Feb 192011
 

Es sei nur kurz auf einen lesenswerten Beitrag auf SPON verwiesen, der sich mit der Kritik an Islamkritikern beschäftigt.

  59 Responses to “Islamkritikerkritiker?”

  1. Ich finde den Text schwer….
    Und lustig. ^^“

    Und eine Mahnung an alle, die Meinung „machen lassen“.

    Die Menschheit lässt sich nun mal gern von dem anstecken, der gerade am lautesten schreit, egal ob das nun ein Sarrazin ist, ein Wulf oder sonst wer.

    Ich halte Verallgemeinerungen für ebenso gefährlich wie echte Panikmache vor dem Nichts…

    Ich frag mich einfach
    „Was geht denn mit denen??“, die einen sehen ein echtes Problem, die anderen „machen“ ein echtes Problem neben dem eigentlichen Problem. -,-

    Es stimmt, das Fanatiker gefährlich sind.
    Egal, auf welcher Seite sie stehen, Fanatiker gehen für ihren Glauben, ob der nun aufgezwungen ist oder nicht, bis in den Tod..
    Davor muss man Angst haben.
    Und die, die davor warnen, sind meiner Meinung nach im Recht.

    Wenn es tatsächlich um Warnen geht. ^^

    Starten wir jetzt eine Islam-Debatte or wie or wat?

  2. Um es mal vorweg zu sagen, ich bin ein Beführworter der Islamkritik.
    Das heißt nicht, dass ich nicht gegen Islam-Kritik-Kritik bin, nur besteht diese meist daraus, die Sache zu beschönigen und bei den Islamkritkern die Nazi-Keule und den Volksverhetzungs-Paragraphen zu schwingen (weil ihnen ja anscheinend keine, auf Fakten basierenden, Argumente einfallen)

    Typischen Gutmenschentum, welches aber bei diesem Thema vollkommend unangebracht ist. Den Islamkritkern wird schon Volksverhetzung vorgeworfen, wenn sie ihre Kritischen Argumente mit Zitaten aus dem Koran selbst belegen!
    Daher stört mich der vorletzte Satz „Wenn es tatsächlich um Warnen geht. ^^“ auch ziemlich. Die Kritiker versuchen zu warnen, aber trotz allem landen sie dann regelmäßig vor Gericht, wie die österreichische Kritikerin Sabaditsch-Wolffs! Diese hat Argumente auch nur mit dem Koran gestützt!

    Die Kritik der Islamkritik besteht daraus, die Realität nicht wahr haben zu wollen und versucht daher mit den gängigen Mitteln (Nazi, Rassismus, Schauprozesse usw.) diese Mundtot zu machen.

    • Mein Gott… sorry. Im zweiten Satz ist ein ganz dummer Fehler. Da ist ein „nicht“ zu viel. Das heißt nicht, dass ich gegen Islam-Kritik-Kritik bin, <- So muss es heißen

      • Ich wollt grad sagen…. Äh wat? ^^`

        Ich glaube, das bei der Kritik-Kritik schlicht und ergreifend
        Angst im Spiel ist.
        Ich rede mit muslimischen Freunden viel darüber, was da drüben so abgeht und wie die Welt darauf reagiert.

        Es ist die Angst, vom Islam als Ketzer gesehen und somit ein Angriffsziel zu werden.

        Wie du sagtest, werden darum viele Mundtot gemacht..
        Und das finde ich nicht richtig.

    • Ich bin genau deiner Meinung. Wenn man so etwas mal kritisiert, ist man gleich der Nazi hoch zehn.

    • Wenn du dich selber mit dem Koran beschäftigt hättest müsstest du eigentlich wissen dass man koran nicht neutral übersetzen kann. Wenn einer negativ eingestellt ist kann er die worte natürlich im negativen übersetzen, das ist leider mit dem arabischen so.
      Da gibt es noch eine Geschichte : Ungefähr zu der Zeit als der Koran auf die Welt kam, war ein Alkoholiker der genau so was machte. Im Koran stehet : Wenn du alkholisiert bist, bleib vom beten fern!
      Jetzt hat der gute mann eben den ‚ wenn du alkoholisier bis‘ Teil weggelassen und was kam raus?
      BLEIB VOM BETEN FERN.
      so ähnlich ist es auch mit denen. Wenn du dir also selber eine Meinung machen willst, kauf die eine gute übersetzung, davon gibt es viele, manche sind sogar von deutschen übersetzt worden, und lies es.
      dir werden sicher viele gemeinsamkeiten mit der bibel auffallen.
      islam ist der friedlichste Religion der welt! Wer 1 menschen absichtlich umbringt, bekommt so viele sünden als ob er die ganze menschheit umgebracht hätte. wer nicht an alle propheten glaubt (inkl. jesus) ist kein muslim …

      • oh, edit:
        es gibt ja drei weltreligionen : judentum, christentum und islam.
        Als erstens kam Judentum, danch christentum und allerletzt (und es wird auch der letze sein) Islam.

        Wenn es ein neues gesetz gibt, welches ist euer meinung nach der richtige?
        der alte oder neue?
        eben neue!

        so ist das auch mit den religionen. gott hat den menschen 3 chancen gegeben, und islam ist die letzte chance & religion.

        Es gibt soooo viele leute die zum islam konventiert sind, weil sie sich mit dem thema religion genau geschäftigt haben!

