Feb 212011
 

Ich habe den schweren, taktischen Fehler begangen, den Fernseher einzuschalten und danach ins Erste in die Sendung „Report München“ hineinzuzappen. Dort war man in diesem Moment damit beschäftigt, darzulegen, wie stark nach Umfrageergebnissen die Sympathiewerte eines gewissen Karl Theodor zu Guttenberg trotz medialer Angriffe gestiegen seien – quer durch die Anhängerschaft aller Parteien. Danach begann man, besagte Anhänger einzeln zu befragen. Die Quintessenz bestand im Wesentlichen darin, daß der Mann einen guten Job mache und ein Doktortitel ja nun eh nicht so wichtig sei, er möge bitte im Amt bleiben. Ein Wunsch, der nebenbei von den Spitzen der CDU/CSU inbrünstig geteilt wird.

Haben die Reporter hier einfach nur bei der Auswahl der Interviewten geschummelt, was ja durchaus igendwie zur Guttenbergschen Thematik passt, oder sind wir als Volk wirklich so bescheuert, daß all diese befragten Knallchargen nicht in der Lage sind, das Kernproblem zu begreifen?

Mittlerweile stellt sich schon lange nicht mehr die Frage, ob der CSU-„Superstar“ geschummelt hat oder nicht, (Wer hier noch Zweifel hat, der möge einfach ein paar dezente Blicke in die Guttenplag-Wiki werfen.) sondern bestenfalls noch die, ob dies eigenhändig geschah oder durch einen Ghostwriter.

Aber völlig irrelevant, welche der beiden Optionen nun zutreffen möge, der Mann hat zu seiner Doktorarbeit eine ehrenwörtliche Erklärung abgegeben, dahingehend, diese Arbeit eigenständig und nur unter Zuhilfename der von ihm angegebenen Hilfmittel verfaßt zu haben. (Bedauerlicherweise forderte die juristische Fakultät der Uni Bayreuth keine eidesstattliche Erklärung, auch wenn der Fall Gutti augenscheinlich demonstriert, weshalb andere Fakultäten eben dieses Lehrinstituts mehr als nur das Ehrgefühl ihrer Doktoranden einfordern und auf einer solchen bestehen.)

Man muss zweifelsfrei festhalten, daß Karl Theodor bei der Abgabe seiner Ehrenwörtlichen Erklärung gelogen hat, womit er einen Betrug (im nichtstrafrechtlichen Sinne) beging. (Ein Betrug im strafrechtlichen Sinne setzt vorraus, daß irgendjemandem dadurch ein Vermögensschaden entstand.)

Was soll man also von einem Verteidigungsminister halten, dessen persönliche Ehre für ihn selbst derart wenig Gewicht hat? Von einem Mann, dessen erste Reaktion darin besteht, zur Lüge zu greifen, und der bis jetzt mit dem Lügen in dieser Angelegenheit noch nicht aufgehört hat, indem er weiterhin bestenfalls Fehler einräumt, anstatt das Kind beim richtigen Namen zu nennen?!

Und was sagt wohl das sture Festhalten an einem solchen Politiker und Minister über Deutschland und seine Regierung aus?

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Nachtrag 23.02.2011: Hier ist noch ein sehr schöner Beitrag auf SPON, den sich die Guttenberg-Entschuldiger unbedingt einmal zu Gemüte führen sollten. (Edit: Link repariert)

Nachtrag II vom 23.02.2011: Dem Lügenbaron wurde der Doktortitel aberkannt.

  181 Responses to “„Ein Volk von Idioten“ oder „Betrüger erwünscht“”

  1. Jedes nationalistische Racket bekommt die Regierung, die es verdient. So einfach ist das

    • Der arme Maistre, wenn er wüsste, was aus seinen Worten gemacht wird.

      „Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient“ (Joseph Marie de Maistre) vor dem Hintergrund der Französischen Revolution und ihrer Folgen bzw. Auswirkungen. Interessanter Mann, Freimauerer, wenn mich mein Schulwissen nicht im Stich lässt und überzeugter Katholik, Anhänger der sozialen Hierarchien, der göttlich eingesetzten Monarchie in Form der Alleinherrschaft und summa summarum gegen Tyrannenmord etc.

      Wenn schon ein Zitat, dann bitte richtig, sonst macht es in Anbetracht des Themas einen sehr sehr schlechten Eindruck, auch wenn es in deinem Fall nicht um eine Doktorarbeit geht, sondern um einen Kommentar zu einem Blogeintrag. 😉

  2. Den Schaden für die forschende Wissenschaft nicht zu vergessen, wenn KTG damit durchkommt.

  3. Ich konnte den Kerl nie leiden, aber was im Moment passiert, ist unter aller Sau. Der wird zurücktreten, früher oder später. Dem medialen Druck wird er auf Dauer nicht standhalten können.

  4. Gerade gehört: KTG will „dauerhaft“ auf seinen Doktortitel verzichten.
    Wie nobel. *hust*
    Ich meine, Otto Normalverbraucher kriegt nach so einer Aktion nie wieder richtig ein Bein auf den Boden des Berufslebens, aber Herr Von und Zu gibt einfach den Titel zurück und schon ist alles wieder in Butter?
    Klar hat der Doktortitel nicht wirklich etwas mit seiner Arbeit als Verteidigungsminister zu tun, aber wollen wir wirklich einen Führungspolitiker, der sein Ehrenwort bricht und dann noch glaubt, die Bürger vera*** zu können? Ich persönlich bin mir nicht mehr sicher, in wie weit ich seinen Beteuerungen in der Zukunft Glauben schenken kann (und will). Schon traurig, dass anscheinend die Ehre nichts mehr wert ist…

    • vor allem in anbetracht der tatsache, dass er als verteidigungsminister meines wissens nach direkter vorgesetzter der bundeswehr ist. ich will in dem amt keinen haben, der nur auf das schaut, was für ihn selbst am besten ist.

    • Ganz ehrlich: Joschka Fischer hat früher Steine geworfen… und?

      Und die Regierung hat doch längst an Glaubwürdigkeit verloren. Dass unsere Regierung dumm und unfähig ist, wusste ich z.B. auch schon vor Wiki-Leaks. Lieber ein Verteidiungsminister der ´schummelt` als ein Außenminister wie Mister Westerwave, sage ich mal…

      Egal ob er nun ´geschummel` hat oder nicht, er war so ein Strahlemann, da hätte man bis zum erbrechen nach einen Fleck auf der weißen Weste gesucht. Und bald kräht eh kein Hahn mehr danach. Ist doch geschickt gemacht. Jeder regt sich über Guttenberg auf, da fällt die Hartz IV Debatte fast unterm Tisch. Ganz ehrlich, was ist wohl gewichtiger? Wenn ein Student oder so seine Arbeit fälschen würde, würde da nicht so ein Theater draus gemacht werden… Aber wahrscheinlich muss nicht das Sommer- sondern Winterloch gestopft werden…

      • Ich bin absolut und vollkommen deiner Meinung. Wenn jeder unserer Politiker mit auch nur halb so viel Energie an die wirklich wichtigen Regierungsgeschäfte und Gesetzesbeschlüsse gehen würde, wie er an die Guttenberg-Debatte verschwändet, währen wir vermutlich schon beinahe aus unserer imensen Staatsverschuldung raus…
        Aber es scheint ja hier um eine wirklich bedeutende Frage der Menschheitsgeschichte zu gehen, anders kann ich mir diesen auf gut Deutsch „gequirrlten“ Mist einfach nicht erklären.

  5. Zum Kotzen. Ich finde es ehrlich zum Kotzen.
    Zum einen verliert der Mann seine Glaubwürdigkeit – und niemand juckt sich dran.
    Die ganze Regierung verliert an Glaubwürdigkeit, weil sie sich nicht durm schert…

    Nun gut, für mich persönlich waren diese beiden Punkte eh nie relevant.

    Aber was sagt das?
    Ich studiere Geisteswissenschaften.
    Darf ich mir jetzt meine Hausarbeiten und letztlich auch meine Abschlussarbeiten ebenso zusammenklauen und auf Lorbeeren hoffen?
    Wenn ja – ist das gerecht?
    Wenn nicht – ist DAS gerecht?

    Es ist nicht nur die Politik, die viel dadurch verliert. Es ist die Transparenz und die Glaubwürdigkeit der höheren Bildungs- und Forschungsinstitute, die dadurch einbüßt.
    Regierungen können wir austauschen und das Problem damit beheben.
    Unsere bildungsinstitute bleiben.

    • „Die ganze Regierung verliert an Glaubwürdigkeit“
      Welche Glaubwürdigkeit? Ich warte ja auf
      Länderdomino: Deutschland

    • Interessant…und wahr.
      Daran habe ich noch gar nicht richtig gedacht.
      Aber ich stimme dir absolut zu Siberianchan:
      Das Problem ist die Glaubwürdigkeit unserer Bildungs-und Forschuneinrichtungen!!

  6. Ach herrje,da wird mal wieder aus einer Mücke ein Elepfant gemacht.Ich habe bei meiner Mathematik Abschlussprüfung auch betrogen,wenn interressierts?Karl Theodor zu Guttenberg ist der einzige aus seiner Partei,der mir sympatisch ist(ich bin eigentlich ein linker).Der Typ hat Charisma.Und jetzt ist er mir noch ein ganzes Stück sympatischer,weil gerade das zeigt,dass Politiker auch nur Menschen sind,die „Fehler“ machen können.

    • Hast du mal in das von Helge verlinkte Guttenplag-Wiki geschaut?! Das, was der Mann sich geleistet hat, ist beileibe keine Mücke, sondern eine Unverschämtheit und Dummheit ersten Ranges. Das ist kein „allzu menschlicher“ Fehler mehr, das ist Betrug. So viel von den Grundregeln wissenschaftlichen Arbeitens kann man gar nicht verpennt haben, wenn man es bis zu einem ersten Studienabschluss geschafft hat. Sich so dreist aus fremden Werken zu bedienen, würde ich nicht mal einem Erstsemester zutrauen. In einer Doktorarbeit ist das ein unverzeihlicher Verstoß gegen alle Regeln wissenschaftlichen Arbeitens. Und so ein laxer Umgang mit dem geistigen Eigentum anderer, das bewusste Betrügen zwecks Erschleichung unverdienter Titel und das Ableisten falscher Ehrenwörter sagen eine Menge über den Charakter eines Menschen aus. Aber gut, da oben zwischen all den anderen Blendern und Schwätzern der Politikerkaste fällt das wahrscheinlich nicht besonders aus dem Rahmen … Armes Deutschland.

      • Naja, wie immer, mit Wiki ist das so eine Sache. Da wurschtelt jetzt jeder an Guttenbergs Doktorarbeit rum und sagt, das kam aber von da und das von da, egal, ob das wirklich aus juristischem Blick ein Plagiat ist.

        Ich persönlich finde die Diskussion übertrieben. Ein gefundenes Fressen, für die Opposition, um einen starken Politiker zu schwächen. Guttenberg hat Reformwillen bewiesen, er traut sich etwas und das gibt es heute viel zu selten. Zur Doktorarbeit. Naja, ich kann mir persönlich vorstellen, dass bei sieben Jahren, die ich an einer wissenschaftlichen Arbeit sitze, es schnell passiert, dass man die Übersicht über Quellenangaben in großem Maße verliert. Schätze man könnte jeden x-beliebigen Doktortitelträger raussuchen und würde denselben Plagiatsvorwurf erheben können.

        Das Problem des öffentlichen Menschens.

        • Stelle einen logischen Zusammenhang zwischen deiner Matheprüfung und der Doktorarbeit eines Wildfremden zusammen.

          Wenn ich etwas hasse, dann Relativierungen einer Handlung durch Vergleich mit einer damit absolut nicht zusammen hängenden.
          Handlungen gehören in Kontexte gesetzt – in die, in die sie reingehören. Hat guttenberg was mit deiner Mathearbeit zu tun?
          Nein.

          Wenn du schon der Meinung bist, Vergleiche und Zusammenhänge zu bemühen, dann tu es – aber zieh keine fadenscheinigen heran.

    • Ich finde es schrecklich wie viele Menschen tatsächlich der Meinung sind das wäre ja „nicht schlimm“. Wir reden hier immerhin von dem höchsten akademischen Titel den man erlangen kann, und nicht von einer Realschul, Abi-Abschlussprüfung oder einer Prüfung für die Berufsausbildung. Und das kann ich tatsächlich behaupten, da ich beide erste genannte bereits selbst hinter mich gebracht habe.

      Nun da ich vor wenigen Wochen selbst meine Bachelorarbeit abgegeben habe und in meinen Studium auch diverse Projekt und Hausarbeiten angefertigen durfte, weiß ich auch das man solch grobe schon Fahrlässige Fehler in einer DOKTORARBEIT erst recht nicht macht. Bereits nach der Diplomarbeit müsste der gute Herr das wissenschaftliche Arbeiten in und auswendig können, und eine richtige Zitierweise vorweisen können, anderenfalls ist er nicht fähig einen Doktorgrade zu erhalten oder anzustreben oder überhaupt keinen akademischen Titel besitzen. Ich persönlich finde, man sollet doch mal seine Diplomarbeit nach solchen grobfahrlässigen Fehlern durchsuchen. Ich könnten ja fast wetten das die auch ein Plagiat ist! Außerdem gibt der Herr Guttenberg eine „Versicherung“ das er die Abschlussarbeit eingenhändig und nur mit den angegebenen Hilfsmitteln zitiert hat, meines erachtens sollte er angeklagt werden! Ein „Normal-Bürger“ würde mit solchen Machenschaften nicht durchkommen, dieser „Promi-Bonus“ ist absolut unakzeptable! Auch sollte man dem Insitut mal auf die Fingerschauen die ihm seinen Doktor-Titel zugesprochen haben. Von denen soll keiner gemerkt haben, das (bereis knapp) 200 Seiten reiner Plagiat sind?! Hätten diese werten Herren und Frauen nur einige wenige Stichproben gemacht, hätten sie bereits direkte Zitate entedeckt, die nicht als solche gekennzeichnet sind!
      Ich würde ja mittlerweile zu gern Wissen, wie viel Geld Herrn Guttenberg seine Doktorarbeit Wert war bzw. wie viel er dafür wohl gezahlt hat! Denn hätte er sie tatsächlich selbst angefertigt, hätte er nicht unzählige Seiten vergessen zu zititeren, das kann mir keiner erzählen! Das schreit förmlich nach einer schlechten Ausarbeitung eines Ghostwriters!

      Für den Ruf, die Ehre und den Stolz aller Studenten und Hochschulen sollte der Herr Guttenberg seine gerechte Strafe bekommen, die auch jeder Otto-Normal-Bürger bekommen hätte!

      • der höchste außer PD, habil. und Prof., aber Professoren sind ja nicht so wichtig.

      • Da er ein Jurist ist, wird er wohl eher ein Staatsexamen geschrieben haben als eine Diplomarbeit 🙂 Aber auch nur das Erste, wenn ich mich richtig erinnere…will ich jetzt aber nicht schwören. Dass man trotzdem bis zu dem Zeitpunkt richtiges Zitieren eigentlich im Blut haben sollte, steht natürlich außer Frage!

  7. „Haben die Reporter hier einfach nur bei der Auswahl der Interviewten geschummelt… “ – Geschummelt wird immer und überall: Gerade bei den Medien, völlig gleich ob die öffentlich-rechtlichen oder privaten, werden die Interviewten gezeigt, welche die „richtigen“ Antworten gaben, dann mal gelegentlich gegenteilige Meinungen eingestreut, um den Anschein einer demokratischen Ordnung zu wahren.
    Es geht um Manipulation, Kontrolle und auch wenn das nach Verfolgungswahn klingen mag, würde man die ganze Wahrheit im TV zeigen, gäbe es am nächsten Tage eventuell ne Revolution. Man muss ja auch bedenken, wie dieses kranke, teils menschenverachtende System stabil bleiben soll. Das geht nur, indem einem etwas vorgespielt wird.

    Ob der Ölprinz nun geschummelt hat oder nicht, das ist doch gar nicht die Frage, die Frage ist doch die, warum er so beliebt ist im Volk.
    Fragen wir mal so: Warum ist die Merkel so beliebt? Die macht doch nichts. Aber das macht sie nicht schlecht.
    Bzw. besser als erwartet. Das ist das System Kohl: Aussitzen. Aber warum sind die Leute so begeistert von diesen Typies? Vom Guttenberg deswegen wohl, da er einen modernen Konservativen gibt. Konservative Einstellungen sind besonders in Krisenzeiten gefragt, weil die Stabilität versprechen; aber es soll jetzt bitte nicht sooo bieder sein und da passt Gutti gut ins Bild.

    Diese ganze Sache um seine Arbeit ist nicht das eigentliche Problem, das ist nur ein Afhängerthema für zwei Wochen Gesprächsstoff: Das Problem ist die Begeisterung, die einerseits durchaus vorhanden, andererseits auch weiter hübsch gepflegt wird. Die Medien sind PR-Abteilungen.
    Begeisterung für Avatare, die uns vorgesetzt werden und im Grunde nicht wirklich etwas zu sagen haben, hauptsache wir haben etwas worüber wir reden können… wobei ich sagen muss: Wenn der Kanzler wird, dann wandere ich aus.

    Ich wette, dass nach Karneval kein Schwein mehr darüber reden wird. Hmm, mal sehen was dann kommt. Dioxin hatten wir ja schon dieses Jahr. Ach…irgendwas findet sich.

  8. Er gibt ihn ja nicht zurück. Er führt ihn nicht mehr. Fürstliche Wohnzimmervitrine auf, Titel rein, fürstliche Wohnzimervitrine zu. Skandal umgangen, Wahlpöbel glücklich. Ganz einfach.

    Aber ganz ehrlich: Es gibt andere Dinge, an denen man Kritik an ihm oder ihn selbst besser aufhängen könnte und sollte.

  9. Jaja, wenn die Leute nicht mehr was zum Aufregen haben. Wenn sie sich nicht mehr gegeneinander aufhetzten können…

    • Das ist keine Hetze! Ich habe selber einen akademischen Titel, für den ich – wie die meisten – hart arbeiten musste. Wenn Doktorgrade, gar mit „summa cum laude“, künftig für solche Arbeiten wie die von Herrn Guttenberg (bzw. für eine Arbeit, die zu großen Teilen eben *nicht* von Herrn Guttenberg stammt) vergeben werden, dann schadet das dem Ansehen *aller* Akademiker. Ich jedenfalls fühle mich verarscht von der Uni, die ihm den Doktorgrad zuerkannt hat. Wenn das die Maßstäbe für wissenschaftliches Arbeiten sein sollen, dann können wir anderen unsere Titel ja gleich in die Tonne treten. Wert sind sie dann nämlich nichts mehr.

      • Also jetzt mal abgesehen davon, dass der Bachelor de facto kein akademischer Titel mehr ist, sondern eine lästige Zwischenetappe auf dem Weg zum Master, muss ich dir Recht geben, einen akademischen Titel bekommt man fürs denken und nicht dafür, wie gut man Strg+C bedienen kann. Ich will meinen Bachelor auf jeden Fall nicht für sowas bekommen.
        Andererseits finde ich Rumgemacker mit dem eigenen Titel auch ziemlich eitel. Uns wurde von Anfang an gesagt, dass Prof.Dr.habil.phil.jur.Dr.hc.ling. auch nur mit Wasser kochen und wir uns vom Titel nicht blenden lassen sollen. Guttenberg ist sicher nicht der ehrlichste, aber Titel hin oder her, er hat trotzdem Ahnung von dem, was er sagt, auch wenn das die ewigen Nörgler und Wutbürger nicht wahrhaben wollen.

        • Ob Gutti auch von anderen Dingen außer Schummelei Ahnung hat, vermag ich nicht zu beurteilen. An seiner politischen Tätigkeit kann man eine solche Behauptung wohl kaum festmachen. Aber selbst wenn dem so wäre, inwieweit werden seine Betrügereien dadurch gerechtfertigt? Sind die Taten eines Betrügers mit Ahnung weniger verwerflich als die eines ohne?

        • Rumgemacker? Eitel? Hö? Meinst du mich? Na, ich danke … Immerhin schreib ich nicht anonym …

          • Ich meine das generelle Rumgemackere. Gunther von Hagen ist zum Beispiel ein fähiger Plastinator, auch wenn seine Doktortitel eher unseriös sind. Natürlich ist es nicht richtiger, zu plagiieren, wenn man sonst Ahnung von der Materie hat, aber das habe ich nicht behauptet, was ich damit sagen wollte ist, dass ein Titel nicht alles ist.

            Nebenbei bemerkt, Black Zora, du schreibst genau so anonym wie ich, zumindest habe ich so meine Zweifel, dass du als „Black Zora“ mal an irgendeiner Uni immatrikuliert warst und über deiner Diplom- oder Bachelorarbeit „Black Zora“ als Autorname steht.

  10. . Diese öffentliche Hetze ist lächerlich und wenn ich sehe, wie ein Gregor Gysi, seines Zeichens alter Stasi-Scherge, die moralische Keule schwingt, wird mir übel.

