Feb 242011
 

Es war definitiv ein Fehler, über den Lügenbaron zG zu schreiben. Das einzige, was dadurch bewiesen wurde, ist, daß es tatsächlich eine signifikante Anzahl User gibt, die die Schwere seinen Fehlverhaltens nicht ermessen können oder wollen, und die es darüberhinaus mit durchsichtigen Scheinargumenten zu entschuldigen versuchen.

Was Googleberg gemacht hat, können die Interessierten vielfach im Netz nachlesen. Ich möchte es daher hier nicht noch einmal durchkauen, auch weil dies meinem Blutzuckerspiegel ganz sicher nicht gut täte. Reden wir stattdessen doch einmal über die Entschuldigungsversuche, welche im Wesentlichen darauf abzielen, zG als Minister zu halten; dies könnte zumindest  für die des eigenständigen Denkens mächtige Leserschaft meines Blogs durchaus kurzweilig sein. Der Einfachheit halber verzichten wir dabei auf die reichlich albernen Versuche der Faktenleugnung durch einige der besonders belehrungsresistenten Dummbratzen ala „zG hat nur an 12 Stellen kleinere Zitierfehler gemacht“ oder „Abschreiben aus Zeitungen ist in wissenschaftlichen Arbeiten gestattet“ oder „Ich habe gravierende Fehler gemacht, aber nie absichtlich getäuscht.

Logisch, wer „mehr als hundert Seiten aus Texten anderer Autoren in seiner Dissertation kopiert und insgesamt nicht nur vier, sondern sogar sechs Gutachten des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestags benutzt“ der kann dies zweifellos auch unabsichtlich tun. Wer dies glaubt, der zieht sich auch die Hose mit der Kneifzange an.

Egal, kommen wir zu den versprochenen Entschuldigungen.

Bereich: Relativierung
Autor: Merkel
Argument: „Ich habe keinen wissenschaftlichen Assistenten berufen

Interessante Logik. Da Frau Merkel zG nicht als wissenschaftlichen Assistenten berufen hat, ist es offenbar unerheblich, daß dieser bei seiner Dissertation betrog. Nun hat die Kanzlerin zG auch nicht zum Chauffeur berufen, darf man daher davon ausgehen, daß es in Ordnung ist, wenn er anfängt, betrunken Auto zu fahren?

Bereich: Ablenkung
Autor: Diverse
Argument: Er ist kein Kinderschänder. / Es gibt Schlimmere. / XYZ ist schlimmer. (Anmerkung, momentan ist XYZ aus aktuellem Anlass oftmals Gaddafi.)

Diesen Blödsinn gibt es in den mannigfaltigsten Ausprägungen. Jedem Leser mit mehr als 3 funktionsfähigen Gehirnzellen sollte klar sein, warum die Verbrechen Dritter nicht als Entschuldigung für eigene Untaten gelten können und dürfen. Ließe man dies zu, so wäre nämlich als Folge niemand mehr strafbar, da es immer einen Schlimmeren gibt.

Bereich: Ablenkung
Autor: Diverse
Argument: Alle hacken auf zG ein. Andere akademische Betrüger wurden nicht so hart verfolgt.

Es gab durchaus ähnlich geartete Fälle, allerdings stand von denen niemand im Range eines Ministers, und sie erwiesen sich i.d.R. auch nicht als dermaßen stur. Interessanterweise ist unser Lügenbaron der einzige akademische Betrüger, dem die BLÖD die Treue hält. Man fragt sich doch unwillkürlich, ob das nicht etwas mit der geplanten millionenschweren Werbekampagne der Bundeswehr zu tun hat. Aber zugegeben, wer mit einer Kampagne gezielt Geringqualifizierte erreichen möchte, ist mit der BLÖD sicher nicht an der falschesten Adresse.

Bereich: Ablenkung/Relativierung
Autor: Diverse
Argument: Andere Politiker haben gewiß viel schlimmere Leichen im Keller.

Dann fangt an zu graben! Über die Fundstücke unterhalten wir uns dann später, sie haben allerdings mit den Kadavern des Herrn von und zu Googleberg herzlich wenig zu tun.

Bereich: Ablenkung
Autor: Merkel + Diverse + Hinz & Kunz + Everybody and his brother
Argument: Gutti macht einen guten Job.

Wie jetzt? Hat er noch einen anderen als den des Verteidigungsministers?
Mal im Ernst, das Statement wurde zwar öfter zu Tode geritten als der sprichwörtliche Gaul, bisher hat jedoch noch niemand auch nur einen einzigen verdammten Beleg für diese abstruse Behauptung gebracht. Reicht es denn wirklich schon aus, sich extensiv Pomade ins Haar zu schmieren und wahllos ein paar Untergebene zu feuern, um sich als Verteidigungsminister positiv zu empfehlen?

Bereich: Ablenkung
Autor: Diverse
Argument: Wenn zG geht, wer soll dann Verteidigungsminister werden?

Meinetwegen Bugs Bunny. Ach nee, zu wenig Pomade.
Hier wird versucht, zu implizieren, daß es keine Alternative zu Googleberg gäbe. Er erhält damit quasi den Status eines unersetzbaren Messias. Guttii befiel! Wir folgen! ?? Nun, soweit kommt es dann hoffentlich doch nicht. Aber wenn ein Land mit 80 Millionen Einwohnern nicht in der Lage ist, einen adequaten, nicht-kriminell vorbelasteten Ersatz zu finden, dann sollten wir die Schotten wohl wirklich dicht machen.
Unabhängig davon hat die Frage nach dem potentiellen Nachfolger absolut nichts mit Verbleib des betrügerischen Exdoktors im Kabinett zu tun.

Bereich: Ablenkung/Relativierung
Autor: Diverse
Argument: Haben wir nicht alle schon mal geschummelt?

Na sicher haben wir das. Allerdings sind die wenigsten von uns danach mit einem ergaunerten Doktortitel summa cum laude nach Hause gegangen. Kaum einer von uns hat beim Schummeln seine Ehre verpfändet und verspielt, so wie es zG mit seinem bedeutungslos gewordenen Ehrenwort geschafft hat. Außerdem haben wir danach nicht kontinuierlich die komplette Bevölkerung Deutschlands belogen. – Wer wirklich glaubt, daß der Terminus „Schummeln“ dem Treiben des Herrn Googleberg auch nur ansatzweise gerecht werden kann, der möge sich ebenfalls eine Kneifzange für seine Beinbekleidung reichen lassen.

Bereich: Ablenkung/Relativierung
Autor: Diverse
Argument: Es gibt schlimmere Probleme. / In China ist ein Sack Reis umgefallen. / Wahh. Die Dodos sind tot.

Echt bedauerlich die Sache mit den Dodos. Wirklich. Allerdings ist das noch lange keine Grund, sich weiterhin fröhlich grinsend von zG betrügen und belügen zu lassen. Außerdem ist es vermutlich unwesentlich einfacher, den verlogenen Pomademinister loszuwerden, als den Klimawandel aufzuhalten.

 

Machen wir an dieser Stelle erst einmal Schluss mit dem fröhlichen „Apologeten„-Treten. Falls jemanden noch weitere gute, bisher nicht aufgezählte Entschuldigungen einfallen, so sei er oder sie gerne eingeladen, diese in den Kommentaren zum Blog zu posten. Ich trage sie dann gegebenenfalls nach.

 

Zum Abschluß möchte ich noch kurz auf eine nette Lotterieidee eingehen, die mir beim Schreiben dieses Blogpostes gekommen ist. Das Ganze funktioniert ein wenig wie Roulette. Der Spieler ist aufgefordert, komplett zufallsgesteuert ein Fragment aus der Doktorarbeit des Herrn von und zu Googleberg zu markieren. Hat er dabei einen nicht-plagierten Passus erwischt, so gewinnt er und macht Kasse. Allerdings stehen die Chancen, ein paar orginale zG-Textstellen zu erwischen, wohl bestenfalls 1:3, oder mit anderen Worten:  Die Bank gewinnt immer.

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Nachtrag 24.02.2011: Ich hoffe ja immer noch, daß der Ältestenrat über ausreichend Integrität verfügt, um Googleberg bei der dank Koalitionsmehrheit auf Mitte März vertagten Untersuchung zu den von ihm kopierten Bundestagsexpertisen nicht auch noch einen Persilschein auszustellen. Das ist natürlich reichlich unsicher, da der Ältestenrat die Zusammensetzung des Bundestages direkt reflektiert.

  216 Responses to “Wie Don Quijote – mit Worten gegen …”

  1. Danke Helge, Danke.

  2. Zu Guttenbergs Taten gehören für sich gewertet.
    Unabhängig.
    erst, wenn DAS passiert ist, kann man anhand der Folgen seines Handelns seine Arbeit einbeziehen.

    An.
    der.
    S.

    Geht.
    Der.
    Spaß.
    Nicht.

    Ende im Gelände.
    Mir ist es auch scheißwurscht, unter welchen umständen er die Arbeit „geschrieben“ hat.
    Wichtig ist, was hinten rauskommt. (By Helge, um Plagiat zu vermeiden)

    Seien wir fair zu Gutti.
    Seien wir fair und betrachten seine Taten.
    Nicht die von Gadaffi, nicht die von meiner Dozentin, die mich heute hat meine prüfung bestehen lassen, die von Gutti.
    Und betrachten wir als „seine Taten“ seinen Klau. Nicht seine Arbeit, nicht siene Familie, sondern seine Doktorarbeit.

    DAS ist faire sichtweise.

    • Entscheidend ist, was hinten rauskommt. ist leider nicht von mir, sondern ein Kohl-Zitat. 😉

    • DAS hat ein anerkannter Literaturprofessor in Bremen im Rahmen einer Rezension bereits getan. Und er kam zu zwei Schlüssen:
      Zitatediebstahl im großen Stil, UND eine recht, nein, sehr schmeichelhafte Note mit Summa Cum Laude für diesen ******.
      Alles andere, der Medienhype, der Anti-Medienhype, das GuttenPlag-Wiki, sind direkte Auswirkungen. Bereits anhand der Rezension eines anerkannten Wissenschaftlers, Autors, mehrfachen Doktorvaters und Literaturrezensenten hätte Bayreuth stantepede eine Prüfung einleiten müssen, anstatt auf dem Druck der Medien hin eine halbherzige Entschuldigung zu verfassen, die KTG auch noch viel zu gut aussehen lässt.
      Und vergessen wir nicht Muberkel, die auch noch gesagt hat: „Mit der Aberkennung des Doktortitels folgt die Universität ja genau der Vorgabe des Ministers.“ Viel frecher und realitätsfremder geht es wohl nicht.
      Noch einmal, die Prüfung ist bereits erfolgt, und keine Sau in Bayreuth hat’s interessiert. Das ist der eigentliche Skandal, nicht das GuttenPlagWiki.

      • Was bei dir, Ace Kaiser ein „anerkannter Literaturprofessor in Bremen“ ist, ist laut Wikipedia auch Gründungsmitglied der linksorientierten politischen Denkfabrik Institut Solidarische Moderne (ISM) und Mitherausgeber und geschäftsführender Redakteur der Vierteljahresschrift Kritische Justiz, die zumindest in ihrer Vergangenheit auch eher als linksgerichtet eingeordnet werden kann.

        Es ist also sehr bezeichnend für Andreas Fischer-Lescano, den Literaraturprofessor, welcher allerdings Rechtswissenschaftler ist, dass er sich die Mühe gemacht hat nicht nur eine fast 500 Seiten lange Doktorarbeit zu lesen, sondern auch noch nach möglichen Plagiaten abzusuchen.

        Natürlich sind Guttenbergs Tat bzw. zumindest seine „groben, handwerklichen Fehler“ zu verurteilen, allerdings regt mich diese oft schlecht recherchierte Medienhetze mindestens genauso auf.
        Ich könnte mich jetzt noch über die Skandalsucht der Medien, um möglichst hohe Auflagen und Verkaufszahlen zu erreichen, auslassen, dass würde jedoch mit Beispielen wie dem Dioxin-Skandal zu sehr vom Thema abweichen.

        • Und? Was hat das mit dem plagiierenden Verteidigungsminister zu tun?
          Der gute Professor hat den Auftrag bekommen, für eine Fachzeitschrift Literatur eine Rezension der frei verkäuflichen Doktorarbeit KTGs zu schreiben. Das hat nichts mit links und rechts zu tun. Es scheint aber neueste Mode der Mitte zu sein, die eigenen Werte über Bord zu werfen, um ihren Baron zu schützen. Warum eigentlich? Denk da mal drüber nach.

        • Nur hat Fischer-Lescano aus seiner Vergangenheit nie ein Hehl gemacht. Und ich sehe auch nicht, warum ihn eine politische Überzeugung hin zu sozialer Gerechtigkeit als Wissenschaftler diskreditieren sollte. Ausserdem bin ich bei dieser abstrusen (!) Konspirationstheorie doch mal gespannt, welchen persönlichen Vorteil er denn aus der ganzen Geschichte gewonnen haben soll? Hätte er deiner Meinung nach etwa das Auffinden der Plagiate verschweigen sollen, die bei einer Standardüberprüfung auffielen? Und machen wir uns hier mal nichts vor, die Chance beim Lügenbaron Dr. von uns zu Googleberg beim Überprüfen einer beliebigen Textpassage ein Plagiat zu entdecken, ist nicht gerade niedrig.

          • @Helge und Ace Kaiser: Anscheinend habt ihr beide meinen Kommentar nicht sorgfältig gelesen, denn darin habe ich sehr wohl geschrieben, dass die Tat von Guttenberg zu verurteilen ist und es keine wirkliche Entschuldigung für diese Tat gibt.
            Allerdings scheint es in diesem Blog die fast durchgängige Meinung zu sein, dass man, sobald man Guttenberg nicht völlig „runtermacht“ und ihn mit Schimpfwörtern wie z.B. Googleberg bezeichnet, nicht mehr des „eigenständigen Denkens mächtig“ ist und sowieso ein völliger Idiot. Dazu möchte ich sagen, dass ich im Gegensatz zu vielen in meinem Alter sehr politikinteressiert bin und auch des „eigenständigen Denkens mächtig“ bin.
            Es ist eine ziemliche Pauschalisierung von dir, Helge, dass jeder, der nicht mit dir einer Meinung sofort dumm („Ein Volk von Idioten“) und nicht zum selbstständigen Denken fähig ist.

            PS: @ Ace Kaiser: Tut mir echt leid, dass ich zur „Mitte“ gehöre.

          • Hallo Jojo, anscheinend hast du meine Antwort nicht verstanden. Dort ging es nicht darum, ob du die Tag von Googleberg verurteilst oder nicht, sondern nur um deine nette Verschwörungstheorie. (Wobei es natürlich irgendwie bezeichnend ist, daß du nur von den „groben handwerklichen Fehlern“ sprichst. Ich hoffe wirklich, daß der Part ironisch gemeint war.)

            Und ja, Betrug, kontinuierliches Lügen und Hochstapelei in einem Spitzenpolitiker halte ich für verwerflich. Und wenn jemand bereit ist, einfach so daran vorbeizugehen, dann spricht dies ganz sicher nicht für die Intelligenz desjenigen, da es bedeutet, daß er entweder die Vorwürfe selbst oder die Folgerungen daraus nicht begriffen hat. Wenn jemand dummes tut und dummes sagt, dann ist er meisten Fällen auch wirklich dumm.

            Aber beleg doch mal die von dir erwähnte „schlecht recherchierte Medienhetze“! Wo wurde schlecht recherchiert, wo wurde gehetzt? Dies ist ein Blog im Internet, d.h. Links als Untermauerung sind immer gern gesehen.

          • jojo, ich bin zwar ein Linker, aber ich habe nichts gegen die Mitte.
            Wogegen ich mich als Linker jedoch wehre, ist Deine Implikation, Lescano hätte die Rezension aus politischen Gründen gemacht. Dafür gibt es keinen Beweis.

  3. Darf man eigentlich hier sagen was man denkt, oder muss man zu allem „ja und Amen“ sagen? Ich habe nichts gegen zG…absolut garnichts! Gehöre ich nun auch zum dummen Volk? oder bin ich auch ein Mensch, der nicht mehr von Recht und Unrecht unterscheiden kann? Mir ist es schlicht und ergreifend egal, ob der einen Doktor Titel hat oder nicht.
    Was zG gemacht war nicht ok… nur so über den herzufallen ist auch nicht mehr das gelbe vom Ei. Muss man ihn verteufeln & das tut gerade ganz Deutschland? Jeder kleinste Fehler wird wieder hervor gekramt und mit dem Finger drauf gezeigt!
    Er ist vielleicht nicht der beste Minister, aber wir hätten es auch wesentlich schlechter treffen können… ob man ihn mag oder nicht, ist egal… es gibt immer welche, denen die Politik nicht schmeckt…
    ich werde es weder schön reden, noch anprangern… & vor allem sollte man es mit den Verschwörungstheorien nie so genau nehmen!
    Sorry, aber ich hoffe nun das ich nicht ganz unten durch bin… ist halt meine Meinung!

    • „Muss man ihn verteufeln & das tut gerade ganz Deutschland?“

      Äääh, nein? Guttenberg ist beliebter als vorher o_______O

      • so meinte ich das zwar nicht, aber nun gut! wenn man hier ein bisschen liest, hat man nicht den Eindruck als würde er beliebter sein!

        • Wie hast du es bitte denn gemeint? Die Blogeinträge hier repräsentieren wohl kaum ganz Deutschland!

      • Er ist vielleicht nicht der beste Minister, aber wir hätten es auch wesentlich schlechter treffen können…

        Wir hätten es aber auch wesentlich besser treffen können 😉

    • ZG mag ja ein guter Politiker sein, der jetzt verzweifelt versucht seine gemachten Fehler zu entschuldigen…wenn er denn die Dr.Arbeit wenigstens selbst geschrieben hätte, was ich stark bezweifle. Er wäre ja nicht der Erste, der es auf diese Weise versucht.
      Quellenangaben waren auch schon vor zwanzig Jahren Pflicht und wer die nicht macht, betrügt. Allerdings ist es schon merkwürdig, dass nicht mal den Dr. Vätern und der Prüfungskommision so etwas aufgefallen ist, denn die sind verantwortlich, dass solche gravierenden Fehler nicht passieren.
      Warum gerade jetzt diese Plagiatsvorwürfe auftauchen…da hat ZG vielleicht jemandem ans Bein gepinkelt oder ist zu schnell die Leiter hochgefallen???

      • Wenn es dich interessiert, wie die Plagiatsvorwürfe aufs Tapet gekommen sind, dann gibt es hier einen Artikel darüber:
        http://www.sueddeutsche.de/politik/guttenbergs-doktorarbeit-summa-cum-laude-mehr-als-schmeichelhaft-1.1060779

        • Danke!

        • Okay, fassen wir diesen Artikel zusammen. Da hat jemand fröhlich ein paar Textstellen gegoogelt, hat festgestellt, dass sie abgeschrieben sind, dann einen Artikel darüber geschrieben und, weil er seine Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit bekanntmachen wollte, einen Kollegen alarmiert.

          Und ganz ehrlich – für mich als unbedarften Leser stellt sich da doch die Frage nach dem Timing. Allerdings nicht unbedingt „Warum ist das ausgerechnet jetzt rausgekommen, nachdem ihm all die anderen Skandale nicht am Zeug flicken konnten?“ (auch wenn das sicherlich eine interessante Frage wäre), sondern eher „Wenn mit ein paar Mal googeln rauszufinden ist, dass das Ding ein Plagiat ist, warum ist das vorher GAR NIEMANDEM aufgefallen? Nichtmal den Leuten, die die Arbeit bewerten sollten und sich deshalb vielleicht möglicherweise auch unter diesem Gesichtspunkt damit beschäftigen sollten?“

          Dass Guttenberg seine Doktorarbeit plagiiert hat, lässt sich nicht entschuldigen. Allerdings sollte die Tatsache, dass er das getan hat, nicht dazu verführen zu glauben, dass es keine politischen Motive dafür gab, dass das genau JETZT herauskam, nachdem die ganzen anderen Bundeswehr-Skandale nicht zu einem Rücktritt gereicht haben. Nur weil Guttenberg Dreck am Stecken hat, bedeutet das nicht, dass alle anderen eine weiße Weste und Motive wie frisch gefallenen Schnee haben.

          Und ja, ich weiß, ich schulde dir noch eine Antwort von gestern… 🙁 Ich hoffe, sie kommt heute noch im Laufe des Tages 🙂 Mit Plagiatsverdacht im Minister-, jetzt EU-Kommissars-Rang, dem 2007 nicht genauer nachgegangen wurde UND dämlichen Entschuldigungen 😉

          • die Frage nach diesem Timing beschäftigt mich ja auch…wahrscheinlich ist ZG zu beliebt und könnte jemandem aus den eigenen Reihen gefährden

          • Es gab einen Zeitungsartikel, demnach ist einem Studenten eine kopierte Stelle schon von sieben Monaten aufgefallen. Allerdings hat er aus Angst vor der politischen Brisanz dieser Erkenntnis nach Rücksprache mit seinem Doktorvater darauf verzichtet, damit an die Öffentlichkeit zu gehen.