  3. Ich bin am 10.10.10 zum Islam übergetreten, weil der Koran in seiner Gesamtheit für mich toll und überzeugend ist. Und dann habe ich gemerkt, dass die meinsten sogenannten Muslime vom Koran keine Ahnung haben und sich nur auf das stützen, was ihnen erzählt wird. Schlimm ist das. Ich bin also durchaus für Islam-Kritik. Meiner Meinung nach machen es sogar so viele falsch, ohne sich dessen bewusst zu sein, dass bei mir schon ein Fremdschämen einsetzt.
    Und ich persönlich misstraue auch den Hadithen. Im Koran steht, man solle auf die Worte des Propheten hören, aber ich hab nicht zu seiner Zeit gelebt und wie will mir jetzt jemand beweisen, dass diese Worte wirklich von ihm sind? (Nichtsdestotrotz sind einige weise Sprüche darunter.)
    Ja, das war gerade Islam-Kritik. Von einem Muslim.

    • Also ich bin auch ein Muslim und kann mich dir teilweise anschließen, denn ich bin auch der Meinung das viele Muslime keine ahnung vom Koran haben und sich auf das stützen was gesagt wird…ich persönlich kenne denn Koran nicht in- und auswendig, dennoch bin ich mir über vieles bewusst was drinnen steht. Ich kann auch dein Misstrauen verstehen, auch wenn ich keine beweise brauche das die Worte wirklich vom Propheten sind.

    • Mein Cousin hat genau dasselbe Problem wie du. Die Schlimmsten sind immer die, die denken (!) dass sie Ahnung von allem und jedem haben, in Wahrheit aber überhaupt keine Ahnung haben.

  4. Ich finde, dass Kritik in fast jedem Lebensbereich angebracht ist. Zumindest konstruktive Kritik.
    Es gibt Viele, die im Moment den Islam kritisieren, weil das Thema seit dem 11. September 2001 so stark in den Medien vertreten ist und auch immer wieder Negativbeispiele in den Vordergrund geschoben werden. Gut so! Gehen wir diese Negativbeispiele an und versuchen diese mit Prävention zu vermeiden. Aber bitte ohne Verallgemeinerung.
    Die größten Islamkritiker die ich persönlich kenne sind Türken. Keine Deutschtürken wohlgemerkt, sondern türkische Staatsbürger, die meist aufgrund eines Auslandsemesters nach Deutschland kamen. Selten haben ich so entsetzte Blicke gesehen – Nicht wegen der deutschen Kultur, sondern wegen des muslimischen Konservatismus in Deutschland!
    In den türkischen Städten kennt man so etwas wie hier gar nicht mehr. Dort gibt es ein Kopftuchverbot in vielen Betrieben und öffentlichen Einrichtungen – Und zwar ohne große Diskussion. Dort gibt es Frauen mit Tattoos, Minirock und offenen Haaren.
    Aber dort gibt es auch keine muslimischen ‚Ghettos‘ wie hier in Mitteleuropa. Konservatismus entsteht ja hauptsächlich aufgrund von Ausgrenzung anderer Lebensweisen und Kulturen. Integration ist also angesagt – Von BEIDEN Seiten. Es bringt nichts in Schulen Türkisch als Fremdsprache anzubieten, wenn die Kinder mit türkischem Migrationshintergrund sich weigern dafür am Deutschunterricht mitzuarbeiten und in den Pausen nur bei ihren ebenfalls türkischen Freunden stehen und mit diesen in Türkisch palavern. Da hilft auch kein Schimpfen und Zetern über Ausländerfeindlichkeit. Man muss sich anpassen und fertig.

    Die christliche Rechte muss schließlich auch damit leben, dass unsere Gesellschaft sich nicht gerade an die Vorgaben der Bibel hält.
    Kritik am Christentum wird jeden Tag geübt – Und weitestgehend akzeptiert. Manchmal kommt es dadurch sogar zum Dialog.
    Die ist das Ziel, das mit dem Islam erst noch erreicht werden muss.

    PS.: Der Grund weshalb ich mich hauptsächlich auf unsere türkischstämmigen Mitbürger bezog liegt einfach daran, dass sie die Mehrheit in der deutsch-muslimischen Gesellschaft darstellen und ich mich mit den anderen Gruppierungen weniger auseinandergesetzt habe.

    • Da gibt es etwas was mich interessieren würde was meinst du mit :

      „In den türkischen Städten kennt man so etwas wie hier gar nicht mehr. Dort gibt es ein Kopftuchverbot in vielen Betrieben und öffentlichen Einrichtungen – Und zwar ohne große Diskussion. Dort gibt es Frauen mit Tattoos, Minirock und offenen Haaren.
      Aber dort gibt es auch keine muslimischen ‘Ghettos’ wie hier in Mitteleuropa. Konservatismus entsteht ja hauptsächlich aufgrund von Ausgrenzung anderer Lebensweisen und Kulturen. Integration ist also angesagt – Von BEIDEN Seiten.“

      Meinst du jetzt das die Muslimen in Deutschland konservatiever sind als hier, weil sie andere Lebensweisen und kulturen nicht akzeptieren??

