Apr 122013
 

Ich hatte schon seit längerer Zeit vor, einmal darzulegen, wie fragwürdig die Ideen einiger selbstproklamierter Tierschützer sind, und daß diese durch monotones Nachbeten nicht besser werden. Ich habe diese Meinungsäußerung immer wieder aufgeschoben, aber da es im Tierthread im Forum hier zur Sache geht, nutze ich jetzt einfach mal meinen Blog, um meine Ansicht zum Thema zu veröffentlichen.

Primär geht es mir um das alte Mantra, das alles besser werde, wenn man in Deutschland nur eine allgemeine Kastrationspflicht für (freilaufende) Katzen einführen würde. Dies würde dann dazu führen, dass es keine Streunerkatzen mehr gäbe, das Leid der Streuner wäre ipso facto damit verschwunden und Friede, Freude und Eierkuchen würden für immer Einzug halten. Oder so ähnlich.

Pustekuchen.

Es ist natürlich in der Realität zum Glück nicht umsetzbar, aber sollte der unvorstellbare Fall doch eintreten, dass alle freilaufenden Katzen kastriert wären, so wäre die Rasse der Europäisch Kurzhaar in Deutschland in Kürze ausgestorben. Es mag natürlich ein paar Leute geben, die quasi als Züchter ihre eingesperrten Hauskatzen vermehren, aber das sind eher Ausnahmen.

Und wären die Streunerkatzen dadurch wirklich verschwunden? Nun, wenn man die Streuner ebenfalls kastrieren könnte, und man alle einwandernden Katzen abknallt (oder eben beim Grenzübertritt kastriert) dann vielleicht schon. Wirklich realistisch ist dieses Szenario aber ebenfalls nicht.

Ohnehin zäumen unsere (denkfaulen) Tierfreunde dieses Pony von der falschen Seite auf. Das Problem ist nämlich nicht die unkontrollierte Vermehrung der Hauskatzen, das Problem besteht darin, daß Katzenbabies einfach ausgesetzt werden. Früher wurden die Katzenbabies, die nicht vermittelt werden konnten, umgebracht. Vorzugsweise kurz und schmerzlos mit einem Schlag per Holzscheit ins Genick, aber es gab natürlich auch einige Sadisten, die dies durch Ersäufen, an-die-Wand-werfen oder Zermatschen mit einem Hammer erledigten, was dazu führte, daß das Töten von Katzen vom Gesetzgeber verboten wurde. Und natürlich gab es auch damals schon die genauso widerwärtige Truppe, die diese Katzenbabies einfach ausgesetzt hat. Seitdem die Katzen nicht mehr getötet werden dürfen, werden mehr ausgesetzt. Dies erhöht die Streunerpopulation und dadurch wiederum wächst das Elend der Streuner.

Persönlich wäre ich also eher dafür, entweder eine einfache Variante einer schmerzfreien Tötung zu legalisieren, beispielsweise durch eine Spritze oder den bereits erwähnten Schlag ins Genick, oder aber die Möglichkeit zu schaffen, diese andernorts, beispielsweise beim Tierarzt oder im Tierheim durchführen zu lassen. Gleichzeitig sollten sadistische Tötungsvarianten und das Aussetzen von Katzen mit hohen Geldstrafen verbunden sein, um so zumindest eine gewisse abschreckende Wirkung zu erzielen. Insofern man die schmerzlose Tötung von Katzenbabies durch Privatpersonen nicht legalisieren möchte, sollte zumindest sichergestellt sein, daß Tierheime die Annahme & eventuelle spätere Tötung der Katzen nicht ablehnen dürfen. Dies kann durchaus mit einer entsprechenden Gebühr verbunden werden.

Für den Halter einer weiblichen, freilaufenden Katze ergäben sich dann folgende Optionen:

  1. Er läßt seine Katze kastrieren.
  2. Er läßt seine Katze nicht kastrieren, muss dann aber sicherstellen, daß Katzennachwuchs entweder vermittelt, oder, sollte dies nicht möglich sein, schmerzlos getötet wird.

Für den Halter eines freilaufenden Katers sähe es wie folgt aus:

  1. Er läßt seinen Kater kastrieren. Der lebt etwas länger und wird mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit träge und fett. (Nebenbei sind die Jahre, die ein kastrierter Kater mehr an Lebenserwartung hat, nicht unbedingt die schönsten für ihn. Ich frage mich, ob es wohl Männer gibt, sie sich kastrieren lassen würden, wenn man ihnen dafür 6 Jahre Lebenszeit mehr garantieren kann.)
  2. Der Kater behält seine Kronjuwelen und Kater und Katerhalter müssen mit den damit möglicherweise verbundenen Konsequenzen leben, wie beispielsweise Markieren, längere Abwesenheiten und Revierkämpfe mit den eventuell dabei erlittenen Verletzungen.

Grundsätzlich ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, die weiblichen Streunerkatzen zwangszukastrieren. Eine Kastration der Kater ist allerdings reichlich sinnlos, da ein einzelner Kater genügt, um große Gebiete abzudecken.

–> Edith sagt:

Offenbar haben ein paar Tierfreunde Probleme mit simpler Mathematik. Also machen wir es mal am Beispiel. Wir haben eine gedachte Streunerpopulation von 10 Katern und 10 Katzen und betrachten eine einzelne Wurfperiode mit durchschnittlich 6 Kätzchen pro Wurf. Maximal können also 60 Kätzchen geworfen werfen. Jede Katze, die man kastriert, wird die Geburtenzahl um 6 reduzieren, bringt also eine offensichtliche Entlastung. Wenn ich dagegen von den Katern nur einen einzigen nicht erwische, so genügt dieser eine bereits, um alle 10 Katzen zu begatten. Kastriere ich also 9 Katzen ist die Geburtenzahl um 90% reduziert wurden, kastriere ich dagegen 9 Kater und einer bleibt übrig, so  bleibt die Geburtenzahl dennoch unverändert. <–

Aber selbst wenn der Gesetzgeber keine Option für die Tötung von nicht-vermittelbaren Katzen schaffen sollte, so liegt es meines Erachtens in der freien Entscheidung eines jeden Katzenhalters, ob er seine Katze oder seinen Kater kastrieren lassen möchte oder nicht. Wenn ein Katzenhalter die Möglichkeit besitzt, den Nachwuchs seiner freilaufenden Katze erfolgreich zu vermitteln, warum sollte man ihm dies über eine Zwangskastrationspflicht verwehren?

  357 Responses to “Gegen die Kastrationspflicht für Katzen”

  1. Die armen Katzen 🙁

    Ich finde es natürlich auch unsinnig, dass Kater kastriert werden sollen, lieber wäre es natürlich die Katzendame, da diese nun keine Jungen bekommen kann.
    Bei Katern wäre es was ganz anderes. Sie könnten ja mehrmals mit verschiedenen Katzen etwas machen und schon fängt alles wieder von vorne an.

    Also, ich stimme dir voll und ganz zu. Auch finde ich toll das du dieses Thema angesprochen hast.

    Wird aber nicht seit der neuen Rechtschreibung dass mit zwei »s« geschrieben?

    Noah

    • Helge ist schon alt, der schreibt noch nach der alten Rechtschreibung 😉

  2. Ich bin der Ansicht, dass jede dieser Varianten ihre Vor- und Nachteil hat.
    Aber ich stimme in der Sache mit Helge überein, dass man eine Kastrationspflicht umgehen kann und eine evtl. überpopulation an Streunern regeln kann indem man ungewollte Kätzchen nicht einfach aussetzt und/oder sadistisch tötet; sondern sie ggf gegen eine Gebühr beim Tierarzt oder im Tierheim einschläfern lässt. Das ist vielleicht auch nicht gerade die feine englische Art aber meiner Ansicht (als Katzen“personal“) immer noch humaner als die Tier Qualen wie Hunger, Kälte und Autos auzusetzen.
    Gleichsam sollte man als Katzenhalter aber auch dafür sorgen, dass es unter Umständen erst gar nicht soweit kommt, dass man die Tiere töten muss indem man sie entweder selbst vermittelt oder sie eben in einem Tierheim abgibt (ebenfalls gegen Gebühr) von wo aus sie vermittelt werden können.
    Auch das sadistische Töten und Aussetzen der Tiere mit einer empfindlichen Geldstrafe zu verbinden halte ich zwar für sinnvoll aber leider für ähnlich undurchführbar wie die Zwangskastration, da man eben genau das nicht überwachen kann.
    Ansonsten finde ich, dass es jedem Katzenhalter und dessen Verantwortung selbst obliegt ob er seine Katze kastrieren lässt oder nicht. Mit den eventuellen Folgen muss er dann leben….und ich weiß wovon ich da spreche ^^

  3. Ist das wirklich dein Ernst?!

    Wow, ich bin schockiert. Wie kannst du das hier so kaltschnäuzig sagen, eine Tötung, von Kätzchen zu legalisieren. Schmerzlos sei mal dahingestellt ist trotzdem umöglich, furchtbar und zudem, weißt du, was eine Einschläferung kostet? 30 Euro aufwärts.

    Man würde wieder Kätzchen auf grausame Art und Weise töten und auch, wenn das unter Strafe gestellt wird, das man die Täter findet und belangen kann … das ist utopisch.

    Ich bin fassungslos Helge … ich kann nicht glauben, das du das hier tatsächlich geschrieben hast … bisher war ich eher deiner Meinung und hab sie auch sehr geschätzt … doch das … ich kann es immer noch nicht fassen …

    Es sollte nicht legal werden Haustiere zu töten, nur weil die Besitzer unverantwortlich sind und ihre Tiere nicht kastrieren lassen. Man sollte Katzen zwangskastrieren lassen, wenn man sie nicht zur Zucht nimmt.

    Kennst du den Zyklus von Katzen überhaupt? Eine kastration bei Tieren mit denen man nicht züchtet, die ihren sexualtrieb also nicht nachgehen können ist es gesünder für die Katze, wenn sie kastriert wird. Kätzinnen können in eine Dauerrolligkeit verfallen und das ist für sie purer Stress, wenn sie nicht von einem Kater gedeckt wird. Zudem fördert das auch noch stressbedingte Krankheiten und Krebsleiden an Gesäuge und Gebärmutter..

    Das du so denkst macht mich wirklich sehr, sehr traurig … sofern du das hier wirklich so gemeint hast, wie du es geschrieben hast … wirklich sehr traurig … 🙁

    Abe rjedem seine Meinung, dennoch bin ich schockiert …

    • weißt du, was eine Einschläferung kostet? 30 Euro aufwärts.

      Ich bin mir sicher, daß dies auch günstiger geht. Immerhin braucht man für ein kleines Kätzchen deutlich weniger Substanz.

      Man sollte Katzen zwangskastrieren lassen, wenn man sie nicht zur Zucht nimmt.

      Warum? Weil dir beim Gedanken, daß ein Kätzchen eventuell nicht vermittelt werden kann, die Contenance entgleitet? Kleine Info für dich: So gut wie niemand züchtet gezielt Europäisch Kurzhaar. Also sollte man deiner Meinung nach die Rasse ganz offensichtlich durch Zwangssterilisation ausrotten. Ja, du mußt ein echter Tierfreund sein.

      Kennst du den Zyklus von Katzen überhaupt? Eine kastration bei Tieren mit denen man nicht züchtet, die ihren sexualtrieb also nicht nachgehen können ist es gesünder für die Katze, wenn sie kastriert wird.

      Blödsinn. Freilaufende, unkastrierte Katzen werden mit fast 100%iger Sicherheit gedeckt, denn irgendein unkastrierter Kater findet sich immer. Deswegen muss der Halter der Katze entscheiden, ob er damit zurecht kommt, die Katzenbabies zu vermitteln. Schafft er das, so ist alles paletti und schafft er es nicht, dann ist er mit einer Kastration besser bedient.
      Wohnungskatzen, die nicht regelmäßig gedeckt werden, sollten allerdings immer kastriert werden. Wobei es wohl mittlerweile auch Hormonbehandlungen gibt, die das Rolligwerden der Katze verhindern können. Darum ging es hier aber nicht explizit.

      dennoch bin ich schockiert …

      Keine Sorge, das gibt sich.

      • Zu Kosten einer Einschläferung: In den meisten Tierarztpraxen gibt einen Pauschalbetrag, was heißt, dass die Größe eines Tieres keine Rolle spielt. So musste ich für Einschläferung von Katze und Wellensittich z.B. je Tier 30 Euro bezahlen.

        Zwangskatration für Haustiere? Finde ich als Katzenbesitzer schlimm! Man sollte mir die Entscheidung selbst überlassen, ob meine Katze Junge bekommt oder nicht. Ich bin eher der Ansicht, dass man in diesem Punkt vielleicht auch ein bisschen mehr an das Verantwortungsgefühl der Tierbesitzer appellieren sollte.

        Bei freilebenden Katzen ist es auch schwierig, denn jeder Tierschützer der eine „wilde“ Katze einfängt, müsste sehr genau prüfen, ob es sich hier nicht doch um ein Haustier handelt. Nicht alle Menschen lassen ihre Katzen mit Chip oder Tatowierung versehen und wenn doch, dann verblasst eine Tätowierung im Laufe der Zeit.

        Ist die Eindeutig klipp und klar geklärt, dann können Tierschützer von mir aus die Tiere kastrieren. Aber nur in dem Hintergrund, dass ich weiß, dass es niemals gelingen wird, alle Tiere zu kastrieren. Es wäre schade, sollte die Europäisch Kurzhaar tatsächlich aussterben.

        Dass kleine Kätzchen eingeschläftert werden, ist für viele Europäer ein moralisches Problem, in vielen Ländern wie z.B. den USA wird es schon seit Ewigkeiten praktiziert. Bevor man so ein Leben tötet sollte man eher versuchen, es zu verhindern. Aber eine generelle Lösung ist meines Erachtens nach noch nicht gefunden. In Amerika ist es so, dass gerade schwer vermittelbare und ältere Tiere eingeschläfert werden, um Tierheime frei zu bekommen. Vielleicht, auch wenn es Grausam anmuten mag, ist auch das eine Teillösung für uns, um zumindest die Tierheime zu entlassten und jüngeren Tieren eine noch größere Chance auf Vermittlung zu geben.

        Und lieber Helge nur so nebenbei, ich bin NICHT schockiert. 😉 Jeder Mensch hat seine eigene Meinung und da kann man es nicht jedem Recht machen. Das wäre ja auch Schade, sonst würden wir hier nicht Diskutieren. 🙂

      • Ah, okay! Es ist natürlich sehr zuträglich für den Fortbestand der Europäischen Hauskatze, wenn jeder Noob mit ungewollten Katzenbabies zum Doc marschieren kann und sie für einen Obolus töten lässt. Also sorry, Aber iwie passt das nicht so richtig zusammen, oder?

        Und was den Bestand der EHK angeht, so wird es hier sicherlich auch Liebhaber geben, die sie kontrolliert züchten so, wie bei all den 400 anderen Katzenrassen auf der großen weiten Welt. Kontrollierte Zucht wäre hier sogar eine sehr gute Lösung, ansonsten, den ganzen anderen Rest kastrieren lassen.

        Denn Tiere, die sich nicht Fortpflanzen „dürfen“ erleiden Höllenqualen und da sist kein Spruch. Dahe rist die Kastration sinnvoll.

        Ach, übrigens … was gibt dir das recht mir zu unterstellen, ich wäre nicht Tierlieb? Ich BIN nämlich tierlieb und zwar sehr. Ich bin mit Tieren aufgewachsen und lebe mit Tieren zusammen. Seit ganzen 30 Jahren teile ich mein Leben mit ihnen. Immerhin bin nicht ich hier diejenige, die eine legale Tötung von ungewolltem Nachwuchs bei den Vierbeinern begrüßen würde, oder.

        Es ist deine Meinung und die muss ich wohl oder übel akzeptieren, aber da sheißt nicht, das sie mir passt. Denn ich finde diese Sichtweise sehr kaltschnäuzig … durch das Töten von Tieren sollte das Tierelend nicht gelöst werden und ene legalisierung würde nur noch mehr Elend bringen. Man muss sich ja nur die Länder ansehen, wo das zum täglich Brot gehört … durch das Töten wurden die Probleme nicht gelöst, sondenr hat nur noch mehr Elend hervorgerufen. Ich hatte schon mit Tieren zu tun, bei denen die „Beseitigung“ fehlgeschlagen ist … oft blieb keine andere Option, als sie von ihrem Leid zu erlösen.

        Du hast ja gar keine Vorstellung … wüsstest du es, hättest du nicht sowas geschrieben. Das töten von gesunden jungen Tieren sollte niemals eine Option sein.

        Kastration ist der Weg … und mehr habe ich zu diesem Thema nicht zu sagen.

        • Es ist natürlich sehr zuträglich für den Fortbestand der Europäischen Hauskatze, wenn jeder Noob mit ungewollten Katzenbabies zum Doc marschieren kann und sie für einen Obolus töten lässt.

          Und Aussetzen oder die Rasse aussterben zu lassen, weil deine infantilen Empfindlichkeiten gestört werden, ist besser?

          Und was den Bestand der EHK angeht, so wird es hier sicherlich auch Liebhaber geben, die sie kontrolliert züchten so, wie bei all den 400 anderen Katzenrassen auf der großen weiten Welt

          Du glaubst, Rassekatzen ginge es besser? Sehr Naiv! Und kontrollierte Zucht? Glaubst du deine Genetik wäre besser, wenn man dich gezielt gezüchtet hätte? Dem ist mitnichten so. Die meisten Rassekatzen sind deutlich anfälliger als unsere robuste EKH.

          Immerhin bin nicht ich hier diejenige, die eine legale Tötung von ungewolltem Nachwuchs bei den Vierbeinern begrüßen würde, oder.

          Weil du nur töten würdest, um dich besser zu stellen und dir Leid oder Nachteile zu ersparen, bist du mitnichten auf einer Position moralischer Überlegenheit gegenüber jemanden, der töten würde, um unnötiges Leid bei Tieren zu vermeiden.

          oft blieb keine andere Option, als sie von ihrem Leid zu erlösen.

          Hattest du nicht gerade geschrieben, dies wäre keine Option? Oder traktierst du sie einfach nur mit deinem halbgaren Unfug, bis sie von selbst verenden? Ja, du bist eine echte Tierfreundin.

          Kastration ist der Weg … und mehr habe ich zu diesem Thema nicht zu sagen.

          Dann lass dich auf deinem Weg zur Sterilisation bitte nicht aufhalten. 😉

          • Halt, stop!

            Das Mischlingskatzen bzw. Hauskatzen anfälliger sind als Rassekatzen ist ein Märchen. Immerhin achten verantwortungsvolle Züchter darauf, dass nur gesunde Tiere ohne irgendwelche (Erb-)Krankheiten zur Zucht verwendet werden. Anders als bei der normalen Hauskatze, die wer weiß was haben kann, weil niemand weiß, welche Erblinien da zusammen laufen. Da kann es eingekapselte Viren geben, z.B., wenn sie freilaufend gedeckt wurden und anderes übles Zeug.

          • Wir haben selbst etwa 10 freilaufende bzw. wilde Katzen von denen größtenteils alle kastriert oder sterilisiert sind.
            Dies haben wir aber nur gemacht damit es keinen Revier kämpf oder eine ungewollte fortpflanzt mit anderen wilden Katzen gibt.

            Ich finde aber das es wenn es wirklich keine andere lösung mehr gibt und sich Kiten eines Wurfs nicht mehr vermitteln lassen und man selbst sich keine weiteren Katzen mehr zulegen möchte und auch das Tierheim keine mehr aufnimmt wäre eine schmerzfrei und schnelle tötung eine Lösung.

            Ich habe nämlich schon oft erlebt wie es ausgesetzten Hauskatzen geht : sie wissen oft nicht wie man sich etwas zu essen fängt und sind anfälliger für schwerere Krankheiten.
            Auch wenn diese Katzen später von Hilfsorganisationen eingefangen und später kastriert werden heißt dass noch lange nicht dass sie auch mit einem solchen Leben zurechtkommen !

            Ich würde auch eine Strafe für dass aussetzen von Tieren verlangen und als letzte Lösung die Tötung der betroffenen nicht vermittelbaren Katzen erlauben da sie den Katzen sehr viel Leid ersparen würde und ich dass auch tierlieb nennen würde.
            Denn man kann sich 20 Katzen halten und immer noch mehr aufnehmen weil man sie ja nicht töten will , aber ob es den Katzen dann auch besser geht ?

          • Du hast mich falsch verstanden, mein Lieber. Ich habe das auf Tiere bezogen, die durch solche Tötungsversuche schlimm verletzt oder verkrüppelt wurden, okay.

            Ich bin nicht grundsätzlichen gegen das Einschläfern, wenn es notwendig ist und das hat hier jetzt auch garnicht zur Debatte gestanden.

            Du redest davon gesunde, lebensfähige Tiere töten zu lassen, weil der Halter verantwortungslos war und die Kätzchen sollen das ausbaden. Wenn es danach ginge dasnn sollte es erlaubt werden jeden Wurf töten zu lassen. Eine Katze wirft 2x im Jahr und das Rund 10 Jahre lang, wenn nicht sogar länger. Und in einem Wurf gibt es durchschnittlch 4-5 Stück aber ich habe auch schon acht gesehen. Ich weiß nicht ob Katzen eine Menopause haben.

            Dann rechne mal schön, wie viele Leben so enden werden, wenn das Töten legal wird!! Und dann bist du wirklich noch davon überzeugt, das es „die Lösung“ ist? Oh bitte …!!!

            Infantil?! Echt jetzt? Das ist schon unverschämt. Wie wäre es, wenn du dich mal einwenig in deinem Ton vorsiehst. Ich wüsste nicht, das ich beleidigend geworden bin. So lässt sich schlecht disskutieren.

            Und was ich hier mit erlösen meinte ist, das die Tiere wegen gesundheitlicher Geschichten eingeschläfert werden mussten, was alles andere als schön gewesen ist …

            Ich bin nicht grundsätzlich gegen das Einschläfern, wenn es angebracht ist! Und hier wäre einwenig mehr Mitgefühl angebracht, Helge. Doch junge, gesudne Tiere einzuschläfern, nur weil sie „stören“ oder „zu viel“ sind hat damit rein garnichts zu tun.

            Du kennst nicht viele Züchter, oder? Zumindest keine guten. Ich schon. Und das Rassekatzen anfälliger sind ist kompletter Blödsinn. Sicher gibt es hier auch fragwürdige Rassen – Nackkatzen z.B. zumindest find eich die meienr Meinung nach fragwürdig.

            Aber grundsätzlich zu sagen Rasse ist anfälliger als Mischling ist, gelindegesagt Bullshit. Es gibt anfällige und weniger anfällige Katzen, aller Rassen. Das größte Übel sind Erbkrankheiten, wie eben auch bei Hunden, doch die Zuchtverbände wirken mit aller Mühe dagegen.

            Aber, wir beginnen uns hier im Kreis zu drehen. Ich kann und will diese Meinung, das Töten legalisiert werden sollte, nicht zustimmen. Und beleidigen lassen, muss ich mich hier auch nicht.

            Das mag dein Block sein, doch das heißt noch lange nicht, das du so mit aderen umgehen kannst.

            Und noch was, ja, wenn ich meinem eigenen Tier, das mich Jahrelang treu begleitet hat, sich nur noch quält und schmerzen hat, totkrank ist, ja, dann lasse ich es einschläfern. Und meinetwegen bin ich dann auch infantil.

            Doch das eine, kannst du nicht mit dem anderen vergleichen …

            In diesem Sinne noch, einen schönen Abend. Adios!

          • Du redest davon gesunde, lebensfähige Tiere töten zu lassen, weil der Halter verantwortungslos war und die Kätzchen sollen das ausbaden.

            Ich rede davon, daß dies die Streunerpopulation reduzieren würde und vermutlich eine bessere Alternative darstellt, als die Kätzchen einfach nur auszusetzen und dann zu ignorieren. Ich habe es schon mehrmals gesagt, ich bin grundsätzlich für Kastration bei Katzen, ich bin nur gegen eine Zwangskastration aller Katzen.

            Und das Rassekatzen anfälliger sind ist kompletter Blödsinn.

            Nein, das ist logisch zwingend. Eine größere Population mit echten Selektionsmechanismen ist immer robuster als eine kleine mit künstlichen.

          • „Nein, das ist logisch zwingend. Eine größere Population mit echten Selektionsmechanismen ist immer robuster als eine kleine mit künstlichen.“

            Generell gebe ich Dir da sogar Recht.

            Du hast da aber etwas sehr Wichtiges nicht bedacht: Auf Grund der Überpopulation von Katzen auf relativ engem Raum (gerade in der Stadt), wird es zu vielen Inzucht- und Inzestverpaarungen kommen. Das hast Du bei einer guten Zucht nicht. Da frage ich mich dann, was gesünder ist…..

          • Das ist so nicht richtig. Gerade bei einer höheren Population sind Inzest- und Inzuchtverpaarungen unwahrscheinlich. Vergiss nicht, die Katze wählt den Sexualpartner. Dabei spielt Geruch mit eine entscheidene Rolle. Nahverwandte Artgenossen riechen falsch und werden daher bei der Partnerwahl nachrangig behandelt.

            Inzucht ist daher viel wahrscheinlicher bei kleinen, miteinander verwandten Populationen.

          • und woher stammt diese höhere Population? Hauptsächlich von irgendwelchen Nachkommen…. oder willst Du mir jetzt sagen, dass sich ein Kater extra auf den Weg in andere Städte macht, um sich fortzupflanzen? Das trifft vielleicht auf Wildtiere zu…aber nicht auf unsere domestizierten Hauskatzen

          • Verstehe ehrlich gesagt deinen Kommentar nicht. Natürlich sind die existierenden Katzen nicht durch Zauberei entstanden, sondern logischerweise durch andere Katzen.

            Was Kater angeht, so wandert ein durchschnittlicher, unkastrierter Kater einen 10km Radius um seine „Heimatbasis“ ab. Das kommt also auf etwas über 300 km² Fläche. Es gibt aber auch welche, die deutlich weiter wandern und dann teilweise für Wochen aushäusig sind.

            Streuner legen auf der Suche nach einem Revier noch wesentlich größere Distanzen zurück.

      • Wobei ich hier ganz kurz einwerfen will, dass eine unkastrierte Kätzin dann zweimal im Jahr Junge bekommt und das fast schon an Gebärmaschinerie grenzt. Wenn man die Kätzchen vermittelt bekommt, ist das für DIE natürlich gut, aber für die Mutterkatze ist es bestimmt nicht lustig, alle halbe Jahre einen Wurf großzuziehen und das ihr ganzes Leben lang. In dieser Hinsicht sollte man Hauskatzen und selbst halbwilde oder verwilderte Hauskatzen nicht mit Wildkatzen gleichsetzen, deren Population sich natürlich regelt, während bei Menschen oder von Menschen lebende Hauskatzen sich vermehren wie die Karnickel und dadurch tatsächlich zu einem Problem für Flora und Fauna werden können. Die Gefahr der Inzucht ist diesbezüglich auch gegeben, da die meisten Würfe an Neubesitzer in der näheren Umgebung vermittelt werden. Krüppelkätzchen braucht kein Mensch.
        Ein oder zwei Würfe sind irgendwo noch akzeptabel, aber später sollte ein Katzenbesitzer sich durchaus auch darüber Gedanken machen, was die Vermittlung seiner Putzi-Kitten für Konsequenzen für alle Katzen im Tierheim hat, die dort versauern.

        • Oh, und bevor ich es vergesse: Genau wie bei Hunden ist die unkontrollierte Vermehrung von Katzen ein Biotop für Erbrankheiten. Ja, auch Katzen haben Erbkrankheiten, die durch unkontrollierte Vermehrung verschlimmert werden können. Ungünstige Verpaarungen können zu sehr krankem Katzennachwuchs führen, was dann im grunde nichts anderes ist als Qualzucht unter unkontrollierten Umständen.

          • Kitshipper,

            ich sprach auch von KONTROLLIERTER Zucht, falls ich damit gemein gewesen bin. Ein Züchter hat meistens mehrere Kätzinnen und lässt sie einmal decken und im nächsten Jahr geht es dann weiter.

            Und was meinst du passiert mit unkastrierten Streunerkatzendamen in der wilden freien Natur? natürlich werden sie auch 2x von nem Kater gedeckt.

            Und verantwortungsvolle Züchter sorgen schon dafür, das sie einen gesunden Genpool haben. Nicht ganz so viele Züchter haben Katzen beider Geschlechter bei sich zuhause. Da verreisen Katze oder Kater auch mal zur Braut/Bräutigam 😉

            Ich hab enatürlich nicht von den Vermehrern gesprochen, die ihre Tiere ungecheckt auf fragwürdigen Märkten verscherbeln.

            Ich rede hier schon von den seriösen Züchtern, denen das Wohl ihrer Tiere am Herzen liegt.

          • Sitqa, ich meinte nicht dich, ich bezog mich auf Helges Post. 😉

          • Hihi, ahhh okay. Ich war mir da nur nicht so sicher. Die Replays sucken hier einwneig und sind etwas unübersichtlich. Also nicht für ungut, ja 😀

        • Wenn eine unkastrierte Katze zweimal im Jahr Babies bekommt, dann wird sie keine 10 Jahre alt. Trächtigkeit und Geburt schlauchen ihren Körper so, dass er schon sehr viel früher aufgibt.
          Dann kann der „verantwortungsvolle“ Besitzer, der ihre überzähligen Kitten schmerzlos hat töten lassen, das verstorbene Tier früher durch ein neues, „gebärfähiges“ ersetzen. So wird die Katzenhaltung nicht so schnell langweilig. Wer will ein und dieselbe Katze schon 10 Jahre oder länger um sich haben?

          Kitten von Katzen, die zweimal im Jahr werfen, haben einen schlechten Start ins Leben, denn die Körper ihrer Mütter sind so ausgelaugt, dass sie höchstwahrscheinlich nicht genug Milch haben, um ihren Nachwuchs adäquat zu versorgen. Infolgedessen werden viele Kitten verhungern oder an durch Unterernährung bedingte Krankheiten jämmerlich sterben, bevor sie alt genug sind, um selbst Futter zu fressen.
          Aber das dient ja dann auch irgendwie dem Zweck. Wer von alleine stirbt, bevor er alt genug ist, um vermittelt bzw. bei Nichtbedarf getötet zu werden, erspart dem Besitzer seiner Mutter den Gang zum Tierarzt und die damit verbundenen Kosten.

          Unkastrierte Kater werden auch nicht wirklich alt. Sie rennen auf dem Weg zu rolligen Katzen unvorsichtig durch die Gegend, werden schneller überfahren, prügeln sich laufend mit anderen Katern und infizieren sich mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit mit tödlichen Krankheiten, die entweder über den Deckakt oder durch Speichel beim Beißen übertragen werden. Es leben Leukose und Katzenaids (FIV)!
          Dann erledigt sich die Überpopulation von Hauskatzen in vielen Gegenden ganz ohne das Töten ungewollter Katzenbabies. Die sterben nämlich genau wie ihre kranken Eltern an Leukose oder Katzenaids, bevor sie allzu alt werden können.

          Zum Thema Hauskatzen sind gesünder und robuster als Rassekatzen kann ich nur sagen: „Mag sein, ist aber nicht die Regel.“
          Ein potenter Kater deckt bei seiner Suche nach rolligen Katzen ein großes Gebiet ab. Er deckt wahllos jede Katze, die ihm in den Weg läuft. Ob die betreffende Katze seine Tochter, Enkelin, etc ist, ist ihm dabei reichlich egal. Inzucht macht anfälliger für Krankheiten, bringt im verborgenen schlummernde Erbkrankheiten ans Licht etc.
          Das wiederum führt dazu, dass die Hauskatzenpopulation sich von alleine dezimiert.

          Die Zwangskastration freilaufender Hauskatzen wird meiner Meinung nach nicht umsetzbar sein, aber selbst wenn sich diese Idee durchsetzen würde, würde sie niemals in der Ausrottung der Rasse der EKH gipfeln. Es wird immer genug Streuner geben, die niemandem gehören und sich deshalb unkontrolliert vermehren. Deshalb zieht das Argument nicht, Zwangskastration sei die gezielte Ausrottung einer Rasse.

          Sie würde aber jede Menge Katzenelend vermeiden.
          Katzenbesitzer, die entweder zu faul sind, ihre Tiere kastrieren zu lassen oder die das Geld dafür nicht ausgeben wollen, werden bestimmt nicht mit ihren überzähligen Kitten zum Tierarzt gehen und sie gegen einen Obulus töten lassen, um Katzenelend zu vermeiden. Sie werden sie weiter aussetzen oder selbst töten und sich dadurch auch nicht von einem Aussetz- und Tötungsverbot abhalten lassen.

          Die Tatsache, dass das Töten ungewollter Katzen per Gesetz verboten ist, hält nämlich niemanden davon ab, es doch zu tun. Ich lebe auf dem Land, wo es die Regel ist, freilaufende Katzen nicht zu kastrieren und den ungewollten Nachwuchs an die Wand zu werfen oder zu ersäufen.

    • Ich stimme dir zu. Ich finde das auch ziemlich hart. Und es ist eben genau so, wie du schreibst. Jemand, der bereit ist, ungewollten Nachwuchs auszusetzen, ist definitiv nicht bereit, Geld für eine legale Tötung zu blechen. Das Kastrieren von Katzen ist tatsächlich gesünder, zumal das Fortpflanzen für die Tiere (Weibchen) sehr schmerzhaft ist. Ich persönlich kenne auch keinen Katzenhalter, der sein Tier nicht kastrieren hat lassen. Und das Problem mit den Streunern würde das wohl auch kaum eindämmen. Es laufen immer mal Tiere weg und es gibt ja auch noch Wildkatzen. Eine Zwangskastration erachte ich aber auch als undurchführbar. Das liegt schon in der Eigenverantwortung der Tierbesitzer. Und wer kümmert sich um Streuner? Die Tierschützer, Tierärzte, Tierkliniken, Tierheime. Und ich denke, dass niemand davon mit einer legalen Tötung liebäugeln würde. Tiere werden nur eingeschläfert, um sie von Leiden zu erlösen.

    • Das denke ich auch: Was ist besser: von Anfang an zu verhinden, dass sich Katzen unkontrolliert vermehren oder aber massenhafte Tötung von Katzenjungen? Sorry, aber ich denke die Kastration ist der bessere Weg.

  4. Ich hab hier im Stadtteil noch nie eine streunende Katze gesehen. Daher wusste ich bisher gar nicht, das da ein Problem existiert. Oder ist das eher in ländlichen Gegenden (also in Helges Heimat :p )? Da unser Kind plant, Tierarzthelfer zu werden, bin ich natürlich für die Kastrationspflicht. Das schafft Arbeitsplätze. 😉

    • Àber nicht, wenn sich dadurch der Bestand an Hauskatzen dauerhaft verkleinert. 😉

  5. Eine Verständnisfrage: Es ist „besser“/humaner/sinnvoller (wie auch immer man es nennen möchte) ungewollten tierischen Nachwuchs zu töten als (soweit möglich) dafür zu sorgen, dass erst gar keiner entsteht?

  6. Also wirklich!

    Die Tötung von unschuldigen Lebewesen, noch dazu Babys, egal ob das jetzt Katzen sind oder nicht, kommt ja wohl gar nicht in Frage! Ich habe selbst ein Kätzchen adoptiert das anscheinend ausgesetzt wurde und mir wird schlecht bei dem Gedanken, man hätte die Kleine kaltblütig umgebracht.
    Da ist es doch besser, die Kätzchen, die nicht vermittelt werden können, einfach zu kastrieren und ansonsten eben dafür zu sorgen, dass unkastrierte Miezen möglichst während der Rolligkeit draußen nicht herumstreunen dürfen.
    Aber eine genehmigte Tötung von Katzenbabys? Mir wird schlecht!

    • Tante Edith merkt noch an:

      Ansonsten sollte man vllt. dafür sorgen, dass die unkastrierten Kätzinnen kontrolliert gedeckt werden, wenn es zuviel Stress bedeutet, wenn sie zu lange nicht gedeckt werden.

    • Mir wird schlecht!

      Dann arbeite ein wenig an deinem kindlich naiven Moralempfinden. Es ist allemal humaner, ein nicht-vermittelbares Kätzchen schmerzlos zu töten anstelle es auszusetzen. Und irgendwie fürchte ich, das genau das passieren könnte, wenn dein adoptiertes Kätzchen trächtig wird. Also lass es besser kastrieren.

      Zwangskastration aller Katzen mit dem Ergebnis, die Rasse lokal auszumerzen, erscheint mir allerdings nicht als sinnvolle Alternative.

      • Mein Kätzchen ist kastriert.

        Und ja, mir wird schlecht. Mir schlecht bei dem Gedanken, unschuldiges (geborenes) Leben zu vernichten, weil es nicht erwünscht ist. Diese Kätzchen leiden nicht, sie wollen genauso sehr leben wie jedes andere Lebewesen auch, was gibt uns das Recht, über Leben und Tod einer anderen Kreatur zu entscheiden?
        Egal wie schmerzlos die Tötung vollzogen wird, es ist und bleibt eine Tötung, und da würde ich mich auch nicht besser fühlen, nur, weil das Kätzchen dabei nicht leiden musste.
        Es gibt noch andere Möglichkeiten – man kann seine Hauskatze kastrieren lassen oder die Kätzchen, die man nicht vermitteln kann oder will ins Tierheim bringen, statt sie auszusetzen oder zu töten, was ich beides gleich abscheulich und unmoralisch finde.
        Der Fehler liegt da bei verantwortungslosen Tierhaltern die einfach zu uneinsichtig, verbohrt, kurzsichtig und/oder humanistisch-zentriert sind um ihre Katze kastrieren zu lassen oder wenigstens, wenn sie das schon nicht auf die Reihe bekommen, ihre Kätzchen im Tierheim abzugeben, wo die Miezen zumindest eine Chance hätten eines Tages ein liebevolles Zuhause zu finden.
        Zumal dein Vorschlag gar nicht durchsetzbar ist. Am Ende kommt jeder Heini daher und behauptet, seine Kätzchen schmerzlos umgebracht zu haben, obwohl er sie in Wahrheit dabei hat leiden lassen, sei es weil ihm die Kätchen egal sind, oder weil er keine Ahnung von einer schmerzlosen Tötung hat, oder weil er der Meinung ist bei einem Tier sei es unwichtig, ob es dabei leidet oder nicht. Wer will ihm denn hinterher noch nachweisen können, ob er es „richtig“ gemacht hat? Gibt es dann eine Kripo für Katzentötungen? Tierärztliche Ausschüsse die jede Katzentötung hinterher begutachten? Selbst wenn es sowas gäbe, wäre es ja nur stichprobenartig durchsetzbar.
        Es ist einfach grausam und falsch, Jungtiere zu töten, und das noch mehr vor dem Hintergrund das es Alternativen dazu gibt, wie Katration, Sterilisation, der Abgabe an den Tierschutz oder das Tierheim oder das man eine rollige Mieze nicht einfach frei herumlaufen lässt, sondern sie, sofern man züchtet, kontrolliert decken lässt.
        Die Kätzchentötung ist einfach nicht nötig, und das macht deinen Vorschlag nur noch grausamer.

        • Aber überleg mal :

          Die Tierheime sind überfüllt und werden auch besonders in der Ferienzeit immer voller.
          Auch eine kastrierte oder sterilisiert Hauskatze welche ausgesetzt wurde schlecht in der freien Natur überleben da sie die Nahrungssuche und die Regel untereinander nicht kennt .
          Es wäre für das spätere Leben der Kitten eig Humaner wenn sie wenn man vorher alles für ihre vermittlung getan hat und auch versucht hat sie selbst zu behalten , schmerzfrei und schnell getötet werden.
          Es soll ja nicht so sein dass mann eine ungewollt tragende Kätzin hat und wenn sie geworfen hat die Kitten direkt ans Messer liefert.

          • Ja, aber genau darauf würde es hinauslaufen, wenn das Töten legalisiert wird. das eben genau DAS geschieht, man kann den ungewollten nachwuchs ja schön töten lassen ohne Konsequenzen zu fürchten.

            Aber mit den Tierheimen hast du natürlich recht, das ist keine Lösung. Die Platzen aus allen Nähten. Doch eben genau aus diesem Grund sollten Halter ihre Tiere, die nicht zur Zucht genommen werden kastriert. Dann gibt es auch weniger Streuner.

  7. Leider hast du kein Wort darüber verloren, wie man anders als mit Kastrationen verhindern kann, das streunende Katzen zu einer wachsenden Gefahr für den Wildvogelbestand werden. Schade.
    Vorschläge werden sehr gerne gehört.

    • Mal abgesehen natürlich von dem provokanten Vorschlag einer Tötung von Katzen, den ich aber eben eher als Provokation betrachte. Oder meinst du das ernst?

      • Es wäre allemal eine bessere Alternative als die Rasse durch Zwangskastration effektiv ausrotten zu wollen, nicht wahr?

        • Ich hab keine Ahnung von Katzen, aber ist „Europäisch Kurzhaar“wirklich eine „Rasse“ nach den Richtlinien von Katzenzüchterverbänden? Wie auch immer, !00% wird das ohnehin niemals umgesetzt werden.

        • Ich verstehe irgendwie nicht, wieso Genickbruch nach der Geburt besser für den Bestand der Rasse ist als Kastration der Eltern.

          • Ne, ich versteh´s auch nicht. Beim besten Willen nicht.

          • Ich verstehe es ebenso wenig, aber ich stelle mal eine Theorie auf: Wahrscheinlich weil es nicht so viel Geld und durch das Gesetz festgelegtes Übernehmen von Verantwortung (wenn man es von alleine nicht schafft) erfordert.

          • Kastration ist nicht das Problem. Zwangskastration aller freilaufenden Katzen wäre eins.

    • Habe jetzt keine Lust, dir die Links rauszusuchen, aber ich weiß von mindestens 2 Studien, die klar belegt haben, daß Katzen für den Vogelbestand keine nennenswerte Gefahr darstellen. Falls du sie nicht selbst finden kannst, raffe ich mich nachher mal auf und google sie dir, aber unterlasse es doch bitte, diese alte Mär wieder aufzuwärmen.

      Apropos Wildvögel, bei meinen Eltern in der Lewitz sind sämtliche bodenbrütenden Vögel mittlerweile effektiv ausgerottet. Rate doch mal, wodurch?

      • Verrate es mir, wodurch, bitte!

        • Durch falsch verstandene Tierliebe. 😉 (Oder eventuell auch schlicht und einfach Haushaltsengpässe.)

          Bis vor ein paar Jahren haben die Jäger für den Abschuss von Kleinraubzeug wie Dachsen, Marderhunden, Füchsen etc. eine kleine Prämie erhalten. Nachdem diese wegfiel, hörte diese Bejagung auf. Da die Biester keine natürlichen Feinde haben, vermehrten sie sich und die Wahrscheinlichkeit, daß die entsprechenden Gelege durch sie gefunden werden, stieg an.
          Als ein Nebenbeffekt sind nebenbei auch die Populationen an Streunerkatzen in der Gegend verschwunden, denn eine Streunerkatze stellt für einen Fuchs schlicht und einfach nur eine Mahlzeit dar.

          • Es gibt keine Männer mehr… oder was sind das für Jäger, die eine Geldprämie brauchen. um zu töten? Aber Scherz beiseite, im Ernst, ich habe nie behauptet, das Katzen der alleinige Feind der Singvögel sind, ein großes Problem ist beispielsweise inzwischen auch der Waschbär, wie die Hauskatze in unseren Breiten eher das Ergebnis menschlicher Einmischung als ein Teil der Natur.
            Und Flächenvernichtung (ebenfalls Menschenwerk) dürfte noch weitaus schlimmere Folgen haben.
            Wie auch immer, ich fände es schade, wenn es immer weniger Singvögel gäbe, sowohl in absoluten Zahlen als auch in ihrer Artenvielfalt.
            Ich möchte nicht, das der Frühling um eine einzige Melodie ärmer wird.

      • Die Diskussion in den vergangenen Wochen war eine andere:
        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-90848738.html

  8. Mir haben sich gerade ein wenig die Zehennägel aufgerollt. Ich versuche, sie wieder zu glätten und halbwegs rational auf die Argumente einzugehen.

    Zitat Helge:
    „Es ist natürlich in der Realität zum Glück nicht umsetzbar, aber sollte der unvorstellbare Fall doch eintreten, dass alle freilaufenden Katzen kastriert wären, so wäre die Rasse der Europäisch Kurzhaar in Deutschland in Kürze ausgestorben. Es mag natürlich ein paar Leute geben, die quasi als Züchter ihre eingesperrten Hauskatzen vermehren, aber das sind eher Ausnahmen.“

    Um es mal ganz kurz (und zugegebenermaßen wenig sachlich) zu machen: Na und?
    Wie du selbst schreibst, vermutlich gibt es ein paar Züchter, die dafür sorgen, dass die Rasse nicht komplett ausstirbt. Wenn es sich hierbei um verantwortungsvolle Züchter handelt, wird es also im Idealfall noch immer gesunde, zufriedene EHKs geben, die in liebevolle Haushalte vermittelt werden. Die einzige wirklich spürbare Folge, wird also vermutlich der Preis der Katzenanschaffung sein.

    Zitat Helge:
    „Und wären die Streunerkatzen dadurch wirklich verschwunden? Nun, wenn man die Streuner ebenfalls kastrieren könnte, und man alle einwandernden Katzen abknallt (oder eben beim Grenzübertritt kastriert) dann vielleicht schon. Wirklich realistisch ist dieses Szenario aber ebenfalls nicht.“

    Ganz verschwinden würden die Katzen sicher nicht (was nebenbei deinen oberen Punkt ebenfalls widerlegt). Aber eine Kastrationspflicht würde ihren Bestand innerhalb der nächsten Jahre vermutlich spürbar eindämmen, was mMn ein ausreichendes Ziel ist.

    Ich bin zugegebenermaßen kein Experte im Bereich Katzentierschutz (allgemein habe ich mit Katzen nicht sonderlich viel am Hut), aber mir fällt durchaus auf, dass gerade die Länder, die mit ihren Tieren deutlich weniger zimperlich umgehen und auch entsprechende Einrichtungen zur Tiertötung unterhalten, dennoch immer wieder Probleme mit streunenden Tieren haben. Das ist aber nur meine persönliche Beobachtung, Studien dazu kenne ich nicht.

    Allgemein finde ich den Vorschlag, Tiere zu töten anstatt sie kastrieren zu lassen ein wenig… seltsam. Ich weiß nicht, wie es auf dem Land aussieht, aber persönlich hatte ich nie den Eindruck, dass Deutschland von Katzen überlaufen und die Lage inzwischen unkontrollierbar wäre.

    • Ach Mist, Name vergessen.
      Der ursprüngliche Kommentar stammt von mir

    • Wie du selbst schreibst, vermutlich gibt es ein paar Züchter, die dafür sorgen, dass die Rasse nicht komplett ausstirbt. Wenn es sich hierbei um verantwortungsvolle Züchter handelt, wird es also im Idealfall noch immer gesunde, zufriedene EHKs geben, die in liebevolle Haushalte vermittelt werden. Die einzige wirklich spürbare Folge, wird also vermutlich der Preis der Katzenanschaffung sein.

      Nicht nur. Die Katzen wären auch deutlich anfälliger, da der verkleinerte Genpool und die Selektion der Geschlechtspartner durch den Menschen anstatt durch die Katze Auswirkungen hat. Und ich halte es auch nicht für wünschenswert, wenn durch diese künstliche Verknappung, die Kosten der Anschaffung steigen, einfach weil es auch viele Menschen gibt, die sich dann keine Katze mehr leisten könnten.

      Ganz verschwinden würden die Katzen sicher nicht (was nebenbei deinen oberen Punkt ebenfalls widerlegt).

      Nur weil eure Heilung nur zu teilweise und nicht zu kompletter Ausrottung führt, ist sie gut? Interessante Logik.

      Ich weiß nicht, wie es auf dem Land aussieht, aber persönlich hatte ich nie den Eindruck, dass Deutschland von Katzen überlaufen und die Lage inzwischen unkontrollierbar wäre.

      Das ist im Prinzip auch richtig. Die gigantischen Streunerpopulationen werden aber immer als Argument der Tierschutzfredos benutzt, warum eine Kastrationspflicht notwendig wäre. Wobei es natürlich auch dort eine Fraktion ala „Wenn nur eine Katze leidet, dann leidet die ganze Welt“-gibt. Unüberschaubar sind die Streunerpopulationen nicht. Allerdings entstehen sie teilweise auch erst dadurch, dass viele Tierheime Katzen gar nicht erst annehmen, und die Katzenhalter den ungewollten Nachwuchs dann aussetzen.
      Ich bin nebenbei durchaus dafür, daß man weibliche Katzen kastrieren lässt, ich bin aber dagegen, es bei allen mandatorisch zu machen.

      • Daher schrieb ich auch von verantwortungsvollen Züchtern. Die permanente Verknappung des Genpools, weil nur noch mit Prestige-Tieren gezüchtet wird, ist ja auch bei Hunden ein Problem. Allerdings ist es momentan ja nicht gerade so, dass wir nur noch wenige Katzen zur Zucht zur Auswahl hätten, der aktuell zugängliche Genpool dürfte recht große Auswahl beinhalten und allein ausgehend von der Beliebtheit der EKH dürfte es dann doch auch in Deutschland den ein oder anderen Züchter geben, schon allein um die Nachfrage zu befriedigen.

        Wie man von „Wir haben eine gefährliche, tierheimfüllende Überpopulation“ zu „Wegen Kastrationspflicht sind alle Katzen ausgestorben“ kommt, ist mir ein wenig unklar. Diese Entwicklung dürfte einige Jahre brauchen, sicherlich ausreichend lang um eventuelle Gegenmaßnahmen einzuleiten.

        Was die höheren Kosten der Tiere angeht: Mir persönlich ist es lieber, wenn zukünftige Besitzer den Erwerb eines Tieres gut bedenken und sei es nur der Kosten wegen. Diese Enden nämlich nicht mit der Anschaffung des Tieres. Futter, Tierarzt, eventuell zerstörte Einrichtungsgegenstände, etc.
        Davon mal abgesehen gibt es noch immer die Möglichkeit, Katzen aus Tierheimen zu adoptieren oder auch mal einen Blick ins Ausland zu werfen (verantworungsvoll und überlegt natürlich, leider wird auch hier viel Schindluder auf dem Rücken der Tiere getrieben). Alles in allem wage ich einfach zu bezweifeln, dass wir jemals die Situation haben werden, dass Katzen nur noch über rar gesäte Züchter zu bekommen sind.

        „Nur weil eure Heilung nur zu teilweise und nicht zu kompletter Ausrottung führt, ist sie gut? Interessante Logik.“
        Nun, ich finde sie besser, als unerwünscht entstandenes Leben einfach zu vernichten, ja. Wie die Erlaubnis, Kitten zu töten das Aussterben der Rasse verhindern soll, ist mir auch nicht ganz klar. Letztlich ist das doch mehr eine Frage der Ethik, als der Praxis, ob das Leben nun vor seinem Entstehen oder danach beendet wird.

        „Ich bin nebenbei durchaus dafür, daß man weibliche Katzen kastrieren lässt, ich bin aber dagegen, es bei allen mandatorisch zu machen.“
        Mal abgesehen davon, dass ich auch eine Kastration von Katern befürworte (hier überwiegen für mich einfach auch die Vorteile), stimme ich dir in diesem Punkt durchaus zu. Auch mir wäre es lieber, die Besitzer weiter aufzuklären und dann frei entscheiden zu lassen. Ein offenes Auge für Extremfälle, bei denen dann von staatlicher Seite eingegriffen werden sollte, fände ich auch nicht schlecht.
        Wenn ich aber vor der Wahl“ Zwangskastration oder erlaubte (schmerzfreie) Tötung“ stehe, wähle ich Ersteres.

      • „Und ich halte es auch nicht für wünschenswert, wenn durch diese künstliche Verknappung, die Kosten der Anschaffung steigen, einfach weil es auch viele Menschen gibt, die sich dann keine Katze mehr leisten könnten.“

        Die können sich dann schon heute nicht jederzeit die Tierarztkosten leisten, welche IMMER anfallen können – sei es durch Infektionen, Unfälle, Kastration.. Ich würde glatt behaupten: wer nicht bereit ist eine gewisse Summe für eine Katze zur Anschaffung zu bezahlen, lässt wahrscheinlicher ebenjene aus Geldgründen nicht kastrieren. Umbringen/Aussetzen ist ja leicht, und die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden ist lächerlich. Ein Kuscheltier wär da vielleicht sinnvoller, oder Tiere die eben _nicht_ frei herumlaufen.

        Sobald freilaufende Katzen (also insbes. Weibchen) kastriert sein müssten würde wohl auch die Menge der Züchter rasant ansteigen – heute machen es halt sehr viele deswegen nicht weil es schon viel zu viele Katzen gibt. NOCH mehr zu produzieren ist verantwortungslos. Ein Käfigtierhalter dessen Tierart sich in Tierheimen tummelt sieht auch viel eher von der Vermehrung/Zucht ab, als jemand der den Nachwuchs mit gutem Gewissen weitervermitteln kann..

        Tiere leiden übrigens anscheinend unter einer Kastration nicht wie wir Menschen es tun. Leiden tun sie definitiv an den Stress den die Rolligkeit verursacht, an FIV, an Unfallverletzungen weil sie ihre Umgebung nicht wahrnehmen…

      • Zitat: „Und ich halte es auch nicht für wünschenswert, wenn durch diese künstliche Verknappung, die Kosten der Anschaffung steigen, einfach weil es auch viele Menschen gibt, die sich dann keine Katze mehr leisten könnten.“

        Oh, genau das würde ich für wünschenswert halten. Wem schon ein Anschaffungspreis von ca. 500 Euro (in diesem Rahmen bewegen sich zB die Preise für Rassekatzenbabies) zu hoch ist, der sollte sich auch keine Katze anschaffen können.Das sind nämlich die Leute, die bei unvorhergesehenen Tierarztkosten im Regen stehen. 500 Euro und mehr kommen da fix zusammen. Insbesondere bei Tieren, die Krankheiten wie Diabetes bekommen und lebenslang jeden Tag Medikamente brauchen, hat man auch – unvorhergesehen – hohe monatliche Kosten. Kann man das nicht erübrigen, geht es auf Kosten des Tieres, das dann notgedrungen eingeschläfert, abgegeben oder gar ausgesetzt wird. Auch würden Menschen sich zweimal überlegen, ob sie eine Katze anschaffen oder nicht, was ich ebenfalls als Vorteil der Verringerung der Katzenpopulation sehe – aus der Hüfte geschossenen Weihnachtsgeschenk-Aktionen wäre damit auch ein Riegel vorgeschoben. Last but not least herrscht leider bei vielen Menschen die Mentalität: „Was nix kostet, ist auch nix wert“, wer für sein Tier teuer Geld hinblättern musste, wird auch weniger dazu neigen, es auszusetzen, weil`s lästig geworden ist oder man ja in den Urlaub fahren möchte, aber zu blöde oder zu geizig ist, eine Betreuung für das Tier zu organisieren.

