Samstag, 9. Januar 2010
Von Zeit zu Zeit werden wir darum gebeten, auf neuveröffentlichte Bücher unserer User hinzuweisen. Viele Autoren streben schliesslich danach, ihr geliebtes Hobby zum Beruf zu machen und FF.de freut sich für sie über jeden erfolgreichen Schritt auf diesem Weg. In der Vergangenheit haben wir auf die Publikationen unserer User in den News auf der Hauptseite hingewiesen, waren damit aber nie sonderlich glücklich, da der Platz in den News zum einen arg begrenzt ist und da die News selbst eigentlich nur das Archiv direkt betreffen sollten.
Da ich aber nun einen heiligen Eid geschworen habe, meinen Blog nicht wieder in einen Dornröschen Schlaf verfallen zu lassen (Was wohl auch besser ist, denn Blogs sehen kurz vor und nach dem Wachküssen in etwa so aus.), erschien es mir angebracht, diese Vorstellungen der Werke unserer User hierher zu verlagern.
Aber genug mit den uninteressanten Erläuterungen.
Das erste Buch, was ich euch in dieser Reihe vorstellen möchte, stammt von der Autorin Gabriela Bieber. Und da der Autor den interessierten Lesern im Allgemeinen mehr über sein Baby erzählen kann als ein bloggender Admin, habe ich ihr diesbezüglich einfach eine Reihe von Fragen gestellt. Das hat zudem den schönen Nebeneffekt, deutlich weniger Arbeit für mich zu verursachen.
Erzähle am Besten erst einmal kurz etwas zu dir.
Hm ja, also ich heiße Gabriela Bieber, aber am besten, ihr sagt Gaby, denn Gabriela merkt sich eh keiner und dann werde ich immer zur Gabriele. Ich wurde am 15. Mai 1990 geboren und bin somit aktuell 19. Dieses Jahr hab ich Abi gemacht und mein Studium begonnen, aber vor allem natürlich ; ) mein erstes Buch veröffentlicht: Gedankendroge.
Was unsere User sicherlich auch interessiert, ist wie du auf FF.de gekommen bist? Was verbindest du mit unserer Plattform und vor allen Dingen, wie lautet dein Name hier?
Mein Nickname auf fanfiktion.de ist kleinerbiber. Angemeldet hab ich mich vor ca. 3 Jahren bei euch, hauptsächlich, um meine Sachen hochzuladen und Kritiken/Reviews zu sammeln.
Ich war lange eine fleißige Fanfiktion-Autorin, einfach zum Ausgleich zu meinem Gedankendroge-Manuskript, zum Spaß und zum Besserwerden. Es hat mir auch wirklich viel gebracht, im Bezug auf meinen Schreibstil und auch für meine Selbsteinschätzung. Die Kommentare waren auch immer sehr motivierend. Im Laufe der Zeit habe ich auch eine meiner mittlerweile allerbesten Freundinnen auf ff.de kennen gelernt: Lyn89.
Wir haben uns schon mehrmals getroffen und sie hatte sich freundlicherweise auch als Testleserin für Gedankendroge zur Verfügung gestellt.
An dieser Stelle auch liebe Grüße an Voodoopuppe im Glas und an alle anderen ff.de-user, die mich kennen.
Bei deinem Buch handelt es sich, soweit ich weiß, um deine Biographie. Jetzt werden Biographien ja meistens von alten Männern geschrieben, die zuviel Zeit haben und von ihren Hunden nicht ganz ausgelastet werden. Was hat dich dazu bewogen, deine Lebensgeschichte zu schreiben und zu veröffentlichen?
Meistens werden Biographien von Leuten, die dafür bezahlt werden, über irgendwelche Prominente geschrieben ; ).
Gedankendroge ist schon mal eine Autobiographie. Also keine Ansammlung von Fakten, sondern subjektiv, emotional und authentisch. Es ist auch nicht meine ganze Lebensgeschichte, sondern beschreibt nur einen interessanten Ausschnitt.
