch kein Widerspruch zum Feminsmus. Es wäre mir auch neu, dass alle Feminst_innen behaupten, alle Frauen müssten erwerbstätig sein, egal, ob sie persönlich das wollen oder nicht. Alice Schwarzer mag sich selber als Feminstin verstehen, aber sowohl sie als auch die Emma sind sowohl von der Frauenbewegung als auch von verschiedenen feministischen Bewegungen immer wieder kritisiert worden, auch dafür, dass sie sich zum selbst Sprachrohr aller Frauen ernannt hat. Wir zumindest haben in vier Semestern Gender Studies keinen einzigen Text von Schwarzer gelesen, und ihre Werke gehören auch sicher nicht zu dem, was man in den GS als „grundlegend“ bezeichnen würde.

          Die Decke der Zivilisation ist dünn. Ich gehe deshalb davon aus, dass auch in Gesellschaften, die sich selbst für zivilisiert halten, wieder ähnliche Zustände wie im Dritten Reich, dem Südafrika der Apartheit oder irgendeiner Sklavenhaltergesellschaft eintreten könnten. Ganz klares Ja.

          Zitat MG: „Was soll außerdem die Scheiße mit „Ich habe meine Konsequenzen aus diesem und jenem gezogen“, muß das angekündigt werden? Das klingt nämlich ganz übel nach „Hier Helge! Jetzt siehst Du mal, wozu DU mich gebracht hast! Und wenn das nicht aufhört, werde ich auch den Rest löschen!““

          Nö. Das ist keine Drohung von mir und auch keine Erpressung. Ich gehe nämlich davon aus, dass es Helge nicht großartig interessiert, ob meine
          Geschichten hier archiviert sind oder nicht. Ich war die letzten Jahre über auf ff.de sowieso fast inaktiv. Allerdings hat ein Forenpost von mir zu diesem Thema über Screenshot die Runde durchs Internet gemacht, und ich gehe davon aus, dass Helge oder Gwenny das mitbekommen haben und dass diese Äußerungen von mir und – vor allem – anderen mit ein Grund für seinen heutigen Blogpost waren. Damit er nicht den Eindruck hat, dass ich nur hinter seinem Rücken herumschleiche, habe ich das hier noch einmal öffentlich geschrieben, nachdem ich mich entschlossen hatte, mich an der Diskussion im Blog zu beteiligen.

          Ich finde es völlig normal, ein Haus, in dem man zu Gast ist, wieder zu verlassen, wenn man sich mit dem Hausherren nicht mehr versteht. Helge macht, zusammen mit Mark, die Regeln auf dieser Seite. Das steht den beiden völlig frei, genauso wie ihre politischen Ansichten etc. Den Hausgästen oder Usern steht es aber auch frei, andere Ansichten zu haben und das Haus deswegen zu verlassen. Das mache ich, indem ich meine Geschichten hier lösche – wie sonst? Und da Helge in seinem heutigen Blogpost ausdrücklich Feedback wollte, auch kritisches, äußere ich mich hier – öffentlich. Das finde ich für mich stimmiger, als still zu verschwinden und mich dann vielleicht andernorts im Netz zu äußern.

      • Jawoll, Schwarze Zora, das mit den XndYn Geschlecht*_‘.I.nnen sowie deren Homo-, Heterio-, Polypio-, Superior-, Inferior- und Asexualitäten haben Sie erfolgreich ins Brackwasser der gefühlten Beliebigkeit erbrochen, wo es – seltsame Sprüche aus Alice Schwatzers »Emma« rezitierend – vesinkt.

        »[…] Da ich […] Studienschwerpunkt auf Gender Studies (im Folgenden als GS abgekürzt) hatte, meine Abschlu[ß]arbeit zu […] GS geschrieben, anschließend […] für […] GS gearbeitet […] habe, kann ich dir sagen: ›Die‹ Gender Studies gibt es nicht […]«

        ich bin so halb auf dem Land großgeworden, und ich bin als kleines Kind in so manchem Kuhfladen ausgerutscht, und in so manchem mit der Nase gelandet, und ich kann Dir sagen, ›den‹ Kuhfladen gibt es nicht – jeder hat seine eigene Geschichte, jeder hat seinen eigenen Geruch, und jeder hat seinen eigenen Geschmack – aber auch, wenn ich ihn bunt anmale oder verchrome, es bleibt doch … Scheiβe…

        Feministische Linguistik ist nur ein Verhüllwort für Sprachverdrehung Orwellschen Ausmaßes, und wenn ich das Vulgärgeschwurbel einer Pusch lese, rollen sich mir regelmäßig die Fußnägel ob des Wellenschlagens im Flachwasser verflossener Jahrhunderte;

        Feminismus ist eo ipso rassistisch, und wenngleich aus der Gendergrube

        »[…] teils nicht miteinander vereinbare Strömungen […]«

        sickern mögen, so ist denen doch der gleiche Unflat immanent, speisen sie sich doch aus der selben … Quelle Grube;

        »[…] diametral entgegengesetzt […]«

        »diametral« heißt aber nichts weiter als »entgegengesetzt«, somit heißt »diametral entgegengesetzt« (dem Entgegengesetzten entgegengesetzt) folglich »identisch« – danke der Bestätigung langgehegter Vermutungen…

        »[…] eine Richtung, bei der ich persönlich mich unwohl fühle […]«

        glaube ich Dir sogar aufs Wort, denn nichts ist so unbequem, wie sich selbst reflektieren zu müssen, und einzusehen, daß ein paar Jahre Lebenszeit für die Tonne sind, und der Abschluß nicht das Papier wert, auf das er gedruckt ist;

        Du versäumtest es, Deinen Nick mit Deinem Profil zu verbinden/verlinken, so daß ich Deine Geschichten nicht zu sehen vermag – folglich vermag ich nicht zu beurteilen, ob es nicht ein Gewinn ist, daß Du sie … aber da Du sie durch Nichtverlinkung versteckst, ist es vielleicht doch besser so…

        Edit Helge: @Severus Grundsätzlich wirst du keinen Dialog beginnen können, wenn du deine eigenen Texte so verschwurbelst. Es ist auch nicht hilfreich, die Texte anderer quasi als Kotze zu bezeichnen. Bitte bemühe dich um ein wenig mehr Offenheit und gehe nicht generell davon aus, dass dein Diskussionspartner ein dir antagonistisch gegenüberstehender fanatischer Ideologe ist. Im Endeffekt zelebrierst du damit auch nur Vorurteile.

        • Danke für deinen differenzierten, das Gegenüber wertschätzenden Diskussionsbeitrag. Genau so sollte ein Gespräch aussehen, von dem alle Beteiligten etwas haben. *Ironie aus*

          Was du persönlich von meinen Geschichten hältst, ist mir völlig egal. Ich verstecke mein Profil auch nicht – benutze doch einfach die Autorensuche. Wenn du mir zu deiner Unterhaltung beleidigende Reviews hinterlassen willst, kannst du das auch auf den verlinkten Seiten tun, auf denen sich die Texte jetzt befinden.

          Helge, moderierst du eigentlich auch Beleidigungen? Oder ist ein solcher Umgangston für dich okay?

          Edit Helge: Wenn ich es sehe, dann moderiere ich. Es gibt hier aber keine Freischaltung, weswegen ich das nur im Nachhinein machen kann. Deswegen rutscht mir manchmal auch was durch.

          • äh, hmmm, und wo war die Beleidigung?
            daß ich einen albernen Eklärungsversuch entlarvt habe?
            daß ich Frau Pusch für eine verdrehte Hetzerin halte?
            daß ich »diametral entgegengesetzt« zerpflückt habe?
            daß ich die Erklärung eines Bekannten, der sein DiplSozioPädo-Studium als das erkannte, was es ist: »Abschluß ohne Inhalt« verallgemeinerte?
            daß ich Deine Entscheidung, Deine Geschichten zu löschen, nicht verurteile, sondern die Möglichkeit, daß es Selbstkritik sei, nicht ausschließe?

            ich habe es nicht nötig, zu beleidigen – wer sich eine Jacke anzieht, darf sich aber nicht beklagen, wenn sie nicht paßt…

          • Der Ton macht die Musik …

          • 'kay, dann sei so lieb und transponier das ganze für Dich nach cis-moll pianissimo 😉

          • Black Zora, „Geht das an mich oder Severus.Granger?“

            An letzteren natürlich. Ich denke nicht, dass unsere Positionen jemals übereinstimmen werden. 🙂 Ich denke nicht, daß irgendjemand etwas an Deinem Ton mißbilligen kann.

        • So sehr ich Dir inhaltlich zustimme, so wenig kann ich Deinen Ton gutheißen. Außer daß es respektlos ist, ist es auch höchst kontraproduktiv. Du überzeugst so niemanden und siehst nebenbei echt doof aus. Und die Sache für die Du argumentierst auch.

          • @ Gerhard: Geht das an mich oder Severus.Granger?

          • Danke, Gerhard, Dein Einwand kam aber leider drei Stunden zu spät, und leider kann ich nicht nachträglich bearbeiten – sonst hätte ich meine *Zora um Verzeihung bitt* Grobheiten selber noch geglättet.

            Aber da dieses Thema mit der Big Gender Theory und dem latenten Rassismus darin zu oft schon gelutscht wurde, nicht zuletzt hier, habe ich damit nur mehr wenig Geduld.

            zum »gender studys« selbst ist nicht viel zu sagen, außer, daß es zum einen nicht wissenschaftlich ist, eben weil es keine veri- oder falsifizierbaren Fakten, sondern nur Meinung von Eiferern (»studere«, lat. = »etwas mit Eifer betreiben«) hervorbringt, und zum andern, daß es nur erfunden wurde, um gutwillige Kräfte, die gesellschaftlich wertvoll arbeiten könnten, zu binden.

            »gender studys« ist so hohl, daß die Propagandist*_#.I.nnen zu feige sind, eine deutsche Bezeichnung zu wählen (merke: Sie […] lispeln englisch, wenn sie lügen), weil die Bevölkerung sonst dagegen protestierte, weiterhin Gelder an überkanditelte Akademiker*_#.I.nnen, die sonst arbeitslos wären, zu vergeuden…

            Es gibt drei grammatische Geschlechter und zwei biologische, und im Rest sehe ich nur metaphysischen, parawissenschaftlichen, möchtegernsoziologischen oder anderweiten Nebelsprech, vielleicht noch dumpfe Pseudo- oder Ersatzreligion – gleichgültig, was daz Lannscheid darüber philosophiert – da ist nicht mehr, und es gehört nicht auf universitäre Leerstühle…

            Angesichts ernsthafter Probleme in der Gleichberechtigungsfrage ist es wahrlich dumm&dümmer, sich mit dem Nichtmitgemeintseinwollen eines Promilles der Femastasen auseinanderzusetzen – und das alles nur, weil die Handvoll Ewigvorgestriger laut genug gröhlt, und damit die leiseren Nachdenklichen übertönt, bis diese zurückpoltern…

        • Mein lieber Granger
          und Alle anderen:

          Ach schaut euch doch bitte mal den Link unserer Hochbegabten in Deutschland an!.

          Dagegen ist Granger, verzeih es mir bitte, ein „armes sprachunbegabtes Wuerstchen“

          https://genderini.wordpress.com/2015/09/13/statement-zum-ausschluss-von-r/

          • diesen typographischen Unflat bot uns der Hausmeister schon hier als abschreckendes Beispiel einer bis zur Unlesbarkeit gegenderten Bleiwüste, das sieht ja aus wie eine im Editor geöffnete PDF 😀 😀 😀

      • Tja Black Zora,
        ich gehe mal davon aus, dass du als Erstes gelehrt bekamst, ich zitiere
        „In den GS spricht man (und frau) … “ , dass der Genus niemals mit dem Sexus
        verwechselt werden darf, wie du uns hier so schoen das Ergebnis deiner,
        nun ja, Studie, beweist.
        Siehst du, das ist Gender!
        Wie kann man da den Rest deines Redens noch wirklich Ernst nehmen, wenn
        die Grundvoraussetung der Sprache nicht mal beherrscht/gelehrt wird?
        Aber wenn du schon „man“ als Sexus verbreitest, dann bitte Konsequent.
        Der Gerechtigkeit halber muß man naemlich sagen, daß Substantive wie
        Bosheit, Verschlagenheit, Dummheit, Schlechtigkeit, Karrieregeilheit,
        Luesternheit, Herrschaft, Diktatur, Diffamierung, Hirnkrankheit,
        Denkschwaeche Sprachlosigkeit, Frechheit, Eitelkeit, Scheinheiligkeit usf.
        im Deutschen allesamt das weibliche Genus mit sich führen, das „die“.
        Und nicht das maenliche „der“.
        Ist diese Tatsache nun Sexistisch, Frauenhassend und Patriarchaisch,
        oder einfach logisch?

  17. Ne unbeliebte Meinung zu haben ist immer n zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ermutigst du so die Leute dazu, mal über andere Perspektiven nachzudenken. Auf der anderen Seite machst du dich zur Zielscheibe für Radikale aller Art, denen deine Ansichten halt gegen den Strich gehen. Im Endeffekt musst du selbst wissen, ob dir das ganze Gelabere von den Leuten über dich so sehr auf die Senkel geht, dass du einfach getrost dem Motto „fuck it all“ demnächst deine Meinung besser für dich behältst. Ruhiger leben wirst du damit auf jeden Fall. Ob’s das wert ist, ist ne andere Frage.

  18. Hallo Helge,

    ich habe mich aus den Diskussionen unter deinem Blog bisher rausgehalten. Ich danke dir für diesen Post, denn wenn tatsächlich alles, was du hier schreibst, so stimmt, deckt sich deine Meinung zu Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Frauenquote etc. stark mit meiner eigenen.

    Dennoch: Auch ich habe in der Vergangenheit einige deiner Posts gelesen (wenn auch nicht alle), und ich muss denjenigen zustimmen, die dir vorgeworfen haben, „frauenfeindlich“ zu sein:

    Auch wenn es kaum ein einzelnes Zitat gibt, dass diese Auffassung beweisen könnte (zumindest kann ich mich gerade an kein herausstechendes erinnern), so blieb wie wohl auch bei vielen anderen bei mir häufig ein ungutes Gefühl im Magen, nachdem ich deine Posts gelesen hatte. Möglicherweise liegt es nur an deiner Art, dich auszudrücken oder an deinem Stil oder was auch immer, aber insgesamt hinterließen deine Posts den Eindruck, dass du dich ein bisschen zu sehr von deinem Feindbild, dem radikalen Feminismus (den auch ich übrigens ablehne), leiten lässt und deine Geringschätzung auf den übrigen Feminismus – der nicht anderes will als die Gleichberechtigung von Frauen und Männern – überträgst. Auch wenn du betonst, dass dem nicht so ist – es blieb einfach das Gefühl, nenne es vllt. „zwischen den Zeilen lesen“. Ungut fand ich auch deine Angewohnheit, immer wieder besonders hanebüchene Aussagen und Beispiele radikaler Feministen herauszupicken und diese zu zerpflücken und irgendwie lächerlich zu machen – denn es gibt Leute, die nicht differenzieren können und daraus folgern, dass der gesamte „Feministenkram“ Schwachsinn ist.Und es wirft auch auf dich ein schlechtes Licht – hast du es denn wirklich nötig, immer den „negativen“ Feminismus herauszustellen und anzuprangern, um deine Aussagen und deine Meinungen zu untermauern? Das zeigt ein wenig schlechten Stil, meiner Meinung nach.

    Was ich dann ebenfalls nicht gut fand, war deine Art, auf Kommentare einzugehen, die deine Meinung nicht teilten oder ablehnten. Hier hast du kaum sachlich auf Kritik reagiert, hast dich und deine eigene Meinung schnell als überlegen dargestellt und die andere Meinung als schlichtweg falsch hingestellt – zwar nicht wörtlich, aber doch implizierte dies der Ton deiner Aussagen. Oder du hast behauptet „das habe ich so niemals gesagt“ – was stimmte, GENAU SO hattest du es tatsächlich nicht formuliert, doch DAS war die Aussage, die an den Leser übermittelt wurde. Und wenn so viele Leser deine Aussagen auf dieselbe Art aufgefasst haben, solltest du vllt einmal überlegen, ob das daran liegt, dass du das, was du eigentlich sagen wolltest, falsch kommuniziert hast. Ob vllt dein Ton oder das „Zwischenzeilige“ eine andere Sprache sprechen als von dir beabsichtigt. Denn es müssen nicht immer die Leser diejenigen sein, die etwas falsch verstehen – manchmal hat man sich selbst einfach von Anfang an missverständlich ausgedrückt, und gerade bei einem so heiklen Thema wie Gendergerechtigkeit etc. sollte man einfach diplomatisch formulieren und genau darüber nachdenken, wie andere Leute die eigenen Aussagen interpretieren könnten.

    Zuletzt noch dies: Ich wäre dafür, wenn du deine eigene Meinung in Zukunft auf einem separaten Blog posten würdest. Denn dein Blog hier ist der offizielle News-Blog von Fanfiktion.de, sozusagen das Aushängeschild der Seite, der auf der Hauptseite erscheint, den auch viele Neulinge oder Nichtmitglieder sofort sehen und lesen und in den mMn außer FF.de-Angelegenheiten keine persönlichen Meinungen o.ä. gehören. Denn dies kann bei Nichtmitgliedern den Eindruck erwecken, dass es sich hier um die allgemein auf FF.de vertretene Meinung handelt. Und dies ist definitiv nicht bei allen Usern der Fall!

    Daher: Erstelle doch ein eigenes Blog, auf dem du „IMHO“-Beiträge von nun an veröffentlichst, verlinke den Blog meinetwegen irgendwo auf FF.de und weise deutlich darauf hin, dass es sich hierbei ausschließlich um die Meinung einer einzelnen Person bzw. des Administrators handelt und auf keinen Fall die Ansichten der übrigen User widerspiegeln soll.

    Dennoch: Danke für diesen aufschlussreichen Post und wie gesagt, in vielen Punkten stimme ich mit dir überein. Nur war mir das bisher ehrlich gesagt nicht bewusst, da deine bisherigen Posts häufig ein eher anderes Bild vermittelten.

    Liebe Grüße,
    Deja Vu

    • ich muss denjenigen zustimmen, die dir vorgeworfen haben, „frauenfeindlich“ zu sein
      und deine Geringschätzung auf den übrigen Feminismus – der nicht anderes will als die Gleichberechtigung von Frauen und Männern – überträgst

      Selbst wenn dies stimmen würde, und ganz so undifferenziert ist es keineswegs, dann wäre ein Frauenfeind jemand, der den Feminismus kritisiert. Ist Feminismus mittlerweile wirklich eine Religion, die man nicht mehr kritisieren darf? Und wer es doch tut, ist ein Ketzer und gehört verbrannt? 😉

      Hier hast du kaum sachlich auf Kritik reagiert, hast dich und deine eigene Meinung schnell als überlegen dargestellt und die andere Meinung als schlichtweg falsch hingestellt

      Bring bitte ein paar konkrete Beispiele. So kann ich damit leider nicht viel anfangen. Es ist einfach zu generisch.

      Und wenn so viele Leser deine Aussagen auf dieselbe Art aufgefasst haben, solltest du vllt einmal überlegen, ob das daran liegt, dass du das, was du eigentlich sagen wolltest, falsch kommuniziert hast.

      Absolut gesehen sind es gar nicht soviele. Aber um das zu vermeiden, habe ich ja extra Gwenny und einige andere Frauen gebeten, jedes mal über den Text drüberzulesen. Haben sie mich beschwindelt, als sie ihr OK gaben und sagten, dass alles klar verständlich sei? Oder haben wir vielleicht doch eine kleine Klientel, die schlicht und einfach so wie auch Tom174 es beschrieb, Feminismuskritik automatisch als Misogynie interpretiert?

      Danke für diesen aufschlussreichen Post und wie gesagt, in vielen Punkten stimme ich mit dir überein. Nur war mir das bisher ehrlich gesagt nicht bewusst, da deine bisherigen Posts häufig ein eher anderes Bild vermittelten.

      Ich garantiere dir, das Mißverständnisse komplett unintendiert waren. Meine Grundüberzeugungen haben sich nicht geändert, das einzige was sich geändert hat, ist das ich mir mehr Gedanken über die Zukunft mache.

      • nein, nein, Helge, es ist, wie bei jeder gesellschaftlichen Strömung, nur eine überschaubare Handvoll trillerpfeiffiger Gegendemonstrant*_#.I.nnen, die mangels Argument mittels Lautstärke zu kompensieren suchen 😀

    • Hi Deja Vu,
      „Geringschätzung auf den übrigen Feminismus – der nicht anderes will als die Gleichberechtigung von Frauen und Männern – überträgst.“
      Wo genau findet sich denn dieser übrige Feminismus noch? Ich habe, seit ich mich mit „dem“ Feminismus beschäftige doch einiges gelesen. Journalistisch sehr gehyped, als die Vertreterin des Feminismus, ist Anne Wizorek. Ich habe ihr Buch gekauft und gelesen, und, die allermeisten tun es als radikalen Feminismus ab. Ich meine es wirklich ernst, wo finde ich das, was du als „normalen“ Feminismus bezeichnest? Emma? Mädchenmannschaft? Antje Schrupp? Jezebell?
      Radikal finde ich das was Helge auskramt nicht wirklich. Radikal ist sowas wie witchwind (PiV is always Rape), radikal ist eine Julie Bindel (auch wenn sie für den Guardian schreibt), die alle Männer in ein Lager sperren will, frauen dürfen uns dann wie Bibliotheksbücher ausleihen. Das Label des Feminismus, das bis vor einer Weile wirklich für Gleichberechtigung stand, wurde schon vor einer ganzen Weile entführt. #killallmen #masculinitysofragile das ist das, was heute unter dem Label Feminismus passiert.
      Eine Bewegung die vorgibt sich für die gleichen Rechte beider Geschlechter einzusetzen und solche Sätze wirklich glauben: „Women have always been the primary victims of war. Women lose their husbands, their fathers, their sons in combat. Women often have to flee from the only homes they have ever known. Women are often the refugees from conflict and sometimes, more frequently in today’s warfare, victims. Women are often left with the responsibility, alone, of raising the children.“ Die, wie Alice Schwarzer glauben, es ist ok männliche Babys zu beschneiden, weil dann Frauen ein bisschen besser vor dem HPV geschützt sind (Impfen ist ja böse). Femininsmus hat sich nie für gleiche Rechte beider Geschlechter eingesetzt, sondern nur für mehr Frauenrechte. Das führte eine ganze Weile für mehr Gleichberechtigung, inzwischen wird das aber einseitig. Wenn du dir anschaust, mit welchen Argumenten die feministische Seite gegen einge Quote für Männer wetterte, dann siehst du schon, woher der Wind da weht.
      Beschäftige dich ein wenig mit feministischer Theorie, fang hier an http://feminismus101.de/, Annes Buch, Dworking, Solanas, Mackinnon… ich halte das für gefährlich. Für wie gefährlich, das sieht man in den USA gerade. Und das nicht nur gefährlich für die Jungs die aufgrund einer bloßen Anschuldigung von der Uni fliegen. Gefährlich für alle Studenten, die in einem ganz seltsamen Klima der Angst aufwachsen.
      In Europa gibt es Bestrebungen, Kritik am Feminismus unter Strafe zu stellen (http://www.heise.de/tp/news/Intolerantes-Toleranzpapier-2014716.html) . Nicht Kritik an der Gleichberechtigung, nein, am Feminismus. Wer bezweifelt, dass es ein Patriachat gibt, Anzeige. Und, Feministen zu widersprechen ist ja schon gleichzusetzen mit körperlicher Gewalt (UN Women die Woche).

      Gruß,
      Tom174 (der hofft, dass sich ganz viele Menschen mit dem Feminismus wirklich beschäftigen und sich nicht nur mit der Wörterbuchdefinition abfinden)

      • „Wer bezweifelt, dass es ein Patriachat gibt, Anzeige.“

        Gerade die letzen Sätze klingen schon paranoid. Aber wer Toms Aussagen googelt wird merken, daß das bittere Realität ist.