        Es kann doch kein halbwegs intelligenter Mensch ernsthaft postulieren, es solle bitte weiterhin ermöglicht werden, Haustiere zu Dumping-Preisen zu erstehen, damit auch ja jeder Mensch sie nach Lust und Laune „konsumieren“ könne. Das hat nicht das Geringste mit Tierschutz zu tun, entspricht aber umso mehr dem in der Gesellschaft präsenten „Billig, billig und deshalb macht`s ja auch nix, wenn`s kaputt geht“ – Trend.

        Auch in den übrigen Punkten schließe ich mich Noxxys Beitrag an. Allerdings fasse auch ich das Ganze als Provokation deinerseits auf.

        Ansonsten bliebe noch anzumerken, dass ein solches Verfahren der Eliminierung unerwünschter Katzenbabies doch durchaus auch an anderer Stelle erfolgen könnte. Mir persönlich sind beispielsweise Sexualstraftäter, Serienmörder und dergleichen ein Dorn im Auge. Hier wäre eine Euthanasie auch ausschließlich mit Vorteilen verbunden: Größere Sicherheit der Bevölkerung, da keine Gefahr durch Ausbrüche mehr, finanzielle Ersparnis für den Staat, Abschreckungsfunktion, größere Genugtuung für die Hinterbliebenen, etc., etc. Oder doch nicht gut, weil das ja die ach so tollen MENSCHEN betrifft? (Ich bin trotz akademischen Grades noch immer nicht dahintergekommen, was eigentlich an der Gattung „Mensch“ allgemein so unvergleichlich toll ist, dass sogar Frühabtreibungen reglementiert werden. Aber halt, doch, da gibt`s einige Dinge… Keine Spezies ruiniert den Planeten Erde so effektiv wie der Mensch und hat einen solchen Hang zu Grausamkeit und Perversion.)

        • „Ansonsten bliebe noch anzumerken, dass ein solches Verfahren der Eliminierung unerwünschter Katzenbabies doch durchaus auch an anderer Stelle erfolgen könnte. Mir persönlich sind beispielsweise Sexualstraftäter, Serienmörder und dergleichen ein Dorn im Auge. Hier wäre eine Euthanasie auch ausschließlich mit Vorteilen verbunden: Größere Sicherheit der Bevölkerung, da keine Gefahr durch Ausbrüche mehr, finanzielle Ersparnis für den Staat, Abschreckungsfunktion, größere Genugtuung für die Hinterbliebenen, etc., etc. Oder doch nicht gut, weil das ja die ach so tollen MENSCHEN betrifft?“

          Soll das etwas bedeuten, dass du die Todesstrafe wieder einführen willst?

        • Also… Ich muss da widersprechen! Ja: Es mag Menschen geben, die sich Tiere (in diesem Falle insbesondere Katzen) anschaffen, ohne darüber nachzudenken, ob sie sich überhaupt ein ganzes Katzen-/Tierleben lang leisten können.
          ABER.
          Nicht jeder, der sich die Anschaffung einer Rasse(katze) nicht leisten kann/will, schläfert dieses Tier gleich ein/setzt es aus/bringt es ins Tierheim/lässt es qualvoll „verrecken“, nur, weil ihm der Tierarzt/die Behandlung „zu teuer“ ist!
          Wieso ich das weiß? Ganz einfach! Ich kenne einige Leute, die sich eine/mehrere Katzen halten. Kaum einer von ihnen hätte sich eine Rassekatze geleistet — trotzdem kümmern sie sich gut um ihre Tiere. Sie gehen mit ihnen zum Tierartzt, leisten sich diesen, bis es deutlich wird, dass es keine andere Lösung als Einschläfern gibt — ein Kätzchen wurde sogar angefahren und die Besitzer haben es sich einiges Leisten lassen, das Kätzchen durchzubringen — obgleich der Tierartzt klar gesagt hat, dass es nicht sicher ist, dass das Kätzchen die Verletzungen (ohne schwere Folgeschäden) übersteht. Doch da eben dieses Kätzchen deutlichen Kampfgeist gezeigt hat und einfach nicht willig schien, aufzugeben, haben sie alles getan, was sie konnten — und heute geht es eben diesem Kätzchen wieder super! Aber hätten sie sich jemals eine Rassekatze geleistet?! Nein.
          In meinem Bekanntenkreis wurde einmal ein kleines Kätzchen angeschafft — gratis wohlgemerkt — und man hätte nicht einmal 100€ für die Anschaffung ausgegeben. Denn es wäre einfach „zu teuer“ gewesen. DENNOCH wurde eben dieses Kätzchen schon beim ersten Tierartztbesuch kastriert. Da war kein Tierartztrat nötig. Doch Rassekatze UND Kastration etc. das kostet eben gleich mehr! Eben dieses Exemplar ist heute, Jahre später, nicht mehr das gesündeste. Dennoch leistet sich der Besitzer das teurere Futter, die Tierartztbesuche und und und.

          So pauschal zu sagen, dass diejenigen, die sich eine Rassekatze nicht leisten können/wollen, sofort aussetzen, nicht kastrieren und/oder einschläfern lassen, sobald die Behandlung zu teuer wird… Tut mir Leid! Aber das finde ich äußerst anmaßend.
          Wie gesagt: Ja. Es mag solche Leute geben — vielleicht sind sie auch in der Überzahl. Das kann ich schlecht beurteilen! Ich kenne schließlich keine Studien über Menschen, die sich „Gratis-Katzen“ (beziehungsweise „Selbstbehaltkatzen“) anschaffen. Ich rede hier auch NICHT von denjenigen, die Katzen (sowie andere Haustiere) als nicht-abgesprochene-Geschenke verteilen. Ich rede von denjenigen, die sich Rassekatzen einfach nicht leisten können oder wollen.

          Und bist du, Loreley, dir sicher, dass es dir nichts ausmacht, wenn sich Leute, die sich Rassekatzen nur anschaffen, weil „teuer ja besser“ ist, Katzen halten? Meinst du nicht, dass es da leicht dazu kommen kann, dass die Katze zwar das Beste Futter bekommt, regelmäßig zum Tierartzt kommt etc, aber eben KEINE Nähe? Weil „Katzen ja Einzelgänger sind“? Gut. Bei Katzen mag das noch nicht so schlimm sein, wie zum Beispiel beim Hund. Doch ich bin mir sicher, es gibt auch unter den „teuer ist besser“ Schwarze Schafe (zum Beispiel, die Katze abkapslen und irgendwo einsperren — Freiheit würde ja dafür sorgen, dass sich unter umständen ein Ast im teuergepflegten Fell verheddert. In der Wohnung könnte sie ja gar den teuren Vorhang zerfleddern! Etc.). Nicht nur unter denen, die sich eine teure Anschaffung nicht leisten können/wollen. Und „was nix kostet, ist auch nix wert“… Naja. Tut mir Leid. Bei Gebrauchsgegenständen mag das unter Umständen vielleicht sogar noch stimmen. Aber bei LEBEWESEN? Tut mir Leid. Nicht jeder, der es sich nicht leisten kann oder will, Geld für eine Rassekatze auszugeben, ist von DIESER Mentalität. Bei weitem nicht!

          So. Das musste ich einfach einmal gesagt haben, nichts für ungut…

  9. Lieber Helge,

    lassen wir alles Moralische mal außen vor, und ebenfalls die Gefühle der Tierärzte, die bestimmt überhaupt kein Problem damit haben, gesunde Tierwelpen einzuschläfern, weil sie gerade nicht erwünscht sind …

    Wer bezahlt das?
    Meinst du, irgendwer, der so kackendreist ist, mit einem Wurf neugeborener Katzen zum Tierarzt zu marschieren, um sie töten zu lassen, legt die erforderlichen Scheine auf den Tisch, anstatt sie einfach weiterhin – wie es jeden Tag passiert – für lau in eine Mülltonne zu werfen oder in einem Karton dem Tierheim vor die Tür zu stellen?
    Bedenke bitte, dass die Euthanasie und Entsorgung einer Katze zwischen 30 und 50€ kostet und ein Wurf bis zu 12 Tiere stark sein kann. Und nein, Tierärzte machen diese Arbeit mit Sicherheit nicht als Serviceleistung für umsonst.

    • Im Übrigen:
      Was wäre denn so schlimm daran, wenn es auch die Europäisch Kurzhaar (die normale Hauskatze) nur noch beim Züchter gäbe?
      Ja, die Katzen wären nicht mehr kostenlos, daher würden sich die Menschen vermutlich auch ein paar Gedanken machen, ehe sie sich so ein Tier zulegen, und es nicht beim ersten Problem oder wenn der Urlaub ansteht ins Tierheim bringen oder aussetzen.

      • Das ganze wäre in sofern ein Problem, dass es doch schon genug Tiere gibt deren Bestand, durch den Menschen wohgemerkt, rapide vermindet wurde. Es kann doch nicht ziel sein, alle Tiere auf der Welt auf einen möglichst geringen Bestand zu bringen, und das wäre für mich in diesem Fall die Logische Folge. Und wenn wir mal das Ethische aussenvorlassen wie du sagst was meinst du denn wie schnell sich bei solch einer Zucht ein Schwarzmarkt bilden kann. Aus dem Grund das eventuell nicht genügen Katzen gezüchtet werden können. Das ist natürlich reine Theorie doch sein wir mal Ehrlich 70% der Volkswirtschaft sind Theorie. Genau lässt sich das aufjedenfall nicht sagen.

        • Es lässt sich sehr vieles anhand von Rassekatzen abschätzen.
          Dass eine Rassekatze (vom Züchter) im Tierheim landet kommt vor – aber es ist extrem selten. Wir hatten im Tierheim eine Rassekatze auf 15 „Hauskatzen“.
          Da nun die Kennzeichnungspflicht kommt (Chip-Pflicht) wird noch der Umstand dazu kommen, dass anhand des Chips festgestellt werden kann, aus welcher Zucht die Katze kommt. Gute Züchter kümmern sich ein leben lang um ihre Tiere und sorgen für die Vermittlung, sodass das Tier nicht im Tierheim sitzen muss.

          Ziel soll nicht sein, dass es immer weniger Tiere gibt.
          Ziel soll sein, dass diese Tiere nicht – wie es heute der Fall ist – im Tierheim gestapelt werden müssen.

          „Schwarzmarkt“, bzw. Billig-Züchter sind auch heute schon ein Problem, das ist leider so. Aber auch die würden mit einer länderübergreifenden Kastrationspflicht ihre Probleme bekommen.

          • Ich muss zugeben ich bin in die Materie nicht wirklich eingearbeitet, also habe generell keine Grundlegende Kenntnisse über dieses Problem. Allerdings wäre ein Länderübergreifendes Kastrationspflicht doch auch schon wieder nur innerhalb der EU wenn überhaupt Umsetzbar. Demnach würde dies mit vielen Politischen Problemen Zusammenhängen.

          • Es lässt sich sehr vieles anhand von Rassekatzen abschätzen.

            In der Tat. Unter anderen auch die vielen Nachteile einer komplett vom Menschen gesteuerten Partnerwahl.

            Dass eine Rassekatze (vom Züchter) im Tierheim landet kommt vor – aber es ist extrem selten.

            Stimmt. Weil die Rassekatze aufgrund ihrer Knappheit einen höheren Wert besitzt. Mal ganz davon abgesehen, daß sie als Streuner tendenziell eher geringere Überlebenschancen aufweist.
            Wenn man Katzen also künstlich verknappt, werden sie wertvoller. Aufgrund der Verknappung werden sie gleichzeitig anfälliger und teurer in Beschaffung und Haltung.
            Ich glaube schlicht und einfach, dass eine gesunde, nicht künstlich verzüchtete Population die bessere Alternative ist. Dafür reicht es sogar schon, wenn nur ein relativ geringer Prozentsatz der Katzen unkastriert bleibt, eben so, daß die geborenen Katzen vermittelt werden können. Es funktioniert aber nicht, wenn nur noch ein paar Züchter die Rasse gemeinsam an die Wand fahren.

          • Helge,
            höhere Anschaffungskosten wären für die Katze nur von Vorteil.

            Wir haben jetzt April. Bis im Mai die Kittenschwemme einsetzt, kommen ab Ende März täglich Weihnachtskatzen in die Tierheime, frohe Weihnachten: Übereilt als Geschenke besorgt, kostet schließlich nichts, die Kinder haben es sich doch soo gewünscht. – Und nun kümmert sich keiner mehr drum.
            Und frag mal, was passiert, wenn sich jemand, der es sich nicht leisten kann, ein Tier zulegt und dieses wird krank. Auch die landen dann im Tierheim.

            Kostet die Anschaffung dagegen Geld, überlegen es sich auch Idioten zweimal.
            Tierhaltung ist nun mal Luxus. Und: Dass Tierheime nicht mehr überquellen, heißt nicht, dass es diese nicht weiterhin geben wird, sodass man durchaus auch „preiswerter“ Katzen bekommen wird.

            Dass Rassekatzen (oder Hunde) anfälliger sind oder als Streuner nicht überlebensfähig, ist übrigens ein Märchen und dutzendfach widerlegt. Das mag stimmen, wenn man unter einer Rassekatze ein Zuchtverbrechen versteht. Die gibt es, ja. Leider. Denen gegenüber stehen äußerst gesunde Katzenrassen.

          • Stellen wir das ganze doch mal Kausal da:
            Wenn die Anzahl der Kastrierten Katzen Steigt dann:
            sinkt die anzahl der Ungewolten geburten dadurch:
            Sinkt die Anzahl der Ausgesetzten weggegebenen Katzen daurch:
            Steigt die Popularität gezüchteter Katzen dadurch:
            Steigen die Kosten Der Gezüchteten Tiere dadurch:
            Sinkt die Nachfrage an den Katzen:
            Dadurch werden mehr Katzen von Züchtern in Tierheimen abgegeben wenn sie beispielsweise zu alt sind.

  10. Ich persönlich würde eine Zwangskastration für Katzen als Unhuman und für mich Ethisch nicht vereinbar. Genauso wäre das ganze für mich wenn es um das Töten von „unvermittelbaren“ Katzen geht. Das hat allerdings damit zu tun, dass ich bei sowas immer versuche Paralelen zu den Menschen zu ziehen. Was wäre wenn man solch ein Gesetz bei Menschen verabschieden würde? Wie würde es mir ergehen wenn ich zu einer Kastration gezwungen werden würde? Das dies Unrealistisch ist und das Katzen nicht so denken wie Menschen weiß ich. Aber mal rein theoretisch gedacht, was wäre denn wenn der Gesetzgeber jetzt sagt, dass zum Beispiel alle Kinder die in Heimen Leben oder von ihren Eltern weggegeben werden, und innerhalb einer gewissen Zeit nicht an andere Familien vermittelt werden können, getötet werden sollen um ihnen ein Leidvolles Leben zu ersparen? Ich wette kaum einer würde das mit sich selber vereinbaren können. Und genauso sehe ich das. Jedes Lebewesen hat das Recht auf Leben. Und Katze haben nunmal nicht die Chance zusagen, ich will aber Leben, Ich will dieses Leben versuchen zu führen. Deswegen bin ich persönlich gegen beide Methoden, sowohl die der Tiersschützer als auch die Idee von Helge und wahrscheinlich auch anderen. Kla sehe ich das Problem auf der anderen Seite: „Was soll getan werden?“, die Lösung? Die habe ich leider auch nicht aber Zwangskastrationen und geregeltes Töten sind für mich persönlich beides keine Methoden.

    • Ich denke ähnlich. Haustiere gelten vor dem Gesetz zwar als Gegenstände, aber an sich sind sie auch Lebewesen, die ein Recht darauf haben, zu leben. Ich wollte Helge auch schon fragen, ob denn demnächst ungewollte Menschenbabys legal getötet werden sollten, fand das dann aber doch zu hart. Ich denke auch nicht, dass er das bejahen würde, er macht da zwischen Mensch und Tier offensichtlich einen Unterschied. Den mache ich aber nur zum Teil und daher wäre eine solche legale Tötung auch für mich ethisch nicht vertretbar.

      • Versteh mich nicht fladch ich wollte Helge keinesfalls unterstellen dass er Menschenbabys töten würde. Es ging mir lediglich um einen Allgemein gültigen vergleich welcher für alle Logisch nachvollziehbar ist. Ich find es allerdings wirklich sehr schade, dass sowohl das Gesetz als auch viele Menschen unterschiede zwischen Mensch und Tier machen was ihr Ethisches denken angeht.

      • Oh frag ruhig. Dann frage ich zurück. ob du vielleicht demnächst Menschen zwangkastrieren lassen möchtest, wenn wir denn hier schon unbedingt vermenschlichen müssen.

        • Da Du selbst bereits meintest, „vermenschlichen“ zu müssen, ist die Frage durchaus nicht unangebracht.

          „Nebenbei sind die Jahre, die ein kastrierter Kater mehr an Lebenserwartung hat, nicht unbedingt die schönsten für ihn. Ich frage mich, ob es wohl Männer gibt, sie sich kastrieren lassen würden, wenn man ihnen dafür 6 Jahre Lebenszeit mehr garantieren kann.“

          So weit weg ist dieser Gedankengang von dem, was jul-kun und Simkaja geäußert haben, nun auch nicht.

          • Ach, es wird einfach immer so gerne das Scheinargument gebracht, dass es für einen Kater eigentlich nichts besseres geben könne als die Kastration. Das sollte man aber meiner Meinung nach schon mal hinterfragen.

        • Ich frage aber nicht. Und du bist schon wieder so gehässig in deiner Wortwahl. Und, nein, ich habe mich im Übrigen gegen eine Zwangskastration ausgesprochen, schiebe mir da nichts unter. Aber eine Kastration ist durchaus nicht zu verteufeln. Meine Katze ist auch kastriert und ihr geht’s blendend.

          • PS: Menschen sind auch Tiere.

          • Dann schiebe auch du nicht. Ich habe nichts gegen Kastration per se, auch wenn ich sie bei unserem Kater nicht befürworte. Ich bin allerdings klar gegen eine Zwangskastration aller Katzen. Und wenn dies wiederum bedeutet, dass es die Wahl gibt, einige unvermittelbare Katzen möglichst schmerzfrei zu töten oder aber sie zu ignorieren, damit sie dann irgendwo anders ungesehen verrecken, dann bin ich allemal für die in meinen Augen tierfreundliche Tötungsoption.

        • („Oh frag ruhig. Dann frage ich zurück. ob du vielleicht demnächst Menschen zwangkastrieren lassen möchtest, wenn wir denn hier schon unbedingt vermenschlichen müssen.“ Zitat Helge zeile 1.)

          Das ist lustig weil genau das Selbe Argument habe ich weiter unten auch hervorgebracht. Weil genau da doch das Problem liegt. Ich habe doch genauso wie Simkaja geschrieben, dass ich gegen die Zwangskastration und gegen die Tötung bin. Demonach ist dein Argument in diesem Fall völlig unangebracht 😉

  11. Das macht mich jetzt echt sprachlos!
    Wie kann man so etwas nur vorschlagen???! In vielen (nicht nur) osteuropäischen Ländern wird dafür gekämpf, dass Tierheime ihre Schützlinge eben NICHT einfach nach einer gewissen Zeit einschläfern (ermorden, meiner Meinung nach) und bei uns wird das ernsthaft vorgeschlagen!!! Wir sollten froh sein, dass hierzulande kleine Tierbabies nicht einfach so ermordet werden! Und Geldstrafe für „sadistische Tötungen“, das ist lächerlich.
    Das Leben eines Individuums, das das gleiche Recht zu leben hat wie unsereins. Ist es nichts wert, nur, weil es zufällig nicht der Art homo sapiens angehört?
    Ich bin für die freiwillige Kastration und die Kastration von verwilderten Katzen. Sie ist zwar auch nicht die perfekte Alternative, aber besser als bezahlter Massenmord!

    Und dein Kommentar zu Sitqa (der ich im übrigen voll und ganz zustimme) ist einfach nur kaltherzig.
    Es ist billiger, weil die Kleinen weniger Substanz brauchen!!!? Das ist…mir fehlen die Worte, dafür kommen mir die Tränen.
    Es sind Kitten!
    Wie kann man so etwas nur vorschlagen?
    Es ist traurig, dass du so denkst und ich hoffe, das war nur ein extrem schlechter Scherz.

    ______________________________________________________________________________________________________________
    Im übrigen ist das mit dem Vogelschutz zum größten Teil Quatsch: Die hier lebenden Vogelarten haben sich über lange Zeit hinweg an das Leben mit felis silvestris silvestris (der europäischen Wildkatze) angepasst, die generell der Hauskatze stark ähnelt.
    So gibt es hier weder, wie in Neuseeland, flugunfähige, noch viele bodenbrütende Wildvogelarten. Die erbeuteten Vögel sind meist alt, krank oder sehr jung.

    Und dass die Katzen ohne Koitus kein schönes Leben haben, würde ich auch nicht unterschreiben, da mit dem Wegfallen der Sexualhormone der Sexualtrieb erlischt.

    • da mit dem Wegfallen der Sexualhormone der Sexualtrieb erlischt

      Hehe, selten so gelacht.
      Mein kastrierter Kater hatte sehr viel Freude daran, seine weibliche Katzendame zu nageln. Stellenweise drei bis viermal täglich, zumindest waren das die Male, die ich live beobachten „durfte“

      Nix mit „Eier ab und kein Bock mehr“…

      • Bei Pferden zumindest kommt das drauf an, wann man sie kastrieren lässt. Wenn man einen Hengst, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und schon mitgemacht hat, was Geilsein bedeutet (^^), kastrieren lässt, kann es durchaus sein, dass er das weiterhin macht.
        Wenn sie es nie kennengelernt haben, dann werden sie meist auch als Wallache nicht auf die Idee kommen, auf eine Stute raufzugehen. Und werden ruhiger und umgänglicher als älter kastrierte, was man bei Reitpferden ja durch die Kastration meist primär erreichen will, da ein Hengst in unerfahrenen Händen sehr viel schaden anrichten kann (und damit meine ich nicht „Kinder zeugen“)

        Aber mit dem Sexualtrieb ist es bei Katzen vielleicht genauso.

        • Mein Kater war 6 Monate alt, als er kastriert wurde. Wohnungskater, und seine Katzendame bekam er erst mit zwei Jahren, weil wir durch die Arbeit nicht selten bis zu 15 Stunden täglich weg waren. Der hatte vor der Kastration keinen Weiberhintern vor der Nase, daran liegts also sicherlich nicht^^.

          • Mir ist klar, daß das schwer zu beantworten sein wird, aber:
            ist der Sex für den kastrierten Kater und die Katze, nun ja, befriedigend?

          • Für den Kater sicherlich. Es ist natürlich allgemein bekannt, dass Kater Widerhaken am Penis haben, was es der Katze durchaus nicht sonderlich angenehm macht. Aber hier muss ich anmerken, dass die Kleine (nicht kastrierte) Miez ihn auch nicht selten regelrecht vergewaltigt hat.

            Es kam oft vor, dass der Kater schlafend auf seinem Sofa lag und dann die Miez es so dringend nötig hatte, dass sie sich wörtlich über ihn geschoben hat. Mit dem gesamten Körper. Ihm ihren Hintern ins Gesicht presste und ihn solange gereizt hat, bis er irgendwann die Schnauze voll hatte, ne Runde drübergerutscht ist, nur um sich dann sofort wieder schlafen zu legen.

            Ob ihr der Verkehr an sich gefallen hat, weiß ich natürlich nicht. Aber man kann nicht davon reden, dass er sie nach Strich und Faden vergewaltigt hätte.
            Natürlich handeln Katzen nach Instinkt, und ihre Hormone werden ihr gemorst haben, dass es jetzt dringendst Zeit ist, sich n paar Kinder anzuschaffen. Dennoch, so ist eben die Natur^^

          • Lavather,

            reitet dein Kater nur auf (das tun viele, nicht selten auch weibliche Tiere ;-)) oder kommt es wirklich zum Akt? Stecken sie ineinander?
            Dann würde ich den Tierarzt mal darauf ansprechen, es kann durchaus auch mal zu Fehlern bei der Kastration kommen; wir hatten mal einen Kater mit drei Hoden, einer war im Bauchraum. Das fiel leider erst auf, als es da gesundheitliche Probleme gab. Aber da löste sich dann das Geheimnis um den Sexualtrieb trotz Kastration.
            In seltenen Fällen „können“ auch kastrierte Kater aber auch weiterhin „richtig“, allerdings ist das dann nur noch ein müder Rest des Triebs und hat mit der „vollen Ladung“ nichts mehr zu tun. Das heißt dein Kater leidet zumindest nicht darunter.

            Das Aufreiten und „Rammeln“ kommt häufig vor, bei Hunden auch.

          • Nope, da gingss schon richtig zur Sache. Und der Tierarzt meinte ebenso, dass da alles in Ordnung sei. Von daher war mein Katerli einfach nur ein glücklicher Hauskater^^

    • Alte oder kranke Vögel sind sicher nicht entscheidend für die Gesamtpopulation. Wenn aber die Brut getötet wird, gibt es nächstes Jahr weniger Piepmätze, so einfach und schade ist das.
      Und es gibt mehrere Studien, die einen Rückgang der Vogelpopulation auf herumstreunende Katzen zurückführen. Aber wie immer gilt natürlich: kein Gutachten ohne Gegengutachten…

    • Und Geldstrafe für “sadistische Tötungen”, das ist lächerlich.

      Nur mal aus Neugier: Was glaubst du denn, wie die Rechtslage bei solchen Vorfällen zur Zeit ist?

      In vielen (nicht nur) osteuropäischen Ländern wird dafür gekämpf, dass Tierheime ihre Schützlinge eben NICHT einfach nach einer gewissen Zeit einschläfern (ermorden, meiner Meinung nach) und bei uns wird das ernsthaft vorgeschlagen!

      Geht es auch mit weniger Emotion? Du gehörst vermutlich zu denen, die nur Kätzchen hören, und dann den Verstand auf Notstrom fahren. Erkläre mir doch mal, warum es für diese Tierheime besser sein soll, nicht-vermittelbare Tiere zu behalten und dann Neueinlieferungen aus Kapazitätsgründen abzuweisen, damit diese draußen elendiglich verrecken, wo Tierfreunde wie du es nicht sehen müssen. Deine Halbmoral kannst du gerne für dich behalten.

      Es sind Kitten!

      Und FF.de ist grau. :/

  12. Also zunächst mal finde ich es sehr mutig von dir, dass du anscheinend allen Ernstes die Tötungsmethode „per Holzscheit ins Genick“ propagieren möchtest. Jaja, ich komme auch vom Land und mein Opa hat das immer so gemacht, wenn überzählige Kätzchen da waren, man kam damals gar nicht auf die Idee, eine weibliche Katze sterilisieren/kastrieren zu lassen, aber irgendwie habe ich bei der Vorstellung, dass Hinz und Kunz sowas macht, doch Bauchschmerzen. Will sagen: Wenn man es richtig macht, ist es für die Katze sicher schmerzlos, aber dafür muss derjenige, der den Holzscheit verwendet, wissen, wie das geht. Grundsätzlich halte ich einschläfern deshalb für die bessere Alternative, aber es ist andererseits auch etwas schwierig, einen Tierarzt zu finden, der ein gesundes Tier tötet.

    Ob ein Tierheim eine Alternative ist, erscheint mir sehr fraglich – was soll schließlich passieren, wenn die Tiere nicht vermittelt werden können? Davon mal abgesehen ist ein Leben mit 30, 40 oder 100 anderen Katzen auf engem Raum für keine Katze besonders angenehm.

    Eine allgemeine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen halte ich aber auch für Unsinn. Erstens hast du Recht, außer irgendwelchen gezüchteten Rassekatzen dürfte es dann über kurz oder lang keine Katzen mehr geben. Es ist zwar unbestreitbar nicht schön, dass es streunende Katzen gibt und die dann Würmer haben, abgemagert oder einfach allgemein krank sind. Dieses Problem löst man aber nicht dadurch, dass man die Tiere gleich ganz ausrottet. Aber natürlich, wer ausgerottet ist, dem geht’s auch nicht schlecht 😉

    Hinzu kommt, denke ich, die Frage, wie man eine solche Pflicht durchsetzen will: Soll jemand rumlaufen, der feststellt, dass mein Kater (in der Tat!) nicht kastriert ist und mir dann eine Strafe aufbrummen oder passiert das erst dann, wenn meine Kätzin (ich habe gerade keine, aber die letzte, die ich hatte und die inzwischen gestorben ist, war kastriert) Junge wirft und die irgendjemandem auffallen? Letzteres dürfte dazu führen, dass noch mehr Kätzchen ausgesetzt werden…

  13. Ich will ja nicht meckern. Aber ich sehe es eher so, dass die Kastration besser ist, als die armen Tiere umzubringen. Egal wie sie getötet werden sollen. Für mich ist das grausam.

    So nach meiner Auffassung gibt es dann zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit wäre, die Tiere abzumurksen. Die zweite Möglichkeit, sie „aussterben“ zu lassen, durch die Kastration. Ich finde ja die zweite Variante besser, denn sie streben zwar aus, aber dafür leben sie ihr Leben und sterben auf natürliche Art und Weise, nicht grausam. Wobei „aussterben“ wohl übertreiben ist. Sie werden nicht aussterben. Und wenn sie in einem Land doch verschwinde, dann gibt es sie in anderen zu finden.

    Mal abgesehen davon ist die Population der streunenden Katzen hier in Deutschland gar nicht so groß. Verreist mal bitte nach Serbien, Bulgarien usw. da sieht man mal, dass es so gut wie keinen Grund gibt, hier in Deutschland so einen Aufstand zu machen.

    • Deutschland hat kein großes Streunerproblem. es gibt zwar Streuner, aber so wenige, dass man sie kaum wahrnimmt.
      das liegt vor allem daran, dass Deutschland überwiegend gar nicht die Möglichkeiten für Streuner bietet. Die kommen hier nicht klar, finden zu wenig Nahrung, haben zu wenig Platz. Und werden eingefangen, weil sie irgendwo bettelnd vor den Türen hocken.
      Das fangen die Tierheime auf, und die *haben* ein Problem. Ein ernsthaftes, denn sie platzen aus allen Nähten und stehen in 9 von 10 Fällen vor dem finanziellen Ruin.

      • Wenn das so ist, bietet die Kastration aber einen kleinen Lichtblick. Weniger Kitten, weniger streunende Katzen. Ganz einfach.

        • Sicher. Aber generelle Zwangskastration führt eben nicht nur zu weniger Kätzchen.

  14. Ja, Europäisch Kurzhaar ist eine eingetragene Rasse, aber nicht jede gemeine Hauskatze ist eine. 😉

    Im Prinzip bin ich der Meinung, dass man seine Katzen und Kater, wenn sie frei laufen kastrieren sollte. ABER: bei wildlebenden Katzen bin ich absolut dagegen. Der Jagdtrieb verringert sich, der Stoffwechsel wird träge, etc.
    Es ist ein ungelöstes Problem. Und man wird es nicht lösen können. Ich kann jeden verstehen, der Angst vor der Kastration hat. Meiner Mutter ist dabei schon einmal ein Kater gestorben.

    Was mich aber gerade entsetzt: Die ungewollten Katzen töten? Ernsthaft?
    Absolut dagegen. Kein Tierarzt oder Tierheim würde die Tiere rechtmäßig einschläfern, weil es zu teuer ist und alles andere ist – zurecht – illegal! Und kann übrigens jetzt bereits hohe Bußgelder nach sich ziehen.
    So grausam es klingt, dann lieber die Katzen natürlich sterben lassen. Das ist dann die darwinistische Selektion.

    • Da gebe ich dir Recht Lulu, es ist besser man lässt seine Katze kastrieren/sterilisieren als den unschuldigen Nachwuchs zun töten.
      Ich finde das sehr grausam. Ja es sind Kitten. Aber haben diese nicht auch das Recht zu leben wie jeder andere auch?

      Ich wohne zwar auf dem Land und wir haben auch eine gute Anzahl an Streunenden Katzen, aber unseren Wildvögeln hatte dies nichts ausgemacht, denn unsere Streuner sind gerne in den Scheunen unserer Landwirten gesehen, da diese mehr Mäuse fangen als Vögel.

      Nimm z.B. einer Kätzin ihren Nachwuchs weg, den sie vor ein paar Tagen geworfen hat. Was passiert mit der Kätzin?
      Die Kätzin bekommt Entzündungen und Geschwüre an den Zitzen, weil sie keine Möglichkeit hat die angestaute Milch los zu werden. Was ihr Todesurteil ist!

      Außerdem wenn es gar keine Katzen mehr gibt erhöht sich die Rate der Nagetiere wie Mäusen und Ratten!!!
      Je mehr Ratten es gibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit das die Pest wieder zurückkommt. Ich weiß, das die Pest als ausgestorben gilt,
      aber das ist noch keine Garantie dafür, das sie auch wirklich nicht mehr wiederkommt.

      Und was war mit der letzten WM in Polen/Ukraine? Beide Länder haben ein erhebliches Problem mit Streunenden Hunden. Das ist schon seit Jahren so. Und einige Wochen vor der WM gab es Mobile Tötungseinheiten die durch die Straßen gefahren sind und jeden Hund ob unschuldiger Welpe, Erwachsener Hund oder Senior einfach bei lebendigem Leib in den Häcksler geworfen haben. Am hellichten Tag, auch als Kinder von der Schule kamen. Alles nur weil die Hunde das Straßenbild beider Länder verschandelt haben. Soll das jetzt auch mit unseren Streunern passieren?

  15. Hmm… Ich frage mich gerade, ob die gute, alte Promenadenmischung ausgestorben ist, nur weil es keine streunenden Hunde in unseren Gärten und Parkanlagen (mehr) gibt…

    • Vermutlich wäre sie es, wenn alle Hunde zwangskastriert wären.

      • Äh… ich glaube, du missverstehst da was. Es geht darum, dass Freigängerkatzen zu kastrieren sind, nicht ALLE Katzen. Mit deiner Wohnungskatze kannst du meinetwegen die offenbar vom Aussterben bedrohte Rasse der Europäisch-Kurzhaar nachzüchten, um den Bestand zu stabilisieren…

        Weißt du, die Hauskatze ist kein Tier, dass natürlicherweise in der Natur vorkommt. Sie richtet Schaden an, verdrängt zum Beispiel die wirklich vom Aussterben bedröhte Wildkatze, töten Singvögel und verbreitet Krankheiten.
        Wenn der Mensch sich schon Haustiere züchtet und domestiziert, dann sollte er auch darauf achten, dass die Bestände kontrollierbar sind.
        Meinetwegen kannst du Katzentötungskommandos durch unsere Städte schicken. Wir töten ja auch Schweine und Rinder und Hühner, ohne dass sich jemand darüber aufregt. Es werden auch Wildtiere gejagt – so what?
        Aber dir muss doch klar sein, dass das Töten von Tieren – zum Zweck der Vernichtung (nicht zur Fleischproduktion oder dem Schutz von gesunden Beständen) – nur der aller verzweifeltste, letzte Akt sein kann. Mit Kastration ist dem Problem gut Herr zu werden, wenn sich alle daran halten.
        Was ich aber auch ziemlich sinnlos finde, ist das Füttern von verwilderten Katzen durch angebliche Tierschützer. Anscheinend halten sie in diesem Fall eine natürliche Selektion dann doch für zu grausam…

  16. Im Gegensatz zu den meisten anderen hier muss ich sagen, dass die Argumentation hier für mich durchaus logisch klingt. ich selbst bin in einer ländlichen Gegend aufgewachsen und kenne Leute mit Hof, die viele Katzen halten, aber bei denen es trotzdem immer einen Überschuss an Katzenbabys gibt und die diese töten. (Leider auch mit den von Helge erwähnten teilweise sadistischen Methoden, obwohl ich zum Glück auch viele Halter kenne, die schmerzlose Mittel anwenden.)
    Es ist traurig, aber wäre in meinen Augen noch grausamer, die Katzenbabys einfach auszusetzen. Ich habe Streunerkatzen in der Türkei erlebt, und so etwas möchte ich keinem Tier zumuten.
    Obwohl der Tod von Katzenbabys naürlich grausam erscheinen mag, halte ich ihn trotzdem für gerechtfertigt, wenn ein Leben für sie noch weitaus schwieriger oder schmerzhafter ausfallen könnte (also ausgesetzt) und darum halte ich dieses Tötungsverbot eigentlich für unsinnig. Nur mal meine Meinung.

    • Und genauso würdest du einen Menschen nicht zumuten wollen? Würdest du einen Obdachlosen töten um ihn von seinem Leid zu befreien. Kla es geht hier um Katzenbabys nicht um ausgewachsene Tiere aber genauso mein weiter oben schon genanter vergleich, würdest du Kinder töten wenn sie in „Assozialen“, familien aufwachsen müssten oder in heimen damit sie kein schlimmes Leben führen müssen?

      • Ich weiß, die Frage galt nicht mir, aber ich erlaube mir dennoch eine Antwort:

        Nein. Natürlich nicht. Genausowenig würde ich aber auch Menschen essen, Kinder ihren Eltern entreißen um sie selbst aufzuziehen, sie als Haustiere halten oder sie zwangsweise kastrieren lassen, damit ich mich nicht mit ungewolltem Nachwuchs herumärgern muss (was aber bei Katzen – und Tieren im allgemeinen – in Ordnung zu sein scheint).

        Vorweg – ich bin weder Helges Meinung, noch bin ich für Zwangskastrationen. Ich vermute, das würde eher auf Trotz stoßen, als es Probleme wirklich lösen würde.
        Mir würde nur nie einfallen, Menschen mit Katzen gleichzusetzen. Deswegen kann ich das Argument „das würde man mit Menschen doch auch nicht machen“ nicht ganz nachvollziehen. Zum Recht auf Leben, das viele hier (nicht unbedingt explizit du) Katzen zusprechen wollen, gehört auch das recht auf körperliche Unversehrtheit. Die wird aber Katzen in Form von Kastration abgesprochen. Wo zieht man da die Grenze?

        Wie gesagt – kurzer, vermutlich nicht sehr sinnvoller Beitrag von mir, weil ich das Vermenschlichen von Tieren nicht nachvollziehen kann.

        • Also ersstmal kann ich deine Argumente natürlich durchaus nachvollziehen. Andererseits stellt sich mir die Frage, warum? Warum differenziert man so sehr zwischen Mensch und Tier? Natürlich gibt es Unterschiede und Tiere zu Essen ist nunmal die Natur, aber es kann doch nicht sein dass der Mensch sich das Recht nimmt, über das Leben anderer Geschöpfe zu bestimmen oder? Demnach ist die Frage nicht :“Haben diese Katzen ein Recht auf Leben“ sondern vielmehr „Wer bestimmt ob diese Katzen das Recht auf Leben hat oder nicht?“. Und diese Freiheit nimmt sich wie immer unverschämter Weise der Mensch raus.

          Ich bin genauso wie du gegen beide Ideen sowohl Zwangskastration als auch Tötung (ging aus dem Kommentar leider nicht hervor).

      • Die Gegenfrage dazu wäre dann natürlich: Würdest du sie kastrieren, damit sie sich nicht vermehren und ihre Kinder unter solchen Umständen leben müssen?

        • Beim Kastrieren bin ich mir nicht sicher, da es zwar einerseits aus Sicht der Tierschützer sicherlich eine angenehme Methode ist, um weitere Morde an Katzen zu verhindern, aber es auch einen Haufen Gegenargumente gibt. Hierbei macht mir weniger das Aussterben der Katzenart Sorgen und vielmehr, dass es meiner Meinung nach nicht möglich ist, eine so große Menge an streunenden Katzen problemlos zu kastrieren. Hinzu kommen einige Katzenhalter, die sich durch solche angeordneten Kastrationen sicherlich belästigt fühlen und sich definitiv gegen ein entsprechendes Gesetz aussprechen würden.

          • Da stimme ich dir zu. Eine Zwangskastration aller freilaufenden und streunenden Katzen wäre vermutlich nicht umsetzbar. Zum Einen kriegt man die gar nicht alle, zum Anderen: Wer soll das bezahlen? Die Frage hab ich bisher hier zwar nicht gelesen, aber das wäre vermutlich mit einigen Kosten verbunden. Ob man das über Spenden finanzieren könnte, weiß ich nicht. Vielleicht ja, aber wenn nicht? Eine Menge Steuerzahler würden sich da ganz gehörig wehren, wenn ihre Steuergelder für sowas verwendet werden würden. Sag ich jetzt mal so.^^ Was die freilaufenden Hauskatzen betrifft, müsste das erstmal kontrolliert werden, um es effektiv durchzusetzen. Es würde sich bestimmt nicht jeder dran halten. Und manche Leute wollen vielleicht auch mal Kätzchen haben und ihre Katze dann nach ein, zwei, drei Würfen kastrieren lassen. Leute, die sich durchaus Gedanken gemacht haben, was mit den Kleinen passieren soll … Wo sollte man die Grenze ziehen? Kann man überhaupt eine ziehen?

            Allerdings bezog sich meine Frage mit dem Kastrieren tatsächlich auf Menschen. Hier wird immer wieder gesagt, man würde auch keine Menschen töten. Wenn man das jetzt aber vergleicht, muss man jede Möglichkeit vergleichen, und wie viele Leute hier würden einen Menschen zwangskastrieren?

      • jul-kun@ Ich hoffe, du bist Vegetarier, wenn du schon so argumentierst. Kälbchen oder Ferkelchen, ganz zu schweigen von Lämmchen, sind ja auch süße Tierchen.

        • Das eine hat mit dem anderen nicht das gerringste zu tun. Das Essen von Tieren dient zum Überleben. Ich habe auch nicht gesagt das ich Allgemein gegen das Töten von Tieren bin das gehört zum Leben dazu und dessen bin ich mir auch Durchaus bewusst. Allerdings ist es doch wirklich Absurd zwischen dem einen und dem Anderen eine Verbindung herzustellen findest du nicht?

          • Ob das Essen von Tieren der menschlichen Gesundheit überhaupt zuträglich ist, ist wieder ein anderes Thema (und keine Angst, ich will hier keine Vegetarier-Diskussion beginnen) Ich habe in diesem Zusammenhang die Gleichsetzung von Menschen und Tieren kritisiert.
            Du sagst, man würde Menschen ja auch nicht zwangskastrieren. Richtig! Ich würde Menschen ja auch nicht essen!

            Wobei mir Tierschutz (vorallem Wildvögel!!!) ein wichtiges Anliegen ist.

  17. als tierschützer tut es mir in der seele weh, so etwas auf einer seite zu lesen, die doch mit tierschutz nun wirklich nichts zu tun. nicht einmal hier hat man ruhe! dabei habe ich diese seite sehr lieb gewonnen. das zerschlägt diese liebe jetzt fast zur gänze.

    mir drängt sich leider auf anhieb der gedanke auf, dass du nicht wirklich viel mit aktivem tierschutz zu tun hast, oder?
    ich versuche, alles jetzt ein wenig objektiv zu betrachten, was du hier verfasst hast, auch wenn es mir (und hoffentlich vielen anderen) schwerfällt. es tut mir leid, wenn es ein wenig emotional wird. aber ich kämpfe einfach schon viel zu viele jahre gegen das elend dieser wundervollen geschöpfe, ich kann langsam solche aussagen nicht mehr hören.

    ich selbst bin gelernte tierpflegerin und arbeite seit jahren in einem tierheim, das sehr ländlich liegt.
    ich stehe täglich dem elend der katzen gegenüber.

    erst einmal zu deinem „hauptproblem“: was meinst du, wie lange es dauern wird, bis der bestand der EKH auf normalzustand gebracht worden ist…? der kampf mit der überpopulation ist nicht in einem jahr erledigt. und auch nicht in zwei, drei, vier oder fünf jahren, selbst wenn man jetzt kastrieren, kastrieren, kastrieren würde! weißt du, wie viele wilde katzen existieren, von denen kein mensch weiß? katzen sind meister darin, sich zu verstecken.
    in wenigen jahren herrschen hier eh zustände wie in südlichen ländern mit straßentieren. NOCH sieht sie keiner, aber sie sind da.
    und du hast allen ernstes angst, dass die rasse zugrunde geht…? ok… Selbst WENN es so wäre und es dann zu wenig (haha.) EKH gäbe… also ganz ehrlich, wenn ich den halbtoten katzenwelpen in die (eitrigen) augen blicke und dann an deine these denke, bin ich überzeugt, dass es lieber zu wenig katzen gibt, als zu viele. denn es ist doch keine schöne option, dass so viel nachwuchs elendig krepiert oder durch den überbestand mal wieder eine nette, neue seuche entsteht! was ist ein leben wert, wenn es geboren wurde, um auf grausamste art und weise beendet zu werden?! aber es ist – entschuldige bitte – eine kindliche anschauung, dass durch eine kastrationspflicht jetzt auf einmal keine EKH mehr existieren. schön wär’s, ehrlich! wer katzen liebt, erzeugt keine mehr.

    wie bereits erwähnt, durch die überpopulation entstehen immer wieder neue seuchen, welche die katzen dahinraffen. erst letztes jahr war eine extrem aggressive form der panleukopenie (katzenseuche) unterwegs, die unmengen von katzenleben gekostet hat. die natur versucht halt sich selbst zu regulieren.

    ganz zu schweigen von den unmengen von inzüchtigen katzen, die dann auch wieder ganz neue probleme mit sich bringen.

    und der hauptgrund für die überpopulation ist sicher nicht das aussetzen des nachwuchses. das ist ein bruchteil dessen, weil ausgesetzte katzenbabies im zweifelsfall sowieso verrecken, als wären sie abschaum. ohne eine mutter haben die kleinen eh keine chance. das wirkliche hauptproblem IST einfach, dass die streuner unkastriert sind. es gibt regelrechte kolonien von verwilderten hauskatzen, die sich unkontrolliert vermehren. (ja, katzen sind sehr gerne in gesellschaft und keine einzelgänger) wir bekommen so unglaublich viele, verwilderte katzenbabies, die noch nie einen menschen gesehen haben. viel mehr, als „zahme“ babies, die das glück hatten, rechtzeitig gefunden zu werden.
    und wer bitte, der BEREIT wäre, einen katzebwelpen zu ermorden, würde durch ein „verbot“ abgeschreckt? wenn die zahlreichen bauern, die das noch immer praktizieren, mit erhobenem zeigefinger verwarnt werden, lachen die doch nur und machen es trotzdem.

    ich musste den absatz mit dem „humanen“ (was für ein widerliches wort!) ermorden von BABIES echt ein paar mal lesen, weil ich beim besten willen nicht glauben konnte, dass du so etwas hier allen ernstes geschrieben hast.
    ein leben, das bereits geboren wurde, ist es wert, gerettet zu werden. die würde des lebens zu achten – das sollte doch selbstverständlich sein.
    die kleinen können nichts dafür, dass die menschen hirnos, dumm und ignorant sind. wenn sie da sind, sind sie da und sollten auch versorgt werden.

    klar, mein vergleich jetzt wird 99% der leser nicht gefallen und sie werden ihn dumm und zu weit hergeholt finden: aber es gibt auch viel zu viele menschen, werden die jetzt auch human eingeschläfert? da würde jeder aufschreien und sagen NEIN! verhütung ist der schlüssel! …japp, verhütung ist auch bei katzen der weg zum erfolg. und bitte keine sprüche wie „menschen und tiere kann man nicht vergleichen“. der mensch ist auch nur ein tier, wenngleich auch „hoch entwickelt“.

    und was ist an einer kastration eigentlich so schlimm? wie wäre es mal, wenn wir VORTEILE sammeln.
    – verringerung von krankheiten (dauerrolligkeit, verbunden mit gebärmuttertumoren, -vereiterungen, -zysten etc)
    – geschlechtsverkehr fällt weg -> daher gibt es auch eine möglichkeit weniger, um FIV zu übertragen (katzenaids!)
    – revierkämpfe fallen weg -> in revierkämpfen können erhebliche verletzungen entstehen! (und auch mal wieder FIV oder leukose übertragen werden)
    – kein stress mehr für die tiere, die sexuell nicht richtig ausgelastet sind (leider sind die katzen in diesem sinne ja bekanntlich ZU ausgelastet..)

    weißt du, was auch ein großes problem ist? die leute, die der meinug sind „ach, ein einziges mal junge kriegen ist doch nicht schlimm!“
    wenn sich das jeder gute bürger denkt und das zulässt, haben wir schon wieder eine explosionsartige vermehrung. wir hatten schon im tierheim würfe mit 8 katzenwelpen! und nicht mal allzu selten.

    tu mir einen gefallen, geh ins nächste tierheim und sprich mit den pflegern dort.
    lass dir einen kranken katzenwelpen auf den arm geben, wärme ihn, füttere ihn – und dann stell dir vor, dieses zarte wesen würde jetzt ermordet, nur weil die dummheit der menschen schuld war, dass es überhaupt so weit kommen musste. weil ein tolles gesetz eingeführt wurde, dass man für eine geringe gebühr diese hilflosen wesen „human einschläfern“ kann.
    sieh dem baby in die augen und sei dann immer noch der meinung, eine kastration wäre nicht nötig.

    wenn du das schaffst… wow.

    • Ich stimme dir Vollkommen zu was den Vergleich zwischen Mensch und Katze betrifft. Allerdings musst du beachten wenn du so Argumentierst, dass der Mensch den Freien Willen hat zu verhüten wö,ährend die Katzen dazu gezwungen werden würden. Nur als kleine Anmerkung 🙂

      • Jul-Kun,
        der Mensch hat aber auch den freien Willlen, sich fortzupflanzen.
        Tiere haben das nicht. Sie wollen nicht „Mutter sein“ und hegen keine romantischen Gefühle füreinander, einige hassen das sogar und töten nach der Geburt den ganzen Wurf, um gleich wieder neue zu zeugen.
        Es ist ein Sexualtrieb, sie haben keinerlei Entscheidungsfreiheit, zu sagen: Och nö, ich will keinen Sex. Der Trieb bestimmt das.

        • Dessen bin ich mir auch vollends bewusst. Aber jetzt machen wir das ganze doch mal anders rum und sagen Der Mensch würde sich so verhalten wie z.B. eine Katze? würde das dann bedeuten dass der Großteil der Männer eine Kastration durchführen müssten? Oder hätten sie trotzdem noch die Entscheidungsfreiheit zu verhüten?

          • Der Mensch würde sich verhalten wie eine Katze?
            Jetzt wird es doch abstrus, oder?

            Das würde bedeuten, dass Männer umherziehen, sich mit anderen Männern um das recht des Stärkeren schlagen und wahllos über Mädchen und Frauen herfallen, ohne zu fragen oder sich nur vorzustellen …

            Das können wir uns sparen zu diskutieren, oder?

          • Ok der letzte Satz muss da raus geschnitten werden sry der war eigentlcih für nen anderen Kontext gedacht -.-

          • Es geht hierbei doch lediglich um den Sexualtrieb.

    • Purpurwoelfin, du sprichst mir sooo aus der Seele. Vielen, vielen Dank!

      Ich stelle mir in Gedanken gerade eine „hochmoderne Tötungsmaschine für Kitten“ vor.

      … gibt es die bitte auch für so saudumme Menschen?! Bitte?!

      Mir fehlen nach wie vor total die Worte … Aber du hast es gut auf den Punkt gebracht, tausend Dank!

      Es grüßt herzlich Lola mit ihren zwei Streunerkatzen Pounci & Misto. <3

    • Danke für diesen schönen Kommentar, Purpurwölfin. Du sprichst mir aus der Seele.

      @jul-kun:
      *Aber jetzt machen wir das ganze doch mal anders rum und sagen Der Mensch würde sich so verhalten wie z.B. eine Katze? würde das dann bedeuten dass der Großteil der Männer eine Kastration durchführen müssten?*

      Du meinst also, wenn Menschenmänner einen ähnlichen Sexualtrieb hätten, wie Katzen? Das heißt, nur zweimal im Jahr rollig sind? Da Menschenfrauen meist nicht mehr als 1- höchstens 2 Kinder auf einmal zur Welt bringen (jedenfalls bei normalen Schwangerschaften), und immer noch nein sagen können, sehe ich keinen Grund zum Handeln.
      Und wenn sie sich auch so *verhalten* wie Katzen, dann würde ich eine Sterilisation bzw. Kastration auch bei Menschen sehr befürworten.

      • Menschenfrauen. Ich meine Menschenfrauen.

        • Gut dann muss man bei diesem Argument halt noch ein Schritt weiter gehen und sagen die Weibliche Sexualität ist dann wirklich genauso wie bei Katzen, heißt sie könne meinetwegen bis zu 10-11 Kinder auf einmal gebären ind der Praxis nicht möglich ich weiß aber Theoretisch ist alles denkbar.

          • Ja, wenn meine Tante Räder hätte, wäre sie ein Autobus. Und ich weiß nicht mehr, wohin du mit deiner Argumentation willst.

          • Ich wollte ganz einfach mein vorher angeführtes Argument verbessern. Demnach will ich noch immer einen Vergleich zwischen Mensch und Katze aufzeigen.

          • Der Vergleich ist aber leider unmöglich. Der Mensch kann immer, das ganze Jahr über, die (weibliche) Katze nur zweimal im Jahr. Der Mensch kann sich bewusst für Verhütung entscheiden, die Katze nicht. Der Mensch empfindet Lust beim Sex, die Katze (vor allem die weibliche) Schmerzen. Der Mensch bekommt durchschnittlich ein bis maximal zwei Babys, *höchstens* einmal im Jahr (9 Monate Schwangerschaft), die Katze zweimal im Jahr bis zu 12. Von der Intelligenz des Menschen und seinem breiteren Spektrum an Emotionen ganz zu schweigen. Du kannst nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    • das zerschlägt diese liebe jetzt fast zur gänze.

