Jul 222015
 

Das Bundesverfassungsgericht hat das Betreuungsgeld kassiert. Es wäre für die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse auch über Ländergrenzen hinaus keineswegs erforderlich. Da es keinerlei Auswirkungen auf Lebenswelt und Arbeit habe, sei die Voraussetzung für eine Regelung durch den Bund nicht gegeben.

Von vielen Seiten gab es Beifall für die Abschaffung der „Herdprämie“. Teilweise ziemlich hämischen. Jene, die glauben, dass es Kindern in der Kita unter Gleichaltrigen und mit manchmal besser manchmal schlechter ausgefallenen frühkindlichen Bildungsangeboten besser ergeht als bei Mama oder Papa im heimischen Kinderzimmer, fühlen sich bestätigt. Jene, die Frauen generell lieber arbeiten als sich um den Nachwuchs kümmern sehen, sowieso.

Als die „Herdprämie“ Ende 2012 eingeführt wurde, war ich gegen sie. Ich sah damals mehr die Risiken, die eben darin bestehen, dass Kinder nicht gemeinsam mit anderen Kindern unsere Sprache erlernen, dass sie daheim isoliert werden und dass Frauen dazu animiert werden könnten, die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit länger hinauszuzögern.

Heute sehe ich die Sache deutlich differenzierter. Der Entzug der Förderung bedeutet im Endeffekt, dass Eltern in ihren Wahlmöglichkeiten eingeschränkt werden. Ich konnte mir das früher nicht vorstellen, aber es gibt tatsächlich sehr viele Mütter (und sicher auch einige Väter), die sich gerne länger als die 14 Monate, in denen Elterngeld gezahlt wird, direkt um den eigenen Nachwuchs kümmern möchten. Dies kann aus den verschiedensten Gründen der Fall sein, aber es ist definitiv die sicherste Methode, um zu garantieren, dass das eigene Kind ein ungebrochenes Urvertrauen entwickeln kann, denn wer kann schon absolut sicher sagen, wie sein Kind auf die temporäre Übergabe an die Krippe reagieren wird? Ich möchte damit keineswegs gegen Krippen und Kitas argumentieren, aber ich denke, dass es der Entscheidung der Eltern überlassen sein sollte, ob sie ihr Kind nicht vielleicht doch etwas länger selbst betreuen möchten.

Weiterhin sollte man eines nicht vergessen: Im Krippenbereich geht ohne günstige Fachkraft-Kind-Relation sozusagen gar nichts in Sachen Bildung, Erziehung und Betreuung. Viernickel und Schwarz fanden Forschungsergebnisse, die „Hinweise auf Schwellenwerte“ geben, wie sie es vorsichtig formulieren, ab denen „die pädagogische Prozessqualität und das Verhalten und Wohlbefinden von Kindern negativ beeinflusst wird“: Diese liegen bei Gruppen mit unter 3-jährigen Kindern bei einem Verhältnis von 1:3 bis 1:4, bei Gruppen mit 3- bis 6-jährigen Kindern bei ca. 1:8 und bei Gruppen mit 5- bis 6-jährigen Kindern bei 1:10. Die Realität sieht aber leider oft anders aus. Bei den unter 3-Jährigen möchte man beispielsweise in Brandenburg bis August 2016 auf eine Quote von 1:5 kommen, was immer noch fast doppelt so hoch ist, wie empfohlen. Bei der direkten elterlichen Betreung dürfte die Quote meist bei 1:1 liegen.

Kommen wir zum Abschluß noch kurz auf den Kostenaspekt zu sprechen. 150€/Monat gab es bisher als Betreuungsgeld. Die kompletten monatlichen Kosten für einen Krippenplatz (0-3 Jährige) liegen zwischen 500 und 1500 €, bei einem Kindergartenplatz (4-6 Jährige) liegen sie immer noch zwischen 300 und 1000 €.  Diese Kosten reduzieren sich auch nicht signifikant, wenn mehr Kinder in Krippen und Kitas untergebracht werden, da dann auch entsprechend mehr Erzieher und Räumlichkeiten benötigt werden. Volkswirtschaftlich gesprochen besteht der primäre Nutzen der Kinderbetreuung darin, dass sie es den Eltern erlaubt, zu arbeiten und somit zum Bruttosozialprodukt beizutragen.

Aber ist dieser durchaus positive wirtschaftliche Effekt wirklich Grund genug, die Wahlfreiheit der Eltern einzuschränken? Ist es tatsächlich so verwerflich, wenn eine Mutter oder ein Vater sich entschließen, sich trotz der damit gegebenenfalls verbundenen beruflichen Nachteile etwas länger um die eigenen Kinder kümmern zu wollen, bevor sie sie von Fremden betreuen lassen? Und sind Krippe und Kita trotz der mit ihnen verbunden Unwägbarkeiten und der eher suboptimalen Ausstattung mit Betreuungspersonal tatsächlich ultimativ und der Weisheit letzter Schluß? Was meint ihr?


Bayern hat bereits angekündigt, das Betreungsgeld weiter zahlen zu wollen. Auch in Sachsen und Hessen möchte man die Regelung fortführen. Sachsen zahlt zudem im zweiten und dritten Lebensjahr ein einkommenunabhängiges Landeserziehungsgeld von 150 Euro beim ersten und 200 Euro beim zweiten Kind.

Hier noch relevante Informationen für Familien, die Betreuungsgeld beziehen oder beantragt haben.

  185 Responses to “*IMHO* Betreuungsgeld ade – ein Sieg der Vernunft?”

  1. Ich habe damals die Einführung des Betreuungsgeldes befürwortet und bin jetzt auch nicht zufrieden mit der Wiederabschaffung. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass sowohl mein Bruder als auch ich zu Hause aufgewachsen sind. Zum Einen war meine Mutter nach der Wende ohnehin arbeitslos geworden (sie war also zu Hause und es war auch finanziell besser), zum Anderen hätte wir uns dort nicht wohlgefühlt, weil wir hochbegabt und damit extrem „anders“ waren. (Ich war auf eigenen Wunsch drei Tage im Kindergarten und es war grauenvoll.) Trotzdem ist aus uns was geworden, gerade mein Bruder ist bei den meisten Mitmenschen extrem beliebt und alles Andere als unsozial. Ich dagegen bin zwar oft auch gesellig, grundsätzlich aber von Natur aus ein Eigenbrötler und „Zwangskontakt“ zu Mitmenschen macht das eher noch schlimmer und vergällt mir auch den Kontakt, den ich eigentlich freiwillig und gern habe. Nach dieser Vorgeschichte seufzte meine Mutter damals bei der Einführung des Betreuungsgeldes resigniert und meinte, das hätte sie damals auch gern gehabt.

    Es geht ja bei dem Betreuungsgeld nicht nur um den Verdienstausfall. Kindererziehen ist tatsächlich Arbeit, für die man in gewisser Hinsicht auch qualifiziert sein und die man möglichst freiwillig machen sollte. Hinzu kommt, dass doch eigentlich sowieso regelmäßig über einen Geburtenrückgang geklagt wird, und ich denke, dass Betreuungsgeld durchaus ein Anreiz war/hätte sein können, sich etwas sorgloser für ein Kind zu entscheiden, wenn man das eigentlich möchte.

    Im Übrigen denke ich auch nicht, dass diese Option Leute, die eigentlich bald wieder arbeiten gehen wollen, davon abgehalten hat. Wer gar nicht zu Hause bleiben wollte, wird das nicht um des Betreuungsgeldes willen trotzdem getan haben; wer dagegen zu Hause blieb und das Geld bezog, wäre sicher auch sonst zu Hause geblieben und wird das weiterhin tun.

    • Hallo,

      Im Allgemeinen gebe ich dir mit deiner Meinung recht, besonders, wenn es darum geht, dass Kindererziehen auch Arbeit ist, die als solche auch anerkannt und vergütet werden sollte.
      Trotzdem muss ich sagen, dass ich mit der Argumentation übers „Hochbegabt-Sein“, das quasi den kategorischen Ausschluss des Kindergartenbesuchs bedeutet, nicht zu 100% einverstanden bin.
      Auch ich wurde als „hochbegabt“ eingestuft, bin aber „ganz normal“ in den Kindergarten und in die Grundschule gegangen beziehungsweise gehe ganz normal aufs Gymnasium. Meiner Meinung nach kommt es hier vielmehr darauf an, wie gezielt sich die Erzieher_innen mit dem jeweiligen Kind auseinandersetzten können, also wie viel Zeit ihnen in der Summe für jedes Kind zur Verfügung steht. Ich habe in diese Richtung großes Glück gehabt, und ich kann verstehen, dass gerade Eltern, die diese Situation in den umliegenden Kitas und Krippen nicht als gegeben sehen, sich gerne persönlich um ihre Kinder kümmern würden, sodass das Betreuungsgeld hier dann durchaus als sinnvolle Anlage gesehen werden kann. Auf der anderen Seite habe ich beispielsweise schon im Kindergarten lernen müssen, mich mit anderen zu arrangieren, die nicht sofort verstanden habe, was ich von ihnen wollte. Ich empfinde diese fürs tägliche Leben elementaren „Soft Skills“ als extrem wichtig, weil sie meiner Meinung nach ein gutes Zusammenleben in der größeren Gemeinschaft/ in der Gesellschaft erst möglich machen.

      Darüber hinaus muss auch gesagt werden, dass Statistiken zeigen, dass das Betreuungsgeld vor allem von sozial schwachen und „bildungsfernen“ (man beachte bitte die Anführungszeichen!) Familien in Anspruch genommen werden, was dem allgemeinen gesellschaftlichen Anspruch alle Kinder, gleich mit welchem familiären Hintergrund, möglichst früh auf einen gemeinsamen Stand zu bringen. Ich persönlich sehe hier einen entscheidenden Nachteil, besonders für Kinder mit Migrationshintergrund, wenn sie bereits am Anfang ihrer Bildungsphase teilweise von der Förderung, die andere Kinder in ihrem Alter genießen, ausgenommen werden.

      Trotzdem denke ich, dass Kinder diese „Lücken“ auch aufarbeiten können, wenn sie erst ab dem vierten Lebensjahr in die Kita/ den Kindergarten integriert werden. Zu meiner Zeit (hahaha) war es sowieso üblich, dass man erst mit drei, frühestens mit zwei-einhalb in den Kindergarten gegangen ist. Von daher kann ich mich hier nur anschließen, das Betreuungsgeld war in meinen Augen eine durchaus gelungene Maßnahme. Schade nur, dass RLP sich bis jetzt noch nicht entschlossen hat, es ebenfalls beizubehalten.

      • Na klar ist Hochbegabung (deren Vorhandensein sich ja sowieso bei jedem „betroffenen“ Kind individuell äußert) kein grundsätzliches Argument, ich habe damit nur den konkreten Fall (meinen/unseren) begründet. Das Problem war bei uns (Provinzstadt) einfach, dass von „Andersartigen“ verlangt wurde/wird, sich „anzupassen“, und das kann in dem Alter kaputt machen. Das Problem waren für mich damals tatsächlich eher die Erzieherinnen. Für uns war es letztendlich so am besten, wie wir es eben gemacht haben. Wie gesagt, wir haben inzwischen beide trotzdem völlig normale Sozialleben. 😉 (Und wir sind auch normal zur Schule gegangen, nur mit Klasseüberspringen.) Das ist eben in jedem Fall anders, und wie unten jemand schrieb: Pauschalisierungen à la „das ist für [alle] Kinder [gleichermaßen] gut und das nicht“ funktionieren da nicht. Studien können nur Wahrscheinlichkeiten belegen, aber individuell ist es immer anders.

  2. “Diese Kosten reduzieren sich auch nicht signifikant, wenn mehr Kinder in Krippen und Kitas untergebracht werden, da dann auch entsprechend mehr Erzieher und Räumlichkeiten benötigt werden.“

    Da muss ich leider wiedersprechen. Also bezüglich der mehr Erzieher etc.

    Ich habe mal Praktikum in einem Walddorfkindergarten gemacht – also die Sorte Kindergarten, die ja ach so toll ist und vor allem auch die Eltern mehr kostet, zwecks ‚ach so toll‘.

    In der Gruppe waren 14 Kinder.
    Erzieher?
    Eine! Zusätzlich gab es noch eine Frau die für die Betreuung eines einzelnen Kindes da war, da dieser geistlich nicht so entwickelt war wie es sein sollte. Sie war nicht dafür ausgebildet, aber das ist ja die Sache des Elternpaares, das sie für ihr Kind ausgesucht hat.
    Als dann die ausgebildete Erzieherin krank war, war nur die nicht ausgebildete Frau für die gesamte Gruppe verantwortlich! Die Einzelbetreuung für den Jungen fand aber sowieso die ganze Zeit nicht wirklich statt.

    Auch in den ganzen weiteren Gruppen in dem Kindergarten waren über all nur jeweils eine Erzieherin, und bei manchen noch eine Praktikantin.

    Also nix mit ‚mehr Kinder mehr Erzieher‘ – jeden Falls nicht zwangsläufig. Traurig aber wahr, denn ein intensives Kümmern um die Kinder war dort nicht vorhanden.

    Prinzipiell war ich auch gegen das Elterngeld, wobei ich es hier okay gefunden hätte, wenn man das bis zum dritten Lebensjahr gemacht hätte, da das die Kribbenzeit und die ’schwierigste‘ Zeit ist. Ab 4 Jahre finde ich aber, sollten Kinder mit anderen Kindern in den Kindergarten gehen, da das meiner Meinung nach sehr wichtig für die Entwicklung der Kinder ist. Dort lernen sie intensiv mit anderen Kindern umzugehen, wie man teilt, streitet und wieder verträgt, etc. Bei gelegentlichen Besuchen des Spielpplatz oder ähnlichem, ist das einfach nicht ausreichend gegeben.

    • Ich beziehe meine Antwort jetzt nicht auf den Waldorf-Kindergarten, denn ich habe nie in einem Waldorf-Kindergarten gearbeitet und habe dazu nur Bezug, weil meine Nachbarin an einer Waldorf-Grundschule arbeitet und ihre beiden Kinder dort bzw in den Waldorf-Kindergarten gehen. Ich könnte mir also keine fundierte Aussage dazu erlauben.

      Das Problem, das du beschrieben hast – zu wenige Erzieher/innen – ist häufig der Fall. Erzieherinnen gehen in Rente oder in den Mutterschutz, und Neue kommen kaum noch nach. Viele wollen nicht Erzieher/in werden, weil wegen so wenig Bezahlung. Man verdient in diesem Berufsfeld einfach nicht der Arbeit angemessen, und ich kann Menschen durchaus verstehen, dass dies einen Grund für sie darstellt, diesen Beruf nicht ergreifen zu wollen, vor allem in einer Gesellschaft, in der Geld eine überdimensional große Rolle spielt.

      Beim Waldorf-Kindergarten kommt meines Wissens nach noch hinzu, dass man dafür eine Weiterbildung im Bereich der Waldorf-Pädagogik machen muss. Für viele, die bereits woanders einen Job nach der Erzieherausbildung bekommen haben, ist das kein Anreiz, an einen Waldorf-Kindergarten zu wechseln.

      In dem Moment, den du beschrieben hast, hängt es dann vom Träger ab, ob er eventuell Vertretung organisieren sollte und sicherlich in gewisser Weise auch muss. Ich kenne die von dir geschilderte Situation sehr gut, aber grundsätzlich nur einen Erzieher auf eine Gruppe von mehr als 10 Kindern zu setzen, ist ein wenig schlecht. Aber wie gesagt, Mangel an Fachpersonal ist auch im Waldorf-Bereich verbreitet, nicht nur in Kindergärten anderer Trägerverbände.

  3. Nein, selbstverständlich ist die freiwillige Betreuung der eigenen Kinder zuhause kein bisschen verwerflich, hat auch niemand behauptet. In meinen Augen sollten alle Eltern die Möglichkeit haben, vollkommen frei zu entscheiden, wer ihre eigenen Kinder wie lange und wo betreut. Das allerdings steht natürlich in einem dramatischen Missverhältnis zur eigentlichen Situation in Deutschland, in der sich die Mehrheit der Familien schon lange nicht mehr aussuchen kann, das eigene Kind volle drei Jahre oder sogar darüber hinaus selbst zu betreuen.

    Ich finde die Diskussion um die richtige Betreuung für das Kind alleine deswegen schon wenig zielführend, weil es sich streng genommen um ein Luxusproblem handelt. Die meisten Menschen sind in dieser Entscheidung längst nicht so frei, wie wir es hier gerne mal postulieren. Und das nervt mich gewaltig. Für mich ist es klar Aufgabe der Familienpolitik, möglichst mehr Menschen in die Lage zu versetzen, frei wählen zu können. Dabei fände ich es wirklich großartig, wenn wir von Dingen wie „Für das Kind ist es laut Studien förderlich“ mal wegkämen. Was für das individuelle Kind am besten und am förderlichsten ist, wissen wir nämlich nicht. Alles was wir heute sagen können, ist, dass frühkindliche Fremdbetreuung offenbar keinen Einfluss auf die spätere psychische Gesundheit hat – denn sonst würden in vielen Ländern dieser Welt Psychopathen großgezogen (Man denke nur an Frankreich).

    Nun zu dem, was die Herdprämie tut: Sie ist eingeführt worden, um den zu erwartenden Sturm auf die Kitas abzufangen, als der gesetzliche Anspruch auf einen Platz geltend gemacht werden konnte. Es war zu erwarten, dass es eine Art Workaround geben wird – allerdings ist diese Idee auf Bundesebene aus vielen verschiedenen Gründen falsch. Sie schafft für Besserverdienende keinen Anreiz, das Kind zuhause zu betreuen. Und sie ermöglicht auch den sozial schwächeren Familien nicht, auf ein Gehalt zu verzichten und die Kinder selbst zu versorgen. Was also „tut“ sie? Sie betreibt Augenwischerei auf hohem Niveau und verschwendet Steuergelder. Sie signalisiert vor allem Frauen, aber natürlich Eltern im Allgemeinen, dass der Staat die Selbstbetreuung befürwortet. Das ist eine klare und wertende Aussage, und was das beim Einzelnen bewirkt, kann man an Deinem Blogpost ganz gut sehen, denke ich. Oben schreibst Du
    „Jene, die glauben, dass es Kindern in der Kita unter Gleichaltrigen und mit manchmal besser manchmal schlechter ausgefallenen frühkindlichen Bildungsangeboten besser ergeht als bei Mama oder Papa im heimischen Kinderzimmer, fühlen sich bestätigt. Jene, die Frauen generell lieber arbeiten als sich um den Nachwuchs kümmern sehen, sowieso.“

    Das ist CSU-Polemik. Die Herdprämie ist kein Schritt in Richtung einer individuellen Entscheidung und deren gesellschaftlicher Akzeptanz gewesen. Sie ist ein Schritt davon weg. Und sie führt an der tatsächlichen gesellschaftlichen Realität vorbei, weil sie eine grundsätzliche Wahlmöglichkeit suggeriert, die lediglich wenige haben.

    Unter anderem deswegen ärgerte ich mich gestern über den Tweet der CDU-Repräsentantin. Hier kam noch eine weitere Ebene hinzu, ein Elitegedanke, der mir in diesem Kontext vollkommen unverständlich bleibt, zum Beispiel. Aber auch das in-Bezug-Setzen von eigenem Betreuungsgeld und Gehalt der Erzieher_innen in der Kita. Wie schon geschrieben: Wo fange ich bloß an?

    Gar nicht. Ich höre hier auf. Ich möchte, dass wir mehr und auf viele verschiedene Arten daran arbeitem, dass tatsächlich die meisten Familien eine solche Entscheidung frei fällen können. Und dass dann für andere in Ordnung ist, welche Entscheidung die betroffene Familie nun fällt.

    • Dabei fände ich es wirklich großartig, wenn wir von Dingen wie „Für das Kind ist es laut Studien förderlich“ mal wegkämen. Was für das individuelle Kind am besten und am förderlichsten ist, wissen wir nämlich nicht.

      Anderswo würde ich das jetzt liken, obwohl ich mit Likes nicht freigebig umgehe.

    • „Alles was wir heute sagen können, ist, dass frühkindliche Fremdbetreuung offenbar keinen Einfluss auf die spätere psychische Gesundheit hat – denn sonst würden in vielen Ländern dieser Welt Psychopathen großgezogen (Man denke nur an Frankreich).“

      Dir ist aber doch klar, dass zwischen „keinen Einfluss auf die spätere psychische Gesundheit“ und „Wir ziehen Psychopathen groß“ mehr als nur ein paar psychische Störungen liegen, die vielleicht den Anschein erwecken, sie wären nicht vorhanden oder nicht so schlimm, die Betroffenen aber trotzdem immens belasten?

      Ich halte frühkindliche Betreuung durchaus für kritisch. IdR fehlt diesen Kindern die eine feste Bezugsperson, die für die Entwicklung eines Kleinkindes unfassbar wichtig ist. Die meisten Erzieherinnen sind heutzutage in einem Alter, in dem sie selbst mit der Familienplanung loslegen oder sie haben bereits (Klein-)Kinder. Erzieherinnen gehen in Elternzeit oder fallen aus, weil sie ihre kranken Kinder zuhause betreuen müssen. Dieses ständige Wechseln der Bezugspersonen ist für ein Kleinkind enorm belastend. Von der Tatsache, dass auf zuviele Kinder zu wenige Erzieher kommen, möchte ich gar nicht anfangen.

      Nun kann man sich natürlich darüber streiten, ob das Betreuungsgeld hier der richtige Weg ist. Ich bin allerdings durchaus erleichtert darüber, dass ich in Sachsen lebe und im Falle eines Falles nicht nur das Landeserziehungsgeld in Anspruch nehmen kann, sondern auch hoffentlich noch das Betreuungsgeld.

    • Für mich ist es klar Aufgabe der Familienpolitik, möglichst mehr Menschen in die Lage zu versetzen, frei wählen zu können.

      Das sehe ich genauso.

      Was für das individuelle Kind am besten und am förderlichsten ist, wissen wir nämlich nicht. Alles was wir heute sagen können, ist, dass frühkindliche Fremdbetreuung offenbar keinen Einfluss auf die spätere psychische Gesundheit hat – denn sonst würden in vielen Ländern dieser Welt Psychopathen großgezogen (Man denke nur an Frankreich).

      Dies ist meiner Meinung nach ein wenig polemisch. Eine suboptimale Betreuung (die natürlich auch im Elternhaus stattfinden kann) führt keineswegs dazu, dass Psychopathen großgezogen werden, aber sie führt zu Stress und Frustration beim Kind, was dann im Gegenzug die Hirnentwicklung hemmt und verlangsamt und sich somit im Endeffekt negativ auf die komplette weitere Entwicklung auswirken kann. (Gute) Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder ihr volles Potential entfalten können – auch wenn sie zugegebenermaßen sicher nicht immer den richtigen Weg finden oder die finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten haben, um dies zu gewährleisten.

      Sie schafft für Besserverdienende keinen Anreiz, das Kind zuhause zu betreuen.

      Vielleicht keinen nennenswerten, wobei ich postulieren würde, dass es hier eher darauf ankommt, wie die jeweilige besserverdienende Familie die Qualität der verfügbaren Kinderbetreuung empfindet bzw. wie sie grundsätzlich gegenüber der Idee der frühkindlichen Fremdbetreuung eingestellt ist.
      Aber was ist mit Familien, die im moderaten Einkommensfeld liegen? Hier besteht die Möglichkeit, 2 Jahre in Elternzeit zu gehen, 14 Monate Elterngeld zu beziehen und dann zumindest in den folgenden 10 Monaten ein wenig finanzielle Entlastung zu erfahren, bevor man das Kind dann nach 2 Jahren in die Krippe gibt und selbst wieder zurück in den alten Job geht.

      Die Herdprämie ist kein Schritt in Richtung einer individuellen Entscheidung und deren gesellschaftlicher Akzeptanz gewesen. Sie ist ein Schritt davon weg.

      Das klingt dann doch ein wenig nach Rabulistik. Ich gehe ja noch mit, dass nur durch das Betreuungsgeld noch lange keine Wahlfreiheit geschaffen wurde, weil die ökonomischen Gegebenheiten oft andere sind. Hier nach besseren Alternativen zu suchen, ist also durchaus valide. Aber die Gewährung einer Förderung schränkt die Wahlmöglichkeiten auch nicht ein.

      Hier kam noch eine weitere Ebene hinzu, ein Elitegedanke, der mir in diesem Kontext vollkommen unverständlich bleibt, zum Beispiel.

      Nun, den Terminus „Akademikerin“ hätte sie vielleicht vermeiden sollen. Die Ansicht, dass gerade in den ersten 2, maximal 3 Lebensjahren eine direkte Betreuung durch die Eltern besser sein mag als eine lokal möglicherweise schlechtere oder auch nur unsichere oder zumindest nicht direkt elterlich kontrollierbare Betreuung in der Krippe, ist jedoch zumindest teilweise nachvollziehbar. Sehe gerade, dass die Dame ihren Tweet mittlerweile gelöscht hat. Insoweit ist deine negative Interpretation bzgl. „Elitengedanke“ in ihrem speziellen Fall vermutlich richtig gewesen. Oder sie ist einfach zu feige, zu ihren Aussagen zu stehen, wenn sie mißverstanden werden können.

      Gar nicht. Ich höre hier auf. Ich möchte, dass wir mehr und auf viele verschiedene Arten daran arbeitem, dass tatsächlich die meisten Familien eine solche Entscheidung frei fällen können. Und dass dann für andere in Ordnung ist, welche Entscheidung die betroffene Familie nun fällt.

      Das wiederum kann ich bedenkenlos unterschreiben.

    • *Sie signalisiert vor allem Frauen, aber natürlich Eltern im Allgemeinen, dass der Staat die Selbstbetreuung befürwortet. Das ist eine klare und wertende Aussage, und was das beim Einzelnen bewirkt, kann man an Deinem Blogpost ganz gut sehen, denke ich.*

      Den Satz finde ich besonders wichtig.
      Insbesondere, weil das Betreuungsgeld hier sogar gefährlich ist. Es suggerriert Eltern, dass sie für ihre Erziehungsleistung „entlohnt“ werden, aber das ist es nicht. Es ist eine Prämie für das Nicht-In-Anspruch-Nehmen des Kita-Platzes, der jedem Kind zustehen müsste.
      Die Person, die das Erziehungsgeld in Anspruch nimmt, ist für diese Zeit nicht abgesichert. Sprich: Keine Beiträge zur Rentenversicherung! Was sagt denn so ein System aus? Einerseits heißt es: „Oh, du arbeitest, wie schön!“ Andererseits: „Oh, du arbeitest nicht, Pech gehabt!“

      Sinnvoll wäre es gewesen, Eltern, die ihre Kinder über die Elternzeit hinaus zu Hause betreuen wollen, diese Zeiten nicht bloß mit Punkten, sondern über Beiträge zur RV zu honorieren.

      Was ich weiterhin ziemlich gemein finde, ist, dass nur die Erziehungsleistungen von Eltern „honoriert“ werden, die 24 Stunden auf ihren Kindern hocken (bzw. sie von Oma, Tante oder sonstwem betreuuen lassen, wenn sie mal keinen Bock auf die Kinder haben – und sagt nicht, es wäre nicht so!). Wer sagt, denn dass eine Mutter, die ihr Kind für 6 Stunden in eine Betreuung gibt, die restlichen 18 Stunden nicht wesentlich intensiver mit ihrem Kind verbringt?
      Der Arbeitsaufwand von Eltern, die ihre Kinder stundenweise betreuen lassen, ist nicht zwangsläufig geringer als der, von Eltern, die zu Hause bleiben. Wieso also werden nur diese letzteren dafür „entlohnt“. In der Kita gibt man schließlicht nicht die volle Verantwortung für sein Kind ab und Kinder sind auch nicht 24 Stunden dort!
      Gerecht wäre ein Erziehungsgeld für alle Eltern gewesen – aber das käme ja einer Kindergelderhöhung gleich… und es ist ja anscheinend nicht mal Geld dafür da, beim Elterngeld Väter ordentlich zu berücksichtigen.
      (Ich meine, ich arbeite ja in dem Bereich: Seit es das Elterngeld gibt, habe ich diverse Anträge für Mütter ausgefüllt – aber noch nicht ein Vater wollte/konnte die zwei Vätermonate machen!)