            Hinter dem Zeitpunkt der Veröffentlichung steckt bestimmt auch ein wenig politisches Kalkül. Das macht aber die Tat nicht besser. Oder findest du, es sollte für ein Strafmaß darauf ankommen, wann alle erfahren, dass z.b. jemand betrunken Auto gefahren ist oder Kreditkartenbetrügereien begangen hat?

          • @Lingling: Ich kann dir da nur zustimmen.

            Außerdem habe ich zG immer für intelligenter gehalten. Ich meine, so als aufstrebender Karrieremensch versaut man sich das Ganze doch nicht durch eine abgeschriebene Doktorarbeit. Er muss doch gewusst haben, dass wenn aus seinen Karriereplänen was wird, seine Vergangenheit von Gegnern durchleuchtet wird und nach Dreck gesucht wird. Naja, hab ich mich wohl getäuscht und im Endeffekt ist er nur ein Blender.

            Des Weiteren finde ich es auch komisch, dass die Prüfungskommission seine Doktorarbeit akzeptiert hat. Da muss er ja fast schon gewusst haben, das die Arbeit durchgewunken wird und die Prüfer lieber Kaffee trinken gehen, oder sonst was tun. Und DAS finde ich eigentlich am schlimmsten an der ganzen Sache, denn es zeigt, dass das Prüfungssystem für die Doktorarbeit versagt hat. Daher finde ich es viel wichtiger dafür zu sorgen, dass so etwas nicht noch mal vorkommt oder zumindest Betrug erschwert wird. Da wird meiner Meinung nach viel zu wenig drauf eingegangen in der Diskussion. Ob zG Minister bleibt oder nicht ist im Endeffekt doch egal. Viel lieber sollte man sich mal diese Prüfer zur Brust nehmen und davon ausgehen, dass es solche an jeder Uni gibt! Genauso wie es auch immer Studenten geben wird die versuchen werden das System zu umgehen/untergraben.

          • @Anonymous:

            Erstens hab ich nicht behauptet, dass das Verhalten von Guttenbergs Gegnern das seine oder dessen Betrachtungsweise irgendwie verändert. Nur ist es eben das, was mich an der Affäre im Moment am meisten interessiert. Er hat beschissen – er hat seinen Doktortitel verloren (leider wegen „Wissenschaftlichen Fehlverhaltens“ und nicht wegen einer angemessenen Untersuchung der Plagiatsvorwürfe) – er sollte zurücktreten (getreten werden), aber das wird wahrscheinlich nicht passieren. Von dieser Seite her ist nicht mehr viel an Neuigkeiten zu erwarten… weil dass seine Partei oder die Bundeskanzlerin sich von ihm distanzieren, damit ist nicht wirklich zu rechnen, oder damit, dass es von dieser Seite her ernstzunehmende Konsequenzen gibt.

            „Hinter dem Zeitpunkt der Veröffentlichung steckt bestimmt auch ein wenig politisches Kalkül. Das macht aber die Tat nicht besser. Oder findest du, es sollte für ein Strafmaß darauf ankommen, wann alle erfahren, dass z.b. jemand betrunken Auto gefahren ist oder Kreditkartenbetrügereien begangen hat?“

            Kommt es nicht für das Strafmaß auch darauf an, wann oder genauer gesagt wie es alle erfahren? Das Strafmaß für ein Verbrechen wird doch – soweit ich weiß – innerhalb eines gewissen Rahmens vom Richter festgesetzt. Da können auch die Umstände der Aufklärung beziehungsweise die Frage, ob jemand ein Geständnis abgelegt hat oder nicht, als mildernde Umstände geltend gemacht werden 😉

            Und dass die kopierten Stellen einem Studenten bereits vorher aufgefallen sind, kann ich mir sehr gut vorstellen. Immerhin funktioniert Quellensammlung (zumindest auf der Geschichte, ich weiß nicht, wie das bei Juristen aussieht *g*) ja nach dem Schneeballsystem. Hat man mal eine gefunden, die passt, sieht man sich das Literaturverzeichnis an – die Sachen, aus denen da zitiert wird, kann man meistens auch sehr gut für die eigene Arbeit brauchen. Und wenn er so unvorsichtig war, die Sachen, aus denen er plagiiert hat, auch in sein Literaturverzeichnis zu übernehmen beziehungsweise Teile davon zu zitieren, dann kann ich mir das sehr gut vorstellen.

            @Schreibteufel:

            Inwieweit zu Guttenberg einschätzen konnte, welche Konsequenzen durch das Plagiat auf ihn zukommen würden, kann ich nicht beurteilen. Dafür hab ich mich mit seiner Person zu wenig befasst. Aber wenn man immer wieder sieht, wie Politiker denken, mit den dummdreistesten Lügen doch irgendwie durchzukommen („I did never have a sexual relationship with this woman“, nur so als Beispiel), wundert es mich ehrlich gesagt nicht, dass er es versucht hat.

            Bei der Prüfungskommission kann ich dir nur zustimmen. Das ist (neben dem merkwürdigen Timing) auch eine der Sachen, die mich an dieser Affäre am meisten interessieren und der Aspekt, der mir am allermeisten Gedanken macht. Wie konnte es passieren, dass eine Doktorarbeit, bei der man jetzt in einem Wiki theoretisch mit Baumschulabschluss Plagiate suchen und finden kann, von der Prüfungskommission akzeptiert und mit „summa cum laude“ bewertet wurde? Wie konnte das passieren?
            Und ja, in der öffentlichen Diskussion ist das leider ein Aspekt, der kaum beachtet wird. Aber wenn man sich ähnlich geartete Fälle ansieht (zum Beispiel die Angelegenheit mit dem damaligen österreichischen Wissenschaftsminister und jetzigen EU-Kommissar Johannes Hahn, dessen Dissertation 2007 beanstandet wurde, wo die Universität Wien aber einfach behauptete, dass alles in Ordnung wäre, und sie nicht einmal prüfte.) scheint das leider nicht die Ausnahme, sondern die Regel zu sein, und am Prüfsystem der „wissenschaftlichen Selbstkontrolle“ müsste einiges geändert werden (Anonymisierte Bewertung wäre möglicherweise eine Idee, wobei das besonders bei kleinen Fachgebieten schwer zu bewerkstelligen wäre… wo die Fachgemeinde so klein ist, dass jeder jeden kennt, und man möglicherweise keinen zweiten Experten zu dem Dissertationsthema findet.)

      • Selbst wenn es so ist – ich bewerte einen Plagiatsumstand nicht daran, wie er ans Licht kam.
        Das ist ein Thema für einen anderen Tag. Ich bewerte und verurteile sein Abschreiben.
        Dabei blende ich aus:
        Seine Politik
        Seine Familiensituation (ich meine – ich hab zwei Jobs, ein Studium, schreibe, muss auch regelmäßig meine Arbeiten abliefern – es sind andere Maßstäbe, ja. SEHR andere. Aber das Prinzip ist das gleiche – ich muss einfach ein ordentliches Zeitmanagement haben, um das ordentlich zu schaffen und abzuliefern. Gutti hätte in seiner Arbeit (wenn er denn gearbeitet hat) kürzer treten können, oder sie direkt mit der Doktorarbeit verbinden, um die ein bisschen voranzutreiben. Er hätte ein Zeitmanagement mit der Familie aufstellen können. Ich kenne ein paar Leute, die momentan an ihrem Doktor sitzen. Und die sich ziemlich straff durchplanen, damit sie am Wochenende auch einmal ein paar Stunden frei haben, Zeit für sich allein und/oder die Kinder… es geht alles. Wenn man es versucht, statt abzuschreiben.

        Wie gesagt.

        Dieses Blatt Papier ist Guttis Doktorarbeit.

        Seine Lebensumstände stehen zum Großteil auf einem anderen Blatt Papier (aus oben erläuterten Gründen).

        Ebenso auf einem anderen Blat steht seine politische Leistung.

        Und auf NOCH einem anderen Blatt steht der Grund, warum Gutti aufgeflogen ist.

        Wenn wir uns ALL diese Blätter erst einzeln und dann im Gesamten ansehen, dann haben wir einen ersten Schritt richtung fairer Bewertung getan. (und ganz nebenbei Michel Focault gehuldigt.)

    • „Was Guttenberg gemacht hat, war nicht okay…“

      Schade, das er eine Doktorarbeit geschrieben hat, anstatt sich mit aus dem Net gezogenen Musikstücken einen Sampler zusammen zu stellen. Da er ja „auch auflegt“ vielleicht noch schnell einen aktuellen Superhit remixt und als eigenen Hit in die Regale knallt, ohne die Rechteinhaber angemessen zu beteiligen. Dann hätte er die Musikindustrie am Hals.
      Genau so muss man seine Taten sehen: Diebstahl, Betrug, Leugnen des Betrugs, mit anschließendem schlimmsten Herausgewinde, bei dem die Kanzlerin noch den Babypuder gehalten hat.
      „Nicht okay“ ist keine Untertreibung, sondern Unkenntnis. Ich weiß, es wird überall erzählt, aber Akademiker haben einen besonderen Kodex, der Zitieren ohne Fußnoten verbietet, was beim zweiten Vergehen zu Exmatrikulation, also dem Rauswurf, führt.
      Das lernen sie schon im ersten Semester. KTG hat sein erstes Semester also geschwänzt, wusste davon nichts, und alles ist in Ordnung?
      Tschuldige, dass Du es so von mir kriegst, aber leider bagatellisierst Du hier die Taten eines Mannes, der sein Ehrenwort gebrochen und bewusst gelogen hat, als er versicherte, seine Doktorarbeit bestünde nicht aus zusammengeklauten Zitaten.

  4. Die tägliche Dosis Dschungelcamp und DSDS hat die Gehirne eines manchen Bürgers wohl schon aufgeweicht. Da kann man nix machen. Wenn sich die Leute weiter verarschen lassen wollen, bitte. Es ist ja nicht nur der ergaunerte Doktortitel, Gutti hat schon so manchen Mist fabriziert. Und, wie lange ist er im Amt? Gar nicht mal lange, oder?

    Klar, er baut Scheiße und das Volk applaudiert auch noch dazu. Weiter so, Gutti! Ehre, Moral? Drauf geschissen, er ist ja nur Verteidigungsminister.

    Und Merkel und ihre Spießgesellen? Die gehören alle an ne Laterne aufgeknüpft. Und ja: diejenigen, die trotz allem zu ihm halten, sind MEINER Meinung nach, IDIOTEN! Oder haben zu viel Bild-Zeitung gelesen. Gutti-Fan sein, und das auch noch stolz verkünden. Tse,tse,tse. Deutschland hackt mitnichten auf Gutti rum, genau DAS ist das Problem, seine Taten ziehen keinerlei Konsequenzen nach sich, und das haben wir Merkel und seinen Befürwortern zu verdanken, die ja alle ach so stolz auf ihren Gutti sind. Peinlich Leute, wirklich peinlich. Diese ganze Diskussion spiegelt doch unsere Gesellschaft wieder. Und das ist traurig.

    Hm. Was ein Studienabschluss in Beyreuth wohl noch wert ist? Wird die Uni überhaupt noch ernst genommen? Einige Studenten fürchten ja um ihr Ansehen. Die tun mir leid.

  5. Eine tolle Ausführung Helge! Ich hoffe wirklich, dass du damit die eine oder andere Schädeldecke durchschlägst.

  6. Danke Helge.
    Das unterschreibe ich genau so…

    Auf einer verdammten FF-Plattform kriegen die Kinder Anfälle, wenn man ihre heiligen Texte copy-pastet und wenn andere ihre Lohrbeeren einheimsen, aber bei Gutti ist das okay, oder was?
    (Nur um einen blöden Vergleich zu bemühen….)

    Und ein guter Minister ist er……. auch nicht. Gut er hat ein paar Leute gefeuert, aber hat er die Vorfälle, die dem vorausgingen, vollständig aufgeklärt? Hat er sich irgendwann mal hingestellt und gesagt: „So Leute, und so ging es auf der Groch Fog zu und das haben wir vor in Zukunft dagegen zu tun!“? Nein, er hat lediglich das Schiff und ein paar Leute aus dem Verkehr gezogen, damit das Thema schnell aus den Medien raus ist… (Übrigens die gleiche Strategie, die er jetzt bei seinem Copy-Paste-Skandal angewendet hat: Schnell was von sich schieben – Sei es eine Personalie oder ein Doktotitel – und schon ist die Masse wieder seelig.)

    Und wenn der Bundeskanzler wird, werde ich auswandern!

  7. Kann man seine eigenen Beiträge hier löschen oder warum fehlt auf einmal ein Beitrag, der sich gegen Helge geäußert hat?
    Ansonsten stimme ich Siberianchan in allen Punkten zu.

    • Es handelte sich um den Beitrag eines etwas notorischeren Trolls mit Vorgeschichte. Er ist allerdings bisher der einzige, der sich den Status einer persona non grata hier ertrollen konnte. Dazu bedarf es deutlich mehr, als nur anderer Meinung zu sein.

  8. Ja, ich bin auch voll neidisch auf die Regierung in Libyen.

  9. Hm, ich glaube wir müssten zG nun in die Ecke stellen und jeden Politiker mal so auseinander nehmen, ich glaube wenn wir mal die Wahrheit über alle Politiker kennen werden hier auch Zustände wie es in anderen Ländern in den letzten Monaten der Fall war. Konkret würde ich nun aber sagen, dass wir eine eine konkrete Lösung brauchen, die Fakten aufzählen ist toll, wird aber kaum helfen.

    Was habt ihr also jetzt vor zu tun?

    • Warum nicht die Dissertationen aller Doktoren im Bundestag auf Zitate überprüfen?
      Dann hört hoffentlich dieses „Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein“-Geseiere der Guttenberg-Groupies auf.
      Machen wir einen reinen Tisch. Und fangen wir mit einem KohlPlag-Wiki an.
      Der Gerechtigkeithalber geht es mit Gerd Schröder weiter, bis wir uns unserer derzeitigen Familienministern Frau Schröder zuwenden… Das dürfte für alle Beteiligten sehr spaßig werden.

  10. ich musste bei deinen blog relativ oft schmunzeln, aber das bedeutet nicht das ich es abwerte, nein! im gegenteil ich gebe dir mit jeden punkt recht.
    natürlich kann man die augen davor verschließen was der kerl gemacht hat, aber dann ist es genauso berechtigt zu sagen: “ leute kommt und erschummelt euch alle ne doktortitel!“ hei vllt könnte ich dann ja auch verteidigungsminsterin werden wie wärs? mit einen geklauten titel “ machen ich sicherlich gute arbeit!“

    für mich ist das einfach wiedermal ein beweis das diese regierung nichts taugt. es sollte eine konsequente umstellung gehen. viele (alle?) plätze sollte neu besetzt werden. und dann die probleme innerhalb dieses landes gelöst werden!

    hinzu denke ich ist das eine farce die zG da spielt die immer mehr an unterhaltungswert verliert. naja man kann ja wetten aufnehmen wie lange er den medialendruch noch standhält und zurück tritt!

    und das wort zum donnerstag: wah! die dodos sind tot 😉 *lach*

  11. Es ist schon richtig. Zu Guttenberg macht einen guten Job als Verteidigunsminister. Das kann man wohl auch ihne Doktortitel sehr gut und deshalb haben beide Sachen nichts miteinader zu tun, denke ich.
    Er verliert durch diese Sache auch nicht seine Glaubwürdigkeit. Er hat ja nicht in der Poloitik gelogen. Er hat schlicht und ergreifend bei einer Arbeit geschummelt. Sollte man jetzt allen Leuten, die bei ihrem Abitur einen Spickzettel benutz haben dieses wieder aberkennen?

    • Sorry, aber hier geht es um wissenschaftliche Arbeit – und in der Wissenschaft gilt es als „Todsünde“, ohne Quellenangabe zu zitieren (meiner Meinung nach zu Recht). Gar kein Vergleich mit Spicken beim Abitur (mal davon abgesehen, dass man in der Schule 0 Punkte bekommt, wenn man „nur“ in einer Kursarbeit abschreibt). Außerdem werden Studenten, die beim Plagieren erwischt werden, gnadenlos von der Uni geworfen. Aber ein zukünfiger „Doktor“ soll sich sowas ungestraft erlauben dürfen? Nein. Dafür sollte dieser Titel uns zu viel wert sein.
      ZG hat sich so gesehen unmöglich gemacht. Und ja, das macht ihn für mich unglaubwürdig – wenn er da besch****, wer garantiert mir, dass er das dann woanders nicht genauso locker sieht?

      Die Sache hat natürlich zwei Seiten: Eine, wo jemand gesucht und etwas gefunden hat (noch dazu mehr oder weniger zufällig, wenn der verlinkte Artikel weiter oben korrekt ist) und die andere, wo eben tatsächlich was zu finden war. Hätte er nicht tatsächlich betrogen, könnte er sich zurücklehnen und hätte nichts zu befürchten. So kann ich nur sagen: selbst schuld.

      • Hat er wegen seinem Doktortitel seine Stelle als Verteidigungsminister bekommen?
        Dann sollten sie ihn wirklich feuern. Was bekamen den andere Absolventen, wo man „normal“ festgestellt hat, dass sie betrogen haben.
        Dementsprechend sollte man auch jemanden bestrafen, der in der Politik ist. Wenn wir, nur weil er nett und sympatisch ist, sagen, er hat ja keine Quellenangabe gemacht, unterstützten wir ihn dadurch. Und das geht nicht, denn wir haben noch immer die Grundregel, dass alle gleich sind.

        Oder?

        • äh, ich meine „Nur weil er nett und sympatisch ist, sagen, er hat ja -nur- keine Quellenangabe gemacht. Entschuldigung.

        • Das bleibt abzuwarten.

          Ich betrachte hier auch nicht seine Arbeit als Verteidigungsminister, ich betrachte sein Plagiat.
          Und das IST etwas, worüber ich kotzen will.

          Die Tatsache, dass er es gemacht hat.
          Die Tatsache, dass er damit so lang durchgekommen ist.
          Die Tatsache, dass er es etzt wegzuentschuldigen versucht.

          Was soll das?
          Was. Soll. Der. Scheiß? Die gleiche Frage würde ich stellen, wenn das bei einem meiner Dozenten passieren würde – und der Doktor sagt beileibe nix über die Lehrfähigkeit eines menschen aus. (wobei der Vergleich hinkt, ich weiß. Die meisten Doktoranden machen am ende was, was mit ihrem titel in Verbindung steht.)

          Und es ist nicht mal Gutti, der für mich Glaubwürdigkeit verloren hat – es ist das Bildungswesen, in dem ich immer noch drin stecke.
          Und DAS schmeckt mir gar nicht.

        • Ich habe gestern gehört, dass KTG Bayreuth gebeten hat, seinen Doktortitel fast zwei Jahre VOR der Abgabe seiner Dissertation führen zu dürfen. So gesehen war er Doktor jur. vor seiner Ernennung zum Minister, wenn die Information stimmt. Und dann hat er den Titel getragen, als er Minister wurde. Wie sagen die Süddeutschen? Da bleibt ein „Geschmäckle“.

    • Weshalb denkst du, dass Guttenberg einen guten Job als Verteidigungsminister macht und kein anderer aus der CDU/CSU seinen Posten übernehmen könnte?

    • Zitat:“Sollte man jetzt allen Leuten, die bei ihrem Abitur einen Spickzettel benutz haben dieses wieder aberkennen?“
      Wer beim Abi einen Spickzettel dabeihat (braucht ihn nicht mal zu benutzen!), kriegt das Abitur tatsächlich aberkannt – Täuschungsversuch. Und wiederholen ist auch nicht drin.

    • Guten Tag allesamt – ich habe da Mal eine Frage: Manche Leute hier sagen „er hat einen guten Job gemacht als Verteidigungsminister“ (Pardon für das inkorrekte Zitat :)) aber was hat er eigentlich als Verteidigungminister so tolles geleistet? Also ich will hier jetzt keinem auf die Füße treten, ich meine das absolut ernst weil ich keine Ahnung hab was er tolles gemacht hat…
      lg,
      Rukaija

      • Er hat allerhand tolles gemacht, wenn du die alte Bedeutung des Wortes nimmst – „toll“ im Sinn von „ein Stück aus dem Tollhaus“.

    • @tictactoe: Wenn jemand tatsächlich nachweislich in einer Abiturprüfung mit einem Spickzettel betrogen hat, dann – JA – dann sollte er zumindest DIESE Prüfung wiederholen müssen, ganz klar. Und schafft er es nicht ohne Betrug, sie zu bestehen, hat er kein Abitur.
      Nur weil Betrug in dieser Form meist wohl nicht entdeckt wird, macht es das nicht besser.

      Davon abgesehen, dass eine Dissertation nochmal ein ganzes Stück über dem Abitur steht.

      • Also, zumindest in Österreich ist es so, dass, wenn jemand bei der Matura (vgl Abitur) beim Schummeln/Spicken/Ähnliches erwischt wird, die Matura im Herbst wiederholen muss. Also zumindest im betroffenen Fach so oder so negativ beurteilt wird. Ob derjenige allerdings die gesamte Matura oder nur das Fach wiederholenbmuss, weiß ich nicht. :/

    • Wow, diese versteckte Ironie, herrlich.

