Mai 122014
 

Ein interessanter Bericht auf Telepolis zum jüngsten großen Coup gegen ein bundesweit agierendes Pädophilen-Netzwerk:

Die hier beschriebene fantastische Ermittlungsarbeit verdanken unsere Freunde und Helfer dem RTL 2-Enthüllungsreporter Wolfram Kuhnigk, der nach seiner Undercover-Arbeit bei den 12 Stämmen nun für ein neues Format namens „undercover Deutschland“ tätig wurde. Ein ähnliches Format mit dem Titel „Investigativ“ erzielte vor ein paar Jahren auf RTL leider nur mäßige Quoten. Glücklicherweise führt der im Mediengewerbe für freie Journalisten oftmals massiv spürbare Erfolgsdruck bei Herrn Kuhnigk nicht zu unseriösen Recherchen. Wie jeder unvoreingenomme Geist problemlos daran erkennen muß, dass unsere Polizei hier ohne weitere Überprüfung tätig werden konnte.

  76 Responses to “Fantastische Leistung der Polizei”

  1. Irgendwie macht mir das Angst vor dem FF.de-Treffen 😛

    • Ja, irgendwie schon, weil ganz ehrlich wenn selbst ein dummer Witz im Internet solche Folgen haben kann, das kann doch nicht war sein, ich denke solange Pädophile keine Kinder wirklich anrühren sollen sie doch machen was sie wollen. Ich mein das tut keinem weh. Okay Fotos sollten vielleicht auch verboten werden, aber Pädophilie ist auch nur eine sexuelle neigung.
      Aber das sind leider die unschönen nebenerscheinungen eine Freien Meinungsäußerung

  2. Er ist BILD-Reporter und das macht mir Angst.
    Die BILD ist doch bekannt für ihre voreingenommenen Geschichten.
    Da erinnere ich nur zu gerne an ihren Artikel über die Fan-Art-Zeichnerin, die von einem Kerl, den sie über das Internet kennengelernt hat umgebracht wurde.
    Denn abgesehen davon, dass direkt daneben eine Werbeanzeige war, die größer war, als das Foto des Opfers, wurde doch wieder mit Vorurteilen gegen Anime-/Manga-Fans um sich geworfen.
    Oder auch wieder zur aktuellen GNTM-Staffel hat die BILD doch versucht allen weißzumachen, das TV würde uns vorlügen, dass die Finalistinnen von Anfang an feststehen und erwähnt natürlich nicht, dass sie es nur daher wissen, weil die Serie nunmal Monate vor dem Finale gedreht wird.

    Natürlich ist es in Bezug auf DIESE Reportage kein Vergleich, aber ich frage mich, wie wurde hier die Definition der Pädophilie aufgefasst?
    Waren ALLE Mitglieder dieses “Kreises“ sexuell pädophil oder gab es auch welche, die reingeraten sind, weil sie Kinder nur auf eine emotionale Basis lieben, weil sie beispielsweise das eigene Kind verloren haben und sich in diese Gefühle hineinsteigern?
    Aber das alles klären zu wollen, würde einfach zu lange dauern und so ist es doch ganz okay, dass die Mitglieder sozusagen auf “Beobachtung“ sind und bekannt sind. Zumindest der Polizei und ich hoffe es bleibt dabei, dss es nur die Polizei weiß.

  3. Bei meinem Rechtsstudium bin ich normalerweise ein Vertreter der Theorie, dass die Folgebeweise illegal erworbener Beweise verwertet werden dürfen, aber welcher Polizist von Anstand stützt denn seine Ermittlungen auf die Recherchen von RTL2? Dann muss ich jetzt also befürchten, dass meine Rollenspielgruppe und ich wegen konspirativer Tätigkeit (wir sind ja schließlich bestimmt böse Kriegsbefürworter und was weis ich nicht) jetzt überwacht werden…….
    Kopf gegen Tisch, bitte.

    Danke für’s Aufmerksammachen. Mir war die Meldung im Fernsehen ohnehin suspekt gewesen.

    • Naja… plane mal bei offenem Fenster im Erdgeschoss bei Shadowrun einen Einbruch in die Deutsch Bank. Die Betroffenen bekamen Besuch von den Herren, damals noch in Grün-Weiß. Zum Glück war einem der beiden Polizisten das Phänomen Rollenspiel bekannt.

      • Bisher dachte ich, solche Geschichten sind nur ’n Witz. o.O Zum Glück spielen wir im 6. OG bei geschlossenem Fenster… 😀

  4. Hm.. also in unserem DSA gibt es einen Kaiser, ich hoffe wir werden jetzt nicht vom Verfassungsschutz beobach.. wobei, dann meld ich mich als V-Mann. Von der Kohle kaufen wir uns dann noch mehr DSA-Abenteuer, Bücher, Würfel und Pizzen.
    Und wenn wir dann wirklich nen Kaiser einsetzen wollen für Deutschland erwischen die uns ja eh nich rechtzeitig 😀

    Ne, ersthaft, die Geschichte ist echt ne Schweinerei. Man hat keine echten Erfolge zu vermelden weil einfach extrem viele der Taten innerfamiliär geschehen und niemals auffliegen. Dafür kann man aber Menschen die dem Klischeebild des bösen Verbrechers entsprechen ganz ganz toll verfolgen und festnehmen und den Schlag gegen einen Pädophilenring feiern.. den es nie gab. Und der so effektiv war wie ein Schlag gegen den örtlichen Kaninchenzuchtverein.

    Und dann sind alle glücklich: die Medien haben wat zu vermelden, die Polizei kann nen Erfolg vorweisen, der Reporter wird noch bekannter (und schreibt irgendwann ein Buch..), die Eltern sind beruhigter.. und fast alle die Kinder missbrauchen freuen sich, weil der Fokus mal wieder auf den bösen Mann im Zoo rückt, anstatt auf das gesamte Umfeld des Kindes. Klingt ja auch so böse im Bericht, den vier Kindern den Vater nehmen weil er angeblich das älteste seiner Kinder vor zehn Jahren missbraucht haben soll.. dann doch lieber den Singlemann der im Begriff ist noch böses zu tun, das ist spannender! Wir haben zwar keinen Beweis dass er etwas getan hat, keinen dass er etwas plant.. aber.. er will bestimmt! Irgendwann! Irgendwo! Fürchtet euch!

    Gruß

    • jede Mißbrauchsdebatte hat den eklen Beigeschmack, daß schon allein Wortverbindung »sexueller Mißbrauch« eine sexuelle Verbindung zu Kindern befürwortet und gleichzeitig Kinder zu einer Sache erklärt. dazu habe ich mich bereits am 08.07.2012 in einem Review zu »Broken Mind, Fractured Soul« ausführlich eingelassen, hier nur die Kurzfassung:

      »miß-« ist die ein fehlerbehaftetes, nicht bestimmungsgemäßes Verhalten beschreibende Wortform zu einem neutralen oder positiven Begriffe, z.B.
          […]
          »behandeln« – »mißhandeln«
          »gebrauchen« – »mißbrauchen«, wobei nun wieder mehrere Möglichkeiten auftreten, weil der Schadensfall gewöhnlich (aber eben nicht immer) der Mißbrauch ist:
          »gebrauchen« eines Spatens ist, Erde zu bewegen, jemand damit den Kopf abzutrennen, wäre folglich der »Mißbrauch«.
      »gebrauchen« eines Photoapparates ist, Lichtbilder fertigen, damit einen Nagel in die Wand zu schlagen, wäre, obgleich der Apparat dazu schwer und hart genug ist, ein »Mißbrauch«.
      »gebrauchen« eines Gewehres ist, dem Gegenüber (sei es Tier oder Mensch) Löcher in den Leib zu machen, damit Zeltpflöcke in den Boden zu treiben, wäre folglich der »Mißbrauch«.
          […]

          Wir lernen,
      1.) daß es eines bestimmungsgemäßen Gebrauches bedarf, um einen Mißbrauch formulieren zu können.
      2.) daß wir Dinge GEbrauchen, aber auch MISZbrauchen können.