      • Hm… So würde ich es nicht formulieren.
        Viele Deutschtürken bzw Deutsche mit türkischen Migrationshintergrund sind in Deutschland geboren und aufgewachsen. Allerdings im geschützten Rahmen ihrer Familie, die gerade in größeren Städten oft in einem türkischen Viertel wohnt. Meist sind sogar die Eltern in Deutschland geboren und ihre Eltern, also die Großelterngeneration kommt ursprünglich aus der Türkei. Und zwar aus der früheren, noch recht konservativen Türkei.
        Diese Türkei hatten die Großeltern im Hinterkopf als sie ihre Kinder erzogen. Und die Kinder widerum haben ihre Kinder nach diesen Vorgaben erzogen. Und da die Mehrzahl der Familien in der Nachbarschaft es ebenso gemacht haben, gilt es dort als normal besonders konservativ zu sein und Werte aus der ‚alten Heimat‘ ganz besonders liebevoll zu pflegen.
        Verstehst du was ich meine?
        Die Erziehung ist zur Tradition geworden und nicht mehr mit der Zeit gegangen. Anders als bei Familien in der Türkei.
        Man kann es beinahe mit den Quäkern in Amerika vergleichen, die aufgrund ihrer Isolation den Anschluss zur Moderne verpasst haben.

        • Also jetzt verstehe ich dich besser.
          Ich bin nämlich eine Türkin und eine Muslima, aber meine Familie hat da irgendwie nicht so ganz ins Bild von deiner Meinung gepasst, deswegen die Nahcfrage. Meine Familie sagt zwar immer ich soll denn Wert meiner Heimat pflegen, aber ich soll mich auch in das Land anpassen in dem ich Lebe, deswegen war meine Familie eig. auch dagegen das ich ein Kopftuch trage aus Angst man würde mich ausschließen.

          • Nunja.
            Ich kenne einige Muslimas, die sich aus diesem Grund nicht trauen ein Kopftuch zu tragen, obwohl sie es gerne würden um ihrem Glauben gerecht zu werden. So etwas finde ich auch wieder sehr schade.
            Denn der Glaube ist Privatsache. Man sollte das Recht haben ihn ausleben zu dürfen, sofern man damit Niemanden schadet. Den eigenen Glauben in einem öffentlichen Amt (z.B. Lehramt) auszuleben ist selbstverständlich etwas anderes, da man dort die Institution vertritt für die man arbeitet.
            Allerdings bin ich auch der Meinung, dass Kruzifixe und Morgengebete nichts in Schulen zu suchen haben.

  5. „Ich habe viele Namen doch nur eine Natur“
    das ist das was wir in der Theologie erforschen.
    Wenn wir genauer nachschauen, verbindet die Religion mehr als das sie uns trennen.
    Wir sollten alles tun damit wir friedlich(er) zusammenleben können, statt in Fantatismus andere Menschen umzubringen.
    Hierfür ist Bildung unablässig – Therorismus bekämpft man mit Lehrern nicht mit Soldaten.

    • Es gibt nur eine Sache, die die Menschen im Theismus verbindet – Nämlich die Tatsache, dass es nur einen wahren Gott gibt.
      Aber wehe es ist nicht der richtige Gott.

      Ich halte es für ein naives Gerücht, dass Religion alle Menschen verbindet. Die Verbindung gilt lediglich für die Menschen, die denselben Glauben teilen. Alle anderen sind Heiden, Sünder, Verräter, Ketzer.
      Religion ist nichts anderes, als die Zugehörigkeit zu einer Sekte und somit die Ausschließung Andersgläubiger.

      Und dies muss man vom Glauben eindeutig unterscheiden.

      • Da stimme ich dir zur, das ganze relativierende wie „ist doch eh eigentlich der gleiche Gott“ ist bestenfalls naiv, schlimmstenfalls bewusst ignorant. Es ist nicht der gleiche Gott, sonst würden sich die Menschen ja nicht deswegen z.T. umbringen oder andere Menschen töten, weil diese nicht so handeln, wie ihr eigener Gott es angeblich vorschreibt.

        Ist schon traurig, dass Menschen sich immer wieder bekriegen und Leid verursachen, weil sie verschiedenen – jede für sich genau so unwahrscheinlichen – Gotteshypothesen anhängen.

      • Alle abrahamischen Glaubensrichtungen (Hauptzweige Judentum, Christentum, Islam) HABEN denselben Gott und zumindest von Christentum und Islam weiß ich, dass man Andersgläubige in Ruhe lässt mit dem simplen Argument: „Sie werden schon sehen.“ (Und laut Koran sind Juden und Christen deutlich besser dran als die, die wirklich an ganz andere Götter glauben.)
        Die abrahamischen Religionen haben somit auch denselben Gott, nur das die sogenannten Institutionen dieser etwas stärker sich selbst betonen. Und dann kommen die hirnlosen Fanatiker, die alles andere ausschließen, ja. Und schwupp, haben wir Konflikte im Nahen Osten. (Nur Spaß, ich glaube eher, dass die Religion (wie so oft) nur als Vorwand genutzt wird um dort Kriege zu führen)

        • Das macht es nicht besser, dass halt drei Gotteshypothesengruppen sich zusammen besser fühlen als andere.

          Allerdings könntest du das mal erklären. Was ist damit gemeint, sie haben denselben Gott? Allah und Jahwe sind dieselbe hypothetische Entiität?

          • Jep genau. Also, dass die Christen und die Juden denselben Gott haben, das geht ja schona us der Bibel hervor… der einzige Unterschied besteht im Grunde darin, dass die Juden Christus nicht als Messias ansehen, sondern der ihrer Meinung nach erst noch kommt.