        Realität ist übrigens auch, daß (nicht nur) ich Feminismuskritik strikt unter Pseudonym schreibe. Die nächste Beförderung, die nächste Bewerbung und meine Meinung kann sehr schnell gegen mich ausgelegt werden. Denn was weiß ich wie die Gleichstellungsbeauftragte drauf ist. Ähnlich beim Familiengericht.

  19. Was ich heute erlebe ist, dass sich viele Leute oder bestimmte Gruppen gerne als Opfer sehen und es einfach viel zu viel an Selbstviktimisierung gibt. Es gibt eben diese Feministinnen, die sehen in allem einen Angriff. In jedem fiktiven, weiblichen Chara, der schwache Seiten zeigt, in einem zu langen Blick eines Mannes, bei jedem Job, den man als Frau nicht bekommt (die wahren Gründe, egal), etc…

    Uh eh… Männer besitzen halt mehr Muskelmasse, man muss nicht alles zwanghaft gleichmachen. Das ist keine Gleichberechtigung.

  20. Lieber Helge,

    ich gehöre zu denjenigen, die aus der Männerrechtlerblase zu Dir gekommen sind und ich finde toll was Du schreibst. Überhaupt nicht nachvollziehen kann ich, daß nicht jeder (und jede!) zu 100% hinter dem steht was Du oben schreibst, wenn er sich auch nur ein kleines bisschen um Gleichberechtigung kümmert. Mir gefällt natürlich sehr, daß Du diese revolutionären Ideen der Gleichberechtigung auch ein bisschen unter die Leute bringst, die sich erst mal nicht dafür interessieren oder denken, daß der Feminismus das schon richtig macht.

    Wer sich nicht interessiert, muß ja auch nicht mitlesen. Wer anderer Meinung ist als Du hat hier ein wirklich gutes Forum um argumentativ dagegen zu stehen. Ansonsten schadet ein bisschen Gleichberechtigung auch nicht, wenn gleichzeitig übelster Männerhaß an prominenter Stelle ausgekübelt wird. Das neueste aus dem Tollhaus ist zB das hier: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/gleichberechtigung-das-maerchen-von-managerinnen-kolumne-a-1054506.html

    Wo ich die Kommentare der roten Zora lese. Ja, Feminismus ist scheiße. Und mir fällt es ein bisschen schwer ihre verdrehten Kommentare zu lesen. Aber ich finde ihren Abgang schade. Trotz der recht radikalen und merkwürdigen Ansichten hatte ich zumindest das Gefühl, man könne sich grundsätzlich mit ihr auseinandersetzen. Was ich wirklich selten finde. Schade.

    • Black Zora, soviel Zeit muß sein – allerdings las ich beim ersten Anlauf auch den Spitznamen von Wolfgang Helds großartiger Protagonistin 😀 das ist wohl ein Reflex, der mit Zora verbunden ist 😉

      • Die „rote Zora“ war in der BRD in den 70er Jahren eine linksterroristische Frauengruppe, daher ist die Associacion zur schwarzen Zora schon korrekt

        • Nein. Mein Nickname bezieht sich auf Helds „Rote Zora“ und die Tatsache, dass ich vor fast zehn Jahren, als ich meinen Account angelegt habe, vor allem „dunkle“ Geschichten geschrieben habe.

          Bitte unterlasse diffamierende Unterstellungen. Danke.

          • Diffamierend? Wen ich auf eine Tatsache hinweise.
            Interessant.
            Eine andere rote Zora kenne ich nicht. Ich lebe, dem Herrn sei Dank, seit 20 Jahren im fernen Ausland und bin, wenn ich all eure kuenstlichen Zores hier lese, von Tag zu Tag gluecklicher…
            Weisst du was latenamerikanische Frauen zu und ueber euch sagen?
            Ihr werft alle eure Weiblichkeit weg.
            Und glaube mir eines: Die Frauen hier sind so etwas von staerker und selbstbewusster als ihr in Deutschland, und dennoch weiblich.

          • »Die rote Zora und ihre Bande« ist ein Kinderbuch aus den frühen Vierzigern, das nach Erlebnissen realer Protagonisten verfaßt wurde – die zwanzig Jahre sind also keine Erklärung.

          • „Ihr werft alle eure Weiblichkeit weg.“

            Was gibt es da „wegzuwerfen“? Schon mal darüber nachgedacht, dass manche Leute einfach nicht das SIND, was du dir unter „weiblich“ vorstellst – von Natur aus? Sollen sie sich dazu zwingen, damit du dich besser fühlst?

            Es wäre auch nett, wenn du nicht ständig über eine ganze Menschengruppe (deutsche Frauen), die noch dazu absolut keine homogene Masse ist, meckerst und motzt. Es ist so widerlich.

          • „Ihr werft alle eure Weiblichkeit weg.“

            Was gibt es da „wegzuwerfen“? Schon mal darüber nachgedacht, dass manche Leute einfach nicht das SIND, was du dir unter „weiblich“ vorstellst – von Natur aus? Sollen sie sich dazu zwingen, damit du dich besser fühlst?

            Es wäre auch nett, wenn du nicht ständig über eine ganze Menschengruppe (deutsche Frauen), die noch dazu absolut keine homogene Masse ist, meckerst und motzt. Es ist so widerlich.

            Danke für diese Antwort! Dem kann ich nur zustimmen.

            @ Helge: Ist es nötig, dem hier – nur einen Klick von der fanfiktion-Startseite entfernt – ein Portal zu geben? Bemerkst du wirklich nicht, wie dieser politische Blog die Stimmung auf der Seite vergiftet?

            Wieso kannst du deinen Blog nicht auf einer weniger ins Auge schießenden Stelle verlinken? Öffne ich fanfiktion.de, springt mir sofort oben (beinahe mittig) in Fettdruck und mit einem „seht alle her“-Fähnchen versehen, dein neuester Blogbeitrag ins Auge. Will ich dagegen Prosa lesen, muss ich erstmal scrollen und suchen. Solange es wirklich um die Seite ging (News zu Kategorien oder sonstiges), war das kein Problem, aber inzwischen besteht dein Blog ja vor allem aus (gesellschafts-)politischen Themen und den Verbalattacken irgendwelcher User. Ich fühle mich unwohl dabei, egal ob ich es nun zu ignorieren versuche und dennoch weiß und sehe (Ort der Verlinkung, Fettdruck, Fahne), dass es wieder weitergeht, oder tatsächlich anklicke und sehe.
            Muss das sein?
            Sollte das Gewicht dieser Webseite nicht lieber weiterhin auf Prosa/Poesie verschiedenster Art liegen?

          • klassenerster@ Die lateinamerikanischen Frauen sagen also über uns, wir werfen unsere weiblichkeit weg.
            Ich sage über die meisten lateinamerikanischen Frauen, die ich persönlich kenne, und über ander kann ich nichts sagen, das sind Zicken. (Eine Zicke kann der eher diffusen Wortbedeutung nach unter anderem überspannt, launisch, eigensinnig, selbstverliebt, spitz, neidisch, eifersüchtig, arrogant und/oder ungerecht sein.
            Seit den 1990er Jahren hat der Ausdruck sehr an Verbreitung gewonnen. Seit dieser Zeit sind einige Neologismen um den Ausdruck Zicke entstanden, zum Beispiel der sogenannte „Zickenalarm“, der meist einen heftigen Konflikt zwischen mehreren „Zicken“ untereinander bezeichnet.
            Seit 2006 steht der umgangssprachliche und abwertende Begriff „Zickenkrieg“ im Duden. Quelle Wikipendia)

  21. Also ich muss zugeben, manchmal weiß ich wirklich nicht so genau, auf welcher Seite du stehst. Als frauenfeindlich habe ich dich aber nie gehalten. Man müsste da auch extrem viel Selbstgedachtes reininterpretieren, um deine Texte als frauenfeindlich zu sehen.

    Ehrlich gesagt habe ich mich immer als Feministin gesehen, WEIL ich für die Gleichheit der Geschlechter bin. Feminist zu sein bedeutet für mich nicht wirklich, dass Frauen die Männer unterdrücken sollten, oder sonst irgendeine Unstimmigkeit. Ich habe keinen unbegründeten Hass gegenüber Männern, ich kann einfach nur gar keine Form von Diskriminierung leiden, weil sie eben für mich vollkommen unlogisch ist.
    Für mich persönlich kann ein Mensch mit seinem Körper und mit seinem Geist alles machen, was er will, nur sollte kein Recht des Anderen dabei verletzt werden. Der Rest geht mich ehrlich gesagt auch nichts an.

    Wenn ich irgendwelche feministischen, öffentlichen Stellungen höre, die besagen, dass Männer die Quelle allen Übels sind, kann ich einfach nur den Kopf schütteln. Männer sind genauso wie Frauen auch nur Menschen und wenn man Frauen nicht diskriminieren soll, dann sollte man auch keine Männer diskriminieren. Alles andere ist einfach nur unlogisch.
    Wie kann man denn verlangen, dass man selbst gerecht behandelt werden soll, und gleichzeitig das andere Geschlecht ungerecht behandeln?
    Ich wünsche keinem Menschen auf dieser Welt diskriminiert, oder sonst irgendwie verletzt zu werden. Es ist ein unglaublich demütigendes und kraftraubendes Gefühl und niemand verdient es, so behandelt zu werden.

    Am Besten wäre es, wenn wir alle einfach Respekt für unsere Mitmenschen empfinden und deren Meinung akzeptieren, aber ob die Menschheit jemals so weit sein wird, ist fraglich.
    Wenn ich ehrlich bin, ist es leider nahezu unmöglich.

    • „Wenn ich irgendwelche feministischen, öffentlichen Stellungen höre, die besagen, dass Männer die Quelle allen Übels sind, kann ich einfach nur den Kopf schütteln. “

      Ich beschäftige mich nun schon eine ganze Weile mit dem Feminismus. Und mein größtes Problem damit ist, daß ich eigentlich nur solche Sachen höre. Und keinen Widerspruch anderer, die sich als Feministen bezeichnen. Am ehesten kommen noch Argumente wie von Black Zora (danke Severin), daß es „den“ Feminismus gar nicht gäbe. Also immer, wenn man auf eine Männerhasserin zeigt, dann ist das doch keine wahre Vertreterin. Dann gibt es aber eigentlich so gut wie keine wahre Vertreterin und insbesondere keine, die diesen widerspricht.

      • Zitat Gerhard: „Dann gibt es aber eigentlich so gut wie keine wahre Vertreterin und insbesondere keine, die diesen widerspricht.“

        Bei sozialen Bewegungen ist es eben nicht wie in der katholischen Kirche, wo der Papst per Definition alle Angehörigen seiner Bewegung vertritt – und auch da gibt es ja durchaus Widerspruch aus den eigenen Reihen. 😉

        • Wenn du meine persönliche Meinung hören willst: Zum Thema feministische Theoriebildung, auch zu den Konflikten und Brüchen innerhalb des Feminismus, kann ich die Arbeiten von Gudrun-Axeli Knapp empfehlen. Die drückt sich auch ziemlich allgemeinverständlich aus.

          • Weißt du, irgendwie ist es schon komisch (im Sinne von nachdenklich – merkwürdig). Du wirfst dem Webseitenbetreiber offensiv vertretene politische Meinungsbildung vor und machst – den Raum für dich zu. Mit dem Verlassen der Webseite jedoch strafst du die Gesamtheit ab, ziehst sie in Verantwortung für etwas das man richtig verstehen, wie falsch verstehen kann. Wo die Frage bleibt, was nun ist Richtig, oder Falsch. Du entziehst (so ich die Zahl jetzt richtig im Kopf behielt) 250000 Besuchern dieser Webseite die Möglichkeit deine Geschichten zu lesen. Ein Verweis auf andere Webseiten ist zwar nett, nur, das wird vielfach daran scheitern das man sich wegen einem einzigen Autor möglicherweise doch nicht auch dort einloggt. Also schadest du dir auf bestimmte Weise auch selbst. Würde ich meinen wollen.
            Natürlich ist eine Kündigung wegen Mißverständnissen mit dem ‚Boß‘ wohl eine der meisten Ursachen für eben Kündigungen, unser ‚Boß‘ hier ist jedoch eher Moderator. Und da man sich ja erstmal die Mühe machen muß dort irgendwo rechts ein paar Mal draufzuklicken … kann man den Bereich auch ohne weiteres ignorieren, weil dieses Ignorieren geschätzte 249899 User auch tun. Die im größeren linken Webseitenbereich die sie interessierende Auswahl allein schon ausreichend finden.
            Mmh, wie gesagt, ich seh das Problem eher dahingehend, das du in erster Linie das Gros der anderen User abstrafst und in zweiter Linie dir damit selbst Schaden zufügst. In dem Fall führte Stolz zu Hochmut, zu Überreaktionen.
            (ob dies eine gewisse rote Zora aus dem gleichnamigen Kinderbuch auch macht/gemacht hat?)

            (PS: Mit Kinderbuch ist „Die rote Zora und ihre Bande“ gemeint, hab fast vergessen das auch ich nicht sämtliche Bücher der deutschsprachigen Welt kenne)

          • Zitat Lifegamer: „Mit dem Verlassen der Webseite jedoch strafst du die Gesamtheit ab, ziehst sie in Verantwortung für etwas das man richtig verstehen, wie falsch verstehen kann. Wo die Frage bleibt, was nun ist Richtig, oder Falsch. Du entziehst (so ich die Zahl jetzt richtig im Kopf behielt) 250000 Besuchern dieser Webseite die Möglichkeit deine Geschichten zu lesen. Ein Verweis auf andere Webseiten ist zwar nett, nur, das wird vielfach daran scheitern das man sich wegen einem einzigen Autor möglicherweise doch nicht auch dort einloggt.“

            Man muss sich weder auf anderen Portalen einloggen, um lesen zu können. Kommentare kann man dort ebenfalls unangemeldet schreiben. Von daher funktioniert deine Theorie nicht.

            Zitat Lifegamer: „Und da man sich ja erstmal die Mühe machen muß dort irgendwo rechts ein paar Mal draufzuklicken … kann man den Bereich auch ohne weiteres ignorieren, weil dieses Ignorieren geschätzte 249899 User auch tun.“

            Ich *möchte* Helges politische Positionen aber nicht ignorieren, solange ich mich noch auf dieser Webseite aufhalte. Er *ist* das Aushängeschild von ff.de, und damit gehen seine öffentlich vertretenen Positionen meiner Ansicht nach jede_n Nutzer_in der Seite etwas an.

            Zitat Lifegamer: „In dem Fall führte Stolz zu Hochmut, zu Überreaktionen.“

            Ich habe mir die Entscheidung, die Seite zu verlassen, ganz sicher nicht leicht gemacht, und monatelang darüber nachgedacht. Was es mit Hochmut zu tun haben soll, wenn man die politische Position eines Seiteninhabers nicht teilt, sie auch durch Ignorieren nicht stillschweigend unterstützen möchte und seine Seite daher verlässt, nachdem frau sich – auch auf Wunsch des Seitenbetreibers – zu den Gründen erklärt hat, erschließt sich mir nicht.

          • Eine absolut bemerkenswerte Erwägung hierzu ist die von Sakurazukamori. Bitte schau dir dir einmal an.

            Abgesehen davon sind mir die User, so wie du es andernorts behauptet hast, keineswegs egal. Das Problem besteht in der Regel nur darin, dass ich eine Interessensabwägung durchführen muss. Fairness muss oberstes Prinzip sein, selbst dann wenn viele User dies nicht direkt beobachten können, weil wir die Informationen im Interesse der Privatsphäre nicht öffentlich machen können. Ein Beispiel: Mir wurde vorgeworfen, dass ich User, deren Meinung mir nicht passen würde, sperren oder gar löschen würde. Beides habe ich noch nie getan. Ja, es wurden schon User gesperrt oder gelöscht, aber niemals weil ihre Meinung nicht konform zu meiner gewesen sei. Selbst hier im Blog, den ich selbst moderiere, lasse ich deutlich mehr laufen, als ich vielleicht sollte, weil das Löschen von Beiträgen in meinen Augen immer ein wenig in Richtung Zensur geht.

            Und wie gesagt, du solltest die Bedeutung des Blogs nicht überschätzen. Hier schauen grade mal knappe 1.000 von 250.000 Besuchern vorbei. Mich als Aushängeschild sehen zu wollen, ist da sicher etwas übertrieben. Außerdem solltest du dann auch nicht ganz vergessen, dass ich im Interesse eines diverseren Meinungspools explizit und wiederholt das Angebot gemacht habe, Gastbeiträge zu veröffentlichen. Die Hürde dafür ist einfach: Sie müssen sachlich sein und ein positives Menschenbild transportieren.

          • Es macht aber Mühe, die genannten Webseiten extra aufrufen zu müssen, nur um einer Autorin folgen zu können. Hier sind wir doch eigentlich ganz gut versammelt?

            Wenn wir eine Umfrage, hier auf FF.de, machen würden? Was schätzt du? Wieviele User/innen, nie wirklich nach rechts auf den Bildschirm geschaut haben? Ich mach das auch nur in schreibfaulen Phasen … 😉

            Irgendwie erscheint es mir schon, wie Hochmut. Wenn man aufgrund vorgegebener ‚politischer‘ Unverträglichkeit, eine Seite wie FF.de verläßt. Ich fühle nicht, als ob ich als User dieser Seite, Helge in irgendeiner Form Unterstützung leiste. Außer in dem Fakt das diese Seite eher von den veröffentlichten Geschichten lebt. Und nicht von irgendwelchen Wortbeiträgen im Blog. Ich finde es tatsächlich Schade wenn irgendwer, Du, hier einfach verschwindest. Ein bissel Gekränkt sein gestehe ich jedem zu, nur, ich bin mir sicher, Helge meint seine Meinungsäußerungen nicht derart persönlich das man ihn als letzte Möglichkeit schlagen müßte. Er gibt zu Bedenken. Und was wir daraus machen, bestimmt die Freiheit unseres Denkens. Helge als Aushängeschild anzusehen, wer kommt denn auf den Gedanken? Ich jedenfalls nicht. Obwohl ich einen Helge kenne, der aber, glaub ich, nicht aus dem Norden stammt.
            Mach es dir nicht selbst schwer. Ich bin sicher das es eine technische Möglichkeit gibt, das deine schon gelöschten Geschichten (Hey, das erinnert an Bücherverbrennung!) ohne als Neu betrachtet zu werden, wieder hergestellt sind. Allgemein geht man doch davon aus das ein jeder Mensch einen Wert besitzt. Und hier gibt es so viele, verdammt nochmal, User/innen, die eigentlich nur wegen ziemlichen Lebenstiefen zum Schreiben gefunden haben. Wegen mir darfst du ignorieren was Helge, aus deiner Sicht, denken könnte. Oder mißgelaunte, Andere. Nimm den Kopf hoch. Und habe den Mut zu bleiben. Mit einem Verschwinden löst du nur anscheinend dein Problem mit Ansichten anderer. Auf Kosten derer die späterhin dich leider nicht mehr wahrnehmen können.

            Ah, und, das darfst du glauben. Da ein Mensch seine Ansichten durchaus zu verändern in der Lage ist, im Laufe seines Lebens … (ach was, spring einfach, über die aktuellen Schatten)

          • Früher habe ich Fanfiktion.de gerne meinen Freunden empfohlen, wenn sie gute deutschsprachige Fanfiktion suchten. Heute sind mir diese Empfehlungen schon richtig unangenehm und peinlich. Ich persönlich finde, dass neue Besucher von fanfiktion.de den Eindruck bekommen könnten, ich wäre derselben Meinung wie Helge in seinem Blog oder alle User würden Helges Ansichten zustimmen.

            Ich persönlich möchte nicht nicht mit den politischen, persönlichen Ansichten von Helge oder auch anderen Bloggern in Verbindung gebracht werden, egal welcher politischen Richtung, ich unterstütze keine davon. Außerdem empfehle ich fanfiktion.de nicht mehr weiter.

            Das wird Helge auch egal sein, aber ich habe mich von Fanfiktion.de deswegen fast ganz verabschiedet. Wenn so viele Leute Helges Blog gut finden, würden sie doch auch auf seinen persönlichen Blog gehen, dort seine Beiträge lesen und hier könnte es nur noch um Fanfiktion gehen.

          • @ Leser

            Das ist Äpfel mit Birnen vergleichen … Der Blog hat nichts mit FF zu tun.

            Es ist schade, dass du dich so von der Meinung von anderen abhängig machst. Denn, was hat FF bzw. Helges Blog mit deiner Meinung zu tun???

          • „Bei sozialen Bewegungen ist es eben nicht wie in der katholischen Kirche, wo der Papst per Definition alle Angehörigen seiner Bewegung vertritt – und auch da gibt es ja durchaus Widerspruch aus den eigenen Reihen. ?“

            Und das ist auch gut so. Nur sollte daraus kein Totschlagsargument gestrickt werden.

            „Wenn du meine persönliche Meinung hören willst: Zum Thema feministische Theoriebildung, auch zu den Konflikten und Brüchen innerhalb des Feminismus, kann ich die Arbeiten von Gudrun-Axeli Knapp empfehlen. Die drückt sich auch ziemlich allgemeinverständlich aus.“

            Gut! Als Empfehlung, falls sich wer mit feministischer Theoriebildung befassen möchte ( was ich für nicht unbedingt erforderlich halte ) mag das i.O. sein, keine Ahnung ( kenne die Dame nicht ).
            Aber es riecht ein wenig, nämlich danach, daß es suggerieren soll, daß es „den Feminismus“ ja gar nicht gäbe. Und das ist ein Totschlagsargument, das die letzten Tage offenbar und an verschiedenen Stellen gern ausgelutscht wird. Gerade der Terminus „feministische Theorienbildung“ taucht in dem Zusammenhang immer wieder auf.
            Verkürzt soll damit gesagt werden: „Halt die Klappe, Du hast ja keine Ahnung“.
            ( oder man möchte vielleicht auch Grundsatztheoriker damit einspannen, die tatsächlich immer wieder darauf anspringen, bis der unbedarfte Leser eingeschlafen ist )
            Ein Rückzugsgefecht, der untersten Kajüte ( grundsätzlich, ob Zora das hier nun zufällig rausgerutscht ist und möglw. gar nicht so gemeint sein mag, lasse ich einfach mal dahingestellt sein, mir geht es um den ach so beliebten Textbaustein, der die Runde macht ).
            Die Sache gestaltet sich aber sehr viel einfacher, wenn man die enthaltene Rabulistik verkürzt betrachtet ( und das ist hier m.E. durchauszulässig ) und sagt:
            Nö! Resp. doch, es gibt den Feminismus. Sprachlich hat sich gerade gestern oder heute eine Dame an anderer Stelle so dazu widersprochen ( sinngemäß, ich muß sie jetzt nicht auch noch per verlinktem Zitat outen ):
            „Es gibt ‚den Feminismus‘ nicht, denn er besteht aus vielen Strömungen.“
            Ja, nee, is klar, nä?

            Für nicht ganz so blitzartige Merker ( ich habe auch erst mehrfach geschluckt, bis ich wußte warum): Etwas das es nicht gibt, besteht aus exakt gar keiner Strömung. Natürlich gibt es ihn und da gerade Feministen in dem Bezuge auf Differenzierung bestehen, gilt es dazu ein wenig zu spezifizieren.
            Zum ersten, Feministische Theorie und Randgruppen:
            Gibt es satt und reichlich und viele davon sind winzig, unbedeutend und praktisch unbekannt.

            Zweitens, Mainstream: ist das was am bekanntesten ist und die meiste Wirkung entfaltet.

            Anders gesagt: Kelle ist scheinbar offiziell Feministin und sicherlich komplett atypisch, sie wird von den restlichen Femis nahezu ausnahmslos verteufelt.
            Solanas ist ebenfalls atypisch und wird trotzdem weltweit von vielen Feministen hochgeehrt.
            ( Das Bißchen Mordversuch und Klapsmühlenkarriere sind im Schnitt scheinbar weniger schlimm, als das Eintreten für die freie Entscheidung einer Frau, lieber doch Hausfrau und Mutter zu sein 🙂 )

            Beide sind also keineswegs „der Feminismus“. Soweit, so gut.