          Wir schlußfolgern,
      3.) daß der Kindsmißbrauch einen bestimmungsgemäßen Kindsgebrauch voraussetzt,
      4.) daß mit der Verwendung dieses Wortes das Kind zu einer Sache gemacht wird, also im juristischen Sinne recht- und würdelos;

      […]

    • Heil Borbarad *g*

  5. ähnelt stark dem fall edathy, in dem die polizei ohne hinweise auf eine straftat durchsuchungen durchgeführt hat.
    man macht etwas legales und der anfangsverdacht ist gegeben, super-.-
    demnächst reichen normale fotos von kindern um der pädophilie verdächtigt zu werden, versteckt schon mal die familienfotoalben^^

    • Ja, genau die Sorgen mache ich mir auch. Kann ich als 40 Jahre alter Knacker überhaupt noch auf ein Forentreffen von fanfiktion.de kommen, ohne deswegen gleich als potenzieller Kinderschänder unter Verdacht zu geraten? Immerhin mache ich mich in Internetforen an Minderjährige ran – oder so kann man es deuten, wenn man mir übel will.

      • Willkommen im Club. Bin ja auch schon fast 40 und ich mach mir da mit der Zeit auch mehr Gedanken, was Forentreffen und jüngere Teilnehmer angeht. (Und das müssen ja nichtmal minderjährige sein, reichen ja schon welche, die einfach jünger ausschauen.) Ein paar Bekannte und ich wurden neulich ja schonmal mit nem Mörder in einen Topf geworfen, nur weil wir aus nem Nachbarort sind. Wenn da jetzt noch die Pädophilen-Schublade dazukäme… na danke. Auch mit so jemandem hatte ichs schon zu tun (also einem, der sich wirklich an Kindern verging) und würde daher niemals mit so wem auf eine Stufe gestellt werden wollen, nur weil ich auf nem Forentreffen mit jüngeren Usern bin.

        (Außerdem frag ich mich gerade: wenn meine Idee, aus unserem eventuell baldigen Haus einen Ort für Forentreffen zu machen, tatsächlich umgesetzt wird, ob das dann nachher evtl. auch als „Pädophilen-Ring“ oder sowas angesehen werden könnte, wenn da auch Kinder mitkommen. Vor allem, wenn ich dran denke, dass z.B. das Highlander-Forum bei Treffen gern (Schwert-)Kampfübungen/Schaukämpfe macht… oder worüber wir teils auf Forentreffen so alles quatschen… äh ja.)

  6. Irgendwie fühle ich mich in die Zeit zurückversetzt, als wir noch einen $175 StGB hatten, der zwar nicht Homosexualität an sich, aber homosexuelle Handlungen verbot. Damals war die Polizei auch hinter „Schwulenbanden“ her, und der Verfassungsschutz führte Listen bekannter Homosexueller, um auch ja nicht zu übersehen, wenn einer von „denen“ straffällig wurde.

    Geht’s noch? Klar hat die Polizei nicht nur die Aufgabe, geschehene Straftaten zu verfolgen, sondern auch geplante zu verhindern. Aber wie bitte kann man aus einem Treffen bekannter Pädophiler schließen, es geschehe, um Straftaten zu begehen? Mit der selben Begründung kann ich jedes Treffen von mehreren Personen, die mal wegen Körperverletzung verurteilt wurden (z.B. weil sie sich im Nachgang eines Fußballspiels mit anderen Fans geprügelt haben) sprengen und behaupten, die hätten sich nur getroffen, um wieder jemand zum Verprügeln zu finden…

    So ein Dreck.

    • ja, unsere Polizei:
      da ja, wie allgemein bekannt, Polizist_*Innen vor lauter Diensteifer* gelegentlich auch Gewalt gegen friedliche Fußballfans, Demonstranten oder anderweite Versammlungsteilnehmer ausüben, sollte jede Zusammenrottung Uniformierter als Bandenbildung zum Zwecke des Begehens von Straftaten gegen das Leben und die Gesundheit Wehrloser betrachtet werden, und solange keine Kennzeichnungspflicht besteht, sollte im Falle einer Schädigung Dritter das Tragen der Uniform als Merkmal des Tatvorsatzes gelten!
      Das von uni(n)formierten Kreisen gern gebrauchte Argument des »Nichts-zu-Verbergenhabens«, wenn unbescholtene Bürger gegen Rasterfahndung und Vorratsdatenspeicherung protestieren, sollte doch im Gegenzuge (und hinsichtlich des Widerstandes der Uniformierten gegen eine Kennzeichnung) ein »Honi soit qui mal y pense« hervorrufen, oder wie es der Berliner so schön sagt: »Nachtijall, ick höa dia trapsen«.

      * vielleicht auch aus der Anonymität vermummter uniformierter Knüppelgard_*Innen heraus…

      Ironie™, Satire© und Sarkasmus® wurden nicht gesondert ausgewiesen, daher mag es vorkommen, daß ernstgemeinte Ausssagen scherzhaft klingen oder andersherum 😀

  7. https://www.youtube.com/watch?v=_LVFwBt_8Ns
    ab 4.20…
    OMG, ich glaube es nicht…. OHNE die anschuldigungen zu ueberpruefen gleich die leute festnehmen, OHNE dass etwas geschehen ist… ich werde nicht mehr…
    erinnerte mich stark an die lefloid folge mit den leibesvisitationen… grundlose massnahmen gegen personen, die so ja nichts getan haben…

    ich bin sprachlos. und ich hoffe, dass die polizei dort aus ihren fehlern lernt…

  8. Da hat die Staatsgewalt auf Druck der Medien mal wieder gewaltig übers Ziel hinausgeschossen…

    Pädophile allerdings mit Homosexuellen zu vergleichen schießt m.E. gewaltig daneben!
    Einvernehmlichen Sex mit Kindern gibt es nicht!

    Sicher haben Menschen mit dieser Neigung kein einfaches Leben und sie unter Generalverdacht zu stellen ist falsch, aber wie soll man damit umgehen?

    Vielen Pädophilen ist anfangs nicht einmal bewusst, dass die Umsetzung eine Straftat wäre und sie dem Kind damit schaden und ein lebenslanges Trauma bescheren würden.
    Was hat hingegen der Missbrauchstäter hierzulande zu befürchten?
    Ein paar Jahre Freiheitsstrafe oder gar nur auf Bewährung? Wo bewiesen ist, dass jeder 5. bis 3. Straftäter rückfällig wird…

    Tagtäglich werden weltweit Kinder verkauft (auch in Deutschland)…weil es kranke Menschen gibt, die sie kaufen.

    Wer sind die Opfer?
    Wer die Täter?

    Wie soll man da reagiren?

    • Dass man pädophil IST, bedeutet aber nicht automatisch, dass man die Pädophilie auch AUSLEBT. Darum geht es, wenn man Pädophile als nicht automatisch kriminell verteidigt. 😉 Man kann seine Gelüste ja beherrschen, sonst wäre wohl auch jeder heterosexuelle Mann ein Vergewaltiger.

    • „Vielen Pädophilen ist anfangs nicht einmal bewusst, dass die Umsetzung eine Straftat wäre und sie dem Kind damit schaden und ein lebenslanges Trauma bescheren würden.“

      Das ist so nicht richtig. Nur ein ganz, ganz geringer Anteil pädophiler vergreift sich tatsächlich an Kindern. Die meisten Pädophilen wissen durchaus, was Recht und was Unrecht ist und tun sehr viel dafür, um niemals wirklich in diese Situation zu kommen, in der sie ihre Neigungen ausleben.

      Es ist wichtig und richtig, Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Aber diese Gleichstellung von Pädophilen und Kinderschändern ist nicht der richtige Weg. Die wenigsten Kinderschänder haben tatsächlich pädophile Neigungen.

      • Genau.

        Kinderschutz muss sein. Kindesmissbrauch muss verhindert werden. Aber deswegen schon daraus einen Verbotstatbestand zu konstruieren, wenn sich sexuell jemand zu Kindern hingezogen fühlt, geht zu weit. Viel zu weit.