      „Er hat sein Ehrenwort gebrochen und alle schändlich hinters Licht geführt, aber nicht in der Politik, da kann man weiter auf ihn vertrauen!!1!!“ Armes Deutschland.

  12. Danke, Helge. Mehr kann ich hierzu nicht sagen. (Und ich meine es ohne Ironie.)

  13. Mich bauchst du damit nicht zu überzeugen^^
    ich war deiner meinung schon lange zuvor.
    wenn wir in der schule während einer kursarbeit vom nachbarn abschreiben, bekommen wir 0 punkte.
    das lässt sich ganz leicht auf herrn von zu übertragen….
    SETZEN; SECHS!

    und noch ein zitat meines deutschlehrers gestern morgen:
    „leute, seid doch nicht auf seiner seite! der mann hat euch ins gesitzt gespuckt und nun ist es an euch diesen schmierfleck zu beseitigen!“

  14. Nun ja, zG hat da sicher etwas getan, was absolut unangebracht war.
    Obwohl ich immernoch der Meinung bin, er hat die Doktorarbeit nicht selbst geschrieben, sondern ist auf einen schlechten Ghostwriter reingefallen.
    Was natürlich auch schlimmer ist.
    Ich meine, ich studiere selbst und würde nie auf die abstruse Idee kommen, mir einen Ghostwriter für meine Arbeiten zu engagieren.
    Hätte er die Arbeit selbst geschrieben, wäre ihm das alles 100%ig aufgefallen.
    Nun gut, ob man ihn als Verteidigungsminister halten kann, ist eine schwierige Frage…
    Und ich bin mir selbst unschlüssig, ob es richtig wäre. Andererseits fällt es mir auch schwer, jemanden zu verurteilen, der einen Fehler (zugegeben einen heftigen) im Leben gemacht hat. Davor war er der Star der Minister und das sicher nicht umsonst.

    • „und das sicher nicht umsonst“ – Weiß ja nicht, was du mitgekriegt hast, aber ich sah ihn lächeln und winken. In meiner Zeit als Soldat hat er auch mal hin und wieder welche besucht. Woah, politische Seltenheit, Leuten die Hand zu schütteln!

      Im Ernst, was hat er herausragendes gemacht, was seine Vorgänger nicht geschafft hatten? (außer gut auszusehen wahrscheinlich)

  15. Ich habe lange überlegt, was ich jetzt schreibe.
    Ich hatte schon zwei Versionen und sie schlafen schön unter dem Gehäuse meines Computers.
    Warum?
    Ich habe meine Meinung darin ziemlich deutlich gemacht, zwar ohne Beleidigungen, aber einer Menge von Sarkasmus.
    Um ehrlich zu sein, halte ich es langsam für besser, nichts zu erwidern, weil jeder, der nicht konform geht, sofort niedergemacht wird.
    Entweder mit der Beschreibung als „Volk von Idioten“ oder von zusätzlichen Meinungen, die uns sowieso zu Dummköpfen erklärt. (Wortwörtlich wird das nirgends zu finden sein)
    Ich halte den Herrn Minister nicht für ein Schwein.
    Bin ich jetzt auch eine Idiotin?
    Nur weil ich jemanden mag, der Fehler macht?

    Es macht mich wütend, dass man seine Meinung nicht sagen kann, ohne dafür in die Hölle zu kommen. Es macht mir deutlich, dass wir lange nicht so voller Verständnis und Akzeptanz sind, wie wir allen glauben machen wollen.
    Dass die „fadenscheinigen Entschuldigungen“ manchen aufstoßen kann ich verstehen. Was ich nicht verstehen kann, ist, dass man Herrn zu Guttenberg jetzt für einen Blödmann halten muss. Und wer für ihn noch Sympathie empfindet, kann sich getrost in einen Schutzkeller zurückziehen, weil man sofort bombardiert wird von „Wie dumm muss man sein, diesen Kerl zu mögen?“.

    Versteht mich nicht falsch, ich bin mir bewusst, dass er seinen Doktortitel nicht auf ehrliche Art und Weise bekommen hat.
    Herr zu Guttenberg ist Politiker. Er steht immer in der Kritik, nach Leichen wird explizit gesucht.
    Und im Moment versuchen alle ihn ja aus dem Amt zu jagen.
    Dass unsere Regierung sowieso nur auf ihre eigene Macht aus ist, ist kein Geheimnis und dass sie lieber an einem Gesetz herumdoktert als endlich mal ein genau analysiertes und festgelegtes Gesetz hervorzubringen, ist ja auch klar.
    Da stimmte ich Meli zu.
    Aber ist der Betrug ein Beweis dafür?
    Nein.
    Der Betrug ist ein Beweis dafür, dass der Herr Minister ein Mensch wie jeder andere ist.
    Es gibt viele Leute, die betrügen. So wie es noch viele mehr gibt, die es nicht tun.
    Es gibt wohl niemanden, nehmen wir Kleinkinder heraus, der eine weiße Weste hat.
    Ich entschuldige diesen Betrug nicht. Nein. Es ist unverantwortlich zu betrügen wie er es getan hat.
    Aber ich weise galant darauf hin, dass sowas kein K.O.-Kriterium zu sein hat. Er ist vielen Menschen noch sympathisch, vielleicht, weil sie einen anderen Blickwinkel haben, vielleicht auch, weil sie in jedem nur das gute sehen wollen.
    Fakt ist, dass es kein Verbrechen ist, jemanden trotz gravierender Fehler zu mögen.
    Ich werde auch gemocht, obwohl ich die Ungeduld in Person bin. (Der Vergleich ist nicht ganz passend, ich weiß)
    Ich empfinde Sympathie für unseren Verteidigungsminister.
    Mit oder ohne drei Tonnen Gell in den Haaren.

    PS: Ich diskutiere wahnsinnig gerne. Aber hier macht es langsam keinen Spaß mehr.

    • Ich verstehe die Situation in der du dich befindest und auch deine Meinung, dass man keine Meinung verteufeln sollte. Normalerweise sehe ich das ähnlich, aber nur bis zu einem gewissen Punkt.
      Diese Meinung die du vertrittst wird hier zwar als dumm bezeichnet, aber dennoch darfst du sie aussprechen, ohne negative Konsequenzen fürchten zu müssen. (außer vielleicht einem unangenehmen Gefühl beim Lesen der Reaktionen) Für andere Meinungen (überwiegend im Zusammenhang mit der Zeit des großen Menschenfreundes) könntest du dagegen leicht im Knast landen.
      Ich denke daher, du solltest dich da nicht ungerecht behandelt fühlen. Du sagst frei, dass du zG für okay hältst, andere sagen, dass sie diese Meinung nach den Vorfällen für dumm halten. Meinungsfreiheit!

      Zit: Ich halte den Herrn Minister nicht für ein Schwein.
      Nicht Schwein! Wir halten ihn für einen Betrüger, der er zumindest moralisch betrachtet auch nachgewiesenermaßen ist, rechtlich gesehen nicht. (Er wird schon gewusst haben, warum er in Bayreuth seinen Dr. „gemacht“ hat.)

      Zit: Bin ich jetzt auch eine Idiotin? Nur weil ich jemanden mag, der Fehler macht?
      Ich will das mal zu deinen Gunsten umformulieren: Du magst ihn, weil er menschlich ist und eben auch nicht perfekt. Gut, das trifft auf absolut jeden Menschen zu. Ich vermute weiter zu deinen Gunsten, dass du einen in deinen Augen schweren „Fehler“ nicht akzeptieren und womöglich auch harte Maßnahmen fordern würdest. Wenn ich damit Recht habe, dann ist es nur noch eine Frage der Bewertung.

      Zit: Fakt ist, dass es kein Verbrechen ist, jemanden trotz gravierender Fehler zu mögen.
      Anders sieht es aber aus, wenn du gravierende Fehler ignorierst, die dazu führen, dass ein Mensch in seiner Position Schaden anrichten kann.
      Würdest du einer jähzornigen Babysitterin Kinder überlassen?
      Würdest du einen Epileptiker Bomben entschärfen lassen?
      Würdest du einem unmoralischen Menschen einen Regierungsposten anvertrauen?

      zG hat bewiesen, dass er bereit ist die Regeln zu brechen, um sich selbst einen Vorteil zu erschummeln. Mag sein, dass man ihn als Mensch trotzdem mögen kann (Fehler haben wir alle) aber für einen Minister ist moralische Integrität (meiner Meinung nach) noch wichtiger als Fachkenntnisse.

      • „zG hat bewiesen, dass er bereit ist die Regeln zu brechen, um sich selbst einen Vorteil zu erschummeln. Mag sein, dass man ihn als Mensch trotzdem mögen kann (Fehler haben wir alle) aber für einen Minister ist moralische Integrität (meiner Meinung nach) noch wichtiger als Fachkenntnisse.“

        AMEN.

      • Ich fürchte, man kann jede Meinung zu allen Seiten auslegen – zum Positiven, zum Negativen.
        Mit „Schwein“ meine ich – im übetragenen Sinne – weil er ständig nunja, nicht angemotzt wird, aber… mir fehlt das passende Wort. Mir ist klar, dass er ein Betrüger ist.

        Ungerecht behandelt? Naja, in mir tritt das Gefühl auf, dass ich mich verkriechen kann, sobald ich eine andere Meinung habe. Es ärgert mich. Mehr nicht. Ich haue nicht auf den Tisch und schreie „Verdammt noch mal, was soll denn das?!“.
        Ich bin einfach verärgert, weil viele diese Meinung als nicht nur falsch ansehen, sondern eben auch als ein Zeichen von Dummheit.

        Es freut mich wirklich, dass du mich zumindest verstehen kannst. Mehr verlange ich ja nicht. Ich will niemanden überreden oder gar überzeugen meine Meinung zu teilen. Ich möchte einfach nur eine „friedliche“ Diskussion, der ich beiwohnen kann, ohne (jetzt kommt schon wieder das verdammte Zitat) ein „Idiot“ zu sein.
        Meinungsfreiheit ist für mich, dass jeder sagen kann, was er möchte, aber dabei höflich und respektvoll bleibt. (Herrn zu Guttenberg als Betrüger zu betiteln ist zwar weder das eine noch das andere – aber sehr wahr)

        Weil du geschrieben hast >>Ich vermute weiter zu deinen Gunsten, dass du einen in deinen Augen schweren “Fehler” nicht akzeptieren und womöglich auch harte Maßnahmen fordern würdest. Wenn ich damit Recht habe, dann ist es nur noch eine Frage der Bewertung. <<:
        Wie ich erwähnte – mir ist klar, das Herr zu Guttenberg betrogen hat und ich will es auch nicht entschuldigen.
        Ich finde es ist nur recht, dass er seinen Doktortitel verliert, etwas anderes wäre auch ungerecht.
        Mir sind alle negativen Seiten bewusst, ich will nur klar stellen, dass ich ihn nicht deswegen verteufle. (Und zwar im Gesamten, nicht in dieser Situation)

        Punkto "gravierende Fehler":
        Du missverstehst mich, ich habe das zu locker formuliert.
        Ich bezog das auf das Beispiel Guttenberg. Solche Fehler.

        In deinem letzten Punkt stimme ich dir durchaus zu. Aber es gibt nicht nur Guttenberg. Von viele Leichen wissen wir nur nichts.
        Und ich möchte mal behaupten, das es nichts neues ist, dass Politiker ziemlich skrupellos sind. Ich glaube nicht, dass ein Politiker Bundeskanzler oder was sonst noch wird, ohne Kumpanen zu hintergehen.
        Vielleicht vermittelt mir die Politik ein falschen Eindruck und Guttenberg ist der Ausnahmefall eines moralisch nicht ganz korrekten Ministers, aber derzeit zeigt sich mir dieses Bild.

        PS: Das meine ich mit Diskussion – ich merke, du bist anderer Meinung. Aber du forderst mich eben nicht mit einer direkten Formulierung heraus. (Ist der Satz missverständlich? Ich hoffe nicht.)
        PPS: Gefängnis ist ein schlechtes Beispiel – volljährig bin ich noch nicht 😉

        • >Mit “Schwein” meine ich – im übetragenen Sinne – weil er ständig nunja, nicht angemotzt wird, aber… mir fehlt das passende Wort.Meinungsfreiheit ist für mich, dass jeder sagen kann, was er möchte, aber dabei höflich und respektvoll bleibt. (Herrn zu Guttenberg als Betrüger zu betiteln ist zwar weder das eine noch das andere – aber sehr wahr)<
          Oh, das sehe ich anders. Mit "Betrüger" ("Unter Betrug versteht man […] im nichtstrafrechtlichen Sinn eine Vorspiegelung falscher Tatsachen" (Wikipedia, gerade eben)), der er ist, wird das Ding einfach beim Namen genannt. Das hat nichts mit Respektlosigkeit zu tun. Er ist Betrüger, weil seine Doktorarbeit ein Plagiat ist. Das kann ich ihm ganz respektvoll und höflich ins Gesicht sagen.
          _Ich_ denke, dass er dumm ist, weil er dachte, damit durchzukommen. Aber ja, ist menschlich, leider. Letzteres war nicht gerade respektvoll und höflich, aber meine Gedanken.

          PS: Hab gerade gehört Merkel hat in Moskau ihren Titel erworben. Gibts ihre Arbeit auf Deutsch? Will Leichen ausbuddeln und nicht nur darüber reden!

  16. Sein Dr-Titel is ja jetzt eh weg http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1115867 Also ist ist „Setzen Sechs“ ja eingetroffen. Die Hexenjagt sollte jetzt beendet werden, vor allem da „Volk von Idioten“ oder „Betrüger, Lügner, Hetzer“ keine Grundlage für eine Diskusion sondern eine Provokation zum anhassen ist.

    Ich denke wir brauchen eine Schnittstelle zwischen Volk und Politik. Von Zeitschriften habe ich die Meinung, dass sie schreiben was das Volk lesen will, ich glaub zG ist gerade so ein Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt. Die Politik vermittelt den Eindruck, dass sie sich nicht fürs Volk interessiert, aber iwie funktioniert Deutschland ja. Wir können in alle EU länder Geld stopfen und haben immernoch Geld, auch wenn wir wie die Dummen dabei dastehen die alles zahlen.

    Die Politiker austauschen, wäre vielleicht weniger gut, wen sollten wir denn nehmen. Wenn wir jetzt nurnoch ehrenwerte Menschen einstellen, fehlt ihnen immernoch die Erfahrung und Interaktion mit ausländischen Politikern. Jemand eine Lösung wie wir unseren Politikern sagen könnten, was wir wollen und wie wir ihnen die Möglichkeit geben können uns zu sagen „warum“ ein Antrag 10 Monate benötigt?

    Wahrscheinlich ist jetzt die Zeit, in der man drüber nachdenken sollte, was geändert werden muss. Dabei geht es nicht um wissenschaftliche Arbeiten, sonder mehr um die Situation zwischen Volk und Politik die durch so etwas stark aufgerissen wird.

    • Sein Dr-Titel is ja jetzt eh weg http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1115867 Also ist ist “Setzen Sechs” ja eingetroffen.

      Wohl kaum. Die Uni Bayreuth hat (erwartungsgemäß) den einfachen Weg genommen und den Titel wegen formaler Fehler und nicht, wie es korrekt gewesen wäre, wegen Betrugs aberkannt.

      Die Hexenjagt sollte jetzt beendet werden, vor allem da “Volk von Idioten” oder “Betrüger, Lügner, Hetzer” keine Grundlage für eine Diskusion sondern eine Provokation zum anhassen ist.

      Welche Hexenjagd denn? Der Mann ist ja offenbar beliebter als zuvor. Einige Bürger (mich eingeschlossen) knirschen mit den Zähnen, weil sie so offensichtlich belogen werden, und der Rest freut sich drüber? Armes Deutschland.

      Die Politiker austauschen, wäre vielleicht weniger gut, wen sollten wir denn nehmen.

      Extrapolation von einen zu unendlich? Hier ging es nur darum, zG zu ersetzen, nicht die komplette politische Kaste.

      Wahrscheinlich ist jetzt die Zeit, in der man drüber nachdenken sollte, was geändert werden muss. Dabei geht es nicht um wissenschaftliche Arbeiten, sonder mehr um die Situation zwischen Volk und Politik die durch so etwas stark aufgerissen wird.

      Die Änderung ist doch schon da. Sie sieht so aus, daß offensichtlichste Betrügereien unserer höchsten Staatsdiener als Bagatelle abgewunken werden. Aber jetzt überleg mal, wo so ein Prozess auf die Dauer zwangsweise hinführen muss!

      • Klar isser beliebter, bei den einen hat er den Mitleidsbonus weil er so „angegriffen“ wird bei den anderen, die sich net mit wissenschaftlichen Artikeln auskennen denkt man sich eben „Hja mei, meine Hausaufgaben hab ich auch nie selber gemacht. Negative Schlagzeilen können dazu führen, dass man endlich mal was über Politiker erfährt etc.

        Was schlägst du jetzt vor, damit die Betrügereien aufhören? Ich denke da brauchen wir eine Schnittstelle zu der Politik, zG ist eben nicht der einzige der so is, die Anderen stehen zur Zeit nur nicht so im Fokus der Gesellschaft und sind sicher total froh darüber. Wenn wir sagen, es führt uns in eine sehr schlechte Zeit, dann müssen wir aber auch was liefern, das uns hilft den Kurs zu wechseln. Solange wir das nicht tun, bleibt es eine Hexenjagt, in der wir an vielen kleinen Orten die Menschen anprangern.

        • Die Schnittstelle ist Dein Bundestagsabgeordneter, der ein Büro in Deinem Wahlkreis hat, und feste Sprechzeiten, in denen Du ihn in seinem Büro antreffen kannst. Dort arbeitet auch mindestens immer eine Hilfskraft mit festen Sprechzeiten. Zu Deinem MdB kannst Du mit jedem Scheiß hingehen, von Fragen zu einem anstehenden Gesetzestext über Deine Bewerbungsmappe bis hin zum Nachbarschaftsstreit. Das mal zur Information.
          Und Dein MdB wird sich freuen, wenn er eines seiner Schäfchen persönlich begrüßen kann. Wahrscheinlich wird er auch glücklich sein, wenn er Dir helfen kann.

  17. Obwohl ich ab nächstem Jahr in Österreich wahlberechtigt bin, befinde ich mich als zu unreif, um wirklich bei dem Thema Politik mitreden zu können, dazu komme ich nicht aus Deutschland.
    Aber seine Doktorarbeit zu erschummeln ist nun doch wirklich heftig!

    LG.

  18. ok…ich bin dann mal ehrlich…
    Ich habe nix gegen Gutenberg.
    Er macht einen vernünftigen Job, hat sicher auch da schonmal die falsche Entscheidung getroffen, doch das tut jeder mal.

    Seine Doctor-Arbeit…die Aktion war unter aller Sau.
    Die wissenschaft verliert dadurch klar an glaubwürdigkeit, und das ist mein Problem damit.
    Ob er nun einen Doctor hat oder nicht, das krazt mich persönlich wirklich wenig.

    Was ich allerdings seltsam finde, das ist die Zeit zu der die ganze Sache rauskommt.
    Gerade jetzt, nach all den Skandalen, die ihm nicht geschadet haben kommt sowas?
    Nja, da kann man jetzt bestimmt Ewigkeiten drüber nachdenken, aber dazu sind wir ja nicht hier.

    Alles in Allem denke ich zwar, dass er schon konsequenzen spüren sollte,
    aber ich weigere mich ihn zu verteufeln.

    Ich frage mich nur…warum ist das damals niemandem aufgefallen, dass er sehr viel kopiert hat?

    Alles Liebe,
    Shadow

    • Da stimme ich dir zu…
      Konsequenzen ja, aber verteufeln nein…
      Ich frage mich auch, warum das niemanden vorher, bei der Uni aufgefallen ist?!

    • Nein, die Frage ist, warum die bisherigen Skandale so an ihm abtropfen konnte. Natürlich hat die BLÖD ihren Teil dazu getan, aber spätestens nach der Kastration der Gorch Fock war dieser Mann für mich als Minister nicht mehr tragbar.

      Um die Problematik zu verstehen, hier mal ein paar Informationen zu ihm, von mir aus dem Gedächtnis geschrieben, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit, aber größtenteils nachprüfbar im Web:
      KTG ist Zögling der Atlantikbrücke, einer transatlantischen Vereinigung, welche deutsche Jungpolitiker trimmt, um den amerikanischen Traum-Kapitalismus in Deutschland salon- und hoffähig zu machen. KTG war für mehr als ein Seminar da drüben, und über seine Aufgabenstellung, ob gestellt oder selbst getroffen, kann man nur spekulieren.
      Direkte Auswirkungen einer Amerikanisierung wären aber zum Beispiel Berufsarmee (ups), Kapitalisierung der sozialen Marktwirtschaft, Wahrung amerikanischer Interessen (Opel), Abschaffen den Wettbewerb behindernder Mindestlöhne, Unterstützung militärischer Abenteuer der USA im Ausland (Afghanistan), und natürlich die Wahrung der Interessen seiner Klasse (klingt nach Skulls&Bones, ich weiß).
      Ich mag es nicht, wenn jemand davon spricht, er würde einen guten Job machen, denn ein deutscher Minister soll für Deutschland arbeiten, und nicht für transatlantisch-amerikanische Interessen. Ergo: Der Skandal ist längst überfällig. Aber dieses laue Lüftchen um ihn ist es noch lange nicht.

