Jul 262015
 

Im heutigen Blogpost geht es um die Medien. Und wie Themen in den Medien dargestellt werden.

Feindbild Frau

Fall 1 behandelt eine Sendung eines jungen SWR2-Reporters namens Sebastian Witte, der den Auftrag erhielt, über die Männerrechtsbewegung zu berichten.

In der Recherchephase suchte Herr Witte daher nach dem repräsentivsten aller Männerrechtler und fand ihn in dem von mir bereits einmal vorgestellten Detlef Bräuning aka Leutnant Dino.

Ich möchte mich eigentlich nicht allzulange mit Leutnant Dino aufhalten. Er gilt als Deutschlands bekanntester Unterhaltspreller. Ich habe keine Möglichkeit, zu beurteilen, ob seine Version der Geschichte mit seinen Exfrauen stimmt, würde aber vermuten, dass die Wahrheit ein wenig komplexer ist, als er sie darstellt.

Leutnant Dino wurde bereits in der Vergangenheit gerne als eindeutiger Beleg für die moralische Verkommenheit der Männerrechtler in den Medien herangezogen. Soweit nichts neues. Herr Witte vereinbarte also ein Telefoninterview mit ihm und los gings. Das Telefoninterview wurde von Leutnant Dino aufgezeichnet und veröffentlicht und ist insoweit interessant, weil der Kontrast zum späteren Beitrag von Herrn Witte doch massiv ist. Ich empfehle hier einfach mal, sich das verlinkte Interview anzuhören, bevor man weiterliest. Ab 2:20 geht es los.

Den fertigen Beitrag von Herrn Witte findet ihr hier. Er trägt den Titel Feindbild Frau und den Untertitel Der Geschlechterkampf der Antifeministen im Netz

Es beginnt damit, dass Männerrechtler als Verschwörungstheoretiker dargestellt werden, die daran glauben würden, dass Frauen ihre Feinde seien. (Wer wirklich wissen will, woran Männerrechtler glauben, sollte kurz hier vorbeischauen. Wer die Begriffslage gerne etwas ausführlicher erklärt hätte, dem sei dieser Blogartikel empfohlen.) Und in die Welt dieser durchgeknallten und zweifellos auch gefährlichen Subjekte ist der aufrechte SWR2-Reporter vorgedrungen. Schön.

Als nächstes geht es um einen Aufruf von ein paar Verrückten, den neuen Mad Max-Film zu boykottieren. Ich habe mir das jetzt nicht näher angeschaut, aber verrückte Forderungen gibt es allenthalben. Wusstet ihr beispielsweise, dass der Film „Minions“ von Feministinnen als sexistisch entlarvt wurde, weil es keine weiblichen Minions gibt? Zum Glück konnte der Erfinder dies zur allgemeinen Zufriedenheit erklären: „Als ich merkte, wie dumm sie oft sind, konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass Minions Mädchen sein sollen.“ Danach war die Welt natürlich wieder in Ordnung. Männer als doof darzustellen, ist nämlich nicht sexistisch. Und falls doch, so stört sich zumindest keins (Ja, ich kann gendern, wenn ich will.) dran.

Als nächstes kommt dann der Auftritt von Dino Bräuning. Wie gesagt, achtet hier auf den Kontrast zum Interview und vor allen Dingen auch auf den Kontext in dem die von Witte hineingeschnittenen Aussagen dort kamen.

Es wird kurz auf die Webseite Wikimannia eingegangen, die behauptet, dass Frauenunterdrückung und der Pay Gap von Frauen erfunden wurden. Da es in Wittes Beitrag nicht um seriöse Berichterstattung geht, ist das durchaus eine valide Strategie. Allerdings ist die Wikimannia bei geschlechterspezifischen Themen nun auch nicht schlechter als die Wikipedia [2], nur halt anders verkorkst. Zum Pay Gap schreibe ich irgendwann einen komplett eigenen Artikel – mit Fakten. Fakten sind nebenbei das, was auch Witte bisher nicht geliefert hat, dafür jedoch jede Menge Meinung. Und was nun Frauenunterdrückung angeht, so sollte im Endeffekt jede Frau selbst beurteilen, ob Frauen hierzulande vom System unterdrückt werden oder nicht.

Als nächstes kommt wieder eine Standardstrategie. Den Männerrechtlern werden jetzt nämlich Rechtsextreme an die Seite gestellt, um so klar zu benennen, mit was für Gesocks man es hier zu tun hat. Falls es jemand noch nicht gemerkt haben sollte. Das hätte man natürlich noch toppen können, indem man Bezüge zu rechtsextremen, pädophilen Tierquälern herbeifabuliert, aber so talentiert bzw. ausgebufft ist Witte dann doch nicht.

Es wird noch gezeigt, dass diese frauenhassenden Freaks sich vor allen Dingen online vernetzen. Dort bedrohen sie Frauen und Männer (wie Witte), die nicht ihrer Meinung sind. Dies wird ganz klar belegt, durch die zwei Textschnipsel „Ich werde ihm persönlich die Kehle aufschlitzen„, was irgendjemand über irgendeinen Forscher gesagt haben soll, und natürlich durch „Von eierstocktragenden Fickpuppen lass ich mir nicht die Welt erklären!“ Quod erat demonstrandum. Alles frauenhassende Monster, diese Männerrechtler.

Soll ich ein paar Tweets von Radfems verlinken, die das problemlos in den Schatten stellen? Aber ich bin nicht Witte. Ich glaube an die Rationalität, nicht an demagogische Schwafelei. Ich weiß, dass Männer und Frauen gleich schlecht und gleich gut sind. Ja, es gibt ein paar Unterschiede, aber unsere Befähigung zu Liebe und Hass, zu Großherzigkeit und Egoismus, zu Selbstlosigkeit und Gewalt ist völlig identisch. (Was ich nebenbei in zukünftigen Blogposts noch belegen werde. Ich nehme es hier nur für jene vorweg, die vielleicht wirklich glauben, dass Frauen oder Männer die besseren Menschen oder meinetwegen die größeren Opfer seien.)

Zum Abschluss zitiert Witte dann Ilse Lenz. Die kennt sich natürlich aus, weil sie Soziologin ist und den Antifeminismus erforscht:

Diese affektive Abwehr dient der Vergemeinschaftung und der Gemeinschaftsbildung und durchaus auch des Einübens von Hass und Abkehr vom rationalen Dialog.

Dann erklärt die Dame noch, dass es zum Glück nur wenige hasserfüllte Verrückte seien, die jedoch über eine gute Vernetzung verfügen.

Aber schaun wir doch mal genauer, wen sich Witte da als Autorität geangelt hat. Ich habe mir dazu ein paar ihrer in der Wikipedia verlinkten Publikationen direkt angeschaut. Das Folgende schrieb sie zum Thema Kachelmann:

Als Reaktion auf das Urteil erklangen umgehend Stimmen, welche die Anklage kritisierten und für ein Verstummen der Opfer argumentierten. […] Die negative Spielart enthielt antifeministische Forderungen, denen zufolge allein die Aussage der Frau für eine Verfahrenseröffnung noch nicht ausreichen dürfe.

Man muss sich das kurz auf der Zunge zergehen lassen. Es ist also negativ und antifeministisch, wenn eine einzelne Aussage nicht zur Klageerhebung führt. Vielen Lesern wird klar sein, warum es überhaupt keine gute Idee sein kann, ein Verfahren nur basierend auf der Aussage des Klägers zu eröffnen. Für jene, die dies nicht auf Anhieb durchschauen, baue ich mal eine Allegorie.

Man stelle sich vor, da wäre eine Mutter mit einem kleinen Kind. Nun kommt irgendjemand und beschuldigt sie, ihr Kind geschlagen oder missbraucht zu haben. Die Mutter bestreitet dies. Das Kind bestreitet es. Zeugen gibt es nicht. Verletzungen beim Kind können nicht festgestellt werden. Aber das Verfahren wird trotzdem eröffnet, die Mutter wird als pädophiles Monster diffamiert, die Nachbarschaft redet darüber, die Presse berichtet. Bis zur Beendigung des Verfahrens wird der Mutter der Kontakt zum Kind entzogen. Fair? Gerecht? Alles super, solange die Mutter irgendwann aus Mangel an Beweisen freigesprochen wird? (Wer diese 3 Fragen für sich mit Ja beantwortet hat, möge sich für immer aus meinem Blog trollen. Wir werden niemals zusammenfinden.)

Und ich werde auch nie mit Frau Lenz zusammenkommen. Damit Anklage erhoben wird, sollte es immer und in jeden Fall mehr Substanz geben als die Aussage einer einzigen Person, insbesondere wenn man davon ausgehen muss, dass schon das Bekanntwerden des Verdachts ausreichend ist, um das Privatleben und die wirtschaftliche Existenz des Beklagten nachhaltig zu schädigen oder gar zu zerstören.

Frau Lenz weiter: Das aber bedeutet in der Konsequenz, dass bereits vor der Überprüfung im Prozess das Wort der Frau weniger wert wäre als das des Mannes.

Nein, Frau Lenz, das bedeutet in letzter Konsequenz nur, dass ein Mensch und seine Aussage soviel wert ist wie jeder andere Mensch und seine Aussage. Frau Lenz sagt hier im Endeffekt, dass, wenn Aussage gegen Aussage steht, man der Frau glauben solle und dem Mann nicht. Warum? Ganz offensichtlich nur deshalb, weil sie eine Frau ist und deshalb wertvoller, edler und vertrauenswürdiger sein muss.

Und nun frage ich meine Leser, klingt diese große Feministin wie jemand, der an Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit der Geschlechter glaubt? Oder klingt sie eher wie jemand, der in Frauen Opfer und Heilige und in Männern Täter und Monster sieht?

Klingt diese Frau wie jemand, der in der Lage wäre, ein faires Urteil über Männer abzugeben, die es wagen, den Feminismus zu kritisieren? 😉

(Apropos Feminismus-Kritik: Es gibt wichtige Gründe, warum Männerrechtler daran keineswegs vorbeikommen und anti-feministische Positionen beziehen müssen.)

(Nachtrag: Arne Hoffmann hat noch einige weitere Infos zum Beitrag von Herrn Witte.)


Eins noch: Ich werde irgendwann auch einen Blogbeitrag über sexuelle Gewalt und damit verbunden über die Häufigkeit falscher Beschuldigungen bei Vergewaltigung schreiben müssen. Es ist der Blogbeitrag, vor dem ich am meisten Angst habe. Aber schreiben werde ich ihn trotzdem. Bis dahin habe ich für alle eine kleine Denkaufgabe:

Wenn Männer und Frauen tatsächlich gleich schlecht und gleich gut sind und wenn es eine Möglichkeit gäbe, für Angehörige des einen Geschlechts durch eine Klage das Leben eines verhassten Angehörigen des anderen Geschlechts zu zerstören, nahezu ohne eigene Nachteile befürchten zu müssen, möchte man dann wirklich glauben, dass dieses Mittel so gut wie nie genutzt wird? Bitte denkt einfach mal drüber nach.


Hatten Kinder früher nicht mal 2 Geschlechter?

Im Fall 2 werfen wir wieder mal einen Blick in den Spiegel. Es geht um den Beitrag: Unicef-Report zu Gewalt gegen Kinder: Jedes vierte Mädchen wird zum Opfer.

Wenn man den Artikel liest, stellt man etwas fest, was in den deutschen Medien quasi ein Standard ist: Opfer sind entweder geschlechtsunbestimmt (hier: Kinder und Jugendliche) oder explizit weiblich. Achtet ruhig mal drauf, wenn ihr auf andere Berichte stoßt. Die Opfer von Boko Haram beispielsweise waren hierzulande nur Opfer und Getötete und keineswegs nahezu ausschließlich männlich –  bis die 300 Mädchen entführt wurden. Die von französischen Blauhelmsoldaten in Zentralafrika vergewaltigten Kinder waren in Deutschland eben nur Kinder und keine kleinen Jungs. Spiegel Tagesschau N24 (Ausnahme: Die Welt.) Die Todesopfer des IS, über die primär berichtet wurde, waren eher die insgesamt 160 Frauen und Kinder und weniger die knapp über 3000 männlichen Zivilisten. Das geht soweit, dass uns im Spiegel erklärt wird, dass der IS einen Krieg explizit gegen Frauen führt, weil er damit die Familie zerstören will. Das Zynische an dieser Behauptung besteht darin, dass die Väter und Söhne dieser bedrohten Familien da schon lange tot sind, übrig sind die in die Sklaverei verkauften Frauen und Töchter.