      Das Betreuungsgeld ist eine billige Mogelpackung, die Anreize schafft, statt Wahlfreiheit.
      Denn wer kann es sich denn leisten, das Betreuungsgeld in Anspruch zu nehmen? Nur, die die ohnehin nicht drauf angewiesen sind, denn 150 € mehr oder weniger retten eine Haushaltskasse nicht.
      (Und ganz ehrlich: Als Mutter, die arbeiten will oder muss (um über die Runden zu kommen), die einen Kita-Platz einklagen muss, die nach der Arbeit noch Haushalt und Kinderbetreuung wuppen muss, käme ich mir leicht verarscht vor, wenn eine andere Mutter, zu Hause bleibt, weil sie es kann und keine Kita-Gebühren zahlen muss, dafür noch Geld kriegt, das ich nicht bekomme, weil meine Leistung nämlich anscheinend nicht „honorabel“ ist!)
      Ich kann verstehen, was die Leute an diesem idiotischen Betreuungsgeld wütend macht – und es geht dabei gar nicht um Feminismus, sondern einfach nur um die Kleingeistigkeit der CSU, die glaubt, ihre Weltanschauung mit Geldleistungen für ohnehin Priviligierte propagieren zu können.

      Wahlfreiheit für Familien entsteht nicht, indem man Entscheidungen, die einem gerade in den Kram passen, pauschal „honoriert“, sondern indem man ein Umfeld schafft, in dem keine Entscheidung schlechter gestellt wird. Meiner Ansicht nach hat das Betreuungsgeld Familien, die sich für die Kita entscheiden (müssen), schlechter gestellt, weil ihnen eine Leistung vorenthalten wurde, obwohl sie über ihre Steuern ebendiese Leistung finanzieren.

      • Es suggerriert Eltern, dass sie für ihre Erziehungsleistung „entlohnt“ werden, aber das ist es nicht. Es ist eine Prämie für das Nicht-In-Anspruch-Nehmen des Kita-Platzes, der jedem Kind zustehen müsste.

        Erst einmal werden die Eltern nur etwas entlastet. Was ihnen suggeriert wird, darüber maße ich mir nicht an zu urteilen. Und auch andere sollten nicht so tun, als könnten sie zweifelsfrei abschätzen, wie jeder einzelne oder auch nur der Durchschnitt der Bevölkerung etwas interpretiert. Der Kita-Platz wiederum wurde nie für Kinder eingeführt, sondern er ist ein Utensil zur Erhöhung der Berufstätigkeit von Eltern, primär sicherlich von Frauen. Das ist durchaus valide, aber wir sollten jetzt auch nicht so tun, als ergäbe sich auf einmal, eine ethische Verpflichtung, sein Kind dort unterzubringen, weil es ja „sein“ Platz ist.

        Die Person, die das Erziehungsgeld in Anspruch nimmt, ist für diese Zeit nicht abgesichert. Sprich: Keine Beiträge zur Rentenversicherung!

        Dein Vertrauen in die Sicherheit der Rente in allen Ehren, aber dies ist in meinen Augen eher ein Nebenkriegsschauplatz. Theoretisch könnte man das Betreuungsgeld ja auch in eine Altersvorsorge einzahlen. Es wäre zweifellos gerechter und sinnvoller, dass man wenn man Kinder als integralen Wert für den Fortbestand einer Gesellschaft begreift, ihre Erziehung auch umfassend fördert. Beispielsweise auch mit Rentenpunkten für die elterliche Erziehungsarbeit. Ich wage allerdings zu behaupten, dass die wenigsten Eltern, wenn sie sich dazu entschließen (möchten) ihr Kind zu Hause zu betreuen, dabei ihren späteren Rentenanspruch im Hinterkopf haben.

        Wer sagt, denn dass eine Mutter, die ihr Kind für 6 Stunden in eine Betreuung gibt, die restlichen 18 Stunden nicht wesentlich intensiver mit ihrem Kind verbringt?

        Niemand. Allerdings hat sie bereits eine deutlich höher subventionierte staatliche Leistung in Anspruch genommen, die es ihr erlaubt, berufstätig zu bleiben.

        Der Arbeitsaufwand von Eltern, die ihre Kinder stundenweise betreuen lassen, ist nicht zwangsläufig geringer als der, von Eltern, die zu Hause bleiben. Wieso also werden nur diese letzteren dafür „entlohnt“.

        Ich persönlich würde schon vermuten, dass eine Ganztragsbetreuung aufwendiger ist als eine partielle Betreuung. Ein Ganztagsjob soll ja auch anstengender sein als ein Halbtagsjob bei sonst gleicher Tätigkeit.

        Denn wer kann es sich denn leisten, das Betreuungsgeld in Anspruch zu nehmen? Nur, die die ohnehin nicht drauf angewiesen sind, denn 150 € mehr oder weniger retten eine Haushaltskasse nicht.

        Ganz richtig ist dies nicht, denn Betreuungsgeld wird auch von sozialschwächeren Familien beantragt. Aber es ist natürlich etwas Wahres dran. Auch hier muss man dann aber zurück fragen, was nun explizit dagegen einzuwenden ist, dass jene, „die es sich leisten können“, entlastet werden? Klar könnten die es vielleicht auch mit 150 € weniger schaffen, aber vielleicht geht es jetzt ja doch etwas einfacher, etwas weniger stressig. Nicht alle, „die es sich leisten können“, sind tatsächlich Großverdiener, viele von denen müssen dennoch sehr genau rechnen, ob sie es sich denn wirklich leisten können.

        Wahlfreiheit für Familien entsteht nicht, indem man Entscheidungen, die einem gerade in den Kram passen, pauschal „honoriert“, sondern indem man ein Umfeld schafft, in dem keine Entscheidung schlechter gestellt wird. Meiner Ansicht nach hat das Betreuungsgeld Familien, die sich für die Kita entscheiden (müssen), schlechter gestellt, weil ihnen eine Leistung vorenthalten wurde, obwohl sie über ihre Steuern ebendiese Leistung finanzieren.

        Richtiger wäre es zu sagen, dass Familien, die sich gegen den Kitaplatz entscheiden, finanziell immer schlechter gestellt sind, schlicht und einfach deswegen, weil das betreuende Elternteil während der Betreuungszeit kein Einkommen erwirtschaften kann. Die Entscheidung für einen Krippen- oder Kitaplatz erfolgt daher fast immer aus finanziellen Gründen, die dagegen trotz der damit verbundenen finanziellen Schlechterstellung.

        • *wage allerdings zu behaupten, dass die wenigsten Eltern, wenn sie sich dazu entschließen (möchten) ihr Kind zu Hause zu betreuen, dabei ihren späteren Rentenanspruch im Hinterkopf haben.*

          Täusch dich da mal nicht. Das ist mit die erste Frage, die im Raum steht, wenn Eltern diese Entscheidung treffen müssen. Wir sprechen ja auch nicht nur von ein paar Jahren. Wir sprechen von schlechteren Chancen nach diesen Jahren. Wir sprechen von schlecht bezahlten Teilzeit- oder Aushilfsjobs, die Mütter später annehmen. Die Rente ist ein ganz großes Thema bei Eltern, die sich mit der Frage konfrontiert sehen, ob und wann sie Kinder bekommen wollen und wie sie diese mit ihrer Karriere unter einen Hut bekommen sollen.

          Den Subventionen, die in den Kita-Ausbau gesteckt werden, stehen Einnahmen gegenüber, die durch die Eltern generiert werden, die ihn in Anspruch nehmen – und zwar über den Zeitraum der Inanspruchnahme hinaus. Den Ausgaben für das Betreuungsgeld… steht nichts gegenüber.

          Das Argument mit den sozial-schwachen Betreuungsgeldabgreifern hab ich extra nicht gebracht, aber wenn du es aufführen willst, ist es mir auch egal…

          Noch richtiger wäre es zu sagen: Familie, die wegen der Inanspruchnahme eines Kita-Platzes besser gestellt sind, sind es deshalb, weil sie etwas (mehr) dafür leisten! Leistung muss sich lohnen, nicht? Leistung statt Quote, nicht?

          • Das ist mit die erste Frage, die im Raum steht, wenn Eltern diese Entscheidung treffen müssen. Wir sprechen ja auch nicht nur von ein paar Jahren. Wir sprechen von schlechteren Chancen nach diesen Jahren. Wir sprechen von schlecht bezahlten Teilzeit- oder Aushilfsjobs, die Mütter später annehmen. Die Rente ist ein ganz großes Thema bei Eltern, die sich mit der Frage konfrontiert sehen, ob und wann sie Kinder bekommen wollen und wie sie diese mit ihrer Karriere unter einen Hut bekommen sollen.

            Das ist tatsächlich der einzige Punkt, der mich bedauern lässt, dass ich es so lange nicht geschafft habe, wieder in den Beruf einzusteigen …

    • »[…] Sie signalisiert vor allem Frauen, aber natürlich Eltern im [a]llgemeinen, da[ß] der Staat die Selbstbetreuung befürwortet. Das ist eine klare und wertende Aussage […]«

            Was ist dann, Ihrer Meinung nach die massive Subventionierung der Kinderbetreungseinrichtungen?

      »[…] das in-Bezug-Setzen von eigenem Betreuungsgeld und Gehalt der Erzieher_innen in der Kita […]«

            in welchen Bezug denn sonst? in den zu einer Halbtagsputze? zu denen der Forstoberinspektor*_Innen oder Bundesbankoberamtsrättinnen? erleuchten Sie mich bitte…

      • *Was ist dann, Ihrer Meinung nach die massive Subventionierung der Kinderbetreungseinrichtungen?*

        Eine notwendige Maßnahme, um zu gewährleisten, dass Menschen ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten können?

        Sorry, ich weiß nicht, was du für Vorstellungen hast, wie das Leben junger Familien in diesem Land aussieht, aber die Zeiten, in denen ein Gehalt ausgereicht hat, um die ganze Familie (im Idealfall mit mehr als einem Kind) durchzubringen, sind vorbei. Die allermeisten Familien können es sich nicht leisten, wenn ein Elternteil mehrere Jahre zu Hause bleibt (zumal diese Elternteil dann extrem dumm dasteht, wenn es um die Rente geht, weil: da wird Familienarbeit nämlich nicht „honoriert“!) – Alleinerziehende schon gar nicht! Da ist der soziale Abstieg vorprogrammiert…

        Ich sag’s mal so: Gäbe es keine Kitas, gäbe es keine Kinder mehr. So einfach ist das. Wenn der Staat ein Interesse daran hat, dass Kinder geboren werden, dann muss er dafür sorgen, dass ein Kind weder Armutsrisiko, noch Karrierekiller ist.
        Der Bedarf an Kita-Plätzen ist da. Sie bereit zustellen ist keine Bevormundung oder Gängelei, sondern ein Angebot und eine Möglichkeit. Mehr noch: Viele Eltern sind darauf angewiesen, weil es ohne Kita EINFACH NICHT GEHT!

        Ich selbst kenne übrigens niemanden, der das Betreuungsgeld in Anspruch nimmt/genommen hat. Alle Frauen, denen ich im Arbeitsleben begegne (und das sind natürlich vor allem Frauen, die (gerne) arbeiten), nehmen nach der Geburt ein oder zwei Jahre Elternzeit und suchen danach den Wiedereinstieg in den Beruf. Alle. Weil sie wissen, wie schwer es ist, nach fünf oder sechs Jahren wieder einzusteigen und weil sie es in vielen Fällen einfach satt haben, das Hausmütterchen zu spielen, obwohl sie eine qualifiziere Ausbildung haben… Hinzu kommt dann noch der finanzielle Aspekt: Ein Alleinverdiener kann keine Familie ernähren und zum Beispiel ein Haus finanzieren. Junge Familien wollen vielleicht auch mal in Urlaub fahren, was mit den Kindern unternehmen… Das alles geht mit 150 € Betreuungsgeld nicht!
        Auch die Mütter, die in meiner Firma arbeiten, hatten keine „Erziehungszeiten“, in denen sie sich rund um die Uhr mit ihren Kindern beschäftigt haben. Die haben alle mehr oder weniger sofort nach der Geburt wieder zu arbeiten begonnen – in Teilzeit und mit Homeoffice (ohne Kita). Klar, das ist sind Idealbedingungen, aber diese Leute hätten sicher keine Kinder bekommen, wenn sie danach auf ein Gehalt hätten verzichten müssen.

        Du musst realistisch sein: Der Ausbau von Kita-Plätzen ist keine Wertung, sondern ein Angebot, das Eltern etwas ermöglicht – schafft also Wahlfreiheit. Das Betreuungsgeld schafft einen Anreiz (weil keine konkrete Gegenleistung erwartet wird, außer dass man etwas NICHT tut) und beinhaltet damit eine Wertung – es schmälert die Wahlfreiheit nicht, aber es erhöht sie auch nicht.

        • ein Erziehungsgehalt gäbe die echte Wahlfreiheit – und weil es als Einkommen besteuert und mit Abgaben belegt wird, trägt es zur Rentenanwartschaft und zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung bei – aber diese Forderungen, die Sie plötzlich selber stellen, haben Sie ja schon mehrmals für blöd gehalten rsp ignoriert…

          • Ich finde es blöd, einige Elternteile für etwas zu bezahlen, das andere Elternteile umsonst und zusätzlich machen müssen, ja.

          • nein, die Ganztagsbetreuung soll doch allen bezahlt werden, die sie leisten, insofern sticht Ihre Auffassung nicht.

          • Und wer leistet sie? Die berufstätige Mutter, die nebenbei noch den Haushalt führt, und ihr Kind nach der Arbeit betreut, in Ihren Augen doch wohl nicht!

          • die berufstätige Mutter kriegt doch ihren subventionierten Betreuungsplatz von 8.°°-17.°°Uhr, fällt also aus der Rechnung mit der Ganztagsbetreuung raus – den Rest leisten beide wieder in Eigenfinanzierung…

          • …»Eigenregie« sollt's heißen – Sche!β-Autokorrektur auf fremden Rechnern…

          • @suede: Nein, die berufstätige Mutter macht eben nicht das gleiche. In der Zeit, in der die Ganztagsmutter ihr eigenes Kind betreut, wird das Kind der berufstätigen Mutter woanders betreut. Und da die Ganztagsmutter folglich die gleiche Arbeit erledigt, wie die Erzieherin, fände ich es nur gerecht, wenn sie dafür ebenfalls „bezahlt“ würde.

          • @Lapis: Eben nicht: Die Erzieherin betreut nicht bloß ein oder zwei (eigene) Kinder nach eigenem Ermessen und ohne Qualitätskontrolle.
            Ich finde es ein bisschen schäbig, wenn so getan wird, als würden berufstätige Mütter ihre Kinder abschieben und grundsätzlich vernachlässigen und nur die 24-Stunden Mutter könne den Bedürfnissen eines Kindes gerecht werden – und zwar ganz egal, wie diese 24-Stunden-Betreuung im Gegensatz zu einer 16-Stunden-Betreuung einer Ganztags-Beschäftigten aussieht. Zwei Stunden, die intensiv von Mutter und Kind genutzt werden, sind meiner Ansicht nach wesentlich förderlicher für das Kind, als acht Stunden Fernsehn bespielsweise. Und: Wer will mir beweisen, dass eine Ganztages-Mutter wirklich das Geld „verdient“, das sie bekommt?
            Die Unterstellung, dass zu Hause bleibende Mütter mit höherer Wahrscheinlichkeit die besseren sind, halte ich nicht für haltbar.

            Zumal: Wie wollt ihr dieses glorreiche System finanzieren, wenn plötzlich alle Mütter hübsch zu Hause bleiben und dafür enorme staatliche Gelder kassieren? Wo soll das Geld herkommen? Aus der Schließung von Kitas? Na, hallo Wahlfreiheit!

          • Ich will nicht entscheiden, wer oder was besser ist, suede.

            Aber ich wage zu bezweifeln, dass die berufstätige Mutter nach der Arbeit noch so viel Kraft und Nerven hat, dass sie jeden Tag zwei Stunden tollste Qualitätszeit mit den Kindern verbringt. Ab und zu vielleicht. Und wer sagt, dass die Kinder der berufstätigen Eltern nicht täglich ein paar Stunden vorm Fernseher sitzen? Haben meine übrigens nie, wir haben nämlich miteinander gespielt und gebastelt.
            Ich weiß jedenfalls, dass ich mit einer Vollzeit- oder Fast-Vollzeitstelle niemandem mehr gerecht geworden wäre. Und die Kinder hätten vermutlich am meisten gelitten.

            Lies mal Erfahrungsberichte von berufstätigen Eltern. Die Wörter, die da am meisten vorkommen, sind „zu wenig Zeit“, „immer Stress“, „Schuldgefühle“. Ich glaube, darauf würden viele gern verzichten …

          • *Und wer sagt, dass die Kinder der berufstätigen Eltern nicht täglich ein paar Stunden vorm Fernseher sitzen?*

            Niemand. Aber deren Leistungen werden ja auch nicht pauschal als besonders wertvoll „honoriert“.

            Erziehungsgeld sollte wenn schon an ALLE ausgezahlt werden, die Kinder erziehen – und nicht nur an die, die es sich leisten können, dafür ihren Job sausen zu lassen – oder erst gar keinen zu erlernen.

          • Erziehungsgeld sollte wenn schon an ALLE ausgezahlt werden, die Kinder erziehen – und nicht nur an die, die es sich leisten können, dafür ihren Job sausen zu lassen – oder erst gar keinen zu erlernen.

            Nun, dann sollte aber im Gegenzug die Kinderbetreuung nicht mehr staatlich subventioniert werden. Und zack ist das Problem der Ungleichbehandlung aus der Welt. Wenn du allerdings den Eltern die 500 bis 1500€ gibst, die sie ein unsubventionierter Krippenplatz kosten würde, was meinst du, würden dann mehr Frauen sich dazu entschließen, ihr Kind zu Hause zu betreuen oder weniger? 😉

            Ich verweise in diesem Zusammenhang noch einmal auf meine andere Antwort an dich, die vielleicht ein wenig im Getümmel unterging.

          • Wie gesagt: Rechne gegen, was erwerbstätige Eltern der Solidargemeinschaft an Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen einbringen (und an sonstigen Sozialleistungen einsparen) – und zwar auch über die Jahre hinaus, in denen sie den Betreuungsplatz in Anspruch nehmen – denn wer schnell wieder arbeiten geht, hat bessere Verdienstchancen, als wer mehrere Jahre pausiert hat. Rechne den Steuervorteil des Ehegattensplittungs dazu und dann können wir darüber reden, was nicht erwerbstätigen Eltern an Ersatzleistungen ausgezahlt werden kann.

          • So einfach funktioniert das nicht. Du rechnest nämlich mal wieder mit Extremfällen, nämlich mit der Hausfrau oder dem Hausmann, die permanent dem Arbeitsmarkt fernbleiben. In der Realität ist die häusliche Betreuung meist eine temporäre Geschichte, die häufig so aussieht, dass die Kinder nur in den ersten 2 bis 3 Jahren direkt betreut werden. Wenn aber 2 Jahre Elternzeit genommen werden, ergeben sich danach noch keine Probleme mit der Rückkehr ins Berufsleben, da der alte Job dann ja noch reserviert ist.

          • Nicht zu vergessen: Die betrieblichen Steuern, die durch die Gewinne generiert werden, die ebenjene Eltern erwirtschaften, während sie am Arbeitsleben teilnehmen.

          • Sehr richtig. Nach zwei Jahren entstehen diese nicht – Elternzeit (und nicht Betreuungsgeld!) sei Dank. Nach drei wahrscheinlich auch nicht unbedingt, obwohl es da schon langsam kritisch wird und ich zumindest empfehlen würde, in dieser Zeit zu versuchen, teilzeit oder aushilfsweise oder von zu Hause aus wieder im alten Beruf zu arbeiten – oder sich wenigstens fortzubillden. (Eine Verlängerung der Elternzeit für ALLE würde hier eine deutliche Erleichterung herbeiführen)
            Nach fünf, sechs oder zehn Jahren (was wenn ein zweites oder drittes Kind geboren wird?) sind die Probleme aber da und nicht zu leugnen!

          • Nach fünf, sechs oder zehn Jahren (was wenn ein zweites oder drittes Kind geboren wird?) sind die Probleme aber da und nicht zu leugnen!

            Fairerweise sollte ich erwähnen, dass berufliche Nachteile bereits nach einer Elternzeit von mehr als 18 Monaten nachweisbar sind. Da entsteht nämlich der echte Paygap, wobei allerdings noch zu untersuchen wäre, ob das auch passiert, wenn das betroffene Elternteil direkt an seine alte Arbeitsstelle zurückkehren kann.
            Betreuungsgeld gab es im zweiten und dritten Jahr. Es war also tatsächlich nur eine Hilfe für die Eltern, die Krippenzeit zu überbrücken. Wirkliche Wahlfreiheit haben die 150 € natürlich nicht geschaffen, sie haben es nur etwas leichter gemacht. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich der Ansicht bin, dass alle Eltern, die dies wünschen, auch die Möglichkeit haben sollten, ihre Kinder in den ersten 2 bis maximal 3 Jahren direkt zu betreuen.
            Von staatlicher Seite wird gerne das Ziel der elterlichen Vollbeschäftigung angepeilt. Volkswirtschaftliche Gründe – das hatten wir schon. Nur sieht die Realität anders aus, vor dem ersten Kind arbeiten meist beide Partner Vollzeit, nach dem ersten Kind wechselt meist ein Partner in partnerschaftlicher Absprache mit dem anderen auf Teilzeit. Wieder dürfen wir die Frage stellen: Zwang oder haben sich einfach Prioritäten verschoben? Sind Lebensqualität und die Bedürfnisse der Familie vielleicht wichtiger als rein finanzielle Besserstellung? 😉
            Unsere Arbeitswelt ist keineswegs perfekt. Viel kann verbessert werden. Aber wir sollten die Bedürfnisse der Wirtschaft und des Staates nicht den Bedüfnissen der Bürgern und Familien überordnen. Hier muss ein Konsens gefunden werden. Wie in der Familie so auch in der Gesellschaft.

          • „…Zumal: Wie wollt ihr dieses glorreiche System finanzieren, wenn plötzlich alle Mütter hübsch zu Hause bleiben und dafür enorme staatliche Gelder kassieren? Wo soll das Geld herkommen? Aus der Schließung von Kitas? Na, hallo Wahlfreiheit!…“

            Seit Geiz geil geworden ist und die Löhne eine negative ´Steigung´ erfuhren … fehlt immer mehr Menschen das an anderer Stelle eingeforderte Geld. Zum Leben. Abgesehen davon, das der Staat sich vorzugsweise über die Lohnsteuer finanziert. Die in diesem Fall genauso logisch rückläufig werden mußte. Von daher ist auch diese sogenannte Herdprämie auch nur pure Augenwischerei. Und hat nichts mit ehrlichem Bemühen um ´Wahlmöglichkeiten´ zu tun, oder gar mit irgendwelchen aktuellen gesellschaftlichen Vorgaben, denen zu Folge Kinder am glücklichsten aufwachsen. Ich erinnere in dem Zusammenhang an eine Plakatwerbung: `Mehr Platz für Kinder´ …
            Das Ausrufezeichen hab ich mir jetzt gespart.
            Und wenn ich mir die Wohnungsmieten in meinem Umfeld so anschaue … wäre es eventuell eher an der Zeit bei Löhnen und Gehältern ähnlich politisch zu agieren wie es die Schweiz und manch skandinavisches Land vormacht.
            (anstatt mal wieder, nach den letzten Langzeitstreiks, darüber zu klagen wieviel diese Streiks volkswirtschaftlich gekostet haben)
            Ich denke das man mit der profanen Diskussion um Für und Wieder dieses Elterngeldes auch nur vom wichtigeren Problem ablenkt.

          • *wobei allerdings noch zu untersuchen wäre, ob das auch passiert, wenn das betroffene Elternteil direkt an seine alte Arbeitsstelle zurückkehren kann.*

            Ich bin in der Hinsicht optimistisch – weil ich es in der Praxis so erlebe, dass Mütter, die nach der Elternzeit zurückkehren, mit Kusshand zurückgenommen werden (was insbesondere bei Jobs der Fall ist, wo der Arbeitnehmer eine starke Kundenbindung hat… oder besser ausgedrückt: Unsere Mandanten sind immer froh, ihren alten Sachbearbeiter zurückzubekommen. In anderen Firmen ist man froh, jemanden zurück zu bekommen, den man nicht für ein paar Monate grob anlernen muss und der am Ende doch nur Chaos verursacht…)
            Dieser Effekt nimmt ab, sobald längere Zeit vergeht, und der neue Sachbarbeiter oder die Ersatzkraft sich eingearbeitet hat – deshalb sagte ich, ich würde anraten, zumindest aushilfsweise zu arbeiten, um den Bezug zum Beruf und der Firma, in der man arbeitet, nicht zu verlieren.
            Man kann da durchaus flexible Lösungen finden. Zum Beispiel indem die Mutter Samstags ein paar Stunden arbeiten geht, während der Vater zu Hause bleibt und das Kind betreut. Aber auch in diesem Fall wäre kein Betreuungsgeld gezahlt worden. (Elterngeld wäre übrigens gekürzt worden…)

            Ich bin auch der Ansicht, dass die Möglichkeit bestehen muss, ein Kind bis zum Eintritt in den Kindergarten zu Hause zu betreuen, ich finde nur das Betreuungsgeld selten dämlich.
            Ich würde jedoch hier ganz klar auch Väter in die Pflicht nehmen. Wieso kein Väterjahr nach den zwei Mütterjahren? Dann könnte die Mutter nach 2 Jahren zurück in den Beruf und der Vater hätte die Möglichkeit intensiv Zeit mit seinem Kind zu verbringen? So eine Subvention empfände ich als sehr familienfreundlich und nachhaltig – und eben auch langfristig sinnvoll.
            Das wäre dann natürlich teurer (immerhin müsste das Elterngeld dann wesentlich länger gezahlt werden) – auch teurer als das Betreuungsgeld. Daher mein Vorschlag mit der Umlage. Die Wirtschaft kann ruhig auch was dafür zahlen, dass sie ihre Arbeitskräfte schneller zurückbekommt.

          • Ich würde jedoch hier ganz klar auch Väter in die Pflicht nehmen. Wieso kein Väterjahr nach den zwei Mütterjahren?

            Man muss Väter nicht in die Pflicht nehmen. Wenn sie die Möglichkeit erhalten, sich um den Nachwuchs zu kümmern, machen die meisten das ganz gerne. Die Elternzeit wird nicht deswegen überwiegend von den Müttern genutzt, weil die Väter sich sträuben, sondern weil a) die Mütter, diese Zeit mit dem Kind für sich wollen und b) sich das Familieneinkommen stärker reduziert, wenn der Vater in Elternzeit ginge. Tatsächlich ist es so, dass in Familien, wo die Mutter (deutlich) mehr verdient, eher der Vater in Elternzeit geht.
            Eine Variante von 3 Jahren Elterngeld, wobei kein Partner mehr als 2 Jahre nehmen darf, würde jedoch zweifellos dazu führen, dass Familien diese Option vermehrt nutzen. In die Röhre gucken würden allerdings weiterhin die Bezieher von Hartz-4 und Eltern, die vor der Geburt des Kindes keiner Erwerbstätigkeit nachgingen. Zumindest für sie sollte es eine einkommensunabhängige Alternative geben.