    Kommentar von Prof. Dr. Spruth (Uni Tübingen)

    Herr Dr. zu Guttenberg steigt in meiner Achtung. Mit summa cum laude zu promovieren, ist eine seltene Auszeichnung, die besonders strenge Voraussetzungen und zusätzliche externe Gutachten erfordert. Die derzeitigen Angriffe richten sich deshalb weniger gegen Herrn Dr. zu Guttenberg, sondern in erster Linie gegen die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Bayreuth. Die dortige Promotionskommission setzt sich aus sechs hochkarätigen Wissenschaftlern sowie mindestens einem externen Gutachter zusammen. Summa cum laude erfordert einen einstimmigen Beschluss der Kommissionsmitglieder und des externen Gutachters. Es kann unterstellt werden, dass die Gutachter über den Stand der Wissenschaft auf ihrem eigenen Fachgebiet bestens informiert sind.

    Eine Doktorarbeit ist kein Kriminalroman, auch wenn viele Kritiker den Unterschied verwischen möchten. Sie ist eine eigenständige wissenschaftliche Leistung und erfordert eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem derzeitigen Stand der Wissenschaft. Hierzu ist es üblich, wenn nicht sogar erforderlich, seitenweise aus anderen Quellen zu quotieren. Ein Plagiat liegt nur dann vor, wenn ein relevanter fremder Beitrag als eigene wissenschaftliche Leistung dargestellt wird. Ein derartiger Vorwurf ist bis heute aber nicht erhoben worden. Das bloße Quotieren von Textpassagen rechtfertigt diesen Verdacht jedenfalls nicht.

    Quellenangaben für verwendete Textbausteine sind dann zwingend erforderlich, wenn damit zwischen fremden wissenschaftlichen Beiträgen und den eigenen wissenschaftlichen Leistungen unterschieden wird. In allen anderen Fällen ist die Quellenangabe eine übliche und sicher sehr erwünschte Höflichkeitsgeste gegenüber dem Autor, aber auch nicht mehr. Die Frankfurter Allgemeine verdient Anerkennung für ihren hervorragenden Journalismus. Sie ist aber keine wissenschaftliche Fachzeitung. Ein Textbaustein aus der Frankfurter Allgemeinen mag eine brilliante Formulierung enthalten, trägt aber kaum etwas zu dem wissenschaftlichen Beitrag und Wert einer Doktorarbeit bei.

    Der Versuch, einem erfolgreichen Politiker auf diese Weise am Zeug zu flicken, ist schlechter politischer Stil. Hier wird der Versuch unternommen, auf diese Art und Weise etwas anzuhängen.“

    Prof. Dr.-Ing. Wilhelm G. Spruth, Böblingen

    • Herr zu Guttenberg hat seitenlang „copy & paste“betrieben / betreiben lassen!
      Das hat nichts mit der Verarbeitung von Erkenntnissen zu tun, die andere Wissenschaftler zuvor gefasst hatten. Das eine ist der normale Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens, das andere ist Täuschung. Jeder, der mal wissenschaftlich gearbeitet hat, kennt den Unterschied.
      Wie diese Doktorarbeit die Prüfungskommission passieren konnte, ist mir auch ein Rätsel. Ich vermute mal, da werden auch Eigeninteressen des Instituts eine Rolle gespielt haben. Guttenberg war damals ja schon kein Unbekannter und fungierte seither als „Vorzeige-Absolvent“. Vielleicht hat man da nicht so genau hingeschaut. Oder die Mitglieder der Prüfungskommission waren überlastet… oder oder oder…
      Mittlerweile ist ja auch herausgekommen, dass Guttenberg den Recherchedienst des Bundestages beauftragt hatte und das Ergebnis (etwa 10 Seiten) wörtlich unverändert eingefügt hat. Was sollen wir denn da zu seiner Entlastung noch annehmen?

    • 1.) Für die Beurteilung der Fakten im Fall Guttenberg ist es völlig unerheblich, wer wo moralische Keulen schwingen mag.
      2.) Die Nichtaufdeckung des Guttenbergschen Betrugs durch die Promotionskomission, legitimiert durchaus nicht den Betrug des Herrn Guttenberg, sie macht nur aus einem Betrusgversuch einen Betrugserfolg.
      3.) Das Urheberrecht gilt auch für Texte, welche nicht aus Fachzeitschriften stammen.
      4.) Sollte das obige, bisher nur auf Facebook verbreitete Zitat tatsächlich von Prof. Dr.-Ing. Wilhelm G. Spruth stammen, so wäre der Mann gut beraten, auf der Stelle sein Bundesverdienstkreuz zurückzugeben. Wahrscheinlicher ist allerdings, daß es sich hier um einen Hoax handelt.

    • Ich glaube meine Vorredener haben nicht verstanden, worum es dem Tübinger Prof geht. Guttenberg hat journalistische, also unwissenschaftliche, Texte kopiert und sie in einem wissenschaftlichen Text verwendet. Aus Zeitungen zu zitieren ist nicht ungewöhnlich, aber eine Doktorarbeit kann man überhaupt nicht ausschlißlich aus Zeitungsartikeln zusammenklauen, weil die so oder so keinem wissenschaftlichen Standard entsprechen, schon gar nicht dem einer Doktorarbeit. Selbst wenn die Arbeit, die ich, wie viele andere hier garantiert auch, nicht gelesen habe, den Zeitungsartikeln eine derart große Bedeutung zuweist, können die Artikel nur zur Illustration von Beispielen oder als Forschungsgegenstand gedient haben, nicht aber als Teil der formulierten wissenschaftlichen Erkenntnis, für die der akademische Titel verliehen wird, aus dem einfache Grund, dass es keine Artikel in Tageszeitungen gibt, die den wissenschaftlichen Anforderungen eines rechtswissenschaftlichen Instituts genügen könnten (umgekehrt gilt übrigens dasselbe, keine Tageszeitung würde eine volständige Bachelor- oder Doktorarbeit abdrucken, weil sie zu lang sind, um wie Zeitungstexte gelesen zu werden, thematisch zu speziell, um für eine breite Leserschaft interessant zu sein und zuviel Fachwissen erfordern, um für die Mehrheit der Leser verständlich zu sein). Anzunehmen, eine wissenschaftliche Arbeit sei durch die Aneinanderreihung von Zeitungsartikel und -Ausschnitten herstellbar oder durch die unkritische Übernahme ihrer Argumentation, ist hoffnungslos naiv, denn selbst wenn es ein Plagiat wäre, die Zeitung nicht zu nennen, und dieses Plagiat fiele den Prüfern nicht auf, wäre die Arbeit zu schlecht, als dass man dafür einen akademischen Abschluss, geschweige denn eine Promotion bekommen könnte.
      Wenn die Arbeit also ausschließlich auf diesen Artikeln basiert, dann besteht die wissenschaftliche Leistung nicht in den Formulierungen, wie sie in der jeweiligen Zeitung stehen, sondern darin, dass man diese Artikel einzeln kritisch beleuchtet, sie analysiert und zusammenhänge deutlich macht, die bei einem bloßen Aneinanderreihen nicht sichtbar werden. In diesem Fall wären die Zeitungen aber Quellen (im Sinne von Forschungsgegenstand, eine korrekte Unterscheidung von Quelle und Forschungsliteratur findet sich bei: Stefan Jordan – Einführung in die Geschichtswissenschaft, Reclam-verlag) und somit wäre es kein Plagiat, sie nicht zu nennen, sondern ein Verstoß gegen den wissenschaftlichen Grundsatz der Überprüfbarkeit (man kann nicht behaupten, es habe im Mittelalter Flugzeuge gegeben, wenn man keine zeitgenössischen Darstellungen hat, aus denen das zu schlussfolgern wäre).

      Da man, wie Prof. Spruth, unterstellen muss, dass der Uni Bayreuth etwas an ihrem wissenschaftlichen Ruf gelegen ist, anderenfalls wäre Guttenbergs Doktortitel per se ziemlich wertlos, weil er ihn an einem unseriösen Institut erworben hätte, wird sie wohl auch kaum jemanden „durchgewunken“ haben, der so im öffentlichen Blickfeld steht, wenn seine Arbeit tatsächlich so ein offensichtliches Plagiat wäre (By the way, die Software, die GuttenPlag benutzt, um die Arbeit zu checken, ist zumindest an meiner Uni schon seit Jahren im Einsatz).
      Das Argument, man habe einen Vorzeigestudenten gebraucht, gilt vielleicht für die Uni Bayreuth generell, die in der Tat nur relative Nobodys zu ihren Absolventen zählt, nicht aber für ihre Juristische Fakultät, an der immerhin Auma Obama und Andreas Voßkuhle, der ehemalige Rektor der Uni Freiburg und amtierende Präsident des Bundesverfassungsgerichts promoviert haben (und für eine No-Name-Uni wie Bayreuth ist das schon nicht schlecht), diese Ehre versaut man sich nicht, indem man einen offensichtlichen bterüger unterstützt.

      • Guttenberg hat journalistische, also unwissenschaftliche, Texte kopiert und sie in einem wissenschaftlichen Text verwendet.

        Falsch. Guttenberg hat weitaus mehr als nur Zeitungsausschnitte verwendet. Beispielsweise 10 Seiten, die vom wissenschaftlichen Dienst explizit auf seine Anfrage hin verfaßt wurden, und nur im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als MdB Verwindung finden durften.

        Aus Zeitungen zu zitieren ist nicht ungewöhnlich, aber eine Doktorarbeit kann man überhaupt nicht ausschlißlich aus Zeitungsartikeln zusammenklauen,

        Es besteht ein signifikanter Unterschied zwischen Zitieren und Zusammenklauen.

        weil die so oder so keinem wissenschaftlichen Standard entsprechen, schon gar nicht dem einer Doktorarbeit.

        Unzulässige Verallgemeinerung. Es gibt auch in Nicht-Fachzeitschriften Texte, die wissenschaftlichen Standarfs gerecht werden. Gutti hat dies augenscheinlich bewiesen.

        Anzunehmen, eine wissenschaftliche Arbeit sei durch die Aneinanderreihung von Zeitungsartikel und -Ausschnitten herstellbar oder durch die unkritische Übernahme ihrer Argumentation, ist hoffnungslos naiv, denn selbst wenn es ein Plagiat wäre, die Zeitung nicht zu nennen, und dieses Plagiat fiele den Prüfern nicht auf, wäre die Arbeit zu schlecht, als dass man dafür einen akademischen Abschluss, geschweige denn eine Promotion bekommen könnte.

        Nur ging es nicht um die Qualität der Arbeit, sondern um nachgewiesenes Plagieren, Lüge, Wortbruch und Betrug. Die Arbeit kann durchaus das beste Werk zum Thema sein, daraus folgt aber nicht, daß Guttis Handlungen hier in Ordnung waren.

        • Ja, in Ordnung war es nicht, weil es unhöflich ist, der Zeitung, aus der man zitiert, nicht zu danken, aber es ist schlicht kein Plagiat, dass er aus Zeitungen abgeschrieben hat, weil es keinen Artikel in der FAZ oder Neuen Zürcher Zeitung oder dem Grevenbroicher Anzeiger gibt, der den wissenschaftlichen Standards entspricht, die an eine juristische Doktorarbeit angelegt werden. Die Zeitungsartikel können also nicht als Grund angeführt werden, irgendwelche rechtlichen Schritte gegen ihn einzuleiten.

          Guttenberg hat mit seiner Arbeit nichts bewiesen, als dass 90 Prozent derer, die jetzt ihr Mütchen an ihm kühlen, keinen Schimmer davon haben, was ein Plagiat von einer groben Unhöflichkeit unterscheidet, geschweige denn davon, was die zu erfüllenden Standards für eine Doktorarbeit sind oder wie die Hierarchie von Institut, Fakultät und Universität aussieht. Ganz ehrlich, wie dumm muss man sein, um zu glauben, Zeitungsartikel seien für eine Doktorarbeit über „Verfassung und Verfassungsvertrag. Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU “ inhaltlich irgendwie produktiv verwertbar. Ganz sicher beweist seine Arbeit aber nicht, dass Zeitungsartikeln im wissenschaftlichen Betrieb eine andere Bedeutung als die der Quelle zukommen kann, über die man schreibt, aus denen man die Argumentation nicht übernimmt, wenn man ernst genommen werden will.

          Was GuttenPlagWiki macht, ist zwar grundsätzlich richtig, nämlich demokratische Kontrolle von Abläufen im akademischen Betrieb vorzunehmen, aber da die Ergebnisse, die sie erzielen (Es ist zu bezweifeln, dass alle zigtausend Exemplare, die bei GPW verwendet werden, rechtmäßig erworben wurden) nicht rechtsverbindlich sind, müsste bei der offiziellen Untersuchung so oder so noch mal alles neu untersucht werden und wenn dieser Untersuchungsausschuss zu einem anderen Ergebnis kommt, war der ganze Scheiß umsonst und es ändert sich gar nichts.

          Es geht übrigens sehr wohl um die Qualität der Arbeit, denn die ist entscheidend dafür, dass für die Arbeit überhaupt ein Titel vergeben wird.

          • Am Ende vom zweiten Absatz muss es natürlich heißen „…über die man schreibt, aus denen man ABER die Argumentation…“

          • Bitte bring doch einen Beleg dafür, daß es gestattet ist, in wissenschaftlichen Arbeiten wortwörtlich ganze Seiten aus Nicht-Fachzeitschriften zu übernehmen. Bitte dann komplett auch mit einer klaren und gültigen Definition, was hier als Nicht-Fachzeitschrift betrachtet wird. Ich halte das ehrlich gesagt für hochgradigen Schwachsinn. Also, Butter bei die Fische!

          • Natürlich ist es gestattet, sich seine Abschlussarbeit, Promotion oder Habilitation aus irgendwelchen fremden Texten zusammenzupuzzlen, egal ob die aus der BILD (unwissenschaftlich) oder aus einer Expertenbravo (pseudo-/populärwissenschaftlich) oder sogar einer anderen Promotion oder Habil. (wissenschaftlich) stammen, solange man hinterher angibt, wo das Original steht und wenn man etwas am Originalzitat ändert, die Veränderung korrekt anzugeben. Das wollte ich auch nicht bestreiten.

            Ich als Geschichtswissenschafts- und Orientalistikstudent, der selber die wissenschaftlichen Ansprüche von Dozenten erfüllen muss, finde es nur ziemlich zum Kotzen, dass von vorher mitgebrachte Ressentiments gegen zu Guttenberg, juristisches Halbwissen und ein kruder Wissenschaftsbegriff in der gesamten Debatte vermengt werden und jede kritische Hinterfragung dieser Halbbildung einem als Parteinahme für diesen Schmierlappen oder gar als Apologie von Betrugsversuchen ausgelegt werden. Es ist meiner Meinung nach vollkomen lächerlich, KTG dafür anzugreifen, dass er die ohnehin als wissenschaftliche Aussage unbrauchbaren Passagen geklaut hat, das einzig skandalöse ist für mich die ungekennzeichnete Verwendung fremder wissenschaftlicher Texte. Denn was die Leute, die nicht im akademischen Betrieb unterwegs sind, offenbar nicht verstehen, ist, dass auf wissenschaftlicher Ebene die Zitierpflicht nichts mit Urheberrechtswahrung zu tun hat, sondern damit, den Anteil des Autors an der wissenschaftlichen Leistung bewerten zu können. Dabei hat es die Prüfer nicht zu interessieren, wer die Rechte für die verwendeten Musikstücke, Texte, Bilder oder beschriebenen Militäranlagen hält.
            Dass bei Guttenberg auch das geklaut ist, was den wissenschaftlichen Wert der Arbeit reduziert, ist halt zusätzliches Kanonenfutter, um ihn politisch und persönlich plattzumachen.
            Trotz all dieser erdrückenden Indizien, die gegen ihn sprechen, halte ich es aber dennoch für falsch, ihn zu kriminalisieren, indem man ihn einen Betrüger nennt und ihn so einer Straftat bezichtigt. Auch wenn die meisten das hier anzweifeln, nicht wahrhaben wollen oder rundheraus abstreiten, leben wir in einem Rechtsstaat, in dem bis zur Verurteilung durch ein Gericht die Unschuldsvermutung, soviel zum juristischen Aspekt.
            Und auch wenn Gutti-Bashing gerade viel Spaß macht, weil er so ein wohlfeiles Opfer ist, finde ich es falsch, sich daran zu beteiligen, nicht, weil ich ein Fan von KTG wäre, sondern weil ich weiß, dass alles in der Geschichte sich zweimal ereingnet, einmal als Tragödie und einmal als billige Farce (Zitat Karl Marx- der XVIII. Brumaire des Louis Napoleon). Die Tragödie ist, wie KTG jetzt ertappt wurde, sich herauszuwinden versucht und der Aufschrei groß ist. Ich weiß aber auch, welcher aufschrei noch größer sein wird, nämlich der nach der Farce, wenn KTG mit einem blauen Auge davonkommt.

            Zur Definition einer wissenschaftlichen Zeitschrift empfehle ich das bereits angeführte Buch:
            Jordan, Stefan: Einführung in das Geschichtsstudium, Stuttgart 2005, S.64 f., findest du in jeder gut sortierten Unibibliothek. Da drin wird auch das Plagiat erklärt.
            Grundsätzlich unterscheiden sich Wissenschaftliche Zeitschriften von trivialen Zeitschriften und Zeitungen optisch dadurch, dass sie keine Hefte, sondern gebundene Bücher sind, außerdem erscheinen sie meistens nicht wöchentlich sondern quartals- oder semesterweise. Inhaltlich heben sie sich von Zeitungen und Wikipedia dadurch ab, dass nicht jeder dahergelaufene Scharlatan seinen Senf dazugeben kann, sondern an die einzelnen Aufsätze die gleichen Maßstäbe angelegt werden wie an alle anderen wissenschaftlichen Arbeiten, das heißt es muss eine bestimmte Form eingehalten werden, alle Texte, auf die man sich bezieht, müssen, wenn sie nicht selbst Forschungsgegenstand sind, ebenfalls den wissenschaftlichen Anforderungen entsprechen. Außerdem geht es im Gegensatz zum wissenschaftlichen Feuilleton von Zeitungen nicht so sehr um einen intellektuellen Schwanzvergleich, weil die verschiedenen veröffentlichten Arbeiten nur äußerst selten den selben Gegenstand mit dem selben wissenschaftlichen Ansatz betrachten. Außerdem sind sie im Gegensatz zu Zeitungen auch nicht für die breite Öffentlichkeit gemacht.
            Überhaupt eint alle wissenschaftlichen Arbeiten die Absicht, einen Erkenntnisgewinn zu erreichen, was unter anderem bedeutet, dass populärwissenschaftliche Publikationen und Sendungen wie Galileo, Quarks&Co, ZDF-History, GEO oder PM nicht als Literatur für den wissenschaftlichen Betrieb geeignet sind, weil sie Tatsachen und Forschungsergebnisse nur darstellen und nicht ausreichend angeben, woher diese Ergebnisse stammen.

          • Zeitungen gelten als zuverlässige Quellen, möchte ich anmerken. Gerade Zeitungen wie die SZ oder die FAZ, weil – TATAAAAAA – die entsprechenden Journalisten nicht selten auf ihren Schreibbereich hin studiert haben.

            Nicht zu vergessen, dass sie interessante Zeitzeugnisse sind, aber das ist eher für Historiker wichtig – Fakt ist – Zeitungen und Zeitschriftenartikel aus Fachzeitschriften GELTEN als anerkannte wissenschaftliche, zitierbare Quelle.

            Ich möchte hier anmerken, dass die meisten Universitätslektüren ebenfalls wissenschaftliche Erkenntnisse zusammenstellen und darstellen, die vorher gewonnen wurden – was nur logisch ist. Man kann nur gewonnenes darstellen.

            Gut.
            *hüstel*

            Sein wir großzügig. Gutti wollte erst einmal brav zusammenfassen, was da alles an Forschung und Erkenntnis rumgeistert.
            WArum zur Hölle ist er nicht mal schlau genug, zu paraphrasieren?
            Warum kopiert er einen Artikel ohne ihn auszuzeichnen?
            Warum bitte ist er so blöd/dreist, etc.?

          • Ja, sie gelten als Quelle, aber nicht als wissenschaftliche Literatur, das sind in der Wissenschaft, im Gegensatz zur Schule, deren Begrifflichkeiten du hier einfach auf die Uni überträgst, zwei völlig verschiedene Dinge. Zeitungen, selbst wenn sie noch so klug geschrieben sind, sind niemals wissenschaftliche Literatur, sondern höchstens ein Forum für Wissenschaftler, in denen sie diskutieren können. Was KTG aus den Zeitungen geklaut hat, ist urheberrechtlich von Interesse, wissenschaftlich aber nicht, zumindest nicht im Sinne des wissenschaftlichen Plagiats.

          • Ich warte immer noch auf den Beleg für die Behauptung, daß man wörtlich übernommene Passagen aus Nicht-Fachzeitschriften in einer Dissertation nicht kenntlich machen muss.

    • Es war doch bereits in der Schule so, wer abschreibt bekommt ne 6.

      Viel wichtiger ist doch: Er hat gelogen und windet sich wie ein Aal. Obwohl, machen das nicht alle Politiker??

      Ich finde es absolut verwerflich, dass ein Jurist, Adliger und Konservativer so rumlügt. Zu Zeiten Herbert Wehners und F.-J. Strauss wäre das nicht lange gut gegangen. Letzterer hätte ihn wahrscheinlich standrechtlich im Bayrischen Wald beseitigen lassen.