      Tja, da mußt du wohl durch. Aber frag mich mal, wie ich mich fühle, wenn ihr Pseudotierschützer immer ungefragt und ungebeten mit dem heiligen Gral der Zwangskastration aufmarschiert.

      in wenigen jahren herrschen hier eh zustände wie in südlichen ländern mit straßentieren.

      Du könntest deine Kristallkugel auch für die Lottozahlen verwenden. Und nein, du hast Unrecht. Zum einen werden streunende Katzen in ländlichen Gebieten auch bejagt, zum anderen haben sie durchaus Fressfeinde wie beispielsweise Fuchs und Marder und zum anderen ist der Winter eine ziemlich harte Zeit für Streuner, welche zur Populationsdezimierung beiträgt.

      das wirkliche hauptproblem IST einfach, dass die streuner unkastriert sind.

      Möglich. Aber sollte man dann nicht besser die Streunerkatzen kastrieren anstelle sämtliche Hauskatzen?

      wer katzen liebt, erzeugt keine mehr.

      Und das was für mich, als jemand der Katzen wirklich liebt, so unbegreiflich ist, ist daß viele „Tierschützer“ wirklich so denken. Für sie existieren nur Extreme.

      ein leben, das bereits geboren wurde, ist es wert, gerettet zu werden.

      Urks. Hast du Tierschützerin überhaupt eine Idee, was Natur wirklich ist und wie sie funktioniert. Leben ist Kampf. Und jedes Lebewesen ist Nahrung für andere. Denk doch mal über den Umkehrschluss nach, wenn jedes Leben wert ist, gerettet zu werden und damit fortzubestehen, wie möchtest du dann einen Fleischfresser ernähren? Mit Sojaprodukten?
      Die Natur schert sich zum Glück nicht um deine künstliche Moral. In ihr überlebt der Stärkste, der am besten angepaßte. Das ist nicht moralisch, das ist einfach nur eine Tatsache.

      – verringerung von krankheiten (dauerrolligkeit, verbunden mit gebärmuttertumoren, -vereiterungen, -zysten etc)

      Gilt nur für Katzen, die nicht begattet werden. Hier ist eine Kastrations sehr wünschenswert. Dies trifft aber nicht auf jede Katze zu.

      – geschlechtsverkehr fällt weg -> daher gibt es auch eine möglichkeit weniger, um FIV zu übertragen (katzenaids!)

      Noch besser, bring doch einfach alle Katzen gleich um, und du hast alle Katzenkrankheiten mit einem Schlag erledigt, nicht nur FIV. Sollte dir das zu krass sein, dann friere sie halt einfach ein.

      – revierkämpfe fallen weg -> in revierkämpfen können erhebliche verletzungen entstehen! (und auch mal wieder FIV oder leukose übertragen werden)

      Und kastrierte Kater werden oft fett und träge und verrecken dann daran.

      – kein stress mehr für die tiere, die sexuell nicht richtig ausgelastet sind (leider sind die katzen in diesem sinne ja bekanntlich ZU ausgelastet..)

      Du hast selbst schon jahrelang als Katze gelebt, nicht wahr? Ich halte die Kastration der Katzen durchaus für sinnvoll, aber ich gehöre nicht zu deiner Fraktion, die sagt: „Weil wir keine Katzen produzieren wollen, dürft ihr das auch nicht!“ Imperativ ist hier nur, daß es eben in Maßen geschieht. Wenn man die Kätzchen nicht vermitteln kann, dann ist Kastration besser. Wenn die Katze nicht gedeckt werden kann oder soll, dann erst recht.

      weißt du, was auch ein großes problem ist? die leute, die der meinug sind “ach, ein einziges mal junge kriegen ist doch nicht schlimm!”

      Und dann haben sie drei davon vermittelt und euch 5 vorbeigebracht. Und weil euch jedes Leben, Gott sei’s geklagt, heilig ist, habt ihr dann ein Problem.

      und dann stell dir vor, dieses zarte wesen würde jetzt ermordet, nur weil die dummheit der menschen schuld war, dass es überhaupt so weit kommen musste.

      Das wird dich jetzt zwar vermutlich richtig schocken, aber ich ich bin mir ziemlich sicher, daß ich in der Lage wäre, „dieses zarte Wesen“ zu töten, um ihm weiteres Leid zu ersparen. Viel trauriger ist eigentlich, daß du dies offenbar nicht könntest, und das obwohl du von dir behauptest, eine Tierschützerin zu sein.

      • *Und kastrierte Kater werden oft fett und träge und verrecken dann daran.*

        Kastrierte Kater leben im Schnitt 3-4 Jahre länger, als nicht kastrierte. Das kannst du nicht wegdiskutieren. Überhaupt ist dieses Argument „Aber sie sterben trotzdem“ ein dummes. „Rauchen verursacht Lungenkrebs!“ – „Aber man kann auch vom Bus überfahren werden!!1elf“

        Und man muss auch kein „Pseudotierschützer“ sein, um deine Methode bescheuert zu finden.

        • Und welche 3-4 Jahre sind das? Ein 18-jähriger Kater ist nicht unbedingt das schmerzfreieste Wesen, das man sich vorstellen kann. Länger zu leben beinhaltet nicht zwangsweise eine höhere Lebensqualität.

          Und frag doch mal deinen Mann, ob er sich kastrieren lassen würde, wenn er dafür ein paar Jahre länger leben könnte.

          Sex und Sexualhormone definieren auch unsere Persönlichkeit. Wenn du also deinen Mann oder deinen Kater kastrieren läßt, dann veränderst du ihr Wesen und das kannst du nicht wegdiskutieren.

          Du wirst mir aber sicher nachsehen, daß ich die Argumente einer Person, die offenbar unfähig wäre, das Leiden anderer Kreaturen zu beenden und die es trotzdem wagt, sich Tierfreundin zu nennen, doch ein wenig mit Vorsicht genieße.

          • Wenn es dir in den Kram passt, dann vergleichst du also Menschen und Katzen schon. Du meinst, dass es nicht so schlimm ist, Kätzchen umzuhauen (wie es die Bauern in meinen Breiten auszudrücken pflegen), hältst es aber für unmenschlich, ihnen die Fähigkeit zur Fortpflanzung zu nehmen.
            Ich vergleiche das Sexualverhalten und die Lust von Katzen und Menschen nicht, darum nehme ich billigend in Kauf, einem Kater einen Teil der Persönlichkeit wegzunehmen, nämlich den, der ihn unter Stress setzt und nicht nur ihm einen möglichen frühen Tod beschert, sondern auch den Kätzchen, die er zeugt, die in keinem Tierheim mehr unterkommen können, geschweige denn bei einer verantwortungsvollen Familie.
            Der Vergleich mit meinem Mann hinkt übrigens doppelt und dreifach, selbst wenn man Katzen und Menschen vergleichen könnte. Mein Mann rauft nämlich nicht mit anderen Männern mitten auf gut befahrenen Straßen wegen einer Frau, die er anschließend vergewaltigen will 😉

            Ein nicht kastrierter Kater bekommt übrigens auch Arthrosen, wenn er alt genug wird. Oder meinst du, nicht kastriert zu sein sei die Garantie für einen Kater, einen James Dean-artigen Heldentod zu sterben?

    • Ich stimme dir vollkommen zu. Mehr muss ich dazu nicht sagen, dass hast du schließlich schon getan 😀 Danke!!!!

    • Ich muss auch nichts mehr sagen außer: Der Kommentar von Purpurwölfin trifft’s für mich zu 100 Prozent.

  18. Das alte leidige Thema …

    Im Dorf meiner Eltern gab’s in meiner Kindheit mehr (halb)wilde Katzen als Menschen.
    Jetzt hat sich der Bestand deutlich verringert und nun? Jetzt gibt es mehr Wühlmäuse und Maulwürfe, die die wohl gepflegten Gärten umgraben.
    Da haben manche eifrige Gärtner nichts besseres zu tun, als Gift zu streuen. Ob das so viel besser ist als ein paar Katzen, wage ich zu bezweifeln.

    Das Geheimnis ist, meiner Meinung nach, die natürliche Auslese wirken zu lassen. Wenn keiner die Streuner füttert, wird der Bestand automatisch kleiner. (Böse grausame Natur, ich weiß.)
    Ach ja, freilebende Katzen bekommen ein Winterfell, also sind sie selbst im Winter schön warm, solange man sie nicht aus Mitleid ständig in die Stube holt. (So spart man sich auch die vielen, Allergie auslösenden Haare in der Wohnung.)

    Eine Kastration für eine Katze ist eine große OP, nach der sie noch eine Weile betreut werden muss, sonst entzündet sich die Wunde und das die verendet elendig. Also alleine mit der Kastration ist es nicht getan, nur so nebenbei.

    Ich persönlich ziehe ein paar Streuner immer noch schädlichen, Krankheiten übertragenden Nagetieren vor.

    Ich mag die europäische sowieso Kurzhaarkatze lieber als diese hochgezüchteten Wohnungskatzen. Meiner Erfahrung nach, sind die glücklicher und auch gesünder, wie Menschen halt auch an der frischen Luft.

    Viel Spaß beim Zerreißen, mich kümmert’s nicht, ich hab schöne Erinnerungen an die Katzen.

    Grüße
    ele

    • Wühlmäuse und Maulwürfe??
      :-))

      Katzen graben weder Wühlmäuse noch Maulwürfe aus. Die haben nun wirklich gar nichts miteinander zu tun.

      • Stimmt nicht. Katzen jagen tatsächlich beides. Habe den Kater meiner Eltern häufiger mit einem toten Maulwurf im Maul gesehen. Die hatte er natürlich nicht ausgegraben, sondern schlicht und einfach gelauert, bis sie von selbst nach oben kamen.

  19. Ich weiß, ja nicht, wie viele in Tierheimen arbeiten oder sie regelmäßig besuchen.
    Wieviele von euch in einem Haus voller Straßenkatzen waren, wo zwischendrin Tote Katzen-(babys) lagen.
    Ich bin definitiv dafür. Es ist utopisch, alle Katzen oder Kater zu kastrieren, aber ganz ehrlich…
    Was ist besser. Die Miez für 2-3 Stunden in narkose zu versetzten. Ca. ne Woche daheim lassen und gut ist.
    Oder Tierheime, die sich vor Katzen kaum retten können. Teilweise müssen bis zu 20 Tiere in einem Raum leben.
    Und dieser Satz: „Das sind noch Kitten, die finden schnell ein zuhause“
    Ich könnt gar nicht soviel essen wie…lassen wir das
    Wohin den bitte mit den KAtzen, die geboren werden?
    Bringen wir sie um..genau
    Da laufen hunderte von Tierschützer Amok, weil ne Kuh stirbt. Aber bei Katzen wird schon niemand was sagen
    Versteht nicht mich falsch. Ich liebe Katzen. Aber im Winter ist meine größte Angst, dass meine Hündin wieder eine erfrorene KAtze findet.
    Diesen Winter waren es 17. Unter anderem ein Wurf Babys.
    Ich bin definitiv dafür.

  20. Falsch und Falsch. Man merkt das das von jemanden geschrieben wurde der von aktivenTierschutz gerade mal 0.01 % versteht. Sorry wenn ich das so sagen muss.

    Eine gefahr für ausrottung besteht nicht. der Misschlingshund ist auch noch da. Aber ist ihnen bewusst das bis über die hälfte der freilaufenden unkastrierten Katzen entweder totkranke oder ,nocht nicht bemerkbar, mit FIP und FIV verseuchte Katzenbabies produziert? Damit ist nichts gerettet. Und es geht in der Kastrationsfrage auch um freilaufende HAUSKATZEN und nicht die WILDKATZEN.

    Es ist in der heutigen Zeit ein muss seine Katzen zu kastrieren um der Überpopulation und der Krankheitsvermehrung entgegen zu wirken. So eine Aussage kann man nur machen wenn man noch nicht gesehen hat wie es wirklich aussieht.

    Also ganz ehrlich all ihr lieben möchtegern Tierschützer, informiert euch richtig, lasst eure Katzen kastrieren um nicht nur eurer Generation was gutes zu tun sondern der nachfolgenden. Wenn ihr weiter der festen annahme seid kastrieren ist falsch dann gebt auf google mal Tötungsstation ein und seht euch an wie die Tiere leiden weil ihre Eltern nicht kastriert wurden und sie nun einen grausamen tot sterben müssen.

    • Danke, du sprichst mir aus der Seele. Genausso ist das nämlich. Kastration ist richtig und wichtig, wenn man nicht züchtet.

      Tötung ist keine Lösung.

  21. Ich möchte mal ein aus dem Leben gegriffenes Beispiel erzählen. Meine Familie lebt in einem Mehrfamilienhaus hinter dem es einen großen Garten gibt. Seit ich denken kann, gibt es bei uns halb wilde Katzen, die keinem gehören. Die Katzen vermehren sich seit Jahren ganz munter, sind aber in einem sehr bedenklichen gesundheitlichen Zustand. Mal abgesehen davon, dass regelmäßig tote Katzen in einem Garten liegen, in dem kleine Kinder spielen und es nicht sein muss, dass Kinder an Tierkadavar gehen, von denen ein Infektionsrisiko ausgeht, können diese Katzen freilaufende Hauskatzen anstecken. Wie viele Katzen stecken sich deswegen mit FIP oder anderen Krankheiten an? Und FIP (Feline Infektiöse Peritonitis) endet tödlich.
    Zurück zum dem, was ich eigentlich schreiben wollte. Im letzten Sommer waren noch drei Katzen in unserem Garten. Die Mutter, die wir ganz einfallsreich „Mami“ genannt haben, und zwei ihrer Söhne. Mamis Söhne hatten Mami gedeckt und dann hatten wir mal wieder drei kranke Katzenwelpen mehr. Zusammen mit dem Tierschutz haben wir Mami und die ausgewachsenen Kater eingefangen und kastrieren lassen. Die Katzenwelpen wurden ebenfalls gefangen. Mal nebenbei erwähnt, ist eine Nachbarin, deren Katze von einem der Kater gedeckt worden ist, auf einen der Katzenwelpen los gegangen um den freilaufenden Katzen den Garaus zu machen. Dabei hat sie ihn schwer verletzt. Zum Glück hat sich der kleine Kerl wieder erholt. Finn und seine Schwester Annie leben nun bei mir. Der andere Bruder hat ebenfalls ein zu Hause gefunden und Mami und die beiden ausgewachsenen Kater sind kastriert. Bei uns gibt es keine ungewollte Vermehrung mehr und das ist sehr sinnvoll. Diese drei kastrierten Katzen führen sicher nicht dazu, dass EKH ausstirbt. Eher im Gegenteil. Es ist sicher gut, wenn sich durch Inzucht gezeugte, kranke Tiere nicht weiter vermehren.
    Mehr als dieses Beispiel anzubringen wollte ich gar nicht, da ich weiß wie sinnlos solche Debatten sind. Der Meinungsfreiheit sei Dank darf jeder Hinz und Kunz etwas dazu sagen, ob er Ahnung hat oder nicht. Als Tiermedizinstudentin kann ich diese Debatte pragmatisch sehen und mich für die Kastrationspflicht aussprechen, da Tierärzte an einer Kastration ab 80€ aufwärts verdienen 😉

  22. Also, jetzt möchte ich mich doch auch mal zu dem Thema äußern.
    Ich arbeite beruflich als TFA und ohne jemanden angreifen zu wollen, aber erst einmal vorher informieren =)
    -Kater zu kastrieren ist gerade wegen der großen Flächendeckung doch eher ratsam
    -kastrierte Kater kämpfen weniger (wie schon oben erwähnt) also: wenige Verletzungen, geringere bis keine Ansteckungsgefahr bei sexuell übertragbaren Krankheiten (die gibt es auch bei Katzen)
    -wer jemals die Markierung eines Katers gerochen hat, ist meistens mehr als bereit seinen Kater zu kastrieren, der Geruch geht nur schwer bis gar nicht wieder weg
    und es gibt noch entliche Punkte mehr.

    Das Problem ist das Aussetzen der Kitten?
    Das mag wohl auch ein Problem sein, doch die sich frei vermehrenden Streuner sind dann doch ein größeres Probelm.
    Meist sind die „wilden“ Katzen krank und somit ist auch die Ansteckung der Katzen unter menschlicher Obhut bei einem Treffen um einiges höher.
    Außerdem: gerade bei weiblichen Katzen mit denen man nicht züchten möchte ist es mehr als ratsam sie kastrieren zu lassen, da es sonst gerne zu Zystenbildungen, Gebärmuttervereiterungen und ähnlichen kommt.

    Warum töten wenn es auch viel harmloser geht?
    Sollte man etwa auch in Länder wie Afrika und Indien gehen und anstatt der Pille die Kinder einfach umbringen?
    Entschuldigung! Aber meine Meinung nach ist das vollkommender Blödsinn! Das ist ein niemals endender Kreislauf! Die Katze bekommt Junge, diese werden getötet, sie bekommt wieder Junge, sie werden wieder getötet,… man merkt worauf ich hinaus will?

    Die „Nachteile“ einer Katerkastration:
    Ganz ehrlich, erst informieren.
    -Kater denken nicht wie Menschen. Sie leben nicht in der Vergangenheit, d.h. sie sitzen nicht vorm Spiegel, gucken sich ihre nicht mehr vorhandenen Hoden an und denken: ~Ach war ich doch mal ein toller Hecht… ~ oder ~Früher wo ich noch konnte…~ und alles was Männer da noch so denken würden
    -Kater werden dick… das kann natürlich vorkommen, das ist wie bei Frauen die die Pille nehmen, allerdings kommt es da dann auf die richtige Fütterung, genug Bewegung, etc. es ist bei bestem Willen KEIN Grund mehr weshalb man sie nicht kastrieren sollt und bei Streunern erübrigt sich das Thema sowieso, außer sie kennen mehrere nette Dosenöffner, was durchaus vorkommt =)

    Natürlich ist es nicht zu vertreten einen Zwang aufzuerlegen ALLE Katzen zu kastrieren, aber gerade bei Streunern ergibt es durchaus Sinn.
    Des weiteren sollten Katzenbesitzer einfach besser aufgeklärt werden, über Risiken, Vor- und Nachteile von Kastrationen und oft sind Tierheime und Tierschützer dazu bereit gerade Tierhaltern mit wenig Geld bei einer Kastration zu unterstützen.

    Lange Rede kurzer Sinn:
    Es hat definitiv KEINEN Zweck eine Tötung von Kitten zu legalisieren, aber es ist sicherlich auch nicht sinnvoll einen Kastrationszwang einzuführen.
    Eine gut durchdachte Massenkastration bei Streunern wäre sicherlich ein guter Weg, ebenso wie eine Aufklärung der Tierhalter.

    MfG und der Bitte Rechtschreibfehler zu entschuldigen,

    Shalyn

    • Auch ich bin TFA und kann mich dem Beitrag hier echt nur anschließen. Danke Shalyn, du ersparst mir gerade einen Beitrag in völliger Fassungslosigkeit.

  23. Hey…
    lieber neugeborene Babys killen als vorzusorgen? Und die Tierheimhunde und -katzen und andere Tiere, die nicht vermittelt werden können, einschläfern? Darauf würde dein Vorschlag nämlich hinauslaufen. Alle ungewünschten Tiere killen. Ob du das wirklich möchtest, wage ich zu bezweifeln.

  24. Ich kommentiere nur selten Blogs, aber hierzu muss ich mich einfach äußern.

    (1) Die Kastration von Katzen, insbesondere von Katern, ist auf jeden Fall eine gute Idee. Sex ist für Katzen kein großer Spaß. Das Gemächt des Katers hat Widerhaken, damit beim Rausziehen nach dem Akt der Eisprung beim Weibchen ausgelöst wird. Sex ist also nicht für Kater und ganz besonders nicht für Katzen angenehm.

    (2) Die europäische Kurzhaarrasse wird ganz bestimmt nicht aussterben! Es redet ja keiner davon, irgendwelche wilden Katzen einzufangen und zu kastrieren, sondern nur, dass die Leute die ihre Haustier-Katzen frei herumlaufen lassen, diese kastrieren lassen sollten, damit sie sich nicht draußen ständig paaren, und der Besitzer einer Katze plötzlich ein halbes Dutzend Babys im Haus hat.

    (3) Katzenbabys zu töten, nur weil man sich nicht um sie kümmern möchte, ist extrem unmoralisch. Das hat mit Tierliebe nun wirklich nichts zu tun. Da ist eine Kastration allemal besser.

    (4) Ich bekäme 6 Jahre mehr Labenszeit, und müsste mich dafür nur kastrieren lassen? Klar, gerne, wo muss ich unterschreiben?^^

  25. Ich bin auch echt fassungslos, muss ich sagen… Zwar muss ich direkt zugeben, dass ich mir jetzt nicht alle Kommentare durchgelesen habe, aber auch auf die Gefahr hin, etwas zu wiederholen – Eine solche Aussage ist einfach zu heftig: „Persönlich wäre ich also eher dafür, entweder eine einfache Variante einer schmerzfreien Tötung zu legalisieren, beispielsweise durch eine Spritze oder den bereits erwähnten Schlag ins Genick […]“

    Ganz einfache Frage: Macht man das auch mit Menschenkindern, die sonst im Heim landen oder so? – Nein, macht man nicht. Wieso dann mit Katzen- bzw. allgemein mit Tierbabies?
    Diese kleinen Kätzchen, die gerade erst angefangen haben, zu leben. Es sind LEBEWESEN. Wie du und ich. Sie haben Gefühle, sie denken, sie leiden, sie freuen sich …

    Zwar finde ich es schon fast „beruhigend“, dass du diese qualvollen Methoden, ein Tier zu töten, ablehnst – aber … nee, sorry. Das hier geht gar nicht.

    Ich habe selbst zwei ganz junge Katzen, noch kein Jahr alt. Sie wurden ausgesetzt. Streunerkatzen, die keiner haben wollte. Es hat ein halbes Jahr lang gedauert, bis sie Vertrauen zu uns gefunden hatten – aber nie, nie, NIE im Leben möchte ich mir vorstellen, was passiert wäre, wenn man sie einfach eiskalt umgebracht hätte. Ich liebe diese zwei Kätzchen so abgöttisch. Und JEDER, der eine Katze (oder allgemein ein Tier) hat, weiß: Es sind – verdammt nochmal – Lebewesen!

    Wenn man erstmal anfängt, Tierbabies eiskalt zu töten, möchte ich nicht wissen, was als nächstes kommt … Da ist der Schritt zum Menschen nicht weit.

    Was Kastration angeht – um jetzt mal zum eigentlichen Thema zu kommen: Ich habe beide Katzen kastrieren lassen, weil wir einen kompletten Wurf weder behalten könnten, noch garantieren könnten, dass sie irgendwo in liebende Hände abgegeben werden. Und bevor diese lieben, wundervollen Tiere im Tierheim verkümmern, möchten wir uns lieber um unsere zwei Miezen kümmern; ohne Nachwuchs. Ich kenne viele, sehr viele Züchter, die aber auch wirklich seriös sind und sich um die Tiere kümmern. Ein Glück!

    Freilaufende Katzen vermehren sich leider wirklich unkontrolliert und das ist eine riesengroße Gefahr. Ich kenne viele Tierschutzvereine, die Katzen auf Bauernhöfen etc. einfangen und kastrieren lassen – und sie haben meine vollste Unterstützung. Die Tiere können dort ungestört und glücklich weiterleben, können tun und lassen was sie wollen, aber es kann nichts mehr passieren. Das ist das Wichtigste.

    Es stellt sich nicht die Frage, ob es sinnvoll wäre, Kastrationspflicht einzuführen. (Denn das wäre es nicht; dann würde diese Tierart selbstverständlich früher oder später aussterben!) – Man sollte aber stattdessen an den Verstand eines jeden Menschen appellieren. („Aufklärung der Tierhalter“, wie hier jemand schon erwähnt hatte.)

    Aufgrund von solchen Aussagen kann ich deinen Post fast nicht mehr ernst nehmen: „Er läßt seinen Kater kastrieren. Der lebt etwas länger und wird mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit träge und fett. (Nebenbei sind die Jahre, die ein kastrierter Kater mehr an Lebenserwartung hat, nicht unbedingt die schönsten für ihn. Ich frage mich, ob es wohl Männer gibt, sie sich kastrieren lassen würden, wenn man ihnen dafür 6 Jahre Lebenszeit mehr garantieren kann.)“

    … keine weiteren Kommentare meinerseits. Außer: Ich bin entsetzt, dass einige Menschen noch immer nicht verstanden haben, dass Tiere Gefühle und Gedanken haben. Sogar mehr, als so mancher Mensch, wie ich sehe…

    Grüße,

    Lola

    • Auch, wenn ich mir bewußt bin, das man Menschen und Katzen keinesfalls vergleichen kann oder auch nur sollte: Die Ein-Kind-Politik in China hat bisher auch nicht zu einem Aussterben des chinesischen Volkes geführt… natürlich würde eine Kastrationspflicht für freilaufende Hauskatzen nicht dazu führen, das Katzenrassen aussterben, so wirkungsvoll sind Gesetze nun auch wieder nicht.
      Aber ein Einpendeln auf eine geringere Anzahl könnte durchaus eine Chance für real vom Aussterben bedrohte Vogelrassen bedeuten.

  26. Also… ne.
    Ehrlich.

    Sind die Kaninchen vielleicht schon ausgestorben? Also wir reden jetzt von den reinen Hauskaninchen, Angora, was weiß ich, was es da alles gibt. Sterben die, ja?
    Denn so weit es mir geläufig ist, sind die immer noch ziemlich am Leben. Und jetzt sag mir bitte, wo der Unterschied ist, ob ich Katzen oder Kaninchen züchte.

    Anstatt irgendwen zu töten, kann man das Leben auch einfach verhindern. Wenn du jetzt wieder kommst mit deinem „kindlichem Moralverhalten“- wo ist das kindlich?
    Gehen wir auch bald hin, verbieten die Pille und Kondome und wer schwanger wird, der hat Pech gehabt? Dessen Kind muss geboren werden und dann wird es „human“ getötet?
    Da ist kein Unterschied zwischen Mensch und Tier. Gar keiner.

    Willkommen im Mittelalter…

    • Du möchtest jetzt nicht allen Ernstes Angorakaninchen mit EKH-Katzen vergleichen, oder doch? Und erspare mir bitte deine kindlich naiven Mittelaltervergleiche. Oder wenn du sowas unbedingt bringen willst, dann mach es doch wenigstens richtig. Dann ginge es nämlich nicht darum, Pille und Kondom zu verbieten, sondern eher darum, allen Jungen bei Geburt die Eier abzuschneiden. Das löst das Problem natürlich auch – recht endgültig.

      Ansonsten wünsche ich dir noch viel Spaß beim Kaninchenzüchten. Bleib dabei.

      • Oha… Der Vergleich Kaninchen und Katze hinkt wirklich. Ich kenne nämlich auch kein Haustier, das so sich selbst überlassen werden kann und auch selbst auf eigenen Beinen steht, wie die Katze.
        Kaninchen hält man schließlich auch im Stall und geschlechtergetrennt, wenn man keinen Nachwuchs will. Außerdem erfüllen Kaninchen den Nutzen, dass man sie essen kann. Katzen dagegen… naja, den richtigen Nutzen haben sie ja nur auf dem Lande als Freiläufer. Stadtkatzen hingegen… Wieso sollte man die kastrieren? Sie werden wohl eh kaum Artgenossen finden. Allerdings muss ich sagen, das Gejaule einer rolligen Katze in der Wohnung ist grausam… Genauso Kater, die dann gegen die Möbel pinkeln.

  27. Nur eins: Woher willst du wissen, ob diese Art Tötung schmerzlos ist?
    „Was war das überhaupt, ein schneller Tod? Wie lang ist schnell? Eine Sekunde? Zehn? Die Schmerzen in diesen Sekunden müssen fürchterlich gewesen sein, als ihr das Herz platzte und ihre Lungen kollabierten und kein Sauerstoff und kein Blut mehr ins Gehirn kamen, sondern nur noch rohe Panik. Was zum Teufel ist schnell? Schnell heißt gar nichts. Ich glaube nicht, dass ein Augenblick wahnsinniger Schmerzen besonders schnell vorbeigeht.“ (aus: Eine wie Alaska, J. Green)

    • Am besten bringst du noch die Worte „Agonie“ und „Unendlichkeit“ irgendwo in diesen Metaphernsalat unter.

  28. Ernsthaft jetzt? Die Realität sieht so aus:

    – Die Tierheime sind überfüllt mit Katzen, sie fangen endlos viele Streuner mit Lebendfallen ein und kastrieren sie. Viele Streuner könnten vermieden werden, wenn freilaufende Katzen einfach kastriert würden. Und ja, auch Kater! Gerade WEIL sie ein großes Gebiet abdecken. Gerade WEIL sie ständig potent sind, im Gegensatz zur Katzendame, die ja ihrem Zyklus unterworfen ist.
    – Vom Tierheim kastrierte Streuner, egal welchen Geschlechts, kommen anschließend zurück an ihre Futterstellen oder werden als halbwilde Mäusefänger vermittelt.
    – Tierheime vermitteln Katzen NUR kastriert, auch die halbwilden Mäusefänger. Weil sie nämlich überquellen vor Katzen.

    Lieber Kätzchen töten, anstatt von vornherein zu verhindern, dass sie überhaupt geboren werden? WTF?

    „Katzenhalter sollten doch selbst entscheiden, die können den Wurf ja vermitteln“ – Na danke, as said, die Tierheime sind schon voller ungewollter Katzenbabys!

    Die EKH würde aussterben? Dass ich nicht lache!

    Wenn man davon ausgeht, dass ein einzelnes unkastriertes Katzenpaar zweimal im Jahr Junge bekommt und es überleben davon vier, was der Durchschnitt ist, und diese bekommen auch wieder Junge usw. … Die Hochrechnung zeigt, dass so aus einem einzigen Katzenpaar in 10 Jahren 80 Millionen Katzen werden.

    Ich habe im Tierheim gearbeitet und wäre voll und ganz für eine Kastrationspflicht freilaufender Hauskatzen. Züchter wären davon natürlich ausgenommen. Aussterben würde die EKH davon noch lange nicht.

    • Ich stimme dir vollkommen zu. Vor allem, dass es doch Unsinn ist, dass das Hauptaugenmerk von Kastrationen auf Katzen liegen soll. Ist es denn nicht schon anatomisch einfacher (und vielleicht sogar kostengünstiger) eine solche Operation bei Katern auszuführen?!

      • Ganz recht, Yvaina, das hatte ich ganz vergessen zu erwähnen. Natürlich ist es einfacher und (ebenso natürlich) auch günstiger.

        • Du hast bei dir im Namen ein „r“ vergessen. Die Kastration der Kater ist deshalb albern, weil du nur einen einzigen übersehen mußt, damit die Kastration aller anderen in 100km² großen Areal , man verzeihe mir das Wortspiel, für die Katz war. Und das wiederum läßt sich nicht wirklich vermeiden.

          • Dennoch senkt auch die Kastration eines Katers die Gefahr von ungewollten Nachwuchs.

            Davon mal abgesehen frage ich mich, was denn passieren würde, wenn alle Katzen in der Umgebung kastriert sind, die Kater aber nicht.
            Suchen sich die Kater ein ganz neues Revier und kommen nicht mehr nach Hause?
            Verzichten sie auf Paarung und leiden darunter?
            Vergewaltigen sie kastrierte Katzen? Ich bin wirklich kein Katzenexperte, aber die Paarung dieser Tiere scheint mir ohnehin nicht sonderlich liebevoll zu sein. Wenn die Katze dann nicht mal mehr entsprechende Hormone produziert, sondern einfach so bestiegen wird, stelle ich mir das als wenig angenehm für das Tier vor.

            Das ist jetzt nicht speziell an dich gerichtet, Helge, aber ich habe immer mal wieder den Eindruck, dass manche Männer die Eier ihrer Tiere verteidigen, als wären es ihre eigenen. Fällt mir jedenfalls bei Hundebesitzern häufiger auf.
            Damit will ich nicht sagen, dass es keine sachlichen Argumente gegen die Kastration gäbe, aber das Thema wird mMn oft auf eine unnötig persönliche Ebene gezogen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Kastration von Weibchen (die ebenfalls unangenehme Folgen haben kann) offenbar wieder in Ordnung ist, da sie dem höheren Wohl dient.
            (Umgekeht beobachte ich z. B. bei Frauen, dass diese häufig Mitleid mit unkastrierten Tieren haben, die als Gebärmaschinen missbraucht werden.)

    • Wenn man davon ausgeht, dass ein einzelnes unkastriertes Katzenpaar zweimal im Jahr Junge bekommt und es überleben davon vier, was der Durchschnitt ist, und diese bekommen auch wieder Junge usw. … Die Hochrechnung zeigt, dass so aus einem einzigen Katzenpaar in 10 Jahren 80 Millionen Katzen werden.

      Milchmädchenrechnung.

      Ich habe im Tierheim gearbeitet

      Habt ihr doch irgendwie alle, nicht wahr? Ich wäre mehr beeindruckt, wenn du auf einem Bauernhof gewesen wärst, aber dann wärst du vermutlich nicht annähernd so abgedreht.

      • Helge, mir fällt auf, dass du bei kritischen Beiträge recht schnell beleidigend wirst, denkst du, du kannst auch ohne persönliche Angriffe argumentieren? Solltest du als Betreiber einer riesigen Seite wie FF.de eigentlich sein, find ich. Du kannst doch nicht User, die anderer Ansicht sind als du, als naiv, kindlich und abgedreht bezeichnen, das sind glatte Beleidigungen!

        • BeiträgeN, bevor man von dir einen Strich für falsche Rechtschreibung bekommt. Das N schenk ich dir, als Symbol für Nachdenken.

      • „Milchmädchenrechnung.“

        Ganz und gar nicht, es gibt Studien dazu. Schließlich ist das Problem kein neues und findet Raum in fast jeder Tierärzte-Fachzeitschrift.

        Leider stelle ich fest, dass du nicht mit uns diskutierst, sondern uns beleidigst und danach immer wieder dieselben Argumente bringst, auch wenn sie durch die Informationen, die andere hier bereits beigetragen haben, eigentlich schon gar nicht mehr haltbar sind. Schade.

  29. Ganz ehrlich? Ich bin schier schokiert über dein Beitrag.
    Ich selbst hab 3 Katzen (2 Kater und eine Katze) – allesamt kastriert, Gott sei Dank.

    Du denkst deine Gedankengänge nicht zu Ende, zumindest meine Meinung.

    Die Kastrationspflicht finde ich gut, denn man bedenke, dass es nicht nur um die Kitten, sondern auch um die Elterntiere geht. Die Elterntiere können z.B. FIV (Katzenaids) tragen, infizieren sich dann gegenseitig.
    Willst du es einer Katze antun, alle paar Monate werfen zu müssen, denn manche Katzen rollen schon kurz nach der Geburt eines Wurfes, zum Teil kaum eine Woche danach – und da können sie bereits wieder eingedeckt werden. Zudem ist bei Katzen, die rollen, die Gefahr von Milchleistenkrebs, Gebärmuttervereiterungen etc. erheblich höher.

    Und nein, ich glaube nich, dass es mit Kastrapflicht keine Streuner mehr geben würde, denn es gibt genug Vermehrer, die ihre Katzen weiter einfach werfen lassen, ohne Sinn und Verstand.

    Ein seriöser Vereinszüchter züchtet zum Erhalt einer Rasse, dass dabei Liebhabertiere fallen ist so, denn nicht jedes Kätzchen eignet sich zur Zucht, ist halt so.

    Zudem, les dich erstmal in den Unterschied zwischen einer Europäisch KurzHaar (Rassekatze) und einer Europäischen HausKatze (Feld-, Wald-, Wiesenkatze) ein.
    Eine EHK ist eine Katze, ohne Papiere, eine EKH ist eine Katze mit Papieren, die einem gewissen Rassestandard unterliegt (wie jeder Perser, jede Britisch Kurzhaar).

    Viele Tierschutzvereine kümmern sich auch um die Kastration von Streunern, natürlich erwischt man nich alle, und schon gar die finanziellen Mittel sind eng, enger als eng. Aber, wenn jeder, der eine Katze bei einerm Vermehrer käuft (der nur auf Geld aus ist, kaum bis keine Gesundheitsvorsorge der Kitten und Eltern) im Tierschutz sucht, würden Tierheime enlastet werden.

    Und du sprichst dich FÜR die Tötung von Katzen aus, die nicht genommen werden? Aber was gegen Kastrapflicht sagen – sorry – ein Unding.

    Auch Tiere sind Lebewesen und sollten nicht einfach umgebracht werden, dass ist echt ein herber Schlag für jeden Tierliebhaber.

    Für eine freilaufende, weibliche Katze bedeutet nicht kastriert werden:

    – ständiges Rollen, echt nicht angenehm für Tier und Halter
    – Jede Trächtigkeit birgt erhebliche Risiken – tu das nicht mit „Die Natur macht das schon…“ ab
    – Eine stark erhöhte Gefahr an Gebärmuttervereiterung, irgendwelchen Milchleistenkrebs etc. quallvoll zu verenden.

    Für einen freilaufenden Kater bedeutet es:

    – Eine stark erhöhte Unfallgefahr – ein potenter Kater versucht alles, um eine Katze zum decken zu finden.
    – Ein potenter Kater markiert – schonmal einen gerochen? Nein danke, ich verzichte.

    Und bitte, Vergleiche nicht Menschen mit Tieren. Ein Mensch lebt seinen Sexualtrieb nicht zur reinen Arterhaltung und Fortpflanzung aus.
    Und auch die Aussage kastrierte Kater werden träge und fett – es kommt auch auf die Ansprache an. Ein Hauskater, der keine Beschäftigung durch Artgenossen (ja, ich spreche mich auch wehement gegen die Einzelhaltung von Katzen aus) und Spielzeug hat, ja was soll der Kerl den anderes machen?
    Ich kenne viele Kater im Alter zwischen 10-14 Jahren, denen geht es gut, klar, sie haben eine kleine Katerwampe, sind aber keinesfalls als träge oder fett zu bezeichnen.

    • Stimme dir komplett zu und werfe noch einen weiteren Punkt ein: Lärmbelästigung. Ich wohne in ländlichem Raum und werde im Sommerhalbjahr regelmäßig durch „Katzenkonzerte“ in der Nacht geweckt. Ist zwar nun ein rein „menschlicher“ Aspekt, aber ich wär auch froh, wenn die lieben Nachbarn ihre Katzen entweder nachts reinlassen würden oder freundlicherweise wenigstens kastrieren könnten. Von den Dutzenden Katzenbabies, die dann überfahren auf den frühmorgendlichen Straßen rumliegen, mal ganz zu schweigen.

  30. Also erst einmal finde ich es von Helge recht mutig, ein doch recht kontroverses Thema einmal anzusprechen und zur Diskussion zu stellen. Allerdings (und mal ganz unabhängig vom eigentlichen Thema) fand ich es nicht in Ordnung, dass er auf Meinungen, die seiner eigenen entgegen gingen, schon wirklich frech geantwortet und die User teilweise als naiv dargestellt/bezeichnet hat – dass hat doch nichts mit einer gesunden und respektvollen Diskussion gemein. Dass die Ausformulierung der Meinung recht kaltschnäuzig war, sei mal dahingestellt,
    Aber über das Thema kann noch 100 Jahre diskutiert werden, eine wirkliche (und gute) Lösung wird sich wohl nie finden: Das Kastrieren aller wildlebenden Katzen ist utopisch, das Töten von Katzenbabys ist einfach nur grausam – ja, Helge, bezeichne mich ruhig als naiv. Allerdings verstehe ich deinen Ansatzpunkt nicht, dass die Rasse der europäischen Kurzhaarkatze ausgerottet wird, wenn man die Katzen kastriert, aber nicht, wenn man die Katzenbabys tötet, Auf Kurz oder Lang kommt das doch aufs selbe hinaus.
    Ich persönlich hatte nie den Eindruck, dass Deutschland oder Österreich von einer Plage wildlebender Katzen heimgesucht wird, die es nötig macht, zu solch radikalen Mitteln zu greifen – und ich kenne beides, Stadt- und Landleben in Deutschland und Österreich.
    Aber ich verstehe deinen Punkt, dass wildlebende Katzen Qualen, wie Hunger, Kälte und Autos ausgesetzt sind, obwohl ich auch da wieder ein wenig widersprechen muss. Bis auf die Autos, haben wir Menschen doch keinen Einfluss auf das Wetter oder den Hunger der Katzen, die nebenbei gesagt, einen hervorragenden Jagdinstinkt besitzen und so auch ganz gut allein zurecht kommen. Und wenn es manche wildlebenden Katzen nicht schaffen, dann hat das etwas mit der natürlichen Auslese und dem Lauf des Lebens zu tun,und wer sind wir Menschen, eine so hoch entwickelte Rasse *Sarkasmus*, dass wir uns einbilden, in diese Auslese eingreifen zu dürfen?
    So, jetzt bin ich doch ein kleines Bisschen von meinem eigentlichen Punkt abgeschweift: Also als Landkind bin ich keineswegs naiv und weiß ganz genau, was mit ungewollten und unvermittelbaren Katzenbabys passiert. Ich persönlich bin trotz allem dagegen. Jedes Individuum hat das Recht auf ein Leben.
    Eine wirkliche Lösung kann ich leider auch nicht anbieten, da es diese nicht gib. Andererseits habe ich aber auch nicht das Gefühl, dass wir jetzt wirklich dringend eine brauchen, da ich noch nicht durch streunende Katzen wate, wenn ich das Haus verlasse.

    Also ich bin sehr für freie Meinungsäußerung, Helge, und ich erkenne deine Meinung an, auch wenn ich nicht 100% zustimme (wie viele andere hier, hat sie mich eher ein bisschen geschockt bzw. der Ton, in der sie geschrieben wurde, hat mich geschockt). Aber ich finde es gut, dass du das Thema mal angesprochen hast. Beim nächsten Mal aber bitte nicht gleich frech oder respektlos werden, wenn man deine Meinung nicht teilt. Der Ton macht die Musik!

    Liebe Grüße,
    Yvaina

    • Zitat “ Allerdings (und mal ganz unabhängig vom eigentlichen Thema) fand ich es nicht in Ordnung, dass er auf Meinungen, die seiner eigenen entgegen gingen, schon wirklich frech geantwortet und die User teilweise als naiv dargestellt/bezeichnet hat – dass hat doch nichts mit einer gesunden und respektvollen Diskussion gemein.“

      Das finde ich auch. Ich habe gerade eine Antwort von ihm auf einen Kommentar gelesen, die mich richtig aufgeregt hat. Ist Helge heute irgendwas nicht bekommen? Er erscheint mir geradezu intolerant und versucht – aus meiner Sicht – seine Meinung allen anderen Aufzuzwingen. Mit wiederholten Argumenten, die eigentlich schon zur genüge widerlegt wurden.
      Und das jemand so einen Vorschlag macht und sich als jemand bezeichnet, der Katzen sehr liebt – nein, das sind zwei Schuhe, die nicht zueinander passen. Höchst konträr.

      • Ich vermute, dass er einfach polarisieren wollte – sowohl mit seinem eigenen Blogeintrag als auch mit seinen Antworten an die User. Wie das allerdings einer respektvollen Diskussion, zu der er ja selbst aufruft, wenn ich mich nicht völlig verlesen habe, beiträgt kann ich nicht sagen. Zumal er sich in einigen Aussagen ein wenig selbst widerspricht bzw. langsam beginnt, seine Worte ein bisschen abzuschwächen: Spricht er im Blog noch vom Aussterben aller EKH in Europa, ist es in einer Antwort nurmehr eine lokale Ausrottung.
        Wie dem auch sei, es ist müßig, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und zu diskutieren, wie wer wann was gemeint hat. Darum geht es mir auch gar nicht, sondern um seinen Tonfall gegenüber manchen Usern.
        Da zu diskutierende Hauptthema bleiben ja immer noch die Katzen.

        • Oh, hab ich weiter oben schon geschrieben, ich find es ein Unding, wie Helge die User hier beleidigt – als Betreiber einer so großen Site wie FF.de geht das gar nicht! Er kann seine Meinung haben, die haben andere auch, aber die anderen als naiv, kindlich und abgedreht zu bezeichnen ist echt ne Unverschämtheit, unsachlich und entkräftet seine eigenen Argumente. So muss man’s sehen – wer beleidigend wird, hat Angst, dass seine Argumente nicht schlagkräftig genug sind und wird dann ausfallend. Sieht man auch oft in politischen Diskussionen, und das sind dannd ie Leute, die man selbst nicht mehr ernst nehmen kann, WEIL sie unsachlich werden, klassisches Eigentor. Ich denk, ne Entschuldigung wär auch fällig. Zumal es mir so vorkommt, als ob Helge vorwiegend weibliche User disst und diese als irreal hinstellt. Zur Info: Ich nenn mich zwar Superbunny, bin aber ein Mann. Also komm her, Helge, sag mir, wie naiv, weltfremd und abgedreht ich doch bin. Es fällt auf dich selbst zurück, wie abqualifizierend du diese Leute behandelst, die deine Seite tragen. Du solltest mehr Respekt zeigen. Man kann auch argumentieren, ohne beleidigend zu werden!

          • Oh gut, also war es nicht nur ich, die Helge´s Tonfall gegenüber den Usern als doch schon recht respektlos und gemein empfand. Meinungsäußerungen finde ich wunderbar, solange sie nicht persönlich beleidigend werden. Schließlich habe ich auch viele User-Kommentare gelesen und keinen einzigen gefunden, der Helge so angegriffen hat, wie Helge manche User angegriffen hat. Als Betreiber einer solch großen Website sollte das schon ein bisschen gepflegter gehen, vor allem weil wir User doch selbst ständig dazu aufgerufen werden, nett und respektvoll zueinander zu sein, und beleidigende Reviews und Kommentare sofort gelöscht werden.
            Es mag ja sein, dass er einfach einen schlechten Tag hatte, sowas soll ja vorkommen, oder aber dass das der übliche Tonfall in seinem Blog ist – was zutrifft, kann ich nicht sagen, da ich ihn weder persönlich kennen, noch üblicherweise aktiv in seinem Blog unterwegs bin …
            Aber ich finde auch, dass eine Entschuldigung angebracht wäre – nicht für die freie Meinungsäußerung natürlich, sondern den Tonfall und die Wortwahl gegenüber anderen User.

  31. Ich denke wie viele anderen hier: Das was du da geschrieben hast geht gar nicht!

  32. Katzen töten, damit sie nicht „leiden“ müssen? Gute Lösung, warum machen wir das dann nicht schon längst mit den Schwarzen in Afrika? Sie leiden auch aufgrund von Hunger, Krieg und Krankheiten. Als ob Mord eine Lösung wäre. Human nenne ich das nicht. Wie kann man sich bitte noch wie ein Mensch fühlen, wenn man ein Leben beendet, weil es „stört“ oder man glaubt, man könnte wie Gott über den Wert des Lebens bestimmen und dannach handeln?

  33. Puh, die büchse der pandorra wurde geöffnet!
    Mutig!
    Zu dem Thema möchte ich auch was beitragen. Ich bin aus Österreich und dort vom Land.
    Bei uns ist dass so, wenn du eine Überpopulation bei einem deiner Nachbarn bemerkst kannst du dass anzeigen.
    Daraufhin kommt der Amtstierarzt und schaut sich um.
    Wenn es nötig ist, fängt er die Tiere zum Kastrieren ein, behandelt sie und bringt sie zurück.
    Soweit ich weiss kostenlos!
    Ich finde diese Lösung wirklich sehr gut.
    Zumal man ja im Normalfall eine Katze einmal tragen lässt und dann erst kastriert.
    So hat meine Familie und auch alle Bekannten es immer schon gehandhabt.
    Natürlich kenne ich auch jetzt noch einige die Kätzchen töten. Doch es wird zum Glück seltener.
    Aber teilw. hat helge schon recht.
    Es gibt Fälle wo die Kätzchen besser gleich umgebracht werden sollten.
    Denn ich denke nicht dass monate- oder sogar jahrelanges dahinvegetieren besser und ach, so tierfreundlich ist!.

  34. Hallo Helge,

    also ich habe hier bisher noch nie etwas geschrieben, aber zu dem Thema muss ich dann doch etwas sagen. Ich habe drei Katzen, zwei weibliche, einen männlichen und allesamt sind sie kastriert. Zum einen um den beiden Weibchen und auch uns den Stress der Rolligkeit zu ersparen und zum anderen weil sie Freigänger sind und im Sommer sehr viel draußen sind. Ich halte nichts davon Katzen unkontrolliert zu vermehren, denn wer weiß ob man alle diese Kitten vermittelt bekommt und was dann mit diesen passiert. Von all den Krankheiten möchte ich gar nicht erst anfangen. Ein unkastrierte Kater der freiläuft lebt verdammt gefährlich. Der unkastrierte Kater von unseren Bekannten ist unter anderem deshalb gestorben, weil diese Tiere dann alles ausschalten und Gefahren nicht mehr wirklich wahrnehmen. Zumal… ganz ehrlich, mir hats gereicht den Hund stubenrein zu bekommen, da brauche ich nicht auch noch einen die Wohnung markierenden Kater.

    Katzen mit denen man nicht züchten möchte sollte man kastrieren, das ist meine Meinung. Das ist sowohl für Tier als auch für Halter eine Erleichterung. Man sollte hier nicht vermenschlichen. Tier und Mensch kann man schlichtweg nicht vergleichen. Und mein kastrierter Kater ist übrigens nicht fett sondern hat eine schön sportliche Figur und das obwohl er wirklich selten spielt 😉

    Liebe Grüße,

    Anorielt

  35. Es ist übrigens eine Unart, seine Tiere fett zu füttern, und dann zu behaupten, es läge an der Kastration.
    Nein, es liegt an falschem oder zu viel Futter.

    Aber das sind dann oft auch Leute, die sich doch „soo gesund ernähren“ und sich gar nicht erklären können, wo das Übergewicht herkommt. Und im Kühlschrank stehen Bierchen, Cola und Fertiggerichte 😉

    • Ich kann essen, so viel ich will, ich werd und werd nicht dünner!^^

      Aber etwas anderes, oder, schon wieder meine alte Leier, wie mans nimmt:
      Vögel sind doch auch Lebewesen, die ein Recht auf Erhaltung ihrer Art haben, oder? Schade, das sie für die meisten Katzenfreunde nicht einmal eine Erwähnung wert sind.

      • Nur dumme Vögel sterben jung… Gut, das ist nicht immer der Fall, aber jedenfalls ein altes Sprichwort. Eigentlich (und ich schreib extra eigentlich) werden zum Großteil kranke Tiere gefressen, allein weil sie leicht zu fangen sind, aber natürlich auch immer wieder gesunde. Wenn das Gleichgewicht Katze-Vögel stimmt, dann ist es eine natürliche auslese.
        Wenn natürlich die Menger der Katzen immer weiter steigt werden auch mehr Vögel (und auch Mäuse, die müsstest du in deine Rechnung dann auch aufnehmen) gefressen.

        (Kleine Randbemerkung: Ich lebe auf dem Land und auf 10 Mäuse pro meinen fünf Katzen kommt etwa 1 Vogel)
        Andernseits gibt es immer mehr Hauskatzen, also Katzen die das Haus nie verlassen dürfen, die fressen natürlich keine Vögel =)

        Des weiteren sterben viele der Zugvögel nicht hier in Deutschland und sicherlich nicht an Katzen sondern eher an Menschen, da gibt’s mehrere Berichte drüber, ob Studien bin ich mir nicht mehr sicher.

        Andernseits würde eine Eindämmung der Vermehrung der Katzen (z.B. durch Kastrationen) dieses „Problem“ wohl auch lösen, obwohl es wie gesagt, meist ganz andere Gründe hat und das Spatzen, Amseln und co aussterben ist glaub ich eher unwahrscheinlich, in Ländern mit vielen streunernden Katzen gibt es auch noch Vögel =)

        MfG,

        Shalyn

        • Wären Zugvögel nicht ohnehin fast zu groß?
          Meine Jungs jagen nur Schwalben und Spatzen, an etwas Größeres gehen sie nicht. Und noch nie haben sie soetwas wie Rotkehlchen angebracht.
          Ich denke, es ist einfacher für sie, einem Schwarm aufzulauern, als einem einzelnen Vogel.
          Naja, und sonst bringen sie das Übliche… Wühl- und Feldmäuse, Maulwürfe, Wühlratten und Fische. Für die Fische tut es mir leid… Mein Kater scheint auch der einzige zu sein, der tatsächlich ins Wasser springt…
          Und es gibt ja dann auch die Möglichkeit, dass sich die Vögel anpassen. Wie oft hat sich eine Katze auf dem Baum schon von den Vogeleltern verscheuchen lassen? Ich sehe das ja doch recht häufig.
          Die Gefahr sehe ich einzig und allein bei kleinen Bodenbrütern, wie Wachteln.

          • Schwalben SIND Zugvögel, aber ich denke, das weißt du!;)
            Die Spatzenpopulation in Deutschland ist, aus welchem Grund auch immer, besorgniserregend zurückgegangen.
            Und was heißt zu groß? Es gibt es Vögel wie das Goldhähnchen, die gerade fingernagelgroß sind. Und extrem selten.

            Für die USA gibt es die Schätzung, das jährlich 10 Milliarden Vögel (in den USA) alleine duch Katzen getötet werden.

          • Für die USA gibt es die Schätzung, das jährlich 10 Milliarden Vögel (in den USA) alleine duch Katzen getötet werden.

            Das glaubst du doch nicht ernsthaft, oder? Eine Schätzung (!) nach der Fantastilliarden (!) von Vögeln schätzungsweise (!) von Katzen getötet worden sein könnten?! Klarer Fall, noch solider gehts nicht.

        • Nun ja, ich liebe Singvögel weit mehr als Mäuse, geb ich zu… aber es stimmt leider nicht, das nur kranke Vögel gefangen werden. Es werden auch und vorallem gerade flügge gewordene Vögelchen, die noch recht hilflos auf den Boden herumtapsen, und die zu unerfahren sind, um die Warnrufe ihrer Eltern richtig zu interpretieren, gefangen.

