Dez 112014
 

Nachdem Markus Kompa bereits in der Vergangenheit anläßlich der Asylverlängerung und einer von hiesigen Politikern gefeierten Filmpremiere über E. Snodow berichtete, der im freiheitlich-demokratischen Westen primär durch seine schonungslose Offenlegung abgefeimter, russischer Spionagepraktiken einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangte, folgte nun ein weiterer Beitrag zur Verleihung der Obama-Medaille für Menschenrechte an diesen nach wie vor weitgehend und zu Unrecht unbeachteten Dissidenten. Bundespräsident Gauck ließ seinerseits Glückwünsche zur Ehrung übermitteln, monierte jedoch, daß in westlichen Medien viel zu wenig auf  die Verbrechen Russlands eingegangen würde.

Es mag optimistisch stimmen, dass zumindest vereinzelt hippe, grüne Jungpolitiker tapfer gegen diese Mauer des Schweigens ankämpfen. (Grün ist die Hoffnung.) Und auch das neugegründete ukrainische Ministerium für Wahrheit wird zweifellos am westlichen Desinteresse zu kratzen versuchen.

Wir fordern Freiheit für Ion Kiriakowitsch. Wir fordern die schonungslose Offenlegung des russischen Folterberichtes. Der Rechtsstaat darf sich dem Unrechtsstaat nicht beugen!

  26 Responses to “Neues über Edja Snodow”

  1. Ja, ist schon richtig, was die da machen. Immerhin hat Snodow wahnsinnigen Mut bewiesen, als er russische Spionagepraktiken offenlegte. Solche Menschen muss man ehren. Sowas würde es in Amerika nicht geben, dass ein Geheimdienstmitarbeiter verfolgt wird, weil er wichtige Dokumente an die Öffentlichkeit heranträgt. Ne, ne… Sowas würds da nicht… Oh…wait….

  2. Ich lache, obwohl es so traurig ist.

  3. Meine Schule macht an einem sogenannten Briefmarathon mit, bei dem an Regierungen von tausenden Menschen Briefe schreiben und um die Befreiung von bestimmten zu Unrecht eingesperrten Menschen zu bitten.
    Hier ein Link: http://www.sophie-barat-schule.de/dein-brief-kann-leben-retten/

  4. Obama-Medaille für Menschenrechte? Das klingt wie eine sehr brilliante Beleidigung. Muss ich mir merken.

    • Naja, der Mann ist immerhin Friedensnobelpreisträger. Einfach mal so als Fakt ohne weiteren Kommentar.

      • Das löscht die Ironie des Ganzen aber auch nicht.

        • aber… das ist ja gerade Helges Punkt. Satire und so? Oder meinst du, Helge hat hier eine ernstgemeinte Zeitungsmeldung abgeschrieben? Dann google das mal 😉

          • Das habe ich nicht behauptet. Ich fand nur diesen Teil am Besten – eine merkbare Beleidigung für den Fall der Fälle.

            Und ich wüsste gerne, aus was du zu schließen meinst, dass ich mir über die Satire nicht im Klaren war. Weil ich den Rest nicht kommentierwürdig fand? Geschmäcker und so. *shrug*

  5. Die Story um Edja Snodow hört sich sehr nach einer spiegelung der Story um edward snowden

    • Das ist schon keine Spiegelung mehr xD
      Es ist erschreckend für wie Blöd die Menschen gehalten werden.
      Ich denke es IST Edward Snowden. Oder der wer auch immer dahinter gesteckt hat, hat die selbe nummer jz andersrum aufgezogen. Ich mein iwie muss man den Krieg ja ans laufen bekommen oder? Und als Friedensnobelpreisträger kann man ja schlecht anfangen. Sonst könnte man keine Medaillen mehr vergeben.
      Ich denke, wir alle können das gut nachvollziehen. *bedächtig nick*

  6. Dieser Moment wenn du nicht weißt, ob du lachen oder weinen sollst…

  7. Edja Snodow, Edward Snowden, sehr ähnliche Leute

    • Ich glaube, ich lebe mit zu vielen Russen zusammen 😀 Hab erst nicht verstanden, was euer Problem ist 😀

      Witze erklären ist doof, aber ich versuchs mal: Die Russen lieben Spitznamen. Wer Anastasiia heißt, wird Nastja gerufen. Nadyeshda wird Nadja, Mihhail wird Misha, Maria wird Masha, Nikolaj wird Kolja. Also würde vielleicht aus Edward? –> ……….
      Und russische Patronyme (nicht Nachnamen, aber zu diesem Zweck ist das wohl egal) enden meistens auf -ow (Männer) bzw. -owa (Frauen).

      • Das meinerseits war Ironie. Das es sich um eine Person handelt erscheint mir äußerst offensichtlich.