      Was ich bei Herrn Professor nicht verstehe: Wie kann ein Akademiker so eine Sauerei in Schutz nehmen??
      Es sei denn, er ist ein Parteigänger von Baron Münch.. ups ich meine natürlich Guttenbergs.

  11. Ich finde es erstaunlich, dass es an dem was Gutenberg sich „geleistet“ hat überhaupt etwas schön zu reden gibt.

    In der Vorbereitung aufs Abitur, wird uns immer wieder eingetrichtet wie man korrekt zitiert. Eine Doktorarbeit, schreibt sich in den meisten Fällen ja wohl auch nicht an einem Sonntag in der Woche, so dass diese „Ähnlichkeiten“ hätten übersehen werden können.
    Klar kann ich mich bei meinen Quellen, Radio und Nachrichten, verhört haben, aber soweit ich weiß soll er ganze Textpassagen eins zu eins kopiert haben.
    Bei einem schlichten Referat, oder einer Hausarbeit mit einem aufgewecktem Lehrer (und die gibt es) würde es auf so einen Täuschungsversuch Null Punkte geben, oder einen beträchtlichen Abzug. Dabei gäbe es vielleicht noch eine Diskussion zwischem Schüler und Lehrer, aber keinen Kompromis.

    Meines Erachtens nach ist es schön und nett, dass Guttenberg anderen die Arbeit abgenommen hat und seinen Titel selber niedergelegt, aber das darüber zu viel Aufwasch gemacht wird, empfinde ich nicht so.
    So leid es mir in so einigen Fällen tut, die Männer und Frauen in so hohen Positionen wie ein Verteidigungsminister, haben eine Vorbildsfunktion für einige werdende Erwachsene.

    Zudem möchte ich sagen: Egal wie leicht es angeblich ist mit Schummeln und Betrügen im Leben weiterzukommen, wäre es nicht wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass andere vor uns es auch ohne solche Mittel geschaft haben und sollte uns das nicht ein Antrieb seien es ebenfalls aus eingener Kraft zu versuchen?
    Karl-Theodor zu Guttenberg hat uns das denkbar schlechtesten Vorbild gegeben und hat kein Problem damit in die Kamera zu lächeln und zu reden als seie doch nichts ernsthaftes passiert, dabei hat er das System betrogen und soll jetzt Deutschlands „System“ „verteidigen“.

    • Übrigens kann er seinen Titel gar nicht niederlegen, das tut er nur medienwirksam.
      Der Titel kann ihm nur von der Universität wieder entzogen werden.
      Das einzige, was er machen kann, ist darauf zu verzichten, den Titel zu führen.

      • Ja das habe ich nämlich vor einigen Minuten auch erst erfahren.
        Noch ein Beweis mehr, dass er aus dieser Peinlichkeit eine Show macht, um sich noch mehr ins Gespräch zu rücken

  12. Das Meiste wurde ja schon gesagt; Es ist unverschämt, dreist und betrügerisch, was Guttenberg sich da geleistet hat. Da gibt es absolut _nichts_ schön zu reden. Diebstahl, in welcher Form auch immer, und sich mit der Arbeit anderer für den eigenen Namen einen Vorteil zu verschaffen, scheinbar ohne eine Spur von schlechtem Gewissen, ist das Letzte.
    Bei uns würde eine solche zusammengeklaute „Arbeit“ wie die von Guttenberg gesperrt & gelöscht und der Nutzer wegen Plagiatur gebannt werden. Ohne Diskussion.

  13. Was Umfragewerte angeht: mir als Hamburgerin ist ja auch immer erzählt worden, wie ungeheuer beliebt Ole von Beust ist, dabei ist mir in zehn Jahren Hamburg nur ein einziges mal jemand persönlich begegnet, der den Kerl mochte… ich glaub weder alles, was in der Zeitung steht, noch alles, was ich im Fernsehen sehe.

    Zu dem Fall selbst: es zeigt mal wieder, daß Politiker immer öfter glauben, die allgemeinen Anstandsregeln haben für ihre Klasse keine Bedeutung. Und so finden sie es in Ordnung, wenn Altenpflegerinnen entlassen werden, weil sie übriggebliebenes Essen, das zur „Entsorgung“ bestimmt ist, nicht in den Müll werfen, sondern mit nach Hause nehmen, haben aber keinerlei Problem damit, wenn sich einer der Ihren als Betrüger entpuppt.

  14. Ich wäre einfach mal dafür dass man auch all die anderen Dissertationen der Politiker aufs kleinlichste auseinander nimmt.
    Es kommt mir doch ein wenig seltsam vor dass man ausgerechnet bei Guttenberg „zu erst“ Fehler (auch wenn das eine falsche Bezeichnung ist) findet. Der Mann gehört(e) zu den sympathischen Politikern und trat damit anderen in den Rang.
    Meiner Meinung nach herrschen Machtspiele die dank gewisser Drahtzieher und allen voran den Überlieferungen der Medien falsch an denn Mann und die Frau gebracht wird. Wir werden von hinten bis vorn verarscht und eigentlich haben wir kein Recht uns eine „Meinung“ zu bilden weil wir die Fakten nicht kennen. Man sollte denn Mann nicht verurteilen, immerhin hat er davor seinen Job gemacht. Und wie gesagt, ich würde zu gern einfach mal all die Doktorarbeiten in die Hände kriegen… unser ganzer Führungsstab ist fraglich.

    • Zu diesem Thema hätte ich da einen interessanten Artikel auf Bildblog.de zu verlinken. Ist vielleicht nicht unbedingt objektiv, aber er zeigt, dass es sowas schon früher gab – nur war das mediale Aufhebens darum viel geringer… und Plag-Wikis gab es dafür auch keine.

      • Wenn das die einzigen Unterschiede sind, die dir auffallen, solltest du den Artikel noch ein paar mal lesen.

        Wie wäre es hiermit:
        1.) Es ging um Politiker, die ein paar Hierarchiestufen unter einem Verteidigungsminister stehen.
        2.) Diese Leute haben zumindest darauf verzichtet, in Presseerklärungen fröhlich weiterzulügen.
        3.) Die BLÖD war nicht auf ihrer Seite.

        Aber erklär doch mal, was die Tatsache der Existenz anderer Betrüger mit dem Betrug von Herrn Guttenberg zu tun hat? Wird dieser dadurch entschuldigt?

        • Nein, es sind nicht die einzigen Unterschiede, die mir auffallen, ich wollte nur eine weitere Grundlage zur Diskussion liefern. Aber wenn du unbedingt möchtest 😉

          Die Existenz anderer Betrüger entschuldigt natürlich nicht das Verhaltern von Herrn zu Guttenberg (und das hab ich auch nicht behauptet ;)) – allerdings sind die Unterschiede in der medialen Behandlung doch eklatant. Muss man unbedingt Verteidigungsminister sein, damit es zu einem Skandal wird, in einer Doktorarbeit plagiiert zu haben? Oder ist es nicht eigentlich schon Skandal genug, dass er es geschafft hat – dass es in Deutschland möglich ist, Teile seiner Dissertation (die Einleitung, um Himmels willen!) abzuschreiben und auf Grundlage dieser Arbeit trotzdem noch mit summa cum laude zu promovieren?

          Zu sowas gehören immer zwei Parteien – den, der abschreibt, und die Prüfer, denens nicht auffällt. Und an zweiterer Stelle liegt meiner Ansicht nach sogar noch mehr im Argen… entweder, weil da n Haufen Leute mit sehr vielen Titeln es nicht hinbekommt, ihre Arbeit zu machen (was dann wiederum auf all die Leute zurückfällt, die an der Universität ihren Abschluss gemacht haben, vielleicht jahrelange Arbeit hineingesteckt haben, und sich plötzlich die Frage gefallen lassen müssen: „Ach, hast du auch abgeschrieben?“) oder – die erschreckendere Möglichkeit – dass sie Herrn Guttenberg bewusst mit Blick auf seinen Abgeordnetenstatus promivieren ließen, OBWOHL ihnen den Betrugsversuch aufgefallen war.

          Was die (vermuteten) Plagiatoren im Ministerrang angeht… ich weiß nicht, wie sehr du die österreichischen Medien verfolgst und wie viel damals vor drei Jahren von der Angelegenheit nach Deutschland gedrungen ist, aber ich hätte da noch Johannes „Gio“ Hahn zur Hand, seines Zeichens 2007 österreichischer Wissenschaftsminister, der damals beschuldigt wurde, seine Doktorarbeit der Philosophie aus dem Jahr 1987 (wenn ich mich richtig erinnere) in Teilen plagiiert zu haben. Er hat sich (ebenfalls wenn ich mich richtig erinnere) damals damit entschuldigt/herausgeredet, dass ihm Disketten mit Quellendokumenten zwischen die Disketten mit der Dissertation „gerutscht“ waren, da er seine Doktorarbeit wegen des damaligen Stands der Technik auf mehreren Disketten abspeichern musste.

          Was ist passiert… er war weiterhin Wissenschafts(!!!)minster, legte danach sein Amt zurück, weil er in die EU-Kommission berufen wurde, und sein Doktortitel wird auch noch immer auf der Homepage der EU-Kommission geführt. Die Universität Wien lehnte damals eine tiefergehende Prüfung der Arbeit ab, da sie behauptete, Hahn hätte anständige Arbeit geleistet. Jetzt wird die ganze Sache nochmal neu aufgerollt und geprüft, allerdings auch nicht von der Universität, sondern von einem Medienwissenschaftler, der von einem grünen Parlamentsabgeordneten abgeheuert wurde.

          Ob diese Leute damals fröhlich in der Presse weitergelogen haben, nachdem sie mit den Vorwürfen konfrontiert wurden, weiß ich jetzt nicht, da ich diese Fälle damals nicht weiter verfolgt habe, aber ich vermute (und das ist jetzt wirklich nur eine Vermutung, gestützt auf meine subjektive Beobachtung des Verhaltens einiger Politiker in einigen Jahren *hust*), auch da haben sie immer nur das und genau das reuevoll zugegeben, was ihnen auch wirklich nachgewiesen wurde, und den Rest entrüstet von sich gewiesen. Wäre mal interessant zu sehen, ob es dazu auch Quellen gibt *g*

          Allerdings muss ich zugeben, dass mich dein Einwand zum Nachdenken gebracht hat, weil ich das jetzt eher nicht als ein größeres Problem gesehen hätte… was wohl dafür spricht, dass „Öffentliches Lügen“ für mich nicht mehr zu den Sachen gehört, die mich an einem Politiker groß aufregen. Eigentlich erschreckend, wenn man daran schon so sehr gewöhnt ist.

          Was die Bild-Zeitung angeht, so hab ich mit der und ihrem Erfolg/Misserfolg im Spiel der „Meinungsmacher“ nicht so wirklich Erfahrung – womit ich aber reichlich Erfahrung anbieten kann, ist die „Kronen Zeitung“, die in Österreich
          ungefähr 40 Prozent der Bevölkerung erreicht (zum Vergleich, die Bild schafft es auf ungefähr 20, allerdings muss ich zugeben, dass hier die BamS und andere Ableger nicht eingerechnet sind). Und hier haben bei mir einige aktuellere Ereignisse (beispielsweise der Aufruf der Krone zu Anti-EU-Protesten, der nur eine eher kümmerliche Menge an Demonstranten gefolgt ist – trotz teils scharfer Anti-EU-Berichterstattung seit mehr als zehn Jahren) zu dem Eindruck geführt, dass nicht die Krone-Leser das glauben, was die Krone schreibt, sondern dass die Krone schreibt, was die Leser glauben und wollen, und bei dem Versuch, etwas anderes zu tun, auch schon mal gerne gegen die Wand fährt.

          Von da her macht mich die Meinung und Positionierung der Bild-Zeitung (in Analogie zu dem oben genannten Beispiel – ob man da wirklich so sehr Parallelen ziehen kann, ist natürlich fragwürdig) jetzt nicht in der Hinsicht nervös, dass die Unterstützung der Bild Guttenberg einen unglaublichen Popularitätsschub geben würde, sondern eher andersrum: Noch immer unterstützen genug Leute Guttenberg, was dazu führt, dass die Bild die Position an seiner Seite noch immer als lohnenswert ansieht. Und dass so viele Leute die Schwere seines Fehlverhaltens (denn auch für mich wäre ein Rücktritt hier eindeutig fällig) nicht anerkennen, das macht mir doch irgendwie Sorgen.

    • 1. Durch mögliche Fehler anderer Politiker werden Betrügereien nicht legitimiert.
      2. Auch ein sympathischer Betrüger bleibt ein Betrüger.
      3. Kein potentieller Drahtzieher hatte die Möglichkeit, Guttis Dissertation zu fälschen. Dieser Betrug ist und bleibt ihm allein anzurechnen.
      4. Die Fakten sind bekannt. Wer unfähig ist, sich anhand der bekannten Faktenlage eine Meinung zu bilden, kann sich dies nur selbst anlasten.
      5. Bitte mal ein paar Belege für Guttenbergs Großtaten als Verteidigungsminister. In diesem Zusammenhang Stichpunkt Kundusaffaire, Stichpunkt Gorch Fock, Stichpunkt Handelskriege sind notwendig.

      • Tut mir leid, ich habe gerade versehentlich deinen Beitrag plagiiert 🙂
        Na, offenbar sind Leute, die lesen und kreativ sind (Fanfiktion) nicht so doof wie der Rest der Bevölkerung.

      • Na ja, finde mal einen Minister ohne Dreck am Stecken. Verglichen mit Albert Speer und Rudolf Scharping ist Guttenberg ein Unschuldslamm

        • Hm, sind die beiden noch im Amt? Danke, nächster bitte.

        • Schmeiß alle mit Dreck raus! Dann sind keine mehr da? Neuwahlen! 😀

          • Ne, das glaub ich nicht. Besser wäre – schmeißt alle mit nachgewiesenem Dreck am Stecken raus. So zu pauschalisieren „eh alle doof“ schützt nämlich die, die wirklich fiese Sachen bringen und sich dann auch noch uneinsichtig zeigen.

  15. Um Seehofer an dieser Stelle zu zitieren, weil es mal wieder -für mich- genau dahingehört: „Dumm, wenn man sich erwischen lässt“.
    (Wer sich noch erinnert, dieser Kommentar „rutschte“ dem Parteikollegen vor den Kameras bezüglich der Dienstwagenaffäre raus- irre ich mich, oder war das nicht erst letztes Jahr?)

    In meinen Augen ist es schon bedenklich, wie viel die Politiker sich trauen KÖNNEN, ihren Wählern offenzulegen- ohne Konsequenzen offensichtlich fürchten zu müssen. Kein Wunder, Kohls „Aussitzen“-Mentalität trifft ja auch auf die Deutschen zu.
    In diesem Bezug sei beispielsweise an die hohe Anzahl an Nichtwählern in diesem Land erinnert (man sitzt aus und hofft, das werde sich schon richten- Politik ist ja eh frustrierend und daher unbedeutend, meckern steht uns eh viel besser).

    In diesem Sinne kann ich mich deinem Titel für den Blogeintrag nur anschließen, so wie vielen Kommentaren hierzu auch…

  16. da ich immer ziemlich emotional reagiere, hatte ich sofort eine stinkewut in mir. und jetzt platzt die blase. *sry* dieser aufgeplusterte karl-ar…, dem seine eltern, die lehrer und die uni alles hinten und vorne rein geblasen haben, bekommt es nicht hin, wenigstens seine dr.-arbeit selbst zu schreiben, OBWOHL er wahrscheinlich gar nicht mal nebenher arbeiten musste. vielleicht sollte man seine reguläre abschlussarbeit auch mal prüfen? wahrscheinlich müsste er dann auch auf seinen uni-abschluss verzichten.

    solch einen typen im amt zu behalten, bedeutet nicht nur, diesen betrug seitens der politiker als rechtens zu legitimieren, sondern auch, dass die politik hier in deutschland unter dem deckmantel der demokratie korrupt ist, das nimmt mich jedoch weniger mit, als es mir lieb ist, sind doch alle, die an der macht sind, korrupt, nur „karl-arsch“ steht jetzt eben als pars pro toto im rampenlicht.

    deutschland ist – von ferne betrachtet – ein panoptikum.

    die franzosen und die italiener würden wegen solcher dinge auf die straße gehen.

  17. Das Schlimmste ist aber doch, dass die Menschen anscheinend wirklich nicht kapieren, dass er sie nach Strich und Faden belogen hat! Nein, sie verteidigen ihn auch noch.
    Ich glaube, dass ihm das nicht viel anhaben kann. Solange (fast) das ganze Volk hinter ihm steht…

  18. Ein Jurist, der es mit Wahrheit und Eiden nicht so genau nimmt, passt doch perfekt in die Riege unserer Politiker. Wir erinnern uns doch an so manch andere Eide, die sich als blanke Lügen und Meineide herausstellten, oder an die Schwarzgeldaffäre des ehemaligen Bundeskanzlers Kohl, der sich auf sein vermeintliches „Ehrgefühl“ berief, als er sich weigerte die Namen derer, die seiner Partei das Schwarzgeld haben zukommen lassen, zu verraten?
    Das dumme Volk vergisst so etwas schnell, wenn dazu noch der Springerverlag die Meinung der Masse durch seine Schmierblätter in die richtige Richtung lenkt, was soll unseren lieben Volksvertretern da noch großartiges passieren? Es wird ausgesessen, es wird davon abgelenkt.
    Ich kann gar nicht so viel Fressen, wie ich kotzen möchte.

  19. Wer auch immer der Meinung ist, dass das Gutten’bergsche Plagiat nur ein Kavaliersdelikt ist, der sollte sich mal ganz kräftig mit den Spielregeln einer wissenschaftlichen Arbeit auseinandersetzen. Wenn ich mir überlege, dass ich bereits für simple Protokolle Selbstständigkeitserklärungen abliefern musste UND dass mir wegen einer fehlenden Quelle zu einer Formelzeichnung (!) bereits das „vortäuschen eigener Arbeitsleistungen“ vorgeworfen wurde (was btw. abgewiesen wurde, aber deutlich demonstriert wie sehr Prüfer hinter kopierten Texten / Bildern etc. her sind), dann frage ich mich allen Ernstes, welche Prüfer diese zusammengeklaute Doktorarbeit kontrolliert und bewertet haben soll.

    Es ist eine bodenlose Frechheit, wenn ich höre, dass der Mann gute Arbeit macht und nicht nach seinem (geklauten!) Doktortitel bewertet werden solle. Was bitte sagt es denn über einen Menschen aus, wenn er nicht einmal in der Lage ist sein Studium entsprechend abzuschließen? Selbstständig? Und wer sagt mir, dass dies das erste Mal gewesen ist, dass Herr von und zu seine Arbeiten von anderen hat erledigen lassen? Meines Wissens nach, kann ein solches Verhalten, zu jeder Zeit im Studium, mit der Exmatrikulation geahndet werden. Wenn ich richtig informiert bin, dann kann es zumindest in meinem Studiengang, zur Sperrung für alle Studiengänge, welche denselben Abschluss ermöglichen, landesweit führen. Wo ist denn da die Vergleichbarkeit?

    Und so jemand repräsentiert uns … das ist so peinlich, dass ich nicht wirklich weiß, ob man darüber weinen oder lachen sollte. Lachen sicherlich, weil es noch immer sehr, sehr viele Menschen gibt, die nicht glauben wollen, wie viel ein simpler Doktortitel bedeutet (mehr Gehalt, Ansehen, verdammt viel Arbeit und Durchhaltevermögen, bessere Jobaussichten …) und die keinen Gedanken darauf verwenden, welche charakterlichen Schwächen sich durch solch einen Betrug zeigen. Aber vielleicht steh‘ ich nur persönlich nicht auf Lügner oder Menschen, die sich auf den Lorbeeren anderer ausruhen, ist vielleicht auch eine altmodische Einstellung.

    Lg

    p.Ruka, die sich ein bisschen Luft machen musste … und hoffentlich keinem (zu fest) auf die Füße getreten ist.

  20. Ich würde mein Abi heute nicht besitzen hätte ich wie KTG gehandelt – die Facharbeit wäre als nichtig bewertet worden, der Betrugsversuch hätte eine Wiederholung wohl wirksam verhindert. Noch beschämender ist allerdings dass er nicht aus Fachbüchern geklaut hat, sondern Tageszeitungsartikel..

    • Nein, beschämend wäre es umgekehrt, aus Zeitungen kann man als Wissenschftler nicht klauen, weil sie nicht als wissenschaftlich gelten. Würde man es doch tun, würde einen der Prüfer auslachen, ohne die Arbeit überhaupt auf Plagiate zu prüfen, weil sie so abgrundtief schlecht wäre

      • wtf… er HAT aus Tageszeitungen abgeschrieben. Und nur weil es ne Zeitung ist fällt weder automatisch das Urheberrecht weg, noch ähnliches. Hätte er halt dazugeschrieben woher er den Absatz hat hätten ihn sofort alle ausgelacht.

        Mfg

        • Alle die Musik auf ihrer Festplatte haben, sollten beim Urheberrecht besser nicht mit dem Finger auf andere zeigen, denn dabei zeigen drei Finger auf einen selbst.