  36. „Zumal man ja im Normalfall eine Katze einmal tragen lässt und dann erst kastriert.“

    Absoluter Dummfug.

    • Stimme voll zu. Warum erst mal sinnlos Babys produzieren, die auch wieder keiner haben will, statt gleich zu kastrieren?

      • Ich kenne Leute, die haben das wirklich gemacht, allerdings haben sie sich vorher informiert, wer die Babies haben will. Das ist verantwortungsbewusst! Und die Katze wurde danach kastriert.

        • Mag sein, aber auch für diese Babys blieb dafür ein anderer Wurf im Tierheim sitzen. Rein rechnerisch ist jeder solche „Spaß“-Wurf leider einer zu viel.

          • Das sehe ich jetzt nicht so, wenn du von deinem geliebten Tier ein Nachwuchstier haben möchtest, willst du DAS und kein „anonymes“ Baby aus dem Tierheim, so ethisch sinnvoll das vielleicht auch wäre, aber da spielen ganz andere Emotionen und Überlegungen mit, vielleicht auch eine spezielle Fellfarbe oder ähnliches. Eine geplante Verpaarung ist absolut okay, wenn die Tiere, die dabei auf die Welt kommen, weiter vermittelt werden, und zwar schon im Vorfeld.

        • und so war es auch gemeint.
          denn für 4 Kätzchen findet man leicht einen platz. aber nicht alle 6 Monate!

  37. Meine Güte… habe gerade eben den Beitrag und die letzten Kommentare gelesen und mir stehen die Haare zu Berge…. Hat denn hier keiner von nichts eine Ahnung oder gibt’s hier tatsächlich mehrere Wahrheiten? Ich lese hier Sachen, die… einfach nicht stimmen.

    Zu dir Helge:
    1) „Vorzugsweise kurz und schmerzlos mit einem Schlag per Holzscheit ins Genick“ – meine Güte…! Schon mal eine Katze getötet? Schon mal dabei zugesehen? Kurz und schmerzlos mit dem Holzscheit ins Genick? Fuck, da würde ich gerne wissen, wer so präzise ist! Hoffentlich hält die Katze auch schön still beim Getötetwerden! Heißt nicht umsonst, eine Katze hätte sieben Leben. Eine Katze zu töten ist verdammt schwierig. Da wäre Ersäufen nicht die schlechteste Methode, geht zwar auch nicht besonders schnell, ist aber immer noch besser, als auf ein Tier mehrmals einzuprügeln, während es noch leidend versucht davon zu kriechen, weil der erste Schlag halt leider nicht so präzise war wie gewünscht.
    2) Nicht jedes kastrierte Tier muss zwangsläufig fett und träge werden. Habe vier kastrierte Katzen und drei kastrierte Kater (und nein, es stimmt NICHT, dass Kater kastriert und Katzen sterilisiert werden, sollte das einer hier vielleicht sogar glauben). Kastration zeigt meiner Erfahrung nach kaum negative Folgen, im Gegenteil. Die Tiere werden ruhiger, weniger gehetzt.

    Und ganz allgemein, bezogen auf manche Antworten:
    -Gezüchtete Tiere sind SEHR krankheitsanfällig. Das weiß doch echt jedes Kind, oder?
    -Einschläfern kostet 30 Euro? Ja, vielleicht in Deutschland, was weiß ich. Aber habt ihr da mal nachgefragt, ob den Tieren nur das Nervengift gespritzt wird (führt zur Lähmung und hat einen äußerst schmerzvollen, langsamen Tod zur Folge, der vom Tierbesitzer nicht bemerkt wird, weil das Tier sich nicht mehr mitteilen kann) oder ob auch eine Narkose angewandt wird? Bei fünf Kätzchen Narkose + Gift… hm, das will nicht jeder zahlen. Wenn die Katze dann noch zwei Mal im Jahr Junge kriegt…

    Ah, und noch was an alle Moralapostel: Lebt weiter in eurer schönen, rosaroten Welt. Ich beneide euch! Den wenn hier einer glaubt, das Töten von kleinen Katzen sei das größte Verbrechen auf der Welt, dann habt ihr es bislang erfolgreich geschafft, vor den wirklichen Gräueltaten dieser Welt die Augen zu verschließen.

    Die Lösung des Problems? Ich habe keine, zugegeben. Das nennt man dann wohl ein wahres Dilemma. Töten kann keine Lösung sein (zu schwierig, zu umständlich, letztens zu teuer) und Zwangssterilisation? Huch… das führt wirklich zum Aussterben. Wie wäre es denn mit Medikamenten zum Steuern der Libido? Gebt den Katzen Antidepressiva, dann wollen sie auch nicht mehr – ein dunkler Scherz, aber nicht ganz unkorrekt. Auch die Libido eines Menschen lässt sich medikamentös verringern. Es wäre ein Ansatz, wobei natürlich wieder die Kosten eine Rolle spielen… Aber es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn die Fortpflanzung ein Jahr lang aussetzen würde – zehn Kätzchen weniger zum Töten.

    • Fuck, da würde ich gerne wissen, wer so präzise ist!

      So ziemlich jeder, der weiß, was er tut. Hast du schon einmal ein Tier geschlachtet?

      Aber nur zum Verständnis, mir ist eine einigermaßen konstante Population, bei der nahezu alle Kätzchen vermittelt werden können, allemal lieber. Das setzt natürlich voraus, daß der überwiegende Teil der Katzen kastriert wird, aber eben nicht alle. Ich sehe allerdings die Tötung als tierfreundlichere Option gegenüber dem Aussetzen in einer Mülltonne oder an einer Autobahnraststätte oder meinetwegen vor den Toren eines Tierheims, das keine Katzen mehr aufnehmen kann, an.

      • „So ziemlich jeder, der weiß, was er tut.“ – Und du glaubst der durchschnittliche Katzenbesitzer weiß, was er tut?

        Ich denke hier treffen verschiedene Lebenswelten aufeinander. Ich lebe auf dem Land auf einem Bauernhof, meine Schwester ist Tierärztin. Ich kenne jedenfalls keinen Bauern, der einen derart präzisen Schlag ausführen könnte. Und auch sicher kein Metzger ist dazu fähig, wenn das Tier nicht vorher narkotisiert worden ist. Eine Katze ist keine Kuh, der man eine Kugel durch das Hirn schießen kann, während sie irgendwo festgekettet ist.

        Die Tötung von Katzen ist in Deutschland verboten? Ach… sicher wird’s deswegen keiner mehr tun.

        • Und du glaubst der durchschnittliche Katzenbesitzer weiß, was er tut?

          Nicht zwingend.

          Ich kenne jedenfalls keinen Bauern, der einen derart präzisen Schlag ausführen könnte.

          Ich glaube, hier irrst du dich, zumindest insofern es sich nicht um ausgesprochene Grobmotoriker handelt.

          Eine Katze ist keine Kuh, der man eine Kugel durch das Hirn schießen kann, während sie irgendwo festgekettet ist.

          Stimmt schon, allerdings reden wir hier von kleinen Katzen bevor sie die Augen öffnen.

          Aber Tötung ist ohnehin nur das Geringere von 2 Übeln. Es ist nur eben nicht so, als wäre Zwangskastration der heilige Gral. Besser ist Information. Und möglicherweise Unerstützung für jene Katzenhalter, die sich die Kastration nicht leisten können. Nebenbei sind in einigen Gebieten schon so viele Katzen kastriert, dass die Neubeschaffung von Tieren ein echtes Problem werden kann.

          Die Tötung von Katzen ist in Deutschland verboten? Ach… sicher wird’s deswegen keiner mehr tun.

          Aussetzen ist, soweit ich weiß, auch verboten. Nur ist Aussetzen für die meisten einfacher als Töten. Wer bei Nichtvermittlung gezwungen ist, die Kätzchen zu töten oder kostenpflichtig einschläfern zu lassen, anstelle sie einfach in einen Schuhkarton zu packen und zu vergessen, der wird danach vielleicht doch seine Katze kastrieren lassen.

          • Aussetzen ist, soweit ich weiß, auch verboten. Nur ist Aussetzen für die meisten einfacher als Töten. Wer bei Nichtvermittlung gezwungen ist, die Kätzchen zu töten oder kostenpflichtig einschläfern zu lassen, anstelle sie einfach in einen Schuhkarton zu packen und zu vergessen, der wird danach vielleicht doch seine Katze kastrieren lassen.

            In wie weit willst du die Leute denn dazu zwingen, wenn sie sich jetzt schon nicht an das Gesetz halten?
            Es ist bequemer und kostengünstiger, deswegen werden sie ausgesetzt, das wird sich auch nicht ändern.

            Allerdings wie du auch schon sagtest ist „Aufklärung“ hier wohl das Schlüsselwort. Viele Tierhalter wissen einfach nicht das sie sich an Tierheime und auch Tierschützer wenden können, teilweise sogar an die Tierärzte wenn sie kein Geld für Kastrationen haben.

    • *Ah, und noch was an alle Moralapostel: Lebt weiter in eurer schönen, rosaroten Welt. Ich beneide euch! Den wenn hier einer glaubt, das Töten von kleinen Katzen sei das größte Verbrechen auf der Welt, dann habt ihr es bislang erfolgreich geschafft, vor den wirklichen Gräueltaten dieser Welt die Augen zu verschließen.*

      Jaja. Wie KANN man sich nur übers Töten von kleinen Kätzchen aufregen, wenn in Afrika Kinder verhungern!!111elf!drölf!
      Fuck, jetzt hast du’s uns aber gezeigt! 😀

      • Du verstehst das nicht- die rosaroten Moralapostel, die sich gegen die Tötung von Katzenwelpen aussprechen, sind einfach so engstirnig, dass sie gar nicht wahrnehmen, dass es auch noch andere schlimme Dinge in der Welt gibt.

        Man KANN nunmal nicht gegen mehrere Dinge gleichzeitig sein, bzw. sich umgekehrt für mehrere Dinge gleichzeitig engagieren (z.B. Tierschutz UND hungernde Kinder in Afrika).

        Geht nicht. Fuck aber auch.

      • Ich hab meine erste Katze gekriegt, da war ich sechs. Jetzt bin ich 28. Ich habe so viele Tiere gehen und kommen sehen… wahrscheinlich über 50. Momentan habe ich acht Katzen, vor zwei Jahren waren es noch vierzehn. Wie das Leben halt so spielt…(Katzenschnupfen, unters Auto gekommen, Narkose falsch dosiert, vom Hund gebissen etc.) Ich hab an jedem Tier gehangen. Eins habe ich selber tot gefahren und ich werde wohl noch weitere tot fahren (im hohen Alter lässt das Gehör nach und meine Katzen lieben es nun mal unter Autos zu kriechen, leider nehmen sie dann das Starten des Motors nicht wahr). Ich hab schon tote Katzen beseitigen und begraben müssen. Also echt…! Seid froh, wenn ihr keinen Menschen begraben müsst. Aber solche Leute gibt’s auch: Die heulen bei ihrer Katze mehr, als wenn ein Familienmitglied stirbt.

        Aber ja, mir ging es um den Welthunger.

      • Noch was… weil hier so gerne über dieses „Fuck“ gespottet wird, das ich so unbedacht verwendet habe… nun ja, nochmal: schon mal eine Katze getötet? Schon mal dabei zugesehen? Als ich das geschrieben habe, hatte ich nämlich vor Augen, wie ich mitansehen durfte, wie einer Katze mehrmals der Schädel zertrümmert wurde, bis sie endlich tot war. Aber immer schon spotten, damit verschleiert man seine eigene Ignoranz ganz wunderbar.

        Angesichts dieses grausigen Bildes, welches da in mein Hirn geschossen ist, dürfte man mir eigentlich meine unangebrachte Wortwahl verzeihen.

        • Mildrid, mal ganz ehrlich, es gibt Menschen, die töten andere Menschen vollkommen problemlos, auch beruflich – im Krieg ist das ja sogar recht angesagt – wie sollte man da andere wesentlich niedriger stehende Lebewesen nicht noch problemloser töten können? Es kam ja bereits der Vergleich mit dem Schlachten. Und bevor hier gefragt wird, ob ich schon mal geschlachtet habe, natürlich NICHT. Und ich werde es auch nicht tun und es macht für mich einen kleinen Unterschied, ob man ein Tier „einfach so“ tötet, weil man zu dämlich war zum Verhüten (ich bin durchaus Fan der Kastration!), oder ob man es als Nutztier ansieht – wobei man auch darüber streiten kann, darum geht’s hier aber grad NICHT, um nicht noch ein neues Fass aufzumachen. Müsste ich persönlich Tiere töten, ich würde es nicht tun! Dann eben Salat und Gemüse. Auf keinen Fall aber würde ich einem Katzenkind ne Todesspritze setzen oder es gar mit einem gezielten Schlag töten!

        • @Mildrid:
          Ehm, ja, was willst du denn jetzt? Anerkennung dafür, dass du so hart bist? Ich WILL gar nicht sehen, wie ein Kätzchen getötet wird, aus vielen Gründen, mitunter dem, dass ich ungezügelte Aggressionen gegen den Täter entwickle. Und ich bin auch eine von „solchen Leuten“, die eher mit dem Tod einer Urstrumpftante oder eines Nachbarn umgehen können, als mit dem der eigenen Katze 😉
          Übrigens ist es gefährlich, von einem Gesprächspartner, den man überhaupt nicht kennt, einfach so anzunehmen, er hätte noch keinen Menschen begraben müssen.

          Ja, es gibt immer Schlimmeres. Schon klar. Das Argument ist aber dümmlich, denn damit kann man gar nicht mehr aufhören zu relativieren, und am Ende käme heraus, dass man sich über das Schlechte in der Welt gar nicht aufregen darf. „Mein Opa hat unheilbaren Leberkrebs.“ – „Na und, die Kinder in Afrika!!1“ „Der Tsunami in Thailand war schrecklich!“ – „Na und, das Aussterben der Dinosaurier!1elf“

          • Lies, was sie geschrieben hat. Es ging Mildrid ganz sicher nicht darum, Härte zu demonstrieren.

            Betrachte dies als Verwarnung. Erste und Letzte.

        • Es ist weitaus ignoranter, zu unterstellen, dass jeder, der sich hier gegen das Töten von Katzenwelpen ausspricht, in einer rosaroten Wattebauschwelt lebt und sich nicht um andere schwerwiegende Probleme zu kümmern.
          Bei solchen Verallgemeinerungen nehme ich mir durchaus das Recht heraus, spöttisch zu reagieren- weil sie schlicht albern und unangemessen sind. Gerade wenn man sein Gegenüber nicht kennt und keine Ahnung hat, inwiefern derjenige sich engagiert und kümmert.
          Nicht jeder trägt sein Engagement wie eine Fahne vor sich her und schreit, wie toll er ist.

          Schön, du bist 28 und hast schon einiges an Schlimmem gesehen.

          Schön, ich bin noch ein paar Jahre älter als du und habe meine Dosis auch schon gehabt, inklusive Tierquälerei und dem Begrabenmüssen geliebter Menschen.
          Und? Was sagt das jetzt aus? Dass ich ein naiver rosa-Plüsch-Weltverbesserer bin, der nicht über seinen Tellerrand hinausblickt und dem die hungernden Kinder in Afrika am Arsch vorbeigehen?

          Stell dir vor, ich weiß, dass die Welt in weiten Teilen nicht so ist, wie ich sie gern hätte. Schlimmer gehts immer- aber ich kann mich auch entscheiden, dabei nicht mitzumachen, nicht zynisch zu werden und mir das Leben nicht noch schwerer zu machen, als es manchmal ist.

  38. Überzählige Katzen, ungewollte, nicht mehr gewollte Katzen, aufgegriffene Katzen, streunende landen ‚beim Tierschutz‘, wenn sie Glück haben.

    Um ‚den Tierschutz‘ da mal ein bissi zu entlasten, soll also nicht kastriert werden durch den Halter, nein es soll ‚der Tierschutz‘ töten.

    ‚Der Tierschutz‘ – wer ist das eigentlich?

    Das sind kaum bis gar nicht staatlich unterstützte Menschen, die Tiere schützen möchten.

    Das tun sie unter Einsatz von Zeit, Kraft, Geld und Herzblut.

    Ohne letzteres wäre es auch kaum auszuhalten.

    Und diese Menschen, die Tiere schützen möchten, sollen also eben diese Tiere töten, um Halter nun völlig aus der vorausschauenden Verantwortung zu nehmen?

    Sollten sie das nicht auf den Gedanken bringen, diese Tiere vor sich selbst (‚dem Tierschutz‘) zu schützen und ihr Amt niederniederzulegenzulegen?

    Tierschutz ist übrigens Staatsziel.
    Staatsziele kann man nicht einklagen.

    Mit der Tötung dieser Tiere ist es dennoch nicht vereinbar.

    Ein wichtiges Instrument ist Aufklärung z. B. über Kastration, Krankheiten, Gefahren.

  39. Du widersprichst dir, Helge. Erst behauptest du, dass die EKH durch eine Zwangskastration aussterben würde (worauf deine weitere Argumentation mit dem dann-besser-töten aufbaut), um kurz danach zu erklären, dass das völlig unvorstellbar ist (und in dem Punkt stimme ich dir sogar zu). Das heißt dann aber doch logischerweise: Durch eine Zwangskatastration könnte die Überpopulation verhindert/eingedämmt werden, aber ganz auszurotten wird die EKH damit nicht sein.

    Und wenn du schon den Katzen-Mensch-Vergleich bemühst (was ich immer bisschen problematisch finde), dann möchte ich deinen Vorschlag übertragen auf Menschen lieber nicht weiterdenken.

    Zuletzt finde ich deine Reaktionen auf Beiträge anderer User wirklich unpassend. Du unterstellst anderen Naivität, gehst aber selbst davon aus, dass durch Zwangskastrationen die Rasse EKH ausgerottet wird?!

    • Nein, gehe ich nicht. Ich glaube nicht, dass Massnahme der Zwangskastration bundesweit erfolgreich umsetzbar ist. Ich möchte eine entsprechende Regelung aber trotzdem nicht haben. Und mir geht eben auch das Geseiere auf den Wecker, mit dem gebetsmühlenartig behauptet wird, dies wäre die einzig sinnvolle und tierfreundliche Alternative.

      Nur wenn wir als Gedankenexperiment mal so tun, als wäre die Idee lückenlos realisierbar, dann würde die Rasse tatsächlich so wie wir sie heute kennen, verschwinden.

      Und ich behaupte, daß wenn man die Existenz der Streuner tatsächlich nicht akzeptieren kann, dann gibt es auch hier bessere Alternativen, um das Problem in den Griff zu bekommen.

  40. Zu den Krankheiten:

    FIP ist sozusagen ein Problem von Katzen, die dasselbe Klo benutzen.
    FIP ist nicht ansteckend.
    FIP wird ausgelöst durch eine Mutation des relativ harmlosen Corona Virus

    Die Mutation findet in jedem einzelnen Tier selbst statt.

    Man müsste schon infiziertes Punktat direkt in die Bauchhöhle einer anderen Katze spritzen, um eine Ansteckung zu erreichen.

    FIV und FeLV heißen die Gegner, Katzenschnupfen und Seuche.

    • FIP ist schon ansteckend. Gerade bei Zucht- und Ausstellungskatzen sehr verbreitet, allerdings nur weil sich dort so viele Tiere auf einen Haufen befinden.

      Ich habe eine Textzeile aus Wikipedia kopierte (ich hoffe es reicht wenn ich es einfach nur angebe) weil es mir zu lästig war es aus einem Lehrbuch abzuschreiben:

      „Die Inkubationszeit beträgt vermutlich bis zu vier Monaten. Bereits am zweiten Tag nach der Infektion scheiden die Tiere das Virus über Kot, Nasensekret und Speichel aus. Die Übertragung des zunächst ungefährlichen Virus erfolgt vor allem durch Kontakt mit infiziertem Kot oder über verunreinigte Gegenstände. Auch eine Maul-zu-Maul- oder Maul-zu-Nase-Übertragung ist möglich.[1] Überdies können Menschen das Virus transportieren und auf die Katze übertragen. Oft infizieren virustragende Katzenmütter ihre Feten bereits während der Trächtigkeit. Die Übertragung der bereits mutierten Form spielt vermutlich keine Rolle bei der Verbreitung der Krankheit.“ Quelle, Wikipedia

      Allerdings hast du Recht damit das der wirkliche „Feind“ FIV, FeLV und RCP ist =)

      • Corona-Viren sind ansteckend.
        ‚FIP-Viren‘ gibt es nicht.
        FIP entsteht (lt. gängiger Theorie) durch die Mutation der Corona-Viren im Tier selbst.
        Diese mutierten Viren werden aber nicht ausgeschieden.
        Eine Ansteckung mit mutierten Viren ist möglich durch Injektion in die Bauchhöhle.
        Eine künstlich hervorgerufene Infektion ist möglich.

        Es gibt aber auch die Theorie, dass es besonders aggressive Stämme gibt, die eher zu Mutationen im Tier neigen, sowie die Möglichkeit einer genetischen Disposition.

  41. Zur Größenvorstellung:

    Geschätzt leben etwas über 10.000.000 Katzen in D.
    Darunter ca. 2.000.000 Streunerkatzen.

    Damit sind alle Niemandskatzen gemeint, Wildgeborene wie Rausgesetzte und Verlorengegangene.

    Ca. 40.000 dieser Katzen allein in Berlin.

    Nein, üblicherweise sieht man sie (noch) nicht im täglichen Straßenbild.

    Das scheuen sie nämlich meist.

    Aber ja, es gibt sie und es werden mehr, wenn nicht kastriert wird.

    Das Töten ist eine momentane Dezimierung bis zum nächsten Wurf, eine Art erweiterte Natur, für die, die einer Art ’natürlicher Auslese‘ anhängen.

    Beseitigen tut sie darüberhinaus nix.

    Das schafft die Kastra.

    Langfristig das effektivste, sparsamste, gesundheitsfreundlichste Mittel zum Zweck.

    Wenn dann eines Tages wieder Licht am Horizont aufkommt, kann man eine Lockerung sicher überdenken.

    Aaaber, eine Furcht vor dem Aussterben ist nun wirklich Humbug.

    • „Das Töten ist eine momentane Dezimierung bis zum nächsten Wurf, eine Art erweiterte Natur, für die, die einer Art ‘natürlicher Auslese’ anhängen.“

      Genau, Hickory hat nämlich völlig Recht: Jede Katze wirft zweimal im Jahr, und jedes Mal soll man dann alle Kätzchen töten – das soll vorteilhafter sein als eine Kastration?! Allein diese Kosten zu decken wäre völlig utopisch. Helge, erkenn doch mal bitte, wie verdammt unlogisch das ist.

      • Lies, was ich geschrieben habe, du T*oll. Ich bin durchaus für Kastration bei Katzen, nur nicht für Zwangskastration aller Katzen. Wenn ich einen oder auch mehrere Würfe sicher vermitteln kann, warum sollte mir dies verwehrt sein? Ich kann meine Katze danach immer noch kastrieren lassen, oder etwa nicht?

        • Auch hier wirst du gleich wieder beleidigend, kannst du nicht einfach mal sachlich bleiben? Boah! Das regt mich bald mehr auf als das Thema! Wie alt bist du eigentlich?

          • Er hat wohl leider auch nicht gelesen, was ich weiter oben geschrieben habe. Tja, ich glaube, alles Draufreden bringt hier nichts mehr.

  42. jetzt mal ganz im ernst:

    wenn ich die katze dann töte, kann sie sich auch nicht vermehren. wenn man diese katzen also einschläfern würde, käme es ja auch dazu, dass sie ausgerottet werden. dann lieber katze kastrieren und ihr noch das leben lassen.

    ich war wirklich schockiert das hier lesen zu müssen. meine beiden kater sind übrigens kastriert? bin ich jetzt eine tierquälerin in deinen augen? sie sind beide übrigens kerngesund und superschlank!

    naja, das argument, dass man katzen ausrottet, wenn man sie alle kastriert (und man erwischt sie ja eh nicht alle, man würde die vermehrung bloß eindämmen), zieht nicht, denn das gleiche wäre der fall wenn man jede ungeliebte straßenkatze tötet.

    • Nein, wäre es nicht, da ja die normale Population der unkastrierten Hauskatzen weiter existieren würde. Nebenbei bin ich durchaus dafür, die weiblichen Streunerkatzen zu kastrieren, ich halte es nur bei den Katern für sinnlose Geldverschwendung, da es, außer man erwischt wirklich alle, auf die Geburtenzahl keine Auswirkung hätte.

      • aber du erwischt doch beim töten auch nicht alle!

        • Hä? Ich habe nie gesagt, die Streuner sollten getötet werden. Ich habe nur gesagt, daß es meiner Meinung nach tierfreundlicher wäre, ein Kätzchen, welches sonst ausgesetzt werden müßte, zu töten. Noch besser ist es, wenn dieses Kätzchen gar nicht erst geboren worden wäre. Es ist jedoch auch keine Lösung, gar keine Geburten mehr zuzulassen. Oder um es auf eine einfache Formel zu bringen: Reduktion der Geburten durch Kastration ist gut – Vermeidung jeglicher Geburt durch Zwangskastration aller Katzen ist schlecht.

          • @Helge
            Ich glaub das eigentliche Problem ist, das du dich im Anfang ein bisschen missverständlich ausgedrückt hast.
            Vielleicht solltest du deinen Anfangsbeitrag einfach nur noch mal überarbeiten, weil dein eben Geschriebenes nicht deutlich daraus hervor geht oder zu leicht überlesen wird.

            Allerdings kann ich dir bei der Sache mit den Katern nicht ganz zustimmen (der Beitrag war ein wenig weiter oben), vor allem da Katerkastrationen um einiges billiger, schneller und unkomplizierter ist als die der Katzen. Und wenn mal nicht alle Katzen in einem Gebiet erwischt wurden, dafür aber alle Kater hat sich die Sache vorerst ja auch erledigt, du verstehst worauf ich hinaus will? =)

          • Prinzipiell ja. Aber die Kater wandern zu sehr, als daß dies erfolgversprechend wäre. Katzen sind ortsgebunden, Kater kaum.

            Ich denke durchaus darüber nach, in Bälde noch mal einen neuen Beitrag zum Thema zu schreiben, wo ich mich bemühen werde, mich klarer auszudrücken. Es gibt aber auch Leute, die brauchen nur das Wort „Kätzchen“ oder „Kitten“ hören und schon setzt rationales Denken aus und Emotion regiert. Das ist zwar nicht unbedingt verwerflich, aber eine rationale Diskussion wird dadurch leider erschwert.

  43. Interesanntes Thema.
    Ich würde auch mal gerne meine Gedanken zum Ausdruck bringen.
    Töten ist für mich wirklich komplett inakzeptabel. Wenn wir das töten von Katzenbabys legalisieren können wir auch gleich das töten von Neugeborenen legalisieren.
    Bei denen könnte man auch angeblich logische Gründe finden. z.B wenn schon kurz nach der Geburt Behinderungen oder Erbkrankheiten sichtbar sind.
    Hört sich genauso logisch an wie bei den Katzen. Trotzdem würde so eine Idee niemals jemand vorschlagen.

    Die Idee das man mehr Katzen kastrieren sollte ist ansich gut. Also komplett emotionslos und sachlich betrachtet. Das wäre eine Idee die meiner Meinung nach noch im Rahmen wäre.

    Zu den Streunern: Ich denke dass das Problem bei den Streunern ist das sich zu viele “Tierfreunde“ um diese Streuner kümmern.
    Wenn diese Katzen ausgesetzt werden dann müssen sie lernen zu überleben. Also sich den neuen Umständen anpassen.
    Manche schaffen das manche nicht und die sterben dann. Verhungern , werden überfahren etc.
    Das ist nicht schön aber das nennt man dann Selektion. Wenn irgendwelche Tierfreunde daherkommen dann greifen sie erneut ein und verhindern diese natürliche Selektion.
    Wir hätten weniger Streuner wenn weniger “Tierfreunde“ nicht dieses falsche Mitgefühl hätten.
    Und ich denke wenn man sich die Gegenwart und Vergangenheit anguckt dann sieht man denke ich dass es nicht wirklich schlau ist in natürliche Abläufe einzugreifen.

    Meine Meinung. Kritik ist immer gern gesehen.

  44. Ach herrje… Katzenbabys totschlagen? Im Ernst, Helge?
    Ich wohne auf dem Lande, wir hatten schon immer Katzen, die Streunerpopulation hier nimmt überhand.
    Natürlich gehöre ich zu denjenigen, die ihre Katzen kastrieren lassen. Einfach, weil es sich so gehört. Auch wenn die Kosten dafür immens gestiegen sind und wenn sie Kater sind und ich einfach sagen könnte: „Scheiß drauf! Ich muss mich nicht mit dem Nachwuchs herumschlagen“.
    Dennoch, gerade freilaufende Katzen werfen heimlich, schleppen ihre Jungen oft von einem Ort zum anderen. In welchem Alter wäre es denn vertretbar, die Jungtiere auf deine vorgeschlagene Art und Weise noch zu töten?
    Dann sind sie Menschen nicht gewohnt, wie will man sie einfangen und wer kümmert sich darum? Soll man sie etwa zum Abschuss freigeben? Bereits jetzt werden störende Streunerpopulationen vollkommen ignoriert vom Tierschutz. Einfach weil es viel zu viele gibt. Und eindämmen kann ich sie nicht durch regelmäßige Tötungsprogramme, weil es schlicht zu viele Menschen gibt, die sich nicht um die Kastration ihrer eigenen Tiere kümmern.
    Ich halte das allgemeine Kastrationsprogramm des Tierschutzes für notwendig. Und ich wäre generell nicht gegen eine Kastrationspflicht, denn manchen unverantwortlichen Halter wächst schnell alles über den Kopf und schon hat man, wie bei uns, gute 20 Streuner. 10% unserer menschlichen Dorfbevölkerung. Natürlich Selbstversorger, sie sind ja auch unabhängiger als Hunde.
    Und was die Strafe für ein Aussetzen angeht… Sollte der Halter erwischt werden, drohen bereits jetzt durchaus Konsequenzen und saftige Rechnungen vom Tierheim. Doch wie willst du jemanden erwischen? Da ist es doch leichter, die Verursacher wilder Müllplätze zu finden. Nein, das ist hier zu einfach gedacht.
    Generell muss sich etwas in den Köpfen der Menschen ändern! Wer eine freilaufende Katze oder einen freilaufenden Kater hat, der muss regelmäßig Futter kaufen, Tierarztbesuche bezahlen, etc… Dann muss er aber auch einmal im Leben des Tieres das Geld ausgeben und die Verantwortung beweisen, seine Katze kastrieren zu lassen! Da gibt es doch gar keine Frage oder Diskussion! Wer nicht züchten will, soll gefälligst auf diese Art unerwünschten Nachwuchs verhindern. Und das gefährdet die Rasse europäisch Kurzhaar ganz gewiss nicht. Denn mal ehrlich… Die Tierheime platzen aus allen Nähten.

  45. „Manche schaffen das manche nicht und die sterben dann. Verhungern , werden überfahren etc.
    Das ist nicht schön aber das nennt man dann Selektion. Wenn irgendwelche Tierfreunde daherkommen dann greifen sie erneut ein und verhindern diese natürliche Selektion.“

    Auch das ist FALSCH.

    Denn hat der Mensch erst einmal in die Natur eingegriffen (nämlich dadurch, das er die Katze zum Haustier gezähmt hat), dann gibt es keine natürliche Selektion mehr.

    • Warum ist das falsch? Dieses zähmen findet doch erst statt wenn die Katzen bei den Menschen aufwachsen.
      Wenn sie dies jetzt aber nicht mehr machen sondern in der Wildnis aufwachsen dann würde sich langsam mit der Zeit wieder eine gewisse Natürlichkeit bilden.
      Klar am Anfang würden sicherlich mehr Katzenbabys sterben aber auf lange Sicht wäre das ideal.
      Ohne die “Tierfreunde“ müssten sich die Katzen selber ihr essen suchen und lernen zu überleben.
      Mit der Zeit würden sich die Tiere durch Selektion daran gewöhnen und man könnte so wieder ein gewisses Gleichgewicht herstellen.
      “Hat der Mensch erst einmal in die Natur eingegriffen..“ heißt das auch dass wir nichts gegen den Klimawandel und den künstlich erschaffenen Treibhauseffekt machen sollen?

      • Wenn du die streunenden Katzen sich selbst überlässt, reduziert sich ihre Zahl durchaus. Denken wir mal nur an harte Winter ohne ausreichend Nahrung. Allerdings denke ich dann auch an die zahlreichen Bodenbrüter, die kaum noch Chancen haben. Viele davon sind geschützt und ich dächte, der Naturschutzbund kreidet auch bereits an, dass so viele Nester verloren gehen, eben durch plündernde, streunende Katzen.
        Es ist ein zweischneidiges Schwert, wie ich finde. Domestizierte Tiere, wie Katze oder Hund, sollten sich nicht mehr sich selbst überlassen werden. Außerdem gibt es noch Wildkatzen, und reinrassige Wildkatzen sind nun auch extrem selten geworden, weil sie sich mit Streunern paaren. Der Mensch hat bereits viel zu sehr eingegriffen in der Natur. Da ist nichts mehr groß rückgängig zu machen. Nur noch halbwegs Schadensbegrenzung.

  46. Mit Befremden und mit Belustigung habe ich mich mal so quer durch die hier geposteten Beiträge gescrollt und bin doch erstaunt, wieviele vernünftige Leute hier anwesend sind.
    Sowas absurdes wie Helges Anfangspost habe ich allerdings die letzten zwanzig Jahre nicht gelesen. Es ist mir völlig schleierhaft wie man auf so Ideen kommt.
    Ich beziehe mich jetzt mal hauptsächlich auf die abartige Idee, die Katzenwelpen „schmerzlos töten“ zu lassen. Sowas dürfen Tierärzte machen. Das heißt, sie dürfen es nicht. Es ist nicht erlaubt, ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund zu töten.
    Dummheit, Geiz, Ignoranz der Besitzer sind KEINE vernünftigen Gründe.
    Erschlagen und Ersäufen von Katzenwelpen durch Laien ist übrigens strafrechtlich relevant. Es handelt sich nicht um „Sachbeschädigung“, sondern um Tierquälerei. Auch das Ermuntern zur Tierquälerei hat strafrechtliche Relevanz. Nur so nebenbei.
    Dürfte der Tierarzt also die lästigen Hinterlassenschaften der Hauskatze beseitigen, käme die Gebührenordnung für Tierärzte zur Anwendung. „Euthanasie Katze: 17,18€“. Katzenwelpen brauchen jetzt nicht viel Narkosemittel, man ist also mit etwa 20€ pro Welpe dabei. Sollte man den einfachen Satz zugrundelegen. (Spätestens beim zweiten Wurf Welpen würde ich zumindest den doppelten Satz nehmen, oder auch den dreifachen, wegen nachgewiesener Blödheit der Besitzer. Darf ich, würd ich auch machen.) Der Einfachheit halber bleiben wir bei 20€.
    Eine schlecht versorgte Hauskatze hat eine durchschnittliche Wurfstärke von etwa vier Welpen pro Wurf. Da sie die Welpen nicht aufziehen wird, kann sie locker dreimal im Jahr tragend werden. Macht zwölf Welpen im Jahr (kleiner Service, für die, die nur Klatschen und Singen in der Schule hatten.), also 240€. Da kann man mindestens zwei Katzen für kastrieren lassen, oder sechs Kater. Im ersten Jahr wohlgemerkt.
    Der Eingriff an sich ist gerade bei Katzen sehr unkompliziert. Hat die Katze im besten Fall noch nicht geworfen, genügt ein Hautschnitt von ein bis zwei Zentimetern, je nach Geschick des Chirurgen. Es wird im Allgemeinen resorbierbares Nahtmaterial verwendet und ein Langzeitantibiotikum. Es ist keine Nachbehandlung notwendig. Beim Kater schon gar nicht. Selbstverständlich sind tierärztliche Chirurgen auch Menschen, sodaß ein Restrisiko für die operierte Katze bleibt. So ist das im Leben.
    Die Idee, daß die Katzen auch ihren Spaß haben müssen, beim wilden Rumgepoppe auf der nächsten Landstraße, erscheint mir doch sehr vermenschlicht. Ich hoffe, daß sich die meisten Männer nicht ganz so hirnlos benehmen wie ein Kater im Frühling und Frauen sich nicht alle paar Wochen schreiend auf dem Boden wälzen, um begattet zu werden. Und wenn doch, dann bitte nicht vor meinem Schlafzimmerfenster. Ich bin da eigentlich ganz guter Dinge. Siehe oben: Vernunft und so!

    • „Die Idee, daß die Katzen auch ihren Spaß haben müssen, beim wilden Rumgepoppe auf der nächsten Landstraße, erscheint mir doch sehr vermenschlicht. Ich hoffe, daß sich die meisten Männer nicht ganz so hirnlos benehmen wie ein Kater im Frühling und Frauen sich nicht alle paar Wochen schreiend auf dem Boden wälzen, um begattet zu werden.“

      Hehe, danke für diesen erheiternden Beitrag.
      So viel zum Vergleich Katze/Kater und Mensch. Außerdem, wenn dieser Vergleich schon angeführt wird, müsste man doch auch weiterfragen: Warum wäre das Sexualleben eines Mannes/Katers höherwertig einzuschätzen als das Leben eines (bzw. mehrerer) Babys/Kätzchen?

  47. Hei Helge

    Hab gerade fast meinen Frühstückskaffee auf den Tisch gespuckt als ich ich Deinen Artikel gelesen habe.
    Ich habe auch 2 Katzen, einen Kater und ein Weibchen.
    Beide sind kastriert da ich nicht will dass sie sich unkontrolliert vermehren.
    Da ich ja grundsätzlich der Meinung bin dass wir uns eh zu viel gefallen lassen und brav und dämlich jede auch noch so dumme Regelung und Gesetzte hinnehmen und befolgen wäre das der Tropfen der mein Fass zum Überlaufen bringt.

    Ha, Kastrationspflicht für Katzen, was ist dann mit den Hunden?
    Warum soll denn alles in starre Regeln gepresst werden?

    Anscheinend haben die Leute die das anstreben wollen nix anderes zu tun.

    Die sollten sich doch bitte um die Staßenkids, Obdachlosen, Drogenabhängigen, Alten und Kranken etc. kümmern bevor man sich so etwas selten Dummes einfallen lässt.
    Was bin ich sauer.

    Warum holt man sich Tiere aus dem Ausland, egal ob Hunde oder Katzen wenn bei uns in Deutschland die Tierheime aus allen Nähten platzen?
    Ich versteh das nicht.

    Der Aufschrei wegen den Tötungsarten von Baby Katzen kann ich verstehen denn alles was klein und niedlich ist findet man süß und nett.
    Leider werden noch viel zu oft die kleinen ertränkt oder ausgesetzt und verhungern dann qualvoll irgendwo.
    Da ist die Methode mit dem Nackenschlag um vieles humaner, wenn auch für manche ethisch nicht nachvollziehbar, kurz und schmerzlos.
    Genau deshalb habe ich meine Katzen kastrieren lassen, auch bei Weibchen nennt man das Kastration.

    Ich wohne in einer sehr ländlichen Gegend und brauche meine Miezen auch um Mäuse, Ratten und anderes Getier vom Haus fernzuhalten.
    Meine Katzen werden gefüttert, geimpft und dürfen bei uns im Bett schlafen.
    Ich bin der Meinung, dass jeder eigenverantwortlich mit seinen Tieren umgehen sollte und sich überlegen was für das Tier aber auch für sich selber das beste ist.
    Meine Katzen sind und waren meist Streuner die kein zu Hause hatten oder die ich von Tierhilfeeinrichtungen geholt habe.
    Wenn jeder ein bisschen toleranter und menschlicher auch zu den Tieren wäre dann gäbe es diese Probleme in der Größenordnung nicht.

    Aber leider,leider ist der Mensch das Tier und quält, schlägt, tötet und Mißbraucht seine Artgenossen und denkt nicht an unsere kleinen Brüder und Schwestern wie Franz von Assissi so schön gesagt hat

    Ein schönes Wochenende trotz alledem
    Anna

  48. „Dann schiebe auch du nicht. Ich habe nichts gegen Kastration per se, auch wenn ich sie bei unserem Kater nicht befürworte. Ich bin allerdings klar gegen eine Zwangskastration aller Katzen.“

    Ach, ich wusste gar nicht, dass ich dir was untergeschoben habe. Habe ich behauptet, dass du allgemein gegen Kastration bist? Nein, habe ich nicht. Falls du meinst, dass du „gehässig in deiner Wortwahl“ bist, dies kannst du vielleicht bei der Antwort auf meinen Post abstreiten, dass mag auf persönliches Empfinden meinerseits herrühren. Aber bei anderen definitiv nicht, wo du die User beleidigst. Beleidigung ist keine Diskussionsgrundlage, da keine Argumentation. Und das habe nicht nur ich fest gestellt.

  49. Ich sehe das jetzt nicht ganz so wie du, allerdings könnte das daran liegen, dass ich mit dem Tierschutz großgeworden bin. Man schafft es einmal, zweimal alle neugeborenen Kätzchen gut unterzubringen. Aber irgendwann hat jeder deiner Freunde ein-zwei Katzen- und dann? Wohin mit denen die nachfolgend geboren werden?

    Bei uns lebte in der Nachbarschaft eine verwilderte Katze in einer Scheune ohne Besitzer, diese Katze wurde auch von niemandem zusätzlich gefüttert, gehörte also de facto niemandem. Sie warf zweimal im Jahr 4-6 Kätzchen und wir haben versucht, diese zu vermitteln. Beim ersten Wurf nach unserem Umzug in dieses Dorf- kein Problem, auch den zweiten und dritten haben wir unterbringen können. Beim vierten gab es dann schon Probleme, einen fünften gab es nicht, da die Katze durch die ständigen Geburten so schwach war, dass sie den nächsten Winter nicht überlebte. Diese Katze wäre aufgrund des Status, dass sie niemandem gehörte, in der Kastrationspflicht gar nicht eingeschlossen, oder wen würdest du da abmahnen wollen? Diejenigen, die den Nachwuchs vermittelt haben? Der Nachwuchs war halt einzufangen, die Katze selbst nicht. Ohne Besitzer kann auch niemand zur Kastration gezwungen werden- selbst wenn die Scheune jemandem gehört hätte, wäre die Katze solange er sie nicht anfüttert, nicht in seinem Besitz gewesen.

    Auch hielt ein Nachbar auf seinem Hof mehrere unkastrierte Katzen, die sich jedes Jahr fleißig vermehrten. Da sich der Hofbesitzer absolut Null um den Nachwuchs kümmerte mit der Begründung, sie fänden schon von selbst was zu fressen, sah sich da wiederum der Tierschutz in der Pflicht- oder hättest du Lust, jeden Tag die Leichen verhungerter Katzen zu finden? Wir haben es nicht geschafft alle zu vermitteln- einige Male haben wir tatsächlich eben solche gefunden, oder welche, die erfroren sind, mal abgesehen von den vielen, die überfahren wurden.

    Zu deiner Mathematik: Die Kastration EINER Katze sorgt nicht dafür, dass es 6 Katzen weniger gibt- da sich diese 6 nach einem Jahr ebenfalls vermehren. Es gibt extrem viele Streunerkatzen in Deutschland (womit ich nicht sage, dass es in anderen Ländern nicht mehr wären) und es ist unmöglich, tatsächlich alle zu kastrieren. Wenn nun nur die Katzen, die tatsächlich jemandem gehören, kastriert würden (und zu nichts anderem würde dieses Gesetz führen)- wo siehst du da die Ausrottung der Europäisch Kurzhaar? Katzen, die in Städten in den Parks leben, verwilderte, ehemalige Hofkatzen (wie beispielsweise „unsere“ Scheunenkatze, die so scheu war, dass man sie maximal aus 10 m Entfernung mal gesehen hat) die niemandem gehören, würden mit Sicherheit nicht alle kastriert.

    Auch verwehre ich mich gegen die Meinung, kastrierte Kater würden unausweichlich träge und fett. Mein erstes Haustier war ein Kater, der mit einem Jahr kastriert wurde. Mit Ausnahme seines letzten Lebensjahres, in dem er durch Krankheit immer schwächer wurde, war es ein äußerst muskulöses Tier, das Bäume rauf und runter ist, sein Revier verteidigt hat und kein Gramm überflüssiges Fett hatte (und ich kenne durchaus übergewichtige Katzen, meine jetzige ist leider stinkend faul und bewegt sich nur wenn sie es muss… Diese ist allerdings weiblich). Mein Kater ist übrigens 17 Jahre alt geworden, bevor er aufgrund von fortschreitender Leukose in Kombination mit ausgebrochenem Katzenaids eingeschläfert wurde, als klar war, dass er sich nur noch quälte.

    Ein Vergleich noch zu Hunden- Sicherlich käme niemand auf die Idee, sich 10 unkastrierte Hunde auf dem Hof zu halten und sie sich unkontrolliert vermehren zu lassen. Zumindest habe ich sowas bisher weder auf dem Land noch in der Großstadt gesehen. Würdest du sagen, dass es deswegen keine Straßenköter- Mix Hunde geben würde (Leider wüsste ich jetzt keinen so schön umschreibenden Namen dafür wie Europäisch Kurzhaar bei den Katzen)
    Anders als bei Katzen können die Besitzer hier eher eingreifen, selbst wenn sie ihre Tiere nicht kastriert haben. Ein Hund wirft somit nicht automatisch 2-3 Mal im Jahr, auch wenn er nicht kastriert ist.

    Hast du schon mal einen unkastrierten Kater gehalten? In den meisten Fällen werden diese irgendwann anfangen, deine komplette Wohung mit Urin zu markieren, auch wenn sie nach draußen dürfen, und erst recht, wenn du noch andere Tiere hast. Auch solltest du nicht vergessen, dass der Mensch das einzige Tier ist, welches Sex nicht zu Fortpflanzungsgründen sondern des Spaßes wegen hat. Zumindest ist das die Meinung, die in Schulen im Biologieunterricht vermittelt wird und ich glaube kaum, dass es sich bei den Leuten, die die Lehrbücher entwickeln, ausnahmslos um Tierschützer handelt. Desweiteren- mag sein, dass es daran liegt, dass ich eine Frau bin- würde ich tatsächlich eine längere Lebenszeit (und 6 Jahre sind umgerechnet in Menschenjahre eine ganze Menge, man muss auch die Relation zur „normalen“ Lebenszeit sehen) der Fähigkeit, sexuell aktiv zu sein, vorziehen, und das nicht, weil mir Sex keinen Spaß machen würde. Mal ganz abgesehen davon, dass Menschen auch heute noch mit Sicherheit nicht so viel Sex hätten, wenn es keinerlei Möglichkeiten zur Verhütung geben würde- oder wieviele Kinder möchtest du gerne in die Welt setzen?

    Zu dem Vorschlag, schmerzfreie Tötung zu erlauben- können wir das dann auch beim Menschen einführen? Wenn nein, hätte ich aber gerne mal deine Begründung dafür, denn ich sehe absolut nichts, was den Menschen zum besseren Tier macht. (By the way- ja, ich wäre auch für die Zwangssterilisation bei gewissen Exemplaren dieser Gattung)

    Wenn der Mensch die Katze nicht als Haustier halten würde, gäbe es nicht so große Probleme mit so extrem vielen Tieren, die jämmerlich zu Grunde gehen. Natürlich würden auch dann Tiere erfrieren oder verhungern, wenn es nicht genug zu essen gäbe. Aber es gäbe einfach auch nicht so viele. Ein weiteres Beispiel, um dies zu verdeutlichen. Ein Bauer hält sich 3 Hofkatzen, um seinen Hof mäusefrei zu halten, zumindest ist dies seine offizielle Begründung, allerdings stellt er ihnen abends noch eine Schale Whiskas hin. Er lässt sie nicht kastrieren, woraufhin im darauffolgenden Sommer 15 Katzen (ich gehe von durchschnittlich 4 Kätzchen pro Wurf aus) auf seinem Hof leben. Hätte sich jede der drei Katzen komplett selbst versorgen müssen, hätten wahrscheinlich nur 1-2 überlebt, das heißt, es hätte auch deutlich weniger Nachwuchs gegeben, der sich dann im nächsten Jahr weiter vermehren könnte. In einem Dorf, wie in dem aus dem ich ursprünglich komme, kannst du die Anzahl der Bauern locker mit 25 multiplizieren. Macht wieviel Katzen die jedes Jahr dann heimatlos herumstreunen? Wie willst du die denn alle vermitteln?

    Wenn es dir wirklich nur um die Sorge geht, dass die Europäisch Kurzhaar ausstirbt, dann kann man meinetwegen ein Kastrationspflichtgesetz so ausgestalten, dass die Besitzer der Katze mit Registrierungsverpflichtigung sie einmal werfen lassen dürfen, wenn sie den Nachwuchs anständig vermitteln. Selbst das wären schon mehr als genug Katzen…

    • Zitat „Auch verwehre ich mich gegen die Meinung, kastrierte Kater würden unausweichlich träge und fett. Mein erstes Haustier war ein Kater, der mit einem Jahr kastriert wurde. Mit Ausnahme seines letzten Lebensjahres, in dem er durch Krankheit immer schwächer wurde, war es ein äußerst muskulöses Tier, das Bäume rauf und runter ist, sein Revier verteidigt hat und kein Gramm überflüssiges Fett hatte “

      Stimmt, ich hatte auch einmal einen Kater. Er war kastriert und gertenschlank, er wirkte fast schon untergewichtig – was er allerdings nicht war. Er musste dann schließlich wegen eines Tumors eingeschläfert werden, der leider nach Operation wider gekehrt war.

    • Das der Mensch der Einzige ist, der Spaß am Sex hat, stimmt so nicht. Delphine, Menschenaffen, et cetera … ach, hier ein Link: http://www.pm-magazin.de/a/haben-tiere-einen-orgasmus
      Aber Katzen scheinen nicht unbedingt dazuzugehören.

      • Ich meinte auch eher, dass Tier weniger den Sex um des Spaßes willen haben. Wenn sie ihn haben, können sie vielleicht- bei gewissen Tierarten- auch Spaß dabei haben, aber ich glaub nicht, dass sie Sex haben, weil es Spaß macht… Das ist dann eher ein Nebeneffekt…

    • Ich kann dem im allgemeinen nur zustimmen.

      Wenn es dir wirklich nur um die Sorge geht, dass die Europäisch Kurzhaar ausstirbt, dann kann man meinetwegen ein Kastrationspflichtgesetz so ausgestalten, dass die Besitzer der Katze mit Registrierungsverpflichtigung sie einmal werfen lassen dürfen, wenn sie den Nachwuchs anständig vermitteln. Selbst das wären schon mehr als genug Katzen…

      Dies würde ich sogar unterschreiben. Gerade da es nun einmal so ist, dass man wahrscheinlich den ersten Wurf vergleichsweise leicht vermitteln kann. Beim zweiten oder dritten Wurf sieht es oft aber schon anders aus. Denn wo gerade im ersten Wurf ggf. auch Bekannte und Verwandte dabei sind, so nehmen sie sich bei späteren Würfen nur selten noch einen weiteren Tieres an.

      Auch wir hätten unser Weibchen nach ihrem ersten Wurf kastriert. Leider kam es bei uns ja nicht mehr dazu. Wir vermuten, dass ein Nachbar da nachgeholfen hatte, aber ohne Beweise kann man dies schlecht anzeigen… etwas später haben wir uns ein Geschwisterpaar (Weibchen+ Männchen) geholt, welches jedoch sofort kastriert wurde.

  50. Also, habe ich das richtig verstanden? Es geht darum, dass man nicht alle (streunenden?) Katzen kastrieren muss, weil das nicht wirklich umsetzbar ist, und stattdessen kleine Kätzchen von dem Leid, ausgesetzt zu werden, durch legalisierte Einschläferung erlöst. Man muss sie also nicht töten, es wird jediglich die Möglichkeit dazu geben, damit man sie nicht aussetzen muss.
    Falls ich das so richtig verstanden habe, finde ich die Idee eigentlich durchaus vertretbar. Klar, man sollte erstmal verhindern, dass diese Kätzchen überhaupt geboren werden, aber da das ja anscheinend nicht möglich ist, fände ich es gut, wenn es die Möglichkeit zur Einschläferung gibt. Ob das moralisch vertretbar ist, muss dann jeder für sich alleine entscheiden, und das geht dann auch nicht alle Welt etwas an. Ich denke, die Leute müssten dann evtl. schon selbst mit der Belastung umgehen, die Kätzchen einzuschläfern, wenn sie sich schon nicht um sie kümmern können. Und irgendwie habe ich ja schon das ein oder andere über die Regulierung von Populationen gehört. Neulich kam im Fernsehen etwas darüber, dass ganz viele männliche Küken vergast werden, weil es sonst einfach zu viele Hähne gibt. Und ich meine… über solche Dinge kann man sich immer streiten.
    (Dass ich da jetzt etwas komplett falsch verstanden habe, ist vorbehalten xD)

    Was bei mir noch Fragen aufwirft, ist die Unterscheidung zwischen streunenden Katzen und Hauskatzen. Was betrifft jetzt welche Gruppe?

  51. Hallo,

    Also erstmal finde ich es erschreckend, wie freigiebig hier über die Tötung von Katzenjungen geschrieben wird. In Deutschland besteht ein Tierschutz, und das nicht ohne Grund.

    Man kann zwar von keinem Katzenhalter verlangen, dass er seine Tiere kastriert. Man kann aber sehr wohl verlangen, dass er mit seinen Tieren verantwortungsvoll umgeht. Und das beinhaltet eben nicht die Tötung von Katzenjungen, sondern die Vermeidung ihrer Geburt oder eben die Vermittlung der Jungtiere an ebenso verantwortungsvolle Tierhalter.

    Ich würde auch von jedem anderen Menschen erwarten, dass er bei sich selbst verhütet und seine Babys danach nicht „kurz und schmerzlos“ umbringt.