      • Zum ersten Punkt: Genau das Gleiche frage ich mich seit Tagen : hat nicht diese Plagiatsaffäre erst einer beginnenden Inkompezenzdiskussion den Wind aus den Segeln genommen (hups…), oder hab ich da was massiv falsch verstanden?!

        Zum zweiten Punkt: interessante Theorie, ist mir bisher gar nicht aufgefallen, da muss ich drüber nachdenken…

  19. Ich muss ehrlich sagen, dass es auch mir egal ist, ob er nun einen Doktortitel hat oder nicht, das ändert -für mich- nichts an seiner Art und Weise Minister zu sein.
    Das einzige was mich gestört waren eben seine Lügen diesbezüglich… die Politik ist eben alles andere als ehrlich und geordnet und dass das jetzt passiert ist, macht einfach alles noch mehr deutlich.

  20. Egal wie man zu Theodor usw steht,
    man sollte auf dem Boden des deutschen Rechts bleiben und dieses auch für ihn gelten lassen.

    So gibt’s eine nette Würdigung entsprechender Taten im Urheberrecht
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34252/1.html

    und im Strafrecht; -hier ein minder schwerer Fall :
    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/gestern-kasper-heute-guttenberg

    Es darf nicht sein, daß ein Ministeramt vor Strafe schützt.
    Erinnert sich jeman an Dr. Wiesheu, ehemals Finanzminister in Bayern ?
    Er hat vor einigen Jahren im Volltrunkenen Zustand einen Rentner überfahren (tot) und dafür „nur“ Bewährungsauflagen bekommen; das ging damals auch in geteilter Bewertung durch die Presse.
    Analoge Situation ? Aber sicher !
    Spätfolgen damals : In einem Folgeprozess konnte ein ander Autofahrer mit ähnlichem Vergehen und Tatfolgen unter Hinweis auf das Urteil gegen Dr. Wiesheu ebenfalls eine Bewährungsstrafe heraushandeln, da das Recht gleichermaßen für alle gilt.
    Der Rückschluß für heute : Der Straftatbestand „Fälschung und Erschleichung von akademischen Titeln“ kann mangels Anwendung aus dem StGB gestrichen werden. Also klaut und plagiert was Ihr könnt, wenn es um eine Doktorarbeit geht.. mehr als eine Entschuldigung und eine Rückgabe des Titles wird nicht mehr kosten.

    • Verstehe ich das richtig, du willst die Immunität von Parlamentariern aufheben? Wenn das dein Verständnis von Rechtsstaat ist…

      • Was ist denn bitte sehr rechtsstaatlich daran, wenn Parlamentarier Straftaten begehen dürfen, ohne belangt werden zu können?

        Abgesehen davon kann die Immunität in einem solchen Fall ohnehin schon aufgehoben werden – und das sollte auch genutzt werden.

      • Seit wann kann man die Immunität von Parlamentariern nicht aufheben?
        Die Staatsanwaltschaft kann jederzeit einen entsprechenden Antrag stellen, den das entsprechende Parlament prüfen und genehmigen oder ablehnen muss. Bei Straftaten ist das auch zwingend erforderlich…
        Oder warum, meinst Du, bleibt Berlusconi in Italien mit Zähnen und Klauen an der Macht? Wenn er im Parlament seine Mehrheit verliert, und deshalb seine Immunität aufgehoben wird, und/oder er nicht wiedergewählt wird, landet er vor dem Kadi. Stantepede.

      • Auch wenn ich im ersten Wutanfall nicht im korrekten Deutsch geschrieben habe, so möchte ich meinen Punkt noch mal explizit bringen, anscheinend war ich nicht ausreichend deutlich:
        1) Dieser laxe Umgang mit dem Plagiat ist eine starke Belastung für alle, die ihren Doktor wissenschaftlich korrekt erworben haben. Wenn keine >>> strafrechtlichen <<< Folgen zu diesem extremen Plagiat (25% der gesamten Arbeit!) nachkommen, dann ist die Frage nach dem Sinn dieser Plackerei nicht mehr zu stellen, es sei denn man siehr den Sinn des eigenen Arbeitslebens in einer Karriere an einer deutschen Universität. Im Ausland ist bei Bekanntheit dieser Methoden des Titelerwerbs der Titel an sich wertlos, egal wann und wie man ihn selbst erhalten hat.
        2) Es kann und darf nicht sein, daß das Strafrecht nicht auf Parlamentarier angewendet wird. Dann ist nur noch das Wort Parlamentarier durch Hochadel zu ersetzen und wir können Demokratie auch durch Feudalismus ersetzen. Besteht daran ernsthaft Interesse ?
        Selektiv angewandtes Strafrecht ist eine Klasse für sich, zumindest nominell könnte das Plagiat vor einem Gericht verhandelt werden, solange Theodor usw noch ministriert. Lediglich Bundestag und Bundesrat müssen ihn dafür auf Antrag der Staatsanwaltschaft freistellen. Diese Hürde ist bei offensichtlichen Straftaten nicht besonders hoch, selbst dann wenn man Krähen die hört …
        3) Parlamentarier haben durch die erhöhte Aufmerksamkeit und ihrer zugesprochenen Richtlinienkompetenz Vorbildfunktion. Ist demnach grundsätzlich plagiieren straffrei, wenn es hier zu keiner Verurteilung kommt ?

  21. Danke Helge 🙂

    Um zu den netten Argumenten für zG zu kommen…hatten heute Politik und eigentlich war als Thema „Bundeswehr – eine Parlamentsarmee“ angekündigt worden, jedoch wurde daraus eine fröhliche Textarbeit mit gelegentlichen Gesprächen über Herrn von und zu.

    Dabei hat unsere Lehrerin auch noch was Feines rausgehauen:

    Bereich: Relativierung
    Autor: (mir unbekannt)
    Argument: „zG hat ja auch noch Kinder.“

    Daraufhin wollte unsere Lehrerin dann wissen, ob sie – wenn sie es anmeldet – ihren Kater als Belastung ausgeben dürfe, weswegen sie nicht so viel arbeiten könne und andere mitbeteiligen müsse.

    Mit besten Grüßen ;D

  22. Ob jemand einen Doktortitel hat, ob ein Politker einen haben muss….
    Völlig Schnuppe. Das vorhandensein oder nicht vorhendensein solcher Titel sagt nichts aus über die Klugheit oder das wirkliche Können eines Menschen….
    Ein Politiker muss nicht sympathisch sein, aber man sollte Respekt vor ihm haben können. Und irgendwo das Gefühl haben, sich auf ihn verlassen zu können.

    Er hat beschissen…… er ist VERTEIDIGUNGSMINISTER….. das sind mit die Minister, die die ganz großen Verträge aushandeln und mit unterschreiben. Die in den ganz großen Verhandlungen führen.
    Wieviel Eindruck macht das, wenn er in internationaler Runde unser Land vertritt. Wie glaubwürdig er in eigenen Land ist, ist doch sicher nicht die einzigste Frage. Wie sehr hat sein und damit unser aller ansehen in der internationalen Welt gelitten? Muss man sich das nicht auch fragen?

    Dann was anderes….
    Bildung. Die Zentrale Sache in der Innenpolitik…. Wozu lernen Kinder?….. Abschreiben ist okay. Jedes Schulkind wird bei einer Klassenarbeit mit einer 6 bestraft, wenn es beim Abschreiben erwischt wird. In der Politik ist das Okay?
    Was ist das für eine Botschaft an die Kinder, die dazu angehalten werden, fleißig zu lernen…. in einem Land wo alles über Bildung redet.
    Wenn bei den schrifftlichen Arbeiten zum mittleren Schulabschluß die Quellenangaben fehlen oder nicht stimmig sind führt das zum Punktabzug und das sind 16 – 17 jährige Halbwüchsige. Die können sich auch nicht hinstellen und sagen „Na, hatte halt Stress beim Lernen und mit der Familie“

    Dann die Gerechtigkeit anderen öffentlichen Personen gegenüber…. Betrug bei einer Doktorarbeit ist also weniger falsch, als sich den Dienstwagen für ne private Fahrt ausleihen und es nicht angeben, oder betrunken Auto zu fahren. Es mussten schon Leute für weniger zurücktreten. Man bekommt das Gefühl, was bei der einen Partei schlimm ist, darf bei einer anderen sein…..so wie es gerade gebraucht wird.

    Ich bin der Meinung, dass ZG durch die Angelegenheit seine Glaubwürdigkeit verloren hat. Ob er nun völlig aus der Politik verschwinden sollte, sei dahin gestellt, aber in der Position eines Verteidigungsminister hat er nichts mehr verloren. Und wenn kein anderer in der CDU/FDP-Koalition zu finden ist, der kompetent ist, schreit das nach Neuwahlen. Eigentlich. Ich weiß, dass das unrealistisch ist, ABER….
    Zumal….. wie weiter oben schon erwähnt…. sicher geht es hier auch nur ums Geld…. wer hat es, wer bekommt es usw.
    (sollte ich was wiederholen, ich habe den oberen Teil zwar überflogen, aber dabei vielleicht auf die schnelle was überlesen. Sorry

    • Dann was anderes….
      Zitat :“Bildung. Die Zentrale Sache in der Innenpolitik…. Wozu lernen Kinder?….. Abschreiben ist okay. Jedes Schulkind wird bei einer Klassenarbeit mit einer 6 bestraft, wenn es beim Abschreiben erwischt wird. In der Politik ist das Okay?
      Was ist das für eine Botschaft an die Kinder, die dazu angehalten werden, fleißig zu lernen…. in einem Land wo alles über Bildung redet.
      Wenn bei den schrifftlichen Arbeiten zum mittleren Schulabschluß die Quellenangaben fehlen oder nicht stimmig sind führt das zum Punktabzug und das sind 16 – 17 jährige Halbwüchsige. Die können sich auch nicht hinstellen und sagen “Na, hatte halt Stress beim Lernen und mit der Familie” “

      Also ich gehe selbst noch zur Schule und kann nur sagen ob zG jetzt geschummelt hat oder nicht , es wird trotzdem abgeschrieben und geschummelt. Das macht wohl jeder mal in seiner Schulzeit. Selbst einer meiner Lehrer hat mal gesagt ,dass er kein Problem damit habe wenn wir schummeln, solange wir uns nicht erwischen lassen . Und diese Meinung vertreten viele . Das ist mit sicherheit nicht richtig aber es ist die Realität.

      LG

      • Dennoch kann man Schule und Studium nicht vergleichen. Man kann ja nicht mal Schummelnb bei Tests mit Schummeln beim Abitur vergleichen, wenn man ehrlich ist. Auch, wenn es in der Schule „normal“ ist – bei Erwischen drohen Konsequenzen, je nach Art der Prüfung sogar ziemlich herbe. Je weiter man in der Ausbildung fortschreitet, umso größer sind die Konsequenzen. Und DAS ist etwas, das die Kinder zumindest bei uns in der Schule lernen. Wenn du blöd genug bist, dich erwischen zu lassen, dann schummle nicht. Wenns wirklich wichtig ist, riskiers schummeln nicht und lern lieber.
        >Würdest du bei einer Entscheidungsprüfung zwischen positiv und negativ schummeln? Ich nicht 😉 Bei einer normalen Arbeit hingegen wärs mir schnuppe.

  23. Diese ganze Sache regt mich so auf, weniger weil zG ganz Deutschland belogen hat, mehr da in Lybien und Neuseeland die Leute ums Überleben kämpfen, während Deutschland nichts besseres zu tun hat, als sich darüber Gedanken zu machen, ob zu Guttenberg im Amt bleiben soll, oder nicht.
    Man sollte ihn behandeln, wie all die anderen auch behandelt würden, die sich ihren Doktortitel erschleichen und gut ist… wenn er schon eine Vorzugsbehandlung bekommen soll, dann sollte man das nach hinten aufschieben und die Politiker sollten sich stattdessen überlegen, wie sie den Leuten in Lybien und Neuseeland helfen könnten und sich für diese einsetzen, die haben es viel nötiger als unser Herr von und zu Guttenberg -.-‚
    Das macht mich wirklich wütend.

  24. Das wirklich Perverse ist ja, dass er sich nach dieser Blamage als Vorbild versteht, weil er sich zu seinem Fehler bekennt. Ja. Haha. Nachdem er jede Anschuldigung so lange es ging abgewiesen hat. Wenn der Mann nur einen Funken Anstand im Leibe hätte, wäre er freiwillig abgetreten. Aber das tut er ja nicht. Und was sagt uns das? Und wenn wir einen Funken Anstand im Leibe hätten, hätten wir gegen ihn demonstriert und seinen Rücktritt gefordert. Aber das tun wir auch nicht. Und was sagt uns DAS?

    • Wen würdest du als Nachfolger vorschlagen? Die Antwort „Egal, alle sind besser als der“ gilt nicht 😉

      • Wen ICH vorschlagen würde? Ich kenne mindestens ein Dutzend Leute, die diesen Job machen könnten, die würde ich vorschlagen. Aber die Mehrheit der Deutschen will ja an Guttenberg festhalten, was bringt das also? Schon bezeichnend für unser Land. Erst nach dieser Doktortitel-Affäre, ist er beliebter als vorher. Betrüger und Blender findet Deutschland sympathisch, dann soll Deutschland bekommen, was Deutschland will.

  25. Wo sind nur die Männer hin, die noch genug Arsch in der Hose haben, um nach einem solchen Skandal! ohne Fallschirm aus dem Flugzeug zu springen? (ich weiß, das ist polemisch und die Absicht Möllemanns auch nicht nachgewiesen, aber wenn Helge hier polemische Schriften verfasst, dann unterliegt man schon fast dem Zwang, sich auf das selbe Niveau zu begeben.).

    Aber zurück zum Thema:
    Politik war noch nie ein sauberes Geschäft, und wer DARAN glaubt, der tut mir leid. Natürlich ist es nicht schön, was zG gemacht hat. Aber zG ist weder der erste noch wird er der Letzte sein, der Mist baut, dumm handelt und dabei noch kriminelle Energie besitzt. Ich unterstütze sein Tun nicht, aber weder hat mich das überrascht noch bin ich schockiert. OMG, wo leben wir denn, dass hier noch mit Ehre und Vertrauen argumentiert wird? Geht ihr etwa wirklich zur Wahl, weil ihr an die Einhaltung von Wahlversprechen glaubt? Denkt ihr wirklich, die hohen Parteivorsitzenden Politiker (die inzwischen fern von der Basis handeln) würden etwas für Deutschland und das Volk tun und etwas ändern wollen? Meint ihr wirklich, dass sie nicht nur an sich denken und in ihren Positionen Kontakte zu russischen Gas-Riesen oder Lotteriegesellschaften herstellen?

    Wir hatten einen Bundes-Innenminister, der unversteuerte „Spenden“ von einem Waffenschieber angenommen hat. Wir hatten sogar einen Verteidigungsminister, der Nato-Geheimnisse ausplaudert (gegangen worden ist er aber wegen seiner Privataffären), ach ja und nicht zu vergessen die FDP, die mit Graf Lambsdorff einen verurteilten Steuerhinterzieher zum Parteivorsitzenden gemacht hat. Roland Koch ist nicht zurückgetreten, obwohl er (auch im Rahmen der Spendenaffaire) illegale Spenden als Vermächtnis eines verstorbenen Juden deklariert hat. Und unser Ex-Bundeskanzler Kohl verhält sich seinen illegalen Spendern gegenüber loyaler als zu seinem Volk. Ich glaube, wenn ich noch tiefer grabe, wird mir nur schlecht. Barschel-Affaire, Leuna ect. pp…

    Ist das eine Rechtfertigung für zG? Natürlich nicht! Und wenn er zurücktreten würde, würde ich das mit einem wohlwollenden Kopfnicken wahrnehmen.

    Aber ich rege mich darüber auch nicht mehr auf. Man nennt das politische Resignation. Und mal ehrlich: Wenn ihr wirklich ein Problem damit habt, dann labert nicht nur doof rum, sondern geht auf die Straße demonstrieren! Zeigt zG, dass ihr ein Meinung habt, denn diesen Blog hier liest er mit Sicherheit nicht.

    Ach, es ist zu kalt draußen? Ihr wollt und könnt das nicht organisieren? Ihr habt keine Zeit?
    Das sind lahme Ausreden! Wenn man etwas wirklich nicht will, muss man etwas dagegen tun!

    Oder glaubt ihr etwa, dass das alles nichts bringt?
    Ich glaube das. Aber ich habe auch resigniert und ICH rege mich deshalb über sowas wie zG nicht mehr auf. Deshalb bin ich aber weder dumm noch ein Idiot. Ich bin nur ehrlich zu mir selber und reiße nicht mein Maul auf, ohne auch nur den Hauch einer Anstrengung aufzubringen, etwas gegen einen Zustand zu unternehmen. Und ja: Indem ich nichts tue, unterstütze ich zG. Aber das tut ihr auch. Weil ihr NICHTS tut außer in einem blog zu labern.

    Natürlich ist das hier NUR ein Blog, aber den kann man ja so schön von zu Hause aus bearbeiten, im Warmen und mit einer Tasse Kaffee. So ein Blog … hach … der ist letztlich auch nichts anderes als Stammtischgesülze.

  26. Würdet ihr mal bitte aufhören den Holocaust ständig mit reinzuziehen? Habt ihr eine Ahnung wie geschmacklos das ist??? Was hat die Shoah mit diesem Hochstapler zu tun? Weder Helge, noch sonst jemand hier, der Guttenbergs Dreistigkeit kritisiert, hat jemals etwas von Hitler oder Stalin gesagt, dieses Argument kommt nur von den Guttenberg-Befürwortern. Die sind hier die Hetzer. Was mich persönlich angeht: JA, ich würde gerne demonstrieren gehen, das Problem ist nur, dass weder jemand aus meinen Freundes- noch Bekanntenkreis bereit wäre da mit zu machen, nämlich weil sie entweder Guttenberg-Fans sind, oder es ihnen schlicht egal ist, weil sie „resigniert“ haben. Soll ich jetzt alleine auf die Straße gehen?

    • Naja, um fair zu sein, „Gutti befiel! Wir folgen!“ war schon eine Anspielung auf das Dritte Reich. Allerdings nicht auf Hitler selbst, wie einige zu glauben scheinen, sondern auf den Erlösungswahn breiterer Volksschichten, mit denen diese hinter vermeintlichen Lichtgestalten einhergetrottet sind. Wenn uns unsere Geschichte eines gelehrt hat, dann, daß wir uns nicht blenden lassen dürfen.

  27. Es ist mir ganz ehrlich schleierhaft, wie man für so etwas noch Entschuldigungen finden kann. Abgesehen davon, dass mir der Herr sowieso unsympathisch ist, würde ich mir auch für einen weniger pomadisierten Ex-Doktor niemals die Mühe machen, überhaupt nach einer Erklärung zu suchen. Schummeln ist kein Weltuntergang, aber Betrug in dem Maße, wie Herr von und zu Guttenberg es sich geleistet hat ist nun beileibe kein Kavaliersdelikt mehr. Wer kein Ehrgefühl hat und nicht den Schneid besitzt, ehrlich zu sein, der hat das Vertrauen unserer Nation meiner Meinung nach nicht verdient. Ich kann nicht verstehen, warum jmd. der so offensichtlich alle hinters Licht geführt hat und nun noch so stur ist, seine Fehler zuzugeben, weiterhin in seinem Amt bleiben darf. Es sollte ja wohl im Rahmen des Möglichen liegen einen adequaten Ersatz zu finden, der nicht von der Pomaden-Lobby unterstützt wird und der sich auf ehrliche Art und Weise zu vermarkten weiß.
    Was sagt bitte solches Verhalten über uns als Land aus? Betrüger kommen ungestraft davon, Lügner dürfen ihre Märchen öffentlich propagieren und alle Welt glaubt es, oder was? Wie tief wollen wir eigentlich noch sinken, bis sich hier mal irgendetwas ändert?

    • Dann schlag halt mal was vor, was muss getan werden damit sich was ändert und was _kann_ geändert werden damit es Deutschland nicht in alle Abgründe reißt. Was kann getan werden?

      • Ich würde eine Demo vorschlagen. Vielleicht bringt das nichts, aber dann sehen die Politiker wenigstens, dass es eine kleine Zahl von Leuten in D gibt, die sich nicht für dumm verkaufen lassen (wollen).

      • Na wie wärs denn für den Anfang mit: Schluss mit der Samthandschuh-Behandlung für die so genannte Spitze unseres Landes? Ich empfinde es als unglaubliche Frechheit, was die sich alles leisten dürfen, ohne dafür auch nur in geringster Weise belangt zu werden. Und sind wir nicht eigentlich eine Demokratie? Klar, aber eben auch nur auf dem Papier, ne?

        • Guter Vorschlag, also muss nurnoch jemand die Imunität der Politiker abschalten, allerdings werden die nun nicht einfach so viel Zeit damit (aus ihrer Sicht) verschwenden. Wenn die Demos und Aktionen net so ausarten wie die in Stuttgart, bringt das nicht viel.