Was mich dazu bewogen hat? Mir fällt gerade auf, ich habe keine Hunde. XD Aber Langeweile war es nicht, da hätte ich auch einfach für die Schule lernen können.
Es sind verschiedene Gründe, warum ich Gedankendroge geschrieben und veröffentlicht habe.
Zum einen unterschätzt und übersieht unsere Gesellschaft junge Menschen und deren Probleme. Ich hatte gehofft, ich könnte die Leute mit meinem Buch hellhöriger machen.
Ich wollte auch Gerechtigkeit und Wahrheit verbreiten, und deshalb festhalten, was geschehen war.
Ich wollte meiner Jugendliebe zeigen, was er mir bedeutet hatte und ihn beeindrucken.
Und zu guter Letzt: Wenn man schreibt, möchte man nun einmal gerne etwas veröffentlichen, denn zu einem Autor gehört einfach ein Buch.
Kannst du ein wenig auf den Inhalt eingehen?
Klar. Gedankendroge erzählt von den letzten drei Tagen, die ich im Haushalt meiner Mutter verbracht habe. Von meinem Brief ans Jugendamt, deren Besuch in meiner Schule, der ganzen Bürokratie. Das Buch geht auch auf die katastrophalen Familienumstände ein; und zu ca. 50% auf meine romantischen Gefühle bzw. auf die Traumwelt, die ich mir gebaut hatte. Daher rührt auch der Titel des Buches: Gedankendroge.
Warum sollte jemand gerade dein Buch kaufen und nicht, sagen wir mal, diesen Feuchtgebiete-Schinken von Charlotte Roche?
Ich weiß von Charlotte Roches Buch nicht mehr als den Titel, kann es also weder beurteilen noch irgendwie mit meinem vergleichen.
Ich kann nur sagen, für wen Gedankendroge die richtige Lektüre sein könnte:Für Leser, die sich für wahre Geschichten und/oder junge Autoren interessieren, für gefühlsbetonte Menschen und natürlich für jeden, den die Thematik anspricht.
Ok. Für diejenigen, die jetzt neugierig geworden sind, wo können sie dein Buch käuflich erwerben? Am besten mit Link.
Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann das Buch einfach in einer Buchhandlung kaufen/bestellen lassen, oder z.B. bei Amazon vorbei schauen.
Danke Gaby.
Und damit schließe ich den ersten Blogeintrag zum Thema "Veröffentlichungen unserer User". Ich hoffe, daß er euch gefällt, und vielleicht möchtet ihr ja der jungen Autorin noch etwas Zuspruch zukommen lassen.
Ansonsten wenn auch ihr dabei seid, ein Buch zu veröffentlichen oder dies bereits getan habt, so meldet euch ruhig bei mir. Extra dafür wurde ja diese neue Blogkategorie geschaffen.
Mittwoch, 6. Januar 2010
Nur sehr ungern entsinnen sich die werten Leserinnen und Leser meines Blogs den Szenen abgrundtiefen Terror, denen sich jeder nur allzu oft in großen Kaufhäusern und U-Bahn-Aufgängen gegenüber sah. Ich spiele hiermit natürlich auf das schreckliche Chaos, die Milliarden von Toten, die abgetrennten Gliedmassen und die Ströme von Blut an, die quasi eine regelmäßige und unvermeidbare Begleiterscheinung waren, wenn schwache Frauchen ihre aufgemotzten, überdimensionierten Kinderwagen auf eine schiefe, bewegte Ebene namens Rolltreppe verfrachteten. Es war der absolute Horror, wenn sich so ein Kinderwagen dem kraftlosen Griff der gestressten Mutter entriss, auf Mach 3,6 beschleunigte und sich daraufhin überschlug. Im Allgemeinen wurden dabei die infantilen Wageninsassen herausgeschleudert und durch die brutale Geschwindigkeit selbst in Geschosse des Todes verwandelt.