    Wer nicht bereit ist, für eventuelle Würfe zu sorgen, der sollte seine Katze kastrieren oder sich erst gar keine anschaffen. Das gleiche gilt für Leute, die sich die OP angeblich nicht leisten können. Nur weil etwas schön flauschig ist, heißt das nicht, dass man keine Verantwortung trägt.

    mfg,
    Rejah

  52. Wer glauben wir eigentlich zu sein und welche Wichtigkeit schreiben wir uns selber zu, darüber entscheiden zu dürfen, wer lebt und wer nicht?
    Der Mensch hat es unglaublich weit gebracht, und das Ruder der Welt selber in die Hand genommen. Fragt sich nur: Mit welcher Berechtigung?

    Generell finde ich es sinnvoll, nicht vermittelte Tiere aus Tierheimen beinahe schmerzlos einzuschläfern. Denn seien wir uns ehrlich, viele alte oder kranke Katzen finden in ihrem verbleibenden Leben kein neues Zuhause mehr. Mir ist es erst vor kurzem wieder extrem stark aufgefallen, als ich auf der Suche nach einem Spielgefährten für meinen eigenen Stubentiger war.
    Tierheime beherbergen zu einem großen Teil alte Katze – für eine Vergesellschaftung vollkommen ungeeignet – oder auch kranke Katzen, die etwa Katzenaids haben. Kein Tierbesitzer wir sich eine dreizehnjährige, mit Katzenaids infizierte, aus Bulgarien (wenn ich mich recht erinnere) ins Land geholte Katze anschaffen, ob nun als einziges Haustier und schon gar nicht, wenn er bereits andere Katzen hat.
    Andererseits schläfern wir ja auch keine Menschen ein, um Probleme zu beseitigen, und es gäbe da einige, die sich mit einer Dezimierung der Weltbevölkerung lösen ließen.

    Und nun zu freilaufenden Katzen. Natürlich, eine Katze, die es gewohnt ist, draußen zu sein, braucht auch weiterhin ihren Auslauf. Und bevor der Mensch sie eingefangen und zu seinem Haustier gemacht hat, ist die Katze auch immer draußen gewesen.
    »Unverantwortlicher Katzenbesitzer« fängt bei mir bereits dort an, wo Katzen überhaupt frei laufen dürfen. Abgesehen von der unkontrollierten Vermehrung stecken sich wildlebende Katzen auch gegenseitig an und verenden dann unschön.
    Das beste Beispiel war meine erste Katze, die wir damals mit geschätzten zehn bis dreizehn Jahren von der Straße geholt haben. Ein Jahr, nachdem wir ihre neuen Dosenöffner wurde, ist sie qualvoll an FIP verendet (was allerdings auch an dem Tierarzt lag, der trotz mehreren Untersuchungen nicht in der Lage war, die Krankheit festzustellen, aber das ist ein anderes Thema).
    In unserer Straße leben je nach Jahreszeit an die zehn bis zwanzig freilaufenden Katzen. FIP kann nur von lebenden Tieren an andere übertragen werden.
    Geht man also davon aus unsere Katze hatte nur mit ein oder zwei anderen richtigen Kontakt, besteht eine Wahrscheinlichkeit, dass diese zwei Tiere auch FIP haben, die haben wieder mit anderen Kontakt usw, usw.

    Wir haben uns die Welt zu Untertan gemacht, Hamster und Mäuse in Käfige gesperrt, Pferde in Boxen und Vögel aus der Luft geholt. Wenn, dann schon richtig. Die Katze ist ein Haustier und Haustiere gehören ins Haus, das ja sagt ja auch schon der Name.

    • Ich habe jetzt lange geschwiegen, aber der Kommentar, dass Katzen die nicht vermittelt werden, eingeschläfert werden sollen finde ich nun beinahe so daneben wie dieser allgemeine Aufruf, dass Katzenbabys lieber „schmerzlos“ getötet werden sollen.

      Ich bin so jemand der sich alte und kranke Tiere holt. Je älter und kränker, desto besser. Gerade WEIL sie keiner will. Was soll ich mit niedlichen kleinen Kätzchen? Da wird sich schon jemand finden.
      Mein Kater ist uralt (einen genauen Anhaltspunkt gibt es nicht), war stark untergewichtig und hatte eine nicht diagnostizierte Krankheit, die sich in permanentem Durchfall und Erbrechen geäußert hat. Ich hab ihn mit 2,3 Kilo aus dem Tierheim geholt, habe Geld in einen guten Tierarzt investiert und siehe da, das uralte kranke Vieh turnt mit seinen mittlerweile 3,5 Kilo vollkommen stubenrein durch meine Bude und spielt bis er nach Luft japst.
      Er war Jahre im Tierheim, weil niemand ihn haben wollte. Er ist der liebesbedürftigste Kater, den ich kenne. Er möchte nur bei einem sein, er ist immer um mich.

      Sag mir – wäre es sinnvoll ein solches Tier einzuschläfern?
      Übrigens, die nicht diagnostizierte Krankheit, die alles hätte sein können ist letzten Endes nur eine Futtermittelallergie auf sämtliche Fleischsorten gewesen. Also gar nichts schlimmes.

      ICH würde mir eine 13 jährige, mit Katzenaids infizierte Katze holen, wenn mein Kater eines Tages stirbt.

    • Katzen einzusperren halte ich für schwachsinnig – ich sperre meine Katzen ebenso wenig ein wie meinen Hund oder wie ich meine Pferde in Boxen sperre. Sie alle wollen hinaus in die Welt, und das gewähre ich ihnen. Meine erste Katze ist überfahren worden, einer meiner Hunde hat irgendwo Gift erwischt, manche Pferde (zum Glück noch keine von mir) sterben an Kolik, weil sie draußen standen und Spaziergänger ihnen Fressen zugesteckt haben, das sie nicht hätten bekommen sollen, aber das Resultat daraus ist doch nicht, dass ich meine Tiere einfach wegsperre!!! Das wäre ähnlich wie wenn ich sage, ich als Mensch verlasse das Haus nicht mehr, weil ich draußen bei einem Autounfall sterben könnte oder mir ein Dachziegel auf den Kopf fällt – mit dem Unterschied, dass ich es im Gegensatz zu den Tieren freiwillig täte.

      An meinen anonymen Vorkommentierer: Nein, es wäre nicht sinnvoll, solche Tiere einzuschläfern, sondern aufzuhören, die Zucht zu unterstützen und sich stattdessen Tiere aus dem Tierheim zu holen. Wenn das nur mehr Menschen einsehen würden … Die Tierheime platzen aus allen Nähten und dennoch wird fleißig gezüchtet, gezüchtet, gezüchtet. Ich bin froh, dass es Menschen wie dich gibt, die sich keine „neuen“ Tiere kaufen, sondern sich derer annimmt, die keiner mehr haben will.

      • ich wollte eigentlich gar nicht anonym posten, ich habe nur ein bisschen zu flott auf absenden geklickt.
        Ich habe kein Problem damit, zu meiner Meinung zu stehen 🙂

        Es gibt zum Glück noch genug Menschen, die da nicht einfach so vorbeigehen können, wenn da eine alte Katze im Tierheim vor sich hingammelt. Sonst würden nicht so viele Tiere auch im Alter noch einen schönen Platz bekommen. Aber es kommen eben immer mehr ins Tierheim, weil die Besitzer schlichtweg keine Lust haben, für das Tier aufzukommen, wenn es unbequem wird.

        So wie du auch sagst, Pferde sperrt man nicht in Boxen. Da gibt es doch ein wunderschönes Urteil zu, dass Pferde mindestens 2 Stunden Auslauf bekommen MÜSSEN (das das viel zu wenig ist, darüber brauchen wir uns nicht zu streiten), daher ist es für mich auch kein Argument, dass das Haustier Katze ins Haus muss. Das im selben Atemzug genannte Pferd bleibt schließlich auch nicht in seiner Box (sofern man denn schonmal was von artgerechter Tierhaltung gehört hat).

        Ja, mein Kater wohnt im Haus. Aber aus Gesundheitsgründen – er schmeißt sich an jeden ran und erbettelt Futter. Und wegen seiner Allergie darf er einfach kein Fleisch essen, sondern nur Fisch, sonst wird er wieder krank.

  53. Was ist denn so schlimm daran, wenn diese Europäische Kurzhaar-Rasse ausstirbt? Sollte sie das tun, besteht offensichtlich zu wenig Nachfrage – ich weiß, das klingt jetzt kaltherzig, aber wodurch sind denn viele (nicht alle) der verschiedenen Rassen entstanden? Weil sie Menschen so haben wollten. Und wenn die Kastration dem Wohl der Katzen dient, dafür aber diese eine Rasse in Gefahr läuft, beträchtlich zu schrumpfen – so what? Nebenbei bemerkt kann ich mir vorstellen, dass sich vor allem in ländlichen Gegenden niemand um die Kastration scheren wird, weshalb die dort weiterpopulieren können.

    Was die schmerzlose Tötung von ungewollten Kätzchen betrifft, bin ich auf Helges Seite und verstehe die vielen entrüsteten Kommentare nicht. Kurz und schmerzlos töten oder die Katze (plus ihre vielen Nachkommen) das harte, teils qualvolle Leben eines Streuners fristen lassen? Offensichtlich sind viele der „Tierschützer“ für letzteres. Und das ist etwas, was ich absolut nicht verstehen kann. Diese Pseudo-Tierliebe vonwegen „Nur nicht töten, nur nicht töten, ist egal, ob das Tier ein qualvolles Leben hat, hauptsache nicht töten, weil das wäre Tierquälerei!!!einself!!!“. Mein Kopf macht Bekanntschaft mit der Wand.

    Helges Zusammenfassung finde ich sehr treffend: Bei einer Katze hat man die Möglichkeit, sie zu kastrieren oder dafür zu sorgen, dass ihr Nachwuchs gut unterkommt. Entweder bei einem lieben Menschen oder im Katzenhimmel. Ich habe mich nicht durch sämtliche Kommentare gekämpft, aber bevor mich wegen meiner Aussage steinigt, würde mich mal interessieren: Was gäbe es denn für eine realistische, bessere Alternative für ein ungewolltes Katzenbaby, das nicht vermittelt werden kann?

    Generell bin ich sehr dafür, dass es gar nicht erst soweit kommt und dass die Leute, bei denen ihre Katze in Gefahr läuft, gedeckt zu werden, ihre Katzen kastrieren lassen und Ruhe. Wir haben so viele verschiedene Katzenrassen, da braucht mir niemand damit kommen, dass damit eine Artenvielfalt in Gefahr wäre.

    • Wer definiert denn, dass sich niemand findet? Ab wann ist die Suche denn genug? Was gibt dem Mensch das Recht, sich als Henker aufzuspielen und zu sagen: Ach, da findet sich eh keiner?
      Ein bereits existierendes Leben auszulöschen, weil sich zur Abgabezeit dann niemand mehr findet? Pfui!
      Ich würde lieber 5 Kätzchen ihr restliches Leben bei mir durchfüttern, sofern ich in diese dumme Situation gekommen wäre, dass meine Katze trächtig nach Hause kommt (denn daran bin letzten Endes ja auch ich schuld), als dass ich einem Tierarzt erstmal aufbürde 5 unschuldige Leben zu beenden, der das davon mal abgesehen nicht darf. Ich darf mein Pferd auch nicht einschläfern lassen, nur weil ich keine Lust mehr drauf hab. Hat was mit den ethischen Grundsätzen der Tierhaltung zu tun.
      Ich würde eher Putzen gehen, wenn das Geld mir knapp wird, als dass ich sage, mach mal tot. Denn dann hätte ICH nicht dafür gesorgt, dass soetwas nicht passieren kann.
      Ich könnte nicht mehr in den Spiegel sehen, wenn ich in einer solchen Situation sagen würde: Abmurksen.

      In der Theorie schreien jetzt hier einige nach der Tötung von Kitten. Nun, dann wünsche ich euch, dass ihr bald mal in eine solche Situation kommt. Da will ich sehen, was ihr macht, wenn euch der Tierarzt verklickert, dass er das nicht macht. Na? Guckt ihr diesen unschuldigen Tieren in die Augen, wenn ihr sie totaaaal schmerzlos ersäuft? Schaut danach aber noch unbedingt in den Spiegel: Ich garantiere, es wird nicht mehr viel zu sehen sein.

      • Wie du auf Ersäufen kommst, ist mir schleierhaft. Hat Helge auch nie etwas von gesagt. Ersäufen geht nämlich weder schnell, noch schmerzlos. Und hier schreit auch niemand nach der Tötung von Kätzchen. Die einzigen, die hier schreien, sind die, die den Blogeintrag nicht gründlich gelesen haben.

  54. Auf der einen Seiten soll die Rasse der Europäisch Kurzhaar angeblich aussterben, wenn eine Kastration Pflicht werde. Auf der anderen Seite soll der Überfluss dann aber einfach zum Einschläfern gekarrt werden. Ahja, das macht wirklich Sinn.

    Sollte eine legale Tötung von Katzen erlaubt werden, dann würden die meisten Besitzer ihre Katzen sowieso nicht zum Tierarzt bringen und stattdessen (weiterhin) aussetzen oder auf sadistische Weise töten.

    Eine Kastration würde die Vermehrung, meiner Ansicht nach, durchaus eindämmen, aber eine optimale Lösung ist das auch nicht. Aber den „Überfluss“ einfach zu töten ist eine genauso wenig sinnvolle Lösung.

    • Ist es denn wirklich zuviel verlangt, einen Text erst zu lesen und dann kurz drüber nachzudenken?
      Der größte Teil des Überschusses sollte durchaus durch Kastration vermieden werden. Aber wenn man den verbliebenen Überfluss dann einfach aussetzt, so ist das eine schlimme Tierquälerei. Die Option der Tötung wird damit natürlich nicht gut, sie ist nur besser als das Aussetzen.

      • So weit, so gut, aber meiner Ansicht nach ist die Tötung eines Katzenjungen, das nun am wenigsten für die Sache kann, ebenso Tierquälerei. Sie mag sich vielleicht nicht so lange hinziehen, aber Quälerei bleibt Quälerei.

        Fakt ist, dass selbst wenn das Töten legalisiert werden würde, viele Besitzer immer noch Tiere aussetzen würden, weil sie sich nicht die Finger schmutzig machen wollen.

        Deswegen sollte sich jeder Besitzer Gedanken machen, was er mit dem Nachwuchs anstellt und wenn er sich dadurch überfordert fühlt, sich erst gar kein Tier anschaffen. Leider wird es immer wieder Menschen geben, denen ihr Tier einfach egal ist. Man kann nur mehr Bewusstsein schaffen.

      • …und bringt die unachtsamen Vermehrer auch ganz sicher dazu, sich das mit dem Kätzchen Bekommen noch mal zu überlegen, wenn man sie nach den süßen ersten Tagen ganz bequem töten lassen kann. Aja. Wer sagt denn, dass am Ende nciht mehr Kätzchen als vorher produziert werden, gerade weil man sie so leicht los wird?

  55. Ich habe hier gerade gelesen, dass manche Leute der Meinung sind, dass Tierärzte alles einschläfern, was ihnen auf den Tisch kommt, wenn genug Geld im Spiel ist.
    Das ist vollkommener Quatsch. Sicher, einige gibt es bestimmt. Aber das ist absolut nicht üblich und überhaupt nicht wahr. Ganz sicher.

  56. Huch, zuerst dachte ich ja, dieser Text würde gegen die m.M.n. teilweise recht übertriebene Kastrationsbefürwortung einiger Tierschützer gehen. (Wo man bereits ein Tierquäler ist, wenn man nicht kastriert oder es sogar wagt, die eigene Katze Junge bekommen zu lassen (selbst wenn man alle Kitten behält). Womit ich selbst auch so gar nichts anfangen kann.

    Aber dein Vorschlag, äh ja… Theoretisch liesse sich die Kittenschwemme natürlich auch durch das schmerzlose Töten der „überzähligen“ kätzchen lösen (sogar auf relativ humane Art). Allerdings auch nur in der Theorie. Schmerzfreies Töten eines Wirbeltieres ist nun auch wieder nicht so einfach, dass das jeder problemlos und fehlerfrei könnte. Es hat schon seine Gründe warum das in vielen Ländern Fachpersonen vorbehalten ist. Mal ganz abgesehen davon, dass ich bezweifle, dass Leute denen es schon zu teuer/aufwendig ist ihre Katze kastrieren zu lassen, dann tatsächlich die Kitten fachgerecht töten lassen. Ich denke mehrheitlich (wenn ich mich so umhöre) wird nicht aus Überzeugung nicht Kastriert sondern aus Bequemlichkeit. Und was an töten überzähliger Kitten besser sein soll als an Kastration leuchtet mir nicht ein.

    Ich persönlich bin ja auch gegen Kastrationspflicht – aber ebenso sehr gegen unkontrollierte Vermehrung von Hauskatzen wie du sie offenbar propagierst. Es sollte doch auch einen Mittelweg geben, sprich man seine Katzen vermehren wenn man sich um die Kitten kümmern kann (Vermitteln/ selbst behalten) und ansonsten seine Katze kastrieren oder sterilisieren. (Was ich eh nie verstanden habe ist warum nicht nur die Leitungen gekappt werden, das wäre nämlich mein Mittel der Wahl bei einer Freigängerkatze, da das nicht in den Hormonhaushalt eingreift.).

    • Dem kann ich leider nur zustimmen.

      Es ist wohl oft einfach nur Bequemlichkeit, vielleicht noch gepaart mit Unwissenheit.
      Diese Leute werden ihre Tiere auch nicht zum Tierarzt bringen um ungewünschten Nachwuchs fachgerecht töten zu lassen, da sie sich nicht drum kümmern wollen.
      Sie sind es eher die sie irgendwo aussetzen.

      Wobei ich selbst immer hoffe, dass diese Leute noch genügend Verstand haben zum Tierheim zu gehen. Diese würden in der Not auch die Katze mit den Jungen nehmen. Die Mutter auch solange in Pflege, wie die Jungen diese brauchen. Aber oft wollen die Katzenbesitzer ja auch die Mutter danach nicht mehr haben.

    • Ich bin keineswegs für unkontrollierte Vermehrung. Es ist absolut wünschenswert, wenn im Jahr nur knapp die halbe Million Kätzchen geboren werden, die ausreichen um jene Population, die in diesem Jahr gestorben ist, zu ersetzen, da man davon ausgehen darf, daß diese Menge sich auch vermitteln ließe. Um dies zu erreichen muß der überwiegende Teil der Katzen kastriert sein.

      „Leitungen kappen“ würde bei Katern nebenbei funktionieren, bei Katzen bestünde aber eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass es zu Dauerrolligkeit und der Ausbildung von Tumoren in der Gebärmutter kommt, wenn also eine Katze kastriert wird, muss die Gebärmutter komplett entfernt werden.

  57. Nur da die Zwangskastration von Hauskatzen erwogen wird, heißt es nicht sofort, dass die EHK aussterben wird. Es gibt weiß Gott genügend streunende Katzen die nicht sterilisiert / kastriert sind.

    Einmal würde dies wahrscheinlich auch mehrere Regelungen geben, je nach Gemeinde / Stadt oder Land, eine Bundesweit einheitliche Regelung dürfte unwahrscheinlich sein. Wodurch die Ausrottung auch eher unwahrscheinlich ist. Zumal die EHK nicht nur in Deutschland leben und jedes Land andere Gesetze hat. Oft tun sie auch einfach nur nix.

    Aber gut… man kann eine gesetzliche Regelung sowohl positiv wie auch negativ sehen.

    Ich bin keineswegs dafür Tiere zu töten. Katzen sind genauso Lebewesen wie es Menschen sind. Eine Schwangerschaft darf aus Gründen der Menschenwürde nur in den ersten Wochen abgebrochen werden. Aktuell streiten sie darum, dass – was auch richtig ist – auch Babys unter einem bestimmten Gewicht als solche anerkannt werden und nicht mehr als „Müll“ entsorgt werden. Wer jetzt also sagt, es soll recht und gut sein den Tiernachwuchs einfach so zu entsorgen, der gehört selbst erschlagen. Aber leider sieht das Gesetz Haustiere immer noch als Sache und nicht als Lebewesen, die geliebt werden. Auch wenn die mutwillige Verletzung von Tieren zur Tierquälerei zählt.

    Positiv ist ein Gesetz in erster Linie für die Haustierbesitzer, welche einfach keine Ahnung haben und verantwortungslos sind. Sie lassen die Tiere nicht Kastrieren / Sterilisieren und wundern sich am Ende über Nachwuchs um den sie sich bestenfalls nicht kümmern können oder im schlechtesten Falle nicht wollen, wodurch sie Ausgesetzt oder getötet werden.

    Jeder Haustierbesitzer sollte selbst wissen ob er die Möglichkeit hat sich um möglichen Nachwuchs zu kümmern. Natürlich liegt es hierbei hauptsächlich an den Besitzer der Weibchen, da es anders als wie bei Menschen oder der Zucht keine Möglichkeit gibt auch den Besitzer des Katers zu erwischen. Daher aber zu sagen, dass es sinnlos ist einen Kater zu kastrieren finde ich schwachsinnig.

    Ob ein Kater nun viel oder wenig markiert, egal ob Freigänger oder reine Hauskatze hat nicht allein damit zu tun ob er kastriert ist. Es hängt genauso wie sein Verhalten vom jeweiligen Charakter des Tieres ab und seiner Erziehung. Unser erster Kater (der uns als Katze verkauft wurde) war auch ohne Kastration stubenrein.

    Für reine Hauskatzen ist es nicht zwingend notwendig kastriert zu werden. Auch wenn es oft genug angeraten wird, gerade auf die Gefahr hin, dass eine Dauerrolligkeit entwickelt werden könnte, die eindeutig eine Qual ist.

    In dem Moment wo eine Katze zum Freigänger wird sollte man es sich gründlich überlegen. Bei einem Freigänger kann es schnell passieren, dass er nicht mehr nach Hause kommt. Sowohl bei Männchen, die sich die Katzen suchen und ein großes Gelände haben als auch bei Weibchen. Besonders wenn sie gedeckt wurden, kann es auch sein, dass sie sich einen anderen Ort suchen bis die Jungen kommen oder gar nicht mehr nach Hause kommen. Je nachdem wo man was nachliest heißt es ja auch, dass es gut wäre eine Katze erst einmal werfen zu lassen bevor man sie sterilisiert. Beim ersten Wurf ist es der Wahrscheinlichkeit nach eher so, dass es nur wenige Kätzchen gibt.

    Wir hatten dies damals auch vor, die Katze war ein Freigänger und durfte immer raus. Auch zu der Zeit in der sie rollig war. Die Sorge darüber den Nachwuchs nicht vermittelt zu bekommen hatten wir nicht. Wobei wir sie aber auch nicht ausgesetzt hätten. Egal, unsere Katze verließ das Haus und kam nicht wieder.

    Nun besitzen wir seit ein paar Jahren 2 Katzen im Haus, Männchen wie Weibchen, die wir auch augenblicklich kastrieren / sterilisieren ließen, entsprechend dem Zeitpunkt wo es hätte Junge geben können.

    Es ist auch eine Art von Verantwortungsbewusstsein in bestimmten Situationen die Wahrscheinlichkeit für Nachwuchs gänzlich zu vermeiden. Insbesondere wenn man ein Geschwisterpaar ins Haus holt. Selbst Laien der Biologie dürften wissen, dass es genetisch ungünstig ist solche paaren zu lassen, aufgrund der Gefahr von Gendefekten. Die meisten Haustierbesitzer sind keine Züchter die darauf achten oder es vermeiden können.

    Von uns aus wurde beschlossen, dass unsere Katzen keinen Nachwuchs zeugen. Weder gemeinsam noch mit anderen Katzen u.a. auch wenige Streuner aus der Umgebung von denen es auch genügend gibt.

    Nur da man einen Kater besitzt sollte man übrigens nicht davon ausgehen, dass es egal ist ob man ihn kastriert oder nicht. Wer selbst von sich aus der Meinung ist sich um den Nachwuchs nicht kümmern zu können sollte sie also immer kastrieren lassen. Die Rassen werden dadurch nicht aussterben.
    Die Kater werden auch nicht zwangsweise gleich Fett wenn sie kastriert werden. Sowas hängt auch von deren Bewegung ab, wie vom Futter was sie bekommen. Da muss auch der Tierhalter etwas drauf achten und wenn das Tier sich zu wenig bewegt, sollt er ggf. selbst den Hintern hochbekommen. Es gibt genügend Möglichkeiten die Tiere – auch ältere – zum Bewegen zu bekommen. Bei entsprechender Erziehung gibt es sogar die Möglichkeit mit ihnen an Leine und Geschirr zu laufen (besonders bei Hauskatzen).

    Aber zurück zum Thema….

    Wie gesagt ist es positiv wie negativ zu sehen ob sowas gesetzlich geregelt werden muss.

    Gerade in Deutschland schimpfen die Menschen in einem Fort darüber, dass fast alles geregelt wird. Oft einfach nur zu viel. Dem Stimme ich zu. Hier also gleich zu rufen „alle Haustiere müssen kastriert werden, das ist Gesetz“ wäre also eher unangenehm.

    Besser wäre es den künftigen Haustierbesitzer oder die die es bereits sind soviel Wissen zu vermitteln, damit diese selbst abwägen können ob sie für Nachwuchs im Tierreich sorgen oder es eher bleiben lassen und verhindern.

    Wissen ist Macht, der Spruch kommt nicht von ungefähr. Nur eigene Entscheidungen wird man auch verstehen und jeder der sich um ein Tier kümmert sollte genügend Verantwortungsbewusstsein haben bzw. entwickeln um selbst zu entscheiden was er tut.

    Lasse ich ein Tier nicht Kastrieren muss ich mich ggf. mit zukünftigen Jungen anfreunden und mich um diese kümmern. Besonders in den ersten 10 – 12 Wochen bis sie abgegeben werden können. Sollte man sie zuvor doch nicht von der Mutter trennen (was aber oft insbes. von Nichtzüchtern gemacht wird). Auch Junge kosten Geld und Zeit. Neben dem, dass man sich um die Vermittlung kümmern muss.

    Wer dies nicht kann sollte sich selbst für die Kastration entscheiden oder sich gar kein Tier anschaffen. Aber mit 18 Jahren und mehr sollte man erwachsen genug sein … vorher kann man ja zumindest in Deutschland kein Tier erhalten bzw. ist es gesetzlich gesehen nicht das Tier des Kindes sondern gehört zum Erziehungsberechtigten, der das entsprechende Alter hat.

  58. Immerhin habe ich erst aus dieser Diskussion gelernt, das Kätzchen jetzt offenbar Kitten heißen???

    • Das liegt eigentlich nur daran, dass es immer mehr englische Begriffe gibt, die vor allem von jüngeren genutzt werden.

      Die deutsche Bezeichnung für den Nachwuchs von Katzen sind Kätzchen.

      Warum man immer englische Begriffe ins Deutsche übertragen muss ist mir aber ein Rätsel. ^^°

      Deutsch: Englisch
      Kätzchen: kitten, kitty, pussy, catkin
      kleine Katze: kitten
      Junge: boy, kid, lad, guy, youngster, chap, (kitten)

    • Hat mich auch schon gewundert. ö.ö Ich gebs ja zu, ich benutze selber immer wieder englische Wörter und Ausdrücke (das kommt davon, wenn man aktiv auf internationalen und hauptsächlich englischsprachigen Internetseiten unterwegs ist und einen Freundeskreis hat, der aus Gamern besteht und deren halber Wortschatz englisch zu sein scheint xD), aber Kitten war mir bisher neu. Ich sag da Kätzchen, Junge oder Katzenbabys.^^

  59. Interessanter Beitrag Helge 🙂
    Etwas radikal, aber wie du schon sagtest, es ist deine Meinung und auf eine eigene Meinung hat ja jeder ein Recht! 😉

    Ich lebe in einer ländlichen Gegend in der Schweiz und ich muss ehrlich sagen, dass wir hier keine Probleme mit zu vielen Kätzchen auf Bauernhöfen haben. Und wir haben warte mal… ganze 4 Bauernhöfe in der Nähe.
    Meiner Meinung nach sollte man aber eher den idiotischen Leuten da eine knallen, bevor man die Katzen/Kater kastriert.
    Die Natur hat den Katzen und Katern etwas mitgegeben, was viele zu vergessen scheinen: Ist genug Futter da, paaren sie sich. Ist nicht genug Futter da, paaren sie sich nicht. (Überleben, Instinkte und so, für alle die nicht wissen wie ich das meine.)
    Von daher glaube ich, dass eher die Idioten die diese „armen Streuner“ und „armen Bauernhofskatzen“ immer füttern gehen, das Problem sind.
    Und ja, ich habe schon sowas gesehen. Und zwar als ich bei meiner Tante in Deutschland zu besuch war.
    Sie lebt auf einem Bauernhof und bringt den armen armen Katzen und Katern dort jeden Tag 1-2 Dosen Katzenfutter runter. Die Streuner, die sie immer in der Nähe ihres Arbeitsplatzes findet und auch füttert nicht zu vergessen. Und schlussendlich wundert sie sich, warum es so verdammt viele Kätzchen da gibt…

    Das ist mein Senf zu der Sache. Und ja, ich bin kein Tierschützer und nochmal ja ich habe in einem Tierheim gearbeitet, weiss wie es in einem privaten Tierheim aussieht und was da so passiert.

    Lg SerrasSphinx
    P.s.: Zu faul um mich einzuloggen…

  60. Ich gebe zu, ich bin schockiert. Aber fangen wir mal von vorn an. Zwangskastration für freilaufende Streunerkatzen, hört sich so natürlich nicht schlecht an, ist aber, wie reichlich gesagt, undurchführbar. Denn, wer soll das machen?
    Dazu kommt, dass es gewissermaßen, einen Unterschied gibt, zwischen Freigängern und Streunern. Freilaufende Katzen haben für gewöhnlich einen Besitzer und dem sollte bereits der gesunde Menschenverstand raten, sie zu kastrieren, bzw. sterilisieren. Ein rolliges Weibchen ist nicht auszuhalten.Diese Weibchen können einen Geräuschpegel entwickeln, da bluten einem die Ohren.
    Unkastrerte Kater stinken nicht nur, wenn sie markieren, sondern im Allgemeinen. Auch wenn sie aufs Katzenklo gehen. Selbst wenn man das Tier nur in der Wohnung hält, sollte es kastriert sein.
    Diese Freigänger jedoch, sind an Menschen gewöhnt und verbinden mit ihnen nicht zwangsläufig etwas Schlechtes. Die könnten sich also durchaus einfangen lassen. Allerdings wäre ich als Besitzer dann ziemlich angepisst. Gut, ist eine andere Geschichte.
    Ein echter Streuner, also ein wirklich herrenloses Tier, wird sich kaum einfangen lassen. Sie sind wild, richtige Raubtiere eben und so verhalten sie sich auch.Eine solche Katze wird man nur schwerlich zu Gesicht bekommen. Und von diesen „Wildkatzen“
    gibt es viele. Damit möchte ich sagen, so schnell würde die Europäisch Kurzhaar nicht aussterben. In erster Linie ist es wichtig, dass jeder Besitzer sein Tier kastrieren lässt und nach Möglichkeit chippen.
    Wenn es mit Zwang besser geht, warum nicht? Doch wie gesagt, wer soll das kontrollieren?
    Dahingegen empfinde ich es im Allgemeinen als grausam, ein gesundes Tier zu töten. Egal, ob jung oder alt. Aber ein junges, gesundes Kätzchen einzuschläfern, nur weil es nicht „gebraucht“ wird, „Überschuss“ ist, oder was immer…sorry, das geht einfach nicht!
    Natürlich quellen die Tierheime über, natürlich werden besonders zur Urlaubszeit undendlich viele arme Tierseelen einfach ausgesetzt. Das will ich nicht bestreiten, im Gegenteil. Aber das liegt nicht an den Tieren, sondern an „ihren“ Menschen. Daher ist es wichtiger, dass die Menschen einfach umdenken. Ist nur leider eben nicht so einfach.
    Knapp gesagt, Kastration, Ja, einverstanden.
    Mit Zwang: Zweifelhaft….Überzeugungsarbeit wäre wichtiger
    Einschläfern: Niemals!
    Um es vorweg zu nehmen, mein Kater ist natürlich kastriert und gechippt. Bedauerlicherweise ist er weder fett noch faul geworden und er prügelt sich mit anderen Katern, was die Narbe auf seiner hübschen Nase beweist…Pft, von wegen die werden dann ruhiger!
    Ciao

  61. Verwilderte Hauskatzen sind keine Wildkatzen. Wildkatzen gibt es nur noch verdammt wenige.
    Auch, wegen der menschengemachten Konkurrenz durch verwilderte Hauskatzen.

    Manchmal schaden Tierfreunde der Natur mehr, als sie sich vorstellen können.

    • Das Problem ist ja auch dass derzeit sofort Jägern aufs Dach gestiegen wird sobald sie eine wildernde Hauskatze/einen wildernden Hund abschießen..

    • Deshalb steht es in Anführungszeichen. Natürlich meine ich nicht die echte europäische Wildkatze, die nichts mit dem Tier zu tun hat, was sich auf unseren Sofas räkelt, nicht mal ihr Urahn ist, sondern Hauskatzen die bereits seit mehreren Generationen wild leben, also verwildert sind und noch nie oder selten einen Menschen zu Gesicht bekommen haben.

  62. „Zwangskastration für freilaufende Streunerkatzen, hört sich so natürlich nicht schlecht an, ist aber, wie reichlich gesagt, undurchführbar. Denn, wer soll das machen?“

    Das wird schon länger gemacht. Es gibt bereits in vielen, vielen Städten und Kreisen die Kastrationspflicht für freilaufende Katzen. Und die Tierschützer kümmern sich um die, die keine Besitzer haben.

  63. Fändest du es okay, Frauen und Männer ungefragt zu kastrieren und ihnen so das Recht auf Nachwuchs abzusprechen, sie als Babys ihren Eltern wegzunehmen, selbst aufzuziehen und ihnen Implantate unter die Haut setzen zu lassen, die sie als dein Eigentum kennzeichnen? Das scheint bei Katzen ja auch alles kein Problem zu sein…
    (Abgesehen davon hoffe ich, dass du Vegetarier – oder besser, Veganer – bist. Andernfalls wäre dein Beitrag pure Heuchelei.)

    • Wenn man so was nicht möchte, dann darf man einfach keine Katzen halten. Sprich: das Halten von Katzen muss verboten werden.
      Außerdem warne ich ausdrücklich davor, Katzen zu sehr zu vermenschlichen bzw. mit Menschen zu vergleichen. Der Vergleich hinkt nicht nur wie ein angeschossener Hirsch, er zeugt auch noch an allen Ecken und Enden für die argumentative Inkompetenz ihres Verfassers.

      Dass es bei Menschen keine Zwangskastration (mehr) gibt, liegt auch nur daran, dass der Mensch sich selbst noch höher einstuft als seine Haustiere. Wozu das aber geführt hat, sieht man ja: Überbevölkerung, Kriege, Rassenkonflikte, Seuchen, jede Menge elternlose Kinder, die in Heimen aufwachsen müssen.
      Es täte der Gesundheit der Menschheit schon lange gut, wenn es auch bei uns Kastration gäbe. Und wenn man uns nicht anerziehen würde, dass man nur fortpflanzungsfähig sich irgendwo als ganzer Kerl oder als ganze Frau definieren darf (schon allein das ist für mich kompletter Unfug), und Ärzten per Gesetz verboten wäre Männer und Frauen unter einer bestimmten Altersgrenze zu sterilisieren, dann gäbe es sicher auch genug der Spezies Homo sapiens sapiens, die sich einem solchen medizinischen Eingriff aussetzen würden.
      Aber stattdessen gibt’s bei uns halt Kinder im Heim und Abtreibung. o_O

      Was ich eigentlich sagen will: Jede Form von Haustierhaltung ist streng genommen eine Form der Tierquälerei, das macht man auch dadurch nicht besser, dass man sie nicht in einem Alter kastrieren lässt, in dem ohnehin noch keinerlei Sexualität stattfindet.
      Übrigens gehört auch etwa der Konsum von Fleisch oder Milchprodukten zu Tierquälerei. Es gibt wichtigere Brennpunkte als hodenlose Kater.

      • O.o?

        Ich hoffe, du meinst jetzt nicht, aus meinem Posting herausgelesen zu haben, dass ich Tiere vermenschlichen möchte – das wäre genau das Gegenteil von dem, was ich sagen wollte.

        Eben deine Ausführungen waren das, worauf ich hinauswollte – die Menschen essen Fleisch und andere tierische Produkte, obwohl nirgends so viele Tiere unter Qualen leben und sterben wie in den „Tierfabriken“, halten sich Tiere oft unter nicht artgerechten Bedingungen, entscheiden nach dem Gesichtspunkt was für einen selbst am anganehmsten ist, anstatt von den Bedrüfnissen des Tieres auszugehen – aber das (schmerzlose) Töten von Katzenwelpen, die ansonsten ausgesetzt und elendig als Hunger, Kälte und Krankheit verrecken würden, wird als Kapitalverbrechen dargestellt. Natürlich wäre es besser, wenn diese Katzenwelpen gar nicht erst geborenn würden. Ich hielte zwar einen Kastrationszwang nicht für sinnvoll, aber sicher einen ebsseren Ansatz.

        Ich selbst bin weder Vegetarier, noch halte ich Haustiere. Meine Eltern haben einen Hund, sowie zwei Katzen, die alle kastriert sind. Sollen sie machen. Ist mir recht, geht mich nichts an. Trotzdem würde ich nie die Zwangskastration von Menschen gutheißen. Für mich sind Tiere keine Menschen. Daher setze ich andere Maßstäbe an. Das ist zwar eine Frage, die jeder Mensch nach eigenem Gewissen beantworten muss, aber ich verstehe nicht, warum man Tiere dem Menschen in einigen Belangen gleichsetzt und in anderen nicht.

  64. Was da allgemein durch die Gärten turnt, sind keine EKHs, sondern Mischlinge. Die Rasse der EKH, die sehr wohl seriös gezüchtet wird, stürbe also mitnichten aus. Aber irgendwas muss man eben in den Tierpass schreiben und EKH ist bei „undefinierbar“ eben die erste Wahl – auch wenn echte EKH sich eigentlich nur mit Stammbaum so nennen dürfen. Das fürs erste.

    Zweitens: wer seine Katze aus Spaß an der Freude Babies bekommen lässt oder einfach verpennt, dass sie irgendwann geschlechtsreif wird bzw. sich nicht dafür interessiert, der hat in der Regel auch nicht die nötige Motivation, um für die Kätzchen ein artgerechtes Zuhause zu suchen (nicht ganz einfach, wenn die Tierheime sowieso mit jungen Katzen überquellen) oder sie auch nur für die nötigen Impfungen zum Tierarzt zu bringen – oder um sie dort, wie vorgeschlagen töten, zu lassen. Am Ende landen sie doch wieder auf der Straße oder im Tierheim und wer zahlt die Tötung und Entsorgung dann? Du vielleicht? Der oder die „Verursacher“ ganz bestimmt nicht.

    Drittens: wer mit Pauschalbehauptungen á la kastrierte Kater werden mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit fett um sich schmeißt, hat weder Ahnung von Katzen noch jemals entsprechende Fachliteratur auch nur überflogen. Besonders der Vergleich mit Männer hinkt gewaltig – für Freigänger bedeutet sexuelle Aktivität ein hohes Verletzungs- und Krankheitsrisiko (siehe Katzenaids, etc.) und jede Menge Stress, für Wohnungskater „Druckstau“. Ein Vergleich mit dem Menschen ist da kaum möglich. Und wenn man keine Ahnung hat, um es mal so deutlich zu sagen, sollte man sich lieber nicht so weit aus dem Fenster lehnen, wie du es gerade tust.

    Viertens: wer beleidigend wird (siehe denkfaul, etc.), disqualifiziert sich selbst. Wie soll denn bitte eine sinnvolle Diskussion zustande kommen, wenn man erstmal allen ans Bein gepisst wird, die nicht der gleichen Meinung sind wie du (und das, ich muss es nochmal sagen, mit unzureichendem Hintergrundwissen deinerseits). Wie wärs denn als nächstes mit „Männer sind so schwanzgesteuert, dass die dadurch enstehende Ablenkung es ihnen unmöglich macht, einen differenzierten Blogeintrag zu verfassen“? Nicht gut? Nein, find ich auch nicht schön, aber es läuft dasselbe Niveau hinaus.

    Ganz davon abgesehen, dass es moralisch höchst verwerflich ist, ein Lebewesen zu „züchten“, nur um es nach seiner Geburt gleich wieder zu töten ohne irgendeinen Gewinn auf irgendeiner Seite (also anders bei Pelz- oder Fleischlieferanten), finde ich den Ton dieses Posting einfach nur daneben und absolut unter der Gürtellinie.

    • Hatte auch mal eine Nachbarin, bei der der Tierarzt Schuld am unerwarteten Nachwuchs der 3 Katzen war… Der hat gemeint: Die sind zu jung, das kann keine Rolligkeit sein – und sie hat ihm geglaubt… Allerdings hat sie, wenn auch unter Schwierigkeiten, für alle ein zuhause gefunden, die überlebt haben (leider wurden 3 überfahren…) und den Rest hat sie behalten- und bei einem anderen Tierarzt, wo sie dann auch Mengenrabatt bekommen hat, kastrieren lassen…

  65. Hmm … damit ich das richtig verstehe: du findest es also besser der Gesetzgeber soll erlauben, dass unerwünschter Katzennachwuchs getötet werden darf anstatt (herrenlose) Katzen zu kastrieren?
    Geht’s noch?

    Wir haben selbst schon mehrfach ausgesetzte völlig unterernährte Katzenbabys aufgenommen und hochgepäppelt und ich bin froh über jedes Leben, was wir retten konnten. Die Vorstellung, dass die armen Dinger stattdessen erschlagen, ersäuft oder anderweitig getötet werden, ist einfach nur abartig und herzlos! Und löst meines Erachtens das Problem nicht. Es gibt genug dumme Bauern – im wahrsten Sinne Bauern – deren Katzen mehr oder weniger scheu und wild auf dem Grundstück leben und Nachwuchs oft weder bemerkt noch aufgefunden wird. Also würde selbst das ach so sinnvolle Tötungsgesetz höchstens einen prozentualen Anteil des Problems beheben und wäre damit wohl ähnlich „sinnvoll“, wie du das beim Thema Kater-Kastration vorgerechnet hast.

    Besagte von dir verunglimpfte Tierschützer setzen sich mit der Kastration meines Wissens nach für eine gute Sache ein. Kastrierte Kätzinnen sowieso, aber auch kastrierte Kater sind eine gute Sache, dadurch werden sie friedlicher und schlimme Verletzungen durch Kater- und Revierkämpfe werden vermieden. Häufig dulden Kater auch kastrierte Kater in ihrem Revier als seien es Kätzinnen, anstatt sie blutig zu bekämpfen, was für tödliche Wunden sorgen kann ohne tierärztliche Versorgung. Zumal kastrierte Kater deutlich leichter handzuhaben sind und daher auch eher vermittelbar.

    So einen hanebüchenen Schwachsinn musste ich ja lange nicht mehr lesen.
    Und was bitte hat das mit der Europäischen Kurzhaar zu tun?? Das ist eine HAUSKATZENrasse und deren Arterhaltung findet nur durch anerkannte Züchter statt und nicht durch streunende Katzen!! (Verwechselst du da gerade was gehörig mit europäischen Wildkatzen?? Die können sich meines Wissens nach nicht mal mit Hauskatzen fortpflanzen.) Die im übrigen absolut schädlich für die heimische Vogelwelt sind. Was soll denn deiner Meinung nach eher aussterben? Eine Hauskatzenrasse oder die heimische Vogelwelt, die Jahrtausende gebraucht hat, um sich zu entwickeln?? *mir an die Stirn klatsch*

    Kastration mag zwar ethisch auch ihre Kritikpunkte haben, aber im Allgemeinen schadet es den Tieren nicht und Kater, die im richtigen Alter kastriert werden, werden auch ihre Klöten nicht vermissen. Übrigens hatte keiner unserer kastrierten Kater jemals Probleme mit Übergewicht. Das entsteht durch inkompetente Katzenhalter, die ihren Katzen zu viel oder falsches Futter füttern und für zu wenig Auslauf sorgen. Verfettete Haustiere sind übrigens nicht nur bei kastrierten Katern ein Problem.

    Wenn man Katzen frei laufen lassen möchte, was für die heimische Vogelwelt wie schon erwähnt schlimm genug ist, dann sollte man wenigstens sicherstellen, dass es zu keiner unkontrollierten Vermehrung kommt und das geht bei Katzen leider im Moment nur durch Kastration. Du kannst ja die Entwicklung einer „Katzenpille“ sponsorn. Oder die Sterilisation statt Kastration bei Katern.
    Es ist halt das Problem, dass die Leute sich einbilden, ein kaum ohne problematischen Freilauf artgerecht zu haltendes Raubtier anschaffen zu müssen. Ich bin zwar beim Menschen auch ausdrücklich FÜR Abtreibung, aber im Gegensatz zu Katzen können Menschen, zumindest wenn sie Resthirn besitzen, verhüten. Katzen können das nicht, also muss man sie entweder einsperren, was nicht im Sinn eines Tierschützers ist, oder man muss sie kastrieren.
    Wenn man beides nicht unterstützen möchte, dann soll man einfach das Halten von Katzen verbieten und dafür sorgen, dass es in Europa bald wieder nur die scheue, seltene Wildkatze im Wald gibt.

    Alles andere ist Humbug. Sorry.
    Hoffe in deinem Blog in Zukunft nicht mehr so einen Mist lesen zu müssen. Meinungsäußerung okay, aber wenn einem schon der nötige Sachverstand fehlt, sollte man sich sparen mit dem Finger auf andere (in dem Fall Tierschützer) zu zeigen und irgendjemanden zu kritisieren.
    Wer solche Dinge schreibt, weil er Kastration offenbar als tierquälerisch empfindet, der sollte sich ernsthaft die Frage stellen, was wirklich zum Wohl der Tiere ist. Man kann es nicht immer allen recht machen, das ist völlig klar und unter Berücksichtigung aller Punkte, halte ich Kastrationspflicht für das kleinere Übel. Für den Katzenbesitzer wie für die Katzen gleichermaßen.
    Der Mensch hat mit dem Moment, als er die Wildkatze domestiziert hat, selbst dafür gesorgt, dass die Tiere ihren artgemäßen Anspruch auf Fortpflanzung verloren haben, anders wären Katzen als Haustiere gar nicht mehr möglich. Oder nur, wenn man, so wie du, die Tötung völlig gesunder Katzenbabys legalisiert.
    Stellt sich die Frage, was mehr Recht auf Leben hat: die Hoden (d)eines Katers oder das junge Katzenbaby, das wohl selbst wenig dafür kann, dass es gezeugt und geboren wurde.

    In diesem Sinn.

    • Hmm … damit ich das richtig verstehe: du findest es also besser der Gesetzgeber soll erlauben, dass unerwünschter Katzennachwuchs getötet werden darf anstatt (herrenlose) Katzen zu kastrieren?

      Nein, das hast du nicht richtig verstanden. Bitte arbeite an deinem Textverständnis.

      • Superbunny, dein Post bekommt ein „Like“ von mir 😉

      • Superbunny deinen Post möchte ich unterschreiben… und auch wenn ich normal gegen die vielen Like-Buttons bin (FB speichert & weiß mir zu viel) würde ich ihn hier verteilen. ^^

      • Das Missverständnis kann ja immer durch beide Seiten (mehr oder weniger) begünstigt sein.
        Auf der einen Seite fehlendes Textverständnis, auf der anderen Seite unklare Formulierungen, unlogische Argumenation etc.

  66. Also – etws befremdlich. Zwangskastration ist für mich ein komplettes Unding- was ist denn wenn ich in freilaufendes Tier hab und ich trotzdem Nachwuchs sogar befürwoten würde – warum soll ich dann meine Katze kastrieren? Weil das Gestz es so verlangt.
    Andererseits, scheiß auf Kastration, lasst und die kurzen Ertränken – sorry aber das ist doch wohl genauso ein komplettes Unding.
    Nur weil ich kein Bock hab oder es mir zu teuer ist mein Tier zu kastrieren, soll ich desen lebenden Babys töten dürfen?
    Vielleicht solte man eher das Chipen vorschreiben, „vieleicht“ eine Darlegung festschreiben, warum man sein Tier nicht kastrieren wil, aber weder
    Zwangskastration noch Käzchentötung sind irgenwie human.

    Aber nebenbei- wenn Kätzchen keine Überlebenschache n der Natur haben, wieso besteht die Angst auf Vermehrung-

    • Hier muss ich sagen, finde ich mal einen schlauen Lösungsansatz.
      Das heißt, es gäbe grundsätzliche eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen, jedoch könne man unter Vorlage besonderer Gründe diese Pflicht aussetzen.
      Dann würden diejenigen, die sich eh nicht um den Nachwuchs kümmern, sicher auch keinen Bock haben, da noch ein Formular auszufüllen. Und diejenigen, die verantwortungsvoll mit dem Nachwuchs umgehen, haben die Chance, ihn trotzdem zu haben. Doch, das ist eine gute Idee. Und ich denke, damit dürften alle Seiten zufrieden sein.
      Sehr gut überlegt.

      • Das würde vermutlich funktionieren, allerdings habe ich Zweifel, daß die Hardcore-Tierschutz-oder-was-wir-dafür-halten-um-jeden-Preis-und-wenn-das-Tier-dabei-bis-zum-Exzess-leidet-aber-es-geht-ja-ums-Prinzip-und-ich-hatte-ein-Praktikum-im-Tierheim-Fraktion sich auf so etwas einlassen würde. Wie war das noch: „Wer seine Katze liebt, produziert keine neuen Kätzchen mehr.“

        Ich würde aber selbst dann die Katrationspflicht nicht auf Kater ausdehnen. Die meisten Tierhalter werden dies aus Angst vor Markieren und den anderen damit für sie verbundenen Nachteilen ohnehin tun, und ein paar unkastrierte Kater sollte es geben. 😉

        • Es nicht auf Kater auszudehnen… Nun ja, das finde ich etwas unfair. Denn ich bin ja auch eine Frau und das klingt für mich so, dass die Männer der Welt eine Sonderstellung bekämen. Jedoch muss man wohl auch dazu sagen… Kastrationen kosten Geld. Und wenn ich alle Kater auslassen würde, schließlich werfen sie ja nicht, würde ich schon wieder deutlich sparen.

          • Ein Großteil der Kater wird ja kastriert, wenn auch eher zur Bequemlichkeit der Halter. Sie sind dann halt ruhiger, markieren weniger und wandern auch nicht mehr so viel.

            Für die Populationsentwicklung ist dies allerdings unerheblich, da diese primär durch die gebärfähigen, weiblichen Tiere bestimmt wird.

  67. Damit ein Katzenhalter seine Kätzchen nicht aussetzen ‚muss‘, soll er sie töten dürfen?

    Lieber tot als lebendig?

    Lieber gar nicht erst gezeugt, als geboren zu werden, um aus Bequemlichkeit ausgesetzt oder schlimmer noch, getötet zu werden.

    Denn um die Bequemlichkeit des Halters geht es doch genaugenommen, sonst gäbe es kein ‚aussetzen müssen‘ oder der Wunsch, sich der leidigen Verpflichtung mittels Tötung zu entziehen.

    Was manche Halter so alles ‚müssen‘, nur das naheliegendste, das Müssen-vermeidende, das müssen sie nicht und es wird sich dagegen gewehrt dies mal zu müssen, bemerkenswert.

  68. Ach Gott, nein, zensiert wird auch noch? Ich fass es nicht. Hab grad oben zu diesem Satz, den du ansprichst, was gesagt, bin ich ja mal gespannt, ob ich auch noch zensiert werde hier.

    Edit von Helge: Ich lösche einige wenige Kommentare, die absolut nichts mit dem Thema zu tun haben. Nennt sich Moderation.

    Nochmal zum Thema: Ich bin ein absoluter Befürworter von verantworteter Elternschaft bei Katzen und ebenso von verantworteter Kastration derselben. Wer seine Katzen frei laufen lässt und NICHT einen oder zwei Würfe sicher vermitteln kann, der sollte seine Katze auf jeden Fall kastrieren lassen! Lustigerweise ist diese Diskussion, ob man einen Kater kastriert oder nicht, bei HAUSkatern kein Thema, denn sobald die anfangen zu markieren, vorzugsweise dein Sofa oder deine Schränke, ist man ganz schnell beim Tierarzt. 😀 Dass Männer ein Problem damit haben, männliche Tiere kastrieren zu lassen, ist Quatsch, ich hatte mehrere Karnickelherren, die allesamt kastriert wurden. Ich hatte nämlich auch noch passende Mädels dazu und wollte genau DAS vermeiden: einen drastischen Anstieg der Kaninchenpopulation in meiner Wohnung. Für mich wäre es übrigens KEINE Sekunde eine Option gewesen, Nachwuchs MEINER Tiere, den ICH ja im Endeffekt zu verantworten habe, einzuschläfern – krasse Tierverachtung! Geht gar nicht! Irgendwer ist hier mit dem heiligen Franziskus gekommen, der Tiere als Mitgeschöpfe gesehen hat, seh ich auch so.

    Streunende Katzen sind ein echtes Problem und es gibt immer wieder Aktionen, die diese Tiere einfangen, kastrieren und dann wieder aussetzen. So weit sollte es nicht kommen. Dass irgendeine Art ausstirbt glaub ich kaum, denn die Halter werden immer noch einen oder zwei Würfe hin und wieder zulassen, vermitteln und so bliebe die Population auf geringerem Niveau nahezu konstant.

    • Blogeintrag nicht richtig gelesen, hm?

      Es geht überhaupt nicht darum, sich aus der Verantwortung zu ziehen, einen Sack zu nehmen, zehn glücklich qietschende Kätzchen reinzustopfen und sie dann gegen die Wand zu werfen. Wer jetzt Verantwortung für seine Tiere übernimmt, wird das auch weiterhin tun (hoffe ich zumindest). Das ändert aber nichts daran, dass es sowohl jetzt, als auch in zehn Jahren noch, Menschen gibt und geben wird, die keine große Lust auf Verantwortung haben und deswegen neugeborene Kätzchen in eine Mülltonne schmeißen und dort elendig verrecken lassen. Hättest du den Blogpost richtig gelesen, hättest du gemerkt, dass es eben nicht um die Frage geht „Glückliche, vermittelbare Kätzchen leben lassen oder im nächsten See ertränken?“, sondern, ob es humaner ist, diese Katzen (die zwangsläufig nicht überleben) schnell und möglichst schmerzfrei zu töten oder sie in einem Müllcontainer vergammeln zu lassen. Dass das nicht so einfach umzusetzen wäre, wie Helge schreibt, weil es solchen Leuten egal sein dürfte, ob die Tiere nun schnell oder langsam sterben, ist schon richtig, aber deswegen ist diese Idee nicht zwangsläufig schrecklich. Denn es ist definitiv humaner.