            (Achtung: Beim folgenden ist es schon lange her,adss ich mich damit befasst hatte. Wenn ich falsch l iege, korrigiert mich bitte einfach 🙂 )
            Der Koran „spielt“ etwa fünfhundert Jahre nach dem neuen Testament. Größtenteils geht es dort eigentlich um den Propheten Mohammed, der halt,p latt ausgedrückt, seine Geschichten erzählt, wie jeder andere Religionsbegründer auch. Das ist keine Herabsetzung. Die Parabeln etc sind sehr tiefgründig und haben alle ihren Sinn und Zweck.
            Der Gegend nach, also u.A. Mekkar, wo das spielt, dürfte die Ursprungsreligion dort ebenfalls das Judentum gewesen sein. Ergo glauben alle an denselben Gott – nur die Propheten unterscheiden sich. Der Prophet der Christen ist Jesus, die Juden warten noch auf den ihren, die Muslime haben Mohammed.

          • Argh, den letzten Satz möchte ich gerne korrigieren. Die Juden haben einen Haufen Propheten (Jessaja, Lot, etc.), die Christen _zusätzlich_ Jesus als Messias (wobei sie ihn nicht Propheten sondern mehr Gott nennen (Stichwort Dreifaltigkeit)) und die Muslime _nochmal zusätzlich_ Mohammad, der als der letzte Prophet gilt. Auch im Islam ist Jesus der Messias, die Juden warten noch drauf…

      • Naja das Religion Menschen verbindet, ist kein naives Gerücht. Sie kann Menschen helfen wieder aufzustehen wenn sie einen schweren „Schicksals-Schlag“ hatten. Ganz nebenbei bin ich allerdings Atheist.

        • Das definiere ich als ‚Glaube‘. Also der Glaube an einen höheren Sinn (Gottes Plan) und daran nie allein zu sein (Gottes Liebe).
          Religion ist für mich persönlich eher eine Ansammlung von Dogmen, welche meist aus politischen oder finanziellen Aspekten enstanden sind.

          • Aber nur weil jemand einer Religion angehört muss er anders gläubige Menschen noch lange nicht als „Ketzer“ betrachten. Es gibt doch genauso Leute die zwar an eine bestimmte Religion glauben, aber dennoch davon ausgehen das sie nicht unbedingt im absoluten Recht sein müssen.

  6. Leider lassen sich im Prinzip alle Menschen von Demagogen aufhetzen.
    Und ich muss schon sagen, dass sowohl die „Islamisten“ als auch die „Islamkritiker“ bei mir einen ziemlich bitteren Geschmack hinterlassen.
    Wenn man sich nämlich mal die ECHTEN Probleme der Menschheit anguckt, kommt mir das wie eine gigantische Ablenkung vor, nach dem Motto: „Teile und herrsche“.
    (Besonders, wenn man sich anguckt, was jetzt aktuell im Nahen Osten los ist – da könnten wir Europäer uns in Puncto Demokratie eine Scheibe abschneiden.)
    Der wirksamste Schutz vor solchen Demagogen ist Wissen. Das heißt auf der einen Seite ein islamischer Religionsunterricht in der Schule (das kann man direkt vergleichen – diese absonderlichen „christlichen“ Sekten in den USA, denen die Leute da hinterherlaufen, und hier in Europa können die allermeisten Menschen ohne Schwierigkeiten Aufklärung und Naturwissenschaften in ein christliches Weltbild integrieren) und andererseits mehr Kenntnisse über die Geschichte und die (wirtschaftlichen) Zusammenhänge.
    Also z.B. der Afghanistankrieg, wo dann immer mit den armen unterdrückten Frauen argumentiert wird, die „wir“ vor den bösen islamistischen Taliban beschützen müssen.
    Und in Wahrheit gehts um Bodenschätze und Pipelines. Und wenn man dann nur ein bisschen in diversen Geschichtsbüchern herumblättert, kommt raus, dass die Bewohner Afghanistans buchstäblich seit Tausenden von Jahren alle Fremden früher oder später vertrieben haben – einfach, weil es Fremde waren (und Bergvölker spinnen in der Hinsicht immer – siehe Entstehung der Schweiz).

    • Habe den Kommentar versehentlich zu früh gepostet 🙂
      Was ich noch sagen wollte: Es gibt ein wirklich sehr interessantes Buch (vom Chef der französischen Statistikbehörde), das dieses Thema unter anderem behandelt: Emmanuel Todd,“Weltmacht Amerika – Ein Nachruf „.
      Da wird die Sache meiner Meinung nach auf den Punkt gebracht. Nämlich der langsame Niedergang der USA, die ihre Vormachtstellung in der Welt aus wirtschaftlichen Gründen verlieren, und die dann ein Feindbild – den Islamismus – theatralisch aufbauschen, um die Europäer weiter an der Kandarre zu halten.
      Der Autor vertritt die Meinung – auf statistische Daten wie z.B. Geburtenraten und Schulabschlüsse gestützt – dass sich das Problem des fanatischen Islamismus in absehbarer Zeit von selbst erledigt („Übergangskrise“ der islamischen Kulturen beim Weg in die Moderne).
      Und weil das Buch 2002 erschienen ist und haarklein die Weltwirtschaftskrise von 2008 sowie den Wiederaufstieg Russlands vorhergesagt hat, denke ich, dass man sich auf diese Prognose verlassen kann.

      • Du vertrittst also die Theorie der islamistischen Pubertät?
        Frei nach dem Motto: ‚Der Islam entsand erst ca 500 nach Christi und kann daher noch nicht so weit entwickelt sein wie ältere religiös-motivierte Kulturen.‘?

