Jul 102015
 

Da ich hier im Blog ja auch auf die Suche von Redakteurin Maike Brülls nach Interviewpartnern hingewiesen habe,  ist es nur folgerichtig, wenn ich für die Interessierten nun auch den fertigen Artikel verlinke. Viel Spaß.

  21 Responses to “Der ZiSH-Artikel über Fanfiction ist erschienen”

  1. Es freut mich, dass endlich ein „vernünftiger“ Artikel über Fanfiktion erschienen ist. Ausnahmsweise wurde sogar recherchiert, und das merkt man. Was mich etwas an dem Artikel gestört hat, sind hauptsächlich stilische Dinge, wie eine ständige Wiederholung der Erklärung, was denn jetzt Freie Benutzung ist, oder nicht. Etwas gefehlt hat mir auch die Tatsache, dass manche Autoren (z.B. Joanne K. Rowling) sogar dazu auffordern, Fanfiktions zu schreiben.

    Aber im Grunde hat mir der Artikel mehr als alle vorherigen gefallen, da vor allem auch wirklich Fanfiktionautoren befragt wurden. Leider wurde kein Junge erwähnt, da mir, als Themaeinsteiger, das dann irgendwie so vorkommt, als würden Jungs keine Fanfiktion schreiben.

    Trotzdem gute Leistung!

    • daß die »Hannoversche Allgemeine« auf rechtlichen Belangen herumreitet, liegt wohl daran, daß einerseits die HAZ Anspruch auf Seriosität erhebt, und andererseits die Leserschaft dieses Ablegers der HAZ eher jung ist, und somit die Gefahr besteht, daß sich die Leser nun Halsüberkopf in ein neues Abenteuer sund gleichzeitig in neue Schwierigkeiten stürzen könnten 😉
      viel interessanter finde ich die Kreativschreibung für »strafbewehrt« 😀

      hm, das ist doppeldeutig: Du bist Themaeinsteiger, und hast das Gefühl, daß es keine Jungs gebe, die FF schreiben, oder: wenn Du Themaeinsteiger wärest, hättest Du das Gefühl, daß es keine FF-schreibenden Jungs gäbe?
      Es wurden zwei Autoren erwähnt, und beide weiblich; das ist mE kein Manko, weil die FF-Schreiberli gefühlte 95% Mädchen sind 😉 aber daß ein Anteil X der Autorschaft männlich ist, hätte in einem Nebensatz fallen dürfen…

      Du vermißt also Jungen? Naja, kuxu in mein Profil, da habe ich sogar einen Generaldisclaimer 😀 obwohl ich eher 'n alter Sack bin 😀 😀 😀

      • Also ich glaube die Zahl der Jungs hier ist deutlich höher als 5 Prozent. Ich würde auf 15-20% schätzen. Da wüsst ich gerne ob die Admins da eine Zahl für uns und zukünftige Interessierte hätten.

        • ich glaube auch nicht an fünf Prozent, aber ich schrieb ja auch von gefühlten 95%, und daß die Admins eine Übersicht hätten, bezweifle ich, da die Geschlechts- & Alters- sowie Wohnortangabe freiwillig sind – immerhin sind wir hier nicht bei Süßstoffhaufens Fratzenbuch.

  2. Zitat: >>Die beliebtesten Vorlagen für Fanfiction in Deutschland sind vor allem „Twilight“, „Die Chroniken von Narnia“ und „Harry Potter“. Das kann sich schnell ändern. Denn je älter eine Geschichte ist, desto weniger wird dazu neu erfunden.<<

    Je älter eine Geschichte ist…. die haben nicht gesehen, wie groß der Bereich "Tolkien" ist? Oder nicht gewusst, wie alt „Die Chroniken von Narnia“ sind? Die Gleichung geht doch wohl so nicht wirklich auf.