Warum erinnere ich an diese unschönen Begebenheiten, fragen Sie sich? Nun, dank einer neuen grandiosen EU-Richtlinie, ist der Transport von Kinderwagen über Rolltreppen ab Anfang des Jahres untersagt. Er gilt somit als Ordnungswidrigkeit und kann mit entsprechenden Strafgebühren geahndet werden. Selbst wenn diese nicht erhoben werden, sind Unfälle mit Kinderwagen auf Rolltreppen in Zukunft nicht mehr automatisch über die Haftpflich des Betreibers versichert.
Interessant wird es, wenn man versucht, sich an diese Richtlinie zu halten. Wer schon einmal probiert hat, in einem großen, belebten Kaufhaus den Aufzug mit einem Kinderwagen zu benutzen, der weiß, wovon ich rede. Die Erfolgsaussichten dafür sind nur unwesentlich größer als die unseres derzeitigen Außenministers, fehlerfrei eine Rede auf Englisch zu halten.
Hinzu kommt, dass an vielen Örtlichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs die einzige Alternative zur Rolltreppe aus ihrem unbeweglichen Namensvetter besteht. Das Ziel der EU-Maßnahme liegt angeblich darin, die Sicherheit der im Kinderwagen transportierten Kleinkinder zu gewährleisten. Mir als Laien erschließt sich allerdings nicht, warum es für sie und andere sicherer sein soll, wenn die Mütter gezwungen werden, das Gesicht zur Faust geballt ihr Gefährt über lange und steile Steintreppen zu wuchten. In meiner naiven Weltsicht würde ich das so entstehende Gefährdungspotential für Leib und Leben eigentlich als höher einschätzen.
Eine bessere Lösung des Problems hätte möglicherweise darin bestanden, die Kinderwagen auf den Rolltreppen sicherer zu machen, z.B. indem die Rolltreppen mit geeigneten Klemmrillen für die Reifen der Kinderwagen versehen würden wie bei den Einkaufswagen oder indem man die Kinderwagen mit besser geeigneten Bremsen versieht wie z.B. beim Kofferkuli.
Aber sei’s drum.
Auf diese famose Richtlinie, die unser aller Leben endlich sicher macht, wurde ich von der Userin Leah Clearwater21 hingewiesen. Wenn euch selbst auch vergleichbare Verbesserungen unterkommen und ihr der Ansicht seid, dass auch die anderen Leser meines Blogs dringend über unsere schöne neue Welt informiert werden müssen, dann zögert nicht und kontaktiert mich ruhig. Ich beiße nur dann, wenn ich noch keinen Kaffee hatte.
Sonntag, 20. Dezember 2009
Der Klimagipfel ist vorbei und hat das von den meisten erwartete Ergebnis produziert: nämlich gar keines.
Ob China und seine Vasallen sich darüber im Klaren sind, daß obwohl die Folgen des Klimawandels den ganzen Planeten betreffen, sie unter den ersten sein werden, die ihn zu spüren bekommen? Ob daher der Klimagipfel eine gute Gelegenheit war, um Chinas Weltmachtanspruch auszuleben, ist in diesem Zusammenhang zumindest fraglich.
Irgendwie wirkt es schon sehr ironisch, wenn jetzt, nachdem die USA endlich bereit sind, aufzuwachen und sich zu bewegen, jemand daherkommt, der groß und schwerfällig genug ist, um sich auf ihren alten Platz des Nichtstun gemütlich niederzulassen. Wobei man allerdings fairerweise sagen muss, daß China auch schon auf früheren Klimakonferenzen eifrig damit beschäftigt war, dem Sinnbild der drei chinesischen Affen zu entsprechen, die nichts Böses sehen, hören oder sagen. Damals fiel dies allerdings noch nicht ganz so deutlich auf, da die chinesische Ruhematte teilweise vom breiten US-amerikanischen Rücken verdeckt wurde.
Nunja, die Klimakonferenz von Kopenhagen ist gescheitert. Die Auswirkungen der ungebremsten Erderwärmung werden wohl nur allzubald immer deutlicher zu Tage treten. Aber andererseits wer braucht schon Holland, Bangkok oder 60% der heute existierenden Tier- und Pflanzenarten.
|
Kommentare