            Der Mainstream ist es aber, denn er ist gemeint, wenn jemand ohne nähere Angaben „den Feminismus“ kritisiert.
            Was Schmollack&Östereich, Wizorek, Heiliger, Strick, Rosenbrock ( &Co ), Helbig etc. so absondern und besonders was davon durch die „Qualitätsmedien“ gepeitscht wird, das ist der Feminismus im umgangssprachlichen Sinne. Zu Recht!
            Man mag noch ein wenig darum herumzirkeln, bspw. Schrupp, Christine Bergmann, J. Klöckner, M. Schwesig, dazuschmeißen, auch das „Männermanifest“ und das Frauenstatut von Grünbrauns, oder ein paar Gleichstellungsverordnungen.

            Das reicht als Definitionsgrundlage was Feminismus in der Praxis hier und jetzt in D. bedeutet vollkommen aus.
            Auf Europaebene braucht man bloß mal nach Viviane Reding zu googlen und hat damit die politischen Bestrebungen ( bspw. das Kritikverbot ) grob erfasst.

            Nur das ist aber für Otto N. relevant, denn es kann ihm wurscht sein, was irgerndwer in dicken Büchern mal angebl. erarbeitet hast, was zählt ist das, was es mit seinem Hintern gerade jetzt veranstaltet.
            Das heißt nicht, daß ein wenig Grinterhundwissen vollkommen unnötig wäre, aber über den Feminismus kann man sich auch im JobCenter, im Restaurant, im Fernsehen, oder sonstwo hinreichend informieren und sich eine durchaus kompetente, kommunikationswürdige Meinung bilden. Grob zwar, aber angemessen zutreffend.

            Noch anders gesagt: Das Totschlagsargument ( „Lies erstmal 10 dicke Bücher, sonst kannst Du gar nicht mitdiskutieren“ ) ist längst von Theoretikern in sämtlichen Facetten gründlich tranchiert worden und für den schlichten Normaldenker per se lächerlich, es ist verbrannt.

            Es gibt den Feminismus, er setzt sich aus verschiedenen Strömungen zusammen. Und wer beobachtet, was die akut wirksamsten davon mit uns allen anzustellen versuchen ( und zum Teil auch schon durchgekeult haben ), kann sich auch in ausreichender Fachlichkeit dazu äußern!
            Punkt!

            Lustig sind, ganz am Rande erwähnt, weil selbstzerlegend, Privatfeminismen. Also „mein Feminismus“, oder „der richtige/wahre Feminismus“.
            Derartiges sagt mehr über den jeweiligen Verfasser, als über irgendeinen signifikanten Feminismus.
            Dazu reicht es, sich Privatkommunismen, -faschismen, -humanismen, etc.pp. vorzustellen. Bestenfalls küchentheoretische Gebilde von genau Null Relevanz ( was übrigens nix über die mögliche Qualität aussagt, die darin enthalten sein mag, nur hat es i.d.R. – manchmal vielleicht sogar bedauerlicherweise – keinerlei Wirkung auf die Gesellschaft ).

      • @Gerhard

        Eben genau das ist auch mein Problem. Immer wenn ich Frauen und Männer höre, die gegen den Feminismus sind, weil sie Feministen für z.B. „aufmerksamkeitssüchtige Schlampen“, oder eben „Männerhasserinnen“ halten, stimmt mich das sehr unwohl.
        Das Problem ist ebenfalls die Frage, wie genau meine Interpretation vom Feminismus diesen beeinflusst. Kann ich wirklich noch behaupten, dass der Feminismus eine Bewegung für die Gleichheit ist, wenn die Mehrheit eine ganz andere Auffassung davon hat? Vor allem, was macht das dann aus den früheren Frauenrechtlern, denen es teilweise sogar nur um das Wahlrecht gegangen ist. Meiner Meinung nach waren das damals definitiv Feministen.

        Vielleicht sollte man einfach eine Trennungslinie ziehen und solche „Männerhasserinnen“ einfach Neo-Feministen nennen, oder vielleicht muss ich auch akzeptieren, dass Feministen schon lange nicht mehr nur für Gleichheit stehen und ich mir eine neue Richtung aussuchen muss, unter der ich mich einordnen kann.

        „Und mein größtes Problem damit ist, daß ich eigentlich nur solche Sachen höre. Und keinen Widerspruch anderer, die sich als Feministen bezeichnen.“

        Auch wenn meine Aussagen jetzt wohl kaum die Interpretation einer ganzen Gruppe ändern wird, ich widerspreche dem grundsätzlichen Männerhass und alles was dazu gehört als – in meinen Augen immer noch – Feministin. Meiner Meinung nach fühlt sich eine „wahre“ Feministin keineswegs generell bedroht, oder diskriminiert von Männern. Ihr Ziehl ist es diese leider immer noch aufkommenden Fälle von eben genannter Diskriminierung zu verhindern.

        • „Eben genau das ist auch mein Problem. Immer wenn ich Frauen und Männer höre, die gegen den Feminismus sind, weil sie Feministen für z.B. „aufmerksamkeitssüchtige Schlampen“, oder eben „Männerhasserinnen“ halten, stimmt mich das sehr unwohl.“

          Zu Recht, denke ich, was aber differenzierungswürdig ist. Wer nix anders äüßert als „alles aufmerksamkeitssüchtige Schlampen“, ist nicht sonderlich ernst zu nehmen, obwohl seine Meinung durchaus gerechtfertigte Ursachen haben mag, aber er projiziert sie pauschal auf alle unter dem Begriff zusammengefassten Personen.
          „Männerhasserinnen“ eigentlich auch, wobei man aber sagen kann, daß der übliche Feminismus, der gerade als Doktrin die Gesellschaft malträtiert, allerdings männerfeindlich ist.

          „Das Problem ist ebenfalls die Frage, wie genau meine Interpretation vom Feminismus diesen beeinflusst. Kann ich wirklich noch behaupten, dass der Feminismus eine Bewegung für die Gleichheit ist, wenn die Mehrheit eine ganz andere Auffassung davon hat? Vor allem, was macht das dann aus den früheren Frauenrechtlern, denen es teilweise sogar nur um das Wahlrecht gegangen ist. Meiner Meinung nach waren das damals definitiv Feministen.“

          Dazu habe ich gerade einiges hier geschrieben, scrolle doch einfach mal ein wenig.
          Ob die Frauenbewegung nun als Frauenrechtler zu bezeichnen ist, ist ein anderes Thema. Da gibt es zwischen den Männerrechtlern, Maskulisten und Humanisten u.s.w, auch immer lustige Interpretationsschlachten, die aber m.E. eher Sprachverwirrungen als Definitionsdispute durchhecheln.

          Daß sich Frauen zusammenschließen, um als solche zusammen mit Männern für Umsetzung irgendwelcher Rechte einsetzen, die sie nicht haben, ist völlig i.O., umgekehrt logischerweise genau so.
          Ebenso natürlich das Eintreten gegen tatsächliche Diskriminierungen.

          „Vielleicht sollte man einfach eine Trennungslinie ziehen und solche „Männerhasserinnen“ einfach Neo-Feministen nennen, oder vielleicht muss ich auch akzeptieren, dass Feministen schon lange nicht mehr nur für Gleichheit stehen und ich mir eine neue Richtung aussuchen muss, unter der ich mich einordnen kann. “

          Tja, mit einem Privatfeminismus wirst Du vermutlich mitten zwischen die Fronten geraten, die z.Zt. üblichen Feministen werden Dich wohlmöglich zur „Maskuschlampe“ erklären, die Gegner Dich als „Feminazi und Männerhasser“ angreifen.
          Ob Du das für sinnvoll hältst, mußt Du selbst entscheiden.
          Ich würde den dritten Weg wählen, also, sofern Du einen Ismus möchtest, z.B. den Humanismus ( ich komme auch ohne den ganz gut klar ).
          Überlege doch einfach mal, was Deiner Weltsicht am besten entspricht.

          Das:
          „Meiner Meinung nach fühlt sich eine „wahre“ Feministin keineswegs generell bedroht, oder diskriminiert von Männern. Ihr Ziehl ist es diese leider immer noch aufkommenden Fälle von eben genannter Diskriminierung zu verhindern.“

          … wäre m.E. in der heutigen Zeit ein Privatfeminismus ( siehe letzter Kommentar von mir ) und vermutlich ziemlich aufreibend und wirkungslos.
          Das Ziel ist ja schön und gut, aber mit der Selbstbezeichnung……..

    • „Also ich muss zugeben, manchmal weiß ich wirklich nicht so genau, auf welcher Seite du stehst.“
      Ich denke, ein besseres Kompliment an Helge gibt es im ganzen Thread nicht, @ RaspyBelles, und schließe mich ausdrücklich an 😉

      Ansonsten frage ich hier mal ausnahmsweise nicht nach konkreten Inhalten ( habe die Frage auch weiter unten schon erwähnt ), sondern gehe einfach mal von den von Dir gebrachten Allgemeinplätzen aus und sage: im vulgärsprachlichen Sinne, sowie in Relation zum Mainstreambezug bist Du eben doch keine Feministin.
      Denn das, was der normale Medienkonsument von Politik, Presse, Internetmedien von Feministen vorgesetzt bekommt, erwähnt Gleichberechtigung und gleiche Wertschätzung höchstens mal in Form zurechtgelogener Anbiederungsversuche, vertritt in der Praxis aber konkret das exakte Gegenteil.

  22. Das Argument, dass der Blog die Seite instrumentalisiert und vice versa kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ebenso die Aussage, es habe nichts mit Fanfiktion zu tun.

    Zum einen handelt es sich hierbei um eine Seite für literarische Texte aller Art. Fanfiktionen, Freie Arbeiten, Prosa, Lyrik, aber auch Sachtexte. Wohin mit politischen oder gesellschaftskritischen Texten, wenn nicht hier? Sollen wir diese von der Seite streichen?

    Zum anderen gibt es im, ebenfalls prominent verlinkten Forum einen ganzen Bereich namens „Allgemeines Geplauder“, der nichts mit literarischer Arbeit zu tun hat. Weg damit?

    Die Fragen waren rein rhetorisch. Nein, nicht streichen, nein, nicht „weg damit.“ Ich denke, auch auf einer Schwerpunktseite kann man den breiten Hauptweg verlassen und auch mal über andere Dinge kommunizieren. Das macht doch schließlich auch die Interaktion unter uns allen aus. Ich kam wegen den Geschichten, ich blieb wegen den Leuten und all den kleinen privaten Nebensächlichkeiten, die Internetnutzer aus ihrer Anonymität kitzeln und sie von undifferenzierten Nutzern zu greifbaren Menschen macht.

    Wo liegt eigentlich der Hase im Pfeffer? Der Vorwurf der Instrumentalisierung kommt meines Erachtens daher, dass der Blog prominent auf der Hauptseite verlinkt wird.

    Instrumentalisieren tun viele. Wenn ich mit wahllos Profilseiten ansehe, dann finde ich überall externe Links zu twitter, facebook, Blogs, eigene Websiten, ask-dingens, instagram, deviantart … Es kann mir keiner erzählen, dass niemand seine Präsenz hier auf der Seite nutzt, um Leute auf seine privaten Blogs zu locken. Warum auch nicht? Das ist völlig legitim.

    Helges Blog ist nicht auf seinem Profil verlinkt, sondern auf der Hauptseite. Aber meine Güte, er ist auch der Admin. Wenn ich eine eigene Website hätte und einen Blog, würde ich die auch verknüpfen.

    Er nutzt damit eine Möglichkeit der Präsentation, die dem Rest der Community nicht gegeben wird. Ist es das, was vielen juckt? Oder ist es die Ansicht, dass hier eine Community herrschen soll, die dahingehend homogen bleibt, als das keiner, User, Admin oder Operator, ein Raum zur vom Schwerpunkt Literatur abweichenden Kommunikation gegeben werden darf.

    Vielleicht wäre es ein Kompromiss den Blog auf dem Profil zu verlinken oder eine Kolumne als „normalen“ User-Beitrag zu nutzen und so in der Community zu verschwinden.

    Das fände ich schade. Zum einen, weil es mich nicht stört, dass Helge sich hier als Admin den Raum nimmt. Ich persönlich empfinde das nicht als Problem. Ich kann es mir theoretisch herleiten, aber ich empfinde es praktisch nicht.

    Über die Themen hier im Blog kann man streiten, wie man unschwer sieht. Die sind meiner Meinung nach aber auch nicht das eigentliche Problem. Deswegen würde ich den Blog aber auch nicht entfernen, denn wie du selbst sagst, Helge, ein Flügel haut immer drauf.

    Ich persönlich finde doch gerade die Präsenz gut. Die Tatsache, dass Helge als Admin eben nicht in der Community verschwindet und als bloße Entität hier herumschwirrt. Es gibt so viele Seiten, auf denen man die Admins höchstens unter einem winzig verlinkten „Kontakt“ findet.

    Dass es hier einen Admin gibt, der hier die Möglichkeit bietet an prominent platzierter Stelle auch mal über, wie ich finde, interessante Themen mit ihm direkt zu diskutieren, die eben auch vom eigentlichen Hauptschwerpunkt der Seite abweichen, der dabei auch etwas persönliches darüber erzählt, wer er eigentlich ist und was er über manche Dinge denkt, fand ich immer sympathisch.

    Man kann wohl aufgrund dessen einen Drang sich zu profilieren unterstellen, aber das ist eine negative geartete Denkweise, die mir persönlich fremd ist.

    Ich finde es sympathisch und ich würde mich freuen, wenn es so bleibt.

    • „Zum einen handelt es sich hierbei um eine Seite für literarische Texte aller Art. Fanfiktionen, Freie Arbeiten, Prosa, Lyrik, aber auch Sachtexte. Wohin mit politischen oder gesellschaftskritischen Texten, wenn nicht hier?“

      Ganz banale Antwort: In die Kategorie, in die es gehört.
      Wenn ich in meinem Fandom politische Meinungen posten würde, würden die Operatoren das doch auch in die entsprechende Kategorie verschieben

      • »[…] würden die Operatoren das doch auch in die entsprechende Kategorie verschieben […]«

              nicht, wenn Deine Meinung in eine fandomrelevante Story verpackt ist – aber da Helges Blog weder Fandom noch Kategorie ist, geschweige denn Freie Prosa, ist er dort, wo er steht, nämlich auf der Hauptseite, aber sich am Rande vornehm zurückhaltend, gut aufgehoben.

        • Er gehört zur Kategorie Kolumnen, die auf dieser Seite der Prosa zugeordnet ist (wo sie laut Definition von Prosa zwar nicht hingehört, aber in der freien Arbeit muss man sich halt mit 2 Überkategorien zufrieden geben und da gehört es eher zu Prosa).
          Dort gibt es auch schon andere Texte zum Thema Feminismus, sowie anderen politischen Themen.

          • vielleicht sollten wir aber Helge – als Miteigentümer, Vermieter, Verwalter und Hausmeister dieser Seite in Personalunion – eine eigene Besenkammer neben der Haustür zugestehen, und wir wollen uns glücklich schätzen, daß er alle reingucken läßt, und daß dort alle ihren Dreck von den Hacken kratzen dürfen 😉 und wem's nicht paßt … meine Güte, ins Treppenhaus geht's gradeaus…

      • Lena: „Ganz banale Antwort: In die Kategorie, in die es gehört. Wenn ich in meinem Fandom politische Meinungen posten würde, würden die Operatoren das doch auch in die entsprechende Kategorie verschieben.“

        Die Hauptseite ist kein Fandom, der Vergleich hinkt schon ein wenig. Die Hauptseite ist, nun, die Hauptseite. Die Administratoren sind die leitenden Organe dieser Seite. Welchen Grund gibt es, einen externen Blog auf der eigenen(!) Seite nicht verlinken zu dürfen?

        Auf den Punkt gebracht ist auch für dich das eigentliche Problem bei der ganze Sache, dass Helge sich nicht in der Community auflöst sondern seine Texte in einem externen Blog postet, der intern auf der Hauptseite verlinkt wird.

        Ergo müssten nach deiner Logik, setze ich diese Seite mit Fandom gleich, dann eigentlich alle anderen User, die ihre externen Blogs auf ihren Profilen verlinken auch die Links entfernen, weil die dortigen Texte in die hier intern erstellten Kategorien gehören.

        Ergänzend zu meinem letzten Beitrag:

        Helges Blogtext ist der mit Abstand liberalste, humanistischste, toleranteste, philanthropischste Text, den ich seit langem gesehen habe. Und wird in der Luft zerrissen als unhaltbare und offensive politische Meinung. Das ist schon ein wenig … befremdlich.

        Ich müsste mich sehr anstrengen die Blogbeiträge als parteiisch/frauenfeindlich/was-auch-immer zu lesen. Das ginge nur, wenn ich nur in Angriff-Modus schalte, kein Wohlwollen zeige, und den Grundtenor zwischen den Zeilen möglichst negativ empfange. Das ginge komplett gegen meine Vorstellung einer Diskussionskultur.

        Abgesehen davon wäre die Darstellung eines so komplexenThemas, dass nur Ansatzweise alle Richtungen/Meinungen/Eventualitäten gebührend aufgeführt werden würden, ein Text von einem Umfang der jeden Blog sprengt. Und selbst dann würde vermutlich der Kommentar auftauchen:

        Du hast über den Fenminismus fünftausend Worte geschrieben, aber über den extremen Feminismus fünftausendundfünf Worte. Ergo weil ich es so empfinde unterstelle ich dir ein Frauenhasser zu sein, der in Feministen nur Extremisten sieht! Unterstellung synonym mit Fakt.

        Natürlich kann man anderer Meinung sein. Gerade bei solch komplexen Themen. Das ist man dem Thema schuldig, wenn man es denn vernünftig behandeln und diskutieren möchte.

        Das Schlüsselwort ist komplex. Es gibt keine absolute Wahrheit, kein absolut richtig und absolut falsch. Für all das, was zwischen den Geschlechtern falsch läuft gibt es mehrere Faktoren, mehrere Gründe und daraus resultierend mehrere Lösungsansätze die alle aufgrund des schieren Umfangs an Faktoren keine für alle absolute Lösung darstellen.

        Warum kann man nicht über verschiedene Ansätze diskutieren, als über richtige und falsche Ansätze.

        „Richtig“ und „falsch“ sind hier in den Kommentaren all zu oft synonym mit „meine Meinung“ und „deine Meinung.“ Leider mein Eindruck dieser ganzen Diskussion.

  23. >>Dieser Trade-off mag für Frauen weniger erstrebenswert als für Männer sein, insbesondere dann wenn sie planen, eine Familie zu haben. Hier darf man ja nicht vergessen, dass ein Mann, der einen Job mit 60 bis 70 Wochenstunden leistet, durchaus noch eine Chance auf eine Familie und Kinder hat, auch wenn er von beiden entsprechend weniger erlebt, eine Frau mit 60+ Wochenstunden kann eine Schwangerschaft jedoch kaum an ihren Partner delegieren und tendenziell werden vermutlich nur sehr wenige Frauen bereit sein, auf die Betreuung der eigenen Kinder nahezu komplett zu verzichten.<<

    Und genau das ist meiner Meinung nach der Knackpunkt bei der ganzen Sache: Die Frau muss zwangsläufig zwischen Familie und beruflicher Karriere wählen, der Mann nicht unbedingt. Das betrifft nicht nur die Managerriege mit 60+ Wochenstunden, sondern alle Berufe, bei denen ein bis zwei Jahre Pause ein Manko, weil man technisch nicht mehr Up-to-Date ist, die nicht teilzeittauglich sind und oder in denen man mit Stoffen hantiert, die man in der Schwangerschaft meiden muss, was wiederum zu indirekten Auswirkungen für die Bereiche beruflicher Wiedereinstieg und Altersarmut führt. Das System ist nicht per se frauenfeindlich, sondern nur nicht sonderlich Familien-/sonstiges Leben freundlich, Frauen sind aber stärker betroffen.

    Diese Konstellation ist für mich sehr ähnlich zur Benachteiligung von Jungen im Bildungssystem. Auch da ist das System selbst subobtimal, aber die Auswirkungen treffen Jungen härter, wobei die Ursache eine Mischung aus Biologie, 'freier Entscheidung' und Fremdbestimmte Benachteiligung.

    Ich glaube, wenn du dir nochmal durchließt, wie du in deinen Blogbeiträgen und Kommentaren bei den beiden Themen innerhalb die drei Faktoren Biologische "Vorbelastung", freie Entscheidung und Fremdbestimmung gewichtest, um die beobachteten Unterschiede zu erklären und wann du wie oft und aufgrund welcher Datenlage du den Schluss ziehst, dass das die Unterschiede auf Ungerechtigkeiten im System im System zurückzuführen sind, wirst du vielleicht verstehen, warum bei einigen Lesern der Eindruck entstanden ist, du seist parteiisch/frauenfeindlich/was-auch-immer.

    Im Moment habe ich den Eindruck, dass du der Meinung bist, dass die Arbeitsmarktpolitik so wie sie jetzt ist (bis auf die Existenz von Frauenquoten) gerecht ist, und Frauen eben deshalb seltener Karriere machen, weil sie sich zugunsten anderer Lebensbereiche so entschieden haben. Das liegt daran, dass du sehr betonst, dass der Gender-Pay-Gap nicht existiert, Frauen biologisch nicht auf bestimmte Berufe programmiert sind, Frauen sich freiwillig auf für Familie entscheiden, also nicht Karriere machen wollen usw. und du weißt mehrfach daraufhin, dass die Tatsache, dass es wesentlich weniger Frauen als Männer in die Chefetagen schaffen, kein Beweis für Ungerechtigkeit ist. Gleichzeitig wird die These, dass das Bildungssystem Jungen benachteiligt damit belegt, dass es weniger Jungen durch den Abschluss schaffen als Mädchen und sie dabei schlechter abschneiden. (Auch dafür lassen sich andere Erklärungen als eine Ungerechtigkeit im System finden.) Die Tatsache, dass Jungen während der Schulzeit eine wesentlich ausgeglichenere Lern-Life-Balance haben als Mädchen, scheint für dich in der Gewichtung kaum eine Rolle zu spielen (zumindest habe ich nicht gesehen, dass du irgendwo darauf eingegangen wärst), während bei der Betrachtung der "Unterm-Strich-schlechteren-Karriere" die unterschiedliche Work-Life-Balance ein zentraler Aspekt deiner Beurteilung ist.
    Das erscheint ein logischer Widerspruch zu sein. Dieser kann unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel fehlende Informationen im Argumentationsstrang, ein Denkfehler einer der an der Diskussion beteiligten Personen oder durch persönliche Betroffenheit induzierte Parteilichkeit. Der Gedanke, dass dieser Widerspruch auf eine Übervorteilung von Frauen abzielt ist aber nicht völlig abwegig, sondern ebene eine weitere Deutungsmöglichkeit.

    (Nur um Missverständnisse zu vermeiden: Ich halte dich nicht für frauenfeindlich. Zum einen dürfte in die Gewichtung sowohl bei dir, als auch beim jeweiligen Gegenüber, aufgrund der Komplexität des Themas noch jede Menge Aspekte reinspielen, die nicht Teil der Diskussion waren, sodass jede Seite Teile der Gegenargumentation nur raten kann. Zum anderen spielt – selbst wenn man versucht sachlich zu sein – die emotionale Komponente einer Diskussion eine nicht unwesentliche Rolle, was zu Überspitzungen, unsauberen Formulierungen und Missverständnissen führt.)

    Ein weiterer Aspekt ist, dass du dich zwar ausgiebig damit auseinandersetzt, wo du Probleme und Ungerechtigkeiten siehst, aber kaum mit den Lösungsvorschlägen, sodass auch da dein Gegenüber auf Schätzungen angewiesen ist. Gerade bei Bereichen, bei denen die meisten momentan verfolgten Lösungsansätze nicht einer Partei nützen können, ohne der anderen etwas Wegzunehmen, ist die angestrebte Problemlösungsstrategie ein nicht unwesentlicher Faktor, um deine Position zu bewerten.
    Es dürfte hilfreich sein, dass du in diesem Blogbeitrag explizit darauf hingewiesen hast, dass du generell Vertreter des egalitären Liberalismus bist.
    Wenn ich anhand der Kommentare raten müsste, würde ich sagen, dass die meisten Mitdiskutierenden eher der Meinung sind, dass es keinen Systemzustand geben kann, bei dem absolute Chancengleichheit gewährleistet ist, sodass es immer nötig sein wird, die ein oder andere Seite zu unterstützen, um Systembenachteiligungen auszugleichen. Je nach dem welches System man im Hinterkopf hat, ist die Auseinandersetzung damit, ob und welche 'kosmetischen' Maßnahmen am bestehenden System oder während einer Umstellung sinnvoll sind, einen ganz anderen Stellenwert. Aber selbst unter der Prämisse, dass Chancengleichheit im richtigen System erreicht werden kann, dürften die Meinungen danach, wann das der Fall ist und Unterschiede ausschließlich 'selbst verschuldet' sind ziemlich auseinandergehen. Zum Bespiel hattest du mal in einem Kommentar geschrieben, dass sowohl Männer als auch Frauen für Frauen mehr Empathie empfinden. Wann ist das System dann gerecht, wenn alle es alle es als gerecht empfinden, oder wenn es nach 'objektiven' Maßstäben gerecht ist (und wie wird die objektive Position bestimmt)? Auch da würde eine klarere Positionierung helfen, deine Meinung besser beurteilen zu können.