Aber ich schweife ab. Wie gesagt, achtet einfach mal ein bischen selbst darauf, wann in unseren Medien das Geschlecht explizit erwähnt wird und wann nicht.

Im oben verlinkten Spiegel-Artikel gibt es auf jeden Fall nur Mädchen. Das Wort „Junge“ fällt kein einziges Mal.

Ganz so einseitig ist die Unicef-Studie, die im Artikel behandelt wird, allerdings nicht. Aber auch dort findet man eine klar feministische Lesart, die sich beispielsweise darin äußert, dass die Probleme von Frauen und Mädchen klar höher gewichtet werden, man zudem häufiger auf die hier eher unnütze Unterscheidung zwischen Gender und sexueller Orientierung stößt und zudem nahezu ausschließlich Frauen abgebildet wurden.

Wolle Pelz, den ich aufgrund seiner tendenziell negativen Einstellung gegenüber Frauen eigentlich nur ungern verlinke, hat sich die Mühe gemacht, die Studie etwas genauer aufzudröseln. Aber wenn man von seiner Partnerin durch den Bewurf mit Colaflaschen schwer verletzt wurde, die Polizei zur Hilfe rief, von dieser dann trotz fehlender Verletzungen bei der Partnerin weggeschafft und vor einem Obdachlosenasyl abgesetzt wurde, dann mag sich die Perspektive schon etwas verschieben. Wolle Pelz kümmert sich mittlerweile alleinerziehend um den gemeinsamen Sohn.

Ich möchte hier nur noch auf zwei Dinge eingehen, die in der Studie kurz erwähnt werden. Es gibt kaum Untersuchungen zu (physischer und sexueller) Gewalt gegen Jungen oder männliche Jugendliche. Auf Seite 52 stellt man allerdings klar, dass „in jedem von den 5 Ländern mit niedrigem bis mittleren Einkommen zu denen vergleichbare Daten vorlagen zumindest einer von vier Jungen im Alter von 15 bis 19 Opfer physischer Gewalt wurde.“ Das ist verblüffenderweise exakt dieselbe Quote, die der Spiegel  bei weiblichen Opfern für ganz besonders erwähnenswert hielt.

Bei sexueller Gewalt verschwinden die Jungen dann fast völlig vom Radar. Auf Seite 72 wird noch erwähnt, dass  18% der kenianischen und 14% der tansanischen Jungen unter 18 Jahren Opfer sexueller Gewalt wurden. Auf Seite 67 findet man die dazugehörigen Werte für die Mädchen. 11% und 13% sind es hier bei den 15 bis 19 Jährigen. Es kann natürlich sein, dass Jungen als Opfer sexueller Gewalt nur in diesen beiden Ländern eine substantielle Anzahl ausmachen und ansonsten das alte feministische Paradigma greift, wonach sie eigentlich nicht existieren. Ob das plausibel ist, muss sich jeder selbst überlegen. Ausschließen kann ich es natürlich nicht.

Und da es in der Studie dargelegt wird, möchte ich noch kurz die Gelegenheit nutzen, euch einmal diese Tabelle aus der Studie zu zeigen. Sie listet auf, wer zu physischer Gewalt gegen die 15 bis 19-jährigen Mädchen gegriffen hat. Es ist leicht zu erkennen, dass die primäre Quelle die eigene Mutter (oder Stiefmutter) war und nicht, wie der Spiegel-Artikel behauptete, der Ehemann oder Partner. Ich erwähne diesen von feministischer Seite gerne verschwiegenen Fakt, weil irgendwann auch der Blogpost zur häuslichen Gewalt ansteht, wo ich aufzeigen werde, dass häusliche Gewalt nahezu gleichverteilt ist über die Geschlechter. Genaugenommen ist es sogar so, dass Frauen etwas häufiger zu Gewalt greifen, was aber damit zu tun haben düfte, dass unsere Gesellschaft bereits ganz kleinen Jungen einimpft, dass man Mädchen nicht schlagen darf. Als Resultat muss schon so einiges passieren, bevor die meisten Männer überhaupt in der Lage sind, diese kulturelle Konditionierung zu durchbrechen.

Grundsätzlich ist es absolut positiv, dass wir als Gesellschaft männliche Gewalt gegen Frauen konsequent ablehnen. Ich wünschte mir nur, dass dies auch für die drei anderen Konstellationen gelten würde.

Und ich wünsche mir, dass unsere Medien Jungen und Männer als Opfer nicht mehr so konsequent ignorieren, wie es der Spiegel vormacht.

Zum Abschluss

Da der Blogpost schon lang genug ist, muss ich langsam zum Ende kommen. Ich möchte euch nur noch kurz vom Youtube-Channel Factual Feminist berichten, den ich voll und ganz empfehlen kann. Die Videos werden von Christina Hoff Sommers vom American Enterprise Institute präsentiert. Hört einfach mal in die Beiträge hinein und schaut, ob ihr mit dieser sehr rationalen Präsentation etwas anfangen könnt.

Kommen wir noch zur obligatorischen, widerlichen Selbstdarstellung. Diesmal gibt es ein kleines Gedicht für Herrn Witte:

Die erste Journalistenpflicht
für Sebastian Witte anläßlich seines Beitrags Feindbild Frau

In einer Journalistenschule
da sass Herr Witte auf nem Stuhle
Und vor der Tafel stand ein Tier
der Rasse Das-Erklär-Ich-Dir

Herr Witte, sprach das Tier sodann
die Frau ist Opfer, Täter – Mann
Wer andres sagt, der lügt gedruckt
und wer da lügt, der wird bespuckt
Das ist Ihr Job als Journalist
zu spucken, wo zu spucken ist

Herr Witte sammelt Speichel schon
Nicht ganz so hastig lieber Sohn
bremst ihn da Das-Erklär-Ich-Dir
Zuerst mal lausche ruhig noch mir

Die Fakten und die Wahrheit sind
oft nicht des wahren Glaubens Kind
dann mußt du standhaft sie verschweigen
darfst dafür deine Meinung geigen
und spuck auf den, der widerspricht
als erste Journalistenpflicht

Herr Witte hat die Backen voll
er speichelt leistungsstark und toll
Er schreibt nun Meinung wie gedruckt
wem die nicht paßt, der wird bespuckt

Ich bedanke mich bei Gwenny, Maxwell, Kitshipper und Aurelani, die (wieder einmal) sicherstellen mussten, dass ich einigermaßen verstanden werde und natürlich bei allen Lesern, die mir ihre Aufmerksamkeit schenkten.

Ach, und Herr Witte, ich habe durchaus Verständnis dafür, dass die Verbreitung der Wahrheit in der heutigen Medienlandschaft den Karrieretod bedeuten kann. Aber wer nur lügt, tötet seine eigene Integrität.

  65 Responses to “*IMHO* Witte, Lügen und SWR2 & Opfer aus Sicht des Spiegels”

  1. Spannender blog
    Mal wieder viel und auch viel zum nachlesen.

    Zum Thema Opfer
    männliche und weibliche Opfer.

    Beruflich gesehen.
    Ich hatte letzte Woche eine Fortbildung in Traumatherapie.
    Posttraumatische Belastungsstörung
    Es gibt die einmaligen wie Unfälle Flugzeuabstürze und so weiter
    Und die jahrelangen wie Missbrauch.

    Es gibt kaum männliche Patienten.
    Die Schamgrenze ist nach wie vor zu hoch.
    Und wenn doch einer da ist projezieren die weiblichen Patientinnen ihre Täterphantasien auf ihn.
    ist zwar aus der Vergangenheit zu erklären und die Einzelgeschichten sind schrecklich.
    Aber dennoch….du suchst Hilfe und wirst nur aufgrund deines Geschlechts zum Täter gemacht.
    Aus dem gleichen Grund ist mir davon abgeraten dort arbeiten zu wollen.

    Federling

  2. Zu schade dass Herr Witte nur die Interviewschnipsel von Leutnant Dino verwendet hat, in denen er zur Schau stellt was für ein selbstgerechtes Riesenbaby er ist. Zwischen all dem ‚mimimi-alle-Frauen-sind-so-gemein-zu-mir-gewesen‘ hat er mit der Kritik an der Beibehaltung der rückständigen Familiengesetze durchaus Recht. Das ist ein Punkt in dem es dringend einer Modernisierung bedarf.
    Auf der anderen Seite schien Herr Witte entweder schon eine vorgefertigte Meinung besessen zu haben oder er hat nur sehr oberflächlich Recherche betrieben. Mit Maskulisten ist es wie mit Feministen, es gibt sehr wenige die sich wirklich an das halten, was der Begriff eigentlich aussagt.

  3. Helge, ich danke dir für die Zahlen, die mein jahrelanges Unbehagen, eben wegen dem großen Schweigen … verdammt. Ich weiß ja wie scheinheilig Medien aller Art sind. Und wieviele Lügen in den veröffentlichten Halbwahrheiten verborgen bleiben.
    Wo es einen extra bewegt wenn man feststellen muß das nichts, (vielleicht ja doch nur scheinbar?), getan wurde um zB. diese dreihundert jungen Menschen – wieder aufzufinden.
    Ein zwei kurze Meldungen in den Medien.
    Danach. Neue, andere Themen …

  4. Ich denke, das Problem ist, dass es nur noch die Radikalen gibt, auf beiden Seiten. Da ist es grundsätzlich egal, ob wir die Tugendfurie Jasna Strick oder Leutnant Dino interviewen, es läuft aufs Gleiche raus: Radikalismus. Mein Großvater hat einmal zu mir gesagt: „Halte Dich von allem fern, was radikal ist.“ Und das tue ich jetzt. Denn letztlich beziehen wir auch immer mehr eine radikale Position und zwar radikal gegen Radikale. Es ist klar, dass wir nicht vermitteln können, aber warum beziehen wir nicht einfach ernsthaft Position, anstatt dieser Riesen-Blog-Aktion gegen den Radikalismus? Von mir aus könnten wir das gegen Radikalismus allgemein machen mit der Aktion, aber so langsam wird mir das hier zu dämlich, ganz ehrlich. Helge, ich sehe Deinen Punkt (habe grade auf Englisch Fanfiktions gelesen und jetzt keine Ahnung, wie man das im Deutschen sagt) und ich verstehe Dich, aber Du wirst mit dieser Aktion leider nur wenig ändern können.
    Klar, es ist besser, als nichts zu tun und ich bewundere Dich hierfür – aber es bringt nichts, das Ganze ewig in die Länge zu ziehen, denn damit schaffst Du nur eine neue Radikale und das ist eigentlich das, was Du vermeiden willst.

    • Da ist es grundsätzlich egal, ob wir die Tugendfurie Jasna Strick oder Leutnant Dino interviewen, es läuft aufs Gleiche raus: Radikalismus.

      Die Tugendfurie wird leider durchaus von unseren Medien hofiert und dabei weitgehend bis komplett positiv dargestellt. Zuletzt in einem Beitrag auf SWR2: https://www.youtube.com/watch?v=wQkRflKzo2k

      Klar, es ist besser, als nichts zu tun und ich bewundere Dich hierfür – aber es bringt nichts, das Ganze ewig in die Länge zu ziehen, denn damit schaffst Du nur eine neue Radikale und das ist eigentlich das, was Du vermeiden willst.

      Das hoffe ich nicht. Im Endeffekt muss (!) ich an die Vernunft glauben und daran, dass Männer und Frauen rational genug sind, gemeinsame Lösungen zu finden. Denn wenn wir es nicht schaffen, den Lügen entgegenzutreten, dann werden unsere Kinder irgendwann den Preis für unsere Feigheit zahlen – Mädchen und Jungen gleichermaßen.