        • Im Prinzip ja – wenn du ca. 500 Jahre zurückrechnest, bist du nämlich im europäischen Zeitalter der Glaubenskriege.
          Nee, mal im Ernst: Die sogenannte islamische Welt befindet sich de facto immer noch unter Kolonialherrschaft. Und da gibts eine ganz unglückliche Verquickung von korrupten Regierungen, wirtschaftlicher Rückständigkeit und absichtlichem Dummhalten der Bevölkerung.
          Und dann kommt so eine explosive Mischung dabei raus.
          Also eher eine“ Pubertät der Schwellenländer“ – z.B. ist der Iran mittlerweile eine Militärdiktatur und kein Gottesstaat mehr, da hatte die „islamische Revolution“ a) einen Riesen-Modernisierungsschub gebracht und b) durch das westliche Embargo konnte sich die Wirtschaft ungestört entfalten.
          Und das Ergebnis: Ein Volk, das immer lauter seine demokratischen Rechte einfordert, die Gleichberechtigung schleicht sich durch die Hintertür ein (es gibt dort viel mehr „weibliches Führungspersonal“ als in Deutschland – Professorinnen, Ärztinnen, Managerinnen usw.), und außerdem gehen die Leute ungefähr so häufig in die Moschee wie die Deutschen in die Kirche.

          • „und außerdem gehen die Leute ungefähr so häufig in die Moschee wie die Deutschen in die Kirche.“

            Nur so selten und so wenige?

  7. Klasse Artikel! Toll geschrieben!!

    Ich persönlich bin weder gegen noch für den Islam, mMn ist er wie jede andere Religion auch: selbst als Gläubiger muss man mit seinem eigenen ethisch-moralischen Empfinden und seinem Verstand handeln, anstatt sich das Glaubensbuch zum Mittelpunkt des Lebens zu machen. Gut, von mir aus darf man selbst das, solange man andere Menschen damit weder einschränkt noch verletzt etc.
    Die einzige Sachen, bei denen ich den Islamkritikern hundertprozentig zustimme, sind extreme Moslems in Deutschland (oder anderen westeurop. Staaten) und Islamisten.
    1. Islamisten: Islamisten, die andere Menschen verletzen (bei Anschlägen etc.), sind nichts anderes als Verbrecher. Dass ihr Motiv vll einige Zitate aus dem Koran sind, ist mir egal. Terroristische Anschläge im Namen Allahs sind Mord, genau wie alle anderen Anschläge auch, ob aus politischen oder religiösen oder persönlichen Gründen. Das einzige Problem ist, dass man mit Religionsfanatikern echt nicht reden kann (zumindest mit denen, mit denen ich schon mal geredet hab). Total verblendet, sie argumentieren überhaupt nicht mit Vernunft. Und wenn ihnen kein Gegengrund mehr einfällt, kommen Sachen wie „ja weil“ oder „Allahs Wege sind unergründlich“. Ist übrigens genauso mit extrem gläubigen Christen oder Juden.
    Extremismus ist scheiße.
    2. Extreme Moslems in DE: das geht ganz schnell. Wenn sie nach Deutschland kommen, müssen sie sich dem Gesetz unterordnen, scheiß auf ihre Religion. Ehrenmord ist vll nach dem Koran nötig/ehrenhaft/whatever (keine Ahnung, ich hab den Koran nicht gelesen!!), aber nach den deutschen Gesetzen ist es nunmal, was es ist: Mord! Und da sollen sie sich nicht beschweren. Wenn ihnen das nicht passt, sollen sie zurück dorthin gehen, wo sie hergekommen sind.

    Ich hab nichts gegen Moslems oder generell Religionen. Ich hab nur was dagegen, wenn Religion als Ausrede für alles missbraucht wird. Die menschliche Vernunft sollte unser Handeln bestimmen, nicht irgendein Glaubensbuch.

    • Ich empfehle dir den Koran zu lesen. Ob du’s glaubst oder nicht, da steht ne ganze Menge an menschlicher Vernunft drinne 😀
      Gleichberechtigung und Schutz der Frau, Schutz von Beziehungen und Familie, friedliches Miteinander und akzeptieren von anders denkenden ^_^

      • Und mindestens genausoviel menschliche Unvernunft, womit das Werk nicht qualitativ wertvoller ist als viele andere zusammengeschriebene von den Sitten der Zeit geprägte Verhaltensregelsammlungen. Allerdings ist das Label „Gott will das so“ marketingtechnisch natürlich ein großer Pluspunkt.

        • Ich würde eher sagen wenig Unvernunft, aber das ist letzten Endes wohl irgendwo Interpretations- und Erfahrungssache (wobei mir die meisten Muslime zuviel interpretieren =__=).

          • Es ist halt ein Sittengemälde der Zeit, in der es entstanden ist. Da sind einige Dinge drin, die heute überholt sind, die grundsätzlich fragwürdig sind und einige, die wohl immer noch gut für die Menschen sind. Damit hat der Koran aber nicht wirklich so eine besondere Stellung inne, Verhaltensregeln gibt es schließlich viele. Letztenendes muss die jede/r für sich selbst hinterfragen. Nur eine Aussage „das kommt von Gott“ ist selten ein besonderes Qualitätsmerkmal für eine Verhaltensanweisung, weil sie sich damit der Kritik zu entziehen versucht.