          • ich bin für meine nein, wir sind für unsere Kinder jahrelang zu Hause geblieben, wir haben uns darein geteilt, teilweise, weil ich in Schichten gearbeitet und eine sehr kulante Firma hatte, teilweise ist nur einer arbeiten gegangen, aber wir sind irgendwie durchgekommen, auch wenn's nie zum Karibikurlaub gereicht hatte (nicht, daß es je mein Ehrgeiz gewesen wäre, die Luft mit Kerosin zu vergiften).

            wieso Väterjahr? Elternjahre reichen – ein Elternteil ist zuhause, gleichgültig, wer wie lange – wenn die Mutter nach der Stillzeit arbeiten will oder muß, bleibt der Vater daheim, will die Mutter das Kind bis zur Schule betreuen (ich würde erst hier den Schnitt machen), geht der Vater arbeiten–

          • Dass HartzIV-Empfänger kein Elterngeld kriegen ist sowieso ein Unding.

            Ich weiß nicht… Ich denke, es gibt durchaus genug Männer, die brauchen den kleinen Arschtritt. Find ich auch nicht schlimm… Kann mir durchaus vorstellen, dass in den Köpfen vieler Männer die Möglichkeit gar nicht existiert, ein Väterjahr zu nehmen, weil da das Rollenklischee zu sehr eingebrannt ist.
            Wenn die Möglichkeit aber gegeben ist und sich etabliert, dass durch ein Väterjahr keine Nachteile entstehen, bin ich sicher, dass es gerne in Anspruch genommen würde.
            Ich selbst habe in der Praxis noch keinen einzigen Fall von Vätermonaten erlebt – aber ich bin zuversichtlich, dass in nächster Bälde der erste frischgebackene Vater damit auf mich zu kommen wird.

            Den Fall, dass der Vater zu Hause bleibt und die Mutter arbeitet, habe ich einmal in der Praxis erlebt (allerdings noch vor dem Elterngeld) und einmal im Bekanntenkreis. Es handelte sich in beiden Fällen um… verzeih… „Grüne Spinner“ – wie du sie vielleicht nennen würdest.
            Auch mein Chef verdient weniger als seine Frau (man glaubt es kaum)… trotzdem hat sie die Elternzeit genommen und er nicht mal die Vätermonate. Inzwischen arbeiten wieder beide und das Kind geht in die Kita. – Denn: Die beiden haben gebaut. So ein Haus-Darlehen muss abbezahlt werden.

            Ich glaube, dass das mit er Elternzeit von Vätern nicht so sehr ein Problem der familiären Finanzen ist, sondern dass die Firmen da einfach nicht richtig mitspielen. Väter, die zu Hause bleiben wollen, müssen sich blöde Sprüche anhören – vom Chef und von Kollegen. Da kriegt man schnell den Eindruck, dass der Arbeitsplatz in Gefahr ist, weil ein Mann ja kein Risiko darstellen soll.
            (Auch mein ehemaliger Azubi hat weniger verdient als seine Frau. Jetzt haben sie ein Kind und sie hat ihren Job geschmissen. Ja, geschmissen, denn als Verkäuferin wird sie so schnell keine Anstellung mehr finden, während er problemlos teilzeit von zu Hause hätte arbeiten können, was er sich aber nicht nachzufragen getraut hat, weil er glaubt, als Mann der Ernährer sein zu müssen.)
            Würde sich ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass auch Männer Elternteile sein können, würde sich diese Erwartungshaltung an männliche Arbeitnehmer vielleicht ändern…

          • „Ich mache die drei Jahre!“ – Originalton der Mutter unseres Kindes.
            Na ja, vielleicht gehör ich echt einer merkwürdigen Unterspezies der Gattung Vater an. Ganz ohne ´grün´ angehauchtes Denken …
            Und nach diesen drei Jahren? Hab ich dreizehn Jahre gewartet.
            Sorry!
            (Oh, und um´s nicht falsch verstehen zu lassen. Natürlich hab ich mich in diesen dreizehn Jahren so oft es nur ging um mein Kind gekümmert. Wenigstens gab es an der Stelle keine großartigen Probleme. Und Weihnachten bin ich freiwillig arbeiten gegangen. Den dafür passenden Job hat ich ja)

            Und. In der möglich gewesenen Eltern/Vater/Zeit hätte ich so oder so gelegentlich diesen oder jenen Tag arbeiten gehen müssen. Einmal, um die ´Bindung´ ans Unternehmen nicht zu verlieren, welches eines der wenigen ist wo man nicht schief angeschaut wird. Andererseits natürlich um den finanziellen Ausgleich zum geringeren Verdienst meiner Lebenspartnerin zu bringen.
            Und eh auch das falsch ausgelegt wird. Im sozialen Bereich sind Löhne und Gehälter echt das A… letzte.

    • Richtig. Genau deshalb wäre es äußerst wünschenswert, dass Eltern eine tatsächliche Wahlmöglichkeit hätten, anstatt nur in ihrer Wahl nicht ganz so eingeschränkt zu sein.

      Sag das nicht zu laut …
      Vielleicht solltest du dafür nicht gerade Frankreich als Beispiel nehmen: Liebe auf Distanz

      Die allgemeine Stimmung in der Bevölkerung (und auch dieser Witz von „Herdprämie“) signalisieren mir im Gegenteil mehr als deutlich, dass Selbstbetreuung total „out“ ist. „Wie, du willst dein Kind selbst großziehen – dafür gibts doch Erzieherinnen! Die haben das gelernt!“
      Dagegen bin ich der festen Überzeugung, dass ich und die meisten anderen Mütter, die ich kenne, in einer 1:1-Betreuung zu Hause ihre Einjährigen weit besser fördern können (bzw. konnten, bei mir ist das nun schon eine Weile her) als jede Kita.

      Ich bin daher der Ansicht, dass denjenigen, die ihr Kind lieber zu Hause betreuen, der Betrag, der sonst den Kita-Platz finanzieren würde, direkt ausgezahlt werden sollte, anstatt diesem mehr oder weniger symbolischen Betrag von 150 Euro … Immerhin leisten Eltern dann genau die gleiche Arbeit wie die Erzieherinnen.

      (Und falls das jetzt sehr provokativ herüberkommen sollte – ist normalerweise nicht meine Art, aber die mittlerweile weit verbreitete Abwertung von Menschen, die ihre Kinder in den ersten drei Jahren selbst betreuen möchten, anstatt das Bruttosozialprodukt zu steigern, geht mir unglaublich auf den Senkel.)

      • Sehr schön. Ich bin zu blöd zum Zitieren … Kann mir das mal einer erklären?

        • 'kay, Zitieren geht so:
          wir brauchen eine kleiner-als- < und eine größer-als-Klammer > und dazwischen kommt ein blockquote, und das sieht so aus: <blockquote>hier kommt der zu zitierende Text, und der wird mit der gleichen Konstruktion geschlossen, nur daß der schließende Tag noch einen Schrägstrich erhält: </blockquote>; und das ganze sieht dann so aus:

          hier kommt der zu zitierende Text, und der wird mit der gleichen Konstruktion geschlossen, nur daß der schließende Tag noch einen Schrägstrich erhält:

                wenn Du das ganze noch mit kursiv und Gänsefüßchen und Auslassungszeichen behübschen willst, dann geht's so: <blockquote><i>&raquo; [&hellip;] &laquo;
          </i></blockquote>
          und das sieht so aus:

          »Textschnipsel […] Textschnipsel«

                andere Erklärung

  4. Ich sehe das aus mehreren Gründen etwas differentierter als du.

    1.
    Das Betreuungsgeld wurde damals eingeführt, als die Diskussion über zu wenig Kita-Plätze hohe Wellen schlug. Es sollte mit hoher Sicherheit nur beruhigen und den Andrang auf die Kita’s etwas mildern. Da standen viel weniger hehre soziale Motive im Vordergrund, es war vielmehr ein Kopie des skandinavischen Modells, was aber auf anderen Voraussetzungen beruht.

    2.
    Ich bezweifle, das das Erziehen des Kindes zu Hause für eine so lange Zeit eine gute Idee ist. Ich will jetzt nicht mit irgendwelchen Feldversuchen, Forschungen oder Statistiken kommen. Ich schau mir jetzt einfach nur die Mütter an, die mir in der Regel so in der Stadt bzw. in den öffentlichen Verkehrsmitteln über den Weg laufen. Dort wäre es für die meisten Kinder wahrscheinlich eher eine Erlösung, in einer Kita zu sein. Das ist jetzt sicher sehr subjektiv, aber ich spreche vielen Eltern einfach mal die Kompetenz ab, ein Kind genau so gut zu betreuen – und zwar den ganzen Tag, nicht nur 2 oder 3 Stunden – , wie es ausgebildete Pädagogen tun. Von der Ernährung etc. fange ich gar nicht erst an.
    Sicher ist der Betreuungsschlüssel suboptimal, aber auch nicht katastrophal. Zumal der Betreuungsschlüssel auch nur eine statistische Komponente ist, und nicht der Weisheit letzter Schluß. Aber allemal besser, als wenn Janine ihre Chantalle auch noch das dritte Jahr mit der Kippe in der anderen Hand durch die Fußgängerpassage zerrt. Die Tatsache, das eher sozial schwache Familien, die ohnehin schlechtere Kompetenzen in der Erziehung haben, Betreuungsgeld beanspruchen, ist nicht nur logisch (wenn man mal drüber nachdenkt), sondern erwiesen. In Skandinavien gibt es das Betreuungsgeld schon länger: „Die große Mehrheit der Leistungsempfänger sind Mütter – 84 % in Norwegen bis 92 % in Schweden –, vor allem Mütter mit geringem Einkommen und niedrigem Bildungsstand.“ (Wikipedia).

    3.
    Durch das verlängerte Fernbleiben wird die Abwendung von der Erwerbstätigkeit erleichtert bzw. die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit erschwert. Das betrifft sicher nicht alle Berufe, aber schon den Großteil würde ich sagen. Es gibt auch viele Jobs, da sind 3 Jahre Abwesenheit das Aus, da kannst du von vorne anfangen. Nicht aus arbeitsrechtlicher Sicht, sondern einfach inhaltlich. Hier begünstigt das Betreuungsgeld überholte Rollenvorstellungen von Frau und Familie. Kein Wunder, das die CSU es eigenverantwortlich weiter zahlen will.

    Ich möchte betonen, das die Punkte sicher nicht für jeden Einzelfall gelten, aber das ist nun mal halt so. Nur weil es für vielleicht 10 oder 20% der Familien wirklich geeignet ist, heißt das nicht, das man es unbedingt am Leben erhalten muss und den anderen, weitaus höheren Anteil der Familien, auf den es eher negative Auswirkungen hat, ignorieren sollte. Ich finden, im großen Ganzen wäre das Geld besser im strukturellen und personellen Ausbau der Betreuung aufgehoben, auch wenn das viel teurer ist als Betreuungsgeld. Aber eine professionelle pädagogische Betreuung kann meiner Meinung nach in den meisten Fällen nicht gleichwertig durch bis zu 3-jährige häusliche Erziehung ersetzt werden.

    • „Ich will jetzt nicht mit irgendwelchen Feldversuchen, Forschungen oder Statistiken kommen.“

      Schade. Die würden mich nämlich brennend interessieren 😀

      „Ich schau mir jetzt einfach nur die Mütter an, die mir in der Regel so in der Stadt bzw. in den öffentlichen Verkehrsmitteln über den Weg laufen.“

      Nimms mir nicht übel, aber aus fünf (oder von mir aus auch dreißig) Minuten Beobachtung einer wildfremden Mutter und ihres Kindes, kann man keine Schlüsse über ihre Fähigkeiten als Mutter und die Entwicklung des Kindes ziehen. Ein Kind, dass in der Fußgängerzone ein Mordsgeschrei veranstaltet und von der Mutter nicht beruhigt werden kann, ist nicht automatisch ein Schreikind oder schlecht erzogen und die Mutter ist auch nicht automatisch dauerüberfordert oder ungeeignet. Vielleicht hat das Kind einfach einen schlechten Tag, vielleicht tut ihm etwas weh, vielleicht steckt ihm was in den Knochen, vielleicht ist auch die Mutter nicht ganz auf der Höhe. Das kann man alles nicht wissen. Wildfremde Kinder deren Umfeld und Hintergrund man nicht kennt für den Bruchteil einer Zeit zu beobachten, die man eigentlich bräuchte, um auch nur ansatzweise eine stimmige Aussage über das Kind selbst treffen zu können und daraus Schlüsse zu ziehen, funktioniert meiner Meinung nach nicht. Das Gleiche ebenso wenig im Bezug auf die Mutter. Oder es funktioniert schon, nur wird dann in den allermeisten Fällen der gezogene Schluss falsch sein 😉

      „Dort wäre es für die meisten Kinder wahrscheinlich eher eine Erlösung, in einer Kita zu sein.“

      Woran machst du das fest? Wenn es jetzt um Chantalle geht, die die kleine Jaqueline mit Gratis-Nikotin versorgt, bin ich absolut bei dir. Aber abgesehen davon?

      „Das ist jetzt sicher sehr subjektiv, aber ich spreche vielen Eltern einfach mal die Kompetenz ab, ein Kind genau so gut zu betreuen – und zwar den ganzen Tag, nicht nur 2 oder 3 Stunden – , wie es ausgebildete Pädagogen tun.“

      Beziehst du dich da jetzt speziell auf Eltern, die du kennst? Ich spreche übrigens vielen Pädagogen die Kompetenz ab, ein Kind genauso gut betreuen zu können, wie die Eltern. Allerdings nicht, weil ich prinzipiell nichts von ihnen halte, sondern weil ich nicht glaube, dass eine ausreichend gute Betreuung gewährleistet ist, wenn auf eine Erzieherin 10 Kinder und mehr kommen. Und ja… Prinzipiell halte ich auch nicht viel von Pädagogen. Was bei mir aber tatsächlich daran liegt, dass viele derjenigen, die ich in ihren Funktionen als Erzieher und Lehrer kennengelernt habe vollkommen meschugge waren und die, die ich privat kenne bis auf eine Ausnahme kleine Küchenpsychologen sind, die mir auf den Zeiger gehen. Rational gesehen weiß ich allerdings, dass das natürlich nicht bedeutet, dass das auf alle Pädagogen zutrifft. Das spielt auch mit rein in die Tatsache, dass es für mich der blanke Horror wäre, mein Kind vor dem dritten oder vierten Lebensjahr fremdbetreuen zu lassen. Schlechte Erfahrungen sind nunmal schlechte Erfahrungen und sitzt die Angst einmal drin, ist es schwer, sie wieder loszuwerden.

      Das Problem, das ich hier ganz speziell sehe, ist, dass bei frühkindlicher Betreuung zuerst einmal aufgrund des Fachkräftemangels eine ordentliche Betreuung des einzelnen Kindes gar nicht gewährleistet ist und die Tatsache, dass man innerhalb der Gruppen teilweise einen ziemlich heftigen Wechsel unter den Betreuern hat. Mein Neffe hatte in drei Jahren Kindergarten SIEBEN verschiedene Erzieherinnen. Kinder brauchen allerdings feste Bezugspersonen. Es mag also mit Sicherheit viele Kinder geben, die aufgrund der Unfähigkeit der Eltern in einer KiTa besser aufgehoben wären. Ich lehne mich jetzt aber mal aus dem Fenster und behaupte, dass es mindestens ebensoviele Kinder gibt, die bis zum dritten Lebensjahr besser zuhause bei ihren Eltern aufgehoben sind 😉

      „Durch das verlängerte Fernbleiben wird die Abwendung von der Erwerbstätigkeit erleichtert bzw. die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit erschwert. Das betrifft sicher nicht alle Berufe, aber schon den Großteil würde ich sagen. Es gibt auch viele Jobs, da sind 3 Jahre Abwesenheit das Aus, da kannst du von vorne anfangen.“

      Nun gut. Ist Privatkram der entsprechenden Eltern. Ich bin einfach der Meinung, wer dieses Risiko eingehen will, der sollte auch die Möglichkeit dazu haben. Und jeder, der schonmal eine Familie mit Kleinkindern ernähren musste, weiß dass 150€ etwas ausmachen.

      „Aber eine professionelle pädagogische Betreuung kann meiner Meinung nach in den meisten Fällen nicht gleichwertig durch bis zu 3-jährige häusliche Erziehung ersetzt werden.“

      Wie kommst du drauf? Jetzt mal fernab von Jaqueline und Chantalle. Wie kann ein fremder Pädagoge in den ersten drei Lebensjahren einen liebenden und sorgenden und fähigen Elternteil ersetzen?

      • „Schade. Die würden mich nämlich brennend interessieren“.

        Das meinte ich eher im Sinne von: man kann versuchen, die Welt mit Statistiken zu erklären (Hallo Helge), aber manchmal hilft es auch, einfach nur mit offenen Augen durch den Tag zu gehen. 😉

        „Wenn es jetzt um Chantalle geht, die die kleine Jaqueline mit Gratis-Nikotin versorgt, bin ich absolut bei dir.“

        Ich habe 2 Jahre in Gruna gewohnt und dort oft im Home Office zu Hause gearbeitet. Was ich dort tagsüber gesehen habe (kriegt man ja sonst oft gar nicht mit), war einfach nur gruselig. Da war das der überwiegende Teil genau diese Kategorie, in verschiedensten Ausprägungen.

        „Ich spreche übrigens vielen Pädagogen die Kompetenz ab, ein Kind genauso gut betreuen zu können, wie die Eltern. Allerdings nicht, weil ich prinzipiell nichts von ihnen halte, sondern weil ich nicht glaube, dass eine ausreichend gute Betreuung gewährleistet ist, wenn auf eine Erzieherin 10 Kinder und mehr kommen.“

        Dann verstehst du unter „ausreichend gute Betreuung“ offenbar etwas anderes als ich. 😉 Mütter, die ihre Einzelkinder dne ganzen Tag zu Hause bemutteln, erzeugen verkorkste Kinder. Nicht Kita’s, wo Kinder den ganzen Tag zusammen spielen und beaufsichtigt werden.

        „Mein Neffe hatte in drei Jahren Kindergarten SIEBEN verschiedene Erzieherinnen.“
        Das ist sicher nicht zu empfehlen, aber auch ein extremer Fall. Das habe ich in meinem Bekanntenkreis noch nie gehört. Außerdem wohne ich gegenüber einem Kindergarten, dort sehe ich seit 2 Jahren auch immer die gleichen Erzieher. Sind sogar Männer dabei, nicht nur die Erzieher-Muttis, was ich als sehr günstig für die Kinder empfinde.

        „Ich bin einfach der Meinung, wer dieses Risiko eingehen will, der sollte auch die Möglichkeit dazu haben.“
        Ja sicher, ich wollte es nur erwähnt haben.

        „Wie kann ein fremder Pädagoge in den ersten drei Lebensjahren einen liebenden und sorgenden und fähigen Elternteil ersetzen?“
        Naja, wir reden hier ja mehr oder weniger nur vom dritten Lebensjahr. Außerdem behaupte ich nach wie vor, das diese drei Attribute (liebend, sorgend fähig) die große Ausnahme sind. Wir reden ja hier nicht über finanziell abgesicherte Familien mit einem gewissen Bildungsniveau, die sehr kompetent über die Erziehung ihrer Kinder entscheiden. Die brauchen/wollen auch die 150 Euro nicht unbvedingt. Das Betreuungsgeld motiviert hauptsächlich sozial schwächere Familien, ihre Kinder zu Hause zu behalten. Die kannst du sehr gut wie oben erwähnt in Gruna beobachten. Wir können uns ja mal da auf ne Bank setzen, und wir zählen dann mal die Eltern, denen wir auch nur ansatzweise die obigen 3 Attribute zutrauen. Du wirst erstaunt sein. 😉

        • „Das meinte ich eher im Sinne von: man kann versuchen, die Welt mit Statistiken zu erklären (Hallo Helge), aber manchmal hilft es auch, einfach nur mit offenen Augen durch den Tag zu gehen.“

          Subjektive Beobachtungen geben aber nur schwer einen Einblick darin, wieviele Menschen denn nun geeignete Eltern darstellen 😉 Da wären Statistiken um einiges sicherer als unsere müden Augen.

          „Ich habe 2 Jahre in Gruna gewohnt und dort oft im Home Office zu Hause gearbeitet. Was ich dort tagsüber gesehen habe (kriegt man ja sonst oft gar nicht mit), war einfach nur gruselig. Da war das der überwiegende Teil genau diese Kategorie, in verschiedensten Ausprägungen.“

          Ich war nie in Gruna (Glaube ich O_o), dementsprechend kann ich da nicht so viel zu sagen. Ein bisschen sozialer Brennpunkt, hm? Dann drück ichs mal so aus: Wenn du dich in den Kuhstall setzt, ist die Wahrscheinlichkeit, einer Kuh zu begegnen höher als auf ein Schwein zu treffen 😀 Aber das Angebot mit der Bank nehm ich gern an. Und eine Woche später setzen wir uns dann hier in Laubegast an die Hauptstraße und beobachten mal, wieviele Chantalles wir dann sehen 😉

          Ich stimme absolut mit dir überein, dass es viele Eltern gibt, die besser kinderlos geblieben wären. Ich bin allerdings der Meinung, dass sich so ein Urteil nicht mal eben auf der Straße im Vorbeigehen fällen lässt und es bereitet mir Bauchschmerzen, Leuten Unterstützung zu entziehen, nur weil vielleicht einige diese Unterstützung nicht so sehr verdienen oder damit Unfug treiben, indem sie davon ihren Zigarettenkonsum finanzieren. Nebenbei bemerkt wurde das Betreuungsgeld voll auf das ALG II angerechnet. ALG II-Empfänger fallen da also schonmal raus. Und als ein Mensch, der über einen längeren Zeitraum eine fünfköpfige Familie mit dem absoluten finanziellen Minimum ernähren musste, kann ich dir versichern: 150€ können einer finanziell angeschlagenen Familie den Hintern retten. Für viele ist damit schon der halbe Monat gesichert.

          „Mütter, die ihre Einzelkinder dne ganzen Tag zu Hause bemutteln, erzeugen verkorkste Kinder.“

          Und wo hast du das jetzt her? Nur weil ein Kind zuhause betreut wird, bedeutet das doch nicht, dass es keinen Kontakt zu anderen Kindern hat. Es gibt auch sowas wie Spielplätze, Krabbelgruppen usw. und pass auf, jetzt kommts: Du kannst Eltern mit anderen Kindern des gleichen Alters zu dir nach Hause einladen 😉
          Ein Kind, dass zuhause betreut wird, wird ja nicht automatisch von der Außenwelt abgeschirmt. Ich war die ersten vier Jahre meines Lebens zuhause und mein Junge ebenfalls. Geschadet hat es nicht (Finde ich jedenfalls. Du darfst mich da aber gern verbessern :D).

          „Wir reden ja hier nicht über finanziell abgesicherte Familien mit einem gewissen Bildungsniveau, die sehr kompetent über die Erziehung ihrer Kinder entscheiden. Die brauchen/wollen auch die 150 Euro nicht unbvedingt.“

          Es gibt auch genügend nicht finanziell abgesicherte Familien deren Bildungsniveau nicht irgendwo zwischen dem Vormittags- und Abendprogramm auf RTL rumdümpelt. Die finanzielle Situation einer Familie sagt ja über die Kompetenz der Eltern erstmal wenig bis gar nichts aus. Ich finds halt ein wenig schwach, mit der bildungsfernen Schicht zu argumentieren, wenn es darum geht, Familien finanziell unter die Arme zu greifen. Es ist ja schon eine Schweinerei sondergleichen, dass das Kindergeld auf Hartz 4 angerechnet wird. Und bildungsfern ist auch nicht gleichzustellen mit „als Eltern ungeeignet“. Ich habe mal über einen längeren Zeitraum eine relativ große Gruppe ebendieser Leute aus der bildungsfernen Schicht betreut. Da waren eine ganze Menge junger Eltern dabei. Die sich hingebungs- und aufopferungsvoller um ihre Kinder gekümmert haben als viele Akademiker, die ich kenne. Und du meine Güte, denen hätte das Betreuungsgeld wirklich geholfen. Du hast halt bei solchen Dingen wie dem Betreuungsgeld immer das Risiko, dass es auch irgendwo landet, wo es nicht hinsollte. Aber deswegen kann ich ja nicht die bestrafen, die darauf angewiesen sind und das Geld auch so nutzen, wie es gedacht ist.

          • „Und eine Woche später setzen wir uns dann hier in Laubegast an die Hauptstraße und beobachten mal, wieviele Chantalles wir dann sehen.“
            Ich weiß, ich weiß. Dazu müsste man jetzt aber noch wissen, wieviel Familien in Gruna und in Laubegast Betreuungsgeld beziehen. 😀

            „Mütter, die ihre Einzelkinder dne ganzen Tag zu Hause bemutteln, erzeugen verkorkste Kinder.“
            Aus meinem Satz herausgelöst klingt das ziemlich heftig. 😉 Das war natürlich eine Kann-Aussage, kein Muss. Und ich meinte auch nicht die Familien, die jeden Tag auf den Spielplatz gehen oder sonst familiär sehr aktiv sind.

            Deinen letzten Absatz bewerte ich mal so: um genau dieser Geldausgabe auf Verdacht zu entgehen, finde ich Kita’s besser. Da weiß man, wo das Geld ankommt und das es sinnvoll verwendet wird. Auch wenn Severus dort indoktriniert wurde, aber war wahrscheinlich eine kirchliche Einrichtung :p .

          • nein, das war Ende der 60er in einer sehr sozialistischen Anstalt, Sie haben offensichtlich meinen Verweis nicht gelesen…

          • „Ich weiß, ich weiß. Dazu müsste man jetzt aber noch wissen, wieviel Familien in Gruna und in Laubegast Betreuungsgeld beziehen.“

            Womit wir dann wieder bei Zahlen und Statistiken wären ;D

            „Aus meinem Satz herausgelöst klingt das ziemlich heftig. ? Das war natürlich eine Kann-Aussage, kein Muss.“

            Kann-Aussagen sind immer so eine Sache. Es kann auch passieren, dass dir die KiTa das Kind verkorkst.

            „Und ich meinte auch nicht die Familien, die jeden Tag auf den Spielplatz gehen oder sonst familiär sehr aktiv sind.“

            Ja, aber warum gerade die nicht mit einbeziehen? Davon wirst du nämlich eine ganze Menge haben. Und von der Menge wirst du auch wieder eine Menge haben, die 150€ im Monat extra gut gebrauchen können. Ich bin mir absolut sicher, dass du es nicht so meinst, aber deine Argumentation klingt für mich so ein bisschen nach: „Das Betruungsgeld ist nicht gut, weil die Leute, die es brauchen es nicht verdient haben, weil sie schlechte Eltern und bildungsfern sind und die, die es verdient haben, brauchen es nicht.“

            „Deinen letzten Absatz bewerte ich mal so: um genau dieser Geldausgabe auf Verdacht zu entgehen, finde ich Kita’s besser. Da weiß man, wo das Geld ankommt und das es sinnvoll verwendet wird.“

            Wann kann man sich denn absolut hundertprozentig sicher sein, dass solches Geld sinnvoll investiert wird? Und was geht es mich an, ob eine mir unbekannte Frau, ihr Geld in Zigaretten investiert? Solange das Geld eben AUCH dort landet, wo es sinnvoll, nämlich zum Wohl der Kinder, ausgegeben wird, sehe ich keinen Grund dafür ebendiese sinnvolle Unterstützung zu entziehen, weil irgendeine junge Mutter in Gruna aus der bildungsfernen Schicht das Geld für Zigaretten verballert.

            Und weißt du das denn so genau? Wir Menschen sind wirklich wahnsinnig gut darin, erstmal nur das Schlechte zu sehen. Woher weiß ich denn, dass Chantalle aus Gruna ihre Zigaretten finanziert, indem sie bei ihrem Kind Abstriche macht? Vielleicht macht sie ja bei sich selbst Abstriche. Als ich, wie weiter oben erwähnt, meine Familie mit wenig Geld durchbringen musste, habe ich auch geraucht und trotzdem hat es den Kindern an nichts gefehlt. Die Einschränkungen habe ich nämlich bei MIR vorgenommen.