          Natürlich hat er aus Tageszeitungen abgeschrieben, ich zitiere im Studium auch dauernd aus Tageszeitungen, aber glaubst du, ich frage den Redakteur vom „Stürmer“ um Erlaubnis(kann ich nicht, denn der ist zurecht hingerichtet worden)? Bei dieser Doktorarbeit kann er aber die Tageszeitungen nur zitiert und nicht die Argumentation geklaut haben, denn hätte er das gemacht, hätte er auch keinen Doktortitel bekommen können, weil die schlechte Qualität der Arbeit eine Prüfung auf Plagiate einfach überflüssig gemacht hätte.

          • Könnte es sein, daß du den Unterschied zwischen Zitieren und Abschreiben nicht verstehst? In diesem Fall schlage ich die Lektüre des folgenden Wikipedia-Artikels vor: http://de.wikipedia.org/wiki/Zitat#Zitate_und_Urheberrecht

          • wikipedia ist unwissenschaftlich und sogar in der Schule oft unerwünscht, in einer Diskussion über die Glaubwürdigkeit einer Doktorarbeit darauf zu verweisen hat schon eine gewisse Ironie.

            Zitieren ist ein Abschreibvorgang, deshalb ist meine Wortwahl vollkommen korrekt.

          • Lieber Anonymus:

            noch einmal, Zeitungen wie die SZ und die FAZ kann man durchaus als qualifiziert betrachten – und erkläre bitte einem Historiker, warum die „Historische Zeitschrift“ nicht wissenschaftlich sein soll, ohne ihn zum lachen zu bringen.

            Zu Wikipedia:
            Nein. Ich zitiere nicht aus Wiki, wenn ich Hausarbeiten schreibe.
            Aber ich finde den Appendix der Artikel immer sehr hilfreich, wenn ich eigene Lektüresuche betreibe.
            An selbigem Appendik kann man den Wert eines Artikels ungefähr einschätzen.
            bitte vorher Einzelfälle für sich prüfen und bewerten, statt über einen Kamm zu scheren.

            Das gilt für Wiki, für Zeitungen und für Gutti.

          • Lieber SiberianChan, ich bin Geschichtsstudent und müsste dich dafür auslachen, dass du die HZ mit der FAZ und der SZ in einen Topf wirfst. Hast du schon mal eine „Ausgabe“ der HZ in der Hand gehabt oder gar gelesen? Dann würdest du verstehen, warum die FAZ und SZ, auch wenn sie noch so kluge Sachen schreiben, keine wissenschaftliche Literatur sind. Wissenschaftlich sind sie nur als Quelle interessant, ÜBER die man schreibt

  21. Dass bei Guttenberg nicht mehr alles ganz Gutti ist, wusste ich eigentlich schon immer. Aber hey, der Mann ist ja auch Jurist, einer von denen,die es als logisch ansehen, Wirtschaftsverbrechern, die angenommen 100 Millionen stehen, mit einer Geldstrafe von 10 Millionen zu belegen…. Aber ich schweife ab, denn eigentlich ist es nichts Neues, dass wir ein Volk von Vollidioten sind, denn der Großteil findet bestimmt auch unseren inhaltslosen Sprechblasenautomanten, Merkel, toll. Zugestehen muss ich, dass mich Guttenbergs Dreistigkeit doch überrascht hat und alle, die das für Aufbauschen des Unbedeutenden halten, sollte man vielleicht mal mit einer schweren Krankheit zu einem Doktor schicken, der seinen Titel auch nur im Lotto gewonnen hat… Dass die Politker von CDU/CSU zu ihm halten, überrascht mich hingegen wenig. Betrügerpack hält doch zusammen.

    Mfg

  22. Wenn ich mir den hier überwiegenden Tenor der Meinungen ansehe, dann frage ich mich schon, wie BILD.de auf 55% Unterstützung für KTG kommt, Tagesschau.de sogar auf 75% Unterstützung.,.
    Und wie ausgerechnet in den Kommentaren meines letzten Blogeintrags ein Benutzer einen Link hinterlassen konnte, der zu einer KTG-Unterstützungsseite führt, bei derem Text das Gefühl zu Kotzen noch nicht ausreicht.

    Also, hier auf FF.de ist die überwältigende Mehrheit der Kommentatoren maßlos enttäuscht, wenn nicht persönlich beleidigt. Ich finde das GUTT!

    • Da stellt sich mir persönlich die Frage, welche Menschen wurden bei diesen Umfragen herangezogen?
      Ich fände es nicht unvorstellbar, dass dabei bewusst Leute mit der Entsprechenden Meinung aufgesucht wurden, denn die Menschen in meinem Umfeld, mich eingeschlossen, würden ausnahmslos Guttenberg auch nicht zu einem der „beliebtesten“ Politiker bestimmen.

      Ein Politiker, der beliebt werden möchte sollte erstmal was erreichen. Oh Pardon, ich meine natürlich, aus eigenen Kräften erreichen!

      • Da fällt mir ein Running Gag aus dem Roman „Cordelias Ehre“ von Louis McMasters Bujold ein.
        Der Präsident der Kolonie Beta: Immer, wenn er erwähnt, oder wenn sich auf ihn bezogen wurde, sagte irgendein Betaner: „Und ich habe ihn nicht mal gewählt.“
        Irgendwie scheint mir die Situation ähnlich. ^^

        • 🙂 stimmt, wenn man es einmal schön verbockt hat, fanden einen schon immer eigentlich alle bescheiden.

  23. Diese Umfragewerte für Guttenberg kommen mir komisch vor, der hat ja auch als Minister schon genug Dreck am Stecken. Ich sage nur: Kundus-Affäre (Herr Jung wurde gegangen) und alle schwärmen davon wie ehrlich er doch ist und wie hart er durchgreift. Und verkorkste Bundeswehr-Reform und Gorch-Fock-Affäre und Schikanieren von Rekruten bei den Gebirgsjägern und mysteriöse (Selbst-)Morde in Afghanistan und verschwundene Feldpostbriefe usw.
    Dafür gibts eigentlich nur zwei Erklärungen: Entweder ist die Mehrheit aller Deutschen schon total verblödet oder die Ergebnisse sind manipuliert. Wenn man diese Umfrage in einer Universitätsstadt durchgeführt hätte, wären da aber garantiert andere Antworten rausgekommen.

    Ich frage mich auch, wie dumm jemand sein muss, derart ungeschickt zu betrügen. Und jede Prüfungskommission hätte das merken müssen! ( Mir hat meine ehemalige Chemielehrerin erzählt, dass vor ein paar Jahren während einer Oberstufenklausur – also KEINE abiturrelevante Prüfung! – ein Schüler auf die Toilette ging und dort zufällig ein angehender Abiturient mit LK Chemie war, den hat er dann ausgefragt. Das ganze wurde bemerkt, weil die Antworten über dem Wissensstand einer 11. Klasse lagen. Und was ist dann passiert? Der Betrüger bekam null Punkte, der Abiturient einen Tadel wegen „Beihilfe zum Täuschungsversuch“ Und das war im Grunde ne Bagatelle.)

    Im übrigen: „Ein ehrlicher Bösewicht ist mir lieber als ein heuchlerischer Biedermann“ (Paraphrase eines Zitats aus Shakespeare, „Viel Lärm um Nichts“)

  24. Was mir zu den letzten Blogs noch einfällt: Eine US-amerikanische Austauschschülerin in meiner Stadt wurde von der Lokalzeitung gefragt, was ihr nach einem halben Jahr am meisten an den Deutschen aufgefallen war. Antwort: „Die Leute hier reden alle dauernd über Politik, sogar auf dem Schulhof und im Café.“ Da ist wohl was dran…

  25. Ich bin zwar der Meinung, dass da wirklich was geklärt werden muss, immerhin handelt es sich um kopie und das ist wirklich sch**** Aber ich bin auch der Meinung, dass KTG ein guter Politiker ist und da kann jeder sagen was er will. Ich denke auch, dass das vielen Politikern gerade recht kommt, denn es gibt ja schon viele Versuche sein Image kaputt zu machen (Wie gesagt, mit der Dr.-Arbeit ist er selber schuld. Daran gibt es nichts zu rütteln. Was ich echt schlimm finde). Aber besonders die lieben Herren der Regierung, sollten mal sich selbst fragen was sie schon alles gemogelt und geschummelt haben. Im übrigen meine liebe Regierung Deutschland, gibt es nichts wichtigers? Krieg? Tote Soldaten, hohe Arbeitslosenzahlen? Gruß

    • Mich würde jetzt wirklich mal interessieren, warum Du KTG für einen guten Politiker hältst. An welchen Faktoren misst Du das?

  26. Kennen Sie das auch?

    Eigenständiges, kreatives Denken beim Erstellen von Haus-, Bachelor- oder gar Doktorarbeiten wird zur endgültigen Zerreißprobe für die grauen Zellen. Das muss nicht sein! Dank „Copy and Paste“ werden auch Sie zum Gewinner! Ja, Sie haben richtig gehört, Sie haben uns GUTTI gehört! Uniabschluss? Akademischer Titel? Nichts leichter als das! Einfach eine GUTTI dosierte Menge anwenden und schon werden Ihre kühnsten Träume wahr! „Copy and Paste“ vertreibt alle noch so kleinen Ideenteufel zuverlässig und schnell. Schluss mit dem lästigen Strukturieren und Erstellen eigener Textpassagen! Verwenden Sie ab heute nur noch „Copy and Paste“! Ja, „Copy and Paste“, die Paste, die es in sich hat!

    Vor Gebrauch GUTTI die Hand schütteln!

    (Ich komme mir vor wie ein Redakteur der „Titanic“ o.O‘)

    Spaß beiseite.
    Es ist in der Tat eine ernste Angelegenheit. Da soll uns noch einer sagen, Politiker oder Pressefritzen seien hierzulande seriös oder glaubwürdig. Dass dem nicht so ist, weiß ein einigermaßen rational begabter Mensch ab einem gewissen Alter, aber es enttäuscht mich immer und immer wieder, ganz ehrlich. Doch wundern tut es mich nicht wirklich. Schade auch, dass es fast immer diejenigen sind, von denen man vorher dachte, es seien die sympathischen Hoffnungsträger, aber auch die können allesamt Betrüger sein. Herr von und zu Guttenberg fehlten wahrscheinlich nicht die nötigen Mittel oder die nötige Intelligenz zum Erstellen dieser Arbeit, sondern der nötige Fleiß und die Einsicht, dass man mit einem solchen Akt nicht ungesühnt davon kommen kann.

    Ein glatter Selbstbetrug mit Fettnäpfcheneffekt. Viel mehr kann man dazu eigentlich nicht mehr sagen,
    das haben schon andere vor mir zu Genüge getan.

    lg Rafael

  27. ,,, und das in einem Land, wo Leute ihren Job verlieren, wenn sie Brötchen vom Vortagsbuffet mitnehmen oder ein paar fremde Pfandbons einlösen. In einem Land, wo Gerichte aus solchen Lappalien allen Ernstes einen „nicht unerheblichen“ Vertrauensschaden konstruieren, der solche Kündigungen vielleicht sogar rechtfertigt, Weils ja ums Prinzip geht, nicht?!
    Jemand, der mit einem gefakten Uni-Abschluss einen Arbeitsvertrag ergattert und erwischt wird, kriegt ein Riesen- Betrugs -Verfahren an den Hals. Und einen Eintrag ins Führungszeugnis. Damit kann man sich eingraben, jobtechnisch.
    Aber bei KTG, da macht das alles nix, gelle? Nun nennt er sich halt nicht mehr „Dr.jur.“ und gut ist. Die Kandisbunzlerin…äh, das Bundesmerkel… na, die halt… hält ja alle Hände über ihn.
    Klar wirkt es sich letzlich nicht auf seine Arbeit aus, ob er dabei nun nen akademischen Titel führt oder nicht.
    Aber bezeichnend ist doch, wie er mit der Misere umgeht. Dass er gemogelt hat…na gut. Ist menschlich. Den Versuch wars wert. Fakt ist, wenn man erwischt wird, muss man den A…. zusammenkneifen und dazu stehen. Nicht rumlabern, nicht rumseiern, nicht sich winden und was von Fehlern faseln, sondern klare Ansagen machen.
    „Ich habe meine Doktorarbeit nichts selbst geschrieben. Sowas ist falsch, ich bedaure, dass ich das Vetrauen vieler Menschen enttäuscht habe und werde mich zukünftig bemühen, es zurückzugewinnen.“ Punkt.
    Jetzt verliert er sein Gesicht komplett, mit diesem Gewurschtel, und davon erholt man sich nicht.

    Was wohl unsere Freunde in aller Welt dazu sagen? Wo Verteidigung und Krieg und Frieden doch Vertrauenssache sind, nicht?
    Einmal mehr stellt die Deutsche Regierung sich ein Armutszeugnis aus. War sicher nicht das letzte Mal.

  28. auf mich wirkt es einfach so, dass KTG schnell ganz nach oben wollte- und dabei gepfuscht hat.
    wer fehler macht, sollte sie auch eingestehen können, und so was geht einfach gar nicht.
    wenn er es mit seiner doktorarbeit nicht so ernst genommen hat, wer sagt mir,
    dass er nicht auch wo anders mist gebaut hat? wir haben schon genug pfeifen die glauben,
    sie könnten sich alles leisten („wir sind hier in deutschland und sprechen hier deutsch“ *hust*),
    er sollte zurücktreten. schade drum, aber meine sympathie hat (doch enge) grenzen und so eine dreiste lüge geht mmn gar nicht.

  29. Haha, so ein Terror um nichts^^
    Mir ist das Ganze herzlich egal. Wer hat nicht auch schonmal geschummelt?
    Kümmert doch auch keinen, dass ich in Arbeit xY oder Prüfung Z was gemacht habe.
    Und wenn die Leute die sein Werk korrigieren, es nicht merken, hat er eben Glück.

    Wenn ich mir allerdings anschaue, was er da vorgelegt hat, ist schon gruslig..
    Selbst mit Quellenangabe wären wir damit damals durchgefallen.
    Unsere Lehrer und Doktoren wollten immer nur alles in eigenen Worten.
    Die eine Dame druckte sogar mal eine ganze Seite von dem Originaltext aus dem Internet aus,
    schrieb die Quelle darunter und darunter kam dann eine schöne 6 auf die Hausarbeit 😀
    Das war noch Gerechtigkeit~

    Übigens geht mir aus dem Text nicht hervor, wie man auf den Titel „Ein Volk von Idioten“ kommen kann.
    Damit fühle ich mich persönlich dann doch angegriffen, immerhin lässt der letzte Satz
    „Und was sagt wohl das sture Festhalten an einem solchen Politiker und Minister über Deutschland und seine Regierung aus?“
    auch darauf schließen. Man hätte es auch sachlicher formulieren und nicht auf alle beziehen können, ehrlich…

    • Zugegeben, in deinem speziellen Fall wäre die Bezeichnung „Ein Volk von Schummlern und Betrügern“ vielleicht besser gewählt gewesen. Aber so weit möchte ich die Verallgemeinerung dann doch nicht treiben. Ich ziehe es allemal vor, zu glauben, daß die Mehrheit Betrug nicht als harmloses Kavaliersdelikt auffaßt, welches den Betrüger vielleicht sogar noch interessanter und charismatischer erscheinen läßt.

      • Ich habe nicht gesagt, dass ich ein Schummler und Betrüger bin, das war ein Beispiel 😀
        Und als Kavaliersdelikt hab ich es auch nicht bezeichnet. Ich sagte, dass er Glück hatte, wenn es bis dato eben keiner bemerkt hat. Natürlich im Nachhinein schon lustig zu sehen, dass sogar bei Doktorarbeiten geschummelt wird. Und wenn er es jetzt zurück zieht, muss ja was gewesen sein…

        Trotzdem bin ich immer noch der Ansicht, das fast jeder Mensch schonmal irgendwo geschummelt hat.

        Ich persönlich finde es sogar ganz faszinierend, wenn Betrüger erwischt werden. Das ist eine Genugtuung für jeden, der sonst ehrlich gearbeitet hat, zumindest denke ich, dass ich da vielen aus der Seele spreche.

        Trotzdem finde ich, dass das ganze zu hoch gepuscht wird. Er hat betrogen, ja. Er wills zurücknehmen lassen und fertig. Dann sollen sie ihm das wegnehmen. Ich denke seine Kompetenzen (oder auch nicht) müssen doch nicht an so einem bescheuerten Titel festgemacht werden.

        Die Leute sollten mal wieder über was anderes reden, es nervt das überall in den Nachrichten und im Netz lesen und hören zu müssen.
        Dabei wird mir mal wieder bewusst, dass nur noch schlimme Nachrichten zu hören sind- wann gibt es mal noch gute?
        In dem Sinne euch allen einen schönen Tag 😉

        • Es geht nicht um den bekloppten Titel. Es geht um das gebrochene Ehrenwort, um offenkundige und wiederholte Lügen, um Betrug. Es geht um die Vorbildfunktion, die man von einem Minister erwarten können muß. Für dich mögen dies alles Bagatellen sein, für mich sind sie es nicht.

          • Es scheint irgendwie um alles gleichzeitig zu gehen: Kerner, Gorch Fock, Ehrenwort, Haargel, Adelstitel, die korrupte Politikerelite, die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft, Kundus und dass die da oben es mal so richtig verdient haben. Alles eine einzige kriminelle Soße, fragt sich nur, ob man die alle direkt standrechtlich erschießen oder doch nur ins Arbeitslager stecken soll^^

  30. Wir haben darüber auch schon gestern in der Schule geredet. Ich teile die Meinung der Meisten aus meiner Klasse: Es ist einfach nicht ok, das (hier geistige) Eigentum anderer zu klauen. In eine Doktor-Arbeit investiert man NORMALERWEISE ziemlich viel Mühe und Arbeit. Warum sollte er das nicht tun? Es ist absolut unfair, wenn man die Gedanken anderer klaut, sie als seine ausgibt, vielleicht sogar nebenher noch einen Ghostwriter anheuert und dann mit „summa cum laude“ abschließt. Diese Universität hätte das besser überprüfen müssen.
    Im Fernsehen hab ich ma gesehen, dass die das anscheinend sehr genau untersuchen und auch alles streng bewertet wird. Aha.
    Das allein ist ja schon schlimm genug, aber dann stellt man sich doch die Frage: Wenn er da schon so einen Sch*** macht, auf gut Deutsch gesagt, was ist dann erst bei anderen Dingen?
    Von mir aus muss er nicht abtreten, der Dr.-Titel hat ja nichts mit seinen politischen Qualitäten zu tun, aber einfach so verkünden, dass man sich ab jetzt halt nicht mehr „Dr. jur. nennt. Toll! Damit ist die Sache gegessen! Na und? „Gefälschter“ Doktortitel, kann doch jedem mal passieren. Nicht weiter ungewöhnlich.
    Also, irgendeine Strafe muss schon sein.

    Ach ja, wo wir beim Thema sind: Ich find den Typ außer diesen Dingen nicht weiter schlimm, gewählt hätt´ ich ihn trotzdem nicht. Ganz ehrlich, wer denkt denn von ihm als Vertrauensträger? Helge schrieb ja oben, die Leute meinten das, aber bei uns (und ich wohne in der Nähe von München) denkt ehrlich keiner so.
    Meine Lehrerin meinte außerdem: „Der wird ja immer als besonders attraktiv und männlich dargestellt. Findet ihr das? Ich überhaupt nicht“. Und alle konnten ihr nur zustimmen.

    Pffh, insgesamt niederschmetternde Bilanz.
    Aber ich bin ja mit praktisch der ganzen Regierung nicht einverstanden, also echt.
    Ich bin dann doch eher grün orientiert, schließlich muss ich später auf diesem Planeten leben, während alle jetzigen großen Politiker schon selig vor sich hin schlummern.

    Aber gut, anderes Thema. 😉

    LG,
    Aha

  31. P.S.: Natürlich finde ich schummeln allgemein nicht besonders schlimm, wer hat nicht schon mal in der Schule bei einer Probe geschummelt? Aber doch nicht bei so was wichtigem. Oh Mann, ein bisschen spicken ist ok, das aber nicht.

  32. Na ja ich finde auch nicht gut was er gemacht hat, aber mir fällt auch niemand ein den ich sonst gern in seinem Amt sehen würde

    • Der nächste, der dann kommt, wird diesen Job bestimmt auch ganz gut erledigen. Deutschland geht nicht unter, nur weil Guttenberg nicht mehr Verteidigungsminister ist.

      • Ich finde Anonym von 16:11 hat schon recht, wen willst du denn im Amt?

        • Du möchtest damit behaupten, daß Gutti solange ein „gutter“ Verteidigungsminister ist, wie man keinen besseren finden kann? Interessante Argumentation. Ich bezweifle allerdings, daß der Posten im Falle eines Rücktritts von Guttenberg lange unbesetzt bleiben würde. Und solange der neue Inhaber des Postens dann nicht (offensichtlich und nachweislich) lügt und betrügt und ein Quentchen weniger Unfug produziert, würde ich ihn oder sie kompromisslos dem jetzigen vorziehen. Denke, das sind relativ leicht erfüllbare Anforderungen.