      Einmal wild mit dem Begriff „Tierverachtung“ um sich schmeißen ist hier absolut fehl am Platz. Denn du wirfst es einem der Menschen vor, die tatsächlich Verantwortung für Tiere übernehmen. Helge hat schon mehr als einen Wurf Kätzchen in liebevolle Hände vermittelt (Und diese Würfe stammten nichtmal von seiner Katze und er hat sich trotzdem reingehängt).

      Welcher Halter wird denn hin und wieder einen oder zwei Würfe zulassen? Der mit der zwangskastrierten Katze? 🙂

      • süße, du vergleichst äpfel mit birnen.

        Edit Helge: Wer vergleicht was für Äpfel mit welchen Birnen? Falls du allerdings tatsächlich kryptisch über Obst reden möchtest, so gibt es dafür bessere Orte.

        • mh, deine reply-funktion scheint nicht zu funktionieren – das war eine antwort auf gwenny und ein dezenter hinweis darauf, dass hier eventuell ein wenig aneinander vorbei geredet wird, bzw. der zentrale punkt missverstanden: jemand, der mit seinen katzen züchten möchte, wird sie wohl kaum kastrieren lassen. und falls ein katzenhalter seine katze bereits kastriert hat und ihm ’ne woche später einfällt „ach scheiße, katzenbabys wären ja eigentlich auch ganz cool“, dann bin ich persönlich ehrlich gesagt ziemlich froh darüber, dass er die kastration mitnichten rückgängig machen kann, denn das spricht nicht unbedingt für ein verantwortungsvolles handeln, im gegenteil: dann hat dieser mensch nicht wirklich über sein handeln nachgedacht. zum glück sind solche konsequenzen – eben keine katzenzucht – nur ein nachteil für ihn selbst und nicht für die tiere. alle klarheiten soweit beseitigt?

          um einen weiteren punkt in die diskussion zu werfen: wir reden hier über tiere, wenn ich das soweit richtig verstanden hab. falls nein: ihr kennt euch ja gut damit aus, wie man andere leute belehrt, also just feel free. wie dem auch sei, worauf ich damit hinauswill: der mensch ist auch nur ein tier, selbst wenn er sich anmaßt, ganz oben in der evolution zu stehen. wäre es demnach auch „humaner“, unerwünschte/ungewollte neugeborene nach der geburt auf „schmerzfreie weise“ umzubringen, statt lieber ein paar monate vorher verhütungsmittel zu verteilen, etwa die pille und kondome, und im notfall halt die pille danach? oh, und bevor das hier losgeht mit diesem ewig moralischen“du kannst das nicht vergleichen“ – oh doch. ich kann. sogar ziemlich gut. &wie war die frage da oben noch gleich? ach ja: „Ich frage mich, ob es wohl Männer gibt, sie sich kastrieren lassen würden, wenn man ihnen dafür 6 Jahre Lebenszeit mehr garantieren kann“. (im übrigen kenne ich ein paar „kastrierte“ männer, die sich bester gesundheit erfreuen – und ich könnte euch jetzt hier über kastraten im „mittelalter“ (unter anderem zu giovanni pierluigi da palestrinas zeiten) zutexten, aber ich möchte ungern allzu ausschweifend werden, so verlockend es auch sein mag.)

          ps.: kryptisch 😀 alles klar. das ist ’ne ganz normale redewendung, die ich (zugegebenermaßen) von jemandem entwendet hab, dessen argumentationsfähigkeiten ich ziemlich bewundere und die ich hier ganz zutreffend fand. aber aus ehrlichem interesse: welcher ort wäre dafür denn gut geeignet, deiner meinung nach?

          pps.: diese ganzen ad-hominem-„argumente“ gegen tierfreunde finde ich im übrigen reichlich unangebracht. solche dinge wie „Offenbar haben ein paar Tierfreunde Probleme mit simpler Mathematik“ (was im klartext nichts anderes heißt als: „tierfreunde sind zu blöd für die einfachsten dinge im leben“) haben in sachlichen diskussionen nichts verloren – wobei sich die journalistin in mir ohnehin fragt, wo die sachlichkeit und aufschlussreiche information im blogbeitrag eigentlich abgeblieben ist. auch nach mehrmaligem lesen wirkt der text mehr wie ein unsortiertes auskotzen denn wie ein seriöser text über eine logische, mit information und wissen fundierte, interessante meinung zu einem thema, über das man diskutieren kann. aber vielleicht bin ich da diesbezüglich einfach nur von anderen foren verwöhnt.

          • Für eine Journalist schreibst du irgendwie ziemlich verkorkst und ohne roten Faden.

            der mensch ist auch nur ein tier

            Genauso wie Kanalratten und Bandwürmer, meinst du?

            wäre es demnach auch “humaner”, unerwünschte/ungewollte neugeborene nach der geburt auf “schmerzfreie weise” umzubringen, statt lieber ein paar monate vorher verhütungsmittel zu verteilen, etwa die pille und kondome, und im notfall halt die pille danach?

            Wenn die Alternative darin bestände, diese ungewünschten Neugeborenen in einer Mülltone verrecken zu lassen, dann wäre das Töten allemal humaner.

            Ich habe mehrfach dargelegt, dass ich absolut für Kastration zur Begrenzung des Geburtenzahlen bei Katzen bin. Ich halte nur nichts von Zwangskastration aller Katzen, da dies am Ziel vorbeischießt.

            das ist ‘ne ganz normale redewendung,

            Es ging nicht um deine Redewendung per se, sondern darum, daß sie keinen klaren und nachvollziehbaren Bezug zur Diskussion hatte.

            Offenbar haben ein paar Tierfreunde Probleme mit simpler Mathematik

            Was du da rein interpretieren willst, ist deine Sache. Prinzipiell war es ersteinmal nur ein völlig wertungsfreier Fakt.

            Aus reiner Neugier, hast du mal einen Link zu deinen journalistischen Ergüssen? Vielleicht kann ich ja etwas lernen. 😉

          • Entschuldigung fürs einmischen, aber das „ein paar Tierfreunde Probleme mit simpler Mathematik“ haben ist wohl kaum ein wertungsfreier Fakt, sondern eine höchstpersönliche Meinung. 😉

          • Ich kann dir diese Tierfreunde hier im Blog zeigen. Und ein paar sind es allemal. Das Wort „simpel“ ist vielleicht ein wenig wertend, zu meiner Verteidigung sei allerdings angeführt, dass das zugrundeliegende mathematische Modell m.E. wirklich trivial ist.

          • Du willst jetzt aber nicht das Benutzen eines Kondoms oder das Schlucken einer Pille mit einem Eingriff vergleichen, bei dem, zumindest den weiblichen Tieren, mehr als ein (idR gesundes) Organ entfernt wird, oder?

            Ich bin nicht gegen die Kastration von Katzen, lediglich gegen eine Zwangskastration und eine Zwangskastration beim Menschen (wenn du den Vergleich zum Menschen schon ziehst, dann doch bitte richtig. Sich ein Kondom überzuziehen ist nicht das gleiche wie sich die Hoden entfernen zu lassen) würde ich ebenso wenig begrüßen, Süße 😉

  69. Guten Morgen
    Nun gut, jetzt haben wir hier schon eine megalange Diskussion über ein Thema, das man ohnehin nicht beeinflussen kann. Und auch wenn ich für eine Zwangskastration von Freigängern bin, halte ich sie leider für nicht durchführbar. Katzen werden steuerlich nicht angemeldet oder irgendwo aufgelistet, so wie Hunde.
    Ich selbst habe zwei Kater, natürlich Freigänger, und auf dem lande braucht man das, denn sonst tanzen die Mäuse quasi auf dem Tisch. Sie sind selbstverständlich kastriert, denn wir haben hier ein ziemliches Streunerproblem und mir graut schon wieder vor Mai…
    Aber Helge, du hast ja mehrere Argumente gegen die Kastration aufgeführt. Oder eher gegen eine übergreifende Zwangskastration. Es ist alles Sichtweise, aber ich denke, ein paar davon muss ich hinterfragen.
    Die EKH-Theorie: Sind denn wirklich alle Streunerkatzen der Rasse EKH zuzuordnen? Ich muss sagen, wenn ich mit meinen Jungs zu einer Schau gehe und sie dort als EKH hinstelle (zumal sie leider nicht unbedingt als superschöne und edle Exemplare des Gattung Katze gelten), würde man mich doch glatt auslachen. Ich halte sie generell für Mischungen. Normale Bauernhofkatzen. Und dass man diesen extrem vielfältigen Pool den Namen EKH gibt… Nun ja… Wenn das so im Rasseverzeichnis steht, halt ich die Ersteller des Rasseverzeichnisses für bescheuert. Denn allein, wenn ich mir meine Jungs anschau… Der eine ist glatt 5cm höher von der Schulter und deutlich sehniger, der andere eben klein und muskulös. Sie variieren in Augen- und Nasenfarbe… In Fellfarbe sowieso. Da könnte ich jeden Mischlingshund (bei dem man seit Generationen nicht mehr weiß, ob da mal ein Dackel was mit einer Dogge hatte) ebenfalls als EKK hinstellen… Europäisch kläffender Köter.
    Die Sexualtrieb-Theorie: Wenn die Bälle weg sind, sind sie weg. Da kommt doch kein Sexualtrieb mehr hoch. Und ich bin auch der Meinung, sie hätten ein leichteres Leben. Was hier mehrfach gemacht wird, das mit Männern zu vergleichen… Nun, ich muss sagen, ich habe schon oft erlebt, dass ausgerechnet Männer sich sehr anstellen und ihren Hunden oder Katern lieber die Hoden lassen. Scheint so eine Männermasche zu sein… Aber jedenfalls, es kommt zu weniger Revierkämpfen. So viel ist klar. Wie oft meine Jungs, trotz Kastration, mit blutigen Ohren nach Hause kamen… Ach herrje, ich kann es nicht zählen. Aber wenn ich mir vorstelle, sie würden sich mit dreißig anderen Katern um eine Katzendame prügeln… Nein, das muss nicht sein. Zumal ich als Mensch ja auch möglichst lange etwas von meinen Jungs haben möchte, und ich will mir nicht dauernd Sorgen machen, dass sie mal nicht nach Hause kommen, was beim heutigen Verkehr (ich meine jetzt die Autos, nicht den anderen 😉 ohnehin oft schon fragwürdig ist.
    Die Rechnungs-Theorie: Es stimmt, bleibt ein unkastrierter Kater übrig, haben wir das gleiche Problem, bei zehn Katzen, wie wenn da noch neun andere Unkastrierte herumrennen. Allerdings… Es ist jetzt nur ein wirklich kleines Argument, aber möglicherweise ist dann auch die Chance geringer, dass sich Kater und Katze treffen. Wir reden ja jetzt von einer festgelegten Region. Katzen werden da um die gleiche Zeit rollig… Es wird mehrfach dieselbe Katze begattet, das ist einfach so. Und wenn wir da einen Zeitraum von beispielsweise… drei Tagen haben, jede Katze schreit ewig zur Begattung. Der Kater, der dann allein wäre, wäre wohl doch etwas überfordert, alle abzuarbeiten. Klar, das ist ein kleines Argument und ich muss auch zugeben, dass deine Theorie hier stimmt. Kater zu kastrieren, hat auf die Streunerpopulation wohl deutlich weniger Einfluss. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es ihnen das Leben trotzdem leichter macht.
    Die Bodenbrüter-Theorie: Sie wurde ja jetzt in den Kommentaren mehrfach angesprochen. Was die europäische Wildkatze angeht, so ist sie doch bereits bedroht. Sie hat außerdem ein vergleichsweise großes Revier, in dem sie allein lebt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie alle Bodenbrüter ausplündert, ist also mehr als gering. Aber wenn plötzlich eine hungrige Streunerbande alles abgrast… Naja… Ich habe da wirklich keine Zahlen und die Bodenbrüter müssen ja auch noch mit Wieseln und Füchsen und sowas fertig werden, von denen es zu viel gibt, weil der natürliche Feind wegfällt… Allerdings muss ich gestehen, vom Gefühl her halte ich es nicht für gut, wenn man die Sache mit den Streunern der natürlichen Selektion überlässt. Ich vertrete keinesfalls das Anfüttern, obwohl ich das auch schon bei Einzeltieren gemacht habe, die ich dann aber auch behielt.
    Das Tötungsargument: Das ist ein sehr zweischneidiges Schwert. Ich hasse es zum Beispiel richtig, dass unsere deutschen Tierheime bereits mit Hunden und Katzen vollgestopft sind, wir aber noch möglichst viele ausländische Hunde heranschaffen müssen, weil die ja so arm dran sind. Gut, sie sind es. Und die Tiere tun mir auch leid. Aber wenn ich sehe, dort ist ein dreibeiniger Hund, mit gebrochener Hüfte und angeschossen und wurmzerfressen… Da werden lieber tausende von Euro in seine Genesung gesteckt, damit dieser eine Hund ein besseres, von nun an lebenswertes Leben lebt. Das geht nicht. Mir tut das Herz auch weh bei sowas. Aber wie vielen Hunden hätte man mit diesem Geld das Futter bezahlen können? Oder die notwendigen Impfungen? Dass die Tierheime gerade mit Katzen überfordert sind hier, ist ja kein Geheimnis. Eine generelle Tötungsregel ab einem gewissen Alter und stetem Desinteresse… Also… es fällt mir schwer, mir da eine Meinung zu bilden. Um die Tierheime zu entlasten, Kosten zu reduzieren usw, wäre das sicher das Richtige. Aber generell hat jedes Lebewesen ein Recht auf Leben. Und was das Töten von unerwünschtem Nachwuchs angeht… Ich glaube, das wird oft genug gemacht. Natürlich gibt es da keine Zahlen, aber das sind Erfahrungswerte. Dennoch, die Mütter bringen die Jungen ja auch selten irgendwo zur Welt, wo man sie gleich findet. Und bis man die Tiere einfangen kann und dann bleiben sie menschenscheu… Es ist nicht so einfach. Und nun stelle man sich als Otto-Normalverbraucher mal hin und töte den nachwuchs seiner Katze. Wo viele schon umkippen, wenn man ihnen ein ungerupftes Huhn in die Hand drückt zum Grillen.
    —-
    Zum Abschluss, Helge, muss ich mal noch was los werden. Dies hier ist dein Blog. Du allein bestimmst die Themen, das ist dein Vorrecht. Allerdings sind wir auf FF.de. Und wenn du dort schon die einzelnen Blogthemen verlinkst, meinst du nicht, es wäre besser, wenn sich diese dann auch auf den FF-Bereich beschränken? Natürlich, es kann im Endeffekt jeder selbst entscheiden, ob er sie anklickt und sich durchliest. Aber… ich persönlich finde es nicht so schön. Wenn ich mich mit solchen Dingen beschäftigen möchte, dann tue ich das. Aber hier auf FF.de möchte ich mich eben mit meinem Hobby beschäftigen. Und da ist die Erörterung von Kastrationspflichten eigentlich nicht gemeint.
    Das ist, als würde ich auf einer Seite für Kuchenrezepte zwischendrin Bauanleitungen für Stahlkonstruktionen finden, verstehst du? Wie gesagt, ich kann mich da nicht reinhängen, denn es ist dein Blog. Aber mir stößt das eben zuweilen negativ auf.
    Ich wünsche aber trotzdem einen schönen Sonntag. Fenn

  70. Ich bin klar FÜR eine Kastration wenn mit einem Tier nicht gezüchtet wird. Zucht ist FÜR MICH das gezielte züchten einer Rasse um diese zu erhalten. Das sehe ich nicht nur bei Katzen so, sondern auch bei allen anderen Arten.
    Es gibt genug Tierleid!
    Ich habe selber einen Hund und einen Kater. Beide Kastriert. Ihnen geht es super damit. Es gibt soviele Katzen in THs die keiner haben will. Und warum sitzen sie da? Weil Leute wahllos ihre Tiere vermehren, sie nicht verkauft bekommen, und aussetzen.
    Und die normale Bauernhofkatze/Streunerkatze/Europäisch Kurzhaar wird man nicht zum aussterben bekommen. Es gibt genug wilde Katzen von denen wir Menschen nichts wissen und die sich fleißig weiter vermehren. Ist ja auch ok. Aber nicht in diesem Ausmaß. Da sollte was unternommen werden!

    Nur wer soll kontrollieren wem welche Katze gehört und wer seine Katze kastriert hat und wer nicht?
    Es besteht eine Mikrochip pflicht für Hunde, und? Wieviele Hunde laufen ohne Chip rum!? Keine kontrolliert es!
    Da sehe ich das Problem wieder mit der Kontrolle.

    Allen noch ein schönes Wochenende!

  71. Mal ganz naiv gefragt:
    Was wäre denn an einer Kastrationspflicht für FREILAUFENDE Hauskatzen (männlich und weiblich) verkehrt?
    Ich komm einfach auf kein Argument, das so vehement dagegen sprechen würde.

    Denn ich zweifle doch stark daran, dass die gemeine Hauskatze deswegen aussterben würde. Das ist in meinen Augen absurd und viel zu naiv gedacht. Nie wird man alle erwischen. Und wenn doch, dann gäbe es immer noch Züchter, die mit ihren Stubentigern für eine Reproduktion sorgen.

    Was wird noch als Gegenargument gebracht?
    Zu teuer?
    Obwohl ich selbst drei Katzendamen besitze, so kann ich nicht sagen, wie viel es damals gekostet hat.
    Nur sollte es immer noch günstiger sein, als später sämtliche Würfe mit minimalen Schmerzen und minimalem Stress für die Tiere zu „entsorgen“.
    Freilich, wenn jeder den unerwünschten Nachwuchs mit einem gezielten Schlag töten könnte, ohne bei den Tieren Stress und Horror auszulösen, mag das auch eine Lösung darstellen, mit der ich allerdings mit meinem „kindlich naiven Moralempfinden“ arge Probleme hätte.
    Zudem ist diese Vorstellung, jeder Otto-Normal-Besitzer wäre dazu in der Lage, genauso utopisch wie der Glaube, man würde jede Katze und jeden Kater einfangen und kastrieren können.
    Wer wäre denn dazu in der Lage?
    Wer besitzt genug Erfahrung, um garantieren zu können, dass die Tiere nicht unnötig leiden?
    Gewiss nicht der gewöhnliche Miezenhalter!
    Also müsste man sich auch hier wieder an „Fachpersonal“ wenden, die für das Töten der Kitten Geld verlangen.
    Summa summarum macht das im Endeffekt wohl auch höhere Kosten als die Kastration der Katze.

    Was bleibt noch?
    Tierheim mit anschließender Tötung der Tiere, falls sie nicht vermittelt werden können?
    Ich bezweifle, dass solch eine Variante tatsächlich Sinn macht.
    Denn ich nehme mal an, dass sich der Großteil der Bevölkerung im westlichen Europa gegen die Tötung von Tieren ausspricht. Ob es wirklich stimmt, weiß ich nicht, doch das allgemeine Moralempfinden spricht wohl dafür.
    Von dem ausgehend, würde es sich wohl jeder Besitzer ungewollten Katzennachwuchses – die, die sie sonst vielleicht noch zum Tierheim geschafft hätten – dreimal überlegen, ob man die Kätzchen wirklich ins Tierheim schaffen sollte. Dort wäre ihr Tod recht wahrscheinlich. Setzt man die Kitten jedoch aus, so kann man noch darauf hoffen, dass sie sich entweder durchschlagen können oder von jemanden gefunden werden, der sich um sie sorgt.
    Und denen, denen der Katzennachwuchs eh egal ist, die werden ganz gewiss die – in meinem Falle – 40 km zum nächsten Tierheim fahren. Ganz bestimmt …
    Das also dazu.

    Dann noch der Punkt der Gefahr einer Operation.
    Freilich birgt jede Operation bzw. die Narkose an sich ein erhebliches Risiko. Doch es ist und bleibt ein einmaliges Risiko. Wurde Katze erfolgreich operiert, dann hat sie für den Rest ihres Lebens ruhe. Katzen hingegen, die jedes Jahr zweimal werfen, erscheinen mir da wesentlich gefährdeter. Denn ich stell mir sowohl die Tragezeit als auch die eigentliche Geburt nicht gerade als sonderlich angenehm vor.
    Im Übrigen ist es Katzen recht egal, ob sie nun noch Junge bekommen können oder nicht. Es ist lediglich ein natürlicher Trieb – sie haben keine Freude daran und hegen längst nicht die gleichen Gefühle für ihren Nachwuchs wie der Mensch es tut.

    Was bleibt noch?
    Das „Ich will unbedingt Katzenbabys“-Argument?
    Wozu denn?
    Klar, Kätzchen sind ungemein niedlich und ich habe selbst schon eines mit Ersatznahrung aufgepäppelt. Aber es braucht – nach momentaner Lage – nicht mehr davon. Es gibt genug.

    Und sollte es in Zukunft doch eine erhöhte Nachfrage geben, dann können diejenigen, die nachweisen können, dass sie genug potenzielle Abnehmer für die Jungen eines jeden Wurfes haben, gerne eine Ausnahme für ihre Katze bewirken.
    Sicherlich würde das voraussetzen, eine Art Anmeldung einer Katze/Katers durchzusetzen.
    Aber auch das würde ich zumindest als Katzenhalter hinnehmen.
    Bei Hunden gehört es doch – meines Wissens nach – auch dazu, sie anzumelden und die meisten Hundebesitzer halten sich daran.
    Warum das Ganze nicht auch bei Katzen praktizieren?
    Denn eine Pflicht zur Anmeldung – ich rede hier an dieser Stelle nicht vom Erheben von Steuern. Nur Anmelden. – würde eventuell dazu führen, dass sich Neubesitzer das Anlegen einer Katze überlegen – weil es eben doch mit Arbeit und Verantwortung verbunden ist.
    Klar, diejenigen, die sich jetzt schon nicht um ihre Tiere scheren, die würde sie auch nicht anmelden bzw. fehlt ihnen das nötige Wissen um diese ganze Thematik. Doch das sind größtenteils Bürger der „alten“ Generation, die irgendwann zwangsläufig wegfällt.

    Meine Meinung dazu. Es ist lediglich meine Sichtweise der Dinge ohne detailliertes Wissen.

    Und warum nun eine Kastrationspflicht für Katzen und Kater?
    Zum Einen leben nicht-kastrierte Kater auf gefährlichem Fuß, wie bereits oft genug aufgeführt wurde. Außerdem zeigen die kastrierten Kater, die bei uns so auf dem Grundstück rumstromern, weder Anzeichen von Träg- und Faulheit noch von Übergewicht.
    Und zum Anderen bin ich einfach der Meinung: gleiche Pflichten für alle. Egal ob Dame oder Herr.
    Zudem habe ich dir Befürchtung, dass es ansonsten eine zu hohe Nachfrage nach Katern gäbe, während die Katzen in den Tierheimen oder beim Züchter sitzen bleiben würden.

    • Denn eine Pflicht zur Anmeldung – ich rede hier an dieser Stelle nicht vom Erheben von Steuern. Nur Anmelden. – würde eventuell dazu führen, dass sich Neubesitzer das Anlegen einer Katze überlegen – weil es eben doch mit Arbeit und Verantwortung verbunden ist.

      Ich hätte gegen eine Anmeldung der Katzen nicht. es gibt ja die Möglichkeit des Chippens bzw. der Tätowierung. Wobei ich für Ersteres bin. Jeder Haustierbesitze, unter anderem auch von Freigänger – Katzen sollte dies auch tun. Es hat sogar Vorteile … den man kann die Tiere bei Tasso anmelden und sollten sie doch mal weglaufen findet man beim Tierheim oder Tierarzt schnell heraus „der / die Gute gehört ja jemanden“ und kann den Besitzer kontaktieren.

      Warum es eine Hundesteuer geben muss verstehe ich selbst nicht. Wahrscheinlich werde ich mir auch durch diese keinen anschaffen. Mir sind da Katzen doch eh lieber. Leider vermute ich aber, dass Vater Staat im Falle eines Gesetzes auf diesen Schwachsinn auch kommen würde.

      Es würde jedoch nur dazuführen, dass sich weniger Menschen eine Katze anschaffen oder zumindest mehrere von ihnen. Für mich ist es zumindest ein Grund bei der Anschaffung eines Hundes zu überlegen. Dabei wären alle anderen Kosten für Tierarzt, Futter, Pflege (Spielsachen, Zubehör) kein großes Ding, auch wenn sie nicht ohne sind, ebenso wie die Zeit die ein Haustier generell beansprucht. Aber gut.. dies ist ein anderes Thema.

      Zum Einen leben nicht-kastrierte Kater auf gefährlichem Fuß, wie bereits oft genug aufgeführt wurde. Außerdem zeigen die kastrierten Kater, die bei uns so auf dem Grundstück rumstromern, weder Anzeichen von Träg- und Faulheit noch von Übergewicht.

      Das Katzen träge, faul oder übergewichtig werden hängt ja auch eindeutig nicht damit zusammen, dass sie kastriert werden. Hier ist der Besitzer in der Pflicht darauf zu achten und ihn halt nicht zuviel Fressen zu geben bzw. genügend Bewegung.

      Freigänger holen sich ihre Bewegung oft schon dadurch, da sie draußen unterwegs sind. Sei es um ihr Revier zu markieren oder um zu Jagen. Ja… erstaunlicherweise tun das Katzen ja auch wenn sie kastriert werden. Sie haben durch die Kastration nur nicht mehr den drang danach jede Katze zu begatten und Nachwuchs zu zeugen. Auch wenn ich es bei unsrem Kater manchmal anders sehe… nun ja er ist kastriert also kann da nix mehr passieren.

      Aber gut Katzenbesitzer oder die die es werden wollen, sollten dies auch so bereits wissen oder sich darüber informieren.

      Und zum Anderen bin ich einfach der Meinung: gleiche Pflichten für alle. Egal ob Dame oder Herr.
      Zudem habe ich dir Befürchtung, dass es ansonsten eine zu hohe Nachfrage nach Katern gäbe, während die Katzen in den Tierheimen oder beim Züchter sitzen bleiben würden.

      Viele holen sich lieber ein Weibchen in die Wohnung da diese weniger bis gar nicht markieren. An und für sich sind Katzen jedoch sehr reinliche Tiere.

      Auch wir wollten als erstes ein Weibchen haben. Hatten unser erstes Kätzchen auch als solches erhalten. Im Endeffekt war es jedoch ein Halbperser Kater, dafür aber auch ein sehr reinlicher. Wenn überhaupt hatte er in einer Wohnung nur einmal markiert und danach aufgehört. Ohne das wir großen Stress hatten.

      Egal… ob es direkt eine gesetzliche Pflicht geben muss oder nicht sei einmal dahingestellt. Persönlich fände ich es besser, wenn man die Besitzer genau erklärt warum eine Kastration sinnvoll und gut wäre. Man sollte einem nicht jedes Denken vorenthalten.

      Dennoch bin ich für eine Kastration sowohl für Weibchen als auch Männchen.

      Während der Rolligkeit kann ein Weibchen sehr wohl auch mit mehreren Männchen Nachwuchs zeugen. Daher ist es auch nicht ungewöhnlich, dass der Nachwuchs eines Wurfes mehrere Väter hat. Insofern ist es immer positiv zusehen wenn dies von beiden Seiten unterbunden wird.

      Insbesondere wenn man sich nicht sicher sein kann, dass dieser mögliche Nachwuchs auch vermittelt werden könnte. Denn nur wenige Besitzer sind – selbst bei ungewollten Nachwuchs – klug genug diesen im schlimmsten Falle ins Tierheim zu bringen. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit doch noch recht groß, dass sie gerade dort vermittelt werden.

      Viele die sich ein neues Haustier oder das erste zulegen wollen, wollen als erstes ein junges Tier haben. Da bei Älteren halt doch die Befürchtung vorhanden ist, dass es falsch erzogen wurde. Letzteres kann sehr wohl ein Irrglauben sein, aber so denke ich es mir einmal. Auch wir haben uns nur junge Katzen geholt. Wobei wir auf Bekannte, Anzeigen in Zeitungen und Internet sowie das Tierheim zurückgriffen bei der Suche nach welchen.

      • Da sehe ich die Gefahr des Anmeldens. Denn kaum ist etwas angemeldet, gibt es Steuern. Erinnert ihr euch an den Vogelgrippeskandal? Muss man seither nicht auch seine Hühner, Enten usw anmelden? Und soweit ich weiß, eine Art Seuchensteuer zahlen.
        Ich finde es unverschämt vom Staat, aus allem möglichen Kapital zu schlagen. Aber das würde jetzt in eine andere Richtung führen.
        Ich jedoch warte nur noch auf die Katzensteuer. In 20 Jahren haben wir sie vielleicht.

        • Leider glaube ich das du damit gar nicht so falsch liegst.

          In dem Moment wo es gesetzlich geregelt wird, dass Tiere angemeldet werden müssen u. a. auch Katzen dürfte es nicht weit sein bis es auch für diese Steuern gibt.

          Ich will nur nicht wissen wie viele Katzen dann auf einmal ins Tierheim kommen. Denn gerade die die mehr als nur einen oder zwei Stubentiger haben können sich diese dann ggf. nicht mehr leisten. Auch wenn viele wohl eher woanders sparen wollten als bei ihren Schätzen…

          • Du müsstest an der Stelle aber auch bedenken, dass die Hundesteuer:
            1.) … nur von Gemeinden erhoben wird. Es gibt also durchaus Orte in Deutschland, in denen es zwar eine Anmeldung der Hunde aber keine Pflicht zum Steuer zahlen gibt
            2.) … eine Tradition seit dem Mittelalter ist.

            Von Hunden geht einfach viel mehr Gefahr aus und gleichzeitig ein weitaus höherer Nutzen als es bei Katzen Fall ist.

            Im Übrigen gibt es – so sagt es mir jedenfalls Tante Google – keine Steuerpflicht für Geflügel. Lediglich eine Pflicht zur Anmeldung. Und genau das sollte auch bei Katzen der Fall sein.
            Denn ich bezweifle, dass der Appell an den Verstand und die Vernunft der Halter tatsächlich noch Sinn macht. Es wäre schön, wenn es funktionieren würde, doch bisher ist da nichts bei rum gekommen.
            Wie oft wird von ausgesetzten Tieren – grade in Ferien- und Weihnachtszeit – berichtet?
            (Mir selbst quillt das schon zu Ohren raus.)
            Und wie oft werden die Tiere immer noch ausgesetzt?
            Jedes Jahr das gleiche Spiel, obwohl man es doch längst schon besser wissen sollte.

          • Okay, die Hundesteuer existiert schon eine Weile. Aber welchen Sinn macht sie?
            Wenn ein Hund Ärger macht, trägt immer noch der Privathalter den Schaden. Ich wüsste nicht, dass der Staat irgendwann wegen einem Hund etwas bezahlt hätte. Höchstens wegen den netten kleinen Hundehäufchen in der Stadt, denen aber generell niemand Herr wird.
            Es ist reine Geldmacherei. Und es existiert keine Geflügelsteuer, aber eine Seuchensteuer. Wir müssen pro Huhn 50 Cent zahlen.

  72. Ich finde, deine Einstellung ist falsch. Junge Katzen einfach zu töten, ist nicht nur eine widerliche Praktik, es entsteht auch ein Teufelskreis, denn die überlebenden Katzen vermehren sich weiter unkontrolliert und damit gehen die Tötungen in der nächsten Generation weiter (von wegen denkfaule Tierfreunde).

    Die Kastration ist ein kleiner Routineeingriff, der viele Vorteile bringt. Für Katzen bedeutet der Geschlechtstrieb stress. Er schwächt die Immunabwehr und durch die hormonelle Veränderung kann es zur Bildung von Zysten, Tumoren usw. kommen.

    Kater, die nicht kastriert sind, streunen umher. Somit steigt die Gefahr, dass sie von einem Auto überfahren werden. Sie tragen Revierkämpfe aus und bekommen dabei schlimme Wunden oder infizieren sich mit schweren Krankheiten (FeLV, FIV…)

    Werden Katzen/Kater kastriert konzentrieren sie sich auf die Jagt, auf das Erkunden, das Spielen, Kuscheln usw. Sie sind öfter zu Hause, sie sind weniger aggressiv und launisch und sie können doppelt so alt werden.

    Das Risiko für Übergewicht steigt – das stimmt. Erhält die Katze genauso viel Futter wie vor der Kastration, wird dieses in Fettreserven umgesetzt. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger auf die Ernährung zu achten.

    • es entsteht auch ein Teufelskreis, denn die überlebenden Katzen vermehren sich weiter unkontrolliert

      Nicht, wenn der größte Teil der Katzen kastriert wird. Es geht mir ja nicht darum, Kastration zu verbieten, ich möchte nur keine bedingslose Zwangskastration aller freilaufenden Katzen.

      Kater, die nicht kastriert sind, streunen umher…

      Hatte ich oben bereits erwähnt. Ich mag es aber nicht, ohne Not in das Wesen eines Tieres einzugreifen. Das ist meiner Meinung nach eine Art Arroganz, vor der man sich hüten sollte.

      und sie können doppelt so alt werden.

      Das stimmt so nicht ganz. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist etwa 2 bis 3 Jahre höher, einfach aufgrund der geringeren Risiken.

  73. Hallo zusammen,
    ich stimme Helge´s Meinung voll und ganz zu, dennoch habe ich meine Katzen kastrieren lassen,
    nicht wegen der Meinung das es einfach zu viele gibt, sondern einfach, weil hier zuviele auf dem Hof rumlaufen (nicht unsere beiden) und es schon mehr als genug Revier kämpfe gibt und ich selber bei einem Wurf den wir hatten, Arge schwierigkeiten hatte 8!!!! Baby´s los zu werden.

    Fazid, jeder soll selber entscheiden ob und wann er seine Katzen / Kater kastrieren lässt.

    Lg Susanne

  74. hallo 🙂
    Auch ich möchte mich kurz zu dem Thema äußern. Ich bin absolut dagegen, gesunde Kätzchen, eigentlich ohne Grund zu töten.

    Wenn es eine Zwangskastration geben wird (oder schon gibt?), dann hat man sich auch daran zu halten. Umsonst wird es zu solch einer drastischen Maßnahme nicht gekommen sein. Wieso sollten wir nicht unnötiges Tierleid, dass durch teilweise inzestiöse Vermehrung entsteht, nicht ein für alle Mal verbannen wollen? Es kann doch eigentlich nur gut sein, wenn es weniger streunende Katzen gibt, oder etwa nicht? Und darüber, dass die Spezies Mensch eigentlich nicht das Recht hat, mit den Leben unserer Mitgeschöpfe so umzugehen, als ob sie darüber bestimmen könne brauchen wir uns meiner Meinung nach eigentlich gar nicht unterhalten.

    Wieso soll Leben vernichtet werden, dass eigentlich nicht einmal hätte entstehen müssen?

    • Wir haben zwar nicht das Recht zu Töten, aber das Recht zur bedingsungslosen Zwangskastration. Seltsame Logik.

  75. Ich kenne ja eine Reihe von freilebenden, im Laufe ihres Lebens vermutlich irgendwann mal ausgesetzten Katzen, die sicher eine Gegenargumentation dazu aufbauen würden, dass es besser wäre, man hätte sie als Baby getötet. Klar, eine alte oder kranke oder verletzte Katze hat freilebend schlechte Chancen, aber wenn schon argumentiert wird, dass der arme kastrierte Kater vermutlich nicht freiwillig älter wird, wenn er dafür die Spermienproduktion und -verteilung einsetzen muss, finde ich es auch legitim, die nach dieser Theorie totgeweihten Miezen zu fragen, ob sie nicht lieber menschenlos und verwildert leben möchten (auch mit dem Risiko, dann in harten Wintern zu verhungern – das passiert freilebenden Tieren nun einmal, das will die Natur).

    Ansonsten ein herrliches Beispiel für männliche Argumentation („bei Kätzinnen nicht schlimm, aber der arme Kastrat!!“). Selbst bei Zwangskastration wird sich die Katzenpopulation nicht derart verringern, dass sie dadurch vom Aussterben bedroht werden. Es gibt ja auch noch jede Menge verhaltensgestörter Katzen und Kater, denen der Freigang verwehrt wird, die zur Zucht dienen können, und zur Not lassen wir die Statistiker einfach mal ausrechnen, ob es nicht reichen würde, einen Kater erst z.B. mit einem Jahr zwangszukastrieren. Vielleicht ist er bis da natürlich schon auf Freiersfüßen unter ein Auto gekommen, aber sicher hat er das dann genossen, weil er das Gewicht seiner Hoden dabei gefühlt hat.

    • Wenn weibliche Katzen unkastriert belassen werden, aber selbst nicht trächtig werden können, so haben sie eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit, daß es zu Tumorbildung in der Gebärmutter kommt. Sonst wäre eine Durchtrennung der Eileiter ja völlig ausreichend und dann auch die bessere Alternative. Mit einer Komplettentfernung geht nun mal immer auch eine Änderung des Hormonhaushaltes einher und das verändert das Wesen eines Lebewesens. Und es ist meiner Meinung nach tatsächlich sehr arrogant, diese Wesensänderung vorzunehmen, wenn sie eigentlich nicht erforderlich ist.

      • Du vermenschlichst zu sehr.
        Was wäre außerdem so schlimm an dieser Wesensänderung?
        Und gibt es nicht andere Dinge, die viel mehr Einfluss auf ein Wesen haben als die Kastration/Sterilisation? Welche Maßnahmen darf man ergreifen, um welche Wesensänderungen vorzunehmen?

        Der einzige Grund, weshalb du die Maßnahme der Sterilisation als „eigentlich nicht erforderlich“ bezeichnest, ist – wenn ich dich richtig verstehe -, dass man die Katzen auch so vermitteln kann. Ok, angenommen ich kenne genug Leute, an die ich die Kätzchen meiner nicht sterilisierten Katze einmal, zweimal, dreimal, x-mal vermitteln könnte… Ich würde meine Katze trotzdem sterilisieren und denen, die eine Katze haben wollen, sagen: „Die Tierheime sind überfüllt mit Katzen – nehmt die lieber auf.“

        • Nein, das hast du falsch verstanden. Kater zu kastrieren, ist nur deswegen nicht zwingend erforderlich, weil ihre Anzahl die Menge an Nachwuchs nicht direkt beeinflusst. Bei geschlechtlicher Vermehrung entscheidet immer die Anzahl der gebärfähigen Weibchen über die mögliche Menge an Nachwuchs.

          Der Großteil der weiblichen Katzen sollte also sehr wohl kastriert werden und der überwiegende Teil der männlichen wird es sowieso.

          Hätte ich nebenbei eine weibliche Katze, so würde ich sie mit absoluter Sicherheit kastrieren lassen.

  76. „Persönlich wäre ich also eher dafür, entweder eine einfache Variante einer schmerzfreien Tötung zu legalisieren, beispielsweise durch eine Spritze oder den bereits erwähnten Schlag ins Genick“
    Also, deine endgültige Meinung? Könnte es nicht sein, dass du dich falsch ausgedrückt hast, denn in meinen Ohren klingt es so, als würdest du es begrüßen, wenn verantwortungslose Katzenbesitzer kleine, wehrlose Katzenbabies mit einem Holzscheit niederprügeln, um ihnen das Genick zu brechen… Aber das wolltest du doch nicht wirklich sagen, oder?

    Ich bin sicher, du hast deine Gründe, gegen eine Kastration aller Katzen zu sein, aber wenn du ernsthaft über ein solch wichtiges Thema sprechen willst, lohnt es sich, lieber länger an einem Satz zu überlegen, bevor Missverständnisse enstehen. Für mich klingt es so, als wollest du sagen, dass man Katzen nicht kastrieren sollte, um dann ihre Kätzchen – wenn man zu faul ist, um sich vorher gedanken zu liebevollen Plätzen für die Kleinen zu machen – umbringen soll (wobei mich die Sache mit dem Holzscheit immer noch auf erschreckende Weise fasziniert, nämlich wie du auf so etwas kommst ^^ Sind wir plötzlich im Mittelalter, wo Tiere, die in einigen Augen als unnütz erscheinen, einfach totgeprügelt wurden?). Das wäre kontraproduktiv, denke ich. Man würde es der tragenden Mutter unnötig schwer machen, um dann die Kitten erst wieder einzuschläfern oder totzuprügeln, anstatt der Sache gleich aus dem Weg zu gehen und die Katze kastrieren lässt.

    Weiters kann nicht jeder Katzenbesitzer zum Wohle der Rasse der – in deinen Augen äußerst gefährdet zu sein scheinenden – EKH sein eigenes Haustier aufs Spiel setzen. Kater aus Liebeswegen sind bekanntlich blind für jede Gefahr. Von daher bildet eine Kastration also auch Vorteile.

    Die Streunerpopulation wird dadurch angetrieben, dass kleine Kätzchen in unverantwortliche Hände gegeben werden, welche jene dann aussetzen. denn anscheinend haben wenige solcher schlechter Menschen den Mumm dazu, ihr Kätzchen totzuprügeln, und setzen es stattdessen einfach aus. Inwiefern, frage ich mich, sollte es dann eine Besserung des Streunerleidens geben, frage ich mich. Ungewollte Kitten sollten also mit deinen Worten mit einem gezielten Holzscheit niedergeprügelt werden, um ihnen das Leid zu ersparen, ausgesetzt zu werden, welches vermeidbar gewesen wäre, wenn sie erst gar nicht geboren worden wären.

    Ich bitte dich, denk noch einmal darüber nach, was du sagen wolltest. Ich hab noch keinerlei Meldungen gehört, dass die EKH aussterben sollte, da es viele seriöse Züchter gibt. Nein, das wahre Problem sind die ungewollten Kitten, mit denen die Besitzer nicht wissen wohin und sie dann einfach aussetzen. Doch eine Kastration der Streuner und anderen Nicht-Zuchtkatzen abzulehnen, um dann zu erlauben, ihre Kitten legalisiert töten zu lassen, ist einfach grausam und unsinnig, tut mir leid 🙂

    LHG
    Fee

    • richtig 🙂 danke, dass das mal jemand geschrieben hat.

  77. Leute, Leute. Ich meld mich dann auch mal zu Wort. 😀

    Erstens: Ich bin grundsätzlich nicht begeistert davon, Kätzchen zu töten. Wenn aber die beiden Alternativen heißen: Aussetzen in der Natur, wo sie (noch) nicht überlebensfähig sind und wahrscheinlich langsam sterben werden oder relativ schnell und schmerzlos direkt töten, dann erscheint mir Letzteres noch humaner. Sterben werden sie so oder so. Wir reden hier nicht von ausgewachsenen Katzen, die jagen und kämpfen können, sondern von winzigen Kätzchen, die gegen rein gar nichts da draußen eine Chance hätten. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie überleben, ist gering.

    Zweitens: Kastration seiner Katze ist eine prima Sache, wenn man keine Jungen haben will. Sage ich. Sagt so ziemlich jeder. Sagt auch Helge! Ein Gesetz einzuführen, das jeden Katzenbesitzer (ausgenommen vermutlich Züchter) verpflichtet, seine Katze kastrieren zu lassen, lehne ich trotzdem ab. Ob man das bei seiner Katze machen lässt oder nicht, sollte dem Gewissen des Besitzers überlassen werden.
    Besonders in ländlichen Gebieten mit Höfen, wo Katzen halbwild und unbeaufsichtigt in Stall und Scheune rumlaufen, wird es wohl kaum geschehen, dort kann es unter Umständen zu einem Anstieg der Katzenpopulation kommen. Kann! Dazu muss ich aber sagen, im winzigen Ort meiner Großeltern und direkt auf ihrem Bauernhof leben mehrere Katzen, die täglich ein bisschen Futter hingestellt bekommen, gestreichelt werden, wenn sie sich dazu herablassen, und ansonsten tun und lassen, was sie wollen. Ich habe bisher weder im Ort noch auf dem Hof eine unglaubliche Masse an Katzen gesehen, die Anzahl bleibt relativ konstant. Gelegentlich sieht man Kätzchen, gelegentlich eine tote Katze, aber beides nicht allzu oft.
    Wenn nun Tierschützer befürchten, dass es da zu schrecklichen Dingen kommt, können sie ja Gruppen bilden, die durch solche Orte ziehen und den Leuten eine Kastration nahelegen. Oder Spenden sammeln, um anzufragen, ob sie die Katzen zum Tierarzt schleppen dürfen, um sie kastrieren zu lassen. Die wenigsten Bauern werden vermutlich ihre Stallkatzen kastrieren lassen wollen, wenn sie sich selbst drum kümmern sollen, weil sie es einfach nicht nötig finden, aber wenns jemand machen will …

    Drittens: Echte Streuner können vermutlich teilweise zu einem Problem werden. Es gibt Organisationen, die sich bemühen, diese Tiere einzufangen und zu kastrieren. Direkt hat dieser Beitrag mit denen aber gar nichts zu tun, da die keinen Besitzer haben und sich ein Gesetz welcher Art auch immer, das für freilaufende Hauskatzen gilt, eh nicht auf sie auswirken würde. Auch wenn manche das hier anscheinend schon rausgelesen haben, es war nie die Rede davon, Streuner einzufangen und zu töten. O.o
    Ausgesetzte Hauskätzchen, die überleben, tragen natürlich zur Anzahl der Streuner bei. Und wenn viele Streuner schlecht sind, sind noch mehr Streuner noch schlechter. Also ist Kätzchen aussetzen schlecht.

    Wenn man jetzt mal von meinem letzten Satz, Kätzchen aussetzen ist schlecht, ausgeht, stellt man sich die Frage: Wenn jetzt irgendwie, weil’s halt passiert ist, die Katze doch Junge bekommen hat, was tut man mit ihnen, wenn man es nicht schafft, sie zu vermitteln, sie aber auch nicht behalten kann? Irgendwo müssen sie hin. Ich sehe nicht mehr Möglichkeiten als Aussetzen oder Töten. Und was das betrifft … siehe Erstens.

    Jetzt will ich natürlich auch nicht, dass Hinz und Kunz zu faul sind, ihre Katze kastrieren zu lassen, und dann den Nachwuchs kurzerhand töten lassen, ohne überhaupt was versucht zu haben. Deshalb müsste die Kätzchentötung auf jeden Fall mit der sofortigen Kastration der Mutter einhergehen (wer sie einmal nicht vermittelt, wird es beim nächsten Mal auch nicht tun). Man kann vermutlich leider nicht verhindern, dass das trotzdem vorkommt … aber eine bessere Lösung hab ich leider auch nicht.
    Wer jetzt schreit, Zwangskastration sei die Möglichkeit, das zu verhindern: Klar, das wäre sie. Aber was ist mit denen, die sich Gedanken gemacht haben, was mit den Kätzchen passiert, die die Möglichkeit haben, ihnen ein gutes Zuhause zu bieten? Warum sollten die das nicht dürfen?

    Keine Lösung ist perfekt. Aber so wie manche hier aufschreien, finde ich es auch etwas übertrieben, ehrlich gesagt. 😉

    Ah, übrigens: Helges Rechnung Kastration Katze vs. Kater mag zwar richtig sein, trotzdem würde ich auch die Kastration von Katern befürworten. Aber auch die Entscheidung sollte dem Besitzer überlassen bleiben.

    • Ah, übrigens: Helges Rechnung Kastration Katze vs. Kater mag zwar richtig sein, trotzdem würde ich auch die Kastration von Katern befürworten. Aber auch die Entscheidung sollte dem Besitzer überlassen bleiben.

      Die meisten Halter tun dies ohnehin, teilweise weil sie meinen, dies wäre für den Kater besser, teilweise weil so einige negativere Aspekte des Zusammenlebens reduziert werden (z.B. Markieren), teilweise sogar um den Charakter des Tieres gezielt zu verändern, beispielsweise um es ruhiger zu machen.

      Ich selbst lehne die Kastration für unseren Kater ab, weil ich sein Wesen eben nicht ohne Not verändern möchte. Er ist eben wie er ist. Es hat alle Impfungen bekommen, die möglich sind. (Gegen Katzenaids gibt es ja leider keine. Sollte er Katzenaids bekommen, müßten wir ihn kastrieren lassen, um die weitere Verbreitung zu verhindern.) Hätten wir eine Katze, so wäre diese kastriert worden, einfach weil ich nicht garantieren könnte, die Jungtiere immer unterbringen zu können. Wenn man aber hormonell eingreift und die Katze nicht trächtig wird, so können sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Tumore in der Gebärmutter bilden.

      Aber auch wenn es nur wenige unkastrierte weibliche Katzen gibt, deren Nachkommenschaft vermittelt werden kann, so sollte es eine adequate Anzahl unkastrierter Kater geben. Das ist ja schließlich der Vorteil, wenn nicht irgendwelche mehr- oder minderguten Züchter in die Selektion eingreifen. Die Katze geht bei der Auswahl ihrer Geschlechtspartner nach besseren Kriteren vor. Da geht es nicht um Fellfarbe und Augenabstand, sondern darum, wer genetisch am besten zu ihr paßt. Man sollte nicht vergessen, die Kater kämpfen zwar untereinander, aber im Endeffekt wählt immer noch die Katze den Partner aus, der am besten zu ihr paßt. Und das wiederum ist ein extremer Vorteil gegenüber Rassen, welche nur nach Auswahl von Züchtern vermehrt werden.

      • Das ist doch eigentlich soweit ne ganz vernünftige Einstellung.^^ Hätte ich einen Kater, wäre er vermutlich kastriert, Katze genauso, aber wer das nicht will, für den sollte es auch nicht verpflichtend sein, finde ich.

        Was das Verhältnis von unkastrierten Katzen und Katern betrifft, muss man sich vermutlich kaum Sorgen machen … Es wird mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit auch weiterhin genug Menschen geben, die ihren Kater aus welchen Gründen auch immer nicht kastrieren lassen. Umgekehrt wäre jetzt mal die Frage, was würde passieren, wenn alle Katzen kastriert wären und aber mehrere unkastrierte Kater rumlaufen würden? Würden die sich trotzdem an die Katzen ranschmeißen, würden sie woanders suchen? Das würde mich jetzt doch mal interessieren.^^

      • Entfernt wegen Unsachlichkeit.

  78. Ich bin für eine Zwangskastration von freilaufenden Hauskatzen, mit denen nicht gezüchtet wird.
    Es ist für die Tiere angenehmer und gesünder, und ein Kater fühlt sich ja nicht als „Weichei“, nur weil er keine Kinder mehr machen kann.

    Man wird NICHT alle Katzen erwischen. Muss man auch gar nicht. Die Population wird dadruch eingedämmt, und das reicht schon. Es ist mehr ein Zeichen. Bei den meisten Menschen, die ihre Katze nicht kastrieren lassen kommt man mit: „Bitte, es ist besser für das Tier.“, nicht weiter.
    Mit: „Es ist gesetzlich vorgeschrieben.“, sieht das allerdings anders aus.
    Wie gesagt, man erwischt nicht alle. Selbst wenn man 30% nicht erwischen würde, wären es immerhin 70% der Katzen sie nicht für weiteren Nachwuchs sorgen könnten, der dann erbärmlich verreckt, oder wenn man nach deinem Vorschlag gehen würde, getötet werden würde.

    Kenne eine Familie mit drei Katern und einer Katze die alle draußen herumlaufen können, wie sie wollen. Alle kastriert/sterilisiert. Wo die Katze her ist, weiß ich nicht. Ein Kater ist fett und war ein Streuner, die anderen Beiden sind gertenschlank und kommen aus Würfen, die wohl getötet worden wären, wenn es nach dir ginge.
    Die Katze hat auch keine Probleme mit der Sterilisation. Sie ist zwar schon etwas betagter, ist aber trotzdem noch viel unterwegs und recht fit.

    EHK würde nicht aussterben. Dieser Prozess würde Jahrzehnte dauern, und würde sich eine solche Tendenz abzeichnen würde eingegriffen und gezielt gezüchtet werden.
    Und mit Gezielt gezüchtet meine ich:

    – Keine Verwandten Katzen miteinander verpaaren.
    – Keine Träger von Erbkrankheiten miteinander verpaaren.

    Was ich mich gezielter Züchtung nicht meine:

    – Allein auf Rassemerkmale züchten.

    Inzucht gibt es übrigens bei freilaufenden „Nichtrassekatzen“ ebenso.
    Nur achtet da keiner drauf ob sie vielleicht Träger von Erbkrankheiten sind.

    Du kannst diejenigen die für die Zwangskastration sind gerne als Pseudotierschützer bezeichnen.
    Fakt ist, dass sie es nicht sind und diese Bezeichnung weitaus besser auf dich passen würde. Wenn man da überhaupt „Tierschützer“ sagen kann, denn dir scheinen Tiere als Einzelne ja nicht gerade etwas Wert zu sein.

    • „Ein Kater ist fett und war ein Streuner, die anderen Beiden sind gertenschlank und kommen aus Würfen, die wohl getötet worden wären, wenn es nach dir ginge.“

      Falsch. Komplett falsch. Es geht um Katzen, die nicht vermittelt werden können. Du scheinst den Blogpost ja sehr gründlich gelesen zu haben.

      „Wenn man da überhaupt “Tierschützer” sagen kann, denn dir scheinen Tiere als Einzelne ja nicht gerade etwas Wert zu sein.“

      Ebenso falsch. Tiere als einzelne sind Helge sogar eine ganze Menge wert. Er gehört nicht zu den Leuten, die kleine Kätzchen im See ertränken oder in die Mülltonne schmeißen. Tatsächlich vermittelt er regelmäßig Würfe, die nichtmal von seinem Kater stammen.

      Es geht schlicht und ergreifend um die Frage, ob es humaner ist, Kätzchen möglichst schnell und schmerzfrei zu töten, oder sie in Müllcontainern verenden zu lassen. Es ist jedermanns gutes Recht, die Zwangskastration nicht für den einzig wahren Weg zum Weltfrieden zu halten und deswegen andere Möglichkeiten aufzuzeigen. Das macht einen noch lange nicht zu einen Unmenschen und ich kann dir versichern, dass Helge in seiner Freizeit keine Katzenbabies in den Mixer schmeist.