    •       wenn ich den Begriff »professionell« höre, denke ich spontan an »professionelle Distanz« (gewiß eine wertvolle Erfahrung für ein Kippenkind, so distanziert gepädagogt zu werden), und als nächstes kommt mir die von Bau-, Hobby- und Heimwerkermärkten für diversen Elektroschrott zerschlissene »Profi-Qualität« in den Sinn, als letztes dann »die Professionelle«.
            Nein, »professionell« muß eine Wundversorgung sein, eine Autoreparatur, ein Baumschnitt oder eine Wach-&Schutzhundausbildung, obgleich bei erstem und letztem ein wenig Empathie gewiß nicht fehl am Platze ist;
            In der Kinderbetreuung, vor allem, solange in öffentlichen Einrichtungen Experimente wie unter »offenes Konzept« getarnte Laissez Faire praktiziert werden, ist jeder staatliche Versuch, Kinder in subventionierte Indoktrinierungsanstalten zu bringen, abzuwehren…

            Im übrigen, fernab von Schandalle, Schackeline, Schännefjäffe, Dschärohme, Keffn-Dschastn-Dscheesn und anderen Pro1-, Sat-II- und RTL7-Opfern:
            könnte es nicht sein, daß das schreiende Kind behindert ist (das ist <ironie>völlig natürlich unbedingt Schuld der Mutter, die gewiß in der Schwangerschaft geraucht und gesoffen hat</ironie> – ich kenne noch »Gani« als Schimpfwort, und diese Form der Behinderung wäre zweifellos keine Schuld der Mutter, wurden werdende Mütter doch gezielt auf dieses Präparat verwiesen, weil es ja sooo nebenwirkungsfrei sei), oder es kommt gerade von einer Blutabnahme, oder hat die roten Lackschuhe nicht gekauft bekommen?

      hier beschreibt eine Mitdiskutantin eine alltägliche Situation.

            Ich habe drei Kinder großgezogen, und ich gebe einen feuchtwarmen Pups auf die Meinung anderer zu meinen Erziehungsmethoden, solange ich deren eigene Fortpflanzen nicht kenne…

      • „subventionierte Indoktrinierungsanstalten“….

        an der Stelle können wir schon aufhören zu diskutieren. Sorry, aber da ist mir jetzt meine Zeit zu schade für.

        • ich habe den Kindergarten von innen erlebt, und ich habe ihn als Indoktrinierungsanstalt erlebt, und darüber hatte ich in diesem Blog berichtet. Wenn Sie mir meine Leidensfähigkeit absprechen wollen, haben Sie mein tiefes Mitleid.
          Da Sie sich aber an einem Begriffe abarbeiten, ohne auf die Sache einzugehen, geben Sie damit zu, daß ich in der Sache recht habe. Danke.

        • hier schrieb ich darüber.
          Nix für ungut

      • Hallo.

        „wenn ich den Begriff »professionell« höre, denke ich spontan an »professionelle Distanz« (gewiß eine wertvolle Erfahrung für ein Kippenkind, so distanziert gepädagogt zu werden), […]“

        Bevor ich jetzt auf den oben zitierten Absatz eingehe, möchte ich sagen, dass ich seit drei Jahren in einem Kindergarten arbeite und ihn deshalb ebenfalls im vollem Sinne meiner geistigen Fähigkeiten von Innen gesehen habe. Ich beziehe mich demnach nicht auf Bekannte, Freunde oder Verwandte von mir, und auch nicht auf meine eigene Kindheit.

        • Professionelle Distanz heißt nicht immer Professionalität, und in der Pädagogik ist das wichtig. Wenn wir von frühkindlicher Bildung [diesen Begriff mag ich ebenfalls eher weniger] reden, dann heißt das, dass Kind NICHT zu erziehen. Die Erziehung eines Kindergartenkindes findet schlussendlich immer Zuhause statt, und da kann man als Erzieher/in, Pädagoge/in usw tun was man möchte. Schlussendliche sind es die Eltern, die für das Kind die letzte Distanz darstellen, die das Kind erziehen, ihnen Werte vermitteln. Bestes Beispiel: Wenn man als Kind von Rassisten großgezogen wird, dann kann man als Erzieher/in nichts dagegen tun. Das Kind wird zuerst die Meinung der Eltern übernehmen, denn es befindet sich noch nicht in dem Status seiner Entwicklung, in dem es selbstständig und langfristig Dinge nachempfinden oder hinterfragen kann, zumindest nicht in diesem Maße. Auch wenn man so sehr versucht, dagegen zu wirken. Es klappt nicht.

        • Was bedeutet denn professionelle Distanz? Eine recht interessante Frage. Man muss es in diesem Falle ja auch auf den Bereich der Erziehung und Pädagogik beziehen, wobei Pädagogik nicht automatisch gleichzusetzen ist mit Erziehung, denn Pädagogik beschäftigt sich nicht nur mit den frühen Lebensjahren von Kindern, sondern auch mit den Jugendjahren. Wobei der Begriff >professionellgepädagogtprofessionell distanziertExperimentSchrödinger’s KatzeWaldtageich darf niemandem wehtun< sind ein Bestandteil unserer Gesellschaft, nicht nur der Pädagogik. Es geht darum, das Kind individuell zu fördern in seiner Entwicklung, ihm den Umgang mit anderen Menschen nahezulegen, ihn oder sie aber nicht zu hemmen, ihn nicht zu überfordern, sich dem Alter angemessen zu verhalten, dem Kind ein Pol zu sein, zu dem es kommen kann wenn irgendetwas nicht stimmt, dem Kind Verständnis zu schenken, sich die Dinge anzuhören, die sie oder er einem erzählt, es aber auf Sprachfehler hinzuweisen. Dem Kind unterschwellig Dinge zu zeigen und zu erklären. Die Pädagogik befasst sich damit, dem Kind spielend das lernen beizubringen, ihm spielend die Welt zu zeigen, nicht durch schulstundenartige Angebote. Dem Kind zu zeigen, dass es sich selbst eine Meinung zu den Dingen bilden kann, und das man ihm seine Meinung niemals vorschreiben kann. Dem Kind aber auch zu zeigen, das manche Dinge unangebracht sind, es aber für Fehler nicht zu verurteilen. Das Kind zu unterstützen, in allen Lebenslagen und mit jedem Problem.

        "Ich habe drei Kinder großgezogen, und ich gebe einen feuchtwarmen Pups auf die Meinung anderer zu meinen Erziehungsmethoden, solange ich deren eigene Fortpflanzen nicht kenne…"

        • In Ordnung, das ist okay. Dagegen hat doch niemand etwas einzuwenden, oder? Wie gesagt, Erziehung findet Zuhause statt, nicht in der KiTa.

        Ich verbleibe mit lieben Grüßen

        • danke für Ihre Sicht – ich schrieb als Vater;
          mein Weib ist als Erzieherin in *ungenannt, weil sonst identifizierbar* tätig (nur so für den Hintergrund), und ich höre fast täglich von Laissez-Faire-Opfern, die nach Monaten noch außerstande waren, andere Kinder in der Gruppe oder die Erzieherin anders als: »He, du!« anzureden, weil sie nicht in der Lage waren, Dritte als Person wahrzunehmen – wozu auch, die Einrichtungen, aus denen sie kamen, waren Unverbindlichkeitsanstalten, wo es keine Bezugsgruppen gab, keine Bezugspersonen, sondern Offänäs Konzäpt, gaaans foatschrittlich!

          Wachsen braucht Vertrauen – das kann die Einrichtung nur sehr begrenzt leisten;
          Bildung braucht Bindung – das kann zumindest das Offene Konzept nicht leisten!
          Kinder brauchen Grenzen – aber dafür braucht es Vertrauen, wenn das ganze nicht in Angst münden soll, und dafür bedarf es der Bindung, wenn ein Lerneffekt eintreten soll;

          und ja, das aber sind Dinge, die die Einrichtung zu leisten hat – zumindest aber versuchen, denn sonst isses eben doch nur 'ne Verwahranstalt…

          »[…] die Eltern, die für das Kind die letzte Distanz darstellen, […]«

                Sie meinten gewiß »die letzte Instanz«, Sche!β-Autokorrektur, nicht wahr?

    • Aber eine professionelle pädagogische Betreuung kann meiner Meinung nach in den meisten Fällen nicht gleichwertig durch bis zu 3-jährige häusliche Erziehung ersetzt werden.

      Andersherum wird ein Schuh draus ;-).
      Auch die professionellste, pädagogische Betreuung kann kein liebevolles, sorgendes Elternhaus mit viel Nestwärme ersetzen.
      Kleinst- und Kleinkinder bis zum 3. Lebensjahr brauchen keine „professionelle, pädagogische Betreuung“, sondern vor allem Liebe, Liebe und nochmals Liebe und jemanden, der in jeder Lage für sie da ist. Du kannst mir nicht erzählen, dass es das in der Kita gibt, wie gut sie auch sein mag.

      • Du sagst es,Lapislazuli67, das ist die Wahrheit.

      • „Auch die professionellste, pädagogische Betreuung kann kein liebevolles, sorgendes Elternhaus mit viel Nestwärme ersetzen.“

        Ja, wenn es denn gegeben ist. Lies doch bitte genau bevor du kritisierst, von genau diesen Elternhäusern rede ich _nicht_.

        • Ja, wenn es denn gegeben ist. Lies doch bitte genau bevor du kritisierst, von genau diesen Elternhäusern rede ich _nicht_.

          Wenn das nicht gegeben ist, rettet die Kita auch nichts. Weil die eben kein Ersatz für das liebevolle Elternhaus sein kann.

          Und ich muss Gwenny recht geben. Unter welchen Umständen ein Kind gut aufwächst, kann man von außen oft nicht beurteilen. Ja, es gibt eher schlichte Eltern, die nicht wissen, dass man mit einem Baby viel sprechen muss. Es gibt aber auch die, die Gwenny beschrieben hat.

          Und beim üblichen Kita-Betreuungsschlüssel bin ich der Ansicht, dass da die weitaus meisten Elternhäuser besser sind.

  5. Da wir selber als Familie das Betreuungsgeld gerade nutzen und – leider – in NRW leben, ist das Thema für uns sehr relevant.
    Wir sind beide „hochqualifiziert“ und nicht „bildungsfern“ wie gerne ideologisch alle Betreuungsgeldempfänger abgewatscht werden. Mein Mann ist Jurist und ich Ingeneurin. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass einer zu Hause bleibt, da auch bei mir meine Mutter zu Hause war und ich ehrlicherweise niemals in einem Kindergarten war. Aufgrund der Gehaltsunterschiede war es bei uns mein Mann, der bliebt. Es gibt aber auch Familien, wo beide weiterhin in Teilzeit arbeiten, einer Vormittags der andere Nachmittags und man auch davon profitieren kann und beide Elternteile etwas von ihrem Kind haben. Mein Mann nahm sich die Elternzeit und das Betreuungsgeld und bislang haben wir es nicht bereut, alleine schon deshalb, weil ich eine Freundin habe, die selbst in der Kita arbeitet und von Zuständen berichtet – in ihren Augen ganz normal – die für mich gar nicht in Frage kommen (Babys schlafen in Hundekörben, weil ist ja praktischer, 7 Kleinkinder unter 3 in einer Gruppe?). Zudem ist der Betreuungsschlüssel bei Kitas laut Wissenschaftlern gerade bei 1:3 noch in Ordnung, meist findet man aber eher Zuordnungen von 1:7, wenns gut läuft mal 1:5.

    Und ja, Kinder können Stress auch erleben, und natürlich hat man das bei lärmenden Kindern um sich herum mehr als bei den Eltern zu Hause. Gleichzeitig ist mir aber auch klar, dass viele Menschen auf den Kita Platz angewiesen sind, weil sie sonst ihren Job verlieren oder in Hartz 4 fallen.

    Momentan ist mir allerdings nicht ganz klar, warum ich als jemand, der die Kita nicht in Anspruch nehme sondern mein Kind zu Hause betreue, auch dafür bezahlen muss, dass ich meinen Mann unterstützen muss (was natürlich klar ist), und gleichzeitig (ob nun freiwillig oder unfreiwillig sei dahingestellt) für andere Menschen mit Kindern durch meine Steuern und Abgaben einen Kindergartenplatz oder Kita Platz finanzieren muss. Wenn es darauf angelegt worden wäre Eltern wirklich zu entlasten, dann sollte man sich überlegen Eltern, die arbeiten, durch Steuererleichterungen zu unterstützen, da sie eben nicht das Gemeinwesen nutzen. Die 150€ waren ein netter Anfang, nicht sehr viel aber immerhin.

    Die Diskussion wurde leider sehr ideologisch geführt. Vor allem bei uns in der Familie, wo der Mann zu Hause blieb von Anfang an, hat es bei uns nur Kopfschüttteln verursacht, wenn man meinte, dass die Frauen damit immer zu Hause bleiben würden. Hier geht es absolut gar nicht um die Gleichberechtigung, sondern nur um das Recht darauf eine Familie zu sein, Eltern zu sein, selbst entscheiden zu dürfen, ob man das Kind in eine Kita geben möchte oder lieber zu Hause sein Kind belehren würde.

    Wenn man so viel Angst hat davor, dass „Bildungsferne“ Schichten das Geld nutzen könnten, mache ich doch gerne einen Vorschlag. Die 150€ werden einfach umgewandelt in Büchergutscheine. Jedes Kind bekommt einen Büchergutschein monatlich für 150€, unser Kind liebt Bücher und er bekommt jeden Monat mindestens 4 neue. Damit tut man was für die Bildung, kann nicht mehr meckern, dass das Geld nichts nützt und die Kinder und Eltern profitieren; von mir aus auch noch Gutscheine für Schwimmen oder Kinderkleidung. Ich denke alle die das Betreuungsgeld von 150,-€ bekommen haben, könnten sich ohne Widerwillen vorstellen auch Gutscheine monatlich zu bekommen – nur für das Kind. Aber darum geht es ja leider nicht. Es geht nur um das Geld.

    Und das ist die eigentliche Tragödie. Man beschwert sich über das Geld, das den Familien gegeben wird, jubelt, dass nun 10 Milliarden knapp wieder frei werden, will es gleich in Kitas stecken (abgesehen davon, dass es eher um Qualität da geht und nicht Quantität) und sucht nicht mal nach Alternativen um Familien wieder zu entlasten. Insbesondere der Mittelstand, wo einer oder beide arbeiten gehen, haben nur deshalb so sporadisch Lust auf Kinder, nicht weil man egozentrisch ist und Angst hat finanziell abzurutschen, sondern weil es tatsächlich so kommen wird. Es muss eigentlich vom Staat aus Steuererleichterungen geben für Familien mit Kindern – wie in Frankreich beispielsweise, wo pro Kind der Satz sinkt, und ab dem dritten Kind alles Einkommenssteuerfrei ist. Die Mieten steigen hier exorbitant in den Städten, mit 4 Köpfen muss mehr Essen und trinken her, und das vom gleichen Lohn wie vorher, das ist eine finanzielle Einbuße, dazu noch die Unsicherheit im Job heutzutage, die es vor 30 Jahren nie so gab. Bei seinen Beamten ist der Staat so nett und gibt einen „Familienzuschlag“, aber für die restlichen arbeitenden Bürger gibt es im Grunde keine wirkliche Entlastung.

    Und sowas geht auf Dauer einfach nicht. Dafür wird Greichenland gerettet, eine Mütterrente installiert, für Menschen, die nie was in die Rentenkasse eingezahlt haben und über die Milliarden, die in Banken geflossen sind, redet auch keiner. Sicher, meine Mutter profitiert auch davon, und es ist auch sozial und richtig, aber aus dem falschen Topf, ich werde dafür kaum mehr Rente beziehen, obwohl ich sogar mehr einzahle als meine Eltern bis zum Schluss. Und so geht es momentan nur noch, nett zwar allen zu helfen, aber es wird von der Mittelschicht genommen und nichts zurückgegeben, und die Mittelschicht ist die, die sowohl den Sozialstaat trägt als auch dem Staat die Wirtschaftskraft gibt, die er braucht. Ich will nicht geschröpft werden, wir wollen als Familie in erster Linie leben, nicht um für den Staat zu wirtschaften. Momentan geht alles in die falschen Töpfe, und das seit über 20 Jahren immer schlimmer. Die Wahlfreiheit wird weiter eingeschränkt und am Ende bleibt dann nichts mehr übrig vom eigenen Leben.
    Wir wollen unser Leben genießen, wir arbeiten um zu leben, und leben nicht um zu arbeiten. Leider versteht das die Politik nicht – und daran scheitern alle Gesetze momentan.

  6. Also ich bin noch vor dem Erziehungsgeld komplett bei meinen Eltern aufgewachsen, überwiegend bei Mutter, die schon aufgehört hatte zu arbeiten, als mein Bruder als kleines Kind ziemlich krank geworden war. Mein Vater ging natürlich zur Arbeit.

    Ich war nie im Kindergarten, hab also – wenn man mal jeden Politiker, der jemals meinte, Ahnung zu haben, zitieren will – keine „frühkindliche Bildung“ erfahren. Und soll ich euch mal was ganz krasses erzählen? Ich hatte mehr als genug Bildung. Meine Mutter hat mir sehr viel beigebracht und mir alles erklärt, was mich interessiert hat.

    Als ich in die erste Klasse kam, war das einzige, was mir fehlte, die Erfahrung im Umgang mit Gleichaltrigen. Das hat meine Mutter auch irgendwie bereut und dann gesagt, ich hatte vielleicht ein halbes Jahr oder so, bevor ich eingeschult werde, in den Kindergarten gehen sollen.

    Und ich will nicht sagen, dass ich irgendwie wirklich intelligenter war, als die anderen Kinder, aber in vielen Bereichen wusste ich einfach mehr. Und ich hab mich auch besser benommen und mich nie widersetzt.

    Meiner Meinung nach hat meine Mutter mich besser erzogen, als es den meisten in einer Kita widerfährt. Und jede Frau (oder auch Mann), die ihr Kind lieber zu Hause großziehen möchte, sollte auch die Möglichkeit dazu haben. Und wer sich nach dem Kinderkriegen lieber auf seine Karriere stürzt, hätte vielleicht gar kein Kind haben sollen.

  7. „Kommen wir zum Abschluß noch kurz auf den Kostenaspekt zu sprechen. 150€/Monat gab es bisher als Betreuungsgeld. Die kompletten Kosten für einen Krippenplatz (0-3 Jährige) liegen zwischen 500 und 1500 €, bei einem Kindergartenplatz (4-6 Jährige) liegen sie immer noch zwischen 300 und 1000 €. “

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die 150 e für einen wesentlichen Wechsel der Entscheidung sorgen. Wer seine Kinder betreuen will, der wird es in der Regel machen, auch wenn er die 150 € nicht bekommt oder? Wer das geld braucht wird mit einer Arbeitsstelle in der Zeit auch immer noch besser fahren.

    Gibt es denn eigentlich eine Auswertung, ob das zu einer Absenkung des Bedarfs geführt hat?

    • Ich kann mir nicht vorstellen, dass die 150 e für einen wesentlichen Wechsel der Entscheidung sorgen.

      Sollten sie das? Sie machen es Eltern, die ihr Kind zu Hause betreuen wollen, etwas leichter. Daß nur mit 150€/Monat keine echte Wahlfreiheit erreicht wird, ist unbesehen. Sie wird damit allerdings auch nicht eingeschränkt.

      Gibt es denn eigentlich eine Auswertung, ob das zu einer Absenkung des Bedarfs geführt hat?

      Mir ist keine bekannt. Gerade bei derartigen soziologischen Auswertungen ist es allerdings reichlich schwierig, auf sinnvolle Ergebnisse zu kommen, weil man einen bekannten Ist-Zustand mit einen potentiellen Kann-Zustand vergleicht, der wiederum nur (meist recht ungenau) prognostiziert werden kann. Hinzu kommt, dass viele soziologische Untersuchungen eher die politischen Überzeugungen ihrer Auftraggeber oder Ersteller wiederspiegeln. Du erinnerst dich ja sicher noch an diesese lustige Studie der Heinrich-Böll(er)-Stiftung über Männerrechtsaktivisten.

      • »[…] einen bekannten Ist-Zustand mit einen potentiellen Kann-Zustand […]«

              und selbst, wenn in einem Rückblick die Einflüsse untersucht würden, kann keiner ausschließen, daß die Veränderung nicht durch eine massive Preiserhöhung wegen witterungsbedingter Ernteausfälle oder erhöhter Kirchensteuer verursacht wurde, oder durch die Einstellung der qualitätsjournaillistischen Sendereihe »Newtopia«…

  8. Der Grundgedanke für das Betreuungsgeld war definitiv keine schlechte Idee. Nur an der Umsetzung hat es einfach gehabert.
    Einerseits gut, dass man die Kinderbetreuung zu Hause anerkannt hat und dementsprechend auch belohnen wollte. Aber diese „100 bis 150,- EUR“ waren dagegen doch echt der Witz dabei. Wenn sie die Kindererziehung unterstützen wollen, dann sollten sie vielleicht doch eher das Kindergeld erhöhen. Da hätte man definitiv mehr davon.

    In einem muss ich aber in deinem Beitrag kritisieren^^
    Die hohen Kosten bei den Kindertagesstätten gibt es nicht überall in Deutschland. In Rheinland-Pfalz beispielsweise kostet der Kindergartenplatz nichts. Man zahlt hier nur die Versorgung und gewisse „Extras“, sprich: kleinere Geschenke zum Geburtstag, Papiergeld, etc. Das verläuft sich bei meinem Sohn ungefähr auf 45,- Euro im Jahr. Bei speziellen Ausflügen, zahlt man natürlich auch dazu. Aber mehr als 3,- Euro pro Ausflug waren es bisher noch nie.^^

    • Die hohen Kosten bei den Kindertagesstätten gibt es nicht überall in Deutschland.

      Ich schrieb hier über die monatlichen Komplettkosten. Deren Höhe wiederum hat nichts damit zu tun, wer sie nun explizit zahlt. Wenn die Eltern nichts bezahlen, bedeutet dies im Endeffekt nur, dass sie komplett vom Staat übernommen und somit subventioniert werden.

      • und damit wären wir wieder bei den Karrierefrauen, die laut Frau Suede so massiv benachteiligt werden gegenüber der Hausfrau, die ja durch das Ehegattensplitting so massiv subventioniert werde…

        • Sollen wir das jetzt wirklich aufrechnen?
          Ich glaube, das wollen Sie lieber nicht.

          • meine Argumente interessieren Sie doch ohnehin nicht;

            aber wenn Sie eine belastbare Rechnung vor der Hand haben, her damit – auch das hatte ich bereits erbeten. Nur hatten Sie dort eingekniffen; aber wenn's heute anders wird, her damit!

          • http://www.welt.de/politik/deutschland/article124121262/Ehegattensplitting-behindert-berufstaetige-Muetter.html

            Bedenken Sie: Die Hausfrau (die nicht mal zwingend Kinder haben muss und die bis ins hohe Alter vom Ehegattensplitting profitiert) trägt nichts zu unserer Wirtschaft bei, die Eltern, die eine Kita in Anspruch nehmen und arbeiten gehen, zahlen ihre Subventionen durch Steuer und Sozialabgaben selbst – und nehmen die Kita nicht 40 Jahre, sondern vielleicht 4 oder 5 Jahre in Anspruch.

          • Aus dem von Suede verlinkten Artikel: Das gleiche gelte für die beitragsfreie Mitversicherung in der Krankenversicherung. Beide Leistungen [Ehegattensplitting & beitragsfreie Mitversicherung] stellten zwar eine erhebliche Entlastung für die Familien dar. Da Frauen jedoch häufig dauerhaft ihre Arbeitszeit verkürzen und berufliche Nachteile erleiden, stärke das Ehegattensplitting langfristig nicht die wirtschaftliche Situation der Familien.

            Überraschung: Wenn Frauen nicht arbeiten, dann arbeiten sie weniger. Wahnsinn, oder? Preisfrage: Arbeiten diese Hausfrauen deswegen nicht, weil sie doof sind und nicht einschätzen können, dass sie aufgrund der Nicht-Erwerbstätigkeit möglicherweise weniger verdienen (und auch keine Steuern für Gevatter Staat erwirtschaften) oder arbeiten sie vielleicht deswegen nicht, weil ihnen das zusätzlich erzielbare Einkommen die Minderung an Lebensqualität schlicht und einfach nicht aufwiegt? Da ich generell ein positives Frauenbild habe, neige ich mal zu letzterer Alternative.
            Unsere lieben Soziologen haben allerdings einen anderen Ansatz. Denen geht es nicht darum, die Lebensqualität der Frauen oder gar ganzer Familien zu verbessern, die betrachten hier eher die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Und damit die optimiert wird, muss die Hausfrau mitarbeiten, egal ob sie das nun möchte oder nicht. Wir behalten also im Hinterkopf: Es geht gar nicht um die Frauen, um deren Rechte oder um deren Absicherung, es geht um Steuereinnahmen und Wirtschaftswachstum. Soweit so gut.
            Nun ist es durchaus ein valider Standpunkt volkswirtschaftlich zu sagen, dass man Hausfrauen (oder Hausmänner) nicht fördern möchte und nach (quasi) Vollbeschäftigung aller potentiellen Erwerbstätigen strebt. Aber dann soll man das bitte klar kommunizieren und nicht so tun, als würde man den Frauen damit ein großes, feministisches Geschenk machen.

            Ich erinnere hier kurz an ein bekanntes Zitat von Simone de Beauvoir, die sagte: „Keine Frau sollte das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder großzuziehen. Die Gesellschaft sollte völlig anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, und zwar genau deshalb, weil, wenn es eine solche Möglichkeit gibt, zu viele Frauen sich dafür entscheiden würden.

            Allerdings können es sich die meisten Familien heute sowieso nicht mehr leisten, auf das zweite Gehalt zu verzichten. Die Hausfrau ist daher dank ökonomischen Zwang ohnehin auf dem Rückzug. Man sollte aber, bevor man das Primat der volkswirtschaftlichen Nützlichkeit zu Ende denken will, vielleicht doch kurz innehalten, sonst landen wir bei französischen Verhältnissen, wo die Kinder dann nach wenigen Wochen in die Obhut der Krippe übergeben werden (müssen) und die Mütter sich zeitgleich wieder zur Arbeit schleppen. Glücklich, schlank und lächelnd, versteht sich.

          • da ich ohnehin gegen das Ehegattensplitting bin, wie ich mehrmals betonte, ist die Rechnung eigentlich irrelevant, und das Prognos-Institut kenne ich nicht, weiß also auch nicht um dessen Vertrauenswürdigkeit;
            darüber hinaus kenne ich den für die Studie erhobenen Datenpool nicht, und damit sind wir bei der allgemeingültigen Aussage zur Statistik: glaube nur der, die du selber gefälscht hast…

            »[…] Die größten Posten sind […] und das Ehegattensplitting […]«

                  aha, aber

            »[…] Die Subventionierung der Kinderbetreuung schlägt ebenfalls stark zu Buche […]«

                  das ganze liest sich für mich wie eine Zutatenliste, auf der die schlimmsten Chemikalien unter Euphemismen wie »Süßungsmittel« versteckt werden, und im Rest des Artikels wird nicht gerechnet, sondern gemeint, (keine) Hoffnung gemacht und Möglichkeiten (oder sowas) gesehen – wie immer, muß ich sagen, und die Zahlen erfassen nicht einmal das Betreuungsgeld, denn sie sind von 2o1o…

          • Nun… Vielleicht weil so eine Statistik nicht in zwei Wochen zusammengeklopft werden kann?