  8. Leute, ihr müsst die Links anklicken.
    Dass es gerade nicht alle verstehen und vielleicht einige für bare Münze nehmen, zeigt, wie leicht Medien manipulieren können.

    Und JA, Edja Snowdow und der Obama-Menschenrechtspreis etc. sind eine SATIRE!

    • Wobei ich gestehen muss, dass ich hinter der Verleihung des Friedesnobelpreises an Obama im Jahre 2009 im Nachhinein nun auch eine fiese Realsatire vermute.

      Mit diesen Preisen ist das ohnehin so eine Sache. Stell dir mal vor, du müßtest den Axel-Springer-Preis für Qualitätsjournalismus (Kein. Scheiß. Den. Gibt. Es. Wirklich.) verleihen. 😉

      • Fefe hatte gestern einen Kommentar, wo er meinte, dass Gandhi ein Zitat zugesprochen wird, wo er gefragt wurde, was er von der westlichen Zivilisation halte, und er antwortete, das sei mal eine gute Idee 😉

      • das mit den Preisen ist aber so:

        der Kriegsverbrecher Winston Churchill, der den Befehl gab, die Lazarettstadt Dresden und ihre Flüchtlinge zu holokaustrieren, hat den Aachener Karlspreis erhalten – das ist passend, war doch dessen Namenspatron, Karl der »Große«, auch Sachsenschlächter genannt, ebenfalls ein Wortbrüchiger, ein Kriegsverbrecher, ein Massenmörder, der die zu Verhandlungen angereisten Sachsenfürsten, die sich nicht »christlich« wollten taufen lassen, hat massakrieren lassen zu Verden an der Aller.
        Damit steht er allerdings in einer biblischen Tradition, die er als <ironie>guter Christenmensch</ironie>selbstverständlich beibehielt, und die von seinen Nachfolgern in den Kreuzzügen und der Hlg. Inquisition fortgesetzt wurden…

        und zur Meldung selber ist nichts weiter zu sagen, als daß in Deutschland die Katynlüge offizielles Geschichtsbild war, bis Gorbatschow im Zuge seiner Glasnost/Perestroika-Politik die Archive öffnen ließ, so daß herauskam, daß es die Horden der Roten Armee waren, die tausende (4½tausend bei K. selbst, weitere 2o.ooo weitere in der dazugehörigen Serie) polnischer Soldaten, Offiziere, Geistliche, Intellektuelle meuchelten, industriell ermordeten. Es waren keine Wehrmachts-, SS- oder Waffen-SS-Angehörigen, die dort töteten, sondern die Ermordeten fanden.

        Ich, wie zwei, drei ganze Generationen freilich wurden mit dieser Katyn- wie auch anderen Schuldlügen indoktriniert. Glücklicherweise hatte ich einen Geschichtslehrer, der selber Jude, zu den Siegermärchen sagte, daß es gute Tradition sei, die Lüge der Sieger als geschichtliche Wahrheit darzustellen, und daß wir nicht alles, was wahr genannt werde, für wahr nehmen sollten.

        Das war die beste Lehre aus der DDR, die ich in das BRd mitnehmen durfte…

  9. Oh. My. Goodness. Ich bin grad echt sprachlos und amüsiere mich königlich. Obama-Menschenrechtspreis? Das erinnert mich an folgende Diskussion unter Freunden: in einem US-Staat gibt es das Gesetz, dass alles, was mehr als einen Esslöffel Tomatensauce beinhaltet, als Gemüse zählt (wer also in 100 Liter Wasser einen Löffel davon rein schmeißt, darf es als Gemüse verkaufen). Wenn man nun diese Regel auf jedes US-Gebiet ausweitet, genügt es, die Guantánamo-Häftlinge mit Tomatensauce zu füttern, sodass sie mehr als einen Löffel davon beinhalten. Dann gelten sie doch als Gemüse und das Problem fällt nicht mehr unter die Menschenrechte, sondern in den Zuständigkeitsbereich des Agrar-Ministeriums. Problem gelöst! Was für ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für den Präsidenten…

    • Du weißt aber schon, dass die Känguru-Offenbarung ein bellettristischer Text ist und diesen zu lesen noch keine Diskussion darstellt…

      • Eigentlich kam das in einem Gespräch zwischen dem Känguruh und Marc-Uwe Kling auf, wenn ich mich richtig erinnere. Also quasi in einer fiktiven Diskussion. 😉

        • Nein, eine echte. Wir haben das tatsächlich beim Mittagessen diskutiert, und ich bin – soweit ich weiß – real. Ein Freund hat das recherchiert und tatsächlich so ein Gesetz gefunden (ich hab es allerdings nicht nachgeprüft, geb ich zu.)

  10. Wobei eine Sache gesagt werden muss, und zwar ganz ohne Ironie: auch Russland bekleckert sich NICHT gerade mit Ruhm, was den Geheimdienst betrifft. Es ist nur weniger in der Öffentlichkeit.

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