    PS: Nicht auf dich gemünzt, sondern aus meiner persönlichen Erfahrung: Selbst ein hoher IQ schützt nicht davor, dass Gefühle logische Denkprozesse im großen Stil lahmlegen. Intelligente Menschen, die wissen dass sie intelligent sind, sind nur beratungsresistenter, wenn man sie auf Stammhirnentscheidungen hinweist.

  24. Ganz ehrlich. Versteh das Problem einiger Leute nicht. Wieder jeden feuchten Furz ausdiskutieren zu müssen um da ne riesige belanglose Debatte drauß zu machen. Boa. Man kann sich echt wegen jedem Mist auf gut Deutsch einscheißen.
    Interessiert doch nicht allen ernstes irgendeinen ob du dich dem Feminismus verschließt. XD Frauen wollen mitreden und wenn es uns genehm ist, tun wir auch gern so als könnten wir keinen Nagel in die Wand hauen, damit es ein Mann für uns macht. So einfach ist das. Unabhängig davon ob sie es nun können oder nicht. Feminismus existiert und wir nutzen ihn wenn es uns passt. Iss so. Wen es stört, nich mein Problem… So bin müde… Macht aggressiv, glaube das merkt man. Sorry. Nacht.

  25. Ich habe mich bis jetzt immer herausgehalten, weil ich mich einfach nicht in die Diskussionen einklinken wollte.

    Ja, wohoo eine Seite für Texte. Dann poste es doch als Kolumne.
    Dann muss man nämlich erst mal Prosa anklicken, dann Kolumne und dann taucht DA der Link auf. Nicht auf der Startseite, denn ich möchte mit deinen Texten nicht in Verbindung gebracht werden, so als ob ich sie befürworte, wenn ich auf deiner Seite schreibe.

    Von daher: Du machst sowieso letzten Endes, was du willst und es steht dir auch frei, aber ich wäre dafür, sie nicht mehr direkt auf der Hauptseite zu verlinken.
    Jetzt darfst du gerne wieder deinen Sarkasmus rausholen und mir mit Zwinkersmilies sagen, wie unrecht ich doch habe und was ich dir alles unterstelle. Woop woop ich freu mich.

  26. Hallo Helge,

    Zitat:
    „Heute geht es mir mehr darum, die Leute zum Nachdenken zu bringen, früher habe ich in den Blogbeiträgen manchmal auch nur zum Spaß etwas polemisiert.“

    Genau das ist etwas, was ich persönlich nicht gut finde. Leute, die in der Schule, der Uni oder irgendwo sonst Leute „zum Nachdenken“ bringen wollen, sind oft totale Miesmacher und Spaßverderber. Ich und ich denke auch noch andere Leute kommen nur auf fanfiktion.de um Spaß zu haben und ich persönlich habe keinen Spaß mehr auf fanfiktion.de zu schauen.

    Wenn ich fanfiktion.de aufrufe, sehe ich leider sofort Deinen Blog und meiner Meinung sind die Kommentare darunter verseucht von Hass, Gift und Hetze auf andere Personen oder Meinungen. Und das meine ich jetzt nicht persönlich gegen Dich oder so, aber ich würde mich so sehr darüber freuen, wenn es auch fanfiktion.de wirklich nur noch um Fanfiktion und verwandte Themen geht und nicht um politische und gesellschaftliche Themen ganz egal welcher politischen Richtung. Ich finde das hier fehl am Platz und nur für einen persönlichen Blog geeignet. Du könntest z. B. Deine Beiträge auf Deinen privaten Blog verschieben und hier löschen.

    Viele Grüße

    • Ich hatte mir im Angesicht der vielen, worttaktisch angehauten Kommentarduelle bereits einen längeren, von zähneknirschender Sorge ums Wohl meiner doch eigentlich recht liberalen Meinung durchtränkten Beitrag überlegt, aber Dank meines Vorredners kann ich aufatmen und sagen: Dem Kommentar von Leser schließe ich mich an.

    • Was ist – grundsätzlich – falsch daran? Leute, Menschen, zum Nachdenken anzuregen?
      Helge meint das, glaube ich, nicht in der Form wie das von dir ausgedrückt wird. Dieses ‚zum Nachdenken‘ anregen findet sich doch letztlich in sehr vielen, auch Fanfiktions, wieder. Wo man ganz sicher auch Dinge wiederfindet die man, oft genauso falsch verstehend (also nicht so wie es der Autor meinte), mit denen man sich und seine persönliche Meinung, oder gar Identität, nicht einverstanden fühlt. Und es schaut so aus als ob das seit Wochen aktuelle Grundthema dermaßen was von kitzlig ist, das es beinahe logisch zu dieser oder jener Überreaktion führt. Zum genannten Thema vermag ich nur wiederholend ein ganz bestimmtes Buch von Robert Merle empfehlen.
      Der beinahe gesamte Bereich aller Fanfiktion-Schreiberei ist übervoll von politischen und gesellschaftlichen Themen. Und wenn man einen Bereich überzubewerten beginnt, läuft alles darauf hinaus, letztlich die gesamte Seite zu beschädigen. Man hat nach dem Aufruf der Webseite die Wahl, nach rechts zu blicken. Oder nach links. Wenn man von den Krokodilen auf der rechten Seite nicht gebissen werden will, geht man, allein schon aus Selbsterhaltung, einfach links um den Berg herum. Alles andere ist wie der berühmte Radfahrer. Der sich zB. zwischen einer Straßenbahn und parkenden Autos hindurch mogelt, nicht damit rechnen möchte das sich so eine Autotür auch mal öffnen könnte, und … alles bloß weil selbige Straßenbahn wegen einem vor ihr befindlichen Radfahrer langsamer fährt als es dem dahinter wünschenswert erschien.
      (man möge verzeihen das ich die bis dato übliche Pronomensetzung für Dinge verwende, es wird wohl Generationen dauern bis sich die Bezeichnung ‚das Stuhl‘ durchsetzt)
      Ein wenig weniger Aufregung und mehr Sachlichkeit würde ich mir wünschen. Gehört zum liberalen Denken nicht auch dazu, das nicht jedes Wort gleich auf die persönliche Goldwaage gelegt wird?

    • Und, sorry, ich hab hin und her überlegt … ob ich es noch bringe … das folgende ist definitiv KEIN Sarkasmus, oder Ironie, oder … :

      Und, mmh. Japanisch. Es gibt dort so eine Redewendung die niemals negativ angewandt wird. Man bringt sie wenn sich jemand für etwas bedankt hat. Sie ist in ihrem kompletten Satzzusammenhang nur positiv zu sehen. Also KEINE Ironie!
      „Ich danke dir, das ich DICH kennenlernen durfte!“

      Dieser Spruch kam einmal völlig in den falschen Hals. Weil ich es in einem Review wagte auf etwas aus meiner Sicht kritikwürdiges hinzuweisen bevor ich die Story als solche positiv bewertete. Es gab sozusagen ein doppeltes Mißverstehen seitens der betroffenen Userin. Denn da man, ich, andere, auch aus Blogbeiträgen lernt, die einem nicht gefallen, diese zum Nachdenken anregen, bin ich im einfachen Sinne dieses Spruchs, dankbar. 🙂

    • Hm, ich dachte eigentlich die Leserichtung in Europa geht von links nach rechts – ergo, wenn du die Seite aufrufst, dürftest du nicht sofort den Blog beachten, sondern genau den Bereich, den du besuchen möchtest.

      Aber mal ganz ehrlich, macht sich hier auch mal jemand die Mühe, darüber nachzudenken, was Helge hier auch leistet? Die Blogbeiträge sind sachlich geschrieben und kein „emotionales Rumgeheule“ wie schlecht die Welt doch ist. Natürlich kann man hier und da anderer Meinung sein, und das gewisse Themen nun mal kontroverser diskutiert werden als andere liegt vielleicht auch an unserer ach sozivilisierten Gesellschaft und der Hybris der Mensch sei die Krone der Schöpfung. Wenn man nicht mehr tagtäglich um sein Überleben kämpfen muss, sondern sich quasie im Schlaraffenland befindet, ist es scheinbar unumgänglich, dass man sich mit mehr oder minder „absurden“ Ideen und Gedanken auseinandersetzt und seine biologische und evolutionäre Herkunft vergisst und das auch entsprechend so verbreitet.
      Oh ja, natürlich gebe ich Feministen Recht, dass es für Frauen Benachteiligungen gab (kein Wahlrecht etc.), andererseits, wenn ich mir die heutigen Wahlbeteiligung ansehe, mal ganz ehrlich … man könnte auch wieder drauf verzichten.
      Und oh ja, Frau ist im Beruf benachteiligt, weil ihr immer die Möglichkeit schwanger zu werden unterstellt wird, und sie darum keine Karriere machen darf. Ähm … Karriere wo? Muss es unbedingt in einem DAX-Konzern sein? Die vielen Frauen, die Führungspositionen in mittelständischen und kleinen Unternehmen haben, sind also uninteressant?
      Was ich bei diesen ganzen Diskussionen irgendwie ein bisschen vermisse, ist die Ausgewogenheit von Rechten und Pflichten. Jawoll, meine Damen, Rechte haben wollen, heißt auch Pflichten übernehmen, gut dass der Wehrdienst abgeschafft wurde, nicht wahr?
      Es heißt immer nur..haben wollen, aber was wird als Gegenleistung geboten?

      Ähnliches gilt auch bei den Blogbeiträgen hier – da macht sich jemand die Mühe und schreibt einen langen Text, der seine Meinung wiederspiegelt, und dass ohne beleidigend zu sein und wird dann von den extremen Positionen zerrissen. Gut, wir haben Demokratie und Meinungsfreiheit, aber man sollte auch zu schätzen wissen, wenn die Mitte spricht.

      • Stimmt! Eigentlich geht die Leserichtung hierzulande von links nach rechts … (ohne dasselbe jetzt politisch werten zu wollen, oder zu müssen – Sarkasmus) …

        … wird dann von den extremen Positionen zerrissen …

        *liebgrien*
        Ist der einzige Halbsatz den ich anders schreiben würde. Und, ich find deinen Nickname interessant. Weil er bestimmt nicht ohne Grund gewählt wurde.
        Statt ‚extrem‘ würde ich, weil ich angestrengt höflich zu bleiben sein möchte, einfach weglassen. Meine Tochter sieht sich zuweilen als des Teufels Tochter an. Wenn auch ohne Bezug auf mich. Aber, was bin ich denn dann? *grins* (wenn ich´s anspreche, na wir grienen uns gegenseitig an)

        Und, Jep. Schlaraffenland. Das wurde gelegentlich auch schon deutlich (am Beispiel von hier verfügbaren Hygieneartikeln, wo anderswo, wie ganz ganz früher…) … letztlich eigentlich unwesentlich. Weil nichts zum Thema echt beitragend, denk ich.
        An irgend einer Stelle mag ich die kontroverse Diskussion. Unsachlich wird es meist, wenn sich wer zu sehr auf den Schlips, den nichtvorhandenen, getreten fühlt. Einziger Gedanke, vielleicht könnte Helge eventuell mehr als Moderator auftreten. Anstatt sich dem Gebiß der wütend gemachten Wölf(inn)e(n) auszusetzen. Die, sorry, nur einen Angriff auf ihre Persönlichkeit wahrnehmen möchten.
        Shit. Ich muß aktuell schlecht drauf sein. Denn eigentlich, unterhalte ich mich schon etwas länger, mit meiner Tochter, über dieselben Themen. Einen Konsens zu finden hab ich da aber nicht vor. Weil derselbe, in unserer aktuellen Zeit, mitsamt den vorherrschenden Lehrmeinungen, ganz und gar nicht kompatibel ist. Bis dahin wird es noch ein sehr langer Weg sein und als Außerirdische, wie wir uns manchmal vorkommen, macht das zuhören manchmal Spaß. Manchmal eher nicht. Und, sehr unwitzig, der liberale Standpunkt von dem aus Helge argumentiert, ist mir immer noch ehrlicher als manch Wortbeitrag. Der diesen Standpunkt einfach ignoriert.

        Rechte! Und Pflichten?
        *g* Wie war das mit den Radfahrern? (versteht man wie ich den unzulässigen Vergleich mit Radfahrern und Gaspedaltretern meine?)
        Witzig ist ja an irgendeiner Stelle, ohne einsichtige ‚Männer‘ gäbe es den Feminismus (jeglichen Coleurs) gar nicht. Man würde wohl eher auf der Grundlage der aktuell bekannteren islamischen Rechtsauslegungen vorgegangen sein, um so Probleme zu vermeiden. (Vorsicht! Das war Sarkasmus! Und nicht meine verinnerlichte Meinung zum Thema Feminismus.)

      • Diese Leistung respektiere ich auch.
        Meine HP-Fanfiction hat mich auch wahnsinnig viel Recherche gekostet. Darf die jetzt auch ganz nach oben auf die Hauptseite? Oder wenigstens ganz oben ins Fandom? Also quasi gepinnt? Weil das hat ja soooo viel Arbeit gemacht, dass die viel wertvoller ist, als die Anderen.
        *Ironie off*

        Nach dieser Definition müsste man auch alle anderen Sachtexte und Kolumnen auf der Hauptseite verlinken, da die genauso viel Arbeit machen und genauso sachlich geschrieben sind

        • Auf Deiner Seite, die Du betreibst, und die bei der Denic auf Deinen Namen angemeldet ist, darfst Du

          »[…] auch alle anderen Sachtexte und Kolumnen auf der Hauptseite verlinken, da die genauso viel Arbeit machen und genauso sachlich geschrieben sind […]«

                und wenn Dein Freund Dir gestattet, auf seiner Hauptseite Sachtexte und Kolumnen zu verlinken, kannst Du das gleiche tun.

          Nur hat Helge seinen Blog, nicht aber seine Sachtexte und Kolumnen auf der Hauptseite verlinkt, insofern greift also Deine Kritik zu kurz (oder zu weit 😀 )
          vielleicht solltest Du Dich aber bei Marc beschweren?

          • pardon, ich bin zu selten auf der Eingangsseite, die Admin-Einträge sind neben den Sachtexten und Kolumnen ja doch unter »Helges Blog« verknüpft – was aber nix an der Kernaussage ändert, daß es seine Seite ist, und Du auf Deiner Seite dasselbe tun darfst 😉

        • Den Vergleich finde ich doch ein bisschen komisch — Helge ist hier Admin, du wahrscheinlich nicht. Dafür, dass er diese Seite hier am Laufen hält, darf er meiner Meinung nach auch gewisse (ich wage es kaum, das Wort zu benutzen) Privilegien genießen, wie eben seinen Blog auf der Hauptseite zu verlinken. Zumal er ja mehrmals betont hat, dass er auch Gastbeiträge annimmt, also könntest du deine politische Meinung genauso „sichtbar“ hier äußern, wenn du einen entsprechenden Beitrag verfassen würdest.

          • richtig, Gastbeiträge, das ist mir völlig entfallen – husch, Lena, an die Tasten, die Rubrik »Gast« in Helges Blog harret Deiner wohlgesetzten Wörtlein 😀

        • *hust* Der Vergleich hinkt jetzt aber gewaltig … ich will deine Leistung einer HP Fanfiktion nicht in Abrede stellen, aber … die Basis sind … wie viele Bücher? *Ironie off*

          Und nochmal … man kann den Link zum Blog gut ignorieren.

      • „Oh ja, natürlich gebe ich Feministen Recht, dass es für Frauen Benachteiligungen gab (kein Wahlrecht etc.), andererseits, wenn ich mir die heutigen Wahlbeteiligung ansehe, mal ganz ehrlich … man könnte auch wieder drauf verzichten.“

        Was meinst du damit?

        • Was meinst du damit?

          Ich hatte es so interpretiert, dass die Wahlbeteiligung mittlerweile oft so niedrig ist, dass von einer echten Abbildung des Wählerwillens, um den es ja in einer Demokratie gehen sollte, kaum noch die Rede sein kann. 🙂

        • ich bin zwar nicht Bhelial, aber ich las ein resignierendes »wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie längst verboten« heraus, und wenn die aktuelle Entwicklung anhält, sind wir bei der nächsten (oder übernächsten) BTW unter 5o%, und dann können wir uns den ganzen Verwaltungszirkus komplett sparen, indem wir die Wahlen eben abschaffen, Guildo Horn zum König ausrufen, die amtierende Freimaurer-Oschi wird seine Hofnärrin (quatzscht ja eh nur närrische Narreteien), und gut is…

      • Ich bin inzwischen schon ab davon, überhaupt etwas in diesem Thema kommentieren zu wollen, weil sobald man etwas schreibt, eine eigene kritische Meinung in den Kommentaren verweigt, diese sofort zerrissen wird, und sei es nur durch die Verwendung von … Krokodilen, Radfahrern und Japanischen Redewendungen, die für mich mit dem Thema gar nichts zu tun haben … So Desu!

        Aber irgendwie muss ich doch noch mal was loswerden:

        Wo ist denn – vor allem bei den Kommentaren – die toleristische Grundhaltung? Hey … ich FÜHLE mich mit der Blogverlinkung auf der Hauptseite auch nicht wohl, weil ich ganz einfach den Bezug zwischen den vertretenen Themen und Fanfiktion.de nicht herstellen kann.

        Für mich ist die Hauptseite von Fanfiktion eine Ansammlung von Verlinkungen zu Fangeschichten(kategorien), in denen sich Leute präsentieren, Ideen darstellen und ihre Gedanken ausleben. Aber dafür ist mir der Bereich Blog auf der Hauptseite zu sehr in die Mitte gerutscht. Er ist ein Eyecatcher, was in Hinsicht auf Ankündigungen im FF.Bereich wichtig und richtig ist.

        Für mich fehlt ganz einfach die Beziehung zwischen dem politischen Themenbereich, der auf dem Blog mehr an Gewicht gewonnen hat und dem Grundthema der Seite, welches lautet: „Fanfiktion“. Aber wenn ich auf die Seite komme, sehe ich zuerst: IMHO, dick, fett, blau, mittig. Darüber steht sogar „Fanfiktion.de Blogs“. Und sofort macht es Klick: „Hey, das könnte wichtig sein.“ Ich zumindest kann mich nicht dagegen wehren, dass ich diesen Blog zuerst anklicken – ganz einfach, weil es von all der Zeit, die ich schon da bin, einfach so drin ist.
        Und das ist der Punkt, der mich stört. Nicht jeder, der auf die Seite kommt, kennt die Hintergründe der IMHO-Posts, nicht jeder kann damit etwas anfangen und mancher setzt sie vielleicht sogar in eine falsche Beziehung zu der Seite. Aber sie springen eben sofort ins Auge, und mit der Überschrift Fanfiktion.de-Blogs wird dem ganzen sofort eine „offizielle“ Note gegeben.

        Für mich ist Fanfiktion.de eine Seite für Fanfiktions, wo jede Meinung gleichberechtigt behandelt werden sollte und – soweit ich es bisher kennengelernt habe – auch wird. Und daher sollte jede Meinung in meinen Augen auch denselben ebenentechnischen Stellenwert haben und nicht durch Verlinkungen auf der ersten Seite in den Mittelpunkt gerückt werden. Und selbst, wenn man das nicht so möchte, weil diese Blogeinträge auf der ersten Seite sehr gemocht werden, dann könnte man doch vielleicht eine Trennung vollführen, sodass Ankündigungen die Seite betreffend und die IMHO-Sektion getrennt werden und zweitere ein Stück nach unten rutscht? Würde das jemandem wehtun?

        Aber – und das WUNDERT mich: warum soll ich mir, abseits von meiner Meinung über den Blog, keine Gedanken dazu gemacht haben, wie viel Arbeit sich Helge gemacht hat? Mir raucht manchmal von den Themen, die ich hier lese der Kopf, ich denke mir „Was für Polemik … was soll das?“ und dann wieder: „Uii, okay. He’s got a point.“

        Ich bin beeindruckt von dem, was Helge zusammenträgt, selbst wenn ich dem nicht zustimme, und kann nicht anders als mich zu fragen: Wie viele Wochen und kopfschmerzerfüllte Nächte mag das gedauert haben?!

        Dennoch: Ich kann die Verbindung zwischen dem Blog, dessen Verlinkung nun einmal auf der Hauptseite ist (und das beim Aufrufen der Seite doch ziemlich mittig bei mir) und dem Fanfiktion-Archiv nicht wirklich herstellen. Wieso wird das nicht anerkannt? (wie das bei dir ist, Helge, weiß ich nicht, aber was Gegenkommentare anderer Leser angeht, entsteht bei mir doch bisweilen der Eindruck)

        Mit freundlichen Grüßen

        Euer Stargazer

        • nun, zumindest zum *IMHO* möchte ich was fallenlassen:
          selbst ich, der ich doch gaaar keinen Plan mit Englisch und so hat, weiß, daß In My Humble/honestly Opinion soviel heißt wie »meiner (un)bescheidenen, aufrichtigen Meinung nach« und eine äußerst private Sicht der Dinge signalisieren soll, und dann folgen, welch erstaunliches Wunder, garantiert unzensierte Ansichten eines FanFiktion.de-Admins… daran ist nichts verwerfliches, sondern es wurde angekündigt, und wenn man's nicht will, überliest man die *IMHO*s einfach, indem man die anderen Themen beachtet – und derer hat es genug auf der Eingangsseite 😀 was anderes wäre es, wenn dieser eine Eintrag quietzschebunt blinkernd und mittels Javascript dem Cursor folgend sich aufdringlich wie Werbung über den Text legte, Eingabefelder blockierte und das Klickern unmöglich machte – tut er aber nicht; alles ist gut!

          Helge, von den Usenet.groups kenne ich noch .alt.gruppenkasper – ob es wohl die vergleichbare Möglichkeit gäbe, die Disputatio über die Un- und Zulässigkeit Deiner Meinungspräsentation in ein eigenes Blogthema zu verschieben, in dem nur rassistische Äußerungen moderiert werden, und das nur kommentiert werden kann, wenn der Nutzer eingelockt ist?

          • Mein Beitrag ist irgendwie durcheinandergeraten. Richtig war er so:
            Ich stimme Stargazer einfach mal rundweg zu.

            @Severus:
            >>selbst ich, der ich doch gaaar keinen Plan mit Englisch und so hat, weiß, daß In My Humble/honestly Opinion soviel heißt wie »meiner (un)bescheidenen, aufrichtigen Meinung nach«

            Und so schliet du von dich auf andere?

            >>und dann folgen, welch erstaunliches Wunder, garantiert unzensierte Ansichten eines FanFiktion.de-Admins… daran ist nichts verwerfliches<>wenn man’s nicht will, überliest man die *IMHO*s einfach, indem man die anderen Themen beachtet<<

            Fakt ist: Eine Überschrift wie "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden" knallte mir vor 2 Wochen fettgedruckt mitten auf der Startseite ins Auge. Muss ich draufklicken? Nein. Soll die Überschrift genau dazu verleiten? Ich denke doch.
            Warum kannst du nicht einfach akzeptieren, dass manchen diese Vermischung von Fanfiktion.de-Blog ("Update vom Crossover-System" etc.) und persönlichem Blog "…das Leben als Tugendfurie", unangenehm ist? Warum musst du unbedingt sofort reingrätschen und mit sarkastischen und rechthaberisch wirkenden Kommentaren um dich werfen?