            Gerechnet wurde schon, die Zahlen stehen nur nicht da. Lediglich die Auswertung: Nämlich dass auch das Ehegattensplittung langfristig eine Schlechterstellung der Familien bedeutet – WEIL es kurzfristig Anreize dafür schafft, dass ein Ehegatte nicht erwerbstätig ist.
            Kurzfristige Besserstellung führt also zu langfristiger Schlechterstellung.
            Ist jetzt nicht so das Riesengeheimnis gewesen…

            Aber wie gesagt: Berufstätige Personen finanzieren die Leistungen, die sie in Anspruch nehmen, um berufstätig sein zu können, durch ihre Berufstätigkeit mit. Nicht berufstätige Personen, werden von berufstätigen Personen vollständig subventioniert. Heißt: Den Kosten zur Kinderbetreuung müsste man das Steuer- und Sozialversicherungsbeitragsaufkommen der Leute gegenrechnen, denen so ermöglicht wurde, berufstätig zu sein.

          • aha,

            »[…] Gerechnet wurde schon, die Zahlen stehen nur nicht da […]«

                  denn sie sind wahrscheinlich geheim oder entlarvend, oder aber geheim, weil sie entlarvend sind

            »[…] Berufstätige Personen finanzieren die Leistungen, die sie in Anspruch nehmen, um berufstätig sein zu können, durch ihre Berufstätigkeit mit. Nicht berufstätige Personen, werden von berufstätigen Personen vollständig subventioniert […]«

                  so ist das nun einmal in einer Solidargemeinschaft: der Rentner, der bereits gearbeitet hat, der Invalide, der nicht mehr arbeiten kann, der Behinderte, der nie arbeiten können wird, und der Vater, der den Arbeiter von morgen erzieht, und nicht zuletzt der Hartzer, der überhauptz nicht arbeiten will, werden von dem, der jetztarbeitet, versorgt – ja, so ist das, und ja, so muß das sein (bis auf den letzten Fall, aber dagegen sollten Sie nix sagen, denn sonst steigen Ihnen die selbsternannten Linken von APPD bis Melonen aufs Dach)!

            »[…] Den Kosten zur Kinderbetreuung müsste man das Steuer- und Sozialversicherungsbeitragsaufkommen der Leute gegenrechnen, denen so ermöglicht wurde, berufstätig zu sein […]«

                  während man den Selbstbetreuenden die Subventionierung der Kindertagesstätten anrechnen müßte?
            Daß die Kinderbetreuung, unabhängig, wer sie leistet, eine Investition in die Zukunft ist, ist Ihnen aber schon bewußt?

          • Die Solidargemeinschaft unterstützt Menschen, die früher selbst mal unterstützt haben (Rentner) und die, die unverschuldet nicht mehr unterstützen können. Sie unterstützt auch Menschen, die selbst nicht unterstützen wollen oder können – aber sie würde zusammenbrechen, wenn sie plötzlich die Hälfte der Bevölkerung unterstützen müsste, obwohl diese durchaus in der Lage wären, etwas beizutragen, dieses aber nicht tun, weil… ja weil.

            Das heißt, Sie wollen die Kinderbetreuungsplätze abschaffen, um somit Mittel zu generieren, um Eltern zu unterstützen, die zu Hause bleiben? Was soll das denn für eine Wahlfreiheit sein? Welche Frau will unter diesen Umständen, unter denen sie sich übrigens auch vollständig abhängig machen würde, denn heutzutage noch ein Kind bekommen?
            Die Wahl, zu Hause zu bleiben und nicht zu arbeiten, hat man immer. Man muss in unserem System nur eben damit rechnen, dass sich das beim Einkommen niederschlägt. So funktioniert unsere Leistungsgesellschaft, die doch immer alle so hochhalten, weil sie so effektiv und gerecht ist… Ist sie das etwa auf einmal nicht? Komisch, dass es die gleichen Typen sind, die einerseits gegen Quoten wettern, andererseits aber so eine „Herdprämie“ als modernes Mittel der Wahlfreiheit abfeiern!
            Was ist denn die Konsequenz? Das Betreuungsgeld hemmt den Betreuungsplatzausbau. Mütter sind gezwungen, zu Hause zu bleiben. Und am Ende heißt es dann: „Ja, sorry. Hast halt nie gearbeitet. Hier ist deine Grundsicherung!“ Ein gehemmter Betreuungsplatzausbau erschwert die Wahlfreiheit mehr, als das Betreuungsgeld sie fördert.
            Und am Ende wundert man sich, wieso so wenig Frauen in leitenden Positionen sind und führt das dann darauf zurück, dass sie ja nicht bereit sind, soviel zu leisten wie ein Mann… oder dass Frauen sich ja eher gegen die Karriere entscheiden… und Arbeitgeber sich beim Einstellen einer Frau ja nie sicher sein können, ob sie nicht irgendwann schwanger und zu einem Kostenfaktor wird.
            Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie man es als Staat oder Gesellschaft ernsthaft für sinnvoll erachten kann, wenn Frauen – die heutzutage hochqualifiziert sind – sich für ein Hausfrauen- und Mutterdasein entscheiden, bei dem ihre Karrierechancen flöten gehen. Da geht so unglaublich viel Potenzial verloren!

            Kinderbetreuung ist eine Investition in die Zukunft. Dafür müssen aber auch erst mal Kinder da sein. In einem Land voller hochqualifizierter Frauen und ohne Betreuungsangebote, wird es aber nicht zu einem Anstieg der Geburtenrate kommen!

          • suede, die hochqualifizierten Frauen sind jetzt schon diejenigen, die keine Kinder (mehr) bekommen. Daran wird auch ein größeres Angebot an Betreuungsplätzen nichts ändern. Diese Frauen haben nämlich schlicht keine Zeit für Familie,
            entscheiden sich also nach wie vor für Kinder oder Karriere. Weil alles andere ein derartiger Eiertanz und Verlust an Lebensqualität wäre, dass sie es lieber lassen. Außerdem sind sie meist deshalb so hochqualifiziert, weil sie gar kein Interesse an eigenen Kindern haben und lieber ihre Karriere verfolgen.

            Ich wäre eher dafür, dass sich die Arbeitswelt ändert. Meine Güte, die meisten Frauen (und der ein oder andere Mann) wollen doch gar nicht auf Dauer aussteigen! Drei Jahre sollten doch wohl möglich sein, ohne dass die komplette Qualifikation flöten geht und man danach da steht wie jemand komplett ungelerntes.

          • Meine Güte, die meisten Frauen (und der ein oder andere Mann) wollen doch gar nicht auf Dauer aussteigen! Drei Jahre sollten doch wohl möglich sein, ohne dass die komplette Qualifikation flöten geht und man danach da steht wie jemand komplett ungelerntes.

            Das würde ich so durchaus unterschreiben.

          • aber sie würde zusammenbrechen, wenn sie plötzlich die Hälfte der Bevölkerung unterstützen müsste, obwohl diese durchaus in der Lage wären, etwas beizutragen, dieses aber nicht tun, weil… ja weil.

            Und hier übertreibst du maßlos. Die Hälfte der Bevölkerung mag ja aus Frauen bestehen. Aber ziemlich offensichtlich nicht ausschließlich aus solchen im gebärfähigen Alter, die auch noch Kinder wollen. Oder kennst du keine weiblichen Kinder und Frauen nach der Menopause? Abgesehen davon sollen die dieses Geld nicht lebenslang, sondern für zwei, drei Jahre bekommen. Ich glaube, das ließe sich durchaus machen.

          • *Ich wäre eher dafür, dass sich die Arbeitswelt ändert. Meine Güte, die meisten Frauen (und der ein oder andere Mann) wollen doch gar nicht auf Dauer aussteigen! Drei Jahre sollten doch wohl möglich sein, ohne dass die komplette Qualifikation flöten geht und man danach da steht wie jemand komplett ungelerntes.*

            Absolut meine Meinung.
            Das Betreuungsgeld ist trotzdem doof.
            Besser: Elterngeld ausbauen. Wieso nicht… meinetwegen 2 Jahre Mutter – 1 Jahr Vater? Oder alle möglichen anderen Konstallationen.
            Aber genau dafür ist ja angeblich kein Geld da. Stattdessen zahlt man dieses idiotische Betreuungsgeld…
            Man könnte das ganze zumindest teilfinanzieren lassen über eine Umlage (analog zur U2 für’s Mutterschaftsgeld).

          • die Hälfte der Solidargemeinschaft sind kinderbetreuende Mütter?!?
            dann wäre die andere Hälfte erwerbstätige Väter?
            wo sind die Greise und Krüppel, die Behinderten?
            sind die alle bei Moravia in Südamerika?
            Frau Suede, Ihre Mathematik ist gefährlich manipulativ – aber das sagte ich Ihnen bereits…

            Betreuungsgeld ist trotzdem doof ?!? wtf

            Nochmal zum Mitmeißeln: ich finde das Betreuungsgeld, so wie es gemacht war, sub-sub-suboptimal – ich bin für ein Betreuungsgehalt.

            aber das mögen Sie ja auch nicht, weil … ja, weil keks… na dann ˜

            »[…] Die Wahl, zu Hause zu bleiben und nicht zu arbeiten, hat man immer […]«

                  nun arbeitet aber die Selbstbetreuende eben doch, so daß Ihr

            »[…] dass sich das beim Einkommen niederschlägt […]«

                  geradezu zynisch ist.
            Im Übrigen stimme ich Mama Lapis zu.

      • *Und hier übertreibst du maßlos.*

        Wieso? Im Gegenteil. Ich untertreibe. Zu der „Hälfte“ gehören dann ja nicht nur die „neuen Hausfrauen“, sondern nach wie vor die Rentner, die Kinder, die Behinderten, die Hartz4-Empfänger…
        Aber gut, ich hätte sagen sollen „von denen ein großer Teil in der Lage wäre, etwas beizutragen.“

        • ah, Sie haben sie doch nicht rausgekürzt;
          dennoch: wieviele Kinder sind mehr geboren worden seit der Betreuungsplatzgarantie – nocht nicht einmal wegen des garantierten Betreuungsplatzes?

          im übrigen harre ich immer noch des Aufrechnens mit belastbaren Daten, die nicht aus dem Reichspropagandaministerium <ironie>unabhängigen</ironie> Meinungsforschungsinstitut Forza Allantoinbach stammen…

  9. Ich habe zwei verschieden Sichtweisen auf das Betreuungsgeld.
    Zum einen finde ich es ziemlich seltsam, dass eine Mutter oder ein Vater Geld dafür bekommt, dass sie sich um ihr eigenes Kind kümmern. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Leider leben wir in einer Zeit, in der man als Alleinverdiener seine Familie gar nicht mehr gut ernähren kann.
    Für das Betreuungsgeld spricht natürlich, dass wir die Familien fördern sollten ihr Kind zuhause groß zu ziehen. Außerdem macht mich diese Entwicklung – immer eher in den Kindergarten bzw. Krippe – stutzig.
    Man erinnere sich mal, in dem dunkelsten Kapitel Deutschlands wurden die Kinder auch von morgens bis abends betreut , in der HJ oder BDM – nicht viel später in der DDR gaben die Mütter ihre Kinder in die Hände der SED…. was haben diese beiden Systeme nur gemeinsam…. Beide Systeme funktionieren nur durch eingebläute Ideologie. Vielleicht gehe ich zu weit, aber etwas ähnliches passiert doch auch schon bei uns. Zwar wird die Vergangenheit nicht verschwiegen, aber in der Schule lernt man auch nur das der Kapitalismus das einzig Wahre ist.
    Was passiert also, wenn wir bei der nächsten Wahl jemand wählen, der es darauf anlegt unsere Kinder und Jugendliche mit seinen Gedanken zu infizieren? Leider haben wir dann keinen Einfluss mehr auf unsere Kinder und das Schicksal nimmt seinen Lauf…

    • genau das meinte ich hier.

    • Hast du eine Kita grade ernsthaft mit der Hitlerjugend verglichen?

      • beziehen Sie sich auf Polly?
        nein, ich glaube, Polly meinte die Systeme allgemein, und ja, das Prinzip der angestrebten Indoktrination war beiden Systemen immanent, und nein, ich sehe zu heute keinen großen Unterschied – nicht in der Sache, wenngleich er in den Ausmaßen und der Stoßrichtungnoch besteht;

        aber die HJ wäre als Organisation mit den Pionieren, den Pfadfindern oder den Falken vergleichbar

      • Nein ich habe nur die Systeme der Kinderbetreuung verglichen.

        Ich war früher in einem ganz normalen Kindergarten erst ab 3 1/2 Jahren, von morgens 8 bis Mittags um 12. Ich blieb zuhause als mein Bruder Schulferien hatte. Ich habe zwar meine Kindergärtnerin gemocht aber meine Eltern haben mich aber erzogen und mein Weltbild vermittelt.
        In der heutigen Zeit nennt man die Kindergärtner Erzieher , weil sie unsere Kinder erziehen. Und wer legt fest, was die Kinder im Kindergarten erfüllen müssen – der Staat. Und wenn nun der „Richtige“ an die Macht kommt, bekommen unsere Kinder das „Richtige“ auch beigebracht.
        Herzlichen Glückwunsch, wir haben in den letzten 70 Jahren nichts gelernt.

  10. Ich kann zu dem Thema „Betreuungsgeld“ nichts wirkliches beitragen, aber eine Erfahrung vielleicht.
    In ganz Lateinamerika gibt es kein Geld wenn man Kinder hat. Weder Kindergeld noch Betreuungsgeld.
    Dafuer aber sind die meisten Kinder die ganze Zeit,also den ganzen Tag und zur Nacht, bei der Mutter. Wenn sie einkaufen geht, in den Park geht, Freundinnen besucht oder zu einem Amt, Bank, immer sind die Kleinkinder dabei.
    Muetter mit Kleinkindern werden auch bevorzugt behandelt – eben , bei der Bank etwa gibt es einen Extraschalter fuer alte Leute, Behinderte, Schwangere und Muetter mit Kleinkindern.
    Wenn die Mutter arbeiten gehen muss, hat die Oma das Kind, oder die Tante, die grosse Schwester, je nach dem. Aber es ist im Rahmen der Familie.
    Natuerlich gibt es hier auch Kindergaerten. Private und staatliche.

    Worauf ich aber hinaus will: man wird in Lateinamerika ganz ganz selten, eigentlich nie, diese sogenannten „Schreikinder“ finden, weil sie die ersten Jahre immer, wirklich immer,am Koerper der Mutter sind,die muetterliche Naehe haben und spueren, und so das Gefuehl erfahren, angenommen und geliebt zu sein.
    Bei mir im Heim kommen auf 5 Kinder eine – furchtbares Wort- Betreuerin. Und da die Latinos sehr Kinderlieb sind (weil sie selber als Kind geliebt wurden) gehen sie auch sehr liebevoll mit den Kindern um.
    Wenn ich dann lese, dass in Deutschchland Vater und Mutter und Mutter schon von Anfang an arbeiten muessen, und ihre Kinder fremden Leuten ueberlassen muessen, die zwar Kinderbetreuung rein technisch gelernt haben, aber ansonst nicht diese Beziehugn zum Kind haben wie das bei uns ueblich ist, dann verstehe ich zweierlei:
    Die armen Eltern die nicht miterleben wie es ist wenn ihr Kind aufwaechst und sich entwickelt und die kaum Einfluss darauf haben.
    Die armen Kinder, die von Anbeginn an nicht die Naehe der Mama spueren duerfen, die immer von fremden Leuten umgeben sind.
    Mich wundert nicht, dass Deutschland, ich will nicht sagen „Kinderfeindlich“ ist, aber nicht gerade viel Sympatien dafuer zu haben scheint. Bei solchen Umstaenden,wo Geld mehr zaehlt.
    Und ja, ich weiss wie teuer es in D ist.Ich weiss dass viele Paare denken, arbeiten gehen zu muessen, um Miete und Essen beahlen zu koennen.
    Es gibt ein Wort: Beschraenkung. Wenn hier eine junge Frau ein Kind bekommt und der Vater verdient kaum oder ist abgehauen, dann beschraenken sich die Muetter auf das Notwendigste im Leben, um fuer ihr Kind da sein zu koennen. Und Oma und Tante und Neffe helfen.
    Ich habe so manchmal das Gefuehl, in D ist das Wort „Beschraenkung“ (in Bezug auf Kínder haben) eine Menschenrechtsverletzung (Ironie aus).
    Man darf doch nicht die Frage, ob Kind Ja oder Nein, vom Verdienst abhaengig machen, oder Kindergeld oder Betreuungsgeld oder was auch immer. Kinder sind ein Geschenk.
    Und bevor Fragen kommen: Wir haben sechs Kinder. (Na ja, Kinder ist gut, die sind schon Erwachsen)
    Kínder sind nur fuer jene eine kuehle Rechenaufgabe, die Probleme mit ihrer eigenen Kindheit haben. Wer als Kind geliebt wurde, akzeptiert auch Kínder und die Einschraenkung die sie mit sich bringen.

    • hier wieder meine ZUSTIMMUNG!
      ja, wir haben uns eingeschränkt, wir sind nicht zum Urlauben in die Karibik oder auf die Malle… äh, ~diven geflogen, sondern sind mit dem Rad gefahren – zwanzig Kilometer bis Moritzburg, zum Wohnwagen meines Schwiegervaters, oder ein paar Kilometer mehr, an die Malter nach Paulsdorf, mit dem Zelt, oder oder oder … das weiteste war Reichenberg;
      gut, wir sind gesegnet mit der Dresdner Seenplatte, Mittelgebirge, Sedimentgebirge, und das alles nicht weiter als drei Stunden mit dem Rad – dennoch: es gibt keinen Grund, nix zu unternehmen, weil teuer; das ist bloß mimimi, ich bin ein Benachteiltchen – ISNI!

  11. Also, zu diesem Thema hätte ich eine entsprechende Argumentation auch von jenem Redakteur der FAZ lesen können, dessen Name mich irgendwie immer an einen adligen Dackel erinnert: Jasper von Altenbockum.
    Im Ernst, die ewig selbe Leier von Verfechtern der Herdpämie geht mir mittlerweile aufs Ding. Man muß gar nicht damit anfangen, daß die Herdprämie den verzweifelten Versuch von bayerischen Ewiggestrigen darstellt, ein, vorsichtig formuliert, veraltetes Familienbild allen Deutschen aufs Auge zu drücken. Auch der finanzielle Aspekt spielt nicht so die Rolle, selbst wenn man natürlich sagen könnte, daß die 900 Millionen Euro (die jetzt auch frei werden) im Kita-Ausbau der Länder besser aufgehoben wären, weil dann unter anderem die oben monierten ach so hohen Kosten etwas leichter zu stemmen wären. Diese Kosten sind im übrigen deswegen so hoch, weil die Infrastruktur der U3-Betreuung, im Westen zumal, erst noch komplett aufgezogen werden muß, da bis vor kurzem ja noch die verstaubte Mär von Papa, Mama, Kind sowie Kirche, Küche, Kinder galt. Die Herdprämie als kostensenkende Maßnahme heranzuziehen („jedes Kind zu Hause spart dem Staat einen Kitaplatz und damit bares Geld“) finde ich schon ziemlich selbstdisqualifizierend. Ich dachte, Es geht eher um das schutzwürdige Familienbild der fünfziger Jahren.
    Außerdem finde ich es mindestens gewagt, bei diesem Thema den abgelutschten Begriff „Wahlfreiheit“ anzubringen. Der adlige Dackel wieder. Wenn erst eine Belohnung von 150 € im Monat für jemanden bedeutet, die „Wahl“ zu treffen, sein kleines Kind zu Hause erziehen zu wollen, dann gnade dem Kind Gott. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wenn es keinen ordentlichen Ausbau der Kitas gibt, hat es sich mit „Wahlfreiheit“. Dann wäre zwangsläufig „dahoam“ angesagt. Da schon hätte die CSU sicherlich gerne ihren gesellschaftspolitischen Wiederherstellungspunkt errichtet, wenn denn diese Frage in die Zuständigkeit des Bundes fiele, was ebensowenig der Fall ist wie die Herdprämie. Daß Seehofer und seine Lederhosen jetzt die Kohle aus dem verfassungswidrigen Haushaltspunkt für sich fordern, ist schon ziemlich geschmacklos.
    Wichtiger scheint mir generell, daß diejenigen, die nicht so sehr mit Finanzkraft gesegnet sind (und eben nicht in der Lage sind zu „wählen“), und die gleichzeitig am dringendsten darauf angewiesen wären, ihr Kleines in die Kita zu schicken, von den 150 € geradezu verlockt werden, es nicht zu tun, da dieser Betrag einkommensunabhängig gezahlt wird. Daß so mit steigendem Einkommen auch die Wahrscheinlichkeit steigt, daß ein kleines Kind in die Kita kommt, dürfte klar sein. Da fängt dann der Bildungsvorsprung der Kinder aus den „besseren“ Familien schon im Windelrocker-Alter an. Applaus.
    Eine Studie der Uni Dortmund (die auch im Urteil des BVerfG erwähnt wird) zeigt:

    „Je höher das Bildungsniveau in der Familie ist, desto geringer erscheint der monetäre Anreiz des Betreuungsgeldes. So stimmten von den Familien, in denen kein Elternteil einen Bildungsabschluss besitzt, 31 % derjenigen, die keinen Betreuungsplatz für ihr unter dreijähriges Kind wünschten, der Aussage zu, das Betreuungsgeld sei Grund für die Entscheidung gewesen, keinen Betreuungsplatz in Anspruch zu nehmen. Bei Eltern mit einem Hauptschulabschluss sind es 23 %. Bei den Familien mit einer mittleren Reife als höchstem Bildungsabschluss liegt dieser Anteil bei 14 %, und bei Familien mit Hochschulreife beziehungsweise mit Hochschulabschluss reduziert sich dieser Anteil weiter auf 10 % beziehungsweise auf 8 %.“

    Und zum Thema „Väter und Mütter“ (aus dem genannten Urteil):

    „Das Betreuungsgeld wurde überwiegend von Müttern und nur zu sehr geringem Anteil von Vätern in Anspruch genommen. 94,6 % der Leistungsbezüge erfolgten durch Mütter.“

    Moral von der Geschicht: Das „Betreuungsgeld“ mit der „Wahlfreiheit“ für „Väter und Mütter“ wird im wesentlichen von eher wenig wohlhabenden, alleinerziehenden und meist arbeitslosen Frauen in Anspruch genommen, für die 150 € im Monat leider wichtiger sind als eine Kita für ihr Kind. Und die bekommen sie perverserweise auch dann, wenn genügend Kita-Plätze vorhanden sind. Damit sollte klarsein, was mit dieser idiotischen Prämie bezweckt werden sollte: Ein weiteres Steinchen in der Neuerrichtung der preußischen Dreiklassengesellschaft, denn die wohlhabenderen Papas und Mamas wählen ja auffällig oft die Kita.
    Jetzt würde der Dackel sicher wieder sagen, daß diese Alleinerziehenden ihr Kind doch natürlich in die Kita geben sollten und selber dann arbeiten gehen können. Dazu müßte allerdings erst mal die entsprechende Infrastruktur, also genügend Angebote, dasein, um, wie gesagt, echte Wahlfreiheit – für alle – zu ermöglichen.
    Froh kann man nur sein, daß die Herprämie auf ALG II angerechnet wird (wurde), so daß dort kein monetärer Anreiz dazu verführen kann (konnte), die falsche „Wahl“ zu treffen.
    Das Gericht übrigens stellt in seiner Urteilsbegründung mehrmals süffisante Fragen, auf die es – anscheinend leider – nicht eingehen kann, wie diese hier:

    „Auf die Frage, ob das Betreuungsgeld überhaupt geeignet ist, dieses Ziel (Anm.: „Wahlfreiheit“) zu fördern, kommt es daher nicht an.“

    Und zum Schluß noch mal Karsruhe:

    „Das Angebot öffentlich geförderter Kinderbetreuung steht allen Eltern offen. Nehmen Eltern dies nicht in Anspruch, verzichten sie freiwillig, ohne dass dies eine verfassungsrechtliche Kompensationspflicht auslöste.
    (…)
    Das Urteil ist einstimmig ergangen.“

    • Man muß gar nicht damit anfangen, daß die Herdprämie den verzweifelten Versuch von bayerischen Ewiggestrigen darstellt, ein, vorsichtig formuliert, veraltetes Familienbild allen Deutschen aufs Auge zu drücken.

      Doch muss man. Denn an der Stelle kann man bei dir bereits aufhören zu lesen. (Habe mit den Rest natürlich trotzdem angetan, allerdings kam erwartungsgemäß nichts Relevantes mehr.) Wer denkt, dass seine Interpretation die allein gültige ist, der will Deutungshoheit und Diktatur. Da klingt der Linksradikalismus nicht nur durch, da zieht er schon blank.

      Nur ganz kurz für dich: Es gibt viele verschiedene Familienmodelle bis hin zu radikalfeministischen Ansätzen, die die Familie als Keimzelle des Patriarchats am liebsten ganz abschaffen wollen. Es liegt nicht an dir und deinen Genossen zu beurteilen, welches Modell das einzig wahre ist. Wenn in einer Familie ein Elternteil permanent oder temporär zu Hause bleibt, dann ist das Sache der Familie. Wenn beide durcharbeiten wollen, desgleichen. Ob nun der Staat Möglichkeiten schaffen sollte, dass Eltern ihre Kinder etwas länger direkt betreuen können, obliegt genausowenig dir und deiner linksfaschistischen Dackelrhetorik, sondern dem demokratischen Willen der Bürger. Und wenn die Bürger Parteien wählen, die diese Möglichkeiten schaffen, dann wird euer Gegeifer daran nicht allzuviel ändern.

      • Danke, Helge, dem wäre nur noch hinzuzufügen, daß causa* mit dem Dackelvergleich in den Fußstapfen genau jener aus dem Reichspropagandaministerium steht, die jenes Volk mit Ratten verglichen, und in den Fußstapfen derer, die die NPD als Rattenfänger bezeichneten…

    • Nur mal so aus Interesse… hast Du irgendeinen realistischen Bezug zu Geld und dessen Wert in unserer Zivilisation? Vor allem für Menschen ohne Bildungsabschluß bzw. ohne anerkanntem Bildungsabschluß?

      Das ist zumindest der Eindruck, den Dein Kommentar u.A. bei mir hinterlässt, daß er von irgendeiner verwöhnten Göre verfasst wurde, die sich nie Gedanken um ein paar Pfennige machen mußte und deshalb den Wert von 2,50 € nicht kennt. (Fürs Protokoll: Eindruck != Einschätzung.)

    • Mal abgesehen von allen anderen Überlegungen: 150 Euro sind ein Witz. Ja, es ist eine Menge Geld wenn man es als Taschengeld bekommt. Aber selbst eine ungelernte Arbeitskraft verdient leicht das Zehnfache im Monat. Mit 150 Euro kann man nicht mal die Miete bezahlen! Und da erwartet man, dass Frauen daheimbleiben und sich finanziell vom Ehemann abhängig machen, weil man ihnen ein Taschengeld zahlt? Die Rechnung geht nur bei Frauen auf die eh schon hinterm Herd stehen – oder solche die nebenbei ein bisschen jobbten und damit gerade diese 150 Euro dazuverdienten.

      • Ich bin vor der Geburt vollzeit arbeiten gegangen und wollte mir nächstes jahr erst eine teilzeit beschäftigung suchen. Ich habe mein elterngeld auf zwei jahre aufgeteilt nach altem recht und hätte das betreuungsgeld als weitere finanzielle Entlassung gern erhalten. Und ja momentan bin ich von meinem Lebensgefährten abhängig und ja dass werde ich auch noch etwas länger sein. Aber dafür kann ich zeit mit meinem sohn verbringen und gerade in den ersten paar jahren entwickeln sich kinder enorm. Klar wir kommen auch ohne die 150 € über die runden. Aber mit wäre es einfacher gewesen. Ich binjetzt schon auf der suche nach einem job. Und nein ich kann nicht zu meinem alten Arbeitgeber zurück weil wir nur ein auto haben und ich deswegen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren muss. Ich war zu meinem Arbeitsplatz fast zwei stunden hin umterwegs. Und das lohnt sich für teilzeit nicht.