      • Das stimmt. Ich sehe das auch Helge und ich glaube an das Engagement – aber wir müssten schon eine Talkshow veranstalten oder richtig auf uns aufmerksam machen, wenn wir da was erreichen wollen. Ich bin ja für Gleichberechtigung, aber für mich heißt Gleichberechtigung nicht die Unterdrückung des Mannes, sondern alle Menschen, egal welchem Geschlecht, welcher Ethnik oder Nationalität, welcher Religion sie angehören oder welches Weltbild sie haben, sind gleich. Natürlich ist nicht jedes Weltbild richtig, aber für mich heißt das nicht, dass man diese Menschen unterdrücken sollte.

        Wie auch immer, ich persönlich werde einen Artikel in der Schülerzeitung über Feminismus verfassen – was freien (Schul-)Journalismus angeht, ich schreibe immer mal wieder einen Artikel über etwas, das mich interessiert und habe auch einmal einen Auszug aus einem Prosa dort veröffentlicht. Der neuste Beitrag handelt von Flüchtlingen. Und davon, dass auch diese gleichberechtigt behandelt werden sollten und wir sie freundlicher aufnehmen sollten, denn in der Bevölkerung gibt es ja leider etwas Unmut, siehe PEGIDA.

      • Helge, einziger Kritikpunkt, jetzt *grins* … Dieses eine Mal hättest du ruhig mal das Wort ´Jungen´ vor das Wort ´Mädchen´ setzen können … (versteht das irgendwer, wie ich das meine?)

        Mmh. Nun. Was WIR tun könnten?

        Ich komme auf den einen Vorschlag zurück.
        Das WIR – einen Schreibwettbewerb veranstalten. Und, also ich geb ganz bestimmt mein Teil dazu um aus den ausgewählten Geschichten ein Buch zusammenstellen zu können. (betont!) Natürlich auch, wenn meine Story dazu nicht mit ausgewählt wird.
        Was für ein Kleingeist wär ich wenn ich mich nicht wenigstens an das halten würde was ich so grundsätzlich für richtig erachte/schreibe …

        Painted-Lady
        Zum ersten (und bitte NICHT auf den sicher gar nicht vorhandenen Schlips getreten fühlen!), der ´Unmut´ bei sehr vielen läßt sich leider auch darauf zurückführen, das (nicht nur) arbeitswillige Menschen, hier in Deutschland, von den jeweilig zuständigen Ämtern wie kleine Verbrecher behandelt werden. Und zum besseren Verständnis sei mir das kleine Beispiel gestattet …
        Weil leider nicht alles so klappte wie ich mir das vorstellte, war ich amtlich gesehen drei Tage arbeitslos. Und? Da man bei sowas ja besser doch gleich zur Arge gehen soll/muß (Krankenversicherung und all die Dinge) … Bekam ich ne Sperre. Was erdreiste ich mich, bei meinem bisherigen Arbeitgeber einfach zu kündigen, nur weil ich meine Tochter ins neue Bundesland, zu ihrer weiteren schulischen Ausbildung begleiten möchte? Während (also BITTE nicht als meinen Standpunkt jetzt wahrnehmen), während Asylbewerbern das Geld regelrecht aufgedrängelt wird.

        Bin natürlich in Widerspruch gegangen, schon weils mir echt unverständlich blieb (bin Zeit meines Arbeitslebens, na arbeiten gegangen), … last but not least, ein sehr junger Beamter der hiesigen Arge klärte mich darüber auf das im Sinne der Gemeinschaft diese Sperre ausgesprochen wurde. Der ich ja nicht sinnlos auf der Tasche liegen solle…
        (und wenn ich jetzt mal Moravias Stil verwenden darf… Ich kam mir wie in der Sklaverei vor! Einmal nen Arbeitsvertrag unterschrieben – Gnade der ´Herr´ du kündigst. Oder du wirst gekündigt…)
        PS: Das (wenige) Geld wollte ich verdoppeln und für was Nützliches spenden. Das mein ich auch Ernst!

        PS2: Hab gerade, beim recherchieren was die Türkei gerade für ´Müll´ veranstaltet, eine Info gefunden, derzufolge im Norden Syriens ein Flüchtlingslager existiert in dem 700 000 MENSCHEN Zuflucht fanden. Wird es nicht echt langsam Zeit das unsere lieblichen Politiker sich etwas einfallen lassen damit all diese Menschen in ihrer heimatlichen Umgebung, gar nicht erst auf die Idee kommen, das nur noch Flucht, das Überleben ihrer Familien, eventuell, sichern könnte?

        Oh, BITTE. Nimm bitte nichts davon hier persönlich. Nimm es einfach, wenn du magst, als Teil deines eigenen Beitrags für und gegen …

        PS3: Helge? Ich versuchs nochmal mit den ´Häkchen´. Wegen der Benachrichtigungen … 🙂

    • Kurze Gegenmeinung:
      Ich halte diesen Blog für ernsthaftes Beziehen einer Position, nicht für eine Anti-Radikalismus-Aktion. Ja, hier spricht sich jemand klar gegen Radikalismus aus, und ja, hier wird nicht immer die so hochgelobte „political correctness“ gewahrt. Aber zu ersterem: ich verstehe darunter das Beziehen einer Position (vollkommen unabhängig vom Ausdruck), nämlich gegen Radikalismus, und zu zweiterem: wir sind hier nicht in einem verdammten Streichelzoo! (Verzeih den Fluch, aber das passte hier so schön.)
      Vielleicht schafft man durch diesen Blog neue Radikale. Das halte ich allerdings für eher unwahrscheinlich – so übelst radikal erschienen mir die FF-User bislang nicht. Dagegen kann ich von mir behaupten, erst durch diesen Blog überhaupt auf das Thema aufmerksam geworden zu sein, worüber ich ausgesprochen froh bin. Ich hoffe, dass hier auch anderen zu stärkerem Nachdenken verholfen wird und wurde.

      • Ich stimme Dir auch zu. Es ist einfach ein schwieriges Thema, bei dem ich selbst gespalten bin. Einerseits sind Mann und Frau in einigen Punkten zum Nachteil der Frauen noch immer nicht gleichberechtigt, zum Beispiel beim Gehalt. Andererseits gibt es einfach so viel Ungerechtigkeit der Frauen den Männern gegenüber.

  5. Edit Helge: Ich nutze mal mein Betreibervorrecht und kommentiere direkt hier. Das Fettgeschriebene ist von mir.

    Also, die Bemerkung im Sinne von „jeder, der meine Meinung nicht teilt – raus hier“ ist schon mal…na, nennen wir’s mal „nicht gut“ von jemandem, der eine Diskussion starten will. Ich dachte immer, in solchen geht es um das Austauschen von unterschiedlichen Ansichten. Muß ich wohl noch mal im Bedeutungswörterbuch nachschlagen. (Auf das entsprechend o.g. Beispiel komme ich noch zurück.)

    Ich lehne Rassismus und Diskriminierung nun einmal klar ab und habe keineswegs vor, dies zu tolerieren. Nicht hier und nicht andernorts. Und nur darum ging es. Du kannst da gerne Zensur und Diskursunwilligkeit hineinfabulieren, ich bezweifle aber, dass allzuviele Leser da mitgehen werden.

    Daß der Autor bis auf den in der Tat manchmal etwas hysterisch anmutenden Duktus mancher Feministinnen genauso jammert wie jene von ihm Kritisierten, macht das Ganze nicht besser. Beispielhaft hierfür ist foldene Stelle im Posting:

    „Den Männerrechtlern werden jetzt nämlich Rechtsextreme an die Seite gestellt, um so klar zu benennen, mit was für Gesocks man es hier zu tun hat. Falls es jemand noch nicht gemerkt haben sollte. Das hätte man natürlich noch toppen können, indem man Bezüge zu rechtsextremen, pädophilen Tierquälern herbeifabuliert, aber so talentiert bzw. ausgebufft ist Witte dann doch nicht.“

    „Pädophile Tierquäler“. Da müssen Feministinnen aber noch viel Schwarzbrot essen, um derartiges geschlechtsinternes Giftspritzen zu toppen. Ich würde eher sagen, daß es in der Tat rechtsextreme „Männerrechtler“ gibt, weil Misogynie eines der asozialen Charakteristika von Rechtsaußen ist. Man(n) sollte sich überlegen, ob diese Einstellung nachahmenswert ist, auch wenn sie man sie in die scheinbare Harmlosigkeit von Relativsätzen verpackt.

    Nur haben Männerrechtler per se keine frauenfeindliche Einstellung, womit dein argumentatives Kartenhaus dann schon in sich zusammenkracht. Es gibt natürlich welche, die frauenfeindlich sind. Dies hat aber nichts damit zu tun, dass sie sich für Männerrechte einsetzen. Einige Kreter sind Lügner – aber weder sind alle Lügner Kreter noch alle Kreter Lügner.

    Des weiteren glaube ich eher nicht, daß der Herr Witte, wie immer man zu seinem Beitrag stehen mag, sich von der Gossenlyrik am Schluß des obenstehen Postings dazu bewegt sieht, sich in den Schlaf zu heulen.

    Das war keineswegs meine Intention. Aber meinst du, deine Verbalinjurie schafft das bei mir?

    Frau Lenz dann kann man durchaus für ihre Ansichten kritisieren. Dadurch werden diese nicht besser oder schlechter. Allerdings sagt Frau Lenz nicht, an keiner Stelle, anders als unser Autor hier, „Teile meine Meinung, oder verzieh dich“. Da liest man bei der Dame auch gerne mal weiter, selbst wenn man nicht ihrer Meinung ist. Nebenbei bemerkt, spricht Frau Lenz zwar in der Tat von „Verfahrenseröffnung“. Damit meint sie allerdings die Aufnahme der polizeilichen Ermittlungen (daher „Ermittlungsverfahren“) aufgrund einer Anzeige, also die Eröffnung des allgmeinen Strafverfahrens, und nicht, wie obenstehend behauptet wird, daß es laut Frau Lenz „negativ und antifeministisch“ sei, wenn eine Anzeige nicht zur Klageerhebung führt (über letzteres befindet die Staatsanwaltschaft als Abschlußvorgang der Ermittlungen). In diesem Sinne finde ich es in der Tat „fair, gerecht und super“, daß – ganz allgemein – eine Anzeige zur Aufnahme von Ermittlungen führt, auch wenn diese u.U. nichts hervorbringen.

    Genau das meinte sie nicht. Ermittlungen werden bei Offizialdelikten nämlich immer aufgenommen. Das geht auch gar nicht anders und ist völlig in Ordnung so. Aber lüg ruhig weiter.

    Damit Anklage erhoben wird, sollte es immer und in jeden Fall mehr Substanz geben als die Aussage einer einzigen Person(…)

    Sehr wahr. Aber wie soeben referiert, das bestreitet Frau Lenz auch an keinem Punkt. Damit ist das weitere Gegentexten unseres Autors ebenfalls gegenstandslos geworden.

    Ich sage dir auf den Kopf zu, dass du lügst. Ich habe mir den Text eben zur Sicherheit noch einmal angeschaut, hätte ja sein können, dass ich etwas übersehen habe. Dem ist jedoch nicht so. Sie schreibt ganz explizit: „Die Ironie besteht indes darin, dass beide Varianten am Ende auf eine mögliche Straffreiheit für Vergewaltiger hinauslaufen dürften – denn wo kein Prozess ist, gibt es auch keine Richter.“ Hier geht es also um den Strafprozess, nicht um das Ermittlungsverfahren selbst.

    Soviel zum Thema Lenz.

    Ja. Soviel dazu.

    Abschließend noch eins. Die grauenvollen, menschenverachtenden und zum Teil unfaßbaren Taten der geistesgestörten Terroristen von Boko Haram und dem IS für seine Argumentation in Sachen böse Feministinnen und Medienkritik zu mißbrauchen und die Opferzahlnennungen gegeneinander aufzurechnen, ist schlicht widerlich. Widerlich. Ich glaube nicht, daß es unter Sklavinnen, die sich gegenseitig umbringen, um der Vergewaltigung zu entgehen, viele zu nenennde Mäner gibt. Im Gegenteil: Die Täter sind Männer. Da sieht man, wie Männer agieren können, wenn sie unbeschränkte und nicht kontrollierte Macht ausüben dürfen.