      • „Falsch. Komplett falsch. Es geht um Katzen, die nicht vermittelt werden können. Du scheinst den Blogpost ja sehr gründlich gelesen zu haben.“

        Und ab wann weiß man, dass sie nicht vermittelt werden können?
        Gibt es da irgendein Zeitlimit? Wenn die Kitten bis Datum xxx nicht vermittelt sind, werden sie eingeschläfert?
        Besagte Katzen waren Würfe von Streunern die vom Tierschutz vermittelt wurden.

        Edit Helge: Und was wäre gewesen, wenn der Tierschutz oder das Tierheim die Katzen aufgrund von Kapazitätsüberschreiung gar nicht erst angenommen hätten? Hätten sie sie dann aussetzen sollen?`

        „Ebenso falsch. Tiere als einzelne sind Helge sogar eine ganze Menge wert. Er gehört nicht zu den Leuten, die kleine Kätzchen im See ertränken oder in die Mülltonne schmeißen. Tatsächlich vermittelt er regelmäßig Würfe, die nichtmal von seinem Kater stammen.“

        Ist ja nett von ihm, trotzdem finde ich es grausam, die legalisierung der Tötung auch nur vorzuschlagen. Jedes Leben ist es wert, gerettet zu werden. Man muss etwas an der Situation der Katzen ändern. Töten kann keine Option sein.

        Blödsinn. Das einzige was wirklich sicher ist, ist dass jede Geburt auch einen Tod in die Welt bringt. Andere Garantien gibt es nicht. Die meisten Leute, die den Schwachsinn ala „Jedes Leben muss gerettet werden“ deklamieren, sind ohnehin reichlich inkonsequent. Süße, kleine Kätzchen gehen dann ok, aber schau mal, wie es mit stinkenden Kanalratten, Spinnen, Blutegeln und Bandwürmern aussieht. Jedes Leben zu retten, widerspricht sowohl der Logik der begrenzten Ressourcen als auch dem Wesen der Natur selbst.

        „Es geht schlicht und ergreifend um die Frage, ob es humaner ist, Kätzchen möglichst schnell und schmerzfrei zu töten, oder sie in Müllcontainern verenden zu lassen. Es ist jedermanns gutes Recht, die Zwangskastration nicht für den einzig wahren Weg zum Weltfrieden zu halten und deswegen andere Möglichkeiten aufzuzeigen. Das macht einen noch lange nicht zu einen Unmenschen und ich kann dir versichern, dass Helge in seiner Freizeit keine Katzenbabies in den Mixer schmeist.“

        Und es ist nicht humaner Lebewesen zu töten, statt einfach zu verhindern dass sie überhaupt geboren werden. Er kann meinetwegen auch die Zwangskastration für eine schlechte Lösung halten, aber sie ist weitaus weniger grausam als die Tötung.

        Dann mach bitte einen Zeitsprung und kastriere in der Vergangengheit, um das Geborensein im Jetzt zu verhindern.

        Kastration ist durchaus unvermeidbar, um hier zu einer Lösung zu kommen, allerdings geht die kompromißlose Kastration aller freilaufenden katzen zu weit.

        Er ist hier derjenige, der mit Begriffen wie „Pseudo-Tierschützern“ um sich schmeißt, wenn jemand die Zwangskastration humaner findet.

        Von einem echten Tierfreund wird man wohl erwarten dürfen, auch übr Alternativen nachzudenken, nicht wahr?
        Wenn im eigenen Denken die glücklichsten Tiere jene sind, die gar nicht erst geboren werden, ist irgendetwas falsch.

        • „Edit Helge: Und was wäre gewesen, wenn der Tierschutz oder das Tierheim die Katzen aufgrund von Kapazitätsüberschreiung gar nicht erst angenommen hätten? Hätten sie sie dann aussetzen sollen?`“

          Aussetzen ist falsch, sie einfach töten ist auch falsch. Es muss andere Lösungen geben.
          Und wenn die Anzahl der Katzen durch Kastration verringert werden kann, dann finde ich das weitaus besser, als die Kitten die geboren werden einfach einzuschläfern.

          „Blödsinn. Das einzige was wirklich sicher ist, ist dass jede Geburt auch einen Tod in die Welt bringt. Andere Garantien gibt es nicht. Die meisten Leute, die den Schwachsinn ala “Jedes Leben muss gerettet werden” deklamieren, sind ohnehin reichlich inkonsequent. Süße, kleine Kätzchen gehen dann ok, aber schau mal, wie es mit stinkenden Kanalratten, Spinnen, Blutegeln und Bandwürmern aussieht. Jedes Leben zu retten, widerspricht sowohl der Logik der begrenzten Ressourcen als auch dem Wesen der Natur selbst.“

          Oh, nicht nur süße, kleine Kätzchen darf man nicht einfach töten. „Stinkende Kanalratten“ brauchen auch ihren Lebensraum. Spinnen sind nicht umbedingt meine Lieblingstiere, trotzdem lasse ich sie in meiner Wohnung in Ruhe wenn ich mal eine sehe. Blutegel fand ich schon immer unheimlich, aber getötet hab ich noch keinen.
          Man sollte einfach kein Tier ohne Grund töten. Wenn eine akute Bedrohung von ihm ausgeht, okay. Es ist dann zwar schade, aber ich kann niemandem vorwerfen, wenn er sich verteidigt.
          Wenn es um Nahrung geht, auch okay. Ich verbiete ja auch keinem Raubtier, Fleisch zu essen.
          Und Menschen will ich es auch nicht absprechen – solange sie verantwortungsvoll damit umgehen und nicht einfach „konsumieren, konsumieren, konsumieren“.

          Aber Tiere zu töten, weil der Mensch eine Überpopulation verursacht hat und verantwortungslos handelt, ist nicht okay.
          Die Tiere zu beseitigen ist die einfachste Lösung. Aber die einfachste Lösung ist eben nicht gleich die Beste und humaste.

          Dann mach bitte einen Zeitsprung und kastriere in der Vergangengheit, um das Geborensein im Jetzt zu verhindern.
          Kastration ist durchaus unvermeidbar, um hier zu einer Lösung zu kommen, allerdings geht die kompromißlose Kastration aller freilaufenden katzen zu weit.

          Die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern, aber die Zukunft. In der Gegenwart sollte alles getan werden um die Situation der Katzen so erträglich wie möglich machen, und für die Zukunft sollte vorgesorgt werden.
          Man bekommt eh nicht alle Katzen kastriert. Trotzdem sollte jeder, der seine Katze frei laufen lässt, sie kastrieren lassen, wenn er sich nicht um Nachwuchs kümmern möchte. Ja, ich finde es bei Katzen weitaus sinniger als bei Katern, und ob beide generell kastriert werden sollten, darüber lässt sich streiten.
          Wenn alle Halter mehr Verantwortungsgefühl hätten, gäbe es dieses Problem nicht.

          „Von einem echten Tierfreund wird man wohl erwarten dürfen, auch übr Alternativen nachzudenken, nicht wahr?
          Wenn im eigenen Denken die glücklichsten Tiere jene sind, die gar nicht erst geboren werden, ist irgendetwas falsch.“

          Natürlich darf man über Alternativen nachdenken. Das ist ja auch gut so. Vielleicht kommt dadurch auch jemand auf eine Lösung, die wirklich tragbar ist.
          Aber es ist eben nicht okay, wenn man andere, die den Gedanken dieser „Alternative“ ablehnen, als „Pseudo“ abstempelt.
          Geboren werden, nur um dann gleich wieder getötet zu werden, ist nicht wirklich glücklicher.
          Tiere die gar nicht erst geboren wurden, existieren nicht. Sie können nicht glücklich sein. Sie können auch nicht irgendwo vergammeln, und eingeschläfert werden weil es keinen Platz für sie gibt, an dem sie es gut haben, können sie auch nicht.
          Die glücklichsten Tiere sind wahrscheinlich die, die unbehelligt vom Menschen leben können, oder wenigstens das Glück haben, in der Nähe von Menschen zu Leben die die Natur respektieren.

  79. Jetzt muss ich echt auch mal meinen Senf dazu geben…

    Ich habe auch zwei Katzen (Kater und Katze) die ich aus dem Tierheim als 12 Wochen alte Babys geholt habe. Das Tierheim hat damals die Kastration der beiden übernommen hat und ich muss ganz ehrlich sagen ich bin froh darüber. Wenn ich bedenke das mein Kater mir die komplette Wohnung verpinkeln würde (was er am Anfang auch gemacht hat bis zur Kastration) ich würde durchdrehen.

    Meine Tante hat z.B. eine Katze die jetzt schon das dritte Mal Wirft, aus diesem Wurf werde ich eins der Babys bekommen und werde dieses Kätzchen auch Kastrieren. Ich kann verstehen, wenn man Züchtet, dass man die Katzen nicht kastriert aber bei Hauskatzen oder Streunerkatzen finde ich es in Ordnung.

    Und wenn ich bedenke, dass Katzenbabys umgebracht werden sollten, nur weil sie nicht gewünscht sind da könnte ich K….. Mir stellt sich wirklich die Nackenhaare hoch wenn ich nur an so etwas denke.Wer eine Katze hat und diese nicht werfen soll, dann sollte mann die ca. 120 Euro sparen und sie Kastrieren lassen aber nicht töten.

  80. Schon wieder gelöscht?

    Ok, dann werd ich jetzt nochmal was zum Thema schreiben:
    Die Wahl bei ungewollten Katzenbabies besteht ja offensichtlich zwischen Aussetzen und Töten. Keins von beidem ist richtig.
    Das Problem sollte an der Wurzel gefasst werden: Kastration der Mutterkatze, sofern keine Babies gewollt sind bzw nicht vermittelt werden können.
    Weiter oben wurde ein Vorschlag gemacht, eine Zwangskastration einzuführen, bei der man eine Ausnahme erwirken kann, wenn man Katzen züchten möchte. Diesen Vorschlag kann ich nur unterschreiben.
    Leider wird es immer noch Fälle geben, in denen sträflicherweise Katzen ausgesetzt werden. Sieht man ja auch daran, dass immer noch Katzen getötet werden, obwohl es verboten ist.
    Ob man Katzenbesitzer dazu verpflichten kann, ihre Katzen zu kastrieren? Ich denke ja. Ohne Zwang bekommen viele es ja nunmal leider nicht hin.

    So, alles schön sachlich formuliert. Ich hätte gerne eine ebenso sachlich formulierte Meinung dazu. Am besten ohne Löschen.

    Grüße,
    Rejah

    • Das Problem sollte an der Wurzel gefasst werden: Kastration der Mutterkatze, sofern keine Babies gewollt sind bzw nicht vermittelt werden können.

      Ich habe nichts anderes gesagt.

      Weiter oben wurde ein Vorschlag gemacht, eine Zwangskastration einzuführen, bei der man eine Ausnahme erwirken kann, wenn man Katzen züchten möchte. Diesen Vorschlag kann ich nur unterschreiben.

      Züchten ist keine gute Idee. Die Katze sollte nach wie vor die Wahl der Sexualpartner haben, sonst gehen alle Vorteile dieser Selektion verloren und die Nachteile der menschlich getroffenen Zuchtwahl schlagen zu. Aber nehmen wir an, es gäbe eine grundsätzliche Kastrationspflich für weibliche Katzen, für die sich jedoch angemessene Ausnahmegenehmigungen erwirken ließen, so ginge das vermutlich in Ordnung. Es muss dann natürlich immer noch eine gewisse Anzahl freilaufender, unkastrierter Kater geben. Die meisten Kater sind auch jetzt schon in städtischen Gebieten kastriert, einfach weil es für die Halter bequemer ist. Eine gleichzeitige Forderung nach Kastration aller Kater ist daher unnötig.

      Ob man Katzenbesitzer dazu verpflichten kann, ihre Katzen zu kastrieren? Ich denke ja. Ohne Zwang bekommen viele es ja nunmal leider nicht hin.

      Das stimmt so nicht ganz. Aber es gibt sicher einige, die aufgrund der Kosten vor diesem Schritt zurückschrecken oder ihn aus Unwissenheit und Gedankenlosigkeit nicht durchführen. Wie dem auch sei, ein Zwang mit der Option zur Ausnahme wäre ja kein echter Zwang mehr und insoweit sicher für die meisten akzeptabel.

      • Gut, vielleicht war „züchten“ eine schlechte Wortwahl. Neben dem klassischen Züchten meinte ich damit auch die ganz normale Fortpflanzung, also zB eine Freigänger-Katze, die dann schwanger wird.

        Es gibt sicher Menschen, die nicht bereit sind für eine Kastration zu zahlen. Das sind dann wahrscheinlich auch Menschen, die nicht bereit sind, ihren Tieren irgendeine medizinische Hilfe zukommen zu lassen, wie zB Impfungen. Dass das verantwortungsloses Verhalten ist, ist denke ich klar.

        Zwang mit Ausnahme wäre also ein guter Kompromiss 🙂

  81. Ich kann die ganze Sache echt gut nachvollziehen. Meine Katze ist selbst eine Europäische Kurzhaar und die hätte ich nicht bekommen, wenn die Katzen auf dem Bauernhof kastriert gewesen wären. Ich finde man sollte das so handhaben, dass man es zwar kontrolliert hält aber jetzt nicht wild durch die Gegend rennt und alle Katzen einfängt. Ich hasse es auch immer, wenn Menschen sagen, dass sie für die Tiere nur das Beste wollen und sie dann kastrieren, in Tierheime bringen oder in Zoos stecken- auch wenn es ohne Letzteres einfach nicht geht. Aber man sollte doch meinen, dass es auch anders geht. Schließlich sind wir alle mehr oder weniger logisch denkende Menschen und man müsste es schaffen, die Sache in den Griff zu bekommen ohne eine ganze Rasse aus zu rotten. Das selbe Problem gibt es ja auch in England mit den Wildkatzen. Nur weil die Menschen nicht wollen, dass sich die Arten mischen. Aber so läuft das in der Natur nun einmal. Wie wären wir sonst entstanden? Darüber sollte man dann auch einmal nachdenken. Ständige Kontrolle ist keine Lösung und man kann nicht einfach so darüber bestimmen. Auch wenn ich mich damit jetzt oute, ich bin ja eine von denen die sagt, dass man nicht einfach über die Tiere bestimmen´und sagen kann, dass sie nicht so schlau sind oder fühlen können wie wir. Ich weiß, dass das zwar weit hergeholt ist, aber ich weigere mich zu glauben, dass Tiere nicht denken oder selbst entscheiden können. Aber das weiß ich ja schließlich auch nicht 😉 Mich würde es nur stören, wenn sich jemand in mein Leben einmischt, weil er glaubt, dass es mir dann besser geht. Darüber sollte man vielleicht mal nachdenken.

  82. Ah ja, und das Markieren der unkastrierten Kater betrifft nur die Besitzer ja??
    In der Nachbarschaft gibt es sehr sehr viele Kater, deren Anatomie noch intakt ist.
    In meinen Augen eine Sauerei für alle die eben keine Lust auf den widerwärtigen Gestank
    der Markiererei haben!
    Kaum setzen die Kinder einen Fuß auf die Terrasse stinken sie wie die Pest!
    Das ist eine Frechheit – von der vielen Kacke in Beeten und auf dem Rasen mal abgesehen.

    Ich schaffe mir bewußt kein Tier an und muss mich dann mit den Hinterlassenschaften der Nachbarstiere
    rumärgern. Na schönen Dank auch!

    Da dürfte es wohl nicht zuviel verlangt sein seinem Kater diesen winzigen Eingriff zuzumuten – ich könnte ja mal hochrechnen was ich schon alles an Kleidung, Spielzeug und Gartenmöbeln habe wegschmeißen müssen…
    Aber ja… Die armen kastrierten Kater – diese missverstandenen Wesen! *augenrollt*

    • Dass Katzen auf den Rasen kacken, dürfte eher die Ausnahme sein. Üblicherweise suchen sie sich eine Stelle, wo sie ihr Geschäft auch verbuddeln können. Bei Streunergruppen ist es ein klein wenig anders, dort lassen Alpha-Kater und -Katze ihr Geschäft offen liegen, der Rest der Gruppe verbuddelt es.

      Kinder kann man nebenbei waschen. Gartenmöbel auch. Unser unkastrierter Kater markiert nicht, einige der kastrierten Nachbarskater tun es. Auch schon auf unserem Balkon. Die Notwendigkeit, mich darüber zu echauffieren, habe ich aber noch nie verspürt.

      • Ich nehme an, dass du keine Kinder hast.
        Ja, die lassen sich gut waschen, doch ist es einfach nur unfassbar ekelhaft
        Fäkalien von Kinderhände zu schrubben und der Gestank des Markierens
        verschwindet nicht einfach von bißchen abwaschen!
        Nach 10 Jahren arbeiten in einer Tierklinik ist das nicht aus der Luft gegriffen,
        sondern ein Erfahrungswert!
        Dazu kommt noch, dass ich wenigstens 5 von den hier hausierenden Katern zutraue noch nie eine
        Impfung geschweige denn eine Wurmkur gesehen zu haben.
        Verwurmte Katzenkacke an meinem Kind… *grusel*
        Nein Danke! Das sind für mich diverse Gründe zum echauffieren!

        • Gegen den Gestank des Markierens wirken Essigreiniger ganz gut. Sie verringern auch die Wahrscheinlichkeit, dass in Kürze wieder an der selben Stelle markiert wird.

          Ob die Katzen in der Nachbarschaft entwurmt worden sind, läßt sich natürlich so nicht beantworten. Eventuell kannst du die Halter ja mal darauf ansprechen.
          Falls deine Kinder nicht mehr ganz klein sind, kannst du ihnen eventuell nahelegen, nicht mit Tierkacke zu spielen.

        • Wenn ich hier kurz einklinken darf ^^

          ich persönlich habe zwei junge Kater, bei inzwischen 11 Monate alt und da es reine Wohnungskater sind, selbstverständlich, kastriert. Das Markieren kann eine sehr lästige Sache sein, gerade in der Wohnung. Im Freien sehe ich das Problem eher weniger.
          Weswegen ich eigentlich wirklich hier reingrätsche…
          Impfung:
          Mein Lieblingsthema bei Katzen.
          Ich hab nicht alle Kommentare gelesen (sry, das ist ZU viel) aber es wiederholt oft.

          Fakt ist: die DreifachImpfung, die im Normalfall Jungkatzen verabreicht wird (sie enthält Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut, soweit ich mich erinnern kann), enthält NACHGEWIESENER Weise einen Stoff, der bei Katzen das Krebsrisiko extrem erhöht.
          Ich weiß, wovon ich spreche, mir sind bereits mehrere Katzen aufgrund dieser Impfung an Krebs gestorben. Das ist von Tierärzten belegt worden und jede Diskussion hierüber hat keinen Sinn.
          Ich wollte nur einwerfen, dass es für uns eigentlich keine Bedrohung darstellt, wenn eine Katze nicht geimpft ist (wir sprechen hierbei nicht vom Entwurmen, das ist durchaus sinnvoll, für die Katzen dank moderner Methoden sehr leicht zu handhaben und vollkommen nötig! – gerade bei Freigängern.) – außer wir leben in einem Waldgebiet, das extrem Tollwut-gefährdet ist, wobei ich unterstelle, dass dies hier nicht der Fall ist.

          Um mich noch zum eigentlichen Thema zu äußern:
          Ich kann beide Seiten verstehen. Ich nehme an, Helge hat seinen Zuspruch zum Legalisieren der „Beseitung von zu vielen Kätzchen“ nicht in dem Licht darstellen wollen, dass er ein unkontrolliertes Töten von Jungkatzen gutheißt.
          Ich selbst verabscheue die Vorstellung, ein anderes Lebewesen zu töten und finde es daher nicht gut. Aber der Gedanke an sich war bestimmt nicht so bösartig und bestialisch gemeint, wie es hier in den Kommentaren dargestellt wird.
          Mir selbst wäre es auch allemal lieber, es müsste keine ausgesetzten Katzen und Kater mehr geben, die verzweifelt im Freien erfrieren.
          Meine Mutter ist extrem tierlieb. Nur durch Streuner hatten wir zwischenzeitlich knapp 20 Katzen (nur im HAUS!) und ich kenne mich daher sowohl mit rolligen Weibchen als auch mit revierbezogenen Katern aus. Zumindest behaupte ich das von mir.
          Wir haben unsere Katzen alle kastrieren / sterilisieren lassen. Einfach, um das Miteinander in einem Haus überhaupt möglich zu machen. Denn auch vier unsterilisierte rollige Weibchen können Revierkämpfe anfangen… und das ist nicht sehr ansehnlich.

          Natürlich wäre mir die Methode lieber, unliebsamen Nachwuchs gar nicht erst entstehen zu lassen. Sprich die Katzen wirklich „sauber zu machen“ (so nannte man das früher, als ich klein war).
          Hierbei ist immer zu unterscheiden:
          Freigängen oder Hauskatze?
          Sie nicht „jetzt“ zu kastrieren“ bedeutet nicht, sie „nie“ zu kastrieren.
          Ich hatte eine wunderschöne Mischlingskatze, langes weiches vierfarbiges Fell, ein wunderschönes Gesicht und ein Traum von Liebe auf vier Pfoten. Die perfekte Mischung der Eltern (die Felllänge der Mutter, die Färbung des Vaters, unverkennbar und nicht zu leugnen, ebenfalls Streuner, die in der Ferienzeit zu uns gekommen waren)
          Ich habe sie sterilisieren lassen.

          Heute wünsche ich mir, ich hätte sie einmal decken lassen, um zumindest einen Teil von ihr weiterleben zu lassen. Sie verstarb letztes Jahr im August aufgrund eines Krebsleidens.

          Also Kern meiner doch etwas längeren Antwort:
          Manchmal ist es durchaus sinnvoll, Tiere direkt zu kastrieren. Eine Pauschallösung halte ich für unangebracht und nicht zielführend.
          Das Legalisieren lehne ich wie viele andere ab, auch wenn ich Helges Ansatz gedanklich nachvollziehen kann. Ich halte ihm zu gute, dass er den Gedanken einfach nicht konsequent zu Ende gedacht haben könnte.
          Bedenkt immer, bevor ihr eure Lieblinge kastrieren lasst, dass ihr ihnen damit die einzige Möglichkeit nehmt, nach ihrer eigenen Lebenszeit weiter zu existieren.
          Sowohl in eurem wie auch ihrem Interesse.
          Und bevor ich jetzt anfang zu heulen, mach ich mal Schluss.
          LG
          Mizu <3

    • Dein Kommentar ist nicht ernstgemein, oder?

      Wir hatten früher einen großen Garten, in dem täglich mein kleiner Bruder und mein Neffe rumgekrabbelt sind. Allein unsere direkten Nachbarn hatten 2 unkastrierte Kater. Nicht einer von denen hat irgendwas bei uns markiert (jedenfalls habe ich davon nichts mitbekommen) oder uns den Garten vollgekackt (Tun Katzen in der Regel auch nicht, wie Helge bereits sagte). Bei dir klingt das ja so, als würdest du täglich durch eine 10cm dicke Schicht Katzenkacke waten.

      Nachdem wir uns unseren Kater zugelegt haben (unkastriert), hat uns der Nachbarskater mehrmals den Balkon markiert (Der Geruch ging ganz super wieder weg. Mit Essigreiniger). Irgendwann war ich so genervt, dass ich kurz davor war, die Besitzerin darum zu bitten, meinen Balkon selbst zu schrubben, aber ich wäre niemals auf die Idee gekommen, deshalb zu verlangen, dass sie ihren Kater kastrieren lässt.

  83. Oh man, das Thema kocht ja echt hoch!

    Die Kastration / Sterrilisation bei Streunern finde ich erstmal nicht schlecht. Immerhin haben sich diese Katzen in einigen Gegenden zu einer echten Plage ausgewachsen. Auch wenn das das Problem nicht löst, dämmt es das doch ein.
    Eine Legalisierung der Tötung von Katzenbabies ist, meiner Meinung nach, keine Lösung, denn die wird, trotz Strafe, trotzdem praktiziert. Kein Bauer wird seine Katzen kastrieren und er wird auch nicht zum Tierarzt fahren, um die Kätzchen töten zu lassen., Das ist eine Utopie. Und höhere Strafen für das Aussetzen der Tiere? Wer wird dabei schon erwischt?
    Nein. Das Problem liegt letztendlich nicht bei den katzen. Es liegt bei uns Menschen. Wer denkt denn heute schon darüber nach, dass ein Tier Arbeit macht, dass es irgendwann nicht mehr so niedlich aussieht, wie als Kätzchen und dass es alt und krank werden kann? Nicht umsonst sind die Tierheime nach Weihnachten immer brechend voll.
    Ich denke: Erst wenn wir Menschen wieder mehr Verantwortungsgefühl zeigen und weniger Egoismus an den Tag legen, erst dann werden wir solche Probleme in den Griff bekommen.

  84. Das Thema ist ja echt ein Renner, also schließe ich mich hier mal als Nr. 86 an! Ich bin eindeutig für die Kastration der weiblichen Katzen, besonders der Streunerkatzen. Ich kann das auch mit meiner persönlichen Erfahrung als langhährige Katzenhalterin (Freigängerkatzen) verdeutlichen: ich habe sehr gute Erfahrung gemacht mit der Kastration meiner weiblichen Katzen. Für viele der Tiere war der Östrus eine Qual: von dem nächtelangen Schreien, das für uns schlaflose Nächste bedeutet hat, über das Rollen auf dem Boden und intensives Reiben an Gegenständen. Meine Katzen haben teilweise den Urin überall auch auf ihren Möbeln wie Kratzbäumen verspritzt. Ich habe in dieser Zeit unzählige Möbel wie Polstermöbel, Decken und auch den Fußboden ausgetauscht. Eine Katze hat einmal nachts ihren Kratzbaum auseinandergelegt. Das ganze ging auch ins Geld, wenn mal jemand die Preise von Katzenmöbeln anschaut. Zwei Katzen sind mir auch in dieser Zeit immer wieder abgehaut, weil sie einen Weg gefunden haben zu entweichen. Es hat mich viel Zeit gekostet mich um die schwangere Katze zu kümmern und den Nachwuchs zu vermitteln.

    Da ich immer viele Katze haben, hat mich das unendlich viel Stress gekostet. Vor ein paar Jahren musste ich dann die erste Katze wegen andauernder Scheinschwangerschaften kastrieren lassen und habe dies dann wegen meiner guten Erfahrung auch mit den anderen gemacht.
    Ich persönlich habe das Gefühl, dass es meinen Katzen besser geht damit.

  85. „Primär geht es mir um das alte Mantra, das alles besser werde, wenn man in Deutschland nur eine allgemeine Kastrationspflicht für (freilaufende) Katzen einführen würde. Dies würde dann dazu führen, dass es keine Streunerkatzen mehr gäbe, das Leid der Streuner wäre ipso facto damit verschwunden und Friede, Freude und Eierkuchen würden für immer Einzug halten. Oder so ähnlich.
    Es ist natürlich in der Realität zum Glück nicht umsetzbar, aber sollte der unvorstellbare Fall doch eintreten, dass alle freilaufenden Katzen kastriert wären, so wäre die Rasse der Europäisch Kurzhaar in Deutschland in Kürze ausgestorben. Es mag natürlich ein paar Leute geben, die quasi als Züchter ihre eingesperrten Hauskatzen vermehren, aber das sind eher Ausnahmen.“

    Interessantes Mantra mit einem lobenswerten Ziel, allerdings würden die Streunerpopulationen so doch nur geringfügig zurückgehen, da sie sich weiter untereinander vermehren und nur wenige natürlichen Feinde haben… Und Streuner gehen nicht vom selbst zum Tierarzt mit dem verhängnisvollen Skalpell. ^^

    Daher ist auch die Gefahr eines „Aussterbens“ nicht gegeben. Nebenbei bin ich sicher, sollte die Europäische Kurzhaarkatze mal auf der Roten Liste bedrohter Arten landen, dann würde man sich wieder um ihren Erhalt bemühen. Genauso wie Leute auf die Idee kommen und die seltsamsten Rassen heranzüchten… wie eben bei den Hunden auch. Der Dackel stirbt doch auch nicht aus, nur weil diese Rasse bei den Haltern zurzeit nicht beliebt ist. Aussterbediskussionen sind meiner Meinung nach hinfällig.

    „Grundsätzlich ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, die weiblichen Streunerkatzen zwangszukastrieren. Eine Kastration der Kater ist allerdings reichlich sinnlos, da ein einzelner Kater genügt, um große Gebiete abzudecken.“

    Die saloppe Lösung ‚die Weibchen dürfen ran, die Männchen bleiben unversehrt‘ halte ich für zu einseitig gedacht. Es funktioniert nur, wenn von vornherein ALLE Weibchen schon vor dem Aussetzen oder was sterilisiert oder kastriert werden: Wo keine Eierstöcke, da auch keine erfolgreiche Deckung und dann auch keine Katzenjunge.
    Praktisch aber mMn zu einseitig, weil es IMMER Halter gibt, die verantwortungslos mit ihren Tieren umgehen, sie aussetzen ohne dass sie, übertrieben gesagt, jemals einen Tierarzt gesehen haben. Und viele Streuner, die bereits ‚in freier Wildbahn‘ oder im Großstadtdschungel leben, pflanzen sich auch bereits fort. Wenn man also Streunerkatzen erwischt, sollte man sie auf jeden Fall kastrieren – geschlechtsunabhängig. Ein kastrierter Kater, der 10 Katzen nicht mehr decken kann, bringt es ebenso, wie eine kastrierte Katze unter 10, die nicht mehr werfen kann. Beides relativ stumpfe Instrumente, aber die Einzigen, um eine weitere Ausbreitung abzumindern… Das Verzichten auf eine der beiden Komponenten hat dabei wenig Sinn.

    Eine dauerhafte Lösung wäre mMn nur die konsequente Tötung aller Streuner und überhaupt Tiere, die dem Menschen unbequem werden (das kann diese Spezies ja besonders gut…), oder eben den steinigeren Weg eines verantwortungsvollen Umgangs in der Tierhaltung.
    Letztere ist wohl auch eine Utopie, weil es immer wieder Idioten gibt, aber für mich vertretbarer als erstgenannte Variante.

  86. Möglicherweise wird das Problem jetzt hier zu krass gesehen. Es geht ja auch um die ZWANGS-Kastration, nicht die allgemeine Kastration oder die Kastrationsprogramme vom Tierschutz, soweit ich das richtig sehe.
    Es geht doch darum, dass den Haltern vorgeschrieben wird, wenn sie eine freilaufende Katze haben, die unbedingt kastrieren zu müssen. Also wird da das Entscheidungsrecht des Halters quasi genommen. Oder kritisiert Helge hier auch die Kastrationsprogramme bei den Streunern?
    Die finde ich ja eigentlich nicht schlecht und sie können gut Kater und Katze abdecken. Ich denke, für die Kater wäre es dann auch weniger Stress. Denn bedenke man, man würde nur die weiblichen Tiere kastrieren und da ist da unter 20 unkastrierten Katern ein läufiges Mädel. Ich will nicht wissen, was das für ein Blutbad geben könnte… Ist ja doch etwas anderes, als wenn sich die 20 Kater auf beispielsweise 5 oder 10 oder auch 20 Mädels verteilen würden.
    Und was den Fortbestand der gesund selektierten Hauskatzenrasse unter Streunern angeht… Eine Katze, die in zweiter Generation keinen Menschen kennt, wird sich sicherlich auch nur schwer domestizieren lassen.

  87. Ich habe mich hier nicht völlig durchgelesen, da „Zwischendiskussionen“ hier, meiner Meinung nach, zu sehr den eigentlichen Punkt aus den Augen verloren hatten, daher entschuldige ich mich, falls ich etwas wiederhole. 😉

    Generell stehe ich auf dem Standpunkt, dass es einem Katzenhalter frei gestellt sein sollte, ob und wann er seine Samtnase kastrieren lässt. Insofern bin ich strikt gegen „Zwangskastration“. Wenn ich so wohne, daß ich die Option habe, meiner Katze Freigang zu gewähren, will ich ihr das bieten können – selbst wenn ich von ihr einmal Welpen haben möchte. (Zumal es bei „Kätzinnen“ tatsächlich die Möglichkeit einer Schwangerschaftsverhütung in Form der „Pille“ gibt. Die Gabe der Hormone ist zwar umstritten, aber ich würde wetten, sie wird gerade von Züchtern mehr denn „Hobby-Katzenliebhabern“ eingesetzt).

    Dass es sich bei den Streunern oder ausgesetzten Tieren nur um die gemeine „Wald- und Wiesenkatze“ handelt, kann ich in den letzten Jahren auch nicht mehr bestätigen. Gerade in meinem ländlichen Umfeld sieht man vermehrt Maine-Coon- oder Waldkatzen-Mischlinge. Was für mich bedeutet, das ist natürlich nur meine Interpretation der Lage, daß es wohl auch den ein oder anderen Rasse-Katzen-Besitzer gibt, der es mit der Verantwortung nicht so genau nimmt. Woher kommen also all diese ausgesetzten und verwilderten Mischlings-Youngster? Auf „Züchter-Seiten“ im Internet hat man manchmal Glück und dort wird ein „Unfall“ aufgeführt und zur Vermittlung angeboten, aber wie oft werden solche „unerwünschten Welpen“ unter den Tisch fallen gelassen? Warum? Nun, in den Köpfen einiger Züchter hält sich das asbach-uralter Vorurteil, daß eine Rassekatze nie einen Mischlingswurf haben sollte, da sie danach für die Zucht untauglich sei. Ich weiß nicht, woher der Quatschstammt, aber ich habe es bereits häufiger (auch von Hundezüchtern) gehört.

    Da ich selber auch bereits mehrere „Mischlinge“ ,unter anderem aus einem Müllcontainer und bei 30 Grad in einer Wellblechhütte in einem verschlossenen Karton ausgesetzt, aufnahm und aufzog (wobei diese Tierchen das Glück hatten gefunden zu werden), würde ich einer „humanen“ Tötung solcher Welpen auch den Vorzug geben.

    Es liegt natürlich im Auge des Betrachters zu überlegen, wie lange ein Leben lebenswert ist, doch zu behaupten, dann würden Heerscharen von Katzenbesitzern halbjährlich die Tierarztpraxen stürmen, doch daran glaube ich nicht. Allerdings würde manchem Baby ein qualvoller Tod erspart bleiben, wenn man es frühzeitig erlösen könnte. Ich würde sogar einen Schritt weitergehen und eine Art „Impfpflicht“ für Katzen-Kinder in den Vordergrund stellen. Wer schon einmal Staupe gesehen hat, weiß vermutlich, wovon ich rede.

    • Nur so als Frage, sind diese Rassekatzen-Mischlinge tatsächlich Sreuner oder doch eher freilaufende Hauskatzen, die einen Besitzer haben?

      Aber auch für echte Streuner gäbe es eine Erklärung, bei der niemand ausgesetzt wurde: Wenn jemand einen unkastrierten Rassekater hat, der entweder tatsächlich freilaufen darf oder einfach mal entwischt ist und dann eine oder mehrere Streunerkätzinnen deckt, hast du wundervolle streunende Mischlinge. Alternativ war es vielleicht eine freilaufende „08/15-Hauskatze“, deren Besitzer das mit dem Aussetzen nicht so eng sieht.
      Womit ich natürlich nicht sagen will, dass es keine Rassekatzenbesitzer gibt, die unerwünschte Babys aussetzen … auch die wirds wohl leider geben.

  88. Ich sehe die Gründe, die gegen Zwangskastration sprechen.

    Was ich nicht so recht sehe, sind die Argumente für die vorgeschlagene Alternative. Darauf vertrauen, dass unerwünschte Kätzchen human getötet werden. Ich halte das wirklich nicht für eine gute Lösung. Ich vertraue den Menschen da nicht und sehe die Vorteile für die Halter der Mutterkatzen auch nicht.

    Ganz nebenbei finde ich nicht, dass das hier die richtige Plattform für dieses Thema ist.

    • Erst einmal danke, ich finde auch, dass so ein Thema nicht auf diese Seite gehört, aber da es sich um einen privaten Blog handelt, kann man das wohl nicht ändern.

      Was ich viel fragwürdiger finde, ist, dass hier immer von „schmerzfreiem“ Töten gesprochen wird.
      Mag sein, dass ein fachgerecht ausgeführter Nackenschlag schnell geht, aber ist denn einer von uns ein Kätzchen und kann sagen, dass es auch wirklich nicht wehtut, abgesehen davon, dass man es gerade auf dem Lande „selbst“ vornimmt?
      Ebenso weiß doch niemand wirklich zu hundert Prozent, dass die Katze die Todesspritze trotz Narkose nicht spürt.
      Sicherlich gibt es Studien etc pp – aber wir stecken da nicht drin und keiner weiß, wie es sich wirklich anfühlt.

      Ich habe zwei Kater, beide sind kastriert und keine Freigänger – und wer Katzen / Kater hat, die er raus lässt, sollte so viel Eigenverantwortung haben, diese vorher zu kastrieren.
      Wenn ich sehe, wie viele Katzen / Kater bei uns frei herumlaufen und ich würde mir vorstellen, die wären alle NICHT kastriert, dann Sayonara.
      Dann doch lieber eine Zwangskastration – und keine Sorge, die BKH-Katze wird deswegen nicht gleich aussterben …

      • wer Katzen / Kater hat, die er raus lässt, sollte so viel Eigenverantwortung haben, diese vorher zu kastrieren.

        Erkläre doch bitte mal nachvollziehbar und mit Argumenten, warum es unverantwortlich sein sollte, einen unkastrierten Kater den Freigang zu erlauben.

        Wenn ich sehe, wie viele Katzen / Kater bei uns frei herumlaufen und ich würde mir vorstellen, die wären alle NICHT kastriert, dann Sayonara.

        Bei den Katzen wirst du wohl kaum erkennen können, ob diese kastriert sind oder nicht. Nehmen wir spaßenshalber mal an, der überwiegende Anteil der Katzen wäre kastriert, doch kein einziger der Kater. Was würde wohl passieren? Glaubst du, einige der Kater könnten spontan ihr Geschlecht wechseln?

        und keine Sorge, die BKH-Katze wird deswegen nicht gleich aussterben …

        Wer redet denn hier von der Britisch Kurzhaar? Es geht um unsere ganz normalen Standard-Hauskatzen. Und bei denen hat eine nicht aufgrund von menschlicher Selektion getroffene Vermehrung einige signifikante Vorteile gegenüber anfälligen Rassekatzen.

        • Argh, natürlich meine ich die EHK, ich hab mich nur vertippt, mein Fehler.

          Erkläre doch bitte mal nachvollziehbar und mit Argumenten, warum es unverantwortlich sein sollte, einen unkastrierten Kater den Freigang zu erlauben.

          Ich sprach nicht nur von Katern – von katzen / Katern und ich finde es unverantwortlich, einen unkastrierten kater rauszulassen, der überall sein Sperma auf die ebenso unverantwortlich unkastrierten Katzen zu verteilen.
          Abgesehen davon bin ich als Katerhalterin sowieso dagegen, meine beiden (kastriert – obwohl im HAUS lebend ;)) rauszulassen, aber da spielen nicht nur diese Sachen mit rein, dass unkastrierte Kater viel stärker ihr Revier verteidigen und markieren, als unkastrierte und ich denen das bei dem Laufverkehr an Katern nicht zumuten möchte.
          Für mich kommen freilaufende Katzen / Kater auch aus diversen anderen Gründen nicht (für mich) infrage, die aber nichts zum Thema beitragen.

          Bei den Katzen wirst du wohl kaum erkennen können, ob diese kastriert sind oder nicht. Nehmen wir spaßenshalber mal an, der überwiegende Anteil der Katzen wäre kastriert, doch kein einziger der Kater. Was würde wohl passieren? Glaubst du, einige der Kater könnten spontan ihr Geschlecht wechseln?

          Der überwiegende Teil der Katzen kastriert, die Kater alle nicht?
          Blieben immer noch viel zu viele Katzen, die nicht kastriert sind und bis zu 8 Kätzchen werfen können.
          Die dann lieber töten, als durch eine Kastration verhindern?

          Wie gesagt, hat ja jeder seine Meinung und ich habe auch die meine – und ich bin klar gegen töten und für Kastrationen.
          Wie gesagt, ein Aussterben sehe ich hier als viel zu überzogen an …

          • ich finde es unverantwortlich, einen unkastrierten kater rauszulassen, der überall sein Sperma auf die ebenso unverantwortlich unkastrierten Katzen zu verteilen.

            Das hatten wir doch schon. Die Begründung, warum es unverantwortlich sein soll, steht aber nach wie vor noch aus.

            Blieben immer noch viel zu viele Katzen, die nicht kastriert sind und bis zu 8 Kätzchen werfen können.

            Woher willst du das denn bitte wissen? Wir waren in einen Gedankenexperiment, da gab es keine Festlegung, ob noch zu viele Katzen nicht kastriert seien. Es ging schlicht und ergreifend nur darum, dir klarzumachen, daß die Anzahl der unkastrierten Kater keinen echten Einfluss auf die Geburtenanzahl hat, die Anzahl der unkastrierten Katzen dagegen schon.

            Blieben immer noch viel zu viele Katzen, die nicht kastriert sind und bis zu 8 Kätzchen werfen können.

            Wo hast du das denn nun wieder herausgelesen?

            Wie gesagt, ein Aussterben sehe ich hier als viel zu überzogen an …

            Ein Nischendasein mit alleiniger Vermehrung über suboptimale, menschliche Zuchtwahl ist aber auch nicht das Wahre.

  89. Pflicht ist allgemein so unnötig. Soll doch jeder selbst entscheiden, was man mit dem Tier macht.
    Also ich rede nicht von so Misshandlung oder so, aber ansonsten ist das doch meine Sache, was ich mit meiner Katze mache, oder nicht?

    • Aber es ist nicht deine Sache, was deine Katze mit unseren Vögeln macht.
      Genauso gut könntest du bei einer roten Ampel sagen, es ist ja deine Sache, was du mit deinem Auto machst- und einfach weiter fahren.
      Oder bei der Müllentsorgung, es ist ja deine Sache, was du mit deinem Dreck machst, und ihn einfach in die Landschaft werfen.

      Es gibt einfach zu viele freilaufende Katzen auf zu engem Raum, und das Problem ist menschengemacht, und es ist eine Bedrohung für andere Tiere, die eher vom Aussterben bedroht sind als die Hauskatze.

  90. Und deshalb sollen nun Tierschützer und tierärzte ran und diese Katzen töten?

    Edit Helge: Weswegen? Bitte formuliere ganze Sätze.

    Aufnehmen dürfen sie sie nicht mehr wie bisher?

    Natürlich dürfen sie das. Aber viele Tierheime nehmen keine Katzen mehr auf, weil ihre Kapazität erreicht ist.

    Soe haben sie zwangsweise zu töten?

    Hier ging es nicht um die Wahl zwischen Aufnehmen und Töten, sondern um die Wahl zwischen Aufnehmen und Aussetzen.

    Sie werden zum Töten abgegeben und das haben die, die sie schützen möchten dann zu tun?

    Hä? Hier wird es ein wenig zu konfus.

    Was ist das denn für eine verkehrte Welt?

    Würfe abgeben kann man jetzt auch.

    Und das alles darf man dann anderen zumuten, weil man sonst ersäufen müßte?

    • Zitat aus Deinem Eingangsbeitrag:

      „Insofern man die schmerzlose Tötung von Katzenbabies durch Privatpersonen nicht legalisieren möchte, sollte zumindest sichergestellt sein, daß Tierheime die Annahme & eventuelle spätere Tötung der Katzen nicht ablehnen dürfen. Dies kann durchaus mit einer entsprechenden Gebühr verbunden werden.“

      Tierheime sollen annehmen müssen und eine spätere Tötung nicht ablehnen dürfen, das sind Deine Überlegungen.
      Dafür kriegen sie dann auch Gebühren, Blutgeld.

      Helge, lies Dich doch wenigstens mal eingehend in die Problematik ein.
      Schau über die Landesgrenzen hinaus wie es in Ländern aussieht, die Tötungen haben, gibt ja schließlich mehr als genug davon.

      Selbst Belgien denkt mittlerweile über flächendeckende Kastrationen nach, weil ca. 30% der Tierheimkatzen getötet werden.
      (Ich denke die ungeschönten Zahlen sind höher und belgische Tötungen sind grauenhafte Orte, da gibt es ’nettere‘ in Spanien.)

      Länder, die ein Veränderung anstreben, gehen weg von Tötungen.
      Sie lösen nix und sind keine ’sterilen‘ Orte.

      Weder von den äußeren Umständen noch von den Gefühlen, sie sind nicht gefühlsbefreit.
      Es gehört schon was dazu, gesunde Tiere zu töten, weil sie überzählig sind.
      Leben bedarf keiner Berechtigung, das ist ein Grundsatz.
      Ein Verstoß dagegen geht mit einer Verrohung einher.

      Und solches möchtest Du nun ausgerechnet denen unterschieben, die persönlich für das Wohl und den Schutz der Tiere eintreten, nämlich Ärzten und Tierschützern.

      Wie sollte wohl diese Generation von Ärzten und Tierschützern aussehen?
      Was wird die bewegen, warum sind das Ärzte und Tierschützer?

      • Selbst Belgien denkt mittlerweile über flächendeckende Kastrationen nach, weil ca. 30% der Tierheimkatzen getötet werden.

        Und deswegen ist dies der richtige Weg? Nur zum Verständnis, mein Problem sind nicht die Kastrationen per se – der Großteil der weiblichen Katzen muss zwingend kastriert werden, außer man möchte den Nachwuchs wirklich in Schlachthausmanier um die Ecke bringen. Aber es ist nicht zielführend alle Katzen ohne Ausnahmeoptionen zu kastrieren. Ich werde in Bälde eine Alternative, die hier in der Diskussion sich herauskristallisiert hat, in einem neuen Blogeintrag vorstellen.

        Leben bedarf keiner Berechtigung, das ist ein Grundsatz.

        Eigentlich ist es andersrum. Sterben bedarf keiner Berechtigung. Das ist eine Garantie. Möglichst viele Leben zu retten, ist dagegen eine Idealvorstellung und ein Wunsch.

        Wie sollte wohl diese Generation von Ärzten und Tierschützern aussehen?

        Ärzte leben mit dem Tod. Und vielleicht sollten auch Tierschützer sich vor Augen halten, daß es nicht möglich ist, jedes Leben zu retten und daß es viel grausamer sein kann, zu prokrastinieren anstelle eine Entscheidung zu treffen.

        Aber wie schon öfter dargelegt, das Ziel muss ein möglichst konstanter Bestand sein, bei dem nur soviele Kätzchen geboren werden, wie auch vermittelt werden können. Wenn Tierschutz nur darin bestehen soll, die Rassen, die man eigentlich schützen möchte, mittelfristig in ein Nischendasein zu drängen, dann kann er mir gestohlen bleiben.

        • Selbst einige Tötungen begreifen, dass sie auf dem Holzweg sind, ganz genau.

          Das sind Erfahrungswerte mit Tötung als ‚Mittel der Regulation‘.

          Zu Deinem Satz im Eingangspost und den Konsequenzen äußerst Du Dich nicht.

          Und nein, es ist nicht andersrum.

          Leben ist ein als schützenswert anerkanntes Gut, das jedem im Kern innewohnt.
          Es geht dabei nicht darum, möglichst veiel zu rettten.
          Es geht um die unteilbare Würde von Leben, der Quelle, die jedem Lebewesen zu eigen ist.

          Grundlage von Verfassungen und Ordnungen des friedlichen Miteinanders.

          Dass das Leben mit dem Tod endet, ist ein anderes Thema.

          Und sowohl Tierschützern als auch Ärzten ist es vollkommen bewusst, dass nicht jedes Leben ‚rettbar‘ ist, das ist Tagesgeschäft.

          Hier geht es aber darum, dass ihre Position missbraucht werden soll.

          Aus Bequemlichkeit.

          Und was würde das ändern?

          Tötungen ändern nichts.
          Sie gehen das Problem nicht an.

          Sie erledigen nur die Drecksarbeit für missglückte Haltung (äußere wie innere) der Tierhalter und diese liegt in deren Verantwortung.

          Deswegen müssen sie die Verantwortung tragen oder die entscheidung abgenommen bekommen, wenn sie nicht bereit sind, diese wahr zu nehmen.

          • Selbst einige Tötungen begreifen, dass sie auf dem Holzweg sind, ganz genau.

            Ah, ja. Sehr metaphorisch.

            Leben ist ein als schützenswert anerkanntes Gut, das jedem im Kern innewohnt.

            Und Sterben ist eine Unausweichlichkeit. Aber ist doch schön, das du Leben offenbar auch dann schützen willst, wenn es Elend und Agonie beinhaltet. Oder könntest du dann über deinen Schatten springen? Eher nicht, oder?

            Und was würde das ändern?

            Nun es gäbe eventuell weniger Streuner. Nebenbei habe ich Tötungen nicht als Lösung angepriesen, sondern nur als bessere Option als das Aussetzen. Du kannst dich ja jetzt gerne auf dein moralisches Ross schwingen, aber das Leid der Streuner, die jetzt ausgesetzt werden, verschwindet dadurch eher nicht. Das wird von dir nur ignoriert.

            Deswegen müssen sie die Verantwortung tragen oder die entscheidung abgenommen bekommen, wenn sie nicht bereit sind, diese wahr zu nehmen.

            Timpf. Nach der Logik könnte man auch alle Menschen sterilisieren, da es doch immer welche gibt, die zwar Kinder kriegen, aber für solche Verantwortung eher nicht bereit sind.
            Ich werde in Kürze einen Blogpost mit einer besseren Alternative zum Rasenmäherprinzip bringen.

  91. „Für eine Journalist schreibst du irgendwie ziemlich verkorkst und ohne roten Faden.“
    genau das meine ich mit ad hominem, danke für die bestätigung. im übrigen widersprichst du dir mit dieser äußerung selbst, siehe deine letzten beiden sätze.

    Edit Helge: Wer im Glashaus sitzt…, aber vermutlich gilt das, was du anderen vorwirfst, nicht für dich selbst, stimmts?

    (sofern fremdverlinkungen hier erlaubt sind: https://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_hominem – über wikipedia mag man gespaltener meinung sein, aber der artikel erklärt den begriff sehr verständlich.)

    „Genauso wie Kanalratten und Bandwürmer, meinst du?“
    unter anderem handelt es sich auch bei ratten und würmern um tiere, ja. ich hatte in meinem vorherigen posting aber eher an affen gedacht – von denen stammt der mensch schließlich ab. dass der homo sapiens auch mit ratten und würmern verwandt ist, wäre mir in der tat neu.

    Du hattest dich nicht auf Verwandschaftsbeziehungen bezogen, sondern nur auf den Status des Tierseins.

    „Wenn die Alternative darin bestände, diese ungewünschten Neugeborenen in einer Mülltone verrecken zu lassen, dann wäre das Töten allemal humaner.“
    das ist keine klare antwort auf meine frage – warum so ausweichend?

    Was ist denn daran bitte nicht klar? Ich habe nur deinen Vergleich ein wenig korrigiert, es ist wohl kaum mir anzulasten, dass dein Denken so konfus wie dein Schreiben ist.

    „Es ging nicht um deine Redewendung per se, sondern darum, daß sie keinen klaren und nachvollziehbaren Bezug zur Diskussion hatte.“
    mh, dann solltest du diese „reply“-funktion mal näher in augenschein nehmen, da sie offenbar ihren zweck nicht ganz erfüllt.

    Die Reply-Funktion bezieht sich immer nur auf einen kompletten Post. Du erkennst das Problem?

    „Was du da rein interpretieren willst, ist deine Sache. Prinzipiell war es ersteinmal nur ein völlig wertungsfreier Fakt.“
    es ist eine unterstellung, kein fakt. und eine ziemlich diffamierende obendrein. ein fakt wäre es, wenn du wissenschaftlich belegen könntest, dass tierfreunde kein sonderlich großes auffassungsvermögen hätten, was die mathematik angeht.

    Nicht alle Tierfreunde, sondern nur einige. Und diese „einige“ kann ich dir hier in den Kommentaren zum Blogpost aufzeigen. Quod erat demonstrandum. Danke sehr.

    „Aus reiner Neugier, hast du mal einen Link zu deinen journalistischen Ergüssen? Vielleicht kann ich ja etwas lernen.“
    nein, ich blogge nicht. aus naheliegenden gründen: zeitmangel, studium, nebenjob, solche dinge eben.

    Darf ich daraus schließen, daß deine Behauptung, Journalistin zu sein, nicht ganz den Tatsachen entspricht?

  92. ps.: mh, interessant, dass mein kommentar jetzt als 90. kommentar geführt wird o_O

  93. Also ich bin nach diesem video auch für kastration.

  94. Ich muss mich jetzt auch noch mal zu Wort melden, obwohl ich das eigentlich nicht wollte, aber diese Polemik, die hier betrieben wird, geht mir ziemlich auf den Zeiger.
    Ich sage nicht, dass es bei allen so ist, aber vielen, die hier diskutieren, fehlt das Fachwissen. Ich denke, dass viele Tierärzte es begrüßen würden, wenn diese Zwangskastration von streunenden Tieren durchgesetzt werden würde und damit meine ich nicht den finanziellen Aspekt. Damit wird man nicht reich und viele Tierärzte machen das auch umsonst. Es geht darum die Tiere zu schützen.
    Bei Hündinnen zum Beispiel reduziert man das Risiko an Mammatumoren zu erkranken auf 2%, wenn man vor der ersten Läufigkeit kastriert. Kastriert man nach der dritten Läufigkeit liegt das Risiko bei 25%! Natürlich kann man Hündinnen nicht mit Katzen vergleichen. Das ist als würde man Äpfel mir Birnen vergleichen. Was ich damit sagen möchte, ist das es eine Risiko-Nutzen-Abwägung ist und das ist bei den Katzen genauso. Katzenkrankheiten wie FIP, Leukose, Katzenseuche oder Katzenschnupfen können sich durch die hohe Population an Katzen, die nicht in Haushalten leben, ungestört verbreiten und so zu einer Gefahr für Hauskatzen werden. Die Viren, die FIP und Leukose übertragen, kann man schon an den Schuhen in die Wohnung tragen und seine Katze infizieren. 2009 ist mein zweieinhalb Jahre alter Kater an Leukose gestorben, obwohl er nie in seinem Leben draußen war. Das Problem ist, dass seine Mutter, die eine Freigängerin war, sich das Virus bei einem Streuner eingefangen haben kann. Das Virus ist auf die Feten übertragbar und sie kommen schon infiziert zur Welt.
    Gegen Leukose kann man impfen. Wenn man nun alle Streuner kastrieren würde und es nur noch einzelne, streunende Tiere geben würde, und alle Katzenbesitzer ihre Katzen gegen Leukose impfen lassen würden, könnte man das Virus, das im Moment jeden 6. Todesfall bei einer Katze verursacht, sogar ausrotten. Beim Menschen ist es uns auf diese Art gelungen Pocken auszurotten.