          • Nein, will er nicht, hör auf, Leuten was in den Mund zu legen, das ist schlechter Stil!
            Ohne jetzt hier irgendwie Gutti in Schutz nehmen zu wollen, der Einwand ist berechtigt. Er ist an den niedrigen Maßstäben, die für Deutsche gelten, gemessen, noch halbwegs erträglich, das muss ich als Antideutscher Kommunist einfach mal konstatieren.
            Natürlich macht ihn das Unvermögen der Alternativbesetzungen für den Posten und die Verbrechen seiner Vorgänger, absolut nicht besser, aber es ist nun tatsächlich so, dass die Gutti-Basher nicht so recht zu wissen scheinen, wen sie denn auf dem Posten haben wollen, wenn der Freiherr erstmal verjagt ist.

            Lustig übrigens, wie die allerdeutschesten Deutschen, Sarrazin, Mixa und Gutti, so vom deutschen Volkszorn getroffen werden, hätten das eure Opas so gemacht, wäre alles in Butter.

        • Ich denke nicht, dass in der CDU oder CSU nur Guttenberg in der Lage ist, das Amt des Verteidigungsministers auszufüllen. Das wäre ja ein Armutszeugnis für das restliche Personal dieser Parteien.

    • Wie wärs mit einem Verteidigungsminister, der das Grundgesetz achtet und die Bundeswehr als Verteidigungsarmee etabliert?

  33. Ich will jetzt wirklich nicht selbstegerecht klingen, aber ich hab schon vor… keine Ahnung, lange… gesagt „der Guttenberg ist ein Blender“, das es dann in diesem Ausmaß zutrifft, hätte ich dann doch nicht gedacht, aber hey, Blender ist Blender.
    Ich kann Menschen nicht verstehen, die da einfach drüber hinweg gehen können, und sagen „aber er ist doch so ein Netter…“ uns so weiter und so fort, denn Politiker sind unsere Repräsentanten, sie sind die, die unsere Interessen vertreten, nach innen, aber auch ins Ausland, und mal ehrlich, wollen wir wirklich von einem Betrüger/Lügner/Heuchler/Oberblender repräsentiert werden, wir sind hier doch nicht in Italien!
    Ich mach mir hier keine Illusionen, die meisten Politiker da oben in der Führungsriege sind ziemliche Arschlöcher und/oder haben an einem gewissen Punkt Dreck am Stecken, aber das heißt ja noch lange nicht, dass man über das Fehlverhalten eines Einzelnen einfach so hinweggehen kann, nur weil alle Steuern hinterziehen, heißt das noch lange nicht, dass dir das Finanzamt, wenn es dich erwischt, nicht kräftig in den Hintern treten kann!
    Die zweite Sache, bei der mir fast die Schädeldecke hochgeht, ist, dass auf einmal alle davon reden, wie unglaublich kompetent er doch ist…
    Halloooo? Jemand da? Ab und zu mal die Zeitung gelesen? War da nicht irgendwie jeden zweiten Tag von irgendeinem Skandal aus dem Verteidigungsministerium zu lesen? Okay, neben Brüderle & Co sah KTG vermutlich wirklich etwas kompetenter aus, aber ernsthaft, gibt es tatsächlich Leute, die glauben, dass diesen Job nicht jeder zweite Feld-, Wald- und Wiesenpolitiker genauso gut machen könnte? Hat nicht die Plagiatsdiskussion erst von einer beginnenden Inkompetenzdiskussion abgelenkt, oder steh ich da irgendwie auf der Leitung?!
    Also ich denke nicht, dass er da noch lebend rauskommt, es haben schon geringere Dinge politische Karrieren zunichte gemacht… und ich bin ehrlich froh, wenn mich seine geschniegelte Fratze nicht mehr von jeder Titelseite blöd angrinst.

  34. Schöner Beitrag, beschreibt genau den Frust, der bei einem halbwegs intelligenten Menschen aufkommt, wenn er sich Guttenbergs breites Grinsen im Fernsehen antun muss.

    Ich finde es übrigens weniger erschreckend, dass es immer noch Leute gibt, die zu ihm halten. Ich finde es erschreckend, wenn ich selbst HIER noch Anhänger von ihm finde. Dass die Leute diesen Mann für irgendwie charismatisch halten, okay, mag sein (ich mach da ja einen Unterschied zwischen Charisma und Dauergrinsen), aber dass es selbst hier noch Leute gibt, die den Betrugsversuch herunterspielen (bzw. Betrug), ist mir unverständlich. Bei euch wäre aber das Geschrei groß, wenn man eure Fanfictions auch einfach so abschreiben würde, oder nicht? Oder ist das ja auch nur ein Kavaliersdelikt?
    Ich erinnere mich dabei zugern an ein Axolotl-Roadkill. Da waren sich so gut wie alle einig, dass man die Autorin lynchen sollte. Und die hatte gerade mal wenige Passagen abgeschrieben. Und sich später mit dem Originalautor geeinigt.
    Aber über zu Guttenberg sollen wir jetzt alle schützend die Hände halten? War ja nichts, bloß eine Doktorarbeit? Passiert jedem mal, haben wir doch alle in der Schule so gemacht? Haha? Soll er halt den Doktortitel ablegen und gut is? Und dabei ist sein Eingeständnis immer noch so lapidar ausgefallen. Und dabei hat er wahrscheinlich auch noch auf Kosten des Steuerzahles abgeschrieben. Und dabei tat er die Vorwürfe am Anfang als „abstrus“ ab. Arroganter geht’s doch nun wirklich nicht mehr, das hat nichts mit Charisma zu tun. Und dann diese Verschwörungstheorien hier, dass ihn unbedingt jemand absetzen will. Selbst wenn, hätte er nicht betrogen, hätte er die Kacke jetzt nicht am Dampfen. Die Messlatte hat er übrigens selbst so hoch angelegt, vor allem an seine Kollegen. Hatte ja nicht damit rechnen können, dass das irgendwann auf ihn zurückfällt.
    Ich versteh euch nicht, Leute, ehrlich.

    • Ganz genau das. Bei einem schnöden Buch, einer Fanfiktion oder einem Blogeintrag schreien sie alle – wenn jemand Charakterideen für Fanfiktion benutzt oder die Welt übernimmt, dann stehen Anwälte parat, um das zu verhindern … aber so eine Doktorarbeit hat doch keinen gesellschaftlichen Nutzen, die macht nämlich keinen Spaß, die ist nix für unsere hohle Belustigungsbevölkerung: Da darf man doch wohl mal die Hälfte kopieren. Ist doch sowieso langweilig.

      • Mittlerweile handelt es sich um 72,77%
        Darf man da überhaupt noch seinen Namen drunter schreiben??

        • Vielleicht als Sammebgeriff für alle anderen Autoren, die tatsächlich geschrieben haben – als Herausgeber einer Anthologie möchte man meinen.

  35. Die meisten hier kenne diese Seite vielleicht, doch ich finde es wirklich interessant wie dieser Anteil an COPY&PASTE stündlich um mehrere % steigt.

    http://www.evangelisch.de/themen/medien/auf-der-jagd-nach-dem-guttenbergschen-plagiat34795

    Bei diesen Anteilen an Kopierten Anteilen, kann mir niemand mehr erzählen, ihm wäre dieses „Missgeschick“ nicht aufgefallen.
    Er hat keinen Fehler in seiner Doktorarbeit gemacht, er hat einen Fehler gemacht, als er sie abgegeben hat und als „seine“ Arbeit bezeichnet hat.

    „Täuschungsversuch! Setzen 6!“

    Wenn es entdeckt wurde, weil ihn jemand in die Pfanne hauen wollte, ist mir das ehrlich gesgat ziemlich schnuppe. Tatsache ist, dass er diesen Mist verzapft hat und niemand anders und ein ach so charismatisches Grinsen, macht einen Betrüger in meinen Augen auch nicht besser, solange er nicht ernsthaft zu seinem Fehler stehen kann.

    Was dieses gebilligte Verhalten unseres Verteidigungsministers über unsere Regierung aussagt?
    Wohl das wir von der ungehobelsteten Inkompetenz regiert werden, die in Deutschland aufzutreiben war.

  36. „Guttenberg lässt antworten“ (*)

    „SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier betonte, kein anderer Politiker habe so oft von Ehre und Anstand gesprochen wie Guttenberg.“ (*)

    Feige und heuchlerisch. Nein, ich komme jetzt nicht mit Begriffen wie „Vorbildfunktion“ das wäre lächerlich, denn das erwartet doch niemand mehr von unseren Volksvertretern, oder?

    (*) http://www.tagesschau.de/inland/guttenberg688.html

    • Na ist doch logisch, wenn er die Arbeit schon nicht selber schreibt, warum sollte er dann selber auf die Fragen antworten…?
      Da bleibt wohl jemand seiner Linie treu

  37. Hallo @ all!

    Das Gutenberg betrogen hat ist menschlich. Nur leider ist Gutenberg kein Normalbürger!

    Wie er öffentlich damit umgegangen ist, dass er aufgeflogen ist, ist für mich das eigentlich Problem.
    Erst war da nichts und jetzt, naja der Rest ist Geschichte…

    Und was macht das liebe Deutsche Volk… es glaubt weiter an Smarten Politiker.
    Ich halte mich mal an die Überschrift „“Ein Volk von Idioten“ oder „Betrüger erwünscht“ von Helge
    … ich geh mal wieder Fernsehen. Meine geliebte Gerichtshow fängt an, oder die Talkshow, oder die ganzen Seifenopern,( da würde sich der Guttenberg wirklich gut machen!)

    Obwohl ich hätte da mal eine Verschwörungstherorie warum Guttenberg noch so beliebt ist.
    Die ganzen (teilweise Ex-) Diktatoren in Ägypten, Libyens und co. waren ja auch so beliebt. Zumindest in ihren eigenen Nachrichten, die sie selbst geschrieben haben. Vielleicht hat Guttenberg den gleichen PR-Berater…

  38. äh… prüfen die typen in der uni das i-wie nich nach oder so????
    das is echt gravierend was da übernommen wurde oO“
    das tut echt schon weh…

    • Eigentlich ist die Uni oder Hochschule verpflichtet das alles nachzuprüfen, BEVOR der Titel vergeben wird.
      Und nun hat sie den Salat… Der gute (vielleicht sogar internationale) Ruf sinkt drastich!
      Gerade im „Internetzeitalter“ ist es nämlich kein Problem, einfach einige Zeilen von zufällig gewählten Seiten zu nehen und einfach ma bei Google einzugeben. Dann hätten sie bestimmt gleich den Schwindel bemerkt.

      • Nein, denn wissenschaftliche Arbeiten sind viel zu wertvoll, um sie frei verfügbar ins Netz zu stellen. Um den Heavy Shit zu klauen, muss man immer noch in Bibliotheken gehen und um den Schwindel nachzuweisen, braucht es eine extra Software, die digitalisierte Kataloge von wissenschaftlichen Arbeiten durchforstet. Die Zeitungsartikel, die man in der Tat googeln kann, sind kein Grund, Guttenberg den Titel abzuerkennen, denn die sind für den wissenschaftlichen Wert der Arbeit nicht weiter von Bedeutung, wofür er ihn verlieren wird, wenn es eindeutig bewiesen werden kann, ist das Klauen aus wissenschaftlichen Aufsätzen (und damit sind keine Abitur-Facharbeiten gemeint, sondern Texte, bei denen pro fünf Textseiten eine Seite Querverweise auf andere Autoren dazugehören)

  39. Am schlimsten fand ich die Aussage: „Bis der Vorfall geklärt ist, hat sich Gutenberg bereit erklärt, auf seinen Doktortitel zu verzichten“ (von Sinnher war das so, aber mir fällt die genaue Formulierung nicht mehr ein)

    Jeder normale und nciht so bekannter Bürger bekommt den Titel einfach so entzogen, ob er will oder nicht und dazu noch eine ANZEIGE wegen Betrug und Diebstahl von geistigen Eigentum!
    Studenten verlieren, wenn sie sowas machen, in einer ihrer Arbeiten, sofort den Studienplatz. Bei Studenten auf Lehramt werden sie sogar Lebenslang gesperrt!
    Wenn nicht noch andere… aber nein ER muss nur auf seinen Titel verzichten und konsequenzen wird das wohl auch nicht haben, außer das er wohl ohne Titel leben muss.
    Am Ende darf er ihn noch trotz seines Betruges behalten, weil er ja ncihts dafür konnte…

  40. Okay.. er hat sich selbst in die Pfanne gehaun, als er es abstreiten wollte, dass er betrogen hat. Und ja, es ist schlimm.
    Aber hallo? Hat Deutschland nicht andere Probleme, als sich auf EINE Doktorarbeit zu konzentrieren?!
    Außerdem macht der Typ seinen Job wirklich gut! Da kann man nicht meckern!
    Man nehme das Beispiel Libyen.. was DA grad abgeht, da ist das was Herr zu Guttenberg gemacht hat tendentiell…NULL.
    Ich wär echt mal gespannt, was abgehen würde, wenn man die Opposition unter die Lupe nehmen würde…
    Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.

  41. Nun was sich Herr Gutenberg geleistet hat ist wirklich unter aller Kanone alledrings finde ich das er trotzdem gute Politik machen kann, denn ich kenne niemanden der noch nie geschummelt hat und sei es auch nur bei einem Vokabeltest. Sicherlich ist das bei einer Dr. Arbeit wesentlich schlimmer aber das Prinzip ist das selbe. Die Konsequenz die aus diesem Verhalten zu schließen ist ,wird sein das herr Guttenberg seinen Dr. Titel abgibtt und sich sicherlich dem Druck der Medien stellen muss, ich bin jedoch dafür das er im Amt bleibt.

    • Ob ich nur einen oder tausende Menschen vorsätzlich töte ist im Prinzip auch dasselbe…

      Ich wär für einen gepflegten Volksaufstand gegen unser oligarches Regime.

      • Volksaufstand gegen uns selbst? solange es „unser“ regime ist, würde ich nicht dagegen aufbegehren, sondern es bis aufs Blut verteidigen!

        • *das Regime was uns regiert

          für 520k CDU-Mitgliedern gibt es nur 1k Delegierte, die den Vorstand wählen. Kein Wunder, dass da viele unfähige Menschen an die Macht kommen.

  42. Und jetzt heben mal alle die Hand, die NOCH NIE IN IHREM LEBEN die Steuer beschissen haben, abgeschrieben haben, ihre Hausaufgaben/Hausarbeiten aus WIkipedia-Versatzstücken zusammengestückelt haben, falschgeparkt haben oder sonst irgendwie irgendwen beschissen haben. Ja, richtig, wer unschuldigt ist, der werfe den ersten Stein.

    Dieses Land (und dieses Verteidigungsministerium) haben andere Probleme, als diese alberne Debatte. Es sind wieder drei Soldaten in Afghanistan gestorben, es gab einen großen Anschlag im Kunduz, niemand weiß, ob nicht vielleicht Libyen das nächste Land ist, in das einmarschiert wird, die Bundeswehr steht vielleicht vor der größten Umwälzung seit ihrer Gründung… und die Leute regen sich über eine verschissene Doktorarbeit auf?

    Meine Fresse, der ganze Wissenschaftsbetrieb ist eine Hölle von Scheinheiligen. Professoren setzen nur noch ihren Namen auf Publikationen, die von Hiwis und Doktoranden geschrieben wurden (die sich noch großartig bedanken müssen dafür, dass ihre Namen da in Schriftgröße 6 irgendwo erscheinen), die Lehre in Deutschland ist ein Witz, von der Universitätenfinazierung ganz zu schweigen… ehrlich Freunde, es gibt wichtigeres als so ne blöde Doktorarbeit.

    Im Übrigen: wäre es bei Westerwelle passiert, hätten alle mit den Schultern gezuckt und gesagt „Ja, UND? Haben wir uns schon denken können.“ und wäre es bei Frau Leutheusser-Schnarrenberger passiert, wüsste niemand, wer das überhaupt ist (100 Punkte für den, der es ohne Wikipedia weiß ode wenigstens seine Quelle nennt, wenn er erstmal nachsehen muss). Kommt mal alle wieder runter von eurem hohen Ross der Selbstgefälligkeit.

    • Oh ja. Vollkommen richtig. Diese ganze Debatte ist einfach nur peinlich. Die Opposition verhält sich wie ein Kindergarten…obwohl Kinder glaube ich eher vernünftiger wären, als die. Und dann auch noch Rücktritt fordern, ich glaub es hakt..

    • die Sache ist die: KTG soll uns repräsentieren und soll sich im weitesten Sinne um UNSERE Sicherheit kümmern, und wenn ich genau weiß, dass der Mann, der sich um die Sicherheit von mir, meiner Familie, meinen Freunden und ganz Deutschland kümmert, ein Betrüger ist, der schamlos lügt, dann ist mein Vertrauen in ihn futsch, ergo fühle ich mich nicht mehr sicher… stark vereinfacht ausgedrückt
      Und warum sollte sich die Bundeswehr, einer Einrichtung in der Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit übrlebenswichtig ist, von einem Betrüger und Lügner repräsentieren lassen?

      Im übrigen hätte ich bei Westerwelle und Leutheusser-Schnarrenberger, übrigens unsere Justizministerin (ohne Wiki…) genauso reagiert…

    • Die, bei denen der Beschiss dann halt rauskommt, die müssen dafür geradestehen.
      In der Schule bekommen Schüler eine Sechs, Steuerbetrüger müssen nachzahlen, wenn sie erwischt werden, Falschparker bekommen Tickets.

      Guttenberg kennt die politische Bühne, da muss man eben schauen, dass die Leichen im Keller nicht entdeckt werden oder noch besser, einfach keine haben.

      Der nächste Verteidigungsminister wird seine Sache bestimmt nicht schlechter machen. So eine Lichtgestalt ist Guttenberg nicht.

      Ansonsten kannst du ja mit guten Beispiel vorangehen und sagen, wo du „beschissen“ hast und die entsprechenden Konsequenzen dafür in Kauf nehmen, wie es sich für einen charakterstarken Menschen gehört.

      • Klar kucke ich, dass ich alles, was ich irgendwie zu meinem Vorteil nutze, bei der Steuer angebe (aber nicht tatsächlich lüge… das hab ich wirklich noch nie gemacht bei der Steuererklärung… das wäre mir viel zu anstrengend) und ja, ich surfe auch privat auf Arbeit, obwohl wir nicht dürfen. Und wenn ich so dumm bin und mich erwischen lasse, werde ich auch die Abmahnung hinnehmen müssen. Schummeln tun wir alle, nur ERWISCHEN sollte man sich nicht lassen. DAS war Guttenbergs eigentlicher Fehler: dass er sich hat erwischen lassen. Echt, ich will den von euch sehen, der NOCH NIE IN SEINEM LEBEN geschummelt hat.

        • Ja, und der sich bei gravierenden Dingen wie bei der Erlangung eines der höchsten akademischen Grade beim Schummeln erwischen lässt, der muss die Konsequenzen tragen. Da sind wir uns ja einig, wie ich sehe.

          Dumm nur, wenn sein Beruf gerade von Glaubwürdigkeit lebt und er selbst Werte wie „Ehrlichkeit“ und „Vertrauen“ so hoch hält. Warum sollte er, der bei etwas so wichtigem lügt, in anderen Dingen auf einmal die Wahrheit sagen? Ein verurteilter Betrüger wird keine Stelle mehr an einer Kasse bekommen, so ist es halt im Leben.

          Bedenken macht mir deine folgene Aussage: „DAS war Guttenbergs eigentlicher Fehler: dass er sich hat erwischen lassen.“ Aha. Extrem überspitzt – Morden darf man, nur erwischen lassen darf man sich nicht? Besoffen fahren darf man, nur erwischen lassen darf man sich nicht? Diese Logik zeigt deutlich, wes Geistes Kind du bist und ich bin froh, dich nicht in meinem Bekannten- oder Freundeskreis zu wissen.

        • Dieser Beitrag zeigt doch eindeutig, weshalb unser Land den Bach runter geht, weshalb ich Helges Überschrift total passend empfinde: „Ein Volk von Idioten“ – „Betrüger erwünscht“. Gleich und Gleich gesellt sich gern.
          Menschen, für die der eigene Vorteil vor allem anderen steht, für die Moral, Ehre und Werte keine Bedeutung haben, machen diese Welt zu einem beschissenen Ort. Es sind Leute, die mit Lug und Betrug gewissenlos durchs Leben gehen, immer auf der Suche nach dem einfachsten, dem bequemsten Weg und die damit für jeden, der ehrlich und redlich ist, der mit Eigenleistung etwas erreicht hat, ein Schlag in die Fresse darstellen, die alles entwerten, die nur nehmen, die nichts achten. „Schummeln“ oder treffender „bescheißen“ ist a-sozial und das schlimmste daran: Es existiert noch nicht mal ein Hauch von Unrechtsbewusstsein. Armes Deutschland!

    • Ja, wieso sind denn unsere Soldaten im Ausland? *auf Guttenberg schau*

      So gut wie alle deiner genannten Probleme kommen gerade wegen inkompetenter Politiker. Sie entwerfen Gesetze, über die studierte Juristen lachen.

      *Revolution, stand auf unsrer Fahne…*

      Man, ich geh jetzt schlafen, sonst steht morgen das BKA bei mir und verhaftet mich wegen Verfassungsfeindlichkeit <_<

      • Dass die Soldaten in Afghanistan sind, ist nun wirklich nicht Guttis schuld, sondern die der jetzigen Opposition und damaligen Regierung. nicht er hat beschlossen, dass die BW nach Afghanistan geschickt wird, sondern die Regierung Schröder.