        Ich habe übrigens Pädophilie nicht mit Homosexualität gleichgesetzt. Homosexuelle Handlungen können einvernehmlich stattfinden, sexuelle Handlungen an Kindern nicht – das Kind kann nie gleichberechtigter Sexualpartner eines Erwachsenen sein. Was ich gleichgesetzt habe, ist die sexuelle Neigung: Ob sich jemand zum anderen Geschlecht, zum eigenen, zu Kindern oder zu kleinen grünen Männchen von Aldebaran hingezogen fühlt, darf keine Rolle spielen, solange dieser Jemand nicht entsprechend seiner Neigungen HANDELT:

        • Wobei ich hinzufügen will, dass ich persönlich Homosexualität für eine völlig normale Sexualpräferenz halte. Das kommt ja nicht nur beim Menschen vor, sondern auch bei so ziemlich allen Tieren. Es ist etwas völlig Normales.
          Pädophilie, Zoophilie, Objektophilie und dergleichen halte ich aber nicht für normal. Das halte ich für eine Störung. Darum würde ich Homosexualität nicht mit Pädophilie vergleichen.

          Ungeachtet dessen existiert zwischen einem Pädophilen und einem Täter aber ein himmelweiter Unterschied und das sollte man sich auch bewusst machen. Ich kenne den oben verlinkten Bericht bereits und bin sehr froh, ihn gelesen zu haben.

          • alle Sexualpräferenzen und Paraphilien sind gleich »normal« oder »unnormal«, denn sie entstehen während der Zeugung* – nur deren Ausleben und Nichtausleben sowie deren Bewertung in der Mehrheitsgesellschaft ist unterschiedlich;
            meine Tochter steht auf Neger, und wenn ich mit meinem mokkabraunen Enkel spazieren gehe, sehe ich an der Mimik der meisten, daß die Mehrheitsgesellschaft rassistisch ist:
            die einen kneifen ihm ins Bäckchen, spendieren ihm ein Eis und finden ihn zum Knuddeln süß, als sei er ihr zukünftiger Golden Retriever (weiß nicht, welche Rasse grad angesagt ist) …zukünftiges Haustier, die anderen gucken scheel und murmeln, daß man »sowas« früher…
            und ich weiß nicht, wen ich mehr verachten soll, die einen ob ihrer Verlogenheit, die anderen ob ihrer Meinung, die sie wenigstens ehrlich äußern.

            Solange das Hexenbrennen nicht beendet ist, solange die (mehr oder minder uniformierten) Staatsbediensteten – aus welchen Gründen auch immer – sich gegen eine Kennzeichnungspflicht stemmen, werde ich das Recht eines jeden auf Anonymität verteidigen, und dabei berufe ich mich auf die Voltaire zugeschriebene, in der Tat jedoch von Evelyn Beatrice Hall (pseudonym Stephen G. Tallentyre) getätigte Forderung nach Rede- und Gedankenfreiheit:

            Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen. I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it.

            * sonst wäre auch die Homosexualität eine erworbene und damit behandelbare Erkrankung!

  9. Wirklich großartig dass die schon so weit in ihren Ermittlungen gekommen sind, obwohl der Prozess noch so jung ist! Gelungene Leistung, großes Lob an die Beamten ^^

  10. Ehrlich gesagt bin ich erstaunt, dass Menschen mit pädophilen Neigungen hier in Schutz genommen werden, während man ihnen im Archiv eine potenzielle Plattform für ihre Gedanken verwehrt. Würde Jemand eine erotische Geschichte mit einem Kind schreiben, käme ja auch kein echtes Kind zu schaden. Trotzdem würde die Geschichte sofort gesperrt werden.

    Versteht mich nicht falsch: Wirklicher sexueller Missbrauch von Kindern ist schlimm und gehört meiner Meinung nach bestraft. Man sollte dann aber keine Doppelmoral fahren und den Opfern dieser gruseligen Berichterstattung ihre Neigung zugestehen, während man gleichzeitig sagt: „Aber nicht in meinem Haus!“

    • Ich verstehe den Vergleich überhaupt nicht. Sex mit einem Kind ist Missbrauch. Darüber in einer Geschichte zu schreiben, ist eine Darstellung sexuellen Missbrauchs an Kindern. Es ist unerheblich, ob der Autor dabei pädophil ist oder nicht. es geht um den Missbrauch und die Darstellung dessen, nicht um die Pädophilie.
      Man kann schlichtweg keine „erotische“ Geschichte mit einem Kind schreiben. Das ist keine Erotik, das ist Missbrauch. Missbrauch darf selbstverständlich thematisiert werden, aber es darf nicht romantisiert werden.

      • Absolut richtig.

        • absolut falsch, siehe hier: »sexueller Mißbrauch« ist eine Rechtfertigungsformulierung, und ich zeihe jeden, der die Floskel benutzt, des Nichtdenkens, andernfalls des Willens des sexuellen Mißhandelns!

          • »Nichtdenken« soll gleicbedeutend für »Nachplappern« stehen.

          • Äh, was?

          • mißbrauchen kann man einen Gegenstand, und ein MISZbrauch setzt einen bestimmungsgemäßen GEbrauch voraus – Verweis lesen, bitte;

          • Sag das den Juristen. Solange wir noch einen dementsprechend bezeichneten Straftatbestand haben, nenne ich es weiterhin „Missbrauch“.

          • Ein Jurastudent hat gehört. Werde es in der Uni zumindest mal ansprechen. Momentan gibt’s in der deutschen Rechtslehre eh eine Überarbeitungswelle veralteter Gesetze. Vielleicht hört ein Professor ja.^^

          • danke, ja, ich will dessen harren…

            als ich dieses Thema in einem Elternabend meiner großen Tochter ansprach, wurde eine Mutter (Tippse im sä. Justizmini*, viel Meinung, aber nix fundiert) fuchtig und schrillte herum, das heiße nun mal so, bis die Klassenlehrerin meinte, daß die Wortbedeutung aber tatsächlich so sei, wie von mir dargelegt, nur habe da anscheinend keiner nachgedacht, oder es habe wirklich die von mir hineingeschlußfolgerte Bedeutung bei der Begriffsbildung mitgeschwungen.

            Das Problem unserer Gesellschaft ist, daß alle, konditioniert wie pawlowsche Hunde, nachplappern, was die Regierigen und unsere Qualitätsfreien Medien – Journaille, Lügfunk und Verblödungsrechteck – ihnen vorkauen, und wenn jemand anfängt, nachzufragen, erhält er als Antwort, das habe man schon immer so gemacht.

    • Der Grund, warum wir Geschichten sperren, die pädophile Handlungen zum Thema haben, ist ganz einfach der, dass es in Deutschland verboten ist, solche Geschichten zu veröffentlichen. §184b StGB ist da eindeutig. Dass dabei „kein echtes Kind zu Schaden gekommen ist“, ist irrelevant.

      Die Frage ist, ob man tatsächlich schon Gedanken und Fantasien unter Strafverdacht stellen muss. Aktuell kommt es mir so vor, als würden Menschen mit pädophilen Neigungen – unabhängig von dem, was sie getan haben oder zu tun gedenken – grundsätzlich verteufelt. Das geht dann so weit, dass das Recht auf Privatsphäre, das jeder hat, den Pädophilen abgesprochen wird, damit man auch weiß, vor wem man die Kinder beschützen muss. Nach Möglichkeit muss jeder geoutet werden, der solche Neigungen haben könnte. Und dann sind wir bei Demos vor Privathäusern, Morddrohungen und Lynchmobs. Ich frage mich allen Ernstes, wer so was noch gutheißen kann.

      • ob ein Kind zu Schaden kommt oder nicht, ist dem bundesdeutschen Gesetzgeber ohnehin wurscht, sonst wäre innerhalb geschlossenener Ortschaften das Bewegen von Kraftfahrzeugen schneller als Schrittgeschwindigkeit verboten – nicht die Unversehrtheit von Leib und Leben zählt, nicht der Wille des Volkes, sondern allein die Lautstärke einer einschlägigen Lobby – siehe Quot*_Innenregelung…

        • Kleine Frage: Was soll eigentlich dieses übertriebene Binnen-I und diese noch übertriebenere Verweiblichung ohnehin weiblicher Nomen?

      • >Die Frage ist, ob man tatsächlich schon Gedanken und Fantasien unter Strafverdacht stellen muss. <

        Das ist richtig. Es ist aber schwer eine Grenze zwischen einer erdachten und einer tatsächlichen Handlung zu ziehen (da ja schon das Schreiben fiktiver Geschichten verboten ist, und die basieren auf Gedanken) und das macht dieses Thema erst so schwierig und zweifelsohne emotional.
        Eine typische Reaktion auf Menschen mit pädophiler Neigung habe ich kürzlich bei meiner Freundin gesehen: Als im Fernsehen ein Werbespot lief, bei dem es darum ging, dass diese Menschen sich nicht scheuen sollen, psychologische Hilfe zu suchen. Sie hätte vor Wur fast ihr Smartphone in meinen Fernseher geworfen und gesagt, was man mit den gezeigten Männern stattdessen machen müsste.
        Ich behaupte mal, dass Viele (besonders Eltern) so denken.