          • Also ist dein Vorschlag, dass wir überhaupt nicht versuchen sollen Recht geltend zu machen, weil ja sowieso niemand auf uns arme Menschen hört?
            Das ist genau die Einstellung, die Diktaturen ihre Macht verleiht… ich sag ja nur…

  28. Ich kann die Verteidigungsversuche für den werten Herrn zG echt nicht verstehen. Ich finde es eine Frechheit, dass man anscheinend wahllos belügen und betrügen darf, ohne dass es Konsequenzen nach sich zieht. Gut, ihm wird der Doktortitel aberkannt und man verteidigt ihn trotzdem so, als wäre es etwas Lapidares, bei dem er erwischt wurde. Er hat, meiner Meinung nach, seine komplette Glaubwürdigkeit verloren. Er steht nun einmal in der Öffentlichkeit und repräsentiert Deutschland, als Verteidigungsminister und sollte eine Vorbildfunktion haben und sich auch so verhalten. Und das tut er nicht. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder mit so einem Verhalten davonkommen kann? Ich verstehe wirklich nicht, wie man solch ein Verhalten rechtfertigen kann. Auf wen kann man sich dann heute noch verlassen? Höchstwahrscheinlich nur auf sich selbst?! Man sollte ihn des Amtes verweisen und einen Nachfolger suchen. Und die Ausrede, dass es keinen geeigneten gäbe, empfinde ich als lächerlich. Sie finden schon jemanden, wollen eben augenscheinlich nur nicht. Jeder hat sicher mal irgendwo geschummelt, in der Schule, bei Klassenarbeiten oder anderen kleinen Dingen und man wurde dabei erwischt. Da gab es doch auch eins auf den Deckel. Aber das Wort „Schummeln“ lässt sich bei bestem Willen nicht auf die Vorwürfe zurückführen, die dem Herrn zG angelastet werden. Zwischen Schummeln und Betrug, in dem Ausmaß, ist, meiner Meinung nach, ein himmelweiter Unterschied. Wenn ich mir vorstelle, wenn ein „Normalsterblicher“ mit solchen Vorwürfen belastet wird, die eigenen Doktorarbeit sei ein Plagiat, ihm dieses nachgewiesen wird und er sich nicht rausreden kann; dieser Jemand bekommt doch nie wieder richtig einen Fuß in die Tür. Ihm werden Wege versperrt, wegen solche einem Betrug. Wie ungerecht ist das, muss ich mich fragen?! Da könnten wir uns alle doch fleissig durch Leben lügen und betrügen und auf Ehrlichkeit pfeifen!!!!

  29. Mal ganz ehrlich, wie oft wurde jetzt schon auf ihm rumgehackt.
    Und was hat sein Doktortitel mit dem Ministeramt zu tun?
    Ich finde nichts.

    • LOL

      Langsam fühle ich mich wirklich wie Don Quijote.

    • Wie oft? Ich würde sagen, bis er zurücktritt/getreten wird

      • so sind Menschen aber nicht… es kommt was neues und dann ziehen sie sich woanders dran hoch…

        • Ja, das ist leider so, und das ist ein bisschen traurig…
          Und da ich zumindest nur eine einfache kleine Studentin bin, wird mir niemand zuhören, wenn ich mich weiterhin aufrege…
          Meine Freunde freuen sich jetzt schon, denn sie ahnen, dass ich es trotzdem tun werde… und vermutlich werden sie mitmachen:)
          Allerdings glaub ich nicht wirklich, dass das nötig sein wird, weil ich nicht daran glaube, dass unser allerseits so verehrter Freiherr noch lange im Amt bleibt 😉 dafür sind Opposition und Schreiberlinge einfach zu nervig

  30. Es wäre nun wirklich an der Zeit das beschuldigungen aufhören, ich mein iwann wirds langweilig. Fangt an Vorschläge zu bringen, was dagegen getan werden kann. Es bringt nix wenn die „Für Gutti“ „Gegen Gutti“ „mir isser egal“ Fraktionen gegenseitig die Dummheit zuschieben.

    Verschwendet net so viel Zeit damit euch aufzuregen. Ds kostet neben Geld auch ne ganze Menge nerven. Liefert Ergebnisse oder berichtet was ihr dagegen gemacht habt. Sonst würde ich sagen, wer nichts macht soll sich net aufspielen, motzen kann jeder. Die Schwelle in meiner Garage stört sich auch net daran wenn ich mich drüber ärger das mein Auto net drüber kommt.

    • Okay, dann fragen wir dich in Zukunft um Erlaubnis, wenn wir jemanden kritisieren wollen.

    • Vorschläge oder Ergebnisse? Ich weiß ja nicht, was du erwartest, aber was man tun soll oder kann?

      WÄHLEN gehen, wenn das nächste Mal eine Wahl ansteht, wäre ein Schritt.

      Oder Kontakt zu einem Abgeordneten aus dem eigenen Wahlkreis aufnehmen, der entsprechenden Partei angehört und ihm darzulegen, was man von ihm, als Vertreter, den man gewählt hat, erwartet bzw. was man, falls er der Opposition angehört, von der Opposition erwartet. Dazu ist so ein Abgeordneter nämlich da.

      Die Frage, warum eine Antragsbearbeitung 10 Monate dauert, sollte man am besten dem Sachbearbeiter stellen oder dessen Vorgesetzten oder dessen Vorgesetzten, was dann – je weiter man nach oben kommt- wiederum ein gewählter Politiker ist, dessen Job es ist, dem Wähler zu zu hören. Ansonsten haben viele Behörden eine Beschwerdeabteilung.

      Wenn der Politiker seinen Job gut macht, dann reagiert er irwie auf Beschwerden oder Meinungen seiner Wähler, wenn nicht, dann muss man sich einen neuen Vertreter suchen, durch WAHLEN. Neues Spiel neues Glück.

      So läuft das nun mal in einem demokratischen Land. Politik darf jeder machen. Entweder als Gewählter oder als Wählender.

      Wir brauchen kein NEUES Kommunikationsmittel oder irwas, wir brauchen nur Leute/Bürger, die kommunizieren, die aktiv werden. Wenn jeder, der zG aus dem Amt haben wollte, zB Angela Merkel einen Brief schreiben würde oder der CDU/CSU (Über Abgeordnete, Landesverbände, Geschäftstellen etc.) sagen, dass bei jeder Wahl (egal, auf welcher Ebene), die jetzt ansteht, die Stimme an eine andere Partei geht, solange zG im Amt ist, und das dann auch tut, dann hätte sich das „Problem“ wahrscheinlich ziemlich schnell ereldigt. Grundsätzlich gilt: Sich informieren, Wahlprogramme lesen, sich eine Partei suchen, die die eigenen Interessen am ehesten vertritt und die dann wählen gehen!

      Um wählen zu können, muss man sich aber schlau machen, was es für Alternativen gibt. Wer, was für Meinungen vertritt. Und wenn man mit keiner Partei und keinem Kandidaten zufrieden ist, dann bleibt immer noch die Möglichkeit, einer Partei beizutreten, Einfluss auf die Wahlvorschlagsliste zu nehmen oder sich selbst wählen zu lassen.

      Das wäre ein Weg.

      Sogar das hier in diesem Blog ist ein Weg. Weil es die Meinung von potentiellen Wählern darstellt, weil potentielle Wähler sich austauschen und dadurch ihr Wahlverhalten beeinflusst werden kann. Also, was soll die Frage nach Ergebnissen?!

      Es geht um die Wiederwahl und Meinungen. Die Politik soll das Volk vertreten. Also, überlegt sich der Politiker, wie er von möglichst vielen Leuten gewählt wird. Wie macht er das? Er schaut, wie die „allgemeine“ Meinung zu bestimmten Themen aussieht und vertritt diese. Über Demonstrationen, was auch nichts anderes ist, als „seine Meinung sagen“, also, seinem Volksvertreter zeigen, dass man nicht einverstanden ist, kann man Einfluss nehmen. Wenn ein Politiker sieht, dass es sich um einen so großen Personenkreis handelt, dass der nächste Wahlsieg in Gefahr gerät, dann wird der Volksvertreter reagieren. Oder man geht zu den professionellen Meinungsmachern – sprich Journalisten – und beginnt über die „öffentliche Meinung“-Druck zu machen, also, suggeriert den Politikern, dadurch, dass es wieder und wieder in der Zeitung steht, dass die potentiellen Wähler auf eine bestimmte Art denken, bestimmte Wünsche und Forderungen haben, und dass man als Politiker genau so handeln muss, wie es dort steht, damit man wieder gewählt wird. Und das ist nicht unbedingt eine Hexenjagd oder Zeit- und Geldverschwendung, sondern ein Weg etwas zu ändern.

  31. Danke Helge. In Zeiten, wo zur pauschalen Wahrheit erklärt wird, was über den DPA-Ticker läuft, tut es ziemlich gut, solchen Blogs wie diesen hier zu verfolgen.

    Ich habe auch noch einen schönen Beitrag zum Bereich Ablenkung/Relativierung (auch wenn er eigentlich schon durch das Dodo-Beispiel abgedeckt wird):

    „Tausende Kinder in Deutschland haben kein Mittagessen – das sind die Probleme, die die Menschen in Wahrheit bewegen.“

    So wird Herr Philipp Mißfelder (CDU) bei Welt-online zitiert. Ein besonders peinlicher Versuch, die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, für die sich, mit Verlaub, sonst keine S.. interessiert, als Objekt der Aufmerksamkeit vor dem Ex-Doktor zu platzieren.
    Gibt´s eigentlich für die Argumentation unserer Politiker noch irgendwelche moralischen Grenzen?

    Wer es selbst im Kontext nachlesen will:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article12626649/Trittin-beschimpft-Guttenberg-als-Hochstapler.html

    Sorry, aber die Fragen der sozialen Grundsicherung haben damit ja nun überhaupt nichts damit zu tun, ob wir uns einen mutmaßlichen Betrüger als Minister leisten können und wollen. Wenn diese Probleme jetzt plötzlich so wichtig sind, würde ich gleich vorschlagen, die ganze Bundeswehr abzuschaffen und für das eingesparte Geld Erbseneintopf zu kochen, damit auch jeder satt wird. Das hätte wenigstens den Vorteil, dass der Ex-Doktor nicht mehr gebraucht wird und ihn jetzt keiner mehr aus politischen Interessen schonen muss. Ich möchte lieber nicht wissen, wie viele seiner Parteikollegen ihm wegen dieser Geschichte selbst gern vor´s Knie treten würden, das aber niemals zugeben dürfen.

    Wenn keine Zeit für eine Auseinandersetzung mit dem Problem Guttenberg bleibt, muss man ihn halt kommentarlos entlassen. Dass das notwendig ist, muss ja eigentlich auch nicht mehr diskutiert werden.

    Was ich persönlich besonders traurig finde, ist, dass der Doktortitel mit dieser ganzen Geschichte wieder ein bisschen demontiert wird. Schade für all jene, die viel Lebenszeit investiert haben um eine ehrliche Arbeit anzufertigen, die über Jahre in befristeten Halbtagsjobs beschäftigt waren, wie sie im Wissenschaftsbereich für Doktoranden üblich sind, oder an diesem biographischen Risiko sogar gescheitert sind.
    Schon um diejenigen zu schützen, die sich diesen akademischen Grad redlich erarbeitet haben, darf dem Minister jetzt nicht leichtfertig die Absolution erteilt werden.

  32. http://www.youtube.com/watch?v=TM5e_6l7VZo&feature=related

    Da habt ihr euren Selbstverteidigungsminister

  33. Also ich kann dir und deiner Analyse da nur zustimmen.

    Zunächst ging es mir nur um die Wissenschaft, die Schaden genommen hat. Dann kam der Missbrauch des Nachrichtendienstes der Bundeswehr (ja klar, alles total legal *nick*) und irgendwann reicht es.
    Ulla Schmidt hat einen Dienstwagen mit in den Urlaub genommen, hat ihn sich klauen lassen, blieb aber Ministerin.
    Ich hoffe, dass es diesmal anders endet. Denn wie sagte mein Klassenkamerad so treffend: „Wie soll so ein Typ uns nach außen hin vertreten? Die lachen doch über den, genauso wie über unseren Außenminister und zerreißen ihn in der Presse!“
    Zudem ist diese Gruppe auf facebook anscheinend eine Inszenierung der BILD-Zeitung, die ja eigentlich keiner liest und noch weniger Leute daran glauben was drin steht. Einiger meiner Freunde sind in dieser Gruppe, was mich doch sehr erstaunt, weil ich von ihnen mehr erwartet hatte, grade weil sie alle gerade in der Oberstufe kurz vorm Abitur (unsere zukünftigen Akademiker und Doktoranten) stehen…

    • Ich habe mal einen Test gemacht. Ich bin morgens auf dem Weg zur Schle an einem Zeitungsladen vorbei gekommen und hat mir den Titel des Berichtes gemerkt, der auf der Titelseite der Bild stand.
      In der Schule habe ich dann „ausversehen“ laut darüber nachgedacht, worum es nochmal ging(ohne aber zu nenen um welche Zeitung es ging).
      Du ahnst nicht, wie viele etwas zu dieser Frage sagen konnten und das waren alles Schüler des 13. Jahrganges…

      Eigentlich traurig. Eigentlich liest es keiner, aber trotzdem wissen viele worum es geht und können mitreden.
      Wenn man mal bedenkt, wie hoch der Umsatz von der BILD ist… eigentlich nur traurig!

      P.S. Mir hatte die eine Überschrift schon gereicht. Mehr muss ich von dieser Zeitung in den nächsten Jahren nciht lesen!

  34. zG hat sich aber noch mehr geleistet!

    Den Doktortitel im Namen darf man erst benutzen NACHDEM die Arbeit veröffentlicht wurde. Das war bei ihm 2009.
    Mit dem Wissen, dass er es nicht darf hat er sich mit den Titel jedoch schon ab 2007 (!) im Bundestag bei neuen Politikern und auch vor der Presse vorgestellt und ihn auch bei Unterschriften benutzt!
    Dabei wird allen die eine Doktorarbeit abgegeben/bestanden haben mehrfach gesagt, dass man das eben erst NACH der veröffentlichung darf! (das weiß ich von einem Familienenmitglied, das auch einen Doktortitel hat))

    • Für den Herrn von und zu gelten eben andere Regeln.

    • zG hatte einen Antrag gestellt, den Titel bereits vor der erfolgreichen mündlichen Verteidigung führen zu dürfen. Diesem Antrag wurde von der Uni Bayreuth statt gegeben. Dies entspricht zwar nicht der üblichen Vorgehensweise, ist aber durchaus zulässig. Somit kann man hieraus eigentlich nur indikativ ablesen, wie sehr Googleberg diesen Titel wollte.

      • Die mündliche Verteidigung hätte ich gerne erlebt.

        • Ich glaube, dass ist nicht so ganz richtig. Nach den meisten Promotionsordnungen darf man den Titel erst führen, wenn die Arbeit veröffentlicht wurde. D.h. man hat bereits die Verteidigung/das Rigorosum/die mündliche Fachprüfung hinter sich, darf sich aber noch nicht Doktor nennen.
          Die endgültige Urkunde erhält man erst, nachdem das Werk meist innerhalb eines begrenzten Zeitraums der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Das geschieht entweder über einen Verlag oder den hiesigen Uniserver.

          Guttenberg hat den Titel vor der Veröffentlichung geführt, aber die Prüfungen hatte er bereits hinter sich.

          • Genau das, was Swart-Kalintje meinte, wollte ich von Anfang an ausdrücken. Wenn es ein bischen undeutlich formuliert war, entschuldige ich mich dafür…

          • Ich stehe berichtigt. Aber ein gewisses Interesse am Führen des Titels deutet sich schon an. 😉

  35. Ja es stimmt es ist nicht richtig was er gemacht hat! Aber sollten wir nicht alle mal vor unserer eigenen Tür kehren, bevor wir weiter auf ihm rumhaken. Das soll jetzt keinesfalls eine Entschuldigung für sein Verhalten sein, aber in jedem anderen Beruf würde, dass was wir grad mit Guttenberg machen als Mobbing deklariert werden und wir würden aufgefordert werden dies zu unterlassen. Wie gesagt ich finde eigentlich nur, wer ohne Schuld ist, sollte den ersten Stein werfen

    • Wir sollten vor unserer eigenen Tür kehren? ER ist VERTEIDIGUNGSMINISTER nicht Otto Normal! Was setzt ihr hier eigentlich für Maßstäbe?

      • Bitte nicht wieder dieses elende Vorbild-Argument. Ich kann es nicht mehr hören.

        • Nennt mir doch bitte einmal EINEN vernünftigen Grund, warum so viele Menschen auf seiner Seite stehen, heute mehr als je zuvor? WAS hat er Großartiges vollbracht, dass er hier so verteidigt wird? Antworten wie „er ist sympathisch“, „wo sollen wir auf die Schnelle einen Ersatz hernehmen“ oder „er macht einen tollen Job“ lasse ich nicht gelten. FAKTEN bitte.

          • …und es fällt augenscheinlich niemandem etwas ein…. was für eine riesengroße Überraschung.

      • Kann ja sein aber trotz allem ist er ein MENSCH und Menschen machen Fehler ob sie nun Hausmeister, Steuerberate oder Verteidigungsminister sind. Denn es ist nun mal leider so das man nicht göttlich wird sobald man Verteidigunsminister oder auch Bundeskanzlerin wird.

        • Dieses dämliche Bagatellisieren von Betrug, Lüge und Hochstapelei ist doch wohl nicht dein Ernst, oder? Mit „alle machen Fehler“ im Zusammenhang mit Lügenbaron Exdoktor von und zu Googleberg, implizierst du nämlich, daß alle Menschen Lügner, Betrüger und Hochstapler seien. Also machen wir doch einfach mal die Probe aufs Exempel und fragen ein wenig rum. Starten können wir ja gleich mal mit dir: Wie oft in der Woche lügst und betrügst du so? Wieviele akademische Titel hast du dir bereits erschlichen? Für welche Partei kandidierst du oder hast du vor dies zu tun? (Die letzte Frage stelle ich nur aus reiner Neugier.)

          • ich denke jeder lügt mal nicht in dem ausmaß und trotzdem lügt jeder mal.
            und ich wähle überhaupt nicht da ich das noch gar nicht darf 😉

          • Das kommt nicht so unerwartet. 😉 Aber, Lisa, zwischen kleinen Schwindeln und dem was zG dort gemacht hat, liegen Welten. Denk darüber nach wie alt zG ist und was er getan hat. Ist es in Ordnung von ihm, ganz Deutschland zu belügen und dafür keine echten Konsequenzen tragen zu müssen? Und vergiß nicht, er hat nach wie vor mit dem Lügen nicht aufgehört, da er immer noch behauptet, „nicht bewußt getäuscht“ zu haben. Es ist aber nicht möglich, in eine Arbeit 270+ teilveränderte Plagiate einzubauen, ohne sich bewußt zu sein, was man da gerade macht. Und da dem so sein muss, muss zG auch seinen Prüfungsausschuss belogen und betrogen haben, er hat also bei seiner Doktorarbeit nicht „ein paar Fehler gemacht“, sondern er hat sich seinen Doktotitel im Stile eines miesen Betrügers erschlichen. Möchtest du wirklich, daß so einem Mann, der sich nicht einmal aufrichtig entschuldigt, dem scheinbar keine Konsequenzen drohen, weiterhin Deutschland als Verteidigungsminister vertreten darf?? Weil ja, „jeder mal lügt“?

        • Ich werfe ihm nicht vor, Fehler gemacht zu haben… Wenn Du allerdings seinen offenkundigen Betrugsversuch als „menschlichen Fehler“ werten willst, dann hast Du allerdings Recht.

    • Es geht hier in meinen Augen nicht darum, „vor unserer eigenen Tür [zu] kehren“ oder „den ersten Stein [zu] werfen“.

      Es geht darum, dass sich jemand – ein Minister, der sich gerne mal als „Superheld“ in gewisser Hinsicht darstellt (volksnah und dabei adlig, intelligent…) – einen Titel erschlichen hat.
      Für mich ist das nichts anderes und ich empfinde es als absolute Frechheit. Vor allem denen gegenüber, die ihren Doktortitel erarbeiten (und teilweise auch mit Familie und Arbeitsstelle im Nacken! Nur eben, ohne Minister zu sein.). Ich kenne einige, die das geschafft haben – auch Väter und Mütter, die ich wirklich sehr bewundere, weil eine Doktorarbeit Jahre dauert. Wer an der Uni schon eine längere (ich meine damit so ab 60 Seiten für geisteswissenschaftliche Bereiche) Arbeit geschrieben hat, wird sich vorstellen können, was eine Doktorarbeit bedeutet.

      Mal als Vergleich:
      Wenn jemand klaut, verstößt er gegen Gesetze und wird je nachdem eben auch bestraft. Verlangst du dann auch, dass man vor der eigenen Tür kehren soll?
      Empfindest du es nicht als Unverschämtheit, wenn ein anderer etwas, das du für teures Geld erstanden hast, einfach stiehlt? Möchtest du dann nicht, dass derjenige unverzüglich das zurückbringt was er gestohlen hat oder seine Strafe eben erhält?
      Und würdest du nicht wütend werden, wenn er mit fadenscheinigen Erklärungen ankommt und versucht, dich zu besänftigen?