      • Eines Tages ganz sicher. Bibel hab ich schon, und je nachdem, was ich früher in die Hände kriege, Tora oder Koran. Wenn ich mich mit Menschen über Dinge wie Religion streite, dann will ich wenigstens Ahnung haben, wovon ich spreche. Selbst als Atheist.
        Genau, go Menschlichkeit! :’D

    • Ich glaube eher an ein Heiliges Buch als an den Verstand der Menschen…

      Und fromm sind Islamisten eben nicht unbedingt, eher denke ich, das sie ihre eigenen Minderwertigkeitskomplexe kompensieren wollen, wie die Anhänger anderer Ismen (Ideologien) auch.

      • Dumm nur, wenn ein Heiliges Buch von Menschen geschrieben wurde ^^

      • Alle heiligen Schriften sind von Menschen geschrieben worden, sind insofern nichts anderes als jedes andere Buch auch. Außer, dass sie mit mehr Märchen und unbegründeten Dogmen gefüllt sind.

        • Ey, da steht ja nicht NUR Scheiß drin. Das hat schon seinen Sinn und ist nicht dazu GEDACHT es als „wir haben recht und ihr seid dumm/gegen Gott“ etc auszulegen.

          • Keiner hat behauptet, dass in sogenannten „heiligen Schriften“ nur Mist drin steht, wie kommst du darauf?

          • „Und fromm sind Islamisten eben nicht unbedingt, eher denke ich, das sie ihre eigenen Minderwertigkeitskomplexe kompensieren wollen, wie die Anhänger anderer Ismen (Ideologien) auch.“?!

  8. Einer meiner palästinensischen Freunde (ein Moslem) sagt immer:
    Ich weiß nicht, warum sich alle streiten.
    Alle Götter sind ein Gott.
    Auch Allah und der christliche Gott.
    Es ist eine Sache des eigenen Glaubens, nicht der Religion.
    Alle Götter sind ein Gott.

    Leider sehen das eben nicht alle so, dann gäbe es weniger Streit und Zündstoff.

    • Das Problem hierbei sind die verschiedenen Schriften bzw. Regelwerke.
      Zum Beispiel ist es bewiesen, dass das Christentum lediglich eine abgespaltete Sekte des Judentums ist (damals die einzigst weithin bekannte theistische Glaubensgemeinschaft) und anschließend der Islam nur auf den theistischen Zug aufsprang, um die weit verstreuten und uneinigen Völker des Nahen Ostens zu einen.
      Religion ist im Grunde nichts anderes als Politik die den Glauben zur Erklärung unverständlicher Umstände nutzt.

      • Muss noch mal meinen Senf dazu geben: Dass ausgerechnet das Christentum sich in allen möglichen Kulturen ausbreiten konnte (und zwar in den allermeisten Fällen völlig ohne Gewalt!) und nicht das Judentum, liegt daran, dass der christliche Glaube sich praktisch sofort von den kulturellen Zwängen des Judentums gelöst hat – darum war es ja auch eine „Sekte“ Und diese kulturelle Ungebundenheit hat wahrscheinlich die rasante Ausbreitung des Christentums in der Antike ermöglicht (was mit einem Rattenschwanz von Ge- und Verboten, die sich auf die Verhältnisse eines kleinen Landstrichs im Nahen Osten gemünzt waren, nicht geklappt hätte.)
        Auch der Islam hatte mal eine ziemliche Spannbreite, bis dann die Saudis ausgerechnet die intoleranteste und ziemlich neue islamische Sekte (die Wahabiten) zur Staatsreligion beförderten und mit Hilfe der Ölmilliarden überall in der islamischen Welt massive Indoktrination betreiben (wobei man wieder bei der Weltwirtschaft und dem seltsamen Verhalten des Westens ist… frei nach Lenin: „Die Kapitalisten verkaufen uns in ihrer Gier noch den Strick, mit dem wir sie aufhängen werden“)

      • Totaler Quatsch, das Judentum war weder die einzige, noch weithin bekannte theistische Religion, als die Christen sich abgespalten haben. Das Römische Reich war größer, der Hellenismus war weiter verbreitet, und der Zoroismus einflussreicher, letzterer war sogar monotheistisch. Das mit der Entstehung des Islam ist auch etwas komplzierter, als du es darstellst. Beides einfach in der Universitätsbibliothek deines Vertrauens nachprüfbar.

  9. Das sah ja erstmal wie eine interessante Diskussion aus. Aber der Text, den Helge da als Diskussionsauslöser verlinkt hat, ist so stilistisch so unangenehm, in seiner Eitelkeit, seiner Polemik, seiner aggressiven Humorigkeit, dass mir die Lust auf eine inhaltliche Diskussion vergangen ist.

    Ansonsten: wieder mal bestätigt sich, dass Religion auch nur ein Fandom ist. Fans und Nichtfans können nicht miteinander reden, die leben einfach nicht im selben Universum. Fans und Fans sind zwar geeint in ihrer gemeinsamen Begeisterung, aber gerade darum zerfetzen sie einander über Dingen, die den Aussenstehenden völlig unverständlich sind.

    • Ich fand den Text genauso furchtbar, aber ich denke gerade deswegen muss man drüber diskutieren.