    Genau, Medienkritik ist nur bei My little Pony erlaubt. *Headdesk* Weil man sich ja sonst mit IS-Terroristen und Boko Haram gemein macht. *Headdesk* Und Vergewaltigungen und Mord gutheißt. *Headdesk*

    „Ja, es gibt ein paar Unterschiede, aber unsere Befähigung zu Liebe und Hass, zu Großherzigkeit und Egoismus, zu Selbstlosigkeit und Gewalt ist völlig identisch.“

    Klingt wie „Ja, ist ja gut. Geschenkt.“
    Conclusio: Komm mal von der Kanzel runter, auch wenn Sonntag ist.
    Amen.

    Dito. Und nein, das von dir Zitierte ist wirklich meine Überzeugung.

    • causeway- bay, du bist ein echter Held. DANKE. Ich möchte applaudieren zu diesem Text. Das hast du nicht umsonst geschrieben, auch wenn der Post noch so niederdiskutiert werden wird, wie bisher noch jedes Anzeichen von Widerspruch gegen die vorgefertigte Meinung des Blogbetreibers und seiner eifrigen Speichellecker… Wenn ich diesen Beitrag hundertmal liken könnte, würde ich es tun. Ein letzter, standhafter Pfeiler der Vernunft gegen so viel, bei dem man sich nur noch fragen kann, warum man eigentlich immer noch ein Archiv mit solchen… übelkeitserregenden Aussagen und so blatant zur Schau gestelltem, ähm… „Talent und Kunstverständnis“… in der Leitung (!) unterstützt. Warum man noch nicht längst abgewandert ist, weil so etwas natürlich früher oder später ein gewisses… „Publikum“ anziehen wird, das mit meinem Verständnis von Kunst und liberaler Grundeinstellung aber so wirklich gar nichts mehr zu tun hat, und mit dem ich eigentlich grundsätzlich keinen Kontakt haben möchte…

      Du hast jemandem heute ein bisschen Glauben an die Menschheit zurück gegeben, und ein bisschen Hoffnung, dass doch noch nicht alle hier kollektiv dem Wahnsinn verfallen sind oder sich nicht mehr trauen zu widersprechen. Du wirfst dich mehr oder weniger ins offene Messer, weil die Sympathisanten leider völlig in der Überzahl sind und die meisten Gegner aufgrund der nicht vorhandenen „Diskussionskultur“ längst entnervt das Handtuch geworfen haben-… aber irgendwie war es auch absolut gut und wichtig, das hier nicht jeder haarsträubende Satz einfach unkommentiert und unwidersprochen so stehen bleibt. Danke dafür!

      • Kannst du einem ´schlichterem´ Gemüt erklären, wie du das alles meinst?

        Ich finde Helge sein Bemühen Aufmerksamkeit auf Reizthemen zu lenken – gut!

        Und. Irgendwie hab ich wohl ´Causeway-bay´anders interpretiert …

    • *Nur haben Männerrechtler per se keine frauenfeindliche Einstellung*

      Haben denn Frauenrechtlerinnen deiner Ansicht nach per se eine männerfeindliche Einstellung?

      • Haben denn Frauenrechtlerinnen deiner Ansicht nach per se eine männerfeindliche Einstellung?

        Nein, haben sie nicht. Aber ich kann dir leider massenhaft zeigen, denen die Probleme von Jungen und Männer zumindest am Arsch vorbeigehen, und einen weiteren Haufen, die sie generell Dworkin-mäßig für Monster und Vergewaltiger halten. Ich würde aber genausowenig alle Feministen in einen Topf werfen, wie ich das mit allen Männern oder allen Frauen tun würde.

        Was ist das? Ein Versuch, mich bei unzulässigen Verallgemeinerungen zu ertappen? 🙂

        • @ Helge: Und was ist das? Ein Versuch, so zu tun als würde dein obiger Text in Wirklichkeit gar keine unzulässigen Verallgemeinerungen enthalten…?

          • Welche unzulässigen Verallgemeinerungen enthält er denn? Bring bitte Zitate und Argumente!

            Zur Info: Ich lösche deine Spambeiträge, die sich zur Sache nicht äußern. Bleib also bitte sachlich.

        • Nein, es war ein Versuch, eine Formulierung aus die rauszuquetschen, die man dann umformulieren kann in:

          „Ich kann dir leider massenhaft [Männerrechtler] zeigen, denen die Probleme von Mädchen und Männern zumindest am Arsch vorbei gehen und einen weiteren Haufen, die sie generell für Abzockerinnen und falsche Anklägerinnen halten.“

          Ich wollte damit einfach nur ausdrücken, dass das, was Männerrechtler an „Bedrohung“ im Feminismus sehen, umgekehrt von den Feministinnen bei den Männerrechtlern wahrgenommen wird – nämlich nur die dämlichen Extremen.
          Die Situation ist total festgefahren und wer sich als moderat outet, der bekommt von beiden Seiten Lack. („Lack bekommen“… sagt man das eigentlich in ganz Deutschland?)

          • Ich kann dir leider massenhaft [Männerrechtler] zeigen, denen die Probleme von Mädchen und Männern zumindest am Arsch vorbei gehen und einen weiteren Haufen, die sie generell für Abzockerinnen und falsche Anklägerinnen halten.

            Mach mal. Die meisten Männerrechtler haben Frauen und Kinder, schon allein deswegen wirst du dort nicht soviele Leutnant Dinos finden, denen die Probleme von Frauen und Mädchen egal sind. Den Kerlen, den Frauen und Mädchen egal sind, sind die Probleme von anderen Männern und Jungen nämlich auch egal. 😉
            Bei den Netzfeministinnen dagegen scheint es meist die Konstellation zu geben, dass diese Damen allein leben, ohne Mann und ohne Kinder, was es schon deutlich leichter macht, sich Dworkinsche Schreckgespenster zusammenzufabulieren. Ich gestehe natürlich zu, dass dies nur mein persönlicher Eindruck ist, der keineswegs den Tatsachen entsprechen muß.

            Was du natürlich findest, sind ne ganze Menge Neandertaler in den diversen Kommentarspalten. Das sind dann Leute, die aus der Anonymität heraus schreiben, dass es die diversen Probleme erst gibt, seit Frauen das Wahlrecht haben etc. Das sind für mich aber keine Männerrechtler, das sind Trolle. 🙂

            Gerade zu dem Thema hatte ich einen guten Kommentar beim Evochris gesehen, mal schaun ob ich ihn auf die Schnelle so finde: https://allesevolution.wordpress.com/2015/07/26/detlev-braeunig-und-frauenfeindlichkeit/#comment-190907 Geht da mit um Bräuning und dessen Truppe.

          • Ach du meine Güte! Grundgütiger!
            !!!
            Ich mag zwar an gewisser Stelle ´Ehegeschädigt´ sein, nur, der Hintersinn hier, der erschließt sich mir echt nicht.
            Und ich bin mir mit meiner beinahe erwachsenen Tochter einig. Das. ALLE. Gleiche Rechte haben sollten. (ohne das ich meiner Tochter irgendwelche Erkenntnisse´ ein prügeln, aufoktroieren, sonstwie aufdrängen müßte…)

          • *Was du natürlich findest, sind ne ganze Menge Neandertaler in den diversen Kommentarspalten. Das sind dann Leute, die aus der Anonymität heraus schreiben, dass es die diversen Probleme erst gibt, seit Frauen das Wahlrecht haben etc. Das sind für mich aber keine Männerrechtler, das sind Trolle.*

            Achso… Und wenn ich sage, männerhassende Tugendfurien seien keine Feministinnen, dann zählt das aber nicht, weil sie sich selbst als Feministinnen bezeichnen? Und natürlich sind all die sarkastisch gemeinten Männertränen-Kommentare im Netz keine „Trollkommentare“, über die man einfach hinweg sehen muss, sondern tief verwurzelter Männerhass…
            Helge, wenn du verlangst, dass ich dumme Trollkommentare von Männerhasserinnen als Problem ansehe, dann verlange ich von dir, dass du anonyme Trollkommentare, idiotische Gangsterrap-Texte, Mord- und Vergewaltigungsdrohungen gegen Frauen als Problem ansiehst und nicht einfach so abtust, nur weil du persönlich das nicht als dein Problem oder das Problem der Bewegung, wie du sie dir vorstellst, definierst!

            Entschuldige, aber Probleme sind nicht deshalb, weg weil man sie von sich wegschiebt oder verleugnet oder ihnen ein anderes Lable gibt.
            Diese Typen bezeichnen sich selbst als Antifeministen und Männerrechtler und wollen sich gemein machen mit Leuten wie dir. So ein bisschen Kritik an den Auswüchsen der eignen Bewegung hätte ich dir schon zugetraut.

            Ich finde durchaus, dass die Männerrechtsbewegung – auch die, die sich als „liberal“ bezeichnet – sich die Kritik gefallen lassen muss, dass sie sich nicht genug abgrenzt von den Idioten, die sie vereinnahmen und instrumentalisieren wollen. (Seht her, wir sind gar nicht radikal! Es gibt sogar Leute unter uns, die bezeichnen sicht als „links“!) Das ist analog zum Feminismus und ein weiterer Beleg für „gleich gut – gleich schlecht“. Bei deinen Blogtexten habe ich zunehmend, den Eindruck, dass du deiner eigenen Ansicht hier nicht traust und während du die Auswüchse des radikalen Feminismus vorfürhst und verurteilst, die Auswüchse des radikalen Maskulismus einfach aus der Bewegung rausredest, damit du dich dort mit deinen gemäßigten Ansichten wohl fühlen kannst. Das ist Messen mit zweierlei Maß.

            Du willst rational und sachlich sein? Dann frage dich, was du unter Diskriminierung eigentlich verstehst?
            Ist es nur die plumpe, offensichtliche Benachteiligung, oder sind es nicht auch viel subtilere Dinge? Wie die Tatsache, dass weibliche Opfer in Kriegen zu Propagandazwecken instrumentalisiert werden, um die Bevölkerung auf einen Eintritt in den Konflikt einzustimmen? Die Tatsache, dass Frauen immer nur als Opfer gezeigt werden, manifestiert außerdem das althergebrachte Frauenbild, gegen das Feministinnen eigentlich aufbegehren. Es ist überhaupt nicht in unserem Sinne, dass ständig die armen, hilflosen Frauen gezeigt werden, während die armen, hilflosen Männer unter den Tisch fallen gelassen werden. Immer ist es die weibliche Schwäche, die gezeigt wird. Werden Frauen zu Täterinnen, sind sie „verführt“ worden. Frauen müssen immer geführt werden… Uns wird die Fähigkeit zur eigenen (Fehl-)Entscheidung abgesprochen – und das wird als positives Frauenbild verkauft.
            Die Berichterstattung, die du kritisierst, ist nicht bloß männerfeindlich. Die zweite Seite der Medaille ist, dass auf dem Rücken der Frauen Propaganda betrieben wird, indem den Frauen die alleinige Opferrolle zugewiesen wird.
            In Filmen vergibt man keine weibliche Rollen, weil man Angst hat, sie könnte zu dämlich dabei rüberkommen? Weil Frauen immer ernst und rational sein müssen und niemals wild oder laut sein dürfen? Wieder so ein positiver Sexismus, der die Rollen von Frauen einengt! Sowas bringt uns doch keinen Schritt weiter! Vielleicht hätte man sich eher mal Gedanken darüber machen sollen, ob es überhaupt lustig ist, dass die Minions ständig irgendwelche dämlichen Tode sterben… Wenn man eine etwas anspruchsvollere Form von Humor gefunden hätte, hätte man vielleicht auch ein paar weibliche Minions schaffen können, ohne später Angst vor dem „Gewalt-gegen-Frauen“-Shitstorm zu haben.
            Das Problem hier ist, dass „weiblich“ immer noch gleichbedeutend mit „exotisch“ ist. Weiblichkeit wird besonders in Comics als Charaktereigenschaft verstanden. Während männliche Figuren eine ganze Bandbreite an Eigenschaften haben können, sich auch mal daneben benehmen dürfen, sind die weibliche Figuren allerhöchstens mal zickig.