          • Die Hälfte wurde schon wieder gefressen, ich gebs auf …

          • Hallo Severus.Granger,

            Danke für deinen Kommentar und die Anregung. Mir ging es nicht um das Verständnis der Bezeichnung „IMHO“. Die Bezeichnung ist auch mir geläufig und die meisten, die sich im Internet aufhalten, werden diese Bezeichnung sicherlich zuordnen können.

            Es geht mir eher um die Präsentation des ganzen Themas. Denn ich beispielsweise sehe im ersten Moment genau zwei Elemente, wenn ich auf die Startseite klicke. „Fanfiktion.de Blogs“ – rot, dick, unterstrichen und IMHO – fett, blau, direkt darunter. Die dazugehörigen, weiterführenden Erklärungen sind durch das unauffälligere Schriftbild schwarz, bzw. grau, von diesen genannten Elementen in den Hintergrund gedrängt.

            Hinzu kommt (und du hast es ja gerade selbst geschrieben): Hier sind es die „garantiert unzensierten Ansichten eines FanFiktion.de-Admins“, womit ich wieder bei meinem Punkt bin: Für mich gibt das dem ganzen eine eher offizielle Note, die mir als jemandem, der über die Seite blickt nach wie vor eine Verbindung zu Fanfiktion.de herstellt.

            Die Aussage „dann überliest man es eben einfach“, ebenso wie die ironischen Anmerkungen deinerseits nehme ich jetzt so hin, denn dies ist deine persönliche Note im Text. Ich kann nur dazu sagen: Ich bin nicht in der Lage, die Blog-Themen zu ignorieren, da ich sie immer noch mit der Seite Fanfiktion.de verbinde. Von daher ist für mich eben nicht „alles gut“, vor allem da sie mir direkt ins Auge springen.

            Dass es Leute gibt, die dies sicherlich sofort ausblenden und grundsätzlich immer nur von links nach rechts lesen, alle herausstechenden Elemente ignorieren und sofort die richtigen Schlüsse aus dem ziehen, was sie sehen … das will ich gar nicht leugnen.

            Ich gehöre nicht dazu. Sonst hätte ich meine Gedanken zu dem Thema ja auch nicht geteilt, sondern es … einfach überlesen.

            Liebe Grüße

            DerStargazer

          • @Sen: eben, weil Helge weiß,

            »[…] da[ß] manchen diese Vermischung von Fanfiktion.de-Blog (›Update vom Crossover-System‹ etc.) und persönlichem Blog ›…das Leben als Tugendfurie‹, unangenehm ist […]«

                  hat Helge seine unzensierten Ansichten durch ein *IMHO* von den administrativen abgehoben.
            »reingrätschen« – ehrlich? also jetzt wird's sportlich… und ja, sarkastilisch spreche ich perfekt und ironesisch verhandlungssicher 😉
            Da ich aber Stargazer geantwortet hatte, der auf Lena geantwortet hatte, die auf Leser geantwortet hatte, bist am Ende Du reingegrätscht, nicht wahr? 😉

            @Stargazer:

            »[…] wie die ironischen Anmerkungen […] denn dies ist deine persönliche Note im Text […]«

                  darf ich dies als Anerkennung meiner persönlichen Meise werten? Danke, in der Tat, aber es gibt leider immer wieder Leute, die es nicht verstehen oder es nicht leiden können; tja, bei denen bleibt mir nur der Spagat…

            und das mit dem sofort filtern – nein, das kann auch ich nicht, ich rufe Helges Blog immer separat auf, 15″-Bildschirm, Brillenträger, Linsentrübung und blendempfindlich, da blende ich mittels R.I.P. alles aus, was stört, und von »Helges Blog« steht tatsächlich nur diese Zeile, eben: »Helges Blog« auf der Eingangsseite, und direkt darunter »Operatoren-Blog«; allerdings stimmt der erhobene Einwand, daß die Aufteilung tatsächlich ziemlich mittig ist – aber wen das ernsthaft stört, der kann sich doch ein eigenes CSS schnitzen, nicht wahr?

            Nichtsfürungut, grüßt Dich
            Sevvie

          • „darf ich dies als Anerkennung meiner persönlichen Meise werten?“

            Grundsätzlich ist dieser Aussage keinerlei Wertung beizumessen außer der folgenden: Du bist derjenige, der Ironie und Sarkasmus in diese Diskussion eingebracht hat und die Ernsthaftigkeit meines Anliegens so in die Absurdität führt. Ich finde das ein wenig schade, da mir das Thema bei aller gebotenen Neutralität und Freundlichkeit doch gewisses Unbehagen bereit (Ich berichtete davon). Deine Art mit diesen Einwänden umzugehen lässt mich an der in diesem Blog doch öfter angemahnten Toleranz zweifeln und den Sinn einer objektiven Diskussion nicht weiter erkennen.

            Schon die Aussage, wenn mir was nicht passt könne ich ja dieses tun oder jenes vollführen, damit mich störende Dinge nicht weiter stören, zeigt dies ganz deutlich auf. Würde ich dieses tun und jenes vollführen können, mir einen RIP bauen oder ein CSS schnitzen, ja … dann würde ich es tun.
            Aber ich kann es nicht. Ich weiß nicht mal, was das ist. Wüsste ich es und könnte ich das, dann … würde ich das tun und hätte keinen Grund gehabt, in diese Diskussion einzusteigen.

            Das lässt in mir den Eindruck entstehen, dass du in dem Punkt gar nicht gewillt bist, meine Position anzuerkennen und zu betrachten. Ist dem so, dann ist das sehr schade und meine eingebrachten Gedanken verpuffen ins Nichts.
            Ist dem nicht so, dann gibt es hier ein Kommunikationsproblem.

            Mit freundlichen Grüßen

            DerStargazer

          • gut, zur Erklärung:
            RIP ist eine Firefox-Erweiterung, die einzelne Elemente mittels zweier Klicks ausblendet: remove it permanently;
            das mit dem css ist allerdings etwas tiefergreifend und gehört bereits zur html-Programmierung, aber wenn mir die Seite wichtig ist, so wichtig, daß ich die Unannehmlichkeiten beseitigen möchte, lerne ich auch das.
            Ich erkenne durchaus Deine Sicht an, und ich versuchte, Dir zu erklären, wie ich mein Problem gelöst habe – aber vielleicht haben wir schon viel eher aneinander vorbeigeredet, und Dein Problem beruht weniger auf der Sichtbarkeit von Helges *IMHO*, als vielmehr auf dessen Existenz auf der Titelseite; das ist freilich nicht mit css und RIP zu beheben.
            in diesem Falle will ich fein um Verzeihung bitten und mich zurückziehen.

            immernoch lieb grüßend, Dein
            Sevvie

          • Vielen Dank für die Klarstellung und die Erklärung!

            In diesem Fall haben wir dann wirklich aneinander vorbeigeredet, denn genau darum ging es mir.

            Eine gute Nacht wünsche ich.

            Mit freundlichen Grüßen

            Stargazer

  27. Egal, ob Zustimmung oder Ablehnung,
    aber wenn man FF.de aufruft, dann öffnet sich nicht automatisch Helges Blog, sondern man findet unter vielen anderen Spalten auch eine Spalte „Blogs“.
    Und da ist klar ausgewiesen, dass Helges Blog die persönlichen (!) „Ansichten eines Admins“ sind, und dass es auch einen Blog der Operatoren gibt.

    Wer immer hier mitdiskutieren oder auch nur mitlesen will, muss den Blog anklicken.
    Und wer von jeder beliebigen FF-Seite das FF-Logo/Feder-Symbol links oben anklickt, kommt erst zur Eingangsseite und muss damit sogar 2 Klicks machen, um zum Blog zu gelangen.

    Jeder klickt den Blog also willentlich an, wohl weil irgendwas darin interessant scheint.

    Wir anderen hätten wahlweise die Möglichkeit, einen Gastbeitrag zu schreiben,
    die meisten von uns wollen ihre persönlichen Ansichten eher in div. Kolumnen oder Essays in den Freien Arbeiten zur Diskussion stellen.

  28. Helge:
    „Ich glaube daher, dass Mann und Frau gleichberechtigt sind. Schlicht und einfach, weil ich es mein ganzes Leben lang so erlebt habe. Es erscheint mir absurd, wenn jemand behauptet, dass Frauen oder Männer besser seien.“

    Ich hatte zwei aeltere Schwester (und noch zwei juengere Brueder). Ich habe also aehnliche Erfahrung wie du. Ich denke dass hier ein Kern des Uebels sitzt: die Einkinder-Politik.
    Wer mit Schwester und Bruder aufwaechst kann sich gar nicht andres als Gleichberechtigung vorstellen. Es waren auch alle Frauen, die ich liebte immer starke, selbstbewusste Frauen. Auch da konnte ich mir nie anderes vorstellen.

  29. Ich kann Helge verstehen:
    Wer oft missverstanden wird (hier in den Blog-Diskussionen – und das beginnt ja schon oft bei simplen Änderungsankündigungen für die Plattform und nicht was Persönlichem),
    der hat irgendwann das Bedürfnis, sich zu rechtfertigen, klarzustellen, wie er wirklich tickt.
    Dieser Artikel ist sehr privat und klingt sehr ehrlich.
    Sich solchen Diskussionen zu stellen erfordert durchaus Mut.

    Es ist nicht schön, wem Ansichten unterstellt werden, die er nicht hat.
    Egal wie sie manchmal formuliert klingen in der Diskussion dann.

    Helges Blogeinträge sind mit viel Detailarbeit und Recherche ausformuliert. Es ist wie mit Geschichten und Reviews.
    Eine eigene Geschichte ist immer besser ausformuliert als eigene Reviews bei anderen Geschichten.

  30. Hallo Helge,

    schöner Beitrag, sehr persönlich und sehr mutig. Und ich bewundere es, wie geduldig du dich wieder und wieder den diversesten Anfeindungen stellst und immer wieder deine Position erklärst und dich bemühst sachlich zu bleiben. Ich lese jetzt schon seit bestimmt zwei, drei Jahren deinen Blog und folge – mehr oder weniger lose – den Kommentaren, inklusive der neuesten Reihe. Mich befremdet es etwas, wie genau jetzt anhand dieses Themas Ärger über die Positionierung des Blogs aufkommt. Zumal etliche der früheren Einträge stärker polarisierend verfasst waren und zum Teil weniger neutral und viel spitzer. Bei denen hätte es mich nicht gewundert, wenn es negatives gehagelt hätte. Aber wahrscheinlich liegt Netzpolitik weiter außerhalb des Fokus deiner hießigen Zielgruppe als es beim Geschlechterthema der Fall ist. Und daher fällt vielleicht jetzt erst einigen Usern auf, dass „oh hoppla“, der Blog ja doch unbequemer ist als man in den Jahren vorher, als man ihn einfach übersah, weil kein *IMHO* davorstand. Dass es vorher auch schon immer IMHO war, aber eben nicht aufgefallen ist, wenn man die Artikel nicht gelesen hat, scheint eher unwichtig.

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht wo du hinwillst mit dem Ganzen hier. Ein paar Anregungen gibts immer bei dir, deswegen komm ich gern und sehr brav immer wieder her, was ich draus mache ist meine Sache. Und was du draus machst ist deine. Wär aber schön wenn du nicht das Handtuch wirfst und am Ende damit wo ankommst, wo du selber sagst, dass es dir was gebracht hat.

    Beste Grüße von der Frequenz

    • Netzpolitik war auch damals schon ein Thema, das einigen aufgestoßen ist. Aber da konnte man noch ansatzweise einen Zusammenhang zu FFs sehen. Aber schon der Katzensterilisierbeitrag war meiner Meinung nach sowas von daneben. Und die Tatsache, dass die Blogbeiträge jetzt alle paar Tage kommen (wesentlich öfter) und immer wieder auf dieselbe Richtung in immer dieselbe Kerbe einschlägt, schürt den Ärger, weil man ihn gar nicht so schnell runterschlucken kann, wie man sich neu aufregt

    • Ach du meine Güte …
      Anonymous? Ist dir klar warum Helge dir auf sowas nicht antwortet?
      Und warum er nicht kurzerhand diesen Satz da löscht …

      Weiter oben wurden Beispiele um Krokodile, Radfahrer und sonstige (unzulässige) Vergleiche abgeschmettert. Weil ja nicht im Zusammenhang zum Thema. War interessant zu lesen. Leider muß man bei mir (mein Fehler) um zwei drei Ecken mehr denken, ich bekomme es einfach nicht gebacken kindgerecht zu schreiben. Was das jetzt mit `Füße küssen` und `Löschen` zu tun hat?
      Ganz einfach. Die Wortgewalt eines Ersten seiner Klasse hat auch seine Grenzen. Spätestens in den Tippfehlern. Die ich ihm verzeihe weil er beizeiten aus dem Land flüchtete. Also schon ne halbe Ewigkeit in einer anderen Sprache spricht, redet, träumt.
      Mit Beleidigungen kommt man nicht weiter. Und, wenn man sich die Freiheit nimmt, über die Grenzen zivilisierter Kritik hinaus zu gehen (Vermutung!), dann muß man nicht sauer sein. Wenn man die mit Sicherheit höflichere Gegenkritik solange ignoriert bis denn doch der Geduldsfaden platzt.

      Manchmal habe ich auch mit dem Gedanken gespielt, ohne einzuloggen, anonym, meine Meinung zum Besten zu geben. Ich mache es bewußt nicht. Und? Das erwähnte ich an anderer Stelle, ich bekomme meist Mails. In denen man sich in völliger Lockerheit ein wenig weiter, abseits vom Blog unterhält.

  31. Also….ich lese Helges Blog gerne
    Und ich finde seine Beiträge gründlich recherchiert und detailreich.
    Den Wunsch…andere zum Nachdenken zu bringen…
    Kann ich nachvollziehen.
    Ich empfinde auch seine Positionen wo er Stellung bezieht als von einer grundsätzlichen Fairness geprägt und …
    ich würd mal sagen ….egal wer wo aus persönlicher Betroffenheit oder sonstigen Gründen einseitig unfair anklagend wird, ich sehe da immer einen Versuch, das in ein Gesamtbild zu rücken und auf eine taire und mitnehmende Sichtweise hinzuarbeiten.
    wenn ich aus heĺges Aussagen eine versuchen wollte herauszuziehen dann wäre es diese
    Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Und dieser Versuch, seine eigene Position klarzustellen ist aller Ehren wert

    So gesehen

    Bitte weiter so
    Und nicht entmutigen lassen.

    Denn wer sich äussert muss wohl damit rechnen missverstanden zu werden.
    Und die eine oder andere verbale Breitseite ist wohl unvermeidlich
    Nicht entmutigen lassen….

    Federling

    • Dann definiere uns doch mal einen „guten“ Blog. Man kann ja Helge so einige Sachen an den Kopf werfen, z.B. dass er gerne mal etwas bissig ist, aber der Blog hier hat alles, was eine Diskussionsgrundlage benötigt. Thesen, Quellen, er ist sachlich und höflich. Im Grunde führt er diesen Blog vorbildlich, auch wenn du das jetzt als Geschleime ansiehst, lieber Anonymus.

      Helges Blogbeiträge haben ein hohes fachliches Niveau, sind gut recherchiert und äußerst interessante Einblicke in gewisse Dinge, die zumindest mich zum weiterlesen und Quellenlesen animieren. Wenn man natürlich jegliche Quelle, die der eigenen Position widerspricht, als unseriös abtuen möchte, findet man den Blog halt doof wie drei Wochen alter Käse von hinter der Heizung.

  32. „Severus.Granger@web.de schrieb:
    .
    »Die rote Zora und ihre Bande« ist ein Kinderbuch aus den frühen
    Vierzigern, das nach Erlebnissen realer Protagonisten verfaßt wurde –
    die zwanzig Jahre sind also keine Erklärung.“

    Ach!

    Muss ich also, weil du es kennst,es gefaelligst auch kennen?
    In meiner Jugendzeit habe ich Ivanho und Pompey gelesen, das waren leider keine
    Maedchenbuecher.
    Und muss ich also, nur weil es in den 40ern erschien,alle Buecher der
    damaligen Zeit gefaelligst kennen?
    Und habe ich also fehl gehandelt,mich spaeter eher fuer Boell, Borchert,
    Kafka, Helende Deutsch und Kant zu interessieren,anstatt die Abenteuer
    einer Maedchenband zu geniessen?
    Und ist es sehr verwerflich, dass ich in den Anfaengen der 60er und 70er
    den ganzen Terrorismus in der BRD erlebt habe, und einen grossen Teil der
    Mitglieder kannte und/oder kenne? Ist insofer also meine Denkform „Rote Zora“ nachvollziehbar?

    Tja, die Kerle werden halt immer weiblicher, bei der Literatur die sie
    reinziehen…..smile.

    • Die rote Zora ist das einzige Mädchen in ihrer Bande, der Rest sind Knaben, und die machen auch keine Musik.
      Muß man nicht wissen, aber bevor man etwas Falsches sagt, kann man es ja googeln.

      • Soll man vielleicht bei jeder spontanen Antwort erstmal, wie sagst du,
        „goggeln“, bevor ich mich entscheide, wie und was ich sage?
        Ebenso gut koennte ich mich gleich selber erwuergen.

        Fuer mich war und ist und bleibt die Zora eine Rote Zora eine terroristische
        Frauengruppe aus den 70er Jahren. Ob sie sich heute Schwarz nennt, nimmt nicht
        das geringste von meiner Gedankenkette weg.
        Das hat mit meiner Lebensgeschichte, damit Identitaet zu tun, und ich werde
        mich hueten meine gelebtes Dasein zu veraendern, nur damit es in den Rahmen
        anderer Leute passt.
        Ich muesste ja jedesmal,wenn ich etwas schreibe, jedes zweite Wort ergoogeln
        (grauenhafte Deutsch!), um mich zu vergewissern, dass meine Association mit dem Leben,
        dem eurem Dasein auch tuechtig angeglichen ist. Ich habe ja voellig andere
        (Lebens-)Erfahrungen als die meisten hier, was kein Vorwurf ist.
        Ein Fohlen, dass, geboren zwar im Stall, aber immer auf der Weide lebte und sprang, wird einem Pferd das sein Leben im geschlossenen Gattter verbrachte nie erklaeren koennen.
        Liebe Mrs.Applebee(so nun google du mal was oder wer das ist!) diese Gedankenkette habe ich naemlich beim lesen deines Namens automatisch, lieber sollte man
        etwas falsches sagen, als sich staedig in irgendwelchen Nachschlagewerken zu versichern,
        dass auch stimmt was man sagt, denn sonst koenntest du dich, siehe oben, selber gleich erwuergen.
        Hoelderin schrieb mal ueber die „radikale Subjektivitaet“ im Theater, also
        ueber unkorrekte Aussagen, die aber in sich ehrlich sind, weil sie den
        Denk- und Erfahrungsprozess seines Lebens und seiner Zeit widerspiegeln.
        Ich moechte das auch gerne. Widerspiegeln was meine Erfahrung,meine Welt
        ist, die sich, ich sagte es, im allermeisten von den Meisten hier unterscheidet.
        Nicht nur weil ich quasi unter Palmen hocke, sondern ein zeitgeschichtliches
        Leben fuehrte.(Das, nebenbei, hier spricht die Eitelkeit einerseits und Belanglosigkeit
        anderseits) Rowohlt als Biographie haben wollte. Und, glaube es nicht, wenn du nicht magst, nach
        150 Seiten hatte ich keine Lust mehr und daher verzichtete.
        Mein Leben -und da sind wir wieder bei Zora und goggeln- waere wesentlich langweiliger
        und Inhaltsloser gewesen, wenn ich stets erst mal geschaut haette, was ich
        da absondere. Ob es politisch auch korrekt ist,ob sich jemand auf die
        Fuesse getreten fuehlen koennte, ob ich Empoerung ausloesen wuerde, usw.
        Was mir auffaellt ist eigentlich nur eines: dass die Jugend (so zwischen
        15 und 55) immer ueberangepasster wird (aus Furcht etwas falsch zu machen?).
        Meine liebe Missis,(„und gab ihr ein paar Kissis“, das ist nicht von mir sondern
        Heinz Erhard im Lied „Faehrt der alte Lord fort, faehrt er nur im Ford fort,und die gute Missis,
        gab ihm ein paar Kissis),meine liebe Missis also: Habt eher Mut zu Fehlentscheidungen!
        Mut gegen den Strom zu schwimmen, Mut anderen auf die Fuesse zu laatschen,
        einfach gesagt:Mut Individuell zu sein. Rilke schrieb „Oh Herr, gib jedem
        seinen eigenenTod“ und damit auch sein eigenes Leben.
        Wer einen Nick waelt, der vielschichtig ist wie die Zora, und sich dann gleich beleidigt
        fuehlt, weil ein anderer die Vielschichtigkeit kennt und ausdrueckt, was er dabei erkennt,
        der hat Furcht in der Welt zu stehen, der will immer korrekt bedacht, behandelt
        und verstanden werden.Ob die gleiche Peron aber ebenso korrekt handelt steht
        auf einem anderen Blatt.
        Nein, lasst uns durchaus Unverstanden bleiben, das erst reisst Waende ein
        und eroeffnet neue Aussichten.
        Insofern sollte sich Helge nicht drum kuemmern ob er auch wirklich praechtig und tuechtig
        von jedem verstanden wird, denn Sprache ist nur Schwingung und Schwingung
        ist Musik.
        Also Goggle ist gut um Verbindung herzustellen, aber gaaaaaaaanz schlecht um
        lebendig zu sein. Und glaub mir, nichts ist schwerer als zu Leben und lebendig
        zu sein, also unkorrekt.
        All das wie Sexismus, Rassismus, falsch verstandene Mohrenkoepfe, Genderwahn,
        Auslaenderfeindlichkeit, kommt nur aus dem Zwang, sich unbedingt absolut
        korrekt zu verhalten,sonst wird man auf dem Scheiterhaufen der kuenstlichen
        Netzempoerung verbrannt.
        Aber mit Leben hat das nix zu tun. Sexismus ist im Auge des Betrachters,
        denn wer stets das Boese denkt, der sieht stets Boese (leicht umgewandelter Mephistopholischer (?)
        Spruch.Wie beim Negerkuss und Mohrenkopf.
        Und mein Schriftbild verzeih, mein laptop spinnt wieder mal.

        Und nein, ich sehe nicht den geringsten Anlass ueber kroatische Maedchenbanden zu lesen, die Rote Zora war eine terroristische Bande und keine Musikband lieber Granger.
        ,

        • die

          Maedchenband

                mein Lieber, mußt Du Dir auf Deine eigene Fahne heften, die brachtest Du nämlich selber hier ein;
          Ob die Zora hier sich aber nach dem Kinderbuch nennt und das »Black« trägt, weil sie düsterschwarze Geschichten schrieb, oder ob sie ihre Selbstbenennung auf das Gar Fürnehme Haus Black bezog, weil sie über Sirius' Herkunft schrieb, sollte Dir recht gleichgültig sein; wenn sie denn darauf besteht, nichts mit den terroristischen Emanzen verflossener Jahrzehnte zu schaffen zu haben, sollten wir es einfach anerkennen 🙂

          • Das unterschreib ich mal so. Sie muss definitiv besser wissen, worauf sich ihr selbstgewählter Nickname beziehst, als irgendjemand anderes. Ich bin ehrlich gesagt verblüfft, dass man solche Offensichtlichkeiten erörtern muss.

            PS.: Habe als Kind das Buch „Die rote Zora“ sehr gemocht. 😉

          • 'kay, Ossis unter sich – in Ungarn und Bulgarien erkannten wir uns an den Jesuslatschen, nur echt mit dem Prägestempel: EVP 8,10M

            bis denne,
            Sevvie

          • Witzig, irgendwie ja doch, wenn ein Erster seiner Klasse Rechte für sich in Anspruch nimmt die er im gleichen Atemzug einem anderen verbietet …
            Als sich im HP-Fandom Herumtreibender würd ich bei der schwarzen Zora auch eher aufs ´Gar Fürnehme Haus` tippen. Aber es wird möglicherweise am spinnenden Laptop liegen das man manch Offensichtliches doch extra erörtern muß.
            Helge, und wieviele Male hast du das Buch gelesen? 😉
            In Bulgarien muß ich was falsch gemacht haben. Na ja, ich zog lieber normale Sandalen anstatt dieser nicht zum Fange spielen geeigneten Latschen an. Und in Sljantschew Brjag erwischte mich meine Freundin Angina gleichzeitig zum Sonnenbrand …
            lg, LG

        • Wenn jemand- ich weiß, blöder Vergleich- nach seinen 1915 geborenen Großvater Adolf genannt wird, ist das noch kein Beweis dafür, das seine Eltern Anhänger eines Herrn aus Österreich sind. Wenn sich jemand nach einer Kinderbuchfigur nennt, und das deutlich klargestellt hat, ist, wenn man ihn, oder ihr, nachsagt, das sie eine andere, weniger harmlose Bedeutung meinte, keine Assoziation mehr, sondern eine Unterstellung.