        Dass die Polizei etwas übereifrig war, finde ich auch, aber man darf diese emotionale Komponente nicht vergessen. Es liegt im Interesse von Eltern und Betroffenen, dass auch nur dem geringsten Verdacht nachgegangen wird, denn passiert doch etwas heißt es wieder die Polizei hätte trotz besserem Wissens zu spät gehandelt.

        Ich frage mich aber noch immer, was dieses Thema mit Fanfictions zu tun hat. Eigentlich wäre das mehr ein Fall für "Fernsehkritik.TV".

        • Das Schreiben kinderpornografischer Geschichten ist eben NICHT verboten. Verboten ist das VERBREITEN. Da ist ein himmelweiter Unterschied.

          • Die Polizei sieht es bestimmt anders, wenn sie solche Geschichten auf dem PC eines Pädophilen findet, selbst wenn Diese nie öffentlich waren.

          • naja, verurteilungen wegen Texten sind bisher mir wenigstens keine bekannt – bei Zeichnungen, wenn sie „wirklichkeitsnah“ sind dagegen schon.

            Und bei eben kinderpornographischen Zeichnungen/Animationen reicht der bloße Besitz für eine Verurteilung völlig aus!

          • Echt? Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand für den Besitz oder die Anfertigung kinderpornografischer Zeichnungen/Malereien/Animationen verurteilt werden kann. Wieso denn? Ich meine ja, für mich persönlich ist das gruselig, aber es handelt sich ja nicht um Abbildungen echter Kinder, die für diese Bilder tatsächlich als Missbrauchsobjekt dienten. Meiner Meinung nach sollte man bei sich zu Hause schreiben, malen und animieren dürfen, was man will (man darf es halt nicht verbreiten), und sei es noch so gruselig. Was ist mit diesen (haarsträubenden) Shotacon/Lolicon Hentais? Es kann doch nicht sein, dass man für das Ansehen/Besitzen/Anfertigen dieser verurteilt werden kann? Das kann ich ehrlich gesagt nicht glauben.

          • Doch, Kitshipper, gemäß StGB §184b macht sich strafbar, wie im Absatz 4 beschrieben,

            [w]er es unternimmt, sich den Besitz von kinderpornographischen Schriften zu verschaffen, die ein tatsächliches oder wirklichkeitsnahes Geschehen wiedergeben, […] [e]benso wird bestraft, wer […] besitzt.

  11. Also noch mal: In einem Forum für Pädophile das den Namen „Girllover Forum“ trägt, flachsen ein paar User über „Bondage im Kinderbett“ rum. Ein RTL Enthüllungsjournalist findet das, bauscht den ganzen Mist auf und gibt die heiße Info an die Polizei weiter. Man weiß um ein Treffen von 11 pädophilen Menschen, von denen einer seine 11-jährige Nichte mitnimmt. Die Truppe hält sich den ganzen Tag an Orten auf, die mit Kindern in Verbindung stehen bzw an denen Kinder sehr wahrscheinlich anzutreffen sind. Obwohl keine Gewalt oder Übergriffe auf Kinder zu protokollieren sind, greift der Freund und Helfer schließlich zu, um der Gruppe den restl. Tag zu vermiesen

    Hab ich bis hierhin alles richtig zusammen gebracht?
    Holla die Waldfee, was ein Mist! Ich bin auch der Meinung, dass Pädophile in erster Linie nicht automatisch Täter sind, aber ich persönlich empfinde das Thema als so heikel und im Grenzbereich, dass ich es als meeeeeega sensibel ansehe. Ich weiß nicht wie ihr Pedophelie betrachtet, aber in meinen Augen ist es eine geistige Krankheit, die ganz klar einer Therapie bedarf. Und AUFKLÄRUNG in der breiten Masse der Bevölkerung.
    Ich finde allein den Forennamen unter aller Würde. Er assoziiert schon vom Klang her negative Gefühle in jedem, der ohnehin voreingenommen ist. Man will Akzeptanz und Toleranz, aber nähertsich extrem unsensibel jenen, von denen sie dies verlangen.
    Allein Witze über Fesselspiele und Kinderbetten zu machen ist eine Art Humor, die garantiert nicht jedermann lustig findet. Und ob der Kontext das Ganze im Nachhinein eindeutig als Scherz entlarvt oder nicht, ist dabei ja sekundär.
    Die Polizei mag hier falsch gehandelt haben und ein Übergriff war vielleicht nicht erforderlich. Dennoch finde ich es besser einmal zu viel einem Hinweis nachgegangen zu sein als einmal zu wenig.

    • Man muss Witze über Fesselspiele in Kinderbetten nicht lustig finden. Man kann sie sogar reichlich eklig und abstoßend finden. Aber muss man deswegen gleich die Leute gefangennehmen, die solche Witzeleien machen? Ein ausgeprägt schlechter Geschmack ist meines Erachtens kein Straftatbestand.

      Vor dem Hintergrund fällt mir übrigens ein Witz aus der früheren DDR ein:

      Walter Ulbricht und Josef Stalin treffen sich und plaudern ein wenig privat. Schließlich kommen sie auf ihre Hobbies.
      Stalin: „Und was machen sie so privat, Genosse Ulbricht?“
      Ulbricht: „Och, ich sammle Witze, die Leute über mich machen.“
      Stalin: „Ach, das ist ja lustig. Ich sammle Leute, die Witze über mich machen.“

      • sehr richtig:

        Ein ausgeprägt schlechter Geschmack ist […] kein Straftatbestand.

        sonst wären alle GZSZ-, GNTM- und DSDS- sowie Dschungelcamp- und andere Unterschichen- & PrekariatsTV-Konsumenten bereits weggehaftet oder zwangstherapiert wie Mollaths Gustl.
        Lachen ist, und bei einem gut erzählten Witz ist dies meist der Fall, die notwendige Reaktion auf eine völlig unerwartete Auflösung eines Konflikts zwischen Situation, Erwartung und Erfahrung.
        Mir bleibt gelegentlich auch mal das Lachen im Halse stecken, und wenn ich die eine oder andere Kollegin reden höre, werde ich noch rot, und das will was heißen (Altenpfleger, Ü50 und in reinem Frauenkollektiv), andererseits habe ich im Dojo oder bei Gartenpartys meiner Kinder genügend Gelegenheit, massivst übergriffige (um auch mal dieses Sozailpädo*prollwort in den Disput einzuführen) Dialoge zu »genießen«, so daß ich (guthmeschelnd tolleranzig) nicht das gesprochene Wort für vorweggenommene Tat nehme, sondern für Übersprunghandlung: sagen, was man nie getan hätte.

  12. Ich finde es besorgniserregend, dass hier die strafrechtliche Verfolgung von Personen, die die Vergewaltigung von Kindern normalisieren, missgebilligt wird.

    Pädophile können nichts für ihre Neigung, sie können aber sehr wohl etwas dafür, wie sie mit dieser Neigung umgehen, und wer sich in einem „Girlslover“-Forum trifft, und Witze über die Vergewaltigung von Kindern macht, sieht seine Pädophilie offenkundig nicht als zu behandelndes Problem an, sondern hat vor, ihr nachzugehen, jedenfalls so weit das möglich ist ohne sich strafbar zu machen. Diesen Leuten geht es also höchstens um die Vermeidung von Straftaten, nicht um die Menschenwürde und die Rechte von Kindern.

    Man mag der Ansicht sein, die Teilnahme an einem Treffen eines solchen Forums sei kein hinreichender Anlass für eine Festnahme, für mich steht aber fest, dass die Verharmlosung von Vergewaltigung, die in diesem Forum stattfand, an sich schon höchst bedenklich ist, und die Mitglieder dieses Forums keinesfalls als unschuldige Opfer von Polizeigewalt anzusehen sind.