            Diese ganze Diskriminierungssachen haben immer zwei Seiten. Gibt es ein schlechtes/unrealistisches Männerbild, hängt das direkt mit einem schlechten/unrealistischen Frauenbild zusammen. Werden Männer diskriminiert, bedeutet das, dass man es Frauen nicht zutraut, etwas alleine zu schaffen. Wird einer unterdrückt, bedeutet das, dass der Unterdrücker ein extrem niedriges Selbstwertgefühl hat, weshalb er sich über andere erheben muss, indem er sie erniedrigt.

          • Helge, wenn du verlangst, dass ich dumme Trollkommentare von Männerhasserinnen als Problem ansehe,

            Tue ich nicht. Und @Tugendfurie macht zudem deutlich mehr als nur misandrische Kommentare posten. Sie ist eine echte Aktivistin, reist umher, hält Vorträge, erklärt wie Scheiße das Patriarchat und seine maskulinen Bestandteile sind usw.usf. Würde die Dame nur anonym trollen, wäre sie zwar nervig, aber eben auch nur das.

            dann verlange ich von dir, dass du anonyme Trollkommentare, idiotische Gangsterrap-Texte, Mord- und Vergewaltigungsdrohungen gegen Frauen als Problem ansiehst

            Meinst du nicht, dass es vielleicht doch etwas konkreter sein sollte? Anonyme Trollkommentare sind schlicht und einfach Müll. Und wenn Gangsterraptexte strafbar wären, würde ich vermuten, dass es sie nicht gäbe. Mord- und Vergewaltigungsdrohungen dagegen sind ganz klar strafbar und sollten verfolgt werden. Aber auch in diesem Fall dürfte es meine Mittel übersteigen, sie selbst zu verfolgen. Hier würde ich doch denken, dass dies Aufgabe der Polizei ist.

            Diese Typen bezeichnen sich selbst als Antifeministen und Männerrechtler und wollen sich gemein machen mit Leuten wie dir.

            Ich habe keinerlei Einfluß darauf, wie andere Leute sich bezeichnen. Und ich halte nichts davon, mich erst mal prophylaktisch von allen und jeden zu distanzieren. Ich selbst stehe für das ein, was ich gesagt und geschrieben habe – und nur dafür. Und im Umkehrschluss verlange ich auch nicht von anderen, sich von jeden Mist zu distanzieren, nur damit ja niemand denken könnte, dass es Zusammenhänge gibt.

            Wie die Tatsache, dass weibliche Opfer in Kriegen zu Propagandazwecken instrumentalisiert werden, um die Bevölkerung auf einen Eintritt in den Konflikt einzustimmen?

            Da stört mich mehr, dass die Bevölkerung manipuliert wird und weniger, worin die Propaganda nun explizit besteht. Wäre ja nun nicht besser, wenn man die weiblichen Kriegsopfer durch kleine Kätzchen ersetzt, oder wärs dann in Ordnung?

            Die Tatsache, dass Frauen immer nur als Opfer gezeigt werden, manifestiert außerdem das althergebrachte Frauenbild, gegen das Feministinnen eigentlich aufbegehren.

            Tun sie das denn? Ich habe eher den Eindruck, dass die Täter-Opfer-Dychotomie bis zum Exzess zelebriert wird.

            und das wird als positives Frauenbild verkauft.

            Exakt. Genau das wird als positives Frauenbild durch Feministen verlauft. Der Genderfeminismus sagt im Endeffekt nur: „Frauen sind so doof, dass sie nicht selbst denken, keinen eigenen Entscheidungen treffen, sich nicht gegenüber Männern durchsetzen können. Sie sind Opfer und müssen beschützt und alimentiert und quotiert werden. Und der Genderfeminismus muss ihnen sagen, was für sie das Richtige ist.“ Tugendfurie und Konsorten haben keineswegs ein positives Frauenbild. Was sie haben, ist ein Zerrbild. Nur stimmt es eben nicht mit der Realität überein. Immer mehr Frauen erkennen, dass sie keineswegs doof sind, wenn sie ihre eigenen Entscheidungen treffen und diese nicht mit dem feministischen Ideal der totalen Karrierefrau übereinstimmen. Klar gibt es auch Karrierefrauen, aber die meisten Frauen wollen mehr als das vom Leben. Und sie müssen auch nicht beschützt, alimentiert und quotiert werden. Und vor allen deswegen wird dieser Terrorfeminismus irgendwann auf die Schnauze fallen, weil er eben nicht nur männerfeindlich, sondern, wenn auch etwas subtiler, frauenfeindlich ist. Die Preisfrage ist natürlich, wieviel Schaden möglicherweise bis dahin angerichtet wird.

          • das mit dem Lack bekommen kenne ich als »Feuer, Zunder, Senge kriegen« im Sinne von Widerspruch, Gegenwind, (verbale) Prügel beziehen, »du erntest glei' Schnigge« hörte ich letztens bei der zwölfjährigen Tochter einer guten Freundin – im Sinne von »den Ohrfeigenbaum abpflücken«.

            »[…] Und natürlich sind all die sarkastisch gemeinten [geh nach Auschwitz, Oma gießen]-Kommentare im Netz keine „Trollkommentare“, über die man einfach hinweg sehen mu[ß], sondern tief verwurzelter [Jµden]ha[ß] […]«

                  selbstverständlich ist alles, was man nicht versteht, was der eigenen Weltsicht zuwiderläuft, was die eigne Meinung widerlegen könnte, erstmal ironisch, sarkastisch oder zynisch zu betrachten, keinesfalls als menschenverachtende Ideologie – aber bitte erst nach Anwendung der einschlägigen Götzenlästerungsparagraphen…
            heilige Scheiβe, was für eine bigotte $¢he!βe!!!1einselfzwölf

          • btw: je lauter die Lobby, desto niedriger die Hemmschwelle;
            die eigene Dummheit in die Welt zu blöken ist umso leichter, je sicherer die lautstarke Unterstützung ist; einschlägige »Gegendemonstranten« mit dem pfeiffenden Triller im Maule leben es uns doch regelmäßig vor: wer schon außerstande ist, eine eigene Meinung zu haben und gleichzeitig unfähig ist, diese verständlich zu äußern, äußert diese wenigstens laut. Aber diese entfernen ja auch die Äußerungen ihres Hirns mt Toilettenpapier – wie ich schon schrob, H€!£!g€ $¢h€!β€!i!…

      • „Haben denn Frauenrechtlerinnen deiner Ansicht nach per se eine männerfeindliche Einstellung?“

        Hat er das denn irgendwo geschrieben? Warum muss man eigentlich in eine simple Aussage (Die faktisch richtig ist. Oder nicht?) immer gleich Angriffe in zwölf verschiedene Richtungen interpretieren?

        • Nein, hat er nicht geschrieben, aber es klang so, als wollte er unterstellen, dass Feministinnen glauben würden, dass Männerrechtler per se frauenfeindlich seien – und das würde ja schon irgendwie implizieren, dass Feministinnen per se ein bisschen männerfeindlich wären.

          Ich wollte, wie gesagt, nur aufzeigen, dass das Misstrauen hier auf Gegenseitigkeit beruht und wenn Helge so gerne von „gleich gut und gleich schlecht“ spricht, dann muss er auch zugeben, dass, wo immer eine idiotische Feministin männerfeindlichen Mist in die Welt entlässt, auch ein frauenfeindlicher Depp irgendwo ähnliche Sachen in den Äther entlässt und sich dabei als „Männerrechtler“ bezeichnet.
          Feminismuskritik – meinetwegen. Aber dann muss es auch erlaubt sein, Maskulismuskritik zu betreiben.

          Und ich kann bei dem Radiobeitrag nicht wirklich erkennen, wo da jetzt die Medienkritik ansetzt. Es ist die ganze Zeit immer nur von „sogenannten“ Männerrechtlern die Rede – das heißt, dem Autor des Beitrags wird durchaus klar gewesen sein, dass es auch eine seriöse Bewegung gibt, die mit diesen Verschwörungstheoretikern nichts am Hut hat – aber um die drehte es sich nicht in dem Beitrag. Es ging explizit nur um die Deppen… Soll man die jetzt etwa ignorieren? Ist die WikiMANNia nicht eine leidlich große Ansammlung von Idiotie?

          • So wie Männerhasserinnen der feministischen Sache schaden, schaden Frauenhasser, der maskulistischen Sache.
            Es lässt sich nicht leugnen, dass beide Bewegungen mit diesen Leuten zu tun haben, also muss man auch damit umgehen und dagegen vorgehen.
            Wenn einer, der sich selbst als Männerrechtler bezeichnet, in den Medien Scheiße von sich gibt, dann sollten die seriösen Männerrechtler nicht auf den Medien herumhacken, sondern sich von dem Typen (dem Dino und der WikiMANNia also) abgrenzen, der ihre Bewegung in Verruf bringt.

          • wenn von »sogenannten XXX« (Steigerung: »selbsternannten XXX«) die Rede ist, wird die Gruppe XXX herabgesetzt;
            solange denen keine explizit seriöse Gruppe an XXX-Vertretern gegenübergestellt wird, heißt das, daß diese Gruppe insgesamt nur aus unseriösen XXXlern besteht; es ist also eine verunglimpfende Verallgemeinerung, und insofern ist es freilich ein zu erwarten gewesenes Erzeugnis unserer Qualitätsjournaillisten aus den Niederungen der gleichgerichteten Medienlandschaft – dort setzt die Medienkritik an…

          • Nein, hat er nicht geschrieben, aber es klang so, als wollte er unterstellen, dass Feministinnen glauben würden, dass Männerrechtler per se frauenfeindlich seien – und das würde ja schon irgendwie implizieren, dass Feministinnen per se ein bisschen männerfeindlich wären.

            Ich behaupte, dass der Beitrag von Witte suggerieren soll, dass alle Männerrechtler Frauenhasser wären. Etwas anderes wollte ich auch nicht zum Ausdruck bringen.

          • Ich hab den Beitrag anders verstanden.
            Nämlich, dass die „sogenannten“ (selbsternannten) Männerrechtler, die sich auf WikiMANNia und in Brünings Blog tummeln, alle Frauenhasser sind.
            Hier steht dann wohl Behauptung gegen Behauptung.

          • Wenn dann stünde Interpretation gegen Interpretation. Ich denke aber, dass deine auf schwachen Füßen steht. Denken wir einfach mal an den Untertitel „Der Geschlechterkampf der Antifeministen im Netz„. Das ist verallgemeinernd. Ansonsten hätte es heißen müssen „Der Geschlechterkampf von Antifeministen im Netz“ oder besser noch „Der Geschlechterkampf der Antifeministen von Wikimannia und Leutnant Dino im Netz„.
            Schauen wir auch nochmal in den Text selbst: „Online wird auf verschiedenen Seiten darum über feministische Verschwörungen diskutiert. Sebastian Witte ist in die Welt der Maskulinisten und angeblichen Männerrechtler vorgedrungen.“ Man beachte die Verallgemeinerung. Dann kommen die Beispiele. Und ganz zum Schluß haben wir noch „Die Kreise der Verschwörungstheoretiker und Männerrechtler seien klein, aber gut vernetzt, sagt Lenz. Das Internet ist ihr Forum – dort finden sie ihre hasserfüllte Leserschaft.“ Auch hier wieder die Totalverallgemeinerung.

            Deine Interpretation in allen Ehren, Suede, aber teilen kann ich sie nicht.

          • Witte transportierte eine Meinung, die er mit Beispielen illustrierte.
            die Beispiele redigierte er so, daß sie seine zu transpotierende Meinung stützen.
            <Kalaueralarm>er macht sich seine Welt, Witte Witte wie sie ihm gefällt<Kalauer aus>

            so weit, so gut – ich mach das ähnlich – also das mit dem Beispiele suchen; aber ich erhebe weder den Anspruch, Journalistik zu betreiben, noch investigativ zu sein, sondern nur, meine unprofessionelle Meinung zu äußern.

            der Herr Witte hingegen arbeitet im öffentlich-rechtlichen Auftrag, umfassend zu informieren – zu informieren, nicht, zu meinen – und zu bilden; diesen Auftrag verfehlte Herr Witte bereits, als er einseitig berichtete; dieses Phänomen kennen wir auch aus der Berichterstattung um die Pegida und andere gesellschaftlich relevante Ereignisse, die den Regierigen nicht in den Kram passen, und es bestätigt wiederum die Floskel »Lügenpresse«, die hier konkret auf die Kategorie »Lügfunk«ausgeweitet werden darf – ich bin hinsichtlich der Realitätsverweigerung unserer Journaillunken völlig desillusioniert, weil ich mittlerweile glaube, daß die einem Auftraggeber hörig sind, der übermächtig Strippen zieht, und was oberflächlich nach mehreren unterscheidbaren Lobbyisten aussieht, stinkt wegen der Übereinstimmung der Methoden nach einem Masterplan.