  10. Ich habe ein ganz großes Problem, wenn ich DER ISLAM oder DIE ISLAMISTEN lese. Es gibt auch nicht DIE CHRISTEN und DIE JUDEN, sondern Menschen, die einer bestimmten Glaubensrichtung angehören. Und Fanatiker gibt es in JEDER Glaubensrichtung. Ich persönlich gehöre keinem Glauben an und weiß auch nicht viel über den Koran, doch ich habe das Gefühl, hier soll ein neues Feindbild geschaffen werden, welches die bereits bestehenden und auch zukünftige Kriege, die sich allein um die Sicherung von Ressourcen drehen, vor dem einfachen „Pöbel“ rechtfertigen sollen.

    • @AnZe: Ich glaube, die Hauptschuld daran, dass „DER Islam“ zum Feindbild wird, liegt bei jenen Moslems, die ihre Verbrechen „im Namen Allahs“ begehen. Wird irgendwo eine Flagge angezündet, ein rebellischer Aufruf getätigt oder generell zum Griff nach der Waffe gerufen, dann wird heutzutage sehr oft die Religion als treibende Kraft vorgeschoben.

      • Ja, da gebe ich dir recht!
        Als Christ rege ich mich auch öfters auf, was alles so im Namen Jesu und im Namen Gottes getan wird. Zum Beispiel ein „Christ“ in Amerika, der ankündigt einen Haufen Bücher zu verbrennen, nur weil ihm die dazugehörige Religion nicht passt.
        Auf der ganzen Welt gibt es wahrscheinlich wenige, die genau denselben christlichen Glauben haben wie ich. Ich nenne mich Christ, bin aber nicht dafür verantwortlich, dass es einen Haufen dummer Christen gibt!
        Und in der Bibel stehen auch Dinge, die die wenigsten Christen noch wörtlich verstehen, sondern vor ihrem historischen Hintergrund gesehen werden müssen.

  11. Ich finde der Text befasst sich zwar mit den Islam-Kritik-Kritikern (scheiß Wort), aber eigentlich stachelt er auch gegen den Islam auf… Wenn dann irgendwelche Erzählungen kommen, was alles Schlechte im Namen des Islams getan wurde, ist es doch nochmal zu überdenken, ob der Bericht von einer unparteiischen Person verfasst wurde.
    Hinzu kommt, dass der Islam eigentlich sehr friedlich ist. Das was hier beschrieben wird, nennt sich ISLAMISMUS. Das sind Islamisten und keine Moslems (Okay, eigentlich schon, aber halt islamistische Moslems), die ihren Glauben teils auch mit Gewalt durchsetzen wollen. Das sind aber noch lange nicht alle! Und soweit ich weiß, gibt es auch genügend Christen, die ein bisschen sehr fanatisch ihrem Glauben hinterhereifern!
    Diese ganze Trennung durch den Glauben ist bescheuert. Ich bin Christin, na und? Bin ich deshalb ein anderer Mensch als mein Freund, der Moslem ist?? Nein, bin ich nicht. Jeder Glaube kann kritisiert werden, auch das Christentum! Vielleicht sollte man sich einfach mal merken: Wir glauben doch alle. Woran ist egal. Wir glauben und das macht uns alle gleich. Fertig. Das muss nicht einmal an irgendeinen Gott sein!
    Mir für meinen Teil wurde beim Lesen von dem Bericht schlecht.

  12. Quelle: ©Nayzak

    Muslime sind doch für meiste gleich Terroristen.
    Wenn ein Jude für sein Glauben, seinen Bart wachsen lassen kann, warum wird dann ein Muslim mit einem Bart gleich als Terrorist oder radikal bezeichnet?
    Wenn eine None ein Ordenskleid anzieht, wird sie nicht schief von der Seite angesehen, jedoch wenn eine Muslima ein Kopftuch trägt gilt das als Kopftuch-zwang.
    Wenn eine europäische Frau eine Hausfrau ist und auf ihre Kinder aufpasst wird sie respektiert, doch wenn es eine Muslimische Frau macht gilt es als zwang.
    Mädchen die zur Universität gehen, können das anziehen was sie wollen und möchten, doch wenn es zu Kopftuch kommt dürfen sie nicht studieren.
    Kinder die etwas interessant finde und sich mit diesem Thema viel beschäftigen, werde als Talentiert bezeichnet, doch wenn sie sich mit Islam beschäftigen gilt es gleich als ein „Unglücksfall.“
    Aber warum?
    Wenn ein Christ oder ein Jude jemanden tötet kommt es niemals zu einem „Religionskonflikt“, doch wenn es ein Muslim tut ist es die Schuld vom Islam.
    Eine Person die den Menschen hilft und sie rettet gilt als Held, doch wenn ein Palästina seine Familie schützte gilt er gleich als Terrorist.
    Aber warum?
    Weil er/sie ein Muslim ist!
    Wenn es ein Problem gibt, würden wir alles akzeptieren damit es wieder in Ordnung geht, doch wenn die Lösung vom Koran kommt wollen wir nichts hören oder akzeptieren.
    Wenn jemand mit einem Auto in irgendetwas rein fährt ist es nicht die Schuld vom Auto sondern die Schuld des Fahrers.
    Ohne einen Blick in den Koran zu werfen, glauben die Menschen an die Zeitung ohne zu wissen ob es die Wahrheit ist oder nicht.
    Also bevor ihr irgendwelche Vorurteile zieht, geht und recherchiert ein bisschen nach und hört nicht auf die Besserwisser.
    Es gibt tausende von Menschen die gegen den Islam sind und sich als welche vorwerfen nur um den Islam als schlecht vorzeigen zu können.
    Es gibt tausende von Menschen die Muslim sind aber nicht wie ein Muslim handeln. –> Jeder Muslim ist nicht gleich. Und jeder Mensch ist nicht gleich.