  43. Haben nicht ale politiker irgendwo derck am steken???
    Ich mein: tirsschützer retten tier vor dem tot und halten sie dann in engsten raum zu sammen, Jugedschutz betreibt kinderpornographie
    Ach ja wie die menschen sich alle nach aussen verdrehen können für ein bisschen (-zuviel) Geld und Aufmerksamkeit. Im endeffekt sind die minister auch nur spiel figuren…

    ob ich Guti jezt gut oder schlecht finde…?
    Aber ein STRAFE hat er VERDINT. Das steht fest. Und mit strafe meine ich keine geldstrafe sonder entzug des amtes schließlich ist er unter anderen durch seinen Dr. Titel aufgestigen. Ohne Titel keine laufbahnt. Stellt alles zurück und lasst ihn schuften. Man könnte es auch als 2. Chance bezeichnen 😉

    Und wie ist das eigentlich mit Eidsbruch??? Haben sich nicht alle Politiker zu so zeug verpflichtet?

  44. Ich würde auch mal sagen das ihr euch etwas beruhigt. Jetzt hat er halt nen Fehler gemacht, aber warum soll er zurücktreten? Was haben wir davon, wenn ihr jetzt wegen einer Doktorarbeit so ein Theater macht. Ich meine, ich bin kein Fan von Politik, aber ich glaube viele von euch haben eine „Ah Politik is schlecht!“Meinung und müssen jetzt mit volldampf zeigen wie überzeugt man von dieser Meinung ist.

    Dr Titel und Adelstitel kann man sich auch kaufen, aber was bringt es uns, wenn wir wegen dem Kleinkram jetzt auf die Straßen gehn. Ich höre gerade überall Revolution und Hass gegen unsere Regierung, schaut ihr eigentlich keine Nachrichten? Wer revolution will darf sich gerne mal in den Wüstenstaaten dazustellen und ein bisschen aufwärmen. Wir haben wichtigere Probleme, ich finde es viel schlimmer, dass andere Politiker jetzt _unser_ Geld nutzen, für eine verpatzte Arbeit. Er hat den Titel abgegeben, seid zufrieden damit, andere hätten den Titel wahrscheinlich nachgekauft wäre das Chaos mal n bissl gelegt.

    Wenn man wegen S21 auf die Straße geht ist das völlig okay, da is wirklich viel Geld im Spiel und die Fairness an den Bürgern ist auch irgendwo liegen geblieben, aber jetzt isses ja egal… Zahlen wir die unwichtigen Milliarden an Euros … immerhin wurde eine Arbeit nicht Ordnungsgemäß abgegeben. Jaja, so Menschen kann man nicht vertrauen was? Alle Politiker haben irgendwas … die einen mit der Flugmeile der andere fährt mit seinen Ski in andere Leute rein … aber hier geht es um eine Arbeit. Ich versteh euch net, habt ihr sonst keine Sorgen?

    Wie die Schweiz mit ihrer Lybien-Aktion versumpft Deutschland jetzt im Spott der Welt und ihr feuert sie dabei noch kräftig an. Ich bin nicht gegen Meinungsäußerung, auch bin ich nicht dafür das Politiker mehr Imunität besitzen als normale Bürger, aber trotzdem sollten Stammtischparolen am Stammtisch bleiben!

    Grüsse
    Hal

    • „Wie die Schweiz mit ihrer Lybien-Aktion versumpft Deutschland jetzt im Spott der Welt “

      War das nicht eher Libyen mit ihrer Schweiz-Aktion?

      • Ansichtssache, die Schweiz hat zuerst Ghaddafis Sohn als Geisel genommen, dann erst hat er den Antrag bei der UN gestellt, die Schweiz zu gleichen Teilen der BRD, Italien und Frankreich zuzuschlagen.

          • Wikipedia plagiiert und ist keine ernstzunehmende Instanz, weil nicht klar wird, wer die Artikel schreibt.

        • Die Schweiz hat Ghaddafis Sohn als Geisel genommen? Wohl eher nicht. Der Typ hat seine Angestellte verprügelt und wurde verhaftet. So wie jeder andere Prügler auch verhaftet würde. Rechtsstaat bleibt Rechtsstaat.

          • Blinder Legalismus. Es muss den Schweizer Behörden klar gewesen sein, was es bedeutet, Ghaddafis Sohn zu verhaften. Außerdem hat ein Rechtsstaat, der an den Realitäten vorbei gemacht wird, keine Existenzberechtigung. Toller Rechtsstaat, der Bonzen und Obdachlose gleich hart bestraft, wenn sie im Supermarkt klauen oder in einem Bahnhof schlafen.

          • Der Fehler lag wohl eher darin, dass die Polizeibilder veröffentlicht wurden. Da gab es einen Gesichtsverlust, der nach Rache schreit.
            Ich möchte ehrlich gesagt nicht in einem Land leben, dass verschiedene Massstäbe je nach Herkunft oder Kontostand ansetzt. Nur weil man Angst hat, gilt das Gesetz nicht? Ein hoch auf das Recht des Stärkeren… ohne mich.

    • Ich kann nachvollziehen, dass ein Vergehen wie dieses so manch einem vor den Kopf stößt, doch muss man jedes Mal einen solchen Wirbel um etwas machen?
      Wieso haben wir überhaupt eine Regierung, die immer alles nur falsch macht und aus bösen Menschen besteht?
      Richtig. Weil wir sie gewählt haben und die Mehrheit so entschieden hat.
      Gute Nacht und – entspannt euch! In wenigen Wochen werden wir einen ähnlich großen Skandal erleben. (:

  45. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es zum einen nötig und zum anderen unnötig finde, dass sich in diesem Ausmaß über die Fehler des Verteidigungsministers zu Guttenberg diskutiert wird.

    Um es kurz zu erläutern:
    Die stark begründeten und bereits nachgewiesenen Plagiatsvorwürfe sind ohne Zweifel ein großer Verstoß gegen das moralische Denken und Handeln der Menschen.
    Bereits in der Bibel stand: „Du sollst nicht stehlen.“
    Auch im Grundgesetz wird darauf verwiesen, dass das Stehlen juristische Folgen mit sich trägt.

    Ohne Zweifel ist dass, was Herr zu Guttenberg in seiner Arbeit gemacht hat stehlen.

    Wir werden ungern enttäuscht.
    Vor allem nicht, von einer solchen Person, die mit einem ungeahnten Schwung in die verstaubte Politik kam und Glanz und Gloria versprach.
    Herr zu Guttenberg verkörperte den gut aussehenden, intelligenten und charismatischen Politiker, den Deutschland schon lange nicht sah. Dass er etwas Adel und royalen Flair mitbrachte störte auch niemanden.

    Der Mann, der etwas bewirken kann.
    Der Mann, der Politik neues Interesse einhauchte.
    Der Mann, der auch die Jugend zum Nachdenken anregt.
    Der Mann, der zeigt, dass Politik nicht nur etwas mit alten Männern zu tun hat, die sich gegenseitig die Macht zuschieben.

    DER MANN MIT DER WEISSEN WESTE!

    Ja und „diese reine Weste MUSS doch eine dreckige Innenseite haben“, denken die Medien.

    Da muss doch was zu finden sein.
    Doch wer, wie Herr zu Guttenberg, bewusst mit den Medien gespielt hat, musste auch damit rechnen, dass zurückgespielt wird.

    Jeder noch so kleine Fehler, wird lang und breit ausgetreten.

    Die Afghanistanaffäre, „von der man nichts wusste“, sei mal außen vor gelassen.

    Und nun: unser Verteidigungsminister, unser Saubermann soll, Entschuldigung, beschissen haben?

    NEIN. UNMÖGLICH.

    DER CHRIST HAT GELOGEN.
    SEINE EIGENEN WERTE VERRATEN?

    Doch jetzt stellt sich mir eine Frage: Was war damals 2005 los?

    Wo war der Doktorvater?
    Warum hat dieser nicht die, doch offensichtlichen, Fehler seines Protegé gesehen?

    Was war mit den Leuten, die die Desertation gelesen und korrigiert haben?
    Konnten diese die Fehler, die jetzt 6 Jahre später ausgebuddelt werden, übersehen?

    (Ich will jetzt keine wilden Verschwörungstheorien anfachen. Ganz im Gegenteil. Ich will einfach nur verstehen, warum keiner die Fehler zuvor gesehen hat? Vielleicht fällt es noch in den „normalen“ Rahmen. Ich erinnere bloß daran, wie oft sich Bücher gleichen und man etwas ließt und denkt: „Das hast du doch schon einmal gesehen.“)

    Warum kommt erst so spät jemand an und sagt: „Guttenberg hat bei mir abgeschrieben.“

    Darauf kann man antworten: „Ja, jetzt ist der ein hohes Tier. Ist doch kein Wunder, dass jetzt die Leichen ausgebuddelt werden.“

    Das ist wohl richtig, doch ist es korrekt?

    Ist es immer gut, nur weil jemand in der Öffentlichkeit steht, ihn zu schädigen?
    Wollen wir immer auf jemanden herumtrampeln?
    Brauchen wir so etwas für unsere Ego?

    Fühlen wir uns wie bei David gegen Goliath?

    Ist das der Kick?

    Oder wollen wir uns nur von uns selber ablenken oder zu uns sagen können: „Siehst du, selber die Hohen machen die gleichen Fehler wie ich!“ ?

    Fühlen wir eine gewisse Genugtuung?

    Für mich steht fest: Herr zu Guttenberg muss Konsequnzen für sein Fehlverhalten tragen.
    Doch wie diese Aussehen, dass entscheidet zuerst die Universität in Bayreuth.

    Dass er nun seinen Doktortitel nicht mehr tragen will ist seine Entscheidung. Haben tut er ihn trotzdem noch.

    Wenn die Uni sagt: „Er darf ihn behalten.“ – Okay

    Meint Bayreuth aber: „Es tut uns leid, doch wir müssen ihnen leider den Titel aberkennen.“, müsste man über weitere Schritte nachdenken.
    Da wir aber das jedoch am Allerwenigsten zu entscheiden haben, können wir uns eigentlich gleich daraus halten.

    Das ist dann ein Thema für die Bundeskanzlerin und ihren Minister.

    Und nur mal nebenbei:
    Herr zu Guttenberg hat die beste Arbeit seiner Jahrganges abgegeben und ein summa cum laude dafür bekommen.
    Einen Handstand hat er dafür wohl kaum machen müssen.

    Auch wenn die Dissertation das Nichtkennzeichnen von Quellen (die später in einem anderen Zusammenhang aufgelistet werden) oder das falsche Kennzeichnen beinhaltet, so kann man nicht die gesamte Arbeit als falsch interpretieren und schon gar nicht die gesamte Kompetenz eines Mannes in Frage stellen.
    Die moralische Kompetenz sei dabei ausgeschlossen.

    Allerdings kann ich mir vorstellen, dass gerade bei diesem Mann, der als menschlich korrekt galt, sich bei Charity Veranstaltungen beteiligte, der so kühl und kontrolliert erscheint und sich doch für die Bürger zu interessieren scheint, dieser ethische Fehler schwerer wiegt, als bei einem anderen.

    Außerdem seien wir doch mal ehrlich.
    Gibt es nicht momentan wichtigere politische Geschehnisse, als eine, Verzeihung, schnöde Doktorarbeit?

    • Also. dieses Gerede „ist doch nicht so schlimm, macht doch jeder“ k…zt mich nur noch an.
      Erstens mogelt NICHT jeder Doktorand.
      Zweitens müsste das normalerweise jede Prüfungskommission merken – was ich dahin interpretiere, dass bei seiner Prüfung ziemlich viel „Vitamin B“ im Spiel war.
      Drittens ist ein Vergleich mit Klassenarbeiten, Abiturprüfungen und Steuererklärungen völlig daneben. Der Doktorgrad ist der höchste akademische Grad, der demjenigen verliehen wird, der gezeigt hat, dass er „selbständig komplexe wissenschaftliche Fragestellungen lösen“ kann. (Insofern ist das auch politisch relevant!)
      Viertens, kein Mensch hat ihn gezwungen, zu promovieren. Er brauchte den „Doktor“ zur Förderung seiner politischen Laufbahn.
      Fünftens, ich kenne mehrere Leute, die naturwissenschaftliche Promotionen mit Auszeichnung (Summa cum laude, Magna cum laude) bestanden haben, obwohl sie während der Arbeit an ihren Dissertationen schon voll im Berufsleben standen.
      Und zuguterletzt muss ich jetzt mal andere Politiker in Schutz nehmen. Ich bin wahrhaftig kein Merkel-Fan, aber eine Doktorarbeit in Physik ist um Klassen anspruchsvoller als so ne Juradissertation. Die zeigt auf jeden Fall, dass die Merkel (die mir weder politisch noch menschlich sympatisch ist) trotzdem hochintelligent ist.
      Und – ohne seine Politik bewerten zu wollen – Gerhard Schröder kam aus ärmsten Verhältnissen, hat das Abitur an der Abendschule nachgemacht und sich sein gesamtes Studium selbst finanzieren müssen.

      Ansonsten stimme ich zu, dass es im Moment wichtigere politische Geschehnisse gibt – z.B. die unterschlagene Feldpost aus Afghanistan, die ungeklärten Todesfälle auf der „Gorch Fock“, der absehbare personelle Zusammenbruch von Bundeswehr und Sozialdiensten durch die überstürzte Abschaffung der Wehrpflicht, die Propagandalügen über den ISAF – Einsatz….

      (P.S. Margaret Thatcher hat als Chemikerin die Softeismaschine erfunden.)

      • Das mit dem höchsten Titel ist Quatsch, der höchste Titel, den man aus eigener Kraft erreichen kann, ist die Habilitation und der höchste Titel, der einem verliehen werden kann, ist die Professur. aber das sind eh Petitessen, die keinen interessieren.

        • @Knightcrawler
          Das mit der Habilitation ist in diesem Zusammenhang Quatsch.
          Es ist zwar die höchste Hochschulprüfung, hat aber mit dem Doktorat nichts zutun.
          Außerdem ist die Habilitation, im Gegensatz zum Doktortitel, kein akademischer Grad.

          Ja der höchste Titel ist die Professur, die einem VERLIEHEN werden kann, aber nicht erarbeitet (nicht in diesem Sinne).
          Natürlich muss man „großes vollbracht haben“ um eine Professur zu erlangen , doch muss man keine Arbeit dafür schreiben.

          Nebenbei:
          Die Habilitation ist der „erste Schritt“ zu einer Professur.
          Das mit dem höchsten Titel ist Quatsch, der höchste Titel, den man aus eigener Kraft erreichen kann, ist die Habilitation und der höchste Titel, der einem verliehen werden kann, ist die Professur. aber das sind eh Petitessen, die keinen interessieren.

          Wie sie sehen, sind das doch keine so kleinen Kleinigkeiten.

          • Ironie zu verstehen setzt ein Minimum an Verstand voraus. Der Unterschied ist natürlich in Wirklichkeit keine Petitesse, für die, die den Vorwurf gegen KTG noch zusätzlich emotional aufladen wollen, indem sie behaupten, er habe sich den höchstmöglichen Titel erschlichen, ist es aber sehr wohl.
            Die Habil. ist mitnichten eine Prüfung, denn kein Akademiker mit einem Mindestmaß an Selbstwertgefühl wird sich der Erniedrigung einer Wissensabfrage unterziehen, um Professor zu werden.

            Und, um dich mal wörtlich zu zitieren:

            „Der Doktorgrad ist der HÖCHSTE AKADEMISCHE GRAD, der demjenigen VERLIEHEN wird, der gezeigt hat, dass er “SELBSTÄNDIG KOMPLEXE WISSENSCHAFTLICHE Fragestellungen lösen” kann“

            Und das ist Unsinn, es sei denn, du kannst glaubhaft machen, dass entweder:

            a) die Professur ein niedrigerer akademischer Grad als der Doktortitel ist
            oder
            b) die Professur nicht verliehen wird
            oder
            c) die anerkannte Fähigkeit, selbständig komplexe wissenschaftliche Fragestellungen zu lösen, keine Voraussetzung für eine Professur ist
            oder
            d) die Professur kein akademischer Grad ist

            Ansonsten war die Behauptung einfach unzutreffend

      • Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass ich das Verhalten unsere Verteidigungsministers billige bzw., dass ich denke ,dass jeder das so macht.

        Ich denke sie können überhaupt nicht sagen ob dort „Vitamin B“ im Spiel war oder nicht
        Oder waren sie vor 6 Jahren dabei und wissen über irgendwelche Hintergründe Bescheid?

        (Das habe ich eigentlich mit dem Text zuvor auch ausdrücken wollen.
        Wir bekommen alles aus den Medien aus zweiter oder sogar schon dritten Hand – sehr zuverlässig – dann geben die Medien noch ihren Senf dazu, wir interpretieren auch noch unseren Teil und zack… .

        Ich habe niemals irgend einen Vergleich mit einer Klassenarbeit, Abiturprüfung oder Steuererklärung gezogen. Das der Doktorgrad “selbständig komplexe wissenschaftliche Fragestellungen lösen” ist mir durchaus bekannt.

        Nein niemand zwingt einen anderen zu promovieren. (Mal nebenbei: Was ist das bittschön für eine unpassende Aussage?)

        Davon abgesehen:
        Warum macht der Arzt seinen Doktortitel?

        Mindestens aus den gleichen Gründen, die sie aufgeschrieben haben (ob die wirklich zählen, sei mal dahingestellt).
        Denn ein Arzt mit Doktor verdient zum einen mehr und zum anderen verdient sich dadurch Anerkennung, nicht anders wie sie es Herrn zu Guttenberg vorgeworfen haben.

        Während der Arbeit seiner Dissertation stand er auch „voll im Berufsleben“.
        Er war nämlich Vorsitzender des CSU-Verbands von dem Ort Guttenberg und ich denke da konnte er auch nicht nur auf der faulen Haut gelegen haben.

        Ich weiß nicht ob man beurteilen kann, dass eine naturwissenschaftliche Promotion schwere ist, als eine juristische.
        Oder haben sie in beiden eine geschrieben, dass sie diese Aussage ohne Bedenken widerlegen könnten?

        Was Gerhard Schröder geschafft hat ist bewundernswert, ohne Frage.
        Doch wollen sie dem Minister auch noch seine Herkunft vorwerfen?

        Niemand kann „etwas dafür“ woher er kommt oder welche Eltern er hat!

        Auch möchte ich sagen, dass ich sehr wohl gesagt habe, dass ich finde, dass aus diesem Verhalten Konsequenzen gezogen werden müssen.

        Ich möchte hier weder FÜR Herrn zu Guttenberg sprechen, noch GEGEN ihn.

        Ich versuche einfach alles, dass ich an Informationen weiß zusammenzufassen, logisch mit einander zu verbinden und einen kühlen Kopf dabei zu bewahren.
        Denn fast nichts ist schlimmer, als mit Halbwissen und Halbwahrheiten gegen (oder auch für) jemanden zu sprechen.

        Auch möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass wir, die als letzte an der Informationskette sitzen, kaum die wirklichen Umstände kennen und deshalb uns eine keine unbeeinflusste Meinung bilden können.

        P.S.: „Die Reflexion von Sonnenlicht durch interplanetare Staubpartikel“ Titel der Doktorarbeit von Brian Mays (Queen)

        • Kurz zusammengefasst:
          1) Eine Doktorarbeit in Naturwissenschaften (Mathematik, Biologie, Biochemie, Chemie, Physik) ist tatsächlich anspruchsvoller (weil es da nämlich um knallharte und objektiv überprüfbare Fakten geht), fragen Sie mal einen x-beliebigen wissenschaftlichen Mitarbeiter einer Universität.
          2) Ich werfe Herrn Guttenberg nicht seine Herkunft vor, ich werfe ihm vor, dass er beim Verfassen seiner Arbeit in großem Umfang getäuscht hat – und das finde ich bei einem JURISTEN schon ziemlich bedenklich. Und das beschädigt auch sein politisches Amt („Wer einmal lügt…“).
          3) Dass ein derart plump angefertigtes Plagiat nicht aufgefallen ist, finde ich nach wie vor ziemlich merkwürdig, allerdings hat mir ein Bekannter (der an einer Fachhochschule arbeitet) heute erzählt, dass es auch schon mal vorgekommen sei , dass ein Student beim Verteidigen seiner Diplom- oder Examensarbeit Fragen gestellt bekam, die zeigten, dass die Prüfer die Arbeit nur teilweise gelesen hatten. Das macht die Sache für die damalige Prüfungskommission aber auch nicht besser.
          4) Der Knackpunk der ganzen Diskussion ist aber nach wie vor: Warum wurden diesem Minister nie die zahlreichen Skandale und Affären in seinem Ministerium vorgeworfen? Wenn man auf ein bloßes Gerücht hin den Kapitän der „Gorch Fock“ vom Dienst suspendiert, wenn man mit der Begründung „man hat mir Informationen vorenthalten“ die zwei wichtigsten Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums entlässt, wenn deutsche Soldaten in Afghanistan wie die Hasen abgeknallt werden, ohne dass der Verteidigungsminister auch nur den Hauch eines Zweifels an diesem Einsatz äußert usw.usf. – und die Mehrheit der Bevolkerung findet das alles gut und richtig, dann stimmt etwas nicht mit unseren Wertvorstellungen.