      Nichts anderes ist für mich das hier. Dass Zorn entsteht liegt in meinen Augen daran, dass andere (CDU/CSU)-Politiker und die allseits beliebten Zeitungen Meinungsmache PRO Guttenberg betreiben und man an dem adligen Adelsgewand ja gar nicht kratzen darf.

      (Darf man die Blogeinträge eigentlich verlinken? Würd das im Livejournal gerne machen)

  36. Als blöd hingestellt zu werden, nur weil man eine andere Meinung vertritt, empfinde ich persönlich als überaus beleidigend. Freie Meinungsäußerung sollte noch erlaubt sein und wenn einem die Kommentare zum Blog nicht passen, sollte man sie vielleicht einfach sperren.

  37. Huiuiui… jetzt wird der Ton aber böse…
    Ich finde es immer noch vollkommen legitim, wenn man als seinen Volksvertreter keinen Betrüger/Lügner/Dieb/Plagiator/Heuchler… (ich kann noch 2 Stunden so weitermanchen…) haben will!
    WIR sind der Arbeitsgeber unseres geliebten Verteidigungsministers und seiner Spielkameraden (ihr erinnert euch: Volk=Souverän und solche Späße)
    …und der liebe Herr Minister muss Leitungen bringen, eigene, nicht die von anderen.

  38. Und es gibt echt immer noch Leute, die Guttis Fehlverhalten zu entschuldigen versuchen, abgesehen natürlich von seinen Partei…freunden?!
    Das überrascht mich dann doch ein wenig.

  39. Immer dieser unfreundlich Ton. Und dabei soll man sich auf FF.de doch freundlich und höflich benehmen. Hm.
    Wie auch immer; Es soll doch wirklich Leute geben (wie mich), denen das inzwischen einfach nur noch auf die Nerven geht. Er hat betrogen und wird die Konsequenz tragen, das ihm der Doktortitel (vielleicht) für immer entzogen wird. Ob er jetzt zurück tritt oder nicht; Für die ganze Sache interessiert sich in zwei Monaten sowieso niemand mehr. Jemanden als Politiker ernst zu nehmen, der beim Betrügen erwischt worden ist, ist für mich zwar eher schwer, aber wer sagt das die anderen Politiker nicht noch mehr Dreck am Stecken haben? Außerdem ist es mir sowas von egal, ob ein Politiker einen Doktortitel hat oder nicht. Deutschland hat nun wirklich andere Probleme als einen Minister der geschummelt hat (und das tun nun wirklich verdammt viele)

  40. Sicherlich hast du nen paar nette Denkansätze und zu größeren Teilen stimme ich da auch zu.
    Das KTG scheiße gebaut hat ist klar. Aber warum muss man sich hier zum Teil als ‚Idiot‘ beschimpfen lassen, bloß weil einen mehr interessiert was KTG in der Politik fabriziert (d.h. das, was uns Bürger direkt betrifft), als seine Doktorarbeit die er mal geschrieben hat und die uns eigentlich nicht weiter interessieren muss. (Klar, jetzt muss sie das schon, da ein Würdenträger da ziemlich falsch gehandelt hat…)
    Und da finde ich ist die Nachfolgefrage doch eine relativ große. Sicherlich gäbe es unter unseren 80 Millionen Menschen jemanden mit der richtigen Einstellung und nem super Charakter für den Job. Aber da der dann sicherlich kein verbohrter Politiker wäre, würde der garnicht erst auf der Bildfläche erscheinen. Sonst gibt es immer die größten Proteste gegen alles was die Politiker fabrizieren und plötzlich wäre da die Nachfolgerfrage nicht mehr wichtig?
    Wie auch immer. Es wäre jedenfalls angenehmer wenn es keine Verallgemeinerungen und Beleidigungen gäbe, man als blöd dastehen würde weil man eben nicht die Meinung teilt, das KTG am liebsten direkt ausgewiesen werden sollte.

    • Mal eine Frage: WAS genau findest du so gut an zG? Irgendwie kann mir hier niemand diese eine Frage beantworten.

      • Ich bin wahrleich kein Guttenberg-Fan.
        Aber leider gibt es da noch sehr viel schlimmere Leute und viel zu viele alte Männer, die in Interviews oder auf Pressekonferenzen es nicht mal mehr schaffen sich ordentlich auszudrücken. Wie soll so jemand unseren Staat leiten?
        Ich weiß auch nicht was an Guttenberg das besondere ist. Außer der Hoffnung, dass jemand jüngeres eine andere Politik betreibt. Er tritt selbstbewusst auf.

        • Wenn das deine einzigen Kriterien sind (hauptsache jung und sympathisch), dann gute Nacht.

          • Sind es nicht. Aber welcher Politiker bringt wirklich was zustande?

          • Um mich da mal einzuschalten 😉

          • Gar keiner. Deshalb geht die Welt, so wie wir sie kennen, unter, wenn der Guttenberg nicht mehr Verteidigungsminister ist.

            Um mich da mal einzuschalten 🙁

  41. *Seufz*

    Also gut, Leute, vergeben und vergessen. Gehen wir nach Bayreuth und setzen uns dafür ein, dass GUTTI seinen Doktortitel zurück bekommt! Immerhin, tut es ihm ja (angeblich) leid. Und er kann sich so schön fotografieren lassen, und sich selbst verteidigen kann er auch, also ist er für den Posten eigentlich überqualifiziert. Wir Deutschen sollten dankbar sein, er als Adliger müsste ja diesen Politik-Kram gar nicht machen, nur um sich von uns Pöbel anmachen zu lassen. Habt ein Herz für den Freiherrn Dr. Dr. Dr. jur. med. von und zu Guttenberg, dann wird alles GUTTI!

  42. Okay, mir ist klar, dass ich mich mit dem Folgenden nicht gerade mit Ruhm bekleckern werde, aber aus Gründen der Ehrlichkeit will ich meine Kehrtwende nicht verschweigen.
    Ich hatte vorhin ein Gespräch mit meiner Schwester, die mir Nicht-Student auf ziemlich einleuchtende Weise dargelegt hat, warum der Gutti nicht zwangsläufig ein Betrüger ist.
    Kurz gefasst erklärte sie mir: Zitieren sei in so einer Arbeit (eben anders als in der Schule, wo man fürs Abschreiben eine 6 bekommt) absolut üblich bis unumgänglich. (was einige schon gesagt haben, obwohl ich wohl nicht richtig zugehört habe) Was die Menge der Zitate angeht, darüber kann ich nix sagen, weil mir diese Arbeitsweise und das Thema vollkommen Fremd sind.
    Übrig bleiben dann nur noch die 18? fehlenden Quellenangaben in einer Arbeit mit 2000? Quellenangaben. Wenn das Zitieren normal ist, dann sind die paar fehlenden Quellenangaben eher ein Zeichen von absolut nachvollziehbarer Schlampigkeit, als von Betrug.
    Eine solche Nachlässigkeit wiederum würde ich nicht als Grund betrachten ihn abzusäbeln, oder ihm auch nur fehlende, moralische Integrität zu unterstellen.
    Meine Schwester erklärte mir, dass ihr schon bei ihrer 30-Seiten Arbeit manchmal ein Satz einfällt, von dem sie weiß, dass sie ihn irgendwo in ihren fünf Quellen-Büchern gelesen hat. Nur wo? Alle nochmal durchlesen? Umformulieren? Oder einfach hoffen, dass es nicht auffällt?

    Kurzum: Zitieren und fehlende Quellen sind nicht zwangsläufig ein Zeichen von Betrug, eher ein Zeichen für Nachlässigkeit und vielleicht (bei allzuviel Zitiererei, aber wer kann das schon beurteilen) von Unfähigkeit.
    Was mich JETZT wundert ist, dass in den Medien kein Wort über diesen Umstand verloren wird. Kann mir das jemand erklären.

    • Geh mal auf Guttenplag. Sieh dir die ohne Fußnoten „zitierten“ Textbestandteile an. Dann erklärt sich die Problematik eigentlich auch für Nichtstudenten, glaube ich zumindest.

      Natürlich ist es üblich in wissenschaftlichen Arbeiten zu zitieren und es ist unumgänglich. ABER: nur um seine eigenen Gedanken zu stützen oder sich damit auseinanderzusetzen.
      Jedes Zitat muss also eine Funktion besitzen. Eine eigene Argumentation aus Fremdzitaten zusammenzusetzen ist keine wissenschaftliche Arbeit, obwohl ich weiß, dass es Studenten gibt, die so arbeiten. Aber die gehören meist auch zu denen, die dann eben nicht promoviert werden. In einer Dissertation geht es um das eigenständige wissenschaftliche Arbeiten, die Herleitung von etwas bisher nicht Erforschtem – nicht um das Übernehmen von Textinhalten anderer, schon gar nicht bei einer mit dem Höchstprädikat benoteten Arbeit.
      Guttenberg hat nicht zitiert, er hat abgeschrieben und das an vielen Stellen Wort für Wort. Das ist in etwa so, als ob jemand deine Geschichte passagenweise abtippt und dir dann erzählt, es sei seine eigene Story, weil er ja hin und wieder einen eigenen Absatz zwischen den fremden Textteilen eingefügt hat.

    • Äh..aha. Über 73 Prozent seiner Dissertation ist abgeschrieben. Selbst Experten sagen, dass da von einem Versehen nicht die Rede sein kann. Eine solche „Nachlässigkeit“ hätte jedem anderen Menschen die Karriere gekostet. Und selbst wenn es nur Schlampigkeit ist, die Konsequenzen sollten dieselben sein. Wenn man eine Doktorarbeit schreibt, sollte man wissen wie wo wann und wie viel man zitiert. Niemand hat ihn gezwungen diese Doktorarbeit zu schreiben, diese Last hat er sich selbst aufgehalst.

    • Es sind weitaus mehr als nur 18 fehlende Quellenhinweise. Bei Gutenplagg ist man momentan bei ~200, selbst die Spiegelredaktion hatte über 60 gefunden. Auch hat Googleberg in seiner Arbeit keine 2000 Quellen angegeben, sondern nur 1200.

      Unter den hineinkopierten, nichtausgezeichneten Texten sind mehrere mehrseitige (!) Arbeiten enthalten, die der wissenschaftliche Dienst für ihn angefertigt hatte. Diese dürfen aber nur im Rahmen der Tätigkeit als Abgeordneter verwendet werden, und sie dürfen ohne Zustimmung des wissenschaftlichen Dienstes auch nicht veröffentlicht werden. Diese Texte wurden darüberhinaus nicht nur kopiert, sondern es wurden gelegentlich einzelne Worte ersetzt. Dies kann man aber kaum „unbewußt“ tun, wie Herr Googleberg behauptet hat.

    • Da hat Dich Deine Schwester aber ganz schön über den Kamm barbiert. Es geht hier nicht um Guttenbergs eidetisches Gedächtnis, und auch nicht um Zitierfehler, sondern darum, das er z.B. Zitate leicht verändert hat, also offenkundig geklaut.
      Und es geht auch nicht um ach? vergessene Fußnoten, sondern eher so um die achthundert. Bei tausendzweihundert korrekt gesetzten Fußnoten ist das fast die Hälfte. Gruß an Deine Schwester, sie sollte sich nicht zu sehr auf ihre KTG-Verteidigung verlassen, wenn sie selbst die nächste Arbeit schreibt. Sie hat keinen Baron-Haargel-Reicher Mann-Bonus.

  43. Danke für diese knallhart ehrliche, bissige und glasklare Meinungsäußerung.
    Da sieht man mal wieder, dass das Must-Have der Saison definitiv „HIRN“ ist.
    Ich kann das Gesabbel über dieses Thema eigentlich nicht mehr hören, hier hab ich mich gern damit beschäftigt.
    Danke. You saved my day.

  44. Hast recht Helge!
    Eigendlich müsste Herr (ehemals Dr.)zu Guttenberg zurücktreten,denn er hat einige untergebene, z.b. den Komandanten der Truppen in Afganistan nach der Kundus-Affäre sofort gefeuert ohne auf eine prüfung der ereignisse zu warten.Somit hat er eigentlich auch keinen Anspruch auf eine Diese.

  45. Man glaubt gar nicht, wer von den Bundesbürgern alles die BLÖD liest; ich sehe es immer wieder wenn ich beim Bäcker stehe und wie blöd diese „Zeitung“ verkaufe (und das an Menschen die aussehen, als würden sie ein Mindestmaß an Intellekt mitbringen).

    Das Schlimme an dem ganzen Fall ist doch, wie treudoof alle diesem Pomademodel hinterherlaufen und seine Taten entschuldigen.
    Wir leben schließlich in einer Gesellschaft mit Regeln und gerade ein Politiker, der Vorbildcharakter für das „einfache“ Volk haben soll, sollte sich doch auch an diese Regeln halten.
    Es ist ein bisschen wie bei Berlusconi und Ähnlichen, sie machen was sie wollen und alle lieben sie dafür.

    Da fragt man sich, haben wir aus der Geschichte nichts gelernt? Blind zu folgen kann nämlich ganz schnell nach hinten losgehen…!

    Zum Schluss sei noch auf die EXTRA 3 Sendung vom 6.02 verwiesen, mit einer Umfrage mit der Frage: Demokratie unter Merkel oder Guttenberg als Monarch?
    Antwort dürfte wohl klar sein…

    • Führe mich nicht in Versuchung. Bei Demokratie unter Merkel oder Monarchie unter Guttenberg werde selbst ich wankelmütig.
      (Parlamentarische Monarchie mit rein repräsentativer Funktion für KTG, natürlich. XDDD )

  46. um mal ganz ehrlich zu sein: die allgemeine stimmung in deutschland ist doch „WAYNE“ den interessierts nämlich.. da ist es interessanter das guttis frau nen tattoo hat – ja wahnsinn..
    sowas wie ehre- wo gibts das heute schon noch? und grad jetzt zu zeiten des bachelors.. international sind wir damit sowieso am abkacken.. wer vertraut schon auf die politiker? ob pomade im haar oder nicht? die wahlbeteiligung spricht doch für sich..
    der inhalt des blogs ist schon richtig, wenn auch teils etwas zugespitzt ausgedrückt, allerdings kann ich die entschuldigungshymnen auch nicht verstehen.. das zeigt eben nur dass sich diese mediale inszenierung doch lohnt.. dieser vorfall wird nichts ändern und vor allem keinen umbruch im denken der leute schaffen..

    ich finde es gut, dass ihr das thema hier nochmals ansprecht.. allerdings find ich es immer anstrengender zu sehen wie hier diskussionen entbranden und ihr zwei meist immer genervtere kommentare postet..

    wie sag ich es am besten…. wenn ich gefragt werde ob ich männlich oder weiblich bin- dann erspar ich mir meist eine genderdiskussion.. denn 95% der leute die mich fragen haben davon noch nichts gehört.. übertragen geht ihr bei der beantwortung dieser dummbratzenkommis genau darauf ein.. als versuchtet ihr den „es gibt aber mann und frau sonst wären da keine unterschiedlichen männeken an den klotüren“-schreiern tatsächlich im ansatz die unterscheidung sex/gender näherzubringen..

    • Hallo Casara,

      ist alles richtig, was du sagst, aber es will mir einfach nicht in den Schädel, daß man Menschen nicht mit Fakten und logischen Argumenten zu rationalen Schlüssen führen kann. Rein verstandesgemäß weiß ich natürlich, daß es einfach Leute gibt, die nicht selbst recherchieren, bzw. anhand der Fakten zu logischen Schlüssen kommen können oder wollen, aber ich kann dies einfach nicht nachvollziehen. Wie kann man die Fakten vor Augen haben und sie trotzdem ignorieren? Es wäre gewiß klüger, solchen Debatten aus dem Wege zu gehen, denn Freunde mache ich mir so sicherlich keine, aber andererseits: wer schafft es schon, immer den klügsten Weg zu nehmen. 😉

      LG
      Helge

  47. Ich habe dazu nicht viel zu sagen, aus zwei ausschlaggebenden Gründen:

    Nr.1 Ich bin Österreicherin, von daher bin ich nicht direkt mit der deutschen Politik gekoppelt

    Nr.2 Mein politisches Interesse ist eher gering

    Aber vielleicht sind es auch genau diese zwei Gründe, die mich folgendes sagen lassen:

    Diese ganze Sache hat nicht nur ein extrem schlechtes Licht auf zG geworfen, sondern auch auf Deutschland. Selbst bei uns hier ist es ein großes Thema und für mich persönlich ist es eine riesige Frechheit, dass ihm der Titel nicht wegen Betrugs aberkannt worden ist.

    Ob er jetzt ein guter Verteidigungsminister ist oder nicht lasse ich dahin gestellt, meine persönliche Meinung dazu gleicht da wohl sehr Helges, aber ich frage mich schon, wie so ein Mann ein Vorbild sein soll.
    Politiker SIND Vorbilder bzw. sie SOLLTEN es zumindest sein.
    Kommt natürlich dann besonders gut, wenn ein Minister, der so stark in der Öffentlichkeit steht so etwas tut.
    Frei nach dem Motto: Kopiert eure Arbeiten, wenn ihr nur beliebt genug seid, dann wird euch schon nichts passieren…

    Nicht gerade das, was man den jungen Leute beibringen sollte 😉

  48. Danke, Helge. Deinen Worten ist absolut nichts mehr hinzuzufügen, du triffst den Nagel auf den Kopf.

  49. Hier was interessantes zu zG…
    zwar etwas älter aber ganz nett…

  50. Danke für diesen Blog – er ist sehr gut.

    Dazu auch empfehle ich das Bildblog, welches die Beziehung zwischen Bild und Googleberg eindeutig und in vielen ARtikeln untersucht. Besonders interessant die Heuchlerei der Bild, die regelmässig auf Politiker losgeht, wenn sie sich nur das kleinste Zuschulde kommen lassen, aber dem Gutti alles verzeihen.

    http://www.bildblog.de/28247/man-darf-nicht-bescheissen/

    Interessant auch, dass das Verteidigungsministerium und die Bild offenbar zusammenarbeiten. Man riecht Bananenrepublik
    (http://www.spiegelfechter.com/wordpress/5157/guttenberg-bedankt-sich-bei-der-bild)

    • Ist Guttenbergs Cousine nicht die Chefredakteurin der Bild?

      • Ich habe keine Ahnung, möglich wärs. Der Filz reicht ja recht weit rein.

        Offenbar hat Gutti auch die Uni Bayreuth finanziell unterstützt. Ein Schelm wer dabei Böses denkt.

  51. Sollte sich zu Guttenberg nicht vor allem auch auf dieser Seite unbeliebt gemacht haben? Ich finde, für einen Autor gibt es nichts Schlimmeres als Plagiat! Wenn ich mir vorstelle, dass jemand meine Texte einfach kopiert und als seine ausgibt, macht mich das, ehrlich gesagt, ziemlich wütend. Und warum sollten da für unseren Verteidigungsminister andere Regeln gelten?

    Du hast es auf jeden Fall sehr gut auf den Punkt gebracht, Helge.

    • Das ist ja auch mit der Grund, warum so viele Journalisten jetzt auf Guttenberg losgehen (abgesehen von der Bild, aber das sind auch keine wirklichen Journalisten), alle denen der Begriff „geistiges Eigentum“ etwas sagt fühlen sich von unserem geliebten Hernn von und zu Verteidigungsminister verarscht.
      Allein deswegen schau ich schon heute-journal, um zu sehen, wie Marietta Slomka bissige Kommentare loslässt, dagegen ist die tagesschau weichgespült…
      Nein mal im Ernst, die meißten eher gebildeten Menschen wollen KTGs Kopf rollen sehen, und die CDU/CSU sollte die Umfragewerte der Bild nicht zu ernst nehmen, denn ersthaft, wie hoch ist wohl die Wahlbeteiligung unter deren Lesern?
      Sogar meine Oma, über 80 und bisher eher ein Guttenberg-Fan, hält sein Festklammern an der Macht (scheint grad ’ne Epidemie zu sein…) für schwachsinnig und hat Kraftausdrücke benutzt, die ich ihr gar nicht zugetraut hätte 😉

      Warum es hier noch so viele Pro-Guttis gibt ist mir ebenfalls ein Rätsel, ich schätze es liegt teilweise an der Jugend und dem mangelden Zynismus der Leser (man kann es auch Naivität nennen, wenn man böse ist) und zum anderen an fehlendem Interesse an Politik an sich.

      • …über 25, Politikstudentin und pro Guttenberg. So viel zu „ich schätze es liegt teilweise an der Jugend und dem mangelden Zynismus der Leser (man kann es auch Naivität nennen, wenn man böse ist) und zum anderen an fehlendem Interesse an Politik an sich.“

        • Und warum bist du pro Googleberg? Ich hoffe, da kommt jetzt etwas fundierteres als „Er ist jung, gutaussehend und pomadig.“

  52. Helge: Hier noch ein Schöner, der mir gerade beim Posten eingefallen ist.
    Guttenberg-Groupies benutzen zu gerne dieses Bibelzitat:
    „Wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.“
    Leider habe ich gerade keinen Menhir zur Hand…

  53. ich stimme dir zu, dass gutenberg unmöglich gehandelt hat und, dass die tatsache, dass er es noch immer leugnet einfach lachhaft ist.

    er ist als politiker nicht mehr geeignet, nachdem er so „beschissen“ hat. er ist nichtmehr glaubwürdig

    gut, dass du das thema angesprochen hast

  54. OMG die Dodos sind tod? ….

    Scherz beiseite,
    ehrlich gesagt, wenn vG in irgendeiner wichtigen Klausur gespickt hätte und das dann irgendwann zugegeben hätte (k.A. Abiklausur und nach 10 jahren zugegeben), dass würde mich nicht die Bohne stören. Obwohl es auch Betrug wär.