      • Auch ich habe vor der Geburt meiner fast 3-jährigen in Vollzeit gearbeitet, mich gegen die Krippe und für die Zeit mit ihr zusammen entschieden. Nach geplanten 2 Jahren Elternzeit wollte ich auch wieder in meiner Arbeit antreten, bin dann aber schneller als gedacht mit der 2. schwanger geworden und nun bereits mit ihr auch schon wieder 1 Jahr in Elternzeit. Auch bei ihr habe ich mich gegen die Krippe entschieden. Ich möchte diese ersten drei Jahre in denen sie so viel neues Lernen und Entdecken nicht missen und auch wenn es manchmal richtig anstrengend ist und mich auch an die Grenzen meiner Geduld bringt, diese Zeit kommt nie wieder.

        Mein Mann hat mich in dieser Entscheidung von Anfang an unterstützt, wir haben gerechnet und Abstriche gemacht und wir leben im Moment auch nur von einem Gehalt. Als es hieß das Betreuungsgeld wird eingeführt hab ich mich auch gefreut über diese Zusatzunterstützung, aber selbst wenn es das jetzt bei der Kleinen nicht mehr ausgezahlt wird, stecke ich die Maus jetzt nicht in die Krippe und gehe wieder arbeiten. Die Zeit mit meinen Kindern, so schön und anstrengend es auch mit ihnen ist, gibt mir keiner wieder.

        • meinen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung für das Leben!
          ich bleibe dabei, daß keine institionalisierte Betreuung die aufrichtige Elternliebe ersetzen kann. Nirgends!
          'kay, Großelternliebe zählt auch 😉 ich bin – nicht nur einmal, sondern ein halbes Jahr – mit meinem Enkel zum Stillkreis gegangen und habe gewartet, bis meine Tochter aus dem Hörsaal kam, das Kind anzulegen…
          Prinzip erkannt?

  12. Weil alles andere ein derartiger Eiertanz und Verlust an Lebensqualität wäre, dass sie es lieber lassen. Außerdem sind sie meist deshalb so hochqualifiziert, weil sie gar kein Interesse an eigenen Kindern haben und lieber ihre Karriere verfolgen.

    This. Ich bin sowas von froh, nie einen Kinderwunsch gehabt zu haben – da ich für den „Eiertanz“ nicht genug Energie hätte, wäre es auf eine widerwillige Entscheidung Kinder ODER hohe Qualifikation hinausgelaufen.

    • Ohne eigene/s Kind/er … also eins muß ich einfach dazu sagen. Und auf meine Weise auch Moravia Recht geben.
      OHNE wenigstens ein Kind, also, bei allem hochzivilisierten Streß, MIR würde etwas im Leben fehlen.
      Gefehlt haben.

      • Na, mir fehlt da überhaupt nichts. Mir würde aber etwas fehlen, würde ich in meiner Selbstverwirklichung und Freiheit beschränkt. Aber so sind die Leute unterschiedlich.

        • Ich habe mal eine Frage: Wer eigentlich wischt dir den Arsch ab, wenn du als alter Mensch nicht mehr in der Lage bist dir selber zu helfen?

          Jetzt sag nicht, die Kinder anderer Leute! Das waere parasitaerer Missbrauch.

          Solche sogenannten Selbstverwirklichungtrips“ (bloedes Wort,weil man sich nie selber verwirkliche kann,es sei man ist Unwirklich) druecken nur Antisoziales Verhalten und Gedankenlosen Egoismus aus.

          Sag doch ehrlich: „Ich hasse Kinder, das sind Blagen fuer mich, die schreien, scheissen in Windeln und kosten Geld – so wie ich frueher auch, widerlich.“
          DAS wuerde ich dir eher glauben.

          • Antisoziales Verhalten und Gedankenlosen Egoismus

            Wohingegen Anmaßung und moralinsaures Gepredige von einem wahrhaft altruistischen Charakter zeugen, oder was? Wenn jemand keine Kinder möchte, dann sollte er keine bekommen. Es gibt auch keinerlei Verpflichtung, Kinder in die Welt zu setzen.

            Und noch etwas: Wenn man tatsächlich beschließt, Kinder zu bekommen, dass sollte der Grund dafür besser nicht darin bestehen, dass man später jemanden braucht, der einem den Arsch abwischt.

            Nachtrag Helge: Mußte einige beleidigende & unsachliche Beiträge von Moravia löschen. Langsam reicht es mal.

          • Nicht unfair werden, Moravia.

            Manche haben den Wunsch einfach nicht.

            Ich habe vier Kinder. Zumindest eine Tochter will auf gar keinen Fall, nie, niemals Kinder.
            Sie leidet an einer Schwangerschaftsphobie.

            Soll sie sich jetzt zwingen, nur weil wir es toll und sogar notwendig finden, Kinder großzuziehen?

          • Nachtrag:
            „Wenn man tatsächlich beschließt, Kinder zu bekommen, dass sollte der Grund dafür besser nicht darin bestehen, dass man später jemanden braucht, der einem den Arsch abwischt“.

            Man muss schon ziemlich beschraenkt sein, aus einem (!) Hinweiss auf prinzipielle Gruende zu schliessen (Darum Kínder).
            Wo eigentlich sagte ich, das sei der Grund?

            Und wo ist das Moralinsauer, sich fuer Kinder auszusprechen, ausser in Helges „Schoener heilen Welt“. Und wo ist Anmassung, wenn ich auf Tatsachen hinweise?
            Verzichte auf Antwort Helge, es wird doch wieder nur Verleudmung draus.

          • Wo eigentlich sagte ich, das sei der Grund?

            Na dann helfe ich dir mal. Du schriebst:

            Ich habe mal eine Frage: Wer eigentlich wischt dir den Arsch ab, wenn du als alter Mensch nicht mehr in der Lage bist dir selber zu helfen?
            Jetzt sag nicht, die Kinder anderer Leute! Das waere parasitaerer Missbrauch.

            Wenn also die Kinder anderer Leute hier wegen „parasitären Missbrauch“ nicht in Frage kommen, dann bleiben offenbar nur die eigenen Kinder übrig.

            Noch etwas, Moravia, ich bin nicht so unfair, dir zu unterstellen, dass dies deine Motivation für Kinder gewesen sei, obwohl in vielen Gesellschaften die spätere Versorgung im Alter für diese Entscheidung tatsächlich noch eine Rolle spielt. Gleichzeitig solltest du aber auch fair genug sein, nicht jedem, der keine Kinder möchte, Asozialität und Egoismus zu bescheinigen.

          • @Moravia

            Sag mal, bist du eigentlich von Natur aus so anmaßend, beleidigend und unerträglich oder hast du dir das antrainiert? Wenn Letzteres der Fall ist: Daumen hoch. Erfolg auf ganzer Linie.

          • „Jetzt sag nicht, die Kinder anderer Leute! Das waere parasitaerer Missbrauch.“

            Schon mal etwas von dem Job „Kranken-“ bzw. „Altenpfleger“ gehört? Das sind so Leute, die machen eine Ausbildung, und fangen dann an, in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Hospizen und auch bei manchen alten Menschen zu Hause zu arbeiten. Dafür bekommen sie dann Geld und können sich ihr Leben leisten. Kurz gesagt: Geld gegen Arbeit. Und zwar das der steuerzahlenden, kinderlosen, parasitaaaaeeeeeeren Leute. Stell dir vor.

          • Edit bzw. Nachtrag:
            „Sag doch ehrlich: „Ich hasse Kinder, das sind Blagen fuer mich, die schreien, scheissen in Windeln und kosten Geld – so wie ich frueher auch, widerlich.““

            Jeder, der also keinen Gnadenhof zu Hause hat, hasst Tiere. Jeder, der seine Kinder betreut statt arbeiten zu gehen, ist eine faule Sau, die sich von anderen durchfüttern lässt. Jeder, der es bevorzugt, in der Stadt zu leben, hasst die Natur und würde am liebsten alles zubetonieren.

          • Altais, jetzt, da Sie es sagen:
            Ja, Waschbeton in den Garten mit Mitteleinlauf – so wegen ausspritzen, mit Plasterasen und obendrauf einen künstlichen Maulwurfshügel, damit's 'n bißl öko aussieht 😀 😀 😀

          • Ach du meine Güte …

            „Na, mir fehlt da überhaupt nichts. Mir würde aber etwas fehlen, würde ich in meiner Selbstverwirklichung und Freiheit beschränkt. Aber so sind die Leute unterschiedlich.“

            Ganz ehrlich?
            Mein Kind … also, ähm … meine damals geliebte Lebensgefährtin mußt aus gesundheitlichen Gründen die Pille absetzen und fragte wegen ´dem Risiko´. Ich hab nur gefragt ob wir zusammen ein Kind haben wollen, und, Bingo. Für mich war Familie ohne Kind und Spaß, und danach noch mehr Spaß, gar nicht vorstellbar.
            ´Jetzt oder nie´ – hab ich bei mir gedacht.

            Und ansonsten, mein lieber Hound, was ist Freiheit?

            Ich habe mal irgendwo gelesen: „Freiheit besteht höchstens darin, sich die Abhängigkeit aussuchen – zu dürfen.“
            Und fand diesen Aphorismus nicht nur richtig gut. Sondern halt auch mit sehr viel Wahrheit behaftet.

            Und vielleicht noch eine Frage: Was bleibt von der individuellen Freiheit übrig? Wenn das Geld zur Verwirklichung derselben fehlt.

            (oder auch: Sind diejenigen echt ´glücklich´? Die das notwendige Kleingeld dafür, [oft genug, ererbt] haben?)

          • Parasitaer ist es, wenn ich vom Verhalten, vom Erzeugten Anderer partizipiere, ich selber aber nichts dafuer beitrage. Und die ganzen Krankenhaeuser sind voller Pfleger, die allesamt die Kinder a n d e r e r Leute sind., die der „Freigeist“ ploetzlich braucht. Merkt ihr nicht die Verlogenheit in solchen Vorgehen?
            Bevor ihr euch pauschal empoert, denkt erst mal nach. Auch Helge. Auch wenn er sich gerne so gibt,auch er hat die Weisheit nicht mit dme Loeffel gefressen.

            Ich habe halt keine Lust mich eurem Einheitsbrei zu unterwerfen,von wegen „Lebensentwurf“ der Lach- und Spassgesellschaft. Ich habe auch nicht gesagt das jeder ein Kind habe muss, aber jemand, der sich bewusst gegen ein Kind entscheidet, den fragen zu duerfen, wer ihm dann den Arsch abwischt wenn er Hilflos ist,diese Frage ist berechtigt, oder ist es bei euch schon so weit, das nur das FUN FUN FUN zaehlt?
            Blind in den Abgrund?
            Die ganze Empoerungsfront scheint da keine Sekunde nachzudenken.

          • aber jemand, der sich bewusst gegen ein Kind entscheidet, den fragen zu duerfen, wer ihm dann den Arsch abwischt wenn er Hilflos ist,diese Frage ist berechtigt

            Ist sie nicht. Diese Frage ist in diesem Kontext einfach nur dämlich. Jemand der keine Kinder wünscht, sollte keine bekommen, schon deswegen weil jemand, der keine Kinder will, kein gutes Elternteil wäre. Da erübrigt sich damit auch die Frage. Tatsächlich ist die Einsicht begrüßenswert. Es ist tausendmal schlimmer, wenn man Kinder bekommt, dann aber nicht willens oder in der Lage ist, diesen die Aufmerksamkeit und Liebe zu geben, die sie benötigen.

          • Nichts dazu beitragen? Was ist eigentlich mit Leuten, die keine Kinder bekommen bzw zeugen können? Auch parasitaaaaeeeeer? Und ist jede Leistung, die man bringt, ohne seine Gene weiter in Umlauf zu bringen, zwecklos in deiner kleinen Welt?
            Und ist dir eigentlich bewusst, wie dumm deine Argumentation ist? Was hast DU denn dafür getan, Technik benutzen zu dürfen, die du nicht erfunden hast? In Häusern zu wohnen, die du nicht gebaut hast? Und dass Kinderlose die Kinder anderer unterstützen, indem sie Steuern in unserem Sozialstaat zahlen, alle möglichen Arbeiten verrichten, eventuell sogar alten Leuten „den Arsch abwischen“ oder „die Kinder a n d e r e r Leute“ betreuen, ist dir scheinbar auch nicht wirklich in den Sinn gekommen.

            Deine extreme Denkweise ist widerwertig. Für dich gibt es nur schwarz oder weiß. Kinder oder Spaßgesellschaft. Deine Meinung oder „euer Einheitsbrei“ (einige mit „eurem Einheitsbrei“ haben übrigens selber Kinder).
            Wahrscheinlich sind nach deiner Logik auch Mönche und Nonnen Partizipanten der „Spaßgesellschaft“, oder Leute, die im Gegensatz zu dir, oh (angeblicher) Fremdenführer in einem fernen Land, wirklich einer harten, gefährlichen und/oder zum Wohl der Gesellschaft beitragenden Arbeit (wie etwa Arzt, Polizist, Kanalarbeiter, Feuerwehrmann, Nobelpreisträger :D) nachgehen, sich aber nicht fortgepflanzt haben.

            Man könnte, wenn man so unfähig wäre wie du, die Welt in den realistischen Grautönen zu sehen, übrigens auch sagen, dass es primitiv ist, erstens in einer solchen Welt, wo es nun wirklich schon mehr als genügend Menschen gibt, zweitens nur um egoistisch die eigenen Gene in Umlauf zu bringen, sich fortzupflanzen. Statt wenigstens ein armes Kind, das seine Eltern verloren hat, oder dessen Eltern es schlecht behandeln, zu adoptieren. Das ist NICHT meine Meinung, nur um einem Missverständnis, dem du sicher unterliegen würdest (höchst wahrscheinlich mit purer Absicht) vorzubeugen.

          • äh – Altais, wenn Moravia auch nur einmal in der Woche in dem von ihm erwähnten Waisenheim die Fußböden schrubbt, tut er mehr als ich (und wahrscheinlich Sie und einige der aufrichtigen Diskutanten hier) für:

            »[…] ein armes Kind, das seine Eltern verloren hat, oder dessen Eltern es schlecht behandeln, zu adoptieren […]«

                  und seinen Einlassungen zufolge tut er entschieden mehr…
            ich fürchte hingegen, daß Moravia die Welt in Grautönen sieht, wo sie bunt ist – bunt, wo andere Diskutanten (mich nicht ausgenommen) dazu neigen, in Schwarz und Weiß einzuteilen.
            aber die Themen der laufenden Debatte laufen eher auf eine Polarisation hinaus, und eine solche hat nur wenige Abstufungen zwischen den beiden Extremen schwarzes Schwarz & weiszes Weisz.

            ich glaube, daß Moravia ein wenig zum Zynismus neigt, ironisch denkt, satirisch überzieht und sarkastisch formuliert. in dieser geballten Ladung isses latürnich kaum noch zu entschlüsseln, sintemalen für einen unbedarften zwölfjährigen.
            Ich verstehe den Großteil dessen, was er emmitiert, aber da bin ich zugestandenermaßen Minderheit…
            einatmen, ausatmen, Nachricht senden und gut is. mal sehen, ob er antwortet…

          • Dass das, was Moravia von sich gibt, Sarkasmus ist, halte ich für ein Gerücht. Und ich weiß auch nicht, ob ich seinen Ausführungen irgendeinen Glauben schenken soll. Seine Erzählungen sind wie sein ganzer Auftritt hier übertrieben, extrem. Und irgendwie fällt es mir schwer, jemandem, der derartig viel Hass und Bitterkeit angesammelt hat, zu glauben, dass er ein Leben führt, wie er es von sich behauptet.
            Mich würde es zumindest nicht die Bohne interessieren, welche Frauenpolitik in Deutschland herrscht, wenn ich irgendwo im Dschungel Waisenhäuserböden schrubbe und Leute über Indios aufkläre. Aber wer weiß.

        • aha – an der Stelle muß ich meinen gelöschten (danke, Helge, =b) Eintrag doch für berechtigt halten; allerdings sage ich jetzt nur:
          Alternative Darwin Award ;P

          • Na ja, in China faellt….du weisst schon was.
            So, ich gehe jetzt mal Kínder zeugen und mich durchfuettern lassen.

            Edit Helge: Beleidigungen und Sexismen entfernt.

          • meinethalben hättest Du sie stehen lassen können – ich halte sie für zynisch-ironisch-sarkastisch-satirisch, und insofern halte ich sie eher für hilfreich. Für mich hilfreich.
            Ich sag auch nichts gegen Suedes Kommentare, solange sie sich nicht zu ihrer Verleumdung erklärt hat. Ich nehme sie, wie sie mir in den Kram passen, ironisch, sarkastisch oder oder ernst. eines jedoch nehme ich sie nicht: ungewertet beim Wort. Alle nicht. Keine.

  13. Ich denke, dass eine liebevolle Zeit mit seinen Eltern zu Hause von keinem Kindergarten ersetzt werden kann. Mein Sohn ist jetzt 13 Monate und mein Lebensgefährte und ich stehen vor dem Problem, dass es finanziell eng wird, auch wenn er vollzeit arbeiten geht. Ich habe die kompletten 3 Jahre Elternzeit beantragt, auch weil ich fast 2 Stunden zu der Firma unterwegs war, wo ich gearbeitet habe. Und ich will die nächsten Jahre nach möglichkeit, nru Teilzeit arbeiten gehen – weil ich ZEIT mit meinem Kind verbringen will. Das Betreuungsgeld hätte uns etwas finanzielle last abgenommen. Jetzt muss ich gucken, dass ich mir jewtzt schon einen Teilzeit-job / Minijob suche. Gott sei Dank habe ich die Möglichkeit, dass die Großeltern auf unseren Kleinen aufpassen können – ansonsten hätte ich nur komplett für die Tagesmutter/Kindergarten arbeiten gehen müssen und das ist etwas, was ich nicht will! Was machen Eltern/Mütter/Väter, wo die Großeltern nicht ab und zu die Betreuung übernehmen können? Hätte es das Betreuungsgeld nie gegeben, würde ich trotzdem so lange wie möglich zu Hause bleiben und viel Zeit mit meinem Sohn verbringen wollen. Wenn es finanziell nicht geht, dass würde/werde ich zurückstecken. Ich bekomme Kinder nicht, weil es für Sie Kindergeld gibt bzw. weil es das Betreuungsgeld gab. Ich habe ein Kind, weil ich es wollte/will. Weil ich es liebe. Und ich will auch noch weiter Kinder – auch wenn es vermutlich nur noch ein weiteres wird, weil mehr als zwei Kinder ist bei uns des Geldes wegen nicht drin. Und da wir nicht verheiratet sind (und es auch nicht vorhaben) fällt bei uns auch das Ehegattensplittung als Vorteil der Steuern weg. Wenn der Staat will, dass mehr Kinder geboren werden (wir liegen hinter Japan laut einer Studie!) dann sollte es die Eltern/Familen fördern, die Kinder haben – nicht die Ehe. Und es sollte dafür sorgen, dass Lebensgefährten/Ehepartner – die aus welchem Grund auch immer – keine Kinder bekommen können, welche Adoptieren können. Und zwar EGAL ob diese Hetero- oder Homosexuell sind! Sorry, dass ich etwas von Thema abgescheift bin.

    • … White Lily? …
      In bester japanischer Samurai-Manier.
      Ich verneige mich vor dir.
      Wegen deinem Beitrag, vom ersten bis zum letzten Wort!

  14. Edit Helge: Beleidigungen und Sexismen entfernt.

    Und DU bestimmst was Beleidigung und – Hoppla- Sexismus ist.

    Eigentlich geht es darum, dass Menschen es nicht mehr aushalten, wenn jemand etwas anderes denkt als sie selbst. Und das dann auch noch ausspricht. Denn es um angeblich unzeitgemaesse Ansichten.

    Man kommt am besten durchs Leben, wenn man nichts sagt, was andere stoert. Nach dem Prinzip funktionieren auch Sekten.

    Im Mittelalter wurden Andersdenkende auf dem Scheiterhaufen verbrannt, im Internetzeitalter werden sie sozial eliminiert, bestenfalls zensiert, und keiner ist Manns genug, oeffentlich zu fragen, ob die hysterischen Anstoßnehmer noch alle Tassen im Schrank haben. Stattdessen feige Anpassung an die politkorrekte Norm.

    • Fehler, es muss lauten:
      Denn es geht um angeblich unzeitgemaesse Ansichten.

    • „Eigentlich geht es darum, dass Menschen es nicht mehr aushalten, wenn jemand etwas anderes denkt als sie selbst.“

      Da redet genau der Richtige.

      Und was ist bei dir eigentlich „sozial eliminieren“? Dass du auf einem privaten Blog nicht so tun darfst, als gehöre er dir? Oder dass dir widersprochen wird? Empfindest du es auch als „soziale Eliminierung“, wenn du nicht in einen fremden Garten kacken darfst?

      • »sozial eliminieren« geht so:
        da hat einer, angesichts einer Pressemitteilung unserer qualitätsfreien Medien, daß wieder einer der bislang unbekannten Holo~überlebenden entdeckt/aufgetaucht/wiederbelebt/keineahnungmehrzulangeher wurde, erklärt, daß es da ja nur noch 5⋅⋅999⋅999 Opfer seien, und sofort kreischten die anwesenden Menschen auf, daß er den »Schlachmichdot« leugne, daß er »schlachmichdotleugnung« betreibe – er war »sozial eliminiert«; mir isses wurscht, weil ich meine Lebenszeit nicht mit Menschen vergeude, denen die Freiheit der Meinungsäußerung weniger wert ist als die sexuelle Selbstbestimmung oder die körperliche Unversehrtheit. aber meine Gedanken mache ich mir schon über diese unsere Welt, die wir nur von unseren Kindern geliehen haben…

        Edit Helge: Fettgeschriebene Begrifflichkeiten von mir geändert.

        • Also weil die Menge der anwesenden Gut(h)mensche(l)n aufkreischt, ist er „sozial eliminiert“? Wie äußert sich das denn genau, wenn ich fragen darf?
          Ich meine, wenn es so schlimm wäre, wie du sagst, dann müsstest du spätestens jetzt auch „sozial eliminiert“ werden, dafür, dass du diese Leute abfällig „kreischende Menschen“ nennst (und somit implizierst, dass sie Idioten sind). Wirst du das? Wirst du geächtet? Wenn ja, dann nochmal: wie äußert sich das? Im heftigen Widerspruch anderer?

          Ich denke, die Leute von heute, jedenfalls die in den hochentwickelten Ländern, sind verwöhnt und verweichlicht. Sie wissen nicht mehr, wie es ist, „sozial eliminiert“ zu werden. Kritisiert zu werden und die Meinung (gefühlt!!! In Wahrheit ist es wahrscheinlich ein nicht zu verachtender Anteil, eher mit einer Minderheit zu teilen, ist für sie schon gleichbedeutend mit sozialer Eliminierung.

          Und danke für die Bezeichnung Made. Denn auch mir ist es ehrlich gesagt wichtiger, sexuell selbstbestimmt zu sein, und körperlich unversehrt zu bleiben (schon alleine weil ich sehr, sehr gerne lebe und sehr auf meine Gesundheit achte), als meine Meinung überall herumposaunen zu dürfen, auch wenn sie noch so sch***e ist (wobei „freie Meinungsäußerung“ ja genau in EINEM Punkt verboten ist, ansonsten … siehe oben). Das nennt man „Selbsterhaltungstrieb“. Ihn zu unterdrücken ist schwieriger, als einfach mal die Schnauze zu halten.

          Edit Helge: Dito.

          • Also der Anonyme dort oben bin ich.

          • Ich glaube nicht, dass die „Made“ auf dich bezogen war. Es schien Severus in seiner manchmal etwas schwerer verständlichen Art um Menschen zu gehen, die ein Grundrecht (beispielsweise sexuelle Selbstbestimmung) höher gewichten als ein anderes (beispielsweise Redefreiheit). Werde allerdings die Made etc. aus seinen Ursprungsbeitrag rauseditieren. Generell sollte man Menschen so nicht bezeichnen, auch nicht dann, wenn man ihre Einstellungen und ihr Verhalten zutiefst verurteilt.

            Noch etwas, Altais. Grundrechte dürfen niemals einem (staatlichen) Ranking unterworfen werden. Es ist zwar völlig ok, wenn dir deine sexuelle Selbstbestimmung oder deine Sicherheit wichtiger ist als deine Redefreiheit, trotzdem darf der Staat die Redefreiheit nicht opfern, um mehr Sicherheit zu erlangen. Ich denke auch, dir ist klar, warum das so sein muss. Falls jedoch nicht, so führe ich es gerne einmal genauer aus. 🙂

          • Nein, dürfen sie definitiv nicht. Aber auch Wiederbetätigung ist ja irgendwie eine Form der „Meinungsfreiheit“ (und da Severus die Leugnung des H. erwähnte, dachte ich, er bezieht seinen Beitrag eben darauf).
            Aber trotzdem empfinde ich persönlich sex. Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit als wichtiger als jeden noch so ekligen Blödsinn in den Ether schreien zu dürfen (wobei ich ja immer noch nicht verstehe, woher er oder vor allem Moravia die Idee hat, dass er in seinem freien Meinungsäußerungsrecht beschnitten wird ^^ Nur weil du in deinem eigenen höchstpersönlichen Blog, der dir gehört, nicht alles Mögliche freischaltest, bedeutet das ja keine Zensur – alle, die hier nicht freigeschalten werden, sind doch herzlich eingeladen, einen eigenen Blog aufzumachen …). Die Verletzungen der ersten beiden Grundrechte erscheinen mir einfach als noch schlimmeres Eingreifen in die Persönlichkeit, weil sie nicht nur die Psyche, sondern auch den Körper betreffen. Aber das ist nur mein persönliches Gefühl.

          • 1: Helge: dasGegenteil von gut ist nicht böse, sondern gut gemeint; ein Guthmensch ist einer, der es gut meint und damit fürchterlich die Demokratie beschädigt;
            die Maden hingegen sind, welche auf dem Wege der Menschwerdung sind, noch nicht vollständig, aber zumindest noch nicht an die moralische Verwesung verloren…
            im allgemeinen verwende ich Begriffe immer neutral, seltener wertend.

            »[…] Menschen […] die ein Grundrecht (beispielsweise sexuelle Selbstbestimmung) höher gewichten als ein anderes (beispielsweise Redefreiheit) […]«

                  im Gegenteil, andersherum, die Antidemolraten sind gemeint, die die Redefreiheit geradezu mit Füßen treten, aber denen die körperliche Unversehrtheit und die sexuelle Selbstbestimmung nicht die Spucke für einen Urteilsspruch im Rahmen der Gesetzgebung wert sind.

            2.Altais, ich fürchte, ich verstehe den Terminus »Wiederbestätigung« nicht, aber ich bin mir sicher, Du erläuterst ihn; desgleichen befürchte ich, Du verstundest das Prinzip nicht: ein Vergewaltiger erhält eine geringere Strafe als ein Mensch, der seine Meinung äußert? Hallo, und das findet jemand richtig? Ja, ein BRd-Richter!
            ein Drogenhändler erhält eine geringere Strafe als ein Mensch, der seine Meinung äußert? Hallo, und das findet jemand immer noch richtig? Ja, ein BRd-Richter!
            Einer sagt: »Alice Schwarzer ist ein bräunlicher stinkender Haufen <zensiert>Scheiβe</zensiert> und wird härter bestraft als einer, der die vergewaltigt, und das findet irgend jemand richtig?!? es käme auf den Versuch an (ich stehe nicht zur Verfügung, ich habe die höhere Ekelschwelle), aber es fände sich gewiß einer – Wo, bei Morganas blondierten Zehennägeln, kommen solche, verzeih, Helge, solche <zensiert>∗∗∗</zensiert> her?!?

            und die Maden sind nicht diejenigen, deren eigene Rechte beschränkt werden, sondern diejenigen, die die körperliche Unversehrtheit mit Füßen treten, indem sie anderen die Rechte beschränken.
            außerdem käme ich nie auf den Einfall, mit Maden zu kommunizieren – insofern sei beruhigt 😀

          • Severus, deine Maden sind Gruppen von Menschen, denen du ihr Menschsein absprichst. Und das obwohl dir ganz klar bewußt sein dürfte, welche anderen Gruppierungen zuvor schon anderen Menschen ihr Menschsein abgesprochen haben. Frage an dich: War die Entmenschlichung von wem auch immer jemals gut? Hat sie jemals etwas positives bewirkt?