          • Moment. Ein „Antifeminist“ ist nicht zwingend ein „Männerrechtler“.
            „Antifeminismus“ ist zuächst einmal keine Bezeichnung für jemanden, der sich FÜR etwas einsetzt, sondern einer, der GEGEN etwas ist und ich persönlich werde bei dem Wort „Antifeminist“ IMMER hellhörig, weil es nämlich genau diese Leute bezeichnet, die nur Krawallsprüche von sich geben, aber wenig konstruktiv argumentieren.
            Und meiner Ansicht nach wird das auch im Text bestätigt: „Antifeministen“, die „angeblich“ Männerrechtler sind… Das bedeutet, dass „echte“ Männerrechtlich sich nicht unbedingt auf das Krawall-Niveau des „Antifeminismus“ herablassen müssen, um ihre Positionen zu vertreten.

            Der letzte Satz ist ein O-Ton. Eine Verallgemeinerung, ja, aber eben kein Satz von Sebastian Witte. Des weiteren wird durchaus deutlich, dass wieder nur der „kleine Kreis“ der Radikalen (der Schnittmenge aus Verschwörungstheoretiker und „Männerrechtler“) gemeint ist – insbesondere eben die Follower der WikiMANNia und des Männermagazins.

          • Dann zieh den Untertitel mit der Einleitung zusammen, dann wird es eindeutig: „Der Geschlechterkampf der Antifeministen im Netz“ + „Sebastian Witte ist in die Welt der Maskulinisten und angeblichen Männerrechtler vorgedrungen.“ Das ergibt nämlich nur dann Sinn, wenn Antifeministen und „Maskulisten und angebliche Männerrechtler“ als Synonym genutzt werden. Dazu dann noch der Schlußsatz, der ja wohl von Witte ausgewählt wurde und keineswegs rein zufällig dort steht.
            Aber wenn du darauf bestehst, dass es nur ein Beitrag über Leutnant Dino und Wikimannia war, meinetwegen. Ich sehe es anders.

          • Ich stimme suede zu. Antiblablabla ist erst mal immer nur gegen etwas. Ergo sind Antifeministen nicht sofort Männerrechtler, auch wenn das auf viel zutreffen mag. Manga, wie Leutnant Dino, sind aber einfach nur Frauenhasser. Oder haben zumindest kein gutes Bild von uns.

          • Helge, an dieser Stelle musst du dich mit etwas abfinden, das sich im Feminismus schon seit Jahren etabliert hat: Eine mediale Plattform bekommen nur die Idioten. 😉

        • gutes Argument:
          »Anti« ist »Gegen«, folglich nichts als destruktiv, blöd dagegen, widrig, zerstörerisch, feindlich.

          Wer sich »Anti« auf die Fahnen schreibt, ist erstmal ein Idiot, denn er ist für nichts – für NICHTS – das sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:wo »Anti« draufsteht, ist Nihilismus drin, Haß auf alles, Verachtung für alles, Tod für alle – tiefenpsychologisch gesehen ist diese Lebensauffassung antibiotisch: im ursprünglichsten Sinne dieses Wortes lebensfeindlich.

          gleichgültig, ob in der Fremd- oder Selbstbenennung, der Benenner entlarvt sich selbst als Hasser.

    • Aber causeway-bay gleich unterstellen zu lügen…

      • Eigentlich behaupte ich, dass er lügt. Das hat nichts mit Unterstellung zu tun, ich bin mir verdammt sicher, dass dem so ist. Und daher sage ich es auch. Er weiß, dass er Unrecht hat und behauptet es trotzdem.

        Lies einfach selbst den verlinkten Text von Ilse Lenz und schau, ob seine Behauptungen stichhaltig sind. Google als Hintergrundinfo eventuell noch Offizialdelikt: https://de.wikipedia.org/wiki/Offizialdelikt_%28Deutschland%29

        • Also ist Detlef Bräuning aka Leutnant Dino ein Frauenhasser, aber man darf ihn nicht Frauenhasser nennen, weil das für ihn eine Beleidigung ist, obwohl es die Wahrheit ist?

          Mich würde mal interessieren, ob er eine Freundin oder Frau hat? Oder ob er die Konsequenzen gezogen hat und allein lebt oder mit anderen Frauenhassern zusammen?

          • In dem Interview sagt er, dass er ne Freundin hat. Ob er ein Frauenhasser ist? Das vielleicht nicht, aber er hat einige verdammt scheußliche und reaktionäre Ansichten über Frauen. Es ist also definitiv so, dass sein Frauenbild nicht das Beste ist.

  6. Wisst ihr was, es bringt ÜBERHAUPT NICHTS, hier zu diskutieren, wer lügt und warum!! Ich vertrete weiterhin die Position, dass hier keiner Recht hat, weder Helge noch alle anderen! Also hört bitte auf, euch gegenseitig die Schuld zuzuschieben!! Und an Helge: bitte hör‘ mit dieser Propaganda auf. Du verallgemeinerst das Ganze leider sehr stark, wie causeway-bay festgestellt hat, was mich auch ziemlich stört, da kannst Du noch so viele „gute“ Blogs posten, denn ob sie gut sind, ist eine Frage des Betrachters. Ich find‘ ja auch nicht alles gut, was User XY gut findet und ich vertrete weiterhin meinen Gleichberechtigungsanspruch, wo das Wort Gleich drinsteht. GLEICH, Leute!!

    Und nein, es bringt überhaupt nichts, mir zu sagen, ich sei 16 und solle mich um meine Schule kümmern! Erstens habe ich in einer Woche Sommerferien und zweitens darf auch ich meine Meinung sagen.

    • Wenn jemand behauptet, dass ich Unrecht habe oder dass ich unzulässig verallgemeinert habe, ist das erst einmal ok. Aber er sollte dann auch Belege für diese Behauptung bringen. Bisher ist dies jedoch weder Causeway Bay noch Soma gelungen.

      Und nein, es bringt überhaupt nichts, mir zu sagen, ich sei 16 und solle mich um meine Schule kümmern! Erstens habe ich in einer Woche Sommerferien und zweitens darf auch ich meine Meinung sagen.

      Warum glaubst du, dass dir irgendjemand dein Recht auf eine eigene Meinung absprechen möchte? Und wer sollte das sein?

      • Helge? Ohne der Userin zu nah treten zu wollen. Das ist leider so. Das was ich, du, wer auch immer, auf Grund seiner etwas längeren Lebenserfahrung – sagst … wird leider oft genug … nicht auf die Weise interpretiert … wie ich, du, wer auch immer, tatsächlich meint.

        Und eigentlich müßte man sich so Texte speichern. Um in ein paar Jahren mal nachzufragen. Sei es bei User/innen die es auf ihre Weise ehrlich und korrekt meinen, oder, bei Leuten die man durchaus als brettervernagelte Menschen bezeichnen könnte … (vorsichtig ausgedrückt)

        (auf derartige ´Grenzen´ stoße ich beinahe täglich / beim Umgang mit gleichermaßen jungen Menschen)

        • Das stimmt und genau darauf will ich auch grade raus. Es liegt immer im Auge des Betrachters. Ich akzeptiere eure Meinung, das Problem ist einfach nur, dass man IMMER was reininterpretiert. Keine Sorge, Lifegamer, Du trittst mir nicht zu nahe, Kritik kann ich ab und ich bin wirklich noch sehr jung.
          Zu Helge möchte ich in diesem Punkt sagen, dass das durchaus schon vorgekommen ist – zum Glück nicht hier, aber seitdem bin ich in Beiträgen, in denen ich mich wirklich so extrem ausdrücke, immer ein wenig ruppig, was mein Alter angeht 🙂

          Zurück zum Interpretieren. Ich könnte – da ich ja für GLEICHberechtigung bin, reintheoretisch reininterpretieren: „Aha, der Helge ist für Bevorzugung der Männer“ und hier schreiben: „Sag mal, geht’s noch?!?“ Tue ich aber nicht, so radikal bin ich nämlich nicht. Und auch hier haben wir was mit dem Betrachter: es kommt auf die Radikalität an, mit der jemand seine Einstellung vertritt. Ich finde Einiges, was Helge hier schreibt, sehr verallgemeinert, da es sich teilweise um Einzelfälle handelt, die aber nicht der Mehrheit entsprechen. Okay, Jasna Strick und die Bevorzugung der Mädchen an Schulen sind sicherlich kein Einzelfall, schlecht recherchierte Artikel (wie wir von Vivian Alterauge und Puls, weswegen ich mich beim BR beschwert habe und gesagt habe, die sollen dieses Mobber-Jugendradio gefälligst rauswerfen, wenn damit nur Mobbing gefördert wird), sind kein Einzelfall, aber es gibt genug Beispiele, in denen die Frau benachteiligt ist. In meiner Familie beispielsweise gab es da einen Vorfall, aber ich will hier keine Familiengeschichten von mir erzählen.
          Aber ich vertrete meine Einstellung nicht radikal, sondern liberal und bin offen für neue Meinungen. Im Gegesatz zur Tugendfurie. Ich weiß nicht, ob ich mich als Feministin bezeichnen kann, aber ich bin für die Gleichberechtigung und das ist eine Strömung des Feminismus.

          Was ich sagen will: es ist Ansichtssache! Hier jemanden als Lügner zu beschimpfen, bringt nichts, denn es gibt kein „Ganz richtig“ und „Ganz falsch“! Jeder hat irgendwo Recht. Es ist eben Ansichtssache und User X wird meinen Beitrag auch ganz anders wahrnehmen als User Y oder User Z. Von der Tugendfurie reden wir gar nicht erst.

          Übrigens, Helge… Ich verweise zum Thema Feminismus auch auf den satirischen Comic Asterix und Maestria. Der ist wirklich lesenswert. Sollte ich der Tugendfurie mal empfehlen…

          • Es liegt immer im Auge des Betrachters.

            Hier begibst du dich in eine argumentatorische Falle. Wenn jede Aussage beliebig interpretiert werden kann, hat sie keine Aussagekraft mehr. Sie wird zu reinen Hintergrundrauschen. Wir müssen also postulieren, dass eine Aussage eine Bedeutung hat, idealerweise jene, die der Aussagende intendiert hat. Nun kann es natürlich Mißverständnisse geben. Am Beispiel von Ilse Lenz wäre es mit einer extrem geringen Wahrscheinlichkeit natürlich denkbar, dass sie keine Ahnung von rechtsstaatlichen Prinzipien hat, die Begriffe durchgehend falsch verwendete und tatsächlich nur meinte, dass das Ermittlungsverfahren, was sowieso immer eröffnet werden muss, immer eröffnet werden sollte und nicht der Gerichtsprozess, der nur eröffnet wird, wenn hinreichende Indizien oder Beweise für eine Anklageerhebung vorliegen. Ja, das wäre denkbar. Aber ist es wahrscheinlich?
            Ich selbst interpretiere ihr Schreiben so, als wüßte sie, wofür die verwendeten Begrifflichkeiten stehen. Causeway Bay könnte natürlich tatsächlich ihren Text wie oben erläutert interpretiert haben. Nicht völlig unmöglich, aber ist es wahrscheinlich? Und selbst wenn es so wäre und er auf eine derart unwahrscheinliche Interpretation kommt, bei der man völlige Unkenntnis der Begrifflichkeiten und des juristischen Prozederes unterstellen muss, kann er sich dann sicher sein, dass diese Interpretation stimmt? Lies dir seinen Text durch, da geht es nicht um eine alternative Interpretation, er stellt sie als Tatsache hin.
            Ich bleibe daher dabei, Causeway Bay weiß, dass er dort gelogen hat.

            aber ich bin für die Gleichberechtigung und das ist eine Strömung des Feminismus.