    Ein ausgeprägt schlechter Geschmack mag kein Straftatbestand sein, aber warum sollte er keiner sein? Rechtsradikale Parolen von sich zu geben IST ein Straftatbestand, und auch das sind „nur Worte“. Wer über Vergewaltigung witzelt mag nicht vorhaben selbst eine zu begehen, aber er signalisiert Vergewaltigern, dass er ihr Tun gutheißt, dass er es tolerieren, dass er ihnen helfen wird, es unter den Teppich zu kehren. Er signalisiert Opfern von Vergewaltigung, dass er sie nicht ernst nehmen wird, dass er sie ausschließen und verhöhnen wird, wenn sie es wagen, Anzeige zu erstatten.

    •     Ihnen, Herr Anonymaus, ist schon klar, daß Sie hier strafrechtlich bedenklichen Unfug schwatzen? Na klar, sonst hätten Sie sich namentlich gemeldet…
          nun nennen Sie bitte den (oder die) Paragraphen für

      »[…]die strafrechtliche Verfolgung von Personen, die die Vergewaltigung von Kindern normalisieren[…]«

      was auch immer »normalisieren« in Ihren Augen bedeuten soll.
          Ihr zweiter Absatz impliziert, daß jeder Kirmesbesucher, der Spaß im Autoscooter hat, auch rüpelnd auf dem Heimweg andere Autofahrer von der Fahrbahn drängelt oder einfach so rammt – die oben erwähnten RP-(wahlweise auch PP)Spieler wollen gewiß ihren Gottkaiser installieren und Reenacter versuchen sich morgen an der erneuten Machtübernahme.
          in Ihrem vierten Absatze behaupten Sie seltsame Dinge über – genau, die Nazikeule darf bei diesem Thema nicht fehlen, bitte noch mit der Forderung nach der allfälligen Todesstrafe ergänzen – Rechtsradikale Parolen, die von sich zu geben ein Straftatbestand sei. Bitte bringen Sie auch hierzu Ihre Belege bei: aus welchen Paragraphen schöpfen Sie Ihr seltsames Rechtswissen?

    • Das heißt also, wer auf fanfiktion.de eine Geschichte veröffentlicht, in der Harry Potter von seinen Verwandten nicht nur im Wandschrank unter der Treppe gehalten wird, sondern im Haus außerdem Reizwäsche tragen und seinen fetten Onkel regelmäßig auspeitschen muss, der findet das auch ansonsten eine normale Erziehungsmethode für Kinder?

      Ah ja.

      Erstens – und das sei noch mal klar gesagt – sind sexuelle Vorlieben egal welcher Art in Deutschland nicht strafbar. Ich erinnere da an den berühmten Kannibalen von Rotenburg. Hätte der es dabei belassen, privat und unter Austausch der Öffentlichkeit mit anderen Menschen darüber zu schwärmen, wie toll es sein muss, gegenseitig die Genitalien zu verspeisen – niemand hätte ihn einen Strick draus drehen können. Wären in dem Gespräch Polizisten anwesend gewesen, hätten die nichts tun dürfen außer angeekelt weglaufen – weder war eine Straftat im Gange noch geplant gewesen. Wir haben ein Grundrecht auf freie Entfaltung unserer Persönlichkeit (Artikel 2 Abs. 1), und dazu gehört auch das Recht, seine eigenen Perversionen zu haben, solange man niemanden damit belästigt oder schädigt.

      Zweitens muss polizeiliches Handeln auf Grundlage gesetzlicher Vorgaben geschehen. Punktum. Kein Gesetz Deutschlands verbietet es Leuten irgend einer sexuellen Orientierung, einen schönen Tag zu haben. Genau das aber wurde seitens der Ordnungshüter als Grund für ihr Eingreifen angegeben – „so Leute sollen sich nicht einfach einen schönen Tag machen dürfen“. Wenn du damit kein Problem hast, hast du auch kein Problem mit Bundestrojanern und dem Verfassungsschutz in deiner Handyverbindung.

      • Danke, Taleweaver, für diese klaren Worte, schöner hätte ich es nicht zusammenfassen können.
        nun warten wir auf Anonymaus‘ Erwiderung – kommt noch was oder wollte es nur stänkern?

    • „Diesen Leuten geht es also höchstens um die Vermeidung von Straftaten, nicht um die Menschenwürde und die Rechte von Kindern.“

      Das reicht ja auch vollkommen. Es gibt genug Menschen, die sich einen feuchten Dreck um die Würde und Rechte anderer Menschen kümmern. Sei es nun im Bezug auf Kinder oder irgendwelche Bevölkerungsgruppen. Solange aber dieser feuchte Dreck in ihren Köpfen oder in irgendwelchen Foren bleibt, ist mir das völlig schnuppe.

      Natürlich bereitet mir der Gedanke Bauchschmerzen, dass 11 Pädophile einen Nachmittag mit einem Kind verbringen. Aber das ist keine Straftat und rechtfertigt es nicht, auf welche Art und Weise die Polizei hier reagiert hat. Ich höre immer nur das Wort „Lockvogel“. Haben sich diese 11 Pädophilen denn an diesem Nachmittag anderen Kindern genähert?

      Ich kann nicht von anderen Menschen erwarten, dass sie die gleichen Moralvorstellungen haben wie ich. Was ich erwarten kann, ist, dass sie keine Straftaten begehen. Und jetzt erkläre mir bitte, welche Straftat genau diese 11 Leute begangen haben, um solche Polizeimaßnahmen zu rechtfertigen.

      Erst gestern bin ich in einem anderen Forum auf einen Haufen Fritzl-Witze gestoßen. Finde ich absolut und hochgradig widerlig. Gepostet wurden diese Witze von einem 20jährigen, bei dem ich das Gefühl habe, dass er das nur getan hat, um zu schockieren und zu zeigen, wie „cool“ und abgebrüht er schon ist. Soll dieser 20jährige jetzt rund um die Uhr beschattet werden. Soll er jetzt festgenommen und eingesperrt werden, wenn er das nächste Mal in seinen Keller geht, um Wäsche zu waschen? Immerhin könnte es ja sein, dass er irgendwelche Leute in seinem Keller gefangenhält. Schließlich hat er sich ja über den Fall Fritzl lustig gemacht.

      Ja, die Rechte des einen hören da auf, wo die Rechte anderer verletzt werden. Aber bitte, wo wurden denn die Rechte anderer verletzt? Dass die Polizei die Gruppe beobachtet hat, das finde ich gar nicht falsch. Aber die Festnahme dieser Gruppe entbehrt einfach jeglicher rechtlichen Grundlage.

      Man kann einen Pädophilen nicht einfach festnehmen, weil er pädophil ist. Das läuft einfach nicht. Und dieses ganze Rumgedruckse während der Pressekonferenz ist einfach nur zum Haare raufen.

      „Ja…äh… Und weil wir noch am Anfang der Ermittlungen stehen ähhh…ähhh…stehen wir am Anfang der Ermittlungen.“

      Bevor so ein Einsatz überhaupt möglich ist (ohne, dass es zur Ausübung einer Straftat kommt), sollte man doch mindestens die Mitte der Ermittlungen erreicht haben. Oder wenigstens mehr in der Hand haben, als 4 Jahre alte, geschmacklose Witze aus irgendeinem Forum.

  13. Wirklich, was sich hier einige halb streiten ….
    Man sollte niemanden zu Unrecht verurteilen, und allein eine Verhaftung nur auf Verdacht kann Leuten das Leben zu Hölle machen.
    Unsere Justiz ist merkwürdig, weil einerseits werden Leute verhaftet die nichts getan habe und andere die eine Selbstanzeige getätigt haben um die Kinder zu SCHÜTZEN werden ignoriert?
    Ich bin der Meinung niemand kann für seine Neigung etwas, und gerade bei Pädophilen ist nicht jeder per se ein Verbrecher, entscheident ist wie er mit seiner Neigung umgeht, aber wirklich Hilfe bekommt man da von fast keinem, ich kann mir vorstellen das manche Psychologen, wenn sie es nicht explizit ausschreiben, solche Menschen sogar ablehnen, das vor allem denen nicht geholfen wird die wissen sie könnten straffällig werden, das ihnen nicht geholfen wird das zu vermeiden.
    Ich meine (glaub es war Holland), es gibt Länder wo man sich freiwillig chemisch wie eine Art sterilisieren kann damit der Sexualtrieb nicht so ausgeprägt ist und die Gefahr von übergriffen so verringert wird, warum gibts das nicht auch bei uns?
    Sicher, manche brauchen eine Hilfe weil sie sich im Griff haben, aber was ist mit denen, die wissen irgendwann kommt es, die wissen sie können es nicht verhindern, ob sie wollen oder nicht, wer hilft denen? Der Staat? Nee, der wartet lieber bis das geschieht was diese Leute ursprünglich verhindern wollten.
    Ich hab das Gefühl man sieht immer nur die Eltern, Kinder, aber nie die Pädophilen selbst, wie es denen damit geht, was sie eigentlich wollen. Wie oben schon gesagt, nicht jeder ist ein Kinderschänder, und manche wären es nie geworden wenn man ihnen geholfen hätte, wenn ihnen wirklich die Leute geholfen hätten die sie drauf angesprochen haben.