          Und dies ist ein langer Satz, ich hoffe, ich konnte mich klar genug ausdrücken.

        • Ach ja, und MEIN neuer Nickname (Apple dipped inHoney) bezieht sich auf das jüdische Neujahrsfest, egal, welche Assoziationen DU damit verbindest.

          • *kichern*
            Quasi: Was zu beweisen war …
            Denn das was aus dem neuen Nick assoziiert werden wird, wer soll denn auf deine zugrunde liegenden Intentionen kommen (?)
            Aber ich will da nicht klagen. Mein Nick ist auch irgendwie interpretierbarer als ich mir das beim erfinden desselben vorgestellt hatte.
            Und was den Adolf betrifft … der heilig gesprochene Namensgeber (ich meine Adolphus) würd sich eh im Grab umdrehen.
            lg, LG

    • Verzeih bitte einem alten Manne, daß er die Rote Zora nicht für ein Mädchen-, sondern, wie bereits erwähnt, für ein Kinderbuch hält, obwohl vielleicht »Jugendbuch« die bessere Bezeichnung wäre, immerhin geht es um Heranwachsende, Pubertierende.
      Nein, Du mußt nicht sämtliche Literatur der Vierziger kennen, aber Du könntest es kennen, weil es seit den Vierzigern in D. aufgelegt wird, und Du nach eigenen Angaben erst in den Neunzigern D. verließest – insofern sind die zwanzig Jahre keine Erklärung.
      Äh, Mädchenband? nein, offensichtlich hast Du da was entscheidendes verpaßt – »Die Rote Zora« war keine Art Vorläufer der »Spice Girls«, und gleich gar nicht der »Pussie Riot« 😀 sondern eine Gruppe von Waisenkindern, die, von der Gesellschaft fallengelassen, sich selbst versorgt haben; genug, lies es selber oder laß es bleiben, aber urteile nicht, bevor Du es gelesen…

      • „Erzählt wird die Geschichte von Waisenkindern aus dem kroatischen Küstenstädtchen Senj. Branko, der Sohn eines fahrenden Geigers und einer Tabakarbeiterin, verliert seine Mutter und hat kein Zuhause mehr. Man verdächtigt ihn des Diebstahls und sperrt ihn ein. Doch Zora, das Mädchen mit den roten Haaren, befreit ihn. Branko wird in die Bande der Uskoken aufgenommen, die sich unter der Führung Zoras zusammengeschlossen haben. Die Bürger der Stadt behandeln die mittellosen Kinder wie Ausgestoßene; wilde Streiche sind die Reaktionen der Kinderbande.
        Um zu überleben, werden die Kinder zwar kriminell, doch innerhalb ihrer Gemeinschaft halten sie sich an feste Regeln. Ihr oberstes Gebot heißt Solidarität. Der Einzige, der sich mit ihnen verbunden fühlt, ist der alte Fischer Gorian. Ihm helfen die Kinder, sich gegen die großen Fischfanggesellschaften durchzusetzen.“

        Hab ich innerhalb von zwei Minuten auf Wikipedia gefunden. Heutzutage ist es wirklich leicht, wenn man über etwas Unbekanntes schreiben will, sich VORHER zu informieren

  33. Ich gerate zwar mit Helge gerne aneinander, aber ich erkenne in seinem Blog
    eine hochinteressante Form der Dskussion und des Austausches.

    Es ist wie beim Fernsehen: wem das Programm nicht passt, sollte aufhoeren
    zu meckern und den Abschaltknopf druecken,anstatt weiter zu gucken.
    Es wird doch hier keiner genoetigt den Blog zu lesen! Und wen es
    irritiert, der will sich moeglicherweise irritieren lassen, weil er
    vielleicht mit sich und der Welt unzufrieden ist.
    Und eines kann ich sagen: Helge und Frauenfeind?
    Man muss schon arg mental in innerlicher Bedraengnis sein,um ihm so etwas
    zu unterstellen. Ich unterstelle ja auch nicht der Zeitung, dass sie
    Fernsehfeindlich ist, nur weil sie existert.

    Das einzige was man ihm,meiner Ansicht nach, „vorwerfen“, besser,
    kritisieren kann, ah, nicht mal das, ist eine gewisse, na, Besserwisserei
    die auf angelesenem bassiert. Das ist halt seine Art. Jeder hat seinen eigenen Stil, das muss man akzeptieren.
    Aber das ist noch lange kein Grund den Blog zu schliessen.
    Ich wuerde ihn vermissen, etwa wie Herzog den Kinski. Wobei, Helge und Kinski….oder Helge und Herzog….
    bisschen weit hergeholt. Seis drum.

    • Anonymous
      Das Wieso – erklärt sich spätestens hier, von selbst.
      Was würdest du tun, wenn dich irgendwer derart – na angreift? Mit etwas das dich vielleicht ja doch – sprachlos macht …

      Moravia, bitte!
      Diese Sache mit den Büchern, die man kennt, oder auch nicht, das derart darzustellen, ist Hochmut. Glaub ich. (SORRY)

      K?
      Komisch … Ich dächte das ein gewisser Severus geschrieben hätte, das er einen Weg gefunden hat und nutzt.

    • @ Anonymous:
      Ich sehe nicht, wo Helge jemals gemobbt hätte.
      Wenn er gewisse Beiträge ignoriert, dann bedeutet das: Don’t feed the troll.
      Löschen passt dir ja auch nicht.

      Ich hab Hochachtung vor jenen besonnenen Menschen, die Dinge ignorieren können, die persönliche Angriffe sind.
      Ich frag mich, wieviel Kraft das kostet.

    • Büütte, beachte mich doch!

      (Ich hatte mit Helge durchaus auch schon mal eine Auseinandersetzung (gelle, Helge, die Sache mit dem „Timpf“ vom Kreuz, du erinnerst dich?) Aber es gibt noch soviel Wichtigeres, meine Güte… Haben wir alle eigentlich zuviel Zeit?)

  34. Ich vergaß zu erwähnen, das ich hier der einzige bin, der „objektiv“ in seinen Beträgen ist. Oh Schreck, jetzt habe ich ganz vergessen, dass Helge der dummen Ansicht ist, dass nur er hier wirklich „objektiv“ ist und das alle anderen User, die nicht seiner Meinung sind, dumm sind, gelöscht werden, fertiggemacht werden und angegriffen werden, weil Helge kritikunfähig ist. Was machen jetzt bloß?

    Edit Helge: Ich bin keineswegs der Ansicht, dass ich objektiv wäre. Das kann kein ehrlicher Mensch von sich behaupten. Man kann sich nur bemühen, möglichst (!) objektiv zu sein. Es wurde auch noch nie ein User gelöscht, weil er nicht meiner Meinung wäre. Und ob ich kritikunfähig bin? Nun das muss jeder selbst beurteilen.

  35. Ich weiß, nicht füttern und so, aber was genau versuchst du hier eigentlich zu erreichen? o_O Gelöscht werden die Beiträge später so oder so und ich glaub kaum, dass dein Rumgetrolle hier Helge oder sonst jemanden von irgendwas überzeugen wird. Ich hab eure Diskussion vorhin übrigens mitverfolgt und nicht gesehen, dass Helge dich an irgendeiner Stelle beleidigt hätte. Aber wenn er es denn wirklich getan hat, solltest du doch in der Lage sein, die entsprechende Stelle zu benennen, anstatt nur sinnlos herumzuschimpfen und mit wilden Behauptungen um dich zu schmeißen.

    • Helge hat alle Beleidigungen gegen mich gelöscht und ich habe keine Kopien davon. Ich kenne mehrere User die Helge aufs Übelste beschimpft, gemobbt, fertiggemacht und als Idioten dargestellt und am Ende von seiner Seite vertrieben hat. Immerhin werde ich mit meinen Beiträgen nicht fertiggemacht, sondern nur noch gelöscht. Das ziehe ich Helges Beleidigungen vor. Helge meint, dass nur seine Meinung richtig ist und löscht alle anderen.

      Edit Helge: Ich habe nichts derartiges getan. Das was Leser/Anonymous als Beleidigung empfand waren die direkten Edits von mir in ihren/seinen früheren Beiträgen. Beispielsweise dort wo ich sagte, dass sie/er keineswegs besser als ich selbst wissen könne, was ich eigentlich wolle.

      • Na gut, aber dann solltest du doch wenigstens noch ungefähr im Kopf haben, was genau er so beleidigendes zu dir gesagt hat. Wenn du es nicht mal ansatzweise wiedergeben kannst, sind all deine Unterstellungen erst mal nichts wert. Und ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es an das herankam, was du hier hier heute so von dir gegeben hast. Ich kann ja verstehen, dass du wütend bist, aber muss man deswegen gleich so ausrasten und den ganzen Blog mit Hassnachrichten zuspamen?

      • auch für Dich, Anony-Maus, gilt, was ich hier anbot.

  36. Lieber Helge,

    Um es mit Bradbury zu sagen, du hast 3 Möglichkeiten:

    1. Schreibe zukünftig belangloses, inhaltsleeres Zeug. Damit trittst du garantiert niemandem zu nahe.
    2. Schließ deine Schreibmaschine weg.
    3. Mach so weiter, wie bisher.

    Welche Variante ich bevorzugen würde, kannst du an Hand der Tatsache ablesen, dass ich Bradbury ins Spiel gebracht habe. 🙂

    • Meistens bin ich zu spät gekommen, um die gelöschten Beleidigungen noch zu sehen.
      Aber ich fand es gut, dass wir es hier morgens alle sehen konnten.

      Es tut weh, all diese Beleidigungen zu lesen,
      aber letztlich sagen sie nur etwas über jenen aus, der sie (noch dazu anonym) von sich gibt.
      Darum könnte man solche Beiträge ruhig stehen lassen.
      Ich denke, Leser die Helges Blogs lesen, sind intelligent genug, um solche Beleidigungen, wo ein sachliches Kontra fehlt, als solche zu verstehen.

      Helges Blogs waren immer schon scharf formuliert, und mit den Jahren kann sich Eloquenz schärfen oder man wird menschlich milder, je nachdem.
      Die Antworten in den Diskussionen sind nicht dazu angetan, jemanden milder zu machen. Denn das würde verletzlich machen.

      Ich kenne Helge als Person nicht und weiß nichts über seine Resilienz..
      Aber sowas wegzustecken und sogar nachts noch zu denken, was während der Schlafenszeit sich hier wieder tut, das können nicht alle.
      Und steter Tropfen höhlt den Stein.

      Ich glaube, warum viele hier ein schlechtes Gefühl haben, hier mitzudiskutieren, ist nicht, dass sich Helges Blogeinträge verändert haben,
      sondern dass der Umgangston auch derer, die hier diskutieren, sich verändert hat. Ich bin seit 2008 auf dieser Seite.
      Für sensible Menschen, die gerade unter Schrelberlingen zuhauf zu finden sind, sind die Schwingungen hier in den Blog-Diskussionen fast unerträglich.
      Aber noch mal: Niemand muss den Blog anklicken!

      Manches erinnert mich sehr an Mobbing. Mobbing ist nämlich keine Auseinandersetzung mit einer einzelnen Person, sondern es muss längere Zeit gehen und immer eine Gruppe gegen eine einzelne Person sein, und es muss vor allem dabei Personen geben, die billigend zuschauen. Oft ist es dann so, dass die gemobbte Person sich eben wirklich rechtfertigen will und zeigen, wie sie wirklich ist.
      Gerade dieser Blogeintrag, wo Helge so viel Persönliches von sich gibt, hat das nicht verdient.

      Ganz unabhängig von Helges Blog hier gefällt mir einfach nicht, wenn Leute hier so feindlich posten. Weder Helge gegenüber noch untereinander, dort passiert es ja auch laufend.
      Zumal wir wissen, dass gerade in Reviews/Kommentaren nicht alles so sauber formuliert ist wie in Geschichten/Blogeinträgen, die man genauer liest und nachbessert, mit kühlerem Kopf schreibt und sich mehr Zeit dafür nimmt usw.
      Ist das fehlende Netzkultur oder würde man in einer realen Diskussion in einem Saal auch so sprechen? Nicht mal Politiker geben da ein gutes Vorbild ab.

      Was das Löschen betrifft: Auch im Facebook kann man Kommentare anderer löschen am eigenen Account.
      Und gleiches darf auch jeder Schreiberling für sich selbst hier in Anspruch nehmen: Unsachliche und beleidigende Reviews dürfen gemeldet werden und werden einem gelöscht. Es ist also nicht nur Helges Recht, wir alle haben das auf dieser Seite.

      • Entschuldigung, das sollte ein eigener Beitrag sein und hat sich nicht auf HRGerard bezogen.

        Ich möchte die verschiedenen Meinungen nicht werten,
        ich möchte nur dort kein „billigender Zuseher“ sein, wo Menschen angegriffen werden.

        • Danke!
          (das Einzige was mich noch an unserem aufgeregten anonymen Schreiberling interessiert, die Chronologie seines `Gelöscht werden` – Daraus könnte ein neues Kapitel werden und … *liebgrien* dear Net Sparrow)

      • kein Streß bitte, ich habe (weitestgehend) die einzelnen Stufen des Irrsinns zwischengespeichert – wer den Prozeß der Fäkalflut im Hirne der Anony-Maus nachverfolgen will, darf mir eine private Netzpost senden, und er soll gesegnet werden mit einer ZIP-Datei, die den Unflat enthält; ich will's nicht nochmal lesen 😀

    • Wer zum Teufel, ist Bradbury?
      (mir reicht schon hilflos mit anzusehen wenn Radfahrer, glücklicherweise oft nur um Haaresbreite, nicht daran denken das sie mit ihrem Verhalten, anderen MENSCHEN Schaden zufügen, können)

      • Ray Bradbury war der Autor von Fahrenheit 451, ein vom Humanismus geprägter Mensch.

      • apropos Radfahrer:
        meinst Du die, an denen die Kraftfahrer ihre Fahrzeuge so vorbei steuern, daß deren Außenspiegel,

        »[…] glücklicherweise oft nur um Haaresbreite, nicht […]«

              mit dem Lenker kollidieren?
        meinst Du die, denen als einziger Verkehrsteilnehmergruppe zugemutet wird, daß ihre Geradeausspur rechts von der Rechtsabbiegespur der anderen liegt?
        oder meinst Du die, denen im Winter die Spur von beiden Seiten, vom Fußweg und von der Straße, mit Schnee zugekippt wird?
        es ist kein Wunder, daß diese Radfahrer den Rest der Verkehrsregeln zugunsten des Gesunden Menschenverstandes ignorieren, aber da Du nur Fußgänger zu sein scheinst, gestehe ich Dir einen Blinden Fleck zu 😉
        ich jedenfalls fahre so, daß mich niemand gefährdet, und so, daß ich keinen Schwächeren gefährde…

        • Ist doch nur, genau wie deine Fragen, ein Beispiel gewesen. Unter vielen. Mir sträuben sich halt nur die Nackenhaare, wieviel Unverstand auch (AUCH) bei bestimmten gesegneten Radfahrer/innen vorliegt, wenn sie offensichtlich annehmen die Einzigen auf ihren oder anderen Wegen sind. Hab mal einen gesehen (was glaubst du, richtig, bei rot über ne aktuell vielbefahrene Kreutzung, der hatte ein Shirt an, vorn und hinten ein Panzer aufgedruckt…) *nichtgrins*
          Aber da du das als persönlichen Angriff zu werten scheinst (hätt ich von dir aber nicht erwartet *lg*), ah, nimm noch das „Schwächeren“ aus dem Satz raus, dann bist du perfekter Verkehrsteilnehmer und bekommst einen Strauß Blumen …
          Und mein Vergleich von wegen Radfahrerverhalten (natürlich auch das der Gaspedaltreter vs Kfz-Fahrer (das Wort Führer muß ich mir verkneifen 😉 bezog sich beinahe direkt auf Blogger/innen die, wenn man genauer hinschaut (auch wie du schon erwähnt hast) eigentlich dasselbe wollen. Manch einer hupt leider, anstatt die Zeit fürs bremsen zu benutzen und zuweilen wird man von was größerem (Alter, höherer IQ, Hegelleser etc) gestreift.
          Meine, deine … UNSERE. (was diese blöde rechts liegende Spur betrifft, na ich bin mir sicher das wenigstens du nicht mit ausdrucksleerem Gesicht stur dahin fährst. Aus leidvoller Erfahrung, auf beiden Seiten, gesagt, ein bissel auf sich selbst aufpassen, in Betracht ziehen das „der Andere“ dich nicht sehen kann, oder eventuell ein genauso „aufmerksamer“ Fahrzeugbeweger ist, ich weiß doch das ich dich nicht daran erinnern muß.
          Und wo hier nun wieder der Zusammmenhang zum Blog ist?
          Ganz einfach. Eigentlich.
          Blind, stur, angestrengt eloquent sonstwie daherreden. Oder sich verbal die Köpfe einzuschlagen. Was bringt UNS das?
          Irgendwer stirbt. (im metaphysischen Sinne an dieser Stelle gemeint) Was vermeidbar sein sollte.
          Natürlich soll es auch nicht nach dem Motto gehen, „Du hast Recht und ich meine Ruhe“. Aber ein wenig Ruhe beim Wörter in die Tastatur hauen, ein wenig mehr Zeit nehmen, in unserer ansonsten immer hektischer werdenden Welt. Also nicht unbedingt …, auch wenn es sichtbar persönlich gemeint sein könnte, tief Luft holen. Ein kurzer Fluch, unhörbar für´s anvisierte Ziel, vielleicht befindet sich ja der ´Andere` in einem Paralleluniversum …
          Und im Sinne dessen was nachfolgend hier HRGerhard zum Thema Bradbury schrieb, Verständnis dafür aufbringen das es Fettnäpfe zum reinspringen gibt, die sowohl absichtlich als auch unabsichtlich bereitgestellt werden.

        • Und. Oh. Ich fahr alles was Räder hat. Täglich viele Stunden. Und natürlich geh ich auch zu Fuß. Aber derjenige der sich exakt neben mir befindet sieht oft genug, natürlich, anderes als ich.
          Darüber könnte man, beinahe täglich, eine Doktorarbeit schreiben. Oder sowas ähnliches.
          lg, LG 🙂

      • Bradbury war (quasi) der Prophet des Shitstorms. Massenmedien in Verbindung mit Rücksicht auf alles und jeden sorgen dafür, dass in besagten Massenmedien nur belangloser Schwachsinn publiziert wird, während praktisch jedes geschriebene Wort verboten ist, weil es irgendwen beleidigt, bzw. irgendwem nicht passt. In Fahrenheit 451 ergibt sich in Konsequenz ein Fernsehprogramm, das aus Daily Soaps ohne Handlung besteht und eine Literatur, die sich ausschließlich aus Comics, Pornografie und Sportzeitschriften zusammensetzt. Echte Bücher sind verboten, da sie normalerweise so etwas wie einen Inhalt haben. Und der könnte jemanden stören. In den 50ern war so etwas wie das Internet noch nicht absehbar, das Internet als Massenmedium kommt daher nicht vor. Das Trollen bzw. der Shitstorm ist aber genau das, was Bradbury letztlich beschreibt. Die Schriftsteller wurden nämlich nicht etwa von staatlicher Seite gezwungen, mit dem Schreiben aufzuhören, es war vielmehr gesellschaftlicher Druck.
        Übertragen auf Helge: In diesem Blog könnte man Dinge schreiben, die garantiert niemanden stören. Dann wäre der Blog völlig belanglos. Helge könnte den Blog einstellen und damit die Welt um ein weiteres geistiges Stück ärmer machen. Oder Helge macht so weiter, wie bisher, dann wird es zwangsläufig immer jemanden geben, der sich daran stört.

    • 😉
      Weißt du was witzig ist (na inzwischen hab ich deinen weiter unten stehenden Blogpost gelesen), bei der Reihenfolge der Möglichkeiten, konnte/könnte man das was du zum Ausdruck bringen wolltest falsch interpretieren. Weil ja nicht jedem unmittelbar eine Laterne angeht wenn er Bradbury hört.
      Vielleicht wär es leichter (am Ende sogar leicht und lieb ironischer für andere) gewesen, wenn du Punkt 3 als Punkt 1 genommen hättest … 🙂

    • (sorry, hab mal wieder beim klicken die Hierarchie nicht korrekt interpretiert … 😉
      Also, nicht weiter unten, sondern oben…)

  37. »[…] eine genaue Zahl der User, die Helge gesperrt oder weggeekelt hat mit seinen miesem Verhalten, seinen Lügen und seinen Beleidigungen […]«

          ist exakt 0, in Worten »Null komma Nix«, in anderen Worten: nada, niente, njema, nitschewo;
    da Helge nicht lügt, nicht beleidigt und sich nicht mies verhält – zu niemandem!, kann er auch niemand weggeekelt haben.
    ich schließe aber nicht aus, daß User gegangen sind, weil sie sich vor Deinem Auswurf ekelten.

    Vielleicht wäre es besser, wenn Du vor Deiner nächsten Fäkal-Tourette-Attacke die blog.fanfiktion.de-Seite schlössest – dann könnten viele, viele Bildschirme sauber bleiben!

    Edit Helge: @Severus. Es wird keineswegs besser, wenn man auf Beleidigungen mit Beleidigungen reagiert.

  38. Sorry Helge, ich habe in den letzten Monaten häufiger Blogposts von dir gelesen und habe ehrlich gesagt auch das Gefühl, dass du deine Meinung für die einzig richtige hälst. Ich sage nicht, dass es so ist, ich sage nur, dass ich das Gefühl habe. Gerne kann ich dir auch Textstellen raussuchen, wegen denen ich dieses Gefühl habe.
    Warum kann man nicht einfach Frauen Frauen sein lassen und Männer Männer?
    Ich sehe die Gesellschaft nicht als zwei Gruppen, Männer und Frauen, sondern als Individuen.
    Aber das ist nur meine Meinung, du musst sie nicht teilen.

    • und habe ehrlich gesagt auch das Gefühl, dass du deine Meinung für die einzig richtige hälst

      Ich kann dir versichern, dass dem nicht so ist. Aber ich bin durchaus interessiert, zu hören, warum du dies so empfindest.

      Ich sehe die Gesellschaft nicht als zwei Gruppen, Männer und Frauen, sondern als Individuen.

      Ich halte gar nichts von einem wie auch immer gearteten Geschlechterkampf. Wieso meinst du, dass ich dies täte?

    • danke, ich habe nach drei Minuten ausschalten müssen – da ich weder hebräisch noch tschechisch, geschweige denn Arabisch oder Suaheli spreche, konnte ich das hysterische Gekeife der Terroristin leider nicht entschlüsseln, und die wackelnden Münder und »Münder« der Protagonisten erhellten die »Handlung« auch nicht weiter; insofern: Danke der Mühe!

  39. Ich muss ganz ehrlich gesagt, Ks Ansicht zustimmen, dass man einen Blog mit einer subjektiven Meinungsäußerung eines Einzeln nicht auf eine Website in der es einzig und allein um ein Hobby vieler, dem Schreiben, geht eingbetten sollte. Klar man kann mit einem Link darauf hinwiesen, mehr finde ich jedoch ein wenig zuviel. Denn es grenzt meinem Empfinden nach schon daran, dass man diese Meinung diesen Usern einimpfen will.