            Es ist auch ein Grundwert des Humanismus und des Maskulismus. Da ist es nicht nur eine Strömung, sondern das Fundament. 😉

            Jeder hat irgendwo Recht.

            Man kann nicht immer nur nach dem Konsens suchen. Einige Ansichten sind so falsch, dass man ihnen widersprechen muss. Denk einfach mal an Rassismus, oder an Diskriminierung, auch wenn die nicht immer so offensichtlich erkennbar sein mag, an Faschismus oder Tausend andere Spielarten von Menschenverachtung.

            den satirischen Comic Asterix und Maestria

            Den werde ich mir bei Gelegenheit mal anschauen. 🙂

          • Danke Painted-Lady. Bedenklich finde ich ja vor allem, wenn, unter dem Deckmantel von ´Gleichberechtigungs-Fahnen´ nichts weiter als neue Ungleichheiten/Ungerechtigkeiten geschaffen werden. Und, um auf Konsens-Bemühungen gleich mit einzugehen, nützt es etwas wenn man ´einfach´ nur verurteilt? Sollte es nicht eher so sein, das man sich (zuweilen leider) erstmal mit der Position seines Gegenübers, wie das Gegenüber überhaupt dazu kommt, auseinandersetzen sollte? Auch wenn selbiges Gegenüber nicht zu Gleichem in der Lage ist?
            Mein ureigenstes Beispiel wäre ein landesweit bekannter gewisser Hupka (Vorname fällt mir gerade leider nicht ein und das Buch steht ein Stück weg von mir herum). Oh, nada. Im erwähnten Buch ist er einer von vielen, die nichts weiter als ihre Kindheit beschreiben. Und es ist eine Sammlung sehr unterschiedlicher Geschichten zur Geschichte unseres Landes. Und, witzigerweise, fand ich beim lesen, das Herr Hupka grundsätzlich gar nicht so radikal ist/war wie er ansonsten dargestellt wird. Aber wie ja schon (an)erkannt. Interpretation kann zuweilen eine prekäre Angelegenheit werden. (Hupka zB müßte sich sicher den eigenen Text auch mal aus einem anderen Blickwinkel heraus durchlesen…)
            Eine interessante Erfahrung für mich (war) einmal, als ein sehr sehr kurzhaariger Mensch auf mich zukam und wir ein ruhig verlaufendes Gespräch über manch Sache hatten die sich so in seinem Kopf befanden. Und da ich mit ihm nicht aufgrund seiner Äußerlichkeiten entsprechend umging, hörte er genauso zu wie ich ihm zuhörte. (die Reaktionen derer die sich noch so um mich herum befanden, nun ja, zum Schluß war da eher totale Verwirrung zu sehen als beim ´Kurzhaarmenschen´)
            Abgesehen davon das man ja auch nicht – alle Slytherin´s über den einen grünen Kamm scheren sollte. (Harry Potter Insider. / Auch ich find es Schade das Frau Rowling, bei allen sonstigen hochinteressanten Parabeln, das sie in Bezug auf ´die Slytherins´ u.a. versäumte, das Menschen durchaus lernfähig sind, selbst wenn das nicht gleich erkennbar wird)
            Das Komik ist interessant wie lustig… Danke.

          • „Zurück zum Interpretieren. Ich könnte – da ich ja für GLEICHberechtigung bin, reintheoretisch reininterpretieren: „Aha, der Helge ist für Bevorzugung der Männer“ und hier schreiben: „Sag mal, geht’s noch?!?“ Tue ich aber nicht, so radikal bin ich nämlich nicht.“

            Das hat erstmal nichts mit Radikalität in irgendeiner Form zutun, sondern wäre schlicht eine falsche Aussage. Mir geht dieses ständige Hineininterpretieren irgendwelchen Unsinns inzwischen einfach nur noch unfassbar auf den Senkel. Und idR passiert es auch nur aus dem Wunsch heraus, jemanden mit Dreck zu bewerfen, weil das was tatsächlich gesagt wurde nämlich keine Angriffsfläche bietet.

            „aber es gibt genug Beispiele, in denen die Frau benachteiligt ist.“

            Und? Hat Helge oder irgendjemand sonst hier das Gegenteil behauptet? Es ist nur schlicht und ergreifend so, dass in vielen Fällen, in denen von der Benachteiligung der Frau geredet wird, im Endeffekt keine vorliegt. Das heißt nicht, dass per se keine Frauen benachteiligt werden. Aber spaßeshalber: Nenn mir doch mal einen aktuellen Fall, in dem eine Frau aufgrund ihres Geschlechts hier in Deutschland benachteiligt wurde. Muss es ja anscheinend zuhauf geben.

            „denn es gibt kein „Ganz richtig“ und „Ganz falsch“!“

            Entschuldige, aber das ist Unfug. Selbstverständlich gibt es ganz richtige und ganz falsche Aussagen.

          • Gwenny, es gibt hierbei nunmal kein ganz richtig. Demokratie ist auch nicht die ganz richtige Staatsform, aber eben die bestmögliche. Außerdem geht es mir bei dieser Aussage um den liberalen Standpunkt, dass radikale Standpunkte schnell ins Ungerechte abrutschen, ist klar.
            Hier geht es um eine ETHNISCHE Frage und meiner Ansicht nach kann man da nie die beste Lösung finden, sondern nur die bestmögliche. Eine radikale Lösung ist sowieso nie die richtige, dafür gibt es in der deutschen Geschichte genug Beispiele, mal auf die Politik bezogen.

            Wie gesagt, ich könnte Dir beim Punkt „Banchteiligung der Frau“ sofort ein Beispiel aus meiner Familie melden, aber ich habe, wie bereits erwähnt, keine Lust, hier aller Öffentlichkeit Familiengeschichten zu erzählen. Das Problem an dieser Frauenbenachteiligungsgeschichte ist, dass vieles gar nicht erst an die Öffentlichkeit kommt. Ohne eine radikalfeministische Position beziehen zu wollen: die Frauenquote in Deutschland ist immer noch zu niedrig und die Gehälter sind bisher auch noch nicht ausgeglichen (gut, Mütter gehen halt mal nicht zur Arbeit und erhalten deshalb weniger Gehalt, aber teilweise gibt es immer noch Bevorzugung der Männer an Universitäten, bloß weil es Männer sind – zum Glück nicht hier in Deutschland, sondern in unserem schönen Nachbarland Österreich), außerdem gibt es immer noch die typischen Männer- und Frauenberufe. Gut, es will nicht jeder Mann Erzieher werden, aber ich habe jemanden in der Klasse, der nun seine Mittlere Reife gemacht hat und gesagt hat, er wird Erzieher. Erstens mag er Kinder und zweitens denkt er, dass es viel zu wenige männliche Erzieher gibt und den Kindern so der Kontakt zu diesem Geschlecht fehlt und sie so Misstrauen entwickeln – was ich übrigens von mir selbst kenne. Ich hatte im Kindergarten nur weibliche Erzieher und ja, irgendwie bin ich Männer gegenüber misstrauischer als Frauen gegenüber – doch das liegt sicherlich nicht nur daran, sondern auch an der gesellschaftlichen Propaganda. Und nein, hiermit meine ich nicht Helge, sondern gewisse andere Leute.

            Radikale treffen leider oft falsche Aussagen und Interpretationen, Gwenny. Das ist meine Erfahrung. Aufgrud ihrer Einstellung interpretieren sie eine Aussage falsch und treffen so eine falsche Aussage. Und das ist bei jeder radikalen Position so. Wie bereits erwähnt, mein Großvater hat einmal gesagt: „Halte Dich von allem fern, was raikal ist, denn mit den Leuten kann man nicht reden.“ Und das stimmt, denn die interpretieren alles, was Du sagst, so, dass Du entweder Feind oder Freund bist. Und wenn es nicht ihrer Einstellung entspricht, bist Du eben Feind. So ist das.

          • die Frauenquote in Deutschland ist immer noch zu niedrig

            Es gibt in Deutschland mehr Frauen als Männer. Möchtest du, dass einige Männer ausgewiesen oder abgemurkst werden, damit der Frauenanteil weiter steigt? XD
            Oder geht es dir um Berufe? Gibt es dir zuwenig weibliche Bergarbeiter? Oder noch nicht genug Bibliothekare? Stört es dich, dass die Humanmedizin mittlerweile zwar fest in weiblicher Hand ist, aber man eben doch noch gelegentlich auch Männer trifft? Oder dass nicht genug Frauen KFZ-Mechatroniker werden? Worum geht es dir explizit?

            und die Gehälter sind bisher auch noch nicht ausgeglichen

            Du möchtest, dass ein ungelernter Pizzabote genausoviel wie ein Arzt oder Ingenieur verdient? Aber warum sollte dann noch jemand Arzt oder Ingenieur werden wollen, wenn er als Pizzabote das Gleiche verdient?
            Oder redest du vom Paygap-Mythos, nach dem Frauen angeblich 27% weniger verdienen? Glaubst du wirklich, dass wenn du in derselben Tätigkeit dasselbe leistest, dir irgendein Arbeitgeber 27% weniger zahlen darf? Das wäre verbotene Diskriminierung. Und wenn es erlaubt wäre, denkst du irgendjemand würde noch Männer einstellen, wenn er doch dieselbe Leistung 27% billiger kriegen könnte? Klingt das auch nur ansatzweise logisch?

            teilweise gibt es immer noch Bevorzugung der Männer an Universitäten, bloß weil es Männer sind

            Halte ich für ein Gerücht wie den Paygap-Mythos. Hast du Belege dafür?

          • „Wie gesagt, ich könnte Dir beim Punkt „Banchteiligung der Frau“ sofort ein Beispiel aus meiner Familie melden, aber ich habe, wie bereits erwähnt, keine Lust, hier aller Öffentlichkeit Familiengeschichten zu erzählen.“

            Momentchen. Du hast gesagt, es gäbe genug Beispiele, die belegen, dass eine Benachteiligung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts, stattfindet und jetzt antwortest du mir, du hättest zwar etwas, was deine Behauptung belegen würde, willst dieses Beispiel aber nicht nennen. Okay.
            Nun, du wirst doch aber die schreckliche Benachteiligung der Frauen hier in Deutschland nicht an einem einzigen Beispiel in deiner Familie festmachen, oder? Dementsprechend müsstest du doch noch andere Beispiele finden.

            „außerdem gibt es immer noch die typischen Männer- und Frauenberufe“

            Natürlich gibt es die. Möchtest du denn als Frau auf dem Bau arbeiten? Wieviele Frauen wollen KFZ-Mechatroniker werden? Ich kenne übrigens keine einzige Müllfrau. Woran liegt das? Ist das Geschlechterdiskriminierung oder wollen die meisten vielleicht einfach nur nicht auf den Bau, in die Werkstatt oder auf das Trittbrett eines Mülllasters? Die Tatsache, dass ich nicht auf dem Bau arbeite hat also nichts mit irgendeiner Form der Unterdrückung zutun, sondern resultiert schlicht daraus, dass ich es nicht will.

  7. Hallo allerseits 🙂

    Ich muss schon sagen, dass dieser Blogeintrag doch höchst interessant ist. Wäre er früher erschienen, hätte ich ihn sogar in meinem Kurs an der Uni verwenden können (war übrigens ein Kurs namens „Women’s Writing“, feministisch angehaucht also, aber nicht radikal gewesen, sondern interessant. In diesem Kurs, indem übrigens auch einige Jungs waren,durfte jeder seine Meinung sagen, solange es nicht in einen Geschlechterkampf ausarten würde. War auch nie passiert )

    Was mich immer an solchen Meldungen stört, ist das Nicht-erwähnen von Jungs/Männern. Soweit mich mein Kurs etwas gelehrt hat, dann dass Feminismus= Gleichberechtigung ist. Was ist da bloss falsch gelaufen? Männer sind genauso Opfer von Gewalt wie Frauen, auch wenn niemand es hören will. Ich nehme an, dass manche Männer sich wohl möglich schämen, wenn ihre Partnerin sie angreift, da unsere Gesellschaft immer noch das Bild davon hat, dass Frauen so etwas nicht tun und Männer bitteschön stark zu sein haben. Nicht, dass sich Frauen nicht schämen würden, wenn es anders herum ist. Doch Fakt ist: Gewalt ist und bleibt Gewalt, egal wen es betrifft. Und ich finde, dass sich da dringend etwas ändern muss.