    Und ganz ehrlich? Unsere Gesellschaft nennt sich Tolerant? Eher ist sie die Ausgeburt der Intoleranz allem gegenüber was ihr nicht in den Kram passt, ob das nun Neigungen sind, Kleidungsstile ect.
    Es wird Toleranz gepredigt, aber wer in diesem Staat nutzt es nicht einfach nur als schöne Fassade?
    Klar, Straftaten sollten geahndet werden und derjenige dafür auch zur Rechenschaft gezogen, aber dadurch gleich unschuldige mit Neigungen unter denen sie evt selbst leiden per se auszugrenzen und unter Generalverdacht zu stellen, selbst wenn sie sich nicht den leisesten Fitzel an Straftat begangen haben?
    Deutschland täte gut an Aufklärung, nicht daran auf Krampf die Gefängnisse zu füllen.

  14. Es ist schon mehr als traurig wie voreingenommen unsere Gesellschaft ist und selbst die Poliizei bildet da, wie hier klar beschrieben, keine Ausnahme.
    Nicht nur dass man bei einem Hinweis eines RTL-Reporters meint ein riesen Fass aufmachen zu müssen, nein, man nimmt Fakten wortlos hin ohne sie zu überprüfen und stützt sich dann auch noch wirklich darauf. Für mich mehr als unverständlich das ist doch keine Polizeiarbeit das ist faules verhalten kombiniert mit Vorurteilen. Ich bin entsetzt wie die Hüter von Recht hier agiert haben.

  15. Von RTL halte ich nicht viel.

  16. Eigentlich ist ja fast alles schon gesagt worden. Ich hingegen frag mich immer wieder neu, bei all der ausgeuferten Öffentlichkeit, geht man tatsächlich hilfreich mit den Opfern um? …
    Und was die Bilderfrage betrifft, wo ja hier einer sehr genau darauf hinwies, das wir mal langsam unsere Familienalben verstecken sollten, ich bin mir mit meiner Tochter einig, es ist total bescheuert das in (zB) Katalogen wo man Klamotten kaufen soll, das dort seit Jahren schon inzwischen exakt die Altersklase fehlt in der ebend meine Tochter steckt. Fragte sie mich, ´Wie, bitte schön, soll ich mir ein Bild machen können ob mir das echt steht was die dort als Kleid verkaufen wollen?´- ich war hilflos. Seitdem habe ich selbst mehr Geduld wenn ich mit ihr zusammen durch die Läden ziehe … (und oft genug, nichts kaufe. Entnervt den Tag bei nem Eis ausklingen lasse. Wo mir der Genuß im Hals stecken bleibt wenn ich dran denke …
    Frag mal einer meinen aktuellen Freund, wie der sich gefühlt hat, als der mit seinem Töchterchen auf der Autobahn unterwegs war. Die Kleine war vier Jahre. Und allein aufs Damenklo? (die nächste Raststätte hatte einen Wickelraum/Behindertentoilette, war knapp, aber die Aufsicht verstand fast ohne das Worte benötigt wurden)
    Aber was will ich klagen. Ich hab immer die Bilder im Kopf als die Kindergärtnerin meiner Tochter mit hilflosem Gesicht und Intonation den Eltern verkünden mußte das es ab sofort im Kindergarten sexuelle Aufklärung geben muß. Argh! (mir hat der ´schwarze Mann´ gereicht – um Süßigkeiten nur zu Hause anzunemen.)
    Und zum Schluß, ein weiteres Mal die Frage nach den (tatsächlichen) Opfern. Da gibt es einen (inzwischen) uralten französischen Film.
    Der betroffene Junge starb (im Jahr der Haftentlassung des echt grusligen Täters) bei einem Autounfall. Zurück blieb ein Tagebuch. In dem eher das Danach angeklagt wurde als die sich über Jahre hinziehenden Taten an sich.
    Machen wir manchmal etwas falsch? In der Bewertung. Im Umgang. Mit unserem Denkvermögen. …
    Ich hab auch meine Geheimnisse als Beinahenochkind gegenüber meiner Mutter gehabt … (meine Tochter wird jetzt 16 …)

    lg, Serina
    Den Opfern gehört mein Herz.
    Den echten Tätern nähere ich mich, vorzugsweise, mit einem Katana. (ich hab eins)
    Die Kapitel zum Thema warten noch auf den upload weil noch nicht fertig. Sorry (jetzt)!

  17. Ich schaue mir bei Zeitungsartikeln immer die Quellenangaben an, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass (verschiedene) Zeitungen Quellen angeben und einfach hemmungslos Dinge im Artikel scheiben, die sich so gar nicht in der Quelle wiederfinden. Den Hinweis, dass der Bericht von Wolfram Kuhnigk nicht ganz den Tatsachen entspricht, ist zwar nett, aber Telepolis ist auch eine Zeitung und den Vorwurf dass es bei der Meldung in erster Linie nicht um Information, sondern das Verkaufen von Aufregung geht, sehe ich da auch berechtigt, nur dass hier die Polizei „der Böse“ ist.

    Beispielsweise schreibt Telepolis: >>Wenn die Polizei unwidersprochen sagen darf, dass sie einen Einsatz wie in Aschersleben auch deshalb für gerechtfertigt hält weil sich die Betroffenen so „keinen schönen Tag mehr machen konnten“, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass Pädophile sich ggf. seitens der Polizei wenig Hilfe erhoffen können, wenn sie aufgrund ihrer Neigung einmal angefeindet oder angegriffen werden.<>Wir wollten dann im Rahmen des Einsatzes diese Personen feststellen und ihre Identität aufklären. Gleichfalls wollten wir eine erkennungsdienstliche Behandlung durchführen. << (Pressekonferenz vom 05.05.14 14:30 Uhr in Magdeburg, Live-Sendung NTV https://www.youtube.com/watch?v=RcLawFCyfdc 5:30-5:45;).
    Dort stellt es sich so dar, dass ein Anfangsverdacht aufgrund der Zeugenaussage und weiterer Beweise, die aufgrund des Standes der Ermittlung nicht genannt werden können (das Herumgedruckse ab 15:30 spricht meiner Meinung nach dafür, dass es da noch mehr gibt, aber das ist nur ein persönlicher Eindruck) und deshalb für weitere Ermittlungen erst mal die Identität der Betroffenen festzustellen. (Ich finde es schon ein bisschen bedenklich, dass jeder gegen den ein Anfangsverdacht besteht erkennungsdienstlich erfasst werden kann, aber das ist die Landesgesetzgebung, also nicht "Schuld" der Polizei, sondern der Gesetzgeber und es sind nicht nur Pädophile betroffen, sondern jeder sich den Anfangsverdacht einer mutmaßlichen/geplanten Straftat zuzieht.)

    Generell finden sich bestimmte Aussagen, die unterstützen sollen, dass die Polizei überzogen und voreingenommen agiert, wenn dann höchstens in Andeutungen in der Presseerklärung wieder und die " ", die im Artikel verwendet werden, scheinen nicht unbedingt zitierte Stellen zu bezeichnen (oder ich bin taub, oder zu blöd die Stellen wiederzufinden). Andere Aussagen in der Presseerklärung werden schlichtweg ignoriert, z.B. das es weiterer Beweise gibt, die aufgrund des Standes der Ermittlung nicht genannt werden können (das Herumgedruckse ab 15:30 spricht meiner Meinung nach dafür, dass es da noch mehr gibt, aber das ist nur ein persönlicher Eindruck). Man kann doch nicht Ermittlungsbehörden vorzuwerfen, dass sie die Handlung "Spielplatz besuchen" nur als Versuch der Kontaktaufnahme werten und außer acht lassen, dass man auch Spielplätze besucht, um Kinder dort spielen zu lassen, und gleichzeitig die Tatsache das die Polizei kaum weitere belastende Hinweise nennt, nur auf die Weise deuten, dass "sie nachplappern" und dabei ignorieren, dass sie nach eigenen Angaben die Ermittlungen nicht gefährden wollen.