    Aber sich in seiner Doktorarbeit! bei anderen zu bedienen ohne es kenntlich zu machen. Das ist einfach was anderes.
    Klar, mir ist es auch schon passiert, das ich vergessen habe in einer HA, etwas zu markieren – kam vor, allerdings war das meist ein Absatz oder dergleichen und die entsprechenden Werke tauchten auf jeden Fall bei der Literaturliste auf und eigentlich ist es immer noch beim Kontrolllesen aufgefallen und ich hab es schließlich noch eingefügt, so sieht ein Versehen aus.
    Was vG machte war kein Versehen. Das war Betrug.

    Hab mich letztens echt mit meiner Mum und Oma in die Haare bekommen, wegen dem ‚Gutten‘ – Ich zitiere „Das hat doch alles nichts mit seinem Job zu tun“….. Jaaahhh, wer will schon Politiker die nicht betrügen. Oder die dann zumindest dazu stehen!
    Aber vG VERZICHTET jetzt ja auf seinen Doktortitel…. Geht’s noch? Wie hätte es denn sonst laufen können: „Ja und weil du ein beliebter Minister bist und soviel Pomade im Haar hast, dann lassen wir dir den Doktortitel jetzt einfach ohne Doktorarbeit.“?

    Ich verstehe die Leute nicht. Vor allem die anderen Studieren die Für vG sind… Ich meine, denen sollte doch klar sein, dass wenn sie sich sowas leisten würden, sie evtl. sogar vom Studium ausgeschlossen werden können….

    LG
    und danke für die nette ‚Auflistung‘ der Ausreden – ich schick den Link mal Mutter und Oma ^^
    Jetzt heul ich noch ein weilchen um die Dodos
    Aulomea

  55. Wisst ihr was das wirklich schlimme an der Sache ist. In ein paar Wochen redet niemand mehr darüber. Nachdem er jetzt wie eine ins All geschossene Rakete wieder von den „kritischen“ Medien runtergeschossen wird und jeden Tag darüber berichtet wird ist es in ein paar Wochen wieder in Vergesssenheit geraten. In ein paar Monaten weiß keiner mehr was davon. Die Medien schießen sich immer auf ein Thema ein, doch so bald das abgevespert ist, kommt kein Ton mehr. Dann gibt es wieder ein neues Thema und zu Guttenberg kann sich weiterhin in seinem Amt aalen. Auch man selbst denkt dann nicht mehr so präsent daran. Ist schockiert von dem nächsten Hammer der uns mit Sicherheit ereilen wird und einem fällt dann vielleicht beim nächsten Jahresrückblick ein: „Ach da war ja auch das mit dem zu Guttenberg“. Bestes Beispiel das Dioxin: Was ist denn jetzt mit dem Futtermittelhersteller? Danach fragt jetzt niemand mehr. Sehr traurig.

  56. Nichtmal die Einleitung stammt von ihm. lol

  57. Kam heute im Deutschlandfunk (Informationen am Abend):
    Ein Doktorand der Universität Göttingen hatte ebenfalls im großen Stil plagiiert.
    Konsequenzen:
    Entzug des Doktorgrades und 9 000 (i.W. neuntausend) Euro Geldbuße wegen arglistiger Täuschung, Verstoß gegen das Urheberrecht usw.
    (Wenn Guttenberg jetzt relativ ungeschoren davonkommt, kann jeder andere das – „Gleiches Recht für alle“ – auch verlangen.)

  58. Er hat ja so recht, der Helge!
    Ich verstehe das auch einfach nicht! so einen lässt man auch noch ziehen?
    Klar, einige finden, um mord oder vergewaltigung sollte sich mehr gekümmert werden als um sowas, aber allein die tatsache, DASS er es gemacht hat, ist kriminell! und nun hat er sogar noch versucht, es abzustreiten, oder?
    -.-
    zG ist nervig und dieser ganze skandal hat seinem image nicht mal geschadet-
    kurzum: die gesellschaft liebt den betrügenden politiker.
    nichts neues. wer kennt sie nicht, die politiker?
    trotzdem finde ich, man sollte ihm einen gehörigen denkzettel verpassen un nicht nur das „Doctor“ streichen!!!!

  59. Na, den Doktortitel ist Guttenberg doch schon los. Und wenn er noch einen Haufen Geld bezahlen muss, gern. Das ist der Preis des Erwischtwerdens. Genauso, wie öffentlich Prügel von den Medien zu kriegen. Hat er alles verdient. Wenn er eine wissenschaftliche Karriere vorgehabt hätte, wäre die jetzt zu Ende, mit Recht.

    Was mich an der ganzen Sache wundert, ist die Uni. Die haben ein „summa cum laude“ vergeben, für eine Arbeit, die zum größten Teil geklaut war und das hat keiner gemerkt? Ich hätte angenommen, dass, wer eine Doktorarbeit bewertet, ins Thema eingearbeitet ist und einen Überblick hat, was zu dem Thema bereits geschrieben wurde? Wunderbare Welt der Forschung…

    Ansonsten wundere ich mich gerade, dass ich mit der CDU und der BILD-Zeitung auf einer Linie liege, was mir bisher vorgekommen ist offenbar passiert einem das mit dem Alter. Mist. Kann man wohl nichts gegen tun. Schließlich und endlich, unter Berücksichtigung aller Umstände kriegt die Sache von mir das Prädikat „Ist doch nicht so schlimm“. Denn für den Job, den der Mann macht, ist ein Doktortitel nur schmückendes Beiwerk, etwas zum Angeben und Glänzen. Jetzt hat er ihn nicht mehr und sich deutschlandweit zum Horst gemacht. Das langt zum Thema.
    Würde ich zu einem Arzt gehen, von dem ich weiß, dass er sich seinen Doktortitel ermogelt hat? Ja. Weil ich lange genug mit Medizinstudenten zu tun hatte, um zu wissen, dass bei denen die Doktorarbeit nur einen unbedeutenden Teil ihrer Ausbildung ausmacht und für die Frage, ob sie mal gute Ärzte werden, völlig irrelevant ist.

    Hinzu kommt, dass die Gegenseite so hässlich aussieht. Auch hier. In diese Diskussion wollte ich mich eigentlich überhaupt nicht reinhängen, weil mir die Polemik und Stammtischelei vieler Beiträge einfach zu unangenehm war. Deutschlandweit… da gibt’s Leute, die „Hetzkampagne“ sagen, zu Leuten, die “ beim Schummeln erwischt“ sagen und damit auch noch Recht haben. Das ist eine jämmerlich durchsichtige Verteidigungshaltung. Und da gibt’s Leute, die die Gunst der Stunde nutzen wo sie sich mal so richtig aufplustern und es dem Gegner mal so richtig reinwürgen können, all das im Namen von moralischen Grundsätzen und menschlich-politischer Glaubwürdigkeit und so. Was eine jämmerlich durchsichtige Angriffshaltung ist. Insofern, nö, da bin ich nicht dabei.

    • Tja, nun hast du dich aber in die Polemik eingemischt, wodurch dein erhobener Zeigefinger leider reichlich unglaubwürdig wird. Aber mit Gemeinplätzen wie „dass die Gegenseite so hässlich aussieht“ und „da gibt’s Leute, die die Gunst der Stunde nutzen wo sie sich mal so richtig aufplustern und es dem Gegner mal so richtig reinwürgen können“ war das Ganze ohnehin schon erschossen. Ich gehe davon aus, daß die Mehrheit der Menschen, die wollen, daß Googleberg seinen Posten räumt, dies nicht tun, um sich aufzuplustern, sondern weil sie sich keinen „Horst“ als Minister wünschen. Wobei „Horst“ in deiner Bedeutungstranskription vermutlich nur Depp bedeutet und nicht „Lügner, Betrüger und Plagiateur mit krimineller Energie“.

      Aber ich finde die Aussage zur Bereitschaft zur Behandlung beim Mogelarzt interessant. Wenn auch unglaubwürdig. Wenn du nämlich wüßtest, daß sich dieser seinen Titel erschlichen hat, warum solltest du glauben, daß er den Rest seines Studiums gewissenhaft gearbeitet hat?

      • Also ich finde ja, dass Westerwelle der größere Horst ist. (selbst ohne gemogelte Doktorarbeit) Und ich glaube noch nicht einmal, dass ich damit eine Einzelmeinung vertrete. Peinlicher gehts wirklich nicht. Und der ist auch noch Außenminister!
        Insofern kann ich dir nicht beipflichten, dass die, die sich aufplustern, dies nur aus diesem Motiv heraus tun. Ich glaube eher, dass das die Bild-Metalität ist. Wenn das eigene Leben einfach öde ist, man sich nur damit rühmen kann, sich ein neues Auto gekauft zu haben, dann braucht man einen Aufhänger, an dem man sich aufgeilen kann. Juhu! zG hat das Lebensloch gefüllt. Wenn ers nicht gewesen wäre, hätte man bestimmt noch einen Schulschiffkapitän ausgegraben, der heimlich lebendige Frösche verspeist oder whatever.

  60. In meiner Tageszeitung war heute ein netter Kommentar .Die Sicht mit etwas Abstand aus dem nahen Ausland. Wers interessiert kann ihn hier lesen:
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Mit-Gel-jeden-Widerspruch-ueberkleistert/story/13805932

    Am Besten hat mir folgender Satz daraus gefallen:
    „Selbst wenn Guttenberg behaupten würde, die Erde sei eine Scheibe – seine Fans würden nicken.“
    Das zeigt für mich klar, dass es nicht um die Sache geht, ging es wohl nie. Er ist der Hoffnungsträger, und das lässt man sich nicht kaputt machen, egal wie fest man da ein Auge (oder zwei…) zudrücken muss.

    Für mich sind zwei Dinge in der ganzen Affäre ein Fragezeichen wert:
    1. Wieso kommt er mit so einer Arbeit durch? Beide möglichen Antworten schmecken mir nicht. Entweder wurde da von Seiten des Instituts geschlampt und er mit Minimalaufwand durch gewunken. Oder er wurde bewusst durchgelassen, sei es wegen Vitamin B, politischen oder pekuniären Interessen.
    2. Wieso kommt das jetzt ans Licht? Wer verfolgt damit welche Absichten? Die Theorie der Ablenkung ist gar nicht so schlecht, zumal ihm die ganze Angelegenheit nicht zu schaden scheint.

    Ich glaube, dass vor allem viele Akademiker ein Problem mit dieser „Doktorarbeit“ haben. Einerseits wissen sie genau, welchen Aufwand man (je nach Fach) betreiben muss, andererseits ist jede eigene Arbeit damit etwas abgewertet und potenziell in Frage gestellt. Da jedoch die Anzahl Akademiker in der Gesamtbevölkerung nicht so hoch ist, fällt ihre Meinung weniger ins Gewicht wie die von „Otto Normalverbraucher“.

  61. War’s nicht klar? Okay, dann noch mal. Es gibt die Taten des Herrn Guttenberg, zu denen man in der Tat eine Menge sagen kann und die Folgen haben sollten und auch haben. Und es gibt jede Menge Diskussionen dazu, die auf bestimmte Arten und Weisen geführt werden.
    Und ich stelle fest, dass ich den Leuten, denen ich mich eigentlich anschließen wollen würde, aus Sympathie, ähnlicher Weltsicht und langjähriger Gewohnheit, nicht folgen mag, nicht, weil ihre Argumente schlecht sind, sondern weil mir die Polemiken, so wie ich sie sehr ausschnitthaft und gemischt wahrgenommen habe, so ganz emotional und aus dem Bauch heraus gesprochen… ähm, sauer aufstoßen?

    Mit dir persönlich hat das eigentlich gar nichts zu tun. Nur bis zu dem Ausmaß, wie du dich angesprochen fühlst und in die Sache reinhängst.

    Ärzte: Das war jetzt ein schlauer Schachzug von dir. Also, nochmal von vorn. Ich kenne einige Leute, die Medizin studiert haben. Ich weiß, als Außenstehende, wie das Studium verläuft und zum Teil, was aus den Leuten später geworden ist. Aus dieser Erfahrung heraus schließe ich von einer medizinischen Doktorarbeit nicht auf die Leistungen im Studium und, was nochmal was ganz anderes ist, auf die Qualität als behandelnder Arzt.

    Übrigens hat Guttenberg, hab ich mir sagen lassen, nicht mal das zweite Staatsexamen. Das ist unter Juristen, von denen ich auch ein paar kenne, gar keine gute Empfehlung. So, what?

    • Sry, wenn ich deinem letzten Statement widerspreche, aber das 2. Examen ist NUR und wirklich NUR dafür da, ein Richteramt, Staatsanwalt oder Rechtsanwalt zu werden. Weil es sich nahzu ausschließlich mit Prozessrecht beschäftigt und das materielle Recht, das im ersten Staatsexamen behandelt wird, nur noch Rohmasse ist, um die Fälle prozessrechtlich zu lösen. Wer nicht vorhat, einen der drei Berufe zu ergreifen, der muss das 2. nicht machen. Es gibt eine gewaltige Menge von Juristen, die mit super Ergebnissen im ersten Examen direkt in die Wirtschaft abwandern und Verträge ausarbeiten, Kündigungsverfahren prüfen was auch immer … Große Firmen, die eigene Juristen beschäftigen, benutzen ohnehin selten eigene Juristen für die Rechtsstreitigkeiten vor Gericht. Schon aus haftungsrechtlichen Gründen. Anwälte sind nämlich versichert, was bei einem Anwalts-Fehler die Haftung noch einmal verlagert. Wenns der eigene Jurist ist, dann wärs nämlich Pech.

    • Man sollte sich seine Meinung rational auf Basis der Fakten bilden und diese nicht davon abhängig machen, ob einem andere Vertreter dieser Position unsympathisch sein mögen.

      Was die Ärzte angeht, so mag ja das Bestehen der Doktorprüfung wenig mit der fachlichen fachlichen Kompetenz zu tun haben, dies kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen, aber die Tatsache der Erschleichung würde ihre Glaub- und Vertrauenswürdigkeit zerstören, was mich davon abhielte, meine Gesundheit einem solchen Manne anzuvertrauen. Oder siehst du das anders?

      Was Guttis Staatsexamen angeht, so nehme ich an, daß er von vornherein eine politische Karriere anstrebte. Für diese ist der Dr. jur aufgrund der in Deutschland leider gegebenen Überbewertung solcher Titel sehr nützlich, das zweite Staatsexamen ist es jedoch nicht.

      • Ah, schön, jetzt kommen wir allmählich in die Richtung, wo man sich drüber unterhalten kann, welcher Schaden genau angerichtet worden ist. Auch wenn ich viel zu spät dran bin, weil im Internet ein Beitrag von vor zwei Tagen schon lange kalter Kaffee ist…

        Also: Genau, es geht erst in zweiter Linie um die fachliche Qualifikation, erstmal geht es um ein Vertrauensverhältnis. Bei Ärzten wie bei Politikern, insofern ist es ein gutes Beispiel. Aber halt nur ein Beispiel, Beispiele sind nie ganz deckungsgleich mit der Sache selbst.

        Würde ich einem Arzt vertrauen, der… mhm… wo kann ein Arzt lügen und betrügen? Der, sagen wir, Kunstfehler vertuscht, zu teure Medikamente oder Therapien verschreibt, um sich zu bereichern oder Patientendaten weitergibt?

        Nein, natürlich nicht.

        Würde ich annehmen, dass er all dies tut, weil ich weiß, dass er schon bei seiner Doktorarbeit gelogen und betrogen hat? So nach allgemeinem Weltwissen und Einschätzung der Wahrscheinlichkeit… Nein. Relativieren ist der falsche Weg, aber es gibt Abstufungen in der Schädlichkeit und in der kriminellen Energie von Lügen. Ein „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“ mag moralisch einwandfrei sein, aber hier wäre es mir, wiederhole, MIR, zu eindimensional und an der Realität vorbei.

        Würde ich einem Politiker vertrauen, von dem ich weiß, dass er durch Wahlbetrug in sein Amt gelangt ist? Nein. Würde ich annehmen, dass er… weil…? Nein. Insofern kann meinethalben Guttenberg sein Amt behalten. Also, wenn eine bundesweit lächerliche Figur es schafft, weiterhin auf politischer Ebene ernst genommen zu werden.

        • „Würde ich annehmen, dass er all dies tut, weil ich weiß, dass er schon bei seiner Doktorarbeit gelogen und betrogen hat? So nach allgemeinem Weltwissen und Einschätzung der Wahrscheinlichkeit… Nein. Relativieren ist der falsche Weg, aber es gibt Abstufungen in der Schädlichkeit und in der kriminellen Energie von Lügen. Ein “Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht” mag moralisch einwandfrei sein, aber hier wäre es mir, wiederhole, MIR, zu eindimensional und an der Realität vorbei.“

          Das Überschreiten von Grenzen wird mit Wiederholung einfacher. Jemand, der nie gelogen und betrogen hat, wird sich mit seiner ersten Lüge, seinem ersten Betrug schwerer tun, als jemand, der wie Gutti hier bereits quasi ein Doktorat scl sein eigen nennen darf. Fehlverhalten kann und sollte wenn möglich entschuldigt werden, aber doch nicht ohne Restitution, ohne Reue, ohne Konsequenzen, ohne -wenn du so willst- Buße.

          • Ein Summa cum Laude in Lug und Betrug? Hihi, das hast du hübsch formuliert. Aber ein so plumper Mogelversuch hat dieses Prädikat eigentlich nicht verdient. Wenn schon eine nicht selbst geschriebene Doktorarbeit abgeben, warum dann nicht eine, die den Standards des wissenschaftlichen Arbeitens entspricht?

            Es gibt tadellose Abschlussarbeiten zu kaufen, da hätte sich sicher ein Ghostwriter gefunden, der eine juristische Doktorarbeit zu Wege bringt. Stattdessen liefert Guttenberg Pfusch ab, mit dem er auffliegt. Scheint mir auf weniger kriminelle Energie und Routine im Betrug hinzuweisen als bei einem, der für eine wasserdichte, garantiert nicht selbst geschriebene Arbeit bezahlt.

            Aber darum geht’s nur am Rande. Setzt die erste Lüge die Hemmschwelle herunter, hat man also mit weiteren Lügen zu rechnen? Na, irgendwie schon. So rein moralphilosophisch-theoretisch gesprochen. Sollte das Konsequenzen haben? So ganz allgemein, sicherlich. Nur, welche? Da gibt’s einen Rechtsgrundsatz, der besagt, dass die Konsequenz da liegen soll, wo die Verfehlung ist, und nicht woanders.

            Ein Bankangestellter mit einer Vorgeschichte der Unterschlagung ist seinen Job los und zu Recht, die Möglichkeit, dass er sich noch einmal an Geld vergreift, unterminiert das Vertrauensverhältnis. Ein Bankangestellter, der seine Frau betrügt, behält seinen Job, obwohl er möglicherweise täglich lügt und generell ein Charakterschwein ist. Er behält seinen Job auch dann, wenn er seine Frau misshandelt. Das ist zwar strafbar, aber nicht mit Verlust des Arbeitsplatzes.

            Oder ein Beispiel von dir: Guttenberg ist nicht Merkels Chauffeur, soll das heißen, dass Alkohol am Steuer erlaubt ist? Ist es nicht. Es wird bestraft mit Entzug des Führerscheins. Punkt. Möglicherweise noch mit Verlust des Arbeitsplatzes, wenn die Arbeit aus Autofahren besteht. Für alle anderen Arbeitsverhältnisse ist es irrelevant, da steht der Schutz des Arbeitnehmers höher.

            Gilt das nun auch für politische Ämter? Was gilt da überhaupt?

            Reue und Buße… na, okay. Passt zu deiner moralischen Kompromisslosigkeit, die Sünde prinzipiell nicht akzeptiert und keine Einschränkung, Relativierung, Entschuldigung zulässt. Da kommen wir in der Tat nicht zusammen. I don’t do religion. Es muss einen sehr starken, restreligiösen Impuls geben, der bewirkt, dass Menschen öffentliche Figuren öffentlich sündigen, bereuen und Buße tun sehen wollen. Nur, mir ist das nichts.

            Lustigerweise stellt mich das hier auf die Seite der C-Parteien 😉

          • Es ist eigentlich kein religiöser Impuls, wäre bei mir als beinharten Atheisten auch etwas seltsam. Aber bedenke, wenn du Fehlverhalten ohne Reue und Buße entschuldigst, dann darfst du dich nachher nicht wundern, wenn aus dem Fehlverhalten keine Lehre gezogen wurde.

            Beispiel: Wenn du in einer Beziehung lebst, und dein Partner verletzt dich, dann ist es utopisch davon auszugehen, daß dies aufhört, wenn du ihm jedesmal ohne Konsequenzen für ihn verzeihst.