    Um nochmal auf die Uni zurück zu kommen: Männer sind keine Monster. Die meiste, die ich kenne, sind ganz nette Kerle. Und mit Radikalen konnte ich eh nie etwas anfangen.

    Vielen Dank nochmal für diese doch sehr ausführliche und interessante Lektüre,

    mfg drawmylove

    • Leider ist es so, das vor allem im sexuellen Bereich, Männer, die Hauptzahl der Täter ausmachen. Quasi Gewalt die unterschiedslos, Jungen wie Mädchen, Frauen wie Männer, trifft. Und wenn ich dies als ´logisch´ bezeichne, könnte durchaus ein neuer Sturm der Entrüstung losgehen. Wo ich beim nachverfolgen all dieser Blogs immer wieder daran denken muß, das eine derartige Herangehensweise kontraproduktiv zum gewünschten Ziel ist.
      Sollte man nicht eher ´Gemeinsamkeiten´ betonen? Als all die vielen Unterschiede? Zwischen den Geschlechtern.

      (meine Satzzeichen setze ich vorwiegend mit Bedacht, auch wenn sie zuweilen fernab der viel geprießenen neuen deutschen Rechtschreibung zu stehen scheinen…)

      Feminismus mit Gleichberechtigung gleichzusetzen erscheint widersinnig. Und von daher müßte man ein neues Wort erfinden. Oder? Gleichberechtigung als das interpretieren, was dieses Wort, ursprünglich, zum Ausdruck bringen sollte…

      Und. Um für mich zu sprechen! Als Mann. Ich mag einer sein. Aber als Monster, mich anzusehen. Ansehen zu wollen. Wiewohl ich ziemlich ´ketzerische´ Ansichten ´pflege´, nein! …

  8. Ich finde den Hinweis auf die Presse und die Medien sehr wichtig, das beschäftigt mich auch schon seit langem. Ich würde das Thema noch allgemeiner sehen. Die allgemeinere These des Blogposts ist ja, daß die Medien uns desinformieren, daß „Reportagen“ nicht einer objektiven Darstellung entsprechen, sondern bewußt verzerren und damit letztlich Propaganda für die Ideologie der produzierenden Journalisten sind. Diesen Eindruck hat man nicht nur in der Geschlechterdebatte, sondern auch bei wichtigen anderen Themen, und seit einiger Zeit schwindet das Vertrauen der Allgemeinheit in die Medien und Journalisten ganz erheblich.

    Über die Gründe, warum das bei der Geschlechterdebatte so ist, habe ich hier eine ganze Reihe von Quellen zusammengestellt, in denen u.a. die sehr einseitige politischen Orientierung der Journalisten gezeigt wird. Ich spare mir die Zahlenkolonnen hier und gehe lieber auf die psychologischen Auswirkungen ein.

    Für mich war die Erkenntnis, in welchem Umfang meine Realitätswahrnehmung und meine Meinung in der Vergangenheit durch die Presse bzw. die ö.r. Medien manipuliert wurden, ein ziemlicher Schock. Man hat ja auch Vertrauen gehabt und will das anfangs nicht wahrhaben. Leider hat man meistens auch keine Alternativen. Ich persönlich tendiere immer mehr dazu, zu vielen Themen gar keine Meinung mehr zu haben und sie links liegen zu lassen, weil ich keine Zeit habe, mir selber genügend Quellen zu besorgen und die auf ihre Glaubwürdigkeit abzuklopfen.

    Zum Thema, wie raffiniert die Öffentlichkeit hinters Licht geführt wird, kann ich folgenden Vortrag von Prof. Rainer Mausfeld an der Uni Kiel: „Warum schweigen die Lämmer? – Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements“ empfehlen:

    Vortrag:


    Diskussion:

    Hauptthema dieser Seite ist ja eigentlich Fiktion – das wäre eine Analyse wert, inwieweit die Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements die gleichen sind, mit denen man in fiktionaler Literatur Charaktere zeichnet und unterschwellig Stimmungen vermittelt.

    • ich bin glücklicherweise in der DDR großgeworden und habe das »zwischen den Zeilen lesen« mit der Muttermilch aufgesogen, sozusagen von der Pike auf gelernt, und der Witz des Tages begann mit: »›was lügt auf der Treppe?&‹ – ›die Tageszeitung!‹«, was der Volksmund (oder meinethalben der Volkszorn) auf ein knackiges »Lügenpresse«, »Lügfunk«, »Journaille« und »Journalunken« verkürzte.
      insofern haben die Orwellbrigaden kein leichtes Spiel mit uns.

  9. Zwei Infos zur Ergänzung:

    Zum einen waren es keine Männerrechtler, die forderten, den Mad-Max-Film zu boykottieren, sondern Gegner der Männerrechtsbewegung:

    http://genderama.blogspot.de/2015/05/hassen-mannerrechtler-den-neuen-mad-max.html

    Eine maskulistische Filmkritik des Mad-Max-Streifens ist für knallige Schlagzeilen weniger gut; sie sieht nämlich so aus:

    http://man-tau.blogspot.de/2015/05/wie-ich-einmal-den-neuen-mad-max-film.html

    Zum anderen: Die Passage „Ich werde ihm persönlich die Kehle aufschlitzen“ war keine Morddrohung sondern eine missglückte Satire. Ein Blogger der Männerszene machte sich über den Feministen Hinrich Rosenbrock, der Männerrechtler als Nazis fantasierte, lustig, indem er neben einen Beitrag über Rosenbrocks Pamphlet ein Hitler-Bild mit der Textzeile „Rrrrosenbrock? Wer ist dieser Rrrrosenbrock? Klingt jödisch! Ich werde ihm persönlich die Kehle aufschlitzen“ (oder sehr ähnlich) setzte. Er hat den Quatsch also nur verhohnepiepelt. Beides hätte Witte schnell herausgefunden, wenn er ordentlich recherchiert und seriöse Männerrechtler danach befragt hätte. Aber dann hätte er natürlich keinen reißerischen Beitrag vorweisen können, der ihm ideologisch in den Kram passte.

    (Es gibt im übrigen auch kein rechtsextremes Blog mit dem Titel „Politically Incorrectness“, sondern nur „Politically Incorrect“, das ich seit ca. 2005 wegen seiner Inhalte scharf kritisiere (siehe etwa http://ef-magazin.de/2007/09/06/politically-incorrect-die-wirklichkeit-ist-nicht-schwarz-weis/ sowie http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14207 oder http://arnehoffmann.blogspot.de/2009/11/judische-allgemeine-uber-pro-koln-und.html usw. usf. Meine Beiträge darüber wurden etwa von Stefan Niggemeier verlinkt: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/581/google-news-ohne-politically-incorrect/. Insofern trifft es immerhin zu, dass Männerrechtler wie ich rechtsextreme Seiten lesen …)

    Edit Helge: Der Beitrag landete um 09:30 im Spamfilter. Hatte es leider erst soeben bemerkt und korrigiert.

  10. Ich habe eigentlich nicht viel zu sagen, außer Danke, dass du sagst, was mir durch den Kopf geht, Helge.

    Und: Findet es noch jemand als Frau in höchstem Maße diskriminierend von den Feministinnen als “Opfer” kategorisiert zu werden? Ich möchte jedenfalls nicht automatisch in diese Spalte gesteckt werden und finde, dadurch sabotiert man die Gleichstellung von Frauen mehr als ihr zu nützen.

  11. „Wenn Männer und Frauen tatsächlich gleich schlecht und gleich gut sind und wenn es eine Möglichkeit gäbe, für Angehörige des einen Geschlechts durch eine Klage das Leben eines verhassten Angehörigen des anderen Geschlechts zu zerstören, nahezu ohne eigene Nachteile befürchten zu müssen, möchte man dann wirklich glauben, dass dieses Mittel so gut wie nie genutzt wird? Bitte denkt einfach mal drüber nach.“

    Was genau möchtest du uns in Bezug auf Kläger*innen in Vergewaltigungsprozessen da mitteilen?

    Nebenbei bemerkt:
    Nur 8,4 % der Täter*innen in Vergewaltigungsprozessen werden verurteilt.So einfach, wie oben beschrieben, ist das also nicht.

    • Was genau möchtest du uns in Bezug auf Kläger*innen in Vergewaltigungsprozessen da mitteilen?

      Erst einmal möchte ich, das Leute nachdenken.

      Nur 8,4 % der Täter*innen in Vergewaltigungsprozessen werden verurteilt.So einfach, wie oben beschrieben, ist das also nicht.

      Wie kommt man auf solche Zahlen? Ergibt das für dich etwa Sinn? Und vor allen Dingen, wenn die Täter nicht verurteilt wurden (*), woher will man wissen, dass sie schuldig sind?

      (*) Was wohl im Umkehrschluss bedeuten dürfte, dass sie freigesprochen wurden.

        • Da steht nur etwas völlig anderes:

          „Vor 20 Jahren erlebten 21,6 Prozent der eine Anzeige erstattenden Frauen die Verurteilung des Täters. 2012 waren es nur noch 8,4 Prozent.“

          Damit deine absurde Behauptung stimmen würde, müßte jede Klage wegen Vergewaltigung berechtigt sein. Mit anderen Worten jeder Angeklagte ist auch schuldig. Es sollte offensichtlich sein, wo hier der Pferdefuss liegt.

      • Also gehst du davon aus, dass von den 100% der Kläger*innen 91,6% lügen?

        • Nein, wie kommst du darauf? Erkläre bitte deinen Gedankengang so genau wie möglich. Achte bitte darauf, dass ich dir bereits einen massiven Logikfehler nachweisen konnte, als du Angeklagte und Täter gleichgesetzt hast. Dies offenbart ein eklatantes Missverständnis von rechtstaatlichen Prinzipien und Prozessen.

        • Naja…

          Interessanter Weise sind es aber nicht einmal die gezielten, absichtlichen Falschbezichtigungen, sei es aus Rache oder um einen Vorteil zu erlangen (In 40% aller Sorgerechtsstreitigkeiten wird der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben. 95% der in Sorgerechtsstreitigkeiten erhobenen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erweisen sich als falsch), sondern ganz oft Konflikte in Familie und Partnerschaft, das Verschleiern sexueller Beziehungen, Peinlichkeitsgefühle, sowie das Bedürfnis sich wichtigzumachen, Mitleid, beziehungsweise Aufmerksamkeit zu erregen, oder psychisch bedingte Falschbeschuldigungen, die das Aufdecken der Unwahrheit noch ungemein schwerer machen.

          http://www.123recht.net/Falsche-Verdaechtigung-bei-Vergewaltigung-und-sexuellem-Missbrauch–__a155608.html

          Keine Ahnung wo die Zahlen herkommen, aber das kommt den 91,6% doch schon recht nah.

          Interessant auch dieses hier:

          http://www.dnaindia.com/india/report-53-rape-cases-filed-between-april-2013-and-july-2013-false-delhi-commission-of-women-2023334

          53% Falschbeschuldigungen und das sagt die „Delhi Commission of Women“ in Indien.

          Die U.S. Air Force hatte auch mal eine Studie dazu gemacht. Sie haben sogar einen Lügendetektor verwendet. Ergebnis: 65% Falschbeschuldigungen.

          http://www.falserape.net/falserapeafa.htm

          Und das tolle ist ja, das man Falschbeschuldigerinnen nicht bestrafen will, weil dann wirklich Vergewaltigte Angst bekommen könnten, das ihnen nicht geglaubt wird. Das führt in den USA dazu, dass Frau falschbeschuldigen kann ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.

  12. Falls es interessiert hier die Mailanfrage von Herrn Witte an WikiMANNia, deren Antwort und was daraus gemacht wurde.
    http://www.wgvdl.com/swr2-als-teil-der-luegenpresse

    Ob hier informiert oder manipuliert wurde möge jeder selbst herausfinden.

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