    • 'kay, dann fange ich mal ganz vorne an:
      wenn mir ein Grundstück gehört, und ich baue einen Spielplatz darauf, und ich öffne das Gelände für jedermann, kommt zuerst der Staat und sagt mir, welche Regeln ich einzuhalten habe: der TÜV muß die Spielgeräte abnehmen, die Hygiene prüft den Sand, und Greenpeace kontrolliert, ob auch kein Biotop zerlatscht werden könnte.
      dann aber stelle ich die Regeln auf, an die sich die Kinder (und natürlich die Eltern, durch die die Kinder beaufsichtigt werden 😀 ) zu halten haben – diese Regeln müssen beachtet und eingehalten werden, sonst verbanne ich (völlig zu recht, *IMHO*) die Übertreter. vielleicht verwarne ich sie vorher 😉
      Wenn ich im Eingangsbereich Werbematerial der Zeugen Jehovas, der örtlichen Tchibo-Repräsentanz oder der NPD-Frauen-Organisation auslege oder auslegen lasse, müssen das meine Gäste (und *_.I.nnen) hinnehmen; der Besuch meines Gartens ist freiwillig, und der Werbungskasten muß nicht und von niemandem beachtet werden.
      solange keiner Eintritt zahlt, hat keiner Mitspracherecht.

      nun komme ich zum Ende:
      Zahlst Du die Servermiete für diese Seite?
      Zahlst Du an Helge die Denic-Gebühren für diese Seite?
      Zahlst Du den Programmierern die Wartungskosten für diese Seite?

      • mist, da hat's den letzten Satz verschluckt:

        Woraus leitest Du Deinen Anspruch auf ein Mitspracherecht ab?

        • Ich hatte es jetzt nicht als Forderung aufgefaßt, sondern eher als Petition. Was völlig ok ist.

          • nun, meine Einlassung war eigentlich pars pro toto auf all die – teilweise schon recht harsch vorgetragenen – Forderungen und Unmutsbekundungen gemünzt und an einem Beispiel dargelegt;
            es ginge auch in einem Satze:
            wer die Kapelle bezahlt, bestimmt, was sie spielt

      • Aber doch generiere ich mit meinen Geschichten Werbeeinnahmen für diese Seite, genauso, wie durch die Tatsache, dass ich sie nutze und andere Leute vielleicht auch mal darauf verweise.

        • betrachtest Du das als Miete für's Haus (Seite) oder für die Wohnung (Profil)?
          wenn der Hausbesitzer das Treppenhaus grün streichen und das Dach mit Schiefer statt Ziegeln decken läßt, welches Recht auf Einwände hast Du als Mieter?
          ich verstehe, was ihr alle wollt, wenngleich ich damit überhauptz kein Problem habe, aber ich sehe keine Chance, das Ding auf eine für alle Seiten annehmbare Weise durchzulotsen, zumal in diesem Strang von gewissen Zeitgenossen schon zuviel Porzellan zerdeppert wurde;
          ich für mein Teil habe nämlich den Blogverweis gern auf der Eingangsseite, und auf den anderen Seiten taucht er doch ga nicht auf, oder?

          • Jeder User hier ist Stakeholder. So einfach ist das. Im Endeffekt ist es sehr wichtig für uns, mitzubekommen, wie die User denken. Nur so können wir die verschiedenen Stakes gegeneinander abwägen und eine möglichst faire Entscheidung treffen.
            Uns wird ganz gerne mal vorgeworfen, dass uns die User egal wären. Das hatte ich gerade heute wieder mit dem Beispiel des Maskottchens. Was recht kurios ist, denn hier wurde definitiv dem Userwillen nachgegeben. Worauf ich hinauswill, das uns die User egal wären, das stimmt natürlich nicht. Wir bemühen uns immer um eine faire Abwägung zwischen allen Interessen. Und unter anderen deswegen habe ich keinerlei Probleme damit, wenn User sachlich ihre Wünsche und Vorstellungen artikulieren. Und ja, all das beeinflußt unsere Entscheidungen.

          • oder, um bei meinem auf allen drei Beinen hinkenden Beispiel zu bleiben:
            wenn mehr als die Hälfte will, daß Deine Blogtür vom Keller aus (also über Dein Profil, was ich für ziemlich bekloppt hielte 😉 ) zu betreten sein soll, machst Du das, und wenn es mehr als die Hälfte für ausreichend hält, daß Deine Tür nur aus Schlüsselloch besteht (rsp. nur aus dem Eintrag »Helges Blog«, bei Neuigkeiten gefettet oder blinkernd *irritiert blinzel*), dann tust Du ebenfalls so, und der Mehrheit sei Genüge?

            Nein, meine recht grantigen Repliken bezogen sich auf die leicht bockig wirkenden »dann wirst du schon sehen was du dafon hast«-Drohungen 😉

            Nixens für ungut, sagt Dein
            Sevvie

        • Hallo Helge,

          also ich muss Severus da vollkommen Recht geben.

          Natürlich sind die User Stakeholder, aber dieses Problem mit dem „angeblichen“ Überhandnehmen tritt erst auf, seit du die Reihe mit „Unterdrückung der Männer“ angefangen hast…scheint wohl ein sehr unbequemes Thema zu sein und gewisse Gruppierungen müssen nach scharfem Nachdenken wohl zugeben, dass da wohl ein Körnchen Wahrheit enthalten ist, aber das nie und nimmer zugeben möchten.

          Ich bin jetzt schon länger hier unterwegs, und ich finde nicht, dass dein Bloghinweis besonders auffällig ist, also zumindestens, wenn ich manche Kommentare hier lese – das klingt ungefähr so, als würden sie ja regelrecht gezwungen hier im Blog vorbei zu schauen.

          Wie ich schon einmal erwähnt habe, die Leserichtung in Mitteleuropa folgt meines Wissens einem bestimmten Muster … links nach rechts und oben nach unten. Wenn ich FF aufrufe stehen links genau die Themen und Gebiete, die für die Spaßfraktion gedacht ist. Man verzeihe mir diesen Ausdruck, aber im Laufe dieser Diskussion wurde erwähnt, dass es hauptsächlich um Spaß geht, also wo ist das Problem.

          Desweiteren muss ich mich Vorrednern anschließen, dass deine Einträge sachlich formuliert sind und in keinster Weise persönlich angreifen. Sie regen zum Nachdenken an, indem du Problematiken auch von mehreren Seiten beleuchtest, dich aber nicht schulmeisterlich hinstellst und gleich eine Lösung präsentierst. So, und wer sich darüber beschwert, du würdest zu scharf reagieren … ganz im Gegenteil, dass ist die faktische Sprache der Wissenschaft und eben nicht das emotionale Stammtischgewäsch.

          Von daher, mach weiter so und ich freue mich durchaus auf weiteren Meinungsaustausch mit dir.

          • „Wie ich schon einmal erwähnt habe, die Leserichtung in Mitteleuropa folgt meines Wissens einem bestimmten Muster … links nach rechts und oben nach unten. Wenn ich FF aufrufe stehen links genau die Themen und Gebiete, die für die Spaßfraktion gedacht ist. Man verzeihe mir diesen Ausdruck, aber im Laufe dieser Diskussion wurde erwähnt, dass es hauptsächlich um Spaß geht, also wo ist das Problem.“

            Psst, Bhelial – kleine sachliche Anmerkung. 😉 Ist schon richtig mit der Leserichtung. Allerdings wird typografisch im euro-amerikanischen Sprachgebiet die rechte Seite stärker gewichtet. Man schlägt das Buch nach links auf, die rechte Seite ist zuerst sichtbar, der „Titel“ ist streng genommen auch eine ‚rechte Seite‘, entsprechend wird auf der rechten Bild- oder Buchseite vom modernen europäischen/amerikanischen Menschen eher der ‚wichtige‘ Inhalt erwartet und häufig auch platziert. Ein Asiate mit links-rechts Richtung würde eher links oben nach dem Fokuspunkt der Seite suchen. Diese Lesegewohnheit überträgt sich auch auf Webseiten, allerdings sind das typografische Feinheiten, die der Ottonormalverbraucher nicht kennt und daher nicht berücksichtigt, obwohl sie ihn beeinflussen – und daher weiß derjenige oft nicht, warum genau er sich so von den „Schlagzeilchen“ des Blogs angezogen fühlt (von deren ‚blogtypisch‘ polarisierendem Inhalt mal abgesehen). Daher ist der Einwand nicht unberechtigt, dass Helges Blog als erstes in den Fokus springt und somit etwas den Eindruck des ‚Hauptinhalts‘ der Seite erweckt. Begünstigt wird das noch von der Ausrichtung des Textblocks im Verhältnis zur Seite – mein Browser stellt den Beginn des Satzspiegels exakt mittig auf der Seite dar, wodurch der linke Block optisch in der Unbedeutsamkeit verschwindet und die Augen zuerst beim rechten Block zu lesen beginnen. Die fetten Hervorhebungen der News begünstigen das optische Ungleichgewicht noch.

            Ob das einer Lösung oder Besserung bedarf, sei dahingestellt und sicher nicht unsere Entscheidung.

            Rein von meiner gestalterischen Vorbildung bin ich mit den Gewichtungen auch nicht glücklich – allerdings ist es zum einen nicht meine Seite und ich bin selber vollends html-unfähig, ergo froh dass ich den Job nicht habe das auszutarieren. Zum anderen entscheide ich mich aufgrund meines Vorwissens (über den Inhalt der einzelnen Bereiche) oft genug, erstmal den Login zu machen, Geschichten zu lesen, Mails zu beantworten oder mal ein Review irgendwo dazulassen, bevor ich mal einen Blick in die Blogs werfe. In meiner persönlichen Gewichtungsratio verliert der Blog leider doch 1:7 gegen den Rest vom Content.

  40. Helge schrieb:
    .
    „Das unterschreib ich mal so. Sie muss definitiv besser wissen, worauf sich ihr selbstgewählter Nickname beziehst, als irgendjemand anderes. Ich bin ehrlich gesagt verblüfft, dass man solche Offensichtlichkeiten erörtern muss.“

    Mich interessiert doch keine schwarze oder andere Zora, ich berichte nur, dass ich eine rote Zora kannte, die eine terroristische Vereinigung war. Und wenn ich Zora lese, assoziiere ich automatisch, das entspingt meinem Leben, und das stoert dich also. Ich hab kein anderes Leben und keine andere Erfahrung gehabt zu haben als du,ich hab gefaelligst u dneken wie du.
    Worauf du dich beziehst ist deine uebliche, kuenstliche Verblueffung, weil du es nicht ertraegst dass jemand andere Erfahrungen hat und dir auch mal heftig widerspricht.
    Logiker! Na ja.Lies Hegel.

    • Timpf. Deine Assoziation ist deine Sache. Es ist aber absurd von dir, davon auszugehen, dass nur weil du irgendein X mit irgendeinen Y assoziierst, das automatisch auch in der Intention desjenigen lag, der das X aufs Tapet brachte. Anders formuliert, nur weil du mit der roten Zora Terroristen verbindest, folgt daraus noch lange nicht, dass das für Black Zora (?) genauso gilt.

      • Ich habe Black Zora weder unterstellt, dass sie ihren Nick mit Terroristen verbindet noch angedeutet, dass sie aenliches denkt.
        Der Rest, du Logiker, entspringt deiner simplen Fantasie, du kannst dir halt nicht
        vorstellen, dass es Menschen gibt die laenger leben als du und deshalb ganz andere Associationen haben.
        Fuer mich verbindte sich Zora stets mit der Roten Terroristenzora.
        Und nun darfst du wieder versuchen dir was aus den Fingern zu zehen um nachzutreten. Ist mir echt langsam zu primitiv mit dir.

        • klassenerster@Schade, das du das Buch nicht kennst. Dir würden dir Uskoken, auf die sich die rote Zora und ihre Bande dauernd beziehen, wirklich gefallen!
          http://www.senj.info/Templates/stadt_uskoken.htm

          • Danke fuer den Hinweis, aber mir ist die Kultur und Lebensform der Indigenas wesentlich naehe. Zu einem seit meiner Jugend, als ich das erste mal ueber den Schlaechter Cortez las, zum zweiten ueber meine sehr persoenlichen Beziehungen zu diesem Volk, zum dritten weil ich um Teil dort lebe, zum letzten: weil sie fast ausgerottet wurden und noch heute meistens rechtlos oder doch zumindest diskriminiert sind.
            Ich kenne eine Fuelle von Geschichten, Historien,Legenden und Zeremonien, die heute noch gelebt werden (etwa ueber Malin-tze, die faelschlicherweise als Verraeterin gilt, in Wirklichkeit aber eine ganz arme betrogene junge Frau war.
            Ich habe schon als Kind bei „Cowboy und Indianerspielen“ stets den Indio gelt.
            Obwohl ich bereits als Kind viel las, sozusagen Bibiotheken leer las, gibt es doch viele Buecher die ich halt nie kennen gelernt hatte.
            Und heute, hier in Lateinamerika ein deutsches Buch zu beommen ist schwer. Sich schicken lassne ist sehr teuer.
            Ausserdem stoebere ich gerne in Buechereien, und hier gibts nur spanische Literatur. Marquez etwa, „Liebe zu Zeiten der Cholera“, solltest du es nicht kennen, lege ich es dir ans Herz, du wirst erbaut sein.
            Saludos.

        • Zitat klassenerster: „Die „rote Zora“ war in der BRD in den 70er Jahren eine linksterroristische Frauengruppe, daher ist die Associacion zur schwarzen Zora schon korrekt“

          Der erste Teil des Satzes war eine reine Feststellung, der zweite eine Einschätzung, die du für bzw. über andere getroffen hast.

          • Die ich fuer mich getroffen habe. Zeige mir die „Einschaetzung“ beueglich Zora udn Terrorismus,die ich angeblich „über andere getroffen“ haben soll.

            Du willst einfach nicht, dass ich das freie demokratische Recht habe meine eigene Associacion zu treffen; du willst ums verrecken, dass du mtiit deinem Denken ueber mich recht hast. Ich finde das scon etwas arg gestoert, mit Verlaub.

          • Die ich fuer mich getroffen habe.

            Nur ergibt das überhaupt keinen Sinn. Warum solltest du für dich hier deklamieren, dass eine Assoziation korrekt sei? Führst du neuerdings in den Kommentaren Selbstgespräche? Das ist zwar grundsätzlich möglich, aber naheliegender ist, dass die Bemerkung an jemand anderen adressiert war. Wenn sie jedoch tatsächlich an dich selbst richtete, so liegt das Problem hier bei deiner Kommunikation, die ja offenbar nicht nur bei mir zu Unverständnis führte.

            Du willst einfach nicht, dass ich das freie demokratische Recht habe meine eigene Associacion zu treffen

            Du kannst assoziieren, was immer du willst. Wenn du allerdings weiterhin darauf bestehst, mich mit deiner gespielten Entrüstung hinsichtlich deines eigenen Mißverständnissen zu plagen, dann wirst du dies zumindest in der näheren Zukunft nicht mehr in diesem Blog tun.

          • gestattet ihr, daß ich hier nochmal mein Teebeutelchen ins heiße Wasser halte?
            da eine Asooziation immer eine äußerst individuelle Sache ist, die mit Wortfeldern, Bedeutungsebenen, Lebenserfahrungen und ideologischen Aufladungen zusammenhängt, ist die Äußerung einer solchen per se selbstbezogen;
            wenngleich sie verallgemeinernd geäußert, kann sie sinnvollerweise dennoch nur in Bezug auf den Äußernden bewertet werden: »Sage mir, wie du assoziierst, und ich sage dir, wer du bist« ist mM genauso gültig wie: »sage mir, worüber du lachst, und ich sage dir, wer du bist«…

            andererseits ist Moravias

            »[…] dass ich eine rote Zora kannte, die eine terroristische Vereinigung war. Und wenn ich Zora lese, assoziiere ich automatisch, das entspingt meinem Leben[…] Ich habe Black Zora weder unterstellt, dass sie ihren Nick mit Terroristen verbindet noch angedeutet, dass sie aenliches denkt […] Fuer mich verbindte sich Zora stets mit der Roten Terroristenzora.«

            eine Aussage, die ich so hinnehmen kann, und den polternden Rest kann ich überhören, auch wenn ich das ironisch wirkende Logiker als Beleidigung auffassen könnte…

      • Er hat doch nie behauptet, dass jeder es so assoziiert, es ist lediglich seine persönliche Assoziation.
        Und die Drohung mit der Sperre… ich weiß wirklich nicht, was ich davon halten soll… Und falls jetzt das Argument kommt, dass es ja keine Drohung war: wenn man schreibt, dass er das nicht mehr in diesem Blog tun wird, dann wird das meines Empfindens jeder als Drohung wahrnehmen,

        • Drohungen mit Sperre? Im Blog kann man gar nicht sperren. Ich kann nur die beleidigenden Kommentare löschen, was ich jetzt auch tun werde.

  41. @Helge:
    wie wäre es, wenn Du die Blogs weiter nach oben, zwischen Forum und Fanshop verschiebst, also etwa so:

          Forum Helges Blog Op-Blog Fanshop

    und wenn es Neuigkeiten gibt, wird der Text gefettet oder blinkt oder die Schaltfläche wird andersfarbig – damit schlägst Du mehrere Fliegen mit einer Klappe:
    Dein Blog rückt aus der bösen Rechten Ecke, er nimmt weniger Platz ein, er steht gleichberechtigt mit Forum, Hilfe und Support in einer Zeile, und wer ihn lesen will, wird ihn dennoch über die Eingangsseite erreichen.

    so, und jetzt kriege ich auch noch den Bogen zum eigentlichen Blogthema »Woran ich glaube«:
    Seitengestalterisch sind damit die Hauptforderungen gleichberechtigt gelöst – daran glaube ich 😉

    • Nein, Helge’s Blog wird definitiv nicht ins Hauptmenü wandern. Da sind noch Andere hier vor. 😉

      • 'kay, aber'n Versuch war's wert, oder?

        aber wie wäre ein Punkt »Blogs« im Hauptmenü, und die Unterseite besteht aus dem, was sich jetzt am rechten Rand tummelt?
        isja nur'n Vorschlag, mir selber isses völlig conchita, solange ich von den Änderungen rechtzeitig was mitkriege, damit ich meine Lesezeichen neuordnen kann 😉

        • Ja, wir diskutieren gerade, wie wir den „Blog-Bereich“ rechts etwas umstrukturieren können, damit offizielle News zu fanfiktion.de klar zu erkennen und außerdem von Blogs mit eher individuellem Inhalt sauber abgegrenzt sind. Diese Seiten-News sollen dann auch irgendwann mal in der App erscheinen, im Gegensatz zu den individuellen Blogs.

          Sensationelle Veränderungen wird es aber eher nicht geben, das passt schon alles so rechts oben.

  42. Übrigens hat gerade an anderer Stelle ein bis dato hochengagierter Mensch ( und ich vermute das bleibt er trotzdem ) Teile seiner öffentlichen Arbeit eingestellt, nicht zuletzt wg. ähnlich substanzfreier Anwürfe wie von Helge im Eingangspost beschrieben:

    https://heavensfood.wordpress.com/2015/09/30/zurueck-ins-private/

    Nun, ich denke, Tristan’s Entscheidung war längst überfälig, aber das ist meine ganz private Ansicht, die darauf basiert, daß er den Druck wohl schon länger kaum noch ertragen konnte.
    V.dh. mag die selbstverordnete Pause ihm ( hoffentlich ) sehr gut tun.
    Was mich ärgert, ist die Tatsache, daß man an ihm möglw. alles mögliche kritisieren könnte, daß die erwähnten Vorwürfe jedoch durchweg absoluter Blödsinn sind.

    An anderer Stelle, bei Erzählmirnix, outeten sich die Urheber solcher Shitstormaktionen dann ideologisch selbst, indem sie unterstellten, daß Erzählmirnix „einen Sexismus gegen Männer behauptet“ hätte. Wenn das nicht Rad-Fem-Rabulistik unterster Kajüte ist, was dann?
    Nachzulesen hier:
    https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2015/09/29/diskriminierende-scheisze-bei-erzaehlmirnix/

    • Moin Fiete. Schön, dass es Dir gut geht (hatten ja eine Zeitlang alle möglichen Leute nach Dir gefragt). Ich bin etwas verwundert ob unseres sehr seltenen Kontakts, woher Du über Druck und meinen Umgang damit Bescheid wissen willst. Spekulation ist immer so ne Sache und mit sehr spitzen Fingern zu genießen.

      Und was das möglicherweise alles mögliche Kritisierbare betrifft, nun ja… der werfe den ersten Stein…

      • „Und was das möglicherweise alles mögliche Kritisierbare betrifft, nun ja… der werfe den ersten Stein…“
        Sehe ich genau so.
        Hier ging es mir um das Threadthema und dabei bleibt es auch.

        Beim einen mag eine kleine Pause ( sicherlich nicht ganz der passende Begriff, wie ich vermute ) das beste Mittel der Wahl sein ( und warum ich das im konkreten Fall für wahrscheinlich richtig halte, oder wie es mir geht, können wir vlt. irgendwann mal bei einem kleinen „the Singleton of Dufftown“ erörtern ), beim anderen kommt ein reichlich gegenteiliger Effekt u.U. besser an:
        https://erzaehlmirnix.wordpress.com/2015/09/30/schwierige-situationen/

        Helge mag irgendwo dazwischen rangieren, zumindest sieht es scheinbar so aus.

        Jedenfalls scheint es im Moment eine Häufung von aggressiven Ausfällen im Femilager zu geben. Und ich denke, das hat nicht zuletzt auch ganz gute Gründe. Aber schaun mer mal, was es mittel- u. langfristig an Folgen bewirkt.

  43. Hey, habe gerade deinen Artikel gelesen und finde ihn SEHR GUT!!!!
    Ich bin selbst eine Frau, und versuche tagtäglich gegen Diskriminierung von Frauen zu kämpfen. Allerdings nicht nur von denen. Sondern auch von Männern. Denn auch wenn es tatsächlich Menschen (Männer wie Frauen) gibt, die denken, es gäbe keine Diskriminierung vom männlichen Geschlecht, ist dem bei weitem nicht so. Männer können auch vergewaltigt werden, es will nur kaum jemand sehen, weil diese Männer dann ja „Schlaffis“ und „Opfer“ wären, was in das Weltbild des „immerzu starken und emotionslosen Roboter namens Mann“ kaum zu passen scheint. Und deswegen „gibt es das dann einfach nicht“.
    Oder dass viele Männer, die Erzieher werden wollen, direkt als pädophil abgestempelt werden. In meiner Abitur/Erzieher-Ausbildungs-Klasse haben wir insgesamt 8 junge Männer, was fast doppelt so viel ist wie in fast allen Klassen vor uns. Die Lehrer freut das, und mich ebenfalls, denn ich finde, dass Kinder auch männliche Erzieher als Vorbild haben sollten, was leider wegen dem oben genannten Vorurteil nicht in jeder KiTa möglich ist. Dennoch, keinem unserer acht Jungs würde ich sowas zutrauen, einige Eltern in den Kindergärten dagegen vielleicht schon. Was dann einen Domino-Effekt auf die Karrieren der Männer hätte, was dann ebenfalls als Diskriminierung zu betiteln ist. Auch wenn es das in den Augen vieler Menschen ja gar nicht geben kann.

    Leider ist es auch heute noch oft so, dass es oftmals zu Diskriminierung kommt. Von Frauen, von Männern, von allen Geschlechtern dazwischen. Eigentlich ist es egal, was man ist, was man sagt oder tut. Es wird immer Menschen geben, die sagen, dass sie dies und das besser gemacht hätten, oder die deine eigene Meinung verleumden, schlechtreden, dich vor Anderen schlecht machen etc. Diese Menschen hat es seit jeher gegeben, und es wird sie auch weiterhin geben.

    Zum Schluss noch ein Zitat, der meiner Meinung nach perfekt zu der Frauenquote passt, die ich ebenfalls nicht unterstütze. Verfasser kenne ich leider nicht mehr, kann ihn/sie im Internet leider auch nicht finden:
    „Die wahren Frauendiskriminierer sind Feministen. Denn sie behaupten, ohne Extrabehandlung seien Frauen den Männern nicht gleichgestellt. Und das ist die wahre Diskriminierung.“

  44. >>> Denn sie behaupten, ohne Extrabehandlung seien Frauen den Männern nicht gleichgestellt. <<<

    So oder so ähnlich. Könnt man es wirklich sehen.
    Denn eines, erscheint mir jedenfalls so, nun, wenn, Quatsch, genau dieselben Menschen die letztlich auf die gesetzgeberische Weise ´Extrabehandlungen` durchsetzen, sind oft genug im Denken tiefer im Patriarchat verfangen als sie öffentlich zugeben wöllten. Oder die dies Betreffende Selbsterkenntnis wurde/wird unterdrückt.
    Und das man mit quasifanatistischem Vorgehen keine Probleme beseitigt und nur neue schafft, sieht man allerorten. Da muß man nicht mal genau hinschauen.