    Und an dieser Stelle kriege ich ehrlich gesagt Bauchschmerzen, denn wenn die "Menschenverachtung der Polizei" quellentechnisch mehr oder weniger genauso gut/schlecht belegt ist, wie die der "Schlag gegen das Pädophilen-Netzwerk", bin ich eigentlich nicht gewillt eins von beiden eher zu glauben.
    Wenn ich die Quellenangabe einfach übersehen habe, würde ich mich über einen Hinweis freuen, teilweise zitieren die Artikel aus Aussagen zu allen möglichen "Anlässen" von Kindesmissbrauch, da ist es schwierig den Überblick zu behalten.

  18. Ich finde es interessant, dass du das Herumgedruckse als Zeichen dafür interpretierst, dass man weiteres belastendes Material habe. Für mich deutet es auf das exakte Gegenteil hin.

    Du solltest dir die Konferenz wirklich noch einmal anhören. Beispiel: „Ziel des Treffens war es neue Kontakte zu Kindern herzustellen.“ Das ist eine Tatsachenbehauptung, die der Minister Stahlknecht so gar nicht treffen könnte. Es stört ihn dabei scheinbar auch nicht, dass offenbar gar keine Kontakte hergestellt wurden. Da waren ein paar Pädophile zusammen, da müssen sie ja wohl sowas vorgehabt haben, nicht wahr? Anonyme Alkoholiker kommen ja bekanntlich auch immer zusammen, um zu saufen. Dazu paßt dann auch das Lockvogelgedöns. Was ebenfalls durch absolut gar nichts belegt wurde. Dir ist aufgefallen, wie die Frage des Reporters zu exakt diesem Punkt beantwortet wurde? „Wir sind ganz am Anfang und wir haben einen Anfangsverdacht und wir sind ganz am Anfang.“ Super. Soll er doch gleich sagen, dass er sich das nur aus den Fingern gesogen hat.

    Auch der ganze Rest in der Pressekonferenz entsprach dem üblichen Blabla ohne konkret Belegbares. Und dir ist sicher auch aufgefallen, wie das Mädchen in der Pressekonferenz bezeichnet wurde, nicht wahr? Auch den überzogenen Polizeizugriff mit „Wir wollten nicht, dass sich die traute Runde noch einen schönen Tag macht.“ zu rechtfertigen, spricht m.E. eine sehr deutliche Sprache. In Wahrheit ging es dabei wohl eher darum, Schlagzeilen wie „Polizei sieht bei Pädophilentreffen tatenlos zu“ zu vermeiden.

    • Ich frage mich ja, ob die Polizei das bei Fußballfans auch so macht.

      Man stelle sich folgendes vor: Im Onlineforum eines Vereins, dessen Fans regelmäßig mit Gewaltexzessen in den Schlagzeilen sind, verabreden sich 11 Leute dazu, auch ohne Fußballspiel einfach mal so zu treffen, ein Bierchen zusammen zu trinken. Einer der 11 wohnt in der Stadt, in welcher der rivalisierende Verein der Fans seinen Sitz hat, und so wird ausgemacht, sich da zu treffen und gemeinsam über den Hassgegner zu lästern. Dabei fallen im Forum auch Worte wie „bei denen spieleh eh nur Kanaken“, und einer schlägt vor, einen farbigen Spieler der anderen Mannschaft „zu schnappen und „so lange ranzunehmen, bis er freiwillig wieder zurück nach Afrika schwimmt“.

      Kurz nachdem die Bekannten sich am Bahnhof getroffen haben und gemeinsam einen öffentlichen Park ansteuern, greift ein SEK der örtlichen Polizei zu und nimmt sie vorläufig fest wegen des Anfangsverdacht, gemeinschaftlich Körperverletzung begehen zu wollen. Die Begründung: „Das kennt man doch. Wenn solche Leute sich zusammenrotten und saufen, dann fangen sie irgendwann an, andere Leute zusammenzuschlagen.“ Die Kommentare in den Foren werden als weiteres Indiz für geplante gemeinsame Gewalttaten gewertet.

      Könnt ihr euch vorstellen, dass so was passiert? Ich nicht. Ich will mir auch so was nicht vorstellen. Komischerweise scheint eine Menge Leute nichts dagegen zu haben, wenn es nicht um Fußballfans, sondern um Pädophile geht.

      • ich bin dafür 😀
        die Pozilei nutzt ja ohnehin schon Fußballspiele als billiges Strategie- und Taktik-Trainig für den Straßenkampf – das deutet auf eine immense Angst des Staates vor mündigen Bürgern hin;

        aber das Beispiel mit den AA gefällt mir auch sehr gut =b

    • Ich finde es auch interessant, dass du das ganz anders interpretierst, aber das zeigt für mich, dass das ganze eben Raum für Interpretationen offen lässt. Vielleicht gibt es Beweise, vielleicht nicht. Vielleicht gibt es Zeugenaussagen/Briefwechel/wasauchimmer aus denen hervorgeht, was das Ziel des Treffens war, vielleicht war es nur Spekulation. Vielleicht war das Ganze nur Herumgeflakse, dass einen Anfangsverdacht rechtfertigt, mehr aber auch nicht. Ich persönlich tue mich etwas schwer damit mir was mutmaßliche Täter und Oper betrifft eine Meinung zu bilden, ohne dass ich alle Fakten kenne.

      Konkret geht es mir genau den Satz „Wir wollten nicht, dass sich die traute Runde noch einen schönen Tag macht.“ Ich bin nämlich zu blöd ihn in der Pressekonferenz zu finden. Wenn du so nett sein könntest, mir die Zeitangabe rauszusuchen, würde ich mich bei der ganzen Sache wesentlich wohler fühlen.


      • Einsatzleiter Holger Herrmann von der Zentralen Kriminalitätsbekämpfung Sachsen-Anhalt Nord: „Wir wollten nicht, dass sich die traute Runde noch einen schönen Tag macht.“ Er erklärt: „Wir haben, im Gegensatz zu sonst üblichen Verfahren, bereits im Anfangsstadium der Ermittlungen und damit sehr frühzeitig zugegriffen. Es war wichtig, den Teilnehmern zu signalisieren, dass sie bekannt sind. Wir hoffen, dass wir nun schnell weiterkommen mit den Ermittlungen.“

        • Danke. Könntest du mir vielleicht bitte die genau Zeit nennen, wann das gesagt wird?
          Ich hab mir die ganze Pressekonferenz nochmal angehört und kann es einfach nicht finden. Oder mir sagen, falls es noch eine andere Pressemitteilung gab?
          Das mit „Anfangsstadium der Ermittlungen“ kommt mehrmals, die und die Formulierung das die Täter „bekannt gemacht“ werden solltenkommt zweimal (wobei es nicht um die Täter geht, sondern darum dass sie identifiziert werden sollen), ich hab mir wirkich Mühe gegeben, nicht das du denkst ich bin zu faul zum Suchen, oder so. Langsam glaub ich wirklich, ich bin irre 🙁

          • es gab wahrscheinlich mehrere Preßwurstmitteilungen, und die eine oder andere war entweder nicht öffentlich oder nur für BLÖD-Reporter oder nur für den örtlichen Hühnerf*ckerverein, oder schon vor der Veryoutubeung wurde zensiert redaktionell eingegriffen – jedenfalls wurde, und das steht so im Onlineteil der Dreckschleuder mit den GROSZBUCHSTABEN, dieser Satz so gesprochen.
            Beschwer ist also an ebenjenes Schund- & Schmutzerzeugnis der REALEXISTIERENDEN BRd zu richten…

          • Die Aussage ist aus der BILD?!
            Also nur damit ich das richtig verstehe, denn ich kann mir nicht vorstellen, das ich das richtig verstanden habe: Die BILD-Zeitung, bei der wir uns alle einig sind, dass sie nicht gerade Ikone an Glaubwürdigkeit und kritischen Journalismus ist, offenbart geheime Erkenntnisse aus einer geheimen Pressekonferenz an der nur sie teilgenommen hat.
            Diese Aussage wiederspricht der „offiziellen“ Pressekonferenz.
            Diese Aussage widerspricht sämtlichen Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit.
            Diese Aussage würde, sobald gemacht (nicht sobald bewiesen!) einen ausreichenden Anfangsverdacht für Amtsmissbrauch bieten und damit ein Ermittlungsverfahren nach sich ziehen, denn wir erinnern uns Ermittlungsbehörden sind humorlos.
            Diese Aussage soll ich glauben, weil die BILD-Zeitung behauptet, dass der „das aber so gesagt“, obwohl sie manchmal komplette Ereignisse erfindet? Ohne einen glaubwürdigeren Beleg? Obwohl sie seinen anderen Aussagen, bei denen ich die Quelle überprüfen, widerspricht? Weil, es stand aber in der BILD?
            Das kann unmöglich dein Ernst sein.