          • wie gesagt, sie sind noch in der Entwicklung. Es sind zwar Menschen, die jedoch in ihrer Menschwerdung steckengeblieben sind; die in ihrer Wabe mitten in der Matrix hängen und glauben, zu leben.
            es geht also keineswegs um eine Entmenschlichung, sondern um Illustration eines verzögerten Wachstums, geistigen Wachstums: ich kann so einen nicht als Kind bezeichnen, und auch »infantil« trifft's nicht recht, und selbst »Welpe« klingt zu niedlich, und eine andere ausreichend neutrale Bezeichnung fällt mir nicht ein.

            btw: meine Tastatur macht komische Dinge, und es entstehen seltsame Wörter (und wenn ich zu müde bin, entdecke ich sie erst zu spät) zB. »Severus.Granger@web ernst..de«. (eine Editierfunktion für Angemeldete wäre schick) könntest Du, wenns Dir nicht zu viel Mühe macht, die verunstalteten Nicks beheben? Danke 🙂

          • Severus, es liegt nicht an dir, zu beurteilen, ob irgendjemand ein Mensch ist, oder nicht.

            Ein Mensch ist ein Mensch! – das ist die eine grundlegende Qualität die ihm niemand nehmen darf. Du kannst deine Meinung haben zu seinen Ansichten und Handlungen, du kannst diese als menschenverachtend einschätzen, als irrational, als abstoßend, was auch immer.

            Aber in dem Moment, wo du dich hinstellst und sagst „Das sind keine Menschen. Das sind Maden!“, hast du diesen Menschen ihre Menschlichkeit abgesprochen und damit genau das getan, was Nazis, Linksfaschisten, Radikalfeministen, Fanatiker mit anderen Menschen tun, die sie als minderwertig einschätzen. Das läßt sich nicht beschönigen und auch nicht kaschieren.

            Eins noch: Es ist natürlich möglich, einzelne Menschen wegen ihrer Handlungen und/oder Ansichten persönlich zu verachten. Menschen sind es aber trotzdem. Ich persönlich verachte die Feigheit und den Egozentrismus der Tugendfurie zutiefst, aber ich würde mir niemals anmaßen, zu behaupten, dass sie kein Mensch mehr sei.

          • Da ist aber einer ziemlich ins Schwimmen gekommen…
            Du machst es übrigens immer noch nicht besser, wenn du Menschen, die nicht deinen Ansprüchen genügen, als „halbfertig“ bezeichnest und somit impliziert, dass ein vollwertiger Mensch so sein muss wie du.

            (Und das von dem Menschen, der immer und überall „Rassismus“ brüllt, außer wenn es um seine eigenen Ansichten geht… Wieso wundert es mich nicht?)

          • was ist von einem Menschen zu halten, dem ein versuchter Mord eine Bewährungsstrafe wert ist, und eine Meinungsäußerung zwölf Jahre Haft? ist der moralisch reif, oder ist der eher als unfertig einzustufen? woher nimmt der das Recht, eine Beleidigung oder Verleumdung schwerer zu bestrafen als einen Mordversuch? es scheint gewaltig etwas faul nicht nur im Staate Dänemark, wenn solche Rechtsprechung von der Gesellschaft hingenommen wird.
            im übrigen: woraus schließen Sie, daß ich mich für vollkommen halte?

          • Woher nimmst du denn das Recht, anderen Menschen die „Fertigkeit“ abzusprechen?
            Du kannst ihre Entscheidungen verurteilen. Du kannst ihrer Meinung widersprechen, aber wenn du anfängst, ihnen die Menschlichkeit abzusprechen, hört es auf.

            Ich schließe aus deiner Überheblichkeit und der Selbstverständlichkeit, mir der du deine Ansichten als moralisches Maß aller Dinge betrachtest, dass du dich für ziemlich toll hälst…

          • um es nochmals klarzustellen: mit Maden meinte ich nicht die Menschenwürde, sondern den Entwicklungsstand der Personen; wenn dies für Dich tatsächlich beleidigend klingt, kick es komplett raus;
            für mich klingt es nicht beleidigend – aber ich bin ja auch komisch, denn ich assoziiere meist neutral, zB kann man mich nicht mit »Schwein« oder »Hund« beleidigen, weil ich da zuerst an reinliche, hochsoziale, geradezu sprichwörtlich treue Wesen denke. aber das Thema hatten wir ja auch schonmal…

          • Ich fürchte, es ist etwas viel von den Mitkommentatoren verlangt, wenn sie anhand der Terminologie „Made“ erkennen sollen, dass du nicht über die Person selbst, sondern über deren moralischen oder ethischen Entwicklungsstand urteilst. Im Interesse des gegenseitigen Verständigung möchte ich dich bitten, diese Fallgruben soweit wie möglich zu vermeiden.

    • Und DU bestimmst was Beleidigung und – Hoppla- Sexismus ist.

      Zumindest muss ich hier eine diesbezügliche Einschätzung treffen. Ich lasse allerdings wesentlich mehr laufen, als ich vermutlich sollte. Meine Frau beispielsweise würde deutlich früher einschreiten. Und ich maße mir keineswegs an, zu behaupten, dass mein nahe an Laissez-faire gehender Moderationsstil der bestmögliche wäre. Es ist halt nur meiner. Mehr nicht.

  15. Zum Thema Urvertrauen kann ich nur eines sagen: Die Mutter einer Freundin von mir hat ihr Kind, weil sie eben früh wieder die Arbeit aufnehmen wollte, in eine Krippe gesteckt. Ich muss sagen, in meinem Umfeld war das ansonsten eine absolute Ausnahme, ich kannte eigentlich fast kein Kind, das so früh von seinen Eltern getrennt wurde. Vielleicht ist dieses Kind eine Ausnahme, aber ich kannte ihre Mutter gut und muss bestätigen, dass die Mutter-Kind-Bindung wirklich nicht die Beste war. Meine Mutter sah das genauso…

  16. Wir fordern die sofortige Wiedereinführung des Betreuungsgeldes!
    Da das Bundesverfassungsgericht den staatlichen Zuschuss, auf Bundesebene, für verfassungswidrig erklärt hat, fordern wir die sofortige Wiedereinführung auf Landesebene im gesamten Bundesland, von allen 16 Bundesländern.

    Eine echte Wahlfreiheit wurde den Eltern mit dem Wegfall des Betreuungsgeldes entzogen. Wer sein Kind aus Überzeugung nicht Fremdbetreuen lassen möchte, sondern sich seinen Kindern bis zu einem bestimmtem Alter in erster Linie selbst widmen möchte, dem war mit dem Betreuungsgeld sehr geholfen und eine Wahl zwischen beiden Möglichkeiten war leichter zu fällen. Mit Auflösung des Betreuungsgeldes werden Eltern allerdings viel eher gezwungen sein, ihre Ideale und Überzeugung aufzugeben, zum Wohle des Geldbeutels. – Der Staat entscheidet was Eltern mit ihren Kindern zu tun haben, eben weil nur die eine Variante vom Staat gefördert wird, frühkindliche (Staats)Bildung nennen sie das!

    https://www.openpetition.de/petition/online/wiedereinfuehrung-des-betreuungsgeldes

    • *Da das Bundesverfassungsgericht den staatlichen Zuschuss, auf Bundesebene, für verfassungswidrig erklärt hat, fordern wir die sofortige Wiedereinführung auf Landesebene im gesamten Bundesland, von allen 16 Bundesländern.*

      Du weißt aber schon, wie Föderalismus funktioniert?

      • Föderalismus hindert die Bundeländer nicht an einer gleichen Gesetzgebung und uns nicht an einer Förderung der gleichen Gesetzgebung in allen Bundesländern!

        Ich kann es aber auch gern föderalistischer formulieren und richte die Forderung hiermit an die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

        • Und an welche Institution wendet sich dein Petitionsversuch?
          Dieser undurchdachte Aktionismus ist ziemlich anmaßend. Welche Politik in den Ländern gemacht wird, entscheiden immer noch die einzelnen Landesparlamente unabhängig voneinander und wie die und die Landesregierungen sich zusammensetzen, entscheiden die Wahlberechtigten der jeweiligen Bundesländer. Bist du wahlberechtigt in allen Bundesländern, sodass du eine Forderung an alle Bundesländer gleichzeitig stellen kannst?

          (Das ist rein von der Formalität her die dämlichste Petition, die ich je gesehen habe… Aber danke für den Lacher!)

          • Ich persönlich kann meine Forderung an Niedersachsen richten, anhand der Unterschriften – mit hoffentlich aus allen Bundesländern -, kann sich die Petition wiederum an alle Bundersländer richten, s. h. die Petition richtet sich an alle Landesparlamente.
            Die Petition hat mit mir als Person recht wenig zu tun, ich war hier lediglich der Initiator, die Stimme dahinter sind und die Forderung stellen alle Unterzeichner!

            Als Gegner der Petition und des Betreuungsgeldes ist es natürlich ein einfaches diese/s als „dämlich“ zu betiteln, ist doch letztlich vermutlich alles „dämlich“ was man selbst nicht befürwortet.

          • Wer lesen kann, ist klar im Vorteil:
            Ich bezog mich nicht auf den Inhalt, sondern auf die Form.

            Ihr hättet 16 Petitionen starten müssen, nicht eine.
            In dieser Form hat die Petition keine Grundlage, weil sie etwas zusammenfasst, von dem gerade entschieden wurde, dass es nicht zusammenzufassen ist.

          • Und wer gelesenes versteht, wird begreifen, dass die Petition sehrwohl in allen Bundesländer eingereicht werden kann, z. B. indem man die Unterschriften den einzelnen Bundesländern zuordnet und entsprechend einricht.

            Das es um die Formalität ging, ist mir nicht entgangen, nur die Wortwahl „dämlich“, ist, egal ob Form oder Inhalt, so oder so unangemessen und zeugt nur von einem Ende der Argumentationskette.

          • Na, dann viel Erfolg noch… Läuft ja noch nicht so prickelnd im Moment…

          • »[…] Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen […]«

                  insofern wird die Peti ohne Erfolg bleiben; die Feminischist*_Innen haben halt die stärkeren Pfeiffen – im Maule und in den regierigen Regierungen…

        • Wenn eine Pedition, dann eben nicht um das Betreeungsgeld wieder einzuführen – wenn der BGH das kassiert hat, hat es kaum sinn. Gerade die SPD/Grüne geführten Länder werden es bestimmt nicht tun. Mach lieber eine Pedition, dass mit dem freigewordenen Geld einkommenschwache Familien (gerade die, die nicht verheiratet sind und so keinen Steuervorteil haben) bzw. Familien die gern Kinder hätten und aus welchen Grund keine bekommen können/oder die sich künstliche Befruchtung nicht leisten können, dass diese Geld erhalten/geförtert werden/die Behandlung bezahlt bekommen. Oder eben dass Kinder adoptiert werden können.
          Und das eben NICHT nach hartz4 Satz geguckt wird und die Politiker sagen „och ja, zwei erwachsene, 2 Kinder – die kommen mit 1100 € aus“ (oder wie viel das für diese eben auch sein mag – viel mehr schätz ich nicht)
          Dann sollen Politiker, die das sagen/entscheiden einen Selbstverauch machen, wo Sie eben mit diesem Geld auskommen müssen! Ohne shummeln und unter Augen der öffentlichkeit (z.B. jemanden der in der zeit alles dokumentiert wie auch immer)
          Sondern dass gerade diese Familien mit Kindern das Geld erhalten, damit Sie den Kinder gesundes (!) essen kochen können – mit fisch, Fleisch und viel Obst und Gemüse. Gut, wenn es den ab und zu mal eine kleine Süßigkeit sein sollte auch kein Thema.
          Und ja, nicht jede familie wird das geld so ausgeben – dann sollte man das halt irgendwie kontrollieren oder was weiß ich.

  17. Eines muss man klar trennen: Betreuungsgeld schließt meines Wissens nach den Kitabesuch ab dem dritten Lebensjahr nicht aus, aber es bietet gerade denen die finanziell nicht gesegnet sind, die Wahlmöglichkeit. Ich verstehe die Frauen nicht, die es übers Herz bringen ihre Kinder schon ganz klein, oder später auch den ganzen Tag in eine Kita zu stecken. Man versäumt so viel von der Entwicklung, weil man einfach nicht da ist. Ich habe selbst drei Kinder und für mich ist es selbstverständlich, dass ich mich selbst um sie kümmer. Deswegen können sie trotzdem vom 3.-6. LJ vormittags in die Kita und bekommen so auch alles mit was diese Einrichtung zu bieten hat. Und Kinder erziehen ist anstrengend aber auch wunderschön. Ich fand es immer sehr schade, dass ich für diese Arbeit kein Geld bekommen habe, da wir es auch nötig gehabt hätten. Davon abgesehen stöhnen alle Mütter über die Doppelbelastung und den Organisationsaufwand, besonders die die Finanziell auch ohne die paar Kröten Zuverdienst, der zum größten Teil von der Steuer, oder durch Bürokleidung und Zweitwagen gefressen wird, gut leben könnten. Da frage ich mich, warum sie nicht einfach daheim bleiben, dann haben sie keine Doppelbelastung mehr, etwas Zeit für sich selbst und man hätte vielleicht auch noch die Kraft in die Beziehung zum Ehemann zu investieren, damit die Scheidungsraten wieder etwas sinken.

    • Da frage ich mich, warum sie nicht einfach daheim bleiben, dann haben sie keine Doppelbelastung mehr, etwas Zeit für sich selbst und man hätte vielleicht auch noch die Kraft in die Beziehung zum Ehemann zu investieren, damit die Scheidungsraten wieder etwas sinken.

      Vielleicht, weil sie ihre Arbeit mögen und dort Anerkennung bekommen, die ihnen als Mutter und Hausfrau versagt bleibt? Sieht man ja auch hier an manchen Beiträgen, wie „hoch angesehen“ Vollzeitmütter sind …
      Und weil sie noch etwas anderes in ihrem Leben brauchen, als auf Mann und Kinder fixiert zu sein? Man kann sich zwar auch ohne Job geistige Anregung holen (mir blieb auch nichts anderes übrig), aber der Job ist eben die gängige, allgemein akzeptierte Methode dafür …

      Und außerdem – wieso soll nur die Frau Kraft in die Beziehung zum Ehemann investieren – ich dachte beide sind miteinander verheiratet?

      • Ich denke, dass mamamia aus der Sicht der Frau geschrieben hat – ohne den Mann aus einer gleichberechtigen Partnerschafft herauszulassen. Natürlich tun Männer auch etwas in einer Partnerschaft – ob nun verheiratet oder nicht – und Sie tun ebenso etwas für Ihre Kinder. Wer jetzt wie viel wem gibt – dass man 50-50 nie genau /oder selten hinbekommen wird sollte jeden klar sein. Aber es gibt Tage da tun die Frau mehr für Beziehung und Kinder und es gibt Tage, da tut dies der Mann.
        Und daheim bleiben und keine Doppelbelastung mehr haben – nun ja, dass kann man sehen wie man will. Bei den meisten wo beide arbieten gehen kümmern sich beide um den Haushalt – wenn einer zu Hause bleibt (egal ob Mann oder Frau) kümmert sich eben nur dieser darum – Haushalt ist nicht unbedingt unanstregend und auch eine arbeit, die vom Partner honoriert werden sollte – nicht materiell – aber es sollte nicht vergessen werden, dass einen Haushalt zu führen auch eine Belastung sein kann. Und manche brauchen halt Ihren Job als entlastung dafür.

      • http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/statistik-frauen-reichen-haeufiger-die-scheidung-ein-als-maenner-1485657.html

        “ In 56 Prozent der Fälle reichte die Frau die Scheidung ein.“
        Richtig, auch die Frau muss etwas in die Liebe (Ehe) investieren, damit der Mann und Partner sich wohl fuehlt..
        Frauen die das nicht einsehen reichen die Scheidung ein. Immer wieder sozusagen. Unbelehrbar

        • Laut dieser Statistik werden zehn von 1000 Ehen geschieden… nur zehn! Das verblüfft mich, das reißt mich vom Hocker, ich hätte nämlich eher mit einer fünfzig zu fünfzig-Quote gerechnet!
          Ich will nie wieder gegen die Institution der Ehe stänkern, anscheinend funktioniert die über mein Erwarten gut.
          Moravia, damit gewinne ich ein Stück Glauben an die Menschheit zurück

        • Uuuuuhhh, Schock. Die Frau reicht die Scheidung etwas öfter ein. Das kann kein Zufall sein, diese sechs Prozenterl.

          „Frauen die das nicht einsehen reichen die Scheidung ein. Immer wieder sozusagen. Unbelehrbar“

          Na klar. Das ist der einzige Grund. Weil der Mann sich nicht wohlfühlt, reicht die Frau die Scheidung ein. Leuchtet ein *nick*

      • Und vermutlich auch, weil der Mann von seiner Frau erwartet, Geld zu verdienen. Das ist mir mehr als einmal begegnet: Ehemänner, die ihrer Frau gnädig gestatten, ein Jahr lang beim gemeinsamen Kind zu bleiben, aber dann hat sie gefälligst wieder Kohle ranzuschaffen!

        • Dieses Antwort-System durchschaue ich nicht… also, der Einwand, das Männer Frauen wollen, die Geld verdienen, bezog sich auf Lapislazulis Antwort darauf, warum Frauen arbeiten gehen.

        • Eine Familie funktioniert nur über Konsens. Die Option, dass die Frau längerfristig zu Hause bleibt, existiert nur dann wirklich, wenn beide Partner diese Entscheidung mittragen. Und das hat überhaupt nichts mit „gnädig gestatten“ zu tun. Entweder es gibt eine gemeinsame Entscheidung oder die Ehe ist reine Makulatur.
          Grundsätzlich empfliehlt es sich aber, bereits vor der Schwangerschaft zu klären, wer das Kind später wann wie lange betreuen soll.

    • „und man hätte vielleicht auch noch die Kraft in die Beziehung zum Ehemann zu investieren, damit die Scheidungsraten wieder etwas sinken.“

      Oh ja, weil 100% aller Scheidungen aus dem Grund erfolgen, dass das Weibchen sich nicht genug um ihren armen Ehemann gekümmert hat. Wtf.

      • http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/statistik-frauen-reichen-haeufiger-die-scheidung-ein-als-maenner-1485657.html

        „In 56 Prozent der Fälle reichte die Frau die Scheidung ein. “

        http://liebe.hintergrundreport.de/beziehungsprobleme-ehekrise.html

        „Wie Männer Frauen sehen – Neue Studie sagt:
        Frauen bereiten oft unbewusst Boden für Trennung“

        Ja, es sind oft die Frauen die sich scheiden lassen und dann auch noch den Mann ausnehmen .
        Frauen sollte auch was in die Beziehung zum Mann investieren und nicht nur fordern.

        Edit Helge: Pejorative editiert.

        • Vielleicht lassen sich die Frauen auch scheiden, weil vom Mann zu wenig kommt? Gut, wenn es 56 % der Frauen sind, heißt das im umkehrschluss dass es 44 % der Männer sind, die sich scheiden lassen.
          Wie viele – von beiden Geschlechtern – lassen sich wegen häuslicher Gewalt scheiden? Wie viele weil Sie sich neu verliebt haben? Das hat nicht immer etwas mit „kümmern“ in einer Beziehung zu tun – und auch Männer müssen sich um Frauen in der Beziehung kümmern! Egal ob dort Kinder sind oder nicht.
          Und wie hoch ist die Ziffern, wo die Partner/Eltern eben nicht verheiratet sind, wer trennt sich da von wem? Man sollte Frauen nicht alle über einen kamm scheren . Männer aber auch nicht.

        • Vorgestern dachte ich noch „wie schön, jemand, der so ähnlich denkt wie ich“.
          Seit gestern schäme ich mich allerdings nur noch fremd.

          Schonmal drüber nachgedacht, dass die Frauen sich vielleicht deshalb trennen, weil sie die ganze Beziehungsarbeit allein machen müssen? Von wegen „immer nur fordern“!

          • Die meisten Beziehungen scheitern an mangelnder oder falscher Kommunikation zwischen den Partnern. Nicht daran, dass Männer keine oder zu wenig Beziehungsarbeit leisten würden. 😉

          • Sie scheitern sicher auch weil Männer zu wenig Beziehungsarbeit leisten. Auch weil Frauen zu wenig Beziehungsarbeit leisten. Und weil die Partner jeweils voneinander verlangen, den Entertainer zu spielen, und weil eine/r den/die andere/n betrogen hat, und wegen häuslicher Gewalt, und weil eine/r sich in jemand anderen verliebt hat, und weil eine/r sich und die Wohnung/das Haus gehen und verkommen lässt, und wegen Katastrophen (wie z.B. dem Tod eines Kindes), die die Ehe nicht übersteht, und wegen unerfülltem Kinderwunsch, und so weiter. Einem Geschlecht die Schuld zuzuschieben ist stumpfsinnig. Auch wenn ein Geschlecht (lächerlich wenig) öfter die Scheidung einreicht.

        • Fang bitte an, nachzudenken, bevor du hier irgendwelche Kommentare postest, Moravia. Prinzipiell gehören zum Funktionieren und Scheitern einer Beziehung immer zwei Personen. Dass in 56% aller Scheidungsfälle die Frau die Scheidung einreicht, bedeutet erstmal nur, dass in 56% der Scheidungsfälle die Frau den Schlussstrich zieht. Wer da jetzt die meiste Schuld am Scheitern der Ehe trägt ist daraus absolut nicht ersichtlich.

    • Langsam melden sich hier Leute mit ziemlich komischen Ansichten zu Wort, finde ich…
      Ich meine, ich kann ja verstehen, wenn sich jemand, dem die 150 € die Entscheidung zu Hause zu bleiben leichter gemacht haben, jetzt ärgert, weil diese Familien jetzt eben wieder neu anfangen müssen zu rechnen.
      Aber jetzt den moralischen Finger zu heben und alle Frauen verdammen, die hier Kind für ein paar Stunden in eine Kita geben, finde ich genauso daneben, wie Frauen abzuurteilen, die sich dafür entscheiden, zu Hause zu bleiben.

      Es sollen die Familien doch bitte selbst entscheiden dürfen, was sie „übers Herz zu bringen“ bereits sind.

      Es kotzt mich an, wenn jemand – der offensichtlich in der privilegierten Situation war, eine echte Herzenswahl treffen zu können – anderen Frauen pauschal Schuld zuweist. Nicht alle Frauen können zu Hause sein und ihre Kinder 24/7 bemuttern. Nicht alle Familien kommen mit lächerlichen 150 € aus, wenn ein Gehalt wegfällt. Nicht alle Frauen sehen ihre Erfüllung einzig in der Betreuung ihrer Kinder. Diese Frauen lieben ihre Kinder nicht weniger. Diese Frauen sind nicht herzlos oder fehlgeprägt. Sie haben sich eben bloß in diesem einen, kleinen Punkt anders entschieden. Was ist daran so schwer zu kapieren, dass man daraus eine moralinsaure, ideologisch völlig festbetonierte Scheindiskussion vom Zaun bricht?
      Was bringt das? Hier ist doch sowieso niemand (schon gar nicht die, die ständig mit „persönlichen Erfahrungen und dem eigenen Leben, in dem man natürlich noch nie eine Fehlentscheidung getroffen hat“ kommen) wirklich willens seine vorgefertigte Meinung zu ändern.

      Wenn ich schon so Sätze lese, wie:
      „Ich verstehe die Frauen nicht, die es übers Herz bringen ihre Kinder schon ganz klein, oder später auch den ganzen Tag in eine Kita zu stecken. “
      wird mir schlecht.
      Was geht es dich an? Was muss du daran bitte „verstehen“? Sind es deine Kinder? Ist es dein Leben? Kennst du die Umstände? Wie anmaßend sind bitte diese pauschalen Aussagen über „Frauen“ im allgemeinen?
      Hinter jeder Entscheidung steckt eine individuelle Begründung, die du nicht kennst, als behalt deine Vorurteile besser für dich!

      Schön, dass du es so pragmatisch sehen kannst, dass Frauenarbeit und die (freiwillige?) Doppelbelastung nicht gewürdigt werden – außer die Frauen verrichten ihre „Pflichten“ zu Hause bei den Kindern offensichtlich…
      Ich sehe das anders. Und ich sehe auch, dass die Lebenswirklichkeit der meisten Familien inzwischen anders aussieht, sodass das Betreuungsgeld in der Form, wie es es gegeben hat, einfach vollkommen unzeitgemäß war und genau nicht dort ankam, wo es gebraucht worden wäre.

      Und jetzt sag ich was unpopuläres: Wenn ich mal in die Verlegenheit kommen sollte, Kinder zu bekommen, werde ich nicht aufhören zu arbeiten, weil ich meinen Kindern eben vorleben will, dass ein unabhängiges Leben erstrebenswerter ist als eins, bei dem man entweder auf die Almosen vom Staat oder vom Partner angewiesen ist. Außerdem hab ich kein Abi und keine Ausbildung gemacht, um danach jahrelang das Haus zu hüten. Das kann man natürlich anders sehen. Aber ich sehe es so. Für mich muss niemand im Restaurant bezahlen. Mir muss niemand die Tür aufhalten oder den Stuhl zurecht rücken. Bin eben kein „Herzmensch“, der „Liebe“ als etwas Zeitabhängiges und Messbares betrachtet.

  18. „aber jemand, der sich bewusst gegen ein Kind entscheidet, den fragen zu duerfen, wer ihm dann den Arsch abwischt wenn er Hilflos ist,diese Frage ist berechtigt“

    Helge
    „Ist sie nicht. Diese Frage ist in diesem Kontext einfach nur dämlich. Jemand der keine Kinder wünscht, sollte keine bekommen, schon deswegen weil jemand, der keine Kinder will, kein gutes Elternteil wäre. Da erübrigt sich damit auch die Frage. Tatsächlich ist die Einsicht begrüßenswert. Es ist tausendmal schlimmer, wenn man Kinder bekommt, dann aber nicht willens oder in der Lage ist, diesen die Aufmerksamkeit und Liebe zu geben, die sie benötigen.“

    Das ist eindeutig falsch.
    Es gibt eine Fuelle von Beispielen, angefangen bei Vergewaltigungen, aufgehoert bei „meine Reise ist mir wichtiger“, in denen sich die Liebe zum Kind mit der Schwangerschaft, der Geburt und/oder dem Heranwachsen des Kindes waechst.
    Es gibt Filme und Berichte ueber all die grauenhaft vergewaltigte Frauen z.B. aus Bosnien, die dennoch das Kind wollen. (Eine Freundin von mir in D arbeitet mit genau solchen Frauen)
    Ja, frage mal all die Frauen die abgetrieben haben, ein sehr grosser Teil leidet bis ans Lebensende darunter. Und das wird in den „Zivilisationslaendern“ als Fortschritt gelobt.