    Kleine Anmerkung nebenbei zum Thema Viren: Die meisten Viren sind harmlos und verursachen keine Krankheiten. Wir bemerken sie gar nicht. Ungefähr 8% unseres eigenen Genoms bestehen aus Viren bzw. viraler DNA/RNA. Es gibt dabei Viren, die eigentlich tierartspezifisch sind, sich aber irgendwann einen anderen Wirt suchen. Im „ersten“ Wirt richten sie keinerlei Schaden an, aber da der „neue“ Wirt ein Fehlwirt ist, kann das fatale Konsequenzen haben. Ein gutes Beispiel, ist ein sehr bekanntes Virus, das ursprünglich nur bei Affen vorkam, seit einer Weile bei Menschen vorkommt und von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Ich rede von HIV. Sowas muss nicht passieren, aber theoretisch könnte es auch mit Viren passieren, die heute nur Katzen befallen. Das gilt selbstverständlich auch für alle anderen Tierarten.

    Man sollte das Diskutieren über die Zwangskastration Menschen überlassen, die ein fundiertes Wissen haben und Risiken, Nutzen und Umsetzungsmöglichkeit abwägen können.

    Und übrigens, lieber Helge, den Vorschlag die schmerzfreie Tötung von Katzenwelpen durch einen Tierarzt zu legalisieren … Da fehlen mir die Worte! Als angehende Tierärztin lehne ich so einen Vorschlag entschieden ab und ich kann dir versprechen, dass ich da nicht alleine bin. Ich würde dich ja einladen deinen Blogeintrag in einer Vorlesung an unserer Uni vorzutragen, vielleicht im Fach Tierzucht und Genetik oder in der Tierschutzvorlesung? Meine Kommilitonen und Dozenten fänden das sicher sehr spannend …

    • Da fehlen mir die Worte!

      Wie man sehen kann, hast du sie ja schnell genug wiedergefunden.

      Ich würde dich ja einladen deinen Blogeintrag in einer Vorlesung an unserer Uni vorzutragen, vielleicht im Fach Tierzucht und Genetik oder in der Tierschutzvorlesung? Meine Kommilitonen und Dozenten fänden das sicher sehr spannend …

      Kein Problem. Aber erst nachdem ich dir den Vortritt gelassen habe und du allen Anwesenden erklärt hast, wie wundervoll doch das Aussetzen von Jungtieren in Mülltonnen für diese sein muss. Darum ging es nämlich, um eine Alternative zum Aussetzen für gedankenlose Halter, die sich zuvor keinen Kopf darüber gemacht haben, was sie tun wollen, wenn ihr unkastriertes Haustier trächtig wird und sie sich nicht in der Lage sehen, die Jungtiere zu vermitteln und das Tierheim sie nicht annimmt.

      • Das Töten der Jungtiere ist natürlich die einzige Alternative … Da sehen wir mal wieder den Unterschied zwischen Veterinär – und Humanmedizin. Würde man Abtreibungen oder das Töten von Babys als Verhütungsmöglichkeit legalisieren wollen, wäre das unethisch und nur weil Tiere nicht unser Ich-Bewusstsein haben, ist es dann in Ordnung? Ein Leben ist ein Leben und man zerstört es nicht, nur weil man unfähig bzw. unwillig ist die Empfängnis zu verhüten. Alles andere ist respektlos.

        Wenn meine Katze nun trächtig wird und ich die Katzenwelpen nicht behalten kann und möchte und ich bin ein echter Tierfreund, dem etwas an seinem Tier liegt, dann findet man immer einen Weg sie gut unterzubringen.
        Die Behörden unterscheiden zwischen Fundtieren (ein Haustier dessen Besitzer vorübergehend nicht bekannt ist, aber den man zu ermitteln versucht) und herrenlosen Tieren (ein ausgesetztes Tier, an dem der Eigentümer kein Besitzinteresse mehr hat). Nach ca. 28 Tagen werden Fundtiere zu herrenlosen Tieren erklärt und jetzt greift das deutsche Tierschutzgesetz.
        Ich zitiere:
        1) Die Gemeinden sind grundsätzlich verpflichtet, Fundtiere aufzunehmen und artgerecht gem. § 2 Tierschutzgesetz unterzubringen. Diese Aufgabe können die Gemeinden auch an Dritte, etwa an einen Tierschutzverein oder ein Tierheim delegieren. Diese Verpflichtung erfasst auch die medizinische Versorgung und sachgerechte Unterbringung der Tiere.
        2) Gleichzeitig dürfen die als Fundtiere im Tierheim abgegebenen Tiere, bei denen nicht ohne weiteres erkennbar ist, dass es sich tatsächlich um wild lebende oder ausgesetzte Tiere handelt, nicht abgewiesen werden, da dann die Gefahr besteht, dass diese Tiere ausgesetzt werden, was nach § 3 Nr. 3 TierSchG verboten ist.
        Wenn mir nun wirklich etwas daran liegt meine Katzenwelpen gut unterzubringen und sie versorgt zu wissen, dann lasse ich mir etwas einfallen und wenn ich zum Tierheim gehe und behaupte, dass ich dieses Tier gefunden habe. Die können einem nicht beweisen, dass es nicht stimmt und müssen die Tiere nehmen. Im Falle einer Überbelastung können die Tiere an andere Tierheime weitergeleitet werden.
        Menschen, die ihre Tiere trotzdem aussetzen, haben gar kein Interesse an dem Wohlbefinden ihrer Tiere und auch kein Verantwortungsbewusstsein ihnen gegenüber. Das ist etwas, das weder eine Zwangskastration noch eine legale Tötung jemals ändern würde.
        Es ist das Gleiche mit den Babyklappen und den Berichten über Säuglinge, die trotzdem ausgesetzt werden. Man kann den Menschen die Lösungen nur anbieten, nutzen müssen die Menschen sie von alleine.
        Eine Zwangskastration von Streunern würde die halbwilden Katzen langsam verschwinden lassen und die Würfe dieser Katzen würden nicht mehr in Tierheimen landen, dann hätten die Tierheime auch mehr Platz für gedankenlos ausgesetzte Würfe.

        Wenn du weiter diskutieren möchtest, dann bitte:
        Donnerstags 8:15 bis 9:45 Uhr „Tierzucht & Genetik“ oder Freitags 8:15 bis 10:00 Uhr „Tierschutz“
        Justus-Liebig-Universität Gießen, Physiologie Hörsaal des Instituts für Veterinär-Physiologie und -Biochemie, Frankfurter Str. 100

        • Ein Leben ist ein Leben und man zerstört es nicht, nur weil man unfähig bzw. unwillig ist die Empfängnis zu verhüten. Alles andere ist respektlos.

          Ethik ist eine tolle Sache, aber leider nicht immer praxisnah.

          Wenn meine Katze nun trächtig wird und ich die Katzenwelpen nicht behalten kann und möchte und ich bin ein echter Tierfreund, dem etwas an seinem Tier liegt, dann findet man immer einen Weg sie gut unterzubringen.

          Stimmt. Aber 1. ist nicht jeder ein echter Tierfreund und 2. würde es dir vermutlich nicht passieren, dass deine Katze ungewollt trächtig wird.

          Die Gemeinden sind grundsätzlich verpflichtet, Fundtiere aufzunehmen und artgerecht gem. § 2 Tierschutzgesetz unterzubringen.

          Wenn das stimmt, wieso gibt es dann Tierheime, die keine Katzen mehr aufnehmen? Oder können sie das nur ablehnen, wenn der Bringende zugibt, daß es sich um seine Kätzchen handelt?

          Eine Zwangskastration von Streunern würde die halbwilden Katzen langsam verschwinden lassen und die Würfe dieser Katzen würden nicht mehr in Tierheimen landen, dann hätten die Tierheime auch mehr Platz für gedankenlos ausgesetzte Würfe.

          Ich habe nie dagegen argumentiert.

          Wenn du weiter diskutieren möchtest

          Nicht zwingend, aber du kannst ihnen gerne meinen Alternativvorschlag zur generellen Zwangskastration aller freilaufenden Katzen vorlegen, den ich in Bälde posten werde.

  95. Was geht ab?

    Edit Helge: Fehlt hier nicht noch „Ey Alter“?“

    Es ist also besser die Tiere, gesunde, fitte Katzen umzubringen anstatt was abzuschneiden was sie sicherlich nicht vermissen werden?

    Wo hast du das denn gelesen? Sicher nicht irgendwo im Blogpost.

    Fett und Träge werden die Viecher nur, wenn der besitzer sich nicht besser über die Tiere informiert wie das sie ´bei einer Kastration fett und Träge werden´ so kann man sich das auch schön reden.

    Es ging darum, dass aufgrund der hormonellen Veränderung durch Kastration bei Katern auch eine Persönlichkeitsveränderung auftreten kann. Und die hat herzlich wenig damit zu tun, ob der Halter sich vorher besser informiert hat oder nicht.

    Bin FÜR die Kastrationspflicht und ja damit hört das Katzenelend auf. Gott sei dank ist es weniger logisch, dass irgendwann jemand sagt killt Katzen, wie das man ne Kastrationspflicht einführt und hoffe einfach, dass so Menschen die das killen von Katzen eher bevorzugen… solche Tiere niemals bekommen.

    Wäre es nicht eine tolle Welt, wenn irgendein nettes, omnipotentes Wesen alle Leute „killt“, die weder lesen noch verstehen, aber trotzdem meinen, immer ihren i.d.R. unbegründeten Senf dazu geben zu müssen?

  96. „Edit Helge: Wer im Glashaus sitzt…, aber vermutlich gilt das, was du anderen vorwirfst, nicht für dich selbst, stimmts?“
    ich kann dir da nicht ganz folgen. eventuell könntest du deine behauptungen ja mit zitaten belegen, das wäre durchaus hilfreich.

    Edit Helge: Hier zum Beispiel: „auch nach mehrmaligem lesen wirkt der text mehr wie ein unsortiertes auskotzen“

    „Du hattest dich nicht auf Verwandschaftsbeziehungen bezogen, sondern nur auf den Status des Tierseins.“
    der mensch ist ein tier, daran gibt es nichts zu rütteln. gut, es sei denn, du fragst einen gläubigen, der wird dir vermutlich das erzählen, was in seinen heiligen schriften drinsteht, aber das würde ich einfach mal ganz dreist außenvor lassen.
    und du hast schlicht und ergreifend nachgehakt, ob würmer und ratten auch tiere sind – es erschien mir schlicht falsch, diese frage mit „nein“ zu beantworten.

    Du hast nicht verstanden, worauf ich hinauswill. Im Endeffekt ist alles was hier rumkreucht eine Lebensform auf Kohlenstoffbasis, aber deswegen ist es noch lange nicht sinnvoll, sie alle undifferenziert in einen Topf zu werfen.

    „Was ist denn daran bitte nicht klar?“
    meine frage bezieht sich nicht darauf, ob es moralisch verwerflich ist, säuglingsleichen in mülltonnen zu „entsorgen“ (so makaber das auch klingt, nüchtern betrachtet ist es ja genau das), sondern ob du deine vorgeschlagenen methoden, unliebsamen katzennachwuchs loszuwerden, auch auf unerwünschten menschennachwuchs anwenden würdest. und dazu beziehst du nicht konkret stellung, sondern weichst mit einem unauffälligen themenwechsel aus.

    Ich habe keinen unerwünschten Katzennachwuchs; selbst wenn ich welchen hätte, darfst du davon ausgehen, dass ich ihn vermitteln könnte und würde. Für mich stellt sich die Frage daher nicht. Wenn aber ein Halter, nur die Alternative Aussetzen oder Töten hat, dann erscheint mir persönlich Töten als die ethischere Variante. Wenn er andere Alternativen findet, so sind diese natürlich per se besser, aber darum ging es hier ja nicht.
    Was nun Menschen angeht, so wäre die korrekte Analogie auch hier nur die Wahl zwischen Töten und in einer Mülltonne aussetzen. Bei Menschen ergeben sich aber immer andere, bessere Alternativen, da die Gesellschaft hier Sorge für deren Bereitstellung und Beachtung trägt. Das ist bei Katzen aber eben nicht so.

    „Ich habe nur deinen Vergleich ein wenig korrigiert, es ist wohl kaum mir anzulasten, dass dein Denken so konfus wie dein Schreiben ist.“
    joahr, womit wir wieder bei deinen ad-hominem-argumenten sind. ist dir schopenhauers eristische dialektik ein begriff?
    (und falls dir das zu „konfus“ ist: du unterstellst mir, ich könnte nicht klar denken, und das müsse sich natürlich in meinen argumenten widerspiegeln – japs, mein lieber freund, genau das sind argumente gegen die persönlichkeit.)
    ((im übrigen hege ich den verdacht, dass ich auf einer anderen ebene kommuniziere als du, weswegen dieses aneinandervorbeireden zustande kommt.))

    Wir kommunizieren beide über die Schriftsprache. Ich gehe allerdings davon aus, daß du mich zumindest teilweise absichtlich missverstehst.

    „Die Reply-Funktion bezieht sich immer nur auf einen kompletten Post. Du erkennst das Problem?“
    interessanterweise werden die antworten etwas weiter oben in deinem blog gestaffelt, das heißt: die antwort auf einen bestimmten post erscheint eingerückt direkt darunter, um zu verdeutlichen, dass es sich um eine antwort auf genau dieses posting handelt. insofern ist mir nicht ganz nachvollziehbar, weswegen dem nun nicht mehr so ist. aber du hast meine antwort ja offenbar trotzdem gefunden, also whatever.

    Wir schauen uns die Staffelung bei Gelegenheit mal an. Ich fürchte allerdings, dass wir hier wenig machen können, außer eine neuere WordPress-Version aufzuspielen.

    „Nicht alle Tierfreunde, sondern nur einige.“
    auch das ist in erster linie abwertend. den argumentationsgegner in irgendeiner weise in misskredit bringen, und sei es, ihm schlicht dummheit/begriffstutzigkeit zu unterstellen (oder, auf mich bezogen, verqueres denken und was du mir da nicht noch an nettigkeiten zuschusterst in deinen antworten), zeugt von schlechtem argumentationsstil. das hat in sachlichen diskussionen nichts zu suchen.

    Dann geh doch mit gutem Beispiel voran. Allerdings würde das voraussetzen, daß du dich auch bemühst, zu verstehen, was der andere tatsächlich gemeint hat, und nicht, was du glaubst, was er gemeint haben müßte.

    „Quod erat demonstrandum.“
    du beweist hier nur leider nichts, du stellst nur leere thesen auf, die ohne stützende zitate und ähnliches genau das sind: leer.

    Falsch. Ich werde an dieser Stelle aber nicht noch einmal vorrechnen, warum die Anzahl der unkastrierten Kater nur sehr nachrangig Einfluss auf die Geburten hat. Es sollte ohnehin offensichtlich sein.

    „Danke sehr.“
    de rien, monsieur. ich frage mich nur, für was du dich bedankst? o_O

    „Darf ich daraus schließen, daß deine Behauptung, Journalistin zu sein, nicht ganz den Tatsachen entspricht?“
    das wäre ein fehlschluss per se. nicht jeder journalist arbeitet mit dem massenmedium internet – es soll tatsächlich noch journalisten geben, die für rund- und fernsehfunk arbeiten. oder gar für eine tageszeitung oder ein magazin schreiben, ganz klassische zitatenberichte, glossen und porträts, beispielsweise.

    Du hast die implizierte Frage nicht beantwortet.

    und um doppelpostings zu vermeiden, pack ich meine antwort an gwenny hier mal einfach mit rein:

    „Du willst jetzt aber nicht das Benutzen eines Kondoms oder das Schlucken einer Pille mit einem Eingriff vergleichen, bei dem, zumindest den weiblichen Tieren, mehr als ein (idR gesundes) Organ entfernt wird, oder?“
    ich kann gerade nicht ganz nachvollziehen, wo du den bogen zwischen verhütung und kastration schlägst.
    &ich frage mich ernsthaft, was so schlimm daran sein soll, einer katze die gebärmutter zu entfernen. die beiden katzen in meinem haushalt sind nach ihrer kastration viel friedlicher geworden, vor allem im umgang miteinander. und beide katzen erfreuen sich bester gesundheit.
    es gibt menschen, die leben mit nur einer niere oder ohne blinddarm oder ohne milz. es sind simple operative eingriffe, die in den meisten fällen unproblematisch verlaufen („in den meisten fällen“ insofern, dass es immer ein gewisses restrisiko gibt – aber wenn man danach lebt, dann sollte man am besten nicht mal sein haus verlassen, um die post reinzuholen).

    „und eine Zwangskastration beim Menschen (wenn du den Vergleich zum Menschen schon ziehst, dann doch bitte richtig)“
    seit wann geht es um zwangskastration allgemein?
    ich habe lediglich ein beispiel angemerkt, um meinen standpunkt zu verdeutlichen.
    im übrigen ist zwangskastration für menschen ein nicht uninteressantes thema – über zwangskastration von vergewaltigern und kinderschändern ließe sich vermutlich ziemlich lang und breit diskutieren.

    „Sich ein Kondom überzuziehen ist nicht das gleiche wie sich die Hoden entfernen zu lassen“
    es ist völlig ausreichend, die samenstränge zu kappen (; man sieht es einem sterilisierten mann nicht einmal an, dass er nicht mehr zeugungsfähig ist.
    die hoden zu entfernen, war eine gängige (und ziemlich schmerzhafte und blutige) methode vor einigen hundert jahren, um jungen zu kastrieren, deren gesangsstimme man erhalten wollte. frauen war es verboten, zu singen, aber trotzdem wollte man natürlich nicht auf den hellen klang eines soprans im kirchenchor verzichten.
    kastration/sterilisation ist etwas endgültiges, da es fast unmöglich ist, einen gekappten samenstrang wieder zusammenzuflicken. die nutzung eines kondoms (im idealfall plus pille, da beide verhütungsmittel nicht hundertprozentigen schutz vor schwangerschaft garantieren) ist um ein vielfaches weniger endgültig, da hast du recht. mich würde jetzt allerdings interessieren, wie du auf diesen vergleich kommst o_O

  97. Also Sorry, aber wenn du nicht mal die richtige, europäische Kurzhaar (=Rassekatze), welche defintiv mit Papieren etc. gezüchtet wird, von der normalen EHK (europäische Hauskatze, womit jeder Mischling gemeint ist, egal ob der Vater ein Norweger war oder der Nachbars sticknormaler Kater) unterscheiden kann, der hat sich defintiv nicht genug mit der Thematik beschäftig um mit seiner Meinung wirklich ernstgenommen werden zu können.

    Edit Helge: siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isch_Kurzhaar Da so ziemlich all unsere Feld-, Wald- und Wiesenkatzen die Rassemerkmale erfüllen, ist es wohl reichlich kleinlich, hier unterscheiden zu wollen. Es erscheint auch kaum relevant.

    Das Aussetzen von ungewollten Katzen ist das Kernproblem der ganze Geschichte. Die unkastrierten Katzen vermehren sich unheimlich schnell und greifen damit auch die einheimische Tierwelt an (in die Katze nun mal nicht gehören). Die generelle Erlaubnis zum Töten eben dieser Katzen ist aber nicht die Lösung, zumal kaum jemand ohne entsprechende Schulung ein Tier schnell und möglichst schmerzarm töten kann.

    Die Kastrationspflicht ist eine Sache über die man sich streiten kann. Sicherlich schränkt sie den Katzenbesitzer in seinen Rechten als Tierhalter ein, aber das zu einem guten Zweck.
    Man bedenke mal, wie viele Katzen im Tierheim sitzen und schlechte Vermittlungschancen haben. Tierheime sind hoffnungslos überfüllt und selbst Kitten, welche dank dem Kindchenschemas noch die besten Vermittlungschancen haben, finden oft kein zu Hause. Die Vermittlungschancen von Katzen ab einem Jahr sinken rapide ab.

    Jede weitere Katze die einen Wurf hat, vergrößert die Population der herrenlosen Katzen direkt aber auch indirekt.
    Nehmen wir mal an, meine Katze hat einen Wurf von 8 Kitten und ich hab für jedes Kitten einen Abnehmer (der, sofern er Ahnung von artgerechter Katzenhaltung hat noch mindestens ein gleichaltriges Kitten bereits zu Hause hat oder der, noch besser, direkt zwei Kitten aus dem Wurf aufnimmt), so das ich also alle 8 Kitten vermittel bekomme, dann nehmen diese 8 Kitten 8 Katzen aus dem Tierheim ein potenzielles zu Hause weg. Und die 8 Katzen die im Tierheim sitzen bleiben, nehmen wiederum 8 Streunern einen Platz im Tierheim und somit die Chance auf ein zu Hause bei Menschen weg. Somit tragen meine 8 Kitten also dazu bei, dass die Anzahl an Streunerkatzen nicht geringer wird, weil kein Platz für sie da ist.

    Nun rechne man das einmal hoch auf Bauernhöfe etc. wo aller Nase lang eine Katze einen Wurf hat.

    Zugegeben ist diese Darstellung vereinfacht, da nicht jeder dazu bereit ist ins Tierheim zu gehen und eine Schutzgebühr für eine Katze zu bezahlen, weil der Mensch bekanntlich geizig ist (und zu blöd zum rechnen, wenn man mal die Kosten für so eine Bauermhofkatze mit der Schutzgebühr einer tierärztlich versorgten Tierheimkatze vergleicht).

    Somit ist jede Katze, deren Deckung wissentlich in Kauf genommen wird, wenn nnicht sogar gewollt ist, mit der Hauptgrund, warum es so viele streundene Katzen gibt.

    Zu einfach. Was ist mit Haltern, die keine potentiell traumatisierte Katze aus dem Tierheim haben wollen, sondern eine, die eine garantiert glückliche Kätzchenzeit verlebt hat? Das Hauptaugenmerk bei der Anschaffung einer Katze sollte immer auf einem möglichst harmonischen Zusammenleben liegen und nicht darauf, einen Tierheimplatz freizuschaufeln.

    So lange Katzenhaltung ihre Verantwortung für ihre Tiere nicht ernstnehmen (und es geht dabei ja nicht nur um die unkontrollierte Vermehrung, unkastrierte Katzen und Kater haben ein höheres Unfall- und vor allen Dingen Verletzungsrisiko), so lange hoffe ich das Deutschland die Verantwortung ernst nimmt. So lange die Halter ihre Katzen nicht kastrieren, so lange sag ich auch ja zur Kastrationspflicht.

    So lange ihr nicht macht, was ich will, fordere ich, dass ihr es tut?

    Der Mensch hat die Domnestiziert, er hat sie erst überhaupt nach Deutschland gebracht. Katzen einfach zu töten, weil es bequemer für einen ist, bedeutet nichts anderes, als sich aus der Verantwortung zu ziehen.

    Die Wahl hatte sich eigentlich nur gestellt, wenn die einzige Alternative im Aussetzen bestand. Um Bequemlichkeit ging es da nicht. Tierheimplätze für Streuner und den ungewünschten Nachwuchs sind sicherlich besser, aber dann müssen sie auch bereitstehen.

    • „Zu einfach. Was ist mit Haltern, die keine potentiell traumatisierte Katze aus dem Tierheim haben wollen, sondern eine, die eine garantiert glückliche Kätzchenzeit verlebt hat? Das Hauptaugenmerk bei der Anschaffung einer Katze sollte immer auf einem möglichst harmonischen Zusammenleben liegen und nicht darauf, einen Tierheimplatz freizuschaufeln.“

      Ich habe ja bereits gesagt, dass das ganze stark vereinfacht darfgestelt ist. Das viele Menschen Vorurteile gegen Tierheimkatzen haben (die sind alle traumatisiert) ist leider nichts neues, wenn es auch total dumm und vor allen Dingen unwahr ist.

      Edit Helge: Dumm? Möchtest du behaupten, dass alle Tierheimkatzen der reinste Sonnenschein sind?

      Aber das ist letztentlich auch nur ein glänzendes Beispiel dafür, dass Menschen sich mit der Katzenhaltung gar nicht erst befassen, denn dann hätten sie solche Vorurteile nicht und wüssten vor allen Dingen auch, dass man vom Verhalten einer Katze im Tierheim nicht auf ihr Verhalten in einer Wohnnung schließen kann.

      Warum sollte ich mir eine Tierheimkatze holen, die möglicherweise traumatisiert oder vielleicht auch nicht traumatisiert ist, was ich aber nicht vorhersagen kann, weil ja deiner Meinung nach ihr beobachtbares Verhalten nicht bewertbar ist, wenn ich mir eine mit Sicherheit nicht traumatisierte Katze von einem anderen Halter holen könnte?

      Menschen mit solchen Voruteilen befassen sich auch nicht damit, was für ein Babykätzchen nötig ist. Die wissen dann nicht mal so grundlegende Sachen wie z. B. dass man Katzen nicht vor der 12. Lebenswoche von der Mutter trennen sollte, sie besser sogar noch länge da lässt, oder das man Katzen, insbesondere in so jungen Alter nicht alleine hält.

      Woher maßt du dir an, zu wissen, was andere Katzenhalter wissen oder nicht wissen?

      Aus dem zu früh getrennten Kätzchen, welches nicht ausreichend sozialisiert wurde, wird dann später eine Piinkelkatze, die den Menschen attakiert und überhaupt nicht das macht, was man von ihr will. Und weil es dann unbeqeum wird, muss sie halt weg.

      Und zweifellos trifft dies auf fast alle Nicht-Tierheimkätzchen zu, oder worauf willst du hinaus?

      Wie man es dreht und wendet, von welcherm Ausgangspunkt man auch losgeht, das eigentliche Problem ist dabei, wie in vielen anderne Bereichen auch, der Mensch und seine grenzenlose Dummheit und Ignoranz. Und das auszugleichen, indem man alle ungewollten Katzen tötet, ist alles andere als fair und vor allen dingen Respektlos dem Leben gegenüber, auch wenn es sich dabei „Nur“ um das Leben einer Katze handelt.

      Es ging nicht um Töten oder ins Tierheim geben, sondern um Töten oder Aussetzen. Ist Aussetzen in einer Mülltonne und langsam verrecken lassen, deine Vorstellung vom respektvollen Umgang mit Leben? Es ging auch nicht um alle ungewollten Katzen, sondern nur um die, die aufgrund von Aufnahemstops im Tierheim sonst ausgesetzt worden wären.

      • Natürlich sind nicht alle Tierheimkatzen Sonnenscheinchen, aber die wenigsten sind traumatisiert. Das ist einfach nur eines von vielen Ammenmärchen, die sich weiter hartnäckig halten.

        Ich habe sowohl Katzen aus dem Tierheim als auch private Notfälle, die Tierheimkatzen sind die liebsten und unproblematischsten Katzen überhaupt, bei dem privaten Notfall ist ein absolutes Schisserchen dabei, die bei Stress pinkelt. Woher dieses Vorurteil kommt, dass Tierheimkatze alle einen Knacks haben, kann ich mir echt nicht erklären. Sicher gibt es da ein paar, aber es sind bei weitem nicht alle. Aber die wenigsten machen sich ja überhaupt die Mühe mal ins Tierheim zu gehen, sich die Katzen anzusehen und sich mit ihnen zu beschäftigen, wenn der Bauer von nebenan, die Katzen ja umsonst abgibt.

        Und maße mir an, solche Katzenhalter zu beurteilen, weil ich täglich mit solchen Katzenhaltern zu tun habe. Man muss nur mal ein bisschen in entsprechende Foren bei Neuzugängen nachlesen, der großteil davon schafft sich eine Katze mit 8 Wochen oder gar jünger an und informiert sich erst, wenn die dann nicht Stubenrein wird oder sonstige Probleme auftreten. Und auch im realen Leben haben die meisten Katzenhalter keine Ahnung, weil sie sich einfach informieren. Und weil sie es gar nicht wissen wollen.

        Zweifelsfrei werden nicht als allen Nicht-Tierheimkatzen solche Problemkatzen und umgekehrt gibt es auch genug Leute die sich aus dem Tierheim eine Katze holen wo es zu gleichen Problemen kommt, weil es leider noch viel zu viele Tierheime gibt, die Katzen zu jung abgeben.

        Ich wollte einfach einen gewissen, nicht abstreitbaren Kreislauf skizzieren, der dazu beiträgt, dass es eben kaum noch Plätze im Tierheim für herrenlose Katzen gibt. Wenn keine Katze aus dem Tierheim adoptiert werden, dann gibt es auch keine neue Plätze für herrenlose Katzen, die dann weiter auf der Straße leben und sich bestenfalls 2 mal im Jahr vermehren.
        und so lange jeder Bauer und jeder Hinterzimmervermehrer seine Katzen unkastriert rumlaufen lässt und den Nachwuchs dann verschenkt oder für 5 Euro verscherbelt, so lange werden es Tierheimkatzen schwer haben ein zu Hause zu finden, weil sich viele gar nicht erst die Mühe machen, ins Tierheim zu gehen und da nach einer Katze zu sehen.

        Mittlerweile sitzen immer mehr Rassekatzen im Tierheim, teilweise sogar mit Papieren und finden einfach kein zu Hause mehr, weil so viele Privatleute es in kauf nehmen, dass ihre Katzen gedeckt werden oder, noch schlimmer, es direkt darauf anlegen.

        Übrigens zur Theorie, dass Kater sich nach der Kastra charakterlich verändern, dass trifft hauptsächlich nur dann zu, wenn die Kater bereits potent waren vor der Kastra. Optimalerweise kastriert man jedoch vor der Potenz, daher lassen verantwortungsvolle Halter ihre Katzen und Kater mit 5 bis 6 Monaten kastrieren.

        • Natürlich sind nicht alle Tierheimkatzen Sonnenscheinchen, aber die wenigsten sind traumatisiert.

          Das Risiko, daß sie es doch sind, dürfte für einige Halter bereits ausreichen, um sie von dieser Option Abstand nehmen zu lassen.

          Woher dieses Vorurteil kommt, dass Tierheimkatze alle einen Knacks haben, kann ich mir echt nicht erklären.

          Das Voruteil gibt es in dieser Form auch nicht. Es geht eher darum, daß sie einen haben könnten. Statistisches Taschenmaterial dürfte allerdings eher schwer zu beschaffen sein.

          Und maße mir an, solche Katzenhalter zu beurteilen, weil ich täglich mit solchen Katzenhaltern zu tun habe.

          Möglich. Aber selbst, wenn dir nur „solche“ Katzenhalter begegnet werden, ist die Ausweitung auf alle Katzenhalter, die keine Tierheimkatze haben, keinesfalls zulässig.

          Und auch im realen Leben haben die meisten Katzenhalter keine Ahnung, weil sie sich einfach informieren. Und weil sie es gar nicht wissen wollen.

          Wir leben im Informationszeitalter. Wer Informationen will, der kriegt sie auch. Ob die meisten Halter keine Information wollen, wage ich nicht zu beurteilen.

          und so lange jeder Bauer und jeder Hinterzimmervermehrer seine Katzen unkastriert rumlaufen lässt und den Nachwuchs dann verschenkt oder für 5 Euro verscherbelt, so lange werden es Tierheimkatzen schwer haben ein zu Hause zu finden, weil sich viele gar nicht erst die Mühe machen, ins Tierheim zu gehen und da nach einer Katze zu sehen.

          Da Tierheimkatzen jedoch kastriert sind und sich daher nicht vermehren, sterben sie irgendwann, und machen so Platz für neue Katzen. Für die Streunervermehrung sind also nach wie vor nur die Streuner und die ausgesetzten Katzen relevant.

          Optimalerweise kastriert man jedoch vor der Potenz, daher lassen verantwortungsvolle Halter ihre Katzen und Kater mit 5 bis 6 Monaten kastrieren.

          Du meinst, wenn du ein Katerkind kastrierst und dieses dann kindlich und verspielt bleibt, dann wäre dies keine Veränderung? Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie widerwärtig gerade dieses Argument für mich klingt. Ich will kein unendlich verspieltes Schmusekätzchen, ich beeinflusse den Charakter unseres Katers auch so schon genug, da soll er zumindest von sich aus das Wesen und den Charakter entwickeln, der wirklich zu ihm gehört.

          • (Das Risiko, daß sie es doch sind, dürfte für einige Halter bereits ausreichen, um sie von dieser Option Abstand nehmen zu lassen.)

            Und das ist eine Einstellung die ich absolut nicht nachvollziehen kann. Im Tierheim sitzen wundervolle Tiere (die Einstellung bezüglich des Tierheimes haben ja Halter anderer Tierarten genauso) und einige, leider Gottes nicht wenige Leute, geben ihnen nicht einmal die Chance darauf sie kennen zu lernen.

            (Das Voruteil gibt es in dieser Form auch nicht. Es geht eher darum, daß sie einen haben könnten. Statistisches Taschenmaterial dürfte allerdings eher schwer zu beschaffen sein.)

            Und ich könnte morgen über Straße gehen und vom Bus überfahren werden. Ich finde solche Einstellungen einfach unsinnig, ist letztentlich aber eine persönliche Sache an der sowieso der betroffene selbst nur etwas ändern kann.

            Wer möchte ist gern herzlich eingeladen, meine absolut liebe, verschmuste und offene Tierheimkatze kennen zu lernen, und ich kenne davon noch bedeutend mehr Katzen dieser Art aus dem Tierheim.

            (Möglich. Aber selbst, wenn dir nur “solche” Katzenhalter begegnet werden, ist die Ausweitung auf alle Katzenhalter, die keine Tierheimkatze haben, keinesfalls zulässig.)

            Du verdrehst meine Worte. Ich habe das keinesfalls auf alle Halter von Nicht-tierheimkatzen ausgeweitet, sondern auf beziehe mich auf uninformierten, mit Vorurteilen belassteten, leider weit verbreiten Typus unter den Katzenhaltern.

            Edit Helge: Solltest du es tatsächlich so gemeint haben, dann waren deine Aussagen extremst missverständlich.

            Gott sei Dank konnte ich auch einige Gegenbeispiele kennen lernen, die sich vor der Anschaffung informierten und massive und weitreichende Anfangsfehler bei der Katzenhaltung vermieden haben. Leider gibt es diese Sorte Katzenhalter in deutlich geringeren Umfang.

            (Da Tierheimkatzen jedoch kastriert sind und sich daher nicht vermehren, sterben sie irgendwann, und machen so Platz für neue Katzen. Für die Streunervermehrung sind also nach wie vor nur die Streuner und die ausgesetzten Katzen relevant.)

            Diese Aussage ist ja nun mehr als lächerlich. Eine Katze hat eine durschnittliche Lebenserwartung von 15 Jahren. Man rechne sich aus, wie oft im Jahr ein Platz im Tierheim für eine weitere Katze frei wird.

            Was hat ein freier Tierheimplatz mit der Vermehrung der Streunerkatzen zu tun?

            Wenn dagegen jeder ins TIerheim gehen würde, um sich eine Katze zu holen, gäbe es wesentlich schneller neue Plätze und ein Tierheim konnte so jährlich hunderten Katzen helfen.

            Bleibt trotzdem ein Nullsummenspiel. Was dir eigentlich auch klar sein müßte, da sowohl Halterplätze als auch Tierheimplätze begrenzt bleiben.

            (Du meinst, wenn du ein Katerkind kastrierst und dieses dann kindlich und verspielt bleibt, dann wäre dies keine Veränderung? Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie widerwärtig gerade dieses Argument für mich klingt. Ich will kein unendlich verspieltes Schmusekätzchen, ich beeinflusse den Charakter unseres Katers auch so schon genug, da soll er zumindest von sich aus das Wesen und den Charakter entwickeln, der wirklich zu ihm gehört.)

            So langsam bekomme ich das Gefühl du möchtest mich absichtlich missverstehen.

            Du hast die Theorie aufgestelle, dass Kater sich nach der Kastration verändern, insofern sie ruhiger, fauler und fett werden.

            Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Garantiert ist es nicht.

            Das ist aber, sofern man rechtzeitig kastriert, nicht der Fall.

            Ja, aber nur weil der Kater in seiner charakterlichen Entwicklung gestoppt wird.

            Potente Kater haben ein größeren Bewegungsdrang, weil sie ständig auf der Suche nach Weibchen sind, weil sie sich mit andern Katern anlegen etc. Grund dafür sind die Hormone.

            Wenn man aber Katzen und Kater vor der Potenz kastriert, hat die Kastration keinen unmittelbaren Einfluss auf das Verhalten. Dass Kitten bleibt weiter verspielt und wird mit der Zeit ruhiger.

            Sagte ich doch. Aber genau das will ich nicht. Auch Sexualhormone bestimmen das Wesen.

            Durch die Kastration bleiben Katzen nicht kindlich und verspielt. Sie entwickeln sich normal weiter, noch dass ihnen der Stress des Deckaktes, der Trächtigkeit, der Kittenaufzucht, der Revierkämpfe etc. ersparrt bleibt und sie ein deutlich risikoarmeres Leben führen.

            Da steht in der Broschüre beim Tierarzt und auf diversen Webseiten aber etwas anderes.

  98. Die Idee einer Zwangskastration für die Miez finde ich utopisch. Katzen haben hierzulande (noch) keine Meldepflicht. Also wer sollte so etwas durchsetzen und kontrollieren? Da bleibt ja nur der Halter des Tieres übrig. Und genau da liegt das Problem. Es gibt solche und solche. Der eine lässt seine freilaufende Miez kastrieren und der andere eben nicht, weil er die Kosten nicht tragen will oder weil er die Kastration des Tieres nicht mit seinem Gewissen oder was-weiß-ich vereinbaren kann.

    Aber eine Tötung von nicht gewollten, überflüssigen Katzenbabys finde ich auch nicht in Ordnung, auch wenn es eher zu realisieren wäre. Würde dies gesetzlich erlaubt, könnte derjenige, der die rollige Miez hat, frei entscheiden, ob er die Babys behalten und vermitteln möchte, oder eben nicht.

    Aber ich finde, jedes Lebewesen hat ein Recht auf Leben. Leider entscheidet der Mensch viel zu oft darüber, wie dieses Leben auszusehen hat. Ob Gosse oder kuscheliges Heim, der Mensch entscheidet wie das Tier lebt. Eben so, ob die Miez kastriert ist oder nicht. Es bleibt ein Kreislauf.

    Und mal ehrlich: Wir können entscheiden, ob Miez, Hund oder Maus rumpimpern dürfen oder nicht. Wir entscheiden, ob das Tier seinen Instinkt ausleben darf oder nicht. Wir entscheiden ob es leben darf oder nicht. Und was ist mit dem Menschen selbst? Er darf, wie er (in den meisten Fällen) möchte. Und da sind wir wieder beim Anfang des Kreislaufes.

    Meine Meinung ist, wer nicht in der Lage ist, für das Handeln und Tun seines Tieres gerade zu stehen und dafür zu bürgen, sollte sich kein Tier anschaffen dürfen. Denn ich bin nun mal dafür verantwortlich, ob ich meinen Kater auf die rollige Miez von nebenan loslasse oder nicht. Und ob ich meine Katze aussetze, wenn ich sie nicht mehr will oder meiner Nichte schenke, die sich schon immer eine Miez gewünscht hat.

    Es ist ein Problem des allgemeinen Denkens über Tiere und weder die eine Lösung, noch die andere werden etwas ändern, solange nicht ein Umdenken im Umgang mit Katzen und anderen Haustieren geschieht.

  99. Ich komme zwar aus der Schweiz, möchte aber eine Geschichte zu streunenden Katzen erzählen.

    In unseren Keller hat mal eine verwilderte Katze Junge geworfen. Jetzt könnt Ihr sagen wir wären selber Schuld, weil wir es nicht bemerkt hätten. Gut, Nachbaren geholt Mama und Kinder einfangen. Zum Tierarzt, der sie zuerst beobachten wollte.
    Später hat er angerufen und gesagt das alle Kätzchen krank waren. Inzucht geschädigt. Und auch die Mutter musste eingeschläfert werden. Der Tierarzt meinte nur das dies häufiger vorkommt.
    Und das es Irrglaube ist, das süsse kleine Kätzchen schnell ein zu Hause bekommen. Oder das diese häufiger wieder ausgesetzt werden.

  100. Ich bin ebenfalls gegen eine ZWANGSkastration von Katzen, die einen VERATWORTUNGSBEWUSSTEN Besitzer haben. Das geht allerdings sicher nur mit einer Registrierungspflicht (Chip) von Katzen, wie es sie bereits bei Hunden gibt. Wie wäre es mit einer Steuer für unkastrierte Katzen? Sobald es dem Menschen nämlich an den Geldbeutel geht, neigt er schneller zum Umdenken. Eine Tötung ungewollter Kätzchen lehne ich jedoch kategorisch ab, ebenso diesen ständig herangezogenen Vergleich zum Menschen *Augenroll*

  101. (Was hat ein freier Tierheimplatz mit der Vermehrung der Streunerkatzen zu tun?)

    Ein Platz im Tierheim für Streunerbabys, die dann kastriert werden und in ein zu Hause kommen. Zusätzlich werden mit den Einnahmen aus der Schutgebühr unter anderem Kastrationsaktionen unter den Streunern finanziert, was langfristig gesehen den Streunerbestand vermindert bzw. wenigstens dazu beiträgt, dass das Problem nicht noch weiter ausartet.

    (Ja, aber nur weil der Kater in seiner charakterlichen Entwicklung gestoppt wird.)

    Also sowohl meine Katzen als auch mein Kater sind Kastriert und in ihrer charakterlichen Entwicklung sicherlich nicht stehen geblieben. Sie entwickeln sich täglich weiter, die einen mehr, die andern weniger.

    Sicherlich bestimmen Sexualhormone den Charakter mit, aber zu welchem Preis? Ruhelose gestresste Tiere, Gebährmaschinen, die hohen gesundheitlichen und Unfallrisiken ausgesetzt sind?

    (Bleibt trotzdem ein Nullsummenspiel. Was dir eigentlich auch klar sein müßte, da sowohl Halterplätze als auch Tierheimplätze begrenzt bleiben.)

    Siehe mein Argument weiter oben.

    (Da steht in der Broschüre beim Tierarzt und auf diversen Webseiten aber etwas anderes.)

    Tierärzte empfehlen Trockenfutter, verkaufen es mitunter sogar, raten zu jährlichen Impfungen etc. Nicht alles was ein TA sagt entspricht auch der Wahrheit. Tierärzte sind da, um Krankheiten zu erkennen und zu behandeln, von zig verschiedenen Tierarten. Die sind keine Psychologie und auch nicht zwingend Ernährungsexperten etc. Dennoch nehmen viele Leute das an.
    Man überlege mal wie viele Humanmediziner für welche Bereiche es gibt. Meinen Zahnarzt würde auch nie fragen, welche Pille ich nehmen soll oder wie ich meinen Vaterkomplex löse.

    • Ein Platz im Tierheim für Streunerbabys

      Die dazu erst einmal gefangen sein müßten. Ausserdem treten sie dann in Konkurrenz zum Nachwuchs der Bauerhofkatze, was dafür sorgt, dass es ein Nullsummenspiel bleibt. Beispielsweise dann, wenn der nun nicht an einen Halter vermittelte Bauernhofnachkömmling Streuner wird.

      Also sowohl meine Katzen als auch mein Kater sind Kastriert und in ihrer charakterlichen Entwicklung sicherlich nicht stehen geblieben. Sie entwickeln sich täglich weiter, die einen mehr, die andern weniger.

      Aber unter Umständen anders als es ohne Eingriff der Fall gewesen wäre. Bei Katzen hat man bei der Kastration kaum eine Wahl. Beim Kater sind die Vorteile keineswegs so ausgeprägt.

      Ruhelose gestresste Tiere, Gebährmaschinen, die hohen gesundheitlichen und Unfallrisiken ausgesetzt sind?

      Wenn dein Kater ruhelos und gestresst ist, kommt dies eher nicht von seinen Kronjuwelen. Sollte es dennoch der Fall sein, so kannst du ihn immer noch kastrieren. Kein Kater wird jemals zur Gebärmaschine, das garantiere ich dir. Bei Katzen ist Kastration ohnehin besser. Aber auch wenn die Kastration erst nach ein oder 2 Würfen erfolgen sollte, ist sie damit noch keine Gebärmaschine geworden.

      Tierärzte empfehlen Trockenfutter, verkaufen es mitunter sogar, raten zu jährlichen Impfungen etc.

      Und sie sind teilweise verdammt teuer. 😉 Allerdings ist damit nicht zwingend gesagt, dass deine Quelle bei dieser Frage verlässlicher ist.

  102. Die unnötige Tötung eines Wirbeltieres zu nicht-wissenschaftlichen Zecken ist eine Straftat und damit auch das unnötige Einschläfern von Katzen!

    Edit Helge: Die unnötige Tötung zu wissenschaftlichen Zwecken ginge bei dir in Ordnung?

    Verzeiung aber jeder der ein Tier hält, hat die Verantwortung zu tragen das es sich nicht ungehindert vermehrt und eine Katze, nur weil sie „überflüssig“ ist zu töten durch Schlag ins Genik oder durch Giftspritze ist einfach widerwärtig!

    Wir sprachen von jemanden, der die Katze sonst aussetzen würde. Du findest Aussetzen demzufolge besser?

    Es gibt auch für Tiere Verhütungsmittel und eine Population, die so groß ist wie die der umherlaufenden Hauskatzen in Dt. ist nicht in all zu naher Zeit von genetischer Schädigung betroffen wie proklamiert wird.

    Alle 15 Jahre wird die Population nahezu komplett ersetzt. So langsam ist das auch wieder nicht. Aber zugegeben, über Nacht ändert sich hier nichts.

    Entschuldigung, aber alleine der Gedanke ist widerlich!

    Wußtest du, daß jeder Mensch durchschnittlich in seinem Leben im Schlaf 8 völlig gesunde Spinnen verschluckt und dadurch tötet?

    Und ja, ich führe das Beispiel Mensch an, denn der Mensch ist auch ein Tier, ein Säugetier, genau wie eine Katze und Menschen erschlägt man auch nicht!

    Schön wärs.

    Tiere sind schützenswehrtes Leben und wir Menschen, die sie sich nun mal halten haben dafür zu sorgen, dass sie sich nicht ungehindert vermehren bzw. wenn dies schon passiert ist, dass ihr Leben erhalten und nicht zerstört wird.

    Bandwürmer, Kakerlaken und Blutegel sind auch Tiere. Fallen sie ebenfalls unter das „schützenswehrte“ Leben, oder gibt es da Einschränkungen? Sorry, aber bei solch undifferenzierten Äußerungen klingt es für mich immer, als sei das Leben am „schützenswehrtesten“, dass am süßesten und knuffigsten ist.

    • „Die unnötige Tötung zu wissenschaftlichen Zwecken ginge bei dir in Ordnung?“

      Nein, denn ich lehne Tierversuche ab. Es ist lediglich das was der Gesetzgeber schreibt.

      „Wir sprachen von jemanden, der die Katze sonst aussetzen würde. Du findest Aussetzen demzufolge besser?“

      Ein Mensch der ein Hirn besitzt sollte wissen, dass man ein Tier nicht aussetzt, wenn man es nicht gebrauchen kann.

      „Wußtest du, daß jeder Mensch durchschnittlich in seinem Leben im Schlaf 8 völlig gesunde Spinnen verschluckt und dadurch tötet?“

      Du sagst es, im Schlaf. Ein Zustand bei dem das Bewusstsein abgeschalten ist. Die Tötung einer Katze ist eine mutwillige Handlung.

      „Bandwürmer, Kakerlaken und Blutegel sind auch Tiere. Fallen sie ebenfalls unter das “schützenswehrte” Leben, oder gibt es da Einschränkungen? Sorry, aber bei solch undifferenzierten Äußerungen klingt es für mich immer, als sei das Leben am “schützenswehrtesten”, dass am süßesten und knuffigsten ist.“

      Jedes Tier ist erhaltenswert, egal ob flauschig oder nicht. Ich kriege jährlich einen Hass auf Kinder, die am Strand Ohrenquallen mutwillig töten oder Regenwürmer durch intensive Sonneneinstrahlung töten.

      „Schön wärs.“
      Leider darf man Menschen nicht durch Schläge ins Genik töten, da eine Population von über 8 Mrd. Individuen unverantwortlich ist…

      • Nein, denn ich lehne Tierversuche ab. Es ist lediglich das was der Gesetzgeber schreibt.

        Ich glaube nicht, daß der Gesetzgeber unnötige Tierversuche absegnet.

        Ein Mensch der ein Hirn besitzt sollte wissen, dass man ein Tier nicht aussetzt, wenn man es nicht gebrauchen kann.

        Was würdest du mit Tieren tun, die du nicht gebrauchen kannst? Töten und Aussetzen kommt ja bei dir nicht in Frage. Wegzaubern vielleicht?
        Egal. Was ist mit Tierschützern, die Tiere erst einfangen, dann kastrieren, dann wieder aussetzen? Ich zitiere mal: Ein Mensch der ein Hirn besitzt sollte wissen, dass man ein Tier nicht aussetzt, wenn man es nicht gebrauchen kann.

        Du sagst es, im Schlaf. Ein Zustand bei dem das Bewusstsein abgeschalten ist. Die Tötung einer Katze ist eine mutwillige Handlung.

        Ich bezog mich nur auf dein „Der Gedanke ist widerlich“. Das wirkte so affektiert, dass ich dachte, ich helfe dir ein wenig, deinen Ekelfaktor zu steigern.

        Jedes Tier ist erhaltenswert, egal ob flauschig oder nicht. Ich kriege jährlich einen Hass auf Kinder, die am Strand Ohrenquallen mutwillig töten oder Regenwürmer durch intensive Sonneneinstrahlung töten.

        Du gehörst jetzt aber nicht zu denen, die, vor die Wahl gestellt, lieber die Katze als das Kind retten, oder?

        Leider darf man Menschen nicht durch Schläge ins Genik töten, da eine Population von über 8 Mrd. Individuen unverantwortlich ist…

        Menschen werden ständig getötet. Auch auf schlimmere Art und Weise als durch Genickbruch. Der Planet leidet aber nicht an Überbevölkerung, sondern nur an einer stark suboptimalen Ressourcenverteilung. Die nebenbei auch dafür verantwortlich ist, dass in einigen Gegenden soviele mehr Kinder pro Frau geboren werden. Aber es ist ja so leicht, arrogant darüber zu spotten, nicht wahr. Bei soetwas könnte ich wiederum kotzen. Ohrenquallen dagegen lassen mich ziemlich kalt. Du siehst, jeder hat andere Sensitivitäten.

  103. „Menschen werden ständig getötet. Auch auf schlimmere Art und Weise als durch Genickbruch. Der Planet leidet aber nicht an Überbevölkerung, sondern nur an einer stark suboptimalen Ressourcenverteilung. Die nebenbei auch dafür verantwortlich ist, dass in einigen Gegenden soviele mehr Kinder pro Frau geboren werden. Aber es ist ja so leicht, arrogant darüber zu spotten.“

    DAS ist der beste Beitrag, den ich in dieser Diskussion gelesen habe, obwohl, oder vielleicht weil, er mit den Kätzchen primär nichts zu tun hat.

    Helge, es tut mir zwar weh, es einzugestehen, aber:

    Wo du recht hast, hast du recht!

  104. Kätzchen töten, ist ob schmerzlos oder nicht auch ziemlich grausam.

    Wieso töten wir nicht ganz simpel einfach 4 Milliarden von 8 Milliarden Menschen? Das wäre auch billig, davon abgesehen würden wir auch ne Menge Geld einsparen. Das ist wirklich das allgemeine Kastendenken, weil jeden doch alles so oder so teils egal ist.

    Jetzt mal ernsthaft, ich verstehe die ganze Sache mit den Streunern durchaus gut, bei uns im Dorf ist die ganze Geschichte in sachen viele Katzen auch grad in der Diskussionsrunde.

    Ich persönlich bin auch dafür das man Kastrieren sollte, aber töten? Nein danke, also wir nehmen uns als Menschen schon mehr als genug heraus, aber das muss wirklich nicht sein.

  105. Also die Idee einer schnellen Tötung halte ich nicht für völlig verwerflich – ich bin trotzdem für kastrieren. Was fette, träge Kastraten betrifft. Mein erster Kater, war zwar groß und schwer, aber weder fett und träge. Er war Freigänger, hat alles gejagt, was kleiner als ein Dackel war, und obwohl ich ihn mit 6 Monaten entmannen liess, war er der Chef im Viertel, die Nichtkastraten haben vor ihm gekuscht und die rolligen Weibchen haben vor unserer Tür Schlange gestanden und ihn solang gerufen, bis er sich erbarmt hat. Kastriert heisst nicht unbedingt impotent (ich geb zu, das erstemal hab ich ziemlich blöd geguckt, als er das getan hat)
    Davon abgesehen, dass man Wohnungskatzen sowieso kastrieren lassen muss, weil sonst ein zusammenleben unmöglich ist. Die unkastrierte Kätzin meiner Nichte starb an Gebärmutterkrebs – sehr häufig, bei ungedeckten nichtkastrierten Tieren. und und und….es gibt mindestens soviele Für, wie Widerargumente,
    Aber solange Tiere ausgesetzt (meine aktuelle Samtpfote zb samt Geschwistern im verknoteten Plastiksackerl) und mißhandelt werden, ist es wohl besser „Für“ zu sein
    Ich teile nicht die Sorge, dass die EKH deshalb ausstirbt – durch ausgesetzte Rassekatzen wird sie sowieso verwässert und solang sich nicht peekfaces, Sphinx oder Munchkin durchsetzen, ist es wohl auch nicht wirklich wichtig

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