  46. Ich sehe theoretisch auch keinen Grund diese Sache groß breitzutreten. Der Mann hat geklaut – wie es auch kleine Leute mal tun – und der Mann sollte genauso dafür bestraft werden wie die kleinen Leute, sprich: Es sollte für den Rest seines Lebens an ihm hängen bleiben und ihm jede Tür vor der Nase verschließen.
    Das wäre für mich die selbstverständliche Reaktion und würde noch von einem Hauch von Gerechtigkeit zeugen.

    Was unsereiner so aufregt, ist diese Gegenbewegung, die den Mann nun in Schutz nimmt. Warum? Weil er so ein hübsches Kerlchen ist? Ich sehe keinen vernünftigen Grund, warum er straffrei ausgehen sollte. Schließlich kann ein gestellter Bankräuber auch nicht sagen: „Okay, ihr habt mich, ich geb das Geld zurück, dann ist ja wieder alles gut.“

    PS: Dass sich nun alle so auf den Mann einschießen kapier ich allerdings auch nicht. Wahrscheinlich haben etliche unserer Politiker genug Dreck am Stecken, um ihre Absetzung zu rechtfertigen.

  47. Ein Freund hat es an anderer Stelle heute in meinen Augen gut auf folgenden Satz zusammengefasst:

    „Wenn wir Betrug in unserer Regierung hinnehmen, dann brauchen wir uns nicht wundern, wenn wir von Betrügern regiert werden.“

    Damit ist eigentlich alles gesagt.

  48. Erstens Mal kann er seinen Doktrottel nicht abgeben. Das kann nur seine Uni.
    Und zweitens sehe ch es trotzdem so das er immernoch gute Arbeit leistet.
    Von 16 Stellen die abgeschrieben sind, wurden 5 als größtentels übereinstmment gesehen.
    Das sagt also nicht das er se abgeschrieben hat. also 1200 Fußnoten gemacht und 12 vergessen. OHHH wie schrecklich.

  49. Helge, ich kann nur sagen: Du sprichst mir aus dem Herzen!

    Hast du was dagegen, wenn ich diesen Artikel auf meinem Facebook-Account verlinke?

    Da gibt es nämlich mittlerweile so tolle Gruppen wie:

    Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg
    Schließ‘ dich dieser Seite an, um mehr Sachlichkeit und Mäßigung zu fordern. Eine Hexenjagd ist unnötig und kontraproduktiv.
    Seite: 240.053 Personen gefällt das.

    Ich möchte brechen.

    LG Dana Lion

    • Hallo Dana,

      das Verlinken im Internet ist ein virtuelles Recht, das quasi immer gegeben ist. Aber ich freue mich natürlich auch über Backlinks aufs meinen Blog.

      LG
      Helge

      • Oh okay, ich dachte nur trotzdem ich frag mal lieber. Manche mögen es ja nicht, ob es nun ein virtuelles Recht ist oder nicht 😉
        Wie auch immer…

        Also vielen Dank!

        LG Dana

    • Die Gruppe hat durchaus ihre Existenzberechtigung. Nicht etwa, weil Gutti unschuldig oder gar ein guter Politiker wäre, sondern, weil inzwischen die Debatte über Gutti keine mehr ist, sondern, und dieses Blog ist ein trauriger Beweis dafür, eine blindwütige Raserei, in der jeder niedergeschrien, beleidigt oder diffamiert wird, der es wagt, darauf hinzuweisen, dass es wichtigeres gibt, und es gibt wichtigeres, als ein Plagiat, der es wagt, zur Versachlichung der Kritik an Gutti aufzurufen oder der es gar wagt, GuttenPlagWiki in irgendeiner Form zu kritisieren.
      Ich rechne fest damit, dass mir jetzt dasselbe widerfahren wird, wie den Gutti-Verteidigern und diesem CSU-Troll weiter oben, nämlich, dass ich abgewatscht werde, weil man mir meinen Einspruch gegen den herrschenden Umgangston als eine Parteinahme für den Minister auslegt.

      P.S.

      Am meisten freue ich mich auf die Hatemail von Helge 😛

      • Hast du nicht bereits mit deinem Timpf zur Lybien-Schweiz Affäre weiter oben genug getrollt? Wir sind auf FF.de ziemlich tolerant – auch denen gegenüber, denen das Himmelreich verheißen ward. Allerdings würde ich dir empfehlen, den Bogen nicht zu überspannen.

  50. Wer tief genug gräbt…
    Manchmal wäre es besser, bestimmte Dinge nicht zu erfahren. Des Glaubens wegen…

    Wen mag Guttenberg da wohl verärgert haben oder zu gefährlich geworden sein?

    Habe mich heute Morgen dabei erwischt, wie ich mit den Worten: „Der Guttenberg schummelt auch!“, für meine abgeplagte Tochter die vergessenen Hausaufgaben machte…

    Herrn von Guttenbergs Vorbildcharakter hat einen erheblichen Knacks bekommen!

    S C H A D E !

    Mehr noch stelle ich mir die Frage:
    Wäre es nicht viel früher aufgefallen, wenn nicht Guttenberg, sondern ein anderer Student die Doktorarbeit eingereicht hätte?

    Und ich hege den Verdacht, dass sich hinter der angeblichen Schlamperei ein grober Betrug verbirgt. Wobei ich unter Betrug nicht nur (was schlimm genug ist), das Auslassen von Quellenangaben verstehe, sondern vielmehr anzweifle, ob die eingereicht Arbeit von Herrn Guttenberg selbst stammt.

    Würde sich dies bestätigen…

    Nun ja, Gerecht geht es leider viel zu oft nicht zu…

    Ich möchte mich aber nicht an einzelne Personen, wie Herrn von Guttenberg, festbeißen.
    Sondern vielmehr meine Enttäuschung über das System zum Ausdruck bringen, das so etwas möglich macht.

  51. jeder normalbürger der auch nur in einer lausigen hausarbeit falsches zitiert bzw. ein zitat nicht angibt wird exmatrikuliert und der werte herr von und zu guttenberg darf weiter machen^^ ja ja immer diese 2 seiten wirtschaft hier in deutschland…

    • Genau das ist es, was mich auch stutzig macht.
      Ich hab langsam das Gefühl, dass die Mehrheit der Leute nur dann aufschreien, wenn sie etwas direkt betrifft. Wenn sie scheinbar keinen Schaden davon tragen könnten, wird plötzlich von menschlichen (verzeihbaren) Fehlern gesprochen. Ich könnte jetzt böse sein und behaupten, dass die meisten Leute, die auf seiner Seite sind, selbst gar keinen hart erarbeiteten akademischen Titel haben, also betrifft es sie gleich doppelt nicht; und – um den Gedanken mal weiterzuführen – ist zG natürlich jetzt kein hoher Herr Doktor mehr, zumindest *eigentlich* nicht, und das macht ihn gleich doppelt sympathisch *fg*

      Eines frage ich mich jetzt ernsthaft: würden Leute, die zG die Stange halten, auch ihren Universitätsprofessoren oder den Ärzten, die sie behandeln, so einfach vergeben, wenn sie sich den Titel bloß erschlichen hätten?

      Eine Hetzjagd muss nicht sein. Aber etwas weniger Heuchelei täte vielleicht gut. Z.B. Steuerhinterzieher, die in der Politik tätig sind, sind doch auch nur Menschen, die menschliche Fehler machen, aber für diese werden keine Facebookseiten eröffnet^^

  52. http://www.nachdenkseiten.de <—- sehr interessante Seite die wirklich zum Denken anregt. Momentan auf der Startseite

    "Man sollte die Fähigkeit der Guttenbergs und ihrer Hintermänner zum strategischen Denken und zur Mobilisierung von Manipulationspotenzial nicht unterschätzen"

    Normalerweise dürfte es solche vermeintlichen "Dr." gar nicht geben. Eine Dissertation, die in so großen Umfang fragwürdig ist, dürft normalerweise nicht mal durchgehen. Da kommen ja noch mehr Zweifel am Doktorvater auf, der das zugelassen hat.

    Aber so viel zum Thema "Sippenwirtschaft" in Deutschland…..wenn man den richtigen Namen oder die richtige Position hat, kriegt man sämtliches in den A….. geschoben.

    Natürlich war ganz Deutschland begeister von KTG und seiner Arbeit, aber es ist schon fragwürdig, wenn die Nation immer noch an ihm festhält.

    Alle Fakten sprechen gegen ihn und er sagt dazu er habe seine Dissertation nochmals geprüft und dabei gravierende handwerkliche Fehler gefunden. Das führe er darauf zurück, dass er sieben Jahre lang an seiner Dissertation gearbeitet hat und offensichtlich den Überblick über die Verwendung von Quellen teilweise verloren hat.

    Also nichts für ungut, aber wenn einer einen Doktor machen will, dann wird er es wohl schaffen, den Überblick über 400 Seiten zu haben?!

    Tut mir leid, aber das ist einfach für mich nicht nachvollziehbar!

  53. Man könnte sich in der Politik mal um was Wichtigeres kümmern…

    • Genau der Meinung bin ich auch!

      Es war Betrug und es ist falsch, aber es ist nun mal passiert und irgendwann ist Schluss. Ich will nicht jeden Tag den Fernseher einschalten oder die Zeitung aufschlagen und überall läuft dieses Thema hoch und runter.

      Es gibt genug andere Probleme auf der Welt, die wesentlich wichtig sind.

  54. Wirklich erstaunlich. Wirklich erstaunlich, wie sich die Leute von einem selbstgerechten Grinsen blenden lassen. Der Mann lügt und betrügt wo er nur kann (Doktorarbeit, angebliches Familien-Unternehmen, Kundus-Affäre usw.), trotzdem heißt es „ist doch alles nicht so schlimm, er macht einen tollen Job, und kann sooooo schön Haare stylen“. Und kommt ungeschoren davon. Was genau, hat er so Großartiges erreicht? Mal eben (vorläufig) den Doktortitel „abgeben“, und das dumme Pöbel ist beruhigt. Ach, wolln wa ma nich so sein, soll der Dr. Dr. Dr. jur. med. KaThe von und zu und drunter und drüber seinen Doktortitel behalten. Der Ghostwriter wird mal eben verklagt und jutt is. Der Titel „Ein Volk von Idioten“ – „Betrüger erwünscht“ scheint mir mehr als passend. Das Volk kriegt den Politiker den es verdient. Ich wandere aus. Gute Nacht, Deutschland.

  55. Ich verstehe es auch nicht. Wie blind sind wir Deutschen eigentlich? Wir lassen uns von einem Namen, viel Geld, Ansehen, … blenden und verlieren dabei den Überblick über das Wichtige. Hätte Otto Normalverbraucher seinen Doktortitel so „ergaunert“, dann würde alle Welt den Kopf schütteln, aber macht das ein Politiker, der sich selbst und fast die komplette Bevölkerung Deutschlands mit seiner Show hinters Licht führen/blenden will, dann funktioniert das alles total super und alles ist gut.
    Einige haben hier geschrieben, dass das Volk den Politiker bekommt, den es verdient. Ich stimme dem zu. Andere Völker kämpfen für ihr Recht, aber Deutschland behält lieber seine rosa Brille auf. Das ist nur der Beginn des Untergangs und wenn es dann wirklich so weit ist, dann herrscht allgemeines Unverständnis.
    „Ein Volk von Idioten“ – einen passenderen Titel hätte es nicht geben können!

  56. Ihr habt vielleicht in einigen Punkten Recht,aber fragt euch doch mal selber:
    Wer von euch hat noch NIE in seinem Leben geschummelt?!?
    Ob nun abgeguckt,mit einem Zettel oder sonst wie ist egal!
    Ich wette,dass das jeder von euch schon mal gemacht hat!

    • Nun, die meisten von uns – und da kannst du Gift drauf nehmen – haben sich keinen Doktortitel erschlichen.
      Schummeln beim Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielen, oder von mir aus sogar bei der Mathearbeit kann man nicht mit dem Vortäuschen eines Doktortitels vergleichen! Für eine Eins in Mathe kassiert man keine tausende und abertausende von Euroletten >.< Vor allem hat wohl NIEMAND von uns hier eine solche Vorbildfunktion, wie der gute Gutti.
      Dein Vergleich ist also, mit Verlaub, lächerlich.

  57. Also, was mich wirklich wundert ist, wie viele in diesem Thread zugegeben haben, dass sie mal gespickt, geschummelt oder sonst was haben…
    Macht doch jeder mal, ist ja ganz normal.
    Ehrlich?
    Ganz unabhängig davon, ob es eine schlichte Schularbeit ist oder eine Doktorandenarbeit – es ist doch irgendwie traurig, dass es so ’normal‘ zu sein scheint.
    Wenn Schüler schon ohne schlechtest Gewissen abschreiben und sich mal eben einen Vorteil verschaffen – wie kann man da erwarten, dass eben diese Erwachsen werden und dann ihr Leben lang ehrlich bleiben.
    Klar, nicht jeder, der als Schüler gerne gespickt hat, betrügt später mal im großen oder kleinen Stil.
    Aber hier werden solche Dinge gesagt als seien sie normal, dabei sind sie doch nur der Anfang.
    Mag sein, dass es erst einmal niemandem wehtut.
    Aber die Hemmschwelle wird wahrscheinlich immer geringer, umso öfter man sich solche ‚Hilfen‘ leistet.

    Ich weiß, wenn ich unsere Steuererklärung mache und bei den Fahrtkilometern die korrekte Summe angebe, anstatt da noch ein paar draufzumogeln, dann lachen mich alle, die das hören, aus.
    Ach ja, und in der Schule war ich mal die große Streberin, weil ich eben nie abgeschrieben habe und für meine Arbeiten gelernt habe. Ich Langweilerin!
    Aber ich habe ein 1er Abi gemacht, ohne jemals eine Zeile bei irgendwem abgeschrieben zu haben.
    Und ehrlich gesagt bin ich da stolz drauf.
    Und schäme mich für all diejenigen fremd, die meinen, so kleine Schummeleien sind doch normal.
    Aber dann andere verurteilen, nur weil sie eigentlich ein Vorbild sein müssten. Kommt es darauf wirklich an?
    Man sollte nicht schummeln, man sollte nicht betrügen. Fertig.

    Und klar, auf der Welt gibt es schlimmere und wichtigere Probleme. Die gibt es doch immer.
    Aber vielleicht fängt es ja bei solchen ‚Kleinigkeiten‘ an.

    • Hundert Punkte für diesen Kommentar.
      Ich würde ihn gerne auf meinem Blog posten. Schick mir doch bitte eine Mail, wenn Du damit einverstanden bist, zusammen mit einer Möglichkeit, Dich als Quelle anzugeben. Ich will ja nicht Gutten. ^^

      • Hey!
        Na, vielen Dank! 😉
        Ist halt meine ehrliche Meinung, zu der ich auch stehe.
        Ehrlich gesagt, weiß ich gerade nicht, wie ich dir eine Mail schicken kann. Aber von mir aus darfst du das gerne posten.
        Ach ja, und mein Name ist Andrea (33) aus Hünxe. Wenn dir das als Quelle reicht?

  58. Also, ich persönlich mag Gutti auch sehr. Und nicht erst jetzt, sondern ich mochte ihn auch vorher schon, fand seine Politik ganz okay, auch wenn er manche Sachen schon nicht immer richtig gemacht hat. Selbst nach allem was passiert ist ist er mir JETZT noch sympathisch. Doch ich finde das mit der Doktorarbeit nicht in Ordnung. Er wusste von Anfang an was falsch war und hätte einfach sofort zugeben sollen, dass entweder er oder ein Ghostwriter geschummelt hat. Wie bereits erwähnt, ich mag ihn sehr, auch jetzt noch, doch durch diese Aktion hat seine Glaubwürdigkeit einen schweren Kratzer abbekommen, denn wenn er schon bei einer Doktorarbeite geschummelt hat, WAS kann man ihm denn jetzt bitteschön noch glauben und wo soll man zweifeln?
    Und ich kann es auch nicht verstehen dass er jetzt noch mehr Beführworter hat. Klar, dass mit diesem Trubel macht ihn jetzt vielleicht noch etwas „menschlicher“, viele Leute haben bestimmt auch schon so etwas gemacht und gelogen hat sowieso schon jeder mal. Aber man sollte so etwas nicht in einem solch wichtigem Amt machen, wie unser lieber Herr Verteidigungsminister hier inne hat.

  59. Wenn der Lügenbaron von und zu Guttenberg schon zu blöd ist, eine Doktorarbeit richtig zu fälschen, was hat er dann in der Politik verloren, hm? Und dann, als es rauskam, alles abzustreiten, die Vorwürfe als „abstrus“ zu bezeichnen und immer weiter lügen bis sich die Balken biegen, und dann auch noch so schlecht und schmierig, dass man am liebsten kotzen würde. Er will auf seinen unrechtmäßigen Doktortitel verzichten, wie edel vom Herrn Edelmann! Und trotzdem finden ihn einige hier immer noch sympathisch??? EHRLICH??? Wenn man sich schon auf den Verteidigungsminister nicht verlassen kann, auf wenn dann? Was ist sein „Ehrenwort“ denn noch wert? Und was in aller Welt hat er geleistet, das manche meinen, er mache einen tollen Job, hab ich immer noch nicht begriffen! Er hat mehr Mist fabriziert, als dass er etwas erreicht hat! Oh, aber sich medienwirksam zur Schau stellen, das kann er. Aber das reicht ja heutzutage schon um ein guter Politiker zu sein. Auf Ehre und Taten wird heute gesch**** Es reicht ja, wenn man sich „Vertrauen“ und „Ehrlichkeit“ auf die Stirn schreibt und schwülstige Reden hält.

    Ein Idiotenminister für ein Idiotenvolk, was will man da sagen. Viel Glück in eurem verkorksten Land.

  60. Liebe Guttenberg-Sympatisanten, ich kann dieses „habt ihr noch nie geschummelt“ echt nicht mehr hören! Das ist kein „schummeln“, was er da getan hat, das war handfester Betrug! Es war kein Fehler – in dem Umfang, wie er das gemacht hat, war das ein BEWUSSTER TÄUSCHUNGSVERSUCH!

    In was für einer Welt leben wir denn, wo jemand in solch einem Maße wie der es getan hat, betrügen darf, weil er einen hohen Posten und eine einflussreiche Lobby hat, wärend die Kassiererin wegen eines versehentlich falsch abgerechneten Leergutpfands von 0, 50 Cent, oder eine Sekretärin dafür, dass sie die übriggebliebenen Häppchen vom kalten Buffett gegessen hat, fristlos entlassen werden?

    Es ist unrecht! Es wird mit zweierlei Maßen gemessen! Die Mächtigen kommen mit einem kleinen Kratzer in inrer Fassade davon, wärend der Durchschnittsbürger mit solchen Konsequenzen rechnen muss, dass seine Zukunft den Bach runter ist.

    Jeder Normalo, der dabei erwischt worden wäre, dass er bei seine Doktorarbeit Texte abgeschrieben und als eigene ausgegeben hat, (oder Dritte für sich hat recherchieren lassen) der kann seine Unilaufbahn in die Tonne treten! Der bekommt keinen Job mehr mit der Ausbildung.

    Es geht darum: Wer selbst etwas dienstrechtlich von seinen Untergebenen fordert, was er nicht zu leisten vermag, ist nicht für so einen Posten geeignet!

    Jeder von euch, der etwas anderes vertritt, dem wäre es also egal, dass sein (zukünftiger) Chef mit etwas durchkommt, wofür er/sie selbst entlassen werden würde?!? Ihr findet es rechtens, dass mit zweierlei Maßen gemessen wird?

    Ich glaube echt, wir haben hier schon amerikanische Verhältnisse: Es geht nicht mehr um politische Inhalte sondern darum, wer das weißeste Lächeln, die schönste Frisur, das größte Charisma und die bestgekleidetste Gattin hat. „Den finde ich sympatisch, und darum unterstütze ich sein Tun, seine Ansichten und seine politische Richtung!“ Armes, armes Deutschland!

    • Ich glaube nicht, dass das ein deutsches Phänomen ist. Politiker müssen scheinbar nicht integer sein, um beliebt zu sein. Im Anforderungsprofil „Politiker“ erscheint nicht „ehrlich“, „gesetzestreu“. Da gibt es Beispiele aus der ganzen Welt. Clinton log so lange, bis es bewiesen war und wand sich wie ein Aal. Geschadet hat ihm das höchstens kurzfristig. Berlusconi lügt vermutlich mehr als dass er die Wahrheit sagt, und ist doch lange im Amt wie kaum einer im kurzlebigen italienischen Politzirkus. Wer erinnert sich noch an „Ich habs vergessen“ von Österreichs Waldheim? Er wurde trotzdem gewählt…
      Ich will ja nicht nur auf die anderen zeigen… Bei uns wurde Blocher zum Bundesrat gewählt, auch wenn er in einer Abstimmung im Parlament für den Banknachbarn abgestimmt hatte und zweimal eine gefälschte Grafik veröffentlichte, um seine Meinung zu unterstreichen.