            Und falls das so ist, dann richte ich meine Beschwerde nicht an „ebenjenes Schund- & Schmutzerzeugnis“, denn es ist hinlänglich bekannt, dass es ein Schund- & Schmutzerzeugnis ist. Dann richte ich meine Beschwerde an diejenigen, die das „Schund- & Schmutzerzeugnis“ zitieren und zum Kern ihrer gesamte Interpretation machen. Unabhängig ob es die vorgekaute Interpretation „Pädophile sind pervers“ oder pseudokritische „Polizisten sind Schläger“ ist.

            Tut mir leid, aber falls das wirklich die einzige Quelle sein sollte, ist die Aussage genauso glaubwürdig wie alles was in der BILD-Zeitung steht. Und falls wirklich erwartet wird, dass ich Aussagen aus der BILD-Zeitung, die jemand gemacht haben soll als glaubwürdiger einschätze, als die Aussagen, die diese Person tatsächlich gemacht hat, dann hab ich nicht nur Bauchschmerzen, dann muss ich kotzen.

          • Nein, Miu, der Satz stund in mehrereren Onlinemedien, aber da die gleichgeschaltete Hetzpresse <ironie>unabhängige Qualitätspresse</ironie> ohnehin fast vollständig zu Springer gehört und der schmierige Tastenknecht <ironie>grundehrliche</ironie> Lohnschreiberling, der diese Hetzkampagne angezettelt <ironie>sauber recherchierten Fakten</ironie> den Ermittlungsorganen übergeben hat, ein Söldling Reporter ebenjener GROSZBUCHSTABEN-Gazette ist, kommt dies dennoch auf’s gleiche heraus – lies mal den Ovid-Blog-Eintrag, dessen Verweis hier steht; faszinierend, in welche Abgründe man blickt, wenn man polizeiliche Maßnahmen kritisch beäugt…

          • ich nehme alles hinsichtlich des Vertragsverhältnisses des Kuhnigk mit Springer gegen die Blöd gesagte zurück, der Kerl kippt seinen Unflat aus dem Verblödungsrechteck RTL II – sagt aber auch alles 😀 und ändert nichts an den angegebenen Fundorten des menschenverachtenden Ausspruchs!

  19. so, ich habe den Aufhänger gefunden, den der ungeBILDete Schmierfink als Anleitung bezeichnet hat: LINK REMOVED voller Ironie und Sarkasmus, auf den im Ovid-Blog hingewiesen wurde, zu dem mich letztlich Mama Google leitete.
    Nun ist zugegebenermaßen das Kopfkino, das mir beim Lesen dieses Fadens entstund, ein wenig unappetitlich, aber dennoch, auch ohne explizit ausgewiesene Ironie- & Sarkasmusbestandteile als nicht ernstgemeint erkennbar für jeden denkenden Menschen – was freilich »Reporter« einschlägiger Anal-Phabeten-Boulevardpresseerzeugnisse mit den großen BILDern ausschließt…
    »investigativ« geht anders!

    • Dem ersten Link bitte auf eigene Gefahr folgen; keine Ahnung, ob da nicht inzwischen ein paar Staatsanwaltschaften nach IP-Adressen angeln, um weitere „erfolgreiche Polizeiaktionen“ koordinieren zu können.

    • Der Link wurde entfernt. Bitte beim nächsten Mal einfach nachdenken, bevor so ein Link gesetzt wird. Hier rennen haufenweise Minderjährige rum. Danke.

  20. Ich habe vor diesem Thread gar nichts von der ganzen Sache mitbekommen. Ich sollte mehr RTL schauen…

    Das Grundproblem ist doch eher, dass hier Leute festgehalten werden, die zwar einen äußerst widerlichen Fetisch haben, aber bisher keine Straftat(en) begangen haben. Kann man sie einsperren, festnehmen, mit dem Gummiknüppel bearbeiten weil sie eben „Perverse“ sind, die auf etwas stehen, was 99% der Bevölkerung (zur Zeit) als eklig ansehen? Man darf, so unappetitlich der Gedanke auch ist, nicht vergessen, dass im alten Griechenland und Rom, immerhin „Wiegen der Zivilisation“ Knabenliebe und anderes „ganz normal“ war.
    Gut – zum Glück meiner Meinung nach – das ist heute verboten, wir sind „aufgeklärt“ und der Konsenz heißt: „Nein, is nicht, wenn du es machst, gibts eine drüber“ Daran haben sie sich zu halten, was sie meines aktuellen Wissenstands, auch getan haben.

    Das Resultat dieser Aktion ist doch, dass die Ordnungsmacht nun eingreifen (darf) wenn etwas sozial geächtetes besprochen wird, – ohne das es ausgeführt wird. Das ist nur der erste Schritt dazu, dass unbequeme Gruppen / Personen einfach so eingeschüchtert werden können, wenn sie etwas Gesellschafts- / Regierungskritisches von sich geben.

    Wie bereits erwähnt wurde, ist schlechter Geschmack, schwarzer / dummer Humor kein Straftatsbestand. (Zu meinem Glück – sonst säße ich jetzt im Hochsicherheitstrakt wie Hannibal Lector…)

    Kernfrage in dieser Sache wäre doch, was passiert, wenn der Grundgedanke „Die tun etwas, was wir nicht gutheißen – bestrafen / schickanieren wir sie“ auf andere Sachen ausgedehnt wird. Um mal ein paar weniger appetitliche Fetische zu streifen, auf die man so in den dunklen Ecken des Internets stößt: Ageplay, Petplay, Schulmädchenfantasien… die Liste ist lang. Sind so viele Millionen Japaner, die Schulmädchenfantasien haben, weil das blaue Röckchen und die weiße Bluse sie an ihre Jugend erinnern (das wurde mal als eine Erklärung für diesen Fetisch aufgeführt) alles verkappte Pädophile? Sind Leute, die in einem Rollenspiel sich als Schulmädchen ausgeben oder mit einem fiktiven ebensolchen Sex haben, gleich automatisch die Pädophilen von morgen? Sind Leute, die „Windelfantasien“ haben, d.h. diese als Erwachsene anziehen, schon Triebtäter, die sich an unschuldigen Kindern / Babys vergreifen?

    Man muss klar zwischen „Fantasie“ und „Realität“ unterscheiden. Im Fall von Pädophilie heißt das aber auch einschränkend, dass Personen, die solche Verlangen haben, sie entweder im eigenen Kopf oder fiktiv halten sollten, oder aber sich professionelle Hilfe suchen. Ich beziehe mich auf die „Werde kein Täter“ Werbung, die hin und wieder läuft oder gelaufen ist. Möglichkeiten existieren da ja, die über das plakative „Hackt ihnen den Schwanz halt ab“ gehen. Ich bin strikt dafür, die Kinder zu schützen, mit allen gebotenen Mitteln. Doch für Gedanken oder Fantasien kann man (zum Glück noch) niemanden verurteilen.

    Zu guterletzt ein Zitat von E.B. Hall „Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.““

    • oh, Quecksilberchen, bitte nicht, denn

      […] mehr RTL schauen

      führt zur schleichenden Debilität – wenn Sie jetzt auch noch anfangen, dem Verblödungsrechteck Tribut zu zollen, wer soll’s hier noch reißen, Taleweaver allein?
      Gut, Mama Lapis trau ich auch noch über’n Weg … aber sonst?!?

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