            Du siehst also, ich akzeptiere Fehlverhalten durchaus (Von Sünde würde ich nicht sprechen.), aber ich halte nichts davon, die Verzeihung obligatorisch zu machen, Verzeihung sollte verdient werden.

            Im Falle von Gutenberg ist von Reue nichts zu sehen. Er lügt nach wie vor und behauptet, niemals wissentlich getäuscht zu haben. Wirkliche Konsequenzen hat es für ihn bisher auch keine gegeben. Und doch soll ihm nun alles verziehen sein? Was lernt er wohl daraus und welche Lehre würden zukünftige Politiker wohl daraus ziehen? Doch nur die, daß man mit ausreichend Idolcharakter sich absolut alles erlauben darf. Und nun frage ich, willst du das wirklich?

          • Restreligiös. Ist was anderes als religiös und das kann auch ein beinharter Atheist haben. Eine bestimmte Art zu denken, ohne dass eine Konfession oder auch nur ein höheres Wesen im Spiel ist. Ein guter Teil der Fitness-, Gesundheits- und Diät-Ideologie macht plötzlich viel mehr Sinn, wenn man annimmt, dass es da um Sünde und Buße geht. Was nicht heißt, das Sport und Knäckebrot blöd sind.

            Och, schade. Ein paar Posts lang hab ich gedacht, wir könnten von gegenüberliegenden Standpunkten aus produktiv diskutieren. Aber wenn du nach all den Posts immer noch glaubst, ich wolle Guttenberg entschuldigen, vor Konsequenzen schützen oder ihm verzeihen, dann haben wir aneinander vorbei geredet. Tja, das kann auch den wortgewandtesten Leuten passieren. Und so verabschiede ich mich aus der Diskussion, ein paar Tage lang war’s sehr anregend, thx.

            ciao
            wasabi

          • Ich denke nicht, daß du ihn entschuldigen willst, aber ich glaube, daß du bereit bist, ihm zu verzeihen. (Du darfst mich gerne korrigieren, falls ich dies falsch interpretiert haben sollte.) Das ist beileibe nicht Dasselbe. Aber für eine mögliche Verzeihung fehlen einfach ein paar Voraussetzungen. Meine Meinung.

  62. Bevor du mit Ausdrücken wie „Blockwart“ um dich wirfst, solltest du wissen, was sie bedeuten: http://de.wikipedia.org/wiki/Blockwart

    Apropos „Denunzieren“: Laut WikiLeaks hat Guttenberg den Amis gegenüber auch seine Ministerkollegen (z.B. Westerwelle) angeschwärzt.
    Das so jemand von der Mehrheit der Bevölkerung immer noch hochgejubelt wird, kann ich echt nicht mehr nachvollziehen.

    • Hallo Fredaculessa,

      es handelt sich nur um einen Troll, der hier unter verschiedenen Pseudonymen postet. Seine Beiträge werden konsequent in den Trashordner verschoben, was bei ihm für einigen Unmut und Verbitterung gesorgt hat. Komplett ohne Moderation kommt scheinbar kein Forum aus.

  63. Danke!
    Wie recht du nur hast!
    alle glaube dem Lügner und heben ihn in den Himmel.
    Schön das mal jemand klar sieht.

  64. Diese ganzen Gutti-Groupies lassen sich mit den einfachsten Mitteln manipulieren. Ich würde den Leuten vorschlagen, die Bild-Zeitung zur Seite zu nehmen, sich richtig zu informieren, ein wenig nach zu denken und sich abschließend ihre eigene Meinung zu BILDen.

  65. Ich finde es unmöglich, was sich Herr zu Guttenberg geleistet hat. Als Politiker sollte er eigentlich ein Vorbild für den Rest der Bevölkerung sein – und dann das! Unabhängig davon, ob man seine politische Arbeit mag oder nicht, darf man sicher von der menschlichen Seite her gesehen von diesem Herrn ein wenig enttäuscht sein.
    (Bezüglich der Politiker an sich gebe ich mich allerdings keinem Idealismus hin – sie sind am Ende alle Menschen mit sämtlichen (möglichen) Fehlern.)

    Vielleicht zieht sich Herr zu Guttenberg ja jetzt aus der Öffentlichkeit zurück.

  66. Noch ein kleines Beispiel dafür, was für einen wundervollen Minister wir uns da doch angelacht haben… und wie gerne er schon früher bei der Wahrheit blieb…
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-02/guttenberg-wahrheit

  67. Sehr schönes und aufschlussreiches Interview warum Leute bei Guttenberg Sachen okay finden, die sie bei jedem anderen verurteilt hätten: http://www.tagesschau.de/inland/interviewsollmann100.html

  68. K. Lauterbach „Guttenberg hat betrogen und belogen“.

    http://www.youtube.com/watch?v=Q5qnOSCsoOw&feature=feedlik

    Der Mann hat ja so recht-

  69. … und als wäre das nicht alles schon „abstrus“ genug, steht unser lieber Baron von und zu Münchh… äh Guttenberg auch noch zwei (Bundeswehr-)Universitäten vor…

  70. Mich wundert es wirklich, dass der Neid zwar groß ist, wenn man seinen Nachbarn mit dem neuen, teuren Auto aus der Garage fahren sieht (wofür dieser aller Wahrscheinlichkeit nach jahrelang 50 Stunden die Woche arbeitete), aber hier jubeln die Leute einem Millionär zu, der es nötig hatte, abzuschreiben, obwohl er für das Studium, welches nicht mal zu den schwierigsten gehört, bestimmt mehr Zeit investieren konnte, als der Durchschnitt. Wo ist denn DA der sonst so typisch menschliche Neid?!
    Fein, dass das Gros sich durch so einen Kerl repräsentieren lassen will, der im Grunde nichts anderes vorlebt, als „Wenn du ein geschniegelter, millionenschwerer Politiker mit hübscher, blonder Frau bist (und nur dann!), kannst du dir erlauben, einen erschlichenen Titel zu tragen! Ist doch nur ein menschlicher Fehler!“

    Naja, mit Grasser in Österreich ist es ja ähnlich gelaufen. Hauptsache man sieht aus wie ein schmieriger „Schönling“ und lacht sich entweder eine reiche Frau an, oder ist selbst reich, dann hat man schon die Sympathie der oberflächlichen, denkfaulen Masse der Gattung Homo „sapiens“ in der Tasche *fg*

  71. In jedem Fall ist das was zG da getrieben hat alles andere als okay.
    Ich glaube, man sollte ihn schon ersetzen. Nur durch wen ist da die Frage?
    Ich kenne mich nicht so gut aus, dass ich einen Konkreten Vorschlag habe.
    Dennoch: Einen solchen Fehltritt erĺaubt man sich nicht ‚einfach mal so‘ und gerade, dass er dann nicht zur Wahrheit steht bestärkt mich nur in der Ansicht, dass er zurücktreten sollte. Wenn er dann wenigstens sagen würde: Ja, okay, ich habe wirklich Mist gebaut und ich hab’s auch absichtlich gemacht, dann okay, ja. Ich meine, man steht unter extremem Druck, aber trotzdem, das entschuldigt sein Verhalten im Moment nicht im Geringsten.
    Zugegeben: Ein großer Fan von zG war ich nie. ^^

    LG
    Zora

  72. Ich verfolge Deine Blogeinträge regelmäßig und muss Dir – wie bei so vielen Einträgen – Recht geben.

    Viele Leute arbeiten lange und hart an ihrer Doktorarbeit, sind deswegen hundertprozentig verdammt angepisst, dass Jemand wie er so lange Zeit mit seinem Doktorplagiat durchkommt, und vG glaubt, mit der Rückgabe seines Doktortitels und einem zart gehauchten „Tschuldigung, hab da wohl bissl Bullshit gemacht“, wäre die Welt wieder in Ordnung.

    Meine Meinung: Helm auf und ab nach Afghanistan oder Libyen zu Gadafi. Aus den Augen aus dem Sinn.

  73. Hey ihr Lieben,

    Hört ihr das?
    Nein? Gut, ich höre nämlich auch nichts mehr 😀
    Denn endlich scheint der ganze Medienrummel verstummt zu sein.
    Mir ist egal, ob er das getan hat oder nicht.
    Mich nervt nur rund um die Uhr davon zu hören.
    Jetzt ist erst mal ruhe, bis die leute wieder ein neues Thema finden, worüber man sich pikieren kann…
    Wer weiß, was die anderen Politiker noch für Leichen im Keller haben, die bald ans Licht kommen…

    • Muss doch schön sein, so unkritisch wie du in den Tag hineinzuleben. Andererseits leidest du ja scheinbar unter der Unfähigkeit, Dinge, die dich nicht interessieren, trotzdem nicht ausblenden zu können. Irgendwie bist du also doch ziemlich arm dran.

  74. Nun denn, dann sag ich halt auch mal was dazu.

    Ich bin kein politischer Mensch, ich gehe zwar wählen und weiß im Groben auch, wofür die einzelnen Parteien stehen, würde aber durchaus behaupten, dass ich eigentlich mehr nach meinem Gefühl und meiner Sympathie entscheide, als dass ich mich tatsächlich tief in Wahlprogramme einarbeite. Ich habe nicht studiert, bei uns zu hause liegt unter anderem auch die BILD auf dem Tisch, die ich lese und nahezu sofort wieder vergesse, was ich gelesen habe, denn ernst nehmen kann man diese ‚Zeitung‘ halt nicht. Was man wissen muss, um sie zu lesen, zugegeben. Und ich muss sagen, dass ich zG bisher eigentlich – und da sind wir wieder – recht sympathisch fand. Verurteilt mich wegen einem oder allen diesen Punkten, stört mich relativ wenig.

    Denn ich bin auch der Meinung, dass es eben nicht so geht, wie es momentan scheinbar abläuft (da ich in Kanada sitze, kommt nicht jeder kleinste Artikel bei mir an, aber FAZ und Spiegel sind vermutich ganz gute Quellen). Dabei stört mich natürlich die Tatsache, dass er wissentlich getäuscht hat. Denn egal, ob er selbst so blöd war, Quellenangaben zu ‚vergessen‘ (was in dem Ausmaß kaum möglich sein dürfte) oder aber seine Arbeit überhaupt nicht selbst geschrieben hat, sondern einen Ghostwriter engagiert hat – beides ist Täuschung (selbst wenn letzter vielleicht Gang und Gebe ist, aber das weiß ich nicht, wie gesagt, ich studiere nicht). Damit sollte er nicht durchkommen und für ihn sollten die gleichen Konsequenzen gelten wie für alle anderen anderen auch, die eine Doktorarbeit verfassen. Was mich aber noch viel mehr verärgert (vermutlich, weil ich eher Autorin bin, als Studentin oder wissenschaftliche Arbeiterin) ist, dass er geistiges Eigentum eines anderen als sein eigenes ausgeben hat. Da reagiere ich echt empfindlich. Und ja, vielleicht sollte er zurücktreten. So langsam häufen sich die Dinge nämlich, die unter seinem Amt nicht so laufen, wie sie sollten (wobei sich auch da wieder die Frage stellt, wer ihm da so an den Kragen will, dass alle Skandale um zG jetzt alle auf einmal kommen …)

    ABER – jetzt kommt das, was mich am meisten stört, wenn ich das hier jetzt alles durchlese – man kann das auch alles in einem anderen Ton sagen. Besonders du, Helge (und ich bin gespannt, ob ich jetzt auch zu einem Troll dekladiert werde …). Ich weiß, es ist dein Blog, deine Meinung und deine Art, deine Gedanken in Worte zu fassen. Aber man kann Dinge auch anders loswerden, als auf diese ‚Ich habe die Weisheit mit Löffeln gefressen und alle, die nicht mit mir einer Meinung sein, sind ungebildete Idioten‘-Art. Diese selbstgerechte Art, die hier in einigen Posts durchscheint, dieses spöttisch-mitleidige Augenbrauen-Hochziehen für alle, die das eben anders sehen, das ist es, was mich eigentlich viel mehr nervt.

    • Der „Ton“ meiner Blogposts nervt dich mehr als die Absegnung der Betrügereien des Herrn zu Googleberg? Ich muss sagen, das sind seltsame Prioritäten. Schon mal darüber nachgedacht, daß ich eventuell politisch und akademisch eventuell nicht ganz so desinteressiert bin wie du, weshalb ich mich möglicherweise etwas mehr echauffiere?

      Trolle hatten wir bisher nur einen echten hier im Blog. Und nur mit „mir gefällt Helges Tonfall nicht“ schaffst du es bei weiten noch nicht in diese Kategorie, aber einen kleinen Sinnspruch habe ich trotzdem für dich: „Es kommt nicht darauf an, was man den Worten entnimmt, es kommt darauf an, was man in sie hineinlegt.“ Das im Hinterkopf zu behalten, ist absolut nützlich für jeden und bei allen möglichen Interpretationsversuchen.

      • Siehst du, das ist er wieder, dieser herablassende, besserwisserische Tonfall, den ich schlicht zum Kotzen finde. Und ja, das tangiert mich persönlich mehr, denn er kommt nicht nur hier vor, weil du dich ‚echauffierst‘ (ja, ich habe nicht studiert und kenne Fremdwörter dennoch, erstaunt?), sondern in so gut wie jedem deinem Blog-Einträge und besonders deinen Antworten auf Kommentare. Aber vielleicht ist das auch einfach normal, wenn man Deutschlands größtes ff-Archiv aufgebaut hat, vielleicht darf man da selbstgerecht werden … vielleicht sollte ich mich auch einfach daran halten, was ich mir eigentlich immer wieder vornehme, und hier weder deinen Blog noch sonst irgendwas lesen, außer die Geschichten, um die es mir eigentlich geht – dann müssen sich meine Nerven zumindest nicht über eine derartige Arroganz aufregen …

        • Du bist dir verdammt sicher, daß deine Interpretation die einzig richtige ist, nicht wahr? Schon gut.
          Apropos Fremdwörter, ein vernünftiger Wortschatz ist nicht allein Akademikern vorbehalten. Traurig wird es nur dann, wenn sich selbiger auf die 800 Worte beschränkt, die einer Studie zufolge in etwas „bildungsferneren“ Schichten Verwendung finden.

  75. Hört Euch das Interview an. Ich denke, damit ist alles gesagt:

  76. Ich fragte meine Schwester gerade was sie von Gutti hält, hier ist ihre Antwort; „Ich will auch einen Bundesrat (oder wie das heißt) der mir meine Doktorarbeit schreibt.“ Ich fand das einfach genial.

  77. „Aber zugegeben, wer Ausländer und Geringqualifizierte erreichen möchte, ist mit der BLÖD sicher nicht an der falschesten Adresse.“

    Ausländer = Geringqualifizierte oder was möchtest du uns mit diesem nicht gerade schmeichelhaften Satz sagen?
    Meiner Meinung nach hat dieser Satz was ziemlich diskriminierendes. Nur weil man aus einem anderen Land kommt, heißt es nicht sofort, dass man weniger qualifiziert oder sogar dumm ist.
    Klar, es gibt genug, die nicht grade den schmeichelhaftesten Eindruck machen, aber es gibt auch andere. Und mit deinem Satz scherst du uns alle über einen Kamm.
    Und nur mal so nebenbei – ich komme aus einem anderen Land, besuche die Oberstufe eines Gymnasiums und lese keine Bild. Irgendwie entspreche ich damit nicht deinem Bild von einem ‚Ausländer‘ und unglücklicherweise bin ich damit auch nicht die Einzige.

    Aber das ist ein anderes Thema und hat mit zG nichts zu tun. Ich wollte dich lediglich darauf hinweisen, dass dieser Satz von dir ziemlich diskriminierend verstanden werden kann und möchte dich freundlich darum bitten, ihn vielleicht etwas umzuändern.

    • Die Zielsetzung „Ausländer und Geringqualifizierte“ in die Bundeswehr zu holen, kam vom Verteidigungsministerium, nicht von mir. Gleiches gilt für die Wahl der Mittel. Ich hatte erwogen, nur von Geringqualifizierten zu sprechen, wollte aber recht nahe beim Orginalzitat bleiben. Ich selbst setze Ausländer nicht gleich mit Geringqualifizierten. Allerdings hat das Verteidigungsministerium leider dahingehend recht, daß viele der in Deutschland lebenden Bürger mit Migrationshintergrund geringqualifiziert sind, dies wiederum hat jedoch nichts mit geistigen Kapazitäten oder Ablehnung von Bildung zu tun, sonder es ist eine Folge der ungleich verteilten Bildungsmöglichkeiten + der Zugangsbarrieren zu ihnen.

  78. Ich bin jedoch auch der Meinung, dass man die Universität nicht vergessen sollte. Ich bin mit Sicherheit kein Guttenberg-Fan und finde es auch ziemlich blöd, wie ihn viele verteidigen, denn bei einer Doktorarbeit derart zu „bescheißen“ ist schon ein starkes Stück.
    Aber dass Guttenberg mit „summa bum laude“ bestanden hat, finde ich ziemlich bedenklich. Schließlich wird doch schon bei einer Facharbeit alles durchgegoogelt, ob man abgeschrieben hat und dass dann die Fachleute der Universität das nicht sehen, bei mehr als 70 „vergessenen“ Fußnoten und dass sie manche Sachen nicht wiedererkennen, ist echt schon merkwürdig. Ich finde, dass man sich auch auf die Uni konzentrieren sollte, was natürlich nicht Guttenbergs Verhalten rechtfertigen soll!

  79. Guttenberg und sein Plakiat …. dazu gibt es mehrere mehr oder weniger sinnvolle Aspekte oder besser Gedanken die mir zu dem Thema durch den Kopf gegangen sind

    1. Was mich ja eher stutzig an der ganzen Sache macht ist das diese Doktorarbeit doch viele Professoren gelesen haben müssen… Ist denen allen das nicht aufgefallen? Und die Reaktion von der Uni find ich jetzt auch seltsam.. aber ok evtl nur mein eindruck

    2. Also ich finde mit seinem Betrug hat er sich eindeutig als Politiker erwiesen.. Ich will jetzt nicht in das Loch wie alle anderen Pfeifen: andere sind schlimmer, sondern eher andeuten das jeder Politiker ein Betrüger ist und je besser er Lügen kann desto weiter kommt er… Guttenberg wirds weit bringen… er hat nen paar studierte Korrektur leser getäuscht, dann sind wir normalbürger doch nur noch ein kleines Kieselsteinchen auf dem weg zur macht.

    3. Macht doch den armen Guttenberg so fertig, jeder der schon mal nen Referat geschrieaben hat weiß wie schwer die themensuche ist wenn man aus verschiedenen textausschnitten sein Referat zusammen klebt ( und dabei mein ich jetzt nicht die Fraktion schüler die sich ihren kompletten Vortrag aus dem internet ziehen fix und fertig) und das sind nur 3-4 Seiten. und der arme kerl macht das auf 500 Seiten also habt doch ein bisschen respekt der amre Kerl (um mich vor flames zu schützen.. punkt 3 besteht zu 95% aus Ironie…)

    Mein Fazit (nachdem ich jetzt plötzlich meine anderen drei Punkte vergessen hab) wir werden nie einen Ehrlichen Politiker finden… jeder Betrügt manche gut manche schlecht. Die Lügen doch eigentlich schon wenn sie den Mund aufmachen. Bei Guttenberg haben sie eh lange gesucht um etwas zu finden um ihn fertig zu machen also isser richtig gut (oder schwer zu fassen bei dem ganzen gel in den haaren evtl ist er ja so schwer zu halten wie so nen frischer fisch direkt ausm wasser?) Ich versteh die auffregung keine frage, aber in ein zwei wochen redet doch keiner mehr davon… weil das ist das wahre traurige in unserer Gesellschaft das man anstellen darf was man will in ein zwei wochen kräht kein schwein mehr danach. Lebensmittelskandale, Unruhen, Umweltkatastrophen werden ein zwei wochen richtig böse durchgekaut in nachrichten und co.. und dann weg. Ich glaube das sich guttenberg im Amt halten wird. Und eins muss man ihm zu gute halten dem alten abschreiber er hat wenigstens seinen Doktortitel selbst (ab) geschrieben und ihn nicht als Ehrendoktortitel verliehen bekommen ohne Leistung den selbst tippen ist eine arbeit.

    • … wenn er das denn überhaupt getan hat, was ich mal ganz dreist und offen anzweifele…
      Und morgen flattert dann die Verlemdungsklage ins Haus 😉

  80. Ich vermisse noch die Ausrede:
    „Aber zG hat seinen Doktor-Titel doch schon freiwillig zurückgegeben, also ist doch alles in Ordnung!“
    Das war ja echtein cleverer Schachzug.

    • …wenn er seinen Rückzug nicht immer nur so häppchenweise angekündigt hätte, frei nach dem Motto: was man absolut unter keinen Umständen mehr widerlegen kann (nicht mal mit ’ner Zeitmaschine), das gebe ich zu, dann hätte man noch mal drüber nachdenken können…
      Wobei… nein, nicht mal dann.
      Blöderweise bemerken irgenwie ziemlich viele Menschen diese Taktik nicht und zG hält sich selbst jetzt für ein Vorbild in Sachen Demut.
      Das ist das Schrägste und (Zitat) „Abstrus[este]“ (Zitat Ende, was ich je gehört habe.

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