    "…in der Wahrheit gibt es nicht nur ein Ja und ein Nein, sondern auch viele Warum und Wieso und Vielleicht. Und sehr wenig Wahrheit…" (ich glaub das ist von Aristoteles)

    „Die Welt ist groß und die Wahrheiten sieht jeder anders…“
    (Verfasserin ist mir sehr gut bekannt 🙂

    "Die Zeit ist die größte Verbündete des Lügners, denn werden die Lügen nur lange genug wiederholt, verblaßt die Wahrheit und wird vergessen. Dann treten die Lügen an die Stelle der Wahrheit. Die Geschichte wird neu geschrieben, und alles ist verloren." (leicht abgewandeltes Zitat eines Anderen)

    lg, Lifegamer
    (und ich versichere, Wortbeiträge von mir haben immer eine eher nachdenklich ruhige Intonation)

  45. 85% beträgt der Frauenanteil im Durchschnitt bei firmeneigenen Abteilungen, satte 96% bei externen Personalagenturen. […] Interessant ist auch, wie sich dies auf die Chancen schöner Frauen, ein Vorstellungsgespräch zu erhalten, auswirkt.

    Ich habe bislang nicht in diesem Blog kommentiert, allerdings mitgelesen und hege die Vermutung, dass es Aussagen wie diese sein könnten, die manch User dazu bringen, dir latente Frauenfeindlichkeit zu unterstellen. Zumindest mich hat es – latent – geärgert, dass du als Humanist agierst und dann trotzdem so etwas von dir geben kannst.

    1. Traust du Frauen nicht zu, ihren… Privatneid und sonstige wie auch immer geartete Gefühle auch privat zu halten, sodass sie objektiv entscheiden können, so wie es ein Personaler tun sollte? Würdest du dann auch einem männlichen Personaler zutrauen, seine Entscheidungen darauf zu basieren, ob er auf das Aussehen des Bewerbers neidisch ist oder nicht? Also ich würde nicht auf die Idee kommen, ehrlich gesagt.

    2. In welcher Statistik steht, dass Frauen, die sich auf Führungsposten bewerben, automatisch schön sind, bzw. welcher prozentuale Anteil von ihnen schön ist? Mich interessiert hier eine konkrete Quelle.

    Ich persönlich bin recht zweigeteilt, was deine Blogs betrifft, Helge; „unterschreibe ich so“ und „hat er das jetzt ernsthaft geschrieben“ wechseln sich manchmal bereits innerhalb eines einzigen Eintrages ab. Aber ich kann ihnen nicht absprechen, dass sie mich zum Nachdenken bewegen. Deswegen lasse ich nun auch etwas zum Nachdenken da.

    • Ich habe dort 2 Fakten aus einem Artikel benannt. Diese wurde von mir nicht gewertet. Ich habe auch nichts dazu gesagt, was ich über die im Artikel getroffene Aussage zu den Chancen schöner Frauen denke. Lies bitte einfach den verlinkten Artikel und unterstelle mir nicht, dass nur weil ich etwas zitiere, dies auch automatisch meine Meinung sein muss.

      Mir ging es darum, dass die Auswahlentscheidung, wer eingeladen wird, in den meisten Fällen nicht von Männern getroffen wird, weswegen die Argumentation, dass dort Kumpel ihre Seilschaften einladen, zumindest zweifelhaft ist.

      • Bitte fühle dich nicht angegriffen, denn das war keineswegs meine Absicht. Ich unterstelle nichts, sondern stelle bloß direkte Fragen zu dem Inhalt des Beitrags. Ich bin davon ausgegangen, dass wenn du diesen Artikel verlinkst *und* Teile des Artikels nochmals in eigenen Worten wiedergibst *und* du anmerkst: Zuerst einmal wird hier übersehen, das die Personalabteilungen, die darüber entscheiden, wer überhaupt zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird, fest in weiblicher Hand sind, du diese Meinung ebenfalls vertrittst…?

        Diesen Eindruck hatte ich beim Lesen dieses Blogeintrags. Sollte dem nicht so sein, habe ich aus dem Blogeintrag nicht entnehmen können, was du nun genau von dem Einfluss der weiblichen Mehrheit in Personalabteilungen auf den Frauenanteil in Führungspositionen denkst und das würde mich jetzt interessieren, Helge.

        • Es ging um die verlinkte Aussage einer Feminstin, dass Kumpel immer Kumpel befördern würden. Ich wies nur darauf hin, dass dies schwierig wird, weil diese Personalauswahlentscheidungen gar nicht von „Kumpeln“ getroffen werden. Mehr habe ich dazu gar nicht gesagt.

          Wenn du dir nun den Artikel anschaust, so stellst du fest, dass die Forscher herausfanden, dass schöne Frauen bei Firmen mit internen Personalabteilungen eine schlechtere Chance haben eingeladen zu werden. Die Forscher führten dies auf Vorurteile der Frauen in den Personalabteilungen zurück. Was als Arbeitstheorie erst einmal ok ist. Ich könnte mir solche Effekte zumindest vorstellen. Man muss hier ja bedenken, dass es für eine statistisch messbare Relevanz genügt, wenn einige der Frauen in den Personalabteilungen solche Einstellungen haben, man darf es nur eben nie so interpretieren, was leider viele tun, dass die Forscher nun gesagt haben, alle Frauen dort hassen schöne Frauen. 😉 Ich selbst bin bei soziologischen Studien immer vorsichtig. Wenn ein Effekt ein- oder zweimal bestätigt werden konnte, dann kann man ihn langsam als valide einschätzen und selbst dann stellt er erst einmal nur einen Zeitwert dar, der sich bei Änderung der sozial prädominanten Einstellungen über die Jahre verstärken oder abschwächen mag.

          Bitte fühle dich nicht angegriffen

          Keine Sorge, das habe ich nicht. 😉

          • Dieser Artikel ist… nun, es ist ein Spiegel-Artikel, ’nuff said. Allein schon die Tatsache, dass sie es nötig haben, die nicht eingeladenen schönen Frauen mit einer Barbie zu versinnbildlichen… oje? Jedenfalls erscheint mir das Ganze nicht gründlich recherchiert, was man ja öfters gesehen hat *hustalteraugehust*; ich würde gern wissen, wie „die Forscher“ das Nichteinladen schöner Frauen auf persönliche Gefühle zurückgeführt haben. Eine Studie, eine Befragung, in der Personalerinnen zugeben, aufgrund persönlicher Kriterien eine bestimmte Personengruppe für eine Führungsstelle außer Betracht zu lassen.

            Bislang kann man mit Sicherheit nur Folgendes feststellen:

            1. Es besteht eine eklatante Mehrheit von Frauen in der Personalabteilung

            2. Es besteht eine eklatante Minderheit von Frauen in Führungspositionen.

            (Zumindest in Israel.)

            Ich kann keine Verbindung zwischen diesen beiden Fakten feststellen, zumindest keine, die nicht auf Vermutungen basiert (Neid, begleitet von der Unfähigkeit, sich am Riemen zu reißen, weder was besagten Neid betrifft, noch die Hormone, wenn frau einen hübschen männlichen Bewerber auf dem Foto sieht). Das ist so, als ob man im Umkehrschluss behaupten würde, dass wenn es einen großen Männerüberschuss in der Personalabteilung gäbe, die Führungspositionen vor (schönen) Frauen nur so überquellen würden, weil alle Männer und allen voran Personaler sexistische Schweine sind, die sich von der Bevorzugung ein Nümmerchen erhoffen. Oder aber es gäbe dann erst recht keine Frauen in Führungspositionen, weil alle Männer sexistische Schweine sind, die finden, Frauen gehören an den Herd.

            Da ich, so wie du, niemanden gern diskriminiert sehe, finde ich diesen Artikel schlicht unseriös, schlecht recherchiert. Die israelischen „Wissenschaftler“ sollten sich schämen, ihre Studie höchst unwissenschaftlich damit abschließen, dass die – ohne Befragungen, ohne weitere Studie – einfach mal eben so eine Schlussfolgerung ziehen, die sie nicht belegen können: Verhindern etwa Zickenkrieg und Stutenbissigkeit die Karrieren schöner Frauen? Genau, folgern Ruffle und Shtudiner aus ihren Befunden und formulieren diese These: Personalerinnen wollen keine attraktiven Kolleginnen, denn die könnten mit ihnen um die Aufmerksamkeit der männlichen Kollegen konkurrieren. […] Und hübsche Männer – die laden eben alle Recruiterinnen gern ein. Setzen, sechs. Ich frage mich, wie viel die Studie gekostet haben mag, um auf diese bahnbrechende Erkenntnis zu kommen. Ich nehme das Geld gern als Spende an, dafür, dass ich *vermute*, sie könnten eventuell recht haben.

            Zu Männern in Führungspositionen: Was ich bislang so an Chefs hatte, war auf der Schönheitsskala eher im unteren Bereich anzutreffen.

            Keine Sorge, das habe ich nicht. Danke 🙂

          • Du solltest hier zwischen Studie und Artikel differenzieren. Die Qualität des Artikels sagt gar nichts über die handwerkliche Qualität der Studie aus. Selbst die von die zitierte These tut dies nicht, denn die ist erst einmal wirklich nur eine These, was im Endeffekt nichts anderes als eine wissenschaftlich formulierte Vermutung ist. Die wiederum kann falsifiziert werden oder eben auch nicht. Wie würdest du denn die Korrelation bewerten, dass bei einem höheren Frauenanteil in einer internen Personalabteilung die Chancen schönerer Frauen eingeladen zu werden sanken, wohingegen ihr Aussehen bei externen Personalabteilungen offenbar keinerlei negativen Einfluß hatte? Es kann natürlich auch sein, dass hier gar keine Kausalität vorliegt, aber das müßte auch erst einmal überprüft werden. Einfach immer dran denken, Korrelation ist keineswegs Kausalität, aber sie schließt Kausalität auch nicht aus.

          • Helge, Du meinst mit Korrelation solche Phänomene wie Klein-Ernas These, daß die Sommerferien deshalb länger als die Winterferien, weil sich in der Wärme alles ausdehnt, und Klein-Fritzchens Schlußfolgerung, daß dies auch der Grund für die längeren Tage im Sommer ist?

          • Die Qualität des Artikels sagt gar nichts über die handwerkliche Qualität der Studie aus Da muss ich dir wohl recht geben, ich hege auch die vage Vermutung, dass eine umfassende Studie nicht in einem kleinen, schreierischen Artikel Platz findet.

            Wie würdest du denn die Korrelation bewerten… Gar nicht 😉 Das ist es ja. Gar nicht, bis ich (wäre ich an Stelle dieser Wissenschaftler), eine gründliche Befragung durchgeführt hätte. Anonymisiert, natürlich, um die Wahrscheinlichkeit und Anzahl wahrheitsgemäßer Antworten zu erhöhen.

            Was *ich persönlich* darüber denke/glaube, würde ich keineswegs einbringen und schon gar nicht als Ergebnis einer Studie oO Ich kann nur wiederholen, dass ich solch eine Vorgehensweise für höchst unwissenschaftlich halte.

            Korrelation ist keineswegs Kausalität, aber sie schließt Kausalität auch nicht aus. Da kann ich nur zustimmen. Wenn ich das fortführen darf: Es ist dementsprechend ebenfalls nicht ausgeschlossen, dass besagte Kausalität doch ausgeschlossen werden kann. Also läuft es letztendlich trotzdem alles auf „alles ist möglich“ und „glauben, dass“ hinaus. Als wissenschaftliches Ergebnis kann ich das nicht ernst nehmen.

            Ich warte jetzt auf die Studie, die das Einladen schöner Frauen direkt auf das Lesbisch-sein jener weiblicher Personaler zurückführen will, die sie eingeladen haben. Begründung: „Wie in unserer anderen Studie bewiesen behauptet, neigen weibliche Personaler dazu, gutaussehenden männlichen Bewerbern den Vorzug zu geben. Geben sie hingegen schönen Frauen den Vorzug, kann es nur daran liegen, dass sie Frauen sexuell attraktiv finden keine männliche Konkurrenz im Hause dulden, wenn sie um die Aufmerksamkeit weiblicher Kolleginnen buhlen.“ Oder so xD

          • Ups, sorry, vertippt… das Ganze sollte so aussehen:

            Begründung: „Wie in unserer anderen Studie bewiesen behauptet, neigen weibliche Personaler dazu, gutaussehenden männlichen Bewerbern den Vorzug zu geben. Geben sie hingegen schönen Frauen den Vorzug, kann es nur daran liegen, dass sie Frauen sexuell attraktiv finden keine männliche Konkurrenz im Hause dulden, wenn sie um die Aufmerksamkeit weiblicher Kolleginnen buhlen.“ Oder so xD

          • Du solltest in Erwägung ziehen, dass Menschen tatsächlich Vorurteile haben und auch eigennützig entscheiden können. Im Endeffekt sind sowohl die guten als auch die schlechten Eigenschaften über die Geschlechter nahezu gleich verteilt. Ich wäre tatsächlich viel verblüffter, wenn sich herausstellen sollte, dass Personaler durchweg rational entscheiden. 😉

            Aber ich hab hier mal eine andere Ausarbeitung, die dich vielleicht interessiert. Ist leider in Englisch. Da geht es darum, dass behauptet wurde, dass Frauen im Wissenschaftsbetrieb aus ihrem Geschlecht Nachteile erwüchsen. Tatsächlich war das Gegenteil der Fall. 😉 Die Forscher haben nicht schlecht gestaunt, unter anderen weil sie mit einer völlig anderen Erwartungshaltung an die Frage rangegangen waren.

          • Ich habe nie etwas anderes behauptet. Menschen sind Menschen. Den schwarzen Peter jetzt aber nur Frauen zuzuschieben, finde ich allerdings verkehrt. Man soll doch die Studie bitte mit männlichen Personalern wiederholen 😉

            Doch auch als Frau hätte ich mir gedacht, dass da mal Neid oder Furcht vor Konkurrenz im Spiel sein könnte, gebe ich zu.

            Allerdings – und darum geht es mir in erster Linie – würde ich nicht hingehen und meine eigenen Vorurteile und unbestätigte (!) Meinung als Studienergebnis präsentieren. Dass Wissenschaftler das tun, verblüfft mich. Dass du diese Studie überhaupt als solche akzeptierst, ebenfalls.

            Also ich hätte diese Studie protestlos geschluckt, wenn man mir absolut wertfrei eine Statistik präsentiert hätte, aus der hervorgeht, welche Gruppe von Bewerbern bei Einladungen von welcher Art Personalern bevorzugt wird. Und wenn man nicht einwandfrei beweisen kann, *warum* die Statistik so und nicht anders aussieht, soll man dieses Beweis-Vakuum gefälligst auch nicht mit eigenem Geschwurbel füllen – als Wissenschaftler geht das mal gar nicht.

            Ich glaube auch nicht (wieder einmal Betonung auf „glauben“), dass Personaler besonders oft rational entscheiden. Jeder hat halt seine eigenen Sympathiekandidaten.

            Wie man auch in dem Artikel gesehen hat, den du mir verlinkt hast, danke übrigens dafür! Fand ich sehr interessant (auch wenn die vielen „vielleichts“ in einer wissenschaftlichen Abhandlung fehlen sollten ;)). Trotzdem hatte das in meinen Augen Hand und Fuß.

            Persönlich finde ich diese bevorzugte Behandlung von Frauen, wie sie dort zu beobachten war, sehr schädigend – sowohl für Frauen, als auch für Männer. Gleichgültig, aus welchen Gründen sie geschieht.

          • Man soll doch die Studie bitte mit männlichen Personalern wiederholen

            Eines der Probleme bei soziologischen Studien besteht ganz explizit darin, dass man sich seine Probanden i.d.R. nicht backen kann. ich verstehe allerdings nicht, warum du den Eindruck hast, dass der schwarze Peter da den Frauen zugeschoben wurde. Dort ging es doch nirgendwo um Schuld oder darum, dass irgendjemand anderes besser oder schlechter sei.

            Allerdings – und darum geht es mir in erster Linie – würde ich nicht hingehen und meine eigenen Vorurteile und unbestätigte (!) Meinung als Studienergebnis präsentieren.

            Soweit ich verstanden haben, haben sie das nur als eine mögliche (!) Erklärung angeführt. Das wiederum machen ideologisch angehauchte Forscher auch ganz gerne mal. Gab grade ein Superbeispiel aus den Niederlanden. Ist natürlich recht peinlich, dass sich herausstellte, dass die beiden Soziologinnen nur keine Ahnung vom Simpson-Paradoxon hatten, was eigentlich zu ihren statistischen Handwerkszeug gehören muss.

            Also ich hätte diese Studie protestlos geschluckt, wenn man mir absolut wertfrei eine Statistik präsentiert hätte, aus der hervorgeht, welche Gruppe von Bewerbern bei Einladungen von welcher Art Personalern bevorzugt wird.

            Da müßte man sich die Studie nun genau anschauen. Meist hat man solche Erwägungen im letzten Abschnitt, wo es dann um mögliche Erklärungsvarianten und Ansätze für weitere Forschung geht. Ohne die Studie selbst gelesen zu haben, würde ich darüber nicht urteilen wollen.

            auch wenn die vielen „vielleichts“ in einer wissenschaftlichen Abhandlung fehlen sollten

            Es geht um Soziologie, was so ziemlich die unsicherste aller Wissenschaften ist. Da finde ich es eigentlich ganz gut, wenn Sachen, wo man sich (noch) nicht sicher sein kann, auch so gekennzeichnet werden. Immer dran denken, nur etwa ein Drittel aller soziologischen Studien konnten durch Wiederholungsstudien bestätigt werden. Das ist keine sonderlich hohe Verlässlichkeit. 😉

            Persönlich finde ich diese bevorzugte Behandlung von Frauen, wie sie dort zu beobachten war, sehr schädigend – sowohl für Frauen, als auch für Männer. Gleichgültig, aus welchen Gründen sie geschieht.

            Ach, ich finde ein bischen Frauenbevorzugung meist ganz ok. 😉 Aber ich bin auch ein heterosexueller Mann, und die sollen ja schon von der Biologie her dem Weiblichen recht zugetan sein. Aber grundsätzlich sind im Interesse der Gerechtigkeit Gleichberechtigung und Chancengleichheit immer der besser Weg als Quote und Bevorzugung.

  46. Hallo Helge,

    Ich bin die Dani dich dich damals wegen dem Puls Artikel angeschrieben hat.
    Ich bin hier zufällig wieder vorbeigekommen weil ich demnächst für die Schule eine Reportage über Sexismus in Videospielen mache und ich eigentlich nur kurz gucken wollte was es an Fanfictions im Games Bereich so gibt.

    Jedenfalls finde ich es gut und wichtig über Dinge wie Feminismus zu diskutieren, allerdings möchte ich dir ein paar Dinge mitgeben:

    Ich persönlich halte deine Ansichten nicht für mittig-liberal. Vielleicht lässt du einfach mal etwas Zeit verstreichen und liest dir deine Blogeinträge dann nochmal durch.
    Verliere nicht aus den Augen was du realistisch gesehen überhaupt mit Diskussionen in Blogs erreichen kannst.
    Es bringt ja nichts sich mit wildfremden Onlinemenschen zu streiten nur um des Streitens willen.
    Ich persönlich schätze deine Meinung weil du ein sehr reflektierter Mensch bist der mich in meinen eigenen Ansichten voran bringt. Aber mir geht es bei sowas vor allem um Erkenntnisgewinn und nicht darum online ausdauernd zu streiten oder Recht zu behalten. Die Streitkultur im Internet ist aber leider von Menschen geprägt die es als ihr Hobby betrachten zu Streiten. 😉

    Wenn du das Gefühl hast das Ganze ist schlecht für dich mach eine Pause.

    Übrigens ist kein Mensch ein Neutrum. Wo würdest du denn selbst noch bleiben wenn du immer die Standpunkte der Anderen in Erwägung ziehst? Du musst doch auch einfach mal du selbst sein können.

    Es ist eine Sache abstrakt im Internet über etwas zu theoretisieren aber was bringt es denn dir in deinem Alltag? Irgendwo geht auch der Pragmatismus verloren wenn anfängt zuviel nachzudenken und ich habe festgestellt auch das ist auf Dauer nicht gerade gut für einen.

    Reflektiert zu sein hat seine Vorteile aber alles hat seine Grenzen.

    Grüße…

    • Reflektiert zu sein hat seine Vorteile aber alles hat seine Grenzen.

      Denkst du, ich grüble ständig über solche Themenkomplexe nach? So ist es natürlich nicht. Aber ich recherchiere und lese eine Menge.

      Die liebe Sarkeesian solltest du nebenbei auch nicht unreflektiert übernehmen. Fast alles, was sie bisher produziert hat, war entweder schlecht recherchiert, verzerrt oder komplett erlogen. Hier lohnt es sich wirklich, gelegentlich mal „Cui bono?“ zu fragen, denn diese Dame hat finanziell massiv von ihrem Stunt profitiert. Aber man darf natürlich auch unreflektiert glauben, was jemand, der selbst kaum Spiele spielte über sich sagt: http://imgur.com/X2NcrNa 🙂

      Vielleicht solltest du dir mal zum Ausgleich anschauen, wie unsere lieben Netzfeministen gerade vor ein paar Tagen versucht haben, Erzählmirnix in die rechte, frauenfeindliche Ecke zu schieben. Du siehst, es ist viel einfacher, zu wenig als zu viel nachzudenken und zu reflektieren. ;

    • Hi Dani, ein Punkt deines Beitrages ist mir besonders aufgefallen: Wenn du das Gefühl hast das Ganze ist schlecht für dich mach eine Pause.

      Das ist… wundervoll, einfach deshalb, weil aus diesem einzigen Satz so viel gesunder Menschenverstand spricht und interessanterweise niemand sonst auf die Idee gekommen ist, das auszusprechen.

      Ich kann mir kaum anmaßen zu beurteilen, ob Helge gern ein Teil der „Internet-Streitkultur“ ist, oder ob er das einst gern war und das Ganze ihm jetzt höchstens noch ein Magengeschwür bereitet, er aber der Ehre halber weitermacht, weil er sich (legitimerweise) nicht zum Schweigen bringen lassen will.

      Und jetzt habe ich doch etwas projiziert, was ich selbst denke und fühle… Ich bin hin- und hergerissen zwischen dem kaum zu bändigenden Wunsch, meine Meinung sowohl zu einigen Teilen der Blogs, als auch zu einigen Diskussionsteilnehmern hier lautstark kundzutun und noch immer zu salutieren, auch wenn ich schon am Boden liege, weil ich nicht feige sein will und… magenschonendem Schweigen. Zugegebenermaßen war ich bis heute stiller Mitleser, also ist klar, dass ich wohl deine Ansicht teile. Ernsthaft, ich hasse Streiten, selbst wenn ich als „Sieger“ hervorgehe, hinterlässt es einen schalen Nachgeschmack.

    • Dein Satz

      »[…] Es bringt ja nichts sich mit wildfremden Onlinemenschen zu streiten nur um des Streitens willen […]«

            gefällt mir, schon allein deswegen, weil ich aus den Disputen, Wortgefechten und Streits für mich sehr viel Nachdenkens gewonnen habe, in einigen Punkten auch von meinen teils recht extremen Positionen abrücken konnte; allerdings bin ich zu stur, als daß diese Erkenntnis reifen konnte, bevor die Kommentarfunktion des jeweiligen Blogeintrags geschlossen ward – also ist das Streiten, auch wenn's manchmal so scheint, nicht allein um des Streites willen…

      • Sev. Das hat mir richtig gut gefallen. Diesmal kommt der Blumenstrauß ohne jeglichen Ironiezusatz rüber. Und.
        Ist schon irgendwie komisch. Ich find diesen Blogpost jetzt, als ob Helge diesen Post beim Schließen noch schnell ans Ende, wie ein Schlußwort setzen sollte.
        Danke. lg, LG

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