    ….. Ich habe das gefunden und wollte es mit euch teilen. Ich habe es vom türkischen ins deutsche übersetzt.

    • Das sind Scheinargumente, Animegirl, unzulässige Verallgemeinerungen. Ich habe jetzt nicht die Zeit, alle zu zerpflücken, aber du kannst dies selbst, wenn du ein wenig darüber nachdenkst.

      „Muslime sind doch für meiste gleich Terroristen.“

      Selbst wenn wir annehmen, daß „die Meisten“ die westliche Welt bezeichnet und nicht Muslime, Asiaten etc. mit einschließt, ist die Aussage in dieser Allgemeinheit nicht haltbar.

      „Wenn ein Jude für sein Glauben, seinen Bart wachsen lassen kann, warum wird dann ein Muslim mit einem Bart gleich als Terrorist oder radikal bezeichnet?“

      Ein Jude mit Bart und Schläfenlocken ist mit einiger Sicherheit ultraorthodox. Ein Muslim mit Vollbart mag ebenfalls zu den ultraorthodoxen gehören (was man auch laienhaft als radikal bezeichnen mag), zumindest jedoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür wesentlich höher, als daß er zu den säkularisierten Muslimen gehört. Grundsätzlich sind ultraorthodoxe Anhänger von Relegionsgemeinschaften selten für ihre Toleranz verschrien, eine gewisse Vorsicht mag also nicht unangebracht sein.

      „Wenn eine None ein Ordenskleid anzieht, wird sie nicht schief von der Seite angesehen, jedoch wenn eine Muslima ein Kopftuch trägt gilt das als Kopftuch-zwang.“

      In früheren Zeiten konnte der Eintritt in ein Nonnenkloster durchaus unter Zwang geschehen, das ist in der heutigen Zeit nicht mehr der Fall. Bei muslimischen Frauen dagegen ist dies noch Realität. Daraus folgt natürlich nicht, daß jede Muslima ihr Kopftuch unter Zwang tragen mag, aber es sind in den allermeisten Fällen hier Zwänge involviert, und sei es nur die Erwartungshaltung ihrer nächsten Umgebung.

      „Wenn ein Christ oder ein Jude jemanden tötet kommt es niemals zu einem “Religionskonflikt”, doch wenn es ein Muslim tut ist es die Schuld vom Islam.“

      Schwachsinn. Es kommt darauf an, aus welchen Grund dein Muslim gemordet hat. Einen Ehrenmord z.B. kann man durchaus dem islamischen Wertebild anlasten, einen Raubmord wohl eher nicht.

      „Wenn es ein Problem gibt, würden wir alles akzeptieren damit es wieder in Ordnung geht, doch wenn die Lösung vom Koran kommt wollen wir nichts hören oder akzeptieren.“

      Welche Lösung für das Problem kommt denn vom Koran? 😉 Und Vorsicht, ich habe das Buch auch gelesen.

      „Ohne einen Blick in den Koran zu werfen, glauben die Menschen an die Zeitung ohne zu wissen ob es die Wahrheit ist oder nicht.“

      Ohne einen Blick in die Zeitung zu werfen, glauben die Menschen an den Koran, ohne zu wissen, ob es die Wahrheit ist oder nicht. 😉 Von einen rein rationalen Standpunkt aus und ohne weitere Informationen ist der Wahrheitsgehalt von Koran und Zeitung als gleichwertig einzuschätzen. Allerdings sind die Informationen in Zeitungen i.d.R. leichter zu überprüfen.

      „Also bevor ihr irgendwelche Vorurteile zieht, geht und recherchiert ein bisschen nach und hört nicht auf die Besserwisser.“

      Da gehe ich mit. Denk aber dran, daß religiös motivierte Menschen bei den Glauben betreffenden Fragen deutlich weniger rational agieren als beispielsweise Agnostiker. Dort ist daher immer eine gesunde Skepsis angebracht.

      • Ist es nicht die Ansicht der Agnostiker, dass den Glauben betreffende Fragen garnicht rational zu beantworten sind? Ich dachte als Agnostiker geht man davon aus, dass Theologische Fragen nicht rational zu ergründen sind.
        Ich glaube, jeder Glaube kann gefährlich werden, wenn man ihn im Extremen sieht, besonders dann wenn die Gläubigen nicht mehr glauben sondern behaupten zu wissen.

        • Nein, ein Agnostiker sagt, daß die Existenz oder Nichtexistenz Gottes nicht beantwortet werden kann. Das ist absolut rational. Ein Theist, der glaubt, daß sein Gott der einzig wahre ist, ist irrational, ein Atheist, der die Existenz Gottes komplett negiert, ist dies natürlich auch, allerdings ist sich der Atheist i.d.R. im Klaren darüber, daß sein Standpunkt irrational ist, der Theist i.d.R. nicht.

          • Ok, dann bin ich also ein Theist, weil ich an Gott glaube und
            ich bin ein Agnostiker, weil ich das Wort „Glaube“ wörtlich nehme, also nicht behaupte zu wissen, dass es einen Gott gibt.
            Schön, dann bin ich der Ansicht, dass Theisten, die gleichzeitig Agnostiger sind, nicht soleicht Extremisten werden. Unabhängig von der Religion.

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