    (Das weniger neu erfunden wird zu alten Werken, sondern das gleich wieder und wieder thematisiert wird, mag ja sein. Das heißt aber nicht, das da keine neuen Texte hochgeladen werden.*g*)

    • Kann ich dir nur zustimmen. 🙂
      Außerdem ist Narnia nun wirklich kein großes Fandom.
      Da wären Vergleiche wie Naruto oder auch Warrior Cats passender gewesen.

    • Zitat: >> … die haben nicht gesehen, wie groß der Bereich „Tolkien“ ist? <<

      Genau DAS hab ich mir auch gedacht als ich am Ende angekommen war. 😀
      Und es wäre ja wirklich nicht schwer gewesen das zu recherchieren …

      Aber ansonsten ein sehr schöner Artikel. Gute Arbeit !

    • naja, wenn Du Dir die einschlägigen FFs betrachtest, wirst Du feststellen, daß zum einen viele Autoren nach den Filmen schreiben, und die Verfilmungen sind ja nun wirklich ziemlich frisch, und zum anderen durch die Verfilmungen das Interesse an diesen großartigen Geschichten neu geweckt wurde. Ich denke, daß eine durch eine Verfilmung, eine Neuübersetzung oder eine moderne Rezeption erweckte Aufmerksamkeit zum Schreiben anregen dürfte; zB eine Neuverfilmung von Defoes »Robinson Crusoe«, welch Potential…

      • Zitat: „… zB eine Neuverfilmung von Defoes »Robinson Crusoe«, welch Potential…“

        Aaaah! 😮 Was für Visionen setzt du mir hier in den Kopf!?

        Ich sehe sie vor mir: Jede Menge Robinson/Xury (Wait. Doch nicht. Der kommt im Film nicht vor, da zu politisch inkorrekt, dass Robinson den verkauft) und Robinson/Freitag Slash-Geschichten.

        AVL-18 Zeugs mit Piraten, Meuterern und Kannibalen.

        Und: „Das Schiff der 15jährige Robin erleidet Schiffbruch in der Karibik und sie retten sich auf eine einsame Insel. Wird sie dort überleben? Und von wem stammt der Fußabdruck, wo sie sich doch alleine glaubt?!“

        Nee, lass mal… *g*

        • Da hast du recht! Aber gieb zu, es währe durchaus lustig diese Entwicklung mitzuerleben

        • und von wem stammt der Fußabdruck?
          natürlich von Robissohn 😀

          und das mit den Slash-Stories is ja, damit die Backfische anatomisch unmögliche Sexualpraktiken und jede Menge Fahrradreparaturanleitungen der Kategorie »…pumpte seine Härte…« ins Netz prusten können…

  3. Ich versteh nicht, worum es geht 😀
    Kann es mir jemand erklären? :/

    • Hast du den verlinkten Artikel denn gelesen? Falls ja, was genau ist dir daran unklar?

  4. Schöner Artikel, aber es wurde doch sehr darauf geachtet das vorallem erklärt wurde ob Fanfiction nun legal oder illegal ist. Es war mir ein bisschen zuviel auf dem Recht herum geritten aber trotzdem guter Artikel.

    • da hast du recht das ist einfach nur langweilig geworden und war auch noch unnötig kompliziert gemacht .
      Ich habe das schon so verstanden das man dann eigentlich keine Geschichte im Hp Fandom über die Zeit zwischen dem Letzten Kapietel des 7. Buches und dem Epilog.
      Hab ich da was Falsch verstanden oder war das wirklich so gemeint?

      • Also ich muss ehrlich gestehen ich hatte wirklich mehr gehofft das drauf eingegangen wird was man alles schreiben kann anstatt so auf dem Recht herum zu reiten. Doch du darfst schon zwischen siebten Buch und Epilog schreiben im HP Fandom aber du musst gucken das sich dazwischen mehr von deiner eigenen Geschichte befindet und es eher weniger an den Siebten Teil des Buches und dem Epilog angrenzt. So lange du also mehr deine eigene Idee beschreibst ist es genehmigt würdest du dann halt eher alles aus den Büchern oder den größten Teil aus dem Buch entnehmen ist es ja nicht mehr eigen.