    Frage all die Muetter (und Vaeter!), die ihr Kind spontant nicht wollten, es adoptieren liesen und danach entsetzlich leiden. Gehe mal in die Adoptionsforen anstatt Fremdwoerter auswendig zu lernen und kuemmer dich um das wirliche Leben, um genau solche Probleme.
    Deine Ansicht ist in diesem Fall Lebensfremd, weil du dem Menschen nicht einmal eine Entwicklung zutraust, sondern ein starres festhalten an seiner (meistens) vorgefassten Meinung, die von einem verheerendem Zeitgeist gepraegt ist, wie er auch in deinem Blog durch einige User zu lesen ist.
    „Erfahrung“ sammeln,um zu schauen ob man zueinander passt,ein anderes Wort fuer rumvoeg…..ist auch so eine Sache. Predigen der „Selbstverwirklichung“, obwohl ich hier bisher bei fast keinem ausser „ServusGranger“ so etwas wie Nachdenklichkeit bemerkt habe, sind solche Schlagwoerter ohne Inhalt. Nun,was ist denn die „Selbstverwirklichung“,was ist denn im Menschen, dass sich „Verwirklichen“ will, eine Verwirklichung, die staerker sein soll als die Natureinrichtung? Der Trieb zum Fliegen? Der Trieb zum Reisen? Trieb zum Saufen? Trieb Sushi zu essen?
    Ich will das mal ganz simpel sagen: der Mensch lebt durch seine Kinder. Einzig und allein dadurch.
    Ich kannte genug alleinstehende Frauen in D, die,als sie aelter wurden, unter der Kinderlosigkeit litten. Wozu lebst du, wenn nicht fuer deine Kinder? Das schaebige Aufrechnen von 130 Euro mehr ist bestimmt nicht der Inhalt des Lebens.
    Frage mal die abertausenden von Frauen, die abgetrieben haben, weil sie kein Kind wollten, und die danach schwere psychische Stoerungen bekamen und sich wuenschten das Kind doch behalten zu haben. Das gehoert eigentlich zur Allgemeinbildung,solche Informationen die man immer wieder lesen kann .
    Schon diese Tatsachen rechtfertigen „den Arsch koennen Kinder anderer Leute abwischen“.

    Beleidigung entfernt.

    Es gibt Analysen des Psychotherapeuten Prof.Petersen (ich glaube Koeln, wenn ich mich recht erinnere) der hinterfragte, warum Frauen keine Kinder bekommen koennen (!) (verklebte Eileiter) und auf Invito greifen. Er war Spezialist in der Invitrobeurteilung.
    Am Ende kam stets das gleiche heraus: Es lagen/liegen schwere psychische Probleme vor.Und bevor das Fraeulein Heisse (und andere) aufschreit: ja,es gibt direkte dichte Zusammenhaenge zwischen Leib und Seele.
    Verneint auch das, irgendwann werdet „ihr“ es schon merken.
    Saludos

    Edit Helge: @Moravia: Wenn du es nicht langsam schaffst, Texte ohne Beleidigungen zu schreiben, ist es vermutlich einfacher und sinnreicher, deine Kommentare einfach ungelesen zu löschen.

    • Es muss lauten“Fraeulein suede“ nicht Fraeulein Heisse“. Sorry.

    • Ein Glück dass ich eine gesunde misanthropische Einstellung habe. Wenn das komische Weltbild, dass du in diesem Blog bisher verzapft hast normal und gesund sein soll, bin ich froh zu den offensichtlich ‚gestörten‘ Leuten zu gehören. 🙂

      Btw: Mein Weltbild wurde wieder einmal bestätigt. Diejenigen, die sich selber für moralisch überlegen und ach-wie-toll-sozial halten sind genau diejenigen, die am lautesten und widerwärtigsten rumschreien.

    • Moravia, ich kann manches von dem, was du schreibst, nachvollziehen.

      Aber der ach so großen Zahl an nach der Abtreibung leidenden Frauen musst du auch diejenigen gegenüber stellen, die leiden, WEIL sie das Kind bekommen haben. Eine ungewollte Schwangerschaft auszutragen, kann exakt die gleichen Folgen haben wie eine Abtreibung.

      Und Frauen, die sich sehr bewusst für die Abtreibung entschieden haben, leiden eher nicht. Weil sie nach ihrem Gefühl entschieden haben. Leiden werden vor allem diejenigen, die das Kind eigentlich behalten wollten.

    • „Das ist eindeutig falsch.“

      Eindeutig richtig. Und du kannst dir noch so oft einreden, die Hinterteile anderer Menschen würden dich etwas angehen. Sie tun es nicht. Deines scheinst du doch ausreichend abgesichert zu haben, also was willst du eigentlich? Ist das ein Reflex, der dich dazu zwingt, dich in die Lebensentwürfe anderer Menschen einzumischen? Bei Hound kann ich dir zumindest versichern, dass es ihr vollkommen wumpe ist, was du von ihrem nicht vorhandenen Kinderwunsch denkst.

      „Es gibt eine Fuelle von Beispielen, angefangen bei Vergewaltigungen, aufgehoert bei „meine Reise ist mir wichtiger“, in denen sich die Liebe zum Kind mit der Schwangerschaft, der Geburt und/oder dem Heranwachsen des Kindes waechst.“

      Und es gibt eine Fülle von Beispielen, in denen Menschen im Nachhinein bereut haben, Kinder bekommen zu haben.

      „Ja, frage mal all die Frauen die abgetrieben haben, ein sehr grosser Teil leidet bis ans Lebensende darunter.“

      Na los, frag sie. Die meisten von ihnen werden dir mitteilen, dass sie froh sind, sich so entschieden zu haben, wie sie es getan haben.

      „und kuemmer dich um das wirliche Leben“

      Du meinst das als Reiseleiter im Busch? Also dass der Spruch gerade von dir kommt, ist der Brüller des Tages.

      „Deine Ansicht ist in diesem Fall Lebensfremd, weil du dem Menschen nicht einmal eine Entwicklung zutraust, sondern ein starres festhalten an seiner (meistens) vorgefassten Meinung, die von einem verheerendem Zeitgeist gepraegt ist, wie er auch in deinem Blog durch einige User zu lesen ist.“

      Und deine Ansicht ist so anmaßend, dass es mir die Fußnägel hochrollt. Eine erwachsene Frau, die für sich entscheidet, keine Kinder kriegen zu wollen, hat jedes Recht darauf, dass diese Entscheidung akzeptiert wird. Ohne dass du ankommst, deine Ansichten aus dem vorletzten Jahrhundert auspackst und meinst, ihnen sagen zu müssen, ihre Entscheidung sei falsch und „lebensfremd“. Versuch doch wenigstens mal, deine veralteten Ansichten zu überdenken. Sei nicht schüchtern 🙂

      „„Erfahrung“ sammeln,um zu schauen ob man zueinander passt,ein anderes Wort fuer rumvoeg“

      Ach, du wieder. Es freut mich ungemein für dich, dass du auf Anhieb wusstest, dass das mit dir und deiner Partnerin was wird. Aber anscheinend ist nicht jeder Mensch so erfahren darin aus einem Teller Kohlsuppe die Zukunft vorherzusagen.

      „Nun,was ist denn die „Selbstverwirklichung“,was ist denn im Menschen, dass sich „Verwirklichen“ will, eine Verwirklichung, die staerker sein soll als die Natureinrichtung?“

      Frag doch mal jemanden aus dieser Kategorie. Einfach mal höflich bleiben und nicht gleich rumkläffen, vielleicht bekommst du dann auch eine ordentliche Antwort.

      „Ich will das mal ganz simpel sagen: der Mensch lebt durch seine Kinder. Einzig und allein dadurch.“

      Du vielleicht. In diesem Fall erklärt das allerdings auch, warum du bist wie du bist und ich könnte fast Mitleid mit dir haben.

      • Gwenny schrieb:

        „und kuemmer dich um das wirliche Leben“

        Du meinst das als Reiseleiter im Busch? Also dass der Spruch gerade von dir kommt, ist der Brüller des Tages.“

        Das mache ich nebenbei, im Hauptberuf leite ich ein Kinderheim.

        „Ja, frage mal all die Frauen die abgetrieben haben, ein sehr grosser Teil leidet bis ans Lebensende darunter.“

        Na los, frag sie. Die meisten von ihnen werden dir mitteilen, dass sie froh sind, sich so entschieden zu haben, wie sie es getan haben.

        „Die psychischen Folgen der Abtreibung
        Dr. Susan Stanford, USA, Psychologin und selbst Betroffene: „Ich glaube nicht, daß es irgend jemanden in unserer Gesellschaft gibt, dessen Herz so gebrochen ist, wie die Herzen der Frauen nach einer Abtreibung.“ Abtreibung ist eine Todes-Erfahrung, und sie ist die Erfahrung von Trauer. Wir wissen (jede psychologische Überlegung wird dies bestätigen), welchen katastrophalen Verlust der Tod eines kleinen Kindes für Eltern bedeutet. Ebenso ist bekannt, welchen großen Verlust Frauen nach einer Fehlgeburt zu erleiden haben. Es ist wirklich unverantwortlich, jenen Frauen, die vor einer Abtreibung stehen, nicht bewußt zu machen, daß
        ihnen das gleiche Leiden bevorsteht. Die gleiche Trauer um den gleichen Verlust, gerade wie nach einer Fehlgeburt, nur noch schlimmer, da sie ja
        die Entscheidung für die Abtreibung selbst getroffen haben. Es ist also jene Auffassung absolut unhaltbar, eine Frau könne ein ungeplantes oder
        ungewolltes Kind ohne weiteres, vor allem aber ohne Konsequenzen, einfach loswerden.“

        Dein Gedoense um die befreite Frau, die froh ist die Last des Kindes in den Muell oder die Kloake geworfen zu haben, ist das Gedoense der linksradikalen, die dumpf eine bestimmte manipulative Linie verfolgen, und alles wesentliche dabei verleugnen, weil sie sonst nachdenken muessten. Und nachdenken war noch nie das Ziel der Linken.
        Und nein, ich bin kein Rechter, ich bin Konservativ, konservierend, aufhebend, wertschaetzend.Das nebenbei.

        „Ist das ein Reflex, der dich dazu zwingt, dich in die Lebensentwürfe anderer Menschen einzumischen?“

        Nein, aber es ist mein Grundrecht auf freie Meinungsaesserung, das dich so massiv stoert, aber das bin ich von den Linken gewohnt, die wuerden gerne die Gedankenpolizei gruenden und verschaerfte Haft aussprechen fuer das Ergreifen von Grundrechten und freier Meinungsaeusserung.

        „Ohne dass du ankommst, deine Ansichten aus dem vorletzten Jahrhundert
        auspackst… “

        Aber diese Ansicht, die du so veraechtlich niedermachst, hat dir das Leben geschenkt!!

        Nicht alles was machbar ist,ist gut, nicht alles was gestern war ist falsch, nicht alles was modernd und Zeitgemaess ist, ist gut und richtig.
        Aber was rede ich da, dich interessieren ja mehr deine aufgerollten Fussnaegel….
        Ich empfehle eine gute Schere.

        • „Das mache ich nebenbei, im Hauptberuf leite ich ein Kinderheim.“

          Ich dachte, du seist Pensionist? Wie bleibt dir eigentlich, wenn du so vielbeschäftigt bist, die Zeit, auf einer Webseite deine seltsamen Ansichten zum Besten zu geben? Und wie wurdest du so verbittert?

          „„Die psychischen Folgen der Abtreibung
          Dr. Susan Stanford, USA, Psychologin und selbst Betroffene: „Ich glaube nicht, daß es irgend jemanden in unserer Gesellschaft gibt, dessen Herz so gebrochen ist, wie die Herzen der Frauen nach einer Abtreibung.“ Abtreibung ist eine Todes-Erfahrung, und sie ist die Erfahrung von Trauer. Wir wissen (jede psychologische Überlegung wird dies bestätigen), welchen katastrophalen Verlust der Tod eines kleinen Kindes für Eltern bedeutet. Ebenso ist bekannt, welchen großen Verlust Frauen nach einer Fehlgeburt zu erleiden haben. Es ist wirklich unverantwortlich, jenen Frauen, die vor einer Abtreibung stehen, nicht bewußt zu machen, daß
          ihnen das gleiche Leiden bevorsteht. Die gleiche Trauer um den gleichen Verlust, gerade wie nach einer Fehlgeburt, nur noch schlimmer, da sie ja
          die Entscheidung für die Abtreibung selbst getroffen haben. Es ist also jene Auffassung absolut unhaltbar, eine Frau könne ein ungeplantes oder
          ungewolltes Kind ohne weiteres, vor allem aber ohne Konsequenzen, einfach loswerden.““

          Das ist keine Antwort auf die Aufforderung von Gwenny. Das ist ein Erfahrungsbericht einer einzelnen (!) Psychologin, die offensichtlich für sich die falsche Entscheidung getroffen hat (es gibt sicher viele Frauen, die die falsche Entscheidung treffen, wenn sie abtreiben, aber andere wiederum eben nicht). Ich weiß, wie wissenschaftliche Papers aussehen, und das sieht nach Märchenstunde aus.

          „Nein, aber es ist mein Grundrecht auf freie Meinungsaesserung, das dich so massiv stoert, aber das bin ich von den Linken gewohnt, die wuerden gerne die Gedankenpolizei gruenden und verschaerfte Haft aussprechen fuer das Ergreifen von Grundrechten und freier Meinungsaeusserung.“

          Und dich stört es offensichtlich so massiv, wenn man dir widerspricht (und damit auch bloß seine Meinung äußert), dass du regelmäßig deine Impulskontrolle über Bord wirfst und unsachlich, ja, beleidigend wirst. Weil du ja so gerne den Konservativen machst, hier ein schönes Bibelzitat für dich: Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken aber in deinem Auge bemerkst du nicht?

          „Aber diese Ansicht, die du so veraechtlich niedermachst, hat dir das Leben geschenkt!!“

          Nein. Du kapierst da etwas nicht ganz. Der Kinderwunsch und die Liebe zu Kindern ist nicht von vorgestern – das hat auch niemand behauptet, auch wenn du es noch so oft mantraartig wiederholst. Aber auch der Wunsch, keine Kinder zu bekommen, nicht. Auf meine Frage, ob denn Mönche und Nonnen auch alles Partizipanten der Spaßgesellschaft sind, hast du – nicht überraschenderweise – noch keine Antwort gegeben.

          • Ich erhalte Pension aus Deutschland, das hindert nicht, nur in der

            Haengematte zu liegen.
            Ich habe meine Mitarbeiter, du stellst dir wohl vor, vor ein Heimleiter sitzt staendig am Schreibtisch und wuehlt in Akten. In Latinamerika geht das Leben wesentlich (!) anders als bei euch.
            Das war nicht der von dir banalisierte Erfahrungsberichtnur einer Psychologin, ich hatte Links dazu reingestellt,es ging aber nicht zu posten,also liess ich die Links weg.

            Nonne und dem Moench – habe ich schlicht vergessen.
            Die religioes bestimmte Motivation einer Nonne oder eines Moenches Kinderlos zu bleiben, um sich vollstaendig Gott zuwenden zu koennen, mit der Motivation der Spassgesellschaft zu vergleichen, Kinderlos zu bleiben um ewig Reisen/Saufen/Kinobesuche machen zu koennen , ist derart neben der Rolle das eine Antwort sich eruebrigt. Na ja, fuer dich ist das wohl alles ein Klumbatsch, Einheitsbrei, verstehe.
            Nur in deinen Augen bin ich verbittert. Es ist deine Sichtweise, die das sagen laesst.
            Das Pferd, das im Stall geboren wurde,und im Stall lebt, wird nie erfahren wie es ist auf der Weide geboren zu sein und dort in Freihit rennen zu koennen.
            Umgesetzt:Ich entstamme einer Generation die noch harte Diskussionen fuehrte, wie die heutige Generation sie nicht kennt, die ist ja nur auf „Gleichsein ist Alles“ aus. Deshalb wirst du nie eine ehrliche ,weil radikale (Radus, Wurzel) Diskussion fuehren.Du haettest bei uns in der Uni in den 60ern sein muessen, da haettest du gelernt, wie heisse Diskussionen gefuehrt werden. Heute wird in den Unis Genderismus gelehrt,obwohl es bei durchgeknalltem Wahnsinn nichts zu lehren gibt, ausser zu leeren.

            Viele sind ja gleich beleidigt, wenn man nicht dessen Ansicht ist und verwendetn Begriffe deren Inhalt nicht mal bekannt ist.
            Erklaere mir also mal was Verbittert ist, und vor allem, erklaere mir, warum du so ein Wort als Negativ belastet empfindest.

            Sollte man vor Menchen,die Verbittert sind,nicht grossen Respekt haben? Das sind also meistens aeltere Menschen, die viele Sehneuschte/Illusionen/Wuensche hatten, und von den Menschen enttaeuscht wurden. Das kann auch dir widerfahren.
            Drueckt Bitterkeit nicht aus, das man viel gelebt, viel erfahren, viel Entaeuschung erdulden musste, also viel gelebt hat?
            Ja, das sind Dinge vor denen sich eure Kindergesellschaft hueten muss,oder wie? Solche Reaktionen wie von dir zeigen, dass du dich wohl nicht mit den Ursachen auseinandersetzt.
            Ich erkenne nicht dass du eine Schere verwendet hast,deine Fussnaegel sind noch aufgerollt.Pilzkrankheit?

          • Ach ja und danke fuer das Bibelzitat, ich wusste nicht mal dass man so etwas in einer Bibel findet…..was es alles so gibt.

          • „Ich habe meine Mitarbeiter, du stellst dir wohl vor, vor ein Heimleiter sitzt staendig am Schreibtisch und wuehlt in Akten. In Latinamerika geht das Leben wesentlich (!) anders als bei euch.“

            Ach so. Du hast dann offensichtlich Zeit, deinen Frauenhass und deine radikalen, einseitigen Überzeugungen auf diesem Blog zu verbreiten und dann Zeter und Mordio zu schreien, wenn andere deine Meinung seltsam bis untragbar finden und – ganz schlimm – auch noch mit ihrer eigenen entgegnen. Und das empfindest du dann als Zensur und soziale Eliminierung.

            „Die religioes bestimmte Motivation einer Nonne oder eines Moenches Kinderlos zu bleiben, um sich vollstaendig Gott zuwenden zu koennen, mit der Motivation der Spassgesellschaft zu vergleichen, Kinderlos zu bleiben um ewig Reisen/Saufen/Kinobesuche machen zu koennen , ist derart neben der Rolle das eine Antwort sich eruebrigt. Na ja, fuer dich ist das wohl alles ein Klumbatsch, Einheitsbrei, verstehe.“

            Naja, mit Vergleichen hast du’s ja auch nicht so wirklich. Du wirfst ja auch alle, die keine Kinder haben wollen, ganz egal aus welchen Gründen, in denselben Topf. Alle spaßsüchtig und egoistisch. Eine solche Dreistigkeit ist eigentlich kaum zu überbieten. Ekelhaft.

            „Viele sind ja gleich beleidigt, wenn man nicht dessen Ansicht ist und verwendetn Begriffe deren Inhalt nicht mal bekannt ist.“

            Das müsstest du doch bestens von dir selbst gewöhnt sein.

            „Erklaere mir also mal was Verbittert ist, und vor allem, erklaere mir, warum du so ein Wort als Negativ belastet empfindest.“

            Du weißt nicht, was Verbitterung ist, und warum diese negativ ist, aber willst mir sagen, dass du in den Sechzigern mal auf einer Uni warst?

            „Sollte man vor Menchen,die Verbittert sind,nicht grossen Respekt haben? Das sind also meistens aeltere Menschen, die viele Sehneuschte/Illusionen/Wuensche hatten, und von den Menschen enttaeuscht wurden.“

            Nein, finde ich nicht. Ich finde, jeder hat vorerst mal Respekt verdient. Aber verbitterte alte Leute, die alles und jeden hassen, verlieren meinen Respekt eher, als ihn zu gewinnen.

            „Das kann auch dir widerfahren.“

            Das hoffe ich nicht, aber ich kann es mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, da ich nicht der Typ Mensch bin, der alle von der Menschengruppe, von deren Vertreter mich einer enttäuscht, in einen Topf werfe.

            „Drueckt Bitterkeit nicht aus, das man viel gelebt, viel erfahren, viel Entaeuschung erdulden musste, also viel gelebt hat?“

            Nicht unbedingt. Bitterkeit kann durchaus durch Schicksalsschläge und Pech ausgelöst werden, und dann ist Mitgefühl und Verständnis angesagt, aber sie kann auch davon kommen, dass man in Selbstmitleid zergeht und alle anderen für schuldig hält. Ich weiß nicht, wieso, aber ich glaube, bei dir ist es eher zweiteres.
            Und nicht nur schlechte Erfahrungen sind Erfahrungen. „Viel gelebt“ klingt außerdem eher nach Spaßgesellschaft.

            „Ja, das sind Dinge vor denen sich eure Kindergesellschaft hueten muss,oder wie? Solche Reaktionen wie von dir zeigen, dass du dich wohl nicht mit den Ursachen auseinandersetzt.“

            Welche Reaktionen denn? Dass ich nicht nicke und schweige, sondern auch – oh Schreck! Welche Unterdrückung! – meine Meinung sage?

            „Ich erkenne nicht dass du eine Schere verwendet hast,deine Fussnaegel sind noch aufgerollt.Pilzkrankheit?“

            Ich habe nichts von Fußnägeln gesagt. Mein Name ist Altais, nicht Gwenny. Aber in deinem Alter kann man das schon mal verwechseln.

            Woher nimmst du eigentlich die Weisheit, dass ich jünger bin, als du? Hast du eine Kristallkugel? Du hast zufälligerweise recht (Gott sei Dank), aber wie du das so rausposaunst, allen möglichen Leuten gegenüber, die du nicht kennst, bzw. nur von anonymen Internetforen, ist schon erstaunlich.

          • Wenn wir Menschen wie Moravia verstehen wollen (und da hier ja explizit auf die 68´er angespielt wurde), sollten wir uns mit dieser Zeit beschäftigen. In der die Grundlagen dafür geschaffen wurden, das WIR uns hier so frei über Punkt und Komma plus Aufregung über irgendwelche Fußnägel, aufregen können.
            Und, sorry, man sollte mittlerweilen (beim recherchieren) zB. Wikipedia lieber doch links liegen lassen. Genauso wie all das was vor allem heutige Generationen (etwa seit 25 Jahren im ansteigenden Maße) gelehrt bekommen. Ich mein, ich versteh auch nicht warum Moravia es nicht gebacken bekommt seine vielfach angemahnten ´Beleidigungen´ zu unterlassen. Nur, ich denke das der Hintergrund dafür exakt darin zu finden ist. In manch dieser ´Beleidigungen´. Sie sollen nichts weiter als das Klingeln eines Weckers sein. Was wiederum der falsche Weg ist weil sich, sorry Moravia, aber damit begibst du dich wenigstens auf die gleiche Ebene wie die von dir kritisierten – Menschen.
            Obwohl ich nun beileibe kein 68´er bin, verstehen kann ich den Menschen Moravia schon. Und wenn man wie er tagtäglich das reale ´Elend´ der (sogenannt) dritten Welt um sich herum sieht, gleichzeitig auch beinahe täglich mit der direkten Arroganz des satten Mitteleuropäers zu tun hat, also an der Stelle vermag ich ihm seine verbalen Entgleisungen beinahe schon wieder zu verzeihen.
            Und ich entschuldige mich mal lieber gleich.
            Ich sehe genau dasselbe Elend, täglich. Nur halt nicht in Mittellateinamerika, sondern … HIER!
            Täglich. Wenigstens zwölf Stunden. In kleinen Beispielen, wie in großen Beispielen. Vor deren Hintergrund einem manch Diskussionsblog leider etwas lebensfremd vorkommt.
            Welches wiederum, wie ich vermute, einer vom Moravias Gründen ist, derart quer schießen zu müssen zu glauben.
            (bitte, ich weiß der Schluß vom letzten Satz war schlechtes Deutsch, mein Tag war auch mal wieder recht lang…)
            In dem Zwiespalt zu leben eine Realität um sich herum zu haben, gleichzeitig einer der großen europäischen Sprachen mächtig zu sein um über die ihm ausnahmsweise zur Verfügung stehenden Informationskanäle mitzubekommen wie verquer über ´sein Leben´ (also das der dritten Welt) berichtet wird, ja, ein jeder Mensch hat seine Schmerzgrenze. Denn eines geht irgendwie gar nicht. Zu (ver)urteilen wenn man (leider) entweder nicht über das notwendige Hintergrundwissen verfügt, oder aber Einzelheiten aus ihrem Kontext reißt. Die man ja sehr gut ´in der Luft zerreißen´ kann.
            Und um den Zusammenhang zum Thema jetzt herzustellen, ich halte die Schaffung, wie die Abschaffung des Erziehungsgeldes für reine Augenwischerei. Also für etwas das nicht im mindesten beim bewältigen unserer bezugnehmenden hochzivilisierten Probleme helfen könnte. Seien diese nun monetär oder rein pädagogisch.

  19. Fraeulein suede meint:
    „… weil ich meinen Kindern eben vorleben will, dass ein unabhängiges Leben erstrebenswerter ist als eins, bei dem man entweder auf die Almosen vom Staat oder vom Partner angewiesen ist.“

    Wir sind alle voneinander abhaengig,es gibt keine „Unabhaengigkeit“,kein Mensch ist eine Insel.
    Lese dazu J.P.Sartre „Bei geschlossenen Tueren“.

    • Moravia, du kannst aber redlicherweise „den Frauen“ nicht gleichzeitig vorwerfen, sich von den Männern aushalten zu lassen UND erwerbstätig sein zu wollen.

      Sabbath Schalom!

    • »einer trage des anderen Last« wäre hier die gut christliche Antwort, und darauf läuft Moravias Kommentar hinaus: der Mann ist ohne das Weib nichts, und das Mädchen ist ohne den Mann … ich glaube, unvollständig trifft's am besten; und der Mann wird dem Weibe anhangen, und sie werden sein ein Fleisch – Partnerschaft, Vereinigung, Fortpflanzung, das sit das Ziel. die paar veriirten Seelen bestätigen doch nur den Elefanten, der am Porzellanladen vorüberging; dem mit einem wie auch immer gemeinten Shalömle zu antworten… nö, sach ich nix zu…

      • Ich grüße am Freitagabend IMMER mit Sabbat Schalom
        Und eigentlich sollte ich JETZT gar nicht hier sein,also…

        Sabbat Schalom!

      • Selbst wenn man die Welt unbedingt heteronormativ sehen möchte, was durchaus eine unzulässige Komplexitätsreduktion darstellt, ergibt das keinen Sinn.

        Zuerst einmal ist ein Mann ohne eine Frau immer noch ein Mann und ein Mensch. Gleiches gilt für eine Frau ohne Mann. Oder einen Mann mit einem Mann oder eine Frau mit einer Frau. Wie die Menschen glücklich zu werden versuchen, obliegt einzig und allein ihnen selbst, es geht weder den Staat, noch Moravia, noch dich noch den Papst etwas an.

        • ich betrachtete lediglich MrsAntonys Eintrag unter biblischem Aspekt, und der heißt nun mal so; und um die Bibel zu zitieren, muß man nicht mal gläubig sein.

          • Severus@ Ich trau dir schon zu, die Bibel gut genug zu kennen, um zu wissen, das Paulus schrieb, daß unverheiratet zu sein ebenso richtig ist, wie verheiratet zu sein. Jeder eben so, wie es für ihn paßt.
            Und „einer trage des anderen Last“ ist ein schöner Trauspruch, bezieht sich aber gar nicht auf die Gemeinschaft von Mann und Frau, sondern auf die christliche Gemeinde.

  20. Hallo!

    Ich habe damals die Einführung der „Herdprämie“ stark befürwortet und ich finde es sehr schade, dass sie nun abgeschafft wird.
    Natürlich ist der Kindergartenbesuch wichtig für die soziale Entwicklung eines Kindes aber hat es einen Sinn, ein Kleinkind schon so früh in die Krippe anzugeben? In manchen Lebenslagen wird es wahrscheinlich nötig oder wenigstens vorteilhaft FÜR DIE ELTERN sein und dann sehe ich daran nichts Verwerfliches. Dennoch ist es meiner Meinung nach besser für den Vertrauensaufbau eines Kindes, die ersten Schritte mit seinen Eltern zu tun und nicht mit Erziehern in der Krippe.
    Außerdem gibt es genug Kinder, für die selbst der Kindergarten die reinste Qual ist. Ich zum Beispiel habe anderthalb Wochen den Kindergarten besucht und ich glaube, das einzige was ich davon mitgenommen habe, war eine saftige Infektion. (Gut, es war Mitte November.)
    Es freut mich sehr, dass einige Bundesländer das Geld weiter zahlen wollen und ich hoffe, es werden noch mehr.
    LG
    Pilar

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