  61. Eigentlich kommentiere ich so was nicht, weil ja meistens im Endeffekt nur Kritik an der eigenen Meinung kommt und ich nicht auf große Diskussionen aus bin. Aber das Thema ist dann doch relativ brisant.
    Natürlich ist es nicht annehmbar was sich Herr von und zu Guttenberg da geleistet hat. Und Sätze wie ‚Jeder Mensch macht Fehler, sogar ich habe schon geschummelt‘ gelten da auch nicht. Aber das eigentlich Problem ist doch hierbei der Einfluss der Medien. Denn es gibt tatsächlich eine Menge Leute die betrügen und lügen. Nur kennt die Öffentlichkeit diese Leute nicht und kann an ihnen kein Geld verdienen. Wenns da ne Möglichkeit gäbe, würde sie genutzt werden. Da KTG aber nun mal mehr als bekannt ist, muss er mit den Konsequenzen leben. Das heißt auch er muss seinen Titel abgeben. Was ich weniger ok finde ist, dass durch die lieben Medien wiederum alles was KTG macht auch auf seine Familie zurückfällt. (Das kennt man ja vom Fall Sarrazin, wo die Frau plötzlich eine ungemein ausländerfeindliche Lehrerin war, nachdem das Buch raus kam.)
    Ein anderer Punkt ist für mich, dass ich selbst auch keinen Rücktritt von KTG haben wollen würde. Das kann jetzt jeder wieder kritisieren. Aber ich finde nun mal, dass er seine politischen Geschäfte gut führt. Außerdem wer würde denn sein Nachfolger werden? Wieder irgendein alter, eingestaubter Herr der das alles nicht besser machen wird. Wenn man also wissen möchte ob es Grund dazu gibt, dass KTG zurücktreten soll, sollte man die Fragen, die es betrifft, z.B. die Soldaten in Afghanistan. – Das wird bloß nicht passieren. Wenn man mal so rumfragen würde, ob ein Politiker lieber in Rente gehen sollte, wär bald niemand mehr übrig.
    So das waren meine Gedanken dazu. Irgendwelche Kritik? 😉

    • Wenn du ihn dir als Verteidigungsminister wünschst, dann hast du (und die anderen verblendeten Deutschen) dir ihn verdient. So viel dazu.

    • Das ist jetzt off-topic, aber wegen „Wenn man also wissen möchte ob es Grund dazu gibt, dass KTG zurücktreten soll, sollte man die Fragen, die es betrifft, z.B. die Soldaten in Afghanistan.“ sollten Sie mal das hier lesen: http://de.wikisource.org/wiki/Das_Trauerspiel_von_Afghanistan_%28Fontane%29
      (und meiner Deutschlehrerin Frau Sch. nachträglich vielen Dank für die endlosen Balladen!)

  62. Die ganze Diskussion hier ist irgendwie faszinierend. Beide Seiten haben irgendwie interessante Argumente.
    Was der Herr von Guttenberg getan hat, finde ich ziemlich beschissen. Ganz ehrlich. Zwar bin ich keine Deutsche und habe somit nicht wirklich viel damit am Hut, aber trotzdem… Ein Politiker lebt doch irgendwo – sollte zumindest – von seiner Glaubwürdigkeit. Es ist eine Sache, wenn man vermutet, der und der hat Dreck am Stecken und erzählt Lügen. Es ist eine andere Sache, wenn man weiß, dass er in einer recht großen Sache – und eine Doktorarbeit IST nun mal eine große Sache, und nichtr sowas kleines wie Hausarbeiten, das Abi oder auch der Bachelor. Ganz ehrlich – wenn ich beim Abi, also bei uns der Matura, schummeln würde, weiß ich nicht einmal, ob ich sie zu einem späteren Zeitpunkt nachmachen dürfte. Mein Bruder ist zu seiner Zeit beinahe geflogen, weil sich ein Mitschüler bei der Mathematikmatura in seinen Computer eingehackt hat und vermutet wurde, dass mein Bruder ihm somit beim Schummeln geholfen hat. War eine ziemlich miese Sache.
    Die Doktorarbeit hat sieben Jahre in Anspruch genommen laut ihm. Schon allein bei der Zeitspanne sollte einem klar sein, dass das nicht vergleichbar ist mit abschreiben bei einem Test oder den Hausaufgaben oder sonst was in der Art. Nicht einmal mit der Steuererklärung. Somit ist das Argument „Jeder hat doch schonmal geschummelt“ ziemlich nichtig. Zweitens: Man muss den Doktor ja nicht machen, um ein Studium erfolgreich abzuschließen (meines Wissens nach). Wenn man ihn macht, um eine höhere Position, höheres Ansehen, später mehr Geld zu verdienen, dann hat man das selbst entschieden und ist somit auch selber verpflichtet,ihn zu machen. Sollte also mit dem nöstigen Ernst dahinterstehen. Das bedeutet, dass man ihn selber schreibt. Das beduetet, dass man selber recherchiert – ich will doch bitte wissen, was da drin steht oO Das bedeutet, dass man nicht einfach so die üBersicht verliert, auch nach sieben Jahren nicht. Eine Freundin hat kürzlich den Bachelor geschrieben und hat die Arbeit noch zum Korrekturlesen an vier Leute geschickt, um alle Fehler auszumerzen. Dem geneigten Betaleser wäre so etwas ja wohl aufgefallen – natürlich muss man die Arbeit dafür lesen lassen.
    Es steht hier allerdings auch niemandem zu, über die Kommission zu urteilen. Vielleicht waren sie nachlässig beim Überprüfen der Quellen. Vielleicht war die Doktorarbeit aber auch stilistisch so gut, dass die Plagiate gut eingegliedert waren und somit nicht aufgefallen sind. Keiner hier weiß das. Möglich, dass Vitamin B dahintersteckte, gut möglich aber auch, dass die Kommission ganz normal gehandelt hat und es wirklich nicht auffiel. Keiner hier kann das wissen und wild zu verdächtigen, ist meiner Meinung nach falsch.

    Witzig find eich das Argument, ob es denn nicht größere Probleme gäbe. Klar gibt es die. Gibt es immer. Aber das bedeutet nicht, dass kleine Probleme nicht geregelt gehören, oder? Ein Problem ist ein Problem, egal wie groß oder klein. Und Probleme gehören nun einmal gelöst und nicht aufgeschoben. Auch in der Politik. Klar ist es ärgerlich, wenn sich auf Dinge konzentriert wird, während andere, schlimmere außer Acht gelassen werden. Eine Balance wäre gut. Wenn beides erledigt wird.

    Soll er deswegen abgesetzt werden? Stellen wir die Frage anders. Würdet ihr einen Politiker wählen, von dem ihr wisst, dass er einen Eid bereits gebrochen hat und schon einmal bei einer großen Sache betrogen hat? Auch, wenn sie nichts oder nur wenig mit seinem Ministerium oder sonst was zu tun hat? Ich persönlich würde das nicht tun, auch, wenn das jedem selbst überlassen bleibt.
    In Österreich hat der Ex-Finanzminister Grasser einiges an Geld unterschlagen und ist inzwischen abgesetzt. Was genau war, weiß ich nicht, da ich eher politikuninteressiert bin. Allerdings würde ich ihn nicht einmal mehr in ein niedriges Amt wählen. Warum? Weil er alle vertrauenswürdigkeit verloren hat. Ja, das, was Gutti getan hat, war vielleicht nicht so „schlimm“ wie Unterschlagung. Aber es war ein Vertrauensbruch. Und wenn mir schon bewiesen wird, dass ich in einen Politiker nicht vertrauen kann, werde ich persönlich ihn nicht mehr wählen.
    Ob es einen besseren Verteidigungsminister gibt? Bestimmt. Man sollte nicht die Pest behalten, bloß, um die mögliche Cholera zu vermeiden. Was die Parteien ausspucken, weiß man im Endeffekt nie, aber nur aus Angst vor etwas Schlimmeren etwas bereits nicht Gutes zu behalten… naja. Ich weiß nicht. Ich halte es für falsch, aber jedem seine Meinung.

  63. Ernsthaft, wurde nicht vor ein paar Jahren eine skandivavische Ministerin zurückgetreten Rücktritt, weil sie ihre Rundfunkgebühren nicht bezahlt hatte?
    Ich weiß nicht mehr genau, wer es war, aber sie hat es ohne allzu großes Gemecker getan (wenn ich mich recht erinnere), denn jedem, der in die Politik geht muss klar sein, dass Dinge, die man anderen Menschen (des nicht öffentlichen Lebens) gerade noch so durchgehen lässt, für Politiker Todesurteile sind, und Doktorarbeiten abzuschreiben/abschreiben zu lassen gehört nicht einmal dazu: das ist -bewusster- Betrug (ansonsten unbeschreibliche Dummheit) und gehört auch so behandelt.
    Ich weiß, es wurde hier schon wirklich oft gesagt (anscheinend nicht oft genug…), aber Betrug und Diebstahl geistigen Eigentums ist KEIN Kavaliersdelikt!
    Dass Guttenberg sich jetzt so an seine Macht klammert ist lächerlich und lenkt von den wirklich wichtigen Themen dieser Tage ab, wie einem beginnenden Bürgerkrieg in Lybien, schwankende Systeme in Nordafrika und dem arabischen Raum und Angriffe auf deutsche Soldaten.
    Guttenberg, sollte diesen Dingen den Respekt zollen, den sie verdienen und sich zurückziehen, wie es jeder Mensch mit einem Hauch gesunden Menschenverstand schon lange getan hätte, denn ernsthaft, langsam wird es nur noch peinlich…
    Er glaubt doch nicht ernsthaft, dass er da noch lebend rauskommt, oder?

    Tschuldigung, das klingt grad so, als hätte ich dabei einen Sandsack verprügelt… wieder einmal klingen meine Worte aggressiver, als sie gemeint sind. Wobei…

  64. Nun melde ich mich auch mal zu Wort.
    Sehr guter und interessanter Artikel, den du da geschrieben hast, der die wesentlichen Aspekte gut darlegt un hinterfragt.

    Zitat:
    Haben die Reporter hier einfach nur bei der Auswahl der Interviewten geschummelt, was ja durchaus igendwie zur Guttenbergschen Thematik passt, oder sind wir als Volk wirklich so bescheuert, daß all diese befragten Knallchargen nicht in der Lage sind, das Kernproblem zu begreifen?

    So, nun, dazu muss ich sagen, dass ich persönlich ehrlich glaube, dass einige (!) (Politiker etc.) das Kernproblem bis data nicht begriffen haben.
    Unglaublich, aber wahr.
    Abgesehen davon kann man natürlich nicht wissen, welche Interviews die Reporter nun ausgelassen haben, aber ich denke auch, dass alle Politiker sich momentan sehr vorsichtig und eher ‚positiv‘ im Bezug auf Guttenberg äußern.
    Dieses Theater, das falsche ‚er möge bitte im Amt bleiben’…
    Es ist doch immer dasselbe.
    Politik ist ein Strategiespiel und ein Schauspiel. Als Politiker musst du aufpassen, was du sagst, sonst dreht dir jemand einen Strick daraus oder versucht dich anderweitig anzugreifen etc.
    Zu diesem Strategiespiel gehört es auch, sich möglichst beliebt bzw. ’nicht unbeliebt‘ bei seinen Mitpolitikern zu machen, immerhin könnten diese einem später, wie oben bereits erwähnt, aus irgendetwas einen Strick drehen, weil sie aufgrund unvorsichtiger Äußerungen Rache üben wollen.
    Politik auf Kindergartenniveau.
    Und selbst, wenn es für manchen unglaublich klingen mag, so läuft es doch auch in anderen zwischenmenschlichen Beziehungen der Gesellschaft noch heute so ab…Die Politiker wären also nicht die einzigen.
    Also alles in allem denke ich, die Mischung macht es…
    Aber um ehrlich zu sein, denke ich schon, dass viele unserer lieben Politiker das Kernproblem sehr wohl erfasst haben…
    (A/N: Im ersten Satz meinte ich lediglich, dass ‚einige‘ Politiker das Problem nicht erfasst hätten…die meisten sehr wohl, wie ich im letzten Satz dann nochmal erwähnt habe…nur damit hier keine Missverständnisse auftauchen).

    Zitat:
    Was soll man also von einem Verteidigungsminister halten, dessen persönliche Ehre für ihn selbst derart wenig Gewicht hat? Von einem Mann, dessen erste Reaktion darin besteht, zur Lüge zu greifen, und der bis jetzt mit dem Lügen in dieser Angelegenheit noch nicht aufgehört hat, indem er weiterhin bestenfalls Fehler einräumt, anstatt das Kind beim richtigen Namen zu nennen?!

    Soo…nun noch kurz etwas hierzu.
    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich denke, dass Guttenberg weder eine andere Möglichkeit sieht, noch wirklich eine andere Möglichkeit hat, denn du hast vorhin vom ‚Kernproblem‘ gesprochen, welches die meisten Politiker mit ihrer nicht gerade mangelnden Bildung meiner Meinung nach sehr wohl verstanden haben, der Großteil der Gesellschaft dagegen noch nicht.
    Sobald dieser Großteil der Gesellschaft jedoch feststellen würde, dass das Problem eigentlich mittlerweile ein viel größeres und anderes ist, denke ich, hat Guttenberg keine Chance mehr, seine derzeitige politische Stellung weiterhin zu halten.
    Ehrlichkeit würde ihm aus meiner Sicht also überhaupt nicht weiterhelfen.
    Natürlich wäre es moralisch richtig und nobler von seiner Seite den Tatsachen ins Auge zu sehen, aber wie erwähnt, ist Politik reine Strategie und Moralapostel haben dort keine Chance. Das System ist knallhart und wer nicht mitspielt, fliegt raus.
    Guttenberg ist natürlich lediglich darauf aus, seine Haut zu retten, aber meiner Ansicht nach, hatte er von Anfang an aus politische Sicht keine andere Möglichkeit als sich durch Lügen noch mehr in das Ganze zu verstricken und zu hoffen, dass es gut geht.

    Schon die anfänglichen Vorwürfe waren einfach zu heftig, weitere Geständnisse hätten ihn seine Stellung in unserem politischen System gekostet und somit denke ich, dass er, und das sagen zu müssen tut mir Leid, absolut stereotypisch für einen Politiker gehandelt hat, wobei ich hier nicht ALLE Politiker D. verurteilen möchte, ich rede von Stereotypen!

    Gut, aber alles in allem muss ich sagen, dass er moralisch falsch gehandelt hat und das Volk in hintergeht, wenn man es knallhart ausdrückt, aber (meinetwegen steinigt mich dafür!): Das ist Politik! Und so ist es meistens!

    Lg Lalill

    P.S. Bitte denkt nicht, dass ich unser gesamtes politisches System verurteile etc.
    Der letzte Satz ist die aus meiner Sicht existente Tatsache ohne legliche ‚eigene Meinung‘ meiner selbst…

  65. Ich finde, wie diese ganze Disskusion über diesen Doktortitel in den Medien total übertrieben aufgebauscht.
    Ja, er hat Mist gebaut, aber man muss mal überlegen, wie und warum der damit „durchgekommen“ ist.

    1. Warum wird plötzlich, 5 Jahre nach der Auszeichnung, überprüft ob die Doktorarbeit Plagiat ist?

    2. Wenn so ziemlich jeder schon so viele Stellen mit Hilfe von Google gefunden hat, wie der Spiegel schreibt, warum finden dann 4 ausgezeichnete Professoren keine einzige und zeichnen es mit der Bestnote aus?

    3. Er hat doch zuvor als ehrlichster und vertrauenswürdigster Politiker einen sehr guten Job gemacht, warum sollte das denn alles aufeinmal Schlecht sein, blos weil er jetzt keine Doktortitel mehr hat? Jeder Politiker hat doch eine Leiche im Keller, da kann man doch froh sein, dass es sich bei Karl – Theodor zu Guttenberg „nur“ um solch einen „Betrug“ handelt.

    4. Ist es nicht viel suspekter und unprofessioneller, wie die Opposition bei der Besprechung zur Bundeswehr den Verteidigungsminister angreift und sich mit solchen „belanglosen“, für diese Debatte, Themen aufhällt und nicht sich um wichtigere Themen kümmert.

    Daher denke ich, dass man ihn nicht zu scharf kritisieren sollte und er ohne moralische Vorbehalte in seinem Amt bleiben kann.

    • Hör auf BILD zu lesen. Oder falls du das nicht schaffst, dann hör zumindest damit auf, BILD zu glauben. Der Link rechts oben zum BILDblog könnte deine erste Hilfe sein.

      • Wieso sollte ich die BILD lesen?
        Die ist doch mal das objektistlose Schmierblatt, dass es gibt, aber ich finde die ersten 2 Fragen sind durchaus berechtigt.
        Ich sage nicht, dass ich gut heiße, was er getan hat und er wird sich auch deswegen verantworten müssen, allerdings sage ich, dass man ihn nicht sofort auf dem Scheiterhaufen verbrennen soll, da er ein guter Politiker ist, der am authentischten ist.
        Ich möchte zum Beispiel nicht wissen was für Leichen andere Politiker in ihren Kellern haben,
        Ich würde nur gern wissen, ob sich jemand auch mal den 1. Zwei Fragen beschäftigt hat ?

        • Zu 1.

          Ein bischen Eigenrecherche hätte hier geholfen. Aber meinetwegen, hier noch einmal der Link: http://www.sueddeutsche.de/politik/guttenbergs-doktorarbeit-summa-cum-laude-mehr-als-schmeichelhaft-1.1060779

          Zu 2.

          Man darf wohl davon ausgehen, daß die Prüfer die Fehler hätten finden können, so sie denn gesucht hätten. „Aber warum suchen? Der ehrenwerte Freiherr zu Guttenberg schummelt nicht.“ Das werden sie sich wohl gedacht haben.

          zu 3.

          Bisher hat noch absolut niemand es fertiggebracht zu sagen, was denn der Gutti nun als Verteidigungsminister so toll gemacht haben soll. Es kommt immer nur: „Er hat einen guten Job gemacht.“ Fakten kommen nicht.

          zu 4.

          Die Behauptung, daß die Opposition nur noch den Gutti angreift anstelle zur Debatte zu sprechen, kam von Bild. Schau mal beim folgenden Link rein: http://www.bildblog.de/28291/hochstaplerfahrer-paul/

    • Die unbegründete Anschuldigung, besagte deutsche Tageszeitung zu lesen ist metaphorisch in etwa mit der Verbrennung auf einem Scheiterhaufen gleichzusetzen und daher sollte man sich derartige Schießereien auch wohl überlegen.

      Aber das nur nebenbei.

      1. Warum wird plötzlich, 5 Jahre nach der Auszeichnung, überprüft ob die Doktorarbeit Plagiat ist?

      Ja, warum? Es hätte auch 10 Jahre nach der Auszeichnung passieren können, wenn Guttenberg unsere sexy Bundeskanzlerin bereits abgelöst hat. Oder auch 3,66 Jahre nach der Auszeichnung. Oder auch nie? Die Frage stellt sich, was das überhaupt für eine Rolle spielt. Wenn jemand nachgeholfen hat, dürfen wir uns bedanken.

      Und wie wir jetzt wissen, ist es nicht schwer, eine Doktorarbeit als Plagiat zu enttarnen. Womit wir bei Punkt zwei wären. Die Herren müssen ihren adeligen Doktorsohn vollkommen vernachlässigt haben. Oder sie wussten nichts von Google.

      Er hat doch zuvor als ehrlichster und vertrauenswürdigster Politiker ….

      Mach dich nicht lächerlich. Angie ist viel vertrauenswürdiger. Aber ich stimme dir vollkommen zu, seinen Job „Bombensicheres pomadiges Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit“ hat er sicherlich bisher gut gemacht – von mir bekommt er ein summa cum laude.

      Freue dich auf die ‚Leichen‘ der anderen Politiker, denn wie du richtig sagtest hat ja jeder eine, ne? Gegen die wird Guttenberg wie ein Engelchen dastehen und alles wird vergessen sein, denn dann geht es daran, dem nächsten Kandidaten alles durchgehen zu lassen. Am besten man nimmt ihn/sie jetzt schon in Schutz, sozusagen als Vorbeugung, damit er/sie nicht sofort am Scheiterhaufen verbrannt wird, wenn wieder so lästige Sachen in der breiten Öffentlichkeit dikutiert werden.

      Und ja, man sollte gefälligst andere Dinge tun, als sich über Guttenbergs Betrug zu mokieren.
      Schach spielen zum Beispiel.

  66. Dieser Typ sollte doch einfach den Anstand besitzen, seine Fehler zuzugeben und dazu zu stehen. Aber nein, stattdessen faselt er herum, es wäre ohne Vorsatz geschehen. Sollte das wirklich so sein und er war bei allen diesen Zitaten zu dämlich, die Quellen anzugeben, dann sollte man ihn für unzurechnungsfähig erklären und ihm vor allen mal den Posten des Verteidigungsministers entziehen.
    Aber nein, all seine Parteikollegen und sogar die Kanzlerin spielen es herunter, es wäre ja alle nicht so schlimm.
    Trotzdem ist es Betrug, und für Betrug gehört man vor Gericht. Wäre er nicht Minister sondern in der freien Marktwirtschaft angestellt, würde man ihm bei Verlust des Doktortitels vermutlich kündigen, weil eine Qualifikation in Frage stehen könnte.
    Aber die regierung scheinbt ja mindere Ansprüche an ihre Mitarbeiter zu stellen.

    Arme Deutschland !

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