        Wie gesagt mir zu viel Recht. Ich hätte wirklich mehr erwartet…

  5. „Tabuthema BDSM“ … dem wäre vielleicht so, wenn in Shades of Grey BDSM vorkommen würde. Tut es aber definitiv nicht. Nur eine äußerst bescheuerte Interpretation, die vermutlich ausschließlich durch die Google-Bildersuche recherchiert wurde.

    Na ja. Zumindest hat sich Maike Brülls die Bezeichnung Journalistin verdient und wenigstens zum Thema Fanfiction recherchiert. Ich persönlich fand auch die Rechtsfrage ziemlich interessant, weil ich bisher (wie offenbar viele andere auch) davon ausging, daß Veröffentlichungen in Ordnung seien, solange man nichts daran verdient. Aber wo kein Kläger, da kein Richter. Ich geh mal weiter schreiben und veröffentlichen. <:

  6. Endlich mal ein guter Artikel über Fanfiktion von einem neutralrn und nicht voreingenommenen Standpunkt aus!
    Nicht so wie sonst, wenn alle Autoren und Leser als Freaks abgestempelt werden.
    Vielleicht wird man wegen solchen Artikeln bald nicht mehr so schief angeguckt. 🙂

  7. Ganz ehrlich:
    Der Artikel war ganz gut geschrieben aber es gibt 2 Dinge, die mir einfach nicht in den Kopf wollen:
    1. Zitat: „Wird Fanfiction veröffentlicht, die nah am Ausgangswerk ist, bräuchte man das Einverständnis des Urhebers.“ – Dummerweise ist das so ziemlich bei der Hälfte aller vorhandenen FFs MEINER Meinung nach der Fall, grade weil man in manchen Fällen eigentlich schon den groben Handlungsstrang der noch unveröffentlichten Fortsetzung kennt….
    2. Selbst wenn eigene Elemente in der FF zu finden sind, sollte man im Disclaimer nicht festhalten, dass eben jene Rechte fuer diese Inhalte/Figuren bei dem FF. de Autors selbst liegen, weil es ja laut dem ersten Punkt ein Privileg ist, Fanfiction über diese Werke schreiben zu dürfen. Sollte man sich also diese Rechte „sichern“ wollen, würde das den Autor ERHEBLICH einschränken, was rechtlich nicht ganz sauber wäre (glaube ich 🙂
    Lg und bis dann!

  8. Mir hat der Artikel gut gefallen, gerade die Rechtsfrage ist in meinen Augen sehr interessant.
    Ich muss WtfxRevolution zustimmen, in Punkt 1. Gerade viele MarySue-Geschichten z.B. bei Tolkien- meine will da gar nicht ausnehmen- folgt die FF dem originalen Handlungsstrang komplett bis auf ein paar Kleinigkeiten und Abweichungen in den meisten Fällen. Und in Tolkiens Fall ist das Urherberrrecht noch lange nicht abgelaufen. Da bewegen wir Autoren uns doch ganz schön in der Grauzone, auch wenn Autoren wie Rowling da nichts dagegen haben.

    Noch mal kurz zu dem Artikel: Man merkt, dass sich Mühe mit dem Artikel gegeben wurde. Ich würde mich über mehr Artikel, die sich in diese Richtung bewegen, freuen, denn das Thema Fanfiktion bietet noch so manchen interessanten Ansatz und vor allem auch Forschungspunkt.
    Und ein „Hochachtung und Hutziehen“ an Julia und Ann-Christin, dass Sie den Mut hatten, mit Klarnamen + Nicknamen an die Öffentlichkeit zu gehen. Respekt! Ich habe mich das nicht getraut. Ihr helft damit mit, dass Fanfiktion schreiben aus der „Merkwürdigkeitsecke / Kindergarten“ zu holen.

    Und noch ein Danke an die Mods, der Eintrag hat mich dazu gebracht, mal wieder unter den Eintrag „Verbotene Fandoms und Fandoms mit Einschränkungen“ zu gucken, was sich da verändert hat. Ist schon eine ganze Weile her, seit ich da mal reingeschaut habe.

    LG,
    Lyssa

  9. Es ist schon sehr interessant, dass Fanfictions, welche Kriterien, die viele an „gute“ Fanfiction stellen – wie ICness, Canontreue ect. – unter rechtliche Zweifelhaftigkeit fallen. Während Fanfictions, die alles verändern bis auf die Namen der Figuren (und sogar die vielleicht noch – Harry Potter heißt maximal bis Kapitel drei Harry Potter, dann wird aus ihm Damian, Alex oder Ray) unbedenklich sind. In meinen Augen ist die derzeitige Verwertungs-Rechtslage nicht mehr angemessen für das Internetzeitalter, in der es so enorm viele Möglichkeiten unkommerzieller Veröffentlichungen gibt und „nicht privat“ längst kein Synonym mehr für „kommerziell“ ist. Aber das Thema hat ja einen Bart, der ist länger als der von Dumbledore, Merlin, Gandalf und Mirakulix zusammengenommen. In meinen Augen wäre es angemessen, wenn Non-Profit-Veröffentlichungen, wie in der Internet-Kultur, in etwa so geregelt wären: Unkommerzielle Veröffentlichungen sind in Ordnung, solange sie deutlich auf den Ursprungsurheber verweisen und anschaulich machen, was der Eigenanteil und was der Fremdanteil ist. Natürlich sollten Urheber davor geschützt werden, dass sich jemand anderes mit ihren Federn schmückt oder noch schlimmer: Cash macht. Aber dass Fans nach Rechtslage erst teure Lizenzen erwerben müssten, um ihre Ideen z.B. einer Fortsetzung anderen unentgeltlich zugänglich zu machen, ist irgendwie verdreht. Gegenseitige geistige Befruchtung in der Kunst und das (gemeinschaftliche) Weiterspinnen von faszinierenden Geschichten hat es schon immer gegeben. Verlage, Buchhandel und Verwertungsrecht nicht. Klar, Claudia Summerer schreibt, dass ihr bisher kein Fall bekannt wäre, ändert aber nichts daran, dass die Sache nachwievor nach dem Motto „Wo kein Kläger, da kein Richter“ funktioniert. Und das hinterlässt doch immer wieder einen faden Beigeschmack. Man spürt die Pistole auf der Brust: Entweder du bist eine Verwertungsgesellschaft, die genügend Kohle besitzt, sich Lizenzen zu kaufen oder du bist dazu verdammt, allein im stillen Kämmerlein zu schreiben und bloß keine lebendige Fankultur zu haben, wenn du wirklich sichergehen willst. Manchmal kommt es mir so vor, als hätten manche einfach das Glück gehabt, in einer Zeit geboren zu werden, in der sie entweder zu den „Auserwählten“ gehörten, die ihre kreativen Ergüsse über Verwertungsgesellschaften veröffentlichen konnten oder eben privat vor sich hin wurschtelten, weil es keine andere Veröffentlichungsmöglichkeiten gab. Während es für meine Generation und die nachfolgenden überall nur noch Fesseln gibt und sie ihre Kreativität trotz bestehender technischer Möglichkeiten nicht legal nutzen können, weil sie überall horrende Summen bezahlen müssten, die vielleicht eine Verwertungsgesellschaft, aber kein dreizehnjähriger Teenager blechen kann. Und ja, eine Sequel zu schreiben, die Handlungsstränge gradlinig fortführt, ist in meinen Augen auch eine kreative Leistung, wenn auch keine „freie Benutzung“.

    *seufz*

    Ich hab übrigens mal kurz „Laras Tochter“ recherchiert – das scheint wohl eine Veröffentlichung des Bertelsmann Verlags gewesen zu sein. Also klassisches Buch, das man entgeltlich im Buchladen kauft und an dem Leute was verdienen.

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